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sen­dung mit der maus vom 31. ja­nu­ar 2016

felix schwenzel in gesehen

ar­min zeigt wie zim­mer­tü­ren ge­macht wer­den (ich könn­te schwö­ren die sach­ge­schich­te schon­mal ge­se­hen zu ha­ben) und chris­toph zeigt wie ti­bas fa­mi­lie, die aus sy­ri­en ge­flüch­tet ist, in eine neue woh­nung zieht, mit ganz vie­len zim­mer­tü­ren. bei schaun das schaf geht’s auch um eine tür und es wird viel ge­pupst.


die kur­zen fil­me dar­über, wie es tiba und ih­rer fa­mi­lie er­geht, schei­nen nicht aus der me­dia­thek ge­löscht zu wer­den, de­halb ver­lin­ke ich die bis­he­ri­gen mal: teil 1, teil 2, teil 3 und teil 4.


die bei­fah­re­rin ist so un­sport­lich, dass sie sich beim ein­cre­men die hand ver­staucht hat.


Photo by felix schwenzel on January 31, 2016. Keine Fotobeschreibung verfügbar..

so funk­tio­niert bau­en heu­te: plat­te, stüt­ze, plat­te, stüt­ze … — und dann fas­sa­de vor­kle­ben.


mach ich. bin zwar nur ein mit­tel­klei­ner lou­is-ck-fan, aber das muss man ja wohl mal ge­se­hen ha­ben. und gib mir ein paar tage.






the ma­gi­ci­ans s01e01

felix schwenzel in gesehen

the ma­gi­ci­ans ver­eint in ei­ner sen­dung alle gen­res die mich an­öden: col­lege-dra­ma, nerds vs. cool kids, welt­ret­tung durch aus­er­wähl­te, über­kan­di­del­ter mys­tery-mist. die ers­te fol­ge war voll­ge­stopft mit frag­men­ta­ri­schen pop­kul­tur-an­spie­lun­gen aus har­ry pot­ter (ver­steck­te orte, ober­che­cker­zau­be­rer von der gu­ten und der „bö­sen“ sei­te), the maze (jun­ge men­schen vor un­lös­ba­ren auf­ga­ben, die sie mit­hil­fe ei­nes aus­er­wähl­ten se­ri­en­lang im­mer wie­der lö­sen, ent­ge­gen al­len wid­rig­kei­ten) oder x-files (welt­ver­schwö­rung von un­be­kann­ten oder all­mäch­ti­gen mäch­ten).

weil die ers­te fol­ge so voll­ge­stopft ist mit der ein­füh­rung und cha­rak­ter­zeich­nung der prot­ago­nis­ten, dem an­le­gen der ge­schich­te und der hin­ter­grün­de (auf min­des­tens 12 ver­schie­de­nen ebe­nen) und dem spin­nen der ro­ten fä­den der er­zäh­lung für die fol­gen­den epi­so­den, macht der pi­lot ei­nen enorm atem­lo­sen ein­druck. aber es ist nicht nur zu viel auf ein­mal, son­dern auch lieb­los in­sze­niert. wahr­schein­lich um zeit zu spa­ren, be­steht die ers­te fol­ge zur hälf­te aus der prä­sen­ta­ti­on von ste­reo­ty­pen aus be­kann­ten pop­kul­tu­rel­len mus­tern. das nerd- und stre­ber­mäd­chen trägt ne bril­le, sieht dar­un­ter aber aus wie ein mo­del, die coo­len sind ge­mein zu den stre­bern, all­wis­send, über­heb­lich und ein biss­chen nei­disch auf den neu­en, der ganz of­fen­sicht­lich und für die zu­schau­er leicht zu er­ken­nen, der aus­er­wähl­te ist, the cho­sen one.

