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ver­bie­ten ver­bo­ten

felix schwenzel in notiert

das hat­te ich noch nicht mit­be­kom­men, dass die CDU im letz­ten wahl­kampf mit dem spruch „Auto ver­bie­ten ver­bo­ten“ für sich warb. jetzt, wo ich es vor ein paar ta­gen ge­se­hen habe, hät­te ich noch ein paar wei­te­re vor­schlä­ge, wie die CDU sich noch idio­ti­scher dar­stel­len könn­te:

  • ver­än­de­rung ver­bo­ten
  • kri­sen­ma­nage­ment auf dem ten­nis­platz ver­bie­ten ver­bo­ten
  • par­ken ver­bie­ten ver­bo­ten
  • schwa­che ge­gen stär­ke­re schüt­zen ver­bo­ten
  • le­bens­qua­li­tät ver­bes­sern ver­bo­ten
  • star­ke be­las­ten ver­bo­ten
  • die­sel und heiz­öl schlecht­re­den ver­bo­ten
  • pe­nis­ver­grös­se­rung ver­bie­ten ver­bo­ten

(ist es nicht auch ver­bo­ten wahl­kampf­pla­ka­te ein­fach hän­gen zu las­sen?)


hun­de­be­geg­nun­gen

felix schwenzel in notiert

fri­da geht drei­mal pro tag raus. mor­gens, zwi­schen 7 und 9 uhr mit mir ein bis zwei stun­den, nach­mit­tags eine stun­de mit der bei­fah­re­rin und ge­gen 20 uhr noch­mal eine kon­troll­run­de ums haus, oder ge­nau­er, ein­mal die ka­me­ru­ner str. rechts von un­se­ren haus lang, ge­gen­über un­se­res haus lang und dann links von un­se­rem haus. die­se run­de hat sie sich selbst aus­ge­sucht, mein an­ge­bot eine run­de um den block, an der see­stras­se vor­bei, lehnt sie in der re­gel dan­kend ab und geht lie­ber die kur­ze run­de.

manch­mal fragt sie mich schon ab 19 uhr ob wir die kon­troll­run­de ma­chen, aber ich las­se sie im­mer bis 20 uhr war­ten. die letz­ten bei­de aben­de ist sie pünkt­lich um 20 uhr zu mir ge­kom­men, und dann sind wir auch gleich raus­ge­gan­gen. an bei­den aben­den sind wir auch je­des mal ei­nem gros­sen aki­ta an ex­akt der glei­chen stel­le be­geg­net. das hört sich ge­schrie­ben we­ni­ger spek­ta­ku­lär an, als wenn man es selbst er­lebt, aber wenn wir dem aki­ta heu­te auch der glei­chen stel­le be­geg­nen, fress ich ei­nen be­sen.


ges­tern früh am ma­gnus-hirsch­feld-ufer sind fri­da und ich an ei­nem al­ten hus­ky und sei­nem frau­chen vor­bei­ge­lau­fen. als wir vor­bei gin­gen, flog eine krä­he im tief­flug auf die frau zu, lan­de­te knapp vor ihr und liess sich von der frau aus der hand füt­tern. dem al­ten hus­ky war das egal. der alte blog­ger war tief be­ein­druckt.


auf stras­sen bzw. bür­ger­stei­gen ist fri­da sehr dis­zi­pli­niert. auf grün­flä­chen oder in parks funk­tio­niert fri­das im­puls­kon­trol­le nur bis ma­xi­mal zwei me­ter ab­stand zu mir. auf dem bür­ger­steig hin­ge­gen reicht ein klei­ner fin­ger­zeig von mir und sie wech­selt ins „fuß“ an mei­ner lin­ken oder rech­ten sei­te. wenn wir dann so an an­de­ren hun­den vor­bei­lau­fen, ver­steht sie auch dass die­se hun­de an der lei­ne sind. sie zuckt nicht mit der wim­per, wenn sie knur­rend, bel­lend und auf sie los­stür­mend in die lei­ne stei­gen. ich bin sehr froh, dass fri­da und ich uns die­ses ver­trau­en und ver­ständ­nis er­ar­bei­tet ha­ben und es war auch viel ar­beit — auch wenn fri­das des­in­ter­es­se an an­de­ren hun­den uns die­se ar­beit er­leich­tert hat.

