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bla­de run­ner 2049

felix schwenzel in gesehen

in der re­gel schal­te ich fil­me ab, die sze­nen als dra­ma­ti­sche zeit­lu­pen zei­gen. ein tod­si­che­res mit­tel um schlecht in­sze­nie­rung zu er­ken­nen. bla­de run­ner 2049 ist hin­ge­gen eine ein­zi­ge zeit­lu­pe und ge­ra­de des­halb toll. der film ist stel­len­wei­se so ge­bremst, dass man den ein­druck hat zeit­lu­pen zu be­trach­ten. ich fands toll.

ger­ne in 30 jah­ren noch­mal.


naja, mo­dern fa­mi­ly geht im­mer. ist zwar nicht neu, aber ich fin­de es nach wie vor teil­wei­se sehr, sehr wit­zig.

auf eine art wit­zig und fast neu: die zwei­te staf­fel von BBC ame­ri­cas dirk gent­ly’s ho­li­stic de­tec­ti­ve agen­cy (staf­fel zwei ab. 5. ja­nu­ar auf net­flix). wäh­rend ich die ers­te staf­fel eher scheis­se fand (und trotz­dem zu ende schau­te), ge­fiel mir die zwei­te staf­fel ir­gend­wie. sie war so ab­surd, ab­ge­dreht und idio­tisch, dass man über die mie­sen schau­spie­le­ri­schen fä­hig­kei­ten von eli­jah wood hin­weg­se­hen konn­te und sich von der ab­sur­di­tät und blöd­sin­nig­keit der ge­schich­te fes­seln las­sen konn­te. die er­zähl­te ge­schich­te ist tat­säch­lich so be­kloppt, dass sie schon fast wie­der gut ist.

auch nicht neu, im ge­gen­teil, bald an­der­t­alb jahr­zehn­te alt, start­rek en­ter­pri­se, die star trek se­rie die vor ka­pi­tän kirk im jahr 2151 an­ge­sie­delt ist und 90 jah­re nach dem ers­ten kon­takt. die se­rie hat kei­nen be­son­ders gu­ten ruf, fiel in der zu­schau­er­gunst durch und wur­de in der vier­ten staf­fel ab­ge­setzt. sie läuft, wie alle star-trek-se­ri­en, auf net­flix und ich habe mir be­reits 82 der 98 fol­gen an­ge­se­hen. die se­rie ist wie die meis­ten star-trek-se­ri­en ein biss­chen holz­schnitt- und kam­mer­spiel­ar­tig, voll­ge­stopft mit bil­lig pro­du­zier­ten ku­lis­sen, durch­zo­gen von schlech­ten spe­zi­al­ef­fek­ten und ste­reo­ty­pen rol­len­mus­tern.

sieht man die se­rie ohne gros­sen er­war­tun­gen, kann sie un­ter­halt­sam wir­ken. in den ers­ten bei­den staf­feln ste­hen die ein­zel­nen epi­so­den meist für sich, in mehr oder we­ni­ger ab­ge­schlos­se­nen hand­lun­gen, mit ei­nem fei­nen, fast un­sicht­ba­ren ro­ten fa­den. die drit­te staf­fel hat dann ei­nen gut sicht­ba­ren, et­was über­dra­ma­ti­sier­ten ro­ten fa­den, der mich zum mil­den rausch­se­hen brach­te. wie ge­sagt, tech­nisch und von der pro­duk­ti­ons­qua­li­tät ist das al­les eher schlecht bis mit­tel­gut, aber der kern der er­zäh­lun­gen, die me­ta­ebe­ne, die in­ten­ti­on der se­rie fin­de ich sym­pa­thisch, wie fast al­les aus dem star trek uni­ver­sum.

das kern­pro­blem der se­rie könn­te die be­set­zung der ka­pi­täns­rol­le ge­we­sen sein. scott ba­ku­las als jo­na­than ar­cher funkt nicht be­son­ders. ar­cher ist we­der be­son­ders sym­pa­thisch, noch dop­pel­bö­dig. er ist ein­fach da und er­füllt sei­ne pflicht, man kann ihn gut er­tra­gen, aber iden­ti­fi­zie­ren mit ihm woll­te ich mich ir­gend­wie nicht. wäre ar­cher ein auto, wäre er frü­her ein pas­sat ge­we­sen, heu­te ein pri­us; ein ver­nünf­ti­ges, ef­fi­zi­en­tes, fleis­si­ges ar­beits­tier, ohne charme und reiz. ganz schlimm auch die vul­ka­nie­rin t’pol, ge­spielt vom ehe­ma­li­gen mo­del jo­lene bla­lock, de­ren aus­se­hen in der se­rie wohl nicht nur vom kos­tüm- und mas­ken­bild­ner, son­dern auch von plas­ti­schen chir­ur­gen ge­stal­tet wur­de.

