nachdem ich zwei tage in folge jeden tag ein 🍀 gefunden habe, fiel mir enflich das deutsche wort für streak ein: strähne. weil man ja auch glückssträhne sagt.
vierblättrige kleeblätter zu finden hat natürlich nichts mit glück zu tun. weder das finden, noch das was einem danach passiert.
ich habe die 🍀 nicht wegen glück oder tüchtigkeit gefunden, sondern weil ich nach ihnen geguckt habe. so wie gabriella gerhardt in diesem video gesagt hat, man findet sie nicht, sondern man sieht sie. das klappt tatsächlich im (langsamen) vorbeigehen.
obwohl glück lösen 🍀 dann doch auch aus, aber eher glück im sinne von zufriedenheit. es befriedigt mich durchaus so ein 🍀 zu finden und mich dann wieder auf den morgenspaziergang konzentrieren zu können.
und ich würde da gerne eine gewohnheit draus machen. ein paar minuten pro tag in so etwas sinnloses zu investieren, das so befriedigend ist, hört sich für mich interessant genug an, um meinen ehrgeiz zu wecken. deshalb folgen hier in den nächsten wochen nicht nur unzählige baumbilder, sondern (hoffentlich) auch unzählige kleebilder.
tageswerk heute erledigt.
wegweiser sind immer auch weg-weiser im sinne von „geh weg“
🍀
mal schauen ob ich nen streak schaffe. jeden tag eins finden.
nach vierblättrigen geguckt hab ich heute nur 2 minuten lang. dann stach es mir (quasi) ins auge.
gestern beim morgenspaziergang habe ich nach dieser inspiration im goethepark nach vierblättrigen kleeblättern gesucht. vergeblich. aber ich habe gemerkt, ja, wenn man hinschaut sieht man im stehen die einzelnen blätter ziemlich gut. frida hat das sehr irritiert, dass plötzlich nicht nur sie den boden intensiv inspiziert, sondern auch ich. aber mag die vorstellung, dass wir nun auf eine art gemeinsam den boden abschnüffeln, die eine olfaktorisch, der andere optisch.
den raben in den rehbergen gehts gut (die aufnahme ist vom freitag, heute früh habe ich sie aber wieder krächzend ums wildschwingehege fliegend gesehen).
sugar staffel 2 gefällt mir von der ersten folge an sehr gut. aber ich bin immer wieder irritiert, wie ähnlich colin farrell arnold schwarzenegger sieht. selbst die schrankfarbenen haare stimmen.
ich bin seit ein paar tagen auf dem iphone und meinem mac mit der betriebsystemversion 27 unterwegs. ich habe überall gelesen und gehört, dass die betas sehr stabil und fehlerarm seien und ich kann das bestätigen. der einzige merkliche unterschied, den ich täglich beobachte, ist dass die visuellen irritationen weniger geworden sind. oder umgekehrt, wenn ich auf den arbeitslaptop wechsle, auf dem noch tahö [sic!] läuft, wundere ich mich darüber, wieviele visuelle details in tahö kaputt sind.
bisher habe ich meinen youtube-konsum (in minuten) manuell aus der youtube-historie extrahiert, um ihn mir zu visualisieren. das war zwar meditativ, aber mühsam. ich addiere gerne im kopf, aber manchmal vergass ich das addieren tagelang. also habe ich mir eine safari-extension bauen lassen, die das für mich erledigt und die spieldauer von videos auf youtube für mich erfasst. das ist sehr praktisch und gleichzeitig (in absoluten zahlen) etwas irritierend.
meine ernährung besteht seit einer weile hauptsächlich aus etwas, das man am besten mit salzigem müsli beschreiben kann. irgendwelche gemüse die wir gerade im kühlschrank, der kühltruhe oder in dosen haben mit würziger sosse angemacht. gelegentlich mit tofu, fake-hack oder huhn kombiniert. dabei improvisiere ich meistens, mal mit weniger guten, mal mit besseren ergebnissen. was gut schmeckt wird öfter gemacht. gestern und vorgestern ausversehen einen ganzen spitzkohl weggeputzt mit diesem rezept:
tofu trocknen und in heisses fett fein zerkrümmeln und scharf anbraten.
