epa­per restan­zei­ge

felix schwenzel in artikel

beim an­schau­en die­ses vi­de­os habe ich fol­gen­des wid­get ge­se­hen.

screenshot von marques brownlee review des „Nothing Phone 4A/Pro“. es zeigt ein widget das die prozentualen restzeiten des aktuellen tages, der woche, des monats und des jahres anzeigt.

so­was woll­te ich auch ha­ben. zu­nächst habe ich mir von cur­sor ein mark­down-wid­get für home as­sistant bau­en las­sen. das sah dann so aus.

markdown-wodget in meinem home assistant dashboard. es zeigt die prozentualen restzeiten des aktuellen tages, der woche, des monats, des jahres und meines lebens.

die zei­le mit dem le­ben nehm ich mög­li­cher­wei­se wie­der raus weil sie zu frus­tru­ie­rend ist. ich habe cur­sor mein ge­burts­da­tum ver­ra­ten und gehe für die sta­tis­tik da­von aus, dass ich 90 jah­re alt wer­de. da­von sind bald zwei drit­tel rum.

der code ist re­la­tiv über­schau­bar:

{% set dots = 28 %}
{% set mins_now = now().hour * 60 + now().minute %} {% set day_p = (mins_now / 1440 * 100) %} {% set week_p = (((now().weekday() * 1440) + mins_now) / (7 * 1440) * 100) %}
{% set next_month = (now().replace(day=28) + timedelta(days=4)).replace(day=1) %} {% set month_total = (next_month - timedelta(days=1)).day %} {% set month_p = (((now().day - 1) * 1440 + mins_now) / (month_total * 1440) * 100) %}
{% set year_total = 366 if now().year % 4 == 0 and (now().year % 100 != 0 or now().year % 400 == 0) else 365 %} {% set year_p = (((now().timetuple().tm_yday - 1) * 1440 + mins_now) / (year_total * 1440) * 100) %}
{% set life_start = as_timestamp('1969-03-16 00:00:00') %} {% set life_end = as_timestamp('2059-03-16 00:00:00') %} {% set life_now = as_timestamp(now()) %} {% set life_p_raw = ((life_now - life_start) / (life_end - life_start) * 100) %} {% set life_p = [0, [life_p_raw, 100] | min] | max %}
{% set weekdays = ['MONTAG','DI­ENS­TA­G','MITT­WO­CH','DON­NERS­TA­G','FREITAG','SAMSTAG','SONNTAG'] %} {% set months = ['JANUAR','FEBRUAR','MÄRZ','APRIL','MAI','JUNI','JULI','AUGUST','SEP­TEM­BER','OKTOBER','NO­VEM­BER','DE­ZEM­BER'] %}
{% set day_label = weekdays[now().weekday()] %} {% set week_label = 'WOCHE ' ~ now().iso­ca­len­dar().week %} {% set month_label = months[now().month - 1] %}
{%- macro bar(p, dots) -%} {%- set f = ((p / 100) * dots) | round(0, 'floor') | int -%} {{- ('●' * f) ~ ('·' * (dots - f)) -}} {%- endmacro -%}
<pre class="ntg">{{ '%-10s'|format(day_label) }} {{ bar(day_p, dots) }} {{ '%3d'|format(day_p|round(0)|int) }}%
{{ '%-10s'|format(week_label) }} {{ bar(week_p, dots) }} {{ '%3d'|format(week_p|round(0)|int) }}%
{{ '%-10s'|format(month_label) }} {{ bar(month_p, dots) }} {{ '%3d'|format(month_p|round(0)|int) }}%
{{ '%-10s'|format(now().year|string) }} {{ bar(year_p, dots) }} {{ '%3d'|format(year_p|round(0)|int) }}%
{{ '%-10s'|format('LEBEN') }} {{ bar(life_p, dots) }} {{ '%3d'|format(life_p|round(0)|int) }}%</pre>

aber dann fiel mir ein, dass ich noch ei­nen epa­per tag üb­rig habe, für den ich kei­ne be­son­ders gute ver­wen­dung habe. im flur und kin­der­zim­mer hän­gen tags die nütz­lich sind und das da­tum und das wet­ter an­zei­gen. der im flur hängt über ei­nem ipad, das be­reits das wet­ter und da­tum an­zeigt. jetzt zeigt es die rest­zei­ten des ta­ges, der wo­che, des mo­nats und des jah­res an. find ich gut. 

screenshot aus meinem home assistant dashbord. er zeigt die bilschirminhalte meiner drei epaper tags








ge­schen­ke

felix schwenzel

Am 16.03.2026 um 15:27 schrieb programme@re-publica.com: Liebe*r Felix Schwenzel, Vielen Dank für deine Einreichung für die re:publica 2026. Wir freuen uns sehr, dir mitzuteilen, dass deine Session „Die Welt ist scheisse — und das ist auch gut so“ für das Programm der #rp26 angenommen wurde!
zu­sa­ge

ich habe heu­te meh­re­re ge­schen­ke be­kom­men, über die ich mich sehr ge­freut habe.

eine email

Am 16.03.2026 um 15:27 schrieb pro­gram­me@re-pu­bli­ca.com:

Lie­be*r Fe­lix Schwen­zel,

Vie­len Dank für dei­ne Ein­rei­chung für die re:pu­bli­ca 2026.

