alles


notiz an mich selbst: merken und (nach) hören.

Außerdem habe ich einen Podcast aus der Reihe „Einfach Antike“ gehört: “Spät­rö­mi­sche Dekadenz – Warum Rom nicht an Moral zugrunde ging“, 28 Minuten.

„Es gibt kein einziges his­to­ri­sches Beispiel für ein Reich oder eine Zi­vi­li­sa­ti­on, die an einem wie auch immer gearteten sitt­li­chen Verfall zugrunde gegangen ist.“

Halbwegs passend dazu hörte ich dann noch eine weitere Sendung: „Mächtige Mythen – Warum Ver­schwö­rungs­theo­rien un­sterb­lich sind“. 46 Minuten beim Deutsch­land­funk.



glet­scher­wan­de­rung

felix schwenzel in bilder

schnee und eis sind teil­wei­se weg­ge­schmol­zen, aber heu­te nacht zog es dann wie­der an, wes­halb sich die wan­de­rung in den reh­ber­gen ein biss­chen wie eine glet­scher­wan­de­rung an­fühl­te und aus­sah.

zugefrorener weg in den rehbergen, der ein bisschen an einen gletscher erinnert.

sieht aus wie ein qua­si-glet­scher

foto vom zugefrorenem schifffahrtkanal, teilweise sind schollen abgebrochen und wieder überfroren

zu­ge­fro­re­ner schif­fahrts­ka­nal


judith horchert, die spiegel-re­dak­teu­rin saschas vertrauen, lob(o)huddelte sascha lobo an­läss­lich seines 10jährigen spiegel-online-kolumne-jubiläums (der artikel ist also 4 jahre alt), via.

Er­schre­ckend viele Texte von Sascha Lobo sind gut gealtert. Das liegt ei­ner­seits an Saschas Hell­sich­tig­keit und daran, dass er den Einfluss der Di­gi­ta­li­sie­rung auf die Ge­sell­schaft gut ver­stan­den hat und gut erklären kann.

ich hab mal ein, zwei stich­pro­ben gemacht, und muss sagen, judith horchert hat recht.




YouTube Video Vorschaubild youtube-video laden, info, direktlink

via coldheat.de:

Four-Byte Burger zeigt Re­stau­ra­ti­on, re­spek­ti­ve Re­pro­duk­ti­on eines digitalen Meis­ter­werks, von dem außer eines alten Fotos keine weiteren Kopien exis­tie­ren.

Doch damit endet es nicht. Ein Kommentar des ver­mut­lich ur­sprüng­li­chen Schöpfers des Kunst­werks zum Video versüßt den Tag:

How do you thank a total stranger from across the Atlantic Ocean who selects an obscure and ir­rele­vant piece of art you did years ago and turns it into an Ar­chaeo­lo­gi­cal-Techno Adventure Park Ride? (allow me to wipe tears from my eyes) And he got ever­y­thing RIGHT! – Thank you Stuart.

ich hab mir das video der re­kon­struk­ti­on sehr gerne angesehen. ich mag vor allem die idee, etwas pixel für pixel auf­zu­bau­en und dabei zu­zu­schau­en. und noch mehr mag ich die idee, den eigenen hand­lung­spiel­raum radikal ein­zu­schrän­ken (hier: anzahl der pixel und der farben).

grenzen, ein­schrän­kun­gen, tech­ni­sche li­mi­tie­run­gen beflügeln die kunst. umgekehrt, wenn alles möglich ist, wenn die einzige grenze das ist, was einem für einen prompt einfällt, dann wird das ergebnis ruck zuck sehr, sehr lang­wei­lig und un­span­nend . ich glaube wenn KIs maximal 640 × 480 px hoch auf­lö­sen­de bilder ausgeben könnten, wäre KI-kunst viel­leicht einen ticken in­ter­es­san­ter.


fa­vo­ri­ten KW3 2026

felix schwenzel in favoriten


wie ich die­se li­kes-samm­lung ge­baut habe: ma­king of fa­vo­ri­ten


ma­king of fa­vo­ri­ten

felix schwenzel in über wirres

ich hab mich ge­fragt, war­um soll ich die samm­lun­gen von maston- und blues­ky-bei­trä­gen ei­gent­lich lieb­lings­trööts nen­nen? blues­ky-bei­trä­ge sind ja ge­nau­so we­nig trööts wie sie tweets sind. viel­leicht soll­te man alle kurz­bei­trä­ge im in­ter­net tweets nen­nen? oder bei sam­lun­gen nicht das bei­trags­platt­form be­nen­nen, son­dern die samm­lung. also hab ich mir über­legt, dass ich

  1. re­gel­mäs­sig fa­vo­ri­ten­samm­lun­gen ver­öf­fent­li­che, statt lieb­lings­trööts.
  2. die fa­vo­ri­ten jetzt et­was an­ders samm­le, näm­lich fort­lau­fend und hier: fa­vo­ri­ten

die fa­vo­ri­ten er­sch­ei­nen erst auf den haupt­sei­ten (und im RSS feed), wenn ich sie in samm­lun­gen bünd­le, vor­her schwim­men sie im fa­vo­ri­ten­strom im hin­ter­grund. ge­nau­so ma­che ich das jetzt auch mit book­marks, die ich dann re­gel­mäs­sig zu (kom­men­tier­ten) link­samm­lun­gen bünd­le.

