alles

fas­zi­nie­rend. nach dem #Re­zo­Vi­deo, schallt es aus der #CDU aus al­len ecken: „un­ge­nau! un­dif­fe­ren­ziert!“

wenn die vor­sit­zen­de der CDU was sagt, muss die hal­be CDU aus­rü­cken und er­klä­ren, was ge­nau sie ge­meint ha­ben könn­te.

ge­nau­ig­keit pre­di­gen aber selbst schwa­dro­nie­ren & rau­nen.


| schwa­dro­nie­ren, ʃva­droˈ­niːrən |

HER­KUNFT
ei­gent­lich = beim Fech­ten wild und plan­los um sich schla­gen
wort­reich, laut, leb­haft, un­be­küm­mert, oft auch auf­dring­lich re­den von sei­nen Hel­den­ta­ten schwa­dro­nie­ren 

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mei­ne sen­so­ren

felix schwenzel in bilder

weil da­ni­el frag­te wie ich mei­ne sen­so­ren un­ter­brin­ge, habe ich mal die meis­ten fo­to­gra­fiert.

@di­plix Ich fra­ge mich ja im­mer noch, wie ihr es schafft, die gan­zen sen­so­ren über­all dis­kret mit 5v zu ver­sor­gen. Läuft das al­les durch die de­cke?

Da­ni­el Nix (@nxD4n) 27.05.2019 10:34

zigbee bewegungssensor von xiaomi (batterie, schlafzimmer)
zig­bee be­we­gungs­sen­sor von xiao­mi (bat­te­rie, schlaf­zim­mer)
433 mhz temperatur- und lufteuchtigkeitssensor von froggit (batterie, schlafzimmer)
433 mhz tem­pe­ra­tur- und luft­e­uch­tig­keits­sen­sor von frog­git (bat­te­rie, schlaf­zim­mer)
doppler/radar bewegungssensor auf espeasy-basis (usb, stube)
dopp­ler/ra­dar be­we­gungs­sen­sor auf es­peasy-ba­sis (usb, stu­be)
433mhz bewegungssensor von intertechno (batterie, stube)
433mhz be­we­gungs­sen­sor von in­ter­tech­no (bat­te­rie, stu­be)
co2-sensor auf mysensors-basis (usb, stube)
co2-sen­sor auf my­sen­sors-ba­sis (usb, stu­be)
gong-servo und bewegungssensor esp/homie-basis (usb, stube)
gong-ser­vo und be­we­gungs­sen­sor esp/ho­mie-ba­sis (usb, stu­be)
optokoppler/lichtsensor auf espeasy basis (usb, flur)
op­to­kopp­ler/licht­sen­sor auf es­peasy ba­sis (usb, flur)
pir-bewegungssensor auf espeasy basis (usb, flur)
pir-be­we­gungs­sen­sor auf es­peasy ba­sis (usb, flur)
türsensor auf devduino/mysensors-basis (batterie, flur)
tür­sen­sor auf dev­dui­no/my­sen­sors-ba­sis (bat­te­rie, flur)
433mhz pir bewegungssensor von intertechno, thermometer von frogigt (batterie, flur)
433mhz pir be­we­gungs­sen­sor von in­ter­tech­no, ther­mo­me­ter von fro­gigt (bat­te­rie, flur)
bewegungssensor von xiaomi (batterie, kinderzimmer)
be­we­gungs­sen­sor von xiao­mi (bat­te­rie, kin­der­zim­mer)
co2-sensor auf mysensor-basis (usb, kinderzimmer)
co2-sen­sor auf my­sen­sor-ba­sis (usb, kin­der­zim­mer)
zigbee vibrations- und lage-sensor von xiaomi um sofa-besetzung zu erfassen (batterie, kinderzimmer)
zig­bee vi­bra­ti­ons- und lage-sen­sor von xiao­mi um sofa-be­set­zung zu er­fas­sen (bat­te­rie, kin­der­zim­mer)
gewichtssensor auf espeasy-basis (usb, kinderzimmer)
ge­wichts­sen­sor auf es­peasy-ba­sis (usb, kin­der­zim­mer)
radar/doppler bewegungssensor, umgebungslichtsensor und schranktürsensor an einen raspberry
ra­dar/dopp­ler be­we­gungs­sen­sor, um­ge­bungs­licht­sen­sor und schrank­tür­sen­sor an ei­nen raspber­ry
lichtsensor, abstands- (klo-) und temperatur und feuchtigkeitssenoren auf espeasy-basis (usb, bad)
licht­sen­sor, ab­stands- (klo-) und tem­pe­ra­tur und feuch­tig­keits­seno­ren auf es­peasy-ba­sis (usb, bad)
radar/doppler bewegungssensor auf espeasy-basis (usb, bad)
ra­dar/dopp­ler be­we­gungs­sen­sor auf es­peasy-ba­sis (usb, bad)
bewegungssensor und one-wire-temperatursensor zum warmwassermessen an einen raspberry angeschlossen
be­we­gungs­sen­sor und one-wire-tem­pe­ra­tur­sen­sor zum warm­was­ser­mes­sen an ei­nen raspber­ry an­ge­schlos­sen
bewegungssensor auf espeasy-basis (usb, kammer) — wird bald ausgemustert/umgewidmet
be­we­gungs­sen­sor auf es­peasy-ba­sis (usb, kam­mer) — wird bald aus­ge­mus­tert/um­ge­wid­met
abstands-/time off flight sensor und türsensor auf mysensors-basis (usb, kammer)
ab­stands-/time off flight sen­sor und tür­sen­sor auf my­sen­sors-ba­sis (usb, kam­mer)
doppler/radar bewegungssensor auf espeasy-basis (usb, küche)
dopp­ler/ra­dar be­we­gungs­sen­sor auf es­peasy-ba­sis (usb, kü­che)
LED-steuerung, spülmaschinen-türsensor und tiefkühlertemperaur auf espeasy-basis (usb, küche)
LED-steue­rung, spül­ma­schi­nen-tür­sen­sor und tief­küh­ler­tem­per­aur auf es­peasy-ba­sis (usb, kü­che)
3-tasten und potentiometer zur licht, radio und essensgong-steuerung auf espeasy-basis (usb, küche)
3-tas­ten und po­ten­tio­me­ter zur licht, ra­dio und es­sens­gong-steue­rung auf es­peasy-ba­sis (usb, kü­che)
ofentemperatur-sensor auf esp/basecamp-basis (usb, küche)
ofen­tem­pe­ra­tur-sen­sor auf esp/base­camp-ba­sis (usb, kü­che)

