alles
anke gröner über einen text von englisch-professor walt hunter im atlantic: „Stop Meeting Students Where They Are“ (geschenk-link von anke).
Keine pseudokluge, weil angelesene Wiedergabe von fremden Positionen, sondern das Abarbeiten am eigenen Unverständnis. Die Konfrontation mit Fragen anstatt die Suche nach der einen Antwort, die es eh nicht gibt. […]
Lesen [ist] eben immer mehr ist als Lesen: Fragen stellen, nachdenken, Positionen überdenken. […]
When phone cameras got good enough, portrait photographers scolded people who took their own headshots.
And when the Mac got pretty good at typesetting, professional designers pointed out that people who can’t tell a font from a typeface and don’t care about kerning should avoid it.
Professional translators bring humanity and insight to transforming writing from one language to another, but many people continue to use Google Translate…
Here’s the thing: the translators take their own headshots. Web designers often use translation software. And life coaches build their own websites with Squarespace and put their own selfies on Linkedin. We all make our own decisions, and most of the time, we use tech to do it ourselves.
das sind natürlich auch alles „Standardsituationen der Technologiekritik“.
morgenspaziergang 18.02.2026 & eine gpx-datei
kühler, aber angenehmer morgenspaziergang mit etwas neuschnee. frida fand das alles sehr gut. mir fiel auf, wie transparent die rehberge und der goethepark im winter werden. während man im sommer ja nicht durch die bäume und büsche hindurchsehen kann, öffnen sich im winter ständig neue sichtachsen.




noch spannender, heute habe ich bei crowdersoup.com eine darstellung einer wanderung gesehen (inlusive toller bilder, check it out), die mir einerseits sehr gut gefallen hat und andererseits, bei genauem hinsehen lediglich aus einer .gpx-datei besteht die per javascript als karte und höhen-diagram dargestellt wird.
ich tracke mich selbst ja ständig mit owntracks, aber der gpx-track aus owntracks heute früh hatte gerade mal 8 bis 10 datenpunkte. das ist ein bisschen zu grob. das tracking von „trainings“ mit der apple watch hingegen ist sehr hochauflösend. tatsächlich habe ich schon lange eine app namens auto export auf meinem telefon und mit der kann man jedes training auch als gpx-datei exportieren.
in kirby habe ich mir (mit coding assistenz) einen neuen block bauen lassen, in dem ich einen titel für den spaziergang eingebe und die exportierte .gpx-datei hochlade.
und voilà, nach dem klick sieht man was javascript daraus zaubert. ich finde es grandios.
→ weiterlesenthis is seriously awesome. i always looked for an easy way of showing my walks and hikes on my site and just dropping in a .gpx file is such a great idea! in fact this works really well with a .gpx export from my apple watch activity tracking (via ios auto export). i’ll steal your implementation to use it on my site right away. thanks for the inspiration. (the photos of your valentine’s hike are awesome, too.)
was für ein grossartiger titel:
Ãoebersichtlicheres, benutzerfreundliches Design, auch verfügbar für alle führenden Mobilgeräte
content, ozempic, das alte web
markus unterscheidet zwischen schreiben und „content“-erstellung:
da stimme ich natürlich einerseits hundertprozentig zu, weil der sinn des schreibens für mich in erster linie eine art verdaungsvorgang ist, quasi die allmähliche verfertigung der gedanken beim bloggen. das schreiben ist das ziel, nicht der text. ich glaube so ähnlich, habe ich das auch schon hundertfach hier aufgeschrieben und möglicherweise wird das thema für hier lesende auch langsam langweilig — obwohl ich ja der meinung bin, dass es nichts schadet, wenn man weiss oder dabei zusieht, wie die wurst gemacht wird.
andererseits kann die generative KI etwas, was ich nicht kann, bzw. nicht können will: strukturiert, prägnant und optimiert auf den punkt kommen. ich war vor ein paar tagen ziemlich erstaunt darüber, was chatGPT aus meinem text über „elaborierte kulturtexte“ gemacht hat, nachdem es behaupt hatte, den text mit einer „klareren These, sauberer Struktur und weniger Behauptungsschlenkern“ schreiben zu können.
ich habe die textversion von chatGPT in die beilage kopiert und muss sagen: ja, der text, den chatGPT aus meiner vorlage gebaut hat, ist sauberer strukturiert und mehr auf den punkt als meiner. aber so, in aufzählungen, thesen und im oberchecker-tonfall, möchte ich selbst gar nicht schreiben. diese art zu schreiben ist eigentlich genau das, wogegen ich mich nicht erst seit generativer textgenerierung, sondern seit meiner schulzeit auflehne.
unter dem gleichen text hat jemand noch einen anderen gedanken kommentiert, den ich nicht nachvollziehen kann:
dass es unter den alten gatekeepern auch nicht besser war oder sogar schlimmer, hast du vor 20 jahren auch schon geschrieben. ist das problem nicht eher, dass das offene web nicht mehr das ist, was es vor 20 jahren war?
ich habe eher das gegenteilige gefühl, dass sich das offene web seit 20, 30 jahren eigentlich nicht im wesentlichen verändert hat. zumindest das was „man“, was ich dadrin so mache hat sich seit 30 jahren eigentlich nicht grossartig verändert. meine erste „homepage“ von 1986/97 sah im prinzip bereits aus wie diese seiten, auf denen ich heute schreibe.
das potenzial des offenen webs hat sich aus meiner sicht nicht verändert. das gallische dorf wurde vielleicht von grossen plattformen und attraktiven silos umbaut, aber im gallischen dorf kann man ungestört weiterleben, wie vor 20-30 jahren — auch wenn viele der jungen leute landflucht begangen haben. das gallische dorf im netz hat auch den vorteil, dass es nicht an einen ort gebunden ist, sondern eben nur an protokolle — und die sind, bis auf kleine anpassungen — seit jahren stabil und für jede nutzbar.
in diesem zusammenhang habe ich mich über dieses stück internet-archäologie über die cool site of the day von 1994 sehr gefreut:
gewundert habe ich mich gestern über dieses jubelstück von @kurzgesagt über ozempic.
das ist bemerkenswert unkritisch, auch wenn ich das meiste was dort beschrieben wird und aus studien zitiert wird, aus eigener erfahrung bestätigen kann. so war mein vorherrschendes gefühl, als ich ozempic im august und september genommen habe, dass das semaglutid (der wirkstoff von ozempic) den kreislauf von appetit und sättigung eingerenkt, wiederhergestellt hat. ich habe gelernt wieder besser auf die signale meines körpers zu hören, bzw. das semaglutid hat das rauschen und die übersteuerung der signale neu kalibriert und für mich wieder verständlich gemacht hat. mein appetit auf süssspeisen ist weiterhin exakt auf null, ohne dass ich das gefühl habe, auf etwas verzichten zu müssen.






