alles

Frag­te mich lan­ge, wo­für La­nier be­rühmt ist. @faz­net weiß es: Er hat In­ter­net UND Vi­deo­spie­le er­fun­den - also u.a. pic.twit­ter.com/ard1COiPaW

Jo­chen Weg­ner (@Jo­chen05.07.2015 9:18

@Jo­chen @faz­net zu La­nier sei ein Text aus dem @re­dak­ti­onmer­kur emp­foh­len mer­kur-zeit­schrift.de/2014/06/vir­tue…

Chris­toph Kap­pes (@Chris­tophKap­pes06.07.2015 6:17


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  ruhr­ba­ro­ne.de: Oxi - Eine gro­ße, dum­me ro­man­ti­sche Ges­te

ste­fan lau­rin:

Vie­le be­geis­tern sich in Deutsch­land über den Mut der Grie­chen und den von Sy­ri­za. Es ist eine bil­li­ge Be­geis­te­rung, weil sie kei­ne Kon­se­quen­zen ha­ben wird. Noch der glü­hends­te Re­vo­lu­tio­när in Deutsch­land weiß, dass die Ban­ken mor­gen ge­öff­net ha­ben wer­den, das Ge­halt oder die Staats­kne­te pünkt­lich auf dem Kon­to sein wird, ein Arzt ihn be­han­deln wird und die Re­ga­le in den Ge­schäf­ten gut ge­füllt sein wer­den. Die Grie­chen ha­ben die­se Ge­wiss­heit nicht.

so ge­se­hen ist das na­tür­lich bil­li­ge kri­tik, wenn ste­fan lau­rin, ein­ge­bet­tet in wohl­stand (den an­de­re als er­ar­bei­tet ha­ben) und sta­bi­li­tät „eine ra­di­ka­le Ent­schla­ckung des [grie­chi­schen] Staa­tes“ for­dert oder das er­geb­nis der volks­be­fra­gung als „eine gro­ße, ro­man­ti­sche Ges­te […], aber vor al­lem [eine] Dumm­heit“ be­zeich­net.

nach zwei ta­gen auf dem di­gi­tal bau­haus sum­mit (ein­drü­cke vom ers­ten und zwei­ten tag) bin ich mir auch nicht mehr si­cher, ob ro­man­tik und idea­lis­mus un­be­dingt et­was schlech­tes sein müs­sen — zu­min­dest wenn eine mehr­heit der be­völ­ke­rung of­fen­sicht­lich et­was ge­än­dert se­hen möch­te.


link­samm­lung vom 06.07.2015

felix schwenzel

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  vice.com: Ich war bei dem Se­mi­nar ei­nes Ver­ge­wal­ti­gungs­be­für­wor­ters
mia walt­her war auf ei­nem se­mi­nar von roosh v, „ei­nem der be­kann­tes­ten Frau­en­fein­de und Män­ner­rechts­ak­ti­vis­ten der USA“:

Statt Wut im Bauch habe ich un­end­li­ches Mit­leid im Her­zen für die­se Män­ner, die ihr kom­plet­tes Le­ben da­nach aus­rich­ten, sich selbst zu op­ti­mie­ren, meh­re­re Spra­chen zu ler­nen, in an­de­re Län­der zu zie­hen, um dann Frau­en klar­ma­chen zu kön­nen, de­nen sie an­geb­lich doch so­wie­so kei­nen Wert bei­mes­sen. Das ist näm­lich das gro­ße Ziel die­ser Neo­mas­ku­li­nis­ten: Sich in ei­nem Land nie­der­zu­las­sen, das sich dem „schäd­li­chen Ein­fluss" des Wes­tens bis­her ent­zie­hen konn­te, weil man nur noch dort „gute Mäd­chen" fin­det. Zwi­schen­zeit­lich kann man na­tür­lich auch mit an­de­ren Frau­en Be­zie­hun­gen füh­ren—aber nur, wenn sie ei­nen ver­göt­tern und man selbst kei­ner­lei Ge­füh­le für sie hegt. Kein Wun­der, dass sich die­se Men­schen­ro­bo­ter leer fühlt.

(ur­sprüng­lich ver­öf­fent­licht am 05.07.2015 10:14)

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  Kid tri­es to take pho­to of wo­man with lap­top ca­me­ra, wo­man co­vers lens (110 BC)

Mark Frau­en­fel­der:

Image: of a wo­man with her slave child-at­ten­dant (Greek, c. 100 BC) - de­tail. Get­ty Vil­la, Usa [via]

(ur­sprüng­lich ver­öf­fent­licht am 06.07.2015 05:44)

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  men­tal­floss.com: Meet the Wo­man Who Dis­co­ver­ed Bob Ross

cait­lin schnei­der er­zählt wie bob ross zum fern­se­hen kam. un­ter­wegs er­zählt sie von bob ross’ vor­gän­ger, bill alex­an­der, ei­nem deut­schen, der noch bob ros­si­ger war als bob ross selbst. über die­ses vi­deo habe ich ges­tern abend un­ge­fähr 14 mi­nu­ten ge­schmun­zelt:

you­tube

(ur­sprüng­lich ver­öf­fent­licht am 06.07.2015 05:53)

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  bo­ing­bo­ing.net: Not a bug
ha, schö­ner bild­witz. um den witz zu ver­ste­hen, muss man sich na­tür­lich zu bo­ing­bo­ing.net durch­kli­cken und ein biss­chen eng­lisch ver­ste­hen.


mir fällt da üb­ri­gens ei­ner mei­ner eng­li­schen lieb­lings­wit­ze zu ein:
did you hear about the dumb ter­ro­rist who tried to blow up a car and bur­ned his lips at the ex­haust pipe?

(ur­sprüng­lich ver­öf­fent­licht am 06.07.2015 06:00)

Vor dem Späti sitzt ein Punk mit ei­ner Fla­sche "Evi­an". Die Hit­ze, sie macht die Men­schen ka­putt.

Nils Mark­wardt (@FJ_Murau04.07.2015 22:10

(ur­sprüng­lich ver­öf­fent­licht am 05.07.2015 17:31)


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  bo­ing­bo­ing.net: Not a bug
ha, schö­ner bild­witz. um den witz zu ver­ste­hen, muss man sich na­tür­lich zu bo­ing­bo­ing.net durch­kli­cken und ein biss­chen eng­lisch ver­ste­hen.


mir fällt da üb­ri­gens ei­ner mei­ner eng­li­schen lieb­lings­wit­ze zu ein:
did you hear about the dumb ter­ro­rist who tried to blow up a car and bur­ned his lips at the ex­haust pipe?


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  men­tal­floss.com: Meet the Wo­man Who Dis­co­ver­ed Bob Ross

cait­lin schnei­der er­zählt wie bob ross zum fern­se­hen kam. un­ter­wegs er­zählt sie von bob ross’ vor­gän­ger, bill alex­an­der, ei­nem deut­schen, der noch bob ros­si­ger war als bob ross selbst. über die­ses vi­deo habe ich ges­tern abend un­ge­fähr 14 mi­nu­ten ge­schmun­zelt:

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kurz­kri­tik „big game“: hät­te 1 net­ter film wer­den kön­nen, folg­te aber ner vor­her­seh­ba­ren HO-mo­dell­ei­sen­bahn­lo­gik mit ka­put­ter phy­sik-en­gi­ne.


