aus gegebenem anlass möchte ich auf diesen 5 jahre alten witz von mir hinweisen:


(ursprünglich veröffentlicht am 29.08.2009 10:47)
und natürlich auch auf diesen elf jahre alten (typo-) witz.
aus gegebenem anlass möchte ich auf diesen 5 jahre alten witz von mir hinweisen:


(ursprünglich veröffentlicht am 29.08.2009 10:47)
und natürlich auch auf diesen elf jahre alten (typo-) witz.
tim cushing, angenehm differenziert, über die idee der amerikanischen regierung freedom-of-information-anfragen nicht nur dem fragesteller zu beantworten, sondern die dokumente für alle zu veröffentlichen. einige journalisten sind besorgt, dass ihnen damit die möglichkeit exklusive stories zu veröffentlichen genommen werden könnte, aber tim cushing meint (zu recht, wie ich glaube) dass dem öffentlichen interesse mit einem solchen vorgehen unter umständen besser gedient ist.
mr robot ist eine sendung über einen computer-fuzzi, der seine laptop-kamera abklebt, sozial gestört ist, die tausende von leuten dazu bringen wird, ihre laptop-kamera mit tape abzukleben. unfassbar gut geschrieben, dunkel, vielschichtig und allzu platte stereotypen vermeidend.
in meiner kurzkritik hab ich mr. robot mit fight club (ohne brad pitt und edward norton) verglichen. ich meine das natürlich als kompliment, als eins der grösstmöglichen möglichen komplimente.
theatlantic.com: In USA Network's 'Mr Robot,' the Hacker Drama Grows Up
david sims:
Elliot, the hacker protagonist of USA’s new drama Mr. Robot, looks like the dark corners of the Internet in human form. As played by Rami Malek, he’s pale and nervy-looking, and would be easy to miss in a crowd if it weren’t for his hollow stare. Elliot suffers from crippling social anxiety and mostly interacts with people by stalking them online, but he’s a well-meaning hacker, who despises his day job at a banking conglomerate and works at night to try to overthrow it. This, it seems, is the closest thing the 21st century gets for a hero: Despite airing on a typically stodgy network and being saddled with a ridiculous title, Mr. Robot is an angry, surprisingly effective screed against the current inequities of the world.
(ursprünglich veröffentlicht am 15.07.2015 05:58)
bei rotten tomatoes hat mr. robot extrem gute 97%. ich glaube zu recht.
medium.com/matter: The Web We Have to Save
pessimistisches, langes lesestück von hossein derakhshan, die wegen seines blogs für 6 jahre im iran im gefängnis sass und der das alte web, das vor seiner inhaftierung, vermisst. zu grossen teilen gebe ich ihm recht, an manchen stellen seines textes möchte ich widersprechen und finde seine darstellung zu eindimensional. aber in einem punkt hat er sicherlich recht:
But the scariest outcome of the centralization of information in the age of social networks is something else: It is making us all much less powerful in relation to governments and corporations.
[nachtrag 23.08.2015]
den text gibt’s in der zeit auch auf deutsch.
(ursprünglich veröffentlicht am 15.07.2015 06:26)
habe sehr gelacht und bin seit heute grosser @JacintaNandi-fan.
Tropical Islands = NOT THAT SHIT
(ursprünglich veröffentlicht am 14.07.2015 11:28)
jungle-world.com: Jacinta Nandi im Gespräch über ihr neues Buch »Nichts gegen blasen«
grossartiges interview mit jacinta nandi.
Sie kombinieren Witz und Depression, Handlung wird in absurden Szenen und Dialogen erzählt. Über die normale Lesebühnengeschichte – so in der Art: »Neulich ist mir dies und das passiert« – geht dies weit hinaus. Ist dies ein rein intuitiver Prozess oder wird auch mal was recherchiert?
Rein intuitiv. Mir sind auch schon Fehler aufgefallen. Es gibt drei Sachen in dem Buch, die nicht stimmen. Ich dachte, Männer kriegen keine Pilze an den Geschlechtsorganen beziehungsweise nicht mit Symptomen. Das ist doof, denn der Anfang meines Buches basiert auf diesem Irrtum. Die zweite »Untatsache«, also Falschmeldung ist: dass die Engländer ihre Unschuld früher verlieren als die Deutschen. Es ist genau umgekehrt. Die dritte falsche Sache ist, dass ich an einer Stelle Sage und Märchen verwechsle. Das Buch ist auch eine klassische Heldinnenerzählung: Ich schreibe, ich bin auf einer Gralssuche, wie die Figur im Märchen. Meine Lektorin sagte: Die Suche nach dem heiligen Gral stammt aus einer Sage. Aber ich habe entschieden: Die Protagonistin ist genauso dumm wie ich, die sagt auch »Märchen«. Ich finde es okay, dass die Quatsch erzählt, darauf kommt es mir nicht immer an. Die Leute sollen das alles googeln, bitte. Also: Kein Mann soll denken, dass er keine Pilze kriegt!