Wir freu­en uns sehr, dir mit­zu­tei­len, dass dei­ne Ses­si­on "Die Welt ist scheis­se — und das ist auch gut so" für das Pro­gramm der #rp26 an­ge­nom­men wur­de!

hier hab ich vor zwei mo­na­ten mei­nen vor­trags­vor­schlag ver­öf­fent­lich. ne­ben der freu­de über­wiegt die furcht vor der ar­beit. ich fürch­te das be­deu­tet in den nächs­ten zwei mo­na­ten we­ni­ger fern­se­hen und mehr le­sen und schrei­ben.

neue firm­ware für un­se­ren staub­sau­ger

ge­fühl­te 10 jah­re nach der an­kün­di­gung hat drea­me un­se­rem x50 das mat­ter-up­date ge­schickt. das heisst un­ter an­de­rem, dass der staub­sau­ger jetzt auch na­tiv in der ap­ple home.app zu se­hen und zu steu­ern ist. das ging zwar auch schon vor­her mit der gross­ar­ti­gen drea­me-va­cu­um cus­tom com­po­nent, aber jetzt nen ti­cken ein­fa­cher und eben na­tiv.

ei­gent­lich ist der plan — wie bei al­ler gut ge­mach­ten heim­au­to­ma­ti­sie­rung — dass man von dem ge­rät gar nichts mit­be­kommt. wenn ich mor­gens auf den mor­gen­spa­zier­gang gehe und die bei­fah­re­rin noch im bett bleibt, fährt der ro­bo­ter los und putzt zu­erst die kü­che. wenn dann noch zeit ist, pro­biert er es im bad und wenn da die tür zu ist, den flur. so­bald ich nach hau­se kom­me oder die bei­fah­re­rin auf­steht, fährt er zu­rück in sei­ne sta­ti­on und macht sich sau­ber. das klappt so­weit auch ganz gut, aber manch­mal steht die bei­fah­re­rin ta­ge­lang frü­her auf und die kü­che ver­dreckt dann. wenn die bei­fah­re­rin rei­ni­gun­gen dann mal ma­nu­ell an­stos­sen woll­te, klapp­te das oft nur holp­rig, weil mei­ne ar­beits­an­wei­sun­gen (scrip­te) nicht im­mer ak­tu­ell wa­ren oder der drea­me und sei­ne KI ei­nen schlech­ten tag hat­ten.

mit dem neu­es­ten firm­ware­up­date (4.3.9_2199) sieht das nach ers­ten tests ganz gut aus. er scheint sich ein biss­chen selbst­si­che­rer in der woh­nung zu be­we­gen und scheint sich nicht so schnell von stö­run­gen aus dem kon­zept brin­gen zu las­sen. vor al­lem kann man aber jetzt auch eine rei­ni­gung di­rekt aus der home.app an­stos­sen.

und home as­sistant be­herrscht mitt­ler­wei­le bei mat­ter-fä­hi­gen sau­gern auch die raum­zu­ord­nung und so­gar die rei­ni­gung ein­zel­ner räu­me lässt sich mit ak­tio­nen mit mat­ter star­ten.

ein eher si­sy­pho­ses­ques ge­schenk, schenk­te mir ges­tern nacht die mat­ter-in­te­gra­ti­on von home as­sistant. die mat­ter in­te­gra­ti­on funk­tio­niert im prin­zip sehr zu­ver­läs­sig: do­cker con­tai­ner hoch­fah­ren, in­te­gra­ti­on hin­zu­fü­gen fer­tig. aber die teu­fel ste­cken wie im­mer im de­tail — oder ge­nau­er im netz­werk. wenn schon in der doku steht, dass es kom­pli­ziert ist, wird’s kom­pli­ziert:

Mat­ter is ba­sed on IPv6 link-lo­cal mul­ti­cast pro­to­cols and thus run­ning the Mat­ter Ser­ver (or de­ve­lo­ping it) is not as straight­for­ward as any other ap­pli­ca­ti­on, most­ly due to the bad shape of IPv6 sup­port in va­rious Li­nux dis­tri­bu­ti­ons, let alo­ne the IPv6 Neigh­bor Dis­co­very Pro­to­col, which is re­qui­red for Th­read.

nach­dem mei­ne (we­ni­gen) mat­ter ge­rä­te jetzt mo­na­te­lang sta­bil lie­fen, ver­schwan­den sie ges­tern nacht alle. die feh­ler­mel­dun­gen wa­ren kryp­tisch aber mei­ne co­ding as­sis­tenz schlug ir­gend­wann vor fol­gen­des auf dem do­cker-host zu ma­chen:

sudo sysctl -w net.ipv6.conf.eno1.accept_ra=1
sudo sysctl -w net.ipv6.conf.eno1.accept_ra_rt_info_max_plen=64

da­mit ging es dann wie­der.
und wenn’s funk­tio­niert, dann ist die­ses mat­ter schon toll!

