zurückbleiben bitte
da beklagt sich die halbe welt über fachkräftemangel und in berlin werden die ingenieure zurückgebaut.

da beklagt sich die halbe welt über fachkräftemangel und in berlin werden die ingenieure zurückgebaut.

spiegel.de: Hamburgs Gitter gegen Wohnungslose: Elf Tage Zank um einen Zaun (Video)
Mit einem knapp drei Meter hohen Stahlzaun wollte ein Hamburger Bezirk Wohnungslose von einer Brücke verdrängen - leise, simpel, schnell. Das Gegenteil geschah: Kaum stand der Zaun, begann der Zank. Nun hieß es: Presslufthammer frei - Problem ungelöst.
journelle.de: Ich habe dann mal einen Termin im Puff gemacht*
frauen lesen schossgebete , männer nerd attack um über ihr leben zu reflektieren. glaub ix.
faz.net: Cybergesellschaft: Das wahre Leben im Netz
stefan niggemeiers letzer artikel in der FAZ jemals (und der erste artikel von stefan niggemeier auf faz.net im neuen design) über onlinesucht und die blödsinnige miriam-meckel-überzeugung, dass wahre frendschaft nur „im wirklichen leben“ entstehen können.

grandiose analyse von jeff jarvis über das was unter dem schlagwort #OccupyWallStreet derzeit passiert:
#OccupyWallStreet is a hashtag revolt. […] A hashtag has no owner, no hierarchy, no canon or credo. It is a blank slate onto which anyone may impose his or her frustrations, complaints, demands, wishes, or principles.
So I will impose mine. #OccupyWallStreet, to me, is about institutional failure. And so it is appropriate that #OccupyWallStreet itself is not run as an institution.
ich glaube, er könnte recht haben mit seiner annahme, dass die ziellosigkeit, hierarchielosigkeit und meinetwegen auch die chaotische erscheinung genau die stärken dieses phänomens sind. ein phänomen das durch die neuen, schnellen, effektiven und ebenfalls dezantralen kommunikationsmöglichkeiten des internet erst möglich wurde. genauer, ein phänomen, dass die strukturen, die sich online bereits seit einiger zeit abzeichneten, jetzt auch in die sogenannte reale welt hinausträgt (wobei die unterscheidung von „real“ und „virtuell“ natürlich sinnlos ist).
das was ich mal über die blogoshäre gesagt habe, dass sie die erste gruppe ist, der ich mich zugehörig fühle, weil sie so ungeheuer heterogen ist, dass man sie gar nicht als gruppe bezeichnen kann, zeigt sich jetzt auch bei #OccupyWallStreet — keine grundsätze, keine ideologie, keine glaubensbekenntnisse. nur der ärger und frust und das bedürfnis das laut und deutlich zu sagen.
man kann das auch einen radikalen individualismus nennen, der technisch und organisatorisch durch das internet zusammengeklammert wird.
jarvis drückt das so aus:
Now one needs a network. #OccupyWallStreet is that network, the headless tail.
hinzu kommt, dass wir institutionen nicht mehr trauen: banken, regierungen, medien, bildungseinrichtungen, religionen, parteien — sie alle verlieren vertrauen. mit den neuen technischen möglichkeiten schaffen wir es, alternativen zu diesen institutionen zu bilden, durch netzwerke, vernetzungen und meme. gedanken die einer äussert, der nächste aufgreift, besser, schlagkräftiger formuliert — und die irgendwann zu einem schlagwort (hastag) werden dass die losen gedanken klammert und in die welt trägt.
die im netzwerk geschaffenen alternativen verklumpen sich teilweise zu quasi-institutionellen einrichtungen (zum beispiel einer „piraten-partei“) die dann natürlich peinlich genau daruf achten müssen, vertrauen nicht wieder durch verklumpung oder geheimniskrämerei oder kumapnei oder institutionalisierung wieder zu verspielen.
wir leben eindeutig in einer spannenden zeit des umbruchs.
andererseits geht mir das institutionen-bashen auch auf den sack. pauschalkritik ist meistens dumm — oder ideologisch (oder beides). der einzelfall, das detail, die sachfrage gehört kritisiert. man kann begründen, dass beispielsweise frank schirrmacher unrecht hat. schwieriger wirds, wenn man begründen möchte, dass die FAZ unrecht hat.