so­wie­so se­hen alle blen­dend aus, es gibt kei­ne fet­ten, kei­ne wirk­lich un­at­trak­ti­ven men­schen. alle sind schlank und in der form ih­res le­bens. un­at­trak­ti­vi­tät wird, wenn über­haupt, si­mu­liert durch ver­wu­schel­te haa­re, ne bril­le, ko­mi­sche kla­mot­ten oder dass er oder sie bü­cher mag und viel liest.

gute se­ri­en, mei­ne ich mitt­ler­wei­le ge­lernt zu ha­ben, las­sen sich zeit mit der ex­po­si­ti­on, mit der ein­füh­rung in die ge­schich­te und die cha­rak­te­re. the ma­gi­ci­ans hat es ei­lig und rammt 6 fol­gen in eine ein­zi­gen zu­sam­men. her­aus kom­men holz­schnitt­ar­ti­ge cha­rak­te­re und eine of­fen­bar ab­stru­se ver­schwö­rungs­ge­schich­te mit mys­tery-ele­men­ten, die — wie soll­te es an­ders sein — dar­auf hin­aus­läuft die welt vor dem un­ter­gang zu be­wah­ren. mit we­ni­ger möch­te man sich als se­ri­en­ma­cher heut­zu­ta­ge ja nicht mehr ab­ge­ben.

lei­der nimmt die ers­te fol­ge am ende eine ra­di­ka­le wen­de, die mir ge­fiel, in­dem eine der müh­sam ein­ge­führ­ten fi­gu­ren ein­fach um­ge­bracht wird. ich neh­me der se­rie die ra­di­ka­li­tät à la game of thro­nes nicht ab und ver­mu­te durch ir­gend­ei­nen zau­ber­spruch wird die fi­gur wie­der zu­rück­ge­holt, aber die wen­de und der an­schlies­sen­de cliff­han­ger, wer­den mich wohl dazu zwin­gen, mir noch eine oder zwei fol­gen an­zu­se­hen.



but­t­ri­ges steck­rü­ben­gra­tin

felix schwenzel in gekocht

ein­fa­ches, aber ganz le­cke­res ge­richt aus ot­to­lenghis nopi. im ge­richt ist eine mit­tel­gros­se steck­rü­be, die das gra­tin na­tür­lich do­mi­niert. die steck­rü­be hab ich nach an­lei­tung in 1 cm gros­se wür­fel ge­schnit­ten und dann fast eine stun­de lang auf nied­ri­ger tem­pe­ra­tur in viel (100 gramm) but­ter ge­düns­tet. da­durch wur­den die stück­chen schön hell­braun und gla­sig. da­nach noch 400 gramm in strei­fen ge­schnit­te­nen wir­sing in viel but­ter (40 gramm) düns­ten, aber dies­mal nur 10 bis 15 mi­nu­ten.

der wir­sing kam in ei­ner auf­lauf­form nach un­ten, eine schicht ge­wür­fel­ter ched­dar (100 gramm, ei­gent­lich cae­r­phil­ly, aber wo be­kommt man so­was?), dann die steck­rü­ben, noch­mal 100 gramm käse und dann al­les für 15 mi­nu­ten in den ofen (bei 220°).

in der zeit hab ich eine kräu­ter­krus­te ge­mixt, aus 30 gramm sem­mel­brö­seln (ich hab knä­cke­brot ge­nom­men), viel fri­schem ty­mi­an und es­tra­gon und der ab­ge­rie­be­nen scha­le von ei­ner zi­tro­ne. das kommt nach 15 mi­nu­ten auf den auf­lauf, der da­nach noch­mal für 15 mi­nu­ten in den ofen wan­dert.

das war so le­cker, dass das kind frei­wil­lig noch­mal nach­ge­nom­men hat.