trotz­dem. ich habe start­rek en­ter­pri­se ger­ne ge­se­hen, auch wenns we­der (wirk­lich) gut, noch eine sit­com war.


ganz ab­ge­se­hen da­von; ges­tern habe ich zu­fäl­lig die­sen aus­schnitt aus ei­nem clou­seau (mit pe­ter sel­lers) ge­se­hen:

youtube-video laden, info, direktlink

ei­gent­lich dach­te ich, kenn ich die fil­me aus der clou­seau-rei­he alle aus­wen­dig, aber an die­se sze­ne konn­te ich mich nicht mehr er­in­nern. aber sie er­in­ner­te mich dar­an, dass ich die ei­gent­lich alle noch ein paar mal wie­der se­hen müss­te.


Bla­de Run­ner 2049

felix schwenzel in gesehen

in der re­gel schal­te ich fil­me ab, die sze­nen als dra­ma­ti­sche zeit­lu­pen zei­gen. ein tod­si­che­res mit­tel um schlecht in­sze­nie­rung zu er­ken­nen. bla­de run­ner 2049 ist hin­ge­gen eine ein­zi­ge zeit­lu­pe und ge­ra­de des­halb toll. der film ist stel­len­wei­se so ge­bremst, dass man den ein­druck hat zeit­lu­pen zu be­trach­ten. ich fands toll. ger­ne in 30 jah­ren noch­mal.


Won­der Wo­man

felix schwenzel in gesehen

ziem­lich gut, wenn auch stel­len­wei­se et­was dick auf­ge­tra­gen.


The Foun­der

felix schwenzel in gesehen

ein biss­chen lang­wei­lig, nur ein biss­chen, aber so­weit ich das sehe, ziem­lich aku­rat.



War for the Pla­net of the Apes

felix schwenzel in gesehen

ich woll­te das nicht, aber ich muss­te mehr­fach über den co­mic-reief-ape la­chen. das cgi-ge­döns war dies­mal so gut, dass es mir nicht wei­ter auf­ge­fal­len ist. und wie die ge­schich­te er­zählt wur­de, ge­fiel mir auch.


Ba­by Dri­ver

felix schwenzel in gesehen

alle sein biss­chen vor­her­seh­bar, die er­öff­nungs­se­quenz ist al­ler­dings ziem­lich gut. da­nach pas­sier­te auch nicht mehr viel was mich noch wei­ter be­geis­tern könn­te, im ge­gen­teil. die sto­ry war re­la­tiv platt und durch­sich­tig und vor al­lem ste­reo­typ. die lie­bes­ge­schich­te um die sich der film dreht wird er­zählt, als spiel­te sie in der zeit von hän­sel und gre­tel. und das ende wagt es nicht of­fen zu blei­ben son­dern en­de­te wie ein ge­sin­nungs­auf­satz ei­nes pen­nä­ler vor 60 jah­ren.trotz­dem habe ich mich ei­ni­ger­mas­sen un­ter­hal­ten ge­fühlt.


guar­di­ans of the ga­la­xy vol. 2

felix schwenzel in gesehen

puh, der film ist über­dreht, bunt, auf­wän­dig, ver­spielt, laut, über­zo­gen und pa­the­tisch. al­les ge­konnt zu­sam­men­ge­setzt und dann doch ir­gend­wie lang­wei­lig. we­gen des lärms be­merkt man die lan­ge­wei­le nicht be­son­ders stark, aber ech­te span­nung kommt an kei­ner stel­le auf.

man kann das aber auch al­les po­si­tiv se­hen und den film als hin­lei­tung zu zwei bis drei wirk­lich gu­ten gags ver­ste­hen. im prin­zip kann man auch bei­de guar­di­ans-fil­me als auf­bau­leis­tung für die zune- und has­sel­hoff-gags am ende ver­ste­hen.

auch wenn die mo­ral des films — eine ode auf die freund­schaft, die zu­sam­men­ge­setz­te, wil­de fa­mi­lie und auf bra­chia­len hu­mor — ganz nach mei­nem ge­schmack ist, am ende ist das dann doch ein biss­chen dick auf­ge­tra­gen. aber wie bei zu dick auf­ge­tra­ge­nem nu­tel­la, am ende ist man voll­ge­fres­sen und doch ir­gend­wie zu­frie­den.


