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foto eines baums im volkspark rehberge, der ein bisschen wie ein alien ausieht

Ali·en
/ˈeɪ­li̯ən/
Sub­stan­tiv, mas­ku­lin oder Sub­stan­tiv, Neu­trum [der]


wenn man sich bäu­me ge­nau an­guckt, kommt man ei­gent­lich aus dem stau­nen nicht mehr her­aus. sie zie­hen koh­len­stoff aus der luft um dar­aus mit hil­fe des son­nen­lichts zel­lu­lo­se zu ma­chen. bäu­me be­stehen aus fest­ge­wor­de­ner luft.

bäu­me sind ei­gent­lich eine le­ben­de haut über ei­nem to­ten ske­lett aus ver­holz­ter luft. das in­ne­re eine baums be­steht aus to­ten zel­len und dient le­dig­lich der sta­bi­li­tät. die bor­ke be­steht auch aus ab­ge­stor­be­nen zel­len. das le­ben ei­nes baums fin­det sich zwi­schen holz und rin­de, in ei­ner hauch­dün­nen schicht, dem kam­bi­um. ein ur­alter baum ist ei­gent­lich ein jun­ger or­ga­nis­mus, der auf sei­nen to­ten vor­fah­ren wächst.

bäu­me ha­ben kein herz, kei­ne pum­pen und schaf­fen es doch was­ser in bis zu 115 me­ter höhe zu trans­por­tie­ren.

in den ka­pil­la­ren von bäu­men herr­schen bis zu -15 bar un­ter­druck (au­to­rei­fen pum­pen wir in der re­gel auf +2,5 bar auf).

bäu­me le­ben in sym­bio­se mit pil­zen und tau­schen mit ih­nen nähr­stof­fe.

bäu­me pum­pen zu­cker­lö­sung in den bo­den (un­ter an­de­rem) um ihre nach­kom­men im schat­ten zu ver­sor­gen und sie kom­mu­ni­zie­ren mit an­de­ren bäu­men über bio­che­mi­sche si­gna­le.

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ai is the new vfx. ever­y­bo­dy de­nies using it, while still using it ever­y­whe­re.
same me­cha­nics as in: “NO CGI” is re­al­ly just IN­VI­SI­BLE CGI.

https://www.you­tube.com/watch?v=7ttG90raC­No


un­er­müd­lich

felix schwenzel in notiert

eben bin ich über die „an die­sem tag“ funk­ti­on in der bei­la­ge zu die­sem ar­ti­kel auf mein er­stau­nen von vor sie­ben jah­ren über pe­ter gross­mann ge­stos­sen. der mo­de­rier­te da­mals be­reits seit 22 jah­ren im ard-mor­gen­ma­ga­zin den sport.

ich mein, wo gibt’s so­was heut­zu­ta­ge noch, dass je­mand 22 jah­re lang gut­ge­launt ei­ner ex­trem lang­wei­li­gen tä­tig­keit nach­geht?

weil pe­ter gross­mann im­mer noch im ard-mor­gen­ma­ga­zin den sport mo­de­riert, sind das mitt­ler­wei­le 28 oder 29 jah­re. das ist schon eine be­ein­dru­cken­de be­stän­dig­keit.

um mich selbst ein biss­chen zu be­ein­dru­cken, hab ich ge­ra­de mal mei­nen hoch­zeits­ring ab­ge­staubt und mit dem te­le­fon fo­to­gra­fiert, da­mit ich mich er­in­ne­re, dass ich am hei­lig­abend 17 jah­re mit der bei­fah­re­rin ver­hei­ra­tet bin.

makroaufnahme von der innenseits meines hochzeitsrings. dort steht 24.12.2008

im fri­schen was­ser scheint sich so ein bri­ta fil­ter sehr wohl zu füh­len, im müll wirkt er trau­rig.


horch, horch

felix schwenzel in bilder

foto von einem zettel mit der aufschrift: »kein mensch hat das recht zu gehorchen.«
»kein mensch hat das recht zu ge­hor­chen.«

 
im­mer­hin hat mich der aus­hang die­ses zi­tats dazu ge­bracht ein we­nig zu „re­cher­chie­ren“ und da­bei die­se schö­ne dif­fe­ren­zie­rung von pa­trick gen­sing ge­fun­den zu ha­ben.

und schön zu se­hen, dass leu­te nicht nur auf so­cial me­dia ihre quel­len und ge­le­gent­lich je­der dif­fe­ren­zie­rung weg­las­sen, son­dern auch auf pa­pier oder hin­ter glas.


