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me­di­en­tra­cker

felix schwenzel in über wirres

eben habe ich die gra­ham nor­ton show ge­se­hen, um zu gu­cken ob sie da­nach au­to­ma­tisch hier im blog auf­taucht. tat sie.

die idee hat­te ich ges­tern: war­um nicht alle sen­dun­gen die ich gu­cke hier mit ei­nem kur­zen ein­trag fest­hal­ten? am bes­ten au­to­ma­tisch. also mach ich das jetzt.

ich mag die idee von mi­cro-ein­trä­gen. das er­zeugt zwar eine men­ge rau­schen, aber das lässt sich auch gut aus­blen­den. bei be­darf las­sen sich die­se ein­trä­ge aber auch aus­wer­ten oder für was auch im­mer mir ein­fällt ver­wen­den. vor al­lem aber mag ich die idee, dass al­les hier pas­sie­ren zu las­sen, hier also so­zu­sa­gen life-log­ging zu be­trei­ben. das ist ja auch was web­log ur­sprüng­lich be­deu­te­te: sa­chen öf­fent­lich, im web log­gen. jetzt wo ich li­kes und le­se­zei­chen hier log­ge, kann ich doch auch log­gen was ich (fern-) sehe.

die idee moch­te ich schon lan­ge, nur stand mir die tech­nik nicht zur ver­fü­gung. des­halb habe ich jah­re­lang wat­ched.li von phil­ipp be­nutzt. ich fand es in ers­ter li­nie span­nend zu se­hen, wie viel zeit ich vor der glot­ze ver­schwen­de, aber wat­ched.li half auch da­bei zu vor­r­aus­zu­se­hen, wo­mit ich in zu­kunft mei­ne zeit ver­schwen­den konn­te, wel­che se­ri­en und fol­gen be­vor stan­den.

seit 10 jah­ren nut­ze ich ne­ben plex auch noch tau­tul­li, eine freund­li­che plex-be­gleit-app. im prin­zip macht tau­tul­li nichts an­de­res als plex zu be­ob­ach­ten und al­les zu log­gen: wer schaut wann was, was macht der ser­ver, was gibt’s neu­es? wenn ich zu­rück zu 2017 gehe, sehe ich, dass ich am 14. au­gust 2017 game of thro­nes s07e05 ge­se­hen habe. um 22:43 war ich fer­tig mit der fol­ge (ist game of thro­nes echt schon so lan­ge her?).

mit tau­tul­li hab ich als ei­gent­lich al­les was ich brau­che: sta­tis­ti­ken, de­tails zu dem was ich (mit plex) ge­se­hen habe.

an­de­rer­seits nut­ze ich ja nicht nur plex. ich schau ge­le­gent­lich fil­me im kino, auf ama­zon prime, net­flix oder RTL+. ich bin auch nicht der ein­zi­ge, der den wunsch hat das al­les zu tra­cken. hei­ko hat vor ner wei­le be­schrie­ben, wie er sei­nen me­di­en­kon­sum trackt: Me­di­en-Track­ing mit Git­hub und YAML. tho­mas hat sich ei­nen re­cor­der ge­baut, mit dem er al­les was er sieht und liest fest­hält und be­wer­tet. und jetzt hab ich mir in den letz­ten 24 stun­den ein me­di­en­me­nü zu­sam­men­ge­hackt. ich hab mir vor­ge­nom­men das mal ein jahr lang aus­zu­pro­bie­ren, also wirk­lich al­les was ich sehe oder in buch­form lese fest­zu­hal­ten. was ich im netz lese hal­te ich ich ja be­reits mit le­se­zei­chen fest.

die tech­nik da­hin­ter fin­de ich be­tö­rend ein­fach: für jede se­ri­en­fol­ge, film oder buch, lege ich ei­nen bei­trag mit den wich­tigs­ten da­ten an: (von) wann, was, wie lan­ge und wie wars? die bei­trä­ge kann ich ganz nor­mal in kir­by als con­tent an­le­gen, aber auch per per web­hook oder per mi­cro­pub.

den web­hook sen­det tau­tul­li so­bald ich ei­nen film oder se­ri­en­fol­ge zu­en­de ge­se­hen habe und sieht so aus:

// header
{
  "X-Webhook-Secret": "GEHEIMER SCHLÜSSEL"
}

// daten

{
  "title": "{title}",
  "show_title": "{show_name}",
  "parent_title": "{season_name}",
  "episode_title": "{episode_name}",
  "year": "{year}",
  "type": "{media_type}",
  "season": "{season_num}",
  "episode": "{episode_num}",
  "duration": "{duration}",
  "imdb_id": "{imdb_id}",
  "tvdb_id": "{thetvdb_id}",
  "thumb": "{thumb}",
  "datum_watched": "{stopped_unixtime}"
}

mit dem mi­cro­pub-cli­ent spar­kles kann ich ge­se­he­ne fil­me an­le­gen.

screenshot des micropub-client sparkles beim anlegen eines eintrags zu french conection. weil ich den noch nicht zuende gesehen habe, drücke ich den „post“ knopf noch nicht

die über­sicht habe ich heu­te mit al­lem was ich 2026 ge­se­hen habe ge­füllt. die we­ni­gen fil­me, die ich ge­se­hen habe, mit spar­kles, die se­ri­en ma­nu­ell mit ei­nem curl.

curl -X POST https://wirres.net/WEBHOOK-PFAD \
-H "Content-Type: ap­pli­ca­ti­on/json" \
-H "X-Webhook-Secret: GEHEIMER SCHLÜSSEL" \
-d '{
  "title": "Fallout Season 2: The Strip",
  "show_title": "Fallout",
  "parent_title": "",
  "episode_title": "The Strip",
  "year": "2025",
  "type": "show",
  "season": "2",
  "episode": "8",
  "duration": "56",
  "imdb_id": "tt36758871",
  "tvdb_id": "",
  "thumb": "https://images.squa­re­space-cdn.com/content/v1/51b3dc8ee4b051b96ceb10de/1755267368038-D0OLYJK9669RQ8CO6UI1/GyU3dkDasAAJ6rB.jpg?format=500w",
  "datum_watched": "1770235200"
}'

mit dem curl ging das ziem­lich ef­fi­zi­ent, künf­tig soll­te der gross­teil der ein­trä­ge dann au­to­ma­tisch aus plex/tau­tul­li kom­men, den rest pfle­ge ich dann eben ma­nu­ell nach, bis ich da­für auch eine au­to­ma­ti­sie­rung fin­de.

im prin­zip ist die über­sicht ein (h-) feed, den man theo­re­tisch auch abon­nie­ren könn­te, aber da muss ich mir noch was über­le­gen, wie man das in ei­nen sinn­voll rau­schen­den rss- oder atom-fluss um­wan­delt.

ben­ji, der spar­kles ge­schrie­ben hat, sam­melt so auch fil­me die er ge­se­hen hat.

als nächs­tes wer­de ich ver­su­chen ein paar ta­ges­ak­tu­el­le sta­tis­ti­ken zu er­zeu­gen. ich fin­de man kann in der über­sicht auch schon so ei­ni­ges ab­le­sen:

  • ge­le­gent­lich bin­ge ich se­ri­en weg
  • star­fleet aca­de­my hab ich nach fol­ge 6 nicht mehr er­tra­gen und auf­ge­hört wei­ter zu se­hen
  • ich fin­de A Knight of the Se­ven King­doms rich­tig gut
  • ob­wohl The North Wa­ter ziem­lich gut ist, bin ich in fol­ge 2 hän­gen ge­blie­ben
  • ich gu­cke sehr viel in die glot­ze

 









The river is what's here right now. You scroll through it, save what you want to keep, and let the rest go.

current ist ein RSS reader mit nem neuen dreh, eben diesem river und artikeln die eine le­bens­dau­er haben und dann aus dem blick ver­schwin­den. find ich gut, will ich mal aus­pro­bie­ren, auch wenn ich kein problem, keinen stress mit der klas­si­schen prä­sen­ta­ti­on von RSS-readern habe die einfach stumpf umgekehrt chro­no­lo­gisch und zu­sa­ätzlch (viel­leicht) nach ka­te­go­rien ihren inhalt zeigen.

