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94,5 de­zem­ber

felix schwenzel in artikel

ich hab noch oz­em­pic im kühl­schrank lie­gen, 3 oder 4 por­tio­nen. seit dem 03.10.2025 hab ich mir kei­ne sprit­ze mehr ge­setzt, hat­te aber vor weih­nach­ten über­legt mir vor oder nach weih­nach­ten viel­leicht noch­mal eine zu set­zen. dann hab ichs erst­mal ge­las­sen und woll­te mal schau­en was über weih­nach­ten pas­siert.

es hat sich nach meh­re­ren weih­nachts­es­sen und fünf ta­gen es­sen bei mei­nen el­tern ge­zeigt, dass ich über die fei­er­ta­ge eher ab­ge­nom­men habe.

den gan­zen de­zem­ber über schwank­te mein ge­wicht sta­bil um die 94,5 kg. bei mei­nen el­tern zeig­te die waa­ge zwi­schen­durch so­gar mal 93,5 kg an, aber die ers­te wää­gung zu­hau­se, auf mei­ner ei­ge­nen waa­ge, zeig­te wie­der 94,5 kg.

screenshot aus der health-app mit meinem gewicht über den dezember hinweg: durchschnitt 94,51 kg. die linie schwankt zwischen 95 und 94 kg, am ende fehlen über die feiertage ein paar messungen, die letzten beiden punkte sind bei 93,5 und 94,5 kg

mein ge­wicht nach ta­gen im de­zem­ber 2025

ges­tern auf dem rück­weg von mei­nen el­tern nach hau­se ha­ben fri­da und ich uns ein bic­mac-menü bei mc­do­nalds ge­teilt. also sie hat ein biss­chen rin­der­hack und ein paar pom­mes be­kom­men. das menü war „small“, aber ich moch­te die pom­mes dann doch nicht auf­es­sen. nicht we­gen der ka­lo­rien, son­dern weil sie ein­fach nicht so gut schme­cken, wie das was ich mitt­ler­wei­le zu­hau­se hin­be­kom­me. glei­ches gilt für bur­ger. mei­ne selbst­ge­mach­te „bign­mac sau­ce“ und pat­tis von bey­ond meat sind ein­fach le­cke­rer. und auf­es­sen um des auf­es­sens wil­len, auch wenns nicht wirk­lich gut schmeckt, hab ich mir ab­ge­wöhnt.

aber was mc­do­nalds bie­tet ist: dort schmeckt’s (und riecht es) nach frü­her. es schmeckt nach mc­do­nalds und die­ser ge­schmack ist an vie­le po­si­ti­ve as­so­zia­tio­nen ge­bun­den. aber ges­tern ha­ben mir der drei­vier­tel big mac und ein paar pom­mes ge­reicht um die nost­al­gie (und den ap­pe­tit) zu be­frie­di­gen.

an­de­rer­seits: wo gibt’s das denn sonst noch, dass es­sen so wie vor 45 jah­ren1 schmeckt? selbst bei mei­ner mut­ter schmeckt’s heu­te an­ders als vor 45 jah­ren. sie pro­biert stän­dig neu­es aus. ein re­zept das ich vom dies­jäh­ri­gen weih­nacht­be­such mit­ge­nom­men habe sind gur­ken­sticks:

  • 1 un­ge­schäl­te (bio) gur­ke in sehr gro­be sticks schnei­den
  • 2 ess­löf­fel es­sig (weis­ser bal­sa­mi­co, der bil­li­ge von kauf­land tut’s auch)
  • 1 tee­löf­fel salz
  • sehr viel knob­lauch, mei­ne mut­ter hat­te pro gur­ke eine die­ser di­cken ein­zel-knol­len (so­lo­knob­lauch) un­ter die sticks ge­quetscht
  • op­tio­nal viel fri­schen dill hin­zu­fü­gen
  • al­les gut ver­rüh­ren und min­des­tens 10 mi­nu­ten durch­zie­hen las­sen

tha­t's it.

bei mc­do­nalds in in­gers­le­ben, wo fri­da und ich uns das big­mac-menu ge­teilt ha­ben, woll­te eine an­ge­stell­te fri­da un­be­dingt hal­lo sa­gen. hat sie dann auch ge­macht, wäh­rend wir an der es­sens­aus­ga­be war­te­ten. als wir wie­der auf­bra­chen und noch­mal kurz aufs klo gin­gen, fing sie uns am aus­gang ab und frag­te ob sie dem hund et­was ge­ben kön­ne. sie hat­te ei­nen bur­ger­kar­ton mit drei chi­cken-fi­lets („ohne salz“) und woll­te mir den in die hand drü­cken. ab­ge­se­hen da­von, dass das men­gen­mäs­sig zwei bis drei ta­ges­por­tio­nen für fri­da wä­ren, ver­trägt sie huhn nicht be­son­ders gut. des­halb muss­te ich be­dau­ernd und dan­kend ab­leh­nen.