oder konkret: zu sagen, der datenschutz balkanisiere das internet, ist mir zu ideologisch. wenn darüber nachgedacht wird ob die interpretation einiger datenschützer, dass IP-adressen ein persönliches datum sind, vielleicht über das ziel hinausschiesst, hört sich das schon ganz anders an. über solche fragen kann man dann auch streiten, über die these, dass datenschützer doof und gefährlich seien schon weniger.
was mich teilweise auch an der datenschützerkritischen diskussion stört: die datenschützer interpretieren die gesetze nur. gemacht wurden sie von den vertretern, die wir in die parlamente gewählt haben. da wäre es schon genauer, allerdings auch nicht hilfreicher, zu sagen, die deutsche rechtslage und die unfähigkeit unserer volksvertreter balkanisiere das internet.
auf der konferenz der datenschutzbeauftragten wurden ja auch nicht nur blöde sachen beschlossen:
von den oben genannten entschliessungen kommen mir einige durchaus sinnvoll vor (einige auch weniger). es sollte einem zumindest schwerfallen auf der einen seite datenschutz pauschal doof zu finden und einen absatz später auch die vorratsdatenspeicherung doof zu finden. datenschutz in sozialen netzwerken pfui, datenschutz bei staatlichen stellen hui? datenschutz nur so lange er die wirtschaftliche entwicklung nicht gefährdet?
manchmal erinnert mich die aktuelle diskussion um den datenschutz an die diskussion um die liberalisierung der finanzmärkte um die jahrtausendwende. da hiess es auch, wie bei weigert, wenn deutschland nicht auch wie der rest der welt die finanzmärkte dereguliere und liberalisiere, dass die banken dann einfach an freundlichere finanzplätze ausweichen würden und deutschland den anschluss verpassen würde, tausende arbeitsplätze verlieren würde und sich ins vorindustrielle zeitalter zurückkatapultieren würde. diese katastrophen-rhetorik, die katastrophen an die wand malt, wenn die datenschützer sich nicht zurückhalten, die banken nicht tun dürfen was sie wollen oder der gesetzgeber nicht hochgeschwindigkeits-dsl in jede wohnung bringt halte ich, um es freundlich auszudrücken, wenig überzeugend und wenig konstruktiv.
was mich auch nervt: ständig stellen wir uns die frage was durchsetzbar ist, statt uns zu fragen, was richtig ist. besonders krass fand ich das in einem anderen zusammenhang, als der nicht ganz unpolitische nico lumma laut fragte:
Ich frage mich allerdings auch, wie der HVV das Alkoholkonsumverbot in den U- und S-Bahnen durchsetzen will. Soll jetzt mehr Wachpersonal eingesetzt werden, um das Verbot durchzudrücken?
sollen wir jetzt also nur noch gesetze und vorschriften danach erlassen, was einfach durchsetzbar ist? keine regulierung der finanzmärkte, weil das ja gar nicht geht? schröder hat damals auch so argumentiert. wie nennt man sowas? neo-konservativ-resignativ? „SPD“ und „resignation“ ist schon mal ein passendes wortpaar, bringt uns aber natürlich auch nicht weiter.
aber vielleicht ist das ja das hauptproblem: was wir wirklich wollen, wissen wir einfach noch nicht. wir sollten aber versuchen es rauszufinden. auch wenn dagegensein schon mal ein guter anfang ist.
soup.fh.vc: (Bild)
banksy:
The thing I hate most about advertising is that it attracts all the bright, creative and ambitious young people, leaving us mainly with the slow and self-obsessed to become artists. Modern art is a disaster area. Never in the field of human history has so much been used by so many to say so little.
uncrunched.com: Google Analytics Premium: “Premium's" The Right Word!
»Wowza.«
lauerfac.es: say it with a lauer
gesichter von christopher lauer
uncrunched.com: Facebook: Brutal Dishonesty
was für verlogene schweinebacken. oder wie vowe es vor ein paar tagen ausdrückte: „ wir haben nicht inhaliert!“ und man sieht, dass softwarepatente nicht nur für softwareentwickler, sondern auch für die PR scheisse sind.
fischmarkt.de: Werbeirrsinn beim Media Markt
matthias schrader schreibt den artikel den ich zur neuen media markt werbung hätte schreiben wollen, wenn ich mich mit dem werbescheiss besser auskennen würde. obwohl ein tweet wohl auch reichen würde um die beklopptheit der neuen media markt FUD -kampagne zu beschreiben. matthias schrader:
Man kann den Verantwortlichen bei Media Markt nur raten, schnell wieder zur Besinnung zu kommen und die Kampagne sofort zu stoppen. Und noch einmal in Ruhe nachzudenken.
