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ei­ne mi­schung aus al­bert ein­stein und clint east­wood

felix schwenzel in notiert

das ist ein le­bens­lauf den emma thomp­son für hugh lau­rie für de­ren da­ma­li­gen thea­ter­ver­ein (cam­bridge foot­lights) schrieb. der voll­text steht in der alt-be­schrei­bung des bilds, aber die­sen satz mag ich sehr ger­ne:

A cross bet­ween Al­bert Ein­stein and Clint East­wood, Hugh is ugly and stu­pid.

1981 President of Footlights, Hugh is also a Cambridge Rowing Blue; indeed, he rowed in the 1980 Boat Race when Cambridge lost by five feet, and If you want to endear yourself to him this fact is weil worth shouting out during the show. A cross between Albert Einstein and Clint Eastwood, Hugh is ugly and stupid. He plays a mean guitar and a rather setfish harmonica.

(screen­shot aus der gra­ham nor­ton show, you­tube link)


foto einer terrier figur die den kopf in den sand zu stecken scheint

bin un­ent­schlos­sen; sagt ihr, ob das wit­zig ist.


ich sage ja oft, dass mir recht­schrei­bung egal ist. ist sie mir auch zu gros­sen tei­len, dann aber auch wie­der nicht. heu­te beim mor­gen­spa­zier­gang habe ich dar­über nach­ge­dacht, ob ich ein wort in mei­nen links rich­tig ge­schrie­ben habe und gleich­zei­tig drü­ber nach­ge­dacht, dass ich das nicht goo­geln wer­de, son­der ge­mi­ni fra­gen wer­de: „nazi-gräul oder nazi-gräu­el?“

die ant­wort war kurz und bün­dig und auf den punkt. frü­her™ war recht­schrei­bung goo­geln schreck­lich. SEO-op­ti­mier­te sei­ten ganz oben, die eben nur SEO op­ti­miert wa­ren, aber nicht auf kur­ze und bün­di­ge ant­wor­ten. für so­was sind LLMs wirk­lich ein se­gen.


linsen-bohnen-surimi-zwiebel-erbsen-salat

bal­last­stof­fe mjam­jam­jam


zi­ta­te mit fonts

felix schwenzel in notiert

eben hat­te ich eine schnaps­idee, ob­wohl ich kei­nen schnaps trin­ke. ich dach­te kurz, wie das wohl aus­sieht, wenn man zi­ta­te aus an­de­ren blogs in de­ren schrift­art ein­färbt. ich woll­te es mal aus­pro­bie­ren, jetzt sehe ich, es ist we­ni­ger be­ein­dru­ckend als ich ge­hofft hat­te. aber wie das beim „blog­gen“ so ist, auch wenns scheis­se ge­wor­den ist, kann man es ja trotz­dem ver­öf­fent­li­chen.


me­qui­to.org (EB ga­ra­mond):

Mei­ne Frau hat gro­ße Plä­ne für die Ver­schö­ne­rung un­se­rer Woh­nung. Ihre Plä­ne er­for­dern je­doch im­mer mei­ne tat­kräf­ti­ge Un­ter­stüt­zung. Al­les, was Kraft und Ma­schi­nen ver­langt, wird di­rekt in mei­ne Auf­ga­ben­lis­te ge­schrie­ben. Ich füh­le mich sehr ge­ehrt da­von, wenn ich sehe, was sie mir al­les zu­traut. Ich stren­ge mich na­tür­lich an, die hand­werk­li­che Er­war­tung an mich zu er­fül­len. Viel­leicht macht sie das aber auch mit Ab­sicht. Ich habe sie nach 17 Jah­ren noch nicht ganz durch­schaut.

bei uns ist das an­ders: al­les was kraft und ma­schi­nen ver­langt, neh­me ich aus der auf­ga­ben­lis­te der bei­fah­re­rin raus und schrei­be es in mei­ne lis­te.

eine brot­schnei­de-ma­schi­ne ha­ben wir uns un­ter an­de­rem des­halb ge­kauft, da­mit sich die bei­fah­re­rin we­ni­ger oft beim brot­schnei­den ver­letzt. mei­ne sor­gen um ihre fin­ger be­ru­higt die brot­schnei­de­ma­schi­ne, nur mal so als bei­spiel, dann aber auch nicht wirk­lich. an­de­rer­seits ha­ben die bei­fah­re­rin und ich bei­de eine gros­se af­fi­ni­tät zu ma­schi­nen. wir lie­ben bei­de un­se­re werk­zeu­ge und ma­schi­nen und un­term strich stimmt es gar nicht was ich im ers­ten ab­satz schrieb: wir nut­zen ein­fach bei­de un­se­re ma­schi­nen.