Vor dem Späti sitzt ein Punk mit ei­ner Fla­sche "Evi­an". Die Hit­ze, sie macht die Men­schen ka­putt.

Nils Mark­wardt (@FJ_Murau04.07.2015 22:10


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  vice.com: Ich war bei dem Se­mi­nar ei­nes Ver­ge­wal­ti­gungs­be­für­wor­ters
mia walt­her war auf ei­nem se­mi­nar von roosh v, „ei­nem der be­kann­tes­ten Frau­en­fein­de und Män­ner­rechts­ak­ti­vis­ten der USA“:

Statt Wut im Bauch habe ich un­end­li­ches Mit­leid im Her­zen für die­se Män­ner, die ihr kom­plet­tes Le­ben da­nach aus­rich­ten, sich selbst zu op­ti­mie­ren, meh­re­re Spra­chen zu ler­nen, in an­de­re Län­der zu zie­hen, um dann Frau­en klar­ma­chen zu kön­nen, de­nen sie an­geb­lich doch so­wie­so kei­nen Wert bei­mes­sen. Das ist näm­lich das gro­ße Ziel die­ser Neo­mas­ku­li­nis­ten: Sich in ei­nem Land nie­der­zu­las­sen, das sich dem „schäd­li­chen Ein­fluss" des Wes­tens bis­her ent­zie­hen konn­te, weil man nur noch dort „gute Mäd­chen" fin­det. Zwi­schen­zeit­lich kann man na­tür­lich auch mit an­de­ren Frau­en Be­zie­hun­gen füh­ren—aber nur, wenn sie ei­nen ver­göt­tern und man selbst kei­ner­lei Ge­füh­le für sie hegt. Kein Wun­der, dass sich die­se Men­schen­ro­bo­ter leer fühlt.


link­samm­lung vom 05.06.2015

felix schwenzel

hier mei­ne samm­lung von links, die in den letz­ten ta­gen hier rein­tröp­fel­ten.

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  an­mut­und­de­mut.de: Was ist ei­gent­lich ein Buch?

an­läss­lich dirk von geh­lens fra­ge „was ist ei­gent­lich ein buch?“ greift ben­ja­min bir­ken­ha­ke den ge­dan­ken und ti­tel auf und denkt über un­se­ren text­be­griff nach. und fol­gert: kei­ne sor­ge, al­les in ord­nung.

Dirk hat drü­ben schon dar­ge­legt, dass das bis­he­ri­ge Mo­dell, dass Au­toren nach her­un­ter­ge­la­de­nen Bü­chern be­zahlt vor al­lem zu ei­nem ge­führt hat: Vie­le Au­toren und Ver­la­ge ha­ben be­reits auf die Pro­duk­ti­on von kür­ze­ren Bü­chern um­ge­stellt, die zu­dem meist Fort­set­zun­gen wa­ren. Leuch­tet ein, weil die Leu­te dann halt mehr Bü­cher run­ter­la­den. Lus­ti­ger­wei­se muss­te ich als al­ter Per­ry-Rho­dan-Fan gleich den­ken: "Ach schau an, The Re­turn of the Gro­schen­ro­man". Aber mit eben ge­nau die­sem Blick, wird deut­lich, dass schon der ers­te Schritt von Ama­zon nichts am Text­be­griff ver­än­dert. Denn man kann über Per­ry-Rho­dan den­ken was man will … an Kom­ple­xi­tät man­gelt es der in­zwi­schen aus 2800 Hef­ten be­stehen­den Ge­schich­te wahr­lich nicht. Und schaut man sich ak­tu­ell po­pu­lä­re die Er­zähl­for­men an, dann ist klar, dass es eine gro­ße Zu­nei­gung zur Lang­form gibt. Das Lied von Eis und Feu­er, hät­te G.R.R. Mar­tin ver­mut­lich mit weit mehr Pro­fit ein­fach ka­pi­tel­wei­se ver­kau­fen kön­nen. Für die Hand­lung sind die fast schon will­kür­li­chen Gren­zen der Bü­cher ir­rele­vant.

Nein, nein, ganz gleich wie Ama­zon sei­ne Au­toren ent­lohnt, und ganz gleich, wie die­se Schrei­ben … der Text­be­griff sitzt fest im Sat­tel, selbst die Lang­form. Und das trotz der hart­nä­cki­gen Kon­kur­renz durch all­an­we­sen­de Ab­len­kung in Form klei­ner di­gi­ta­ler On­line-Text­hap­pen, kau­fen und le­sen die Men­schen mehr Bü­cher, ganz gleich ob di­gi­ta­le oder ge­druck­te.

(ur­sprüng­lich ver­öf­fent­licht am 05.07.2015 08:24)

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  ju­li­are­da.eu: An­griff auf die Pan­ora­ma­frei­heit: Steckt da­hin­ter eine omi­nö­se Lob­by? Die Wahr­heit ist noch schlim­mer.
ju­lia reda er­klärt gut nach­voll­zieh­bar und dif­fe­ren­ziert was hin­ter dem „An­griff auf die Pan­ora­ma­frei­heit“ steckt und als le­ser er­kennt man wie po­li­tik funk­tio­niert. eine art hap­py end scheints auch zu ge­ben und wenn es dem­nächst wie­der mal wah­len zum eu-par­la­ment ge­ben soll­te wer­de ich ver­su­chen mei­ne stim­me so ein­zu­set­zen, dass ju­lia reda wie­der ins par­la­ment ein­zie­hen kann — auch wenn das heis­sen soll­te noch­mal pi­ra­ten zu wäh­len.

(ur­sprüng­lich ver­öf­fent­licht am 05.07.2015 08:56)

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  spree­blick.com: Kri­sen­ma­nage­ment
fuss­no­te zu die­sem ver­stö­ren­den text von john­ny haeus­ler:

Der Text be­ruht auf wah­ren Be­ge­ben­hei­ten und ist eine Mi­schung aus Er­leb­nis­sen von mir, Freun­den, Be­kann­ten und an­de­ren Klein­un­ter­neh­mern, mit de­nen ich in den letz­ten 20 Jah­ren ge­spro­chen habe. Er stellt we­der eine Hand­lungs­emp­feh­lung noch eine Rechts­be­ra­tung dar, die be­schrie­be­nen Si­tua­tio­nen hät­ten auch ganz an­ders pas­sie­ren kön­nen und/oder wür­den heu­te an­ders aus­ge­hen. Die ge­nann­ten Sum­men sind frei er­fun­den und sol­len nur die Ge­samt­si­tua­ti­on dar­stel­len. Als Pa­ra­bel für Grie­chen­land taugt der Text nur be­dingt.

(ur­sprüng­lich ver­öf­fent­licht am 02.07.2015 21:55)

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  faz.net: Aus­stel­lung „Black Moun­tain Col­lege“ in Ber­lin
ni­klas maak über das black moun­tain col­lege , bzw. über eine aus­stel­lung im ham­bur­ger bahn­hof über das black moun­tain col­lege. na­tür­lich ist das al­les mit dem bau­haus ver­floch­ten:

Schon das Bau­haus stell­te ins Zen­trum der Lehr­bau­ten nicht die Ar­beits­sä­le, son­dern eine Büh­ne und ein Re­stau­rant, also ei­nen Ort des ge­mein­sa­men Es­sens und ei­nen Ort der Fik­tio­na­li­sie­rung des Le­bens.

