alles

den riv­va-al­go­rith­mus wür­dest du wahr­schein­lich nicht ver­ste­hen, wenn du ihn „ge­nau­er“ sä­hest. und das soll jetzt nicht se­xis­tisch sein, son­der kol­le­gi­nis­tisch, ich will da­mit näm­lich kei­ne frau­en ver­let­zen oder her­ab­set­zen, son­dern aus­schliess­lich dich.

(das steht hier aus­schliess­lich, weil Pa­tri­cia ge­sagt hat, ich wäre *fei­ge*, wenn ich ihr das nur ins ge­sicht sa­gen wür­de und nicht auf face­book.)



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lo­renz ma­roldt im heu­ti­gen check­point:

Drei­er­lei News von Jan Böh­mer­mann: Der deutsch-tür­ki­sche Hei­mat­dich­ter kehrt mit sei­ner Zie­gen­züch­ter­show „Neo Ma­ga­zin Roya­le“ ins ZDF zu­rück (12. Mai), be­en­det aber sei­ne Sonn­tags­sen­dung „Sanft & Sorg­fäl­tig“ mit Olli Schulz bei Ra­dio­eins. Ge­kün­digt hat­ten die bei­den beim rbb al­ler­dings schon vor der Af­fä­re Er­do­gan – und zwar, um ge­mein­sam bei Spo­ti­fy als Pod­cas­ter an­heu­ern zu kön­nen. Das ist al­ler­dings in der Tat wie­der mal ein groß­ar­ti­ger Witz voll al­ler­feins­ter Iro­nie und bit­ter­bö­ser Sa­ti­re: In ih­rer al­ten Sen­dung hat­ten sie den Strea­ming-Dienst noch als „Scheiß-Platt­form, wo der Künst­ler kei­ne Koh­le be­kommt“ ge­schmäht (nach­zu­hö­ren hier).

die­se nach­richt er­schüt­tert mich jetzt re­la­tiv we­nig, ich habe die sen­dung näm­lich nie frei­wil­lig ge­hört (ein paar mal al­ler­dings un­frei­wil­lig, im auto, auf län­ge­ren fahr­ten, wenn die bei­fah­re­rin mich zwang, sie mit an­zu­hö­ren). aber die­ser kurz­mel­dung von lo­renz ma­roldt zeigt auch mein pro­blem, das ich mit ra­dio oder pod­casts oft habe. um die (halb erns­te und halb hal­bi­ro­ni­sche) aus­sa­ge „Spo­ti­fy ist eine Scheiß-Platt­form, die Künst­ler schlecht be­zahlt“ zu le­sen brau­che ich we­ni­ger als eine se­kun­de. um sie mir (in­klu­si­ve witz­lo­ser, ge­stam­mel­ter iro­nie) an­zu­hö­ren, brau­che ich un­ge­fähr zwei mi­nu­ten. das ist voll in­ef­fek­tiv.  

ich habe nichts ge­gen ziel­lo­ses her­um­la­bern und me­ckern, das mute ich hier schliess­lich auch seit 14 jah­ren mei­nen le­sern zu — aber ich tue es seit 14 jah­ren skip-freund­lich, mit tex­ten, die sich leicht über­sprin­gen und über­flie­gen las­sen.

(nach­trag: der link zum check­point funk­tio­niert jetzt wie­der.)  


the good wi­fe s07e20 (the par­ty)

felix schwenzel in gesehen

eli gold war ei­gent­lich im­mer eine mei­ner lieb­lings­fi­gu­ren in the good wife. seit zwei oder drei jah­ren schwä­chelt er ein biss­chen, und schwä­chelt nach wie vor, aber in die­ser fol­ge hat­te er zu­min­dest eine gute idee: ja­son soll pe­ter’s schuld be­wei­sen — und na­tür­lich fin­det er nach et­was hin un dher das ge­gen­teil. aus­ser­dem wir in die­ser fol­ge wie wild ge­hei­ra­tet und wäh­rend der par­ty fern­ge­se­hen. al­lein fern­se­hen, kann ali­cia, aber sich zu zweit oder dritt un­ter­hal­ten geht nicht, weil alle räu­me voll mit par­ty­gäs­ten sind. aber das macht al­les nichts, weil man merkt, wie die hand­lungs­strän­ge lang­sam ge­strafft wer­den und zu­sam­men­lau­fen aufs fi­na­le. noch is­ses zu früh, aber ich bin si­cher, am ende steht ein mär­chen­haf­tes ende; am ende wird ste­hen: „Und sie leb­ten glück­lich, bis ans Ende ih­rer Tage …“ — nur weiss ich noch nicht wer mit wem.