Guar­di­ans of the Ga­la­xy Vol. 2

felix schwenzel in gesehen

puh, der film ist über­dreht, bunt, auf­wän­dig, ver­spielt, laut, über­zo­gen und pa­the­tisch. al­les ge­konnt zu­sam­men­ge­setzt und dann doch ir­gend­wie lang­wei­lig. we­gen des lärms be­merkt man die lan­ge­wei­le nicht be­son­ders stark, aber ech­te span­nung kommt an kei­ner stel­le auf.man kann das aber auch al­les po­si­tiv se­hen und den film als hin­lei­tung zu zwei bis drei wirk­lich gu­ten gags ver­ste­hen. im prin­zip kann man auch bei­de guar­di­ans-fil­me als auf­bau­leis­tung für die zune- und has­sel­hoff-gags am ende ver­ste­hen.auch wenn die mo­ral des films — eine ode auf die freund­schaft, die zu­sam­men­ge­setz­te, wil­de fa­mi­lie und auf bra­chia­len hu­mor — ganz nach mei­nem ge­schmack ist, am ende ist das dann doch ein biss­chen dick auf­ge­tra­gen. aber wie bei zu dick auf­ge­tra­ge­nem nu­tel­la, am ende ist man voll­ge­fres­sen und doch ir­gend­wie zu­frie­den.


War Ma­chi­ne

felix schwenzel in gesehen

sel­ten so lan­ge ge­braucht um ei­nen film zu­en­de zu se­hen. fand ihn die gan­ze zeit über kreuz­öde, aber am ende, zur (ab­sur­den) mo­ral von der ge­schicht’ ge­fiel es mir dann doch ir­gend­wie.


Gold

felix schwenzel in gesehen

lang­at­mig, zäh und vor­her­seh­bar, aber vofr al­lem an­stren­gend matthew mc­co­n­aug­hey bei sei­nem über­zo­ge­nen spiel zu­zu­se­hen. ich brauch­te drei aben­de, um den film bis zum ende durch­zu­ste­hen. gräss­lich!


kurz­kri­tik ta­boo s01

felix schwenzel in gesehen

go­li­ath, das wie ta­boo auf ama­zon prime lief, hat mir gut ge­fal­len. ge­schich­ten in de­nen ein mensch oder meh­re­re ge­gen ver­meint­lich un­über­wid­ba­re wi­der­stän­de und rie­sen kämp­fen sind fast im­mer se­hens­wert, wenn sie es nicht ver­pas­sen, ihre cha­rak­te­re nicht all zu schwarz und weiss zu zeich­nen. ta­boo ist go­li­ath mal drei. ja­mes ke­ziah de­laney (toll ge­spielt von dem mann mit mei­ner lieb­lings­stim­me, tom har­dy) kämpft nicht nur ge­gen ei­nen go­li­ath, son­dern gleich ge­gen 3 und sich selbst ei­gent­lich auch.

die se­rie spielt im frü­hen neun­zehn­ten jahr­hun­dert, ist dun­kel und bru­tal, ach­tet aber pein­lich dar­auf kei­ne weib­li­chen brust­war­zen ab­zu­bil­den. al­les an­de­re zeigt die se­rie aber aus­führ­lich, bru­ta­li­tät, mord, sex, aus­wei­dun­gen und dra­pie­rung von lei­chen in schwei­gen-der-läm­mer-ma­nier. trotz­dem hat mich die se­rie von der ers­ten fol­ge an tief rein­ge­zo­gen. zum gros­sen teil dürf­te das an tom har­dy ge­le­gen ha­ben, der sei­ne rol­le fast ei­nen ti­cken zu cool aus­füllt, aber doch ein pas­send. auch am rest des en­sem­bles ist nichts aus­zu­set­zen, im ge­gen­teil, das cas­ting hat über­ra­gend gut ge­ar­bei­tet und un­ter an­de­rem ein mäd­chen ge­fun­den, dass fran­ka po­ten­te wie aus dem ge­sicht ge­schnit­ten ähn­lich sieht, so ähn­lich, dass ich schon dach­te hier sei .zau­be­rei fx am werk ge­we­sen. aus­ser­dem scheint das hal­be en­sem­ble von game of thro­nes mit­zu­spie­len.