Auch das Black Moun­tain Col­lege ent­stand in ei­ner Zeit, in der der ra­di­kal­li­be­ra­le Kult des ei­gen­nüt­zi­gen In­di­vi­du­ums ei­nen welt­wirt­schafts­kri­sen­be­ding­ten Knick be­kom­men hat­te. Es wur­de zu ei­nem Ort, an dem neue For­men kol­lek­ti­ven Le­bens er­probt wer­den soll­ten.

(ur­sprüng­lich ver­öf­fent­licht am 05.07.2015 08:50)

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  se­ess­len-blog.de: Der Nerd: eine Mini-Phä­no­me­no­lo­gie

die­ser text von ge­org seeß­len liest sich ganz gut (via) und na­tür­lich er­kennt je­der der die­se ka­te­go­rie­sie­rung phä­no­me­no­lo­gie liest, bei­spie­le und si­tua­tio­nen wie­der und auch die­ses zwi­schen-fa­zit er­weckt po­ten­zi­ell kopf­ni­cken:

Der deut­sche Nerd (nicht alle Nerds in Deutsch­land sind auch deut­sche Nerds, wohl­ge­merkt!) ver­bin­det die Mo­no­ma­nie des an­gel­säch­si­schen Vor­bilds, das sich, in eben die­ser an­gel­säch­si­schen Tra­di­ti­on durch­aus selbst­iro­nisch zu sei­nem Spleen ver­hal­ten kann, mit deut­scher Gründ­lich­keit und Ober­leh­rer­haf­tig­keit. Der deut­sche Nerd treibt nicht nur sei­nen „Ge­gen­übern“, son­dern auch sei­nen Mit-Nerds die Lust an ih­rem Ge­gen­stand gründ­lich aus.

Der deut­sche Nerd liebt nicht, was er sich er­wählt hat, son­dern er hasst, was dem ent­ge­gen oder auch nur au­ßer­halb steht. Der deut­sche Nerd denkt im­mer hier­ar­chisch. Er will un­be­dingt Ober-Nerd wer­den. Er will das Nerd-Tum or­ga­ni­sie­ren. Statt Ex­ege­sen pro­du­ziert er Vor­schrif­ten, statt Got­tes­diens­ten sei­nes Kul­tes hält er Ge­rich­te.

nur: das hat al­les nichts mit an­gel­säch­si­scher oder deut­scher her­kunft zu tun und mög­li­cher­wei­se noch nicht mal mit nerd­tum ein­sei­ti­gen lei­den­schaf­ten für be­stimm­te the­men. es gibt in je­der grup­pe von men­schen arsch­lö­cher, erb­sen­zäh­ler, übel­lau­ni­ge und dumm­köp­fe — aber auch das ge­gen­teil.

oder um mal eben das zu ma­chen, was ich ei­gent­lich kri­ti­sie­ren woll­te: sol­che „Phä­no­me­no­lo­gien“ und ver­su­che die welt zu ord­nen sind ty­pisch deutsch.

(ur­sprüng­lich ver­öf­fent­licht am 05.07.2015 09:12)

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  3sat.de: Bau­er­feind as­sis­tiert …

bis jetzt hab ich mir nur eine fol­ge von bau­er­feind as­sis­tiert … an­ge­se­hen, die fol­ge mit anne will. und die fand ich ziem­lich gut (die sen­dung, anne will aber auch).

[nach­trag 05.07.2015]

die fol­ge mit tim mäl­zer habe ich auch noch ge­guckt und fin­de das for­mat jetzt gran­di­os. und ich neh­me al­les schlech­te was ich je­mals über kat­rin bau­er­feind ge­sagt ha­ben mag zu­rück. was sie so aus den leu­ten her­aus­kit­zelt und der ab­so­lu­te wil­le auch pein­li­chen und un­an­ge­neh­men si­tua­tio­nen nicht aus­zu­wei­chen ver­dient re­spekt. aber tim mäl­zer ge­bührt auch re­spekt für sei­ne scho­nungs­lo­sig­keit.

(ur­sprüng­lich ver­öf­fent­licht am 05.07.2015 08:58)

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  dob­schat.de: Mei­nungs­frei­heit, Straf­an­zei­ge und 800 Euro Scha­den­er­satz [Up­date]
cars­ten dob­schat:

Da gab es vor gut ei­nem Jahr mal ei­nen Po­li­ti­ker, der mein­te, er kön­ne dis­kri­mi­nie­ren­de Aus­sa­gen über Ho­mo­se­xu­el­le tä­ti­gen und das wäre dann nicht dis­kri­mi­nie­rend, weil er ja dazu schrieb, er wol­le da­mit nicht dis­kri­mi­nie­ren und er wür­de nur von sei­ner Mei­nungs­frei­heit ge­brauch ma­chen. Au­ßer­dem müss­ten ja die Kin­der vor den Ho­mo­se­xu­el­len ge­schützt wer­den. Tja, ich schrieb dann in mein klei­nes Web­log, dass ich ihn, wie alle ho­mo­pho­ben Men­schen, für Arsch­lö­cher hal­te, ohne ihn oder die­se da­mit be­lei­di­gen zu wol­len – ist halt mei­ne Mei­nung.

muss­te ich sehr drü­ber la­chen.

(ur­sprüng­lich ver­öf­fent­licht am 02.07.2015 21:27)

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  Ver­fas­sungs­schutz stellt Straf­an­zei­ge: Ge­ne­ral­bun­des­an­walt er­mit­telt we­gen un­se­rer kri­ti­schen Be­richt­erstat­tung

noch ne ab­mah­nung, bzw. straf­an­zei­ge. oder an­ders ge­sagt: staat­li­che auf­merk­sam­keits­len­kung.

Bei­de Ar­ti­kel ha­ben da­mals lei­der nicht das gro­ße In­ter­es­se und eine ge­sell­schaft­li­che De­bat­te über die Aus­wei­tung der Über­wa­chungs­be­fug­nis­se durch den Ver­fas­sungs­schutz her­vor­ge­ru­fen, was wir mit un­se­rer Be­richt­erstat­tung er­hofft hat­ten. Da­her be­dan­ken wir uns beim Prä­si­den­ten des Ver­fas­sungs­schut­zes für die­se St­rei­sand-Mög­lich­keit, um die in den Ar­ti­keln ver­öf­fent­lich­ten In­for­ma­tio­nen ei­nem brei­te­ren Kreis zu­gäng­lich zu ma­chen.

um die­se bei­den ar­ti­kel geht’s:

(ur­sprüng­lich ver­öf­fent­licht am 05.07.2015 09:17)

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  tech­nik­ta­ge­buch.tumb­lr.com: Spaß mit der Pack­sta­ti­on
kiki thae­ri­gen hat­te „Spaß mit der Pack­sta­ti­on“. also eher nicht. um das mot­to des tech­nik­ta­ge­buchs mal zu zi­tie­ren: ja, jetzt ist das lang­wei­lig all­täg­lich. aber in zwan­zig jah­ren (wer­den wir uns ganz weh­mü­tig an die gut funk­tio­nie­ren­de tech­nik da­mals er­in­nern.)