(rind ver­trägt fri­da ei­gent­lich auch nicht, aber weil die rin­der­brü­he bei mei­ner mut­ter ganz gut ver­trug, hat­te ich ihr auch vom bur­ger pat­ti ab­ge­ge­ben. nor­ma­ler­wei­se be­kommt und ver­trägt fri­da wild.)

ich fand das auf je­den fall herz­al­ler­liebst und ehr­lich­ge­sagt tra­gen aus mei­ner sicht sol­che er­leb­nis­se auch dazu bei, dass mc­do­nalds so be­liebt ist. durch die kon­se­quen­te stan­dar­di­sie­rung (des es­sens, der mit­ar­bei­ter mit mi­gra­ti­ons­hin­ter­grund, der zu­rück­hal­ten­den ge­müt­lich­keit, des ge­ruchs) ist je­des mc­do­nalds welt­weit eine in­sel des ge­wohn­ten und be­kann­ten in der frem­de. der aral-pul­se la­de­park in in­gers­le­ben war kalt, dun­kel, in der tie­fen sach­sen-an­hal­ti­ni­schen pro­vinz, aber di­rekt hin­ter der ein­gangs­tür von mc­do­nalds war es warm, hell, ver­traut — und freund­lich.


2026 wird das jahr an dem ich ernst­haft an mei­nem bu­cket-lis­ten-ein­trag „klimm­zü­ge“ ar­bei­ten wer­de. jetzt nach weih­nach­ten wer­de ich mir eine klimm­zug­stan­ge kau­fen die man im tür­rah­men ein­hän­gen kann. da­mit trai­nie­re ich das sys­te­ma­tisch. mitt­ler­wei­le weiss ich durch den kon­sum von schwer er­träg­li­chen fit­ness-vi­de­os auf you­tube, dass es zu min­des­tens 50% auf die tech­nik an­kommt und es gar nicht mal so ein­fach ist ei­nen be­we­gungs­ab­lauf hin­zu­be­kom­men in dem die rü­cken­mus­ku­la­tur die arme beim hoch­zie­hen un­ter­stützt. und die rü­cken­mus­ku­la­tur will auch auf­ge­baut wer­den. nicht auf der bu­cket list, aber fest vor­ge­nom­men: täg­lich 50-100 lie­ge­stüt­zen in drei­er-ein­hei­ten über den tag ver­teilt min­des­tens 3 mo­na­te durch­zie­hen. frü­her hab ich 100 schnel­le, slop­py lie­ge­stüt­zen am stück ge­schafft, mitt­ler­wei­le schaff ich von den slop­py lie­ge­stüt­zen wie­der 30 am stück. aber ich ver­su­che jetzt 20-30 lang­sa­me am stück auf­zu­bau­en. 8-14 schaf­fe ich da­von im mo­ment, das ist also noch aus­bau­fä­hig und durch die hand- und arm­hal­tung auch sehr gut va­ri­ier­bar.


  1. in aa­chen hat 1978 am markt das ers­te mc­do­nalds er­öff­net. seit den frü­hen 80ern ging ich dort re­la­tiv re­gel­mäs­sig hin. ein­mal sind wir auch des re­stau­rants ver­wie­sen wor­den, weil wir an­de­re gäs­te mit pa­pier­kü­gel­chen aus stroh­hal­men be­schos­sen ha­ben. big macs esse ich ger­ne, seit­dem ich mit­te der 90er 3 tage lang non-stop von ten­nes­see nach wa­shin­gon sta­te mit dem grey­hound-bus ge­fah­ren bin. der grey­hound hielt ge­le­gent­lich an mc­do­nalds-re­stau­rants und mei­ne ent­täu­schung war rie­sig, wenn wir mor­gens bei mc­do­nalds hi­le­ten und es dort „nur“ früh­stück und kei­ne big­macs gab. 

