tilo bonow, presseprecher von jamba! dessen private homepage unorganisiert, undifferenziert und vom niveau her sehr flach aussieht, bespricht auch individuell wünsche bezüglich stimmlage, artikulation und tempo.
das macht er allerdings nicht als jamba!-pressesprecher, sondern als „moderator sprecher“ (whatever that is). auf seiner moderatoren-homepage steht, er habe auch werbespots für jamba gesprochen.
ob er auch klingeltöne moderiert spricht? den bekloppten frosch? den besoffenen weihnachtsmann oder elch? die „jamba! ratte“? ix weiss es nicht.
meinen rss-feed, zumindest den grossteil, habe ich ja bekanntlich (wie moe) zu feedburner ausgelagert. das spart traffic und zaubert einen premium-feed zusammen. und eine überraschende statistik. so gibt es ca. 200-280 tägliche leser („circulation“). gestern gabs auch einen clickthrough-rekord. dieser eintrag aus dem linkdump „bild.de: Die perfekte Vagina (für 2000 euro) [del.icio.us]“ hat innerhalb von weniger als 24 stunden 55 clickthroughs bekommen.
was lernen wir daraus? wenn man traffic auf sein blog bekommen möchte entweder über den menschlichen unterleib schreiben (bevorzugt den weiblichen) oder blog(selbst)reflexion betreiben, über das blogdings schreiben.
und wer sich beschimpfen lassen will schreibt klein über tote tiere.
weitere termini die in den kommentaren abgesondert werden versuche ich irgendwann, irgendwie alphabetisch einzusortieren, nach gutdünken.
abmeyern: von webloggern t-shirts geschenkt bekommen und sich nicht bedanken oder zurückmelden abscheuern: wein trinken, wein predigen alfonsen: dicke lippe riskieren altfurzen: mit seinem alter kokettieren und das mit mp3-links in zusammenhang bringen beckern: nach 10 minuten unterhaltung aufstehen und laut ausrufen „ich langweile mich“, auch siggibeckern beuteln: köln hassen boingboingen: am eigenen erfolg fast ersticken bovern: rumeiern, rumzeugen, rumschleimen, rumerbsen (anke) buschheuern: tagebloggen bis zum gnadenlosesten detail (anoalice) dahl-mann: mann der knutschen will dahlmannig: münchhausig (frei nach dave-kay) davekayen: über die identität von bloggern spekulieren doocen: den job wegen der eigenen webseite/blogg verlieren effesszehkahloggen: ständig neue apple infos produzieren (lumma.de) elfengleichen: webseiten sezieren und anprangern ellen: über schuhe schreiben ellenlang: viel über schuhe schreiben emilig: exakt der richtige beat drin (anke) fabern: sonntags zuerst zurück, dann nach vorne blicken fragmenten: immer nur die negativen aspekte bloggen, egal von was (anoalice) gebrünjet: der praktikant hat ein schöneres weblog als der (ex-) chef grönern: synonym für ins kino gehen und wasserhaltige menschen zu lieben haikohebiggen: maximal ein bild pro tag posten (lumma.de) hebigen: sehr, sehr grossen wert auf den unterschied zwischen „ei“ und „ai“ legen ilummanieren: übermässig viele bahnhofs-, flughafen und dönerfotos mobloggen ivys: (zwei) erigierte brustwarzen ixen: konsequent alles falsch schreiben, auch (texte) wixen oder dipl.ixen jambashing: mögliche folge vom spreeblicken, führt zu blogstats-explosionen und interviews durch den pr-blogger (frei nach lumma.de) julieen: kinder nummerieren joschuaig: auf unerklärliche weise, eigentümlich faszinierend kalt-speisen: häufig schlecht gelaunt ICE fahren kanteln: jemandem den tag machen kanteln: cut & paste-blogging ohne wirklichen permalink (lumma.de) kathleenen: ständig am layout herumbasteln und damit die leser verwirren (frei nach kathleen), auch ortegen karlen: zwanghaft das letzte Wort haben wollen (karl) lummern: andere blogger analysieren (dave-kay) lusen: auf bloggertreffen begrüsst werden mit „duuuu bist luuuu?