stefan-niggemeier.de: Der „Tagesspiegel“ im Kampf gegen Factual Correctness
stefan niggemeier ist „wütend“:
Für Thibaut hat Freiheit offenbar nichts mit unveräußerlichen Menschenrechten zu tun. Sie werden nur gegen Pfand ausgeliehen.
am samstag war ich zum ersten mal in einem apple store. also nicht in einer dieser elektro-fachmarkt abteilungen in denen man apple-produkte kaufen kann, sondern in dem von apple, in hamburg am jungfernstieg.
mehrere eher nebensächliche dinge haben mich schwer beeindruckt. einerseits scheinen fast alle der möbel aus massivholz gefertigt zu sein. viele möbel gibt es zwar nicht, ausser bänken, tischen und theken, aber die die es gibt sind äussert liebevoll gebaut. dass massivholzoptik schwer im trend ist hatte ich schonmal beschrieben, aber das was apple dort im store stehen hat ist echt massiv.
die bänke bestehen aus ca. 6 zentimeter dickem (geschätzt, nicht gemessen) birkenholzartigen planken (möglicherweise ahorn) in u-form mit einer strebe unten drunter. einfach und dekofrei.
die tische sind etwas komplizierter konstruiert. die tischbeine scheinen massiv zu sein, die tischplatte ebenso, aber sie hat ein innenleben (fotos vom innenleben). unter den tischen sind revisionsöffnungen um den kabelsalat unterzubringen, der in der tischmitte nach unten in den boden geführt wird. diese art der kabelführung spricht auch dafür, dass die tischbeine massiv, aus vollholz gefertigt sind. wären sie das nicht, hätte man sie dafür nutzen können die kabel nach unten zu führen.
die eigentliche tischplatte ist nicht wie sie auf den ersten blick scheint 10 oder 12 zentimeter dick, sondern nur etwa 4 oder 6 zentimeter. das kann man ganz gut erkennen wenn man die öffnungen an der tischoberseite ansieht, durch die kabel hindurchgeführt werden. und dort sieht man auch: alles massiv. unter den tischen ist an jeder ecke eine zweifach unterputz-steckdose eingelassen.
ich bin kein grosser freund von glas als raumelement oder einrichtungsbaustoff. glas ist immer irgendwie dünn, wirkt zerbrechlich und wenn man es genau betrachtet wirkt es gar nicht transparent, sondern massiv, weil es halt spiegelt. die treppen in apple stores sind (fast?) immer aus glas gebaut, was ich bis jetzt immer eher albern fand. als ich so eine treppe jetzt erstmals in echt sah, musste ich mein urteil revidieren. so wie apple das glas verwendet, zusammengeklebt aus mehreren scheiben zu einem ungefähr fünf zentimeter dicken ding wirkt das glas plötzlich wie durchsichtiger stahl. stark, kalt, glatt, glänzend — und hart sowieso. auch die details, wie die edelstahl-geländer befestigt sind und wie die glaswangen der treppe im boden verschwinden kann man besser nicht lösen. auch klug, die treppenstufen sind zwar auch aus glas, aber undurchsichtig gesandstrahlt und mit pickeln versehen die sie rutschfest machen.
genauso faszinierend wie die wenigen zum einsatz kommenden materialien (holz, glas, edelstahl, graue steinplatten als bodenbelag), ist der umgang mit dem raum. zweidimensional nennt man das glaube ich weissraum. dreidimensional könnte man es veredelung durch verschwendung nennen.
verschwenderisch wirkt auch der einsatz von ipads. jeder mitarbeiter, so scheint es, hat ein ipad in der hand und neben jedem ausstellungstück (und es gibt viele) liegt ein in plexiglas eingebettetes ipad mit preis- und technikinformationen. komischerweise sind an den preis-display-ipads keine ladekabel zu entdecken. zauberei? oder bin ich blind?
das erstaunlichste aber ist: der laden funktioniert. der laden ist riesig, aber proppevoll (ok es war samstag, da ist alles voll, auch die mitfahrer in der sbahn). die leute informieren sich, lassen sich beraten, kaufen recner und lassen sich bei der erstkonfiguration helfen oder sachen erklären.