aus­ser­dem be­mer­kens­wert: kei­ne ein­zi­ge ge­richts­sze­ne in die­ser fol­ge.


sen­dung mit der maus vom 24.04.2016

felix schwenzel in gesehen

chris­toph (und evi) er­zäh­len wie ha­fer­flo­cken ge­macht wer­den und ralph cas­pers er­klärt: „wie pin­keln vö­gel?“ das letz­te­re ist ziem­lich sen­sa­tio­nell, wie ich fand, weil man sieht, wie vo­gel­kü­cken ka­cken, ohne das netz zu be­schmut­zen. hier soll­te ich viel­leicht noch ei­nen skato­lo­gie-trig­ge­r­alarm ein­bau­en, aber das ist bei ei­ner web­sei­te die ei­nen ka­cken­den hund als logo hat, viel­leicht gar nicht nö­tig.

die sen­dung ist noch bis zum 1. mai hier zu se­hen, die sach­ge­schich­te mit den vö­geln län­ger.




die shaun-das-schaf-fol­ge am ende wur­de aus dem ar­chiv raus­ge­sucht, weil ir­gend­wann eine tau­be drin vor­kommt, die bit­zer auf den kopf kackt und so­gar die ha­fer­flo­cken-sach­ge­schich­te hat die re­dak­ti­on ins the­ma zu pres­sen ge­schafft. am an­fang er­klärt chris­toph näm­lich die re­de­wen­dung „dich hat wohl der ha­fer ge­sto­chen?“ mit ste­chen­den ha­fer­spel­zen beim ka­cken.


game of thro­nes s06e01 (the red wo­man)

felix schwenzel in gesehen

(ent­hält kei­ne spoi­ler für die sechs­te staf­fel, glaub ich)

sie­ben hand­lungs­strän­ge wer­den fort­ge­führt: san­sa (und the­on) flüch­ten wei­ter, jon snow ist wei­ter­hin tot, myr­cel­la ebens­so, und sie wird von ja­i­me sie zu­rück nach king’s landing bringt, dae­nerys ist wei­ter­hin ge­fan­ge­ne der do­thra­ki und arya wei­ter­hin blind. das ein­zig über­ra­schen­de in die­ser fol­ge ist, dass in dor­ne (aka se­vil­la) jetzt schon, ohne vor­ge­plän­kel, et­was längst er­war­te­tes pas­siert und die red wo­man me­li­sand­re sich aus­zieht und ins bett legt.

der letz­te satz ist na­tür­lich ein witz, dass me­li­sand­re wie­der nackt ge­zeigt wird, war mir be­reits beim le­sen des ti­tels die­ser fol­ge klar. so we­nig über­ra­schen­des in die­ser fol­ge auch pas­sier­te, so sehr freut es mich, game of thro­nes wie­der gu­cken zu kön­nen. man kann die se­rie auch als wirk­lich auf­wän­dig und ma­kel­los ge­dreh­te tou­ris­mus­wer­bung für is­land, ir­land, se­vil­la, ma­rok­ko, mal­ta und kroa­ti­en se­hen, als so ne art vir­tu­el­les in­ter­rail (oder bes­ser in­ter­sail) für kis­sen­pup­ser. auch wenn die dreh­or­te teils wild durchand­er­ge­mischt sind, kann man tief ins her­zen eu­ro­pas ein­tau­chen, die ei­ge­nen all­tags­sor­gen ver­ges­sen und die all­tags­sor­gen von aus­ge­dach­ten hö­he­ren klas­sen, aus ei­ner phan­ta­sie­ver­gan­gen­heit, mehr oder we­ni­ger di­stan­ziert be­trach­ten.

ganz ohne iro­nie, ich guck mir das furcht­bar ger­ne an und freue mich das jetzt noch 9 wo­chen lang ma­chen zu kön­nen. ich frag mich nur, was ich da jede wo­che zu schrei­ben soll?

ich könn­te mir zum bei­spiel für jede fol­ge me­chan­di­sing-ar­ti­kel aus­den­ken, die weg wie war­me sem­meln ge­hen. zum bei­spiel das col­lier von me­li­sand­re. oder ihr bei­na­he blin­der spie­gel. wachs­mo­del­le der köp­fe auf dem staf­fel­pos­ter will be­stimmt auch je­der game of thro­nes fan ha­ben, um aus sei­nem bil­ly-re­gal ei­nen al­tar für den many-faced god zu ma­chen.


