möbelhäuser haben es nicht leicht. wahrscheinlich. also die verkäufer oben ohne verkaufen lassen. ich weiss nicht ob das ne gute idee ist. prospekt der firma innova im tagesspiegel vom 06.09.2004:
ohne wenn und aber - ausgezogene preise bis auf die … nackte haut! deshalb grosser oben ohne verkauf (männer u. frauen) unsere oben-ohne-teams empfangen sie gern vom 06. - 07. september in allen berlinerINNOVA-filialen und kleinmachnow
der tagesspiegel berichtet über „die geschichtenmacher“ von der bild-„zeituning“ (ups, typo). fazit: bild ist am ende, chefredakteur diekmann und unterhaltungschef martin heidemanns sind gescheitert:
springer scheint die schwächen von „bild“ erkannt zu haben. sowohl, was die politik der berichterstattung als auch die redaktionelle qualität angeht. diekmanns stellvertreter walter mayer hat im auftrag des vorstandschefs gerade die junge, handliche boulevardzeitung „neue“ entwickelt. „bild“ sucht zudem journalisten für das unterhaltungsresort, was sich als äusserst schwierig erweist.
das unterhaltungsressort der bild habe offensichtlich gerade zu den jungen, erfolgreichen künstlern den zugang verloren und müsse „oft“ aus anderen medien zitieren.
ausserdem das übliche und bekannte: bild erpresst, fälscht (ob aus mangelnder journalistischer sorgfalt oder bösem willen sei hier offengelassen) und verwechselt journalismus ständig mit marketing und werbung für freunde, verwandte und seilschaften.
als eins von vielen beispielen für den bild-erpressungs-journalismus führt der tagesspiegel das beispiel charlotte roche an. wenige wochen nachdem drei brüder von charlotte roche bei einem unfall ums leben kamen ruft „jemand“ von der bild redaktion bei ihr an:
der journalist habe gesagt: „entweder du gibst uns ein interview, oder wir machen eine geschichte, die nicht gut ist für dich. in der art »so tief ist ihre trauer«, daneben eine lachende charlotte roche“. sie bleibt eisern, schweigt und hat glück: „bild“ hat geblufft, das foto als druckmittel benutzt, es aber nicht veröffentlicht. „die haben mich eisenhart erpresst“, sagt roche im frühjahr dem magazin „big ulysses“.
wie von mir bereits mehrfach vermutet, nach dem goldenen bären an sibel kekilli, wurden die räume der bild-redaktion ihrer ursprünglichen bestimmung übergeben: dem sichten von pornos.
[...] „bild“-redakteure erinnern sich, wie die kollegen fast täglich neues fotomaterial aus den pornofilmen sichteten und immer hungriger darauf wurden, die geschichte auszuschlachten. kekilli verweigerte „bild“ ein interview und riskierte damit, dass die zeitung ihren vater und ihre schwester befragete. der „frankfurter allgemeinen sonntagszeitung“ sagte sie: „ich lass mich ganz bestimmt nicht von denen erpressen“.
auch die beiden sprechenden mülleimer, kerner und beckmann, profitieren von bild — und umgekehrt: nicht selten werden informationen vorab an die bild-„zeitung“ weitergereicht, die dann auflage und einschaltquoten boosten. besonders krass bei kerner, dessen redaktionsleiter markus heidemann der jüngere bruder des bild-unterhaltungs-cheft martin heidemann ist.
springer-sprecher oliver santen sagt dazu nur: „die unterstellungen des tagesspeigels gegenüber »bild« sind so haarsträubend, dass sich darauf eine antwort verbietet. genauso wie beim tagesspiegel sind dies auch für »bild« keine üblichen arbeitsmethoden.“ keine üblichen? wohl nur in ausnahmen. und die bestätigen sich in der regel. oder so. quasi.
auch ins schwarze treffend:
am liebsten berichtet „bild“ über seitensprünge, beleidigungen, betrügereien, prügeleien, krankheiten, aufgespritzte lippen und vergrösserte busen. dazu zeigt sie bevorzugt fotos mit viel nacktem fleisch — mal vorteilhaft zur schau gestellt, mal unvorteilhaft, am liebsten aber von hinten.
ich probier das mal. ne woche lang. mal gucken was passiert. wenn genug gemeckert wird schalte ich das wieder ab. wenn genug reinkommt zahl ich davon meinen kaffee oder die hostingkosten.
schaun ma mal.
