kategorie: notiert ×

opml2feed

felix schwenzel in notiert

jetzt hab ich eine ma­schi­nen­les­ba­re /blogrolle die au­to­ma­tisch auch /opml aus­gibt und wür­de das ei­gent­lich auch ger­ne selbst nut­zen. oder we­nigs­tens aus­pro­bie­ren wie man so­was nut­zen kann, also mein ei­ge­nes dog food es­sen, wie man so schon sagt. mitt­ler­wei­le weiss ich, dass man die ein­zel­nen opml feeds in freshRSS so abon­nie­ren kann, dass sie sich dy­na­misch ak­tua­li­sie­ren, wenn ich sie hier, hier, hier oder hier än­de­re oder er­wei­te­re. aber ich nut­ze mi­ni­flux und das kann kei­ne dy­na­mi­schen opml-feeds abon­nie­ren.

freshRSS hat eine de­mo­in­stanz auf der man sich an­mel­den kann und die fea­tures von freshRSS tes­ten kann. klappt gut, also man kann ein­zel­nen opml-urls hin­zu­fü­gen oder in ord­ner ver­tei­len und hat dann alle ent­hal­te­nen feeds abon­niert und kann auch ein­zel­ne feeds mu­ten oder selbst wei­te­re hin­zu­fü­gen. aber ich woll­te jetzt nicht mei­nen gan­zen set­up auf den kopf stel­len oder mir freshRSS in­stal­lie­ren.

also hab ich mir ein klei­nes script schrei­ben las­sen das ein we­nig vom riv­va #rp26 feed in­spi­riert ist. wenn man den abon­nier­te füt­ter­te der alle bei­trä­ge die im mai die re­pu­bli­ca er­wähn­ten oder den tag #rp26 nutz­ten in ei­nen ein­zi­gen feed. das war sehr prak­tisch, weil ich dann in mei­nem feed-rea­der die bei­trä­ge gleich le­sen konn­te. aber es war mög­li­cher­wei­se auch ein biss­chen hei­kel, weil der riv­va-rp26-feed frem­de in­hal­te agg­re­gier­te.

das script das ich mir ge­baut habe macht das glei­che wie der riv­va-rp26-feed: aus be­stimm­ten feeds ei­nen neu­en feed bau­en. al­ler­dings ohne den in­halt (nur die über­schrif­ten) und nicht mit #rp26-in­hal­ten, son­dern eben mit den quel­len aus mei­nem OPML. wenn man /opml2feed auf­ruft sieht man (im zwei­ten schritt) das:

man sieht alle OPML-feeds die ich an­bie­te vor­ausge­wählt, kann die aus­wahl aber auch re­du­zie­ren. wenn man wei­ter scrollt sieht man alle in den OPMLs ent­hal­te­nen ein­zel­nen feeds.

auch die kann man ein­zeln ab­wäh­len. der re­sul­tie­ren­de feed hat dann eine ein­ma­li­ge, schwer zu er­ra­ten­de, also ge­hei­me ID wie /opml2feed/0a460f0400115382859d.xml.

mit der ID kann man auch im­mer zu­rück auf die kon­fi­gu­ra­ti­ons­sei­te und die ein­stel­lun­gen des er­geb­nis­feeds an­pas­sen. den feed mit der ID 0a460f0400115382859d wür­de ich nie­man­dem emp­feh­len zu nut­zen, weil der jetzt ver­öf­fent­licht ist, nicht mehr ge­heim ist und den jetzt jede mo­di­fi­zie­ren kann.

der witz ist: wenn ich eine neue blogrol­le hin­zu­fü­ge oder zu ei­ner be­stehen­den blogrol­le ei­nen feed hin­zu­fü­ge, ak­tua­li­siert sich auch der „ge­hei­me“ feed.

wir­res.net/opml2feed/ steht der­zeit al­len in­ter­es­sier­ten of­fen, ist aber ex­pli­zit erst­mal ein test und bie­tet nur mei­ne OPMLs zur aus­wahl an. wer das tes­ten möch­te: ger­ne. aber das kann sich al­les noch än­dern, das gan­ze ist das frü­he sta­di­um ei­nes prak­ti­schen ge­dan­ken­ex­pe­ri­ments.


