rot: anzahl artikel die ich pro jahr auf wirres.net veröffentlicht habe (peak ca. 1800)
orange: anzahl instagram posts die ich pro jahr veröffentlich habe (peak 360)
die daten werden noch verfälscht, weil zwischen 2015 und 2021 noch ziemlich viele instagram kopien auf wirres.net und damit im roten bereich gelandet sind. zwischen 2015 und 2021 müsste orange also substrahiert, statt gestapelt werden.
arno frank über das letzte konzert von ozzy osbourne, bzw. black sabbath — oer besser: über metal.
durchgehend ein grossartiger text aus dem ich gerne die hälfte zitieren möchte und beim lesen ständig mit dem kopf nickte, nicht wegen irgendwelcher rhythmen, sondern aus zustimmung und freude darüber, dass da jemand teile der welt so wahrnimmt wie ich.
aber am meisten lesefreude hat mir das ende des textes verschafft:
Auf seinem Thron bekommt [Ozzy Osbourne] nicht mit, dass Bill Ward nach dem zweiten Song hinter seinem Schlagzeug das schwarze T-Shirt auszieht und mit nacktem Oberkörper weitertrommelt. Ruhig und selbstverständlich, in vollendetem Einklang mit der eigenen Vergänglichkeit. Er ist 77, verdammt, und er will nicht wirken wie 21.
Es ist die berührendste Geste des Tages. Weil sie beiläufig davon erzählt, worum es beim Metal eigentlich geht und im Leben überhaupt: um den Mut, die eigene Versehrtheit auszuhalten.
und auch wenn ich das ende jetzt (mild) gespoilert habe, ich empfehle sehr den ganzen text zu lesen, auch wenn er hinter der spiegel.de-bezahlschranke liegt. der link ist ein geschenklink und funktioniert nur 10 mal.
jedes mal das gleiche, wenn ich mich erkälte oder einen grippalen infekt hole. am anfang, wenns in der nase oder im hals kratz, denke ich sowohl „fuck“ als auch, „ach, geht vorbei“.
wenn sich dann 12-24 stunden später zeigt, dass es nicht weggeht, denke ich trotzdem, „ist morgen bestimmt wieder weg“. ich bin dann zwar als gesamthaltung eher schlecht gelaunt, aber noch arbeitsfähig und in der lage klar zu denken.
ab tag zwei macht mir mein körper dann klar: du machst jetzt erstmal gar nix, jetzt bin ich dran. er arbeitet auf hochtouren und obwohl ich gar nix mache, bin ich erschöpft wie nach einem 20 kilometer marsch. mein optimnismus weicht, ich weiss, dass dauert jetzt ne weile. hoffnung keimt, dass es vielleicht keine ganze woche dauert, sondern nur ein paar tage.
am dritten tag arbeitet der köper immer noch wie ein berserker. so doll, dass er stellenweise überhitzt. jetzt lässt er mich nicht einmal mehr denken. hirnaktivität ist offenbar die letzte priorität, ich verbringe den tag zwangsläufig mehr oder weniger vegetativ. und habe durst wie ein kamel.
heute ist der vierte tag. wir haben gewonnen, mein körper und ich. er lässt mich ihn wieder benutzen und auch denken darf ich wieder. er ist noch geschwächt und bittet mich hörbar ihn noch ein bisschen zu schonen, aber das steuerrad hat er wieder unter mein nicht immer super verantwortungsvolles kommando gegeben.
toll! christoph hat sein instagram-konto auch runtergeladen, allerdings nicht mit instaloader, sondern direkt per meta. und dann hat er sich schnell in kirby sein instarchiv zusammengebastelt.
im märz hatte er sein instagram-konto auf privat gestellt und schrieb, dass es schade sei, wie vergiftet und influence-optimiert instagram (influegram?) mitllerweile sei. ausserdem solle man doch folgendes in erwägung ziehen: „fuck meta“.
habe ich in erwägung gezogen und in sachen facebook schon lange konsequenzen gezogen. threads funktioniert für mich irgendwie nicht, weder in bezug auf das was mir die timeline zeigt, noch in bezug auf wen ich da erreiche — oder eben nicht erreiche.
instagram hingegen habe ich von anfang an aus technischen gründen geschätzt. in einer zeit mit langsamen internet, so vor 14 jahren, bot die instagram-app ein einfache und zuverlässige methode bilder online zu bekommen. mobloggen nannte man das damals™ auch gelegentlich. so habe ich instagram eigentlich immer genutzt, als internet-sofortbildkamera. dass man diese sofortbilder dann später auch noch geotaggen konnte und irgendwann auch videos funktionierten, waren nette zusatzfeatures die ich gerne genutzt habe.
