der ti­tel von HotD staf­fel 3 hat auf deutsch 6 sil­ben („sie­gen oder ster­ben“), wäh­rend er auf eng­lisch 3 hat („win or die“). ver­spricht trotz­dem lang­wei­lig zu wer­den:

‘House of the Dra­gon’ Show­run­ner on Sea­son 3’s Batt­le of the Gul­let: ‘This Se­quence Is Un­li­ke Any­thing That’s Ever Been Done in Te­le­vi­si­on Be­fo­re’

die ge­sich­ter der fi­gu­ren sind so schlecht, dass sie tat­säch­lich hand­ge­malt aus­se­hen — oder gut ge­prom­tet wur­den.

wandbild am s-bahnhof wedding in berlin das werbung für die 3. staffel house of the dragon machen soll, die hauptcharaktere zeigt und handgemalt aussieht

mor­gen­spa­zier­gang 13.06.2026

felix schwenzel in bilder

wie­der mal an der spree ent­lang und durch die gar­ten­sied­lun­gen am ruh­wald. an­ge­nehm un­warm, meis­ten wol­kig be­deckt, ins­ge­samt stan­den am ende 9 ki­lo­me­ter ge­hen auf der uhr.

blick auf das heizkraftwerk reuter durch bäume und über die spree

got­ham

blick auf eine bank in einer gartensiedlung auf der eine mit stroh und bumen gefüllte jeans sitzt

stroh­mann

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ko­bol­de und but­ler

felix schwenzel in artikel

vor un­ge­fähr 35 jah­ren wur­de wäh­rend ei­nes strand­ur­laubs un­ser auto auf­ge­bro­chen und ein paar sa­chen dar­aus ge­klaut. so­weit ich mich er­in­ne­re, war nichts wich­ti­ges oder wert­vol­les da­bei, wir hat­ten ja nichts da­mals. aber auch mein adress­buch ver­schwand an die­sem tag und das war sehr schmerz­haft. seit­dem füh­re ich mei­ne adress­bü­cher nur noch red­un­dant, ich habe seit­dem im­mer ein back­up. in den spä­ten acht­zi­ger jah­ren wa­ren das wahr­schein­lich noch pho­to­ko­pien, aber seit­dem ich zu­griff auf ei­nen PC und dru­cker hat­te, führ­te ich mei­ne kon­tak­te mit com­pu­ter­hil­fe. mein mo­bi­les adress­buch be­stand vie­le jah­re aus ge­fal­te­ten, klein be­druck­ten DIN-A4-blät­tern. mei­ne adres­sen er­fass­te ich dann, glau­be ich, mit­te der neun­zi­ger jah­re für den palm-pi­lot erst­mals struk­tu­riert. seit­dem le­ben mei­ne adres­sen in ir­gend­ei­nem com­pu­ter und sind im­mer ir­gend­wo ge­si­chert.

ich hole so weit nach anno da­zu­mal aus, um zu be­grün­den, war­um die ers­ten smart­pho­nes mich von an­fang an be­geis­ter­ten und ich sie tat­säch­lich smart fand. weil vor­her war das mit adres­sen und ter­mi­nen ein­fach mist. man soll­te die filo- oder pa­pier­fa­xen zu de­nen wir da­mals ge­zwun­gen wa­ren nicht ver­herr­li­chen. selbst das pri­mi­tivs­te smart­pho­ne da­mals (bei mir un­ter an­de­rem der palm pre) war um län­gen prak­ti­scher und smar­ter als der vor­he­ri­ge pa­pier­kram.

vor drei­zehn jah­ren schrieb ich, dass smart­pho­nes na­tür­lich nicht im sin­ne von in­tel­li­genz smart sei­en:

mein smart­pho­ne weiss ei­ni­ges über mich: alle mei­ne adres­sen, mei­ne ter­mi­ne, mei­nen auf­ent­halts­ort, mit wem ich te­le­fo­nie­re und schrei­be. na­tür­lich weiss mein te­le­fon das al­les nicht, son­dern es spei­chert die­se da­ten erst­mal nur. der pro­zess, die­se in­for­ma­tio­nen zu ech­tem wis­sen um­zu­wan­deln, steckt noch ziem­lich am an­fang.

mir fiel da­mals auf, dass die­se zen­tra­le ag­gre­ga­ti­on von da­ten (oder di­gi­ta­le sam­mel­wut) ei­gent­lich auch nichts neu­es war. leu­te, die es sich leis­ten konn­ten, hat­ten schon im­mer as­sis­ten­ten oder die­ner, die das für sie er­le­dig­ten.

ein gu­ter but­ler (oder as­sis­tent) soll­te mei­ne kon­tak­te, kor­re­spon­denz-me­ta­da­ten und ter­mi­ne ken­nen, je­der­zeit mei­nen auf­ent­halts­ort so ge­nau wie mög­lich be­stim­men kön­nen und so viel wie mög­lich über mei­ne vor­lie­ben und ab­nei­gun­gen wis­sen. die­se da­ten soll­te sich ein but­ler auch gut mer­ken kön­nen, da­mit ihm das al­les nicht je­den mor­gen neu er­klärt wer­den muss.

mitt­ler­wei­le sind smart­pho­nes und un­se­re an­de­ren di­gi­ta­len hel­fer sehr viel wei­ter als vor 13 jah­ren. wir er­fas­sen und spei­chern noch mehr un­se­rer da­ten auf ih­nen, es fal­len un­men­gen an me­ta­da­ten an und die mög­lich­kei­ten, die­se da­ten mit soft­ware zu ver­knüp­fen, wur­den im lau­fe der jah­re im­mer bes­ser. und jetzt ste­hen alle in den start­lö­chern und wol­len die­sen da­ten­schatz mit künst­li­cher in­tel­li­genz auf­be­rei­ten, ver­knüp­fen und aus­wer­ten. vor­geb­lich zu un­se­rem nut­zen und vor­teil.

da­mals wie heu­te stellt sich vor al­lem die fra­ge der loya­li­tät: ist mein smart­pho­ne loy­al? von but­lern er­war­ten wir nicht nur loya­li­tät, son­dern auch dis­kre­ti­on. im prin­zip er­war­ten wir das auch von un­se­ren di­gi­ta­len as­sis­ten­ten. in den ju­gend­jah­ren un­se­rer smart­pho­nes wur­de die­ses ver­trau­en ge­le­gent­lich ge­bro­chen, wenn man ir­gend­wann er­fuhr, dass bei der an­mel­dung bei ei­nem on­line-dienst auch gleich un­ser adress­buch auf die ser­ver die­ses on­line-diens­tes über­tra­gen wur­de.

mitt­ler­wei­le ha­ben die smart­pho­ne-her­stel­ler an der loya­li­tät ih­rer pro­duk­te und den mög­lich­kei­ten der loya­li­täts­kon­trol­le ge­ar­bei­tet. mo­der­ne smart­pho­nes wei­sen dar­auf hin, wenn frem­de zu­griff auf per­sön­li­che da­ten er­lan­gen wol­len, und fra­gen bei uns nach. teil­wei­se so oft, dass wir uns schon wie­der as­sis­ten­ten wün­schen, die die­se an­fra­gen au­to­ma­tisch und in un­se­rem sinn be­ant­wor­ten wür­den. aber grund­sätz­lich ha­ben die meis­ten men­schen mitt­ler­wei­le ein mit­tel­gut be­grün­de­tes ver­trau­en in die loya­li­tät ih­rer elek­tro­ni­schen hel­fer. bis auf die tat­sa­che, um im bild zu blei­ben, dass die­se hel­fer oder but­ler alle ame­ri­ka­ner sind und des­halb et­was un­be­re­chen­bar sind. aber das ist ein an­de­res pro­blem als das, über das ich ei­gent­lich schrei­ben woll­te.

das pro­blem ist künst­li­che in­tel­li­genz (KI). vie­le men­schen (ich auch) er­hof­fen sich prak­ti­sche vor­tei­le da­von, wenn sie KI-sys­te­men zu­griff auf all ihre da­ten ge­ben. vie­le stöp­seln sich mit open­claw oder an­de­ren pro­gram­mier­knech­ten sys­te­me zu­sam­men, die zu­griff auf all ihre da­ten be­kom­men und auch noch in ih­rem na­men han­deln kön­nen. bild­lich ge­spro­chen ist die tech­no­lo­gi­sche lage mo­men­tan so, als ob sich die stras­sen plötz­lich über­all mit ko­bol­den fül­len, die uns ver­spre­chen, alle mög­li­chen auf­ga­ben für uns zu er­le­di­gen, kos­ten­los güns­tig und schnell. da­mit sie gut für uns ar­bei­ten kön­nen, öff­nen wir nicht nur un­ser haus und un­se­re woh­nungs­tü­ren, son­dern ent­fer­nen oft gleich alle schlös­ser und tü­ren kom­plett, da­mit die ko­bol­de un­ge­stört ar­bei­ten kön­nen.

das ist das gute recht al­ler er­wach­se­nen men­schen, so zu han­deln, und wir wer­den alle sehr viel aus den er­fah­run­gen mit den ko­bol­den ler­nen, was pas­siert wenn sie au­to­nom agie­ren oder wenn sie lai­en­haft mit scrip­ten wie open­claw in­stru­iert wer­den.