na­tür­lich habe ich mir für mei­ne pri­va­te nut­zung eine ver­steck­te op­ti­on ein­ge­rich­tet, um die feeds auch im voll­text oder ori­gi­nal­zu­satnd wei­ter zu ge­ben, also nicht nur die über­schrift. aber grund­säz­lich kön­nen die meis­ten feed-rea­der die ich ken­ne auf knopf­druck den voll­text von ge­kürz­ten oder lee­ren RSS items von der je­wei­li­gen web­site zie­hen. oder man klickt halt wie frü­her zur ori­gi­nal­sei­te durch. ein feed der nur über­schrif­ten ent­hält, ist also grund­sätz­lich gut nutz­bar.

so oder so wür­de ich mich über tes­ter und feed­back freu­en. bei in­ter­es­se ver­öf­fentlche ich auch ger­ne den vibe-ge­code­ten quell­code.


ta­ge­buch aus dem ma­schi­nen­raum, 17.08.2026

felix schwenzel in notiert

die­ses for­mat, das jo­han­nes hier nutzt, ge­fällt mir. ein news­ti­cker über den tag ei­nes web­rei­sen­den. das wäre eine mög­lich­keit ein­zel­ne bei­trä­ge, zum bei­spiel aus mei­nem fluss von book­marks und li­kes zu bün­deln und wei­ter zu kom­men­tie­ren. aus mi­kro­blog­gen wird ma­kro­blog­gen.

dann fiel mir auf, dass ich jo­han­nes kopf­zei­ler.org zwar schon seit ewig­kei­ten in mei­nem feed­rea­der habe, aber nicht auf mei­ner blogrol­le. jetzt habe ich ja meh­re­re blogrol­len, auf meh­re­re bei­trä­ge ver­teilt und als OPML oder in /blogrol­le als über­sicht ge­bün­delt, was die sa­che ma­schi­nen­les­bar, aber nicht un­be­dingt über­sicht­li­cher und ver­ständ­li­cher macht.

aber so könn­te ich jetzt fol­low-tage ma­chen, nach dem mot­te des al­ten twit­ter-fol­low-fri­day, zu dem man kon­ten emp­fahl, die man zum fol­gen emp­fahl. alle paar wo­chen eine block­roll-blogrol­le hin­zu­fü­gen.

weiterlesen



mor­gen­spa­zier­gang 16.08.2026

felix schwenzel in notiert

sehr früh wach­ge­wor­den we­gen sehr lau­tem re­gen und ge­wit­ter. fri­da und ich ha­ben uns dann mit dem re­gen­ra­dar ab­ge­stimmt und sind erst nach acht los­ge­gan­gen um wei­te­ren (stark) re­gen zu ver­mei­den (was gut ge­klappt hat).

auf­fäl­lig war wie en­er­gie­ge­la­den wir bei­de wa­ren. wäh­rend es ges­tern zum mor­gen­spa­zier­gang schon fast 25°C wa­ren, war es heu­te an­ge­neh­me 17°C. da­mit konn­ten wir bei­de be­herzt auf die tube drü­cken, mein pace beim ge­hen war zum ers­ten mal seit lan­gem wie­der über 10'18"/km (5,8 km/h im ø).

so en­er­gie­ge­la­den fri­da auch war, ei­nen an­flie­gen­den cri­cket-ball über­liess fri­da mir in den reh­ber­gen ohne sich auf­zu­re­gen und die drei am­seln die wir un­ter­wegs sa­hen zeig­te sie mir an, statt ih­nen hin­ter­her zu ja­gen. das grün war durch­ge­hend saf­tig.

zum früh­stück res­tees­sen.

fussweg kurz vor der seestrasse, frida staeht 10 meter entfernt und wartet auf mich, alles ist feucht und saftig
mit gpx route …


jung­ge­sel­len­früh­stück mit ho­nig-knob­lauch-sau­ce

felix schwenzel in rezepte

wir ha­ben fri­da nie wirk­lich trai­niert al­lein zu blei­ben. weil fri­da und ich jetzt seit ei­ner wo­che al­lei­ne zu­hau­se sind, weil die bei­fah­re­rin noch eine wei­te­re wo­che in ham­burg ar­bei­tet, kann ich auch nicht ein­fach ein­kau­fen ge­hen.