@oler der „an­ony­me Troll“ ist nicht an­onym, nach 3 klicks sieht man: er macht nutz­lo­se wer­bung in reut­lin­gen. /@turi2


es muss ir­gend­wo ba­na­nen ge­ben, aber ich fin­de die schlan­ge nicht.

Mar­kus Herr­mann (@herms­farm25.04.2016 15:17


Cy­press Hill.

(@ghost­dog1925.04.2016 15:38


Whe­re Har­ry Met Sal­ly.

(@ghost­dog1925.04.2016 15:34


*

  The ear­ly ses­si­ons. - Ma­ma­hoo­hoo Ma­rio | Face­book

Mon­day Lisa

The ear­ly ses­si­ons.

(via)



Photo by felix schwenzel on April 24, 2016. Keine Fotobeschreibung verfügbar..

spar­gel­sa­lat mit schin­ken nach tim mäl­zers „hei­mat“.


zah­len

felix schwenzel in notiert

nur mal ein kur­zer zwi­schen­stand (an mich selbst), wie gut die in­stant ar­tic­les (IA) un­ge­fähr funk­tio­nie­ren. ich habe mal die zah­len der letz­ten vier re­la­tiv be­lieb­ten ar­ti­kel raus­ge­sucht. die sei­ten­an­sich­ten der de­tail­sei­ten, so­wie die zahl der RSS- und IA-sei­ten­an­sich­ten, gebe ich un­ten auf der de­tail­sei­te im­mer mit an (über die pi­wik API):

in die­ser ta­bel­le habe ich noch die pi­wik con­tent-er­fas­sung mit auf­ge­zählt, das ist die un­ge­fäh­re ge­samt­zahl der ar­ti­kel-an­sich­ten in­klu­si­ve der views auf der start­sei­te. mei­ne ar­ti­kel sind ja im­mer auch kom­plett auf der start­sei­te les­bar, die ein­zel­an­sicht zählt nur die de­tail­an­sich­ten der sei­te.

ar­ti­kel- ein­zel- IA-   RSS-an­sich­ten
schö­ner schaum 1379 351 67 793
prin­ce 1265 582 90 850
bru­der klaus ka­pel­le 293 116 20 533
ia, amp, rss, syn­di­ka­ti­on, blog­gen 286 137 58 511

  

an den zah­len sieht man, je nach­dem wel­che sei­ten­an­sichts­me­trik man nimmt, dass 50 bis 70 pro­zent mei­ner pa­ge­views über RSS ge­ne­riert wer­den. und, das ist glau­be ich ein ziem­lich gu­ter wert, 10 bis 20 pro­zent der pa­ge­views die nicht über RSS kom­men, sind mitt­ler­wei­le in­stant-ar­tic­le-an­sich­ten.

noch in­ter­es­san­ter: die zahl der von pi­wik er­fass­ten re­fer­rer von face­book, war in der ge­sam­ten wo­che ge­nau­so hoch wie die sum­me der in­stant-ar­tic­le-an­sich­ten der 4 ar­ti­kel oben: um die 250.

letz­ter punkt: ich be­kom­me sehr viel mehr traf­fic über twit­ter, als über face­book: et­was drei mal so viel.  



ia, amp, rss, syn­di­ka­ti­on, blog­gen

felix schwenzel in artikel

vie­le leu­te glau­ben ja, dass face­book das blog­gen zer­stö­re, oder blog­gern zu­min­dest so viel zeit und auf­merk­sam­keit neh­me, dass sie sich kaum noch um ihre ei­ge­nen gär­ten küm­mern, son­dern in face­books „ein­ge­mau­er­ten gar­ten“ schrei­ben.

(den be­griff des „ein­ge­mau­er­ten gar­tens“ habe ich beim schock­wel­len­rei­ter auf­ge­nom­men.)

ver­mut­lich ist da was dran, ich bin zum bei­spiel im­mer (leicht) entäuscht, wenn pe­ter breu­er face­book mit sei­nen klei­nen, wit­zi­gen ge­schich­ten voll­schreibt, statt sei­nes blogs. im­mer­hin, ab und zu, schreibt er dann auch in sein blog. vie­le leu­te hal­ten face­book wohl auch für eine in­kar­na­ti­on des bö­sen, oder zu­min­dest für et­was furcht­ba­res:

Face­book ver­sucht, das In­ter­net zu sein und Blogs zu er­set­zen bzw. in sein Uni­ver­sum ein­zu­ver­lei­ben. Das ist furcht­bar […].