vor­ges­tern dach­te ein herr­chen, er könn­te sei­nen hund al­lein mit dem wort „stopp“ da­von ab­hal­ten, auf fri­da los­zu­stür­men. man­che men­schen schrei­en in die­sen sitia­tio­nen ih­ren hund an: „ich hab dir doch ge­sagt …!“ man­che wie­der­ho­len beim vor­bei­ge­hen das wort „nein“ in se­kun­den­takt.

kürz­lich fiel mir auf, dass hun­de­er­zie­hung für vie­le das glei­che ist wie für mich als sechs­jäh­ri­gen das rei­ten. als klei­ner jun­ge war ich der mei­nung, ein gu­ter rei­ter zu sein, weil ich wuss­te, dass man pfer­de ganz ein­fach an der tren­se mit links- und rechts­zug steu­ern, mit zu­sam­men­drü­cken der bei­ne be­schleu­ni­gen und mit bei­den zü­geln stop­pen kann. der sechs­jäh­ri­ge, na­se­wei­se fe­lix wur­de je­doch un­sanft vom pony ge­wor­fen, als sich her­aus­stell­te, dass rei­ten doch et­was kom­ple­xer ist. leu­te, die glau­ben, hun­de­er­zie­hung sei eine in­tui­ti­ve an­ge­bo­re­ne mensch­li­che fä­hig­keit, re­den an ih­rem hund vor­bei und er­zie­hen hun­de im schlimms­ten fall zur lei­nen­ag­gre­si­on.

ich will da­mit kei­nes­falls ei­gen­lob aus­drü­cken, son­dern mei­ne dank­bar­keit ge­gen­über all den hun­de­trai­ne­rin­nen aus­spre­chen, die ihr wis­sen und ihr ver­ständ­nis in you­tube-vi­de­os, bü­chern, on­line-trai­nings oder in der wel­pen­schu­le mit uns ge­teilt ha­ben. ich wün­sche al­len hun­den, dass ihre men­schen ir­gend­wann auch in den ge­nuss sol­cher trai­nings kom­men.


eine zeichnung von metabene auf meinem neuen trmnl e-paper-display. diese sagt: „immer streiten wir über dasselbe.“ „das gleiche.“
meta bene auf trmnl-epa­per

hier­zu ↑ schrieb meta bene vor ein paar ta­gen:

wie man sieht, hat er na­tür­lich recht.

foto von drei bilderrahmen, einer ist vor switchbot mit einem farbigen e-paper-display, einer ist mit einer original tusche-zeichnung auf papier von meta bene geladen und einer ist ein trmnl-e-paper display mit einer meta bene zeichnung
meta bene auf pa­pier-pa­per und e-pa­per (oben ir­gend­was auf farb-e-pa­per)

aber da­für gibt’s auf dem e-pa­per-dis­play je­den tag ein neu­es an­de­res meta-bene-mo­tiv.


heins­berg - ber­lin 06.04.2026

felix schwenzel in notiert

am mon­tag um 10:50 uhr los­ge­fah­ren, 5 stun­den spä­ter, ge­gen 15:48 uhr, ha­ben wir die kin­der am bahn­hof in han­no­ver ab­ge­ge­ben. um 20:47 uhr wa­ren wir zu­hau­se. da­mit wa­ren wir, ge­nau wie auf der hin­rei­se, ge­nau 10 stun­den un­ter­wegs.

wir sind im prin­zip wie­der mit zwei la­de­stopps durch­ge­kom­men, plus zwei 10 mi­nu­ten stopps. dies­mal noch mehr aufs hy­per­mi­ling ge­ach­tet und 80% der stre­cke nicht schnel­ler als 110 km/h ge­fah­ren. laut mei­ner ei­ge­nen, wo­mög­lich un­ge­nau­en ver­brauchs­rech­n­nung aus den live-da­ten wa­ren es um die 15-16 kWh/100km, auf der hin­fahrt um die 18-19 kWh/100km. ich rech­ne das nach der aus­wer­tung der tank­stopps noch­mal nach.

