ich suche weiter nach vierblättrigen kleeblättern. seit tagen erfolglos. mittlerweile glaube ich, dass ich die beiden einzigen vierblättrigen kleeblätter im wedding gefunden habe. which is natürlich quatsch. aber es fühlt sich so an. denn meine wahrnehmung funktioniert im prinzip. ich sehe immer wieder vierblkättrige kleeblätter, die sich dann aber leider immer als optische täuschung, überlagerung herausstellen.
dafür kenne ich mitllerweile die kleeinseln in und um den volkspark rehberge ganz gut, weiss wo das zeug wächst und erkenne mittlerweile auch die verschiedenen sorten. ausserdem hat das video von rabbithole (mein kommentar dazu) in der zwischenzeit etwas mehr verbreitung gefunden. bin mal gespannt wann ich die ersten 🍀-funde im netz sehe. weil grundsätzlich funktionieren die tricks aus dem video beim finden gut. grundsätzlich.
frida wartet währen dich auf den boden starre.
johnny ist immer noch auf substack (statt auf spreeblick), war auf der CSD trauerveranstaltung, hat ein bild-fernsehteam gesehen, still gegen die bild protestiert und ist viral gegangen.
gestern bei der kaltmamsell gelesen, dass sie und herr kaltmamsell auf der museuminsel hombroich waren. an meinen letzten besuch dort erinnere ich mich als wäre es gestern, auch wenn meine erinnerungen daran leicht verblasst und verschmolzen sind. ich bin ja in der gegend mit den broichs aufgewachsen. fussbroichs, grevenbroich, korschenbroich, mörsenbroich, broichweiden waren namen sie ich in meiner jugend ständig gesehen habe. in der gegend gibt viele eigenartige ortsnamen. wenn wir nach aachen fuhren, passierten wir immer geilenkirchen (ecclesia erotica) und puffendorf (vicus lupanaris), auf dem weg nach düsseldorf gings an hombroich und grevenbroich vorbei.
jedenfalls liess sich mein internes gedächnis an den inselbesuch nicht mit meinem externen gedächnis verifizieren. ich habe hier nie etwas über die museumsinsel hombroich geschrieben oder bilder davon gepostet — oder kann sie nicht mehr finden. auch auf meinen social media profilen fand ich zunächst nichts. in meiner fotobibliothek fand ich dann über die ortssuche einen haufen bilder aus dem april 2011. mein archiv vom april 2011 zeigt schöne texte von der #rp11, aber nix von hombroich. mein twitterarchiv reicht nur bis 2012 (obwohl ich mich bei twitter 2007 angemeldet habe), mein erster instagram post ist vom oktober 2011 (lokale kopie). ich war mir aber sicher, dass ich zu diesem besuch etwas ins internet geschrieben oder gepostet hatte. mit spotlight fand ich dann einen hinweis in einer backupdatei auf dieses youtube video aus dem graphischen kabinett der museumsinsel, dass ich 2011 gepostet habe.
meine erinnerungen an die museumsinsel sind, wie gesagt, verwaschen. ich erinner mich aber sehr gut an die cafeteria. essen und getränke dort sind im eintrittpreis inbegriffen. die museumsinsel selbst erklärts (in einfacher sprache) so:
In der Cafeteria bekommen Sie ein kostenloses einfaches Buffet.
Das Essen kommt von Landwirt:innen und Lieferant:innen aus der Nähe. Darum ist das Essen besonders frisch.
meine erinnerung ist, dass es rosinenbrot gab. das brot war vorgeschnitten und es gab butter. die einfachheit dieser mahlzeit hat mich damals sehr begeistert. und die wespen auf der insel auch.
ich hab das schon öfter geschrieben, dass ich kunst die einem im alltag begleitet oder einfach entdeckbar ist interessant finde. meine eltern hatten nicht wenig kunst bei uns im haus und das zusammenleben mit diesen arbeiten öffnete permanent neue perspektiven. das alles funktioniert in einem museum auch, aber eben anders.
mir gehts in museen oft so, dass ich schnell gesättigt bin. beim sushi essen wird der ingwer traditionell ja nicht mit dem sushi gegessen, sondern zwischen verschiedenen sushi-sorten. damit verschafft man dem geschmackssinn angeblich eine erholung. und genau deshalb ist die musueminsel hombroich so toll. man wandert durch wunderschöne natur und stösst wie zufällig auf gefällige architektur in der oder um die kunst hängt, liegt oder steht.
