alles

ich habs mir ge­ra­de in den ka­len­der ein­ge­tra­gen. muss doch mal gu­cken, was die­ses power­point kann.


the gra­ham nor­ton show s19e03

felix schwenzel in gesehen

(mit he­len mir­ren, ke­vin cos­t­ner, ewan mc­gre­gor, ri­cky ger­vais und eric bana, mu­sik von meg­han trai­nor)

man könn­te statt die gra­ham nor­ton show zu gu­cken, auch ein­fach re­gel­mäs­sig bei nerd­core in die trai­ler­fest ka­te­go­rie schau­en, um ei­ni­ger­mas­sen über neue fil­me in­for­miert zu sein und zu­sam­men­schnit­te die­ser fil­me zu se­hen. manch­mal macht das mehr spass, als sich eine gan­ze sen­dung an­zu­se­hen, manch­mal pas­sie­ren in sol­chen sen­dun­gen aber un­ter­halt­sa­me din­ge.

die haupt­funk­ti­on von chat shows oder trai­ler­schleu­dern ist na­tür­lich be­kannt­ma­chung von fil­men, also wer­bung. in blogs, im netz, in zei­tun­gen wird das manch­mal mit kri­tik kom­bi­niert und da­mit in jour­na­lis­mus ver­wan­delt. bei gra­ham nor­ton habe ich noch nie ein kri­ti­sches wort ge­gen­über ei­nem (an­we­sen­den) schau­pie­ler oder film den er pro­mo­tet ge­hört, da­für wird aber eine an­de­re zu­tat be­nutzt um die sen­dung in­ter­es­sant zu ma­chen: die schau­spie­ler wer­den un­ter er­heb­li­chen er­war­tungs­druck ge­setzt. ihre auf­ga­be in der sen­dung ist, ne­ben der pro­mo­ti­on, sym­pa­thisch, wit­zig oder min­des­tens un­ter­halt­sam und schlag­fer­tig zu wir­ken.

in der gra­ham nor­ton show wer­den die jour­na­lis­ti­schen ali­bi-ele­men­te durch in­ten­si­ves so­cial me­dia mo­ni­to­ring und bild­su­chen er­füllt, so dass man die pro­mi­nen­ten pro­mo­ter dann mit bil­dern oder tweets aus ih­rer ver­gan­gen­heit kon­fron­tie­ren kann und sieht, wie sie re­agie­ren.

in die­ser sen­dung hat die re­dak­ti­on von gra­ham nor­ton die 80er jah­re new-wave-mu­sik-ver­gan­gen­heit von ri­cky ger­vais aus­ge­gra­ben. der sang da­mals in ei­ner band na­mens seo­na dancing.

er­war­tungs­ge­mäss re­agier­te ri­cky ger­vais wit­zig und merk­te an, dass er schon wis­se, was hier lau­fe. man wol­le ihn bloss­stel­len. nur sei ihm das 80er jah­re bild über­haupt nicht pein­lich, son­dern das was er jetzt auf den schul­tern tra­ge:

auch sonst war ri­cky ger­vais er­war­tungs­ge­mäss wie­der der wit­zigs­te auf dem sofa. sein hu­mor ist furch­bar über­zo­gen und ver­sucht, lou­is c.k. nicht ganz un­ähn­lich, stän­dig rote li­ni­en zu über­schrei­ten. bei ri­cky ger­vais habe ich al­ler­dings im­mer auch das ge­fühl, dass er das ei­nen ti­cken sub­ti­ler, oder we­nigs­ten ei­nen ti­cken sym­pa­thi­scher, macht als lou­is c.k., weil er sich auch bei den übels­ten be­lei­di­gun­gen nie ein grin­sen ver­knei­fen kann. im aus­schnitt für sei­nen neu­en film (Da­vid Brent: Life on the Road) sagt er un­ter an­de­rem (als da­vid brent):

I’ve been out with all sorts of girls, rich girls, poor girls, white girls, … you know … thin girls, fat girls.

der witz mit der aus­las­sung hat beim saal­pu­bli­kum so­fort ge­zün­det und ich muss zu­ge­ben, so ei­nen hu­mor mag ich sehr ger­ne, auch wenn ich mir den film auf kei­nen fall an­se­hen wer­de.

