Was Felix und den Tusch angeht frage ich mich, woran sein System erkennt, dass er auf dem Klo sitzt (Kamera? ernsthaft? oder doch Japan-Klo?) und ob der Tusch ein Gratulationstusch oder ein Warntusch ist.
das ist ein tof (time of flight) sensor an der decke über dem klo. im prinzip ist so ein tof-sensor ein laserstrahl der den abstand misst. wenn einer auf dem klo sitzt, wird ein geringerer abstand gemessen als ohne. mit etwas kalibration und präzision könnte der auch messen, ob der deckel zu ist oder offen. aber das war mir bisher zu aufwendig.
nützlich ist der sensor auch zum ableiten anderer werte: wenn das klo länger als eine oder zwei minuten besetzt ist, wird ein achtzehntel vom klopapiervorrat abgezogen. so haben wir quasi einen klopapierzähler der klopapier auch auf die einkaufsliste schreiben kann, wenn es weniger als drei rollen sind. wenn klopapier von der einkaufsliste gestrichen wird, wird der zähler wieder um 10 erhöht.
der tusch ist natürlich ein gratulationstusch, den man aber, wenn man will, auch als warnung interpretieren kann.
die beifahrerin mag automatierungen auch nicht, hat sich aber an den komfort einiger automatgisierungen gewöhnt. und natürlich schätzt sie auch die bedienungserleichterungen die mit der automatisierung einhergehen.
genau genommen, ist das schalten von mehreren leuchten in einem raum per schalter auch eine automatisierung, nur eben manuell getriggert. aber ich verstehe die aversion gegen automatismen. nur dass ich persönlich eben keinen kontrollverlust spüre, weil das ja alles von mir, nach meinen bedürfnissen und gut dünken automatisiert ist und jederzeit zu ändern ist.
kameras haben wir natürlich auch im haus. die lassen sich beide schwenken, schauen also in der regel weg (an die wand oder decke) und richten sich auf die wohnungs- und balkontür wenn wir weg sind. natürlich automatisch. beide kameras sind weder aus dem internet erreichbar, noch haben sie internetzugang. über scrypted habe ich sie allerdings zu homekit secure video kameras gemacht, womit sie sich auch aus der ferne steuern lassen und bei bewegung automatisch in die apple cloud speichern. tatsächlich habe ich mir gerade gestern eine neue reolink kamera gekauft, weil die alte dafang sich nicht mehr ordentlich schwenken liess. und das (weg) schwenken können ist die einzige mir wirkliche wichtige funktion einer kamera, den rest kann man sich selbst zusammenhacken oder sperren.
textbasierte vernetzung
Kurz: Das öffentliche, textbasierte Social Media ist weiter auf dem absteigenden Ast. Für Freaks gibt es die Möglichkeit, zu bloggen, aber insgesamt verschiebt sich das Ganze dann doch eher in die privaten Kanäle.
je länger ich über das ins-internet-schreiben, neue kommunikationsformen oder öffentliche und private kanäle sozialer kommunikation nachdenke, desto mehr frage ich mich ob wir das mit den „privaten kanälen“ nicht eklatant falsch einschätzen, bzw. das potenzial dieses öffentlich nicht besonders gut sichtbaren kommunikationskanals unterschätzen.
ich würde zum beispiel behaupten, dass sich die reichweite öffentlicher „leitmedien“ wie faz, spiegel, zeit oder bild über die letzten 30 jahre gar nicht mal so krass verändert hat. ja, die werbeeinnahmen sind ins internet diffundiert, aber wenn man sich abo-zahlen aus den 90er jahren ansieht, dann mögen medien wie der spiegel oder die bild zwar die eine oder andere debatte geprägt haben, aber das — wie auch jetzt — mit einer relativ geringen reichweite im vergleich zu bewegtbild, audio oder „privaten“ kanälen.
oder anders gesagt: text war schon immer ein nischenphänomen. und diese privaten kanäle wurden wahrscheinlich auch schon immer ein bisschen unterschätzt. um meine steile these weiter auszubauen: während sich die reichweiten der „öffentlichen“ kanäle in den letzten 30 jahren nicht wirklich signifikant verändert haben, haben die privaten kanäle in den letzten jahren einerseits viel an sichtbarkeit, aber auch an effizienz gewonnen.