saturn in hamburg hat vor ein paar wochen hat das gesamte untergeschoss umgebaut. früher war dort ein viertel der ladenfläche für windows-software und spiele reserviert. danach kam die kleine apple-insel, dann wieder pc-gedöns. jetzt ist das gesamte erste viertel des untergeschoss mit apple-gedöns gefüllt. iphone-zubehör, ipad-zubehör, apple-software, apple-peripherie, dann kommt die apple-insel mit der apple hardware und dann erst das pc-gedöns. irgendwas scheint apple richtig zu machen.
die kaltmamsell hat ihn seit über drei jahren im einsatz, ihren kommentaromat. da ich schon länger mal, aus prinzip, einen wordpress-plugin schreiben wollte, habe ich mich gestern abend daran gemacht den kommentaromat als plugin nachzubauen.
wahrscheinlich sind noch etliche fehler drin und man sieht, dass ich nicht besonders gut programmieren kann, aber in den drei blogs (1, 2, 3) in denen ich den kommentaromat getestet habe, funktioniert er wunderbar. anpassungen an den kommentaromat-texten müssen allerdings (noch) im quelltext des plugins gemacht werden, den schwierigkeitsgrad der backendprogrammierung hab ich noch nicht gemeistert.
die installation sollte aber einfach sein: kommentaromat runterladen, auspacken, den ordner in /wp-content/plugins/ kopieren und den plugin im wordpress-backend aktivieren. einstellungen an den button texten müssen noch in der datei kommentaromat.php vorgenommen werden, anpassungen am aussehen können in der kommentaromat.css-datei ergänzt werden.
über fehlermeldungen freue ich mich einerseits nicht, andererseits sehr.
>> download kommentaromat.zip v0.1 (von mir)
>> download kommentaromat.zip v0.2 (überarbeitet von ralf albert)
boschblog.de: Wörter Schaf Schnitt
ix fand bosch in dem 140sekunden-portrait auch ziemlich knuffig. (mal im ernst, der schnitt war schon extrem gemein.)
thenextweb.com: Homeless Guy makes more money using Square and mobile payments
zu schön um nicht fake zu sein.
boingboing.net: Report: “Internet companies increasingly co-opted for surveillance"
das ist halt schon auch ein bisschen das problem, wenn firmen aus geschäftsmodellgründen eben nicht datensparsam arbeiten, sondern eben massen an daten sammeln. da können dann die schlapphüte nicht widerstehen. vielleicht ist die lösung aller datenschutzprobleme eine festplattensteuer? wenn das GB wieder 5 euro kostet, speichert keiner mehr deine daten. und zum filme gucken muss man wieder in kinos gehen.
mspr0.de: Duales Denken, flaches Denken
guter und -- ungewöhnlich für michael seemann -- extrem flüssig lesbarer text darüber, dass die welt
scheissekomplex ist.
1994 habe ich meiner freundin nele einen grabstein aus holz gebaut.
letztes wochenende habe ich ihr grab mal wieder besucht. die holzumrandung aus massiver, 5 zentimeter dicker eiche ist etwas aufgeplatzt, aber der birkenstamm, auf dem ich damals ihren namen eingeritzt habe steht noch und sieht auch noch gut aus. das grab wird offenbar von neles eltern weiterhin gepflegt, sieht aber erfrischend lebendig und wildwüchsig aus. das birkenholzstück in das ich 1996 oder 1997 den namen von neles tochter malou eingeritzt habe ist offenbar verschwunden und „malou“ wurde in den rechten arm des schiefen eichenholzkreuzes hinter dem birkenstamm geritzt. bis auf den rechten arm, ist das kreuz völlig vom efeu überwuchert und fast unsichtbar. auch schön, wenn christliche symbole überwuchert werden.
einen tag vorher war ich mit meiner oma am grab meines opas. dabei fiel mir mal wieder auf, dass gräber nicht für die totenruhe gedacht sind, sondern für das gedenken. nicht die toten brauchen ein grab, die hinterbliebenen brauchen es.
eigenartig auch, wie schnell erinnerungen verblassen. ich erinnere mich noch an viele details, wie neles nasenspitze beim reden wackelte, wie sie lief, wie sehr sie ihre tochter liebte, wie sie roch. an den namen ihres parfüms erinnere ich mich nicht mehr, aber ich sah den flakon kürzlich mal in einer parfümerie und roch daran. es war als würde mir nele kurz gegenüberstehen. ich erinnere mich an ihre telefonnummer und ihre art zu rauchen. aber eigenartigerweise erinnere ich mich nicht mehr an neles stimme.