ap­ple hat an­fang der wo­che sei­ne vor­stel­lun­gen for­mu­liert, wie die zu­sam­men­ar­beit mit die­sen ko­bol­den aus­se­hen soll. ap­ple sucht die ko­bol­de für uns aus und will sie ri­go­ros auf un­se­ren ap­ple-te­le­fo­nen ein­sper­ren. den schlüs­sel zu den ko­bol­den will ap­ple auf dem ipho­ne nicht aus der hand ge­ben. auf dem mac dür­fen wir nach wie vor ma­chen, was wir wol­len, und be­lie­big ko­bol­de ein­las­sen. auf das ipho­ne dür­fen nur ap­ple-ap­pro­ved ko­bol­de in den da­ten wüh­len.

die ge­setz­ge­ber in der eu­ro­päi­schen uni­on fin­den das nicht gut und mei­nen, dass auch an­de­re ko­bol­de im ipho­ne in da­ten wüh­len dür­fen soll­ten. ap­ple sagt, das gin­ge gar nicht, weil man nur die ei­ge­nen, aus­ge­wähl­ten ame­ri­ka­ni­schen ko­bol­de kon­trol­lie­ren kön­ne. ap­ple sagt (mit ganz an­de­ren wor­ten), dass man die ko­bol­de der­zeit ein­fach ein­mau­ert, um tü­ren, fens­ter, ein­lass- und aus­gangs­kon­trol­len, über­wa­chung und ko­bold-aus­wahl­kri­te­ri­en zu kon­zi­pie­ren und zu bau­en, brau­che man noch min­des­tens 18 mo­na­te.

des­halb gibts jetzt wohl in der EU min­des­tens zwei jah­re lang kei­ne ko­bol­de auf ipho­nes.


ich hät­te ger­ne mit den ap­ple-ko­bol­den auf mei­nem ipho­ne rum­ge­spielt. aber noch lie­ber hät­te ich ein ipho­ne, auf dem ich wie auf mei­nem mac das ma­chen kann, was ich will. ein sys­tem, auf dem ich, wenn ich mal ko­bol­de ein­la­de, ge­nau be­ob­ach­ten kann, was die ko­bol­de ma­chen, und sie je­der­zeit wie­der raus­schm­eis­sen kann oder ih­nen fein­gra­nu­lar be­stimm­te rech­te ge­ben kann, wenn es mir mal ex­pe­ri­men­tier­freu­dig zu­mu­te ist. aber ap­ple will das mo­men­tan nicht auf ipho­nes und ipads ma­chen und wehrt sich mit hän­den und füs­sen und viel schlüpf­ri­ger re­si­li­enz ge­gen ge­set­ze, die das ei­gent­lich so vor­se­hen.


sie­he auch:


am pu­bli­kum vor­bei

felix schwenzel in notiert

ich schrei­be ger­ne am pu­bli­kum vor­bei. also nicht ab­sicht­lich, son­dern weil ich mich sel­ten fra­ge, was könn­te le­sen­de in­ter­es­sie­ren und lie­ber ge­nau das schrei­be was mich ge­ra­de fas­zi­niert, in­ter­es­si­ert oder be­schäf­tigt. ich tei­le ger­ne und hof­fe da­mit im bes­ten fall an­de­re an­zu­re­gen oder dass sie neue per­spek­ti­ven fin­den. ge­le­gent­lich an­de­re auf neue ideen zu brin­gen oder ein klei­nes stück zu be­we­gen, zäh­le ich als er­folgs­er­leb­nis. das ist nicht mess­bar, aber ge­le­gent­lich be­kom­me ich es doch mit und freue mich.

es be­trübt mich aber an­de­rer­seits auch nicht, wenn sich aus­ser mir nie­mand für das gross­ar­ti­ge stan­dard.site-for­mat in­ter­es­si­ert oder wie ich kurz­urls oder wei­ter­lei­tun­gen baue. da über­wiegt viel mehr die selbst­be­frie­di­gung durch neu­fea­tur­e­r­i­tis und neu­gier­be­frie­di­gung.

ge­le­gent­lich scheint es aber doch über­schnei­dun­gen zwi­schen den in­ter­es­sen des pu­bli­kums und mir zu ge­ben, sa­gen mir zu­min­dest mei­ne be­su­cher­zah­len. die­ses re­zept hat in den letz­ten 6 mo­na­ten über 3000 le­sen­de ge­zählt. wer nach spitz­kohl und air­fry­er goo­gelt, fin­det es ganz oben im such­er­geb­nis. wenn man da­von aus­geht, dass goog­le ei­ni­ger­mas­sen weiss wo­nach men­schen su­chen, dann sieht es so aus als ob sich men­schen (laut goog­le) aus­schliess­lich für re­zep­te von mir in­ter­es­sie­ren. ich habe un­ge­fähr 40 re­zep­te und fast alle tau­chen mit be­stimm­ten wort­kom­bi­na­tio­nen ganz weit vor­ne bei goog­le auf.

  • gur­ken­sticks
  • gur­ken­sa­lat mäl­zer
  • spitz­kohl air­fry­er
  • me­lo­nen­sa­lat ot­to­lenghi
  • sti­cky tof­fee fallow
  • rot­kohl fallow
  • schwarz­brot son­nen­blu­men­ker­ne
  • schwarz­brot plötz­blog
  • röst­zwie­bel spa­ghet­ti
  • schnel­ler brok­ko­li do­mi­ni­que woolf
  • schnel­ler brok­ko­li oli­ver
  • bul­gur pi­law ot­to­lenghi
  • bul­gur pi­law
  • ro­sen­kohl-ri­sot­to nach ot­to­lenghi
  • ro­sen­kohl-ri­sot­to ot­to­lenghi

ge­ra­de ges­tern habe ich wie­der ir­gend­wo ge­le­sen, dass die gräss­li­chen lan­gen tex­te die man bei fast al­len in­ter­net-re­zep­ten fin­det, eine such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung sind. glaub ich nicht, aber was goog­le of­fen­bar sehr liebt, sind re­zep­te die mit json-ld und sche­ma.org an­ge­rei­chert sind.

auch wenn das pu­bli­kum und goog­le mich nach mehr re­zep­ten fragt: mach ich nicht. ich schreib wei­ter über lang­wei­li­gen tech­nik kram und die ob­sku­ren din­ge, für die ich mich ge­ra­de zu­fäl­lig in­ter­es­sie­re, log­ge mei­nen me­di­en­kon­sum, den nie­mand wis­sen will und pro­du­zie­re hin­ter­grund­rau­schen, das nie­mand sieht.


kurz­urls, blues­ky2wir­re­s­urls, gts2wir­re­s­urls

felix schwenzel in über wirres

ges­tern bin ich über eine idee von aa­ron pare­cki im in­di­web-wiki ge­stol­pert:

Sin­ce 2023-05-01, re­mo­ving the staging.bsky.app/profile part of Blues­ky URLs to his posts will re­di­rect to the ca­no­ni­cal post on aa­ron­pare­cki.com. For ex­am­p­le

ich „syn­di­zie­re“ (mit dem in­die­con­nec­tor) nicht alle, aber vie­le mei­ner bei­trä­ge von wir­res.net zu mast­o­don und blues­ky. zum bei­spiel ist der bei­trag „cur­ry­wurstauch auf bklues­ky.

https://wirres.net/articles/heute-currywurst
https://bsky.app/profile/wirres.net/post/3mn3kzvtns72d

weil mein blues­ky-hand­le @wir­res.net ist, taucht wir­res.net auch in der blues­ky-url auf. wenn man die url im brow­ser ein­fach kürzt …

https://bsky.app/profile/wirres.net/post/3mn3kzvtns72d
                         wirres.net/post/3mn3kzvtns72d
               → https://wirres.net/articles/heute-currywurst

… lan­det man auf der ka­no­ni­schen url auf wir­res.net.

das glei­che geht für mast­o­don links:

https://mstdn.wirres.net/@ix/statuses/01KSWYPT075VEG8SEYF91ABR7X
              wirres.net/@ix/statuses/01KSWYPT075VEG8SEYF91ABR7X
    → https://wirres.net/articles/heute-currywurst

lei­der sind die je­wei­li­gen IDs 3mn3kzvtns72d (blues­ky) oder 01KSWYPT075VEG8SEYF91ABR7X (mast­o­don/GTS) nicht viel kür­zer als die ar­ti­kel ID die kir­by an­ge­legt hat: mqmwcyaybdffzd­ty.

mei­ne bis­he­ri­gen „kurz“-urls sind kir­by-IDs:

aber so rich­tig kurz wa­ren die nicht ge­ra­de, des­halb bin ich zu mei­nen al­ten kurz-url-mus­ter zu­rück­ge­kehrt: mein vor­he­ri­ges CMS ez­pu­blish hat die ar­ti­kel-id ein­fach hoch­ge­zählt. bei al­ten ar­ti­keln habe ich das bei­be­hal­ten und das funk­tio­niert wie eh und je, auch das alte ar­tic­le­view-url-mus­ter:

das funk­tio­niert jetzt auch mit neu­en ar­ti­keln wie die­sem:

die­se kurz-urls sind zwar nicht so kurz wie die von eay.cc, aber mir reichts:


wun­der(n)

felix schwenzel in notiert

ich mag kei­ne la­mentos und des­halb wer­de ich mich auch nicht, zum bei­spiel, dem la­men­to, dass nie­mand mehr liest an­schlies­sen. aber mir ist auf­ge­fal­len, dass wir uns sehr we­nig wun­dern.

zu­nächst kann man sich ja schon al­lein über die schön­heit des wor­tes „wun­dern“ freu­en. wenn man ein wun­der er­lebt oder emp­fin­det, wun­dert man sich. dann ist es wahr­schein­lich auch so, dass der man­gel am wun­dern be­stimmt auch nichts neu­es ist. uns er­scheint ja nach ei­ner ge­wis­sen zeit der ge­wöh­nung al­les um uns her­um als nor­mal. an­ders kann man wahr­schein­lich auch nicht bei sin­nen blei­ben und des­halb nennt man die­se ge­wöh­nung ja auch so­zia­li­sa­ti­on. ohne so­zia­li­sa­ti­on, also ge­wöh­nung an den all­tag, an die um­welt, wä­ren wir wahr­schein­lich per­ma­nent über­for­dert.

