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sui­ci­de squad

felix schwenzel in gesehen

üb­ler, lang­wei­li­ger, an den haa­ren her­bei­ge­zo­ge­ner bal­ler­scheiss der al­ten schu­le. und alte schu­le mein ich hier nicht po­si­tiv; der film, der plot, die dia­lo­ge füh­len sich durch und surch nach 70er und 80er jah­re block­bus­ter an, nur dass die spe­zi­al­ef­fek­te mo­dern sind.

ge­nau be­trach­tet ist sui­ci­de squad ein re­make des ers­ten ghost­bus­ter-films, nur ohne den kin­di­schen hu­mor und die ohr­wurm­i­ge mu­sik. in sei­ner bun­ten ka­ckig­keit kommt der film üb­ri­gens auch bei­na­he schon an die übels­te bat­man-ad­ap­ti­on ran: bat­man & ro­bin mit schwar­zen­eg­ger als bö­se­wicht.


wer­bung auf face­book für eine ma­trat­ze. bin be­lei­digt, dass ICH sie kau­fen soll wo sie doch alle an­de­ren die ich ken­ne für lau ha­ben

ka­tia (@kne­tag­abo17.10.2016 7:56


seit­dem der mann sei neu­es hob­by hat trau ich mich nicht mehr den lüf­ter an­zu­ma­chen weil dann so­fort ne sms kommt: du hast ge­ra­de ge­kackt!

ka­tia (@kne­tag­abo17.10.2016 9:46


ich so: „lüf­ter im bad an“
sie: „‚Lüf­te‘ be­rei­tet mir ein we­nig Pro­ble­me. Ver­su­che es bit­te mit Um­for­mu­lie­ren.“
ich: „BAD LÜF­TER an“
sie: Ba­rack Lyft da an — „Ich sehe kei­ne App da­für. Down­loa­de eine ent­spre­chen­de aus dem App Store.“
ich: „ba­de­zim­mer lüf­ter an“
sie: „Tut mir leid, aber ‚lüf­te‘ ist mir kein Be­griff.“
ich: „lüf­ter im bad an“
sie: Öf­ter im Bad an — „Die Schal­ter sind ein­ge­schal­tet.“
ich: „ven­ti­la­tor im bad an“
sie:

wenn es dann mal klappt, mit un­se­rer kom­mu­ni­ka­ti­on, fühlt es sich wie ma­gie an.



Photo by felix schwenzel in Berlin. Keine Fotobeschreibung verfügbar..

rol­len­kli­schees sit­zen in der wer­bung so tief, dass nicht mal ein rol­la­tor sie auf­bre­chen kann.



(bei bau­haus)


@knus­per­ma­gi­er nee, das wa­ren steck­do­sen die wir vor vie­len jah­ren mal im su­per­markt ge­kauft ha­ben. ich weiss aber, dass sie von elro sind und so ähn­lich aus­se­hen wie die­se: ama­zon.de/AB440S-Zu­satz­funk­ste­cker-Elro-AB440-Se­rie/dp/B006J2W8GC/

das gan­ze müss­te aber mit mehr oder we­ni­ger al­len steck­do­sen­sets so um die 20 euro funk­tio­nie­ren.


ein­fach ist re­la­tiv

felix schwenzel in artikel

ein kol­le­ge von mir hat sich vor ei­ner wei­le ei­nen klei­nen mi­kro­con­trol­ler und ein re­lais in die ge­gen­sprech­an­la­ge ein­ge­baut, mit dem er den tür­sum­mer jetzt fern­aus­lö­sen kann. die be­triebs­span­nung für den esp8266 holt er sich aus der ge­gen­sprech­an­la­ge, wan­delt ihn mit ei­nem span­nungs­wand­ler auf ver­träg­li­che 3 volt run­ter. mit dem esp8266 mi­kro­con­trol­ler und dem re­lais, kann er jetzt, über ein paar um­we­ge, den tür­sum­mer der haus­tür mit sei­ner ap­ple watch aus­lö­sen. er nutzt zur haus woh­nungs­steue­rung die FHEM-soft­ware — ich bin ja eher ein freund des home-as­sis­ten­ten — aber bei­de haus­au­to­ma­ti­ons-ser­ver ma­chen im prin­zip das glei­che: ak­to­ren und sen­so­ren ein­bin­den und steu­ern. und weil man die­se haus­au­to­ma­ti­ons-ser­ver re­la­tiv mü­he­los auch über home­bridge zu ho­me­kit über­brü­cken kann (home-as­sistant, FHEM), kann mein kol­le­ge sei­nen tür­sum­mer jetzt auch mit app­les ho­me­kit steu­ern.