es feh­len noch ein paar ther­mo­me­ter, die aus­sen­sen­so­ren (tem­pe­ra­tur, licht, luft­feuch­tig­keit und luft­druck auf blue­tooth-ba­sis) auf dem bal­kon, die snips sate­lit­ten, laut­spre­cher, schal­ter und ab­ge­lei­te­ten sen­so­ren (spül­ma­schi­nen-tabs, klo­pa­pier, lap­top-po­si­ti­on aus wifi-tri­an­gu­la­ti­on). die waa­ge, prä­senz­sen­so­ren über be­a­cons, han­dys und nmap, etc. 


ei­ni­ger­mas­sen gu­tes au­to­ma­ti­sie­ren ist schwer und braucht vie­le da­ten, hier am bei­spiel un­se­rer spei­se­kam­mer. sen­sor-ebe­ne eins: ein tür-sen­sor, der das licht an und aus macht, wie beim kühl­schrank. wenn aber min­des­tens eine per­son (zwei­te ebe­ne: an­we­sen­heits-zähl-sen­sor) in der kam­mer ist, geht das licht nicht aus, wenn die tür zu geht. wenn ich die kam­mer ver­las­se, oder ge­nau­er, alle aus der kam­mer raus­ge­hen, geht das licht aus, auch wenn die tür of­fen ist. ein be­we­gungs­sen­sor in der kam­mer ist die drit­te sen­sor-ebe­ne: soll­ten der an­we­sen­heits-zähl-sen­sor oder der tür-sen­sor ver­sa­gen, schal­tet sich das licht nach 10 mi­nu­ten ohne be­we­gung aus. die vier­te ebe­ne ist der licht­schal­ter: wird das licht aus­ge­schal­tet, geht nicht nur das licht aus, son­dern auch der zähl­sen­sor zu­rück­ge­setzt. an­schal­ten kann man das licht na­tür­lich auch mit dem licht­schal­ter.

beim kühl­schrank ist das al­les ein­fa­cher, weil man da nicht rein­ge­hen kann. (der an­we­sen­heits-zähl-sen­sor ist ein ein­zel­ner time-of-flight-la­ser-sen­sor an ei­nem ar­dui­no-nano der per my­sen­sors kom­mu­ni­ziert. es gibt ein kom­mer­zi­el­les pro­dukt, das so ähn­lich funk­tio­niert und das man für $160 vor­be­stel­len kann. mei­ne lö­sung, mit hil­fe vie­ler tol­ler leu­te und open-source-pro­jek­ten im in­ter­net — und ei­nem frei­en wo­chen­en­de und viel ge­duld— kos­tet um die €15.) 



