obligatorischer #rpten selfie (bei re:publica ten)
obligatorischer #rpten selfie (bei re:publica ten)
God is a DJ. But Petrus is a nerd. #rpTEN pic.twitter.com/aUZmLyxguN
Dass die #rpTEN eigentlich total irrelevant ist, hat sich wieder nicht herumgesprochen. pic.twitter.com/J5LlcA1jHK
Ich hab ein bisschen Angst, dass NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung demnächst das Coca-Cola-Rezept veröffentlichen.
barack obama war am samstag auf dem jährlichen korrespondenten diner im weissen haus, wie schon im jahr 2014 und 2015 wieder sehr, sehr witzig. das hier ist die aufzeichnung seiner rede.
den einspieler gegen ende der rede, hat das weisse haus auf twitter separat veröffentlicht:
Watch @POTUS in "Couch Commander." snpy.tv/1X0D9Co
alex matzkeit meint (zu recht), er sei immer wieder erstaunt, was für „ein passabler Schauspieler“ barack obama sei. obamas timing beim witzeln, seine art, die witze nebenbei fallen zu lassen ist wirklich bewunderswert professionell. besonders deutlich wurde das, als ein wirklicher profi nach ihm das mikro ergriff, larry wilmore, der als gastgeber die sendung The Nightly Show with Larry Wilmore auf comedy central moderiert. dessen gags zündeten nicht nur überhaupt nicht, sie wirkten gegen obamas relativ elaborierte witze unfassbar flach und abgelutscht. leider liess er sich von der ablehnung im saal auch ziemlich aus der ruhe bringen und erst als er etwas ernster wurde, und das thema rassismus ohne eingeschobene flache witzchen thematisierte, bekam er ein bisschen traktion. von obama, glaube ich, kann man in sachen humor einiges lernen, das wurde durch den kontrast obama-wilmore deutlich: wer ernst ist und witze macht, wirkt viel, viel witziger, als jemand der witzig zu wirken versucht und witze macht.
nur zur erinnerung, wie grandios ein komiker auf dem correspondents’ diner sein kann, hier nochmal stephen colberts auftritt 2006.
der eigentliche witz war übrigens, wie ezra klein auf vox schreibt, dass obama das meiste was er sagte, wohl tatsächlich ernst meinte.
wenn ich bundeskanzlerin werde, würde ich so ein korrespondenten-abendessen als erste amtshandlung in deutschland einführen.
heute nachmittag bin ich zum eintrittsbändchenabholen und ein kurzes, vorbereitendes auf-dem-hof-stehen, zur station gelaufen. laut moves waren das nur um die 8000 schritte. compass hat knapp 7 kilometer gemessen, zwei kurze pausen haben die durchschnittsgeschwindigkeit von mir auf 4 km/h gedrückt.
über die tegeler- und heidestrasse bin ich aus dem wedding richtung hauptbahnhof gelaufen. der ausbau der heidestrasse wird so langsam, mittlerweile wird die zweite spur geteert und der mittelstreifen ist bereits (weiter unten, zum bahnhof hin) mit bäumen bepflanzt.
als ich die heidestrasse langlief, fand ich es witzig, die querstrassen ins nichts zu fotografieren.
baufortschritte auch am anfang der heidestrasse, die aussenliegende tragkonstruktion von dem gebäude gefällt mir mittlerweile richtig gut.
das gebäude ist von einem architekturbüro aus graz, das sich LOVE architecture and urbanism ZT GmbH nennt und sich auf der projektseite mit einem monstersatz lobt:
Das zukünftige „50Hertz Netzquartier“ präsentiert sich als feingliedriger Baukörper, welcher die stark volumetrische Sprache des Masterplans aufnimmt und als eine Art Überlagerung verschiedener Strukturen, bestehend aus dem außen liegenden Tragsystem (Netz), dem horizontalen Rhythmus der Geschoßebenen und den innen liegenden gelben Kernen und Treppenhäusern widergibt. Diese lenken den Blick in die Tiefe und führen zu einer Entmaterialisierung des Bauwerks.
manchmal sind ecklösungen besonders interessant, in diesem fall doppelt, weil die ecke der intuition zu widersprechen scheint.