staus gab’s wie auf der hin­fahrt nur auf der ge­gen­sei­te, ge­le­gent­lich war der ver­kehr zäh­flies­send. die freun­din des kinds sag­te am ende der fahrt (in han­no­ver) sie möge das rei­sen im elek­tro­au­to, das ent­schleu­ni­ge das rei­sen auf eine an­ge­neh­me art. mei­ne wor­te. auch dies­mal ha­ben wir das la­den ent­spannt mit snacks und ge­trän­ken und ei­nem klei­nen schläf­chen ver­bracht.

weil wir dies­mal kei­ne snacks da­bei hat­ten, gans ei­nen stopp bei mc­do­nalds. die bei­fah­re­rin und das kind wa­ren sehr ent­täuscht vom veggi-bur­ger, den mc­do­nalds neu­er­dings (?) wohl in zu­sam­men­ar­beit mit valess macht. das pat­tie ist aus milch­ei­weiss her­ge­stellt und ist wohl ei­nen koh­len­hy­drat-bom­be und schmeckt ziem­lich scheis­se. ich er­in­ne­re mich, dass mc­do­nalds mal mit bey­ond bur­ger zu­sam­men­ar­bei­te­te, die sind le­cker. valess scheint mir kei­ne gute wahl zu sein.

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ber­lin - heins­berg

felix schwenzel in notiert

heu­te früh um kurz nach neun los­ge­fah­ren in rich­tung rhein­land. in han­no­ver ha­ben wir die kin­der ab­ge­holt, die aus ham­burg mit der re­gio­nal­bahn um kurz vor halb zwei in han­no­ver an­ka­men.

für den ers­ten tank­stopp in al­ler­in­gers­le­ben hat­ten wir viel zeit und ha­ben ihn mit gas­sigang, früh­stück und zwan­zig mi­nu­ten schlaf bis 100% aus­ge­dehnt. weil wir im­mer noch zeit hat­ten, ha­ben wir dann ne­ben dem bahn­hof die war­te­zeit auf die kin­der auch an der la­de­säu­le ver­bracht. der drit­te la­de­stopp bei io­ni­ty in oel­de dann mit mit­tag­es­sen, toi­let­ten­gän­gen und kaf­fee ho­len auch wie­der fast voll (bis 90%) ge­la­den be­kom­men. mit der la­dung sind wir dann durch­ge­kom­men bis heins­berg. sonst ist mei­ne la­de­stra­te­gie im­mer eher vie­le kur­ze tank­stopps, aber die voll-lade-me­tho­de scheint auch ganz zu funk­tio­nie­ren.

glück hat­ten wir auch mit den staus, die wa­ren im­mer auf der an­de­ren au­to­bahn­sei­te. bei uns auf der sei­te gabs höchs­ten mal kurz zäh­flies­sen­den ver­kehr.

statt bei je­dem la­de­stopp ei­nen che­ckin, hab ich nur ei­nen che­ckin und foto beim gas­si­ge­hen in han­no­ver ge­schafft.

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last one laug­hing uk s02

felix schwenzel in gesehen

ges­tern habe ich drei fol­gen der zwei­ten staf­fel von last one laug­hing in der bri­ti­schen ver­si­on ge­schaut. das was ich vor neun mo­na­ten dazu schrieb, nach­dem ich die ers­te staf­fel sah, gilt nach wie vor:

die deut­sche va­ri­an­te von lol (last one laug­hing) er­tra­ge ich ge­ra­de so. „bul­ly“ herbig ist der schlech­tes­te vor­stell­ba­re mo­de­ra­tor so ei­ner sen­dung, aber die ko­mi­ker sind durch­ge­hend fast im­mer sehr gross­ar­tig. selbst otto schaff­te es noch­mal mich von ihm zu be­geis­tern.

die bri­ti­sche va­ri­an­te habe ich nicht nur er­tra­gen, son­dern ge­nos­sen. der mir ei­gent­lich to­tal un­sym­pa­thi­sche jim­my carr ist eine gross­ar­ti­ge be­set­zung als mo­de­ra­tor und sich nicht zu scha­de sich wür­de­voll von sei­nen gäs­ten be­schimp­fen und ver­ar­schen zu las­sen und sei­ne gäs­te gleich­zei­tig re­spekt­voll und re­spekt­los zu be­hand­len. und dann na­tür­lich ri­chard ayoa­de der die gan­ze sen­dung trägt und nicht nur un­fass­bar wit­zig ist, son­dern auch sehr schnell ist im (wit­zi­gen und ab­sur­den) den­ken. auch schön, nie­mand sieht in der sen­dung wirk­lich gut aus, aber alle se­hen sehr sym­pa­thisch aus — und sind es auch (selbst jim­my carr).

