faszinierend. nach dem #RezoVideo, schallt es aus der #CDU aus allen ecken: „ungenau! undifferenziert!“
wenn die vorsitzende der CDU was sagt, muss die halbe CDU ausrücken und erklären, was genau sie gemeint haben könnte.
genauigkeit predigen aber selbst schwadronieren & raunen.
| schwadronieren, ʃvadroˈniːrən |
HERKUNFT eigentlich = beim Fechten wild und planlos um sich schlagen wortreich, laut, lebhaft, unbekümmert, oft auch aufdringlich reden von seinen Heldentaten schwadronieren
weil daniel fragte wie ich meine sensoren unterbringe, habe ich mal die meisten fotografiert.
@diplix Ich frage mich ja immer noch, wie ihr es schafft, die ganzen sensoren überall diskret mit 5v zu versorgen. Läuft das alles durch die decke?
zigbee bewegungssensor von xiaomi (batterie, schlafzimmer)
433 mhz temperatur- und lufteuchtigkeitssensor von froggit (batterie, schlafzimmer)
doppler/radar bewegungssensor auf espeasy-basis (usb, stube)
433mhz bewegungssensor von intertechno (batterie, stube)
co2-sensor auf mysensors-basis (usb, stube)
gong-servo und bewegungssensor esp/homie-basis (usb, stube)
optokoppler/lichtsensor auf espeasy basis (usb, flur)
pir-bewegungssensor auf espeasy basis (usb, flur)
türsensor auf devduino/mysensors-basis (batterie, flur)
433mhz pir bewegungssensor von intertechno, thermometer von frogigt (batterie, flur)
bewegungssensor von xiaomi (batterie, kinderzimmer)
co2-sensor auf mysensor-basis (usb, kinderzimmer)
zigbee vibrations- und lage-sensor von xiaomi um sofa-besetzung zu erfassen (batterie, kinderzimmer)
gewichtssensor auf espeasy-basis (usb, kinderzimmer)
radar/doppler bewegungssensor, umgebungslichtsensor und schranktürsensor an einen raspberry
lichtsensor, abstands- (klo-) und temperatur und feuchtigkeitssenoren auf espeasy-basis (usb, bad)
radar/doppler bewegungssensor auf espeasy-basis (usb, bad)
bewegungssensor und one-wire-temperatursensor zum warmwassermessen an einen raspberry angeschlossen
bewegungssensor auf espeasy-basis (usb, kammer) — wird bald ausgemustert/umgewidmet
abstands-/time off flight sensor und türsensor auf mysensors-basis (usb, kammer)
doppler/radar bewegungssensor auf espeasy-basis (usb, küche)
LED-steuerung, spülmaschinen-türsensor und tiefkühlertemperaur auf espeasy-basis (usb, küche)
3-tasten und potentiometer zur licht, radio und essensgong-steuerung auf espeasy-basis (usb, küche)
ofentemperatur-sensor auf esp/basecamp-basis (usb, küche)
es fehlen noch ein paar thermometer, die aussensensoren (temperatur, licht, luftfeuchtigkeit und luftdruck auf bluetooth-basis) auf dem balkon, die snips satelitten, lautsprecher, schalter und abgeleiteten sensoren (spülmaschinen-tabs, klopapier, laptop-position aus wifi-triangulation). die waage, präsenzsensoren über beacons, handys und nmap, etc.
einigermassen gutes automatisieren ist schwer und braucht viele daten, hier am beispiel unserer speisekammer. sensor-ebene eins: ein tür-sensor, der das licht an und aus macht, wie beim kühlschrank. wenn aber mindestens eine person (zweite ebene: anwesenheits-zähl-sensor) in der kammer ist, geht das licht nicht aus, wenn die tür zu geht. wenn ich die kammer verlasse, oder genauer, alle aus der kammer rausgehen, geht das licht aus, auch wenn die tür offen ist. ein bewegungssensor in der kammer ist die dritte sensor-ebene: sollten der anwesenheits-zähl-sensor oder der tür-sensor versagen, schaltet sich das licht nach 10 minuten ohne bewegung aus. die vierte ebene ist der lichtschalter: wird das licht ausgeschaltet, geht nicht nur das licht aus, sondern auch der zählsensor zurückgesetzt. anschalten kann man das licht natürlich auch mit dem lichtschalter.