ein buch

die bei­fah­re­rin hat mir ein selbst­ge­schrie­be­nes buch ge­schenkt. oder ge­nau­er, ei­nen aus­druck ei­ner län­ge­ren un­ter­hal­tung mit chatgpt um (ver­geb­lich) ein ge­schenk für mich zu fin­den. das ist sehr lus­tig, auch weil chatgpt im lau­fe der un­ter­hal­tung alle mög­li­chen sa­chen vor­schlägt, die ich schon lan­ge habe, ein cheap yel­low dis­play für wet­ter­an­zei­ge, e-pa­per dis­plays für sta­tus-an­zei­gen, esp-32 bas­tel­kits, mmw sen­so­ren, hard­ware but­tons für home as­sistant — oder „Mat­ter-fä­hi­ge Ge­rä­te (neu­er Smart-Home-Stan­dard)“.

ob­wohl, ein stream-deck mini hab ich noch nicht. 


un­fa­mi­li­ar

felix schwenzel in gesehen

promo-plakat für die deutsche netflix-serie unfamiliar

das ich das noch er­le­ben darf: eine deut­sche se­rie die ich er­tra­ge. ich glau­be das letz­te mal war das bei how to sell drugs on­line (fast). jetzt hat das un­fa­mi­li­ar (wie­der) auf net­flix ge­schafft. nach der ers­ten fol­ge war ich noch ein biss­chen skep­tisch, auch wenn die ge­schich­te und schau­spie­le­rei sich un­prä­ten­ti­ös ent­wi­ckel­ten und zum bei­spiel in den ers­ten 10 mi­nu­ten gar nicht ge­re­det wur­de. nach­dem ich das auf­ge­hübschte und ge­stelz­te ber­lin nach ei­ner fol­ge hi­jack schon nicht mehr er­tra­gen habe, ge­fällt mir wie un­fa­mi­li­ar ber­lin dar­stellt sehr gut. die se­rie taucht ber­lin zwar aus äs­the­ti­schen grün­den gröss­ten­teils in dun­kel­heit, aber trotz­dem las­sen sich die spiel­or­te gut er­ken­nen. teil­wei­se er­ken­ne ich die orte am sound. das wirkt al­les sehr gut in der rea­li­tät ver­wach­sen, auch wenn BND- und kran­ken­ak­ten ge­le­gent­lich auf eng­lisch ver­fasst sind. auch der rea­lis­mus der (dan­kens­wer­ter­wei­se eher sel­te­nen) prü­gel­sze­nen ist gut, also un­an­ge­nehm. wäh­rend ich bei prü­gel­sze­nen in ame­ri­ka­ni­schen block­bus­tern nur noch mit den schul­tern zu­cke oder vor­spu­le, em­pa­thi­sier­te ich in der gros­sen prü­gel­sze­ne in fol­ge eins sehr stark mit.

end­gül­tig hat mich die se­rie in fol­ge zwei ein­ge­fan­gen, in ei­ner sze­ne aus dem zug, mit ei­nem ori­gi­nal: „sänk you for trä­ve­ling wiz deut­sche baahn“

hier schaue ich ger­ne wei­ter. 



han­sis brot

felix schwenzel in rezensionen

han­sis brot in der ki­autschous­tras­se im spren­gel­kiez hat im­mer zu, wenn fri­da und ich beim mor­gen­spa­zier­gang dort vor­bei­kom­men. ges­tern muss­te ich die bei­fah­re­rin beim nach­mit­tags­spa­zier­gang ver­tre­ten und als wir am nach­mit­tag bei han­sis brot vor­bei­ka­men hat­te die bä­cke­rei noch of­fen.

lei­der gab es kein rog­gen­voll­korn­brot mehr, nach reif­li­cher über­le­gung habe ich mir dann ein din­kel-ha­fer brot mit­ge­nom­men. das hat 8 euro ge­kos­tet und ich muss­te schon ein biss­chen schlu­cken. die bio­lä­den in der um­ge­bung ha­ben die bro­te seit dem ukrai­ne krieg ein­fach klei­ner ge­macht um bei der preis­nen­nung die kun­den nicht zum schlu­cken zu brin­gen. aber han­sis bro­te se­hen wei­ter­hin ziem­lich gross aus und das din­kel-ha­fer brot wa­ren ei­gent­lich zwei klei­ne bro­te.

mit der er­war­tung, dass die bei­fah­re­rin mir an­ge­sichts des prei­ses den kopf wäscht kam ich nach­hau­se, aber sie fand das brot ge­nau­so le­cker wie ich. die kru­me war fluf­fig und feucht, die krus­te knusp­rig, aber nicht hart. die bei­fah­re­rin mein­te: „die acht euro ha­ben sich ge­lohnt.“ 



hafer dinkel brot von hansis brot. die krume ist fluffig und feucht, die kruste knusprig, aber nicht hart
ha­fer din­kel brot von han­sis brot
★ ★ ★ ★ ★

mor­gen­spa­zier­gang 14.03.2026

felix schwenzel in bilder

heu­te vom wed­ding auf um­we­gen zur turm­stras­se ge­lau­fen. nach ei­ner kur­zen spiel­run­de im goe­the­park …

… über die put­litz­brü­cke durch den uni­onpark zur turm­stras­se.

auf dem weg nach­hau­se dann die­ses ar­ra­ge­ment ge­se­hen …

der kar­ton sah aus als sei er di­rekt aus den neun­zi­ger jah­ren auf den bord­stein ge­fal­len. das buch, ob­wohl es von 2022 ist, sieht aus als sei es ein klas­si­ker aus den spä­ten sieb­zi­gern der es in eine neun­zi­ger WG-bi­blio­thek ge­schafft hat.

und mal im ernst, wer ver­pes­tet denn heu­te noch sei­ne woh­nung mit fein­staub und russ aus pyro-ker­zen? 

