der wirres.net-RSS-newsletter, den ich vor ein paar tagen gebaut habe, ist ein voller erfolg: meine mutter hat sich angemeldet, ohne dass ich sie drauf hinweisen musste oder ihr überhaupt etwas dazu sagen musste. allerdings ist meine mutter auch die einzige abonenntin. aber das ist auch gut so.
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mit diesem projekt ist es wirklich einfach sehr schöne karten oder karten-poster herzustellen. basiert (natürlich) alles auf open street map.
das habe ich auf meiner linux-kiste eingegeben:
curl -LsSf https://astral.sh/uv/install.sh | sh
git clone https://github.com/originalankur/maptoposter.git
cd maptoposter
uv run ./create_map_poster.py --city "Wedding" --country "Germany" --theme "neon_cyberpunk" -d 7200
und fertig, mein kiez:

(download grössere bild-version hier oder hier in „noir“)
gut, dass ich gerne statistiken führe. so sehe ich, wie regelmässig und konsequent ich mein liegestützen-training prokrastiniere und welche enormen fortschritte ich mache.
| datum | zeit | anzahl |
|---|---|---|
| 02.01.2026 | 17:00 h | 10 |
| 03.01.2026 | 19:00 h | 12 |
| 05.01.2026 | 17:00 h | 10 |
| 10.01.2026 | 20:30 h | 13 |
| 11.01.2026 | 11:00 h | 13 |
| 15.01.2026 | 16:10 h | 13 |
| 04.02.2026 | 06:40 h | 13 |
p.s.: das sind die langsamen knöchelliegestützen. schnelle, auf der flachen hand, schaffe ich ein paar mehr.
to title or not to title
social media posts haben in der regel keinen titel. man schreibt einfach irgendwas ins eingabefeld und fertig ist die statusmeldung. unter ins internet schreibenden, vor allem solchen die auf ihren eignen seiten ins internet schreiben, gibt’s deshalb immer wieder diskussionen und experimente wie man soetwas abbilden könne.
denn wenn man etwas veröffentlicht, speist man das einerseits in feeds ein, will es aber gegebenenfalls auch mit einer permanenten adresse versehen, also auf einer eindeutigen, verlinkbaren seite veröffentlichen. und webseiten haben traditionell nicht nur einen inhalt, sondern auch einen seiten- (oder tab-) titel. plattformen, auf denen man titellose statusmeldungen veröffentlichen kann, generieren dann titel wie …
[person xy] auf [plattform abc] hat was gepostet was mit diesen worten anfängt …
in blogs behilft man sich ähnlich, als titel werden einfach die ersten paar worte der titellosen statusmeldung als titel genommen. dieser beitrag hätte denn den titel:
wirres.net — social media posts haben in der regel …
so sähe die statusmeldung dann auch in einem RSS reader aus. RSS erfordert zwar in der von dave winer erdachten spezifikation kein titel-attribut, aber RSS readern ist das egal, sie wollen (fast) immer einen titel darstellen. da stünde dann:
wirres.net — social media posts haben in der regel …
social media posts haben in der regel keinen titel. man schreibt einfach irgendwas rein und fertig ist die statusmeldung. unter ins internet schreibenden, vor allem solchen die auf ihren eignen seiten ins internet schreiben, gibt’s deshalb immer wieder diskussionen und experimente wie man soetwas abbilden könne. […]
jedenfalls habe ich für mich eine lösung gefunden, mit der ich sehr gut leben kann. ich vergebe auch kurzen statusmitteilungen einen titel, zeige diesen aber nicht an (beispiel). da er aber dann doch da ist, zeigen browser, RSS-feeds, suchergebnisseiten ihn dann aber trotzdem an. für eine weile hab ich meine content managment systeme auch 128-zeichen lange zusammenfassungen aus dem beitrag generieren lassen, als titelersatz. aber so finde ich das sehr viel logischer, angenehmer und pragmatischer.
nachdem ich bei @eay in einer fussnote über openclaw gelesen habe, habe ich openclaw auch mal kurz angeguckt, aber nach 6 stunden entnervt wieder die kralle geschlossen.
automatisierungen mache ich lieber mit home assistant und das hier ging dann auch mit home assistant viel einfacher als mit openclaw. und ausbaufähig isses auch.