natur@museumsinsel.homboich
mit dem prinzip der discoverability von kunst in der natur habe ich auch eine frühe kindheitserinnerung. meine eltern hatten bekannte die bei ludwig schokolade oder trumpf arbeiteten. ihr wohnhaus war ein frmen-bungalow, der direkt am park der familie ludwig lag und auch zugang zu diesem park hatte. der park war weitläufig und mit vielen skulpturen und bäumen gespickt. kristof und ich erkundeten den park regelmässig wenn wir bei den bekannten unserer eltern zu besuch waren. wir bekletterten die skulpturen und freuten uns über die abwesenheit von erwachsenen. der park war damals nicht öffentlich und ist heute mehr oder weniger komplett zugebaut. kunst einfach rumstehen zu lassen damit sie entdeckt, begriffen oder ignoriert werden kann, ist meiner meinung nach immer noch die beste art kunst zugänglich zu machen. mindestens genau so gut wie geschnittenes rosinenbrot.
die architektur, die bauten die auf der insel stehen sind einerseits typisch für die region und andererseits untypisch, weil geschmackvoll und minimalistisch. einfache geometrische formen umgeben von gezähmter, halb wilder natur. gelegentlich wird die natur getrimmt um die bauten zu ergänzen, an manchen stellen darf die natur machen was sie will.
auf den fotos der beifahrerin fummel ich ständig am handy rum. ich habe damals ganz offensichtlich beim besuch der insel an die verwertbarkeit im internet gedacht. sollte ich das noch rausfinden wo ich das damals gepostet habe, schreibe ich einen nachtrag. die fotos oben sind alle von der beifahrerin (mit einer Canon PowerShot SX200 IS powergeschossen). hier sind noch ein paar fotos die ich damals (mit einem HTC Incredible S) gemacht habe.
selfie anno 2011
falls das noch nicht deutlich geworden ist: ich kann einen besuch der museumsinsel hombroich sehr empfehlen. das museum ist in der nähe von düsseldorf und ist mit dem auto am besten zu erreichen. bus und bahn gehen auch, wenn man gut zu fuss ist.
gestern an der fischerpinte am plötzensee stand die tür offen. der ort ist einerseits sehr einladend und romantisch, aber gleichzeitig ein bisschen unheimlich. rechts auf einer liege hatte sich jemand zum schlafen gelegt.
zum erhalt der fischerpinte gibt es eine info-seite und eine petition. auf der info seite heisst es:
Nach dem Tod des bisherigen Pächters ist die Fischerpinte geschlossen. Wann es weitergeht ist eine Sache, die vom Amtsgericht geklärt werden muss – was danach entstehen könnte oder bleiben darf, dass ist Sache des Bezirksamtes.
Wir, als Anwohner des Wedding, setzen uns dafür ein, die Fischerpinte zu retten – im Einklang mit dem Naturschutz. Und mit den Booten, so wie seit über 100 Jahren.
[E]s ist jetzt alles ultra, alles transzendiert unaufhaltsam im Denken wie im Tun. Niemand kennt sich mehr. […] Junge Leute werden viel zu früh aufgeregt und dann im Zeitstrudel fortgerissen; Reichtum und Schnelligkeit ist, was die Welt bewundert und wornach jeder strebt […]
ich habe cursor mal meine apache logs auswerten lassen, wer in den letzten 14 tagen hier seiten aufgerufen hat. wie man sieht, machen offenbar suchmaschinen-indexer und echte besucher nur einen sehr kleinen teil aus. den grössten batzen machen hier täglich so um die 40-50 tausend bots oder scripte aus. im prinzip habe ich hier ein riesiges cache-warming botnetz.