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aus­ge­dach­te aka­de­mie, selbst­ge­stell­te pro­ble­me, us­lar le­sen, vor­bil­der selbst ma­len

felix schwenzel in notiert

mir ist auf­ge­fal­len, dass ich das, was man heu­te ger­ne vibe co­ding nennt, schon seit jahr­zehn­ten ma­che. näm­lich an pro­ble­me mit we­nig ah­nung, aber ei­nem aus­ge­präg­ten ge­fühl für ei­nen lö­sungs­an­satz ran­ge­hen und so­lan­ge an der lö­sung den­geln, bis das pro­blem ge­löst ist oder es so funk­tio­niert wie ich mir das vor­her vor­ge­stellt habe.

schon die ers­ten ver­sio­nen die­ser web­site habe ich durch­ge­hend mit frem­der pro­gram­mier­hil­fe selbst ge­baut. weil es da­mals kei­ne LLMs gab, die ihr an­ge­le­se­nes wis­sen mit mir tei­len, muss­te ich da­mals selbst auf das wis­sen an­de­rer men­schen mit mehr ah­nung zu­rück­grei­fen. de­ren wis­sen muss­te ich mir frü­her müh­sam selbst zu­sam­men­su­chen, meis­tens in­dem ich mei­ne fra­gen in stich­wor­te auf­teil­te und mich dann schritt für schritt ei­ner lö­sung ent­ge­gen­han­gel­te.

an der ers­ten in­kar­na­ti­on die­ser web­site habe ich so um die 15 oder 20 jah­re lang ge­schraubt, bis sie den funk­ti­ons­um­fang hat­te, den ich mir vor­ge­stellt habe. mitt­ler­wei­le hat der funk­ti­ons­um­fang nach dem neu­start die­ser web­site, mei­ner ein­schät­zung nach, wie­der das ni­veau des vor­gän­gers er­reicht — in we­ni­ger als ei­nem jahr. die­ses mal ging es zwar schnel­ler, aber ehr­lich­ge­sagt schät­ze ich dass die qua­li­tät des­sen was hin­ten raus­ge­kom­men ist um ein viel­fa­ches bes­ser ist als die vor­gän­ger-ver­sio­nen.

ich höre schon die rufe: das ist dann aber kein war­tungs­freund­li­cher code und wür­de dann ant­wor­ten: stimmt. aber dar­um geht’s gar nicht. die im­per­fek­ti­on, die zwi­schen­lö­sung, der weg ist das ziel.

in kath­rin pas­sigs klap­pen­text zu „we­ni­ger schlecht pro­gram­mie­ren“ wird nils bohr zi­tiert:

Ein Ex­per­te ist je­mand, der auf ei­nem Spe­zi­al­ge­biet alle denk­ba­ren Feh­ler be­reits ge­macht hat.

wie lang­wei­lig wäre das denn, wenn ich mich nicht mehr in die lö­sung selbst­ge­stell­ter und selbst­ge­mach­ter pro­ble­me knien könn­te? mög­li­cher­wei­se kann man das mit dem berg­stei­gen ver­glei­chen: es geht nicht dar­um die ber­ge fla­cher oder steig­freund­lich zu ma­chen, son­dern mög­lichst im­mer stei­le­re ber­ge zu fin­den. es geht we­ni­ger dar­um pro­ble­me zu lö­sen, als im­mer wie­der neue pro­ble­me zu fin­den und die ar­beit an ih­rer lö­sung zu ge­nies­sen und die ber­ge un­ter­wegs bes­ser ken­nen zu ler­nen. ich rol­le den stein im­mer wie­der berg­auf, nicht weil mich die göt­ter dazu ver­ur­teilt ha­ben, son­dern weil ich den stein ger­ne berg­auf­wärts rol­le und berg­ab­rol­len lang­wei­lig wäre.


jo­han­nes weist dar­auf hin, dass mo­ritz von us­lar re­gel­mäs­sig ins in­ter­net schreibt. liest sich gut:

(12.03.2026) Eri­ka Tho­m­al­la hat­te ei­nen al­ten Text von Chris­ti­an Kracht vor­ge­le­sen, 1994 in der Zeit­schrift Tem­po er­schie­nen, The­ma: ein Por­trät des da­ma­li­gen SPD-Kanz­ler­kan­di­da­ten Ru­dolf Schar­ping (das ist der, der zu­rück­tre­ten muss­te, weil er für Bun­te mit ei­ner Grä­fin in ei­nem Pool plan­schen war). Der Text, ganz nor­mal vor­ge­le­sen, lös­te so­fort Be­klem­mung, Rat­lo­sig­keit, dann auch: Ent­set­zen aus, im Pu­bli­kum wie bei uns auf der Büh­ne. Es war Pop­jour­na­lis­mus pur, die da­mals ab­so­lut als toll emp­fun­de­ne Mi­schung aus Ul­tra-Sno­bis­mus, ja, auch Men­schen­ver­ach­tung, klar, (hier eher: Schar­ping-Ver­ach­tung), ir­rem Rum­ge­la­ber auf Sei­ten­we­gen (in die­sem Kracht-Text: das Deut­sche an sich, schwe­re Ar­beit, schwer Bö­den, Bäue­rin­nen mit gro­ßen Brüs­ten, hä?) und ein paar sehr di­rek­ten, gut sit­zen­den Kil­ler­sät­zen.


ben_ zählt män­ner­vor­bil­der auf. muss ich glau­be ich noch­mal drü­ber nach­den­ken, aber spon­tan wür­de ich sa­gen: vor­bil­der hat­te ich nie. es gab im­mer ei­ni­ge men­schen, die ich gut oder in­ter­es­sant fand, de­ren ver­hal­ten oder de­ren art ich in be­stimm­ten si­tua­tio­nen auch mal nach­ah­men wür­de. prä­gen­der wa­ren men­schen die mich dazu brach­ten be­stimm­te din­ge nicht zu tun, de­ren ver­hal­ten oder de­ren art ich un­ter kei­nen um­stän­den re­pli­zie­ren wol­len wür­de. ich woll­te auch nie zu ei­ner grup­pe ge­hö­ren, aber da­für habe ich im­mer wie­der in­ter­es­se an grup­pen ent­wi­ckelt, die ich ger­ne mal ken­nen­ler­nen wür­de oder ger­ne aus der nähe be­ob­ach­ten wür­de.

viel mehr als vor­bil­der ha­ben mich fra­gen be­schäf­tigt: wie will ich sein, wie will ich mich ver­hal­ten, was will ich kön­nen, was brau­che ich nicht, wie löse ich das nächs­te pro­blem?

ich er­in­ne­re mich dar­an, ir­gend­wann in den acht­zi­ger jah­ren im fern­se­hen ei­nen sehr al­ten mann ge­se­hen zu ha­ben, der ganz an­ders war als alle an­de­ren al­ten men­schen, die ich bis da­hin kann­te. der alte mann, der viel­leicht gar nicht mal so alt war, aber auf mein 14 oder 15 jäh­ri­ges ich sehr alt wirk­te, stach des­halb her­vor, weil er be­sch­ei­den, klug, neu­gie­rig, po­si­tiv, wach, in­ter­es­si­ert, eu­pho­risch und der zu­kunft zu­ge­wandt schien. die al­ten men­schen die ich bis da­hin kann­te leb­ten gröss­ten­teils in der ver­gan­gen­heit (oder er­zähl­ten gröss­ten­teils ge­schich­ten aus ih­rer ver­gan­gen­heit), fan­den die mo­der­ne welt nicht be­son­ders gut, zeig­ten kaum neu­gier, wa­ren grum­py und sta­chen nicht ge­ra­de durch klug­heit her­vor.

selbst ein al­ter mann zu wer­den schien mir an­ge­sichts der al­ten men­schen die ich da­mals kann­te nicht be­son­ders er­stre­bens­wert. bis ich die­sen ei­gen­ar­ti­gen al­ten mann im fern­se­hen sah. ich weiss bis heu­te nicht wer der alte mann war und ob ich mir heu­te mehr dazu zu­recht­rei­me als da­mals, aber die­sen men­schen wür­de ich durch­aus als vor­bild be­zeich­nen, auch wenn ich mir auch die­ses vor­bild, wie die meis­ten an­de­ren vor­bil­der, wohl vor al­lem selbst aus­ge­malt habe.


eben hab ich das staf­fel­en­de von star­fleet aca­de­my ge­guckt. das war wie­der fast un­er­träg­lich. im­mer­hin ha­ben sie ein zi­tat ge­bracht, das mich zum mit­schrei­ben in­spi­rier­te. man kann das zi­tat aus cap­tain nahla akes schluss­plä­doy­er — oder das gan­ze fi­na­le — auch als kom­men­tar zur po­li­ti­schen lage in den USA le­sen:

you never grew up. and it got us right here. so the ques­ti­ons i’d ask all the­se peo­p­le wat­ching: is this the per­son you want to fol­low into the fu­ture? an an­gry child with his fin­ger on the trig­ger, who­se en­ti­re world­view is ba­sed on a lie?

ste­ven col­bert, der den elek­tri­schen KI-de­kan aus der PA ge­spro­chen hat, wird sich viel­leicht auch drü­ber ge­freut ha­ben. 



kir­by­b­log­ger

felix schwenzel in notiert

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mir fiel auf, dass mitl­ler­wei­le doch ein paar leu­te mit kir­by blog­gen, also dach­te ich: mach mal ne lis­te.