ich mochte kürbissuppe nie. im herbst zwang mich die beifahrerin immer wieder ihre zugegebenermassen ganz passable kürbissuppe zu essen. dieses jahr hab ich das kürbissuppenkochen übernommen. das kürbissuppenrezept von tim mälzer überzeugte weder mich, noch die beifahrerin: mit äpfeln und ohne karotten, meinte die beifahrerin, das gehe gar nicht. also gegoogelt und dieses rezept mit karotten und kokosmilch gefunden.
ich habe die kürbissuppe mit ingwer und kokosmilch dieses jahr bereits 4 mal gekocht, sie ist wirklich köstlich. allerdings nur mit zwei kleinen tricks. einerseits muss man sie unbedingt mit limetten würzen — und nicht mit zitronen. einmal habe ich sie aus mangel an limetten mit zitrone abgeschmeckt, was zu heftigem geschmacksgemäkel führte. und andererseits sollte das rezept mit der kokosmilch unbedingt mit dem korianderpesto von tim mälzer kombiniert werden.
das korianderpesto schmeckt ohne die suppe ziemlich scheusslich. bitter und korianderig. aber in kombination mit der kürbis-karotten-ingwer-kokosmilch-suppe schmeckt es göttlich.
kleiner kürbis (ca. 800 g)
600 g möhren
1 grosse zwiebel
viel ingwer
1-1,5 liter gemüsebrühe
500 ml kokosmilch
salz, pfeffer, sojasauce
1 bund koriander
1-2 knoblauchzehen
2 esslöffel sonnenblumen-, kürbis- oder pinienkerne
60 ml olivenöl
den hokaido-kürbis lasse ich immer die beifahrerin waschen, damit sie sich nicht über sand oder krümel in der suppe beschweren kann. sowohl den kürbis, als auch die karotten und die zwiebel schneide ich in grobe würfel und scheiben. den ingwer würfle ich so fein ich kann.
kürbis, möhren, ingwer und zwiebeln brate ich in reichlich olivenöl brutal an. bis es fast qualmt. dazu nehme ich instant-brühe (gerade weil alle köche die ich kenne oder sehe sie verdammen) und lösche das gemüse mit etwas mehr als einem liter heissem wasser ab.
das ganze 15 bis 20 minuten köcheln lassen, pürieren, kokosmilch rein, nochmal pürieren und mit salz, pfeffer, sojasauce und limettensaft abschmecken.
während die suppe kocht bereite ich das korianderpesto vor. reichlich koriander, am besten ein ganzes, zur not ein halbes bund (die korianderwurzel nehm ix auch) mit einer handvoll gerösteter sonnenblumenkerne (oder wenn man sowas hat, kürbiskernen, pinienkerne gehen aber bestimmt auch), 60 ml olivenöl und zwei oder drei knoblauchzehen, etwas zuviel salz mit dem mixstab pürieren.
carta.info: „...dass uns allen CARTA als Plattform fehlt“
ein hinterherruf.
spiegel.de: Unveröffentlichte Cartoons: Was der "New Yorker" nie druckte
nachtrag zu jim hensons 75sten geburtstag.
spreeblick.com: Die digitale Kluft ist gar keine
johnny, der alte diffenzierer, denkt sehr lesenswert über irgendwas laut nach.
boingboing.net: When Neil deGrasse Tyson met Carl Sagan
yep, das funktioniert als lebensmotto:
And the message here is seriously spot-on: The best way to honor the people who helped you realize your dreams is to help somebody else realize theirs.
dwdl.de: Paid Content: Stern.de entwickelt Bezahlsystem
im umschreiben von pressemiteilungen ist dwdl fast so gut wie meedia oder hinz und kunz.
auf den ersten blick dachte ich puh, die haben delicious heile gelassen mit ihren relaunch. die bookmarklets funktionieren noch, alle meine bookmarks sind noch da, der RSS-feed ist versteckt und hat seine adresse geändert, ist aber noch da (http://www.delicious.com/v2/rss/USERNAME) und sogar die API funktioniert noch (beispiel).
