23.03.2026

felix schwenzel in notiert

mor­gens war die son­ne schön. sie hat schö­nes ge­gen­licht und schö­ne schat­ten ge­macht.

eingang des goetheparks im gegenlicht. hinter den bäumen scheint die sonne und wirft scharf geschnittene schatten auf den boden.

abends „mer­cy“ zu­en­de ge­guckt und, naja … das war nicht schlecht, aber auch nicht gut.


was ich gut fand war ein ge­dan­ke, den ich beim früh­stück hat­te. mein ge­schmack, bzw. das was ich als le­cker emp­fin­de ist de­fi­ni­tiv eine mi­schung aus an­la­ge und er­fah­rung. wür­zig/sal­zig mach­te ich schon als kind sehr, sehr ger­ne. ge­le­gent­lich steck­te ich als kind mei­nen fin­ger in den salz­topf und leck­te ihn ab. das was das salz in mei­nem mund mach­te moch­te ich ger­ne. an­de­re ge­schmä­cker habe ich mir an­ge­eig­net. für vie­le ge­schmä­cker brauch­te ich jah­re, be­vor ich sie zu schät­zen wuss­te. bier, whis­ky, ro­sen­kohl. man­che ge­schmä­cker mag ich nicht we­gen des ge­schmacks, son­dern we­gen der er­in­ne­run­gen. süss­stoff zum bei­spiel. ei­gent­lich ein ek­li­ger ge­schmack, aber ich lie­be süss­stoff-ge­schmack mit quark. ei­gent­lich nur des­halb, weil ich als ju­gend­li­cher ge­le­gent­lich süss­stoff mit quark es­sen muss­te.

je­den­falls fiel mir heu­te auf, als ich mal wie­der kaf­fee mit so­ja­milch ha­fer­milch trank, dass ich den ge­schmack nicht mag. dann frag­te ich mich, war­um? und die ant­wort lau­tet wahr­schein­lich: weil er mich an nichts er­in­nert, was ich frü­her mal trank und vor al­lem, weil ich den ge­schmack von kaf­fee mit ha­fer­milch im­mer mit dem ge­schmack von kaf­fee mit kuh­milch ver­glei­che.

die idee die ich hat­te war, dass ich mir öf­ter mal er­in­ne­run­gen selbst in­ji­zie­ren müss­te. als jün­ge­rer mensch macht man das ja stän­dig aus­ver­se­hen, war­um nicht jetzt im et­was hö­he­ren al­ter mit ab­sicht?

mit an­de­ren wor­ten: ab jetzt ver­su­che ich kaf­fee mit ha­fer­milch als ei­nen ganz ei­ge­nen ge­schmack zu se­hen, der mich dar­an er­in­nert wie ich im märz 2026 über ge­schmacks- und er­in­ne­rungs-selbst-ma­ni­pu­la­ti­on nach­dach­te.


vi­de­os in den ma­the­ma­ti­sche grund­kon­zep­te er­klärt wer­den sehe ich un­heim­lich ger­ne. vor al­lem ve­ri­ta­si­um schüt­tet ei­nen ja ge­ren mit ma­the­ma­tik zu. heu­te habe ich die­ses vi­deo ge­se­hen und da­bei fiel mir auf, dass mei­ne ma­the­ma­ti­sche auf­merk­sam­keits­span­ne un­ge­fähr 10 mi­nu­ten be­trägt. dann schal­tet mein ge­hirn ab. das ist ca. 9,5 mi­nu­ten läm­ger als bei ju­ris­ti­schen tex­ten. und zwei stun­den und 50 mi­nu­ten kür­zer als bei tech­nik­the­men. wenn mir je­mand tech­nik er­klärt, kann ich min­des­tens drei stun­den auf­merk­sam­keit auf höchs­tem ni­veau hal­ten.

trotz mei­ner min­der­wer­ti­gen ma­the-auf­merk­sam­keits­psan­ne hab ich die­ses vi­deo bis mi­nu­te 36 ge­guckt. mor­gen schau ich es ge­ge­be­nen­falls zu­en­de.