2009 dach­te ich, wir wä­ren wü­tend. Ur­su­la von der Ley­en woll­te das In­ter­net sper­ren, die Vor­rats­da­ten­spei­che­rung wur­de durch­ge­peitscht und „wir“, Men­schen, die im In­ter­net leb­ten, po­li­ti­sier­ten uns (ein biss­chen). Vie­le, ich auch, set­zen Hoff­nun­gen auf die 2006 ge­grün­de­te Pi­ra­ten­par­tei und die­ser Tweet von Max von We­bel, fass­te das vor­herr­schen­de Ge­fühl da­mals per­fekt zu­sam­men:

Ihr wer­det euch noch wün­schen wir wä­ren po­li­tik­ver­dros­sen.

Mei­ne lei­sen Hoff­nun­gen auf Wan­del, auf eine klu­ge Di­gi­tal- und Ge­sell­schafts­po­li­tik, zer­bra­chen bei der Bun­des­tags­wahl 2009 am „wei­ter so!“ der Mehr­heit. Die Pi­ra­ten lan­de­ten bei 2 % und da­mit in der Be­deu­tungs­lo­sig­keit (mit min­des­tens ei­ner er­freu­li­chen Aus­nah­me).

Jetzt habe ich wie­der Hoff­nung, weil sehr vie­le jun­ge Men­schen sehr wü­tend sind — auf eine kon­struk­ti­ve Art. Dies­mal geht es nicht nur um ver­fehl­te Di­gi­tal­po­li­tik, son­dern auch um rea­li­täts­ver­ach­ten­de, shrug­gi­ge Kli­ma­po­li­tik. Der ak­tu­el­le Hö­he­punkt die­ser Ju­gend­wut ist ein ein­stün­di­ges Vi­deo, das der­zeit durch alle Time­lines rauscht und vie­le Po­li­ti­kerïn­nen wie­der eine po­li­tik­ver­dros­se­ne Ju­gend her­bei­wün­schen lässt. Ju­gend­wut äu­ßert sich, ganz an­ders als vor 40 Jah­ren mit in­tro­ver­tier­ter Wut und No Fu­ture, jetzt ex­tro­ver­tiert, kon­struk­tiv und for­dernd un­ter dem Mot­to For Fu­ture.

Das Vi­deo des 26-jäh­ri­gen You­Tubers Rezo er­zürnt der­zeit Groß und Klein in der CDU, aber Han­nes Schr­a­der er­klärt auf Zeit Cam­pus war­um Po­li­ti­kerïn­nen der CDU sich ge­nau über­le­gen soll­ten, „wie sie da­mit um­ge­hen, dass ein jun­ger Mensch mit sei­ner Kri­tik an ih­nen sehr er­folg­reich ist“. (Tipp von mir: die Kri­tik Ernst neh­men.)

Han­nes Schr­a­der er­klärt auch, was an der Kri­tik Re­zos „über­spitzt, wü­tend und un­fair“ ist — und war­um das gut so ist:

Sei­ne Zu­schau­er [sind] jun­ge Men­schen, die das Ge­fühl ha­ben, die al­ten Po­li­ti­ker, die kei­ne Ah­nung von ih­rem Le­ben ha­ben, ma­chen ih­nen das In­ter­net und ihre Zu­kunft ka­putt. Sie sind Teil ei­ner Ge­ne­ra­ti­on, die ge­merkt hat: Nur wenn wir wü­tend sind, hört uns je­mand zu.

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In Viel­falt ge­eint (t3n 56)

felix schwenzel in t3n, teil der sammlung: t3n

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dank der html5-vor­schau der @t3n kann man mei­ne ko­lum­ne am ende des hefts auch die­ses mal vor er­schei­nen des hefts le­sen. @pa­pier­jun­ge fand, dass es eine mei­ner bes­se­ren ko­lum­nen sei. ix auch.


Auch un­ter Prä­si­dent Do­nald Trump lau­tet das of­fi­zi­el­le Staats­mot­to der USA: „aus den Vie­len das Eine“. So steht es seit 1776 (auf La­tein) im Staats­wap­pen der USA: „E plu­ri­bus unum“. Aus den fol­gen­den knapp 250 Jah­ren ame­ri­ka­ni­scher Ge­schich­te kann man ab­le­sen, dass sich die­ses Mot­to als eine Art Zau­ber­for­mel für wirt­schaft­li­chen und po­li­ti­schen Er­folg be­wie­sen hat.

Die­se Zau­ber­for­mel, Stär­ke durch Ein­heit und Viel­falt, ist ein uni­ver­sel­les Prin­zip. Kom­ple­xe, di­ver­se Öko­sys­te­me funk­tio­nie­ren sta­bi­ler als Mo­no­kul­tu­ren, Staats­ge­bil­de, die of­fen, plu­ra­lis­tisch und in­te­gra­tiv or­ga­ni­si­ert sind, die das Ge­mein­sa­me, statt Un­ter­schie­de be­to­nen, sind stär­ker — und in­no­va­ti­ver — als sol­che die Viel­falt zu er­sti­cken ver­su­chen.