auch wenn mein ge­wicht im de­zem­ber kon­stant bei 94,5 lag, sind die jah­res- und sechs-mo­nats-gra­fik aus ap­ple he­alth op­ti­mis­tisch. aber der be­reich 90-95 kg ist ei­gent­lich ein be­reich in dem ich blei­ben will. mei­ne kla­mot­ten pas­sen mir noch, mei­ne el­tern ha­ben erst nach dem drit­ten bis vier­ten blick ge­se­hen, dass ich 18 kilo ab­ge­nom­men habe und die wer­te die ich er­fas­se (blut­druck, ru­he­puls, ca­ri­do­fit­ness) ha­ben sich si­gni­fi­kant ver­bes­sert. und ich kann auch wie­der auf dem rü­cken schla­fen ohne mich selbst durch in­fer­na­li­sches schnar­chen selbst zu we­cken. und durch die kom­bi­na­ti­on aus be­we­gung und ge­wichts­ver­lust ha­ben sich die krampf­adern die sich in den letz­ten vier, fünf jah­ren an mei­nen un­ter­schen­keln vor­wag­ten, wie­der alle ver­dün­ni­si­ert.



hell­weg

felix schwenzel in checkins

Hellweg

15 > 80%

(hell­weg, bad nenn­dorf)




grenz­über­schrei­ten­der mor­gen­spa­zier­gang

felix schwenzel in bilder

mor­gen­spa­zier­gang über die fel­der um kar­ken (ca. 7 km), an adams loin­de vor­bei, kurz über die grü­ne gren­ze in die nie­der­lan­de und zu­rück über den (ehe­ma­li­gen) grenz­über­gang.

blick auf den tichelkamp 19, mein elternhaus, kurz vor sonnenaufgang
ti­chel­kamp in kar­ken
foto vom sonnenaufgang über den feldern um karken, man sieht adams linde und einen feldweg
adams lin­de in kar­ken
ortskern von karken, der himmel ist orange-blau, man sieht leichten rauch aus schornsteinen aufsteigen
„orts­kern“ von kar­ken

mor­gen­spa­zier­gang im ge­fro­re­nen kar­ken

felix schwenzel in bilder

nach­dem fri­da schon­mal um halb fünf zum ka­cken raus muss­te wa­ren wir zwi­schen acht und neun uhr zum re­gu­lä­ren mor­gen­spa­zier­gang draus­sen in kar­ken. war auch schön.

foto von weiss-flauschigem, gefrorenem raureif an einem stacheldrahtzaun
sta­chel­draht­zaun mit ge­fro­re­nem rau­reif
foto der rurbrücke karken mit der stillen rur
fel­der und bäu­me an der rur

steg über die rur


4:50 h, -2° C

nachtbild des johann frenken wegs in karken, es ist neblig und es liegt raureif, die strassenlaternen beleuchten den nebel.

jo­hann fren­ken weg in kar­ken um kurz vor fünf uhr mor­gens

nachtbild des sehr leeren und stillen tichelkamp in karken, es ist neblig und es liegt raureif, die strassenlaternen beleuchten den nebel.

ti­chel­kamp in kar­ken um kurz vor fünf uhr mor­gens


alt wer­den, al­te pfusch­zet­tel, al­te fo­tos

felix schwenzel in artikel

zu weih­nach­ten bin ich bei mei­nen el­tern. mei­ne mut­ter er­zählt, mein va­ter macht das was er im­mer macht und ich stau­ne, wie die klei­nen kon­flik­te, die bei mei­nen el­tern frü­her ge­le­gent­lich es­ka­lier­ten jetzt ein­fach ab­eb­ben. viel­leicht ist das ein wei­te­rer po­si­ti­ver aspekt am al­tern, dass sich das kurz­zeit­ge­däch­nis ver­kürzt und man ein­fach ver­gisst, über was man sich ger­dae auf­ge­regt hat. apro­pos äl­ter wer­den, mei­ne mut­ter er­zähl­te uns aus­la­dend dar­über, dass sie das buch von elke hei­den­reich über das al­tern nicht gut fand, aber sehr be­geis­tert von na­ta­scha wo­dins „Die spä­ten Tage“ ist. in „Die spä­ten Tage“ schreibt sie über das alt­wer­den und eine spä­te gros­se lie­be. ich muss keins der bü­cher le­sen, weil mir mei­ne mut­ter be­reits al­les er­zählt hat.

mei­ne mut­ter er­zählt von ih­rer freun­din vera, die 15 jah­re jüng­ger als sie ist. mitt­ler­wei­le sind bei­de alt, mei­ne mut­ter und vera. im al­ter ver­wi­schen al­ters­un­ter­schie­de. und es ist na­tür­lich auch pfif­fig jün­ge­re freun­de zu ha­ben, das macht sich im al­ter be­zahlt, wenn die gleich­alt­ri­gen oder äl­te­ren freun­de ver­här­ten oder ver­ster­ben.