schon seit ewig­kei­ten schei­nen mir chris­toph und phil­ipp mit kir­by un­ter­wegs zu sein. phil­ipps knus­per­ma­gi­er.de hat mir je­den­falls da­mals bei mei­ner ent­sch­ei­dung auf kir­by zu wech­seln ge­hol­fen. chris­toph und phil­ipp blog­gen un­re­gel­mäs­sig, aber ich freue mich im­mer wenn bei ih­nen et­was neu­es auf­taucht.

hei­ko hat vor ein paar wo­chen rü­ber­ge­macht, zu kir­by, von word­press. des­halb lese ich ihn jetzt noch lie­ber, na­tür­lich auch per rss, auch weil er sei­ne rss-le­sen­den gut be­han­delt.

mau­rice hat mir auch sehr ge­hol­fen auf kir­by um­zu­stei­gen, nicht zu­letzt we­gen sei­ner gross­ar­ti­gen plug­ins. viel ge­lernt habe ich auch beim me­di­en­bä­cker tho­mas, auch wenn er nicht klas­sisch bloggt, aber doch re­gel­mäs­sig ar­ti­kel ver­öf­fent­licht (auch per RSS) die ich sehr ger­ne lese. das reicht um sich bei mir als blog­ger zu qua­li­fi­zie­ren.

bas­ti­an, der im haupt­be­ruf kir­by baut, qua­li­fi­ziert sich per RSS auch als blog­ger, auch wenn der letz­te ar­ti­kel von vor zwei jah­ren ist.

ich habe mei­ne bloggrol­le auf der rück­sei­te um die kir­by-blogs er­wei­tert und falls ich le­sens­wer­te kir­by-blog­gen­de über­se­hen habe, sags mir. 

nach­trag 14.03.2026: prae­gnanz.de na­tür­lich auch.
nach­trag 06.10.2026: pfo­ten­hau­er auch.



hand­auf­le­gen, se­ri­en, lan­ge­wei­le, bü­cher und kar­tons

felix schwenzel in artikel

ges­tern habe ich ein vi­deo ge­se­hen, in dem ge­sagt wur­de, das men­schen und hun­de bein ge­mein­sa­men schlaf in ei­nem bett ihre herz­fre­quenz­va­ria­bi­li­tät (HRV) syn­chro­ni­sie­ren. ob­wohl sich hun­de und men­schen im bett nachts stän­dig ge­gen­sei­tig kurz we­cken, stei­ge trotz­dem die sub­jek­ti­ve schlaf­qua­li­tät.

fri­da lässt sich das na­tür­lich nicht neh­men in un­se­ren bet­ten zu schla­fen, egal ob wir im bett sind oder nicht. aber be­son­ders ger­ne liegt sie na­tür­lich im bett, wenn ei­ner von uns auch drin liegt.

tags­über liegt sie ger­ne bei der bei­fah­re­rin im wohn­zim­mer auf der couch, wäh­rend ich im home of­fice ne­ben­an ar­bei­te. aus­ser wäh­rend mei­ner täg­li­chen ca. 30 mi­nu­ten mi­t­ags­schlaf. die möch­te sie un­be­dingt bei mir ver­brin­gen. das ri­tu­al ist im­mer das glei­che. ich lege mich ge­gen 12 uhr in bett, sie kommt aus dem wohn­zim­mer ge­da­ckelt ge­pu­delt, springt aufs bett, prüft wie ich aus dem mund rie­che und legt sich dann, mit kon­takt zu mei­nen bei­nen, ans fus­sen­de.

ich schla­fe im­mer gut ein wenn ich mich ins bett lege, egal ob mit­tags oder abends oder spät nachts. aber wenn fri­da ne­ben mir liegt, schla­fe ich noch schnel­ler ein. es ist in der tat er­staun­lich, was für ei­nen be­ru­hi­gen­den ef­fekt ein hund am bein hat. und laut der stu­di­en, die das vi­deo zi­tiert, be­ruht das wohl auf ge­gen­sei­tig­keit. es ist als wür­de man sich ge­gen­sei­tig eine hand auf­le­gen, mit dem un­ter­schied, dass auf­ge­leg­te hän­de sich spä­tens nach 3 mi­nu­ten un­an­ge­nehm oder un­ge­müt­lich an­füh­len. noch er­staun­li­cher, wenn fri­da das bett ver­lässt, zum bei­spiel weil die bei­fah­re­rin sich es­sen macht und sie prü­fen möch­te was es gibt und ob et­was für sie ab­fal­len könn­te, bleibt das ge­fühl, dass fri­da an mei­nem fus­sen­de liegt, wie ein ab­druck be­stehen.


ich fra­ge mich in den letz­ten ta­gen: was ist es ei­gent­lich, was mich in fern­seh­se­ri­en rein­zieht? oder an­ders­rum ge­fragt, war­um lang­wei­len mich die zwei­ten staf­feln man­cher se­ri­en so sehr? ich hab die tage mit der zwei­ten staf­fel the night ma­na­ger an­ge­fan­gen und mä­kel­te in­ner­lich die gan­ze zeit dar­an rum. zwei fol­gen hab ich ge­schafft, mehr geht glau­be ich nicht.