die ge­schich­te ist gut er­zählt, auch wenn man von an­fang an, durch die aus­las­sun­gen und un­be­leuch­te­ten frag­men­te der ver­gan­gen­heit, merkt, wo­hin die ge­schich­te ge­dreht wer­den wird. von mir aus hät­ten die vo­doo/eso­te­rik und mys­tery-ele­men­te auch raus­ge­stri­chen wer­den kön­nen, aber sie ha­ben auch nicht gross wei­ter ge­stört, bzw. be­ka­men auch ab und zu ei­nen klei­nen co­mic-re­li­ef.

auch wenn die re­qui­si­ten aus der glei­chen BBC-aser­va­ten-kam­mer stam­men wie down­ton ab­bey, pen­ny dreadful oder litt­le do­rit, in ta­boo er­wa­chen sie zu wun­der­bar dunk­len le­ben. ich hab’s ger­ne ge­se­hen, ich glau­be aber es ist nicht je­der­manns ge­schmack. läuft auf ama­zon.


this is us s01e01

felix schwenzel in gesehen

ich habe den pi­lo­ten von this is us ge­guckt und will jetzt gar nicht mehr fol­gen da­von se­hen. nicht weil die se­rie schlecht wäre, son­dern weil der pi­lot so gut war. den pi­lo­ten könn­te man auch als ab­ge­schlos­se­ne kurz­ge­schich­te se­hen und für sich ste­hen. er schafft es in 42 mi­nu­ten nicht nur ein en­sem­ble von ei­nem hal­ben dut­zend haupt­cha­rak­te­ren vor­zu­stel­len und in ihr le­ben ein­zu­füh­ren, son­dern auch noch eine wun­der­bar ver­schach­tel­te fa­mi­li­en­sa­ga nach­zu­er­zäh­len.

ab­ge­se­hen da­von hat die se­rie et­was ge­schafft, was mir schon lan­ge nicht mehr pas­siert ist: ich war am ende tief be­rührt, nicht weil das ende der ers­ten fol­ge trau­rig war, son­dern weil es so mensch­lich, so herz­er­wei­chend war — und das al­les auch noch ohne pa­thos und holz­ham­mer, son­dern ganz sub­til und sanft.


Sul­ly

felix schwenzel in gesehen

ei­gent­lich reichts auch, den trai­ler an­zu­gu­cken. viel mehr be­kommt man im film auch nicht zu se­hen — aus­ser ein paar über­in­sze­nier­ten tom-hanks-headshots und traum­se­quen­zen. loh­nens­wert hin­ge­gen ist der ab­spann. da spielt der ech­te sul­ly mit.


the ex­pan­se s02 e01 bis 03

felix schwenzel in gesehen

vor et­was ei­nem jahr habe ich nicht nur jede fol­ge von the ex­pan­se ge­guckt, son­dern auch zu je­der fol­ge et­was auf­ge­schrie­ben. mein fa­zit nach 10 fol­gen da­mals lau­te­te:

das war or­dent­li­che sci­ence-fic­tion, auch wenn es am ende et­was ins mys­tery-gen­re ab­rutsch­te und sehr „die hard“ wur­de. aber ab­ra­ten das an­zu­se­hen, wür­de ich nie­man­dem.

seit zwei wo­chen läuft jetzt die zwei­te staf­fel und das was mich an der se­rie nervt hat sich nicht ver­än­dert:

  • ich ver­ste­he kaum um was es geht, weil un­ge­fähr alle 10 mi­nu­ten die schau­plät­ze wech­seln und in etwa 6 ver­schie­de­ne er­zähl­strän­ge ab­ge­deckt wer­den.
  • die stim­me von sh­ohreh agh­da­sh­loo nervt mich noch mehr, als in der ers­ten staf­fel. ich den­ke im­mer, wenn ich ihre brü­chi­ge, tie­fe stim­me höh­re, ir­gend­was sei an mei­nen laut­spre­chern ka­putt.
  • das be­mü­hen der se­rie um an­satz­wei­se rea­lis­ti­sche dar­stel­lung des le­bens im welt­raum, die tü­cken des va­ku­ums und der gra­vi­ta­ti­on (bzw. ih­rer ab­we­sen­heit) ver­sucht die se­rie im­mer wie­der zu the­ma­ti­sie­ren, kann es sich aber (na­tür­lich) auch nicht ver­knei­fen, raum­schif­fen mo­tor­ge­räu­sche zu ver­pas­sen, wenn sie im welt­raum an der ka­me­ra vor­bei­flie­gen.