aber die de­fi­ni­ti­on des river gefällt mir. ei­ner­seits weil ich denke das blogs genau so funk­tio­nie­ren, artikel, links, notizen poppen auf, altern, rutschen nach unten, aus dem sichtfeld. wenn man möchte kann man den fluss befahren und ex­pe­di­tio­nen in die ver­gan­gen­heit un­ter­neh­men, in die tiefe gehen oder auch völlig abzweigen.
(via)


Diese Ver­schie­bung ist me­di­en­theo­re­tisch nicht neu. Wir haben sie bereits bei Such­ma­schi­nen erlebt, die Inhalte nicht mehr ver­mit­tel­ten, sondern ersetzten, indem sie Zu­sam­men­fas­sun­gen an die Stelle der Quelle setzten. Mit LLMs wird dieser Schritt ra­di­ka­li­siert: Aus der Ver­weis­struk­tur des Netzes wird eine Ex­trak­ti­ons­lo­gik. Texte werden nicht mehr gelesen, sondern aus­ge­beu­tet, ihr Kontext ver­schwin­det im Ant­wort­for­mat.

(via)


anke gröner über einen text von englisch-professor walt hunter im atlantic: „Stop Meeting Students Where They Are“ (geschenk-link von anke).

Keine pseu­do­klu­ge, weil an­ge­le­se­ne Wie­der­ga­be von fremden Po­si­tio­nen, sondern das Ab­ar­bei­ten am eigenen Un­ver­ständ­nis. Die Kon­fron­ta­ti­on mit Fragen anstatt die Suche nach der einen Antwort, die es eh nicht gibt. […]
Lesen [ist] eben immer mehr ist als Lesen: Fragen stellen, nach­den­ken, Po­si­tio­nen über­den­ken. […]


was für ein gross­ar­ti­ger titel:

Ãoe­ber­sicht­li­che­res, be­nut­zer­freund­li­ches Design, auch verfügbar für alle führenden Mobilgeräte



When phone cameras got good enough, portrait pho­to­graph­ers scolded people who took their own headshots.

And when the Mac got pretty good at ty­pe­set­ting, pro­fes­sio­nal designers pointed out that people who can’t tell a font from a typeface and don’t care about kerning should avoid it.

Pro­fes­sio­nal trans­la­tors bring humanity and insight to trans­forming writing from one language to another, but many people continue to use Google Translate…

Here’s the thing: the trans­la­tors take their own headshots. Web designers often use trans­la­ti­on software. And life coaches build their own websites with Squa­re­space and put their own selfies on Linkedin. We all make our own decisions, and most of the time, we use tech to do it ourselves.

When phone cameras got good enough, portrait pho­to­graph­ers scolded people who took their own headshots.

And when the Mac got pretty good at ty­pe­set­ting, pro­fes­sio­nal designers pointed out that people who can’t tell a font from a typeface and don’t care about kerning should avoid it.

Pro­fes­sio­nal trans­la­tors bring humanity and insight to trans­forming writing from one language to another, but many people continue to use Google Translate…

Here’s the thing: the trans­la­tors take their own headshots. Web designers often use trans­la­ti­on software. And life coaches build their own websites with Squa­re­space and put their own selfies on Linkedin. We all make our own decisions, and most of the time, we use tech to do it ourselves.

das sind natürlich auch alles „Stan­dard­si­tua­tio­nen der Tech­no­lo­gie­kri­tik“.


 


Diese Ver­schie­bung ist me­di­en­theo­re­tisch nicht neu. Wir haben sie bereits bei Such­ma­schi­nen erlebt, die Inhalte nicht mehr ver­mit­tel­ten, sondern ersetzten, indem sie Zu­sam­men­fas­sun­gen an die Stelle der Quelle setzten. Mit LLMs wird dieser Schritt ra­di­ka­li­siert: Aus der Ver­weis­struk­tur des Netzes wird eine Ex­trak­ti­ons­lo­gik. Texte werden nicht mehr gelesen, sondern aus­ge­beu­tet, ihr Kontext ver­schwin­det im Ant­wort­for­mat.

