the good wife s07e11

felix schwenzel, , in gesehen    

die langweiligste folge die ich diese staffel gesehen habe. ich weiss allerdings nicht ob das an der folge selbst lag oder am kontrast zu den anderen sachen die ich gerade sehe. die heiterkeit, die wut, die konflikte in der serie kommen mir plötzlich im kontrast, beispielsweise zu making a murderer, profan und falsch vor. und in dieser folge waren viele emotionen zu sehen. alles wunderbar gespielt. alicia florricks (julianna margulies) wut auf eli ist, gleich am anfang der folge, so wunderbar auf einen oder zwei blicke reduziert, dass ich die darauf folgende, etwas dick aufgetragene explosion von alicia, gerne durchgehen lasse.

ansonsten hat mich die geschichte einfach gelangweilt, auch wenn (quasi) eine prophezeiung, die ich im letzten jahr aufgestellt habe, (wieder) in die story eingearbeitet wird: alicia wäre einfach die bessere kandidatin als peter, vor einem jahr noch als gouverneurin, jetzt, der eskalierten story wegen, als präsidentin.

* * *

christian junklewitz findet die folge auf serienjunkies.de auch ein bisschen langweilig.

making a murderer s01e04 und e05

felix schwenzel, , in gesehen    

folge 4 geht vornehmlich um die zeugenaussage von brendan avery, durch die er von einem entlastungszeugen für steven avery zu einem belastungszeugen wurde. in einer der vorherigen folgen konnte man gut sehen, wie diese aussage zustande kam und dass sie mehr mit dem geschick der vernehmer und der nicht besonders hohen intelligenz von brendan zusammenhing — und weniger mit der wahrheit. man sieht wie der (pflicht-) verteidiger von brendan avery alles unterlässt, ihn zu verteidigen und ihn zu einem schuldeingeständnis drängen möchte. das zu sehen, ist extrem erschütternd, aber dieses telefonat von brendan mit seiner mutter ist ganz besonders erschütternd:

brendan avery: they said that, that my statements were ‘inconsistent’. what does inconsistent mean?
mutter: i don’t know exactly …
brendan: may be that they’re false or something?
mutter: i don’t know.
brendan: well that’s what i’m thinking.

ausserdem sieht man die vorbereitungen und die beweisaufnahme der verteidigung, die sehr in richtung unsaubere polizeiarbeit und manipulation deutet, ein thema, dass in folge 5, in der es vor allem um den begonnenen prozess gegen steven avery geht, dann noch verstä#rkt beleuchtet wird. als cliffhanger zur 6 folge sieht man die zeugenaussage eine polizisten, nach der man nur noch „WTF?“ schreien möchte und ahnt: auch diese widersprüche, die inkonsistenzen der ermittlungen die die verteidigung präsentiert, werden die verurteilung von steven avery nicht aufhalten können.

wieder — und leider — sehr grosses kino fernsehen.

the late late show with james corden (vom 4. januar 2016)

felix schwenzel, , in gesehen    

ich mag so ungefähr gar nichts an der late late show mit james corden, angefangen beim set, der inszenierung, der abfolge, dem moderator und selbst gäste, die ich mir in anderen sendungen gerne ansehe, kann ich bei james corden auf dem sofa nicht ausstehen.

nach mehrfachem vorspulen hab ich dann bei minute 24 aufgegeben.

the big bang theory s09e12

felix schwenzel, , in gesehen    

das ende dieser episode war ziemlich unentschlossen. eventuell sollten die autoren besser bezahlt werden, denn ausser ein paar gags, sass in dieser folge gar nichts. ich belasse es mal bei dieser etwas lieblosen sendungskritik, die sendung war ja auch eher lieblos.