wit­zi­ger­wei­se er­zähl­te mir mei­ne mut­ter ir­gend­wann auch von ih­ren ela­bo­rier­ten pfusch­zet­teln, an die ich vor ein paar ta­gen auch den­ken muss­te. sie habe die ge­ra­de beim auf­räu­men wie­der­ge­fun­den und ob ich die viel­leicht ha­ben wol­le. ich hab sie erst­mal fo­to­gra­fiert und dann ein­ge­steckt.

wäh­rend mei­ne mut­ter mir ihre ge­ra­de auf­ge­räum­ten schmuck­scha­tul­len zeigt, fällt mein blick auf die­ses alte bild mei­ner mut­ter und mei­ner schwes­ter aus den frü­hen acht­zi­ger­jah­ren.

foto eines fotos aus den achtziger jahren von meiner mutter mit meiner schwester elena auf dem schoss

mei­ne mut­ter zeigt mir den ers­ten band der bob-dy­lan-au­to­bio­gra­fie (Chro­nic­les, Band 1). das habe sie sich ge­kauft, weil es von kath­rin pas­sig (und ger­hard hen­schel) über­setzt wur­de und sie kath­rin pas­sig mal auf der re­pu­bli­ca ken­nen­ge­lernt oder ich sie ihr vor­ge­stellt habe. ich mer­ke wie we­nig ich weiss und freue mich, dass mei­ne mut­ter ih­ren geist mit über acht­zig bes­ser auf trab hält als ich.

ko­mi­scher­wei­se wer­de ich bei mei­nen el­tern nicht nost­al­gisch. die gan­zen al­ten sa­chen we­cken zwar vie­le alte er­in­ne­run­gen, aber ir­gend­wie fal­len mir vor al­lem die neu­en sa­chen auf. dass kon­flik­te zwi­schen mei­nen el­tern jetzt eher ab­b­eb­ben, als zu es­ka­lie­ren. wie schön und fo­to­gen die ge­gend hier in und um heins­berg ist und wie we­nig ich das da­mals of­fen­bar zu schät­zen ge­wusst habe.

panorama-foto von einem kahlen feld, man sieht im hintergrund kahle bäume und sehr weiten, organge-blauer himmel

am him­mel konn­te ich hier heu­te früh min­des­tens zwan­zig flug­zeu­ge se­hen. der him­mel war rie­sig und klar und alle flug­zeu­ge zo­gen kon­desn­strei­fen hin­n­ter sich her. das sieht man zwar auf dem bild nicht wirk­lich, aber so war es.

foto eines geteerten feldwegs, links ein grosser stall, einige kahle bäume am horizont, der morgenhimmel leuchtet orange-blau

mir fal­len aber auch ein paar alte din­ge auf, oder ge­nau­er, wie schnell din­ge die kürz­lich noch neu wa­ren plötz­lich ganz alt wir­ken. hier im haus sind noch über­all die­se kom­pak­ten neon-lam­pen ver­baut, die ein paar hun­dert mil­li­se­kun­den brau­chen, be­vor sie licht ab­ge­ben. die wa­ren vor kur­zem noch der letz­te heis­se scheiss. mein va­ter meint, die ha­lo­gen-läp­chen in sei­nem ba­de­zim­mer hiel­ten im durch­schnitt ge­ra­de mal 2 jah­re. die­se din­ger wa­ren we­gen der nie­der­volt-tech­nik auch mal ein heis­ser neu­er scheiss, mitt­ler­wei­el sieht das wohl kei­ner mehr so. und weil mein va­ter (zu recht) lie­ber kei­ne lei­ter mehr be­stei­gen will, habe ich jetzt wohl alle paar jah­re die auf­ga­be die lämp­chen aus­zu­tau­schen.

fri­da und ich sind heu­te zum ers­ten mal über den kar­ke­ner fried­hof ge­lau­fen. bis­her ha­ben wir das nicht ge­macht, weil ich mich in der re­gel an hun­de-ver­bo­te auf fried­hö­fen hal­te. frü­her bin ich aus des­in­ter­es­se nie über den kar­ke­ner fried­hof ge­al­ufen. heu­te, auf dem rück­weg vom mor­gen­spa­zier­gang, woll­te ich aber ei­nen bo­gen um das mensch-hund-team vor uns ma­chen, in dem der sehr gross ge­wach­se­ne hund ganz of­fen­sicht­lich die ho­sen an hat­te und die marsch­rich­tung be­stimm­te. also sind wir am fried­hof ab­ge­bo­gen.