the gra­ham nor­ton show s18e16

felix schwenzel in gesehen

(mit will smith, ryan rey­nolds, ca­the­ri­ne zeta jo­nes und toby jo­nes. mu­sik von lau­ra mvu­la)

das fas­zi­nie­ren­de an der gra­ham nor­ton show ist die che­mie in der run­de. ich habe es bis­her nicht er­lebt, dass die gäs­te und der gast­ge­ber nicht mit­ein­an­der aus ka­men oder sich an­zick­ten, of­fen oder ver­deckt. in die­ser sen­dung klapp­te das be­son­ders gut, alle war­fen sich stän­dig ge­gen­sei­tig bäl­le zu und alle wa­ren so gut, so pro­fes­sio­nell, dass sie je­den ball ver­wan­del­ten.

zur der letz­ten sen­dung merk­te ich ja an, dass talk­shows ja in ers­ter li­nie pro­mo­ti­on-werk­zeu­ge für pro­mi­nen­te sei­en, um ihre fil­me, bü­cher oder stü­cke be­kannt zu ma­chen. in die­ser sen­dung hat­te ich das ge­fühl, dass je­der ein­zel­ne gast ge­kom­men war um zu un­ter­hal­ten und sein bes­tes eben da­für zu ge­ben.

das klapp­te so gut, dass so­gar die gäs­te ein­spran­gen als die sen­dung kurz ins pa­the­ti­sche ab­zu­drif­ten droh­te. näm­lich als gra­ham nor­ton kurz ab­drif­te­te und sei­nem mu­si­ka­li­schen gast (lau­ra mvu­la) un­auf­hör­lich kom­pli­men­te an den kopf zu wer­fen und mit (sehr ehr­lich ge­mein­ter) be­wun­de­rung zu­zu­ölen. will smith warf ei­nen gag ein, ryan rey­nolds nahm ihn auf und „off you go“ pa­thos.

ich hat­te in die­ser sen­dung das ge­fühl, dass die fünf die sen­dung seit jah­ren, jede wo­che zu­sam­men ma­chen, so gut ein­ge­spielt wa­ren sie als team. dazu kommt üb­ri­gens noch, dass das ti­ming der sen­dung auch gran­di­os ist. al­les über­flüs­si­ge (spie­le mit den gäs­ten, ein­spie­ler), al­les lang­wie­ri­ge, wird in der sen­dung weg­ge­las­sen. al­les läuft zack-zack ohne hek­tisch zu wir­ken, so dass ich mich im­mer wun­de­re, wie schnell die sen­dung vor­bei geht, trotz ih­rer fast 45 mi­nu­ten län­ge.

wäh­rend ca­th­ri­ne zeta jo­nes die gan­ze sen­dung über eine et­was stei­fe hal­tung ein­nahm, um ih­rem kör­per von der bes­ten mög­li­chen sei­te zu prä­sen­tie­ren, sass ne­ben ihr toby jo­nes mit ei­ner fri­sur die aus­sah als sei er ge­ra­de aus dem bett ge­sprun­gen. aus­ser­dem roll­ten sich sei­ne lan­gen so­cken lang­sam in rich­tung fuss­bo­den ab und er lüm­mel­te sich ent­spannt ins sofa.

will smith möch­te ich im­mer ger­ne un­sym­pa­thisch fin­den, weil er ja wohl mit­glied in die­ser ko­mi­schen pseu­do-kir­che ist, aber es ge­lingt mir nie. er ist wit­zig, schlag­fer­tig, ehr­lich und kann zur not auch ernst ant­wor­ten, wenn ihn gra­ham nor­ton die fra­ge stellt, die er seit wo­chen al­len schwar­zen schaup­sie­lern auf sei­nem sofa stellt: was sie denn von die­sem os­car-boy­kott hiel­ten? smith ant­wor­te­te zwar aus­wei­chend di­plo­ma­tisch aber das war ok. auch schön, kann man ja nicht oft ge­nug sa­gen: „di­ver­si­ty is ame­ri­ca’s su­per­power, it’s what makes this coun­try gre­at.“ das gilt zwar auch aus­ser­halb ame­ri­kas, aber ich fin­de es schön, dass die­se anti-trump ge­heim­for­mel auf die­se art und wei­se im­mer wie­der ins zu­schau­er­hirn ge­lei­tet wird.