es bleibt zu hof­fen, dass ama­zon de sich von ama­zon uk ein paar schei­ben ab­schnei­det und bul­ly herbig mit jan böh­mer­mann aus­tauscht.

mir fiel dies­mal auch auf, wie schnör­kel­los die UK va­ri­an­te ist. kei­ne ani­ma­tio­nen für gel­be und rote kar­ten, wenn die ko­mö­di­an­tin­nen ver­warnt oder raus­ge­schmis­sen wer­den, kein saal­pu­bli­kum, kein lach­sack. und, am auf­fäl­ligs­ten: der mo­de­ra­tor ist wit­zig und ver­sucht nicht nur wit­zig zu sein.


spargel, kartoffeln, schinken, olivenöl, parmesan.

spar­gel­zeit


selfie mit frida im hintergrund. aus unerfindlichen gründen heute auf dem kopf.

kur­ze pau­se mit fri­da im hin­ter­grund #mor­gen­spa­zier­gang



das ge­fällt mir, seit 24 stun­den ein lee­res er­ror-log von zig­bee2mqtt nach­dem ich das zig­be­e­netz mit dem zbt-2 neu auf­ge­baut habe.

screenshot des zigbee2mqtt frontends. das log zeigt keine fehler an

23.03.2026

felix schwenzel in notiert

mor­gens war die son­ne schön. sie hat schö­nes ge­gen­licht und schö­ne schat­ten ge­macht.

eingang des goetheparks im gegenlicht. hinter den bäumen scheint die sonne und wirft scharf geschnittene schatten auf den boden.

abends „mer­cy“ zu­en­de ge­guckt und, naja … das war nicht schlecht, aber auch nicht gut.


was ich gut fand war ein ge­dan­ke, den ich beim früh­stück hat­te. mein ge­schmack, bzw. das was ich als le­cker emp­fin­de ist de­fi­ni­tiv eine mi­schung aus an­la­ge und er­fah­rung. wür­zig/sal­zig mach­te ich schon als kind sehr, sehr ger­ne. ge­le­gent­lich steck­te ich als kind mei­nen fin­ger in den salz­topf und leck­te ihn ab. das was das salz in mei­nem mund mach­te moch­te ich ger­ne. an­de­re ge­schmä­cker habe ich mir an­ge­eig­net. für vie­le ge­schmä­cker brauch­te ich jah­re, be­vor ich sie zu schät­zen wuss­te. bier, whis­ky, ro­sen­kohl. man­che ge­schmä­cker mag ich nicht we­gen des ge­schmacks, son­dern we­gen der er­in­ne­run­gen. süss­stoff zum bei­spiel. ei­gent­lich ein ek­li­ger ge­schmack, aber ich lie­be süss­stoff-ge­schmack mit quark. ei­gent­lich nur des­halb, weil ich als ju­gend­li­cher ge­le­gent­lich süss­stoff mit quark es­sen muss­te.

je­den­falls fiel mir heu­te auf, als ich mal wie­der kaf­fee mit so­ja­milch ha­fer­milch trank, dass ich den ge­schmack nicht mag. dann frag­te ich mich, war­um? und die ant­wort lau­tet wahr­schein­lich: weil er mich an nichts er­in­nert, was ich frü­her mal trank und vor al­lem, weil ich den ge­schmack von kaf­fee mit ha­fer­milch im­mer mit dem ge­schmack von kaf­fee mit kuh­milch ver­glei­che.

die idee die ich hat­te war, dass ich mir öf­ter mal er­in­ne­run­gen selbst in­ji­zie­ren müss­te. als jün­ge­rer mensch macht man das ja stän­dig aus­ver­se­hen, war­um nicht jetzt im et­was hö­he­ren al­ter mit ab­sicht?