gemauerter torbogen eingang zum karkener friedhof vom tichelkamp aus

kürz­lich habe ich den you­tube ka­nal von chris young ent­deckt1. chris young war mal lei­ter der ex­pe­rimn­tier­kü­che von hes­ton blu­men­thal („head de­ve­lo­p­ment chef“). hes­ton blu­men­thal ist für sei­ne drei-ster­ne-par­ty­trick-kü­che be­kannt — oder po­si­ti­ver aus­ge­drückt: er ex­pe­ri­men­tiert un­er­müd­lich um er­in­ne­run­gen in ser­vie­ba­re ge­rich­te zu wan­deln.

chris young er­klärt auf sei­nem you­tube-ka­nal vie­le die­ser ex­pe­ri­men­te aus der al­ten zeit, aber auch vie­le neue. für mich fühlt sich das teil­we­sie so an, als wür­de man als kind von ei­nem zau­be­rer aus sei­nem zau­ber­buch vor­ge­le­sen be­kom­men. er er­klärt auf sei­nem ka­nal so­zu­sa­gen par­ty- und zau­ber­tricks und das ist so span­nend, dass es mich nicht stört, dass er sich in sei­nen vi­de­os wie je­mand aus der ap­ple-füh­rungs­rie­ge an­hört, der in durch­cho­reo­gra­phier­ten WWDC-vi­deo pro­dukt­neu­hei­ten vor­stellt. tat­säch­lich lässt er in kei­nem sei­ner vi­de­os die pro­duk­te die er ent­wi­ckelt hat un­er­wähnt, aber das stört mich nicht. be­mer­kens­wert ist je­den­falls auch die qua­li­tät sei­ner vi­de­os, meis­tens mit auf­wän­di­gen ani­ma­tio­nen/vi­sua­li­sie­run­gen und in bes­ter qua­li­tät ge­filmt und ver­tont.


  1. ich habe den ka­nal wohl wie­der­ent­deckt, die you­tube his­to­rie sagt, ich hät­te mir be­reits im som­mer 2024 ein vi­deo von ihm an­ge­se­hen. 


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mor­gen­spa­zier­gang 27.12.2025

felix schwenzel in bilder

mor­gen­run­de durch kar­ken und wer­lo. es war kalt, der son­nen­auf­gang spek­ta­ku­lär und vie­le häu­ser öff­ne­ten ihre rol­la­den in ge­nau dem mo­ment, an dem wir an ih­nen vor­bei­gin­gen. eine frau ver­liess 300 me­ter vor uns ihr haus, sam­mel­te ein biss­chen müll auf und schmiss ihn zu den nach­barn in den vor­gar­ten. ord­nung muss sein. schön hier.

strasse in karken imorgengrauen mit einem strassenlicht. man sieht den orange-blauen morgenhimmel.



aral lad­ber­gen

felix schwenzel in checkins

Aral

au­to­bah­nen voll, la­de­sta­tio­nen voll



ku­lis­sen­rück­sei­ten

felix schwenzel

in den letz­ten ta­gen habe ich ein paar „be­hind the sce­nes“ vi­de­os ge­se­hen, die ich emp­feh­lens­wert fin­de.

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rot­kohl nach fallow

felix schwenzel in rezepte

in ih­rem „The Com­ple­te Christ­mas Din­ner (Ul­ti­ma­te Chef Gui­de)“-vi­deo zei­gen die kü­chen­chefs des re­stau­rant fallow, jack croft und will mur­ray, wie sie ein kom­plet­tes bri­ti­sches weih­nachts­es­sen zu­be­rei­ten. ich habe in die­sem vi­deo (und an­de­ren von fallow) vie­le klei­ne tipps ge­se­hen die sich in mei­nem kü­chen­all­tag als sehr hilf­reich er­wie­sen ha­ben. und ich habe mir das rot­kohl-re­zept aus die­sem vi­deo ex­tra­hie­ren las­sen und am hei­lig­abend nach­ge­kocht (zu­sam­men mit selbst­ge­mach­ten kar­tof­fel­klös­sen und rou­la­den).

rotkohl, tiefrot, glänzend und schön weich

rezept für rotkohl nach fallow

die zu­be­rei­tung des rotkohls dauert zwiwschen 2 und 3 stunden, aber das ergebnis war toll: tiefrote farbe, süsslich-tiefer geschmack, perfekte kon­sis­tenz und glanz — aber nicht ganz ka­lo­rien­arm.

rotkohl nach fallow (mit rouladen- und knödelscheiben im hintergrund)

zutaten

  • 1 grosser kopf rotkohl
  • 330 ml apfelsaft
  • 150 ml rotwein (gegebenenfalls mehr)
  • 1 tl gemahlener ingwer
  • 1 tl gemahlener zimt
  • 1 tl gemahlene/geriebene muskatnuss
  • salz
  • zucker

finish

  • 1 (kleines) glas johannisbeergelee (ca. 230 g)
  • 1 kräftiger schuss balsamico-essig (oder sherry-essig)

zubereitung

  1. vorbereitung:

    den kohl vierteln, die äusseren blätter entfernen und den kohl in feine streifen schneiden oder hobeln. ich hab das freihand mit dem messer gemacht und habe versucht sehr dünne streifen zu schneiden, was dann pi mal daumen zu 2 mm dicken streifen führte.