schwarm­phi­lo­so­phie

felix schwenzel in notiert

screenshot einer notification von „swarm“ auf meinem telefon: „You’re missing out! Don’t forget to check in where you go so you can look back on where you’ve been.“
mei­ne liebs­te swarm be­nach­rich­ti­gung ever

das, was mir swarm hier als hin­weis schick­te, ist zwar an tri­via­li­tät kaum zu über­bie­ten, aber lässt mei­ne phi­lo­so­phi­schen sai­ten schwin­gen. ich bin ja si­cher nicht der ein­zi­ge, der sich fragt:

war ich ir­gend­wo, wenn ich es nicht fest­ge­hal­ten habe?

viel­leicht fas­zi­niert mich die nach­richt auch so sehr, weil man sich sol­che tri­via­li­tä­ten („check in whe­re you go so you can look back on whe­re you'­ve been“) gar nicht oft ge­nug vor au­gen hal­ten kann:

merk dir was, um dich dran zu er­in­nern.


ich neh­me bis zum wo­chen­en­de schreib­auf­trä­ge an. was wür­dest du ger­ne (mal oder wie­der) auf wir­res.net le­sen?

kom­men­tier­te links, kom­men­ta­re zur welt­la­ge, schmäh­kri­tik, aus dem ma­schi­nen­raum, seo-ge­döns, es­says (wod­rü­ber?), fa­mi­li­en­le­ben, netz­po­li­tik, schwanks von frü­her, oder ein­fach wei­ter so? oder was ganz an­de­res?

ant­wor­ten ger­ne auf blues­ky, in den kom­men­ta­ren oder per mail.


auf der re­pu­bli­ca hab ich die­ses jahr 12 euro für eine schei­be frit­tier­tes pflan­zen­pro­te­in mit sos­se und kal­ten, durch­weich­tem bröt­chen drum rum be­zahlt. wir­res.net/ar­tic­les/rp25-bur­ger


„con­do­leez­za ri­ce fällt in chi­na um“

felix schwenzel in notiert

selt­sa­mer wei­se funk­tio­nie­ren man­che din­ge bei goog­le hal­be ewig­kei­ten. an­de­re diens­te wie­der­um schal­tet goog­le lan­ge vor der hal­ben­e­wig­keit ein­fach ab.

ich habe vor 10 oder 20 jah­ren ein paar goog­le alerts auf­ge­setzt — haupt­säch­lich aus ego-goog­le-grün­den — die nach wie vor funk­tio­nie­ren. heu­te habe ich mal auf den link „Mehr Er­geb­nis­se se­hen“ in der email ge­klickt und habe ge­se­hen …

screenshot aus dem google alerts manager, der zweite alert den ich konfiguriert habe lautet „condoleezza rice fällt in china um“

… dass ich vor ei­ner lan­gen wei­le mal ei­nen alert für „con­do­leez­za rice fällt in chi­na um“ kon­fi­gu­riert habe. für die­sen satz gibt es der­zeit laut goog­le kei­ne er­geb­nis­se. das dürf­te sich heu­te än­dern und da­nach wahr­schein­lich nie wie­der von ir­gend­wem auf­ge­schrie­ben wer­den.


heu­te zum ers­ten mal ei­nen gu­ten rutsch ins neue jahr ge­wünscht be­kom­men. und am sonn­tag ist ers­ter ad­vent, #wie­die­zeit­ver­geht



ich glau­be man kann re­la­tiv ge­fahr­los ge­haup­ten, dass die kle­ne re­stau­rant-hüt­te in den reg­ber­gen den geist der po­pu­lä­ren ku­li­na­rik in deutschand auf den punkt ge­bracht hat.

  • piz­za
  • pas­ta
  • schnit­zel
foto einer tafel vor dem restaurant la foresta in den rehbergen, mit der aufschrift pizza, pasta, schnitzel

… und ge­nau­so so ein ty­pisch deut­sches be- und er­leuch­tungs­ver­hal­ten dürf­te die­ses bild zei­gen: licht da­hin zu brin­gen wo es schon hell ist und kein licht da­hin schei­nen, wo es dun­kel ist.

das foto zeigt einen laternenmast an dessen oberen ende ein paar LED-panels hell leuchten, obwohl der himmel taghell ist.

sie­he auch sym­bol­vi­deo deut­sches pflicht­ge­fühl (2018).


ob­wohl — oder ge­ra­de weil — in sao pau­lo aus­sen­wer­bung ver­bo­ten ist, war die for­mel1 stre­cke die­ses wo­chen­en­de ex­trem voll­ge­stopft mit wer­bung.