aber ge­nau ge­nom­men, man­gelt es nicht an din­gen über die es sich zu wun­dern lohnt. mir fiel das heu­te früh beim mor­gen­spa­zier­gang auf, als ich (un­ter an­de­rem) auch mal kurz an mei­ne letz­te darm­spie­ge­lung den­ken muss­te. der wohn­te ich bei vol­lem be­wusst­sein bei und ver­folg­te sie ver­wun­dert auf dem fern­se­her. heu­te früh dach­te ich, dass wir ja mitt­ler­wei­le er­staun­lich viel da­von ver­ste­hen wie mensch­li­che kör­per funk­tio­nie­ren, aber gleich­zei­tig auch nicht.

was für ein wun­der, dass sich aus zel­len, ei­ner ei­zel­le und ei­nem sper­mi­um, koh­len­hy­dra­ten, was­ser, luft und viel lie­be so ein kom­ple­xes ge­flecht aus zel­len bil­det, dass mit ein biss­chen war­tung acht­zig, neun­zig jah­re lang funk­ti­ons­fä­hig bleibt? wir ha­ben das über tau­sen­de jah­re be­ob­ach­tet und an­ge­fan­gen zu ver­ste­hen, aber ver­wun­der­lich ist das wei­ter­hin.

ir­gend­wo habe ich auf­ge­schnappt, dass wis­sen­schaft eine viel bes­se­re me­tho­de ist als re­li­gi­on um an wun­der zu glau­ben. jede wis­sen­schaft­li­che fra­ge die wir klä­ren, wirft im­mer neue fra­gen und wun­der­lich­kei­ten auf. es ist so­viel span­nen­der sich in ge­dan­ken über schwar­ze lö­cher und das ende der zeit in der sin­gu­la­ri­tät zu ver­lie­ren, als sich ge­dan­ken über die jung­fräu­lich­keit von ma­ria oder die ver­meint­li­che auf­er­ste­hung ei­nes leich­nams vor 2020 jah­ren zu wun­dern.

als wir fri­da vor 6 jah­ren bei der züch­te­rin ab­ge­holt ha­ben, hat sie sich auch über al­les ge­wun­dert, aber stän­di­ger kör­per­kon­takt, eine un­er­sätt­li­che ju­gend­li­che neu­gier und viel schlaf ha­ben ihr ge­hol­fen die­se druck­be­tan­kung mit ein­drü­cken zu ver­ar­bei­ten. so dürf­te das bei uns alle in den ers­ten le­bens­jah­ren auch ge­we­sen sein, aber es ist gut, wenn man da noch­mal dran er­in­nert wird.

ich ver­ges­se das wun­dern auch im­mer wie­der. was mich ge­le­gent­lich trig­gert und in ei­nen zu­stand des stau­nens ver­setzt, sind tech­ni­sche de­tails die ich ent­de­cke und mich un­nö­tig stark be­schäf­ti­gen. wie jetzt zum bei­spiel in den letz­ten ta­gen, dass ich mit ein biss­chen json ein­fach gan­ze ar­ti­kel, in­klu­si­ve bil­der und me­ta­da­ten in die welt bla­sen kann, die auch les­bar blei­ben, wenn ich mein blog ka­putt-op­ti­mie­re oder ir­gend­wann nicht mehr be­zah­len kann.

aber wie ge­sagt, das soll kein la­men­to sein, son­dern nur eine er­in­ne­rung dar­an, wie auf­re­gend es sein kann, sich ge­le­get­lich über ver­meint­li­che selbst­ver­ständ­lich­kei­ten zu wun­dern.


le­sen

felix schwenzel in notiert

vol­ker we­ber:

What an in­te­res­t­ing ar­tic­le to read, if you still can

der von vol­ker ver­link­te ar­ti­kel von ty­ler jagt hat den ti­tel: „My Stu­dents Can’t Read“ und geht dar­um, dass jede ge­ne­ra­ti­on von lehr­kräf­ten dar­über kla­gen wür­de, das ihre stu­die­ren­den nicht le­sen könn­ten. ty­ler jagt meint das sei im­mer über­trie­ben ge­we­sen, aber jetzt kön­ne man das auch mit da­ten be­le­gen.

was ich wit­zig fand: über dem ar­ti­kel ist ein play­er ein­ge­bet­tet, der da­für sor­gen soll, dass man den ar­ti­kel nicht le­sen muss, son­dern ihn sich vor­le­sen las­sen kann.

screenshot https://archive.li/WvW1F

das ist schon sehr, sehr wit­zig.

der play­er lädt über ar­chi­ve.li nicht, aber wenn man auf die ori­gi­nal­sei­te des ar­ti­kels auf chro­nic­le.com geht, kann man den ar­ti­kel we­der le­sen, noch an­hö­ren, son­dern muss sich erst­mal an­mel­den. nach der an­mel­dung konn­te ich den ar­ti­kel im­mer noch nicht le­sen, weil chro­nic­le.com woll­te, dass ich mein pi.hole de­ak­ti­vier.

das ist ein un­trüg­li­ches zei­chen für ei­nen wei­te­ren grund, dass an­geb­lich nie­mand mehr liest: weil ei­nem das le­sen zu­neh­mend schwer ge­macht wird.

es sind nicht nur die te­le­fo­ne, al­go­rith­mi­schen feeds oder LLMs, son­dern auch die un­fä­hig­keit und der un­wil­le tex­te über­haupt ab­len­k­lungs­frei zum le­sen an­zu­bie­ten.

ich muss beim la­men­tie­ren dar­über, dass nie­mand mehr le­sen kann, auch im­mer an neil post­man den­ken. der hat das ende der le­se­kul­tur schon al­les vor 40 jah­ren pos­tu­liert (SN­CNR). ein paar hun­dert jah­re vor­her wur­de das le­sen noch als schäd­lich ein­ge­stuft, zu­min­dest dann, wenn alte weis­se män­ner den le­se­text nicht für hoch­wer­tig ge­nug hiel­ten. jetzt wirds le­sen und den­ken zum „lu­xus­gut“:

In July 2025, the jour­na­list Mary Har­ring­ton argued in The New York Times that “thin­king is be­co­ming a lu­xu­ry good.”

die bild zei­tung ist jetzt über 70 jah­re alt. zu­min­dest in den 60er und 70er jah­ren hat­te die bild ein viel­fa­ches, teils ein fünf bis 20 fa­ches der auf­la­ge von zei­tun­gen und zeit­schrif­ten mit et­was län­ge­ren tex­ten und nor­mal gros­sen buch­sta­ben. ich glau­be zu be­haup­ten, dass le­sen auf eine ge­wis­se art im­mer schon ein lu­xus­gut war ist nicht über­trie­ben.

dazu kommt, dass le­sen mei­ner mei­nung nach so­wohl über­schätzt, als auch in­ter­schätzt wird. mit der fä­hig­keit zu le­sen konn­te man sich im­mer schon gros­se vor­tei­le ver­schaf­fen. oder gute un­ter­hal­tung. mitt­ler­wei­le (ei­gent­lich aber auch schon im­mer) kann man auch ohne zu le­sen vor­tei­le und wis­sen und un­ter­hal­tung so­wie­so ver­schaf­fen.

ich habe dem le­sen viel zu ver­dan­ken, aber ge­lernt habe ich ne­ben dem le­sen schon im­mer auch vi­su­ell, ver­bal oder hap­tisch. die fä­hig­keit zu den­ken oder sich aus­zu­ken­nen al­lein an le­se­be­fä­hig fest­zu­ma­chen ist auf je­den fall et­was kurz ge­grif­fen. das mag in aka­de­mi­schen oder wis­sen­schaft­li­chen be­rei­chen an­ders sein und was ty­ler jagt und di­ver­se stu­di­en be­ob­ach­ten wird im je­wei­li­gen kon­text si­cher al­les stim­men, aber vor ge­ne­ra­li­sie­run­gen soll­te man sich im­mer hü­ten (pun in­ten­ted).


goog­le rea­der v3, oh­ne goog­le, ver­teilt

felix schwenzel

ich will nicht über­trei­ben, aber wenn ich po­ten­zi­al sehe, sehe ich po­ten­zi­al. die be­schäf­ti­gung mit dem #stan­dard.site-ge­döns hat jetzt dazu ge­führt, dass ich ar­ti­kel hier oder hier se­hen oder hier fin­den kann. also qua­si über­all wo man das AT-pro­to­koll und stan­dard.site-sche­ma­ta spricht.

das pro­to­koll, aber auch die im­ple­men­tie­rung von bei­spiels­wei­se der stan­dard-rea­der.app hat al­les was der goog­le rea­der da­mals™ konn­te: feeds fol­gen, men­schen fol­gen und abon­nie­ren, wei­ter-emp­feh­len und tei­len. der­zeit ist die an­mel­dung re­la­tiv ex­klu­siv über blues­ky, aber das pro­to­koll da­hin­ter ist of­fen und es soll­te ent­spre­chend auch ir­gend­wann al­ter­na­ti­ven oder er­wei­te­run­gen ge­ben. und na­tür­lich ist auch das stan­dards.site-for­mat noch nicht be­son­ders ver­brei­tet, aber mat­thi­as pfef­fer­le und au­to­ma­tic ar­bei­ten dar­an, dass alle word­press­blogs das kön­nen wenn sie woll­ten.