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ri­cky ger­vais hat gleich noch pro­mo­ti­on für ei­nen zwei­ten film ge­macht, spe­cial cor­re­spond­ents (läuft auf net­flix). den hat er, ge­nau wie Life on the Road, selbst ge­schrie­ben und auch den wer­de ich mir mit si­cher­heit nicht an­gu­cken.

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die ne­ben­rol­le aus spe­cial cor­re­spond­ents, eric bana, sass auch auf nor­tons sofa, hin­ter­liess aber, aus­ser ei­nem sym­pa­thi­schen ein­druck, kei­ne er­in­ne­rung.

bei ewan mc­gre­gor blieb mir auch nichts an­de­res in er­in­ne­rung als sein blen­den­des, top-ge­pfleg­tes ge­biss und dass er wer­bung für ei­nen film mach­te, den ich mir be­stimmt an­se­hen wer­de: our kind of trai­tor, ein of­fen­bar re­la­tiv zeit­ge­mäs­ses spio­na­ge-mofa, nach john le car­rè. da­mi­an le­wis spielt da, wie in al­len an­de­ren fil­men und se­ri­en der­zeit, auch mit.

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he­len mi­ren, die im­mer noch aus­sieht wie queen eli­sa­beth, brach­te ei­nen trai­ler für ih­ren neu­en film eye in the sky mit. der sieht auch so aus, als wür­de ich mir den ger­ne an­se­hen wer­de, zu­mal sna­pe alan rick­man und jes­se aa­ron paul mit­spie­len. wenn ich das rich­tig ver­stan­den habe, geht es um ei­nen mi­li­tä­ri­schen dro­nen-an­schlag, der über zwei stun­den, mehr oder we­ni­ger in echt­zeit nach­er­zählt wird.

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am ende kam noch ke­vin cos­t­ner aufs sofa, der sich über­ra­schen­der wei­se als sym­pa­thi­scher, be­schei­de­ner la­ber­han­nes zeig­te. die ge­schich­te über sei­nen freund, den er erst zur sau ge­macht hat, dann, als er hil­fe be­nö­tig­te, bei sich ein­zie­hen liess, sich aber wei­ger­te das zu le­sen, was er in die­ser zeit schrieb, woll­te, wie die­ser satz, ein­fach nicht en­den, be­kam am ende aber eine schö­ne wen­de und leicht pa­the­thi­sche mo­ral. und wenn ri­cky ger­vais auf dem sofa sitzt, lässt er es sich na­tür­lich nicht ent­ge­hen, über­schüs­si­gen pa­thos mit sar­kas­ti­schem hu­mor zu neu­tra­li­sie­ren.

aus­ser­dem ist der film, für den ke­vin kost­ner wer­bung mach­te, auch ei­ner, der mich reizt; of­fen­bar so ne art sci-fi-cia-flet­chers-ver­schwö­rung­theo­rien misch­masch, in dem, wenn man den trai­ler sieht, das cos­t­ner-pa­thos wohl ein biss­chen zu dick auf­ge­tra­gen wur­de. guck ich mir trotz­dem an, auch weil ke­vin cos­t­ner in dem film die haa­re sehr schön hat.

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die gan­ze sen­dung gibt’s, bis sie dort ge­löscht wird, bei you­tube. wer in eng­land lebt, kann sie bei der BBC gu­cken.

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bei­fah­re­rin vor ner stun­de: „mach mal fens­ter auf, riecht ko­misch hier!“
bei­fah­re­rin jetzt: „mach mal fens­ter zu, riecht ko­misch hier!“



(bei aldi nord)




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hier war mal ein you­tube vi­deo ein­ge­bet­tet. das darf nicht mehr ein­ge­bet­tet wer­den, des­halb hier der di­rekt­link: https://www.you­tube.com/watch?v=HScX4XbwJek


wenn du das ge­bloggt hät­test und hier auf face­book mit „ich hab ein biss­chen zu­ge­nom­men“ an­ge­teasert hät­test, wür­de ich es auch ge­lik­ed ha­ben.