wenn alles kross ist eine in streifen geschnittene zwiebel dazugeben und glasig braten
würzsosse: etwas fett, sojasosse, essig und sambal oelek verrühren und über die tofu-zwiebel-mischung geben
reichlich feingeschnittenen spitzkohl dazu in die pfanne geben
ein paar cocktail-oliven kleinschneiden und am ende mit etwas zerkrümelten feta dazugeben und nur noch kurz beim unterrühren braten und die hitze schnell abschalten.
als ich vor fast 30 jahren mit meinem damaligen mitbewohner hannes und ein paar kommilitonen in zürich das bühnenbild und licht für ein theaterstück gemacht habe, hatte hannes eine ganz bestimmte vorstellung vom licht.
er war fasziniert davon, wie das licht von bildschirmen das menschliche gesicht beleuchtet. damals waren die bildschirme vor unseren gesichtern noch flackernde, oft blaustichige röhrenmonitore.
moderne mobiltelefone sind nicht nur im wahrsten sinne des wortes mobile fernseher, sondern auch mobile gesichtsbeleuchtungen. sie sorgen dafür, dass menschen im dunkeln mit beleuchteten gesichtern durch die gegend laufen können.
in der ubahn habe ich auch schon oft beobachtet, dass mobiltelefone auch als beleuchtete spiegel genutzt werden können — und genutzt werden.
mich wundert allerdings, dass diese gesichtsbeleuchtungsfunktion noch keine apps hervorgebracht hat die das aktiv nutzen. auf macs gibt es für videokonferenzen bereits einen virtuellen, aber wirksamen leuchtring um sich vorteilhaft mit dem bildschirm auszuleuchten.
ich frage mich warum es sowas noch nicht als apps auf telefonen gibt: „zeichne dein gesicht weich, während du entspannt in der ubahn doom-scrollst“. man könnte sich vornehme blässe aufs gesicht zaubern oder seiner wut besonderen ausdruck verleihen.
mit ein bisschen hardware-aufwand, gerichteten LEDs oder schwachen lasern könnte man optisch, mit gezielt eingesetztem licht, leichte kosmetische korrekturen im gesicht vornehmen oder konturen betonen.
irgendwann, wenn mobiltelefone wirklich gut mit diesen lichteffekten sind und uns signifikant besser aussehen lassen können, wird die kosmetische wirkung von mobltelefonen vielleicht wichtiger als die bilder und videos auf dem bildschirm.
wer weiss, vielleicht halten wir uns in zukunft das telefon nicht mehr vors gesicht, um etwas zu sehen, sondern um in einem besseren licht zu erscheinen.
allein weil vodafone in berlin wieder drückerkolonnen an die haustüren schickt, würde ich da niemals kunde werden wollen.
aber dass mir diese heinis dann erzählen, dass DSL „bald“ abgeschaltet würde und man auf „kabel“ wechseln müsse, verschiebt meinen ohnehin nicht besonders guten eindruck von vodafone in eine sehr kloakige richtung.
wie verzweifelt muss ein unternehmen sein, um so zu agieren?
wir sagen ja gerne: „verarschein kann ich mich selbst“. ich bezweifle das schon länger und meine überzeugung, dass wir gar nicht mal so gut dadrin sind uns selbst gezielt was vorzumachen, wurde heute signifikant gestärkt. ausserdem bin ich jetzt der meinung, dass diese fähigkeit in der tat wünschenswert ist.
I don’t need time. What i need is a deadline. — Duke Ellington
im video spricht david epstein vor allem über einen kognitiven bias den psychologen „additive bias“ oder „subtractive neglect“ nennen. wir tendieren dazu probleme durch hinzufügen von etwas zu lösen und tun uns oft schwer damit problemlösungen in betracht zu ziehen, die etwas entfernen.
zum beispiel: besser fertig werden mit weniger zeit, statt mehr. die beispiele die er im video aufzählt und illustriert sind eingängig und überzeugend. und das was er erzählt und wie er es rüberbringt macht einen grossen bogen um die üblichen selbstoptimierungs tipps & tricks und geht eher in die richtung: guck mal wie andere sich effizient und erfolgreich selbst manipulieren („selbst verarschen“).
als ich dann weiter im kanal rumschaute und mir „I Studied Elite Performers For 20 Years So You Don't Have To“ ansah (was sich vom titel her schon ein bisschen „tschakka!“ anhört), merkte ich, dass ich viele der methoden die david epstein aufzählte und mit beispielen illustrierte, schon seit ewigkeiten praktiziere. ich bin zwar weit davon entfernt „elite performer“ in irgendwas zu sein, aber ich kann mittlerweile bequem auf kommando einschlafen, habe mein leben dutrchritulisiert und versuche mir durch rituale und gewohnheiten so viel mentale micro-lasten zu ersparen wie möglich.