(ur­sprüng­lich ver­öf­fent­licht am 05.07.2015 09:01)

you­tube

/via bo­ing­bo­ing.net

(ur­sprüng­lich ver­öf­fent­licht am 05.07.2015 08:51)


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  Ver­fas­sungs­schutz stellt Straf­an­zei­ge: Ge­ne­ral­bun­des­an­walt er­mit­telt we­gen un­se­rer kri­ti­schen Be­richt­erstat­tung

noch ne ab­mah­nung, bzw. straf­an­zei­ge. oder an­ders ge­sagt: staat­li­che auf­merk­sam­keits­len­kung.

Bei­de Ar­ti­kel ha­ben da­mals lei­der nicht das gro­ße In­ter­es­se und eine ge­sell­schaft­li­che De­bat­te über die Aus­wei­tung der Über­wa­chungs­be­fug­nis­se durch den Ver­fas­sungs­schutz her­vor­ge­ru­fen, was wir mit un­se­rer Be­richt­erstat­tung er­hofft hat­ten. Da­her be­dan­ken wir uns beim Prä­si­den­ten des Ver­fas­sungs­schut­zes für die­se St­rei­sand-Mög­lich­keit, um die in den Ar­ti­keln ver­öf­fent­lich­ten In­for­ma­tio­nen ei­nem brei­te­ren Kreis zu­gäng­lich zu ma­chen.

um die­se bei­den ar­ti­kel geht’s:


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  se­ess­len-blog.de: Der Nerd: eine Mini-Phä­no­me­no­lo­gie

die­ser text von ge­org seeß­len liest sich ganz gut (via) und na­tür­lich er­kennt je­der der die­se ka­te­go­rie­sie­rung phä­no­me­no­lo­gie liest, bei­spie­le und si­tua­tio­nen wie­der und auch die­ses zwi­schen-fa­zit er­weckt po­ten­zi­ell kopf­ni­cken:

Der deut­sche Nerd (nicht alle Nerds in Deutsch­land sind auch deut­sche Nerds, wohl­ge­merkt!) ver­bin­det die Mo­no­ma­nie des an­gel­säch­si­schen Vor­bilds, das sich, in eben die­ser an­gel­säch­si­schen Tra­di­ti­on durch­aus selbst­iro­nisch zu sei­nem Spleen ver­hal­ten kann, mit deut­scher Gründ­lich­keit und Ober­leh­rer­haf­tig­keit. Der deut­sche Nerd treibt nicht nur sei­nen „Ge­gen­übern“, son­dern auch sei­nen Mit-Nerds die Lust an ih­rem Ge­gen­stand gründ­lich aus.

Der deut­sche Nerd liebt nicht, was er sich er­wählt hat, son­dern er hasst, was dem ent­ge­gen oder auch nur au­ßer­halb steht. Der deut­sche Nerd denkt im­mer hier­ar­chisch. Er will un­be­dingt Ober-Nerd wer­den. Er will das Nerd-Tum or­ga­ni­sie­ren. Statt Ex­ege­sen pro­du­ziert er Vor­schrif­ten, statt Got­tes­diens­ten sei­nes Kul­tes hält er Ge­rich­te.

nur: das hat al­les nichts mit an­gel­säch­si­scher oder deut­scher her­kunft zu tun und mög­li­cher­wei­se noch nicht mal mit nerd­tum ein­sei­ti­gen lei­den­schaf­ten für be­stimm­te the­men. es gibt in je­der grup­pe von men­schen arsch­lö­cher, erb­sen­zäh­ler, übel­lau­ni­ge und dumm­köp­fe — aber auch das ge­gen­teil.

oder um mal eben das zu ma­chen, was ich ei­gent­lich kri­ti­sie­ren woll­te: sol­che „Phä­no­me­no­lo­gien“ und ver­su­che die welt zu ord­nen sind ty­pisch deutsch.


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  tech­nik­ta­ge­buch.tumb­lr.com: Spaß mit der Pack­sta­ti­on
kiki thae­ri­gen hat­te „Spaß mit der Pack­sta­ti­on“. also eher nicht. um das mot­to des tech­nik­ta­ge­buchs mal zu zi­tie­ren: ja, jetzt ist das lang­wei­lig all­täg­lich. aber in zwan­zig jah­ren (wer­den wir uns ganz weh­mü­tig an die gut funk­tio­nie­ren­de tech­nik da­mals er­in­nern.)


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  3sat.de: Bau­er­feind as­sis­tiert …

bis jetzt hab ich mir nur eine fol­ge von bau­er­feind as­sis­tiert … an­ge­se­hen, die fol­ge mit anne will. und die fand ich ziem­lich gut (die sen­dung, anne will aber auch).

[nach­trag 05.07.2015]

die fol­ge mit tim mäl­zer habe ich auch noch ge­guckt und fin­de das for­mat jetzt gran­di­os. und ich neh­me al­les schlech­te was ich je­mals über kat­rin bau­er­feind ge­sagt ha­ben mag zu­rück. was sie so aus den leu­ten her­aus­kit­zelt und der ab­so­lu­te wil­le auch pein­li­chen und un­an­ge­neh­men si­tua­tio­nen nicht aus­zu­wei­chen ver­dient re­spekt. aber tim mäl­zer ge­bührt auch re­spekt für sei­ne scho­nungs­lo­sig­keit.


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  ju­li­are­da.eu: An­griff auf die Pan­ora­ma­frei­heit: Steckt da­hin­ter eine omi­nö­se Lob­by? Die Wahr­heit ist noch schlim­mer.
ju­lia reda er­klärt gut nach­voll­zieh­bar und dif­fe­ren­ziert was hin­ter dem „An­griff auf die Pan­ora­ma­frei­heit“ steckt und als le­ser er­kennt man wie po­li­tik funk­tio­niert. eine art hap­py end scheints auch zu ge­ben und wenn es dem­nächst wie­der mal wah­len zum eu-par­la­ment ge­ben soll­te wer­de ich ver­su­chen mei­ne stim­me so ein­zu­set­zen, dass ju­lia reda wie­der ins par­la­ment ein­zie­hen kann — auch wenn das heis­sen soll­te noch­mal pi­ra­ten zu wäh­len.


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/ via bo­ing­bo­ing.net


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  faz.net: Aus­stel­lung „Black Moun­tain Col­lege“ in Ber­lin
ni­klas maak über das black moun­tain col­lege , bzw. über eine aus­stel­lung im ham­bur­ger bahn­hof über das black moun­tain col­lege. na­tür­lich ist das al­les mit dem bau­haus ver­floch­ten:

Schon das Bau­haus stell­te ins Zen­trum der Lehr­bau­ten nicht die Ar­beits­sä­le, son­dern eine Büh­ne und ein Re­stau­rant, also ei­nen Ort des ge­mein­sa­men Es­sens und ei­nen Ort der Fik­tio­na­li­sie­rung des Le­bens.

Auch das Black Moun­tain Col­lege ent­stand in ei­ner Zeit, in der der ra­di­kal­li­be­ra­le Kult des ei­gen­nüt­zi­gen In­di­vi­du­ums ei­nen welt­wirt­schafts­kri­sen­be­ding­ten Knick be­kom­men hat­te. Es wur­de zu ei­nem Ort, an dem neue For­men kol­lek­ti­ven Le­bens er­probt wer­den soll­ten.