will smith mach­te in der sen­dung pro­mo­ti­on für sei­nen neu­en film con­cus­sion (trai­ler auf you­tube), in dem er ei­nen ni­ge­ria­ni­schen arzt spielt, der in ame­ri­ka lebt und die chro­ni­sche trau­ma­ti­sche en­ze­pha­lo­pa­thie ent­deckt, an der vor al­lem foot­ball-spie­ler oft er­kran­ken. sein ni­ge­ria­ni­scher ak­zent war ziem­lich gut, was wohl auch ein ni­ge­ria­ni­scher co­me­di­an fand, der sag­te dass sich will smith’s ak­zent tat­säch­lich ni­ge­ria­nisch an­hör­te, al­ler­dings wie von ei­nem ni­ge­ra­ner mit ei­ner ge­hirn­er­schüt­te­rung.

was ich von dem trai­ler des films, für den ryan rey­nolds wer­bung mach­te, hal­ten soll weiss ich noch nicht. dead­pool könn­te wit­zig sein — aber auch mum­pitz. die wer­bung für den film ist teil­wei­se aber ganz gut:

emo­ji-wer­bung für „dead poo l“


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  me­dia­steak.com: Die heu­te Show „in­ter­viewt“ AfD-Spit­zen­kan­di­dat Meu­then

„anne“ von me­dia­steak:

Hier kommt die AFD zu Wort: Hoch­pro­fes­sio­nell in­ter­viewt heu­te-show Jour­na­list Cars­ten van Ris­sen den AfD-Spit­zen­kan­di­dat Jörg Meu­then.

Bes­ser als alle sons­ti­gen In­ter­views mit der AFD!

ich mag cars­ten van rys­sen nicht, zu­min­dest nicht als ich ihn zu­letzt hin und wie­der bei po­ly­lux sah, wo er auf dem alex­an­der­platz we­nig in­tel­li­gent aus­se­hen­den leu­ten, we­nig in­tel­li­gen­te sa­chen aus der nase zog. die heu­te show mag ich auch nicht. oli­ver wel­ke mag ich eben­so we­nig und die afd so­wie­so nicht.

was mich aber ver­rückt macht, sind links auf die 2DF-me­dia­thek, die we­gen ei­nes feh­len­den flash-plug­ins auf die start­sei­te der me­dia­thek lan­den, so wie der­zeit bei me­dia­steak.de, wenn man den link be­spiels­wei­se in sa­fa­ri klickt. des­halb hier ein link zu dem be­sag­ten aus­schnitt der auch mit flash­lo­sen brow­sern funk­tio­niert, der aber kei­nes­falls eine an­seh­emp­feh­lung oder gut­fin­dung sein soll: Cars­ten van Rys­sen bei der AfD

und weil das ZDF sei­ne mp4-da­tei­en ex­po­niert, kann man die aus­schnit­te na­tür­lich auch ein­bet­ten:






tracey ull­man’s show s01e01

felix schwenzel in gesehen

ein BBC-re­boot der tracey ull­man show, ei­ner sketch-co­me­dy-show, die von 1987 bis 1990 in den USA lief und in der die simpsons ge­bo­ren wur­den. das kon­zept des re­boots be­steht aus­schliess­lich aus sket­chen, aber wie die 80/90er show, schliesst der letz­te sketch die show mit ei­ner mu­si­ka­li­schen tanz-num­mer ab.

den ers­ten sketch kann­te ich be­reits aus der gra­ham nor­ton show, in der ull­man pro­mo für die neue show mach­te. der sketch mit ull­man als dame judi dench (you­tube-link) ist ziemlch wit­zig, al­ler­dings beim zwei­ten und drit­ten mal an­se­hen nicht mehr. die sket­che mit ull­man als an­ge­la mer­kel sind gar nicht wit­zig, ich will aber nicht aus­s­schlies­sen, dass ich die wit­ze nicht alle ver­stan­den habe.

