alles

the good wi­fe s07e15 („tar­gets“)

felix schwenzel in gesehen

irre kom­pli­zier­te fol­ge. ie NSA spielt wie­der mit, die ver­rück­te an­wäl­tin auch (car­rie pres­ton als els­beth ta­scio­ni) und ali­cia nimmt an ei­nem ge­hei­men tref­fen des jus­tiz­mi­nis­te­ri­ums teil, um die droh­nen-er­mor­dung ei­nes ame­ri­ka­ni­schen staats­bür­gers ju­ris­tisch zu recht­fer­ti­gen. aus­ser­dem fi­cken ali­cia und ja­son.

fast alle strän­ge der ge­schich­te blei­ben am ende der fol­ge of­fen und am ende se­hen wir ei­nen sym­bol­kräf­ti­gen clip von ei­nem kol­la­bie­ren­den eis­berg. mir ge­fiel die­se fol­ge ei­gent­lich wie­der ganz gut, auch wenn sie un­term strich ei­nen ta­cken zu kon­fus und ver­wir­rend für mei­nen ge­schmack war.


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  Jür­gen Ge­u­ter - This might be the cu­test thing I have seen... | Face­book

JGe­u­ter:

This might be the cu­test thing I have seen in months. And I know cute, I watch a lot of vi­de­os of sloths.


Photo by felix schwenzel in Nikolaiviertel. Keine Fotobeschreibung verfügbar..

der play­mo­bil-lu­ther für €5,95


sen­dung mit der maus vom 21. fe­bru­ar 2016

felix schwenzel in gesehen

ar­min mai­wald zeigt, wie in esch­wei­ler ein hub­schrau­ber­lan­de­platz auf dem dach des st.-an­to­ni­us-hos­pi­tals ge­baut wur­de. dazu gibt es auf den sei­ten des kran­ken­hau­ses auch ein bau­ta­ge­buch.

wil­li wi­berg hat auch ei­nen hub­schrau­ber ge­baut, in der welt der phan­ta­sie. man­che der ge­zeich­ne­ten ge­schich­ten fin­de ich in der sen­dung mit der maus ja ganz amü­sant. die von wil­li wi­berg und sei­nem va­ter eher nicht. ob­wohl es be­mer­kens­wert ist, dass der va­ter von wil­li wi­berg raucht (pfei­fe). rau­chen im kin­der­fern­se­hen — re­spekt da­für!

aus­ser­dem zeig­te ar­min mai­wald in ei­nem äl­te­ren bei­trag noch­mal, wie sä­gen funk­tio­nie­ren. die schrän­kung der sä­ge­blät­ter ist (na­tür­lich) ent­schei­dend. bei shaun das schaf gabs auch bau­mass­nah­men und an­spie­lun­gen an mis­si­on im­pos­si­ble. war eher mit­tel­in­ter­es­sant al­les.

(auf wdrmaus.de ge­se­hen)


ber­lin, 21. fe­bru­ar 2016

felix schwenzel in gesehen

schot­ti­scher re­gen in ber­lin! es tröp­fel­te den gan­zen tag, so dass un­ter of­fe­nem him­mel das smart­fo­ne un­le­ser­lich wird, weil die trop­fen die pi­xel zu ei­nem bun­ten, ex­pres­sio­nis­ti­schem al­ler­lei ver­wan­deln, man aber beim lau­fen durch den nie­sel nicht nass wird.

durch die­sen schot­ti­schen re­gen zu lau­fen, ist so an­ge­nehm wie vor dem ne­bel­schwa­den­ge­ne­ra­tor in der ge­mü­se­ab­tei­lung ei­nes su­per­markts zu ste­hen. der nie­sel kühlt, man kann sich zü­gig be­we­gen. die ob­dach­lo­sen wir­ken bei die­sem wet­ter aber noch tros­lo­ser als sonst, weil sie sich in über­dach­te, noch düs­te­rer als der rest der stadt wir­ken­de be­rei­che zu­rück­zie­hen und ver­geb­lich auf das ende des nie­sels war­ten. sonst hält der re­gen aber fast nie­man­den da­von ab, das zu tun was er oder sie oh­ne­hin tun wür­de. schot­ti­schen re­gen kann es von mir aus je­den tag ge­ben.