ich er­zäh­le das, weil ich auch ge­ra­de sehr viel freu­de dar­an habe un­se­re woh­nung zu au­to­ma­ti­si­se­ren und ich fas­zi­niert bin, wie ein­fach die­se sa­chen dank güns­ti­ger hard­ware und ziem­lich gut ent­wi­ckel­ter soft­ware mitt­ler­wei­le sind. ges­tern fiel mir dann mal wie­der auf, wie re­la­tiv die­ses ein­fach ist. denn ge­nau be­trach­tet ist es na­tür­lich nicht ein­fach ei­nen haus­au­to­ma­ti­ons-ser­ver zu be­trei­ben, zu pfle­gen oder ein­zu­rich­ten, mi­kro­con­trol­ler mit der ar­dui­no IDE zu fla­shen oder sich kon­zep­te zur ein­bin­dung, ver­wen­dung und zum zu­sam­men­bau von ak­to­ren und sen­so­ren zu über­le­gen. es ist, ge­nau be­trach­tet ein elen­des gef­ri­ckel und, ähn­lich wie das bau­en von web­sei­ten, eben so­wohl ein­fach als auch furcht­bar kom­plex. für mich war das kom­ple­xi­tätni­veau für den web­sei­ten­bau ende der neun­zi­ger ge­nau rich­tig, so wie jetzt das ni­veau der heim­au­to­ma­ti­sie­rung. web­sei­ten­bau in den neun­zi­gern war kom­pli­ziert und wur­de im lau­fe der jah­re auch im­mer kom­pli­zier­ter, aber die werk­zeu­ge und die die ma­schi­nen wur­den eben im­mer bes­ser. und man konn­te von an­de­ren ler­nen, weil (mehr oder we­ni­ger) alle quell­tex­te of­fen wa­ren. so wie jetzt bei der heim­au­to­ma­ti­sie­rung: es gibt wun­der­ba­re werk­zeu­ge, le­ben­di­ge ge­mein­schaf­ten, die ihre er­fah­run­gen und ih­ren code tei­len und stän­dig ver­bes­sern.

die an­de­re mög­lich­keit die man der­zeit für die heim­au­to­ma­ti­sie­rung hat, ist viel geld zu be­zah­len. es gibt mitt­ler­wei­le vie­le, ziem­lich aus­ge­reif­te und mäch­ti­ge sys­te­me und platt­for­men, für die man nicht viel mehr ge­schick, als für den an­schluss ei­nes fern­se­hers braucht. der nach­teil die­ser platt­for­men ist ne­ben den an­schaf­fungs­kos­ten, dass man sich an die platt­for­men bin­det und die haus- und woh­nungs­da­ten da­ten meist auf oder über de­ren ser­ver lau­fen. die­se zen­tra­li­sie­rung kann dann auch schnell zu mitt­le­ren ka­ta­stro­phen füh­ren, wenn die in­fra­struk­tur die­ser platt­for­men aus­fällt oder die platt­for­men aus kom­mer­zi­el­len grün­den ein­fach zu ma­chen. jüngst ist das mit den au­to­ma­ti­schen haus­tier­fut­ter­stel­len von pet­net pas­siert. nach­dem die ser­ver von pet­net aus­fie­len, funk­tio­nier­ten auch de­ren ver­kauf­ten, au­to­ma­ti­schen fut­ter­stel­len nicht mehr.

die si­tua­ti­on beim so­ge­nann­ten in­ter­net of things ist der des webs nicht ganz un­ähn­lich. das open web war (und ist) viel­ver­spre­chend und auf­re­gend, aber eben auch kom­plex und an­spruchs­voll. die gros­sen, zen­tra­len web­platt­for­men konn­ten sich durch­set­zen, weil sie die teil­nah­me ein­fach für je­den ma­chen, (fast) ohne tech­ni­sche hür­den. im in­ter­net of things bie­ten zen­tra­le, kom­mer­zi­el­le platt­for­men ge­nau das glei­che: nied­ri­ge ein­stiegs­hür­den und kom­fort. be­zahlt wird mit geld, kon­troll­ver­lust und ab­hän­gig­kei­ten.

die chan­ce, die wir beim of­fe­nen web ver­passt ha­ben (den ver­link­ten text von ja­son kott­ke über das www un­be­dingt le­sen), wie­der­holt sich beim in­ter­net der din­ge wie­der: ge­gen zen­tra­li­sie­rungs­ten­den­zen kommt man mit of­fe­nen, ver­teil­ten an­sät­zen kaum an, weil zen­tra­le platt­for­men (meist) ein viel bes­se­res an­ge­bot in sa­chen kom­fort und nut­zen ma­chen kön­nen.