was mir nach wie vor ge­fällt:

  • ob­wohl die se­rie von den au­toren bis zum bers­ten mit par­al­le­len hand­lun­gen voll­ge­stopft wird, macht mich die er­zäh­lung neu­gie­rig. viel­leicht ist es aber auch nur das gen­re: ich muss sci­ence-fic­tion ein­fach zwang­haft gu­cken?
  • trotz ir­ri­tie­ren­der stim­men, teil­wei­se lau­si­gem schau­spiel ver­zei­he ich der se­rie fast al­les. war­um weiss ich auch nichtz so ge­nau.

je­den­falls guck ich die zwei­te staf­fel auch bis zum ende durch. ob ich so re­gel­mäs­sig wie letz­tes jahr drü­ber schrei­be glau­be ich al­ler­dings nicht.


apro­pos gu­cken: laut wat­ched.li habe ich im lezz­ten jahr im schnitt 40 se­ri­en­fol­gen pro mo­nat ge­guckt. die zah­len des april sind un­ge­nau, da habe ich bei wat­ched.li se­ri­en nach­ge­tra­gen. aber ich füh­re über wat­ched.li sorg­fäl­tig buch über jede ein­zel­ne fol­ge die ich mir an­se­he.

um mal (ge­schätz­te zah­len auf den tisch zu le­gen: 2016 habe ich wohl so um die 500 ein­zel­ne fol­gen fern­seh­se­ri­en ge­guckt. laut let­ter­boxd.com habe ich 2016 aus­ser­dem 37 fil­me ge­guckt. das ad­diert sich un­ge­fähr auf 38 schril­lio­nen stun­den film- und fern­seh­glot­zen.


deep space ni­ne, staf­fel 01

felix schwenzel in gesehen

nach­dem net­flix ei­nen gross­teil des star trek uni­ver­sums in sein pro­gramm ge­ho­ben hat (ds9, voy­a­ger, next ge­ne­ra­ti­on, en­ter­pri­se, das ori­gi­nal) habe ich mir in den letz­ten wo­chen die ers­te staf­fel deep space nine an­ge­se­hen.

ab­ge­se­hen vom un­ge­wohn­ten 4:3 sei­ten­ver­hält­nis und den schul­ter­pols­tern der kos­tü­me, wirkt die se­rie ei­gen­tüm­lich ak­tu­ell — oder bes­ser: zeit­los. the­ma­tisch wer­den alle gros­sen mensch­heits­fra­gen an­ge­schnit­ten, die ge­nau­so ak­tu­ell er­schei­nen, wie da­mals (1993). es geht um krieg und frie­den, ver­söh­nung und wi­der­stand, schuld und ge­rech­tig­keit, re­li­giö­sen fa­na­tis­mus, wis­sen­schaft, ethik und an­stand.

das ist al­les sehr dia­log­las­tig und zum gros­sen teil kam­mer­spiel­ar­tig, die in­sze­nie­rung und das schau­spiel sind teil­wei­se et­was bra­chi­al und un­sub­til, aber ei­gent­lich im­mer gran­di­os ge­schrie­ben. bis auf den pi­lo­ten, der sich über zwei fol­gen er­streckt und mir et­was zu mys­tisch und ab­ge­dreht da­her­kommt, sind die epi­so­den rund und in sich ab­ge­schlos­sen und be­hand­len (mehr oder we­ni­ger) im­mer ein po­li­ti­sches, ethi­sches oder mo­ra­li­sches pro­blem. und am ende ge­winnt (fast) im­mer die ver­nuft und der an­stand.

ei­ni­ge der fol­gen ka­men mir be­kannt vor und ich habe sie wahr­schein­lich ir­gend­wann, zu­min­dest in tei­len, in den 90ern im nacht­pro­gramm ge­se­hen. da die chro­no­lo­gie, zu­min­dest in der ers­ten staf­fel, eher un­wich­tig ist, auch wenn ei­ni­ge cha­rak­te­re ein paar fol­gen vor ih­rem auf­tritt auf­ge­baut wer­den, hat das zu­falls­se­hen im nacht­pro­gramm mei­nen gu­ten ein­druck von der se­rie in den 90er-jah­ren nicht trü­ben kön­nen. aber jetzt, so­zu­sa­gen zum wie­der­hol­ten male, alle fol­gen in der vor­ge­se­he­nen ord­nung, im eng­li­schen ori­gi­nal und in vol­ler län­ge ohne wer­be­un­ter­bre­chun­gen zu se­hen, war ein noch grös­se­res ver­gnü­gen.