die üb­ri­gen sket­che wa­ren OK, aber nicht un­be­dingt mein hu­mor, oder hu­mor den ich mir ger­ne re­gel­mäs­sig an­se­hen möch­te. ei­ni­ger­mas­sen wit­zig war aber, über­ra­schen­der wei­se, die tanz- und mu­sik­num­mer, die sich vor­treff­lich über mu­si­cals und ope­ret­ten lus­tig mach­te. viel­leicht schau ich mir doch eine oder zwei fol­gen an, we­gen ull­man’s par­odie von ca­mil­la par­ker bow­les (you­tube-link).

ei­gent­lich wür­de ich 2 ster­ne ge­ben, aber we­gen der wirk­lich her­vor­ra­gen­den mas­ke und ver­klei­dun­gen von tracey ull­man geb ich 3.

(bild: BBC)


the dai­ly show s21e54

felix schwenzel in gesehen

(mit jer­ry sein­feld)

seit ich the dai­ly show zu­letzt ge­se­hen habe, hat tre­vor noah den ab­lauf der sen­dung ein biss­chen ge­än­dert. tre­vor noah sitzt jetzt am an­fang der sen­dung nicht mehr, wie jon ste­wart, hin­ter sei­nem schreib­tisch, son­dern steht auf ei­ner klei­nen büh­ne mit ei­nem rie­si­gen bild­schirm hin­ter sich. das kommt am ende aufs glei­che her­aus, weil er auf der klei­nen büh­ne das glei­che macht, wie jon ste­wart da­mals™ hin­ter sei­nem schreib­tisch: wit­ze über do­nald trump und sei­ne fri­sur und do­nald trump als „arsch­loch“ be­zeich­nen. ja, po­li­ti­ker im fern­se­hen als arsch­lö­cher zu be­zeich­nen geht in ame­ri­ka of­fen­bar im­mer noch in ord­nung.

der klei­ne stan­dup am an­fang der sen­dung ist nicht schlecht, ge­nau wie das, was tre­vor noah da­nach am schreibt­tisch macht, wenn er ein, zwei the­men auf­greift und in dai­ly-show-ma­nier be­ar­bei­tet. trotz­dem fehlt im ver­gleich zu jon ste­wart et­was, ich weiss nicht ge­nau was es ist. fehlt viel­elicht eine pri­se sar­kas­mus? man­gelt es an ein paar mil­li­me­tern di­stanz oder ist die di­stanz viel­leicht so­gar ei­nen hauch zu gross und tre­vor noah ver­sucht das mit jo­via­li­tät wett­zu­ma­chen? ich wer­de mir das in den nächs­ten mo­na­ten si­cher noch ein paar mal an­gu­cken und viel­leicht kom­me ich dann drauf.

jer­ry sein­feld kam als pri­va­tier der ei­gent­lich nichts zu ver­kau­fen hat­te, aus­ser viel­leicht ein paar hin­wei­se auf sein co­me­di­ans in cars get­ting cof­fee. er freu­te sich sehr über sein al­ter und tat das, was er am bes­ten kann: ein biss­chen witzg und sym­pa­thisch sein, auf sehr sein­fel­di­ge art und wei­se.

auch bei der ge­sprächs­füh­rung man­gelt es tre­vor noah ei­gent­lich an nichts, er ist schlag­fer­tig, fürch­tet sich nicht, sich auch ein biss­chen über sei­ne gäs­te lus­tig zu ma­chen und steckt kom­pli­men­te wür­de­voll und ein biss­chen wit­zig weg. aber auch hier kann ich mich nicht so recht ent­schei­den was es ist, was mich dann doch ein biss­chen an tre­vor no­ahs ge­spräch­füh­rung ir­ri­tiert oder stört: feh­len­de di­stanz oder ein hauch zu viel?