frida liegt sehr gerne bei uns im bett. mit höflicher distanz am fussende, aber immer gerne mit körperkontakt. aber auch frida hat ihre grenzen, als die beifahrerin eben pupste, stand sie auf und legte sich lieber alleine ins dunkle nebenzimmer aufs sofa.
starfleet academy folge 4 war leider ziemlich unerträglich und knirschte erzählerisch an jeder ecke. pathetisch, vorhersehbar, unlogisch und übers knie gebrochen. am ende blieb ausser einem spruch nix hängen:
maybe the trick is not to let go of the past, but to let the present in.
nachtrag 30.01.2026:
hosenträger
ich hab mir die beifahrerin hat mir hosenträger gekauft. meine ersten hosenträger seit ungefähr 25 jahren. bis nach dem studium hab ich immer hosenträger getragen, keine ahnung warum ich irgendwann angefangen habe einen gürtel zu tragen. der gürtel nervte mich in den letzten monaten zunehmend, weil er aus allen meinen hosen sozusagen bundfaltenhosen machte.
das einzige foto, das ich finden konnte auf dem ich hosenträger trage ist eins aus lyon aus dem jahr 2003 (hier schonmal gepostet). man sieht auch nur die schnallen der hosenträger.

wenn ich hier schon bei der nabelschau bin, kann ich auch nochwas zu meinem gewicht schreiben. über die letzten monate hat sich mein gewicht im durchschnitt stabil bei 94 kilogramm gehalten, mit ganz leichter tendenz nach unten. heute stand zum ersten mal seit vielen, vielen jahren eine 92 vor dem komma auf der waage. gewichtsverlust 1 kg/3 monate, nicht viel, aber besser als plus. und natürlich mal schauen, wie es 18 monate nach dem absetzen von semaglutid aussieht.
ich esse (und koche) weiterhin alles, was sich die beifahrerin wünscht, sei es salat, raclette, nudeln mit tomatensosse, ofengemüse und zur darmspiegelung auch mal wieder „streichwurst“ mit toast, weils so in der darmentleerungsanleitung stand. nur eben kleinere portionen und nix süsses ausser meinen täglichen tk-fruchtquark, den ich mit süssstoff süsse und sehr geniesse. mein appetit ist (natürlich) merklich grösser als zu semaglutid-zeiten und die portionen dementsprechend auch nen ticken grösser, aber ich denke der bringer ist viel gemüse, wenig bis nichts süsses und stark reduzierter alkoholkonsum mit wenigen ausnahmen, zuletzt weihnachten.
das mit dem muskelaufbau ist auch eher schleppend, das regelmässige training (klimmzüge und liegestützen) wurde durch eine heimtückische attacke eines tödlichen männerschnupfens und gelegentliche lustlosigkeit unterbrochen, aber erstaunlicherweise schaffe ich mit hilfe meiner bizepse jetzt ein bis zwei 85-prozentige klimmzüge. bei allen anderen hand-/armhaltungen komme ich gerade mal 30% weit hoch. da ruft die rückenmuskulatur laut vernehmlich: „bau mich weiter auf!“
habe gerade literally entdeckt, dass die beifahrerin auch auf mastodon aktiv ist: @knetagarbo@fnordon.de
gut gealtert
heute habe ich in meiner zugriffsstatistik ein paar zugriffe auf diesen sieben jahre alten artikel gesehen.
also hab ich angefangen den selbst nochmal zu lesen und war — in aller bescheidenheit — begeistert. ich hangle mich in dem artikel zwar vornehmlich an fremdmaterial entlang, in diesem fall an zitaten von penn & teller, aber ich schaffe es von penn und teller auf journalismus, kunst und den allgemeinen zustand der welt zu kommen. hier noch zum appetit machen ein zitat von penn:
For 50 million years our biggest problems were too few calories, too little information. For about 50 years our biggest problem has been too many calories, too much information. We have to adjust, and I believe we will really fast. I also believe it will be wicked ugly while we’re adjusting.
wer hätte gedacht, dass meine selbst ausgedachte rechtschreibung und zeichensetzung einmal zu einem unique selling point werden — nur weil sich das netz mit LLM-glatt-korigierten oder verfassten texten füllt.
eine mischung aus albert einstein und clint eastwood
das ist ein lebenslauf den emma thompson für hugh laurie für deren damaligen theaterverein (cambridge footlights) schrieb. der volltext steht in der alt-beschreibung des bilds, aber diesen satz mag ich sehr gerne:
A cross between Albert Einstein and Clint Eastwood, Hugh is ugly and stupid.