(ursprünglich veröffentlicht am 15.07.2015 06:36)
"Der Zug Richtung Koblenz verspätet sich auf Grund eines liegen gebliebenen Zugbegleiters." (@Draconlom) #Bahn #Ansage
(ursprünglich veröffentlicht am 14.07.2015 09:56)
Ich steh mit beiden Beinen fest auf dem Schlauch.
(ursprünglich veröffentlicht am 14.07.2015 06:49)
gut zu wissen, dass es, ausser ein paar designern, auch eine andere gruppe gibt die flash liebt: „sicherheits“-behörden.
(ursprünglich veröffentlicht am 14.07.2015 09:18)
siehe auch
dieses bild fasst donald trump ganz gut zusammen. (hier gefunden: boingboing.net/2015/07/13/trump-threatens-to-kick-el-c.html)
(ursprünglich veröffentlicht am 14.07.2015 07:05)
siehe auch
jungle-world.com: Jacinta Nandi im Gespräch über ihr neues Buch »Nichts gegen blasen«
grossartiges interview mit jacinta nandi.
Sie kombinieren Witz und Depression, Handlung wird in absurden Szenen und Dialogen erzählt. Über die normale Lesebühnengeschichte – so in der Art: »Neulich ist mir dies und das passiert« – geht dies weit hinaus. Ist dies ein rein intuitiver Prozess oder wird auch mal was recherchiert?
Rein intuitiv. Mir sind auch schon Fehler aufgefallen. Es gibt drei Sachen in dem Buch, die nicht stimmen. Ich dachte, Männer kriegen keine Pilze an den Geschlechtsorganen beziehungsweise nicht mit Symptomen. Das ist doof, denn der Anfang meines Buches basiert auf diesem Irrtum. Die zweite »Untatsache«, also Falschmeldung ist: dass die Engländer ihre Unschuld früher verlieren als die Deutschen. Es ist genau umgekehrt. Die dritte falsche Sache ist, dass ich an einer Stelle Sage und Märchen verwechsle. Das Buch ist auch eine klassische Heldinnenerzählung: Ich schreibe, ich bin auf einer Gralssuche, wie die Figur im Märchen. Meine Lektorin sagte: Die Suche nach dem heiligen Gral stammt aus einer Sage. Aber ich habe entschieden: Die Protagonistin ist genauso dumm wie ich, die sagt auch »Märchen«. Ich finde es okay, dass die Quatsch erzählt, darauf kommt es mir nicht immer an. Die Leute sollen das alles googeln, bitte. Also: Kein Mann soll denken, dass er keine Pilze kriegt!
medium.com/matter: The Web We Have to Save
pessimistisches, langes lesestück von hossein derakhshan, die wegen seines blogs für 6 jahre im iran im gefängnis sass und der das alte web, das vor seiner inhaftierung, vermisst. zu grossen teilen gebe ich ihm recht, an manchen stellen seines textes möchte ich widersprechen und finde seine darstellung zu eindimensional. aber in einem punkt hat er sicherlich recht:
But the scariest outcome of the centralization of information in the age of social networks is something else: It is making us all much less powerful in relation to governments and corporations.
[nachtrag 23.08.2015]
den text gibt’s in der zeit auch auf deutsch.
theatlantic.com: In USA Network's 'Mr Robot,' the Hacker Drama Grows Up
david sims:
Elliot, the hacker protagonist of USA’s new drama Mr. Robot, looks like the dark corners of the Internet in human form. As played by Rami Malek, he’s pale and nervy-looking, and would be easy to miss in a crowd if it weren’t for his hollow stare. Elliot suffers from crippling social anxiety and mostly interacts with people by stalking them online, but he’s a well-meaning hacker, who despises his day job at a banking conglomerate and works at night to try to overthrow it. This, it seems, is the closest thing the 21st century gets for a hero: Despite airing on a typically stodgy network and being saddled with a ridiculous title, Mr. Robot is an angry, surprisingly effective screed against the current inequities of the world.
fight club ohne brad pitt & edward norton, dafür mit internet. (möglicherweise zu euphorisches urteil nach 1,8 folgen)
sehe gerade: 97% bei rotten tomatoes.
aus gegebenem anlass.