ich erinnere mich an die jamba-geschichte von spreeblick vor > 20 jahren (wie die zeit vergeht!). johnny haeusler schrieb damals wenig schmeichelhaftes über das geschäftsmodel des klingelton-anbieters jamba und die geschichte ging viral. ich erinnere mich aber auch daran, dass eine der treibenden kräfte hinter der viralität des spreeblick-artikels damals im dunkeln lag, also besucher nicht hauptsächlich von anderen blogs oder webseiten kamen, sondern aus dem „nichts“. die geschichte wurde ganz offenbar vor allem über „private kannäle“ verbreitet, also via email oder messenger (icq, aim).
diese „dunkle“ (also nicht ohne weiteres trackbare) vernetzung durch „private kanäle“ sollte man gerade in der heutigen (sozial-) medienlandschaft nicht unterschätzen. ob wir freaks, also ins internetschreibende, da eine signifikante rolle spielen ist eine ganz andere frage (höchtswahrscheinlich nicht).
goethepark
ich kann meine empfehlung für ole reissmanns THEFUTURE nicht oft genug wiederholen. einer meiner favoriten in meinem feedreader.
hier zitiert er martin schori:
A worn but often-quoted line about AI goes: “AI won’t take your job, but someone who knows how to use AI might.”
Swedish researcher Emma Frans has come up with a better version: “AI won’t take your job, but someone who’s more fun to hang out with will.”
offenbar hat müller-milch einen rechten beigeschmack und steckt in viel mehr produkten als man so denkt. „a weng kalle“ hat eine nützliche verbraucherinfo zusammengestellt. (via)
als dienstleistung am verbraucher zeige ich euch hier eine liste von müller-unternehmen, müller-produkten und produkten, die incognito von müller hergestellt werden:
- Müller Milch
- Landliebe
- Molkerei Weihenstephan
- Käserei Loose
- Käserei Rusack
- Homann Feinkost
- Nadler Feinkost
- T.M.A.
- Sachsenmilch
für Aldi Nord
- Grazil (Joghurt-Drink)
- Hofburger (Gouda- und Maasdamer-Käse)
- Milsa+ / Biac (Joghurt)
- Milsani (H-Milch, Joghurt)
- Sontner / Sontner Grazil (Joghurt)
- Ursi (Sahne-Milchreis, Pudding)
für Aldi Süd
- Biac (Probiotischer Fitness-Drink)
- Desira (Joghurt, Milch-Reis, Buttermilch-Dessert, Kefir)
- Milfina (Butter)
für Edeka
- Gut & Günstig (Buttermilch)
für Kaufland
- K Classic (Sahne-Milchreis)
für Lidl
- Milbona (Butter und Gouda-Käse)
für Netto
- Gutes Land (Frischkäsezubereitungen, Kefir, Milchdrink)
für Norma
- Landfein (Buttermilch-Dessert)
für Rewe
- ja! (Buttermilch)
für ganz genaue gibt es bei molkereiprodukten auch den blick auf die ovale kennzeichnung auf dem produkt:
- DE BY 718 EG = Müller
- DE BY 103 EG = Weihenstephan
- DE SN 016 EG = Sachsenmilch
einer der hauptgründe, dass ich meine apple watch sehr gerne mag, ist dass sie mir erlaubt mein telefon immer auf lautlos zu stellen. keine notification-geräusche, keine telefonklingeln, kein mucks, nur ein stilles vibrieren am handgelenk.
zum bundesweiten warntag macht das telefon zwar noch geräusche oder wenn ich ein video abspiele, aber sonst: ruhe. deshalb wusste ich bis vor kurzem auch nicht, dass das telefon beim umstellen auf den nacht- oder schlaf-fokus ein sehr angenehmes geräusch macht.
das habe ich erst bemerkt, als die beifahrerin mal ihr telefon im flur vergessen hatte und es dan um 23 uhr dieses geräusch gemacht hat. zuerst konnte ich das gar nicht zuordnen, bzw. verstand nicht dass es aus einem telefon kam. jetzt wo ich es verstanden habe, hab ich mir die sounddatei runtergeladen und habe home assistant angewiesen das jeden abend um 23 uhr abzuspielen. ich finde das sehr befriedigend und inspirierend und gehe deshalb jetzt ins bett, statt einen längeren text zu schreiben. schliesslich wurde das geräusch ja gerade abgespielt.