RSS feeds häufig und von überall aus abzurufen ist durchaus im sinne des erfinders, aber wenn man das auf minuten runterrechnet, sind das im schnitt acht abrufe meiner RSS feeds pro minute.
bots & scripts
LLM
indexer
humans
Σ
seiten
43.000
4.800
4.200
400
52.400
RSS
10.900
-
-
1.000
11.900
.md
180
-
30
-
210
summe
54.080
4.800
4.230
1.400
64.510
eigentlich wollte ich sehen, wie die markdown-dateien angenommen werden. es zeigt sich: nicht schlecht, im schnitt 200 aufrufe pro tag, aber nichts gegen den abruf von 50 tausend html-seiten durch bots, scraper und indexer. die „humans“ zahlen sind auch eine optimistische näherung. das matomo-pixel das ich in den RSS feed gepackt habe tählt um die 400 RSS leser täglich, aber da mein matomo-host stats.wirre.net auf einschlägigen ad- und trackerblocker listen steht, dürfte 1000 leser ungefähr und mit etwas optimismus passen. die 400 menschlichen seiten-leser sind der tägliche schnitt laut matomo ohne optimismus zuschlag.
tl;dr: i’m blogging for the bots
interessant finde ich, dass rezepte mittlerweile dank google die meistbesuchten seiten hier sind (ausser der startseite). die zahlen sind auch aus den letzten tagen auf die unique pageviews pro tag runtergerechnet.
tl;dr: google schickt suchende nur noch auf rezepte.
zwei tage in folge beim morgenspaziergang kein vierblättriges kleeblatt gefunden, dafür heute eine gurke.
nachtrag:
ich hatte mir ja vor ein paar tagen in den kopf gesetzt morgens, beim spaziergang, immer ein vierblättriges kleeblatt zu finden. zwei mal hat das geklappt. dann, am freitag, habe ich intensiv gesucht und auch einige grosse, saftige klee-inseln gefunden. aber eben keine vierblättrige kleepflanze. das hat mich erstaunlich stark frustriert und natürlich ist diese angespannte, verkrampfte haltung beim kleeblattsuchen wohl eher kontraproduktiv. oder ganz allgemein im leben.
auch heute wollte ich gerne ein vierblättriges kleeblatt finden, aber mir war es viel egaler als am freitag. ich hab mich wieder ordentlich dem hund zugewandt und in erster linie auf frida konzentriert — was dann auch für gute laune bei mir sorgte. oder genauer, ich hab mich von fridas guter laune anstecken lassen und mich von meinem komische, selbstgestellten aufgaben nicht runterziehen lassen. trotzdem kein 🍀 gefunden, aber wieder viel darüber gelernt, wei man sich gekonnt selbst verarschen kann.
das war einerseits alles ziemlich vorhersehbar, weil ich das rezept für strange new worlds und star trek langsam in und auswendig kenne. obwohl das rezept stereotype und ungeniessbare zutaten hat, kommt am ende, auf der metaebene, doch immer was ansehnliches raus, was man zwar nicht essen will, aber schön anzusehen ist.
diese folge versucht auch explizit besondern klug zu sein und greift wieder rief in den temporalen bausteinkasten und was am ende rauskommt ist zwar albern, aber nicht doof. irgendwie ergibt sich im ganzen ein bild, das klüger ist als die summe des addierten quatsches.
mir fiel auf jeden fall auf, dass ich diese geschmacksrichtung star trek der noch pathosgetränkteren geschmacksrichtung star fleet academy um längen vorziehe. ich habe mich gut unterhalten gefühlt und musste mich über den quatsch und pathos nicht aufregen, weil das gesamtpaket passte.
nachdem ich zwei tage in folge jeden tag ein 🍀 gefunden habe, fiel mir enflich das deutsche wort für streak ein: strähne. weil man ja auch glückssträhne sagt.
vierblättrige kleeblätter zu finden hat natürlich nichts mit glück zu tun. weder das finden, noch das was einem danach passiert.
ich habe die 🍀 nicht wegen glück oder tüchtigkeit gefunden, sondern weil ich nach ihnen geguckt habe. so wie gabriella gerhardt in diesem video gesagt hat, man findet sie nicht, sondern man sieht sie. das klappt tatsächlich im (langsamen) vorbeigehen.
obwohl glück lösen 🍀 dann doch auch aus, aber eher glück im sinne von zufriedenheit. es befriedigt mich durchaus so ein 🍀 zu finden und mich dann wieder auf den morgenspaziergang konzentrieren zu können.
und ich würde da gerne eine gewohnheit draus machen. ein paar minuten pro tag in so etwas sinnloses zu investieren, das so befriedigend ist, hört sich für mich interessant genug an, um meinen ehrgeiz zu wecken. deshalb folgen hier in den nächsten wochen nicht nur unzählige baumbilder, sondern (hoffentlich) auch unzählige kleebilder.