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10 jah­re zig­bee (bei uns zu­hau­se)

felix schwenzel in artikel

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vor ziem­lich ge­nau 10 jah­ren habe ich die ers­ten bei­den hue LED-bir­nen ge­kauft. von den zwei bir­nen die da­mals im hue-star­ter­set wa­ren lebt eine noch und ist noch im ein­satz. die er­war­tun­gen an LED-leuch­ten lau­ten da­mals: 15 bis 20 jah­re le­bens­dau­er. in der pra­xis freue ich mich dar­über, dass eine von de­nen tat­säch­lich 10 jah­re hält. es zeigt sich lei­der, dass LED-bir­nen teil­wei­se ge­nau so schnell ka­putt­ge­hen (oder lan­ge hal­ten) wie die al­ten glüh­bir­nen. ent­we­der gibt das netz­teil, die ele­tro­nik und manch­mal auch das ge­häu­se auf.

trotz­dem be­reue ich nicht, die gan­ze woh­nung nicht nur auf LED um­ge­stellt zu ha­ben, son­dern zum gröss­ten teil auch auf zig­bee. seit dem ich vor sechs jah­ren die pro­prie­tä­ren hubs von ikea und hue weg­ge­schmis­sen habe und ei­nen ei­ge­nen hub mit zig­bee2mqtt be­trei­be, lässt sich das po­ten­zi­al von zig­bee auch voll aus­schhöp­fen. fum­me­lig und teil­wei­se bug­gy war es trotz­dem ge­le­gent­lich, vor al­lem fie­len im­mer wie­der die tol­len, klei­nen und güns­ti­gen xiao­mi und aqua­ra ge­rät­chen aus dem zig­bee netz und woll­ten neu ge­paart wer­den. aber auch die firm­ware mei­nes zig­bee-ko­or­di­na­tors, also mei­nes DIY-hubs (ein CC26x2R Launch­Pad) zick­te im­mer wie­der mal und hat­te bugs.

aber ins­ge­samt war zig­bee über die jah­re sta­bil, schnell, gut zu er­wei­tern und zu­frie­den­stel­lend. ins­ge­samt sind hier 88 ge­rä­te, da­von 39 bat­te­rie­be­trie­be­ne (sen­so­ren und schal­ter). aber als home as­sistant vor ein paar mo­na­ten ei­nen neu­en, selbst­enmt­wi­ckel­ten, of­fe­nen zig­bee-rou­ter (zbt-2) vor­stell­te, schlug ich zu. das ver­spre­chen von zu­kunfts­fä­hig­keit, ei­ner op­ti­mier­ten an­ten­ne, mo­derns­ter chip­sät­ze und gu­ter per­for­mance ge­fiel mir und bis­her hab ich gute er­fah­run­gen mit der hard­ware (der soft­ware so­wie­so) die home as­sistant baut ge­macht.

die mi­gra­ti­on vom al­ten „hub“ zum neu­en hub war lei­der sehr fum­me­lig, un­ter an­de­rem, weil ich mei­ne 80 ge­rä­te nicht alle neu an­ler­nen woll­te. am ende lief al­les, auch merk­lich sta­bi­ler, aber ein paar ei­gen­ar­ti­ge pro­ble­me blie­ben. so konn­te ich be­stimm­te ge­rä­te ein­fach nicht ins netz­werk hin­zu­fü­gen. der work­around war, dass ich die­se ge­rä­te dann in mein zweit zig­bee-netz hin­zu­füg­te, das ich seit ein paar jah­ren mit dem vor­gän­ger des zbt-2, dem sky-con­nect be­trieb. dort­hin hat­te ich da­mals alle xiao­mi und aqua­ra sen­so­ren aus­ge­la­gert, die im haupt­netz im­mer raus­fie­len, und im klei­nen son­der­netz kei­ne mu­cken mehr mach­ten. ins­ge­samt fand ich das un­be­frei­di­gend und weil ich die­ses wo­chen­en­de sturm­freie bude hat­te und licht­aus­fäl­le nicht be­schimpft wer­den wür­den, ent­schied ich mich mein haupt-zig­bee-netz neu auf­zu­span­nen.

den ers­ten test führ­te ich mit ei­ner jung­fräu­li­chen, frisch ge­on­boar­de­ten zig­bee2mqtt-in­stal­la­ti­on durch, ich wähl­te ei­nen we­ni­ger be­leg­ten zig­bee-ka­nal und schau­te ob die ge­rä­te die sich vor­her nicht joinen lies­sen jetzt dem netz­werk bei­tra­ten. dass sie es ta­ten war gleich­zei­tig eine gute und eine schlech­te nach­richt. jetzt konn­te ich um die 80 ge­rä­te ma­nu­ell hin­zu­fü­gen und neu kon­fi­gu­rie­ren und hät­te dann am ende ein feh­ler­lo­ses zig­bee-netz.