die ers­te fol­ge der zwei­ten staf­fel hi­jack spielt in ber­lin, was mich 2 mi­nu­ten lang ge­freut hat, bis es dann pein­lich wur­de, weil nichts was man dort sieht, mit dem über­ein­stimmt, was ich selbst so in ber­lin sehe oder er­le­be.

die ant­wort auf die rhe­to­ri­sche fra­ge, die ich mir selbst ge­stellt habe, scheint pa­ra­dox, aber viel­leicht ist was dran: wenn ich die ers­te fol­ge ei­ner se­rie an­se­he und al­les was ich sehe ein biss­chen lang­wei­lig ist, weckt das un­ter um­stän­den (vor al­lem wenn die se­rie nicht zu bil­lig aus­sieht) mein in­ter­es­se. ich glau­be wenn eine se­rie zu am­bi­tio­niert und be­müht an­fängt, ent­wick­le ich so­fort wi­der­wil­len. wenn ich hin­ge­gen nor­ma­le leu­te sehe und das was sie ma­chen und was ih­nen pas­siert nach­voll­zie­bar ist, weckt das mein in­ter­es­se (wenn die se­rie nicht zu bil­lig aus­sieht). und tat­säch­lich ist das mög­lich­wei­se die grund­la­ge von gu­tem ge­schich­ten­er­zäh­len. das funk­tio­niert nur, wenn ich mich mit den prot­ago­nis­ten iden­ti­fi­zie­ren kann und da­für braucht es erst­mal nor­ma­li­tät.

id­ris elba als sam nel­son ist in der zwei­ten hi­jack-staf­fel von an­fang an pa­ra­no­id, sieht in je­dem wim­pern­zu­cken der men­schen in der ubahn et­was ver­däch­ti­ges. in der ers­ten staf­fel ist er ein­fach in ein flug­zeugt ge­stie­gen und das hat als span­nungs­bo­gen aus­ge­reicht.

tom hidd­le­s­ton als jo­na­than pine hat in der zwei­ten staf­fel vom night ma­na­ger durch­ge­hend dra­ma­ti­sche flash­backs im kopf­ki­no, die der re­gis­seur uns zu­schau­ern dann brüh­warm auf die au­gen bin­det. wenn das al­les et­was lang­wei­li­ger oder sub­ti­ler in­sze­niert wäre, wie viel span­nen­der hät­te das wer­den kön­nen? über­dra­ma­ti­sie­rung nimmt dem gan­zen dra­ma den schwung.

wenn ich mich recht er­in­ne­re, wa­ren die ers­ten 30 mi­nu­ten der ers­ten fol­ge brea­king bad irre lang­wei­lig. ich sah: das ist nicht bil­lig pro­du­ziert und mein in­ter­es­se war trotz (oder we­gen?) der lan­ge­wei­le ge­weckt. die fol­gen­den es­ka­la­tio­nen wur­zel­ten in so­li­der lan­ge­wei­le und blie­ben des­halb auf eine art nach­voll­zieh­bar. bei bet­ter call saul war die gan­ze ers­te staf­fel lang­wei­lig, da­mit die spä­te­ren es­ka­la­tio­nen in ruhe wur­zeln schla­gen konn­ten. auch bei a knight of the se­ven king­doms blieb es drei oder vier fol­gen lang sehr lang­wei­lig, aber da­für sah al­les sehr schön aus — und ich fand den rest der ers­ten staf­fel gran­di­os.


auf der ar­beit habe ich mich in den letz­ten ta­gen viel mit ta­bel­len­kal­ku­la­ti­on be­schäf­tigt. kon­kre­ter mit goog­le sheets. in ers­ter li­nie ver­su­che ich mir und mei­nem team ein paar werk­zeu­ge zu bau­en um bes­ser und schnel­ler preis­aus­künf­te ge­ben zu kön­nen. da­bei fiel mir auf, wie ar­cha­isch es ei­gent­lich ist, prei­se oder preis­lis­ten auf web­sei­ten oder pdfs als ein­fa­che lis­ten zu ver­öf­fent­li­chen.

mir kam der ge­dan­ke, dass ja ei­gent­lich jede oder je­der die vor ei­ner kauf­ent­sch­ei­dung ste­hen in ir­gend­ei­ner form prei­se und op­tio­nen ver­glei­chen wol­len oder müs­sen. war­um kann man das al­les nicht in­ter­ak­tiv wie bei ei­ner ta­bel­len­kal­ku­la­ti­on ma­chen? wenn ich ei­nen com­pu­ter kau­feh will, war­um in der preis­lis­te statt „16 GB RAM“ hin­zu­schrei­ben, ein aus­wahl­me­nü mit 16, 32, 64 oder 128 GB RAM an­bie­ten, und die sum­me dann dy­na­misch be­rech­nen? war­um sta­ti­sche ta­bel­len lay­ou­ten, wenn man ge­nau­so gut dy­na­mi­sche te­bel­len ver­öf­fent­li­chen könn­te und die kun­den so lan­ge an den op­tio­nen dre­hen kön­nen, bis es ih­nen passt? das muss ja auch nicht ex­klu­siv sein, man kann ja bei­des ver­öf­fent­li­chen.