heu­te früh des­halb mor­gen­ein­kauf auf dem gen­ter-stras­se-wo­chen­markt, statt mor­gen­spa­zier­gang. wir wa­ren ge­gen halb neu da, aber es wur­de im­mer noch auf­ge­baut. aber glück­li­cher­wei­se kön­nen die freund­li­chen ver­käu­fer mul­ti­tas­ken und da­mit auf­bau­en und ver­kau­fen. da­mit soll­te ich die nächs­ten sie­ben tage über die run­den kom­men.

einkauf auf dem wochenmarkt, man sieht ein bund möhren, zwei maiskolben, vier spitzpaprika, vier dicke kartoffeln und einen weisskohl. ausserdem drei hähnchenbeine.

zu­hau­se erst­mal früh­stück ma­chen. be­vor wir los­ge­gan­gen sind, hab ich ein paar klei­ne rote bee­te in den dampf­ga­rer ge­wor­fen um dar­aus spä­er rote-bete-sa­lat zu ma­chen. die hähn­chen­bei­ne hab ich zu­erst ent­beint [scnr!], in bröck­chen ge­schnit­ten, in stär­ke ge­wälzt und 12 mi­nu­ten im air­fry­er bei 200°C ge­ba­cken (ein­mal nach 6 mi­nu­ten ge­wen­det). dazu gabs ne ho­nig-knob­lauch-sau­ce.

honig-knoblauch-sauce für gebackene oder frittierte hähnchenbeine

zutaten

  • 4 el olivenöl
  • 4 knoblauchzehen gequetscht (oder mehr)
  • 4 el honig
  • 4 el sojasauce
  • 1 tl schwarzer pfeffer (frisch gemachlen)
  • 1 el sambal olek

ergibt: 4 portionen

zubereitung

  1. olivenöl erhitzen, den gequetscheten knoblauch darin andünsten, nicht braun werden lassen und die übrigen zutaten hinzufügen. 10 minuten köcheln lassen.

die ent­bein­ten kno­chen habe ich aus­ge­kocht, das gibt brü­he für die nächs­ten tage. die hähn­chen­bein stück­chen wa­ren zart, knusp­rig und sehr um­a­mi dank der her­vor­ra­gen­den sau­ce.


nicht klug

felix schwenzel in notiert

whalplakat der CDU mit der aufschrift: „Berlin wird klüger. Lesen Schreiben, Rechnen statt Gendern.“

die­ses CDU wahl­pla­kat ist auf so vie­len ebe­nen falsch, aus der zeit ge­fal­len und tone deaf, dass ich bei­na­he lust ver­spü­re vor är­ger auf den ten­nis­platz zu ge­hen.

Ber­lin wird klü­ger
Le­sen, Schrei­ben, Rech­nen statt Gen­dern.

  • wer liest, zu­min­dest wenn die wer­ke nach 1955 sind, lernt au­to­ma­tisch gen­dern. wo­bei ich da­von aus­ge­he, dass jun­ge men­schen das auch ohne le­sen ler­nen, zum bei­spiel von po­li­ti­kern die seit vie­len, vie­len jah­ren in ih­ren gruss­for­meln da­men und her­ren, freun­de und freun­din­nen, fa­schis­ten und fa­schis­tin­nen in­klu­die­ren, sich also be­mü­hen, alle mit­zum­ei­nen.
  • rech­nen? lernt man das nicht mehr we­gen gen­dern? oder we­gen ta­schen­rech­nern? (wäre ta­schen­rech­ner nicht ein wun­der­ba­res, viel pas­sen­de­res wort für smart­pho­ne?)
  • wie wärs mit me­di­en­kom­pe­tenz? kom­mu­ni­ka­ti­ons­kom­pe­tenz? le­bens­kom­pe­tenz, stär­kung des selbst­wert­ge­fühls und der re­si­li­enz? oder gar neu­gier?
  • schrei­ben zu for­dern und för­dern find ich gut. und zwar so wie man will, mit spass und ohne un­klu­ge, gest­ri­ge vor­ga­ben aus der po­li­tik.

auch wit­zig, noch kürz­lich pla­ka­tier­te die CDU: „ver­bie­ten ver­bo­ten“. aber falsch spre­chen (gen­dern) wird man ja wohl noch ver­bie­ten dür­fen?