(via)


The river is what's here right now. You scroll through it, save what you want to keep, and let the rest go.

current ist ein RSS reader mit nem neuen dreh, eben diesem river und artikeln die eine le­bens­dau­er haben und dann aus dem blick ver­schwin­den. find ich gut, will ich mal aus­pro­bie­ren, auch wenn ich kein problem, keinen stress mit der klas­si­schen prä­sen­ta­ti­on von RSS-readern habe die einfach stumpf umgekehrt chro­no­lo­gisch und zu­sa­ätzlch (viel­leicht) nach ka­te­go­rien ihren inhalt zeigen.

aber die de­fi­ni­ti­on des river gefällt mir. ei­ner­seits weil ich denke das blogs genau so funk­tio­nie­ren, artikel, links, notizen poppen auf, altern, rutschen nach unten, aus dem sichtfeld. wenn man möchte kann man den fluss befahren und ex­pe­di­tio­nen in die ver­gan­gen­heit un­ter­neh­men, in die tiefe gehen oder auch völlig abzweigen.
(via)


mor­gen­spa­zier­gang vom 19.02.2026

felix schwenzel in notiert

es war -6°C als wir ge­gen 7:30 uhr das haus ver­lies­sen, aber da­für fing die son­ne wie­der an rum zu schei­nen. das war sehr fo­to­gen, der schnee, der him­mel und fri­da strahl­ten. lei­der hat­te ich die ka­me­ra zu­hau­se ver­ges­sen, des­halb kei­ne fo­tos.

ich woll­te auch ei­nen ex­tra lan­gen spa­zier­gang ma­chen, um ei­nen be­son­ders schö­nen gpx-track auf­zeich­nen zu kön­nen. lei­der war es so kalt, dass ich dann doch kei­ne lust auf eine ex­tra gros­se run­de hat­te. da­für wur­de die auf­zeich­nung trotz­dem schön, ich bin bein­druckt, dass die uhr auch ein zwei schlan­gen­li­ni­en die wir am ende des spa­zier­gangs im schil­ler­park ge­lau­fen sind ein­wand­frei auf­ge­zeich­net hat. 

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bau­stel­len oh­ne en­de

felix schwenzel in über wirres

nachem ich mir ges­tern eine mög­lich­keit ge­schaf­fen spa­zier­gän­ge als .gpx-da­tei­en hoch­zu­la­den und dar­zu­stel­len, habe ich mal ge­schaut, ob ich so­was schon frü­her ver­sucht habe. da­bei habe ich die­sen al­ten ar­ti­kel von 2015 ge­fun­den, der zwar eine gpx-da­tei er­wähnt, aber nicht be­inhal­tet. statt­des­sen fiel mir auf das der ar­ti­kel ein paar feh­ler ent­hielt. die vi­de­os funk­tio­nie­ren nicht, asi­des wer­den mit­tig, statt am rand an­ge­zeigt und die fo­tos hat­ten noch kei­ne ex­pli­zi­ten li­zenz-in­for­ma­tio­nen. mei­ne im­ports vom al­ten blog in kir­by funk­tio­nier­ten ei­gent­lich ganz gut, aber bei ein­zel­en de­tails klemm­te es dann doch im­mer wie­der, auch weil ich zum zeit­punkt des ex- und im­ports in kir­by noch nicht alle fea­tures ab­ge­bil­det hat­te.

beim re­pa­rie­ren des ar­ti­kels, fiel mir dann noch auf, dass die im­por­tier­ten fo­tos tat­säch­lich noch ihre exif-da­ten in sich tru­gen, also lud ich die auch nach. mit den exif-in­fos war es kir­by dann mög­lich au­to­ma­tisch eine kar­te der foto-orte zu ge­ne­rie­ren, die sich dann er­freu­li­cher­wei­se fast so aus­sah wie die kar­te, die ich vor 10 jah­ren aus ei­ner .gpx-da­tei ge­ne­riert hat­te, da­mals boch bei ei­nem ex­ter­nen dienst, der längst das zeit­li­che ge­seg­net hat.

das freu­te mich sehr, denn so war der alte ar­ti­kel nach der re­pa­ra­tur bes­ser als vor­her.