an­ke­groe­ner.de (quat­tro­cen­to sans):

Vor­ges­tern abend gab’s bei mir ei­nen Kra­cher­sa­lat aus den neu­en Meal Plans von Ni­sha, den ich ges­tern noch­mal in der Mit­tags­pau­se ge­noss. Und weil gleich zwei Kol­le­gin­nen das Re­zept ha­ben woll­ten, tip­pe ich es aus­nahms­wei­se mal ins In­ter­web, was ich ei­gent­lich mit den Re­zep­ten aus den Meal Plans nicht ma­che, weil Ni­sha da­mit ihr Geld ver­dient. Aber die­ser Sa­lat soll­te nicht nur von uns Abon­nen­tin­nen ge­ges­sen wer­den!

wir wa­ren auch ein paar mo­na­te abon­nen­ten von ni­sha. das war im­mer sehr le­cker und lehr­reich mit dem food-prep und den teil­wei­se un­ge­wöhn­li­chen zu­be­rei­tungs­ar­ten von alt be­kann­tem. ich glau­be nach ein paar mo­na­ten wur­de es uns dann doch ein biss­chen zu ki­cher­erb­sig und ein­tö­nig, aber den grü­nen sa­lat den anke hier ab­ge­schrie­ben hat, den ko­che ich noch­mal nach.


couch­blog.de (over­pass):

Wie auch im­mer, [Der Schim­mel­rei­ter] ist ein in­ter­es­san­tes, sehr auf­re­gen­des, aber auch ir­ri­tie­ren­des Buch. Be­son­ders die Schluss­sze­ne ist so span­nend er­zählt, wie ich es sel­ten er­lebt habe. Hier kann man das gan­ze Buch on­line le­sena.

ich will die­ses jahr auf je­den fall mehr klas­si­ker le­sen. des­halb ist der link auf den schim­mel­rei­ter voll­text eine no­tiz an mich selbst.


nach­trag 23.01.2026:

grü­nen sa­lat nach­ge­kocht; war le­cker aber die bei­fah­re­rin ha­ben nur die ge­rös­te­ten man­deln um­ge­hau­en. ich fand auch die ge­rös­te­ten ki­cher­erb­sen gut, das dres­sing war OK, aber wir muss­ten frü un­se­ren ge­schmack kräf­tig nach­säu­ern. auf je­den fall sieht der sa­lat gut aus.


manch­mal, wenn ich sa­chen re­pa­rie­re, hab ich das ge­fühl, dass sie dann bes­ser als vor­her funk­tio­nie­ren.

heu­te früh bin ich nach 4 ta­gen schwe­rem män­ner­schnup­fen und sehr er­hol­sa­men schlaf auf­ge­wacht und bil­de mir ein, jetzt bes­ser zu funk­tio­nie­ren als vor­her.

ich glau­be es ist klug sol­che eu­pho­ri­schen wal­lun­gen skep­tisch zu be­trach­ten.

aber ich fühl mich bom­big.

duracell hase

ich sehe in mei­ner „blogrol­le“ und mei­nem feed­rea­der, dass sehr vie­le men­schen aus mei­ner blog­bla­se jetzt wie­der re­gel­mäs­sig oder gar täg­lich ins in­ter­net schrei­ben.

zum bei­spiel schreibt anke grö­ner die­ses jahr je­den tag und das freut mich sehr, nach­dem es dort lan­ge sehr ru­hig war.

oder eay.cc der laut sei­nem ar­chiv 2025 im ø alle zwei tage schrob, jetzt auch min­des­tens täg­lich.

oder nico, 20 tage am stück.

tho­mas gi­gold hat sich vor­ge­nom­men „7× blog­gen in der Wo­che“ und bis jetzt lo­cker durch­ge­hal­ten.

ma­xi­mil­li­an bud­den­bohm (aka bud­den­blum) macht das glau­be ich schon seit 10-20 ewig­kei­ten ohne mit der wim­per zu zu­cken, ge­nau wie die kalt­mam­sell, ob­wohl ich bei ihr ge­ra­de ein wim­pern­zu­cken be­ob­ach­tet habe.

auch sehr schön, dass der knsu­per­ma­gi­er jetzt auch (wie­der?) täg­lich schreibt und of­fen­bar spass da­bei hat.