(screenshot aus der graham norton show, youtube link)
ich sage ja oft, dass mir rechtschreibung egal ist. ist sie mir auch zu grossen teilen, dann aber auch wieder nicht. heute beim morgenspaziergang habe ich darüber nachgedacht, ob ich ein wort in meinen links richtig geschrieben habe und gleichzeitig drüber nachgedacht, dass ich das nicht googeln werde, sonder gemini fragen werde: „nazi-gräul oder nazi-gräuel?“
die antwort war kurz und bündig und auf den punkt. früher™ war rechtschreibung googeln schrecklich. SEO-optimierte seiten ganz oben, die eben nur SEO optimiert waren, aber nicht auf kurze und bündige antworten. für sowas sind LLMs wirklich ein segen.
zitate mit fonts
eben hatte ich eine schnapsidee, obwohl ich keinen schnaps trinke. ich dachte kurz, wie das wohl aussieht, wenn man zitate aus anderen blogs in deren schriftart einfärbt. ich wollte es mal ausprobieren, jetzt sehe ich, es ist weniger beeindruckend als ich gehofft hatte. aber wie das beim „bloggen“ so ist, auch wenns scheisse geworden ist, kann man es ja trotzdem veröffentlichen.
mequito.org (EB garamond):
Meine Frau hat große Pläne für die Verschönerung unserer Wohnung. Ihre Pläne erfordern jedoch immer meine tatkräftige Unterstützung. Alles, was Kraft und Maschinen verlangt, wird direkt in meine Aufgabenliste geschrieben. Ich fühle mich sehr geehrt davon, wenn ich sehe, was sie mir alles zutraut. Ich strenge mich natürlich an, die handwerkliche Erwartung an mich zu erfüllen. Vielleicht macht sie das aber auch mit Absicht. Ich habe sie nach 17 Jahren noch nicht ganz durchschaut.
bei uns ist das anders: alles was kraft und maschinen verlangt, nehme ich aus der aufgabenliste der beifahrerin raus und schreibe es in meine liste.
eine brotschneide-maschine haben wir uns unter anderem deshalb gekauft, damit sich die beifahrerin weniger oft beim brotschneiden verletzt. meine sorgen um ihre finger beruhigt die brotschneidemaschine, nur mal so als beispiel, dann aber auch nicht wirklich. andererseits haben die beifahrerin und ich beide eine grosse affinität zu maschinen. wir lieben beide unsere werkzeuge und maschinen und unterm strich stimmt es gar nicht was ich im ersten absatz schrieb: wir nutzen einfach beide unsere maschinen.
ankegroener.de (quattrocento sans):
Vorgestern abend gab’s bei mir einen Krachersalat aus den neuen Meal Plans von Nisha, den ich gestern nochmal in der Mittagspause genoss. Und weil gleich zwei Kolleginnen das Rezept haben wollten, tippe ich es ausnahmsweise mal ins Interweb, was ich eigentlich mit den Rezepten aus den Meal Plans nicht mache, weil Nisha damit ihr Geld verdient. Aber dieser Salat sollte nicht nur von uns Abonnentinnen gegessen werden!
wir waren auch ein paar monate abonnenten von nisha. das war immer sehr lecker und lehrreich mit dem food-prep und den teilweise ungewöhnlichen zubereitungsarten von alt bekanntem. ich glaube nach ein paar monaten wurde es uns dann doch ein bisschen zu kichererbsig und eintönig, aber den grünen salat den anke hier abgeschrieben hat, den koche ich nochmal nach.