die gan­ze pro­ze­dur war dann wirk­lich sehr müh­sam, auch weil ich im home as­sistant vie­le der en­ti­ty-ids und na­men neu set­zen muss­te, aber an­de­rer­seits konn­te ich auch ein biss­chen auf­räu­men. tat­säch­lich, nach zwei ta­gen ar­beit, läuft das zig­bee-netz laut zig­bee2mqtt feh­ler­frei, die ein­zi­ge leuch­te die ge­le­gent­lich feh­ler­mel­dung im log ver­ur­sacht ist die 10 jah­re alte hue-bir­ne, die zu ih­rer ver­tei­di­gung aber auch in ei­nem me­tal­le­nen lam­pen­ge­häu­se steckt. an­sons­ten kei­ne feh­ler­mel­dun­gem, time­outs oder un­er­reich­ba­re ge­rä­te.

auch die bei­den neu­en ka­j­plats weiss­spek­trum bir­nen mit 1500 lu­men, die ich kürz­lich ge­kauft habe, sind jetzt im zig­bee-netz. die wer­den ei­gent­lich mit mat­ter aus­ge­lie­fert, spre­chen aber auch zig­bee. weil mein zbt-2 die aber nicht ins zig­be­e­netz auf­neh­men woll­te, habe ich die auch 2-4 wo­chen mit mat­ter be­trie­ben. das lief ei­gent­lich auch sehr gut, mat­ter re­agiert min­dens­tens so schnell wie zig­bee, sub­jek­tiv viel­leicht so­gar ei­nen ti­cken schnel­ler. was mat­ter aber noch fehlt ist eine brauch­ba­re grup­pie­rung auf netz­werk-ebe­ne. bei zig­bee kann man be­lie­big vie­le leuch­ten in eine zig­bee-grup­pe ste­cken und dann mit ei­nem ein­zi­gen broad­cast-be­fehl alle leuch­ten schal­ten, statt jede ein­zel­ne zu schal­ten. bei zwei, drei bir­nen ist das ei­gent­lich egal, aber es fühlt sich ein­fach bes­ser an, alle drei lam­pen im flur mit ei­nem ein­zi­gen be­fehl zu schal­ten und den weiss­wert zu set­zen, statt mit drei­en.

zwi­schen mat­ter und zig­bee kann man üb­ri­gens so um­schal­ten: erst mat­ter zu­rück­set­zen, in­dem man die bir­ne 6 mal aus- und an­schal­tet, da­nach zig­bee zu­rück­set­zen, bzw. in den ver­bin­dungs­mo­dus ver­set­zen mit 12 mal aus- und an­schal­ten.

ner­vig ist, dass von den 10 ver­schie­de­nen her­stel­lern von de­nen ich zig­bee-bir­nen be­sit­ze, je­der eine ei­ge­ne art hat die bir­nen zu re­set­ten, bzw. in den ver­bin­dungs­mo­dus zu ver­set­zen: mal, wie bei ikea, sechs­mal aus und an, manch­mal 5 mal je 5 se­kun­den aus und 5 se­kun­den an und man­che mu­ten ih­ren nut­zern so­gar kom­bi­na­tio­nen aus 5 se­kun­den und 2 se­kun­den schalt­se­quen­zen zu. zum glück gibt’s touch­link, zum bei­spiel mit der 10 jah­re al­ten hue fern­be­die­nung: wenn man die fern­be­die­nung an eine lam­pe hält und an- und aus-tas­ter 10 se­kun­den lang hält, re­set­ten die meis­ten lam­pen sich und ver­bin­den sich neu.

aus­ser­dem ge­lernt, die bin­dings mit de­nen man zum bei­spiel zig­bee-fern­be­die­nun­gen di­rekt mit ei­ner leuch­te ver­bin­den kann, so dass man die auch mit der fern­be­die­nung steu­ern kann, wenn das zig­bee-netz aus­ge­fal­len ist, die­se bin­dun­gen wer­den nicht in zig­bee2mqtt ge­spei­chert, son­dern in den ge­rä­ten selbst. man sieht die­se bin­dings zwar im zig­bee2mqtt-front­end, aber zig­bee2mqtt holt sich die info je­des mal aus dem ge­rä­te­spei­cher. das ist ein biss­chen scha­de, weil ich im­mer die vor­stel­lung hat­te, dass zig­bee2mqtt die­se info si­chert und wenn sie im ge­rät ver­lo­ren ge­hen soll­te, wie­der neu set­zen kann beim „re­kon­fi­gu­rie­ren“. is aber nicht so.