In dem im März veröffentlichten Statement der Lagerarbeitsgemeinschaft Buchenwald-Dora und der Lagergemeinschaft Buchenwald-Dora/Freundeskreis hieß es dazu: »Wir sind überzeugt davon, unsere Angehörigen hätten auch zum Kundenkreis der drei Buchläden gehören können. Bei Verhaftungen durch die Gestapo wurde bei ihnen nachweislich linke Literatur beschlagnahmt.«
neben der kritik an wolfram weimer, berichtet der spiegel auch, dass hape kerkeling „durchgehend richtige und wichtige Worte“ in seiner gedenkrede in buchenwald fand. die rede, den volltext, mag der spiegel aber nicht verlinken, obwohl die stiftung-gedenkstaetten.de den volltext bereithält. das finde ich völlig unverständlich. wenn man etwas richtig und wichtig findet, warum dann nicht auch entsprechend handeln?
Der Elektriker riet uns eindringlich zum knx-System und weil uns das als das System mit den meisten Möglichkeiten erschien, haben wir das auch so beauftragt. […]
Die Grundlagen der Technik sind also maximal vorbereitet, jetzt muss nur noch ich begreifen, wie ich das System am optimalsten einrichte und benutze. Meine Traumvorstellung wäre, ich finde jemanden, der sich nicht nur richtig viel Zeit nimmt, alle meine Fragen zu beantworten, sondern mir vor allem auch praktische Tipps gibt, wie ich das System am pragmatischsten auf meine Ansprüche und auf meine Bedürfnisse einrichte.
Aktuell habe ich nur sehr wenig Vorstellungen, wie man das alles am besten machen könnte
KNX ist bestimmt erstmal keine schlechte wahl, obwohl ich glaube, dass es alles andere als günstig ist. ich habe vor 10 jahren mit homeassistant angefangenm nicht weil ich das fummeln an technik so toll finde, sondern weil das schlicht und ergreifend der einzige weg war meine vorstellungen von automatisierung umzusetzen. zuerst fand ich es toll, alles mit der apple home app verwalten zu können, aber automatisierungen waren mit „home“ erst nicht möglich und später dann eine qual. mit der hue bridge und app liess sich damals auch nichts automatisieren.
die idee von KNX ist, soweit ich das verstehe, dass man damit alle aktoren und sensoren verwaltet und dann eben auch automatisiert. ich vermute mal, fremdsysteme, zigbee oder tado oder hue sind da eher schwer bis gar nicht zu integrieren. homeassistant ist system-agnostisch. knx, zigbee, hue, tado — alles lässt sich damit verbinden und über die systemgrenzen hinweg automatisieren.
vor langer zeit habe ich mal gesagt, dass man für gute heimautmatisierung vor allem sensoren, viele sensoren, braucht. ohne sensoren, keine ordentlichen automatisierungen. kürzlich fiel mir dann auf wie die biologie das macht: nicht 10, 20 oder hundert sensoren, sondern abermillionen. damit lassen sich dann sehr komplexe automatisierungen umsetzen, wie zum beispiel einen ball zu werfen. einen ball zu werfen ist ein hochkomplexer vorgang, einer der so komplex ist, dass (humanoide) roboter es nach wie vor nicht können. hunderte von muskelbewegungen müssen koordiniert und synchronisiert werden. irgendwer sagte mal: wenn roboter das konnen, müssen wir anfangen uns sorgen vor den maschinen zu machen.
heimautomatisierung muss aber keine bälle werfen können. das was für befriedigende automatisierung nötig ist, ist wenig anspruchsvoll. aber der automat muss augen, aktoren und ein flexibles gehirn haben.
ich zähle mal die wichtigsten grundprinzipien für gute automatisierung auf, die ich meine, im laufe der jahre identifiziert zu haben.
anwesenheit, lichtstimmungen, schalter, statusanzeigen, sensorik.
anwesenheitserkennung ist das a und o. wenn das system weiss ob die wohnung, ein raum oder eine sitzgelegenheit besetzt oder leer ist, kann es daraus bereits die wichtigsten informationen und aktionen ableiten: heizung, kameras und licht ein oder ausschalten. wenn das system auch noch weiss wer da ist oder ob gäste anwesend sind, lassen sich weitere aktionen ableiten.