mit an­de­ren wor­ten: ab jetzt ver­su­che ich kaf­fee mit ha­fer­milch als ei­nen ganz ei­ge­nen ge­schmack zu se­hen, der mich dar­an er­in­nert wie ich im märz 2026 über ge­schmacks- und er­in­ne­rungs-selbst-ma­ni­pu­la­ti­on nach­dach­te.


vi­de­os in den ma­the­ma­ti­sche grund­kon­zep­te er­klärt wer­den sehe ich un­heim­lich ger­ne. vor al­lem ve­ri­ta­si­um schüt­tet ei­nen ja ge­ren mit ma­the­ma­tik zu. heu­te habe ich die­ses vi­deo ge­se­hen und da­bei fiel mir auf, dass mei­ne ma­the­ma­ti­sche auf­merk­sam­keits­span­ne un­ge­fähr 10 mi­nu­ten be­trägt. dann schal­tet mein ge­hirn ab. das ist ca. 9,5 mi­nu­ten läm­ger als bei ju­ris­ti­schen tex­ten. und zwei stun­den und 50 mi­nu­ten kür­zer als bei tech­nik­the­men. wenn mir je­mand tech­nik er­klärt, kann ich min­des­tens drei stun­den auf­merk­sam­keit auf höchs­tem ni­veau hal­ten.

trotz mei­ner min­der­wer­ti­gen ma­the-auf­merk­sam­keits­psan­ne hab ich die­ses vi­deo bis mi­nu­te 36 ge­guckt. mor­gen schau ich es ge­ge­be­nen­falls zu­en­de.

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zwei piktogramme mit einer bildunterschrift. unter dem fahrrad steht „rollstuhl“, unter dem rollstuhl steht „fahrrad“

war­um sagt man zu ei­nem roll­stuhl ei­gent­lich nicht fahr­rad? oder sagt man das schon?


hun­de kön­nen sich am po le­cken, aber nicht an der brust krat­zen.


mail von IFTTT mit der gruss­for­mel: „TT­T­hanks, Jas­ki­rat from IFTTT“


mit zu­neh­men­dem al­ter lässt sich der ka­len­da­ri­sche al­ters­wech­sel im­mer bes­ser igno­rie­ren.


aus­ge­dach­te aka­de­mie, selbst­ge­stell­te pro­ble­me, us­lar le­sen, vor­bil­der selbst ma­len

felix schwenzel in notiert

mir ist auf­ge­fal­len, dass ich das, was man heu­te ger­ne vibe co­ding nennt, schon seit jahr­zehn­ten ma­che. näm­lich an pro­ble­me mit we­nig ah­nung, aber ei­nem aus­ge­präg­ten ge­fühl für ei­nen lö­sungs­an­satz ran­ge­hen und so­lan­ge an der lö­sung den­geln, bis das pro­blem ge­löst ist oder es so funk­tio­niert wie ich mir das vor­her vor­ge­stellt habe.

schon die ers­ten ver­sio­nen die­ser web­site habe ich durch­ge­hend mit frem­der pro­gram­mier­hil­fe selbst ge­baut. weil es da­mals kei­ne LLMs gab, die ihr an­ge­le­se­nes wis­sen mit mir tei­len, muss­te ich da­mals selbst auf das wis­sen an­de­rer men­schen mit mehr ah­nung zu­rück­grei­fen. de­ren wis­sen muss­te ich mir frü­her müh­sam selbst zu­sam­men­su­chen, meis­tens in­dem ich mei­ne fra­gen in stich­wor­te auf­teil­te und mich dann schritt für schritt ei­ner lö­sung ent­ge­gen­han­gel­te.

an der ers­ten in­kar­na­ti­on die­ser web­site habe ich so um die 15 oder 20 jah­re lang ge­schraubt, bis sie den funk­ti­ons­um­fang hat­te, den ich mir vor­ge­stellt habe. mitt­ler­wei­le hat der funk­ti­ons­um­fang nach dem neu­start die­ser web­site, mei­ner ein­schät­zung nach, wie­der das ni­veau des vor­gän­gers er­reicht — in we­ni­ger als ei­nem jahr. die­ses mal ging es zwar schnel­ler, aber ehr­lich­ge­sagt schät­ze ich dass die qua­li­tät des­sen was hin­ten raus­ge­kom­men ist um ein viel­fa­ches bes­ser ist als die vor­gän­ger-ver­sio­nen.