(wet­ter­re­zen­si­ons­idee von the awl)


al­te na­tio­nal­ga­le­rie

felix schwenzel in artikel

heu­te woll­ten wir ei­gent­lich mal wie­der wan­dern ge­hen, aber weil es den gan­zen tag reg­nen soll­te, ha­ben wir uns ent­schie­den in die alte na­tio­nal­ga­le­rie zu ge­hen. dort gibt es ge­tra­de zwei re­stau­rier­te bil­der von cas­par da­vid fried­rich zu se­hen. im blog „der staat­li­chen mu­se­en zu ber­lin“ gibt es dazu ei­nen sehr in­for­ma­ti­ven ar­ti­kel: „In neu­em Glanz: Cas­par Da­vid Fried­rich kehrt zu­rück in die Alte Na­tio­nal­ga­le­rie

die aus­stel­lung der bei­den bil­der war bei­spiel­haft. auf ei­ner sei­te die bei­den auf­ge­frisch­ten bil­der, auf der an­de­ren sei­te fo­tos in ori­gi­nal­grös­se vom vor­he­ri­gen zu­stand. lei­der muss ich sa­gen, dass mir die ab­tei im eich­wald im ver­gilb­ten, et­was ver­blass­ten zu­stand bes­ser ge­fal­len hat. die re­stau­rier­te fas­sung hat sehr viel stär­ke­re kon­tras­te an stel­len, an de­nen kon­tras­te nicht be­son­ders gut wir­ken. der mönch am meer hin­ge­gen hat deut­lich hin­zu­ge­won­nen, vor al­lem an far­ben. ich fand die an­de­ren bil­der von cas­par da­vid fried­rich, die im sel­ben raum hin­gen, teil­wei­se viel in­ter­es­san­ter.

an die­sem bild konn­te man bei­spiels­wei­se se­hen, dass cas­par da­vid fried­rich zwar kein schlech­ter ma­ler war, es mit den kon­tras­ten aber manch­mal über­trieb.

der baum auf die­sem bild sticht ein­fach ein paar ta­cken zu doll raus. in­so­fern, ist die re­stau­rie­rung ab­tei im eich­wald si­cher­lich werk­treu und kommt dem ur­sprüng­li­chen zu­stand des bil­des si­cher nä­her als vor­her.

na­he­zu per­fekt fin­de ich die gross­flä­chi­gen land­schafts­bil­der von cas­par da­vid fried­rich. die far­ben sind toll und man kann sich in die­se bli­cke aufs land vor­treff­lich fal­len las­sen. die bei­fah­re­rin er­klär­te mir, dass die ne­bel-il­lu­si­on mit zu­mi­schung von blei­weiss mit dünn auf­ge­tra­ge­nen schich­ten von blei­weiss ge­macht wur­de, dass es mit­ler­wei­le lei­der nicht mehr le­gal in deutsch­land zu er­wer­ben gäbe, aber in­ter­es­san­te deck­ei­gen­schaf­ten hät­te.

die far­ben sind wirk­lich sehr bein­dru­ckend, auf fast al­len bil­dern.


wir sind dann noch ein biss­chen her­um­ge­lau­fen und ha­ben uns die bil­der der an­de­ren män­ner an­ge­se­hen. die bei­fah­re­rin hat es ge­schafft tat­säch­lich ein bild ei­ner frau zu fin­den, aber im be­sitz der na­tio­nal­ga­le­rie be­fin­den sich eh nur bil­der von zwan­zig ma­le­rin­nen die die meis­te zeit wohl im de­pot ver­brin­gen. dem ste­hen 780 männ­li­che ma­ler ge­gen­über. ei­ner da­von ist jo­hann pe­ter ha­sen­cle­ver, der 1843 die­ses bild ge­malt hat:

jo­hann pe­ter ha­sen­cle­ver, das le­se­ka­bi­nett, 1843

mein foto ist na­tür­lich ein rie­sen­gros­ser scheiss, glück­li­cher­wei­se kön­nen an­de­re sol­che bil­der viel bes­ser ma­chen, was man auf den sei­ten des kul­tur­in­sti­tuts von goog­le se­hen kann. ei­gent­lich ist das le­se­ka­bi­nett eine er­gän­zung zu pe­der se­ve­rin krøy­ers fa­mi­li­en­por­trait der hirsch­sprung fa­mi­lie, mit dem er die fra­ge be­ant­wor­te­te, wie sich die men­schen vor der er­fin­dung des smart­fo­nes igno­rier­ten. ha­sen­cle­vers bild be­ant­wor­tet ja im prin­zip die glei­che fra­ge. und ist das links ein 13" ipad pro?


sehr fas­zi­nie­rend fand ich ei­ni­ge bil­der von karl fried­rich schin­kel. ins­be­son­de­re die­ses hier, von ei­nem gothi­schen dom am was­ser (1813). das hier ist ein bild­aus­schnitt, das gan­ze bild lässt sich in der al­ten na­tio­nal­ga­le­rie be­trach­ten oder goo­geln.

karl fried­rich schin­kel, gothi­scher dom am was­ser, 1813

beim goog­le kul­tur­in­sti­tut gibt’s auch ein paar schin­kel­bil­der, aber nicht den dom am was­ser.