ausserdem erzähle ich allen immer wieder, dass ich der festen überzeugung bin, dass man in der ausbildung oder besser auf dem weg zum beruf, den man irgendwann mal ausübt, keine zeit verschwenden kann. umwege, erfahrungen in möglichst vielen bereichen — auch zum beispiel gastronomie — kommen einem in jedem beruf zu gute. epstein bestärkt so viele meiner überzeugungen, dass ich schon fast fürchte hier opfer eines harten falls von confirmation bias zu sein.
seine schlussworte illustrieren ganz gut wie undogmatisch und frisch er an seine themen geht:
None of that really sounds like conventional productivity advice. Some of it sounds like quite the opposite. And that, I think, is the point. The people who perform at the highest level across all the fields that I've studied or been involved with have figured out something that the rest of us, I think, often resist, at least for a while. Peak performance doesn't come from grinding harder. It comes from understanding how you and your mind and your rhythms actually work and designing habits and environments that work with rather than against them. The weirdest sounding habit on this list, it may actually turn out to be the one that changes how you work.
oder anders gesagt: statt selbstdisziplin und schuffterei muss man nur gute wege finden sich geschickt selbst zu verarschen um kreativität und neugier und spass am tun aus sich heraus zu locken.
schön fand ich auch die kleinen details; in einem video spricht er von vincent van gogh (und seinen „long winding path“) zu dem beruf, der ihn berühmt machte, und illustriert das eben nicht mit einem der bekannten selbstportraits die wir sonst immer sehen, wenn von van gogh gesprochen wird.
auch schön: im video von david epstein fielen zum teil die gleichen begriffe, wie in diesem video von ralph caspers (default mode network). das hatte ich kurz vorher gesehen und mich gefreut, wie das zusammenspiel von youtube-algorithmus, blogempfehlungen und zufall einen gelegentlich — mit wechslenden perspektiven — zu den gleichen themen führt.
heute rief mich die beifahrerin während des morgenspaziergangs an: „weil du meine nachrichten ja nie liest.“ das stimmt, also während des spaziergangs normalerweise nicht. aber ich sehe dafür die raben in den rehbergen, jogger die von hinten kommen, andere hunde und manchmal auch eichhörnchen bevor frida sie sieht.
„da liegt ein riesengrosser haufen menschenscheisse vor der tür! frida darf da auf keinen fall dran schnüffeln!“
sie erzählte mir in den folgenden 20 minuten die origin-story des kackhaufens, dass sie sich kurz mit dem produzenten unterhalten hatte und dass sie auf dem weg zum fitnessstudio ein paar freundliche BSR-kehrfrauen darauf angesprochen habe. die meinten: „eigentlich sind für für menschliche exkremente nicht zuständig, aber aus kulanz können wir gegebenenfalls sand drüberstreuen.“
als frida und ich nachhause kamen lag der haufen noch jungfräulich da und gab einen überraschend stechenden geruch ab. als ich 10 minuten später vom balkon runterschaute war die kulanz bereits erledigt und die kacke unter sand begraben.
die hausinterne mieterinnen-whatsapp-gruppe, an der die beifahrerin teilnimmt, informierte uns darüber, dass gleiches vor ein paar tagen bereits im flur des hinterhauses passiert war. das foto lasse ich hier weg (kann man in der beilage sehen), was ich aber interessant fand: es wurde nicht einfach auf den boden gekackt, sondern an die wand. das kannte ich von den terrassen am wohnblock an der karl-liebknecht-strasse, wo ich vor 24 jahren mein büro hatte.
heute also gelernt:
die BSR entfernt keinen menschlichen kot. (es gibt aber eine telefonnummer die man anrufen könne)
man kann scheisse mit sand abdecken
wenn man ohne sitzschüssel kacken muss, scheint es empfehlenswert den hintern beim kacken an einer wand abzustützen
gestern machte mich der übellaunig ins internet schreibende, aber sehr freundlich in emails schreibende unstory.eu darauf aufmerksam, dass er gelegentlich seiten löscht und jetzt einer meiner links ins leere zeigen würde. das veranlasste mich dazu eine funktion hier nachzurüsten, die nach der veröffentlichung eines beitrags eine warteschlange mit allen links des beitrags füllt und bei archive.org anfragt ob die verlinkten seiten im archive.org gespeichert werden können.
vorher hatte ich mal überlegt ob ich das html von links oder bookmarks einfach bei mir sichern sollte, aber das erschien mir bei näherer betrachtung immer zu komplex und kompliziert.