ben_, kon­stan­tin, meq (aka mpf) und herr­paul_ ma­chen das al­ler­dings auch schon — glau­be ich — seit ewig­kei­ten.

auch wenn ich anje noch nicht so lan­ge fol­ge, aber seit ich ichs tue kommt täg­lich ein bei­trag.

je­den­falls freut mich das aus­nahms­wei­se mal sehr teil ei­nes trends zu sein. ak­tu­ell ist mein streak bei 271 ta­gen, das heißt seit dem 26.04.2025 habe ich je­den tag min­des­tens ei­nen bei­trag ver­öf­fent­licht. ei­ni­ge der bei­trä­ge be­stehen vor­wie­gend aus bild-/bi­när da­tei­en und me­ta­da­ten, aber ich glau­be ich habe auch ziem­lich viel ge­schrie­ben. wer das lie­ber ein biss­chen vor­ge­fil­tert ha­ben möch­te: un­ter /top gibt nur die bei­trä­ge die min­des­tens 10 „li­kes“ (oder 25 oder 50) be­kom­men ha­ben. für den 10er-fil­ter gibt’s auch RSS.

was mich aber be­son­ders freut: täg­lich ins in­ter­net zu schrei­ben fühlt sich auch nach 271 ta­gen gut und ger­ne an.


nach­trag 23.01.2026:

Für mich Anlass, meine eigene Blog­his­to­rie einmal nach­zu­schla­gen und ich habe dabei fest­ge­stellt, dass auf diesem Blog seit dem 9.10.2015 jeden Tag ein Beitrag er­schie­nen ist. Wenn man das als Serie durch­num­me­riert, dann sind das bis heute immerhin 3.758 Beiträge ohne Un­ter­bre­chung.

anje schreibt vor allem auch, was sie dazu ver­an­lass­te über 10 jahre täglich einen beitrag zu schreiben und zu ver­öf­fent­li­chen. gerne gelesen.


win­ke­kat­ze vs. trink­vo­gel

felix schwenzel in notiert

seit weih­nach­ten wohnt ein trink­vo­gel bei uns. naja, hier woh­nen schon län­ger ei­ni­ge trink­vö­gel, aber jetzt wohnt hier eben auch der trink­vo­gel. der trink­vo­gel ist aus der ge­ne­ra­ti­on mei­ner el­tern (pa­ten­tiert 1946).

je­den­falls fiel mir auf, dass der trink­vo­gel ei­gent­lich auch der le­gi­ti­me vor­gän­ger der win­ke­kat­ze ist. mit dem un­ter­schied, dass der trink­vo­gel kei­ne bat­te­rie be­nö­tigt und we­ni­ger ex­tro­ver­tiert als die win­ke­kat­ze ist.


ich kann mich noch dar­an er­in­nern die­sen trink­vo­gel als kind im schau­fens­ter des haus-eu­len­spie­gel in aa­chen ge­se­hen zu ha­ben (als es noch ein scherz­ar­ti­kel-la­den war). nur habe ich als kind nie ver­stan­den was dar­an be­son­ders sein soll. jetzt weiss ich: so­lan­ge der trink­vo­gel et­was was­ser hat, in das er sei­nen schna­bel tun­ken kann, be­wegt er sich im­mer wei­ter. er ist ei­gent­lich eine fein aus­ba­lan­cier­te wär­me­kraft­ma­schi­ne.


sperr­mül­le­vent vor der haus­tür (bsr kiez­ta­ge)


für mei­nen mög­li­chen #rp26 vor­trag muss ix mich jetzt wohl zum the­ma exis­ten­zia­lis­mus up­da­ten und ne li­te­ra­tur­lis­te durch­ar­bei­ten. habt ihr tipps, ab­seits der üb­li­chen ver­däch­ti­gen?


darm­spie­ge­lung

felix schwenzel in notiert

weil mei­ne haus­ärz­tin es mir vor­schlug, habe ich mir vor ei­nem hal­ben jahr ei­nen ter­min zur darm­spie­ge­lung von der bei­fah­re­rin or­ga­ni­sie­ren las­sen. am diens­tag war es so­weit.