der vor­früh­ling im wie­ner wald von fer­di­nand ge­org wald­mül­ler hat­te et­was fo­to­rea­list­sches. die far­ben und das licht der bäu­me wa­ren der ab­so­lu­te ham­mer:

fer­di­nand ge­org wald­mül­ler, vor­früh­ling im wie­ner wald, 1864

das in­ter­net meme hun­de mit würs­ten auf der nase be­gann of­fen­bar schon im jahr 1877:

wil­helm trüb­ner, ave cae­sar, mo­ri­tu­ri te sa­lu­tant, 1877

das ge­bäu­de der na­tio­nal­ga­le­rie ge­fällt mir üb­ri­gens auch sehr gut. ich glau­be es ist klas­si­zis­mus zu­zu­ord­nen und sehr streng ge­glie­dert. das er­gibt tol­le ge­le­gen­hei­ten flucht­punk­te zu fo­to­gra­fie­ren.


zu­rück bin ich dann zu fuss nach­hau­se ge­lau­fen, also fast, bis zum s-bahn-ring, da­nach hat­te ich kei­nen bock mehr. un­ter­wegs habe ich ei­nen ziem­lich sau­ren fro­zen yo­gurt bei yoli ge­ges­sen und ge­lernt, dass pösch­ke-li­kö­re eine mar­ke für ken­ner ist (oder war).


Photo shared by felix schwenzel on February 21, 2016 tagging @katia__kelm. Keine Fotobeschreibung verfügbar..

al­les von aldi, aus­ser dem thy­mi­an. der war von ede­ka.


die ge­ba­cke­nen möh­ren sind von ot­to­lenghis nopi (mit öl, knob­lauch, ko­ri­an­der­pul­ver, thy­mi­an und ho­nig ma­ri­niert, 30 mi­nu­ten bei 220° ge­ba­cken), die en­ten­brust schmor­te 12 mi­nu­ten auf der fett­sei­te, 34 mi­nu­ten auf der fleisch­sei­te und nach dem auf­schnei­den hab ich die stück­chen noch­mal je 30 se­kun­den bei nied­ri­ger hit­ze durch­ge­gart. der aldi tief­kühl­ap­fel­rot­kohl ist der bes­te rot­kohl der welt. bes­ser kann ich den auch nicht selbst ma­chen.


Photo by felix schwenzel in Alte Nationalgalerie. Keine Fotobeschreibung verfügbar..

flucht­punkt na­tio­nal­ga­le­rie.


Photo by felix schwenzel on February 21, 2016. Keine Fotobeschreibung verfügbar..

die mar­ke für an­spruchs­vol­le.


ich bin 62 mi­nu­ten lang, von 14:22 bis 15:30 uhr, un­ge­fähr 4,61 ki­lo­me­ter weit ge­lau­fen (durch­schnitts­ge­schwin­dig­keit: 4 km/h).


„scho­ko­brow­nie“ (bei yoli fro­zen yo­gurt)


Photo by felix schwenzel in Alte Nationalgalerie. Keine Fotobeschreibung verfügbar..

vor cas­par da­vid fried­rich in der al­ten na­tio­nal­ga­le­rie erst­mal schlan­ge ste­hen.


cas­par da­vid fried­rich (bei alte na­tio­nal­ga­le­rie)


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  Aa­ron Pare­cki

You can use Te­le­graph to re­cei­ve Web­men­ti­ons when your site is lin­ked to by any web­site tra­cked by Su­per­feedr, even if that site does­n't send Web­men­ti­ons its­elf! First, sign in to Te­le­graph using your do­main. From the top right menu, click the "New Site" link. En­ter "Men­ti­ons" for the name (or any­thing you want, but tha­t's what I use), and en­ter your home page URL. En­te­ring your URL here is how Te­le­graph knows which links in the Su­per­feedr feed to send web­men­ti­ons for. Af­ter you crea­te the site, click on the set­tings icon next to the name.


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  taz.de: Hate Speech der Mas­se: Kopf ab, Rübe run­ter   #

gute ana­ly­se von til­man baum­gär­tel zum the­ma hass­re­de in so­zia­len netz­wer­ken. un­ter an­de­rem greift er auf den fran­zö­si­schen so­zio­lo­gen gust­ave le bon zu­rück und des­sen vor 120 jah­ren auf­ge­stell­ten the­sen zur psy­cho­lo­gie der mas­sen. es gehe um die fra­ge:

Wie kommt es, dass Ein­zel­ne in der Mas­se plötz­lich Din­ge tun (Lyn­chen, Plün­dern, „Kopf ab! Rübe run­ter“-Schrei­en), die ih­nen al­lein nie in den Sinn kä­men?