und es ist schön zu se­hen, wie sich din­ge manch­mal fü­gen. vor dem wo­chen­en­de habe ich mir eine mark­down-aus­ga­be für bei­trä­ge ge­baut, jetzt nut­ze ich mark­down um (neue) bei­trä­ge im mark­down-voll­text in die AT­mo­sphe­re zu bla­sen.

stan­dard-rea­der.app start­sei­te

AT­mo­sphe­re

felix schwenzel in über wirres

das ist ein ve­ri­ta­bles rab­bit hole in das ich mit dem stan­dard.site-ge­dö­ne ges­tern ge­fal­len bin.

ich habe ge­lernt, dass es ne­ben dem fe­di­ver­se auch eine AT­mo­sphe­re gibt, hin­ter dem fe­di­ver­se steckt das ac­ti­vi­ty-pub pro­to­koll und hin­ter der AT­mo­sphe­re steckt das AT-pro­to­koll. und nach­dem ich mich ges­tern durch die spe­zi­fi­ka­tio­nen und um­set­zungs­op­tio­nen ge­wühlt habe, zeigt sich, dass die AT­mo­sphe­re be­reits gut mit in­hal­ten aus word­press-blogs ge­füllt ist, weil der um­trie­bi­ge mat­thi­as pfef­fer­le nicht nur das ac­ti­vi­ty-pub pro­to­koll in form ei­nes word­press-plug­ins ei­nem brei­ten blog-pu­bli­kum zu­gäng­lich ge­macht hat, son­dern auch ei­nen plug­in na­mens word­press-at­mo­sphe­re baut. wer das nutzt und kon­fi­gu­riert hat lan­det in der AT­mo­sphe­re fire­hose.

ich habe mich mal imn der stan­dard-rea­der.app an­ge­mel­det und ein paar abos ge­setzt. dort fin­det man alle blogs die ihre bei­trä­ge im stan­dard.site-for­mat im AT-pro­to­koll ver­öf­fent­li­chen oder an­teasern.

ich bin ein viel zu gros­ser fan von RSS um RSS in na­her zu­kunft ab­zu­schrei­ben, aber die­ses neue for­mat auf ba­sis des AT-pro­to­kolls ist schon „RSS done right“, wie ich ges­tern ir­gend­wo ge­le­sen habe. neue bei­trä­ge müs­sen nicht ab­ge­ru­fen wer­den, son­dern wer­den ge­pusht, die nut­zung mit ei­nem cli­ent hat das po­ten­zi­al kin­der­ein­fach zu sein und die in­hal­te in die AT­mo­sphe­re zu bla­sen ist dank mat­thi­as pfef­fer­le (für word­press-nut­zen­de) auch kin­der­leicht. ich hab wei­ter RSS, aber jetzt auch was im AT-pro­to­koll. nächs­ter schritt: auch mit voll­text. dann stei­ge ich aber für ein paar wo­chen aus dem rab­bit hole aus und schau mir die ent­wick­lung dann spä­ter noch­mal an.


was­ser­me­lo­nen­sa­lat nach ot­to­lenghi

felix schwenzel in rezepte

das ist ein sehr dankbarer und einfacher salat aus ot­to­lenghis nopi. man kann einfach alle zutaten zu­sa­men­schmeis­sen und verrühren oder die melone auf einem teller oder einer schale drap­pie­ren und mit dem dressing dressen und dem feta bestreuen. genauso kann man beliebige zutaten weglassen. mehr geht auch immer, ich glaube wir nehmen immer min­des­tens 250 g feta.

schmeckt immer.

wir haben heute den basilikum weg­ge­las­sen und statt einer chili, sambal olek genommen. kräuter hatten wir heute nur minze, ge­trock­ne­ten thymian und rosmarin. auf die ein­ge­leg­ten zitronen aus dem ara­bi­schen su­per­markt (oder mit etwas vorlauf selbst­ge­macht), möchten wir al­ler­dings ungern ver­zich­ten.

wassermelonnesalat mit groben feta-stücken und viel minze. das dressing aus olivenöl, chili und oliven erkennt man ebenso.

zutaten

  • 1 kleine wassermelone
  • 50 ml olivenöl
  • 1 mittelgroße rote chilischote (in dünne ringe geschnitten) oder 1 el sambal olek
  • 1 kleine knoblauchzehe (oder mehr)
  • 3 thymianzweige (oder getrockneter thymian)
  • 1 rosmarinzweig (oder getrocknet)
  • 25 g eingelegte zitronen
  • 25 schwarze Kalamaza-Oliven (100g)
  • grobes meersalz und schwarzer pfeffer
  • 100 g feta
  • 10 g basilikumblätter
  • 10 g minzblätter

zubereitung

  1. was­ser­me­lo­ne schälen und in würfel schneiden und in schalen oder teller verteilen.

  2. aus den rest­li­chen zutaten, ausser dem feta, ein dressing rühren.
    knoblauch quetschen, ein­ge­leg­te zitronen in feine streifen doer wür­fel­chen schneiden, oliven auch klein­schnei­den, frische kräuter sehr fein schneiden, ge­trock­ne­te kräuter ein bisschen verreiben.

  3. dressing auf den me­lo­nen­stü­cken verteilen, feta darüber krümeln oder vorher in würfel schneiden und dann über der melone verteilen.


hier und hier hat­te ich den sa­lat schon­mal ge­pos­tet. aber ehr­lich­ge­sagt tun die al­ten fo­tos dem sa­lat et­was un­recht.


stan­dard.site

felix schwenzel in über wirres

bei mau­rice habe ich vor ein paar stun­den die­sen ar­ti­kel ge­le­sen: In­die­Con­nec­tor und stan­dard.site. stan­dard.site? nie ge­hört, also hab ich an­ge­fan­gen mich ein­zu­le­sen und LLMs mei­nes ver­trau­ens um er­klä­rungs­hil­fe ge­be­ten.

be­vor ich die fra­ge was das ei­gent­lich ge­nau ist be­ant­wor­tet, bzw. ver­stan­den hat­te, frag­te ich chatGPT wie ich das nut­zen könn­te. ich ver­ste­he tech­ni­sches ge­döns am bes­ten wäh­rend des ma­chens. also habe ich mich an der doku ent­lang­ge­han­gelt und erst­mal in ei­nem „PDS“ ei­nen site.standard.publication ein­trag (re­cord) an­ge­legt.

PDS ist ein per­so­nal data ser­ver, also ein ser­ver auf dem mei­ne da­ten für das AT-pro­to­koll lie­gen. in mei­nem fall ist der blues­ky-ser­ver der ein­zi­ge AT-pro­to­koll ser­ver den ich der­zeit nut­ze. da ich mit der web-app von blues­ky nicht auf die site.stan­dard oder ir­gend­wel­ceh an­de­ren ein­trä­ge schrei­bend zu­grei­fen kann, nut­ze ich pdsls.dev. dort kann ich mich mit mei­nen blues­ky-kon­to au­then­ti­fi­zie­ren und dann ein­trä­ge an­le­gen und edi­tie­ren.

spä­ter habe ich dann ge­se­hen, dass mat mar­quis den pro­zess hier ge­nau er­klärt hat: Im­ple­men­ting Stan­dard.Site

aber ich habe mich da mit LLM-hil­fe erst­mal selbst durch­ge­han­gelt. so se­hen mei­ne ein­trä­ge bei pdsls.dev aus.

pdsls.dev record list
pdsls.dev ein­tragsls­te

un­ter­wegs habe ich dann lang­sam ver­stan­den was das gan­ze soll.

  • site.stan­dards.pu­bli­ca­ti­on ver­knüpft wir­res.net mit mei­ner blues­ky iden­ti­tät (@wir­res.net)
  • ich kann blog­ein­trä­ge im AT-pro­to­koll re­gis­trie­ren und da­mit mit mei­ner blues­ky iden­ti­tät ver­knüp­fen

hört sich er­sta­mal un­spek­ta­ku­lär an und ist es auch. der di­rekt sicht­ba­re nut­zen ist eine ex­tra zei­le bei der link-vor­schau.

link-vor­schau mit ex­tra icon und „wir­res.net von @wir­res.net“ zu­satz

im prin­zip kann ich mei­ne blog­bei­trä­ge jetzt ins AT-pro­to­koll auf den blues­ky-ser­ver ko­pie­ren. prak­tisch über­mitt­le ich mo­men­tan nur ein paar me­ta­da­ten von neu­en ar­ti­keln, aber mit dem ver­öf­fent­li­chen ei­nes neu­en ar­ti­kels kann ich ge­nau­so gut den voll­text mit­schi­cken. ob und wer das dann kon­su­miert ist eine an­de­re fra­ge, aber die ar­ti­kel sind dann, wie RSS, mit den ent­spre­chen­den cli­ents kon­su­mier­bar.

war­um das re­le­vant ist, oder war­um mich das in­ter­es­si­ert, er­klärt ste­ve dy­lan:

Thank­ful­ly, at­pro­to is pa­ving a dif­fe­rent path. In­s­tead of using the old plat­forms ow­ned by the 1%, peo­p­le are buil­ding so­lu­ti­ons that are ow­ned by ever­yo­ne. One com­mu­ni­ty built so­lu­ti­on is Stan­dard.site, a set of JSON sche­mas known as le­xi­cons that fi­nal­ly give hope to sol­ving the con­tent dis­tri­bu­ti­on pro­blem. When a blog, or any app for that mat­ter, uses the Stan­dard.site le­xi­cons, the pu­blished con­tent can be in­de­xed by just about an­yo­ne. That in­dex can be used to build so many me­cha­nisms for dis­tri­bu­ti­on, and none of it is con­trol­led by one in­di­vi­du­al or or­ga­niza­ti­on. You can con­trol how you ex­plo­re and con­su­me that con­tent.