zur vor­be­rei­tung der darm­spie­ge­lung muss man den darm (na­tür­lich) erst­mal lee­ren. am tag vor der un­ter­su­chung darf man ab neun uhr nichts mehr es­sen, fünf tage vor­her muss­te ich be­reits auf ker­ne, nüs­se und alle voll­kör­ni­ge ver­zich­ten. ei­nen tag vor­her muss man ziem­lich ek­li­ge ab­führ­flüs­sig­keit trin­ken. das hat­te ich noch in schlech­ter er­in­ne­rung von mei­nen vor­he­ri­gen darm­spie­ge­lun­gen. aber da die an­lei­tung dar­auf hin­wies, dass ich zwei­mal ei­nen hal­ben li­ter von dem zeug „lang­sam, in klei­nen schlü­cken“, über eine stun­de ver­teilt trin­ken soll, war das dann ziem­lich ent­spannt. aus­ser­dem emp­fahl die an­lei­tung dazu auch noch ei­nen hal­ben li­ter kla­res was­ser zu trin­ken, da­mit war es dann fast ein ver­gnü­gen.

durch die zeit­li­che ent­zer­rung der darm­rei­ni­gungs­flüs­sig­keits­auf­nah­me, lief auch das ent­lee­ren des darms re­la­tiv ge­sit­tet ab. mir fiel auf, wie ho­me­of­fice, ist auch home­dar­ment­lee­rung sehr viel an­ge­neh­mer als in ei­nem war­te­zim­mer oder kran­ken­haus.

für die ko­lo­sko­pie selbst hat­te ich mir vor­ge­nom­men auf eine be­täu­bung oder „schlaf­sprit­ze“ zu ver­zich­ten. mei­ne bis­he­ri­gen darm­spie­ge­lun­gen hat­te ich auch alle ohne be­täu­bung ge­macht und auch wenn ich mich dar­an er­in­ne­re dass das nicht be­son­ders an­ge­nehm war, vor al­lem wenns um die kur­ven geht und luft in den darm ge­pumpt wird, woll­te ich es die­ses mal auch so ma­chen. al­lein schon das gan­ze ge­we­se mit ab­ho­len las­sen, auf­wach­raum und den rest­li­chen tag nicht ganz bei mir sein zu kön­nen hielt mich schon da­von ab mich be­täu­ben zu las­sen.

ich muss sa­gen: an­ge­nehm ist das nicht, aber schlim­mer als ein quer­sit­zen­der furz ist es auch nicht. und ich konn­te so auch mal wie­der in mich rein­gu­cken und small­talk mit den an­we­sen­den ma­chen. un­ter­wegs fand der arzt ein paar po­ly­pen, die er ein­fach ab­schnitt und die ab­schnit­te dann raus­zog zur his­to­lo­gi­schen un­ter­su­chung. die rei­se durch den darm ging bis zum dünn­darm und dau­er­te so um die 10 mi­nu­ten.

für die darm­rei­ni­gung woll­te mir der arzt nicht die best­no­te ge­ben, aber die sicht war schon ziem­lich klar. ich war wie­der be­geis­tert wie auf­ge­räumt es in mir aus­sieht. und die tech­nik! das en­do­skop kann mit ei­nem was­ser­strahl die darm­wän­de ab­zu­sprit­zen, die lin­se war nicht eine se­kun­de be­schla­gen oder ver­schmiert, das bild war durch­ge­hend kris­tal­klar. ir­gend­wie scheint die tech­nik ins­ge­samt fort­schrit­te ge­macht zu ha­ben, denn auch die mör­der­blä­hun­gen die ich nach den letz­ten un­ter­su­chun­gen die­ser art hat­te, blie­ben dies­mal aus.

in drei jah­ren soll ich wie­der­kom­men um noch­mal ei­nen blick auf die po­ly­pen zu wer­fen. freu ich mich nicht un­be­dingt drauf, aber im prin­zip wür­de ich schon sa­gen: ger­ne wie­der.

die wich­tigs­te er­kennt­nis habe ich nach­träg­lich ge­won­nen, war mir in der form noch gar nicht klar: das was ich esse braucht un­ge­fähr 23 stun­den, bis die res­te wie­der aus­ge­schie­den wer­den. ich dach­te ei­gent­lich dass ich mir mit der ver­dau­ung mehr zeit neh­me.


apro­pos darm, ich glau­be die­ses „hand­werks­kunst“ vi­deo, in dem man ei­nem chir­ur­gen bei ei­ner darm­ope­ra­ti­on zu­se­hen kann, hat­te ich schon mal emp­foh­len. am fas­zi­nie­ren­s­ten fin­de ich die äs­the­tik des ein­griffs und des mensch­li­chen in­nen­le­bens. da ist ei­gent­lich nichts ek­li­ges zu se­hen und auch das aus­ei­an­der­schnei­den und wie­der zu­sam­men­fü­gen des darms sieht bei­na­he tri­vi­al ein­fach und un­spek­ta­ku­lär aus.