be­vor ich un­ten eine fra­ge an mei­ne fol­gen­den stel­le (‪#‎fol­lo­wer­power‬), möch­te ich dar­auf hin­wei­sen, dass hub­schrau­ber, wenn ihr mo­tor aus­fällt, si­cher und prä­zi­se auf den bo­den glei­ten. aus­ser­dem habe ich ges­tern ei­ni­ge tex­te, die in den letz­ten 10 ta­gen mit gros­ser wahr­schein­lich­keit be­reits von al­len in­ter­net­men­schen ge­le­sen wur­den, noch­mal ver­linkt und eher knapp kom­men­tiert. oben­drein habe ich wolf schnei­der ges­tern vor­ge­wor­fen selbst­ver­liebt zu sein, zum vier­ten oder fünf­ten mal.
zu mei­nem be­dau­ern habe ich es zu­dem bis­her nicht ge­schafft, mei­ne link­ar­ti­kel in­stant-ar­tic­le-fä­hig zu ma­chen. der link un­ten führt also zu mei­ner, nicht im­mer be­son­ders schnell la­den­den, web­site, auch in der face­book-app.
jetzt zu mei­ner fra­ge: wie wür­de man das ge­gen­teil von click­bait nen­nen? könn­te man „click­bait“ auch „klick­kö­der“ nen­nen und das, was ich hier ge­macht habe, even­tu­ell pseu­do-be­schei­den­heits-klick­kö­dern oder meta-click­bait?
wir­res.net/9773


deutsch­land 83 s01e03 (at­lan­tic li­on)

felix schwenzel in gesehen

die drit­te fol­ge hab ich glaub ich vor zwei mo­na­ten an­ge­fan­gen und dann un­ter­bro­chen. plex hat sich dan­kens­wer­ter wei­se ge­merkt wo ich sete­hen­ge­blie­ben bin und heu­te hab ich die fol­ge dann zu­en­de ge­guckt. ich weiss nicht mehr was im ers­ten teil pas­siert ist, aber ganz of­fen­sicht­lich ist, dass xxx wei­ter­hin fleis­sig spio­niert und sich als ro­meo be­tä­tigt, um sich an eine nato-se­kre­tä­rin zu ma­chen. die macht dann ir­gend­wann auch ei­nen schö­nen meta-ebe­nen witz, als sie über ost­block ro­me­os re­det die sich an nato-se­kre­tä­rin­nen rann­ma­chen, wäh­rend sich ge­ra­de ein sta­si-ro­meo an sie ran­macht.

bis auf ge­le­gent­li­che sprach­ex­zes­se („schö­ne woh­nung hast du, du hats echt ge­schmack“ — „dan­ke!“; „was machst du in brüs­sel so, um mal spass zu ha­ben?“), fand ich die­se fol­ge auch ganz lo­cker er­zählt und ge­spielt. in die­ser fol­ge fiel mir auf, wie lie­be­voll tat­säch­lich die ku­lis­sen, die klei­dung, die be­leuch­tung und die re­qui­si­ten aus­ge­wählt sind. teil­wei­se be­kom­me ich so­wohl 80er-nost­al­gie, als auch leich­te an­flü­ge von ost­al­gie, nur durch die bil­der. die mu­sik ist mir ein biss­chen zu dick auf­ge­tra­gen, mehr als acht fol­gen kön­nen von die­ser se­rie nicht ge­dreht wer­den, weil dann wirk­lich alle 80er-jah­re hits durch­ge­nu­delt sind.

ich guck das jetzt aber trotz­dem wei­ter.








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  ueber­me­di­en.de: Schö­ner Ver­le­gen - mit dem Geld an­de­rer Leu­te   #

bril­li­ant ar­gu­men­tiert von ste­fan nig­ge­mei­er, mit ein biss­chen hil­fe von mar­tin vo­gel.