delicious ist aber leider trotzdem kaputt. für mich. ich kann im bookmarklet-popup nicht mehr die url ändern (mach ich aber gerne um den kranken statistik-scheiss, den manche per feedburner an ihre urls hängen zu entfernen, zum beispiel), ich kann kein HTML mehr in der beschriebung speichern (kann ich schon, aber delicious entfernt das HTML dann) und die schlagwort-vorschlagsfunktion funktioniert nicht mehr. und der playtagger, der aus links auf MP3-dateien einen eingebetteten MP3-player machte ist auch nicht mehr da:
http://static.delicious.com/js/playtagger.js
kaputt. als yahoo erstmal darüber schwadronierte delicious zu verkaufen habe ich mir ein pinboard.in-account geholt. kostete etwas, habs nie benutzt, aber mir jetzt nochmal angesehen.
und es ist grossartig.
aber die stacks! delicious hat jetzt stacks! naja. einen stack, eine bookmarksammlung hab ich mir auch vorher schon machen können, mit schlagworten. aber das profilbild! oh ja. das ist natürlich ein killerfeature!
delicious, ich bin dann mal weg bei pinboard. so in ein zwei jahren guck ich nochmal vorbei.
hab ich schon erwähnt, wie ich die morgentlichen links produziere? mein CMS liest den RSS-feed von pinboard (früher den von delicious) und meinen kommentierten google-reader-artikeln ein und ein cron-job veröffentlicht alle links und kommentare dazu die bis 5 uhr morgens da sind in einem rutsch. praktisch finde ich insbesondere die reader-funktion: wenn ich abends im bett liege und noch ein bisschen zum einschlafen im reader lese, kann ich auch im bett noch links hinzufügen, indem ich artikel im reader einfach kommentiere. das klappt leider nicht besonders bei leuten die ihren feed von feedburner vergewaltigen umschreiben lassen und statt links auf ihr blog, links zu feedproxy.google.com veröffentlichen. was für eine scheisse, lasst das sein ihr statistikgeilen hupen. urls sind heilig. und so eine url ist doch auch nicht schön:
http://343max.de/2011/09/28/eine-leitplanke-fur-den-datenschutz-brechen/?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+343max+%28343max%29
343max.de: Eine Leitplanke für den Datenschutz brechen
gute replik von max winde auf sascha lobo . und max windes urteilsvermögen traue ich übrigens mehr als meinem .
daringfireball.net: Amazon's New Kindles
john gruber ordnet das kindle-gedöns sehr einleuchtend und erhellend ein.
newyorker.com: Haruki Murakami: „Town of Cats“
lange kurzgeschichte von haruki murakami im new yorker. /via konstantinklein.com
kaliban.de: Ich bin nicht Papst
herr kaliban empfiehlt eine gegenrede zum papstbesuch der giordano bruno stiftung.
ich habe in letzter zeit festgestellt, dass mein urteilsvermögen stark getrübt ist. irgendetwas ist mit mir nicht in ordnung. kürzlich habe ich über mario barth gelacht. das hätte mir zu denken geben sollen. dann fand ich den — wie mir später mehrere leute, unter anderem die beifahrerin sagten — total bescheuerten film der plan (the adjustment bureau) „empfehlenswert“. und in der letzten woche hab ich mich mehrfach kaputtgelacht, als ich den film „thor“ sah. hätte mich jemand nachdem ich den film sah gefragt, wie ich ihn fand, hätte ich hysterisch lachend „super“ gesagt. ken levine legt aber auch für mich nachvollziehbar dar (enthält spoiler), dass der film gequirlte scheisse ist.
heute habe ich mich scheckig gelacht, als ich im spiegel das wort „Vagina-Power-Fotzen-Kleid“ las. soweit ist es mit meinem humor schon gekommen!
verständlicherweise sind die nun folgenden sätze mit vorsicht zu geniessen. denn ich fand die kolumne von sascha lobo heute im spiegel extrem ü-b-e-r-r-a-g-e-n-d und grandios.
sascha sagt sachen wie:
Facebook wittert die Fährte nur früher als andere und gibt den Netzbewohnern, was sie wollen, bevor sie selbst wissen, was sie wollen. Es ist eine arrogante Illusion der Datenschutzfront, dass soziale Netzwerke die Macht hätten, das Verhalten ihrer tumben Nutzer nach Belieben zu steuern.