ges­tern popp­te in mei­nem RSS feed ein sehr lan­ger, neu­er lo­rem-ip­sum-text auf spree­blick.com auf. ger­ne ge­le­sen, mitt­ler­wei­le lei­der wie­der ge­löscht.


kreuz in den rehbergen in der nähe vom plötzensee. es herrscht grau-bewölkt und sehr trauriges wetter.

ge­denk­wet­ter


die­sig



fol­gen­der 1000: @jk­beet­le

profil-headerbild von @jkbeetle@mastodon.social in dem er das ikonische gif von carl sagan („mind blown““) nachstellt.
mastodon-screenshot der meinen aktuellen follower-count anzeigt: 1000 (stand 12.01.2026)

sonnenaufgang über der togostrasse

aus der kraut­re­por­ter mor­gen­post; „Mor­gen­rot, schlecht Wet­ter droht“

mal schaun.


fri­da hat­te heu­te zum ers­ten mal seit vie­len jah­ren kei­ne lust spa­zie­ren zu ge­hen. kurz vor den reh­ber­gen frag­te sie mich, ob wir wie­der zu­rück­ge­hen könn­ten. ich schlug auf dem rück­weg noch ei­nen schlen­ker über die mül­ler­stras­se vor, ein an­ge­bot was sie nor­ma­ler­wei­se nie aus­schlägt, weil es dort im­mer le­cker nach dö­ner riecht und ge­le­gent­lich dö­ner auf der stras­se liegt. nee, sie woll­te lie­ber di­rekt nach hau­se. geht mir ehr­lich­ge­sagt auch bei dem wet­ter so, ich den­ke draus­sen dann im­mer: die be­we­gung kann ich ja zu­hau­se ma­chen, lie­ge­stüt­zen und klimm­zug­übun­gen und so, über den tag ver­teilt, drei mal, dann be­komm ich trotz kurz­spa­zier­gang auch aus­rei­chend be­we­gung. lei­der ver­ges­se ich die gym­nas­tik zu­hau­se dann ger­ne. ges­tern nur ein­mal 13 (lang­sa­me) lie­ge­stüt­zen, statt drei­mal, im­mer­hin ziem­lich viel an der klimm­zug­stan­ge rum­ge­zo­gen.


ich bin heu­te und mor­gen krank­ge­schrie­ben weil ich mor­gen darm­spie­ge­lung habe. ich bin jetzt ja im vor­sor­ge­al­ter. in den letz­ten 5 ta­gen muss­te ich mich kern­los und bal­last­stoff­arm er­näh­ren. das fiel mir sehr schwer, weil ich mich ei­ner­seits ge­ra­de dar­an ge­wöhnt habe be­son­dern bal­last­stoff­reich zu es­sen und an­de­rer­seits of­fen­sicht­lich al­les was ich ger­ne esse ent­we­der vie­le ba­last­stof­fe oder ker­ne ent­hält oder aus nüs­sen ist. heu­te bin ich der emp­feh­lung auf dem zet­tel der arzt­pra­xis ge­folgt und habe 2-4 schei­ben toast mit „streich­wurst“ oder „streich­kä­se“ ge­ges­sen. das ver­gnü­gen hielt sich in gren­zen, ein def­ti­ger sa­lat zum früh­stück oder das abend­es­sen vom vor­tag liegt mur zum früh­stück sehr viel mehr. aber trotz­dem le­cker.

wo­bei: der reiz von toast­brot er­schliesst sich mir nicht mehr zu 100%. dunk­le­res oder kör­ni­ge­res brot ist so viel mehr be­frie­di­gend und ge­schmack­voll. was ich aber zu­ge­ben muss: der hefe-duft, der aus ei­ner tüte toast quillt, ist schon toll.

der toast ist die letz­te fes­te nah­rung die ich in den nächs­ten 24 bis 30 stun­den zu mir neh­men wer­de. auch wenn das nie­man­den in­ter­es­si­ert, ich bin mal ge­spannt wie ich dies­mal die ab­führ­flüs­sig­keit ver­tra­gen wer­de und ob sie auch wie­der lie­ber oben aus­tre­ten möch­te als un­ten. ich wer­de be­rich­ten.

