habe alle folgen der umbrella academy auf netflix in wenigen tagen eingeatmet und bin enorm begeistert. nicht nur dass die serie nicht so billig wie andere netflix-superhelden-serien aussieht, mir gefiel auch der subtext, dass bei aller kaputtheit und dysfunktionalität, liebe in all ihren facetten der einzige ausweg ist.
mir gefiel auch die formale verspieltheit der serie, auch wenn diese verspieltheit und unernsthaftigkeit nervpotenzial hat.
… das ende werden viele hassen, ich fand’s grandios.
Bevor wir jetzt wieder über die Daseinsberechtigung von Satire debattieren, die Journalismus reinlegt, lieber über die Daseinsberechtigung von Journalismus reden, der auf Satire reinfällt
ziemlich guter und heisser apfel-birnencrumble aus dem automaten im data kitchen.
„berliner bulette“ @ data kitchen
Kleiner Reminder dass die Kinder die heute geboren werden in sechs Jahren LehrerInnen brauchen und in 20 Jahren bezahlbaren Wohnraum nur damit keiner sagen kann usw usf
wifi-körperwaage selbstgemacht: die alten innereien und das olle LCD-display raus, kleines OLED display und wemos D1 rein. jetzt wird der ø aus 40 messungen auch im dunklen gut lesbar angezeigt und im @home_assistant gesichert & visualisiert.
einziger nachteil: statt batterie hat die waage jetzt ein kabel.
unser sehr alter gasofen hat jetzt auch eine digitale temperaturanzeige. damit lässt er sich zwar nicht ein- oder ausschalten, aber er sagt jetzt bescheid, wenn er heiss genug ist.
die @BVG_Ubahn ist besorgt um die sicherheit obdachloser & schliesst deshalb neuerdings nachts alle (bis auf 2) u-bahnhöfe ab. dass sie dann erfrieren könnten (2019 bereits 1 kältetoter in berlin), scheint keine sicherheitsbedenken zu verursachen.
ofenkartoffeln mit spinat-gorgonzola-füllung ohne schale, aber mit käseresten. nach ottolenghis simple. die beifahrerin meinte, der salat dazu sei „fantastisch“ gewesen.
steak mit harissa und paprika-zitronen-sauce nach ottolenghis simple.
pizza bianca mit kartoffeln, sardellen und salbei nach ottolenghis „simple“. #frühstück
Facebook hat in erster Linie zwei Ziele: Wachstum und Dominanz. Alles andere was daraus folgt — Profit, Anteilseignerbereicherung, Monopolisierung des Online-Werbemarkts — sind willkommene Nebeneffekte. Das offizielle Firmenziel, Menschen zusammenzubringen, ist für Facebook nur Mittel zum Zweck.
Die Rücksichtslosigkeit mit der Facebook vorgeht, um Wachstum und Dominanz zu erreichen, ist seit längerem bekannt, aber das Ausmaß der Ruchlosigkeit Facebooks, das in den letzten Monaten öffentlich wurde, schockiert selbst Netzapologeten wie mich.
In der Regel erkläre ich mir solche Fehltritte mit Inkompetenz oder krasser Überforderung angesichts überwältigender Komplexität, statt mit Böswilligkeit. Das wird aber von Enthüllung zu Enthüllung schwieriger, langsam kann ich nicht mehr anders als John Grubers Analyse zuzustimmen, dass Facebook absichtsvoll über jede Anstandsgrenze hinwegspringt (weil man dort aus Erfahrung glaubt damit durchzukommen) und für Wachstum und Dominanz auch nicht vor kriminellen Methoden zurückschreckt:
To my eyes, this action constitutes Facebook declaring war on Apple’s iOS privacy protections. […] Facebook is betting that their apps are too popular, that they can do what they want and Apple has to sit back and take it. I keep saying Facebook is a criminal enterprise, and I’m not exaggerating. (Quelle)
Ich lehne mich eigentlich nicht so gerne weit aus dem Fenster, aber ich kann mir vorstellen, dass dieser Artikel von @joshconstine der Anfang vom Ende von Mark Zuckerbergs Zeit als Facebook-CEO sein könnte.