VW hat die API bei der ich und viele andere ihre fahrzeugdaten abgeholt haben mehr oder weniger gekillt. die begründung ist wohl mehr sicherheit oder so, aber de facto kann ich jetzt weder den ladestand, das odometer, bzw. den status unseres autos nicht mehr in automationen verwenden. auch die navigations- und ladeplanungs app pump, die wir seit einem jahr nutzen, funktioniert damit für uns nicht mehr. sie zeigt den ladestand unseres autos jetzt konstant mit 27% an. die verkackte VW-app funktioniert natürlich weiterhin, was besser als gar nichts ist, aber das ist schon ziemlich arschig von VW so zu agieren.
ein bisschen recherche zeigte, dass es ein paar workarounds gibt, der workaround den ich am interessantesten fand war, dass der stromanbieter tibber offenbar als einer der wenigen „partner“ weiterhin (oder wieder) zugang zu VW-fahrzeugdaten hat. und tibber bietet wiederum einen API zugang zu seinen daten an. die zapfe ich jetzt ersatzweise an und habe jetzt zumindest wieder den ladezustand, die reichweite und die info ob das auto gerade lädt oder nicht im home assistant. damit kann ich wiederum die API von abrp bespielen und wieder mit abrp ladeplanung machen.
seit dem ich viele seiten als markdown anbiete und eine llms.txt anbiete, habe ich das gefühl, dass der druck den KI-crawler auf die website ausüben stark nachgelassen hat. davor kam es immer wieder vor, dass crawler sich durch die archiv-paginierung wühlten und damit den server quälten.
shellies sind wirklich klein. ich habe eine alte ikea-lampe, die eigentlich mit halogen-leuchtmitteln betrieben werden soll auf LEDs umgestellt. dafür musste ein neuer trafo her und damit man die lampe dimmen und schalten kann, habe ich neben dem neuen trafo auch noch einen shelly ins lampengehöuse eingebaut bekommen.
wenn man durch akzeptanz von dringlichkeit ebendiese vermehrt, kann man sie dann durch ablehnung oder ignoranz reduzieren?
ich bilde mir ja ein regen ignorieren zu können. das funktioniert draussen, im regen, ganz gut, aber wenn ich dann wieder zuhause bin und merke dass ich tropfe, werde ich dann doch unsicher ob sich regen wirklich ihnorieren lässt.
kann man dringlichkeit ignorieren? ich glaube schon, allein deshalb, weil sich die hälfte aller anliegen von alleine erledigt. egal ob das anliegen dringend oder nicht war. für die anderem anliegen die mir begegnen ist ignoranz eigentlich gar nicht nötig, weil ich ohnehin immer eine weile benötige um die natur oder den hintergrund und kontext des anliegens zu verstehen. oder anders gesagt auf dringliches sofort zu reagieren ist ohnehin nichts anderes als aktionismus. eine lösung braucht zeit, koordinierung, reflexion.
dringlichkeit ist auch selten eine eigenschaft des problems, sondern eher resultat unserer wahrnehmung oder der erwartung anderer. deshalb ist es vielleicht am besten dringlichkeizt mit sorgfalt zu begegnen, dann vermehrt sich dringlichkeit auch nicht.
dass es foursquare und swarm noch gibt ist ein kleines wunder. ich habe nie verstanden, warum man sich an orten einchecken sollte und versuchen sollte mayor zu werden. trotzdem habe ich das spiel vor vielen jahren, als foursquare neu war, exessiv mitgespielt.
in urlauben war das tatsächlich ganz praktisch eine spur zum späteren nachverfolgen zu hinterlassen und foursquare hat uns in urlauben eigentlich auch ganz gute empfehlungen für orte, restaurants, cafés oder bars gegeben.