ich hab in den letzten monaten immer wieder überlegt wie ich artikel von hier auf instagram bringen kann oder umgekehrt. auf instagram habe ich immer noch viele menschen die mir folgen, oder besser gesagt, die auf pflanzenbilder und selfies von mir reagieren. instagram selbst nutze ich selbst so gut wie gar nicht mehr, weil ich mich immer ärgere wenn ich die app offen habe und verführt werde kurze videos in mich reinzustopfen. zack sind 30, 40 minuten vorbei und ich ärgere mich, dass ich meine zeit nicht selbstbestimmt verschwendet habe.
die schwierigkeiten die instagram einem in den weg legt wenn es darum geht eigene inhalte von instagram zurückzuholen sind erstaunlich. instagramm gibt sich sehr viel mühe öffentliche beiträge nicht automatiert auslesabr zu machen, ausser man heisst googlebot. jedenfalls hab ich mehr oder weniger aufgehört auf instagram zu posten, weil das kopieren der beiträge von instagram hierher zu mühsam wurde und umgekehrt nicht möglich ist.
ausser man wandelt sein instagramkonto in ein professionelle konto um, meldet sich bei facebook als entwickler an, verknüpft sein facebook und instagramkonto und stellt an einigen stellschraben rum. nach langem zögern hab ich das jetzt gemacht und kann beiträge von hier einfach auf instagram posten — per knopfdruck im kirby backend.
im indieweb nennt man das posse: „Publish (on your) Own Site, Syndicate Elsewhere“
ich veröffentliche also hier ein foto und von hier dann zu mastodon, bluesky, standard.site — und jetzt auch zu instagram. und jetzt wo ich über meta/facebook auch eingeschränkten zugang zur API habe, kann ich auch kommentrae von instagram hierherholen.
so nutze ich zwar meta/facebook/instagram, aber wenn die mich morgen sperren solten oder ich sie oder meta verendet oder nur noch spanner-brillen verkauft ist mir das egal — weil ich nix verliere.
ich bin kein freund davon zu behaupten sei irgendwas oder gar alles besser gewesen. aber den zustand der isntagram-app, bzw. der instagram-timeline, würde ich schon gerne beklagen. alles ist unübersichtlich geworden, ständig will mir jemand was verkaufen oder mich hypnotisieren und meine aufmerksamkeit absaugen.
wie wohltuend ist da zum beispiel grain: ein vertikaler, scrollbarer sreifen mit fotos, nichts als fotos. und: dark mode, herzchen zum drücken und … fotos. ich schleiche zwar seit wochen durch die ATmosphere, aber auf grain hat mich heute nochmal pxlnv.com gestupst.
weil grain auf dem ATprotokoll basiert und die fotos und metadaten auf meinem, bzw. dem PDS von bluesky speichert, kann ich kirby auch einfach beiträge auf grain posten lassen (indem kirby eingach im richtigen format/schema metadaten und einen blob speichert). auch das geht aus dem kirby-backend per knopfdruck und sieht dann so aus.
warum nicht pixelfed? ich würde sagen weil es meinem verständnis von digitaler unabhängigkeit widerspricht mir ein weiteres social media konto anzulegen nur um einen weiteren ausgabekanal für das zu haben was ich hier auf wirres.net und meiner eigenen fediverse gotosocial instanz schon habe. bei grain hingegegn melde ich mich mit meinem vorhandenen bluesky-konto an und dort, auf dem bluesky PDS wird das auch alles gespeichert und ich kann mit den daten machen was ich will. keine reibung, kein zusätzlicher login, kein zusätzlicher API key, einfach ein weiterer kanal.
weil es so einfach ist bei diensten mitzumachen, die auf dem ATprotokoll aufsetzen, hab ich mir gedacht mal alle profile die ich im lauf der zeit angelegt habe aufzulisten. das ist auch ganz einfach, indem ich in meinen PDS gucke.
ich weiss nicht ob mein verständnis von unabhängigkeit richtig ist oder der reinen lehre entspricht, aber dieses possen fühlt sich gut an. alles zuhause an einem ort zu haben und da wo es geht, da wo es vielleicht wen interessiert, auch meinen quark hinschieben zu können. oder eben auch nicht. wiediewied es mir gefällt.