ich fand den text in­so­fern be­ru­hi­gend, weil er zeigt, dass die phä­no­me­ne die wir in so­zia­len netz­wer­ken be­ob­ach­ten kei­nes­falls neu sind. mobs und de­ren be­un­ru­hi­gen­des ver­hal­ten sind nicht neu, der ent­schei­den­de un­ter­schied ist aber, dass wir mit vie­len mob- und wahr­neh­mungs­bla­sen­phä­no­me­nen um­zu­ge­hen ge­lernt ha­ben — mit de­nen im netz noch nicht. des­halb fin­de ich die schluss­fol­ge­rung von til­man baum­gär­tel falsch, dass das in­ter­net als de­bat­ten­raum oder als „bür­ger­li­che Öf­fent­lich­keit“ ge­schei­tert sei. sein lö­sungs­vor­schlag ein­fach die wahr­neh­mung zu än­dern funk­tio­niert zwar ähn­lich ef­fek­tiv wie oh­ren und au­gen zu­hal­ten, ist aber hof­fent­lich iro­nisch ge­meint:

In ei­ner Ko­lum­ne für Spie­gel-On­line schreibt [Sa­scha Lobo] kürz­lich fle­hent­lich: „Dis­ku­tiert mit, re­det mit, zeigt euch! Lasst uns nicht al­lein mit den stump­fen Hor­den.“ In eine ähn­li­che Rich­tung ge­hen auch die Face­book-Plä­ne, ihre Kun­den zum „Coun­ter Speech“ ge­gen On­line-Me­cke­rer zu er­zie­hen.

Doch war­um soll­ten sich ver­nünf­ti­ge Men­schen in eine frucht­lo­se Aus­ein­an­der­set­zung mit halb­ge­bil­de­ten Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­kern hin­ein­zie­hen las­sen? Ein­fa­cher wäre der Rück­zug der In­tel­li­gen­zi­ja in ihre his­to­risch be­währ­ten Re­vie­re: re­dak­tio­nell ge­stal­te­te Zei­tun­gen und Zeit­schrif­ten, Se­mi­nar­räu­me, Hin­ter­zim­mer, pri­va­te Sa­lons, ge­schlos­se­ne Ge­sell­schaft.

(in die­ser kli­ckens­wer­ten link­samm­lungge­fun­den.)

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  fu­si­on.net: Pre­si­dent Trump: Here's How It Hap­pens   #

fe­lix sal­mon:

Trump can win this thing. First the Re­pu­bli­can no­mi­na­ti­on, and then the pre­si­den­cy. Here’s how it hap­pens.

der ar­ti­kel selbst ist ok, aber die sei­te auf der er steht nervt ein biss­chen mit stän­di­gen po­pups und po­po­vers. nach­dem tre­vor noah trum kürz­lich sehr un­ver­gess­lich mit ei­nem afri­ka­ni­schen bling-bling des­po­ten ver­gli­chen hat, macht sal­mon ei­nen zwei­ten un­ver­gess­li­chen ver­gleich:

Trump is in many ways the Ame­ri­can Sil­vio Ber­lus­co­ni: bom­ba­s­tic, lar­ger than life, ma­gne­tic de­spi­te be­ing en­ti­re­ly un­sym­pa­the­tic. He’s the fo­cal point of at­ten­ti­on in any room he walks into, and if the strength he pro­jects is the strength of a bul­ly, then, well, that’s bet­ter than not pro­jec­ting any strength at all.

das ist gleich­zei­tig be­ru­hi­gend (ber­lus­co­ni hat ita­li­en, aber nicht der welt ge­scha­det) und be­un­ru­hi­gend: wür­de ein prä­si­dent trump an­ge­la mer­kel an be­grap­schen?

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  you­tube.com: Me­li­sand­re at a Baby Show­er - Late Night with Seth Mey­ers   #

ich habe mir die ers­ten 3 mi­nu­ten die­ses sket­ches an­ge­se­hen ohne eine mie­ne zu ver­zie­hen, auch weil ich das set­ting und die sketch-idee doof fand. da­nach muss­te ich aber dann doch ein paar mal laut la­chen.


@di­plix das ab­so­lu­te high­light bis­her bei wheel of mu­si­cal im­pres­si­ons war für mich ja­mie foxx:
you­tube.com/watch?v=dGi­dYB…

Le­an­der Wat­tig (@le­an­der­wat­tig21.02.2016 1:24


the to­night show star­ring jim­my fallon vom 19. fe­bru­ar 2016

felix schwenzel in gesehen

jim­my fallon ist eine gute-lau­ne-ma­schi­ne, der ich we­der die zu dick auf­ge­tra­ge­ne gute lau­ne übel­neh­men kann, noch kann ich de­ren au­then­ti­zi­tät be­zwei­feln. auch in die­ser show springt er mehr­fach auf um sich über­mäs­sig zu freu­en. al­lein des­halb macht die sen­dung spass.