die­ser kom­men­tar stand un­ter mei­ner kur­zen lo­bes­hym­ne der in­stant ar­tic­les von face­book. die lau­fen jetzt seit knapp ei­ner wo­che hier mit, dass heisst alle et­was län­ge­ren ar­ti­kel, die ich auf wir­res.net ins in­ter­net schrei­be, wer­den per RSS auch in face­books da­ten­cen­ter ein­ge­speist und dann an­ge­zeigt, wenn je­mand ei­nen link auf ei­nen die­ser ar­ti­kel in der mo­bi­len face­book app klickt. wer ohne app auf links zu den ar­ti­keln klickt, lan­det, nach wie vor, hier im blog.

die tech­nik funk­tio­niert er­freu­lich zu­ver­läs­sig. face­book liest den feed alle drei bis vier mi­nu­ten ein und wenn ich ei­nen ar­ti­kel ver­öf­fent­li­che, liegt er spä­tes­tens ein paar mi­nu­ten spä­ter auch als op­ti­mier­te, ge­cach­te ver­si­on in der face­book app vor. än­de­run­gen an den ar­ti­keln wer­den klag­los syn­chro­ni­siert, dass heisst die ori­gi­nal­ver­si­on hier und die ko­pie in der face­book-app sind im­mer auf dem glei­chen stand.

dass ich mich ne­ben der in­itia­len ein­rich­tung um nichts küm­mern muss, ge­nau­so we­nig wie mit al­lem an­de­ren was mit RSS zu tun hat, ist äus­serst an­ge­nehm und er­füllt alle er­war­tun­gen, die ich be­reits vor knapp ei­nem jahr hat­te:

in­stant ar­tic­les sind ei­gent­lich nichts an­de­res als „Pu­blish (on your) Own Site, Syn­di­ca­te El­se­whe­re“, kurz „POS­SE“. POS­SE be­schreibt eine in­die­web-tech­nik, bei der man (ob­vious­ly) in­hal­te zu­erst auf sei­ner ei­ge­nen web­sei­te ver­öf­fent­licht und sie dann auf be­lie­bi­ge wei­te­re sei­ten syn­di­ziert. das in­die­web­camp-wiki drückt den ent­schei­den­den punkt so aus:

POS­SE lets your fri­ends keep using wha­te­ver they use to read your stuff (e.g. silo ag­gre­ga­tors like Face­book, Tumb­lr, Twit­ter, etc.).

seit ein, zwei jah­ren habe ich das blog­gen für mich neu — oder schär­fer — de­fi­niert. ich sehe mein blog kon­se­quent als of­fe­ne sam­mel­stel­le und ver­tei­ler. al­les was ich ins in­ter­net oder auf pa­pier schrei­be, ko­pie­re ich auch hier­hin, oder, noch lie­ber, ich schrei­be es auf wir­res.net und ver­tei­le es dann nach ir­gend­wo. film­kri­ti­ken schrei­be ich zu­erst hier und ko­pie­re sie dann (der­zeit) zu let­ter­boxd.com. in­sta­gram­me ko­pie­re ich zu­nächst (au­to­ma­tisch) hier­hin und ver­tei­le sie dann (au­to­ma­tisch) von hier zu face­book und twit­ter. sta­tus­nach­rich­ten schrei­be ich hier und ko­pie­re sie dann voll oder se­mi­au­to­ma­tisch zu twit­ter oder face­book. check­ins ma­che ich per swarm-app, ko­pie­re sie aber au­to­ma­tisch hier hin. fa­vo­ri­ten set­ze ich per book­mar­klet so, dass sie im je­wei­li­gen so­cial net­work lan­den und hier.

wer will kann sich al­les was ich schrei­be hier an­se­hen, für alle an­de­ren pum­pe ich mei­ne in­hal­te da­hin, wo ich es für sinn­voll er­ach­te, oder glau­be, die leu­te zu er­rei­chen, die ich er­rei­chen möch­te.

und da­mit bin ich wie­der beim an­fangs­ge­dan­ken: zer­stört face­book blogs — oder gar das („freie“, „wil­de“) in­ter­net?

ich glau­be nein, auch wenn es irre viel auf­merk­sam­keit an sich zieht. aber das prin­zip der in­stant ar­tic­les, hat mei­ner an­sicht nach so­gar das zeug dazu, blogs zu ei­ner re­nais­sance zu ver­hel­fen. denn um ei­nen in­stant ar­tic­le zu er­stel­len, muss ich erst­mal ei­nen ori­gi­nal­ar­ti­kel im netz aus­ser­halb von face­book er­stel­len: auf mei­nem ei­ge­nen blog, auf word­press oder wo auch im­mer. der­zeit ist die plug­in-in­stal­la­ti­on oder in­stant-ar­tic­le-kon­fi­gu­ra­ti­on wohl noch et­was kom­pli­ziert für vie­le, bzw. die plug­ins noch nicht ganz aus­ge­reift, aber das wird sich än­dern. face­book un­ter­stützt mit den in­stant ar­tic­les im prin­zip den in­die­web-ge­dan­ken des „Pu­blish (on your) Own Site, Syn­di­ca­te El­se­whe­re“, des syn­di­zie­rens.