mein fa­zit lau­tet also: ich lie­be und has­se mein zig­bee-netz gleich­zei­tig. ei­ner­seits ist es (bis­her) zu 95% zu­ver­läs­sig ge­we­sen, aber die 5% pro­ble­me kos­ten im­mer noch zu viel zu viel zeit. ich hof­fe mit dem zbt-2 jetzt auf 99,9% zu­ver­läs­sig­keit. mat­ter ist be­reits sehr gut, aber noch nicht ganz so weit um da­mit gros­se net­ze zu ver­wal­ten. der teu­fel und die ar­bei­ten ste­cken da noch in vie­len klei­nen de­tails. bei­de, zig­bee und mat­ter sind des­halb toll, weil man sich da­mit zu 100% her­stel­ler­un­ab­hän­gig ma­chen kann. und al­lein des­halb über­wiegt mei­ne lie­be zu zig­bee — und in ein paar jah­ren si­cher auch zu mat­ter. 





epa­per restan­zei­ge

felix schwenzel in artikel

beim an­schau­en die­ses vi­de­os habe ich fol­gen­des wid­get ge­se­hen.

screenshot von marques brownlee review des „Nothing Phone 4A/Pro“. es zeigt ein widget das die prozentualen restzeiten des aktuellen tages, der woche, des monats und des jahres anzeigt.

so­was woll­te ich auch ha­ben. zu­nächst habe ich mir von cur­sor ein mark­down-wid­get für home as­sistant bau­en las­sen. das sah dann so aus.

markdown-wodget in meinem home assistant dashboard. es zeigt die prozentualen restzeiten des aktuellen tages, der woche, des monats, des jahres und meines lebens.

die zei­le mit dem le­ben nehm ich mög­li­cher­wei­se wie­der raus weil sie zu frus­tru­ie­rend ist. ich habe cur­sor mein ge­burts­da­tum ver­ra­ten und gehe für die sta­tis­tik da­von aus, dass ich 90 jah­re alt wer­de. da­von sind bald zwei drit­tel rum.

der code ist re­la­tiv über­schau­bar:

{% set dots = 28 %}
{% set mins_now = now().hour * 60 + now().minute %} {% set day_p = (mins_now / 1440 * 100) %} {% set week_p = (((now().weekday() * 1440) + mins_now) / (7 * 1440) * 100) %}
{% set next_month = (now().replace(day=28) + timedelta(days=4)).replace(day=1) %} {% set month_total = (next_month - timedelta(days=1)).day %} {% set month_p = (((now().day - 1) * 1440 + mins_now) / (month_total * 1440) * 100) %}
{% set year_total = 366 if now().year % 4 == 0 and (now().year % 100 != 0 or now().year % 400 == 0) else 365 %} {% set year_p = (((now().timetuple().tm_yday - 1) * 1440 + mins_now) / (year_total * 1440) * 100) %}
{% set life_start = as_timestamp('1969-03-16 00:00:00') %} {% set life_end = as_timestamp('2059-03-16 00:00:00') %} {% set life_now = as_timestamp(now()) %} {% set life_p_raw = ((life_now - life_start) / (life_end - life_start) * 100) %} {% set life_p = [0, [life_p_raw, 100] | min] | max %}
{% set weekdays = ['MONTAG','DI­ENS­TA­G','MITT­WO­CH','DON­NERS­TA­G','FREITAG','SAMSTAG','SONNTAG'] %} {% set months = ['JANUAR','FEBRUAR','MÄRZ','APRIL','MAI','JUNI','JULI','AUGUST','SEP­TEM­BER','OKTOBER','NO­VEM­BER','DE­ZEM­BER'] %}
{% set day_label = weekdays[now().weekday()] %} {% set week_label = 'WOCHE ' ~ now().iso­ca­len­dar().week %} {% set month_label = months[now().month - 1] %}
{%- macro bar(p, dots) -%} {%- set f = ((p / 100) * dots) | round(0, 'floor') | int -%} {{- ('●' * f) ~ ('·' * (dots - f)) -}} {%- endmacro -%}
<pre class="ntg">{{ '%-10s'|format(day_label) }} {{ bar(day_p, dots) }} {{ '%3d'|format(day_p|round(0)|int) }}%
{{ '%-10s'|format(week_label) }} {{ bar(week_p, dots) }} {{ '%3d'|format(week_p|round(0)|int) }}%
{{ '%-10s'|format(month_label) }} {{ bar(month_p, dots) }} {{ '%3d'|format(month_p|round(0)|int) }}%
{{ '%-10s'|format(now().year|string) }} {{ bar(year_p, dots) }} {{ '%3d'|format(year_p|round(0)|int) }}%
{{ '%-10s'|format('LEBEN') }} {{ bar(life_p, dots) }} {{ '%3d'|format(life_p|round(0)|int) }}%</pre>