i tell alexa that my wife wants to read in the guest room and she dims the lights as katia likes it. after i finish cooking, i tell her that diner is ready and alexa calls katia (dinging a gong) and dims the light appropriately. if i need more or less light, i just say turn up the light or turn it down or off, she does so, depending in which room i am in. i can ask alexa alexa to add items to a shopping list, set the heating or set timers …
… except that it’s not really alexa, but a self hosted, local service running on a couple of raspberries in out flat. after watching citizenfour my wife wanted the real, the amazon alexa out of the house and i had to rebuild her on my own using homeassistant and snips (and a universal snowboy hotword model). i actually don’t miss anything of the real alexa and rather enjoy that i can tweak my new assistant to my liking (and not amazons’ liking). i’m not a coder and what i do to keep my home automation running can hardly be called programing. but it works.
and i think, if we want to talk about voice assisatnts seriously, we also need to talk about the emerging privacy aware voice assistants (snips, mycroft and full or semi open source stuff, that you can plug together to built your own solution). snips.ai is really amazing. hotword and voice recognition are all done on a pi, without the need for an external network connection. i only use an external service for text to speech, because the non-cloud services (at least for the german language) are still too crappy (there are decent ones for english, though).
the ease of use and setup for these self hosted solutions is still no match for amazon’s solutions and reach, but they are getting there. and frankly, i think it’s only a matter of time, that people get fed up with the snooping and unfettered data collection of the cloud giants. „it just works“ is not enough any more - at least in the long run.
i could also use siri for most of the light and home control i want to excercise. all my lights, switches, sensors and media playes are also connected to homekit. but siri is still really stupid and cumbersome. the only thing i occasioanlly use siri for is „wake me at 6 a.m.“ or „5 minute timer, please“. the state of siri is a shame, especially if you see the flexibility, customizability and quality of a solution like snips.ai.
es schmerzt, wenn auch gute leute schlechtes denglisch sprechen, weil ihnen das wort „offenlegung“ nicht einfällt und dann ausversehen ihre haftung ausschliessen. piqd.de/loesungen/wie-daniel-drepper…
Wenn die Beifahrerin ungeduldig wird oder gar wütend, sage ich immer scherzhaft: „Wir müssen mal wieder Geduld üben.“ Ich selbst halte mich eigentlich gar nicht für einen besonders geduldigen Menschen. Geduldsspiele treiben mich in den Wahnsinn, ich kann allerdings bei Dingen die mit meiner Arbeit zu tun haben oder mit den Elektronik-Basteleien, die ich zur Heimoptimierung mache und die ständig an meinen Kompetenzgrenzen kratzen, sehr, sehr beharrlich sein.
Die Beifahrerin ist übrigens auch bei allem was ihre Arbeit betrifft, wochenlanges Malen an einem einzigen Bild, Fotos so lange bearbeiten bis wirklich alle Farben stimmen, unermüdlich und langatmig. Bei allem anderen, was ihr im Leben begegnet, hat sie die Geduld einer zwei Millimeter langen Zündschnur.
Bei all meinen Geduldsdefiziten habe ich allerdings bemerkt, dass Geduld, bewusst ausgeübt, enorm beruhigend und befriedigend wirkt. Wichtiger noch: Dinge die man geduldig ausübt sind am Ende oft effizienter als die eilige Variante. Und damit meine ich nicht nur die aufgeregten Überholer, denen man fünf Ampeln später meist wieder begegnet.
Ich habe mich jedenfalls sehr gefreut, als ich meinen Scherz („Wir müssen mal Geduld üben!“) kürzlich im Internet in ernstgemeinter Form gefunden habe.
Jason Fried schreibt, dass er sich im neuen Jahr vorgenommen habeGeduld zu üben. Beim Einkauf stellt er sich an die längste Schlange, statt Prime nutzt er die langsamste Versandart. Wann immer sich die Gelegenheit ergibt, entscheidet er sich eher fürs Warten, als für die flotte Alternative — und statt beim Warten an seinem Handy rum zu daddeln, geniesst er das Nichtstun:
In a world where everyone seems to be super busy all the time, bumping into more moments with nothing to do seems like a real discovery.
(Viel mehr steht im Artikel übrigens nicht, aber allein wegen des Seinfeld-Zitats in den Kommentaren lohnt sich der Klick. Und um ein bisschen Geduld zu üben, liesse sich der Artikel auch vortrefflich mit der Hand abschreiben.)