ei­gent­lich hat­te ich die hoff­nung, dass an­de­re tech­no­lo­gie­kon­zer­ne so et­was auch ma­chen. me­di­um hat das seit knapp ei­nem jahr sehr halb­herzg um­ge­setzt: auch an sein me­di­um-kon­to, kann man ei­nen RSS-feed flan­schen, aber ar­ti­kel wer­den nur ein­mal in­iti­al ein­ge­le­sen und dann nie wie­der ak­tua­li­siert. auch die um­set­zung von spe­zi­el­len ge­stal­tungs­ele­men­ten, wie es die in­stant ar­tic­les er­lau­ben, un­ter­stützt me­di­um nicht. twit­ter hat vor ei­nem hal­ben jahr an­ge­kün­digt, die goog­le AMP-in­itia­ti­ve zu un­ter­stüt­zen. das hät­te zum bei­spiel den vor­teil, dass in twit­ter ver­link­te ar­ti­kel, in der twit­ter-app vor­ge­r­en­dert und -ge­cached wer­den könn­ten und sich so an­füh­len wür­den, als wä­ren sie teil der twit­ter-app und kei­ne lang­sam la­den­den ex­ter­nen web­sei­ten. goog­le selbst scheint den roll­out von AMP wie­der mas­siv zu­rück­ge­fah­ren zu ha­ben, zu­min­dest für klei­ne pu­blisher oder blog­ger. viel­leicht war das doch al­les zu kom­pli­ziert, für eine mas­sen­haf­te nut­zung.


be­reits letz­tes jahr schrieb ich, dass die in­stant ar­tic­les sich nicht von RSS, wie ich es nut­ze, un­ter­schei­den. ich lese per RSS 1200 quel­len, die mein heiss­ge­lieb­ter RSS-ree­der vor­lädt, auf dem te­le­fon zwi­schen­spei­chert und mir in se­kun­den­schnel­le, per­fekt les­bar und be­freit von al­lem tand, an­zeigt. face­book wird so zu et­was, was bis­her aus­schliess­lich tech­nisch ver­sier­te men­schen per RSS ge­nutzt ha­ben: ein ein­fa­cher, von al­len leicht zu be­die­nen­der feed-rea­der.


na­tür­lich ist da was dran, was ich oben zi­tiert habe, face­book ver­su­che, „das In­ter­net zu sein“ oder zu­min­dest die leu­te dazu zu brin­gen, ma­xi­mal viel le­bens­zeit auf face­book zu ver­brin­gen. da­ge­gen kann je­der et­was tun, nicht in­dem man face­book mei­det oder nicht mehr mit in­hal­ten be­lie­fert, son­dern in­dem man ei­nen fall­back schafft — oder bes­ser, eine al­ter­na­ti­ve. oder um im gar­ten­bild zu blei­ben: wir soll­ten un­ser ge­mü­se vor al­lem in un­se­ren gär­ten an­pflan­zen, die kul­tur­tech­ni­ken des gar­ten­baus wei­ter pfle­gen — ohne un­se­re gär­ten selbst zu­zu­mau­ern. aber war­um soll­ten wir un­ser selbst an­ge­bau­tes ge­mü­se nicht auch auf dem gross­markt an­bie­ten, wenn dort die meis­ten in­ter­es­sen­ten sind? wenn es süs­se trau­ben nur auf dem gross­markt und nicht in den nach­bar­gär­ten gibt, war­um dar­auf ver­zich­ten?

oder an­ders ge­fragt, wie sol­len wir an­de­re leu­te da­von über­zeu­gen, dass es al­ter­na­ti­ven zu face­book gibt, wenn wir un­ser wohl­duf­ten­des ge­mü­se nicht auch zu face­book brin­gen oder uns in un­se­rer ex­klu­siv­tät ein­mau­ern? ich glau­be, die ideen des in­die­webs kön­nen hel­fen, blü­hen­de land­schaf­ten ne­ben den blau­en gi­gan­ten ent­ste­hen und fort­exi­sie­ren zu las­sen. aber da­für müs­sen wir (wie­der) alle mehr im ei­ge­nen gar­ten blog­gen.