*

  an­mut­und­de­mut.de: Was ist ei­gent­lich ein Buch?

an­läss­lich dirk von geh­lens fra­ge „was ist ei­gent­lich ein buch?“ greift ben­ja­min bir­ken­ha­ke den ge­dan­ken und ti­tel auf und denkt über un­se­ren text­be­griff nach. und fol­gert: kei­ne sor­ge, al­les in ord­nung.

Dirk hat drü­ben schon dar­ge­legt, dass das bis­he­ri­ge Mo­dell, dass Au­toren nach her­un­ter­ge­la­de­nen Bü­chern be­zahlt vor al­lem zu ei­nem ge­führt hat: Vie­le Au­toren und Ver­la­ge ha­ben be­reits auf die Pro­duk­ti­on von kür­ze­ren Bü­chern um­ge­stellt, die zu­dem meist Fort­set­zun­gen wa­ren. Leuch­tet ein, weil die Leu­te dann halt mehr Bü­cher run­ter­la­den. Lus­ti­ger­wei­se muss­te ich als al­ter Per­ry-Rho­dan-Fan gleich den­ken: "Ach schau an, The Re­turn of the Gro­schen­ro­man". Aber mit eben ge­nau die­sem Blick, wird deut­lich, dass schon der ers­te Schritt von Ama­zon nichts am Text­be­griff ver­än­dert. Denn man kann über Per­ry-Rho­dan den­ken was man will … an Kom­ple­xi­tät man­gelt es der in­zwi­schen aus 2800 Hef­ten be­stehen­den Ge­schich­te wahr­lich nicht. Und schaut man sich ak­tu­ell po­pu­lä­re die Er­zähl­for­men an, dann ist klar, dass es eine gro­ße Zu­nei­gung zur Lang­form gibt. Das Lied von Eis und Feu­er, hät­te G.R.R. Mar­tin ver­mut­lich mit weit mehr Pro­fit ein­fach ka­pi­tel­wei­se ver­kau­fen kön­nen. Für die Hand­lung sind die fast schon will­kür­li­chen Gren­zen der Bü­cher ir­rele­vant.

Nein, nein, ganz gleich wie Ama­zon sei­ne Au­toren ent­lohnt, und ganz gleich, wie die­se Schrei­ben … der Text­be­griff sitzt fest im Sat­tel, selbst die Lang­form. Und das trotz der hart­nä­cki­gen Kon­kur­renz durch all­an­we­sen­de Ab­len­kung in Form klei­ner di­gi­ta­ler On­line-Text­hap­pen, kau­fen und le­sen die Men­schen mehr Bü­cher, ganz gleich ob di­gi­ta­le oder ge­druck­te.


vor­schlag für ei­ne eu­ro­päi­sche flag­ge von rem kool­haas (2001)

felix schwenzel

rem kool­haas:

The bar­code has been fea­tured in a num­ber of pro­mi­nent Eu­ro­pean news­pa­pers, mista­ken­ly tou­ting it as the new Eu­ro­pean flag to re­place the cur­rent twel­ve gold stars. This, ho­we­ver, was cer­tain­ly not the idea be­hind its con­cep­ti­on. The bar­code was me­re­ly a sug­ges­ti­on for an ex­tra sym­bol, par­al­lel to the exis­ting EU sym­bols, to bring Eu­ro­pe in a new way to new au­di­en­ces. The joi­ning of ten new mem­bers to the EU in 2004 re­sul­ted in a first of­fi­ci­al 'up­date'of the bar­code. The Aus­tri­an EU Pre­si­den­cy of 2006 mark­ed the first of­fi­ci­al use of the bar­code. AMO de­si­gned the vi­su­al iden­ti­ty for the Aus­tri­an EU Pre­si­den­cy that took place from Ja­nu­ary 2006 – July 2006. The de­sign, which is ba­sed on the bar­code, re­sul­ted in va­rious 'b­ar­code­d' items ran­ging from cof­fee mugs to trains and was pro­min­ent­ly used at va­rious sum­mit mee­tings.

wi­ki­pe­dia:

Sin­ce the time of the first drafts of the bar­code it has very ra­re­ly been of­fi­ci­al­ly used by com­mer­cial or po­li­ti­cal in­sti­tu­ti­ons. Du­ring the Aus­tri­an EU Pre­si­den­cy 2006, it was of­fi­ci­al­ly used for the first time. The logo was used for the EU in­for­ma­ti­on cam­paign, but was very ne­ga­tively cri­ti­ci­zed. In ad­di­ti­on to the in­iti­al­ly uproar cau­sed by the Es­to­ni­an flag stripes dis­play­ed in­cor­rect­ly, the pro­po­sed flag fai­led to achie­ve its main ob­jec­ti­ve as a sym­bol. Cri­tics poin­ted the lack of ca­pa­bi­li­ty to re­la­te the si­gni­fied (the men­tal con­cept, the Eu­ro­pean Uni­on) with the si­gni­fier (the phy­si­cal image, the stripes) as the ma­jor pro­blem, as well as the pre­sen­ted ju­s­ti­fi­ca­ti­on for the or­der in which the co­lor stripes were dis­play­ed (as every coun­try in the EU should be re­gard­ed as equal in im­portance and prio­ri­ty).

ul­ri­ke gué­rot:

The Eu­ro­pean Re­pu­blic is un­der con­s­truc­tion.


di­gi­tal bau­haus sum­mit 2015, tag 2

felix schwenzel

ges­tern abend hat fried­rich liech­ten­stein un­ge­fähr das ge­macht, was er nen tag vor­her in der taz an­ge­kün­digt hat. ein biss­chen über buck­mins­ter ful­ler plau­dern und ein biss­chen sin­gen. die gäs­te des sum­mits hat­ten vor­her eine auf­ga­be be­kom­men die sie em­sig den gan­zen Abend be­ar­bei­te­ten. die ver­an­stal­ter nann­ten das „The World Game“. ich war et­was zu spät ge­kom­men und mir war das schau­spiel ein gros­ses rät­sel (nach­trag: mla­den gla­dic er­klärt das spiel in der welt). 5 oder 6 grup­pen er­wach­se­ner men­schen bau­ten mit bas­tel­ma­te­ria­len ir­gend­wel­che sphä­ren und ku­ben und zwi­schen ih­nen lief fried­rich liech­ten­stein in ber­mu­da shorts, knie­strümp­fen, le­der­schu­hen, po­lo­hemd und weis­sem bart um­her und er­zähl­te. oder sang.