“, auch lunalusen lyssieren: sich mit irren auskennen und darüber zu schreiben was zur folge hat noch mehr irre kennenzulernen meyern: dinge (€) in den arsch blasen lassen. mit majo: gut recherchiert, gut geschrieben, leicht reizbar moeen: überwachungskameras fotografieren und anprangern moegeln: inhalte anderer blogger im print zitieren (frei nach don alfonso), sehr unbeliebt, deshalb nicht zu verwechseln mit „moegig“ (beliebt) ninjaturkeln: hämisches rumsticheln in den kommentaren (karl) praschln: sich komische topics ausdenken und davon ganz viele preideln: anderes wort für photoshoppen, auch photoshop erklären randowen: 24h stunden lang zweizeiler (mo)bloggen (frei nach lumma.de) roellen: aus einem blog 6 machen ronsensen: wildes loskommentieren von besuchern, die über suchmaschinen ins weblog kommen (siehe auch funkenfeuer) ronsensig: vogelnestig, tritt bei haaren auf scheuern: unbescheiden und oft eigenlob absondern und bei geringfügiger kritik überlaufen schulten: content und kommentar verwechseln, siehe auch moegeln schwenzeln: wenig ficken und auch nicht über den fickstatus schreiben sebasen: frauen nach ihren tätigkeiten benennen, auch bloggerinnen und commentatorinnen ausnahmslos um den flirtfinger wickeln (anoalice) sixtussen: sehr viel alt trinken können spreeblicken: mal für alle verständlich was aufmalen (lumma.de) svenken: ivys malen zeichnen, auch wörterbücher verwursten suben: frauen „zerstör“ im imperativ sagen lassen tutschig: rätselhaft (anke) vettern: langweiliges interessant darstellen vowen: alles validiert, auch das auto yvonnesonnen: ausschließlich über sich selbst bloggen (anoalice)
gestern habe ich einen leserbrief im kölner stadtanzeiger gelesen, der sich auf einen artikel vom radikalanal meisner am 27.12 im kölner stadtanzeiger bezog. meisner forderte in seinem artikel politiker auf sich öffentlich betend zu zeigen. prof. dr. egbert brieskorn aus eitdorf schrieb daraufhin in einem leserbrief:
[…] Er schließt, nach einem Hinweis auf die Fernsehsendungen von Herrn Biolek und Frau Christiansen, mit dem Satz: „Wie wichtig wäre es aber, Politiker auch einmal öffentlich beten zu sehen.“ Allerdings lesen wir in der Heiligen Schrift, an der Stelle, an welcher Jesus die Jünger das Vaterunser lehrt,Matthäus 6, Vers 5 und 6: „Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler, die da gerne stehen und beten in den Schulen and an den Ecken und Gassen, auf dass sie von den Leuten gesehen werden.“So steht es jedenfalls in der Bibelübersetzung von Martin Luther. […]
(hervorhebung von mir) schönes beispiel dafür, wie das buch auf das sich schmierige chefredakteure und radikalanale ständig beziehen sie eigentlich anprangert und blossstellt als bigotte und heuchlerische eierköppe.
was die leute bloss an den grossbuchstaben finden?
zum thema kleinschreibung gibts auch einen ganz interessanten wikipedia-artikel mit weiterführenden links, darin wird unter anderem jacob grimm zitiert (1854):
den gleichverwerflichen misbrauch groszer buchstaben für das substantivum, der unserer pedantischen unart gipfel heißsen kann, habe ich [...] abgeschüttelt.
darüber zu streiten fände ix müssig, recht- oder „richtig“-schreibung kann man sich anderswo abholen, ich schreibe sogar dauerndnamen falsch. und grossbuchstaben gibts hier nur, wenn es dem witz dient. (ob ich dafür das ausgelobte döner/essen bekomme?)