In­stant Ar­tic­les Bugs: non-in­ter­ac­ti­ve image be­ha­ves in­ter­ac­tiv­ly when til­ting pho­ne

felix schwenzel in antworten

alt­hough i have de­clared cer­tain images (used as se­pa­rotors) as non-in­ter­ac­ti­ve, they be­have in­ter­ac­tiv­ly when til­ting the pho­ne.

(ko­pie vom bug 1159656167387086)


bru­der klaus ka­pel­le

felix schwenzel in artikel

gute ar­chi­tek­tur lenkt den blick, schlech­te lei­der auch. das ist im prin­zip wie beim film. sind re­gie- und ka­me­ra­mensch wirk­lich gut, wäh­len sie aus­schnit­te, per­spek­ti­ven und be­we­gun­gen so, dass sie der sze­ne oder dem ge­samt­werk die­nen. bei fil­men kön­nen wir die­se qua­li­tä­ten gut er­ken­nen, ei­ner­seits, weil wir gut ge­schult in der wahr­neh­mung und re­zep­ti­on von film­kunst sind, an­de­rer­seits, weil wir die per­spek­ti­ve nicht erst fin­den müs­sen, son­dern sie uns fer­tig prä­sen­tiert wird.

bei ar­chi­tek­tur ist das an­ders. in und um bau­ten kön­nen wir die per­spek­ti­ve be­lie­big ver­schie­ben und wech­seln, in­dem wir uns be­we­gen. öff­nun­gen, rah­men oder ach­sen hel­fen uns zwar da­bei, uns zu ori­en­tie­ren, da aber ar­chi­tek­tur vom kon­text (der um­ge­bung) und der nut­zung ab­hängt, wird es noch­mal schwie­ri­ger qua­li­tä­ten zu er­ken­nen. manch­mal hel­fen uns fo­to­gra­fien bei der ori­en­tie­rung, fo­to­gra­fien von leu­ten die sich mit per­spek­ti­ven aus­ken­nen und uns hel­fen kön­nen qua­li­tä­ten zu er­ken­nen, die wir vor­her nicht er­kannt ha­ben.

der schwei­zer ar­chi­tekt pe­ter zum­thor macht es uns re­la­tiv leicht die qua­li­tä­ten sei­ner ar­bei­ten im raum zu er­ken­nen. ich glau­be das funk­tio­niert vor al­lem des­halb, weil er sich in­ten­siv mit den or­ten aus­ein­an­der­setzt, an de­nen er baut und sei­ne ar­chi­tek­tur — auch wenn sich das ab­ge­grif­fen an­hört — in ei­nen dia­log tre­ten lässt. ich bin den bau­ten von pe­ter zum­thor schon oft hin­ter­her­ge­reist, un­ter an­de­rem nach grau­bün­den, wo ich mir vor gut 20 jah­ren die wun­der­ba­re ka­pel­le des hei­li­gen be­ne­dikt ober­halb von sum­vitg an­ge­se­hen habe, oder das ther­mal­bad in vals. in ös­te­reich hab ich mir mal das kunst­haus in bre­genz an­ge­se­hen und dem­nächst™ möch­te ich un­be­dingt das kunst­mu­se­um des erz­bis­tums köln be­sich­ti­gen.

vor etwa ei­nem jahr hat­te ich mir vor­ge­nom­men, die bru­der klaus ka­pel­le in wa­chen­dorf von pe­ter zum­thor auf­zu­su­chen. vor knapp ei­nem mo­nat war ich dort und habe bis­her nur ein bild vom be­such dort gein­sta­gr­amt.

die ka­pel­le thront auf ei­nem acker, der sich qua­si am arsch der welt be­fin­det, in ei­nem klei­nen ei­fel­dorf. um zur ka­pel­le zu ge­lan­gen muss man un­ge­fähr ei­nen ki­lo­me­ter von ei­nem park­platz über äcker lau­fen.

man sieht die ka­pel­le den gan­zen weg über, sie steht wie ein in den acker ge­ramm­tes bau­klötz­chen oben am hü­gel. an dem tag an dem wir in wa­chen­dorf wa­ren, blies ein hef­ti­ger wind, was zu wun­der­ba­ren licht­wech­seln führ­te.