Na­tio­na­lis­ten, Pro­tek­tio­nis­ten und Spal­ter ha­ben nie ver­stan­den wie Stär­ke (und In­no­va­ti­on) ent­steht: sie ent­steht nicht durch Gleich­schal­tung, Ord­nung, Tren­nung, Rein­heit oder Ent­schlos­sen­heit, son­dern, im Ge­gen­teil, durch Viel­schich­tig­keit, kon­trol­lier­tes, krea­ti­ves Cha­os und das rich­ti­ge Mass an Un­ord­nung und Frei­heit.

Eine der Stär­ken der Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka war und ist ihre Fä­hig­keit zur In­te­gra­ti­on. Nur zur Er­in­ne­rung, Elon Musk wur­de in Süd­afri­ka ge­bo­ren, Ni­ko­la Tes­la war Ös­ter­rei­cher, Ste­ve Jobs war der Sohn ei­nes sy­ri­schen Po­li­tik­stu­den­ten, Ser­gey Brin wur­de in Mos­kau ge­bo­ren und ei­ner der er­folg­reichs­ten In­ves­to­ren der Di­gi­ta­l­öko­no­mie, Pe­ter Thiel, wur­de in Frank­furt am Main ge­bo­ren. Auf ei­ner an­de­ren Ebe­ne hat auch Chi­na die­se Fä­hig­keit zur In­te­gra­ti­on: in Chi­na hat man es ge­schafft aus­län­di­sche Tech­nik und Tech­no­lo­gie so gut zu in­te­grie­ren, dass Chi­na zu ei­nem un­ver­zicht­ba­ren Teil in­dus­tri­el­ler und di­gi­ta­ler Lie­fer­ket­ten ge­wor­den ist. In Chi­na ad­ap­tiert man Tech­no­lo­gie und Tech­nik schnel­ler, als ein deut­scher Mi­nis­ter das Wort Struk­tur­wan­del auch nur aus­spre­chen kann.

Die In­te­gra­ti­on von Frem­den und Frem­dem, ge­paart mit ei­ner aus­ge­präg­ten Will­kom­mens­kul­tur, die Fä­hig­keit aus Vie­lem Ei­nes zu ma­chen — ohne die Viel­falt zu zer­stö­ren — dürf­te eine der wich­tigs­ten Ant­wor­ten auf die Fra­ge sein, wie Eu­ro­pa im welt­wei­ten Wett­be­werb mit den gros­sen Blö­cken USA, Chi­na und Russ­land be­stehen kann.

Das gröss­te Hin­der­nis auf dem Weg zu so et­was wie den Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Eu­ro­pa ist al­ler­dings die Über­win­dung ei­ner Art Denk­blo­cka­de: der Glau­be dass wir ver­lie­ren (Iden­ti­tät, Si­cher­heit), wenn wir uns Frem­des und Ver­än­de­run­gen zu ei­gen ma­chen und in­te­grie­ren. Aber das Ge­gen­teil ist der Fall, was be­reits die jün­ge­re Ge­schich­te der bis­her eher zag­haft ver­lau­fen­den eu­ro­päi­schen Ei­ni­gung zeigt. Wis­sen­schaft­li­che Er­fol­ge wie die Eu­ro­pean Space Agen­cy oder das CERN, wirt­schaft­li­che Er­fol­ge wie Air­bus oder po­li­ti­sche Er­fol­ge wie in­ner­eu­ro­päi­sche Grenz­öff­nun­gen und lang­an­hal­ten­der Frie­den, wer­den all zu schnell als Selbst­ver­ständ­lich­kei­ten ge­se­hen.

Die Skep­sis ge­gen­über grund­le­gen­den Ver­än­de­run­gen sitzt tief in uns al­len, wes­halb im­mer wie­der nach neu­en, bes­se­ren, mit­reis­sen­de­ren Vi­sio­nen für Eu­ro­pa und die eu­ro­päi­sche Ei­ni­gung ge­ru­fen wird. Aber viel­leicht reicht ja schon ein bild­li­cher Ver­gleich, zum Bei­spiel Eu­ro­pa als Misch­wald. Ein ge­sun­der Misch­wald ist nicht be­son­ders über­sicht­lich, bie­tet aber auch zar­ten Pflan­zen Ni­schen, ge­nau­so wie gros­sen Bäu­men. Und auch um­ge­fal­le­ne Bäu­me sind kei­ne Ka­ta­stro­phe, son­dern bil­den wei­te­re Ni­schen, in de­nen Neu­es und Fri­sches ent­ste­hen kann. Auch ein Misch­wald muss ge­hegt und vor all­zu in­va­si­ven Ar­ten ge­schützt, also re­gu­liert wer­den. Aber an­ders als ein rei­ner Fich­ten­forst, ist ein Misch­wald viel ro­bus­ter und kann auch mal ein paar Jah­re lang sich selbst über­las­sen wer­den.