ich bin ja der über­zeu­gung dass je­der mei­ne in­hal­te so le­sen soll wie er oder sie es will — und vor al­lem wo er oder sie das will. um mei­ne bei­trä­ge zu le­sen muss nie­mand im brow­ser auf wir­res.net vor­bei­kom­men. rss reicht. als man bei face­book (vor vie­len jah­ren) in­stant ar­tic­les ver­öf­fent­li­chen konn­te, hab ich das ge­macht und man konn­te wir­res.net in der face­book-app oder web­site le­sen. wür­de es ein­fa­cher ge­hen oder wür­de noch ir­gend­wer me­di­um.com nut­zen, wür­de ich alle mei­ne ar­ti­kel dort­hin syn­di­zie­ren — aber da ist ja, so­weit ich sehe, nei­mand mehr. die quel­le ist im­mer hier auf wir­res.net, kor­rek­tu­ren, edits oder er­gön­zun­gen wer­den au­to­ma­tisch per RSS wei­ter­ge­ge­ben und so ver­spricht auch das stan­dard.site-pro­to­koll zu funk­tio­nie­ren. fin­de ich also gut und spie­le da ab jetzt mit rum.

mal schau­en wo das hin­führt, auf je­den fall sind sol­che tech­no­lo­gien für das of­fe­ne web gut und span­nend.


nach­trag 08.06.2026:

wenn ich mei­ne blog­posts ins AT-pro­to­koll ko­pie­re, was ich bis jetzt nur mit den me­ta­da­ten ma­che, sind sie öf­fent­lich zu­gäng­lich und mit ent­spre­chen­den cli­ents auf­find­bar. das hab ich oben ja schon ge­schrie­ben. und so sieht das dann für die bei­den bei­trä­ge, mit de­nen ich das bis­her ge­macht habe, aus, hier auf pckt.blog, docs.surf und stan­dard-search

stan­dard-rea­der.app ist wie ein RSS-rea­der für pu­bli­ka­tio­nen die per stan­dard.site ver­öf­fent­li­chen. man mel­det sich mit sei­nem blues­ky-kon­to an (bzw. dem AT-pro­to­koll hand­le) und kann dann ein­zel­nen pu­bli­ka­tio­nen fol­gen oder su­chen.


mor­gen­spa­zier­gang 07.06.2026

felix schwenzel

fri­da ist nach ih­rer läu­fig­keit ex­trem ent­spannt, hat mich bis fast 8 uhr schla­fen las­sen, da­nach ge­dul­dig eine stun­de ge­war­tet wäh­rend ich zwei kaf­fee trank und dann noch­mal 30 mi­nu­ten im auto ge­ses­sen vor der ers­ten bla­sen­ent­lee­rung.

weil das auto leer war, sind wir aus­nahms­wei­se und seit mo­na­ten erst­mals wie­der mit dem auto spa­zie­ren ge­fah­ren, zum la­den zum lidl an der rum­mels­bur­ger bucht und dort die halb­in­sel um­run­det. fri­das ent­spannt­heit set­ze sich den gan­zen spa­zier­gang fort. weil sie nach ih­rer läu­fig­keit für rü­den noch in­ter­es­sant riecht, sie aber kein in­ter­es­se mehr an rü­den hat, er­klär­te sie das auch al­len in­ter­es­sier­ten rü­den — ge­dul­dig und an­ge­mes­sen, auch mehr­fach. den gan­zen vor­mit­tag über freu­te ich mich dar­über, was für ei­nen tol­len hund wir ha­ben. auf dem weg zur bucht rief mich mei­ne mut­ter an und liess mich wis­sen, dass sie die gan­ze nacht nicht schla­fen konn­te, weil sie sich so dar­über freu­te, was für eine tol­le 16-jäh­ri­ge en­ke­lin sie hat. vor­her hat­te ihr die en­ke­lin ge­schrie­ben, dass sie sich sehr dar­über freue, was für eine tol­le oma sie habe. man könn­te mei­nen es sei won­ners­tag, da­bei ist es nur sonn­tag.

in der spree, bzw. um die in­sel der ju­gend schwanmmen heu­te hun­der­te men­schen. zu­hau­se re­cher­chi­ert: ber­lin tri­at­lon

ich habe mich sehr ge­freut spa­zie­ren ge­hen zu kön­nen und nicht schwim­men oder ren­nen zu müs­sen …

plakat mit der aufschrift „DEAR FUTURE NEIGHBORS. PLEASE KEEP IN MIND: THIS CORNER HAS BEEN DEDICATED TO CULTURE, MUSIC AND ARTS FOR MANY YEARS. THE SOUND BELONGS TO THIS AREA AND SHOULD BE TAKEN INTO ACCOUNT BEFORE BUYING OR RENTING SPACES HERE.“ am nachtclub  „renate“

an der re­na­te wird eine ty­pisch ber­li­ner si­ta­ti­on be­schrie­ben.

DEAR FU­TURE NEIGH­BORS.
PLEA­SE KEEP IN MIND:
THIS COR­NER HAS BEEN DE­DI­CA­TED TO CUL­TU­RE, MU­SIC AND ARTS FOR MANY YE­ARS. THE SOUND BE­LONGS TO THIS AREA AND SHOULD BE TA­KEN INTO AC­COUNT BE­FO­RE BUY­ING OR REN­TING SPACES HERE.

men­schen zie­hen in eine ge­gend weil sie ir­gend­wie hip und in ist und mer­ken dann, dass es ih­nen zu laut ist und wün­schen sich dann, dass es dort dann mit ih­rer an­kunft we­ni­ger hip und in wird.

ich kann mich an ein ber­lin er­in­nern, das vol­ler ver­las­se­ner orte war, die sich dann ir­gend­wel­che leu­te zu ei­gen ge­macht ha­ben und dort sa­chen ver­an­stal­tet ha­ben. so war es auch in stutt­gart. der klei­ne schloss­platz war ein trau­ri­ger, ver­las­se­neer ort der nach urin roch und von men­schen nach mög­lich­keit ge­mie­den wur­de. bis pauls bou­tique und spä­ter das switz­er­land dort öff­ne­ten. da­mit war der klei­ne schloss­platz plötz­lich tag und nacht ein an­ge­sag­ter und gut be­such­ter ort der ein biss­chen nach urin roch.

die ver­las­se­nen und re­cla­im­ten orte in ber­lin sind alle aus mei­nem blick­feld ver­schwun­den, mit ein paar aus­nah­men die sich in­sti­tu­tio­na­li­si­ert ha­ben. aber ich bin si­cher, dass es die­se orte wei­ter­hin noch gibt und dass sie, so wie es sein muss, im­mer wei­ter­zie­hen.

apro­pos ruhe: auf eine art bin ich üb­ri­gens froh, dass bei uns vor der tür die ben­zin-as­sis ihre mo­to­ren in der (theo­re­ti­schen) fahr­rad­stras­se auf­heu­len las­sen um (sehr) lau­te fehl­zün­dun­gen zu pro­vo­zie­ren. den gan­zen tag über, aber am liebs­ten nach mit­ter­nacht. so­lan­ge die­se as­sis hier noch woh­nen und fah­ren, stemmt der wed­ding sich noch ge­gen die gen­tri­fi­zie­rung. und das ist ir­gend­wie auch gut so.

treptower park tower neben einem beeindruckenden wolkenberg und fast blauem himmel

der wol­ken­berg ne­ben dem trep­tower park tower er­in­ner­te mich eben an den mount rai­nier in wa­shing­ton sta­te, den man in ta­co­ma und in se­at­tle von fast über­all aus se­hen kann.

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aus dem ma­schi­nen­raum 06.06.2026

felix schwenzel in über wirres

ich habe ein paar klei­nig­kei­ten am lay­out und an den funk­tio­nen von wir­res.net an­ge­passt. ich fand den fuss mei­ner ar­ti­kel­sei­ten zwar im­mer ganz ok und er ori­en­tier­te sich auch an mei­nen vor­he­ri­gen de­signs, aber links und but­tons wa­ren ins­bes­od­ne­re auf dem han­dy im­mer sehr fu­se­lig zu tref­fen. des­halb hab ich dort al­les erst­mal et­was ent­zerrt.

im fuss sind aus­ser­dem zwei but­tons da­zu­ge­kom­menm; ei­ner zum ko­pie­ren der ar­ti­kel-url (die man sich auch aus der adress­leis­te oder dem da­tums­link ho­len kann) und ein­mal ein „.md ko­pie­ren“ but­ton. wenn man den klickt, be­kommt man den quell­text der sei­te im mark­down for­mat. ich habe ge­le­sen LLMs mö­gen das und von mir aus kön­nen sie ger­ne mei­ne ar­ti­kel in mark­down, statt html le­sen. aber ich glau­be der but­ton kann auch für men­schen nütz­lich sein. wenn ich an­de­re zi­tie­re ist copy und pas­te des text kein pro­blem. wenn der zi­tier­te text aber links ent­hält, muss ich die im­mer hän­disch räu­ber­ko­pie­ren. mit ei­nem wy­si­wyg-edi­tor ist das kein pro­blem, aber ich mag kein wy­si­wyg. ich mag und schrei­be in mark­down. naja, je­den­falls kann man sich das mit dem but­ton in die zwi­schen­ab­la­ge ko­pie­ren oder auch ein­fach an die ar­ti­kel-adres­se ein „.md“ hän­gen:

wir­res.net/ar­tic­les/aus-dem-ma­schi­nen­raum-06-06-2026.md

das geht für fast alle ar­ti­kel und meis­tens klappt ganz gut. theo­re­tisch kann ich mir jetzt ein klei­nes script schrie­ben (las­sen), dass alle be­lieb­ten ar­ti­kel als .md-da­tei­en in ein ver­zeich­nis ko­piert und dar­aus eine pdf oder ein epub er­zeu­gen. oder die bots, die hier oh­ne­hin im­mer vor­bei­kom­men, freu­en sich.