das din­ge im netz ka­putt­ge­hen ist un­um­gäng­lich. auch die ar­chi­ve.org-ver­si­on des al­ten ar­ti­kels ist nicht mehr (oder war es nie) in ord­nung. des­halb, les­son lear­ned, ist es wirk­lich sinn­voll alle da­ten, ori­gi­na­le bei sich zu be­hal­ten, man weiss ja nie wozu sie gut sein wer­den. und es ist im­mer sinn­voll din­ge ohne har­te ex­ter­ne ab­hän­gig­kei­ten zu bau­en. das heisst nicht, dass man nicht auch mal ex­ter­ne diens­te nut­zen soll oder in­hal­te dort­hin agg­re­gie­ren oder syn­di­zie­ren soll­te, son­dern eben, dass man es im ernst­fall eben auch selbst ma­chen kann, ohne ab­hän­gig von ei­nem drit­ten zu sein.

des­halb freue ich mich auch so ei­nen weg ge­fun­den zu ha­ben eine gpx-da­tei hier lo­kal dar­zu­stel­len. mit ko­moot könn­te ich so­was per if­rame ein­bet­ten, aber dann habe ich ei­ner­seits eine ab­hän­gig­keit und an­de­rer­seits track­ing-codes ei­nes drit­ten auf mei­nen sei­ten.

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an­de­rer­seits spricht nichts da­ge­ge­gen tou­ren, wie die wan­de­rung um den „de mein­weg“ wei­ter­hin mit ko­moot auf­zu­zeich­nen und dort zu tei­len, so lan­ge ich sie auch als gpx ex­por­tie­ren kann. ge­nau die­sen ex­port hab ich jetzt im al­ten ar­ti­kel über die wan­de­rung nach­ge­pflegt. wenn dann in 30 jah­ren ko­moot nicht mehr ist, hab ich im­mer noch alle we­sent­li­chen da­ten bei mir.


seit ich an­ge­fan­gen habe book­marks (und li­kes) bei mir zu sam­meln (book­marks, li­kes, re­pli­es, al­les zu­sam­men, wirk­lich al­les), statt in pin­board, sen­de ich mit die­sen lese- oder like-no­ti­zen auch web­men­ti­ons an die be­tref­fen­den sei­ten. die meis­ten igno­rie­ren das aus tech­ni­schen grün­den (weil sie kei­ne web­men­ti­ons un­ter­stüt­zen), aber man­che neh­men die be­nach­rich­ti­gung ent­ge­gen. eay.cc zum bei­spiel, da wur­den mei­ne book­mark-web­men­ti­ons dann aber ko­misch dar­ge­stellt, also hat er das re­pa­riert und spass da­bei ge­habt.

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oder ges­tern habe ich crow­der­soup.com ei­nen kom­men­tar ge­schickt. der wur­de an­ge­nom­men aber jetzt muss das lay­out of­fen­bar re­pa­riert wer­den. bei bei­den war ich of­fen­bar der ers­te, der so­was ge­schickt hat und ehr­lich­ge­sagt bin ich hier auch nicht auf alle web­men­ti­on-ar­ten vor­be­rei­tet, die mir po­ten­zi­ell ge­schickt wer­den kön­nen.

aber das ist eben teil des spass: build & re­pair as you go, pro­ble­me dann lö­sen, wenn sie da­her­kom­men. oder an­ders ge­sagt: eine web­sei­te ist eine bau­stel­le die wirk­lich kein ende hat — und das ist auch gut so.


ich weiss gar nicht mehr wie ich crow­der­soup.com ent­deckt habe, aber ich ver­mu­te über in­die­web­news. den bei­trä­gen dort fol­ge ich seit kur­zem wie­der in­ten­si­ver und kom­me da­durch ver­mehrt auf web­sei­ten die sich mit den tech­no­lo­gien des in­die­webs aus­ein­an­der­set­zen — oder ge­nau­er: da­mit rin­gen. der gleich­zei­ti­ge vor- und nach­teil der in­die­web-idee ist, dass es kaum fer­ti­ge lö­sun­gen gibt und man sich ei­gent­lich al­les selbst zu­sam­men­baut. das ist ein se­gen und ein fluch und ich ver­flu­che die kom­ple­xi­tät die­ses in­diw­web-ge­döns auch re­gel­mäs­sig, um dann doch im­mer wie­der ei­nen neu­en ver­such zu star­ten.