[…]
Ähnlich [wie Facebook] funktioniert die Schleifensymbolik bei bayerischen Dirndl-Schürzen, die je nach Position anzeigen, ob die Trägerin ledig, vergeben, verwitwet ist - oder jungfräulich. In Social Networks die sexuelle Erfahrung junger Mädchen für jeden zufälligen Passanten eindeutig sichtbar zu machen, das würde datenschutzpolitisch vermutlich für einen Sonderparteitag der CDU ausreichen.
[…]
Würden Datenschützer Verkehrspolitik machen, wären Straßen umzäunt und Autos verboten.
[…]
Dabei ist die Teilnahme an Facebook noch immer freiwillig, anders als die Teilnahme am deutschen Staat.
ganz famos auf die punkte gebracht.
nebenbei bemerkt: ganz famos finde ich auch, dass sascha zugibt, dass ich recht behalten habe mit meiner vermutung die ich in einem „streitgespräch“ mit sascha geäussert habe, nämlich dass die zukunft des internet in etwa so aussehen wird wie facebook. aber sascha hat natürlich auch recht behalten, nämlich dass die zukunft des internet wohl in etwa so aussehen wird wie voyurl.com oder voyurl.com.
dasnuf kommentiert bescheuerte studien zur internetsucht:
Ich finde, dass man Sucht als Vertiefungsstufe von Abhängigkeit ansehen kann. Sucht würde im Vergleich zur Abhängigkeit zusätzlich so etwas wie Dosissteigerung beim Konsum und Beschaffungskriminalität umfassen. Da ich noch nie länger als 24 Stunden an einem Tag online war und auch noch nie einem meiner Freunde das Internet geklaut habe […], bin ich beruhigt.
Denn somit bin ich nicht süchtig, sondern lediglich internetabhängig. [alles lesen]
designspiration.net: maqueverque
uralt das foto, aber ich finde es grossartig.
netzwertig.com: Erwartungsgemäß: Facebook stehen stürmische Wochen bevor
viele links, alle links und ein bisschen bewertung zu den facebook-neuerungen der letzten tage.
forbes.com: Sean Parker: Agent Of Disruption
grandiose ode an sean parker im forbes-magazin. /via businessinsider.com
gutestun.org: So findet man den RSS-Feed beim neuen Delicious!
die alte feed-adresse von delicious funktioniert nicht mehr. die feed-adresse lautet jetzt http://www.delicious.com/v2/rss/USERNAME — danke.
politik-digital.de: Was die anderen Parteien an den Piraten nicht verstehen
bärbel höhn guckt ins internet. bastian pelka kommt auf den entscheidenden punkt:
Doch die Politik ist in Sachen Innovation noch nicht in der Wissensgesellschaft angekommen, sondern denkt bei Innovationen noch immer an Patente und Geräte. Dagegen sollte das Internet als soziale Innovation begriffen werden.
filmschoolrejects.com: 6 Things the Film Industry Doesn't Want You to Know About
mann, mann, mann.
blog.rebellen.info: Niemand hat die Absicht einen Überwachungsstaat zu errichten
mann, mann, mann.
netzpolitik.org: Wie Facebook den Logout simuliert.
mann, mann, mann.
yuvizalkow.com: I'm A Failed Writer #6: Obsession x Voice
yuvi zalkow über das schreiben und seine bewunderung für merlin mann und john gruber:
This is my video tribute to a great talk at SXSW in 2009 between John Gruber and Merlin Mann about obsession and voice. Here is how it has affected me as a neurotic novelist.
nach dem video unbedingt das gespräch von gruber und mann anhören!
wolfgang-herrndorf.de: Neunzehn
Um sich den Traum jedes Autors (keine Adjektive, keine Klappe, typographisches Cover) zu erfüllen, reicht meine Auflagenzahl offenbar nicht aus.
512pixels.net: Recipe for Any Android Phone Review Ever
hihi.
/via nico brünjes google-reader-empfehlungen
heute nicht hier, sondern im bildblog. mit grossbuchstaben.
thilo-baum.de: Schon wieder: Tod ohne Ursache
was für eine berechenbare, sarrazinige heulsuse. man beachte auch den gebrauch des wortes „gutmensch“.
blog.flickr.net: Occupy Wall Street
sollte jemals bedarf bestehen die aktion „occupy wall street“ in deutschland zu veranstalten, schlag ix die übersetzung „wir gehen an die börse“ vor.
profil.at: „Die mutigsten Hurensöhne der ganzen TV-Branche“
david simon („the wire“):
Picasso meinte: "Kunst ist eine Lüge, die uns die Wahrheit zeigt.“ Vor "The Wire“ hat mir das nicht viel gesagt. Dann habe ich selbst diesen Trick angewandt. Die Grundregel von "The Wire“ war: Diese Dinge müssen genau so stattgefunden haben können.
boingboing.net: Gallery of past and future logos
hihi.