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  Di­gi­tal Bau­haus - Pho­tos from Di­gi­tal Bau­haus's post

 

(ur­sprüng­lich ver­öf­fent­licht am 04.07.2015 06:36)

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  Di­gi­tal Bau­haus

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The World Game with Fried­rich Liech­ten­stein as god like croo­ner. #DBS15

(ur­sprüng­lich ver­öf­fent­licht am 04.07.2015 06:37)

ich fand das sehr gran­di­os und an­ge­nehm und un­prä­ten­ti­ös und ein paar mal muss­te ich auch la­chen. die stim­me von fried­rich liech­ten­stein ist auf­fäl­lig an­ge­nehm. tief und so­nor, aber nicht ver­sof­fen. hell und klar, aber nicht schrill. un­auf­ge­regt und lei­se, aber kein stück ein­schlä­fernd. er ist auch der meis­ter des mi­kro­fons, was man dar­an merk­te, wenn an­de­re das mi­kro­fon kurz über­nah­men um durch- oder an­sa­gen zu ma­chen. da fing es dann an zu plop­pen, die laut­spre­cher fin­gen an zu feed­back­krei­schen, alle stim­men klan­gen plötz­lich schrill und auf­dring­lich. und dann hat liech­ten­stein wie­der an­ge­fan­gen zu re­den oder zu sin­gen und al­les war wie­der gut. kei­ne ah­nung ob das ein kom­pli­ment ist oder eine be­lei­di­gung, aber wie liech­ten­stein die ka­rao­ke-lie­der („ich könn­te auch n lied von mir sin­gen, wo­bei … war­um ei­gent­lich? ist doch gut so …“) sang, er­in­ner­ten mich an bar­ry white. so oder so, seit ges­tern bin ich fried­rich-liech­ten­stein-fan.


es ist sehr, sehr ir­ri­tie­rend, wenn ein mi­nis­ter eng­lisch re­det und dann über im­ma­nu­el kant re­det und „kant“ deutsch aus­spricht. #DBS15

fe­lix schwen­zel (@di­plix04.07.2015 10:09

(ur­sprüng­lich ver­öf­fent­licht am 04.07.2015 22:41)

heu­te früh war ich wie­der zu spät, aber die ver­an­stal­tung war glau­be ich auch ein biss­chen spät. das pro­gramm war dicht ge­packt und zwi­schen­durch hielt der wirt­schafts- und wis­sen­schafts­mi­nis­ter von thü­rin­gen, wolf­gang tie­fen­see auch noch statt ei­ner 10 mi­nü­ti­gen an­spra­che eine sechs­stün­di­ge 40 mi­nü­ti­ge rede. der zeit­ver­zug glich sich dann aber doch noch aus, weil ein spre­cher mor­gens um 5 uhr sei­nen auf­tritt ab­ge­sagt hat­te.

der zwei­te ver­an­stal­tungs­tag be­stand nur aus vor­le­sun­gen, von de­nen sich man­che auf ma­gi­sche wei­se er­gänz­ten. so er­zähl­ten am nach­mit­tag co­rin­na sy und se­bas­ti­an däsch­le von ih­rem flücht­lings­hil­fe pro­jekt cu­cu­la. das schrei­ben sie auf ih­rer web­sei­te über das pro­jekt:

Das Wort „cu­cu­la“ stammt aus der Hausa-Spra­che aus West-Zen­tral­afri­ka und be­deu­tet „et­was ge­mein­sam ma­chen“, aber auch „auf­ein­an­der auf­pas­sen“.

CU­CU­LA ist Ver­ein, Werk­statt und Schul­pro­gramm. Für und mit Flücht­lin­gen in Ber­lin. Im Ge­gen­satz zur theo­re­ti­schen De­bat­te über die Si­tua­ti­on von Flücht­lin­gen in Deutsch­land, geht es den In­itia­to­ren dar­um, eine prag­ma­ti­sche und un­mit­tel­ba­re Pra­xis des Han­delns zu er­pro­ben, die nicht „für“ son­dern eben „ge­mein­sam mit“ Flücht­lin­gen ent­steht.

cu­cu­la baut mit den flücht­lin­gen mö­bel nach ent­wür­fen des ita­lie­ni­schen de­si­gners enzo mari. die schil­de­rung ih­rer ar­beit und der pro­ble­me mit de­nen sie zu kämp­fen ha­ben fand ich be­ein­dru­ckend, aber eine der schluss­fol­ge­run­gen ist mir be­son­ders im ge­däch­nis ge­blie­ben: durch die­se ar­beit mit flücht­lin­gen lässt sich sehr viel über uns selbst, über un­se­re ge­sell­schaft und un­se­re vor­ur­tei­le und ver­hal­tens­wei­sen ler­nen.

der vor­trag von da­ni­el ker­ber, der in flücht­lings­camps un­ter an­de­rem in jor­da­ni­en beim auf­bau von in­f­ra- und so­zi­al­struk­tu­ren zu hel­fen ver­sucht, schloss sich an den von cu­cu­la naht­los an. auch die flücht­lin­ge in den flücht­lings­camps dür­fen, wie asyl­be­wer­ber in deutsch­land, nicht ar­bei­ten oder ge­schäf­te er­öff­nen. in den flücht­lings­camps ma­chen sie es aber den­noch, so wie cu­cu­la es auch in ber­lin macht. in die­sen camps le­ben weit über 50tau­send men­schen, in ei­nem der camps, dem za’ata­ri flücht­lings-camp sol­len es so­gar über 100tau­send le­ben. in za’ata­ri gibt es eine stras­se die dort champs ely­see ge­nannt wird und an der vie­le ge­schäf­te er­öff­net ha­ben - im prin­zip il­le­gal, aber of­fen­bar ge­dul­det. vice hat 2013 eine re­por­ta­ge über das camp ver­öf­fent­licht (die ich nicht ge­le­sen habe). auch in­ter­es­sant: im durch­schnitt exis­tie­ren sol­che camps 20 bis 30 jah­re.


.@Jo­hann­aK­Jae­ger to @Holm­frie­be: thanks for ma­king us dis­cuss ro­man­ti­cism in eng­lish, be­cau­se it re­al­ly sucks to talk about this in eng­lish.

di­gi­tal­bau­haussum­mit (@digi_bau04.07.2015 11:27

(ur­sprüng­lich ver­öf­fent­licht am 04.07.2015 23:35)

anja baum­hoff er­gänz­te den vor­trag von ni­klas maak in ih­rem vor­trag auch vor­treff­lich, auch wenn sie sich den sei­ten­hieb auf maak, dass sein vor­trag lei­der stel­len­wei­se et­was „ober­fläch­lich“ ge­we­sen sei, nicht ver­knei­fen konn­te. dank der bei­den weiss ich jetzt, dass das bau­haus eben nicht nur ein de­sign­stil ist, son­dern dass es auch eine art kom­mu­ne war, ein ort an dem sich vie­le men­schen ver­schie­dens­ter her­kunft tra­fen und neue for­men des zu­sam­men­le­bens aus­pro­bier­ten. mit ver­schie­dens­ten an­sät­zen ver­such­te das bau­haus er­klär­ter­mas­sen die ge­sell­schaft zu ver­än­dern — nicht das bau­en oder das de­sign al­lei­ne. die mit­glie­der des bau­haus wa­ren min­des­tens so he­te­ro­gen, wie auch es auch die wei­ma­rer re­pu­blik war. al­ler­dings leg­te anja baum­hoff wert auf die an­mer­kung, dass das bau­haus nicht so fort­schritt­lich war, wie ni­klas maak es dar­stellt hat­te.

als bei­spiel führ­te sie die über­kom­me­nen roll­bil­der des bau­haus an, bzw. den ent­wurf des haus am horn vom ma­ler und bau­haus-leh­rer ge­org mu­che. das ein­fa­mi­li­en-haus hät­te zwar ei­nen ei­ge­nen raum für die frau ein­ge­plant, was durch­aus als pro­gres­siv gel­ten könn­te, aber die­ser zim­mer war zwi­schen dem des man­nes und dem der kin­der — mit durch­gangs­tü­ren so­wohl zum mann, als auch zu den kin­dern, „so the wo­man could ser­ve them both“.