vom bahhof aus war es dann zur station nur noch ein katzensprung: durch das mit polizei und touristen vollgestopfte regierungsviertel, an einem stau oder einer party vorbei, durch den tiergarten, zum potsdamer platz.
ich wurde schwach und wollte mir beim dortigen häagen-dazs ein eis kaufen. hab ich auch gemacht, werde ich aber ganz sicher nie wieder machen. denn für den irren preis einer kleinen kugel eis für 3 euro, erwirbt man keinesfalls das recht die aussenbestuhlung zu benutzen. dafür muss man noch mehr mehr bezahlen, angeblich wegen des ordnungsamts. ich vermute hier aber eher profitgier und ein absurdes geschäftsmodel.
weiter zur republica, wo man dieses jahr am eingang die taschen auf feuerwerkskörper oder sprengstoff oder waffen untersucht. ich vermute, hier ist auch das ordnungsamt oder die feuerpolizei am werk. das bier, das ich von der tankstelle gegenüber mitgebracht habe (€1,80 für einen halben liter), wurde nicht moniert.
lobenswert übrigens: der durchgang zur tankstelle gegenüber der station ist jetzt frei, man muss nicht mehr um den block laufen, um trinkbares bier zu erwerben. denn auf dem republica gelände kann man weiterhin nur ungeniessbares berliner bier kaufen, mittlerweile ist dort der preis bei 3 euro für 330 milliliter angekommen.
ansonsten ist alles wie immer, blendendes republica-wetter, alle fühlen sich pudelwohl border-collie-wohl und der himmel strahlt.
von zuhause sinds nur ungefähr 8000 schritte zur #rpten.
auf dem Hof fühlen sich alle wohl. #rpten
(bei station-berlin)
(bei häagen-dazs shop)
ich habs mir gerade in den kalender eingetragen. muss doch mal gucken, was dieses powerpoint kann.
(mit helen mirren, kevin costner, ewan mcgregor, ricky gervais und eric bana, musik von meghan trainor)
man könnte statt die graham norton show zu gucken, auch einfach regelmässig bei nerdcore in die trailerfest kategorie schauen, um einigermassen über neue filme informiert zu sein und zusammenschnitte dieser filme zu sehen. manchmal macht das mehr spass, als sich eine ganze sendung anzusehen, manchmal passieren in solchen sendungen aber unterhaltsame dinge.
die hauptfunktion von chat shows oder trailerschleudern ist natürlich bekanntmachung von filmen, also werbung. in blogs, im netz, in zeitungen wird das manchmal mit kritik kombiniert und damit in journalismus verwandelt. bei graham norton habe ich noch nie ein kritisches wort gegenüber einem (anwesenden) schaupieler oder film den er promotet gehört, dafür wird aber eine andere zutat benutzt um die sendung interessant zu machen: die schauspieler werden unter erheblichen erwartungsdruck gesetzt. ihre aufgabe in der sendung ist, neben der promotion, sympathisch, witzig oder mindestens unterhaltsam und schlagfertig zu wirken.
in der graham norton show werden die journalistischen alibi-elemente durch intensives social media monitoring und bildsuchen erfüllt, so dass man die prominenten promoter dann mit bildern oder tweets aus ihrer vergangenheit konfrontieren kann und sieht, wie sie reagieren.
in dieser sendung hat die redaktion von graham norton die 80er jahre new-wave-musik-vergangenheit von ricky gervais ausgegraben. der sang damals in einer band namens seona dancing.
erwartungsgemäss reagierte ricky gervais witzig und merkte an, dass er schon wisse, was hier laufe. man wolle ihn blossstellen. nur sei ihm das 80er jahre bild überhaupt nicht peinlich, sondern das was er jetzt auf den schultern trage:
auch sonst war ricky gervais erwartungsgemäss wieder der witzigste auf dem sofa. sein humor ist furchbar überzogen und versucht, louis c.k. nicht ganz unähnlich, ständig rote linien zu überschreiten. bei ricky gervais habe ich allerdings immer auch das gefühl, dass er das einen ticken subtiler, oder wenigsten einen ticken sympathischer, macht als louis c.k., weil er sich auch bei den übelsten beleidigungen nie ein grinsen verkneifen kann. im ausschnitt für seinen neuen film (David Brent: Life on the Road) sagt er unter anderem (als david brent):
I’ve been out with all sorts of girls, rich girls, poor girls, white girls, … you know … thin girls, fat girls.