tageswerk heute erledigt.
wegweiser sind immer auch weg-weiser im sinne von „geh weg“
🍀
mal schauen ob ich nen streak schaffe. jeden tag eins finden.
nach vierblättrigen geguckt hab ich heute nur 2 minuten lang. dann stach es mir (quasi) ins auge.
ich erinnere mich noch gut wie ich 2001: odyssee im weltraum zum ersten mal gesehen habe: vor 37 jahren auf einem blassen, niedrig auflösenden röhren-farbfernseher1 im keller der eltern meiner damaligen freundin heike. ich hab den film noch nicht mal von anfang an gesehen, sondern als wir einschalteten lief er schon ne ganze weile. die handlung war nicht wirklich nachvollziehbar und der film war deutsch synchronisiert.
der film war also auf vielfältige weise verhunzt: niedrigauflösend, niedrig frequent, lichtarm, mit deutschen stimmen gepanscht, mit einemschepprigen mono-lautsprecher, nicht in einem darkroom (kino) präsentiert. wahrscheinlich waren auch die seiten wegen des fernsehformats abgeschnitten.
trotzdem schlug der film voll bei mir ein. ich war schwer beeindruckt und auf eine gute art irritiert. als ich mir den film später nochmal auf DVD oder im stream ansah, sehr viel besser aufgelöst, mit besserem ton und den originalstimmen, war ich genau so beeindruckt und irritiert. und konnte die handlung immer noch nicht nachvollziehen.
den neuen film mit ner odyssee, den der nicht im weltraum und nicht 2001, sondern irgendwas mit 3000 b.c. spielt, der nicht von kubrick, sondern von nolan gefilmt wurde, hab ich noch nicht gesehen. ich hab momentan keine lust auf kino.
ich sehe mir filme lieber alleine, in meinem tempo, mit einer scheinbar riesigen leinwand, 50 zentimeter vor meinem gesicht, in form eines hochauflösenden apple displays an. als ich das letzte mal einen film in einem imax-fähigen kino gesehen habe war ich mehr irritiert und abgelenkt von den effekten, als ich es mir gewünscht hätte.
mich lenkt das ganze gewummer und der bombast eher vom inhalt ab, als es mir hilft in den inhalt einzutauchen.
nolan behauptet mit imax würde die leinwand verschwinden und dass das ein bild sei, in dem man sich verlieren könne.
ich werde mir nolans odyssee jedenfalls nicht im kino ansehen. weder im normalen, noch im imax kino. ich warte bis der irgendwo streamt und schaue ihn mir dann auf dem laptop an.
wenn ich so drüber nachdenke, würde ich mir den film vielleicht sogar gerne auf einem alten röhrenfernseher anschauen2. allerdings nicht synchronisiert.
irgendwo las ich in einer kritik, dass nolan bestimmte dinge gar nicht zeige, sondern der phantasie des zuschauers überlasse. das halte ich immer für eine sehr gute idee und wir alle wissen, dass das gut funktioniert, bzw. eines der grundrezepte von guten geschichten ist. auch deshalb frage ich mich oft: dient der bombast dazu, von einer schwachen geschichte abzulenken, ist der bombast die eigentliche geschichte oder dient die technik hier tatsächlich der geschichte?
mir fällt bei der aktuellen (dritten) staffel von house of the dragon (hotd) auf, wie sehr mich bombast manchmal langweilt. die kleine, in jedem detail liebevoll gestrickte geschichte des hecken-ritters (hedge knight) in a knight of the seven kingdoms hat mir um längen besser gefallen als diese staffel hotd. das langweilige kann so viel interessanter sein als das komplexe.
trotzdem. auf ne art bin gespannt auf nolans odyssee. aber ich habs nicht eilig.
das war der gleiche fernseher, auf dem ich subway zum ersten mal gesehen habe. ↩
wenn ich noch weiter drüber nachdenke: im prinzip ist nolans odyssee ein diabend mit einer viertelmillion schnell abgespielten dias. (3 stunden = 180 minuten = 10.800 sekunden macht 10.800 × 24 = 259.200 einzelbilder) ↩
gestern beim morgenspaziergang habe ich nach dieser inspiration im goethepark nach vierblättrigen kleeblättern gesucht. vergeblich. aber ich habe gemerkt, ja, wenn man hinschaut sieht man im stehen die einzelnen blätter ziemlich gut. frida hat das sehr irritiert, dass plötzlich nicht nur sie den boden intensiv inspiziert, sondern auch ich. aber mag die vorstellung, dass wir nun auf eine art gemeinsam den boden abschnüffeln, die eine olfaktorisch, der andere optisch.