  2. dünsten in apfelsaft:

    den ge­schnit­te­nen kohl direkt mit den 330 ml Apfelsaft in einen grossen topf geben. den deckel aufsetzen und bei mittlerer bis hoher hitze garen. das ziel ist es, die feuch­tig­keit aus dem kohl zu ziehen und ihn weich zu dämpfen. das dauert ungefähr 20-30 minuten.

  3. würzen:

    sobald der kohl zu­sam­men­ge­fal­len ist, den deckel abnehmen. jetzt den rotwein und die gewürze (ingwer, zimt, muskat) hin­zu­fü­gen. eine gute prise salz und etwas zucker dazugeben.

  4. reduzieren:

    den kohl ohne deckel wei­ter­kö­cheln lassen (insgesamt dauert die garzeit im video etwa andertalb stunden), bis die flüs­sig­keit fast voll­stän­dig reduziert ist.

    insgesamt sind die an­ge­ge­be­nen mengen flüs­sig­keit relativ niedrig. solange der kohl dampft ist alles in ordnung. ich habe während der garzeit ein zwei mal ein paar schlücke rotwein zugegeben, weil mir der kohl zwi­schen­durch beinahe zu trocken aussah. ich glaube der lohn dieses ba­lan­ce­akts ist, dass die farbe des kohls tiefrot bleibt, weil er eben nicht in flüs­sig­keit schwimmt, die die farbe auswäscht.

  5. glanz-finish:

    ganz am ende wird das ganze (kleine) glas jo­han­nis­beer­ge­lee un­ter­ge­rührt. das vertieft die rote farbe nochmal und verleiht dem kohl glanz. für die säure noch einen kräftigen schuss Essig hin­zu­fü­gen. im video wird nochmal mit einer weiteren portion zucker ab­ge­schmeckt, darauf habe ich ver­zich­tet.

    den kohl mit dem essig und dem gelee nochmal aufkochen und kurz einkochen lassen. man kann danach den kohl mit einem deckel abdecken und später wieder aufwärmen — oder ihn gleich servieren.

nährwerte

  • portionsgröße: 350 g
  • kalorien: 300-400 kcal

mir ist weih­nach­ten seit vie­len jah­ren ziem­lich egal. ge­schen­ke ver­wei­ge ich auch seit jah­ren, weil ich sie nicht brau­che oder mir das was ich brau­che „un­ter dem jahr“ kau­fe. ich ver­schen­ke auch nichts, aus­ser ich wer­de dar­um ge­be­ten. ich habe zwar vie­le po­si­ti­ve er­in­ne­run­gen an mei­ne kind­heit und weih­nach­ten, vor al­lem din­ge die mit ge­rü­chen zu­sam­men­hän­gen, aber ich re­agie­re auf tan­nen­duft, ker­zen- oder leb­ku­chen­ge­ruch schon lan­ge nicht mehr emo­tio­nal oder nost­al­gisch. weil ich all­ge­mein ger­ne ko­che, für mich oder an­de­re, ko­che ich auch zu weih­nach­ten ger­ne. mei­ner mut­ter ha­ben mei­ne schwes­ter und ich be­reits vor zwan­zig jah­ren den koch­löf­fel zu weih­nach­ten ab­ge­nom­men weil die kom­bi­na­ti­on des weih­nachts­stress und der weih­nachts­es­sen-zu­be­rei­tungs­ko­or­di­nie­rung sie zu sehr stress­te.

weil mich weih­nach­ten nicht stresst, ich kei­ner­lei er­war­tun­gen, hoff­nun­gen oder nost­al­gi­schen ge­füh­le mit der weih­nachts­zeit ver­bin­de, spü­re ich ei­ner­seits kei­nen stress und kann mich an­de­rer­seits so gut an die wün­sche und er­war­tun­gen der an­de­ren an­pas­sen, dass ich auch sel­ten in kon­flik­te ge­ra­te. ich in­ves­tie­re emo­tio­nal und geis­tig so we­nig in die weih­nachts­zeit, dass ich auch seit jah­ren zu weih­nach­ten und zwi­schen den jah­ren kei­nen ur­laub neh­me.