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  blogs.spec­ta­tor.co.uk: Bo­ris John­son's at­tack on Ba­rack Oba­ma be­longs in the gut­ter   #

bril­li­an­ter wut­an­fall von nick co­hen:

I am the­r­e­fo­re wri­ting with the cau­ti­on of a la­wy­er and the de­fe­rence of a pa­lace flun­key when I say that [Bo­ris] John­son show­ed this mor­ning that he is a man wi­t­hout prin­ci­ple or shame. He is a bray­ing char­la­tan, who lacks the cou­ra­ge even to be an ho­nest bas­tard, for the­re is a kind of bas­tard­ly in­te­gri­ty in show­ing the world who you re­al­ly are, but in­s­tead uses the ta­c­tics of the co­ward and the tricks of the frauds­ter to ad­van­ce his wort­hl­ess care­er.

(via)

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  spie­gel.de: Wäre die Va­gi­na doch ein Auto   #

mar­ga­re­te sto­kow­ski ar­gu­men­tiert bril­li­ant:

Die Ge­gen­ar­gu­men­te und Be­fürch­tun­gen sind im­mer wie­der die­sel­ben: Ent­we­der es heißt, ein „Nein“ sei nicht ein­deu­tig ge­nug, weil Frau­en in echt „Ja“ mei­nen, oder ein bloß ge­spro­che­nes „Nein“ sei nicht be­leg­bar, oder es wird er­klärt, es sei ab­surd, „Nein heißt Nein“ ju­ris­tisch fest­zu­schrei­ben, weil dann jede Frau nach je­dem Sex ih­ren Se­xu­al­part­ner an­zei­gen kön­ne, ein­fach wenn sie sich im Nach­hin­ein über­legt, dass sie den Sex doch ir­gend­wie nicht woll­te.

Eine Spre­che­rin des Jus­tiz­mi­nis­te­ri­ums er­klär­te kürz­lich, die Sa­che mit dem „Nein“ des Op­fers sei schwer zu hand­ha­ben, weil ein „Nein“ kaum nach­zu­wei­sen sei und Falsch­an­zei­gen droh­ten. „So­zi­al­üb­li­che Ver­hal­tens­wei­sen zu Be­ginn ei­ner Be­zie­hung könn­ten kri­mi­na­li­siert wer­den.“

Wer ge­gen den Wil­len des Be­rech­tig­ten ein Kraft­fahr­zeug fah­re, ma­che sich straf­bar. So ein­fach kann es sein.

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  face­book.com: Die Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen Bür­gern und Re­gie­rung …   #

bril­li­ant be­ob­ach­tet von pa­trick brei­ten­bach.

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  mer­ton-ma­ga­zin.de: Das In­ter­net als Kri­tik­ma­schi­ne   #

ich glau­be die­ser text von chris­toph kap­pes ist auch bril­li­ant ge­schrie­ben, er hat mich al­ler­dings beim wort „Ha­ber­mas“ ver­lo­ren. be­vor ich die sei­te schloss, habe ich aber noch die­ses „zi­tat zum tei­len“ mit­ge­nom­men:

Wenn der Buch­druck er­mög­licht hat, dass Kir­che und Kö­ni­ge durch Kri­tik ihre Stel­lung ver­lo­ren, kann So­cial Me­dia wei­te­re In­sti­tu­tio­nen der Ge­sell­schaft schlei­fen.

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  re­al­vir­tua­li­ty.info: How Much of the Mes­sa­ge Is Ac­tual­ly in the Me­di­um?   #

klu­ge re­flek­ti­on zum the­ma pod­casts von alex matz­keit.

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  bild­blog.de: Ver­le­ger­treff, Schwei­zer Käse, Ru­the-Apell   #

lo­renz mey­er, un­ter­be­zahl­te ku­ra­to­ren­le­gen­de im bild­blog, outet sich als gros­ser fan von „Jour­na­lis­ten­le­gen­de“ wolf schnei­der. der neh­me in „sei­nem neu­en Ar­ti­kel“ …

ei­nen Brock­haus-Ein­trag aus­ein­an­der und se­ziert ein verz­wir­bel­tes Satz­mons­trum aus der „Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Wo­che“. Schnei­der macht Tex­te ver­ständ­li­cher, in­dem er sprach­li­chen Bal­last ab­wirft und die Les­bar­keit ver­bes­sert. Das ist nicht nur für Jour­na­lis­ten in­ter­es­sant, son­dern für je­den Schrei­ben­den.

ich hab den ver­link­ten schnei­der-ar­ti­kel ge­le­sen und es stimmt: er ent­hält kaum sprach­li­chen bal­last, aber da­für so viel sar­kas­mus, selbst­ver­liebt­heit und über­heb­lich­keit zwi­schen den zei­len, dass mein le­se­ver­gnü­gen nach 30 se­kun­den ge­nau bei null an­kam.