die­se de­fi­ni­ti­on von mar­ty mc­gui­re um­schreibt die idee des in­die­web ganz gut, vor al­lem was es ist und eben nicht ist:

in­die­web.org is not a pre­scip­ti­on or a cook­book or an exer­cise plan. It doesn’t tell you how to “be In­die­Web”. It’s a coll­ec­ti­ve me­mo­ry of ex­pe­ri­ments, some suc­cessful and some not, from a group of ex­pe­ri­ment­ers that has ch­an­ged great­ly over time.

was mir aber, ab­ge­se­hen von den phi­lo­so­phi­schen fra­gen, heu­te auf­fiel: die idee des in­die­web­news-ag­gre­ga­tors kann man ei­gent­lich wei­ter­spin­nen. in­die­web­news ist ein ag­gre­ga­tor in dem man sich selbst ein­trägt, ein­fach in­dem man in­die­web­news ver­linkt und dann ein web­men­ti­on an in­die­web­news sen­det (an­lei­tung auf deutsch bei news.in­die­web.org/de). die­ses vor­ge­hen macht die sei­te nicht 100% spam-re­sis­tent, aber mit ein biss­chen mo­de­ra­ti­on könn­te man dar­aus ei­gent­lich sehr schö­ne ag­gre­ga­to­ren zu al­len mög­li­chen the­men bau­en. wie ge­sagt, seit ich den eng­li­schen ka­nal der in­die­web­news nä­her ver­fol­ge, habe ich vie­le neue, in­ter­es­san­te web­sei­ten/blogs ge­fun­den die in­ter­es­san­te sa­chen schrei­ben oder bau­en oder zei­gen. viel­leicht könn­te man so blog-the­men-hubs bau­en. mir fehlt lei­der die struk­tu­rier­te phan­ta­sie um so ein kon­zept zu ver­fei­nern, aber die dis­co­vera­bi­li­ty und sicht­bar­keit von blogs und web­sei­ten zu ver­bes­sern ist ja ein er­stre­bens­wer­tes ziel. 


anke gröner über einen text von englisch-professor walt hunter im atlantic: „Stop Meeting Students Where They Are“ (geschenk-link von anke).

Keine pseu­do­klu­ge, weil an­ge­le­se­ne Wie­der­ga­be von fremden Po­si­tio­nen, sondern das Ab­ar­bei­ten am eigenen Un­ver­ständ­nis. Die Kon­fron­ta­ti­on mit Fragen anstatt die Suche nach der einen Antwort, die es eh nicht gibt. […]
Lesen [ist] eben immer mehr ist als Lesen: Fragen stellen, nach­den­ken, Po­si­tio­nen über­den­ken. […]



When phone cameras got good enough, portrait pho­to­graph­ers scolded people who took their own headshots.

And when the Mac got pretty good at ty­pe­set­ting, pro­fes­sio­nal designers pointed out that people who can’t tell a font from a typeface and don’t care about kerning should avoid it.

Pro­fes­sio­nal trans­la­tors bring humanity and insight to trans­forming writing from one language to another, but many people continue to use Google Translate…

Here’s the thing: the trans­la­tors take their own headshots. Web designers often use trans­la­ti­on software. And life coaches build their own websites with Squa­re­space and put their own selfies on Linkedin. We all make our own decisions, and most of the time, we use tech to do it ourselves.

When phone cameras got good enough, portrait pho­to­graph­ers scolded people who took their own headshots.

And when the Mac got pretty good at ty­pe­set­ting, pro­fes­sio­nal designers pointed out that people who can’t tell a font from a typeface and don’t care about kerning should avoid it.

Pro­fes­sio­nal trans­la­tors bring humanity and insight to trans­forming writing from one language to another, but many people continue to use Google Translate…

Here’s the thing: the trans­la­tors take their own headshots. Web designers often use trans­la­ti­on software. And life coaches build their own websites with Squa­re­space and put their own selfies on Linkedin. We all make our own decisions, and most of the time, we use tech to do it ourselves.

das sind natürlich auch alles „Stan­dard­si­tua­tio­nen der Tech­no­lo­gie­kri­tik“.