warum man in swarm irgendwann auch „coins“ für checkins bekommen konnte verstehe ich auch nicht — und trotzdem nutze ich swarm seit märz wieder intensiv. vor allem deshalb, weil es eine der schnellsten und zuverlässigsten methoden ist, bilder mit text hier im blog zu posten (mit ownyourswarm, landet alles in /checkins). seit märz checke ich mich jeden morgen an einem baum, den ich photogen finde, ein und poste ein bild: the baum
mittlerweile sind das um die 60 fotos.
heute dachte ich, mal gucken ob man daraus einen einigermassen ansehnlichen stop-motion film draus machen kann. geht so.
mittlerweile gibts in der ATmosphere einen swarm-klon. der heisst beaconbits.app. den baum hab ich da auch mal gepostet, aber eigentlich nur um zu testen wie das geht. theoretisch kann ich die daten einfach in den PDS schreiben und der checkin das beacon ist gesetzt. um noch ein foto dazu zu posten, muss man das foto auf bluesky posten. theoretisch kann ich also automatisch einen ownyourswarm-checkin zu beaconbits syndizieren. aber da meine checkins schon auf swarm niemanden interessieren, interessieren sie auf beconbits wahrscheinlich noch weniger leute.
frank bohrt seit ner weile rivva.de auf. seit einer kurzen weile treffen sich im hintergrund ein paar (auf steady) unterstützende und diskutieren feature-wünsche und ideen mit frank.
einer meiner vorschläge in unserem kleinen wiki-garten/forum war eine „primitiv-blogsuchmaschine“ à la rivva.de/tag/spinat — also eine seite die alle blogbeiträge listet die mit spinat verschöagwortet sind. heute nach dem mittagsschlaf dachte ich kurz dass man dafür eine firehose, also strom in dem alle blogbeiträge schwimmen benötigt. rivva hat das (vermute ich mal) in form einer umfangreichen datenbank. dann fiel mir ein, auch in dewr ATmosphere gibts das: alle beiträge die auch mit mit standard.site protokoll veröffentlicht wurden sind teil der AT-protokoll firehose.
so kann zum besipiel standard-reader.app alle standard.site blogbeiträge durchsuchen (andere auf dem AT-protokoll aufbauende aps können das auch). aber offenbar geht auch das hier:
normalerweise bin ich kein fan von schlechtgelaunten blogs. bei unstory bin ich irgendwie hängengeblieben. diese seite hatte ich jetzt ein paar tage als offenen browser-tab:
Few months ago Cloudflare introduced Markdown for machines:
You get HTML, trackers, cookie banners, popups, and JavaScript. This needs a browser built by thousands of engineers just to show you a paragraph.
Machines get the clean version.
fair point, auch weil es meinem confirmation bias dient. heute hab ich mal ein bisschen weiter auf unstory gelesen. das ist alles sehr schlecht gelaunt aber auch nicht falsch.
Web browsers are not document viewers. They are customer acquisition channels for massive tech ecosystems. They don't serve users, but corporations. AI features, VPNs, crypto wallets, and countless of other nonsense.
… zum besipiel anders beantworten: weil es noch keinen bedarf dafür gab und „wir“ erst jetzt drauf gekommen sind beim nachdenken darüber wie wir es maschinen leichter machen können. das sagt der mensch hinter unstoryan anderer stelle auch (irgendwie):
The people building the human web chose the machine format. The machines moved to the human format.
das eigentliche problem scheint zu sein, dass wir komplexen probleme gerne mit komplexen lösungen begegnen und den blick fürs einfache verlieren. manchmal ist ein perspektivwechsel hilfreich um einfache lösungen zu erkennen. die perspektive von menschen oder maschinen einzunehmen, die bestimmte komplexe dinge nicht können, ist auf jeden fall immer hilfreich.
jedenfalls nehme ich den rat von unstory.eu an und folge ihm nicht, hoffe aber alle paar wochen daran zu denken mal dort vorbei zu schauen.