foto des darmreinungsmittels, das ich zur vorbereitung meiner darmspiegelung bekommen habe. bemerkenswert: mango- und fruchtpunsch-aroma

ple­nvu darm­rei­nungs­mit­tel mit man­go- und frucht­punsch-aro­ma


er­freu­lich und er­schü­ternd

felix schwenzel in notiert

er­schü­ternd und er­freu­lich zu­gleich, wie viel men­schen nach spitz­kohl zu­be­rei­tungs­mög­lich­kei­ten im air­fry­er su­chen. seit ich wie­der an­ge­fan­gen habe zu blog­gen, schick­te mir goog­le kon­se­quent kei­ne be­su­cher mehr vor­bei.

die lan­ge bei­trags­pau­se und kur­ze off­line-zeit 2024/2ß25 ha­ben mei­ne re­le­vanz aus goog­le sicht auf 0 ge­dreht. lang­sam nä­hert sich goog­le mei­ner web­site wie­der an, goog­le frisst mir die ma­schi­nen­les­abren re­zep­te zu­zu­sa­gen aus der hand. und po­si­tio­niert mich bei be­stimm­ten such­be­grif­fen aus dank­bar­keit (oder op­por­tu­nis­mus?) ganz nach oben.

was mir an den op­ti­mie­run­gen mei­ner web­site ge­fällt: das sind al­les tech­ni­sche op­ti­mie­run­gen die po­ten­zi­ell al­len ma­schi­nen, craw­lern und men­schen zu­gu­te­kom­men, in­halt­lich op­ti­mie­re ich wei­ter­hin nichts.

oder an­ders ge­sagt: vie­le re­zep­te-ver­of­fent­li­chen­de glau­ben ja of­fen­sicht­lich, dass es eine ef­fek­ti­ve such­ma­schi­nen­op­tie­rungs­mass­nah­me sei vor ei­nem re­zept 400 ab­sät­ze über die ge­schich­te des re­zeots, der zu­ta­ten und der welt zu schrei­ben, be­vor man nach 16 ki­lo­me­tern end­lich beim re­zept an­langt. of­fen­bar dient das auch dazu eine län­ge­re ver­weil­dau­er zu er­zeu­gen und da­mit „en­gan­ge­ment“ zu si­mu­lie­ren.

um so er­freu­li­cher, wenn goog­le auch das ge­gen­teil, ein hin­ge­rot­zes re­zept, mit ei­nem ex­trem schlech­ten foto, orth­gra­phisch frag­wür­di­ger und kon­se­quen­ter klein­schrei­bung, nach oben be­för­dert. wäre doch zu schön, wenn der goog­le al­go­rit­mus ir­gend­wann re­zept-blog­ge­rin­nen dazu zwin­gen wür­de schnell zum punkt (re­zept) zu kom­men.


das jahr ist schon 10 tage alt und ich habe das ge­fühl, dass es jetzt nicht mehr lan­ge dau­ert und das jahr ist schon wie­der vor­bei.

der gros­se an­ge­kün­dig­te sturm blieb in ber­lin aus, das wet­ter fror ein­fach so vor sich hin, statt ag­gres­siv zu wer­den. das ist nicht das ers­te mal, dass mei­ne be­nach­rich­ti­gun­gen auf dem han­dy vol­ler war­nun­gen und ver­vor­sich­ti­gun­gen wa­ren und dann am ende we­der wind, noch schnee oder or­kan auf­ka­men. mir ist schon klar, dass wet­ter­vor­her­sa­gen kom­ple­xe wahr­schein­lich­keits­re­chun­gen sind und ein schmet­ter­ling in ost­asi­en den win­ter­sturm po­ten­zi­ell ver­hin­dern oder mit­aus­lö­sen kann. aber viel­leicht soll­ten die war­nungs­er­zeu­ger trotz­dem noch­mal ihre kom­mun­ka­ti­ons­stra­te­gien über­den­ken und war­nun­gen mit mehr kon­junk­ti­ven prä­sen­tie­ren und ent­war­nun­gen mit der glei­chen reich­wei­te und wucht ver­brei­ten wie die ur­sprüng­li­chen war­nun­gen. weil so bleibt bei mir ir­gend­wie die fra­ge hän­gen: wie ernst wer­de ich die nächs­te war­nung neh­men?