beim kühlschrank ist das alles einfacher, weil man da nicht reingehen kann. (der anwesenheits-zähl-sensor ist ein einzelner time-of-flight-laser-sensor an einem arduino-nano der per mysensors kommuniziert. es gibt ein kommerzielles produkt, das so ähnlich funktioniert und das man für $160 vorbestellen kann. meine lösung, mit hilfe vieler toller leute und open-source-projekten im internet — und einem freien wochenende und viel geduld— kostet um die €15.)
Ihr werdet euch noch wünschen wir wären politikverdrossen.
Meine leisen Hoffnungen auf Wandel, auf eine kluge Digital- und Gesellschaftspolitik, zerbrachen bei der Bundestagswahl 2009 am „weiter so!“ der Mehrheit. Die Piraten landeten bei 2 % und damit in der Bedeutungslosigkeit (mit mindestens einer erfreulichen Ausnahme).
Jetzt habe ich wieder Hoffnung, weil sehr viele junge Menschen sehr wütend sind — auf eine konstruktive Art. Diesmal geht es nicht nur um verfehlte Digitalpolitik, sondern auch um realitätsverachtende, shruggige Klimapolitik. Der aktuelle Höhepunkt dieser Jugendwut ist ein einstündiges Video, das derzeit durch alle Timelines rauscht und viele Politikerïnnen wieder eine politikverdrossene Jugend herbeiwünschen lässt. Jugendwut äußert sich, ganz anders als vor 40 Jahren mit introvertierter Wut und No Future, jetzt extrovertiert, konstruktiv und fordernd unter dem Motto For Future.
Das Video des 26-jährigen YouTubers Rezo erzürnt derzeit Groß und Klein in der CDU, aber Hannes Schrader erklärt auf Zeit Campus warum Politikerïnnen der CDU sich genau überlegen sollten, „wie sie damit umgehen, dass ein junger Mensch mit seiner Kritik an ihnen sehr erfolgreich ist“. (Tipp von mir: die Kritik Ernst nehmen.)
Hannes Schrader erklärt auch, was an der Kritik Rezos „überspitzt, wütend und unfair“ ist — und warum das gut so ist:
Seine Zuschauer [sind] junge Menschen, die das Gefühl haben, die alten Politiker, die keine Ahnung von ihrem Leben haben, machen ihnen das Internet und ihre Zukunft kaputt. Sie sind Teil einer Generation, die gemerkt hat: Nur wenn wir wütend sind, hört uns jemand zu.
dank der html5-vorschau der @t3n kann man meine kolumne am ende des hefts auch dieses mal vor erscheinen des hefts lesen. @papierjunge fand, dass es eine meiner besseren kolumnen sei. ix auch.
Auch unter Präsident Donald Trump lautet das offizielle Staatsmotto der USA: „aus den Vielen das Eine“. So steht es seit 1776 (auf Latein) im Staatswappen der USA: „E pluribus unum“. Aus den folgenden knapp 250 Jahren amerikanischer Geschichte kann man ablesen, dass sich dieses Motto als eine Art Zauberformel für wirtschaftlichen und politischen Erfolg bewiesen hat.
Diese Zauberformel, Stärke durch Einheit und Vielfalt, ist ein universelles Prinzip. Komplexe, diverse Ökosysteme funktionieren stabiler als Monokulturen, Staatsgebilde, die offen, pluralistisch und integrativ organisiert sind, die das Gemeinsame, statt Unterschiede betonen, sind stärker — und innovativer — als solche die Vielfalt zu ersticken versuchen.
Nationalisten, Protektionisten und Spalter haben nie verstanden wie Stärke (und Innovation) entsteht: sie entsteht nicht durch Gleichschaltung, Ordnung, Trennung, Reinheit oder Entschlossenheit, sondern, im Gegenteil, durch Vielschichtigkeit, kontrolliertes, kreatives Chaos und das richtige Mass an Unordnung und Freiheit.