Posts appear and disappear. ASCII text, English. No archive, no nostalgia. I don't preserve things out of courtesy.
tatsächlich verschwinden die seiten dort gelegentlich …
manche dinge scheinen sich nicht zu ändern. ich sehe immer wieder eltern mit ihren kindern, die vor müllautos oder baustellen stehen bleiben, weil die kinder die müllwagen, baumaschinen oder die müllarbeiter oder bauarbeiter fasziniert beobachten (wollen). geht mir auch oft noch so: ich frage mich wie die müllmenschen in berlin von den hunderten haustürschlüsseln, die sie in einem riesigen bündel mit sich herumtragen, den richtigen finden. baustellen und grosse maschinen sehe ich mir weiterhin gerne an. baustellen sind ja quasi real-life-wimmelbilder.
genauso fasziniert, wie ich mir gelegentlich wimmelsituationen ansehe, bin ich irritiert darüber, dass so wenige menschen die ins internet schreiben selbstgemachte animierte bilder benutzen. ich mein: jedes iphone hat live-bilder standardmässig aktiviert. das heisst bei einem foto, nimmt das iphone vorher und nachher ein paar sekundenbruchteile video mit auf, die man, wenn man will zu einer endlosschleife umwandeln kann, ider so einem „abpraller“. man kann auch eine langzeitbelichtung damit simulieren.
sehr, sehr viele menschen haben solche bilder also auf ihren telefonen, aber im internet sieht man die trotzdem selten bis nie. warum?
ich poste solche bilder regelmässig mit dem hashtag #live fotos und vor einer weile habe ich sogar erklärt wie ich das mache, bzw. dass ich neben einer mp4-endlosschleife auch fallback-gifs baue um die endlosschleifen auch im RSS feed anzeigen zu können. ich hab sogar mal eine seite erstellt, die alle beiträge auflistet die (echte) gifs verwenden. das hatte ich völlig vergessen, funktioniert aber.
fragen an die hie rmitlesenden:
habt ihr „live fotos“ auf eurem iphone/eurer kamera aktiviert?
erstellt ihr in der fotomediathek gelegentlich auch endlosschleifen oder abpraller?
wollt ihr die nicht der welt zeigen?
fuchs beim morgenspaziergang. der fuchs war leicht am rechten hinterlauf verletzt.
das funktioniert tatsächlich reibungslos, also völlig transparent, zum beispiel auf diesem €-artikel auf sueddeutsche.de, den ich vorher nicht lesen konnte. 10 € bibliotheksgebühr gut angelegt.
niedrigschwelligere kommentare anzubieten fängt an sich bezahlt zu machen.
da musste ich gestern doch ein bisschen lachen: colin furze berichtet, dass es in seinen tunneln unter seinem garten wohlige 18°C hat. wenn er in seinem unterirdischen bunker sitzt und formel 1 schaut, muss er gelegentlich den heizlüfter anmachen.
zufällig auf den 14 jahre alten artikel gestossen, in dem ich schreibe, dass ich ab jetzt die brevia nutze: wirres.net/articles/6145
witzigerweise dachte ich damals, dass ich der brevia irgendwann übertdrüssig würde. das gegenteil ist der fall. ich mag die schrift nach wie vor sehr, sehr gerne und finde sie weiterhin sehr frisch. die kommentatoren von damals (ja, nur männer) waren nicht soo begeistert1. aber damals gabs auch noch anti-aliasing um schriften zu glätten und ich habe die absätze damals mit 14,4px gerendert, also eher klein.
weil ich jetzt relativ niedrigschwellig zugängliche kommentare habe, bin ich mal gespannt ob hier lesende die brevia immer noch so scheisse finden wie damals und ob ich der einzige bin bei dem extreme brevia-gewöhnungseffekte eintreten.
beim kommentieren die email optional zu machen scheint gut zu funktionieren, zumindest in dem sinn, dass es die schwelle hier zu kommentieren stark zu senken scheint. sogar unter meinem wassermelonensalat-rezept, das am sonntag fast einhundert besucher von google rübergeschickt bekam, ist ein kommentar aufgeschlagen.
auch 14 jahre her: das erste mal, dass ich von „darm mit charme“ hörte: wirres.net/articles/6218 (mit einem in meinem humorverständnis witzigen kommentar drunter.)
giulia enders hab ich zuletzt bei hotel matze gesehen und war fasziniert, dass sie immer noch so mitreissend über den menschlichen körper und geist redet, dass ihre euphorie unweigerlich überschwappt und ansteckt.
ja, ich habe die alten disqus kommentare in isso importiert (6732 kommentare unter 1511 beiträgen) ↩︎
einen vorteil hat die hitze: nach dem duschen beschlagen die spiegel nicht.
messkurve des taupunktes in unserem bad. solange keine oberfläche kälter als der taumpunkt ist, beschlägt auch nichts. beim duschen steigt der taupunkt.