Er­staun­li­cher­wei­se ist die För­de­rung von Misch­wäl­dern in­zwi­schen so­gar ein po­li­ti­sches Ziel im mul­ti­kul­tu­rell eher skep­ti­schen Bay­ern. Wenn man sich vor­stel­len kann, dass eine Ei­che auch in ei­nem Misch­wald kei­nes­falls ihre Ei­chen-Iden­ti­tät ver­liert, son­dern im Ge­gen­teil, viel bes­se­re Le­bens­be­din­gun­gen in der Viel­falt ei­nes Misch­wal­des vor­fin­det, müss­te man sich doch ei­gent­lich auch mit der Idee ei­nes ver­ein­ten Eu­ro­pas an­freun­den kön­nen, ein Eu­ro­pa, das aus Vie­len Ei­nes schafft und die Viel­falt als Wert an sich schätzt und schützt.

Wenn wir wirt­schaft­lich, di­gi­tal, so­zi­al und welt­po­li­tisch er­folg­reich sein wol­len, müs­sen wir uns, um es mit Kon­rad Ade­nau­er zu sa­gen, aus der Enge und Klein­heit Eu­ro­pas „her­aus­den­ken“.

So wie ein Wald mehr ist als die Sum­me der Bäu­me, ist auch Eu­ro­pa mehr als die Sum­me der eu­ro­päi­schen Staa­ten und Re­gio­nen — und funk­tio­niert doch dann am bes­ten wenn es ge­nau Eins ist. 


auch arsch­lö­cher, na­zis, kin­der­mör­der, ver­ge­wal­ti­ger ver­die­nen eine an­stän­di­ge ver­tei­di­gung vor ge­richt. es gibt, gab und wird im­mer men­schen ge­ben, die die­ses an sich ein­fa­che, und vor al­lem wich­ti­ge grund­prin­zip des rechts­sys­tems nicht ver­ste­hen wol­len oder kön­nen — und die die­ser grund­le­gen­de bau­stein des recht­sys­tems agi­tiert. das aber mit der he­xen­ver­fol­gung gleich­zu­set­zen, ei­nem grau­sa­men phä­no­men, bei dem über jahr­hun­der­te 40 bis 60 tau­send be­trof­fe­ne ihr le­ben ver­lo­ren, oft auf grau­sa­me wei­se und nach fol­ter, hal­te ich für höchst un­an­ge­mes­sen und hys­te­risch.

ab­ge­se­hen von die­ser auf­bau­schung man­gelt es so­wohl dei­nem piq, als auch der ver­link­ten kurz­mel­dung an tie­fe und dif­fe­ren­zie­rung. tat­säch­lich hat sul­li­van sei­ne pro­fes­so­ren­stel­le nicht ver­lo­ren, son­dern le­dig­lich die als de­kan ei­ner fa­kul­tät. ich fin­de das auch falsch, aber wenn man et­was mehr liest als die­se lieb­lo­se kurz­mel­dung auf der­stan­dard.at (hier zum bei­spiel), sieht man, dass es durch­aus auch nach­voll­zieh­ba­re grün­de der hoch­schu­le gibt, die zu die­ser ent­schei­dung ge­führt ha­ben. dar­über kann man si­cher aus­gie­big strei­ten, aber ich be­zweif­le, dass es eine gute idee ist die­sen kom­pli­zier­ten vor­gang ma­xi­mal un­dif­fe­ren­ziert mit do­nald-trump-vo­ka­bu­lar als „he­xen­jagd“ ab­zu­tun. 


auf piqd.de pos­te ich in un­re­gel­mäs­si­gen ab­stän­den mei­ne liebs­ten re­pu­bli­ca-vor­trä­ge. in den letz­ten ta­gen die­se bei­den:

soll­te ich ir­gend­wann in die po­li­tik ge­hen, dürf­te das an die­sem #rp19-vor­trag ge­le­gen ha­ben. prag­ma­tis­mus, pra­xis und da­ten sind glau­be ich mäch­ti­ge und schwer un­ter­schätz­te po­li­ti­sche werk­zeu­ge.

we­gen er­rei­chen der ma­xi­ma­len zei­chen­zahl pass­te die­ser link, die­ses vi­deo und 2000 an­de­re ge­dan­ken nicht mehr in den piq. aber die­ses bei­spiel zeigt ein­leuch­tend, was gu­tes de­sign be­wir­ken kann (das ein­ge­bet­te­te vi­deo fas­zi­niert mich seit ta­gen, es ist fast me­di­ta­tiv. „me­di­ta­tiv“ als ad­jek­tiv für eine gross­stadt-kreu­zung ist ge­wagt, passt aber in die­sem fall).