ich höre schon die rufe: das ist dann aber kein war­tungs­freund­li­cher code und wür­de dann ant­wor­ten: stimmt. aber dar­um geht’s gar nicht. die im­per­fek­ti­on, die zwi­schen­lö­sung, der weg ist das ziel.

in kath­rin pas­sigs klap­pen­text zu „we­ni­ger schlecht pro­gram­mie­ren“ wird nils bohr zi­tiert:

Ein Ex­per­te ist je­mand, der auf ei­nem Spe­zi­al­ge­biet alle denk­ba­ren Feh­ler be­reits ge­macht hat.

wie lang­wei­lig wäre das denn, wenn ich mich nicht mehr in die lö­sung selbst­ge­stell­ter und selbst­ge­mach­ter pro­ble­me knien könn­te? mög­li­cher­wei­se kann man das mit dem berg­stei­gen ver­glei­chen: es geht nicht dar­um die ber­ge fla­cher oder steig­freund­lich zu ma­chen, son­dern mög­lichst im­mer stei­le­re ber­ge zu fin­den. es geht we­ni­ger dar­um pro­ble­me zu lö­sen, als im­mer wie­der neue pro­ble­me zu fin­den und die ar­beit an ih­rer lö­sung zu ge­nies­sen und die ber­ge un­ter­wegs bes­ser ken­nen zu ler­nen. ich rol­le den stein im­mer wie­der berg­auf, nicht weil mich die göt­ter dazu ver­ur­teilt ha­ben, son­dern weil ich den stein ger­ne berg­auf­wärts rol­le und berg­ab­rol­len lang­wei­lig wäre.


jo­han­nes weist dar­auf hin, dass mo­ritz von us­lar re­gel­mäs­sig ins in­ter­net schreibt. liest sich gut:

(12.03.2026) Eri­ka Tho­m­al­la hat­te ei­nen al­ten Text von Chris­ti­an Kracht vor­ge­le­sen, 1994 in der Zeit­schrift Tem­po er­schie­nen, The­ma: ein Por­trät des da­ma­li­gen SPD-Kanz­ler­kan­di­da­ten Ru­dolf Schar­ping (das ist der, der zu­rück­tre­ten muss­te, weil er für Bun­te mit ei­ner Grä­fin in ei­nem Pool plan­schen war). Der Text, ganz nor­mal vor­ge­le­sen, lös­te so­fort Be­klem­mung, Rat­lo­sig­keit, dann auch: Ent­set­zen aus, im Pu­bli­kum wie bei uns auf der Büh­ne. Es war Pop­jour­na­lis­mus pur, die da­mals ab­so­lut als toll emp­fun­de­ne Mi­schung aus Ul­tra-Sno­bis­mus, ja, auch Men­schen­ver­ach­tung, klar, (hier eher: Schar­ping-Ver­ach­tung), ir­rem Rum­ge­la­ber auf Sei­ten­we­gen (in die­sem Kracht-Text: das Deut­sche an sich, schwe­re Ar­beit, schwer Bö­den, Bäue­rin­nen mit gro­ßen Brüs­ten, hä?) und ein paar sehr di­rek­ten, gut sit­zen­den Kil­ler­sät­zen.


ben_ zählt män­ner­vor­bil­der auf. muss ich glau­be ich noch­mal drü­ber nach­den­ken, aber spon­tan wür­de ich sa­gen: vor­bil­der hat­te ich nie. es gab im­mer ei­ni­ge men­schen, die ich gut oder in­ter­es­sant fand, de­ren ver­hal­ten oder de­ren art ich in be­stimm­ten si­tua­tio­nen auch mal nach­ah­men wür­de. prä­gen­der wa­ren men­schen die mich dazu brach­ten be­stimm­te din­ge nicht zu tun, de­ren ver­hal­ten oder de­ren art ich un­ter kei­nen um­stän­den re­pli­zie­ren wol­len wür­de. ich woll­te auch nie zu ei­ner grup­pe ge­hö­ren, aber da­für habe ich im­mer wie­der in­ter­es­se an grup­pen ent­wi­ckelt, die ich ger­ne mal ken­nen­ler­nen wür­de oder ger­ne aus der nähe be­ob­ach­ten wür­de.