die ka­pel­le macht auf den ers­ten blick nicht viel her, sie sieht in der tat aus wie ein kom­pli­zier­tes bau­klötz­chen oder ein be­ton-bun­ker, aber sie hat eine fas­zi­nie­ren­de ei­gen­schaft. sie lenkt den blick. beim an­marsch auf die ka­pel­le, setzt man sie stän­dig in re­la­ti­on zur land­schaft, staunt über das chan­gie­ren­de, ste­chen­de braun der acker­bö­den, setzt die hü­gel und den him­mel in be­zie­hung, bzw. staunt über den gran­dio­sen ei­fel­him­mel und die wei­te die sich öff­net, wenn man die ka­pel­le aus der ent­fer­nung be­trach­tet. aus der nähe, beim her­um­lau­fen um den bau, schnei­den die schar­fen kan­ten der ka­pel­le wie­der sicht­ach­sen zu­recht und ge­ben der land­schaft halt.

blick von der ka­pel­le auf wa­chen­dorf

der in­nen­raum der ka­pel­le ist zelt­för­mig zum him­mel ge­öff­net, oben ist ein­fach ein loch in der de­cke, durch das licht und re­gen fällt. auf dem bo­den der ka­pel­le steht das was­ser an ein paar stel­len, es ist rus­sig dun­kel und re­la­tiv eng. in den wän­den be­fin­den sich klei­ne lö­cher die mit glas ge­füllt sind und die die wän­de mit licht­punk­ten struk­tu­rie­ren.

auch wenn man auf dem weg zur ka­pel­le die gan­ze zeit den him­mel ge­se­hen hat, er­zwingt das loch in der de­cke, eine ganz neue per­spek­ti­ve auf den him­mel. in der theo­rie wis­sen wir alle, dass die per­spek­ti­ve vom stand­punkt ab­hängt, aber das zu er­le­ben, in die­ser form, ist wirk­lich fas­zi­nie­rend und nur an­satz­wei­se in die­sem ver­wa­ckel­ten vi­deo zu er­ken­nen.





aus die­sem le­sens­wer­ten zeit-in­ter­view, habe ich fol­gen­des zum­thor-zi­tat ko­piert:

Ich habe an der Uni­ver­si­tät in Mend­ri­sio den Stu­den­ten im­mer ge­sagt: „Ihr habt jetzt die Auf­ga­be, Häu­ser zu ma­chen, die auf eine Stadt, eine Land­schaft re­agie­ren. Das Wich­tigs­te da­bei ist, dass ihr auf eure ei­ge­nen in­ne­ren Bil­dern von Schön­heit oder Stim­mig­keit re­agiert.“ Es geht um den Pro­zess von Schau­en und Füh­len, aus dem sich For­men er­ge­ben, de­ren Wir­kung man prü­fen muss. Das ist eine künst­le­ri­sche Ar­beit. Beim Bau­en selbst kommt viel Theo­re­ti­sches und Tech­ni­sches dazu. Aber der An­fang ist der­sel­be wie beim Ma­ler oder Schrift­stel­ler, es ist Au­toren­ar­beit. Und dann gibt es Glücks­mo­men­te, in de­nen et­was Über­ra­schen­des ent­steht.

 


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  zeit.de: Lob­by­is­mus: Vit­amin L   #

In Deutsch­land be­steht kei­ne Ge­fahr, dass Men­schen mit Vit­ami­nen un­ter­ver­sorgt wä­ren – bis auf we­ni­ge Ri­si­ko­grup­pen wie Schwan­ge­re oder äl­te­re Men­schen. Wer ge­sund ist, nor­mal isst und sich un­ter frei­em Him­mel be­wegt, braucht kei­ne Che­mie­vit­ami­ne im Es­sen oder als Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel. „Man muss sich schon sehr dumm an­stel­len, um sich heut­zu­ta­ge ei­nen Vit­amin­man­gel ein­zu­fan­gen“, sagt der Pa­der­bor­ner Er­näh­rungs­wis­sen­schaft­ler und Prä­si­dent des wis­sen­schaft­li­chen Prä­si­di­ums der Deut­schen Ge­sell­schaft für Er­näh­rung (DGE), Hel­mut He­se­ker.

vit­ami­ne zum ers­ten, hier als the­ma ei­nes lan­gen zeit dos­siers, das nicht on­line steht, aber bei­spiels­wei­se bei blend­le zu le­sen ist (€0,89): Vit­amin G! Wie Gier.

der hier ver­link­te ar­ti­kel ist eine ge­kürz­te fas­sung, aber auch le­sens­wert.