(seit 2007 ist wer­bung in sao pau­lo ver­bo­ten, 2017 wur­de ver­sucht das ver­bot auf­zu­lo­ckern, aber of­fen­bar nur mit ge­rin­gem er­folg.)


fahrt zum summ­ter see und zu­rück

felix schwenzel in notiert

als wir heu­te früh zum summ­ter see ge­fah­ren sind, hat mir goog­le eine stre­cke vor­ge­schla­gen, die „bis zu 67 % En­er­gie“ spa­ren wür­de. die stre­cke ist auch die di­rek­tes­te ver­bin­dung und führt über 21 km qua­si stän­dig durch wohn­ge­bie­te. die hin­fahrt ging zü­gig, mit viel grü­ner wel­le, weil um kurz vor acht noch sehr we­nig ver­kehr herrsch­te. ich glau­be die ETA habe ich am ende um 6 mi­nu­ten un­ter­bo­ten.

auf der rück­fahrt war mir mehr nach ent­spann­te­rer fahrt, ohne stop & go, wes­halb ich kurz nach summt auf die au­to­bahn ab­ge­bo­gen bin. die­se stre­cke ist um die 37 km lang. die fahrt­zei­ten wa­ren je­weils um die 30 mi­nu­ten.

screenshot des GPS tracks für die fahrt nach summt und zurück

zu­hau­se an­ge­kom­men woll­te ich mal nach­rech­nen.

stre­cke ver­brauch ver­brauch
hin 21 km 4,5 kWh 21,4 kWh/100 km
zu­rück 37 km 7,2 kWh 19,5 kWh/100 km
58 km 11,7 kWh 20,2 kWh/100 km

das macht die hin­fahrt 38 % spar­sa­mer (aber auch 43 % kür­zer). ich bin auf der au­to­bahn zwar ma­xi­mal 110 km/h ge­fah­ren, aber die län­ge­re stre­cke machts dann. und land­stras­se und stadt-/dorf-ver­kehr ist halt im elek­tro­au­to ein­fach spar­sa­mer als au­to­bahn.

schön: am summ­ter see ist eine (lang­sa­me) la­de­säu­le, dort hab ich wäh­rend des spa­zier­gangs 5,4 kWh nach­ge­tankt.

screenshot des akkustand-verlaufs heute

„er­tüch­ti­gung der zaun­an­la­ge“

felix schwenzel in notiert

am plöt­zen­see wur­de in den letz­ten mo­na­ten das ufer sa­niert (ber­lin.de: Ufer­sa­nie­rung Plöt­zen­see). ich lie­be das be­hör­den­deutsch das man auf den bau­stel­len­schil­dern und der in­fo­sei­te auf ber­lin.de le­sen darf:

  • Ufer­ent­schlam­mung Nord­ufer
  • Auf­bau ei­nes Röh­richt­be­stan­des am Nord­ufer
  • Her­stel­lung ei­nes Klein­ge­wäs­sers am Nord­ufer
  • Punk­tu­el­le Vern­äs­sun­gen mit Röh­richt­an­sie­dung am Ost­ufer
  • An­saat von Halb­tro­cken­ra­sen
  • Ber­gung al­ter Zaun- und Bo­jen­res­te
  • Er­tüch­ti­gung der Zaun­an­la­ge
  • Er­neue­rung der Bo­jen­ket­te

die „vern­äs­sung“ des ufers und die „er­tüch­ti­gung“ der zaun­an­la­ge sind mitt­ler­wei­le vor­be­rei­tet, al­ler­dings sind ne­ben der „er­tüch­ti­gung“ der zaun­an­la­ge, auch tü­ren in die zaun­an­la­ge ein­ge­baut wor­den. die tü­ren wur­den al­ler­dings noch nicht mit schlös­sern er­tüch­tigt, wes­halb man sich mit fahr­rad­ket­ten oder un­tüch­ti­gen bau­zäu­nen, die man vor die tü­ren stellt, be­hilft.

an man­chen tü­ren hat es aber we­der für ein schloss, noch eine fahr­rad­ket­te ge­recht.



vor vier jah­ren habe ich eine ko­lum­ne für die t3n ge­schrie­ben, in der ich be­schrei­be, war­um ich mich nicht mehr auf­re­ge: ein­fach al­les auf­schie­ben.

Mitt­ler­wei­le blog­ge ich fast nur noch auf­schie­bend: Ich set­ze mir Le­se­zei­chen und no­tie­re mir Sa­chen, über die ich schrei­ben könn­te, und schie­be sie dann vor mir her – bis ich sie im Back­log ver­ges­se: back­log­gen statt web­log­gen.