aber im­mer­hin liess das bau­haus auch frau­en als stu­den­ten zu.

was mir auch im kopf blieb und was das bau­haus wohl mit je­der avant­gar­dis­ti­schen be­we­gung ge­mein­sam hat: fast alle hass­ten das bau­haus zu sei­ner zeit. ins­be­son­de­re abs­trak­te kunst wur­de ge­hasst und ge­ra­de das bau­haus ver­sam­mel­te be­son­ders vie­le abs­trak­te künst­ler. aber ge­nau die­ser hass habe das bau­haus gross und be­kannt ge­macht.


sehr be­ein­dru­ckend fand ich den auf­tritt von ul­ri­ke gué­rot. wenn ich das rich­tig ver­stan­den habe, war ihr vor­trag eine ge­kürz­te ver­si­on ih­res vor­trags auf der re­pu­bli­ca die­ses jahr (den ich noch nicht ge­se­hen habe, hier die schrift­fas­sung, hier eine il­lus­trier­te text­ver­si­on).

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wäh­rend des vor­trags habe ich mir die­se bei­den frag­men­te no­tiert:

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  Di­gi­tal Bau­haus - Ul­ri­ke Gué­rot: eu­ro­pe is a wo­man,...

di­gi­tal­bau­haussum­mit:

Ul­ri­ke Gué­rot: eu­ro­pe is a wo­man, ma­ri­an­ne was a wo­man, free­dom is a wo­man. #DBS15.

 

(ur­sprüng­lich ver­öf­fent­licht am 04.07.2015 21:07)

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  Di­gi­tal Bau­haus - Time­line Pho­tos | Face­book

Ul­ri­ke Gué­rot mas­hing up rem kool­haas' eu­ro­pean flag pro­po­sal.
en.wi­ki­pe­dia.org/wiki/Flag_of_Eu­ro­pe#Bar­code_flag
oma.eu/pro­jects/2001/eu-bar­code/
the­guar­di­an.com/cul­tu­re/2004/sep/15/2

(ur­sprüng­lich ver­öf­fent­licht am 04.07.2015 21:14)

nach ih­rem vor­trag in ei­ner fra­ge und ant­wort-run­de liess ul­ri­ke gué­rot nach ei­nem flam­men­den pro-eu­ro­päi­schen plä­doy­er die­ses ge­rücht fal­len: die un­ter­stüt­zer ei­nes ja beim grie­chi­schen re­fe­ren­dum am sonn­tag wür­den aus­lands­grie­chen (ex­pats) aus der gan­zen welt nach grie­chen­land ein­flie­gen, um stim­men für ein JA zu sam­meln: „tho­se who want the yes have the me­ans to do that.“


die vor­trä­ge von tim le­be­recht, jo­han­na k. jae­ger, lisa ma oder dem schrift­de­si­gner jür­gen hu­ber hat­ten alle ihre qua­li­tä­ten und ein paar high­lights, aber ich be­schrän­ke mich hier auf die frag­men­te die mir be­son­ders in er­in­ne­rung ge­blie­ben sind.

jo­han­na k. jae­ger war die ers­te und ein­zi­ge per­son die ich je­mals bei der be­nut­zung ei­nes sur­face ta­blets von mi­cro­soft ge­se­hen habe. kein wun­der, sie ar­bei­tet auch bei mi­cro­soft. sie hat­te auch ne tol­le fo­lie, auf der sie goe­the's wert­her mit kim ka­da­shi­an ver­glich:

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  Di­gi­tal Bau­haus - Di­gi­tal Bau­haus's Pho­tos

LOL: Goe­the's Wert­her is Kim Ka­da­shi­an!

(ur­sprüng­lich ver­öf­fent­licht am 04.07.2015 21:19)


tim le­be­recht hat ein buch ge­schrie­ben, spricht per­fekt eng­lisch und fin­det wir bräuch­ten eine neue ro­man­tik:

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  tim le­ber­recht: we need a new ro­man­tic mo­ve­ment.

di­gi­tal­bau­haussum­mit:

 

(ur­sprüng­lich ver­öf­fent­licht am 04.07.2015 21:26)

sein vor­trag war ex­trem ge­schlif­fen, hu­mor­voll und sehr ame­ri­ka­nisch prä­sen­tiert. ein per­fek­ter pitch für ein mög­li­cher­wei­se gar nicht un­in­ter­es­san­tes buch. der hu­mor lässt sich al­ler­dings nicht ohne wei­te­res aus dem vor­trag ex­tra­hie­ren:

*

  Di­gi­tal Bau­haus - tim le­be­recht (sinn­ge­mäss): wir su­chen...

di­gi­tal­bau­haussum­mit:

tim le­be­recht (sinn­ge­mäss):

wir su­chen ner­ven­kit­zel wie die stein­zeit­men­schen: die ei­nen sprin­gen aus dem welt­raum zu­rück auf die erde, an­de­re ma­chen leis­tungs­sport der sie an die gren­zen ih­rer leis­tungs­fä­hig­keit bringt, man­che ge­hen ein paar tage in die black rock de­sert für ra­di­ka­le selbst­in­sze­nie­rung beim bur­ning man fes­ti­val.
je mehr wir lei­den, des­to stär­ker füh­len wir sinn und be­deu­tung im le­ben.

das mit dem ner­ven­kit­zel, dem lei­den, dem sich selbst an die gren­zen brin­gen funk­tio­niert auch bei gut bei ikea. ikea als ex­trem­sport.

(bei tim le­be­recht in der gran­dio­sen, gut ge­tak­te­ten #DBS15 prä­sen­ta­ti­on war das na­tür­lich sehr wit­zig.)

(ur­sprüng­lich ver­öf­fent­licht am 04.07.2015 21:22)


knob­lauch war am zwei­ten tag so­was wie der run­ning gag des ta­ges:

knob­lauch kalt­scha­le was a thing at bau­haus ac­cor­ding to anja baum­hoff at #DBS15

di­gi­tal­bau­haussum­mit (@digi_bau04.07.2015 9:29

(ur­sprüng­lich ver­öf­fent­licht am 04.07.2015 22:42)

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  Di­gi­tal Bau­haus

As Anja Baum­hof taught us: ear­ly Bau­hau­si­ans of­ten­ti­mes fain­ted due to the strong gar­lic smell in the can­teen. What could eGar­lic be for the Di­gi­tal Bau­haus? Lunch Break!