[nachtrag] nachdem ichs gestern deaktiviert hatte, aktivier ich jetzt nochmal ohne rahmen um die google anzeige. das lasse ich nochmal bis zum wochenende laufen (falls das ausser hans noch jemanden interessiert).
das fachblatt für bigotterie übertrifft sich mal wieder selbst. im november 2003 berichtet die bild-„zeitung“ michael jackson vater joe jackson habe michael jackson als kind „ausgepeitscht“ und fragt ob ihm sein vater „etwa den gesunden Menschenverstand ausgeprügelt“ habe. ausserdem berichtet bild, michael müsse sich bis heute vor angst übergeben wenn er seinen vater treffe. joe jackson habe das bestätigt: „Das ist richtig. Der kotzt auch auf dem Weg zur Bank.“ bild kommentiert: „Worte eines liebevollen Vaters – sie hören sich anders an.“
jetzt darf joe jackson „exklusiv“ in bild „erzählen“ und seine weiche seite zeigen: „Jedenfalls war und ist Lisa Marie die große Liebe in Michaels Leben. Wenn ich an die beiden denke, muss ich immer lächeln. Ihre Liebe wärmte mein Herz.“
lesen sie am montag in bild wie man kinder mit dem gürtel züchtigt, exklusiv, von joe jackson.
also ich find das amüsant. kann man mal lesen. und immerhin hat er ja auch mal dem raab aufs maul gehauen. allein dafür sollte man ihn sympathisch finden. was auch immer man von seiner musik hält, solche formulierungen drücken doch zumindest respekt vor den fans aus.
Ihr Geilen! Herzlichen Dank für Euren Support und Eure Meinungen zur 2ten Single. Ich bin jetzt wirklich schlauer :o). Es ist sehr erbauend zu sehen wie viele Menschen an dem Shitz teilhaben. Noch erbauender ist allerdings die Intensität in der der Shitz offensichtlich im Leben des einen oder anderen Mitmenschen ist. Danke dafür, es gibt unserer Arbeit echt einfach einen höheren Sinn.
Das flauschige Ausfransen der Farbfelder trifft auf ein psychedelisch sensibilisiertes Lounge-Publikum. Beeindruckte junge Pärchen. Ein heterogenes Publikum: alt und jung, gebildet und eventkulturgeil, eingeweiht und - ja, auch der gute alte Banause ist noch da. Es ist ein gut gekleideter Mittdreißiger und er fühlt sich "verarscht". Das erste monochrome Bild seines Lebens.
am ende des artikels wirds wieder, wie man es von diederichsen kennt, etwas zäh zu lesen. und dass cicero texte online stellt wusst eich auch nicht. man lernt nie aus.
ich habe mir vor 15 jahren mal 10 alte plastik-telefonhörer bei conrad elektronik bestellt. ich war nach dem besuch der frankfurter konsumgüter-messe der meinung mir ein stand-telefon selbst bauen zu müssen. sowas hatte ich auf der messe gesehen und wollte es auch haben. so nen scheiss zu kaufen kam nicht in frage, selbst bauen dann aber irgendwie auch nicht, faulheit. lustlosigkeit, fehlende sinnhaftigkeit.
da sass ich nun, mit zehn telefonhörern. dann kam mir die idee einen telefonhörer ins auto einzubauen. ein telefonhörer mit spiralkabel auf der amaturenablage verlieh selbst meinem rostigen mitsubishi-lancer ein wenig kojak-flair. damals hatte ja nur jeder 100ste italiener ein koffer-mobiltelefon, von denen 80% wahrscheinlich ähnliche fakes waren wie mein „autotelefon“.
als mein kumpel k@rpfen und ich damals in den skiurlaub fuhren, montierten wir noch einen zweiten hörer in die amaturen. das sah noch beeindruckender aus. so beeindruckend, dass uns eine autobahnstreife mitten aus dem verkehr angelte und fragte was wir mit den telefonen machen würden. voller respekt vor dem gewaltmonopol vor mir sagte ich die wahrheit: „spielen.“ der polizist blieb neugierig: „was spielen sie denn damit?“ „telefonieren.“ „achso. na dann gute fahrt.“
gestern habe ich überlegt, ob ich mir mal ein bluetooth headset rauslassen sollte. praktisch is sowas ja. ich bekomme nämlich nach 20 minuten am telefon müde arme, zuviel fett am oberarm. da, dachte ich, wäre so ein kabelloses headset ne dolle sache. obwohl es krank aussieht. so ZDFfernsehgartig, aussen-wetten-dassig. ich habs dann auch wegen den phantasievollen preisen gelassen.
heute sehe ich das hier und das hier. alte telefonhörer als „headset“ fürs mobiltelefon. sehr geil. ich stehe kurz vor der anschaffung.
gestern ging diese maoam-porno-ente durch den deutschen blätterwald und das blogdings. bis zu ananova hat es die ichwärgerneinestory gemacht. leider hatte boingboing die story ungeprüft von ananova übernommen. aber boingboing ist ja ein weblog, da kann man flott mal die mail hinschicken und schon gibts ein update, ne korrektur, natürlich auch ungeprüft. und jetzt sind ix und das bildblog auf boingboing verlinkt. da hagelts demnext wieder mal pagerank.