der mann sagt es störe ihn dass ein behinderter vor ihm steht und versucht sich nachdem er merkt dass die verbal abgesonderte arroganz nicht gut ankommt mit dem fairness-argument rauszureden? ich sag mal „ruhig brauner. hoo. ruuuuhig. pssst.“
[nachtrag 4.1., 18:17] mittlerweile steht auf stadlers webseite nicht mehr der text oben, sondern folgender:
so richtig überzeugend hört sich das nicht an, aber mittlerweile kann man fast mitleid mit stadler bekommen, denn welcher sportler macht denn schon kurse für rhetorik und anständiges benehmen mit, gerade wenn er sich 17 jahre lang den arsch aufreibt?
aber wer seine ellenbogen allzu heftig benutzt um nach vorne zu kommen (unbedingter siegeswillen), darf sich über schrammen und wunden am ellenbogen nicht beschweren und rumheulen sein ellenbogen sei aus dem zusammenhang gerissen worden.
wir kamen gerade zurück von einer lieferung, nichts grosses, nur ein glastischchen und ein stuhl, glaube ich. weil kein anderer wagen frei war, nahmen wir trotz der kleinen lieferung den grossen 4,5 tonnen „koffer“, ein riesiger, dreieinhalb meter hoher möbelwagen, den man gerade noch mit PKW-führerschein fahren konnte. ich mochte den wagen, weil er so einfach und simpel wie ein UPS-wagen war. eine bescheidene fahrerkabine für 3 mann, ein startknopf und ein stop-knopf (den man sehr kräfig drücken musste), ein einfaches getriebe und hinten einfach extrem viel platz mit dünnem blech umschlossen. der wagen war so gross, er fasste einen ganzen messestand. aufgabe der firma in der ich meine schreinerlehre gemacht hatte war, den stand zu lagern und einmal im jahr nach frankfurt zu fahren und dort aufzubauen. der 4,5-tonner wog dann glaube ich weit mehr als 4,5 tonnen, ein geselle und zwei lehrlinge fuhren den überladenen wagen, der sich wie ein kleintransporter fuhr, mit durchschnittlich 120 km/h nach frankfurt, bauten den stand auf und 4 tage später wieder ab. eine lustige tour die ich immer sehr gerne machte weil es auf der rückfahrt imme ein vom chef bezahltes essen gab.
mittlerweile war ich aber fertig mit meiner lehre und machte ab und zu kleine lieferungen für die ich einen lehrling mitnehmen konnte, zum schleppen. diesmal hatte ich sabine* dabei und wir kamen, wie gesagt, gerade von einer lieferung zurück. wir waren noch ein dorf von borschemich# entfernt als mir direkt hinter dem ortseingang von keyenberg# eine sehr schnelle katze den weg kreuzte. ich fing folgenden satz an zu denken: „schade. die katze hab ich nicht erwischt, war aber knapp.“ — konnte den satz aber nicht zuende denken, denn ungefähr bei „hab“ hob sich das rechte vorderrad leicht (ratong), kurz danach das rechte hinterrad (ratong) — ich war über etwas gefahren und hielt deshalb sicherheitshalber an. sabine und ich stiegen aus und gingen die strasse zurück. auf der strasse lag ein schäferhund, aus einer hofeinfahrt lief eine schreiende frau. ich betrachtete den schäferhund der mir bei seiner katzenjagd direkt vor das rechte vorderrad gelaufen sein musste. ein relativ junges tier, er lebte noch, ein kleines bisschen. sabine, das ziemlich kräftige und laute „lehrmädchen“ das ich zum schleppen mitnehmen durfte sagte ihr sei schlecht. als sie den satz beendet hatte fiel sie um und in ohnmacht. da ich sowohl kräftig als auch reaktionsschnell bin, konnte ich sie relativ gut auffangen und sanft auf den boden legen. der hund war mittlerweile gestorben, was man daran sah, dass er jetzt in einer urin-pfütze neben einer hundekackwurst lag die vorher noch nicht da waren. jetzt hörte ich auch die frau die aus der hoifeinfahrt gerannt kam: sie kniete vor ihrem hund und klagte lauthals: „mein kind ist tot, mein kind ist tot.“ dieser dumme spruch, ein LKW-ähnlicher lieferwagen, das auf dem boden liegende „lehrmädchen“ und ich — ein grosser, langhaariger, unrasierter schreiner — alarmierten offenbar die aufmerksamkeit der dorfgemeinschaft, die innerhalb kürzester zeit sowohl zusammenlief als auch diverse rettungs- und notrufnummern wählte.