(her­vor­he­bung im zi­tat von mir)

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  deutsch­land­ra­dio­kul­tur.de: My­thos Wun­der­vit­amin - Vit­amin C und die Mär vom Skor­but   #

vit­ami­ne zum zwei­ten: man kann von udo poll­mer hal­ten was man will (ich bin kein gros­ser fan), aber das skor­but wohl nicht von vit­amin C man­gel ver­ur­sacht wird, hört sich, so wie poll­mer das be­schreibt, sehr nach ei­nem see­fahr­er­mär­chen an.

Wo­her kommt dann der Schiffs-Skor­but? Vor gut 30 Jah­ren ent­deck­ten bri­ti­sche For­scher, dass ein Stoff na­mens Th­re­on­säu­re skor­but­ar­ti­ge Sym­pto­me ver­schärft. Wie es der Zu­fall will, ent­steht die Säu­re bei der Her­stel­lung von Schiffs­zwie­back. Das hat ver­mut­lich zur Mi­se­re auf See bei­getra­gen.

und das fa­zit zu vitam c:

Was wird nun aus dem Wun­der­vit­amin? „Le­bens­wich­tig“ ist es vor al­lem für die Händ­ler, an­sons­ten bleibt es ein spott­bil­li­ger Zu­satz­stoff, um Le­bens­mit­tel halt­bar zu ma­chen.

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  deutsch­land­ra­dio­kul­tur.de: „Na­tür­li­ches“ Va­nil­lin - Alt­pa­pier und Kuh­dung lie­fern Va­nil­le­ge­schmack   #

(noch­mal udo poll­mer) wenn man be­denkt, dass gros­se men­gen ge­mü­se auf mit scheis­se ge­düng­ten und an ko­mi­schen mi­kro­or­ga­nis­men rei­chen bö­den wach­sen, ver­liert auch die vor­stel­lung von va­nil­le­aro­ma das mit hil­fe von kuh­dung her­ge­stellt wird sei­nen ekel­reiz. (via)

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  fu­ture­zo­ne.at: Pi­ra­te-Bay-Grün­der: „Face­book ge­hört aus Eu­ro­pa ver­bannt“   #

enno park:

„Des­halb müs­sen wir uns ge­ne­rell da­für ein­set­zen, dass man im In­ter­net gar nichts blo­ckie­ren darf.“ sprach Pe­ter Sun­de und for­dert, Face­book zu blo­ckie­ren.

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  the­guar­di­an.com: Bet­ter Call Saul: it's not Brea­king Bad – but it might be even bet­ter   #

phe­lim o’neill zeigt sich im guar­di­an, wie ix, schwer be­ein­druckt von bet­ter call saul:

It’s very much the Jim­my and Chuck show, and their brot­her­ly dy­na­mic is one of the most com­plex te­le­vi­si­on has of­fe­red. It’s in­cre­asing­ly easy to see their sto­ry from both si­des, and har­der to sett­le on only one, as their past is slow­ly reve­a­led.

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  spie­gel.de: Net­flix-Chefs: „Ei­gent­lich sind wir noch ziem­lich klein“   #

reed has­tings:

Wir ha­ben sechs Mil­li­ar­den Dol­lar in die­sem Jahr für In­hal­te aus­ge­ge­ben - glo­bal. Das ZDF hat in der­sel­ben Zeit acht Mil­li­ar­den Euro aus­ge­ge­ben - na­tio­nal. Ei­gent­lich sind wir also noch ziem­lich klein.

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  ta­ges­spie­gel.de: Streit mit Chris­to­pher Lau­er: Hat Staats­se­kre­tär Krö­mer das Par­la­ment be­lo­gen?   #

ab­sur­de pos­se um chris­to­pher lau­er und in­nen­staats­se­kre­tär bernd krö­mer. kom­mu­ni­ka­ti­on scheint nicht ge­ra­de die stär­ke der ber­li­ner stadt­re­gie­rung zu sein.

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  der-pos­til­lon.com: Re­spekt! ZDF stellt Schmäh­ge­dicht (mi­ni­mal über­ar­bei­tet) wie­der in die Me­dia­thek   #

also ich finds jetzt wit­zi­ger.

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  frau­ruth.de: Das Au Pair und Ich   #

frau ruth:

Es ist selt­sam, frü­her woll­te ich das im­mer, Rei­sen, Kurz­trips, ex­tra we­gen ei­ner Aus­stel­lung nach Ve­ne­dig fah­ren oder we­gen ei­ner Thea­ter­auf­füh­rung nach Pa­ris, tja und jetzt habe ich es.

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  ka­tia­kelm.de: eine aus­stel­lung in ve­ne­dig   #

die bei­fah­re­rin ist ex­tra we­gen ei­ner aus­stel­lung nach ve­ne­dig ge­fah­ren.