(ur­sprüng­lich ver­öf­fent­licht am 04.07.2015 21:06)


als fa­zit des zwei­ten ta­ges des di­gi­tal bau­haus sum­mit neh­me ich fol­gen­den satz mit nach­hau­se:

wir müs­sen die ge­sell­schaft ver­än­dern.

aber hier zu­hau­se fra­ge ich mich auch: müs­sen wir das wirk­lich? gibt es bei­spie­le von (ruck­ar­ti­ger) ge­sell­schaft­li­cher ver­än­de­rung, die nicht im to­ta­li­tä­ren en­de­ten? sind die län­der die der­zeit ge­wal­ti­gen (ge­plan­ten) ge­sell­schaft­li­chen wan­del durch­ma­chen (zum bei­spiel chi­na oder ei­ni­ge ara­bi­sche län­der) dazu viel­leicht nur in der lage, weil sie to­ta­li­tär re­giert wer­den? wol­len wir das wirk­lich, un­se­re un­aus­ge­go­re­nen un­ge­tes­te­ten ideen über die ge­sell­schaft stül­pen und se­hen was pas­siert?

wenn ich die bau­haus-ex­per­tin­nen in den letz­ten bei­den ta­gen rich­tig ver­stan­den habe, war die am­bi­ti­on des bau­haus zwar die ge­sam­te ge­sell­schaft zu ver­än­dern, die reich­wei­te je­doch sehr be­grenzt. so wie das bei vie­len vor­her­ge­hen­den und dar­auf fol­gen­den be­we­gun­gen war. so hat die cam­phill-be­we­gung und die dar­auf fol­gen­den an­tro­po­so­phi­schen le­bens­ge­mein­schaf­ten (in ei­ner da­von habe ich mei­nen zi­vil­dienst ge­macht) si­cher­lich viel im heil­päd­a­gischen und bio­lo­gisch dy­na­mi­schen ge­mü­se­an­bau ver­än­dert und auch vie­le men­schen be­rührt und be­ein­flusst (mich zum bei­spiel) — aber auch hier dürf­te die reich­wei­te be­grenzt sein und weit da­von ent­fernt sein, das le­ben von hinz und kunz auch nur an­satz­wei­se be­rührt zu ha­ben. glei­ches dürf­te für die kom­mu­ne I oder gar die 68er-be­we­gung gel­ten, die sann­ya­sins oder wen­n's sein muss auch der ZIA.

ist der grund da­für, dass kei­ne der mir be­kann­ten re­form­be­we­gun­gen (aus­ser viel­leicht den grü­nen) wirk­lich durch­schla­gen­de wir­kung ent­fal­ten konn­te viel­leicht dar­in be­grün­det, dass sie schon im klei­nen nur leid­lich funk­tio­nie­ren? wie vie­le knob­lauch-flücht­lin­ge hät­te es ge­ge­ben, wenn das bau­haus als ge­samt­deut­sche ge­sell­schafts- oder le­bens­form eta­bliert wor­den wäre? wie sähe deutsch­land aus, wenn die an­tro­po­so­phen ernst­haf­te po­li­ti­sche macht er­langt hät­ten oder wür­den? was wäre, wenn ein mit­glied der ZIA nicht den bach­mann­preis, son­dern die kanz­ler­schaft ge­won­nen hät­te?

wol­len wir das?

so toll ich (ins­ge­samt) das was ul­ri­ke gué­rot heu­te sag­te fand, so be­un­ru­hi­gend fand ich ihre aus­sa­ge, dass wir mit kon­sens und kom­pro­mis­sen po­li­tisch nicht mehr wei­ter­kä­men. ich mag ihr durch­aus zu­stim­men, wenn sie for­dert, dass wir wie­der mehr für ideen kämp­fen müss­ten und für un­se­re ideen auf­ste­hen und un­se­re stim­me fin­den müss­ten. aber kon­sens und kom­pro­miss für eine schnel­le­res vor­an­kom­men oder ge­sell­schaft­li­ches re­form­pro­jekt auf­ge­ben? das macht mir angst.

ab­ge­se­hen da­von: wir ha­ben ge­ra­de ra­di­ka­len ge­sell­schaft­li­chen wan­del. der wird der­zeit durch das in­ter­net an­ge­feu­ert und macht (zum bei­spiel) enorm vie­le kon­flik­te sicht­bar, die vor­her un­sicht­bar wa­ren. nur ist die­ser wan­del nicht von ei­ner ge­sell­schaft­li­chen uto­pie ver­ur­sacht wor­den. klar, un­ter­wegs, bei der ent­wick­lung und beim wachs­tum des in­ter­nets, spros­sen al­ler­hand uto­pien, die aber zum gros­sen teil von der wucht oder rea­li­tät des in­ter­nets gleich wie­der er­stickt oder weg­ge­spült wur­den.

das was die ent­wick­lung des in­ter­nets be­feu­er­te war üb­ri­gens, aus mei­ner sicht, eher das werk ei­ner un­sicht­ba­ren hand (die lou­is klein üb­ri­gens ges­tern als in­ef­fek­tiv für wan­del brand­mark­te), als das ei­ner uto­pie oder ge­sell­schaft­li­chen vi­si­on die sich ein mensch­li­cher geist aus­ge­dacht hat. das in­ter­net ist ein­fach pas­siert, weil es plötz­lich tech­no­lo­gisch funk­tio­nier­te.

in die­sem sin­ne fand ich da­ni­el ker­bers schluss­wort ei­gent­lich auch ganz pas­send. so in­spi­rie­rend die dis­kus­sio­nen und vor­trä­ge auf dem di­gi­tal bau­haus sum­mit wa­ren, zum gros­sen teil fan­den sich die dis­kus­sio­nen auf ei­nem ni­veau, das die meis­ten men­schen nie er­rei­chen wer­den und vor al­lem nie er­rei­chen wol­len — und wahr­schein­lich auch im­mer skep­tisch be­ob­ach­ten wer­den:

the dis­cour­se is fly­ing pret­ty high here. i don’t read he­gel to keep up with the dis­cus­sion.
— da­ni­el ker­ber


heu­te habe ich re­la­tiv vie­le club mate ge­trun­ken. was mich wun­der­te: das schmeck­te gar nicht ek­lig. im ge­gen­teil. zwi­schen­durch habe ich — wahr­schein­lich um zu gu­cken ob mei­ne ge­schmacks­ner­ven noch funk­tio­nie­ren — eine cola ge­trun­ken und die schmeck­te wirk­lich ek­lig. nicht so sehr beim schlu­cken, aber kurz da­nach und et­was län­ger da­nach auch. bis der ek­li­ge ge­schmack weg war, ver­ging fast eine stun­de. spä­ter im zug habe ich dann ein bit­bur­ger ge­trun­ken. auch das schmeck­te ei­gen­tüm­li­cher­wei­se nicht ek­lig. bit­bur­ger an sich schmeckt ja auch nicht ek­lig, aber wenn man es län­ger nicht ge­trun­ken hat, meint man es schme­cke ek­lig — mir geht das zu­min­dest so. ich bin mit bit­bur­ger gross ge­wor­den, aber in dem mo­ment in dem ich das rhein­land ver­liess und mich an an­de­re bie­re ge­wöhn­te, war der ers­te schluck bit­bur­ger je­des mal ein schock. heu­te nicht. muss am wet­ter lie­gen.


hier mei­ne ein­drü­cke vom ers­ten tag des #dbs15, hier das twit­ter-kon­to, hier das face­book-kon­to des di­gi­tal bau­haus sum­mit, die ich frei­tag und sams­tag (mit-) ge­füllt habe.


.@Jo­hann­aK­Jae­ger to @Holm­frie­be: thanks for ma­king us dis­cuss ro­man­ti­cism in eng­lish, be­cau­se it re­al­ly sucks to talk about this in eng­lish.

di­gi­tal­bau­haussum­mit (@digi_bau04.07.2015 11:27