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  spie­gel.de: Re­pu­bli­ka­ni­sche Par­tei im TV-Du­ell: Ohne Do­nald Trump, mit An­spruch

veit me­dick:

Für Don­ners­tag hat­ten sich die Mo­de­ra­to­ren et­was be­son­ders Un­an­ge­neh­mes ein­fal­len las­sen: In Vi­deo­ein­spie­lern wur­den Cruz und Ru­bio mit wi­der­sprüch­li­chen Aus­sa­gen zur Ein­wan­de­rung ge­zeigt. Mal pro Am­nes­tie für il­le­ga­le Ein­wan­de­rer, mal con­tra.

Eine ein­fa­che, aber äu­ßerst ef­fek­ti­ve Idee, die bei­de er­kenn­bar ver­un­si­cher­te. […] Scha­de nur: Man hät­te sehr ger­ne ge­se­hen, wie der Sen­der auch Do­nald Trump mit sei­ner in­halt­li­chen Fle­xi­bi­li­tät kon­fron­tiert hät­te. Ging aber nicht.

ging schon, al­ler­dings nicht auf fox, son­dern auf CBS:

YouTube Video Vorschaubild youtube-video laden, info, direktlink


( hier ge­fun­den )

das ist schon ein ziem­lich gross­ar­ti­ges stück fern­seh­ar­beit, das ste­phen col­bert hier ab­lie­fert. do­nald ge­gen trump mit all sei­nen wi­der­sprü­chen.


black mass

felix schwenzel in gesehen

sehr or­dent­li­cher film mit john­ny depp in ab­stru­ser mas­ke und be­ne­dict cum­ber­batch mit ame­ri­ka­ni­schem ak­zent. john­ny depp ist ja be­kannt­lich umso bes­ser, je wil­der und ab­sur­der er ver­klei­det ist. sei­ne mas­ke, die fal­schen (gran­dio­sen) au­gen, die fal­sche glat­ze, sei­ne zu en­gen kla­mot­ten, sta­chen enorm her­aus und fie­len mir stän­dig auf, aber ko­mi­scher­wei­se tut das sei­ner per­for­mance kei­nen ab­bruch. john­ny depp ist so gut, dass man ihn un­ter der mas­ke gar nicht er­kennt. man sieht die ver­klei­dung, aber der rest passt.

bei be­ne­dict cum­ber­batchs ak­zent ist das an­ders; der fällt auf und passt nicht. in ei­ner sze­ne hört man ihn re­den (eine st. pa­trick’s day-rede), sieht aber nicht so­fort, dass er es ist, der re­det. ich dach­te nur: hm, ko­mi­scher ak­zent und dann sah ich ihn. auf ge­wis­se wei­se war sein ame­ri­ka­nisch lu­pen­rein, aber es hat­te gleich­zei­tig et­was ir­ri­tie­ren­des, als ob er sei­ne zun­ge mit den ba­cken­zäh­nen fest­hielt oder als hät­te er ei­nen nicht nä­her zu be­nen­nen­den sprach­feh­ler. das war bei joel ed­ger­ton ähn­lich, der aus­tra­li­er ist und ja­mes bul­gers’ kin­der­heits­kum­pel john con­nol­ly spiel­te (der als er­wach­se­ner FBI-agent wur­de und bul­ger als in­for­ma­ten re­kru­tier­te). auch sein ak­zent hat­te et­was ir­ri­tie­ren­des, viel­leicht so­gar zu glat­tes, zu per­fek­tes, am ende aber un­pas­sen­des.