bis­her habe ich links oder book­marks fast aus­schliess­lich auf pin­board ge­spei­chert, ent­we­der per book­mar­klet aus dem brow­ser oder aus mei­nem RSS-rea­der mi­ni­flux, der sie per per API dort si­chert oder auf dem te­le­fon mit ei­ner sha­ring-ex­ten­si­on. das mach ich ge­ge­be­nen­falls auch wei­ter so, aber haupt­säch­lich samm­le ich fa­vo­ri­ten und book­marks ab jetzt di­rekt auf wir­res.net per book­mar­klet und quill. quill rufe ich per book­mar­klet auf, dann lässt quill mich bei book­marks noch den in­halt be­ar­bei­ten und si­chert den fa­vo­ri­ten oder das book­mark dann per mi­cro­pub hier auf wir­res.net. für ei­nen fa­vo­ri­ten sieht der vor­gang in etwa so aus:

mir ge­fällt die­ser work­flow. für die samm­lun­gen ver­lin­ke ich die so ge­si­cher­ten fa­vo­ri­ten oder book­marks und kir­by bet­tet sie ent­spre­chend ein. auch die­ses vor­ge­hen ge­fällt mir gut, weil ein­zel­ne favs und book­marks dann qua­si eine per­ma­link url ha­ben (per # un­ter dem em­bed ver­linkt).

ich fin­de das kon­zept des im hin­ter­grund leicht rau­schen­den fa­vo­ri­ten- und book­mark­stroms sehr an­spre­chend. es stört nie­man­den, er­freut mich aber und wer das rau­schen hö­ren will, kann je­der­zeit auf wir­res.net/fa­vo­ri­ten oder wires.net/book­marks ge­hen. noch gibt’s dazu kei­nen RSS feed, so­bald mich auch nur eine per­son fragt, setz ich das aber be­stimmt gleich um.




favicon 1ppm.de 1ppm.de: Kleiner Gruß aus dem Maschinenraum ans Fediverse – Blog von Johannes Mirus

Ganz even­tu­ell hät­te ich beden­ken sol­len, dass bei einer Umbe­nen­nung mei­nes Nut­zer­ac­counts die Fol­lower aus dem Fedi­ver­se flö­ten gehen. Schlau wie ich war, habe ich den alten Account schon vor­her gelöscht, wes­halb die Umlei­tung nicht ein­ge­rich­tet wer­den konnte. Ich bit­te daher höf­lichst – ent­spre­chen­des Inter­es­se vor­aus­ge­setzt – dem Pro­fil @johannes@1ppm.de zu fol­gen (oder ger­ne auch […]

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elizabeth tsurkov wurde im märz 2023 in bagdad entführt wurde und nach 903 tagen haft und folter frei­ge­las­sen. im atlantic schreibt sie über diese zeit.

I had no interest in “resisting” in­ter­ro­ga­ti­on under torture—after all, I had nothing real to hide, nothing I would not want to confess. So I freely admitted to whatever they seemed to want to hear: that I worked for the CIA and was a Mossad spy. To be both, of course, was hardly possible, but as these men beat me again and again over the next 14 weeks, I learned their bizarre con­spi­ra­cy theories—and tried to match my fables to theirs.

As my ex­pe­ri­ence showed, a heavy reliance on physical abuse makes for pro­fi­ci­ent torturers, not skilled in­ter­ro­ga­tors. Again and again, torture has proved to produce false con­fes­si­ons and bad in­tel­li­gence. The only knowledge that torture provides is the ultimate con­fir­ma­ti­on bias: in­for­ma­ti­on about the threats facing the regime that is entirely in line with the worldview of the torturers, who cha­rac­te­risti­cal­ly share the regime’s ge­ne­ra­li­zed paranoia.


für mei­nen mög­li­chen #rp26 vor­trag muss ix mich jetzt wohl zum the­ma exis­ten­zia­lis­mus up­da­ten und ne li­te­ra­tur­lis­te durch­ar­bei­ten. habt ihr tipps, ab­seits der üb­li­chen ver­däch­ti­gen?


darm­spie­ge­lung

felix schwenzel in notiert

weil mei­ne haus­ärz­tin es mir vor­schlug, habe ich mir vor ei­nem hal­ben jahr ei­nen ter­min zur darm­spie­ge­lung von der bei­fah­re­rin or­ga­ni­sie­ren las­sen. am diens­tag war es so­weit.