piqd.de: #rp19: We­ni­ger Au­tos wa­gen!

aus­ser­dem, von vor­letz­ter wo­che:

piqd.de: #rp19: Die Äs­the­tik und die Gren­zen des Ma­chi­ne Lear­ning 


Auf der re­pu­bli­ca wur­de die­ses jahr (zu Recht) viel über Ak­ti­vis­mus ge­re­det. Ein paar Stun­den be­vor Sa­scha Lobo sei­nen Vor­trag mit Gre­ta Thun­bergs Ak­ti­vis­mus-wirkt-Zi­tat be­en­de­te, zeig­te Mi­ka­el Col­ville-An­der­sen was Ak­ti­vis­mus er­rei­chen kann. Er skiz­zier­te nicht nur die Zu­kunft der Stadt, son­dern zeig­te sie auch, un­ter an­de­rem am Bei­spiel Ko­pen­ha­gens.

Ich fand es ex­trem in­spi­rie­rend und au­gen­öff­nend, wie An­der­son von den ziem­lich er­folg­rei­chen Be­mü­hun­gen er­zähl­te, um das Auto in Ko­pen­ha­gen und an­de­ren Städ­ten zu­rück­zu­drän­gen und da­mit die Le­bens­qua­li­tät für alle zu he­ben. Er zeig­te kei­ne po­li­ti­schen Vi­sio­nen, son­dern seit Jahr­zehn­ten er­prob­te Er­fah­run­gen, best prac­ti­ces und Er­fol­ge. Ko­pen­ha­gen ist so fahr­rad­freund­lich, dass so­gar im Win­ter über 70 Pro­zent der Fahr­rad­fah­rer wei­ter mit dem Rad zur Ar­beit fah­ren. Fast zwei Drit­tel der Po­li­ti­ker in Ko­pen­ha­gen nut­zen Fahr­rä­der, um zur Ar­beit zu kom­men.

An­der­son set­ze bei sei­nem Vor­trag we­ni­ger auf Wut als Mo­tor um Ak­ti­vis­mus zu säen, son­dern tat­säch­lich auf In­spi­ra­ti­on, bei­na­he Weh­mut — und Da­ten. Er zeig­te, dass Städ­te und Stra­ßen wie­der zu de­mo­kra­ti­schen Räu­men wer­den kön­nen, statt Spiel­wie­sen für Stra­ßen­bau­in­ge­nieu­re und Ver­kehrs­len­ker und dass man, um schnell von A nach B zu kom­men, eben nicht un­be­dingt ein Auto braucht, son­dern klu­ge In­fra­struk­tur, die al­len nützt und nicht nur ein paar Au­to­fah­rern.

Al­les was An­der­son zeig­te war schlüs­sig, lo­gisch und kei­ne Spur ra­di­kal. Nach dem Vor­trag war ich über­zeugt, dass die Zu­kunft der Städ­te nicht im Ho­fie­ren des Au­to­ver­kehrs liegt und das Zu­rück­drän­gen des Au­to­ver­kehrs aus Städ­ten auf eine Art al­ter­na­tiv­los und zwangs­läu­fig ist.

Eine ge­wis­se Do­sis Wut kam dann doch noch in mir auf, vor al­lem an­ge­sichts der Tat­sa­che, dass sich in un­se­ren Nach­bar­län­dern die Bür­ger schon seit Jahr­zehn­ten die Städ­te und Stras­sen von den Au­tos zu­rück­ho­len und wir uns hier aus un­er­find­li­chen Grün­den wei­ter scha­ren­wei­se von Au­tos von den Fahr­rä­dern fe­gen las­sen und das of­fen­bar als nor­mal emp­fin­den.

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we­der fahr­rad­fah­rer zu ram­men, noch audi A8-waf­fen hal­te ich für be­son­ders emp­feh­lens­wert.

der @Tsp­Check­point ist mit der neu­er ge­stal­tung viel le­se­freund­li­cher ge­wor­den, aber an die tem­p­la­te-for­mu­lie­run­gen müss­te noch­mal ein wort­fin­dungs­aus­schuss. 


own­room­ba­tracks

felix schwenzel in artikel

eins der we­ni­gen ge­rä­te de­nen ich er­lau­be sich in die cloud zu ver­bin­den (nach hau­se zu te­le­fo­nie­ren) ist un­ser rei­ni­gungs­ro­bo­ter mar­kus. da­mit be­kommt man nach je­der „mis­si­on“ eine kar­te in der iro­bot-app ser­viert. lo­ka­le kar­ten oder so­gar „live-maps“ sind über die ho­me­as­sistant room­ba kom­po­nen­te, bzw. die py­thon-bi­blio­thek von nick wa­ter­ton auch mög­lich, aber ziem­lich re­sour­cen-fres­send. der ser­ver auf dem die room­ba-bi­blio­thek aus­ge­führt wird, muss stän­dig ein bild ge­ne­rie­ren, was bei mei­nen letz­ten ver­su­chen zu ei­ner ste­ti­gen ser­ver-aus­las­tung von 80 pro­zent ge­führt hat. das ist nicht wirk­lich prak­ti­ka­bel.