making a murderer s01e03

felix schwenzel, , in gesehen    

empörend und unfassbar, was man in dieser folge zu sehen bekommt. dramaturgisch ist das brilliant gemacht, man sieht eine seite der geschichte nach der anderen, zuerst wachsen die zweifel an der integrität der polizei und ihren ermittlungen, dann wachsen die zweifel an der unschuld von steven avery, als die polizei in einer pressekonferenz thetralisch einen belastungszeugen vorstellt, mit dessen hilfe die polizei es schafft die öffentliche meinung gegen steven avery aufzubringen. da ist man als zuschauer wirklich sehr hin und hergerissen, im wahrsten sinne des wortes.

als dann aber die vernehmungsvideos des hauptbelastungszeugen gezeigt werden, schlägt das pendel wieder um in empörung über die polizeiarbeit. dramaturgisch, wie gesagt, ist das brilliant gemacht. nach dieser folge ist man erschüttert und fassungslos. in einer fiktionalen fernsehserie würden die verteidiger spätestens in der nächsten folge gekonnt argumentieren und die vorgeblichen beweise der polizei und staatsanwaltschaft zerkrümmeln. aber als zuschauer ahnt man: that’s not gonna happen.

die verteidiger von steven avery, angeblich die besten, werden in der nächsten folge gegen die wand fahren. das ist so klar wie hühnerbrühe.

die situation, die realität, die einem hier gezeigt wird, ist unerträglich, niederträchtig, erschütternd und kaum auszuhalten. in einer fiktiven fernsehserie könnte man soetwas gar nicht zeigen, weil niemand glauben würde, dass soetwas möglich ist. und das ist auch der grund, warum ich mir im fernsehen lieber fiktive kriminalfälle ansehe — die sind einfach nicht so frustrierend.

modern family s07e10

felix schwenzel, , in gesehen    

3 parallel erzählte geschichten, eigentlich wie üblich bei modern family, unterhaltsam und freundlich und mit ein paar gags versehen, teilweise ganz guten.

bei der gelegenheit könnte ich eigentlich mal erwähnen, wie grossartg ich das ensemble von modern family finde. vor allem die kinder, denen man ja über die jahre beim wachsen und immer besser werden zusehen kann. auch die tochter von mitchell und cameron bekommt mittlerweile grössere sprechparts und obwohl ihr etwas dick aufgetragenes spielen immer sehr auffällig ist, machen das drehbuch und die gags, die ihr in den mund gelegt werden, die fehlende beiläufigkeit ihres spiels voll und ganz wett.

in dieser folge war übrigens auch ray liotta als er selbst dabei und wirkte erstaunlicherweise gar nicht furchteinflössend, wie sonst, wenn ich ihn sehe.

limitless s01e12

felix schwenzel, , in gesehen    

so wie bones (quasi) streng wissenschaftlich ausgerichtet ist, ist limitless streng liebenswürdig ausgerichtet. alles an der serie ist liebenswert, vor allem die hauptrolle. sogar die hälfte der verbrecher die brian finch im auftrag des FBI verfolgt, sind liebenswert und nett, die andere hälfte befindet sich in der grauzone zwischen liebenswürdig und arschloch. selbst der strippenzieher im hintergrund, senator edward morra, gespielt von bradley cooper, ist bis zur elften folge ambivanlent gezeichnet (in der elften folge dann ein bisschen weniger ambivalent).

die grundidee, der rote faden, der serie ist eine fiktive droge namens NZT, die bei ihren konsumenten einerseits das volle potenzial ihres gehirns aktiviert und andererseits schreckliche, körperliche nebenwirkungen hat. in jeder folge löst die (liebenswerte) hauptfigur brian finch, einen (oder mehrere) FBI-fälle — auf vom FBI verabreichten NZT. auf NZT hat finch ein fotografisches gedächnis und seine geschärfte wahrnehmung und intelligenz lässt ihn die kriminalistische FBI-arbeit beinahe nebenbei erledigen.