das glei­che ge­rät, das sich mein kol­le­ge zum sum­mer-be­tä­ti­gen selbst ge­baut hat, kann man üb­ri­gens auch hier für €99 kau­fen (der­zeit €79 für vor­be­stel­lun­gen). wenn man so ein nel­lo kauft, funk­tio­niert der tür­sum­mer künf­tig über den ser­ver der fir­ma nel­lo. die app nutzt die API des nel­lo-ser­vers und je­der öff­nungs­vor­gang läuft eben über den nel­lo-ser­ver. das hat — wenn’s funk­tio­niert — ei­nen gros­sen kom­fort­ge­winn zur fol­ge: man kann frem­den zu­gang ins haus ge­wäh­ren, man sieht je­den öff­nungs­vor­gang in der app und in de­ren ver­laufs­funk­ti­on, man kann den zu­gang au­to­ma­ti­sie­ren. aber wenn der ser­ver von nel­lo nicht mehr funk­tio­niert, ist auch der kom­fort hin. (au­to­ma­ti­sier­tes tür­öff­nen scheint der­zeit ge­ra­de ziem­lich an­ge­sagt zu sein: ding, ring, myd­bell, sky­bell)

ich ver­mu­te, wir kom­men um zen­tra­le platt­for­men nicht her­um, aber ähn­lich wie beim web, soll­ten wir sehr dar­auf ach­ten, uns nicht all­zu ab­hän­gig von die­sen platt­for­men zu ma­chen und mög­lichst viel kon­trol­le zu be­hal­ten. aber das be­deu­tet na­tür­lich auch, dass wir uns tie­fer­gehnd mit der tech­no­lo­gie be­schäf­ti­gen müs­sen. das habe ich zu­min­dest in der nächs­ten zeit vor.


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  taz.de: Und ich so: Was habt ihr ge­gen Oba­ma?   #

auch wenn ich in mei­nem high­school­jahr vor et­li­chen jah­ren nicht ganz so tief zwi­schen mais­fel­dern ge­lebt habe, de­cken sich die er­fah­run­gen die pau­li­na un­fried hier aus ih­rem high­school­jahr auf­ge­schrie­ben hat, ganz gut mit mei­nen. aber ab­ge­se­hen da­von, hat sie das sehr be­ein­dru­ckend auf­ge­schrie­ben.

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  kott­ke.org: WWW: The Way We Were   #

ich dach­te ja schon vor zwei fol­gen, dass die drit­te staf­fel halt and catch fire vor­bei ist. dann ka­men noch zwei fol­gen, die vier jah­re nach der vor­he­ri­gen fol­ge spie­len. und tat­säch­lich, sind die­se bei­den fi­na­len fol­gen noch­mal ei­nen ti­cken bes­ser, als alle vor­he­ri­gen fol­gen. ja­son kott­ke er­klärt war­um, al­ler­dings soll­te man das viel­leicht erst le­sen, wenn man die drit­te staf­fel halt and catch fire kom­lett ge­se­hen hat.

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  the­rin­ger.com: Who Would Ac­tual­ly Go to West­world?   #

gute fra­gen von ja­son con­cep­ci­on zur ak­tu­el­len neu­auf­la­ge von west­world. ich habe mich auch beim zu­se­hen ge­fragt: war­um tun die west­world-be­su­cher das was sie tun, ob­wohl sie rund um die uhr vom park-per­so­nal über­wacht und be­ob­ach­tet wer­den? war­um scheint in der zu­kunft sa­dis­mus of­fen­bar ge­sell­schaft­lich ak­zep­tiert?

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  nzz.ch: Ent­hül­lungs­re­por­ter zu Do­nald Trump: Der Wa­den­beis­ser aus Wa­shing­ton   #

das steht da zwar nicht in die­sem über­sicht­li­chen nzz-ar­ti­kel, aber die wa­shing­ton post scheint un­ter jeff be­zos ganz gut zu flo­rie­ren.

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  hack­a­day.com: Be­co­me Very Un­po­pu­lar Very Fast With This DIY EMP Ge­ne­ra­tor   #

das was man hier sieht, ist auf ge­wis­se wei­se lus­tig und gleich­zei­tig sehr er­schre­ckend.





wes­halb ich den ta­ges­spie­gel check­point ger­ne le­se

felix schwenzel in notiert

uner an­de­rem we­gen sol­cher ab­sät­ze:

Ges­tern in der „Mor­gen­post“: „E-Book-Markt in Deutsch­land sta­gniert seit Jah­ren“. Heu­te in der „Mor­gen­post“: „Der Markt für E-Books in Deutsch­land wächst ra­sant.“ Tja, so schnell kann das ge­hen, und das wahr­schein­lich al­les nur, weil ich zwi­schen­durch „Die drei !!! - Das Ge­heim­nis im Düs­ter­moor“ run­ter­ge­la­den habe.

check­point.ta­ges­spie­gel.de.