an­ge­guckt hab ich mir die sen­dung weil bryan cran­s­ton als gast ein­ge­la­den war. aber auch vor­her, der stand-up und die thank you no­tes und die klei­nen witz­chen, wa­ren alle sehr OK. sehr schön der clip, den man in ei­ner lan­gen ver­si­on auch auf you­tube (bzw. buzzfeed) se­hen kann, von ei­ner 110 jah­ri­gen frau, die im fern­seh­in­ter­view an­gibt, dass sie sehr ger­ne schläft und sich „not one bit“ auf ihre ge­burts­tags­par­ty freut. auf you­tube muss man frei­lich auf fallons ge­ki­cher ver­zich­ten, was den clip nur halb so lus­tig macht.

auch fallons si­de­kick, ste­ve wig­gins, zeig­te in die­ser sen­dung dass er nicht nur doof rum­ste­hen kann, son­dern auch vor­züg­lich mor­gan free­man imi­tie­ren kann. über­haupt, es ist ein ver­gnü­gen sich die­se an­häu­fung von ta­lent an­zu­se­hen, die die­se sen­dung im vor­der­grund und hin­ter­grund auf­fährt. ein witz aus mei­nem lieb­lings­seg­ment, den thank you no­tes, bieb mir in er­in­ne­rung, auch wenn er auf­ge­schrie­ben nur halb so wit­zig, wie in der sen­dung rü­ber­kommt: bei den pla­ti­schen chir­ur­gen be­dank­te sich jim­my fallon da­für, dass sie es schaf­fen, je­den 10 jah­re über­rasch­ter aus­se­hen las­sen.

es ist enorm fas­zi­nie­rend, dass fallon sich in sei­ner sen­dung stän­dig mit was­ser be­sprit­zen lässt oder (spä­ter) mit bryan cran­s­ton in ein schaum­bad steigt und so im lau­fe der sen­dung min­des­tens zwei an­zü­ge rui­niert. das ge­spräch mit cran­s­ton war kein be­son­de­res high­light, aber auch nicht lang­wei­lig, aber der gag mit dem schaum­bad war nicht schlecht.

die zwei­te gäs­tin war demi lo­va­to, die sehr sym­pa­thisch und jung wirkt und bei der sich jim­my fallon wie­der nicht ein­krie­gen konn­te und sie mit kom­pli­men­ten über­häuf­te. sehr schön wie­der das mu­si­cal im­pres­si­on wheel, in dem fallon und sei­ne gäs­te mu­si­ker und mu­sik­sti­le nach­ma­chen müs­sen. fallon gab sich nach dem drit­ten ver­such von demi lo­va­to ge­schla­gen und über­schlug sich wie­der mit eu­pho­rie.

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vi­nyl s01e01 (pi­lot)

felix schwenzel in gesehen

ich fands gräss­lich. der pi­lot ist spiel­film-lang (zwei stun­den) und nach un­ge­fähr ei­ner stun­de hab ich den scheiss nicht mehr aus­ge­hal­ten. mir macht es in der re­gel nicht viel aus, wenn ich der ge­schich­te ei­ner se­rie nicht fol­gen kann, aber bei vi­nyl konn­te ich nicht nur der ge­schich­te nicht fol­gen, ich hat­te auch den ein­druck, dass gar kei­ne ge­schich­te er­zählt wird, son­dern nur eine stim­mung eta­bliert wer­den soll­te. vi­su­ell klapp­te das ganz gut, die sieb­zi­ger jah­re, mit all ih­ren grau­sa­men kla­mot­ten, fri­su­ren und ko­te­let­ten le­ben in der se­rie in al­ler bru­ta­li­tät wie­der auf, auch wenn die ku­lis­sen mich ziem­lich oft an die se­sam­stras­se er­in­nert ha­ben.

in vi­nyl ist al­les hoch­emo­tio­nal. schon in der ers­ten sze­ne stöhnt und ächzt bob­by canna­va­le (als ri­chie fi­ne­s­tra), aus kei­nem er­sicht­li­chen grund, 15 mi­nu­ten in sei­nem in der se­sam­stras­se ge­park­ten auto. ir­gend­wann hebt er den te­le­fon­hö­rer sei­nes wähl­schei­ben­au­to­te­le­fons ab und fängt an noch stär­ker zu äch­zen und zu stöh­nen. die rest­li­che drei­vier­tel stun­de habe ich mir gräss­lich an­ge­zo­ge­ne und fri­ser­te men­schen an­ge­se­hen, die ent­we­der sin­gen, schrei­en, fi­cken, kok­sen, kif­fen oder — das ist ein durch­gän­gi­ges mo­tiv der se­rie — grab­schen und tät­scheln. es ver­ge­hen kei­ne 5 mi­nu­ten der se­rie, in de­nen nicht ein mann ir­gend­wel­che als un­ter­wür­fig und blöd dar­ge­stell­ten frau­en an­grab­scht oder an­bag­gert.