aus­ser­dem habe ich ei­nen „kom­men­tie­ren“ but­ton hin­zu­ge­fügt, der auf die kom­me­n­atr-sek­ti­on in der bei­la­ge ver­linkt. auch das ein­ga­be-for­mu­lar habe ich et­was ent­zerrt, weil es mo­bil eine zu­mu­tung war. aus­ser­dem sind die sys­tem-tex­te die das kom­me­n­a­trmo­dul (dan­ke mau­rice) ver­sen­det jetzt deutsch.

in der bei­la­ge sind noch mehr but­tons.

die „kurz­url“ ist nicht son­der­lich kurz, aber ein­deu­tig und in kir­by schon bei je­dem ar­ti­kel da­bei: es ist die ar­ti­kel-ID. funk­tio­niert, aber ich bin un­si­cher ob ich das je­mals nut­zen wer­de.

die „ask chatgpt“ und „ask clau­de“ but­tons habe ich von hacks/ha­cker (via). wenn man die klickt und in ei­nem der bei­den chat­bots ein­ge­loggt ist, kann man sich das selbst-le­sen mei­ner ar­ti­kel spa­ren und chatGPT oder clau­de le­sen las­sen. ich weiss auch nicht ob das prak­tisch ist, aber auch das funk­tio­niert und das al­lein reicht mir erst­mal. kost ja nix.

ob­wohl, kos­tet schon was. zeit und auch geld. mei­ne hos­ting-kos­ten sind im letz­ten mo­nat von 0 auf ca. 40 euro hoch­ge­gan­gen. ob­wohl ich auch noch den an­droid auf uber­space wo wir­res.net frü­her lief nicht ge­löscht habe und der auich noch­was kos­tet. mein pro­gram­mier­hel­fer und de­bug­ger cur­sor kos­tet auch so um die 30 euro pro mo­nat. wer­bung will ich hier nicht mehr ma­chen und le­ser nach geld fra­gen auch nicht. ob­wohl das theo­re­tisch und prak­tisch be­reits mög­lich ist. aber wenn ich mir an­se­he wie we­nig un­ter­stüt­zung ein tol­les pro­jekt wie riv­va bei ste­ady be­kommt, glau­be ich nicht das ein pro­jekt wie die­ses hier ir­gend­wen zur geld­bör­se grei­fen las­sen wür­de.

ach ja. ei­ni­ge be­rei­che die hier in der ver­gan­gen­heit et­was zäh lie­fen, sind jetzt durch stra­te­gi­sches caching merk­lich flot­ter ge­wor­den, ins­be­son­de­re mei­ne bil­der-über­sicht, oder die baum-bil­der.

kir­by und alle plug­ins sind jetzt auch auf dem neu­es­ten stand. das up­da­ten fin­de ich im­mer et­was ner­ven­auf­rei­bend, aber wie (bis­her) im­mer, hat das rei­bungs­los und un­fall­frei ge­klappt. kir­by ist toll ♥️


ich bin ein grosser fan vom in­ver­tie­ren, es macht manchmal dinge sichtbar, die vorher schwer zu erkennen waren. „Ladies First“ auf netflix macht genau das, aus männ­li­chem chau­vi­nis­mus und arsch­lochig­keit werden weib­li­cher chau­vi­nis­mus und arsch­lochig­keit. das macht einige dinge sichtbar und ist gut für ein paar lacher und kreative details. alexandra zykunov findet das nach­voll­zieh­bar gut:

Dabei passieren diese Szenen so beiläufig, die Dialoge werden so all­täg­lich in die Ge­schich­te ein­ge­wo­ben, dass man als Zu­schaue­rin aus dem heftigen Nicken nicht mehr her­aus­kommt. Weil das alles für Millionen von Frauen total all­täg­lich ist. Was den Film allein schon aufgrund dieser De­tail­ver­liebt­heit zu einem Meis­te­rin­nen­werk macht.

mein gedanke, als ich nach 40 oder 50 minuten auf die stop taste drückte, war: ist mir ein bisschen zu platt um das zuende zu schauen. aber of­fen­sicht­lich ist plattheit und un­sub­ti­li­tät manchmal das mittel der wahl und erfüllt seinen zweck.

ich hätte mir einen etwas anderen film gewünscht, einer der ge­dan­ken­spie­le durch­spielt, wie es besser geht oder einer der zeigt, dass frauen es besser machen würden und dominanz anders als mit arsch­lochig­keit ausüben. der bar­bie­film 2023 hat nach meiner wahr­neh­mung seine fühler in diese richtung aus­ge­streckt.

ich finde es besser mit gutem oder besserem beispiel vor­an­zu­ge­hen, als das schlechte zur kennt­lich­ma­chung zu imitieren. über­tra­gen, aber nicht begrenzt auf bei­spiels­wei­se hun­de­er­zie­hung wäre das: statt zu­rück­zu­bel­len entspannt und prag­ma­tisch zu bleiben, einfühlen statt do­mi­nie­ren, sou­ve­rä­ni­tät statt chau­vi­nis­mus, sog statt druck.


„Ei­ne Crowd, die nicht nur kon­su­miert“

felix schwenzel in notiert

ich ego-goog­le nicht nur, ich ego-aler­te auch. über ei­nen goog­le alert, habe ich eben die­sen re­pu­bli­ca re­cap von da­vid rei­ter ge­fun­den. das schmei­chelt mir ei­ner­seits, weil er mich in eine il­lus­tre rei­he stellt:

[E]in paar Talks von der dies­jäh­ri­gen #rp ha­ben mich wirk­lich er­wischt. Zum zwölf­ten Mal war ich da­bei und die Büh­ne war stark be­setzt: Ob Alma Spri­bil­le, Ma­ri­na Scha­ka­ri­an, Fe­lix Schwen­zel, Bob Blu­me, Jes­si­ca Bur­bank, Flo­ri­an Grisch­kat oder Arne Sems­rott – es lohnt sich den ei­nen oder die an­de­re in der nächs­ten Mit­tags­pau­se noch als Tisch­ge­spräch mit­lau­fen zu las­sen.

und an­de­rer­seits hat er ei­nen ge­dan­ken for­mu­liert, dem ich zu­stim­men möch­te; ein gu­tes event macht für ihn un­ter an­de­rem aus:

Eine Crowd, die nicht nur kon­su­miert. Die bes­ten Ge­sprä­che habe ich mit Men­schen ge­führt, die ei­ge­ne Ideen mit­ge­bracht ha­ben.

da ist was dran. auf der re­pu­bli­ca sind sehr vie­le schrei­ben­de, fil­men­de und ma­chen­de. aber auch die kon­su­mie­ren­den sind mei­nem ein­druck nach sehr en­gan­giert, viel­leicht so­gar et­was en­ga­gier­ter als auf an­de­ren events.


frida und ich machen eine pause um veregnete. goethepark

ziem­lich feucht heu­te #no­um­brel­la


KI ta­ge­buch 03.06.2026

felix schwenzel in artikel

hei­ko er­zählt hier wie er KI nutzt, un­ter an­de­rem um sein blog zu bau­en.

Ich habe in den letz­ten Wo­chen sehr viel KI ge­nutzt. Ich glau­be, das wird auch nicht mehr so schnell auf­hö­ren. Es wird ein Werk­zeug wer­den und ich wer­de gleich­zei­tig als Nut­zer, Kon­su­ment, Bür­ger oder An­ge­stell­ter im­mer öf­ter mit KI kon­fron­tiert sein.
[…]
Ich ver­su­che ab jetzt hier im Blog im­mer mal wie­der auf­zu­schrei­ben, was mir mit KI pas­siert ist, was ich da­mit ge­macht habe, wo es fürch­ter­lich war. Höchst­wahr­schein­lich wer­den vie­le Sa­chen sehr schnell, sehr schlecht al­tern.

ich fin­de das eine her­vor­ra­gen­de idee fest­zu­hal­ten wie ich KI nut­ze und wie sich das über die zeit ge­ge­be­nen­falls än­dert. vor al­lem wenn ich be­den­ke, was sich in den 14 mo­na­ten seit mei­nem ers­ten mit kir­by ver­öf­fent­lich­ten ar­ti­kel ge­tan hat. wenn ich mich recht er­in­ne­re, habe ich da­mals, also vor et­was über ei­nem jahr zwar ge­le­gent­lich schon chatGPT be­nutzt, aber zum bei­spiel das mi­gra­ti­ons­script noch klas­sisch ge­baut: selbst goog­len, ge­fun­de­ne scrip­te um­bau­en, tes­ten, mehr goog­len, mehr tes­ten, wei­ter um­schrei­ben, de­bug­gen und op­ti­mie­ren. sehr ge­hol­fen ha­ben mir bei der pla­nung und um­set­zung der neu­en wir­res.net-ver­si­on zu­erst auch bas­ti­an all­gei­ers kir­by tu­to­ri­als. ich habe von bas­ti­an viel über kir­by ge­lernt und vor al­lem über struk­tu­rier­te und sau­be­re php-pro­gram­mie­rung. und ich habe da­mals sehr, sehr viel selbst am code ge­macht.

ge­le­gent­lich habe ich dann auch chatGPT im chat-mo­dus um code-snip­pets ge­be­ten, aber das copy&pas­ten und die kor­rek­tur­schlei­fen wur­den dann sehr schnell läs­tig und ich habe mir von chatGPT er­klä­ren las­sen wie ich VS-code als pro­gram­mier­um­ge­bung, in­klu­si­ve chatGPT un­ter­stüt­zung ein­rich­ten und nut­zen kann.