den raben in den rehbergen gehts gut (die aufnahme ist vom freitag, heute früh habe ich sie aber wieder krächzend ums wildschwingehege fliegend gesehen).
sugar staffel 2 gefällt mir von der ersten folge an sehr gut. aber ich bin immer wieder irritiert, wie ähnlich colin farrell arnold schwarzenegger sieht. selbst die schrankfarbenen haare stimmen.
ich bin seit ein paar tagen auf dem iphone und meinem mac mit der betriebsystemversion 27 unterwegs. ich habe überall gelesen und gehört, dass die betas sehr stabil und fehlerarm seien und ich kann das bestätigen. der einzige merkliche unterschied, den ich täglich beobachte, ist dass die visuellen irritationen weniger geworden sind. oder umgekehrt, wenn ich auf den arbeitslaptop wechsle, auf dem noch tahö [sic!] läuft, wundere ich mich darüber, wieviele visuelle details in tahö kaputt sind.
bisher habe ich meinen youtube-konsum (in minuten) manuell aus der youtube-historie extrahiert, um ihn mir zu visualisieren. das war zwar meditativ, aber mühsam. ich addiere gerne im kopf, aber manchmal vergass ich das addieren tagelang. also habe ich mir eine safari-extension bauen lassen, die das für mich erledigt und die spieldauer von videos auf youtube für mich erfasst. das ist sehr praktisch und gleichzeitig (in absoluten zahlen) etwas irritierend.
meine ernährung besteht seit einer weile hauptsächlich aus etwas, das man am besten mit salzigem müsli beschreiben kann. irgendwelche gemüse die wir gerade im kühlschrank, der kühltruhe oder in dosen haben mit würziger sosse angemacht. gelegentlich mit tofu, fake-hack oder huhn kombiniert. dabei improvisiere ich meistens, mal mit weniger guten, mal mit besseren ergebnissen. was gut schmeckt wird öfter gemacht. gestern und vorgestern ausversehen einen ganzen spitzkohl weggeputzt mit diesem rezept:
tofu trocknen und in heisses fett fein zerkrümmeln und scharf anbraten.
wenn alles kross ist eine in streifen geschnittene zwiebel dazugeben und glasig braten
würzsosse: etwas fett, sojasosse, essig und sambal oelek verrühren und über die tofu-zwiebel-mischung geben
reichlich feingeschnittenen spitzkohl dazu in die pfanne geben
ein paar cocktail-oliven kleinschneiden und am ende mit etwas zerkrümelten feta dazugeben und nur noch kurz beim unterrühren braten und die hitze schnell abschalten.
in life, you can wait to be lucky, but there’s usually a way you can make your own luck.
das video ist auf ganz vielen ebenen wundervoll. der video-beschreibung nach geht es nur darum vierblättrige kleeblätter zu finden und ein bisschen wissenschaftlicher hintergrund dazu. aber mit dem auftritt der kleeblatt-jägerin gabriella gerhardt wird’s wirklich interessant. um vierblättrige kleeblätter zu finden sollte man einfach loslassen, dass grosse bild betrachten und die mustererkennung in unserem kopf autonom arbeiten lassen. sehr zu sehen zu empfehlen, wie die meisten videos von rabbithole.
wenn ich das so lese was maren kroymann in diesem interview sagt und was ihre männlichen kollegen in den medien so absondern, dann wünsche ich mir im alter eher eine alte, weisse, lesbische frau zu werden, als ein zynischer, alter, weisser mann.