ich weiss, das hört sich alles völlig blödsinnig an und so kommt es einem in der serie meisten auch vor. immerhin wird die blödsinnigkeit der story immer wieder ironisch gebrochen und sowohl die erzählten geschichten, als auch der in der serie gesponnene rote faden, sind interessant (und liebswert) genug, dass mich die serie bei der stange halten kann. vor allem ist die serie, auch wenn sie im prinzip nur mittelgut ist, handwerklich sehr, sehr ordentlich gemacht; sauber gespielt, mit logikfehlern, aber sauber (und divers) erzählt und inszeniert. trotzdem kann ich mich nicht durchringen limitless mehr als 2 punkte zu geben. das sind sozusagen zwei gute punkte, mit tendenz zur drei. ohne punktvergabe könnte man die serie in etwas auf dem niveau von bones ansiedeln. solide unterhaltung, die sich mühe gibt nicht allzu blöd zu sein, aber ihren anspruch und ihre experiemtierfreude für ein breites publikum flach hält.

bradley coopper hat zwar nur eine nebenrolle, die gerade mal alle 4 bis 5 folgen in erscheinung tritt, aber immerhin: bradley cooper. in sachen gesichtsbehaarung scheisst cooper übrigens auf die seriencontinuity und trägt mal vollbart, mal babyface und mal dreitagebart. am ende der elften folge zeigt sich, dass er in der serie möglicherweise bald eine grössere rolle übernehmen wird, allerdings eine, bei der er nicht unbedingt immer dabei sein muss oder den wöchentlichen dreharbeiten beiwohnen muss.

noch ein letzter gedanke, den ich hier erstmal nur notieren möchte und vielleicht später weiterdenken werde: man kann die serien-droge NZT auch, wenn man will, als eine parabel auf auf die digitalisierung sehen. wie NZT, gibt uns die digitalisierung möglichkeiten und fähigkeiten an die hand, die noch vor wenigen jahren undenkbar waren. nicht alle haben zugriff auf digitale werkzeuge, nicht alle vertragen die nebenwirkungen und vor allem gibt die digitalisierung (oder die droge) ihren benutzern so grosse vorsprünge und vorteile, dass tiefliegende gesellschaftliche konflikte und ungerechtigkeiten von ihr vertieft und sichtbar werden. höchstwahrscheinlich interpretiere ich hier viel zu viel in die serie rein.

[nachtrag 07.01.2016]
jetzt erst gesehen. es gibt einen film von 2011 namens limitless — mit bradly cooper als „eddie morra“— in dem es, laut imdb, um eine mysteriöse pille geht, die den benutzer 100% seiner hirnkapazität zugänglich macht. limitless auf CBS ist also eine art spinoff oder weiterspinnen des films.

[nachtrag 23.01.2016]
den film limitless hab ich jetzt gesehen.

making a murderer s01e02

felix schwenzel, , in gesehen    

ich kann nicht wirklich sagen „die spannung steigt“, weil die spannung war auch schon in der ersten folge sehr präsent. aber zu sehen, wie sich diese geschichte entwickelt, ist auf sehr vielen ebenen erschütternd. und durchaus ambivalent und offen erzählt. nichts ist klar, aber ein ganz mieses gefühl tropft aus allen ritzen.

bones s11e05

felix schwenzel, , in gesehen    

bones ist so berechenbar und vorhersehbar, wie es die deutsche bahn mal war. immer der gleiche ablauf. leichenfund, ermittlungen, ein bisschen hin und her, ein paar verhöre, ein kleiner dreh, fall gelöst. das ist einerseits nervig und auch ein bisschen langweilig, aber meist gerade so gut erzählt, dass ich mich nicht gezwungen fühle abzuschalten. im gegenteil. die berechenbarkeit beruhigt ungeheuer. am ende der folge ist der fall immer gelöst und alles, mehr oder weniger beim alten. manchmal dauert ein fall auch zwei folgen, aber äusserst selten.

diese folge war keine ausnahme, ein bisschen vorgeplänkel, ein leichenfund, ein, zwei harmlose, ein bisschen eklige fleisch- und leichenstücke. ermittlungen, fertig. diese folge hatte allerdings einen kleine serienüberschenidung mit der serie sleepy hollow. das war ein bisschen witzig, aber insgesamt unspektakulär. jetzt weiter mit making a murderer.