viel mehr als vor­bil­der ha­ben mich fra­gen be­schäf­tigt: wie will ich sein, wie will ich mich ver­hal­ten, was will ich kön­nen, was brau­che ich nicht, wie löse ich das nächs­te pro­blem?

ich er­in­ne­re mich dar­an, ir­gend­wann in den acht­zi­ger jah­ren im fern­se­hen ei­nen sehr al­ten mann ge­se­hen zu ha­ben, der ganz an­ders war als alle an­de­ren al­ten men­schen, die ich bis da­hin kann­te. der alte mann, der viel­leicht gar nicht mal so alt war, aber auf mein 14 oder 15 jäh­ri­ges ich sehr alt wirk­te, stach des­halb her­vor, weil er be­sch­ei­den, klug, neu­gie­rig, po­si­tiv, wach, in­ter­es­si­ert, eu­pho­risch und der zu­kunft zu­ge­wandt schien. die al­ten men­schen die ich bis da­hin kann­te leb­ten gröss­ten­teils in der ver­gan­gen­heit (oder er­zähl­ten gröss­ten­teils ge­schich­ten aus ih­rer ver­gan­gen­heit), fan­den die mo­der­ne welt nicht be­son­ders gut, zeig­ten kaum neu­gier, wa­ren grum­py und sta­chen nicht ge­ra­de durch klug­heit her­vor.

selbst ein al­ter mann zu wer­den schien mir an­ge­sichts der al­ten men­schen die ich da­mals kann­te nicht be­son­ders er­stre­bens­wert. bis ich die­sen ei­gen­ar­ti­gen al­ten mann im fern­se­hen sah. ich weiss bis heu­te nicht wer der alte mann war und ob ich mir heu­te mehr dazu zu­recht­rei­me als da­mals, aber die­sen men­schen wür­de ich durch­aus als vor­bild be­zeich­nen, auch wenn ich mir auch die­ses vor­bild, wie die meis­ten an­de­ren vor­bil­der, wohl vor al­lem selbst aus­ge­malt habe.


eben hab ich das staf­fel­en­de von star­fleet aca­de­my ge­guckt. das war wie­der fast un­er­träg­lich. im­mer­hin ha­ben sie ein zi­tat ge­bracht, das mich zum mit­schrei­ben in­spi­rier­te. man kann das zi­tat aus cap­tain nahla akes schluss­plä­doy­er — oder das gan­ze fi­na­le — auch als kom­men­tar zur po­li­ti­schen lage in den USA le­sen:

you never grew up. and it got us right here. so the ques­ti­ons i’d ask all the­se peo­p­le wat­ching: is this the per­son you want to fol­low into the fu­ture? an an­gry child with his fin­ger on the trig­ger, who­se en­ti­re world­view is ba­sed on a lie?

ste­ven col­bert, der den elek­tri­schen KI-de­kan aus der PA ge­spro­chen hat, wird sich viel­leicht auch drü­ber ge­freut ha­ben.


kir­by­b­log­ger

felix schwenzel in notiert

mir fiel auf, dass mitl­ler­wei­le doch ein paar leu­te mit kir­by blog­gen, also dach­te ich: mach mal ne lis­te.

schon seit ewig­kei­ten schei­nen mir chris­toph und phil­ipp mit kir­by un­ter­wegs zu sein. phil­ipps knus­per­ma­gi­er.de hat mir je­den­falls da­mals bei mei­ner ent­sch­ei­dung auf kir­by zu wech­seln ge­hol­fen. chris­toph und phil­ipp blog­gen un­re­gel­mäs­sig, aber ich freue mich im­mer wenn bei ih­nen et­was neu­es auf­taucht.

hei­ko hat vor ein paar wo­chen rü­ber­ge­macht, zu kir­by, von word­press. des­halb lese ich ihn jetzt noch lie­ber, na­tür­lich auch per rss, auch weil er sei­ne rss-le­sen­den gut be­han­delt.