glei­ches gilt für die war­nun­gen zum strom­aus­fall im sü­den ber­lins. den strom­aus­fall hat bei mir kei­ne der in­stal­lier­ten warn­app am 3. ja­nu­ar an­ge­kün­digt. daür be­kam ich am 7. ja­nu­ar mit viel ge­tö­se eine „Ex­tre­me Ge­fahr WAR­NUNG MIT­TEL“ und kurz da­nach, mit­ten in der nacht eine „Ge­fah­ren­in­for­ma­ti­on ENT­WAR­NUNG“ die mein te­le­fon schrei­en liess.

screenshot von warnungen und entwarnungen die mich am 7.1.2026 erreicht haben

war­nun­gen und ent­war­nun­gen

das ist ein biss­chen so, als ob die he­rol­de der se­nats­ver­wal­tung um 22 uhr sturm klin­geln um zu sa­gen: „al­les OK, KEIN GRUND ZUR SOR­GE, BIT­TE SCHLA­FEN SIE WEI­TER! und be­den­ken sie, nach 18 uhr kein glas in glas­con­tai­ner zu wer­fen, da­mit ihre mit­bür­ge­rin­nen in ih­rer nacht­ru­he nicht ge­stört wer­den!“

je­den­falls war es heu­te zum mor­gen­spa­zier­gang wie­der -6°C aber es wirk­te ir­gend­wie mil­der als in den vor­he­ri­gen ta­gen. zum teil kann das dar­an ge­le­gen ha­ben, dass ich heu­te zum ers­ten mal mei­ne win­ter­ja­cke, statt mei­nes som­mer­män­tel­chens trug. zum an­de­ren blies kein wind, was die ge­fühl­te tem­pe­ra­tur er­höht ha­ben dürf­te.

alle men­schen und hun­de die wir heu­te früh tra­fen wa­ren ex­trem ent­spannt. fri­da auch, ob­wohl sie mich 5 mal frag­te ob es ok sei, wenn sie mal kurz ei­nen ex­kurs ins un­ter­holz macht um dort even­tu­ell sit­zen­de vö­gel auf­zu­schre­cken. ich liess sie ge­wäh­ren, auch weil sie vor­her über­eif­rig folg­sam war, als ich sie dar­um bat.

sonnenaufgang über der catcherwiese in den rehbergen. im vordergrund glänzt der zu eis festgestampfte schnee in der morgensonne, im hintergrund kahle böume

cat­cher­wie­se


die an­ti­pa­thie, die ich ge­le­gent­lich spü­re, wenn ich KI-ge­ne­rier­te bil­der sehe, ist eine alte be­kann­te. ich ken­ne sie von stock­fo­tos, über­mäs­si­ger emo­ji-ver­wen­dung oder mehr­fach-aus­ru­fe­zei­chen („!!!“). an sich ist ja nichts ge­gen fo­tos von freund­li­chen bü­ro­men­schen oder die nut­zung von emo­jis zu sa­gen (wohl aber ge­gen die ver­wen­dung von meh­re­ren satz­zei­chen hin­ter­ein­an­der).

schmerz­haft wird es im­mer ge­nau dann, wenn der zu­sam­men­hang und die sorg­falt feh­len. oder an­ders ge­sagt: ge­dan­ken­lo­sig­keit, die feh­len­de funk­ti­on, macht den slop, nicht die form oder die her­kunft (egal ob aus ei­ner KI, fo­to­da­ten­bank oder emo­ji-bi­blio­thek).


un­ter sie­ben brü­cken

felix schwenzel in notiert

zum mor­gen­spa­zier­gang vom wed­ding zum s-bahn­hof jung­fern­hei­de ge­fah­ren und dann wie­der mal am west­ha­fen­ka­nal lang­ge­lau­fen. da­bei sind wir zwar nicht un­ter sie­ben, aber un­ter sechs brü­cken ge­lau­fen. min­des­tens zwei brü­cken ha­ben wir un­ter­fah­ren. passt also. un­ter­wegs hat es die gan­ze zeit leicht ge­nie­selt und es war um die 7° C warm.

ges­tern die ach­te sen­dung mit der ca­rol et­was ver­spä­tet ge­guckt, mehr dazu spä­ter. die sen­dung mit der maus habe ich drei wo­chen lang ver­passt. ist mir erst heu­te auf­ge­fal­len. muss dar­an lie­gen, dass in der vor­weih­nachts­zeit die zeit zu schnell vor­bei­geht — und da­mit auch die sonn­ta­ge. in ei­ner der ver­pass­ten sen­dun­gen hab ich ge­se­hen wie kon­takt­lin­sen her­ge­stellt wer­den, das war fast so wie my me­cha­nics beim schrau­ben­dre­hen und po­lie­ren zu­zu­se­hen.