es gibt zwar auch eine (mit­tel) star­ke frau­en­rol­le (ziem­lich gut: juno temp­le als ja­mie vine), die im lau­fe der se­rie si­cher­lich noch zu ei­nem zen­tra­len cha­rak­ter auf­ge­baut wer­den wird, aber in die­ser fol­ge ein­fach „das sand­wich-girl“ ge­nannt wird. viel­leicht war das grab­schen und kon­se­quen­te se­xua­li­sie­ren und obe­jk­ti­fi­zie­ren von frau­en in den 70ern noch gang und gäbe, aber die kon­zen­tra­ti­on der se­rie dar­auf nervt tie­risch.

apro­pos ner­ven. ich habe in den vie­len jah­ren mei­nes me­di­en­kon­sums ge­lernt, dass man um fil­me oder se­ri­en, in de­nen zeit­lu­pen zur be­to­nung und emo­tio­na­li­sie­rung der hand­lung ex­zes­siv ein­ge­setzt wer­den, ei­nen gros­sen bo­gen ma­chen soll­te. in die­ser hin­sicht schrill­ten bei vi­nyl stän­dig mei­ne alarm­glo­cken.

schau­spie­le­risch ist vi­nyl teil­wei­se ziem­lich gut ge­ra­ten. wie oben er­wähnt, ge­fällt mir das bei­läu­fi­ge und wa­che spiel von juno temp­le sehr, ja­mes jag­ger, der sohn von mick jag­ger, spielt auch gut, aber ein paar ne­ben­rol­len, und lei­der auch bob­by canna­va­le, tra­gen et­was dick auf.

am an­fang der fol­ge trat eine band auf, de­ren sän­ger dem jun­gen mick jag­ger er­staun­lich ähn­lich sah, vor al­lem we­gen dem et­was ir­ri­tie­ren­dem rie­si­gen jag­ger-mund und schlab­ber­lip­pen. das war aber je­mand an­ders.

ich kann mir gut vor­stel­len, dass es ei­ni­ge gibt, de­nen die­se se­rie ge­fal­len könn­te. ich kann da­mit nichts an­fan­gen. das the­ma in­ter­es­siert mich nicht, die um­set­zung über­zeugt mich nicht und ich ver­ste­he die mo­ti­va­ti­on kei­ner ein­zi­gen der auf­ge­tre­te­nen fi­gu­ren. die er­zähl­wei­se er­scheint irre be­lie­big, zwi­schen den will­kür­lich aus­ge­such­ten sze­nen, sind hin und wie­der mu­sik­stü­cke wie wer­be­clips ein­ge­floch­ten — ohne er­kenn­ba­ren be­zug zur hand­lung. wie ge­sagt, knapp 60 mi­nu­ten habe ich un­ter schmer­zen durch­ge­hal­ten, dann muss­te ich ab­schal­ten. ich hat­te da schon so ne ah­nung.


jo­han­nes kuhn hat die se­rie ge­fal­len (er hat auch den trai­ler ein­ge­bun­den), an­dri­an kreye hats auch nicht ge­fal­len, er hat aber hoff­nung, dass sich die se­rie nach dem pi­lo­ten noch fängt. ich nicht. die zwei­te staf­fel ist üb­ri­gens schon ge­setzt.


ver­dich­tung der fi­scher­insel

felix schwenzel in artikel

auf der fi­scher­insel soll ein wei­te­rer wohn­turm ge­baut wer­den. mir fiel das ges­tern auf, weil an ei­ner ecke, wo bis­her ein park war, plöt­zöich die bäu­me fehl­ten.

als bild­un­ter­schrift woll­te ich un­ter die­ses bild schrei­ben: „bäu­me wei­chen, da­mit wir end­lich mehr bü­ro­räu­me oder das dr­ölf­schril­li­ons­te ho­tel in mit­te be­kom­men.“ eine kur­ze re­cher­che zeigt, es gibt an­geb­lich „wü­ten­de Pro­tes­te“ ge­gen die be­bau­ung, schreibt zu­min­dest ul­rich paul in der ber­li­ner zei­tung:

Der ge­plan­te Bau ei­nes 19-stö­cki­gen Hoch­hau­ses in Ber­lins Mit­te stößt auf Pro­test. Die Pla­nun­gen der sieb­zi­ger Jah­re wür­den da­mit fort­ge­setzt, kri­ti­siert der frü­he­re Se­nats­bau­di­rek­tor Hans Stim­mann.