lichtstimmungen lassen sich aus vorlieben, vom sonnenstand und der tages- oder nachtzeit ableiten. optimalerweise wird das licht mit der richtigen stimmung beim betreten eines raums eingeschaltet und nach dem verlassen des raums wieder aus. anpassungen der lichtstimmung lassen sich am einfachsten klassisch mit schaltern umsetzen oder gegebenenfalls aus sensordaten ableiten. wenn ich mich nach 17 uhr auf sofa setze, möchte ich gerne etwas gedimmteres licht haben als am schreibtisch. wenn ich mich nach 21 uhr ins bett lege, soll das licht ausgehen — ausser es sitzt noch jemand auf dem sofa oder es sind mehr als eine personem im raum. dann ist es wahrscheinlich, dass das bett als sitzgelegenheit genutzt wird und noch nicht zum schlafen.
folgende lichtstimmungen habe ich für jeden raum definiert: flutlicht (arbeitslicht, volle beleuchtung, meist kaltweiss), gedimmt (standardlicht, nicht zu hell, nicht zu düster, geeignet für den alltag), gemütlicht (warmweiss, eher für die abendstunden oder nach dem aufstehen), nachtlicht (wenn man nachts aufstehen muss und auf dem weg zum klo nicht geblendet werden will, aber auch nirgendwo anstossen will), schlaflicht (aus, vielleicht mit einem subtilen grundleuchten).
ich mag es, wenn die automatische wohnung mir hinweise zum status gibt. nicht per notification, die nerven nur, sondern durch subtile signale: zur vollen stunde ein leiser gong, ab sechs uhr leises vogelgezwitscher, ein tusch wenn die wasch- oder spülmaschine fertig ist, rotes licht an fridas wassernapf, wenn er fast alle ist, kerzen die zum sonnenuntergang an gehen, wenn das zimmer besetzt ist. ein rotes hinweislicht, wenn der CO₂-gehalt zu hoch ist und gelüftet werden sollte, ein kurzes blinken der badbeleuchtungm wenn man länger als 5 minuten geduscht hat (oder 10, 15 oder 20 minuten). ein tusch, wenn ich länger als 5 minuten auf dem klo sitze. eine strenge ermahnung, wenn die kühlschrank- oder wohnungstür zu lange offen sind.
ich mag adaptives licht sehr. die beifahrerin hasst es, zumindest in ihrem zimmerm wenn die lichtfarbe sich dem sonnenstand anpasst. so bleibt es im wohnzimmer (das zimmer der beifaherin) und im schlafzimmer bei festen lichtstimmungen, in der küche ist es zwischen 8 und 22 uhr immer hell, aber in alle anderen zimmerm passt sich die lichtfarbe dem sonnenstand an. wenn jemand von draussen nach hause kommt, schaltet das flurlicht sich immer ganz hell ein. sonst tut die flurbleuchtung so, als hätte der flur ein fenster.
auch gelernt: vorhänge oder rollos sollten sich bei anwesenheit nicht automatisch öffnen oder schließen. das wirkt paternalistisch. auf wunsch, am besten per schalter oder sprachbefehl, ist das automatische öffnen oder schließen OK.
es ist irre befriedigend, wenn sich das licht bei der bewegung durch die wohnung automatisch, zum genau richtigen zeitpunkt und in der richtigen stimmung einschaltet und später wieder ausschaltet. aber genauso wichtig ist es sowohl das ein- als auch das ausschalten per schalter vollziehen zu können. das ist wichtig für gäste, aber auch wichtig für die ureinwohner der wohnung. ich beobachte mich ständig selbst dabei, wie ich das küchenlicht beim verlassen der küche regelmässig ausschalte, obwohl es ein paar sekunden später zuverlässig automatisch aus geht.
weil sich gewohnheiten und bedürfnisse ständig ämdern, ist es meiner meinung nach wichtig, dass man anpassungen an den automatisierunen schnell und flexibel umsetzen kann. ich habe die grundsätzlichen automationsregeln zwar seit über 2 jahren nicht mehr angefasst, aber gerade für die beifahrerin muss ich immer wieder finetuning machen.
möglicherweise sieht man auch an dem was ich hier schreibe, wie wichtig die sensorik ist. gerade für präsenzerkennung gab es mit mmwave-sensoren in den letzten jahren grosse fortschritte. essentiell finde ich auch unsere bett-sensoren. wenn beide betten besetzt sind soll dunkelheit und ruhe herrschen. wenn wir ein vernetztes türschloss hätten, sollte das spätestens dann zugehen. aber genauso sollte ein schummriger lichtpfad angehen, sobald einer von uns beiden aufsteht.
ich könnte dazu stundenlang referieren, aber das soll erstmal reichen.
warnungen des robert-koch-institut am nordufer

ACHTUNG!