(mor­gen­post­links von mir hin­zu­ge­fügt)


klar. wenn ix hin­ge­he, blog ich auch drü­ber.



HIL­LA­RY: i told you he'd fuck the chair
TRUMP: *while fuck­ing the chair* I never fu­cked the chair pic.twit­ter.com/QACRS­ry4SG

mi­cha­el koh (@ugh­Hugs10.10.2016 3:11

mehr da­von: buzzfeed.com/tom­phil­lips/the-re­pu­blic-was-sa­ved-by-a-man-na­med-ken-bone




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  wired.com: Can West­world Do for Sci­ence Fic­tion What Game of Thro­nes Did for Fan­ta­sy?   #

char­lie jane an­ders:

Ha­ving seen a handful of ear­ly epi­so­des, I’m al­re­a­dy ob­ses­sed; West­world has joi­n­ed a very small list of TV shows that have the ethi­cal and emo­tio­nal com­ple­xi­ty of a gre­at book.

die fra­ge in der über­schrift ist na­tür­lich quatsch. wie ich schon nach ei­ner fol­ge rumm­ein­te, west­world ist fern­se­hen auf al­ler­höchs­tem und al­ler­bes­ten ni­veau. und jetzt, nach zwei fol­gen, mei­ne ich ei­nen wei­te­ren grnd für mei­ne be­geis­te­rung ge­fun­den zu ha­ben. wie we­ni­ge gute fern­seh­se­ri­en, schafft west­world es, den ein­druck zu er­we­cken, dass hin­ter je­dem hand­lungs­strang, hin­ter je­dem cha­rak­ter mehr steckt, als auf den ers­ten blick zu er­ken­nen. hin­ter je­der haupt­rol­le, je­dem er­eig­nis steckt et­was, das wir als zu­schau­er (noch) nicht ken­nen. die­se me­cha­nik lädt die se­rie mit un­ge­heu­rer en­er­gie auf — und die pro­duk­ti­ons­qua­li­tät deu­tet an, dass man am ende nicht ent­täuscht wird, auch wenn die ge­fahr be­steht, dass hier das glei­che pas­siert wie bei lost, dass am ende doch al­les nur furcht­bar pro­fan und platt ist.

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  kott­ke.org: Film Meets Art   #

ja­son kott­ke:

Vu­gar Efen­di has made a pair of vi­de­os show­ing sce­nes from films that have been in­spi­red by fa­mous pain­tings. The se­cond vi­deo is espe­ci­al­ly good, show­ing re­fe­ren­ces in The­re Will Be Blood, Lost In Trans­la­ti­on, and a Jac­ques-Lou­is Da­vid re­fe­rence from About Schmidt.

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  ueber­me­di­en.de: Mo­de­blog­ge­rin­nen's   #

mi­chae­lis pan­te­lou­ris über das apo­stroph in „Sel­fie’s“ und jour­na­lis­mus und war­um man ein über­me­di­en-abo kau­fen soll­te. ab­ge­se­hen da­von dass mir (fast) alle tex­te von mi­ch­a­lis pan­te­lou­ris sehr gut ge­fal­len, ins­be­son­de­re sei­ne zeit­schrif­ten-re­zen­sio­nen, ist die­ser text mit sei­nen ab­schwei­fun­gen und ton­fall ex­trem an­ge­nehm; pan­te­lou­ris ver­sucht am dem gröss­ten schrott noch po­si­ti­ves ab­zu­ge­win­nen, so auch hier.

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  ueber­me­di­en.de: Das biss­chen Dik­ta­tur tut beim Pro­du­zie­ren gar nicht weh   #

ste­fan nig­ge­mei­er regt sich (zu recht) über den dik­ta­tur­ver­nied­li­chen­den fern­seh­pro­du­zen­ten jörg gra­bosch auf.

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  ueber­me­di­en.de: Fürch­tet euch!   #

gute über­schrift, gran­dio­ser text von mo­ritz tscher­mak (nur mit über­me­di­en-abo zu le­sen) über den ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker kon­gress des kopp-ver­lags.

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  ueber­me­di­en.de: Der Traum von et­was we­ni­ger schlech­ter On­line-Wer­bung   #

tors­ten kleinz über on­line­wer­bung und war­um sie scheis­se blei­ben wird.