Anthropic compares the J-space to the global workspace in humans, a theoretical region of the brain that some scientists think we use to keep track of our conscious thoughts. But how seriously we should take this comparison is far from clear—even to Anthropic. As the company points out itself, LLMs are not brains.
darüber, dass apple seit ein, zwei jahren entwickler dazu zwingt ihre app icons in „squircle“ form zu gestalten wird seitdem an- und aufgeregt diskutiert. was mir in der diskussion immer wieder fehlt, ist der hinweis darauf, dass einschränkungen (contraints) der eigentliche motor für kreativität sind und genau diese regel, die apple sich aus der nase gezogen hat, als herausforderung angesehen werden könnte — und nicht als hindernis.
das wird zwar auch in diesem artikel über squircles nicht thematisiert, aber dafür ein gedanke von louie mantia, nämlich dass es durchaus auch einen wert hat, dass apps konsistent im squircle-jail eingeschlossen sind: die erkennbarkeit als app.
glocken in england ruhen kopfüber. das ist schonmal erstaunlich. ebenso erstaunlich: glockenläuten ist eine gemeinschaftsarbeit die dazu auch noch meditativ ist. ein höchst erstaunliches video. nicht überraschend: dass tom scott das läuten verkackt.
Als bekannt wurde, dass Oscarpreisträgerin Lupita Nyong’o in Christopher Nolans Verfilmung der Odyssee die Helena spielen würde, ließ Kritik nicht lange auf sich warten. In Sozialen Netzwerken hieß es, diese Besetzung sei historisch unzutreffend. Helena von Troja, auch bekannt als die schöne Helena, sei schließlich weiß gewesen.
genau, und jesus, cleopatra und winnetou auch. und caesar war blond und und hatte marmorfarbene haut.
menschen die ihr historisches wissen aus film und fernsehen oder aus ihren eigenen oder den halluzinationen einer KI beziehen sollte man wahrscheinlich eh nicht so ernst nehmen.
aber gelegentlich frage ich mich, woher die erwartung kommt, dass fiktion in irgendwas zutreffend oder akkurat sein müsste, ausser im übertragenen sinne?
gibt es menschen (oder biologen) die sich darüber eschauffieren, dass der wolf in rotkäppchen spricht oder dass es ein märchen gibt, in dem ein gestiegelter kater rumläuft?
man kann historische fiktion auch aus dem hier und jetzt kritisieren, die intention, die interpretation, so wie es sophie brakemeier auf filmlöwin tut. sehe ich zwar anders, spätestens sobald ich den film gesehen habe, aber das ist ja auch der witz, dasss man ein werk subjektiv, aus dem hier und jetzt beurteilt.
Uncovered, a site for judging books by their first pages. “No cover. No bestseller sticker, no celebrity book club, no BookTok trend. You read the opening of a real book, blind, and answer the only question that matters: would you keep reading?”
die idee find ich gut, die nutzung der site ist etwas unpraktisch und uninuitiv.
das video macht schon appetit. zwei der flaschen sind dann auch in meinem whisky.de-warenkorb gelandet. dann habe ich die warenkorbseite doch wieder geschlossen und alle zehn whiskys auf meinen whisky.de-wunschzettel gepackt.
aber weil solche wunschzettel erfahrungsgemäss nicht besonders lange halten, hier die liste der im video empfohlenen whiskys:
auch dank des autos wurden städte mehr und mehr versiegelt.
das finden bäume generell nicht gut.
auch wenn der gehweg vor ein paar jahren etwas entsiegelt wurde, ist dem baum vor unserer haustür, nach mehreen trockenen sommern, mal wieder ein ast zu schwer geworden.
das finden autos generell nicht gut.
der baum vor unserem haus hat ein ganz gutes auge und versuchte den ast in eine freie parklücke fallen zu lassen. leider hat der ast dann doch noch die windschutzscheibe des blaue chevy getroffen, die, per definition, eben keine baumschutzscheibe ist und entsprechend nachgab.
unser ID3, der diekt unter dem baum stand, wurde jetzt zum zweiten mal innerhalb eines jahres von herabfallenden ästen verfehlt.
In Dusty’s early days, when we felt quite lost, I used to occasionally encounter a friendly bedraggled stranger, who would always comment on what a lovely dog I had, which meant a surprising amount to me. On about the seventh occasion I saw him, he was sitting in a churchyard smoking crack. Dogs transcend social boundaries better even than sport and childcare, those usual mainstays of community expansion in secular societies.
kann ich bestätigen, durch frida habe ich, haben wir kontakt in soziale schichten, der ohne hund weder möglich, noch unbedingt wünschenswert gewesen wäre. aber so ist das schon interessant, was sich im alltag immer wieder für situationen ergeben.