ges­tern abend hab ich pom­mes im air­fry­er so hin­be­kom­men, wie ich sie ger­ne mag. auch dazu spä­er mehr, vor­ab viel­leicht schon so viel: vor­her, wie im ul­ti­ma­ti­ven pom­mes-re­zept von hes­ton blu­men­thal, gründ­lich wäs­sern und wa­schen und 10-15 mi­nu­ten vor­ko­chen. was ich in ei­nem fallows-vi­deo ge­lernt habe, die pom­mes nach dem vor­ko­chen und leich­tem ab­küh­len sanft miss­han­deln (sie­he 6:11 mi­nu­ten in „ul­ti­ma­te chef gui­de to coo­king christ­mas di­ner“). so auf­ge­raut und vor­ge­kocht dann mit reich­lich oli­ven­öl ein­ge­schmiert bei 180° C 20-30 mi­nu­ten in den air­fry­er und ge­le­gent­lich wen­den. die grund­idee hat funk­tio­niert: rau­he, knusp­ri­ge ober­flä­che, wei­cher, cre­mi­ger kern. mei­ne un­ge­duld hat da­für ge­sorgt, dass sie nur hell­gelb, statt gold­braun wa­ren, aber so ist das auf je­den fall un­auf­wän­di­ger als mit dem frit­tie­ren — und doch ak­zep­ta­bel.


das hat mich sehr ge­freut (zu „un­se­re hoch­zeit in las ve­gas“):

das ist ja auch ein gros­ser teil mei­ner mo­ti­va­ti­on ins in­ter­net zu schrei­ben. das wei­ter­zu­ge­ben was ich ein­fach so oder dank der gi­gan­ten, auf de­ren schul­ter ich ge­le­gent­lich ste­hen darf, ge­lernt habe.

dazu woll­te ich auch, nach­dem ich im spie­gel ge­se­hen habe, dass sie dort auch re­gel­mäs­sig ih­ren hei­zungs­ther­mo­stat-test wie­der­ho­len, ein up­date zu mei­nen tado-ther­mo­sta­ten schrei­ben. mei­ne tado-steue­rung habe ich vor zwei jah­ren auf kom­plett lo­kal um­ge­stellt, haupt­mo­ti­va­ti­on war in al­len räu­men raum-ther­mo­me­ter statt der in die ther­mo­sta­te ein­ge­bau­ten tem­pe­ra­tur­sen­so­ren zu nut­zen. tado sieht vor, dass man sich für 99 € ei­nen tado-funk­tem­pe­ra­tur­sen­sor kauft. das ha­ben wir fürs wohn­zim­mer ge­macht (und das klappt auch su­per), aber im bad, schlaf- und kin­der­zim­mer über­neh­men nun 9,99 € sen­so­ren die­se auf­ga­be. da­für muss man aber die steue­rung auf lo­kal, bzw. ho­me­kit um­stel­len und die re­gel­kreis­läu­fe auch kom­plett lo­kal lau­fen las­sen. funk­tio­niert seit 2 jah­ren ein­wand­frei, ar­ti­kel dazu folgt.


kürz­lich im fern­seh­turm thees fnord­berg ken­nen­ge­lernt. das ster­nen­split­ter-ge­dicht ge­fällt mir und die per­spek­ti­ven von aus­ser­ir­di­schen sind ja oh­ne­hin im­mer in­ter­es­sant. ob­wohl mich ja kürz­lich auch der ver­dacht be­schlich, dass die hei­opeis im weis­sen haus viel­leicht von so ei­ner art aus­ser­ir­di­schen, in­ver­sen plu­ri­bus-vi­rus be­fal­len sind, der den teil ih­res geis­tes de­ak­ti­viert, der für em­pa­thie und mit­ge­fühl (aus­ser mit sich selbst) zu­stän­dig ist. pau­cis statt plu­ri­bus.


das ist zwar nicht weih­nacht­lich ge­meint, wirk­te aber heu­te früh weih­nacht­lich auf mich.

gewächshaus an der beuth hochschule für technik

das hin­ge­gen ist weih­nacht­lich ge­meint: un­se­re weih­nachts­ei­che, in den reh­ber­gen von der bei­fah­re­rin vom bo­den ge­ho­ben und bei uns im wohn­zim­mer wie­der­auf­er­stan­den. ganz nach dem jah­res­zeit­li­chen mot­to.

bild unserer dekorierten weihnachtseiche im wohzimmer