keine 5 minuten nachdem ich den jagenden hund überfahren hatte, waren wir also von mindestens 30 dorfbewohnern, einem polizeiauto, einem krankenwagen und einem notarztwagen umgeben. da die krankenwagenmanschaft nicht umsonst gekommen sein wollte, zwangen sie die mittlerweile wieder auf ihren beinen stehende sabine sich zum puls und blutdruck messen in den krankenwagen zu legen. der notarzt fuhr wieder ab, ebenso die polizei, nachdem sie mich gefragt hatten ob am wagen etwas beschädigt sei. das war nicht der fall, noch nichteinmal blut befand sich an den reifen. die sanitäter entliessen sabine auch wieder bevor sie abfuhren.
die hundebesitzerin die ihren hund offenbar nicht vom katzenjagen und blöd auf die strasse laufen abhalten konnte beklagte weiter lauthals den tod ihres „kindes“. ich musste an die beerdigung meiner freundin nele denken, die gerade 4 wochen her war und auf der keiner geschrieen hatte. um den hund der mir vor das rechte vorderrad gelaufen war tat es mir tatsächlich ein bisschen leid, die besitzerin fand ich einfach nur saudoof. wir fuhren weiter nach borschemich und tranken dort vorm weiterschreinern erstmal nen kaffee.
nachtrag zu gestern, ich hab eben mal gegoogelt und gefeedstert und geblogg.deert, aber keiner hat davon geschrieben. wovon? also ich hab um 23:48h eine sms von der absenderadresse „2004“ bekommen mit folgendem wortlaut:
für mich reicht es bis gerade jetzt und hier. abschiedsgruss von 2004
um 23:58 kam dann von der absenderadresse „2005“ eine sms:
hebt man den blick, so sieht man keien grenzen. das glück kommt! 2005!
ich hab keine ahnung was das soll. ist das lustig? tiefsinnig? werbung? für was? warum? ach egal.
das jahr 2004 hat sich bei mir um 5 vor 12 per sms verabschiedet, das jahr 2005 um kurz nach 12 per sms vorgestellt. wahrscheinlich bin ich nicht der einzige der als zielgruppe erkannt wurde und von irgendeinem guerilla-marketeer gesmspammt wurde.
egal, was ich sagen wollte, jedem der das liest wünsche ix ein (gutes) neues jahr. allen anderen auch. und jetzt erstmal gute nacht.
abgesehen davon, dass es heute ein besucherschwacher tag ist, überrascht mich meine zugriffs statistik doch immer wieder. um 11, 12, 14 und 15 uhr kamen jeweisl genau 41 besucher. respekt liebe besucher, wie kriegt ihr sowas bloss immer hin?
man lernt nie aus. die amis sagen „plumber‘s butt“, wenn die arschritze wegen vorbeugens oder in zu knappen hosen sitzen sichtbar wird. wie beim adipösen klempner der vorbeugend den abfluss kontrolliert.
wie kann man so blöd sein, einen kommentar in einem blog dem betreiber des blogs zuzuordnen? karsten schulte („erfahrener blogger“) ist da offenbar schmerzfrei. und gefragt wird von der news-frankfurt offenbar vor veröffentlichung auch nicht mehr. naja. die sache erledigt sich ja eh bald von selbst, oder kann man von 5000 lesern und 1000 abos leben?
[nachtrag: im „newsblog“ wurde der swr gelöscht (die überschrift stammt weiterhin aus dem angeblichen swr-zitat), ziemlich flott, 14-20 stunden nach bekanntwerden, hier, im verfickten, lieblosen „epaper“ natürlich noch nicht]