die se­rie er­in­ner­te mich wie­der dar­an, war­um ich die star-trek-welt und ihre se­ri­en so sehr schät­ze. sie ver­fol­gen kon­se­quent ein po­si­ti­ves men­schen­bild und las­sen uns un­se­re welt, un­se­re ge­sell­schaft­li­chen pro­ble­me mit ei­nem ge­wis­sen abs­trak­ti­ons­grad re­flek­tie­ren. die par­al­le­len sind of­fen­sicht­lich, aber nicht platt. die card­as­sia­ner zei­gen par­al­len mit den deut­schen oder den ja­pa­nern, der wi­der­stand der ba­jo­ra­ner zeigt par­al­le­len zu wi­der­stands­be­we­gun­gen im na­hen os­ten oder dem be­setz­ten frank­reich, der re­li­giö­se fa­na­tis­mus ei­ni­ger ba­jo­ra­ner zeigt par­al­le­len zu anti-se­ku­lä­ren be­we­gun­gen in der gan­zen welt. ras­sis­mus, frei­heit und gren­zen der wis­sen­schaft, di­ver­si­tät, ge­rech­tig­keit, all das wird von fol­ge zu fol­ge de­ba­tiert. hört sich lang­wei­lig an: eine fern­seh­se­rie in der de­bat­ten zu se­hen sind, aber ich fin­de der ver­gleich passt. in den er­zäh­lun­gen der ein­zel­nen fol­gen wer­den im­mer min­des­tens zwei sei­ten ei­nes pro­blems ge­zeigt und im­mer der müh­sa­me pro­zess, zu ge­rech­ten und prak­ti­ka­blen lö­sun­gen zu kom­men. teil­wei­se, wie in der fol­ge pro­gress, wird auch kei­ne wirk­lich be­frie­di­gen­de lö­sung er­reicht, son­dern es wer­den die schwie­rig­kei­ten durch­ge­spielt, zwi­schen pflicht und mensch­lich­keit, ge­mein­wohl und ein­zel­in­ter­es­sen, ge­hor­sam und em­pa­thie ab­zu­wä­gen.

es gibt ge­rüch­te hin­wei­se dar­auf, dass do­nald trump schwie­rig­kei­ten zu le­sen habe, kla­re be­le­ge da­für, dass trump zu viel schrott­fern­se­hen zur mei­nungs­bil­dung schaut und ent­spre­chen­de ver­su­che von un­ter­neh­men, do­nald trump durch tar­ge­ted ad­ver­ti­sing im fern­se­hen zu be­ein­flus­sen. wür­de do­nald trump deep space nine bin­ge-gu­cken, wür­de mir die lage der welt wohl we­ni­ger sor­ge be­rei­ten, als mit sei­ner ge­wohn­heit müll-fern­se­hen zu gu­cken. al­len an­de­ren möch­te ich die se­rie aber auch zum wie­der- oder neu-gu­cken ans herz le­gen. läuft auf net­flix.


Ame­ri­can Sni­per

felix schwenzel in gesehen

scharf­schüt­zen- und pa­trio­ten-por­no. die kriegs­sze­nen sind bis ins letz­te de­tail scharf­ge­zeich­net, der rest ist weich­ge­zeich­net.


ame­ri­can sni­per

felix schwenzel in gesehen

scharf­schüt­zen- und pa­trio­ten-por­no. die kriegs­sze­nen sind bis ins letz­te de­tail scharf­ge­zeich­net, der rest ist weich­ge­zeich­net. (auf net­flix)


Fin­ding Do­ry

felix schwenzel in gesehen

okay­er film, kommt aber nicht mal an­satz­wei­se an den ers­ten teil ran. vi­su­ell ist das ni­veau mitt­ler­wei­le so gut wie fo­to­rea­lis­ti­schem hol­ly­wood­ni­veau — und lei­der auch vom et­was arg auf­ge­bre­zel­ten sto­ry­tel­ling her.


Ar­ri­val

felix schwenzel in gesehen

ein film, der al­les rich­tig macht.