alles





köst­li­che ka­lo­rien­bom­be. für schwä­bi­sche ver­hält­nis­se hat­ten die käs­spätz­le si­cher et­was viel sos­se, war aber egal, weil le­cker. spätz­le selbst scha­ben hat sich auch ge­lohnt, fest und fluf­fig zu­gleich. 




bin sehr zu­frie­den wie das schwarz­brot mit son­nen­blu­men­ker­nen ge­wor­den ist. so­wohl lo­cker als auch fest, duf­tig, saf­tig und trotz gro­ben schrots, und gan­zen rog­gen­kör­nern sehr schön weich. 


Photo by felix schwenzel in Wedding, Berlin. Keine Fotobeschreibung verfügbar..

hat­te zum früh­stück ap­pe­tit auf nu­deln, also aus hart­wei­zen, was­ser und salz nu­deln ge­macht und aus knob­lauch, ba­si­li­kum, man­deln, to­ma­ten und par­me­san ein pes­to alla tra­pa­ne­se ge­stampft. war ein gu­tes früh­stück. 



am wo­chen­en­de, als das kind da war, hab ich die mit 30% (wei­zen) voll­korn­an­teil ge­macht, jetzt is­ses 100% voll­korn­wei­zen­an­teil (und ein biss­chen rog­gen­mehrl). trotz­dem in­nen un­fass­bar fluf­fig, eine char­ge, so wie ich es mag aus­sen eher weich und eine char­ge, wie es die bei­fah­re­rin mag, eher knusp­rig. nach dem plötz­blog („Wei­zen­voll­korn­bröt­chen (mit hel­ler Va­ri­an­te)“). 


Mit zwei Jah­ren ist die­ses Vi­deo ganz si­cher nicht das neu­es­te, aber sein In­halt fas­zi­nier­te mich auf zwei­fa­che Wei­se. Ei­ner­seits, dass in der Ge­schich­te der Mi­kro­wel­le tat­säch­lich le­ben­de Hams­ter eine Rol­le spie­len und an­de­rer­seits die an­ge­neh­me, sach­li­che, knap­pe und flos­kel­lo­se Prä­sen­ta­ti­on des You­tubers Tom Scott. Auch wenn Tom Scott sei­nen Ka­nal be­reits seit weit über zehn Jah­ren be­treibt und dort über 700 Vi­de­os ver­öf­fent­licht hat, kann­te ich ihn bis­her nicht.

Nach dem Ein­stieg über das Mi­kro­wel­len­vi­deo habe ich mich durch Scotts Ka­nal ge­bin­ged und habe das eine oder an­de­re er­fah­ren was ich vor­her noch nicht wuss­te, zum Bei­spiel wie die Si­cher­heit im Schwei­zer Gott­hard­bahn­tun­nel ge­währ­leis­tet wird, wie ein Hai ins Dach ei­nes Wohn­hau­ses im bri­ti­schen Ox­ford kam oder wie man ein dre­hen­des Wohn­haus baut.

Und die­ses Vi­deo hät­te ein her­vor­ra­gen­der Re­pu­bli­ca-Vor­trag sein kön­nen, aber da hät­te es wahr­schein­lich kei­ne 65.861.789 Auf­ru­fe be­kom­men

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Seit ei­ner Wei­le habe ich mir den You­tube-Vor­schlags­al­go­rith­mus durch um­sich­ti­ge Nut­zung so trai­niert, dass er mir tat­säch­lich gute Vor­schlä­ge macht. Der Al­go­rith­mus ist mitt­ler­wei­le so gut, dass der Auf­ruf der You­tube-Start­sei­te mir tat­säch­lich je­den Abend meh­re­re se­hens­wer­te Vi­de­os vor­schlägt.

Durch die­sen Tipp von John Gru­ber muss ich auch kei­ne Wer­bung mehr er­tra­gen. Je­den­falls wür­de ich in Ko­ope­ra­ti­on mit dem You­tube-Vor­schlags­al­go­rith­mus hier ger­ne re­gel­mäs­sig mei­ne You­tube-Fund­stü­cke prä­sen­tie­ren.

Das gross­ar­ti­ge an You­tube ist na­tür­lich, dass man an­de­ren Leu­ten da­bei zu­schau­en kann, wie sie Sa­chen ma­chen. Dem Skan­di­na­vi­er Erik Grank­vist kann man in die­sem Vi­deo an­dert­halb Stun­den lang zu­schau­en, wie er sich ein Block­haus in der Wild­nis baut. Das ist kei­ne Se­kun­de lang­wei­lig, ob­wohl er im ge­sam­ten Vi­deo kein ein­zi­ges Wort spricht.