eben in einem meeting haben wir eine meiner stärken herausgearbeitet: ich kann sachen von denen ich keine ahnung habe ganz gut.
habe sehr gelacht und bin seit heute grosser @JacintaNandi-fan.
Tropical Islands = NOT THAT SHIT
"Der Zug Richtung Koblenz verspätet sich auf Grund eines liegen gebliebenen Zugbegleiters." (@Draconlom) #Bahn #Ansage
gut zu wissen, dass es, ausser ein paar designern, auch eine andere gruppe gibt die flash liebt: „sicherheits“-behörden.
dieses bild fasst donald trump ganz gut zusammen. (hier gefunden: boingboing.net/2015/07/13/trump-threatens-to-kick-el-c.html)
During airport delays, I now randomly sign copies of my book: pic.twitter.com/741eZfTgOL
endlich mal ein wirklich guter grund ein buch zu schreiben.
Ich steh mit beiden Beinen fest auf dem Schlauch.
das habe ich gestern getwittert:
ha, die #next15 ist einladung only: nextconf.eu
und wer das veranstaltungsdatum rausfinden möchte, darf nicht bannerblind sein.
der witz ist, dass das veranstaltungsdatum auf der desktopseite schwer zu erkennen ist, aber auf der mobilversion der seite gar nicht zu erkennen ist (stand 14.07.2015).
veranstaltungstermine werden aber auch überschätzt. einfach irgendwann mal nach hamburg fahren ist auch nett
netzpolitik.org: #NetzfragtMerkel: „Da fehlt der kritische Frager“
statt lefloid’s interview mit merkel anzugucken, reicht mir diese zusammenfassung von markus beckedahl. oder gibt’s nen guten grund das doch anzusehen?
(ursprünglich veröffentlicht am 14.07.2015 05:17)
dwdl.de: Heavy Rotation: 2.267 Mal „Big Bang Theory“ im Jahr
wie absurd dieses fernsehen ist erkennt man an dieser dwdl-meldung — aber vermutlich auch, wenn man es regelmässig schauen würde.
(ursprünglich veröffentlicht am 14.07.2015 05:20)
de.wikipedia.org: Wayward Pines
apropos fernsehen, wayward pines ist eine ganz gute, neue, mittelgute fernsehserie die ich in den letzten wochen gerne gesehen habe. die handlung ist ordentlich und ausreichend sinnvoll konstruiert, leider sind die dialoge und die schauspielerischen leistungen zum teil unterste schublade, mitunter auf derrick-niveau. in den ersten paar folgen läuft matt dillons charakter durch die folgen, guckt ernst und desorientiert und sagt wechselnden weiblichen charakteren:„you got to trust me!“ — ohne weiter zu erklären was ihn zu dieser aussage veranlasst.
matt dillons ähnlichkeit mit dem fiktionalen johnny „drama“ chase (der von seinem bruder gespielt wird) sind erschütternd. trotzdem kann man sich wayward pines gut angucken. der deutschsprachige wikipedia-artikel enthält auch keine spoiler (im gegenteil zum englischen, der die episoden zusammenfasst).
(ursprünglich veröffentlicht am 14.07.2015 05:34)
ich habs ja schonmal gesagt, man muss der piratenpartei für julia redas mandat im EU-parlament dankbar sein. was sie tut — aber vor allem wie sie es regelmässig in ihr blog schreibt (oder schreiben lässt) — ist mitunter das beste an politik-erklärbärinnenarbeit die ich kenne. und am rande: stellt (wie ich) einen dauerauftrag für netzpolitik aus, falls ihr es noch nicht getan habt. ich glaube das geld ist bei netzpolitik.org extrem gut angelegt (abgesehen davon, dass sie das geld für ihre arbeit brauchen).
Mein ganz besonderer Dank gilt
der Abgeordneten des Deutschen Bundestages Renate Künast (Bündnis 90/Die Grünen) für die Beauftragung des Gutachtens des Wissenschaftlichen Dienstes Markus Beckedahl von Netzpolitik.org für seine Informationsfreiheitsanfrage an das Bundesjustizministerium zur Notifizierung des Leistungsschutzrechts für Presseverleger Fragdenstaat.de und Asktheeu für ihre großartigen IFG-Plattformen.