weil die bi­blio­thek aber die ko­or­di­na­ten des room­ba stän­dig er­fasst, dach­te ich die­se ko­or­di­na­ten könn­te man doch auch viel­leicht mei­ner seit jah­ren auf dem ser­ver lau­fen­den own­tracks-re­cor­der-in­stanz über­ge­ben. own­tracks läuft im­mer im hin­ter­grund auf mei­nem (und dem bei­fah­re­rin­nen) han­dy und er­fasst un­se­re po­si­ti­on. das nut­ze ich vor al­lem für die an­we­sen­heits­er­ken­nung der au­to­ma­ti­schen woh­nung. wenn wir bei­de weg sind, ge­hen alle lich­ter aus, die hei­zung fährt run­ter und eine ka­me­ra, die die bal­kon­tür er­fasst, schal­tet sich ein. mit dem re­cor­der kann man un­se­re po­si­ti­ons­da­ten per­ma­nent, lo­kal, spei­chern. so sieht das für mei­ne po­si­ti­ons­da­ten der letz­ten zwei jah­re aus:

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für mei­ne ber­lin-da­ten eig­net sich das tool ganz gut, um die schwar­zen fle­cken zu fin­den, in de­nen ich mal die stadt ken­nen­ler­nen könn­te oder spa­zie­ren ge­hen könn­te.

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für aus­flü­ge in frem­de städ­te eig­net sich das tool ganz gut, um zu se­hen, wo man über­all war — und wo nicht.

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und war­um soll­te ich das tool nicht auch be­nut­zen, um die fahr­ten des putz­ro­bo­ters zu er­fas­sen? die room­ba kom­pon­ne­te/bi­blio­thek gibt ko­or­di­na­ten aus, die sich im­mer re­la­tiv zum start­punkt be­fin­den, in mil­li­me­tern, po­si­tiv oder ne­ga­tiv zum start­punkt (oder zur la­de­sta­ti­on). die re­la­ti­ven room­ba-ko­or­di­na­ten las­sen sich re­la­tiv leicht in geo­ko­or­di­na­ten um­rech­nen. own­tracks er­war­tet min­des­tens wer­te für lon und lat, nimmt aber auch die ori­en­tie­rung dan­kend an, die der room­ba auch lie­fert. wenn die ko­or­di­na­ten in sen­sor­da­ten vor­han­den sind, kann ich eine au­to­ma­ti­on bau­en, die die­se da­ten um­rech­net und an den own­tracks re­cor­der schickt:

(klei­nes tech­ni­sches pro­blem: die ho­me­as­sistant kom­po­nen­te ak­tua­li­siert die ko­or­di­na­ten nur alle 20 se­kun­den. weil die bi­blio­thek von nick wa­ter­ton aber auch die room­ba-da­ten kon­ti­nu­ier­lich per mqtt ver­sen­den kann — und da alle 1-2 se­kun­den ak­tua­li­siert — grei­fen die ko­or­di­na­ten-sen­so­ren die da­ten dort ab.)

neh­me ich die va­ria­ble, die den ra­di­us der erde spei­chert (earth_r_mm) mit ei­nen mil­li­me­ter-wert, be­kä­me ich im re­cor­der eine kor­rekt ska­lier­te be­we­gungs­kar­te. ich fand den ki­lo­me­ter­wert aber an­schau­li­cher, mit dem aus den room­ba mil­li­me­ter-wer­ten ki­lo­me­ter wer­den. dann sieht eine „spot-rei­ni­gung“ des room­ba in own­tracks so aus:

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nor­ma­le rei­ni­gungs­vor­gän­ge soll­ten dann von schwe­den, über po­len bis nach bay­ern rei­chen. das bes­te ist aber, dass hier zwar sehr vie­le da­ten an­fal­len, aber, so­weit ich sehe, pas­siert das äus­serst re­sour­cen­scho­nend — und zur not lässt sich die da­ten­über­tra­gung zum own­tracks re­cor­der auch de­ak­ti­vie­ren.

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ok, das schlaf­zim­mer reicht nicht ganz bis schwe­den. aber bis dä­ne­mark.

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ups, ge­ra­de ge­merkt, das bild hat­te die fal­sche zeit­ein­stel­lung. mar­kus ist na­tür­lich viel gründ­li­cher, als es auf dem vor­he­ri­gen bild scheint. 