Eine der Stärken der Vereinigten Staaten von Amerika war und ist ihre Fähigkeit zur Integration. Nur zur Erinnerung, Elon Musk wurde in Südafrika geboren, Nikola Tesla war Österreicher, Steve Jobs war der Sohn eines syrischen Politikstudenten, Sergey Brin wurde in Moskau geboren und einer der erfolgreichsten Investoren der Digitalökonomie, Peter Thiel, wurde in Frankfurt am Main geboren. Auf einer anderen Ebene hat auch China diese Fähigkeit zur Integration: in China hat man es geschafft ausländische Technik und Technologie so gut zu integrieren, dass China zu einem unverzichtbaren Teil industrieller und digitaler Lieferketten geworden ist. In China adaptiert man Technologie und Technik schneller, als ein deutscher Minister das Wort Strukturwandel auch nur aussprechen kann.
Die Integration von Fremden und Fremdem, gepaart mit einer ausgeprägten Willkommenskultur, die Fähigkeit aus Vielem Eines zu machen — ohne die Vielfalt zu zerstören — dürfte eine der wichtigsten Antworten auf die Frage sein, wie Europa im weltweiten Wettbewerb mit den grossen Blöcken USA, China und Russland bestehen kann.
Das grösste Hindernis auf dem Weg zu so etwas wie den Vereinigten Staaten von Europa ist allerdings die Überwindung einer Art Denkblockade: der Glaube dass wir verlieren (Identität, Sicherheit), wenn wir uns Fremdes und Veränderungen zu eigen machen und integrieren. Aber das Gegenteil ist der Fall, was bereits die jüngere Geschichte der bisher eher zaghaft verlaufenden europäischen Einigung zeigt. Wissenschaftliche Erfolge wie die European Space Agency oder das CERN, wirtschaftliche Erfolge wie Airbus oder politische Erfolge wie innereuropäische Grenzöffnungen und langanhaltender Frieden, werden all zu schnell als Selbstverständlichkeiten gesehen.
Die Skepsis gegenüber grundlegenden Veränderungen sitzt tief in uns allen, weshalb immer wieder nach neuen, besseren, mitreissenderen Visionen für Europa und die europäische Einigung gerufen wird. Aber vielleicht reicht ja schon ein bildlicher Vergleich, zum Beispiel Europa als Mischwald. Ein gesunder Mischwald ist nicht besonders übersichtlich, bietet aber auch zarten Pflanzen Nischen, genauso wie grossen Bäumen. Und auch umgefallene Bäume sind keine Katastrophe, sondern bilden weitere Nischen, in denen Neues und Frisches entstehen kann. Auch ein Mischwald muss gehegt und vor allzu invasiven Arten geschützt, also reguliert werden. Aber anders als ein reiner Fichtenforst, ist ein Mischwald viel robuster und kann auch mal ein paar Jahre lang sich selbst überlassen werden.
Erstaunlicherweise ist die Förderung von Mischwäldern inzwischen sogar ein politisches Ziel im multikulturell eher skeptischen Bayern. Wenn man sich vorstellen kann, dass eine Eiche auch in einem Mischwald keinesfalls ihre Eichen-Identität verliert, sondern im Gegenteil, viel bessere Lebensbedingungen in der Vielfalt eines Mischwaldes vorfindet, müsste man sich doch eigentlich auch mit der Idee eines vereinten Europas anfreunden können, ein Europa, das aus Vielen Eines schafft und die Vielfalt als Wert an sich schätzt und schützt.
Wenn wir wirtschaftlich, digital, sozial und weltpolitisch erfolgreich sein wollen, müssen wir uns, um es mit Konrad Adenauer zu sagen, aus der Enge und Kleinheit Europas „herausdenken“.