und weil ich irgendwann (2015) auch noch einen weg fand die bilder und videos automatisch in den von mir kontrollierten teil des internets zu kopieren (also auf wirres.net), war instagram für eine weile vor allem teil meines blogworkflows. als diese möglichkeit 2021 wegfiel (RIP ownyourgram) habe ich instagram trotzdem weitergenutzt als blogersatz und feedbackmaschine. denn angesichts der (meist eher bescheidenen) like-counts scheinen auf instagram immer noch (bis heute) ein paar leute meine beiträge angezeigt zu bekommen. ich habe dort also immer noch publikum.
kurz, ich würde instagram jetzt wieder gerne so nutzen, wie ich es zwischen 2015 und 2021 getan habe. als technisch ausgereifte möglichkeit geogetaggte bilder und videos in mein blog zu schauffeln, als wirres.net client. technisch scheine ich dazu einen weg gefunden zu haben. mal schaun obs klappt.
das schlimmste was passieren kann, ist dass meta mich wegen scraping sperrt. aber das wäre dann auch meta-ironisch.
ich bin krank, also eine gute gelegenheit in meinem instagram sofortbild-archiv zu blättern. hier sind ein paar der bilder die ich gerne nochmal nach oben spülen würde.
ich bin ja immer wieder fasziniert, welche ähnlichkeiten der körper von hunden mit unserem hat. wie sich hunde beim liegen auf den ellenbogen abstützen, wie furcht bei mir das steissbein zum kribbeln bringt und bei hunden die rute nach unten drückt. aber auch die finger haben ganz offensichtlich ähnliche konstruktionsmerkmale wie bei uns. das sieht man nur sehr selten, weil hunde normalerweise sehr viele haare an den fingern haben. ausser man schneidet ihnen mal die finger.
eigentlich ist mit dem kirby-maps plugin vorgesehen mapbox oder google karten einzubetten. aber natürlich kann man das snippet anpassen, also habe ich es angepasst, dass es statische karten von atlas.p3k.io lädt und lokal speichert.
pro karte speicher ich zwei dateien, eine normal grosse und für die lightbox nach dem klick eine etwas grössere version die auch ein etws lesbarereres kartenmaterial hat.
das geht auch im fussbereich von artikeln, wenn ich artikel mit ortsinformationen veröffentlichen will.
berichtenswert ist das natürlich nur, wenn die eingabe von geo-daten auch wirklich einfach geht. und ich finde das interface sehr schön.
leider fallen mir mit jeden neuen feature 20 andere features ein. aber kurzfristig (notiz an mich selbst), sollte ich mich um folgendes kümmern.
geoinformationen auch maschinenlesbar ausliefern
(systematisch) rss feeds für einzelne kategorien einführen, ich kann mir vorstellen, dass es 2 oder drei leute gibt, die den abonnieren würden
die seite die auf dem screenshot zu sehen ist gibt’s immer noch: was ist wirres?. da gibt und gab es wohl humor-differenzen, in dem artikel hab ich tatsächlich jedes vorkommen der buchstabenkombination ich mit meiner kontaktseite verlinkt. fand ich vor 20 jahren wohl witzig.
und finde es immer noch ein bisschen witzig.
das logo auf dem screenshot im buch war wohl eher temporär. die kacke kam da nicht aus dem hund, sondern aus der tastatur. und das ix statt ich sage und schreibe ich einerseits eher sporadisch und gegebenenfalls vor zwanzig jahren noch gar nicht.
nachdem ich mir vor ein paar tagen meine instagram-beiträge „runtergeladen“ habe (mit instaloader, siehe auch hier), hab ich mir jetzt einen prototypen gebaut. alle meine instagram-beiträge seit 2011 bis jetzt sind jetzt unter „sofortbilder“, ca. 2300 beiträge, die aktuell 530 MB wiegen (noch ohne video-dateien).
wie auf instagram, kann ich jetzt mit den j/k tasten in einem beitrag vor- und zurück-bläätern. und anders als bei instagram kann ich auch ein paar jahre vor und zurückblättern. ist alles noch sehr unfertig, aber ich finde es grossartig.