Et­was lang­wei­li­ger, viel­leicht auch weil die Prot­ago­nis­ten die gan­ze Zeit spre­chen, er­klä­ren und uns an ih­ren Ideen teil­ha­ben las­sen, ist die­ses Vi­deo ei­ner ame­ri­ka­ni­schen Fa­mi­lie die sich in den ita­lie­ni­schen Al­pen ei­nen Schup­pen ge­kauft hat und jetzt in müh­sa­mer, ge­mein­sa­mer Hand­ar­beit um­baut. Ich wer­de den Fort­schritt ih­rer Be­mü­hun­gen auf je­den Fall wei­ter ver­fol­gen (so der You­tube Al­go­rith­mus denn will) und viel­leicht lohnt es sich hier auf ei­nen Su­per­cut zu war­ten, wenn die Hüt­te fer­tig ist.

Von der SWR-Rei­he „Hand­werks­kunst“ wur­den mir auch schon sehr vie­le schö­ne Vi­deo in die Vor­schlags­lis­te ge­spült, hier sieht man 45 Mi­nu­te lang wie sich je­mand sei­nen Traum von ei­nem Tiny House er­füllt.

Ge­le­gent­lich lohnt es sich auch et­was über die Ent­ste­hung ar­chi­tek­to­ni­scher Klas­si­ker zu er­fah­ren. Ich fand die­ses 9 Mi­nu­ten Vi­deo über die Ent­ste­hung von Frank Llyod Wright’s Meis­ter­werk Fal­ling Wa­ter sehr se­hens­wert.

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„Die Lö­sung all un­se­rer Pro­ble­me“

felix schwenzel in notiert, teil der sammlung: meine piqs

An­de­ren Leu­ten da­bei zu­zu­hö­ren, wie sie über den Kli­ma­wan­del re­den, ge­hört nicht un­be­dingt zu mei­nen liebs­ten Be­schäf­ti­gun­gen. Ich hab ver­stan­den, dass wir ein Pro­blem ha­ben.

Trotz­dem habe ich An­ders Le­ver­mann auf der Re­pu­bli­ca ger­ne zu­ge­hört, wie er — sehr un­ter­halt­sam — die be­vor­ste­hen­den ka­ta­stro­pha­len Fol­gen des Kli­ma­wan­dels skiz­zier­te. Ich weiß nicht, ob an­de­re den Vor­trag auch un­ter­halt­sam und wit­zig fan­den, aber ich muss­te bei Le­ver­manns Art des Vor­trags im­mer an den gran­dio­sen Piet Klo­cke den­ken.

Aber der ei­gent­li­che Witz an Le­ver­manns Vor­trag — und der Grund, war­um ich ihn nicht wie Hun­der­te an­de­re Re­pu­bli­ca-Vor­trä­ge die­ses Jahr aus­ließ — war na­tür­lich, dass in der Vor­trags­an­kün­di­gung stand, dass er ei­nen Lö­sungs­an­satz und ein „neu­es Nar­ra­tiv für die Zu­kunft“ prä­sen­tie­ren wol­le. Le­ver­mann lei­te­te sei­nen Vor­trag mit die­sen Wor­ten ein:

Ich bin theo­re­ti­scher Phy­si­ker und das wird jetzt furcht­bar lang­wei­lig. Ich er­zähl erst­mal was über Kli­ma­wan­del und dann er­zähl ich was über die Lö­sung all un­se­rer Pro­ble­me.

Ge­nau mein Hu­mor. Das mit dem „lang­wei­lig“ stimm­te, wie ge­sagt, nicht ganz, aber die ma­the­ma­ti­sche Idee der Fal­tung auf Bio­to­pe, Wirt­schaft und Ge­sell­schaft an­zu­wen­den, fand ich über­zeu­gend und in­spi­rie­rend. Es sind ge­nau die­se po­si­ti­ven Nar­ra­ti­ve, über die wir re­den soll­ten. Dar­über, dass Gren­zen und Ein­schrän­kun­gen eben nicht Ver­lust be­deu­ten, son­dern et­was sein kön­nen, was Di­ver­si­tät, Krea­ti­vi­tät und eine Art un­be­grenz­tes Wachs­tum (in die Viel­falt) mo­ti­vie­ren kann. Mir fiel das erst nach­träg­lich auf, aber in Viel­falt steckt eben auch die Fal­tung.

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(ur­sprüng­lich auf piqd.de ge­pos­tet)