aber dann fiel mir ein, dass ich noch ei­nen epa­per tag üb­rig habe, für den ich kei­ne be­son­ders gute ver­wen­dung habe. im flur und kin­der­zim­mer hän­gen tags die nütz­lich sind und das da­tum und das wet­ter an­zei­gen. der im flur hängt über ei­nem ipad, das be­reits das wet­ter und da­tum an­zeigt. jetzt zeigt es die rest­zei­ten des ta­ges, der wo­che, des mo­nats und des jah­res an. find ich gut. 

screenshot aus meinem home assistant dashbord. er zeigt die bilschirminhalte meiner drei epaper tags








ge­schen­ke

felix schwenzel

Am 16.03.2026 um 15:27 schrieb programme@re-publica.com: Liebe*r Felix Schwenzel, Vielen Dank für deine Einreichung für die re:publica 2026. Wir freuen uns sehr, dir mitzuteilen, dass deine Session „Die Welt ist scheisse — und das ist auch gut so“ für das Programm der #rp26 angenommen wurde!
zu­sa­ge

ich habe heu­te meh­re­re ge­schen­ke be­kom­men, über die ich mich sehr ge­freut habe.

eine email

Am 16.03.2026 um 15:27 schrieb pro­gram­me@re-pu­bli­ca.com:

Lie­be*r Fe­lix Schwen­zel,

Vie­len Dank für dei­ne Ein­rei­chung für die re:pu­bli­ca 2026.

Wir freu­en uns sehr, dir mit­zu­tei­len, dass dei­ne Ses­si­on "Die Welt ist scheis­se — und das ist auch gut so" für das Pro­gramm der #rp26 an­ge­nom­men wur­de!

hier hab ich vor zwei mo­na­ten mei­nen vor­trags­vor­schlag ver­öf­fent­lich. ne­ben der freu­de über­wiegt die furcht vor der ar­beit. ich fürch­te das be­deu­tet in den nächs­ten zwei mo­na­ten we­ni­ger fern­se­hen und mehr le­sen und schrei­ben.

neue firm­ware für un­se­ren staub­sau­ger

ge­fühl­te 10 jah­re nach der an­kün­di­gung hat drea­me un­se­rem x50 das mat­ter-up­date ge­schickt. das heisst un­ter an­de­rem, dass der staub­sau­ger jetzt auch na­tiv in der ap­ple home.app zu se­hen und zu steu­ern ist. das ging zwar auch schon vor­her mit der gross­ar­ti­gen drea­me-va­cu­um cus­tom com­po­nent, aber jetzt nen ti­cken ein­fa­cher und eben na­tiv.

ei­gent­lich ist der plan — wie bei al­ler gut ge­mach­ten heim­au­to­ma­ti­sie­rung — dass man von dem ge­rät gar nichts mit­be­kommt. wenn ich mor­gens auf den mor­gen­spa­zier­gang gehe und die bei­fah­re­rin noch im bett bleibt, fährt der ro­bo­ter los und putzt zu­erst die kü­che. wenn dann noch zeit ist, pro­biert er es im bad und wenn da die tür zu ist, den flur. so­bald ich nach hau­se kom­me oder die bei­fah­re­rin auf­steht, fährt er zu­rück in sei­ne sta­ti­on und macht sich sau­ber. das klappt so­weit auch ganz gut, aber manch­mal steht die bei­fah­re­rin ta­ge­lang frü­her auf und die kü­che ver­dreckt dann. wenn die bei­fah­re­rin rei­ni­gun­gen dann mal ma­nu­ell an­stos­sen woll­te, klapp­te das oft nur holp­rig, weil mei­ne ar­beits­an­wei­sun­gen (scrip­te) nicht im­mer ak­tu­ell wa­ren oder der drea­me und sei­ne KI ei­nen schlech­ten tag hat­ten.