al­ler­dings ist das 19-stö­cki­ge hoch­haus kein büro oder ge­schäfts­bau, son­dern ein „Wohn­turm“. dort sol­len woh­nun­gen ent­ste­hen, auch vom land ber­lin ge­för­der­te preis­wer­te woh­nun­gen. das was die spre­che­rin der stadt­ent­wick­lungs­ver­wal­tung pe­tra roh­land sagt, er­gibt in mei­nen au­gen durch­aus sinn:

Das Hoch­haus ist das Er­geb­nis ei­nes in­ter­na­tio­na­len Ar­chi­tek­tur­wett­be­wer­bes. Es ord­net sich durch­aus in das Hoch­haus­ensem­ble auf der Fi­scher­insel ein und ent­spricht ei­ner ge­woll­ten Ver­dich­tung, um be­zahl­ba­ren Wohn­raum zu schaf­fen – auch in his­to­risch be­deu­ten­der, zen­tra­ler In­nen­stadt-Lage.

was soll man ge­gen sol­che plä­ne ha­ben? der his­to­ri­ker be­ne­dikt goe­bel hat ei­nen gu­ten grund:

Ein Hoch­haus habe dort nichts zu su­chen.

hm, war­um nicht? weil dort be­reits hoch­häu­ser ste­hen? ja, weil die hoch­häu­ser die dort ste­hen „feh­ler“ ge­we­sen sei­en (sagt die vor­sit­zen­de des ver­eins ber­li­ner his­to­ri­sche mit­te, an­net­te ahme) oder der ehe­ma­li­ge se­nats­bau­di­rek­tor hans stim­mann:

Ich hal­te die ge­plan­te Be­bau­ung der so­ge­nann­ten Fi­scher­insel mit ei­nem wei­te­ren Wohn­hoch­haus für falsch. Da­mit wer­den die Pla­nun­gen der 70er-Jah­re für ein so­zia­lis­ti­sches Stadt­zen­trum mit Woh­nen in Hoch­häu­sern wei­ter­ge­führt als exis­tie­re die DDR noch.

ich fin­de ver­dich­tung in der stadt gut. auf der sei­te der ar­chi­tek­ten kann man ein paar vi­sua­li­sie­run­gen der ge­plan­ten be­bau­ung se­hen und er­ken­nen, dass das hoch­haus kein ge­stal­te­ri­scher hö­hen­flug ist, sich aber sehr gut ins stadt­bild ein­fügt. und vor al­lem: es ist wohn­raum.

es gibt zwar men­schen wie da­ni­el fuhr­hop, die mei­nen, man soll­te das (neu) bau­en ganz ver­bie­ten:

In mei­ner Streit­schrift „Ver­bie­tet das Bau­en!“ füh­re ich 50 Werk­zeu­ge auf, die Neu­bau­ten über­flüs­sig ma­chen: von Alt­bau­sa­nie­rung bis Leer­stand-Ma­nage­ment, von Image­kam­pa­gnen für schein­bar rand­stän­di­ge Wohn­or­te ("aus Duis­burg wird Düs­sel­dorf-Nord") bis hin zu ganz neu­en For­men der Wohn­raum­nut­zung.

Be­son­ders wert­voll sind die­se Werk­zeu­ge an­ge­sichts des Zu­zugs der Flücht­lin­ge: Die be­nö­ti­gen näm­lich so­fort neu­en Wohn­raum und nicht erst in ei­nem Jahr. Dar­um brau­chen wir für sie kei­nen Neu­bau, son­dern wir soll­ten vor­han­de­ne Räu­me nut­zen und Leer­stand be­sei­ti­gen. So ste­hen al­lein in den 19 größ­ten deut­schen Bü­ro­stand­or­ten acht Mil­lio­nen Qua­drat­me­ter Bü­ros leer, hin­zu kom­men eine Mil­li­on un­ge­nutz­ter Woh­nun­gen und dar­über hin­aus Hun­der­te Fa­brik­hal­len und Ka­ser­nen - ge­nug für meh­re­re Mil­lio­nen Flücht­lin­ge.

die zu­sam­men­fas­sung sei­ner streit­schrift-the­sen in der geo ist je­den­falls le­sens­wert und ich glau­be dass da ei­ni­ge gute ideen drin ste­cken. trotz­dem ist ge­ra­de ber­lin eine stadt die wei­ter wie wild wächst. die gan­zen be­schis­se­nen und teil­wei­se lieb­los in mit­te hin­ge­schis­se­nen ho­tels schei­nen gut be­legt zu sein, der zu­zug nach ber­lin scheint, wenn man sich die miet­pries­ent­wick­lun­gen in den zen­tra­le­ren be­zir­ken an­sieht, un­ge­bro­chen. ich glau­be, dass ver­dich­tung in ber­lin nach wie vor sinn macht. selbst am reiss­brett ent­wor­fe­ne ge­bie­te wie der sehr ver­dich­te­te pots­da­mer platz, funk­tio­nie­ren in ber­lin.