bei joel ed­ger­ton/con­nol­ly dach­te ich mehr­fach wie fas­zi­nie­rend es ist, dass ein mit­tel­gu­ter schau­spie­ler, ei­nen schlecht schau­spie­lern­den FBI-agen­ten spielt. ins­ge­samt ist aber we­der an der be­set­zung, noch an der in­sze­nie­rung viel aus­zu­set­zen. das war al­les un­ter­halt­sam und be­rüh­rend er­zählt. am ende des films ist klar, dass bul­ger zwar ein mann mit vie­len fa­cet­ten und ein paar mensch­li­chen sei­ten war, aber in ers­ter li­nie ein ge­walt­tä­ti­ges, bru­ta­les und rück­sichts­lo­sens schwein. in ei­ner sze­ne bringt er eine pro­sti­tu­ier­te ei­gen­hän­dig um, und kün­dig da­nach an, jetzt erst­mal ein mit­tags­schläf­chen zu ma­chen.

und es wird wie­der ein­mal klar, wie schnell kor­rup­ti­on, durch eine se­rie von klei­nen, ver­meint­lich harm­lo­sen schrit­ten, auch an­stän­di­ge men­schen er­fas­sen kann und sie über die rote li­nie treibt, von der nicht ohne wei­te­res zu­rück­zu­keh­ren ver­mö­gen.

dass mir der sound­track mehr­fach als ziem­lich gut auf­fiel muss al­ler­dings kein kom­pli­ment sein. film­mu­sik soll ja ei­gent­lich gar nicht als sol­che wahr­ge­nom­men wer­den und le­dig­lich die stim­mung steu­ern, nicht das aha-zen­trum.

ich gebe vier ster­ne, weil ich mich nur ein­mal kurz ge­lang­weilt habe.


zer­drück­te al­te kar­tof­feln, oh­ne ka­pern­bee­ren, oh­ne ro­sa pfef­fer — aber mit ge­rös­te­tem knob­lauch

felix schwenzel in rezepte

als ich heu­te abend ot­to­lenghis nopi durch­ge­blät­tert habe, blieb ich an die­sem re­zept hän­gen: zer­drück­te neue kar­tof­feln mit ka­pern­bee­ren, rosa pfef­fer und ge­rös­te­tem knob­lauch.

ich blieb we­gen des ge­rös­te­ten knob­lauch hän­gen; eine gan­ze knol­le, in 75 mi­li­li­ter oli­ven­öl, mit viel thy­mi­an, ros­ma­rin und ei­nem lor­beer­blatt 15 bis 20 mi­nu­ten bei 180° im ofen rös­ten. eine knol­le!

die kar­tof­feln soll­ten 15 mi­nu­ten in was­ser ge­kocht wer­den (wir hat­ten kei­ne neu­en kar­tof­feln, wie von re­zept ge­for­dert, son­dern nur alte, die ich dann auch ge­schält und nicht mit scha­le ge­kocht habe), mit ein paar min­ze-, ros­ma­rin- und thy­mi­anzwei­gen. min­ze hat­ten wir noch, ros­ma­rin und thy­mi­an hab ich ge­trock­net ge­nom­men.

wäh­rend die kar­tof­feln ko­chen habe ich das dres­sing vor­be­rei­tet: eine zi­tro­nen­scha­le ab­rei­ben und die zi­tro­ne selbst ent­saf­ten, 10 gramm min­zeblät­ter in strei­fen schnei­den, und zwei tee­löf­fel rosa pfef­fer grob zer­stos­sen. weil wir bei­de rosa pfef­fer gar nicht mö­gen, hab ich schwar­zen pfef­fer ge­nom­men. zum dres­sing kom­men noch ein 1½ tee­löf­fel salz, um­rüh­ren, fer­tig, bei­steie stel­len. wenn die kar­tof­feln 15 mi­nu­ten ge­kö­chelt ha­ben die kräu­ter weg­schmeis­sen, das rös­t­öl des knob­lauch auch mit ei­nem sieb von den kräu­tern be­frei­en und die et­was zer­klei­ner­ten kar­tof­feln (hal­biert, ge­vier­telt, je nach grös­se), mit dem rös­t­öl 8 bis 9 mi­nu­ten bra­ten. da­nach ein glas ge­wa­sche­ne ka­pern (ka­pern­bee­ren mag ich nicht), 15 gramm but­ter und den ge­rös­te­ten knob­lauch un­ter­he­ben und noch­mal ne mi­nu­te bra­ten. dann das dres­sing drun­ter, fer­tig, es­sen.