darf man das, ein buch rezensieren was man noch nicht ganz gelesen hat und das auch noch unter alkoholeinfluss? ich denke schon:
nie selten bin ich so gerne u-bahn gefahren wie eben; vom görlitzer bahnhof über das gleisdreieck zur schönhauser allee. ich hatte das blogs!-buch dabei und wäre fast bis zur endhaltestelle durchgefahren um weiter im buche lesen zu können. und wieder zurück. ich war nur zu müde.
das buch ist wunderbar, es funktioniert. es funktioniert nonlinear, es funktioniert linear. man kann es aufschlagen und einzelne einträge lesen, man kann es durchsurfenblättern, quer oder gerade, wie man mag. es funktioniert sogar im geschlossenen zustand, man hat ein gutes gefühl wenn es einem auf dem schoss liegt. vor allem funktioniert es aber weil es einem die lust am lesen, die lust am schreiben, die lust am text wiederschenkt. neidisch bin ich nicht nur, weil ich nicht an diesem buch beteiligt bin, sondern weil die paar texte die ich bis jetzt (wieder) gelesen habe so geil sind - und machen. dieses buch hat soviel mit dem internet zu tun wie berlin mit liebe. nämlich gar nichts und doch alles. ohne internet, ohne dieses blogdings wäre das buch viellicht nicht möglich gewesen, und doch ist es eine ganz klassische textsammlung von hervorragenden texten - und autoren - wie es sie seit der erfindung des buchdrucks gibt (oder geben sollte). internet hin. blogs her.
ich lese darin zum teil texte die ich schon online gelesen habe, aber sie wirken im buch anders. unmittelbarer, glaubhafter, sorgfältiger, gesetzter. ich weiss es nicht. die filmkritik von „punch-drunk love“ von anke gröner liess mich, als ich sie online las, die DVD ausleihen, als ich sie im buch las, trieb sie mir tränen in die augen; anke gröner skizziert den film nach und bewirft mich zärtlich mit der essenz, den ingredienzien des films, so dass mich der film, die bilder des films erneut bewegen, der film in der u-bahn wiederaufersteht.
von dirk hesse werden genau die texte aus dem archiv gezerrt die es sich dort besonders gemütlich gemacht hattten und von meiner oberflächlichen art weblogs (online) zu konsumieren nie mein auge erreicht hätten, allein „menschen, märkte, sensationen“ rechtfertigt den kauf des buches. ich könnte weiter lobhuddeln und hätte viele weitere gute gründe dafür, ich bin jetzt aber wirklich zu müde (und getrunken habe ich auch, merkt man das?) und freue mich aufs u-bahn fahren morgen.
eins noch. das buch sollte man sofort kaufen, lesen oder verschenken kann man es aber auch noch guten gewissens zu weihnachten, ja selbst zu weihnachten 2005 oder 2006, denn die texte sind stark genug diese zeit zu überdauern. sie sind nicht, wie man befürchten könnte, flüchtig, mit verfallsdatum oder aktualitätszwang versehen. das buch wird auch in 2 jahren noch ein gutes buch sein. respekt.
heute mal skype ausprobiert. das ist ja ganz nett und schick, aber die sprachqualität war als ob mein gegenüber in einer vibrierenden, luftdichten konservendose sitzen würde und dabei an einer verschluckten flipperkugel würgen würde. zuerst dachte ich es läuft kraftwerk im iTunes, aber es war nur der dirk via skype. wir haben dann noch ein bisschen im iChat telefoniert, das klang dann auch so wie man das erwartet.
heute nachmittag dann von gunnar, unserem neuen praktikanten/techniker/guten geist erfahren, dass sipgate auch mit xlite funktioniert. now that's a killer. ne kostenlose, bzw. grundgebührfreie festnetznummer die mit einer plattformübergreifenden softwarelösung oder einem hardware sip-telefon funktioniert. netzübergreifend natürlich auch, sprich ip-telefonie ins festnetz, ausland usw zu anständigen preisen.
kürzlich im bus, mir sitzen zwei heranwachsende halbstarke gegenüber. die beiden unterhalten sich über porneaux. der eine meint er habe am wochenende einen gesehen: „die lecken sich da wo man pipi macht.“ der andere ekelt sich: „am rand oder am deckel?“
enkelin geht mit ihrer oma zu karstadt. bikinis kaufen. die enkelin schlägt einen bikini vor. die oma sagt: „nö, das oberteil brauch ich nicht, ich krieg alles in die hose.“
fragebogenausfülltag. der fragebogenausfüllkontrolleur sagt: „das ist doch nicht ihr wirkliches alter.“ die ältere dame sagt: „doch das ist mein richtiges alter, allerdings schon ein paar jahre alt.“
a: „wusstest du, dass man laut neuesten forschungsergebnissen nur ein drittel seine gehirn benutzt?“ b: „und was ist mit dem anderen drittel?“