videos (im moment werden nur die coverbidler gezeigt)
automatisches aktualisieren, neu hinzugekommene, von mir auf instagram gepostete beiträge anlegen
wie ichs gebaut habe:
instaloader legt für jeden beitrag eine json-datei an (2011-10-17_06-19-58_UTC.json.xz) und legt entsprechend die bilder (2011-10-17_06-19-58_UTC.jpg) und videos dazu
über die json-dateien dateien lasse ich ein script iterieren (hab ich mit chatgpt zusammengedengelt), das je beitrag einen ordner anlegt und dort die json-datei und bilder ablegt.
in diesem ordenr legt das script auch eine kirby-inhalts-datei in der die bilder, die caption, tags und so weiter drin stehen.
am ende habe ich ca. 2300 ordner die ich einfach in einen kirby-content ordner „sofortbilder“ lege. fertig (mehr oder weniger).
der witz ist natürlich, jetzt wo ich an meine daten rankomme, werde ich instagram (wahrscheinlich) auch wieder (regelmässiger) benutzen. auch wenn das artikelbild etwas anderes suggeriert.
p.s.: am wochenende auch auf kirby 5 geupdated. war vorwiegend ereignis- und problemlos. endlich darkmode im panel/admin-interface.
dasnuf erinnert mich daran, warum ich gerne ins museum gehe: unter anderem, weil man inspiriert oder irritiert nach hause geht und man in diesem sinnne immer irgendwas mit nach hause bringt.
der architekt david romero hat mehrere nicht realisierte gebäude von frank lloyd wright nachgebaut. ich bin nicht der meinung, dass photorealismus in allen situationen hilfreich ist, aber hier, zum beispiel beim „The Illinois“, hilft das gelegentlich sehr bei der einschätzung (via).
der ostbahnhof, wie er gestern beim nachmittagsspaziergang aussah.
bei unseren spaziergängen in den rehbergen sehen wir am wilschweingehge von zeit zu zeit eine sehr, sehr grosse krähe. eindeutig keine nebelkrähe, wie die anderen krähen in den rehbergen und umgebung, sondern durchgehend schwarz. ich spekulier dann immer vor mich hin, pb das ein rabe sein könnte, verwerfe den gedanken dann aber, weil die zu selten sind um mitten in berlin unbemerkt rumzuleben.
heite früh haben wir eine gruppe schwarzer rabenvögel auf der catcherwiese gesehen. die vögel waren zu weit weg, deshalb bin ich mir nicht sicher ob sie auch so gross waren, wie der vogel, den wir immer wieder am wildschweingehge sehen. jedenfalls war ihr ruf definitiv nicht so krazig wie der von nebelkrähen, sondern eher rollend. aber das auftreten in einer gruppe spricht ja wahrscheinlich auch eher gegen raben, also wahrscheinlich waren es rabenkrähen. die unterscheidungs-videos und artikel helfen mir jedenfalls nicht dabei die frage zu beantworten was da nun für rabenvögel sind.
ansonsten erfreute uns ein nieselschauer auf der catcherwiese. einen regenbogen konnte ich nicht finden.
und ich freue mich seit fünf jahren darüber, wie reaktionsschnell frida ist und dass sie zugeworfenen käse fast immer schnappt, egal wie scheisse ich werfe.
die beifahrerin so: „wir brauchen einen airfryer!“ ich so: „nee. wir haben alles was wir brauchen.“
zwei wochen später: „wir brauchen einen airfryer!“ „nee, wir haben schon die ganze bude voll mit geräten und wissen nicht wo wir die lagern sollen.“
zwei wochen später: „wir brauchen einen airfryer!“ „nee, wir wollten doch weniger ausgeben.“ „60,00 €!“ „...“
einen tag später frage ich mich, wo wir das teil hinstellen sollen wenn wir es mal nicht brauchen.
praktisch: das teil ruft einen, wenn das gargut geschüttelt werden will. und die kartoffeln/pommes die hier zubereitet werden, sehen schon nach 20 minuten ganz gut aus.