städ­te­bau hat mich im stu­di­um im­mer ein biss­chen ge­lang­weilt. nicht weil es an sich lang­wei­lig war, son­dern weil es so kom­plex und un­kon­kret war. stadt­pla­nung und stadt­plan­um­set­zung zieht sich oft über jahr­zehn­te, wenn nicht gar jahr­hun­der­te hin. es sind un­fass­bar vie­le aspek­te zu be­ach­ten, öko­lo­gi­sche, ver­kehrs­pla­ne­ri­sche, so­zia­le, so­zio­lo­gi­sche und sehr viel un­plan­ba­res. was mir aber sehr gros­sen spass macht, ist städ­te­bau in der pra­xis zu be­ob­ach­ten. ber­lin da­bei be­oab­ch­ten, wie es sich ver­dich­tet, neue stadt­tei­le ent­ste­hen und sich be­le­ben, wie neue stadt­tei­le durch öf­fent­li­chen nah­ver­kehr er­schlos­sen wer­den und auf­blü­hen. al­lein des­halb kann ich schon nicht wü­tend wer­den, wenn hier hin und wie­der eine wei­te­re frei­flä­che be­to­niert und hoch­ver­dich­tet wird. um die­se wut zu ent­wi­ckeln, muss man wohl hys­te­ri­ker his­to­ri­ker sein.


bild­quel­le, vi­sua­li­sie­rung: fi­nest-images


kar­tof­feln mit zwie­beln und quark. (bei di­plix home)


die rot­wein­scha­lot­ten sind aus ot­to­lenghis ve­ge­ta­ri­sche köst­lich­kei­ten (sei­te 230) und be­stehen aus ca. 600 gramm ge­schäl­ten scha­lot­ten die 5 mi­nu­ten in öl an­ge­bra­ten wer­den, bis sie leicht braun sind und dann mit 400 mil­li­li­tern rot­wein, 200 mil­li­li­tern ge­mü­se­brü­he (ich hab was­ser ge­nom­men), zwei lor­beer­blät­ter, ei­nem tee­löf­fel schwar­zem pfef­fer­kör­nern, ein paar thy­mi­an­zei­gen (ich hab zi­tro­nen­thy­mi­an ge­nom­men), ei­nem ess­löf­fel zu­cker und ei­nem tee­löf­fel salz eine stun­de im ge­schlos­se­nen topf kö­cheln sol­len. am ende soll die sos­se 8 mi­nu­ten lang auf die hälf­te re­du­ziert wer­den und mit 30 gramm but­ter ver­mischt wer­den, aber die sos­se mit­zu­es­sen ha­ben wir ver­ges­sen.

die pom­mes sind aus ot­to­lenghis nopi (sei­te 107), be­stehen aus 6 gros­sen kar­tof­feln, die in 1,5 zen­ti­me­ter di­cke stü­cke ge­schnit­ten wur­den und 5 mi­nu­ten in ko­chen­dem was­ser blan­chiert sind. die blan­chier­ten kar­tof­feln wer­den dann mit ei­ner ma­ri­na­de ver­mischt, die aus 60 mil­li­li­tern son­nen­blu­men­öl, ei­nem hal­ben tee­löf­fel pa­pri­ka­pul­ver aus ge­rös­te­ten pa­pri­ka und ei­nem tee­löf­fel nor­ma­len pa­pri­ka­pul­ver (ich hab zwei tee­löf­fel nor­ma­les pa­pri­ka­pul­ver ge­nom­men), zwei tee­löf­feln salz, reich­lich schwar­zem pfef­fer und zwei tee­löf­feln fei­nem gries be­steht. ach­so, nicht ver­ges­sen, min­des­tens zwei knob­lauch­ze­hen in die ma­ri­na­de quet­schen (ich hab fünf ge­nom­men).

die ma­ri­nier­ten kar­tof­fel­stück­chen habe ich dann sorg­fäl­tig, mit klei­nen ab­stän­den auf ei­nem back­blech ver­teilt, 15 mi­nu­ten im 240° heis­sen ofen ba­cken las­sen, um­ge­dreht und noch­mal ca. 20 mi­nu­ten ge­ba­cken.

den quark ma­che ich im­mer nach gut­dün­ken. hier war eine pa­ckung quark drin, die schon sehr, sehr lan­ge bei uns im kühl­schrank stand, den ich zu­erst kräf­tig durch­ge­rührt habe. das macht ihn schön cre­mig. dazu habe ich den rest ei­ner gur­ke, die auch schon lan­ge im kühl­schrank lag, fein rein­ge­ho­belt, viel pfef­fer, ein tee­löf­fel salz, sehr viel knob­lauch und ein biss­chen öl.