(ursprünglich veröffentlicht am 14.07.2015 05:41)
facebook.com: Christoph Kappes: Während einige meiner Online-Kontakte sich an …
Während einige meiner Online-Kontakte sich an diesem Text über das Unterhaltungsdings „Tropical Islands“ ergötzen, packt mich das Fremdschämen: Was veranlasst Journalisten, Ressortleiter dazu, sich über Mangel an Geschmack und „Deprivation“ zu mokieren? Wahrscheinlich würde ich den Ort nicht anders empfinden, aber …
ich hatte ja so ein bauchgefühl („pratentiös“, „dünkelhaft“) gegenüber dem tropical-island-text von andrea diener (hier in den kommentaren etwas ausformuliert und diskutiert), aber christoph kappes hat das, wie ich gestern erst gesehen habe, nochmal viel besser auf den punkt gebracht und (in den kommentaren) komplexer diskutiert als ich.
(ursprünglich veröffentlicht am 14.07.2015 05:52)
bloomberg.com: The Mob's IT Department
How two technology consultants helped drug traffickers hack the Port of Antwerp
sehr toller longread von jordan robertson und michael riley, in dem sie die geschichte von davy van de moere und filip maertens erzählen.
(ursprünglich veröffentlicht am 14.07.2015 05:56)
bloomberg.com: The Mob's IT Department
How two technology consultants helped drug traffickers hack the Port of Antwerp
sehr toller longread von jordan robertson und michael riley, in dem sie die geschichte von davy van de moere und filip maertens erzählen.
facebook.com: Christoph Kappes: Während einige meiner Online-Kontakte sich an …
Während einige meiner Online-Kontakte sich an diesem Text über das Unterhaltungsdings „Tropical Islands“ ergötzen, packt mich das Fremdschämen: Was veranlasst Journalisten, Ressortleiter dazu, sich über Mangel an Geschmack und „Deprivation“ zu mokieren? Wahrscheinlich würde ich den Ort nicht anders empfinden, aber …
ich hatte ja so ein bauchgefühl („pratentiös“, „dünkelhaft“) gegenüber dem tropical-island-text von andrea diener (hier in den kommentaren etwas ausformuliert und diskutiert), aber christoph kappes hat das, wie ich gestern erst gesehen habe, nochmal viel besser auf den punkt gebracht und (in den kommentaren) komplexer diskutiert als ich.
ich habs ja schonmal gesagt, man muss der piratenpartei für julia redas mandat im EU-parlament dankbar sein. was sie tut — aber vor allem wie sie es regelmässig in ihr blog schreibt (oder schreiben lässt) — ist mitunter das beste an politik-erklärbärinnenarbeit die ich kenne. und am rande: stellt (wie ich) einen dauerauftrag für netzpolitik aus, falls ihr es noch nicht getan habt. ich glaube das geld ist bei netzpolitik.org extrem gut angelegt (abgesehen davon, dass sie das geld für ihre arbeit brauchen).
Mein ganz besonderer Dank gilt
der Abgeordneten des Deutschen Bundestages Renate Künast (Bündnis 90/Die Grünen) für die Beauftragung des Gutachtens des Wissenschaftlichen Dienstes Markus Beckedahl von Netzpolitik.org für seine Informationsfreiheitsanfrage an das Bundesjustizministerium zur Notifizierung des Leistungsschutzrechts für Presseverleger Fragdenstaat.de und Asktheeu für ihre großartigen IFG-Plattformen.
de.wikipedia.org: Wayward Pines
apropos fernsehen, wayward pines ist eine ganz gute, neue, mittelgute fernsehserie die ich in den letzten wochen gerne gesehen habe. die handlung ist ordentlich und ausreichend sinnvoll konstruiert, leider sind die dialoge und die schauspielerischen leistungen zum teil unterste schublade, mitunter auf derrick-niveau. in den ersten paar folgen läuft matt dillons charakter durch die folgen, guckt ernst und desorientiert und sagt wechselnden weiblichen charakteren:„you got to trust me!“ — ohne weiter zu erklären was ihn zu dieser aussage veranlasst.
matt dillons ähnlichkeit mit dem fiktionalen johnny „drama“ chase (der von seinem bruder gespielt wird) sind erschütternd. trotzdem kann man sich wayward pines gut angucken. der deutschsprachige wikipedia-artikel enthält auch keine spoiler (im gegenteil zum englischen, der die episoden zusammenfasst).
dwdl.de: Heavy Rotation: 2.267 Mal „Big Bang Theory“ im Jahr
wie absurd dieses fernsehen ist erkennt man an dieser dwdl-meldung — aber vermutlich auch, wenn man es regelmässig schauen würde.