Am 20.09.2011 um 08:54 schrieb **** ******:
Sehr geehrter Herr Schwenzel,
mein Name ist **** ****** und ich beschäftige mich mit unserer deutschen Webseite de.myfab.com.
Ihre Webseite http://wirres.net hat bei der Recherche nach anderen Inhalten bezüglich Lifestyle und aktuellen Trends mein Interesse geweckt und ich würde nun gerne fragen, ob Sie Interesse an einem Linktausch mit unserer Webseite haben.
Unsere Domain Name Authority ist bereits jetzt recht gut (http://www.opensiteexplorer.org/de.myfab.com/a!links?anything[]=de.myfab.com&anything[]=a!links) und mit 600.000 registrierten Mitgliedern und etwa 1.000.000 Unique Visitors pro Monat in Frankreich und Deutschland haben wir eine sehr gut besuchte Webseite.
Folgender Link wäre für uns interessant: <a href="http//:de.myfab.com"> myfab: Designmöbel und Dekoration für Ihr zu Hause </a>
Im Gegenzug würden wir Sie selbstverständlich in unsere Partnerseite "Unsere Lieblings-Webseiten", http://de.myfab.com/unsere-liebsten-design-webseiten.html, mit aufnehmen und würden uns freuen, wenn Sie uns einen entsprechenden Link und eine kleine Beschreibung zukommen lassen könnten.
Vielen Dank im Voraus und viele Grüße,
**** ******
de.myfab.com
Am 20.09.2011 um 09:44 schrieb felix schwenzel:
hallo frau *****,
von ihrem satz in dem sie „lifestyle“ und „aktuelle trends“ mit meiner webseite wirres.net in zusammenhang bringen, komme ich mir hochgradig verarscht vor. vielen dank für ihren offenen umgang mit textbausteinen. was mein interesse weckt ist folgendes: sie schreiben webseitenbetreiber an und bieten ihnen einen linktausch an, der der gegenseitigen suchmaschinenoptimierung dienen soll.
die seite auf der diese getauschten links gesammelt werden, überschreiben sie mit „unsere lieblings-webseiten“ — mit anderen worten, sie lügen ihre kunden, bzw. die besucher ihrer webseite geradeheraus an.
ich hatte einen gar nicht mal so schlechten eindruck vom konzept und den produkten von myfab. bis jetzt. ihre offensichtliche kundenverachtung, das extrem unseriöse agieren in grauen bis dunklen bereichen der suchmaschinenoptimierung und die art und weise wie sie mich angeschrieben haben, konnten das einigermassen gute image von myfab innerhalb von sekunden zerstören.
ich werde mich von nun an bemühen, diesen schlechten eindruck auch an andere interessierte menschen weiterzugeben. das gute daran für sie: sie bekommen dabei vermutlich tatsächlich ein paar links.
dass sie allerdings zu blöd sind einen syntaktisch korrekten link auf de.myfab.com zu versenden macht sie fast wieder sympathisch.
grüsse, felix schwenzel
Am 20.09.2011 um 10:18 schrieb **** ******:
Hallo Herr Schwenzel,
vielen Dank für Ihre Rückmeldung - schade, dass Sie sich von meiner durchaus freundlichen E-Mail so angegriffen fühlen.
Und das wäre alles noch etwas leichter ernst zu nehmen, wenn Sie meinen Namen korrekt abgeschrieben hätten.Einen schönen Tag noch - trotz meiner ärgerlichen E-Mail.
**** ******
[nachtrag 21.09.2011]
Am 21.09.2011 um 12:03 schrieb **** ******:
Hallo Herr Schwenzel,
wie ich sehe, haben Sie unseren gestrigen Schriftverkehr auf Ihrem Blog veröffentlicht. Dies können Sie gerne tun, ich würde Sie jedoch bitten, meinen Namen nicht auf Ihrer Seite zu veröffentlichen - ich nehme an, Sie können das aus meiner Sicht und im Hinblick auf den Datenschutz verstehen?
Vielen Dank
**** ******