So wie ein Wald mehr ist als die Summe der Bäume, ist auch Europa mehr als die Summe der europäischen Staaten und Regionen — und funktioniert doch dann am besten wenn es genau Eins ist.
auch arschlöcher, nazis, kindermörder, vergewaltiger verdienen eine anständige verteidigung vor gericht. es gibt, gab und wird immer menschen geben, die dieses an sich einfache, und vor allem wichtige grundprinzip des rechtssystems nicht verstehen wollen oder können — und die dieser grundlegende baustein des rechtsystems agitiert. das aber mit der hexenverfolgung gleichzusetzen, einem grausamen phänomen, bei dem über jahrhunderte 40 bis 60 tausend betroffene ihr leben verloren, oft auf grausame weise und nach folter, halte ich für höchst unangemessen und hysterisch.
abgesehen von dieser aufbauschung mangelt es sowohl deinem piq, als auch der verlinkten kurzmeldung an tiefe und differenzierung. tatsächlich hat sullivan seine professorenstelle nicht verloren, sondern lediglich die als dekan einer fakultät. ich finde das auch falsch, aber wenn man etwas mehr liest als diese lieblose kurzmeldung auf derstandard.at (hier zum beispiel), sieht man, dass es durchaus auch nachvollziehbare gründe der hochschule gibt, die zu dieser entscheidung geführt haben. darüber kann man sicher ausgiebig streiten, aber ich bezweifle, dass es eine gute idee ist diesen komplizierten vorgang maximal undifferenziert mit donald-trump-vokabular als „hexenjagd“ abzutun.
auf piqd.de poste ich in unregelmässigen abständen meine liebsten republica-vorträge. in den letzten tagen diese beiden:
sollte ich irgendwann in die politik gehen, dürfte das an diesem #rp19-vortrag gelegen haben. pragmatismus, praxis und daten sind glaube ich mächtige und schwer unterschätzte politische werkzeuge.
wegen erreichen der maximalen zeichenzahl passte dieser link, dieses video und 2000 andere gedanken nicht mehr in den piq. aber dieses beispiel zeigt einleuchtend, was gutes design bewirken kann (das eingebettete video fasziniert mich seit tagen, es ist fast meditativ. „meditativ“ als adjektiv für eine grossstadt-kreuzung ist gewagt, passt aber in diesem fall).
Auf der republica wurde dieses jahr (zu Recht) viel über Aktivismus geredet. Ein paar Stunden bevor Sascha Lobo seinen Vortrag mit Greta Thunbergs Aktivismus-wirkt-Zitat beendete, zeigte Mikael Colville-Andersen was Aktivismus erreichen kann. Er skizzierte nicht nur die Zukunft der Stadt, sondern zeigte sie auch, unter anderem am Beispiel Kopenhagens.
Ich fand es extrem inspirierend und augenöffnend, wie Anderson von den ziemlich erfolgreichen Bemühungen erzählte, um das Auto in Kopenhagen und anderen Städten zurückzudrängen und damit die Lebensqualität für alle zu heben. Er zeigte keine politischen Visionen, sondern seit Jahrzehnten erprobte Erfahrungen, best practices und Erfolge. Kopenhagen ist so fahrradfreundlich, dass sogar im Winter über 70 Prozent der Fahrradfahrer weiter mit dem Rad zur Arbeit fahren. Fast zwei Drittel der Politiker in Kopenhagen nutzen Fahrräder, um zur Arbeit zu kommen.
Anderson setze bei seinem Vortrag weniger auf Wut als Motor um Aktivismus zu säen, sondern tatsächlich auf Inspiration, beinahe Wehmut — und Daten. Er zeigte, dass Städte und Straßen wieder zu demokratischen Räumen werden können, statt Spielwiesen für Straßenbauingenieure und Verkehrslenker und dass man, um schnell von A nach B zu kommen, eben nicht unbedingt ein Auto braucht, sondern kluge Infrastruktur, die allen nützt und nicht nur ein paar Autofahrern.
Alles was Anderson zeigte war schlüssig, logisch und keine Spur radikal. Nach dem Vortrag war ich überzeugt, dass die Zukunft der Städte nicht im Hofieren des Autoverkehrs liegt und das Zurückdrängen des Autoverkehrs aus Städten auf eine Art alternativlos und zwangsläufig ist.