trotz­dem woll­te ich jetzt noch­mal wis­sen um was es in die­ser zeit ei­gent­lich geht. also habe ich mich dumm ge­stellt und ge­mi­ni ge­fragt:

was ist ei­gent­lich das mot­to von weih­nach­ten? ir­gend­was mit lie­be? kannst du das kon­zis in ei­nem ab­satz zu­sam­men­fas­sen um was es geht?

und ich fin­de die ant­wort ei­gent­lich ganz schön:

Das Mot­to von Weih­nach­ten lässt sich als „Licht­blick in der Dun­kel­heit“ zu­sam­men­fas­sen. Ur­sprüng­lich die christ­li­che Fei­er der Hoff­nung durch die Ge­burt Jesu, steht heu­te uni­ver­sell das „Fest der Lie­be“ im Zen­trum – was kon­kret die be­wuss­te Hin­wen­dung zum Nächs­ten be­deu­tet. Es geht um das In­ne­hal­ten in der dun­kels­ten Zeit des Jah­res, um ech­te Ge­mein­schaft, Groß­zü­gig­keit und die Er­kennt­nis, dass Mit­ge­fühl die stärks­te Ant­wort auf Käl­te und Iso­la­ti­on ist. Im Kern ist es das Ver­spre­chen, dass Frie­den mög­lich ist, wenn wir uns auf das be­sin­nen, was uns ver­bin­det.

das fin­de ich schön und so funk­tio­niert weih­nach­ten für mich ei­gent­lich auch: man trifft sich mit freun­den oder be­kann­ten — oder eben ver­wand­ten — zum es­sen und ver­sucht die zeit mög­lichst har­mo­nisch und kon­flik­frei mit­ein­an­der zu ver­brin­gen. mal klappt das gut, mal klappt das we­ni­ger gut — und wenn es mal nicht klappt, pro­biert man es spä­ter (nächs­tes jahr) noch­mal. auch wenn das mit dem frie­den die er­war­tungs­hal­tung viel­leicht et­was zu hoch schraubt und des­halb das po­ten­zi­al für ent­täu­schun­gen birgt, fin­de ich ge­mi­nis de­fi­ni­ti­on von be­sinn­lich­keit ganz schön: dar­auf ach­ten, was uns ver­bin­det, statt auf das was uns trennt.

hier im in­ter­net ver­bin­den uns links und weil lin­k­lie­be (of­fen­bar) zur jah­res­zeit passt, ver­tei­le ich da­von jetzt ein biss­chen. ob­wohl auch hier ein pro­fa­ner grund da­hin­ter steckt, ich habe in den letz­ten ta­gen ge­le­gent­lich in blogs von leu­ten ge­le­sen die ich zwar ken­ne, aber aus ir­gend­wel­chen grün­den nicht re­gel­mäs­sig oder per RSS fol­ge. in mei­nem feed­rea­der hab ich das be­reits kor­ri­giert und jetzt auch hier (aber lin­k­lie­be gibt’s auch an keu­te die ich nicht per­sön­lich ken­ne):

ich hab al­les von ole reiss­mann durch­ab­on­niert (per RSS), al­les sehr deep-dive-iges le­se­ver­gnü­gen. ei­ner­seits sei­ne KI und jour­na­lis­mus links, blog­ein­trä­ge und sein the­fu­ture news­let­ter.

al­les sehr emp­feh­lens­wert und in er­fri­schen­dem, kla­ren de­sign, dass mich ein we­nig nei­disch macht.

bei ole un­ter an­de­rem die­sen bei­trag von mar­cus olang’ gefnden: „I Don't Wri­te Like ChatGPT. ChatGPT Wri­tes Like Me.

My wri­ting does share some DNA with the out­put of a lar­ge lan­guage mo­del. We both have a ten­den­cy towards struc­tu­red, ba­lan­ced sen­ten­ces. We both have a fond­ness for tran­si­tio­nal phra­ses to en­su­re the lo­gi­cal flow is never in doubt. We both de­ploy the oc­ca­sio­nal (and now ap­par­ent­ly in­cri­mi­na­ting) hy­phen or semi-co­lon or em-dash to con­nect re­la­ted thoughts with a touch more ele­gan­ce than a simp­le full stop.

The­re’s a gro­wing com­mu­ni­ty (cult?) of self-pro­clai­med AI de­tec­ti­ves, who have de­si­gned and de­tail­ed what they con­sider tells, and ar­med their fol­lo­wers with a check­list of ro­bo­tic tells. Does a pie­ce of text use words like ‘fur­ther­mo­re’, ‘mo­reo­ver’, ‘con­se­quent­ly’, ‘other­wi­se’ or ‘thus­ly’? Does it build its ar­gu­ments using per­fect­ly par­al­lel struc­tures, such as the clas­sic “It is not only X, but also Y”? Does it ar­ran­ge its key points into neat, lo­gi­cal tri­plets for ma­xi­mum rhe­to­ri­cal im­pact?