mit dem neu­es­ten firm­ware­up­date (4.3.9_2199) sieht das nach ers­ten tests ganz gut aus. er scheint sich ein biss­chen selbst­si­che­rer in der woh­nung zu be­we­gen und scheint sich nicht so schnell von stö­run­gen aus dem kon­zept brin­gen zu las­sen. vor al­lem kann man aber jetzt auch eine rei­ni­gung di­rekt aus der home.app an­stos­sen.

und home as­sistant be­herrscht mitt­ler­wei­le bei mat­ter-fä­hi­gen sau­gern auch die raum­zu­ord­nung und so­gar die rei­ni­gung ein­zel­ner räu­me lässt sich mit ak­tio­nen mit mat­ter star­ten.

ein eher si­sy­pho­ses­ques ge­schenk, schenk­te mir ges­tern nacht die mat­ter-in­te­gra­ti­on von home as­sistant. die mat­ter in­te­gra­ti­on funk­tio­niert im prin­zip sehr zu­ver­läs­sig: do­cker con­tai­ner hoch­fah­ren, in­te­gra­ti­on hin­zu­fü­gen fer­tig. aber die teu­fel ste­cken wie im­mer im de­tail — oder ge­nau­er im netz­werk. wenn schon in der doku steht, dass es kom­pli­ziert ist, wird’s kom­pli­ziert:

Mat­ter is ba­sed on IPv6 link-lo­cal mul­ti­cast pro­to­cols and thus run­ning the Mat­ter Ser­ver (or de­ve­lo­ping it) is not as straight­for­ward as any other ap­pli­ca­ti­on, most­ly due to the bad shape of IPv6 sup­port in va­rious Li­nux dis­tri­bu­ti­ons, let alo­ne the IPv6 Neigh­bor Dis­co­very Pro­to­col, which is re­qui­red for Th­read.

nach­dem mei­ne (we­ni­gen) mat­ter ge­rä­te jetzt mo­na­te­lang sta­bil lie­fen, ver­schwan­den sie ges­tern nacht alle. die feh­ler­mel­dun­gen wa­ren kryp­tisch aber mei­ne co­ding as­sis­tenz schlug ir­gend­wann vor fol­gen­des auf dem do­cker-host zu ma­chen:

sudo sysctl -w net.ipv6.conf.eno1.accept_ra=1
sudo sysctl -w net.ipv6.conf.eno1.accept_ra_rt_info_max_plen=64

da­mit ging es dann wie­der.
und wenn’s funk­tio­niert, dann ist die­ses mat­ter schon toll!

ein buch

die bei­fah­re­rin hat mir ein selbst­ge­schrie­be­nes buch ge­schenkt. oder ge­nau­er, ei­nen aus­druck ei­ner län­ge­ren un­ter­hal­tung mit chatgpt um (ver­geb­lich) ein ge­schenk für mich zu fin­den. das ist sehr lus­tig, auch weil chatgpt im lau­fe der un­ter­hal­tung alle mög­li­chen sa­chen vor­schlägt, die ich schon lan­ge habe, ein cheap yel­low dis­play für wet­ter­an­zei­ge, e-pa­per dis­plays für sta­tus-an­zei­gen, esp-32 bas­tel­kits, mmw sen­so­ren, hard­ware but­tons für home as­sistant — oder „Mat­ter-fä­hi­ge Ge­rä­te (neu­er Smart-Home-Stan­dard)“.

ob­wohl, ein stream-deck mini hab ich noch nicht. 


