alles
am wochenende, als das kind da war, hab ich die mit 30% (weizen) vollkornanteil gemacht, jetzt isses 100% vollkornweizenanteil (und ein bisschen roggenmehrl). trotzdem innen unfassbar fluffig, eine charge, so wie ich es mag aussen eher weich und eine charge, wie es die beifahrerin mag, eher knusprig. nach dem plötzblog („Weizenvollkornbrötchen (mit heller Variante)“).
Dinge die man möglicherweise nicht weiß
Mit zwei Jahren ist dieses Video ganz sicher nicht das neueste, aber sein Inhalt faszinierte mich auf zweifache Weise. Einerseits, dass in der Geschichte der Mikrowelle tatsächlich lebende Hamster eine Rolle spielen und andererseits die angenehme, sachliche, knappe und floskellose Präsentation des Youtubers Tom Scott. Auch wenn Tom Scott seinen Kanal bereits seit weit über zehn Jahren betreibt und dort über 700 Videos veröffentlicht hat, kannte ich ihn bisher nicht.
Nach dem Einstieg über das Mikrowellenvideo habe ich mich durch Scotts Kanal gebinged und habe das eine oder andere erfahren was ich vorher noch nicht wusste, zum Beispiel wie die Sicherheit im Schweizer Gotthardbahntunnel gewährleistet wird, wie ein Hai ins Dach eines Wohnhauses im britischen Oxford kam oder wie man ein drehendes Wohnhaus baut.
Und dieses Video hätte ein hervorragender Republica-Vortrag sein können, aber da hätte es wahrscheinlich keine 65.861.789 Aufrufe bekommen
Anderen Leuten beim Hausbau zuschauen
Seit einer Weile habe ich mir den Youtube-Vorschlagsalgorithmus durch umsichtige Nutzung so trainiert, dass er mir tatsächlich gute Vorschläge macht. Der Algorithmus ist mittlerweile so gut, dass der Aufruf der Youtube-Startseite mir tatsächlich jeden Abend mehrere sehenswerte Videos vorschlägt.
Durch diesen Tipp von John Gruber muss ich auch keine Werbung mehr ertragen. Jedenfalls würde ich in Kooperation mit dem Youtube-Vorschlagsalgorithmus hier gerne regelmässig meine Youtube-Fundstücke präsentieren.
Das grossartige an Youtube ist natürlich, dass man anderen Leuten dabei zuschauen kann, wie sie Sachen machen. Dem Skandinavier Erik Grankvist kann man in diesem Video anderthalb Stunden lang zuschauen, wie er sich ein Blockhaus in der Wildnis baut. Das ist keine Sekunde langweilig, obwohl er im gesamten Video kein einziges Wort spricht.
Etwas langweiliger, vielleicht auch weil die Protagonisten die ganze Zeit sprechen, erklären und uns an ihren Ideen teilhaben lassen, ist dieses Video einer amerikanischen Familie die sich in den italienischen Alpen einen Schuppen gekauft hat und jetzt in mühsamer, gemeinsamer Handarbeit umbaut. Ich werde den Fortschritt ihrer Bemühungen auf jeden Fall weiter verfolgen (so der Youtube Algorithmus denn will) und vielleicht lohnt es sich hier auf einen Supercut zu warten, wenn die Hütte fertig ist.
Von der SWR-Reihe „Handwerkskunst“ wurden mir auch schon sehr viele schöne Video in die Vorschlagsliste gespült, hier sieht man 45 Minute lang wie sich jemand seinen Traum von einem Tiny House erfüllt.
Gelegentlich lohnt es sich auch etwas über die Entstehung architektonischer Klassiker zu erfahren. Ich fand dieses 9 Minuten Video über die Entstehung von Frank Llyod Wright’s Meisterwerk Falling Water sehr sehenswert.
„Die Lösung all unserer Probleme“
Anderen Leuten dabei zuzuhören, wie sie über den Klimawandel reden, gehört nicht unbedingt zu meinen liebsten Beschäftigungen. Ich hab verstanden, dass wir ein Problem haben.
Trotzdem habe ich Anders Levermann auf der Republica gerne zugehört, wie er — sehr unterhaltsam — die bevorstehenden katastrophalen Folgen des Klimawandels skizzierte. Ich weiß nicht, ob andere den Vortrag auch unterhaltsam und witzig fanden, aber ich musste bei Levermanns Art des Vortrags immer an den grandiosen Piet Klocke denken.
Aber der eigentliche Witz an Levermanns Vortrag — und der Grund, warum ich ihn nicht wie Hunderte andere Republica-Vorträge dieses Jahr ausließ — war natürlich, dass in der Vortragsankündigung stand, dass er einen Lösungsansatz und ein „neues Narrativ für die Zukunft“ präsentieren wolle. Levermann leitete seinen Vortrag mit diesen Worten ein:
Ich bin theoretischer Physiker und das wird jetzt furchtbar langweilig. Ich erzähl erstmal was über Klimawandel und dann erzähl ich was über die Lösung all unserer Probleme.
Genau mein Humor. Das mit dem „langweilig“ stimmte, wie gesagt, nicht ganz, aber die mathematische Idee der Faltung auf Biotope, Wirtschaft und Gesellschaft anzuwenden, fand ich überzeugend und inspirierend. Es sind genau diese positiven Narrative, über die wir reden sollten. Darüber, dass Grenzen und Einschränkungen eben nicht Verlust bedeuten, sondern etwas sein können, was Diversität, Kreativität und eine Art unbegrenztes Wachstum (in die Vielfalt) motivieren kann. Mir fiel das erst nachträglich auf, aber in Vielfalt steckt eben auch die Faltung.
(ursprünglich auf piqd.de gepostet)







