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  digg.com: [doo­fe über­schrift ge­löscht]   #

nein, hub­schrau­ber fal­len nicht vom him­mel, wenn ihr mo­tor aus­fällt.

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  ta­ges­spie­gel.de: Streit mit Chris­to­pher Lau­er: Hat Staats­se­kre­tär Krö­mer das Par­la­ment be­lo­gen?   #

ab­sur­de pos­se um chris­to­pher lau­er und in­nen­staats­se­kre­tär bernd krö­mer. kom­mu­ni­ka­ti­on scheint nicht ge­ra­de die stär­ke der ber­li­ner stadt­re­gie­rung zu sein.


in­stant ever­y­whe­re

felix schwenzel in notiert

was vor ei­nem jahr mi­cha­el han­feld in der FAZ pas­sier­te, die funk­ti­on von face­books in­stant ar­tic­les nicht rich­tig zu ver­ste­hen, pas­sier­te jetzt auch john herr­man in der new york times:

A new out­let, cal­led Cir­cuit Brea­k­er, will be­gin pu­bli­shing on Mon­day, pri­ma­ri­ly as a Face­book page, not a se­pa­ra­te web­site, a first for Vox Me­dia.

na­tür­lich hat auch cir­cuit brea­k­er eine ei­ge­ne web­sei­te, denn ohne ei­ge­ne web­site, gibt’s auch kei­ne in­stant ar­tic­les.

ich habe das schon öf­ter er­klärt, dies­mal las­se ich es dave wi­ner er­klä­ren:

When you vi­sit their page on Face­book in a web brow­ser, you see the nor­mal kind of link. A title, and a short de­scrip­ti­on lin­king to the Vox web­site.

But when you vi­sit the item on a mo­bi­le de­vice, in­s­tead you see a link to a page tha­t's hos­ted by Face­book, with the In­stant Ar­tic­le ren­de­ring.

der witz an in­stant ar­tic­les ist im prin­zip das mo­der­ne jour­na­lis­mus-mot­to, dass un­ter an­de­rem sprin­ger vor ner wei­le mal aus­ge­ru­fen hat lau­tet: mo­bi­le first. oder in mei­nen wor­ten: mo­bi­le sei­ten, die ei­nen nicht an­kot­zen.

man könn­te üb­ri­gens auch sa­gen, dass the ver­ge, bzw. vox me­dia mit sei­nem ab­le­ger cir­cuit brea­k­er face­book als news- oder feed­rea­der zu nut­zen ver­sucht. wer auf face­book die cir­cuit brea­k­er sei­te lik­ed und ab und zu ei­nen ih­rer bei­trä­ge, be­kommt re­gel­mäs­sig ci­ruit-brea­k­er-ar­ti­kel in sei­nen face­book-feed ge­spült, die sich auf dem han­dy an­ge­nehm le­sen las­sen.


um die ver­wir­rung kom­plett zu ma­chen: ich glau­be in ein paar mo­na­ten wird face­book in­stant ar­tic­les auch auf ta­blets, lap­tops und schreib­tisch­rech­nern dar­stel­len, sei es im brow­ser oder ei­ner app. die tech­nik da­für hat face­book schon län­ger am lau­fen, un­ge­fähr so lan­ge wie die in­stant ar­tic­les. als die star­te­ten, über­ar­bei­te­te face­book auch das no­ti­zen-fea­ture. mit no­ti­zen konn­te man schon län­ger tex­te in face­book for­ma­tie­ren, mit links aus­stat­ten oder bil­der an­hän­gen. mit der über­ar­bei­tung vor ei­nem jahr, wur­de das nicht nur vi­su­ell ver­bes­sert, son­dern auch tech­nisch per­fek­tio­niert. der ein­zi­ge un­ter­schied zur in­stant-ar­tic­les-funk­ti­on blieb, dass man no­ti­zen nicht über schnitt­stel­len, son­dern aus­schliess­lich ma­nu­ell ein­pfle­gen kann.