Gefahr durch angreifende Krähen
- Krähen bitte nicht füttern
- Bereich wenn möglich weiträumig umgehen
- Rasche Bewegungen vermeiden
- Verhalten Sie sich achtsam und umsichtig
- Halten Sie Abstand zu Jungvögeln am Boden
verbieten verboten
das hatte ich noch nicht mitbekommen, dass die CDU im letzten wahlkampf mit dem spruch „Auto verbieten verboten“ für sich warb. jetzt, wo ich es vor ein paar tagen gesehen habe, hätte ich noch ein paar weitere vorschläge, wie die CDU sich noch idiotischer darstellen könnte:
- veränderung verboten
- krisenmanagement auf dem tennisplatz verbieten verboten
- parken verbieten verboten
- schwache gegen stärkere schützen verboten
- lebensqualität verbessern verboten
- starke belasten verboten
- diesel und heizöl schlechtreden verboten
- penisvergrösserung verbieten verboten
(ist es nicht auch verboten wahlkampfplakate einfach hängen zu lassen?)
hundebegegnungen
frida geht dreimal pro tag raus. morgens, zwischen 7 und 9 uhr mit mir ein bis zwei stunden, nachmittags eine stunde mit der beifahrerin und gegen 20 uhr nochmal eine kontrollrunde ums haus, oder genauer, einmal die kameruner str. rechts von unseren haus lang, gegenüber unseres haus lang und dann links von unserem haus. diese runde hat sie sich selbst ausgesucht, mein angebot eine runde um den block, an der seestrasse vorbei, lehnt sie in der regel dankend ab und geht lieber die kurze runde.
manchmal fragt sie mich schon ab 19 uhr ob wir die kontrollrunde machen, aber ich lasse sie immer bis 20 uhr warten. die letzten beide abende ist sie pünktlich um 20 uhr zu mir gekommen, und dann sind wir auch gleich rausgegangen. an beiden abenden sind wir auch jedes mal einem grossen akita an exakt der gleichen stelle begegnet. das hört sich geschrieben weniger spektakulär an, als wenn man es selbst erlebt, aber wenn wir dem akita heute auch der gleichen stelle begegnen, fress ich einen besen.
gestern früh am magnus-hirschfeld-ufer sind frida und ich an einem alten husky und seinem frauchen vorbeigelaufen. als wir vorbei gingen, flog eine krähe im tiefflug auf die frau zu, landete knapp vor ihr und liess sich von der frau aus der hand füttern. dem alten husky war das egal. der alte blogger war tief beeindruckt.
auf strassen bzw. bürgersteigen ist frida sehr diszipliniert. auf grünflächen oder in parks funktioniert fridas impulskontrolle nur bis maximal zwei meter abstand zu mir. auf dem bürgersteig hingegen reicht ein kleiner fingerzeig von mir und sie wechselt ins „fuß“ an meiner linken oder rechten seite. wenn wir dann so an anderen hunden vorbeilaufen, versteht sie auch dass diese hunde an der leine sind. sie zuckt nicht mit der wimper, wenn sie knurrend, bellend und auf sie losstürmend in die leine steigen. ich bin sehr froh, dass frida und ich uns dieses vertrauen und verständnis erarbeitet haben und es war auch viel arbeit — auch wenn fridas desinteresse an anderen hunden uns diese arbeit erleichtert hat.
vorgestern dachte ein herrchen, er könnte seinen hund allein mit dem wort „stopp“ davon abhalten, auf frida loszustürmen. manche menschen schreien in diesen sitiationen ihren hund an: „ich hab dir doch gesagt …!“ manche wiederholen beim vorbeigehen das wort „nein“ in sekundentakt.
kürzlich fiel mir auf, dass hundeerziehung für viele das gleiche ist wie für mich als sechsjährigen das reiten. als kleiner junge war ich der meinung, ein guter reiter zu sein, weil ich wusste, dass man pferde ganz einfach an der trense mit links- und rechtszug steuern, mit zusammendrücken der beine beschleunigen und mit beiden zügeln stoppen kann. der sechsjährige, naseweise felix wurde jedoch unsanft vom pony geworfen, als sich herausstellte, dass reiten doch etwas komplexer ist. leute, die glauben, hundeerziehung sei eine intuitive angeborene menschliche fähigkeit, reden an ihrem hund vorbei und erziehen hunde im schlimmsten fall zur leinenaggresion.