VS-code war dann für mich ein game ch­an­ger. ich habe im­mer schon di­rekt al­les auf dem live-ser­ver „ent­wi­ckelt“, per SFTP cli­ent und BBE­dit. da VS-Code auch di­rekt auf dem ser­ver lau­fen kann (per SSH), habe ich dann mit VS-code zu zweit, also mit un­ter­stüt­zung von chatGPT di­rekt auf dem live-ser­ver am code ge­ar­bei­tet. mit VS code ist das wirk­lich an­ge­nehm, trans­pa­rent und aus mei­ner sicht auch si­che­rer als mein gef­ri­ckel vor­her: alle code­än­de­run­gen wer­den im edi­tor mar­kiert und sind re­ver­si­bel. zu­sätz­lich habe ich an­ge­fan­gen än­de­run­gen mit git (auf dem ser­ver) lo­kal zu ver­sio­nie­ren.

so habe ich mo­na­te­lang an wir­res.net rum­ge­schraubt bis mir ir­gend­wann cur­sor über den weg lief. cur­sor nutzt im prin­zip auch VS-code, aber da­hin­ter sind sehr vie­le mög­li­che LLMs. ich be­zah­le cur­sor eine mo­nat­li­che ge­bühr und kann da­für eine gros­se aus­wahl an agents nut­zen, näm­lich die, die der cur­sor agent ge­ra­de für ge­eig­net für die auf­ga­be hält.

Ich bin kein ein­zel­nes Mo­dell, son­dern der Agent-Rou­ter in Cur­sor. Ich lese euer Set­up, füh­re Be­feh­le aus, än­de­re Da­tei­en und den­ke mit.

in der re­gel las­se ich die agen­ten­aus­wahl auf auto. aber ge­le­gent­lich, wenn die au­to­ma­tisch aus­ge­wähl­ten agents nicht so ar­bei­ten wie ich das wün­sche, stel­le ich eine wei­le auf teu­re­re und bes­ser mit­den­ken­de agents um, de­ren nut­zung bei mei­nem abo-mo­dell al­ler­dings be­grenzt ist.

seit der um­stel­lung auf ei­nen hetz­ner ser­ver, sind hier und da per­for­mance pro­ble­me sicht­bar ge­wor­den die vor­her nicht ins ge­wicht fie­len. die stan­dard (auto) agents ha­ben da teil­wei­se kei­ne be­frie­di­gen­den lö­sun­gen oder an­sät­ze ge­fun­den. eine ex­pli­zi­te um­stel­lung auf (clau­de) opus-4.8 hat dann sehr viel klü­ge­re und struk­tu­rier­te­re vor­schlä­ge ge­a­m­acht, die so ef­fek­tiv wa­ren, dass die grund­last des ser­vers von ei­nem lau­ten rau­schen zu ei­nem lei­sen plät­schern ge­wor­den ist.

das scheint mir das wirk­lich gute an cur­sor zu sein: ich muss nicht bei meh­re­ren KI-fir­men kon­ten an­le­gen und geld zah­len — und kann sie trotz­dem alle nut­zen.

hei­ko deu­tet das auch an: es ist wich­tig zu wis­sen was man will und wie das al­les grund­sätz­lich funk­tio­nie­ren soll. dann kann man KI-agen­ten als spar­rings­part­ner mit­den­ken las­sen und ideen um­set­zen las­sen. die KI denkt manch­mal in ab­sur­de oder viel zu kom­pli­zier­te rich­tun­gen. aber wenn ich die ar­beit wie ein ar­chi­tekt an­ge­hen, also ei­nen plan und das gros­se und gan­ze im kopf habe, dann kann man die KI wie ei­nen hand­wer­ker oder fach­in­ge­nieur nut­zen.


seit ein paar wo­chen nut­ze ich co­ty­pist, das ist eine KI die lo­ka­le mo­del­le nutzt um beim tip­pen wort- oder satz­ver­voll­stän­di­gun­gen zu ma­chen. das hilft mir vor al­lem da­bei mit we­ni­ger buch­sta­ben­dre­hern zu schrei­ben und ge­le­gent­lich ei­nen ti­cken schnel­ler zu schrei­ben. das ist ein biss­chen so wie das tip­pen auf dem ipho­ne, nur et­was bes­ser und kon­text-sen­si­bler als das was ap­ple in iOS bie­tet. kein game ch­an­ger, aber sehr prak­tisch.


was mei­ne tex­te hier auf wir­res.net an­geht oder mei­nen vor­trag: ich schrei­be al­les selbst. aber ich habe ge­merkt, dass ich LLMs als re­so­nanz­raum, ein­schät­zer, zu­sam­men­fas­ser und plau­si­bi­li­täts­che­cker sehr ger­ne nut­ze. für län­ge­re tex­te oder mei­ne re­pu­bli­ca ses­si­ons nei­ge ich dazu mir wahn­sin­nig vie­le no­ti­zen zu ma­chen und dann ge­le­gent­lich den über­blick über mei­ne no­ti­zen und quel­len zu ver­lie­ren. da sind LLMs, oder cur­sor, teil­wei­se sehr hilf­reich um mich in mei­ner ge­dan­ken­welt zu ori­en­tie­ren und mir mei­ne ei­ge­nen no­ti­zen kurz und knapp zu er­klä­ren.

ge­le­gent­lich habe ich LLMs ge­be­ten mei­nen schreib­stil zu imi­tie­ren, aber das hat bis­her noch nie ein be­frie­di­gen­des er­geb­nis ge­bracht. vor ein paar jah­ren habe ich üb­ri­gens et­was ähn­li­ches ge­macht, nur dass da nicht ein LLM mei­nen schreib­stil imi­tie­ren soll­te, son­dern eine ghost­wri­te­rin. auch das hat da­mals nur so mit­tel­präch­tig funk­tio­niert.


beim schrei­ben die­ses ar­ti­kels fiel mir ein zi­tat ein das ich in den letz­ten ta­gen auf­ge­schnappt hat­te. nach et­was nach­den­ken fiel mir ein, dass das wohl in ei­nem vi­deo ge­we­sen sein muss­te. zu­erst frag­te ich chatGPT, der war zu doof, aber ge­mi­ni ver­stand mich:

promt

in die­sem vi­deo spricht ei­ner der de­si­gner von nost­al­gie und dass nost­al­gie sich ei­gent­lich auf et­was be­zieht, was in der ver­gan­gen­heit der neue heis­se scheiss war. fin­dest du das zi­tat so, oder soll ich mal das tran­script hier­rein copy & pas­ten?

ant­wort

Ja, ich habe die Stel­le ge­fun­den! Das ist ein zen­tra­ler Punkt des Ge­sprächs zwi­schen Fla­vio Man­zo­ni (Fer­ra­ri Chief De­si­gner) und Jony Ive.

Das Zi­tat bzw. der Ge­dan­ken­gang fin­det sich vor al­lem im Ka­pi­tel "The Fu­ture of Fer­ra­ri" (ab ca. 17:23). Fla­vio Man­zo­ni zi­tiert dort den Kom­po­nis­ten Gus­tav Mahler, um Fer­ra­ris Phi­lo­so­phie zu er­klä­ren:

"Tra­di­ti­on is not the wor­ship of as­hes. Tra­di­ti­on is the pre­ser­va­ti­on of fire."
(Tra­di­ti­on ist nicht das An­be­ten der Asche, son­dern die Wei­ter­ga­be des Feu­ers.)

Zu­vor (ab ca. 09:00 und spä­ter ab 18:15) führt er die­sen Ge­dan­ken wei­ter aus: Er er­klärt, dass wir heu­te in ei­ner Ära mit ei­nem sehr star­ken "nost­al­gic ap­proach" le­ben, in der die Leu­te oft nur zu­rück­bli­cken. Er be­tont aber, dass Iko­nen wie der Fer­ra­ri F40 (der heu­te In­be­griff der Fer­ra­ri-Nost­al­gie ist) zum Zeit­punkt ih­res Er­sch­ei­nens ex­trem kon­tro­vers und ra­di­kal neu wa­ren.

das hät­te ich auch mit leich­tig­keit in 20 mi­nu­ten selbst raus­fin­den kön­nen, in­dem ich in dem vi­deo rum­sprin­ge oder das trans­script copy & pas­te und mir pas­sen­de such­be­grif­fe aus­den­ke. aber so­was eine KI ma­chen zu las­sen ist schon eine ech­te er­leich­te­rung.

wo­bei es mir bei der nut­zung von KI we­ni­ger ums zeit­spa­ren geht, mit KI kann ich din­ge um­set­zen, die ich vor­her nicht hät­te um­set­zen kön­nen. zeit spart das meis­tens nicht, weil al­les was ich KI ma­chen lässt im­mer noch­mal 2-3 (und manch­mal sehr viel mehr) kor­rek­tur­läu­fe und neu­an­sät­ze braucht. aber das ist das we­sen von werk­zeu­gen: man kann mit ih­nen tol­le sa­chen bau­en, wenn man weiss was man will und was man tut.