Eine gewisse Dosis Wut kam dann doch noch in mir auf, vor allem angesichts der Tatsache, dass sich in unseren Nachbarländern die Bürger schon seit Jahrzehnten die Städte und Strassen von den Autos zurückholen und wir uns hier aus unerfindlichen Gründen weiter scharenweise von Autos von den Fahrrädern fegen lassen und das offenbar als normal empfinden.
weder fahrradfahrer zu rammen, noch audi A8-waffen halte ich für besonders empfehlenswert.
der @TspCheckpoint ist mit der neuer gestaltung viel lesefreundlicher geworden, aber an die template-formulierungen müsste nochmal ein wortfindungsausschuss.
eins der wenigen geräte denen ich erlaube sich in die cloud zu verbinden (nach hause zu telefonieren) ist unser reinigungsroboter markus. damit bekommt man nach jeder „mission“ eine karte in der irobot-app serviert. lokale karten oder sogar „live-maps“ sind über die homeassistant roomba komponente, bzw. die python-bibliothek von nick waterton auch möglich, aber ziemlich resourcen-fressend. der server auf dem die roomba-bibliothek ausgeführt wird, muss ständig ein bild generieren, was bei meinen letzten versuchen zu einer stetigen server-auslastung von 80 prozent geführt hat. das ist nicht wirklich praktikabel.
weil die bibliothek aber die koordinaten des roomba ständig erfasst, dachte ich diese koordinaten könnte man doch auch vielleicht meiner seit jahren auf dem server laufenden owntracks-recorder-instanz übergeben. owntracks läuft immer im hintergrund auf meinem (und dem beifahrerinnen) handy und erfasst unsere position. das nutze ich vor allem für die anwesenheitserkennung der automatischen wohnung. wenn wir beide weg sind, gehen alle lichter aus, die heizung fährt runter und eine kamera, die die balkontür erfasst, schaltet sich ein. mit dem recorder kann man unsere positionsdaten permanent, lokal, speichern. so sieht das für meine positionsdaten der letzten zwei jahre aus:
für meine berlin-daten eignet sich das tool ganz gut, um die schwarzen flecken zu finden, in denen ich mal die stadt kennenlernen könnte oder spazieren gehen könnte.
für ausflüge in fremde städte eignet sich das tool ganz gut, um zu sehen, wo man überall war — und wo nicht.
und warum sollte ich das tool nicht auch benutzen, um die fahrten des putzroboters zu erfassen? die roomba komponnete/bibliothek gibt koordinaten aus, die sich immer relativ zum startpunkt befinden, in millimetern, positiv oder negativ zum startpunkt (oder zur ladestation). die relativen roomba-koordinaten lassen sich relativ leicht in geokoordinaten umrechnen. owntracks erwartet mindestens werte für lon und lat, nimmt aber auch die orientierung dankend an, die der roomba auch liefert. wenn die koordinaten in sensordaten vorhanden sind, kann ich eine automation bauen, die diese daten umrechnet und an den owntracks recorder schickt:
(kleines technisches problem: die homeassistant komponente aktualisiert die koordinaten nur alle 20 sekunden. weil die bibliothek von nick waterton aber auch die roomba-daten kontinuierlich per mqtt versenden kann — und da alle 1-2 sekunden aktualisiert — greifen die koordinaten-sensoren die daten dort ab.)
nehme ich die variable, die den radius der erde speichert (earth_r_mm) mit einen millimeter-wert, bekäme ich im recorder eine korrekt skalierte bewegungskarte. ich fand den kilometerwert aber anschaulicher, mit dem aus den roomba millimeter-werten kilometer werden. dann sieht eine „spot-reinigung“ des roomba in owntracks so aus:
normale reinigungsvorgänge sollten dann von schweden, über polen bis nach bayern reichen. das beste ist aber, dass hier zwar sehr viele daten anfallen, aber, soweit ich sehe, passiert das äusserst resourcenschonend — und zur not lässt sich die datenübertragung zum owntracks recorder auch deaktivieren.