ich will damit keinesfalls eigenlob ausdrücken, sondern meine dankbarkeit gegenüber all den hundetrainerinnen aussprechen, die ihr wissen und ihr verständnis in youtube-videos, büchern, online-trainings oder in der welpenschule mit uns geteilt haben. ich wünsche allen hunden, dass ihre menschen irgendwann auch in den genuss solcher trainings kommen.
bewegte und unbewegte bilder vom morgenspaziergang am 11.04.2026
wir haben einen ball aus stein gefunden, frida hat ihren ball wieder in die spree fallen lassen, ein gleichzeitig miss- und gelungener selfie und eine misslungene aufnahme von einem vorbeifahrenden schiff.
ball aus steim
einruhiger fluss und ein vorbeifahrendes schiff

links vom 11.04.2026
… und das führt mich dann zum beispiel zu posts wie diesem von vor genau 10 jahren:
If Donald Trump replaces Obama it only further proves Orange Is The New Black
riva am spreeufer
hand mit uhr
abendessen 10.04.2026
vom ganzen hahn (22 €) dessen schenkel gestern ins frikasee wanderten, waren noch zwei sehr grosse brüste übrig, die heute in den airfryer wanderten. 10 minuten bei 180°C waren etwas knapp für die sehr grossen brüste, wir mussten noch etwas nach-airfryen. aber die brüste waren saftig und weich, ungefägr 10 mal besser als die einzelnen hähnchenbrüste die man sonst paarweise einzeln kauft. dazu ruccula mit gemüse.

Es ist ja überhaupt keine Competition weil alles, wirklich alles an der Artemis II Mission so toll ist, und natürlich ist dieses Foto hier, dass gerade überall geteilt wird absolut beeindruckend, aber für mich... für mich ist es im Moment dieser Shot. Holy shit. Unbedingt in Originalgröße ansehen, die Kompression hier macht leider viele Details zunichte.
Noch viel mehr Fotos von der Mission gibt es bei Flickr.
sehr tolle bilder, sind gleich auf meinen desktophintergrund gelandet.

tatsächlich freue ich mich jetzt jedes mal, wenn ich den computer aufklappe und dieses bild sehe.
was man auf diesem bild eigentlich sieht, habe ich mir von hank green (auf youtube) erklären lassen: man sieht nicht nur sterne, sondern auch planeten — und man erkennt, dass sie sich alle auf einer umlaufebene befinden (sie sind auf dem bild quasi aufgereiht). der mond erscheint nicht wie sonst bei einer mondfinsternis wie eine schwarze scheibe, weil er von der erde am linken oberen rand beleuchtet wird. und die aufnahmen der mondfinsternis waren nur möglich, weil die artemis-mission verschoben wurde.
viele sagen ja (unter anderem hank green), dass das die besten fotos der welt sein könnten, aber gleichzeitig sind das wahrscheinlich auch mit die teuersten fotos der welt, was die produktionskosten angeht. und trotzdem gibt es eine einfache relativ einfache lizenz, mit der man die bilder nichtkommerziell nutzen kann.
abendessen heute
wieder hühnerfrikasse, diesmal aus dem ganzen huhn, bzw. den schenkeln. wir haben jetzt für morgen noch zwei brüste und die flügel.

the baum


wenn frida und ich hier am baum eine kurze #morgenspaziergangspause machen, kommt jetzt regelmässig diese krähe dazu und fragt nach käse. frida agitiert das immer ein wenig, weil sie der meinung ist, dass die krähe kein recht auf unsere reaourcen hat und sie es auch nicht mag, wenn ich meine aufmerksamkeit teile.
in der regel hält sich frida auch an meinen wunsch die krähe in ruhe zu lassen, aber als wir heute aufstanden um weiterzugehen, verjagte sie die krähe dann doch einmal kurz sehr vehement. die krähe ist uns dann noch ein bisschen gefolgt, bis es ihr zu doof wurde und sie abdrehte.

hierzu ↑ schrieb meta bene vor ein paar tagen:
wie man sieht, hat er natürlich recht.

aber dafür gibt’s auf dem e-paper-display jeden tag ein neues anderes meta-bene-motiv.