Wie auch immer, [Der Schimmelreiter] ist ein interessantes, sehr aufregendes, aber auch irritierendes Buch. Besonders die Schlussszene ist so spannend erzählt, wie ich es selten erlebt habe. Hier kann man das ganze Buch online lesena.
ich will dieses jahr auf jeden fall mehr klassiker lesen. deshalb ist der link auf den schimmelreiter volltext eine notiz an mich selbst.
nachtrag 23.01.2026:
grünen salat nachgekocht; war lecker aber die beifahrerin haben nur die gerösteten mandeln umgehauen. ich fand auch die gerösteten kichererbsen gut, das dressing war OK, aber wir mussten frü unseren geschmack kräftig nachsäuern. auf jeden fall sieht der salat gut aus.
manchmal, wenn ich sachen repariere, hab ich das gefühl, dass sie dann besser als vorher funktionieren.
heute früh bin ich nach 4 tagen schwerem männerschnupfen und sehr erholsamen schlaf aufgewacht und bilde mir ein, jetzt besser zu funktionieren als vorher.
ich glaube es ist klug solche euphorischen wallungen skeptisch zu betrachten.
aber ich fühl mich bombig.

posting frequenz ≥ 7/woche
ich sehe in meiner „blogrolle“ und meinem feedreader, dass sehr viele menschen aus meiner blogblase jetzt wieder regelmässig oder gar täglich ins internet schreiben.
zum beispiel schreibt anke gröner dieses jahr jeden tag und das freut mich sehr, nachdem es dort lange sehr ruhig war.
oder eay.cc der laut seinem archiv 2025 im ø alle zwei tage schrob, jetzt auch mindestens täglich.
oder nico, 20 tage am stück.
thomas gigold hat sich vorgenommen „7× bloggen in der Woche“ und bis jetzt locker durchgehalten.
maximillian buddenbohm (aka buddenblum) macht das glaube ich schon seit 10-20 ewigkeiten ohne mit der wimper zu zucken, genau wie die kaltmamsell, obwohl ich bei ihr gerade ein wimpernzucken beobachtet habe.
auch sehr schön, dass der knsupermagier jetzt auch (wieder?) täglich schreibt und offenbar spass dabei hat.
ben_, konstantin, meq (aka mpf) und herrpaul_ machen das allerdings auch schon — glaube ich — seit ewigkeiten.
auch wenn ich anje noch nicht so lange folge, aber seit ich ichs tue kommt täglich ein beitrag.
jedenfalls freut mich das ausnahmsweise mal sehr teil eines trends zu sein. aktuell ist mein streak bei 271 tagen, das heißt seit dem 26.04.2025 habe ich jeden tag mindestens einen beitrag veröffentlicht. einige der beiträge bestehen vorwiegend aus bild-/binär dateien und metadaten, aber ich glaube ich habe auch ziemlich viel geschrieben. wer das lieber ein bisschen vorgefiltert haben möchte: unter /top gibt nur die beiträge die mindestens 10 „likes“ (oder 25 oder 50) bekommen haben. für den 10er-filter gibt’s auch RSS.
was mich aber besonders freut: täglich ins internet zu schreiben fühlt sich auch nach 271 tagen gut und gerne an.
nachtrag 23.01.2026:
winkekatze vs. trinkvogel
seit weihnachten wohnt ein trinkvogel bei uns. naja, hier wohnen schon länger einige trinkvögel, aber jetzt wohnt hier eben auch der trinkvogel. der trinkvogel ist aus der generation meiner eltern (patentiert 1946).
jedenfalls fiel mir auf, dass der trinkvogel eigentlich auch der legitime vorgänger der winkekatze ist. mit dem unterschied, dass der trinkvogel keine batterie benötigt und weniger extrovertiert als die winkekatze ist.
ich kann mich noch daran erinnern diesen trinkvogel als kind im schaufenster des haus-eulenspiegel in aachen gesehen zu haben (als es noch ein scherzartikel-laden war). nur habe ich als kind nie verstanden was daran besonders sein soll. jetzt weiss ich: solange der trinkvogel etwas wasser hat, in das er seinen schnabel tunken kann, bewegt er sich immer weiter. er ist eigentlich eine fein ausbalancierte wärmekraftmaschine.
sperrmüllevent vor der haustür (bsr kieztage)