zur vor­be­rei­tung der darm­spie­ge­lung muss man den darm (na­tür­lich) erst­mal lee­ren. am tag vor der un­ter­su­chung darf man ab neun uhr nichts mehr es­sen, fünf tage vor­her muss­te ich be­reits auf ker­ne, nüs­se und alle voll­kör­ni­ge ver­zich­ten. ei­nen tag vor­her muss man ziem­lich ek­li­ge ab­führ­flüs­sig­keit trin­ken. das hat­te ich noch in schlech­ter er­in­ne­rung von mei­nen vor­he­ri­gen darm­spie­ge­lun­gen. aber da die an­lei­tung dar­auf hin­wies, dass ich zwei­mal ei­nen hal­ben li­ter von dem zeug „lang­sam, in klei­nen schlü­cken“, über eine stun­de ver­teilt trin­ken soll, war das dann ziem­lich ent­spannt. aus­ser­dem emp­fahl die an­lei­tung dazu auch noch ei­nen hal­ben li­ter kla­res was­ser zu trin­ken, da­mit war es dann fast ein ver­gnü­gen.

durch die zeit­li­che ent­zer­rung der darm­rei­ni­gungs­flüs­sig­keits­auf­nah­me, lief auch das ent­lee­ren des darms re­la­tiv ge­sit­tet ab. mir fiel auf, wie ho­me­of­fice, ist auch home­dar­ment­lee­rung sehr viel an­ge­neh­mer als in ei­nem war­te­zim­mer oder kran­ken­haus.

für die ko­lo­sko­pie selbst hat­te ich mir vor­ge­nom­men auf eine be­täu­bung oder „schlaf­sprit­ze“ zu ver­zich­ten. mei­ne bis­he­ri­gen darm­spie­ge­lun­gen hat­te ich auch alle ohne be­täu­bung ge­macht und auch wenn ich mich dar­an er­in­ne­re dass das nicht be­son­ders an­ge­nehm war, vor al­lem wenns um die kur­ven geht und luft in den darm ge­pumpt wird, woll­te ich es die­ses mal auch so ma­chen. al­lein schon das gan­ze ge­we­se mit ab­ho­len las­sen, auf­wach­raum und den rest­li­chen tag nicht ganz bei mir sein zu kön­nen hielt mich schon da­von ab mich be­täu­ben zu las­sen.

ich muss sa­gen: an­ge­nehm ist das nicht, aber schlim­mer als ein quer­sit­zen­der furz ist es auch nicht. und ich konn­te so auch mal wie­der in mich rein­gu­cken und small­talk mit den an­we­sen­den ma­chen. un­ter­wegs fand der arzt ein paar po­ly­pen, die er ein­fach ab­schnitt und die ab­schnit­te dann raus­zog zur his­to­lo­gi­schen un­ter­su­chung. die rei­se durch den darm ging bis zum dünn­darm und dau­er­te so um die 10 mi­nu­ten.

für die darm­rei­ni­gung woll­te mir der arzt nicht die best­no­te ge­ben, aber die sicht war schon ziem­lich klar. ich war wie­der be­geis­tert wie auf­ge­räumt es in mir aus­sieht. und die tech­nik! das en­do­skop kann mit ei­nem was­ser­strahl die darm­wän­de ab­zu­sprit­zen, die lin­se war nicht eine se­kun­de be­schla­gen oder ver­schmiert, das bild war durch­ge­hend kris­tal­klar. ir­gend­wie scheint die tech­nik ins­ge­samt fort­schrit­te ge­macht zu ha­ben, denn auch die mör­der­blä­hun­gen die ich nach den letz­ten un­ter­su­chun­gen die­ser art hat­te, blie­ben dies­mal aus.

in drei jah­ren soll ich wie­der­kom­men um noch­mal ei­nen blick auf die po­ly­pen zu wer­fen. freu ich mich nicht un­be­dingt drauf, aber im prin­zip wür­de ich schon sa­gen: ger­ne wie­der.

die wich­tigs­te er­kennt­nis habe ich nach­träg­lich ge­won­nen, war mir in der form noch gar nicht klar: das was ich esse braucht un­ge­fähr 23 stun­den, bis die res­te wie­der aus­ge­schie­den wer­den. ich dach­te ei­gent­lich dass ich mir mit der ver­dau­ung mehr zeit neh­me.


apro­pos darm, ich glau­be die­ses „hand­werks­kunst“ vi­deo, in dem man ei­nem chir­ur­gen bei ei­ner darm­ope­ra­ti­on zu­se­hen kann, hat­te ich schon mal emp­foh­len. am fas­zi­nie­ren­s­ten fin­de ich die äs­the­tik des ein­griffs und des mensch­li­chen in­nen­le­bens. da ist ei­gent­lich nichts ek­li­ges zu se­hen und auch das aus­ei­an­der­schnei­den und wie­der zu­sam­men­fü­gen des darms sieht bei­na­he tri­vi­al ein­fach und un­spek­ta­ku­lär aus.


ges­tern popp­te in mei­nem RSS feed ein sehr lan­ger, neu­er lo­rem-ip­sum-text auf spree­blick.com auf. ger­ne ge­le­sen, mitt­ler­wei­le lei­der wie­der ge­löscht.