der witz mit der auslassung hat beim saalpublikum sofort gezündet und ich muss zugeben, so einen humor mag ich sehr gerne, auch wenn ich mir den film auf keinen fall ansehen werde.
ricky gervais hat gleich noch promotion für einen zweiten film gemacht, special correspondents (läuft auf netflix). den hat er, genau wie Life on the Road, selbst geschrieben und auch den werde ich mir mit sicherheit nicht angucken.
die nebenrolle aus special correspondents, eric bana, sass auch auf nortons sofa, hinterliess aber, ausser einem sympathischen eindruck, keine erinnerung.
bei ewan mcgregor blieb mir auch nichts anderes in erinnerung als sein blendendes, top-gepflegtes gebiss und dass er werbung für einen film machte, den ich mir bestimmt ansehen werde: our kind of traitor, ein offenbar relativ zeitgemässes spionage-mofa, nach john le carrè. damian lewis spielt da, wie in allen anderen filmen und serien derzeit, auch mit.
helen miren, die immer noch aussieht wie queen elisabeth, brachte einen trailer für ihren neuen film eye in the sky mit. der sieht auch so aus, als würde ich mir den gerne ansehen werde, zumal snape alan rickman und jesse aaron paul mitspielen. wenn ich das richtig verstanden habe, geht es um einen militärischen dronen-anschlag, der über zwei stunden, mehr oder weniger in echtzeit nacherzählt wird.
am ende kam noch kevin costner aufs sofa, der sich überraschender weise als sympathischer, bescheidener laberhannes zeigte. die geschichte über seinen freund, den er erst zur sau gemacht hat, dann, als er hilfe benötigte, bei sich einziehen liess, sich aber weigerte das zu lesen, was er in dieser zeit schrieb, wollte, wie dieser satz, einfach nicht enden, bekam am ende aber eine schöne wende und leicht pathethische moral. und wenn ricky gervais auf dem sofa sitzt, lässt er es sich natürlich nicht entgehen, überschüssigen pathos mit sarkastischem humor zu neutralisieren.
ausserdem ist der film, für den kevin kostner werbung machte, auch einer, der mich reizt; offenbar so ne art sci-fi-cia-fletchers-verschwörungtheorien mischmasch, in dem, wenn man den trailer sieht, das costner-pathos wohl ein bisschen zu dick aufgetragen wurde. guck ich mir trotzdem an, auch weil kevin costner in dem film die haare sehr schön hat.
die ganze sendung gibt’s, bis sie dort gelöscht wird, bei youtube. wer in england lebt, kann sie bei der BBC gucken.
beifahrerin vor ner stunde: „mach mal fenster auf, riecht komisch hier!“
beifahrerin jetzt: „mach mal fenster zu, riecht komisch hier!“
(bei aldi nord)
#31 (bei vietnamesische kueche)
hier war mal ein youtube video eingebettet. das darf nicht mehr eingebettet werden, deshalb hier der direktlink: https://www.youtube.com/watch?v=HScX4XbwJek
wenn du das gebloggt hättest und hier auf facebook mit „ich hab ein bisschen zugenommen“ angeteasert hättest, würde ich es auch geliked haben.
bevor ich unten eine frage an meine folgenden stelle (#followerpower), möchte ich darauf hinweisen, dass hubschrauber, wenn ihr motor ausfällt, sicher und präzise auf den boden gleiten. ausserdem habe ich gestern einige texte, die in den letzten 10 tagen mit grosser wahrscheinlichkeit bereits von allen internetmenschen gelesen wurden, nochmal verlinkt und eher knapp kommentiert. obendrein habe ich wolf schneider gestern vorgeworfen selbstverliebt zu sein, zum vierten oder fünften mal.
zu meinem bedauern habe ich es zudem bisher nicht geschafft, meine linkartikel instant-article-fähig zu machen. der link unten führt also zu meiner, nicht immer besonders schnell ladenden, website, auch in der facebook-app.
jetzt zu meiner frage: wie würde man das gegenteil von clickbait nennen? könnte man „clickbait“ auch „klickköder“ nennen und das, was ich hier gemacht habe, eventuell pseudo-bescheidenheits-klickködern oder meta-clickbait?
wirres.net/9773