das gan­ze war enorm le­cker, roch auch köst­lich und wird jetzt be­stimmt öf­ter ser­viert. brat­kar­tof­feln sind eh toll, aber so ganz be­son­ders. dazu hab ich noch ei­nen kräu­ter­salz­quark an­ge­rührt, mit kräu­ter­salz, pfef­fer und dünn­ge­ho­bel­ten gur­ken­schei­ben. dies­mal ha­ben wir es auch nicht ge­schafft das 4-6-per­so­nen-es­sen zu zweit auf­zu­es­sen.


[nach­trag 05.05.2025] hier folgt jetzt noch das struk­tu­rier­te re­zept.

Zerdrückte neue Kartoffeln mit Kapernbeeren, rosa Pfeffer und geröstetem Knoblauch

Brat­kar­tof­feln sind eh toll, aber so ganz besonders. Dazu passt kräu­ter­salz­quark angerührt, mit Kräu­ter­salz, Pfeffer und dünn­ge­ho­bel­ten Gur­ken­schei­ben.

zutaten

  • 1 Knoblauchknolle
  • 75 ml Olivenöl
  • 1 Lorbeerblatt
  • 10 g Thymianzweige
  • 10 g Rosmarinzweige
  • 1 kg Kartoffeln (neu)
  • 20 g frische Minze
  • 60 g Kapernbeeren (oder besser, einfach Kapern)
  • 25 g Butter
  • 1 Zitrone (davon den Saft und die abgeriebene Schale)
  • 20 g Petersilie
  • 20 g rosa Pfefferkörner (oder weglassen)
  • Salz, Pfeffer

ergibt: 4 portionen

zubereitung

  1. Backofen auf 190° C vorheizen.

  2. Knob­lauch­ze­hen schälen und mit dem Öl in eine kleine ofenfeste Form legen. Lor­beer­blatt und jeweils der Hälfte des Thymian und Rosmarin mischen und 15-20 Minuten im Ofen rösten. Zwi­schen­durch ein- oder zweimal mit dem Öl über­zie­hen. Danach abkühlen lassen und das Öl durch ein Sieb in eine große Pfanne geben. Die
    Knob­lauch­ze­hen bei­sei­te­le­gen, Thymian und Rosmarin können weg.

  3. Die Kar­tof­feln mit der Minze, dem rest­li­chen Thymian und Rosmarin und 1 EL Salz zum Kochen bringen und 15 Minuten garen. Abgießen, die Kräuter wegwerfen und die Kar­tof­feln halbieren.

  4. Während die Kar­tof­feln kochen das Dressing zu­be­rei­ten:
    eine zi­tro­nen­scha­le abreiben und die zitrone selbst entsaften, 10 gramm min­ze­blät­ter in streifen schneiden, und zwei teelöffel rosa oder schwazen pfeffer grob zer­stos­sen. Zum Dressing kommen noch ein 1½ Teelöffel Salz, beiseite stellen.

  5. Wenn die Kar­tof­feln fertig sind das Knob­lauch­öl in der Pfanne bei hoher Tem­pe­ra­tur erhitzen, die Kar­tof­feln hin­ein­ge­ben und 8-9 Minuten braten, bis sie goldbraun sind und anfangen zu zerfallen. Die Kapern, den
    ge­rös­te­ten Knoblauch und die Butter zugeben, 1 weitere Minute bräunen und an­schlie­ßend das Dressing hin­zu­fü­gen.

  6. Alles behutsam mischen, noch 1 Minute erhitzen und fertig.