ich habe das da­mals mit die­sem ar­ti­kel über das fal­kirk wheel in schott­land aus­pro­biert, und ihn als in face­book no­tiz an­ge­legt. sieht man sich die­se no­tiz mit der face­book app an, er­in­nert sie stark an ei­nen in­stant ar­tic­le.

in der bild­stre­cke oben sind auch streen­shots der mo­bi­len an­sicht ei­ner me­di­um ver­si­on, die ich mit dem sel­ben ar­ti­kel an­ge­legt habe. was auf­fällt: die mo­bi­len ver­sio­nen se­hen alle sehr ähn­lich aus. die ge­stal­tungs­mög­lich­kei­ten für ei­nen han­dy-bild­schirm sind re­la­tiv ein­ge­schränkt, egal ob ich den ar­ti­kel im han­dy-brow­ser an­se­hen, auf wir­res.net, me­di­um.com, face­book.com oder spe­zi­ell ge­r­en­dert in ei­ner app. ich mag alle va­ri­an­ten, aber die an­sicht in der face­book app ganz be­son­ders, vor al­lem weil sie eine äus­serst an­ge­neh­me hap­tik hat; scrollt sich gut, die bil­der ver­grös­sern sich an­ge­nehm, al­les ist gut les­bar und vor al­lem: al­les ist schnell!

gute les­bar­keit ist mitt­ler­wei­le die grund­vorraus­set­zung für eine web­site, le­ser er­war­ten das als min­dest­ent­ge­gen­kom­men. ge­schwin­dig­keit wird aber bald eben­so er­war­tet — wer die nicht lie­fert, wird mo­bi­le le­ser ver­lie­ren, wie alle, die kei­ne an­stän­di­ge mo­bi­le an­sicht ih­rer ar­ti­kel und in­hal­te an­bie­ten.


das glei­che gilt im prin­zip auch für desk­top- oder ta­blet-an­sich­ten. auch hier wer­den ge­schwin­dig­keit, les­bar­keit und an­ge­neh­me ge­stal­tung im­mer wich­ti­ger. und auch hier hat face­book mit sei­nen no­ti­zen be­reits die tech­ni­schen vorraus­set­zun­gen pa­rat. so sieht der fall­kirk-wheel-ar­ti­kel als no­tiz auf face­book.com auf ei­nem desk­top/lap­top-brow­ser aus.

im brow­ser lädt die no­tiz in et­was über ei­ner se­kun­de, was nur knapp et­was mehr ist als bei der ex­trem op­ti­mier­ten AMP-an­sicht des ar­ti­kels. die me­di­um.com-va­ri­an­te be­nö­tigt fast drei se­kun­den um zu la­den. ich gehe da­von aus, dass face­book ins­ge­samt sehr viel mühe in schnel­le aus­lie­fe­rung per brow­ser steckt, aber die­ses bei­spiel zeigt, dass face­book hier ein­deu­tig bes­ser ist, als me­di­um (ob­wohl fac­book die sei­te als 2,6 MB-bro­cken aus­lie­fert und me­di­um die sei­te auf 1,1 MB op­ti­miert hat).

in der bild­stre­cke oben sind auch noch screen­shots der me­di­um.com- und wir­res.net-an­sicht im desk­top-brow­ser. auf dem desk­top ist ge­schwin­dig­keit noch nicht ganz so wich­tig wie mo­bil, was aber für pu­bli­zis­ten min­des­tens ge­nau­so wich­tig ist, ist die reich­wei­te. die kann face­book (na­tür­lich) auch im desk­top-brow­ser lie­fern, so­gar ohne gross­ar­ti­ges such­ma­schi­nen­op­ti­mie­ren.

des­halb kann ich mir gut vor­stel­len, dass face­book das ak­ti­ons­feld der in­stant ar­tic­les auch bald auf den desk­top aus­wei­tet. der be­darf ist auf pu­blisher­sei­te da, wie me­di­um das ge­ra­de zeigt. für die pu­blisher springt bei dem deal reich­wei­te raus, für le­ser kom­fort und für die platt­form-an­bie­ter ge­stei­ger­te at­trak­ti­vi­tät und län­ge­re ver­weil­dau­er in ih­rem café gar­ten auf ih­ren web­sites.