ok, das schlafzimmer reicht nicht ganz bis schweden. aber bis dänemark.
ups, gerade gemerkt, das bild hatte die falsche zeiteinstellung. markus ist natürlich viel gründlicher, als es auf dem vorherigen bild scheint.
stand nach 10 wochen #speisekammergarten: der pak choi macht sich nach anfänglichem zögern prächtig, dahinter nochmal frischer mangold.
nach 3 wochen keimzeit ist der koriander endlich gekommen, der ahorn aus dem wald spriesst wie unkraut. den haltlosen mangold habe ich letzte woche, beim reinigen der schüssel, komplett umgepflanzt. dabei musst er so gut wie alle wurzeln verlieren. dafür steht er jetzt gut und offensichtlich hat er mir den wurzelverlust und das umtopfen nicht überlgenommen: unten spriessen schon wieder drei neue blätter. die beifahrerin meint zum mangold: sieht toll aus, schmeckt aber leider langweilig. ich widerspreche energisch!
der basilikum stellt sich je nach sorte ein bisschen an, aber ganz grossartig ist die rauke. sieht ein bisschen schlimm aus, schmeckt aber irre würzig (habe gestern ein blatt zum probieren abgeschnitten). davon mach ich künftig mehr (statt kopfsalat).
ganz unten in joghurteimern: kopfsalat, langsamer endiviensalat und der supermarkt-basilikum, der jetzt schon zwei monate mit uns lebt. #växer
beeindruckender, neuer LKW-fahrer filter von snapchat.
Dieser Vortrag auf der republica von Christian Mio Loclair triggerte bei mir ein ganzes Set an Aversionen: ein Deutscher der Englisch spricht, um eine bessere Reichweite zu erzielen, die explizite, plakative Behauptung mit seiner Arbeit nach Bedeutung und Poesie im Digitalen Raum zu suchen, statt potenzielle Fundstücke einfach zu zeigen und sich auf die implizite Wirkung und potenzielle Poesie der eigenen Arbeit zu verlassen, sowie die Verwendung von Kitsch, Überästhetisierung und gefälliger Musik, um Emotionen im Publikum zu wecken.
Ich habe den Vortrag trotz der Überdosis Pathos, der bedeutungslosen übersteigerten Schönheit der Einspielfilme, nicht verlassen, weil Loclair irgendwann auf Technologien kam, die mich brennend interessieren. Unter anderem: lernende, künstliche, neuronale Netzwerke oder genauer: Generative Adversarial Networks (GANs). Ein Ergebnis dieser selbst oder unüberwacht lernenden neuronalen Netzwerke fegte kürzlich durch alle meine Timelines: Synthetisch erzeugte Bilder von Gesichtern, die de facto nicht von echten zu unterscheiden sind. Beeindruckende Beispiele hier: thispersondoesnotexist.com
Loclair jagt in seinem Waltz Binaire Studio alle möglichen Datensets durch GANs, um zu sehen, ob das, was die Algorithmen am Ende ausgeben, ästhetisch verwertbar ist oder mit bombastischer Musik poetisch wirkt.
Und dann passierte gegen Ende des Vortrags doch noch ein Wunder und es wurde, auf eine Art, wirklich poetisch. Als Loclair und sein Team nämlich versuchten ein GAN auf Kinderbilder zu trainieren, versagte das maschinelle Lernen und produzierte nichts anderes als poetisch unverwertbaren Farbmatsch. Konfrontiert mit der kreativen Willkür kindlicher Kreativität oder der potenziell immer noch vorstellbaren, indeterministischen Willensfreiheit des Menschen, kommen Algorithmen ins Schleudern. Das ist nicht nur poetisch, sondern in gewisser Weise auch beruhigend.
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heute den 9 wochen alten salatkopf geköpft und zu spargelsalat angemacht. erntehewicht ca. 100 gramm. hat zwei menschen gesättigt. #ikeaväxer#växer