Das Er­geb­nis bleibt das glei­che: Ich rege mich kaum noch auf; die Em­pö­rungs­wel­len auf Twit­ter be­ob­ach­te ich zwar, las­se sie aber an mir vor­bei­zie­hen. Dem po­li­ti­schen Ge­sche­hen fol­ge ich, schaf­fe es aber nicht, mich dar­über auf­zu­re­gen. Ich weiß, dass eh al­les kom­pli­zier­ter ist, als es scheint, und es fahr­läs­sig wäre, sich vor­schnell Mei­nun­gen zu bil­den. Des­halb pla­ne ich dann meist die Mei­nungs­bil­dung für ei­nen spä­te­ren Zeit­punkt. So schie­be ich nicht nur drin­gen­de Ar­bei­ten vor mir her, son­dern auch die Auf­re­gung.

wei­ter­le­sen


die­ses jahr zum ers­ten mal som­mer­zeit­lag nach der zeit­um­stel­lung be­kom­men. sonst ging die zeit­um­stel­lung im­mer an mei­nem schlafryth­mus vor­bei, seit sonn­tag wa­che ich zwei stun­den zu früh auf. muss am al­ter ie­gen.


plur1bus

felix schwenzel in notiert

es ist ja nie gut mit über­höh­ten oder über­haupt ir­gend­wel­chen er­war­tun­gen in eine fern­seh­se­rie ein­zu­stei­gen. aber der vibe, die ab­sur­di­tät, die hap­tik die­ses vor­ge­schmacks auf die neue se­rie von vin­ce gil­ligan (auf ap­ple-tv), macht mich schon freu­dig. fängt am 7. no­vemb­ber an, in 15 ta­gen, also qua­si mor­gen.

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ges­tern ge­lernt, wenn man die mett­würst­chen zu früh zum grün­kohl hin­zu­fügt (be­vor die kar­tof­fel­wür­fel durch­ge­kocht sind), blei­ben die kar­tiof­feln hart. auch wenn man noch eine stun­de wei­ter­kocht. liegt wohl am ni­trit pö­kel­salz.


apro­pos che­mie und es­sen: die doku von MAI­THINK X über eben die­ses the­ma fand ich ganz se­hens­wert. in­klu­si­ve des ul­ti­ma­ti­ven pom­mes re­zept vom gott der po­ta­toe chips hes­ton blu­men­thal.

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nach­trag 02.11.2025: anje hat das oben ver­link­te re­zept aus­pro­biert und copy&pas­te-bar ge­macht. wäh­rend hes­ton blu­men­thal im vi­deo mit sei­nem sous vide ge­rät zeit spart, er­reicht man den glei­chen ef­fekt (of­fen­bar) auch mit et­was zeit und ge­duld und dem kühl­schrank.

wir sind ak­tu­ell dazu über­ge­gen­gen, pom­mes in ers­ter li­nie im air­fry­er zu ma­chen. die bei­fah­re­rin ist da­von im­mer sehr be­geis­tert, mir fehlt da ein biss­chen die fi­nes­se oder kon­kret, die brü­chi­ge, rau­he ober­flä­che. im air­fry­er geht das al­les sehr ein­fach, et­was fett­är­mer und ra­send schnell, aber die ober­flä­che der pom­mes ist glatt und ei­nen ti­cken zu fest.

jetzt wo anje es vor­ge­macht hat, wer­de ich für die nächs­ten pom­mes wie­der zwei­ein­halb bis drei stun­den zu­be­rei­tungs­zeit re­ser­vie­ren und ihr re­zept ex­akt nach­ko­chen.

nach­trag 2: jetzt auch selbst ge­macht.


zu­frie­den­heit und nost­al­gie

felix schwenzel in notiert

parzieller screenshot meines „crt“-artikels der mit css gestyled wurde um wie auf einem alten, grünlich schimmernden röhrenmonitor auszusehen.

nach ei­ner nacht drü­ber schla­fen bin ich (wei­ter) sehr an­ge­tan von mei­ner ar­beit von ges­tern. das ist das tol­le am (of­fe­nen) web; man sieht et­was was ei­nen be­geis­tert, kann sich im quell­text an­schau­en und ver­ste­hen wie das ge­macht wur­de, ein biss­chen wei­ter­re­cher­chie­ren, da­zu­ler­nen und das gan­ze dann selbst bau­en, tes­ten und dar­auf auf­bau­en. auch toll, dass kir­by die­se fle­xi­bi­li­tät mit­bringt, um so was in null kom­ma nix (3 stun­den) um­zu­set­zen.

das web ist des­halb toll, weil wir alle auf den schul­tern von gros­sen und klei­nen gi­gan­ten ste­hen kön­nen und dort, auf den schul­tern, un­ser ei­ge­nes ding ma­chen kön­nen.