was den artikel von william davies angeht: er erzählt vieles das wohl alle menschen die mit hunden zusammenleben kennen, aber bleibt für meinen geschmack etwas undifferenziert bei der positiven verstärkung als wichtigste erziehungsmassnahme stecken. positive verstärkung ist unglaublich effektiv, aber genau so sind es grenzen die man setzt und beziehungsarbeit. sich das vertrauen eines hundes zu erarbeiten, so dass der hund dem menschen zutraut schwierige situationen zu bewältigen und den nötigen überblick zu behalten, ist die eigentliche hauptarbeit. meine erfahrung ist, dass es sich lohnt viel arbeit in das lernen der sprache der hunde zu investieren. sie zu verstehen und mit dem körper zu sprechen. ein schlagwort dass man von menschen mit expertise immer wieder hört ist: „räume verwalten.“ wenn man das einmal verstanden hat, sich von den hunden selbst abgeguckt hat, ist das bereits die halbe miete einer erfolgreichen beziehungsarbeit.
The holy grail of dog training is focus, whereby the dog stares unerringly at their handler, waiting for instruction, regardless of distractions around them.
diese orientierung ist keine einbahnstrasse wie william davies es hier darstellt. die absolute konzenration des menschen auf den hund, unabhängig von ablenkung, handy oder sorgen, ist genauso unabdingbar. hunde prüfen ihre menschen unablässig, ist der mensch verfügbar, hat die person ein auge auf mich, kann sie wirklich mit dieser situation umgehen? wenn es auch nur den leisesten zweifel gibt, springt der hund ein und übernimmt führung, verantwortung und die kontrolle — bis man sie ihm wieder (sanft, geduldig, körpersprachlich) abringt.
als ich vor fast 30 jahren mit meinem damaligen mitbewohner hannes und ein paar kommilitonen in zürich das bühnenbild und licht für ein theaterstück gemacht habe, hatte hannes eine ganz bestimmte vorstellung vom licht.
er war fasziniert davon, wie das licht von bildschirmen das menschliche gesicht beleuchtet. damals waren die bildschirme vor unseren gesichtern noch flackernde, oft blaustichige röhrenmonitore.
moderne mobiltelefone sind nicht nur im wahrsten sinne des wortes mobile fernseher, sondern auch mobile gesichtsbeleuchtungen. sie sorgen dafür, dass menschen im dunkeln mit beleuchteten gesichtern durch die gegend laufen können.
in der ubahn habe ich auch schon oft beobachtet, dass mobiltelefone auch als beleuchtete spiegel genutzt werden können — und genutzt werden.
mich wundert allerdings, dass diese gesichtsbeleuchtungsfunktion noch keine apps hervorgebracht hat die das aktiv nutzen. auf macs gibt es für videokonferenzen bereits einen virtuellen, aber wirksamen leuchtring um sich vorteilhaft mit dem bildschirm auszuleuchten.
ich frage mich warum es sowas noch nicht als apps auf telefonen gibt: „zeichne dein gesicht weich, während du entspannt in der ubahn doom-scrollst“. man könnte sich vornehme blässe aufs gesicht zaubern oder seiner wut besonderen ausdruck verleihen.
mit ein bisschen hardware-aufwand, gerichteten LEDs oder schwachen lasern könnte man optisch, mit gezielt eingesetztem licht, leichte kosmetische korrekturen im gesicht vornehmen oder konturen betonen.
irgendwann, wenn mobiltelefone wirklich gut mit diesen lichteffekten sind und uns signifikant besser aussehen lassen können, wird die kosmetische wirkung von mobltelefonen vielleicht wichtiger als die bilder und videos auf dem bildschirm.
wer weiss, vielleicht halten wir uns in zukunft das telefon nicht mehr vors gesicht, um etwas zu sehen, sondern um in einem besseren licht zu erscheinen.
das video ist auf ganz vielen ebenen wundervoll. der video-beschreibung nach geht es nur darum vierblättrige kleeblätter zu finden und ein bisschen wissenschaftlicher hintergrund dazu. aber mit dem auftritt der kleeblatt-jägerin gabriella gerhardt wird’s wirklich interessant. um vierblättrige kleeblätter zu finden sollte man einfach loslassen, dass grosse bild betrachten und die mustererkennung in unserem kopf autonom arbeiten lassen. sehr zu sehen zu empfehlen, wie die meisten videos von rabbithole.