wenn ich mich recht er­in­ne­re hat wolf­gang auch mal kurz ver­sucht zu kir­by zu wech­seln, ist aber doch erst­mal auf word­press ge­blie­ben. des­halb ho­no­rable men­ti­on.

mau­rice hat mir auch sehr ge­hol­fen auf kir­by um­zu­stei­gen, nicht zu­letzt we­gen sei­ner gross­ar­ti­gen plug­ins. viel ge­lernt habe ich auch beim me­di­en­bä­cker tho­mas, auch wenn er nicht klas­sisch bloggt, aber doch re­gel­mäs­sig ar­ti­kel ver­öf­fent­licht (auch per RSS) die ich sehr ger­ne lese. das reicht um sich bei mir als blog­ger zu qua­li­fi­zie­ren.

bas­ti­an, der im haupt­be­ruf kir­by baut, qua­li­fi­ziert sich per RSS auch als blog­ger, auch wenn der letz­te ar­ti­kel von vor zwei jah­ren ist.

ich habe mei­ne bloggrol­le auf der rück­sei­te um die kir­by-blogs er­wei­tert und falls ich le­sens­wer­te kir­by-blog­gen­de über­se­hen habe, sags mir.

nach­trag 14.03.2026: prae­gnanz.de na­tür­lich auch.


was ist das ge­gen­teil von slop?

ich kann nur mit dem fin­ger drauf zei­gen, das hier ist auf je­den fall das ge­gen­teil von slop, also lie­be­voll, sorg­fäl­tig, fes­selnd, faz­si­nie­rend, le­cker:

eine webseite mit alten filmen als aus­ge­dach­te alte (vintage) buchcover. gibt’s auch als e-book oder kartenset. (via)


kürz­lich auf riv­va

felix schwenzel in notiert

was kürz­lich auf riv­va stand

zwei überschriften die auf rivva standen: „Honor hat das dunnste Tablet der Welt vorgestellt“ und „OpenClaw und die Dummheit der Menschen“

und was ich aus­ver­se­hen ge­le­sen habe.

zwei überschriften die ich ausversehen auf rivva gelesen habe: „Honor hat das dümmste Tablet der Welt vorgestellt“ und „OpenClaw und die Dünnheit der Menschen“

un­po­pu­lä­re mei­nung

felix schwenzel in notiert

ich fin­de es ganz schlimm, wenn leu­te äus­se­run­gen mit der flos­kel: „un­po­pu­lä­re mei­nung“ und ei­nem dop­pel­punkt er­öff­nen. ich fin­de es schon schlimm, wenn leu­te ihre mei­nung über­haupt mit „mei­ne mei­nung“ la­beln, als pre­fix, suf­fix oder als „mei­ne 2 cent“. ei­ner­seits sind mei­nun­gen ja auch ohne ex­pli­zi­ten hin­weis gut als sol­che er­kenn­bar, an­de­rer­seits habe ich im­mer den ver­dacht, dass die­se flos­keln ei­gent­lich nur an­kün­di­gen sol­len, dass kri­tik oder wi­der­spruch an ei­nem ab­per­len wer­den und man die ei­ge­ne po­si­ti­on nicht be­grün­den möch­te.

je­den­falls schei­ne ich nun selbst eine un­po­pu­lä­re mei­nung zu ha­ben, zu­min­dest nach all dem, was ich in den letz­ten mo­na­ten al­les über app­les neu­es li­quid glass de­sign ge­le­sen und ge­hört habe. ich habe lan­ge ge­war­tet auf tahö tahoe zu ak­tua­li­sie­ren, weil ich so viel schlim­mes dar­über ge­hört habe. wie schreck­lich das trans­pa­renz-ge­döns sei, die icons über­all in den me­nüs, die zu stark ab­ge­run­de­ten ecken, ver­wursch­tel­te icons. aber ko­mi­scher­wei­se füh­le ich mich nach ein, zwei wo­chen ge­wöh­nung ganz wohl im flüs­si­gen glas, so­wohl auf dem mac, als auch auf dem te­le­fon.

so, da ha­ben wirs: jetzt hab ich ein ge­fühl ge­äus­sert, ohne es wei­ter be­grün­den zu wol­len. fer­tig ist mei­ne un­po­pu­lä­re mei­nung, die ei­gent­lich nur so ein ge­fühl ist.