un­fa­mi­li­ar

felix schwenzel in gesehen

promo-plakat für die deutsche netflix-serie unfamiliar

das ich das noch er­le­ben darf: eine deut­sche se­rie die ich er­tra­ge. ich glau­be das letz­te mal war das bei how to sell drugs on­line (fast). jetzt hat das un­fa­mi­li­ar (wie­der) auf net­flix ge­schafft. nach der ers­ten fol­ge war ich noch ein biss­chen skep­tisch, auch wenn die ge­schich­te und schau­spie­le­rei sich un­prä­ten­ti­ös ent­wi­ckel­ten und zum bei­spiel in den ers­ten 10 mi­nu­ten gar nicht ge­re­det wur­de. nach­dem ich das auf­ge­hübschte und ge­stelz­te ber­lin nach ei­ner fol­ge hi­jack schon nicht mehr er­tra­gen habe, ge­fällt mir wie un­fa­mi­li­ar ber­lin dar­stellt sehr gut. die se­rie taucht ber­lin zwar aus äs­the­ti­schen grün­den gröss­ten­teils in dun­kel­heit, aber trotz­dem las­sen sich die spiel­or­te gut er­ken­nen. teil­wei­se er­ken­ne ich die orte am sound. das wirkt al­les sehr gut in der rea­li­tät ver­wach­sen, auch wenn BND- und kran­ken­ak­ten ge­le­gent­lich auf eng­lisch ver­fasst sind. auch der rea­lis­mus der (dan­kens­wer­ter­wei­se eher sel­te­nen) prü­gel­sze­nen ist gut, also un­an­ge­nehm. wäh­rend ich bei prü­gel­sze­nen in ame­ri­ka­ni­schen block­bus­tern nur noch mit den schul­tern zu­cke oder vor­spu­le, em­pa­thi­sier­te ich in der gros­sen prü­gel­sze­ne in fol­ge eins sehr stark mit.

end­gül­tig hat mich die se­rie in fol­ge zwei ein­ge­fan­gen, in ei­ner sze­ne aus dem zug, mit ei­nem ori­gi­nal: „sänk you for trä­ve­ling wiz deut­sche baahn“

hier schaue ich ger­ne wei­ter. 



han­sis brot

felix schwenzel in rezensionen

han­sis brot in der ki­autschous­tras­se im spren­gel­kiez hat im­mer zu, wenn fri­da und ich beim mor­gen­spa­zier­gang dort vor­bei­kom­men. ges­tern muss­te ich die bei­fah­re­rin beim nach­mit­tags­spa­zier­gang ver­tre­ten und als wir am nach­mit­tag bei han­sis brot vor­bei­ka­men hat­te die bä­cke­rei noch of­fen.

lei­der gab es kein rog­gen­voll­korn­brot mehr, nach reif­li­cher über­le­gung habe ich mir dann ein din­kel-ha­fer brot mit­ge­nom­men. das hat 8 euro ge­kos­tet und ich muss­te schon ein biss­chen schlu­cken. die bio­lä­den in der um­ge­bung ha­ben die bro­te seit dem ukrai­ne krieg ein­fach klei­ner ge­macht um bei der preis­nen­nung die kun­den nicht zum schlu­cken zu brin­gen. aber han­sis bro­te se­hen wei­ter­hin ziem­lich gross aus und das din­kel-ha­fer brot wa­ren ei­gent­lich zwei klei­ne bro­te.

mit der er­war­tung, dass die bei­fah­re­rin mir an­ge­sichts des prei­ses den kopf wäscht kam ich nach­hau­se, aber sie fand das brot ge­nau­so le­cker wie ich. die kru­me war fluf­fig und feucht, die krus­te knusp­rig, aber nicht hart. die bei­fah­re­rin mein­te: „die acht euro ha­ben sich ge­lohnt.“ 



hafer dinkel brot von hansis brot. die krume ist fluffig und feucht, die kruste knusprig, aber nicht hart
ha­fer din­kel brot von han­sis brot
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mor­gen­spa­zier­gang 14.03.2026

felix schwenzel in bilder

heu­te vom wed­ding auf um­we­gen zur turm­stras­se ge­lau­fen. nach ei­ner kur­zen spiel­run­de im goe­the­park …

… über die put­litz­brü­cke durch den uni­onpark zur turm­stras­se.

auf dem weg nach­hau­se dann die­ses ar­ra­ge­ment ge­se­hen …

der kar­ton sah aus als sei er di­rekt aus den neun­zi­ger jah­ren auf den bord­stein ge­fal­len. das buch, ob­wohl es von 2022 ist, sieht aus als sei es ein klas­si­ker aus den spä­ten sieb­zi­gern der es in eine neun­zi­ger WG-bi­blio­thek ge­schafft hat.

und mal im ernst, wer ver­pes­tet denn heu­te noch sei­ne woh­nung mit fein­staub und russ aus pyro-ker­zen? 

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