(die 2441 W sind die leistung die der zentrale stromzähler gemessen hat)
die app ist ziemlicher müll: zu lahm (startet 30 sekunden lang), intrusiv (verlangt berechtigungen zur positionsbestimmung, sonst keine fernsteuerung), voll mit werbung, bedienungsanleitung ein liebloses DIN A4 pdf ohne mobil-optimierung. liebloser scheiss oder differenzierter: auf allen ebenen nicht zuende gedacht.
gestern gelernt: manchmal ist es besser die doku selbst zu lesen, als sie sich von chatgpt erklären zu lassen. RTFM hat in zeiten von LLMs noch seine berechtigung.
lange version
instagram hab ich in letzter zeit kaum noch genutzt. aber eigentlich benutze ich instagram gerne.
vor ein paar jahren hab ich dort gepostet und meine beiträge mit einem script (ownyourgram) ins blog gezogen. das geht nicht mehr, seit instagram seine API verrammelt hat.
instagram scrapen ist schwierig, aber mit instaloader geht’s offenbar ganz gut.
mit chatgp hab ich es allerdings nicht zum laufen bringen können. was half: die doku selbst lesen und das dort gezeigte session script benutzen.
jetzt habe ich ein archiv all meiner instagram-posts seit dem oktober 2011. damit könnte ich mir mit kirby recht schnell einen instagram archiv-viewer bauen oder wieder anfangen bilder auf instagram zu posten, ins blog zu ziehen und auf mastodon und bluesky cross zu posten.
wenn ich wie jetzt zugriff auf die daten habe, kann ich also auch wieder anfangen instagram zu benutzen.
hat mir meine mutter geschickt: ein antiker tür-vorhang in northeim. praktisch, weil effektiver sonnenschutz sollte immer draussen angebracht sein.
angenehm kühl heute früh, gelegentliche niesel-schauer mit dicken tropfen. sehr schön nach der hitze gestern. wir sind vom wedding zur friedrichstrasse gelaufen und weil ich meine uhr vergessen habe, wurde nur frida getrackt.
vom wedding zur friedrichstrasse — und mit der bahn zurück.
blick vom nordhafenpark west auf die heidestrasse und das neue dingenskirchen quartier
auch so ein geschenk an die architekten: aufwendig geplante, freischwebende und auskragende dachkonstruktion — um dann ein paar überwachungskameras an den showstopper zu hängen.
kurz vor der friedrichstrasse; frida inspiziert das wasser.
ich mag dieses live foto (vom sonntag) weil es einerseits ein bisschen wimmelt und dann eben auch nicht. man sieht bei jedem durchlauf vier schwarze punkte im himmel aufblitzen, gegenüber am ufer sitzt ein halbnackter sonnenbadender, die weiden gegenüber bewegen sich im wind und die häuser ächzen bereits unter der morgensonne.
meine mutter hat in den letzten tagen auch gebloggt. sie bloggt allerdings in den imessage-gemeinschafts-chat mit ihr, der beifahrerin, mir und dem kind. bilder und geschichten von ihrem klassentreffen. ich les das genauso gerne wie manche blogs und genauso zeitversetzt wie ich meinen RSS reader lese. mal ein paar tage später, mal ne woche später wenn was dazwischen kommt. und wenn ichs lese kann ich emoticons an die bilder oder texte pappen und sie freut sich. wie beim bloggen. hier musste ich wieder sehr lachen, weil die diktierfunktion einen kleinen witz einstreute.
Das Foto oben zeigt die Bühne, Freilichtbühne hieß es früher, wo am Freitag Haut Carpendale aufgetreten ist. Deshalb konnte ich Geld sparen und konnte hier nicht übernachten und bin deshalb in einem ganz popeligen Hotel in Northeim an der Rhumebrücke untergekommen.
bild der panke auf dem man die panke kaum sieht
gestern sind frida und ich wieder mal an der panke langgegangen. uns zieht es ständig zum wasser. frida natürlich nochmal ein bisschen mehr als mich, sie möchte immer auch gleich rein ins wasser. ich bin da aber eher ne spassbremse, ich will nur am wasser entlanglaufen. gelegentlich, wenn mir der uferbereich sicher genug vorkommt, das wasser sauber genug scheint und ich nichts von blaualgen gehört habe, lass ich sie auch mal ins wasser.
erstaunlich finde ich den geruch von solchen gewässern. die panke riecht genauso wie vor 40 jahren die „inde“ in aachen/kornelimünster — etwas modrig, kackig, aber nicht unangenehm.
die beifahrerin geht seit 3 tagen jeden nachmittag/frühabend mit frida im plötzensee schwimmen. ich finde das sehr gut weil frida einerseits ein leidenschaftliches wassertier ist, ihr aber andererseits die regelmässigkeit fehlt und sie das wasser immer noch irre aufregend findet. heute, meinte die beifahrerin, sei sie zum erstem mal auch ein bisschen geschwommen, statt nur zu planschen und nach selbstgespritzten wassertropfen zu schnappen.