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stand nach 10 wo­chen #spei­se­kam­mer­gar­ten: der pak choi macht sich nach an­fäng­li­chem zö­gern präch­tig, da­hin­ter noch­mal fri­scher man­gold.

nach 3 wo­chen keim­zeit ist der ko­ri­an­der end­lich ge­kom­men, der ahorn aus dem wald spriesst wie un­kraut. den halt­lo­sen man­gold habe ich letz­te wo­che, beim rei­ni­gen der schüs­sel, kom­plett um­ge­pflanzt. da­bei musst er so gut wie alle wur­zeln ver­lie­ren. da­für steht er jetzt gut und of­fen­sicht­lich hat er mir den wur­zel­ver­lust und das um­top­fen nicht über­l­ge­nom­men: un­ten spries­sen schon wie­der drei neue blät­ter. die bei­fah­re­rin meint zum man­gold: sieht toll aus, schmeckt aber lei­der lang­wei­lig. ich wi­der­spre­che en­er­gisch!

der ba­si­li­kum stellt sich je nach sor­te ein biss­chen an, aber ganz gross­ar­tig ist die rau­ke. sieht ein biss­chen schlimm aus, schmeckt aber irre wür­zig (habe ges­tern ein blatt zum pro­bie­ren ab­ge­schnit­ten). da­von mach ich künf­tig mehr (statt kopf­sa­lat).

ganz un­ten in jo­ghur­tei­mern: kopf­sa­lat, lang­sa­mer en­di­vi­en­sa­lat und der su­per­markt-ba­si­li­kum, der jetzt schon zwei mo­na­te mit uns lebt. #vä­xer 



Die­ser Vor­trag auf der re­pu­bli­ca von Chris­ti­an Mio Lo­clair trig­ger­te bei mir ein gan­zes Set an Aver­sio­nen: ein Deut­scher der Eng­lisch spricht, um eine bes­se­re Reich­wei­te zu er­zie­len, die ex­pli­zi­te, pla­ka­ti­ve Be­haup­tung mit sei­ner Ar­beit nach Be­deu­tung und Poe­sie im Di­gi­ta­len Raum zu su­chen, statt po­ten­zi­el­le Fund­stü­cke ein­fach zu zei­gen und sich auf die im­pli­zi­te Wir­kung und po­ten­zi­el­le Poe­sie der ei­ge­nen Ar­beit zu ver­las­sen, so­wie die Ver­wen­dung von Kitsch, Über­äs­the­ti­sie­rung und ge­fäl­li­ger Mu­sik, um Emo­tio­nen im Pu­bli­kum zu we­cken.

Ich habe den Vor­trag trotz der Über­do­sis Pa­thos, der be­deu­tungs­lo­sen über­stei­ger­ten Schön­heit der Ein­spiel­fil­me, nicht ver­las­sen, weil Lo­clair ir­gend­wann auf Tech­no­lo­gien kam, die mich bren­nend in­ter­es­sie­ren. Un­ter an­de­rem: ler­nen­de, künst­li­che, neu­ro­na­le Netz­wer­ke oder ge­nau­er: Ge­ne­ra­ti­ve Ad­ver­sa­ri­al Net­works (GANs). Ein Er­geb­nis die­ser selbst oder un­über­wacht ler­nen­den neu­ro­na­len Netz­wer­ke feg­te kürz­lich durch alle mei­ne Time­lines: Syn­the­tisch er­zeug­te Bil­der von Ge­sich­tern, die de fac­to nicht von ech­ten zu un­ter­sch­ei­den sind. Be­ein­dru­cken­de Bei­spie­le hier: this­per­son­does­not­exist.com

Lo­clair jagt in sei­nem Waltz Bi­n­aire Stu­dio alle mög­li­chen Da­ten­sets durch GANs, um zu se­hen, ob das, was die Al­go­rith­men am Ende aus­ge­ben, äs­the­tisch ver­wert­bar ist oder mit bom­bas­ti­scher Mu­sik poe­tisch wirkt.

Und dann pas­sier­te ge­gen Ende des Vor­trags doch noch ein Wun­der und es wur­de, auf eine Art, wirk­lich poe­tisch. Als Lo­clair und sein Team näm­lich ver­such­ten ein GAN auf Kin­der­bil­der zu trai­nie­ren, ver­sag­te das ma­schi­nel­le Ler­nen und pro­du­zier­te nichts an­de­res als poe­tisch un­ver­wert­ba­ren Farb­matsch. Kon­fron­tiert mit der krea­ti­ven Will­kür kind­li­cher Krea­ti­vi­tät oder der po­ten­zi­ell im­mer noch vor­stell­ba­ren, in­de­ter­mi­nis­ti­schen Wil­lens­frei­heit des Men­schen, kom­men Al­go­rith­men ins Schleu­dern. Das ist nicht nur poe­tisch, son­dern in ge­wis­ser Wei­se auch be­ru­hi­gend.

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