oder um­ge­kehrt: werk­zeu­ge er­wei­tern die fä­hig­kei­ten ih­rer nut­zer, aber auch de­ren feh­ler und irr­tü­mer. sie er­set­zen we­der ge­schmack noch ur­teils­ver­mö­gen. um aus ei­ner span­plat­te et­was schö­nes zu ma­chen, braucht man mehr als eine kreis­sä­ge. und die letz­ten jahr­zehn­te ha­ben ge­zeigt, dass bes­se­re werk­zeu­ge nicht au­to­ma­tisch zu bes­se­ren er­geb­nis­sen füh­ren. dank kreis­sä­gen und mo­der­nen plat­ten­bau­ma­te­ria­li­en hat sich die welt mit bil­li­gen, aus­tausch­ba­ren mö­bel­schrott ge­füllt — oder wie man heu­te sa­gen wür­de: span­plat­ten-slop.

mit mühe und sorg­falt — und im bes­ten fall et­was ge­schmack und er­fah­rung — kann man werk­zeu­ge aber auch nut­zen um zu bes­se­ren er­geb­nis­sen zu kom­men. slop ist nicht die fol­ge von werk­zeu­gen, son­dern ih­rer un­in­spi­rier­ten nut­zung.


pflasterstein mit der aufschrift, einem graffiti „je ferme mon frout noir“

wenn das „trout“ ohne „t“ ge­schrieb­ne wäre, hies­se es in et­was: „ich schlies­se mein schwar­zes loch.“ aber „trout“?

alle KIs die ich ge­fragt habe mei­nen trout sei kein fran­zö­si­sches wort und wäre im eng­li­schen die fo­rel­le.

trotz­dem: sehr rück­sichts­vol­les graf­fi­to.


ges­tern die drei ers­ten fol­gen sta­ti­on ele­ven ge­se­hen. gute, aber sehr ei­gen­ar­ti­ge se­rie von 2021. als die jun­ge kirs­ten jee­van fragt wel­chen job er hat, habe ich laut ge­lacht:

I’m a re­por­ter. Like a re­por­ter, or uh, a cul­tu­ral cri­tic. I had a web­site. I crea­te con­tent … I don't have a job.


die über­schrift habe ich mir bei der eule ge­borgt, bzw. beim riv­va ver­weis auf eben­die­sen ar­ti­kel. weil das was ich hier jetzt ma­che, links auf in­ter­es­san­te web­sei­ten set­zen, die ich zum le­sen emp­feh­le, ist ja in der tat nichts an­de­res als trai­nings­da­ten fürs mensch­li­che ge­hirn an­zu­bie­ten.

bei riv­va habe ich heu­te ei­nen link auf die flie­gen­den bret­ter ge­fun­den, wo über eine mög­li­che zu­cker­steu­er phi­lo­so­phiert wird: Zu­cker steu­ern?

das habe ich ger­ne ge­le­sen und dann noch ein biss­chen dort wei­ter­ge­klickt und mich dann in den links (trai­nings­da­ten fürs ge­hirn der le­sen­den) die dort an­ge­bo­ten wur­den ver­lo­ren. hän­gen­ge­blie­ben sind un­ter an­de­rem die­se bei­den:

ich kann mit theater nicht viel anfangen, das ist mir oft zu prä­ten­ti­ös und wich­tig­tue­risch. aber das was die thea­ter­re­gis­seu­rin angela richter hier über das thea­ter­pu­bli­kum resümiert, trifft ein paar relevante nägel auf den kopf.

Viel­leicht erklärt das auch, warum das Thea­ter­pu­bli­kum sich so verändert hat. Das alte Publikum war gebildet genug, sich be­lei­di­gen zu lassen. Das neue Publikum ist moralisch genug, sich bestätigt fühlen zu wollen. Das ist ein Un­ter­schied.

Die alten Sil­ber­rü­cken in den roten Samt­ses­seln hatten etwas, das heute selten geworden ist: Ge­las­sen­heit gegenüber Kunst. Sie wussten, dass Theater ein Ort der Rollen ist – nicht der mo­ra­li­schen Be­kennt­nis­se. Dass Figuren Dinge sagen dürfen, die Menschen nicht sagen würden. Dass Pro­vo­ka­ti­on kein mo­ra­li­scher Unfall ist, sondern ein äs­the­ti­sches Mittel.

(via)

aktuell für mich nicht son­der­lich nützlich, aber enthält ein paar gite bahn­fahr­tipps.

(via)

kei­ne ah­nung war­um das noch nicht der fall war, aber die flie­gen­den bret­ter sind dann gleich in mei­nem feed­rea­der (trai­nings­da­ten fürs mein ge­hirn) ge­lan­det.

ich habe das glau­be ich schon öf­ter mal hier er­zählt, dass mein feed­rea­der seit vie­len jah­ren, ei­gent­lich seit schon im­mer, mei­ne haupt­säch­li­che in­for­ma­ti­ons­quel­le ist. vie­le der feeds die ich abon­niert habe rau­schen sehr stark (z.b. cas­hys blog), aber ei­ner­seits be­kom­me ich dort stets das das mit was ich mit­be­kom­men will und zwei­tens las­sen sich ein­zel­ne ein­trä­ge in ei­ner gu­ten feed-lese-soft­ware auch ein­fach und schnell über­sprin­gen. ich habe über 400 feeds abon­niert und meis­tens eine drei­stel­li­ge zahl an un­ge­le­se­nen ein­trä­gen. aber seit jah­ren funk­tio­niert es gut, nur das oben auf­schwim­men­de zu be­ach­ten. bei mei­ner ar­beits-email-in­box ist das ge­nau­so: das wich­tigs­te schwimmt im­mer oben­auf, emails wei­ter un­ten sind meis­tens schon er­le­digt oder we­ni­ger wich­tig.

aber viel wich­ti­ger ist die­ser aspekt, der für al­les, aber eben vor al­lem für das auch im in­ter­net le­sen gilt:

As usual turns out the best re­com­men­da­ti­on algorithm is another human being with great taste!

im tech­nik­ta­ge­buch noch­mal das the­ma bahn. mir ist das ge­le­gent­lich auch auf­ge­fal­len, dass sich die sa­chen die aus zug­laut­spre­chern kom­men manch­mal falsch an­hö­ren …

Diese fehlende Prä­po­si­ti­on — die fehlt doch schon seit min­des­tens 20 Jahren in den Bahn­an­sa­gen?

… aber mitt­ler­wei­le glau­be ich mehr und mehr, dass es rich­tig oder ori­gi­nal oh­ne­hin nicht gibt. war­um soll man nur als mut­ter­sprach­le­rin die spra­che nach gut­dün­ken mo­di­fi­zie­ren dür­fen? ich den­ke mir stän­dig neue wor­te aus oder nut­ze wor­te die sich an­de­re aus­ge­dacht ha­ben und mir ge­fal­len und da­bei ist es mir egal ob das rich­tig oder kor­rekt ist. ich mag nicht „der blog“ sa­gen, aber war­um soll­te das falsch sein, nur weil ich et­was an­de­res prä­fe­rie­re oder weil man sich vor 30 jah­ren mal ei­nig war, dass es „das blog“ sei? wenn man et­was 20 jah­re lang auf eine be­stimm­te art sagt und die leu­te es ver­ste­hen und sich dar­an ge­wöhnt ha­ben, ist es viel­leicht nicht wirk­lich, wirk­lich rich­tig, aber eben auch nicht falsch.

ich bin nicht nur froh, dass spra­che sich stän­dig än­dert, ich glau­be das ist auch un­auf­halt­sam und wahr­schein­lich auch ein durch und durch un­re­gu­lier­ter de­mo­kra­ti­scher pro­zess. was vie­len ge­fällt, leicht von der zun­ge oder der fe­der geht, bleibt. was nie­mand mehr sa­gen will geht.

oder das ewi­ge ge­we­se um ori­gi­nal ita­lie­ni­sche piz­za, ech­te pas­ta bo­lo­gne­se, ori­gi­nal thai, ech­tes su­shi. al­les quark, weil alle kü­chen­sti­le der welt sich stän­dig kreuz­be­stäu­ben und fu­sio­nie­ren. was sprach­li­che oder ku­li­na­ri­sche nost­al­gi­ker ger­ne ver­ges­sen: das wah­re, das da­mals schö­ne war ir­gend­wann auch mal was ra­di­kal neu­es oder gar „falsch“ und völ­lig un­tra­di­tio­nell. et­was pa­the­ti­scher drück­te es gus­tav mahler (laut fla­vio man­zo­ni) aus:

Tra­di­ti­on ist nicht das An­be­ten der Asche, son­dern die Wei­ter­ga­be des Feu­ers.


wenn die­se ge­dan­ken­gän­ge zu kom­pli­ziert, kon­tro­vers wa­ren, die­ses vi­deo strömt eine gros­se ruhe aus. al­les fügt sich, al­les passt, al­les ist schön.


cur­ry­wurst

felix schwenzel in gekocht

eine wurst auf rotem curry auf einem weissen teller. auf der wurst ist noch etwas siracha zu sehen

die idee mir heu­te abend eine cur­ry­wurst zu ma­chen kam mir heu­te beim mor­gen­spa­zier­gang. weiss gar nicht war­um ich da nicht schon viel frü­her drauf ge­kom­men bin.

das cur­ry be­steht aus zwie­bel­strei­fen, fein ge­wür­fel­tem, fri­schem ing­wer, ka­rot­ten­strei­fen, chi­na­kohl und ro­ter pa­pri­ka. dazu rote cur­ry-pas­te, et­was sam­bal olek und ko­kos­milch.