(huch, da ist sie wie­der, die café-me­ta­pher: agie­ren platt­for­men wie face­book wie café-be­trei­ber, die zei­tun­gen für ihre gäs­te aus­le­gen, oder knei­pen­be­sit­zer die pay-tv-sen­der lau­fen las­sen, um ihre gäs­te zum län­ge­ren ver­wei­len ein­zu­la­den?)

lang­fris­tig wer­den ei­ge­ne, se­pa­ra­te web­sei­ten dann wohl wirk­lich an sicht­bar­keit und re­le­vanz ver­lie­ren und con­tent ma­nage­ment sys­te­me mehr und mehr zu er­fas­sungs- und syn­di­ka­ti­ons­werk­zeu­gen wer­den — die ei­ge­ne web­site als fall­back, ein not­fall­ersatz, die man dann auch bei­na­he ab­schal­ten könn­te.

ich bin noch nicht ganz si­cher, wie ich das fin­de. ich per­sön­lich blei­be wohl bei mei­ner be­kann­ten hal­tung: ich schrei­be so viel wie mög­lich auf mei­ner ei­ge­nen web­site, pu­she aber so viel wie mög­lich, so­lan­ge es sinn­voll ist oder le­ser in­ter­es­siert, in an­de­re netz­wer­ke oder web­sites.


bo­nes s11e12 (the mur­der of the me­ni­nist)

felix schwenzel in gesehen

die fol­ge hat mir mal wie­der ge­zeigt wie gräss­lich bo­nes ge­wor­den ist — oder mög­li­cher­wei­se schon im­mer war. vor ein paar jah­ren, als ich brea­king bad bin­ge-ge­se­hen habe, habe ich bo­nes als an­ti­dot be­nutzt: bo­nes war be­re­chen­bar, jede fol­ge in sich ab­ge­schlos­sen, we­nig auf­re­gend und be­re­chen­bar. als ich brea­king bad ge­guckt habe hat mir das ge­hol­fen. jetzt nervts.

ganz schlimm da­ne­ben ging in die­ser fol­ge das bas­hing von ra­di­ka­len mas­ku­li­nis­ten. das war al­les so ab­surd über­zeich­net, dass es kei­nen der zu­schau­er ver­let­zen oder gar nach­denk­lich ma­chen könn­te. vor al­lem ist es das ge­gen­teil von stel­lung be­zie­hen. ei­gent­lich geht es der se­rie eh nur nur ums ver­wurs­ten von the­men die die au­toren im in­ter­net auf­pi­cken oder auf der stras­se fin­den — in die­ser fol­ge nicht nur im­pli­zit, son­dern auch ex­pli­zit.

das war de­fi­ni­tiv mei­ne letz­te fol­ge bo­nes — ever!


un­bre­aka­ble kim­my schmidt s02

felix schwenzel in gesehen

ich habe es an­der­t­alb fol­gen lang pro­biert, aber ob­wohl ich die ers­te staf­fel sehr ger­ne ge­se­hen habe, hal­te ich die zwei­te staf­fel nicht mehr aus. ich fin­de un­bre­aka­ble kim­my schmidt ex­trem an­stren­gend und sehr un­wit­zig. gleich­zei­tig fin­de ich das sehr scha­de, denn das co­ver­bild der ers­ten fol­ge, dass mir auf net­flix.com ap­pe­tit auf die ers­te fol­ge ma­chen soll­te, fand ich echt wit­zig.

auch dass gleich am an­fang ein ka­cka-pipi-witz kam, der ei­gent­lich ein rülps­witz war, fand ich er­freu­lich. aber da­nach kam nichts mehr, was mich be­rührt, in­ter­es­siert oder un­ter­hal­ten wür­de.