der sta­tus quo ist ja der­zeit, dass fir­men ihre preis­lis­ten auf­wän­dig in ei­ner ta­bel­len­kal­ku­la­ti­on ent­wi­ckeln, dar­aus auf­wän­di­ge preis­lis­ten ab­lei­ten und die kun­den die­se preis­lis­ten dann wie­der für den ei­gen­ge­brauch in eine in­ter­ak­ti­ve ta­bel­len­kal­ku­la­ti­on um­wan­deln? wenn fried­rich merz jam­mern wür­de dass sta­ti­sche oder pdf-preis­lis­ten die pro­duk­ti­vi­tät un­se­rer öko­no­mie läh­men wür­den, dann gäbe es auch mal was wo ich ihm aus­nahm­se­wei­se zu­stim­men könn­te.


ges­tern habe ich an­ge­fan­gen die­ses buch zu le­sen. liest sich gut, ob­wohl ich stän­dig ein­ge­schla­fen bin (nicht we­gen des buchs, son­dern weil ich so ger­ne schla­fe). ich habe ich mehr als die hälf­te an ei­nem nach­mit­tag ge­le­sen. beim le­sen dach­te ich: „das sind doch al­les blog­bei­trä­ge!“ weil chris­ti­an han­ne zwei ka­pi­tel in sei­nem blog / auf sei­ner web­sei­te ver­öf­fent­lich hat, stimmt der ge­dan­ke also min­des­tens ein biss­chen („Fear and Loathing auf dem El­tern­sprech­tag“, „Epi­log“).

ich denk beim le­sen von bü­chern trotz­dem im­mer: war­um ei­gent­lich tex­te auf pa­pier dru­cken oder in ein e-book-da­tei­for­mat pres­sen? hat das fi­nan­zi­el­le grün­de? oder ha­ben bü­cher wirk­lich im­mer noch eine bes­se­re re­pu­ta­ti­on als tex­te im web? die ge­mein­frei­en klas­si­ker füh­len sich doch auch im pro­jekt-gu­ten­berg.org wohl?

oder ist es es die hap­tik? das ge­fühl et­was kau­fen zu kön­nen, was man dann in der hand hal­ten kann? ich für mei­nen teil könn­te gut da­mit le­ben ein buch zu kau­fen und dann statt es ei­nes bu­ches eine url ge­schickt zu be­kom­men auf der ich das am rech­ner oder dem te­le­fon le­sen kann. ich fin­de das hap­tisch aus­rei­chend. oder man ver­schickt bü­cher als klei­ne pap­kar­ten die auf der ei­nen sei­te das buch-co­ver auf­ge­druckt ha­ben und auf der an­de­ren sei­te ei­nen qr code mit der url, wo man das buch dann im web le­sen kann.

wer ger­ne zeigt was er ge­ra­de liest, kann die papp­kar­te hin­ten aufs te­le­fon kle­ben. für be­son­ders hoch­wer­ti­gen kar­ton kann man das dopp­le­te be­zah­len (hard­co­ver), die bil­li­ge ver­si­on (ta­schen­buch) ist auf dün­nem kar­ton ge­druckt. hard­co­ver könn­ten kreis­för­mi­ge ma­gne­te ein­ge­ar­bei­tet ha­ben, die dann an magsafe oder qi2 ma­gnet­rin­ge am han­dy an­klip­sen.

war­um ein buch nicht ein­fach wie eine web­sei­te mit be­zahl­schran­ke ver­öf­fent­li­chen? über­me­di­en ver­öf­fent­licht je­den tag (?) ei­nen ar­ti­kel und packt sie für eine wei­le ex­klu­siv hin­ter eine ste­ady be­zahl­schran­ke. war­um soll­te man das nicht auch mit ei­nem buch ma­chen? wenn das buch neu ist zah­le ich 12 euro und jede wo­che — oder je­den tag — kommt ein neu­es ka­pi­tel. sind alle ka­pi­tel er­schie­nen kau­fen 12 euro den zu­gang zum gan­zen buch. zah­le ich ein paar euro mehr be­kom­me ich ei­nen be­druck­ten kar­ton den ich mir ans te­le­fon hef­ten kann, an die wand hän­gen oder ins re­gal stel­len oder sta­peln kann.

für men­schen die ohne strom le­sen wol­len kann man na­tür­lich im­mer noch eine klei­ne auf­la­ge auf pa­pier aus­dru­cken oder den text in ein e-book-for­mat statt html pres­sen. ich mag es mitt­ler­wei­le wirk­lich am liebs­ten, wenn mich buch­sta­ben von ei­ner web­sei­te an­leuch­ten.

buch­sta­ben mit son­nen-, ker­zen- oder lam­pen­licht selbst zu be­leuch­ten regt kei­ne ge­füh­le in mir an. oder hab ich was über­se­hen, was aus­ge­druck­te buch­sta­ben zwi­schen papp­de­ckeln oder e-book-da­tei-for­ma­te so spe­zi­ell macht, dass nie­mand ein „buch“ als web­sei­te ver­öf­fent­li­chen mag?