To the­se de­tec­ti­ves of di­gi­tal in­au­then­ti­ci­ty, I say: Fri­end, wel­co­me to a ty­pi­cal Tues­day in a Ke­n­yan class­room, board­room, or in­tra-of­fice Teams chat. The very things you iden­ti­fy as the fin­ger­prints of the ma­chi­ne are, in fact, the fos­sil re­cords of our edu­ca­ti­on.

der witz, so­zu­sa­gen, ist, dass LLMs und wir ei­gent­lich auf den glei­chen schul­tern ste­hen. un­se­re spra­che wur­de auch trai­niert mit klas­si­schen, for­ma­len tex­ten, mit al­ter und neu­er li­te­ra­tur. wir schöp­fen alle aus dem glei­chen brun­nen, LLMs und men­schen.

clau­dia klin­ger schreibt, so­weit ich weiss, schon im­mer ins in­ter­net. frag mich nicht war­um ich sie nicht abon­niert hat­te. ge­le­gent­lich stol­pe­re ich über riv­va oder an­de­re über bei­trä­ge von ihr. so auch heu­te und die­ser ar­ti­kel über ein KI-vi­deo von gerd sco­bel: Kri­tik: Sco­bel und die „em­pha­ti­sche KI“

das ist eine durch­aus kri­ti­sche aber eben auch nach­voll­zieh­ba­re aus­ein­an­der­set­zung und ich hab das ger­ne ge­le­sen, ge­nau wie ich den aus­flug zum floh­markt am box­ha­ge­ner platz nach­voll­zie­hen kann.

char­lie hat heu­te fri­da fo­to­gra­fiert.

foto von unserem kleinpudel frida vor einem weihnachtsbaum von @charliebrocker

das ist das in­sta­gram-ac­count der bei­fah­re­rin. sie hat in letz­ter zeit ein paar se­ri­en ver­öf­fent­licht, die ich sehr wit­zig fin­de: ku­li­na­rik & gas­tro­no­mie 1/2, ku­li­na­rik & gas­tro­no­mie 2/2, te­le­fon, par­ty­ti­me!

ja­son kott­ke hab ich na­tür­lich abon­niert, aber je­des Mal wenn ich auf die web­sei­te kom­me bin ich über­rascht und ver­wirrt. ne­ben den bei­trä­gen sind auch im­mer ir­gend­wel­che wid­gets in der time­line, sei­ne „ak­ti­ven“ kom­men­tar­strän­ge, „mei­ne“ kom­men­tar­strän­ge … aber heu­te habe ich auch ein wid­get ge­se­hen (das man nicht ver­lin­ken kann) das „kdo ro­lo­dex · a list of kind­red spi­rits, fri­ends, open web en­thu­si­asts, role mo­dels, fel­low tra­ve­lers, and col­la­bo­ra­tors“ über­schrie­ben ist. da­drin links auf blogs oder so­cial me­dia pro­fi­le die ja­son kott­ke of­fen­bar schätzt. also qua­si eine rol­len­de blogrol­le. ei­gent­lich sehr schön.

auch ger­ne ge­le­sen, der ge­schen­klink hier auf ei­nen ar­ti­kel von adam frank: The Truth Phy­sics Can No Lon­ger Igno­re (wenn der ge­schen­klink über mich nicht funk­tio­niert: um­weg über kott­ke.org)

der in­halt er­in­nert mich stark an das was ich kürz­lich bei mei­nen über­le­gun­gen zu ei­nem mög­li­chen re­pu­bli­ca vor­trag auf­ge­schrie­ben habe. al­les da­bei: emer­genz, teil­chen­phy­sik.

ich ba­cke zwar kaum noch, aber kaum je­mand gibt sich mit sei­nen re­zep­ten so viel mühe wie lutz geiss­ler. kann man nicht oft ge­nug emp­feh­len da ge­le­gent­lich rein­zu­gu­cken und ge­ge­be­nen­falls auch zu un­ter­stüt­zen.


hei­lig­mor­gen

felix schwenzel in bilder

von strassenlaternen beleuchteter weg in der frühen morgendämmerung

wenn es am mor­gen des 24.12 schon aus­sieht wie am hei­lig­abend.


foto von einem umgefallenen fahrrad, das zum grossen teil mit taubenkacke bedeckt ist

ver­kack­te fahr­rä­der.