hier mein vor­schlag wie das pla­kat bes­ser an­kom­men könn­te:

ber­lin wird sport­li­cher

re­gie­ren statt ten­nis spie­len und lü­gen.


sau­be­rer wed­ding, doo!

felix schwenzel in notiert

so­wohl jean-ma­rie ay­ik­pe, als auch alex­an­dra bendz­ko ge­hen da­von aus, dass ih­ren wäh­le­rin­nen ein sau­be­rer wed­ding wich­tig ist. ich kann nur sa­gen: hier steht ge­le­gent­lich müll rum und vom geh­weg wür­de ich — im ge­gen­teil zu fri­da — nicht es­sen, aber ins­ge­samt kann ich mich hier nicht be­kla­gen. die BSR ist hier sehr ak­tiv. wor­über ich mich freu­en wür­de wäre ver­kehrs­be­ru­hi­gung, mehr pol­ler und drem­pel, mehr ab­sper­run­gen we­ni­ger au­to­park­plät­ze.


gros­se schrift­ar­ten

felix schwenzel in notiert

ges­tern fiel mir beim be­such bei meq auf, wie schön die schrift­art ist die er sich aus­ge­sucht hat — zu­min­dest im logo, bzw. dem mot­to („es reg­net“).

screenshot von mequito.org

al­les schön, das hoch­ge­zo­ge­ne e, das breit­bei­ni­ge n, das ge­schwun­ge­ne g. gross ge­setzt sind schö­ne schrift­ar­ten be­son­ders schön.

dann fiel mir auf, was mich schon lan­ge auf me­qui­to.org stört: die klei­ne schrift. und die zu fet­ten und zu dicht an­lie­gen­den un­ter­stri­che für links.

dann fiel mir ein, dass ich seit dem chris­tophboe­cken.de für mich im dark mode nicht mehr les­bar war — weil chris­toph of­fen­sichtklich den dark mode nicht ge­tes­tet hat und nir­gend­wo eine kon­taktm­nög­lich­keitz hin­ter­las­sen hat — dass ich je­den­falls seit­dem ich das ge­merkt habe die chro­me ex­ten­si­on stylus in­sta­liert habe, um web­si­ten css-sti­le nach gut­dün­ken um­de­fi­nie­ren zu kön­nen (und bei chris­toph wie­der le­sen kann).

also hab ich ein biss­chen an meqs style­sheet rum­ge­dreht und fin­de das jetzt noch schö­ner.

screenshot von mequito.org mit meienm custom stylesheet

das css, das ich ver­wen­de, pa­cke ich in die bei­la­ge.

nach­trag 16.08.2026:
chris­toph hat den dark mode re­pa­riert und mar­kus sein css nach mei­nen vor­schlä­gen an­ge­passt.





bris­tol stuhl­for­men­ska­la

felix schwenzel in notiert

fri­da hat ei­nen emp­find­li­chen darm. bei je­der fut­ter­um­stel­lung kriegt sie dünn­schiss — bis sich ir­gend­wann ihre ver­dau­ung sta­bi­li­si­ert. es gibt auch vie­le ge­mü­se und fleisch­sor­ten an die sie sich nicht ge­wöhnt. we­gen fri­das fra­gi­ler ver­dau­ung ist die qua­li­tät von fri­das stuhl­gang ein stän­di­ges the­ma zwi­schen mir und der bei­fah­re­rin.

nor­ma­le men­schen wür­den nach dem mor­gen­spa­zier­gang be­rich­ten: „ka­cki war su­per“ (oder die kon­sis­tenz be­schrei­ben, wenns nicht so su­per war). ich kann mir na­ür­lich nicht ver­knei­fen je­den tag den glei­chen gag zu ma­chen: „ka­cki war su­per! [kur­ze pau­se] das von fri­da auch!“

na­tür­lich ist der ei­gent­li­che gag die wie­der­ho­lung und die kon­sis­tenz der dar­bie­tung.

je­den­fallls ist das ka­cki von fri­da seit mo­na­ten bom­big gut. mor­gens kom­men zu­erst fes­te köt­tel raus (ich nen­ne sie „den pfrop­fen“) und danch wei­te­re würs­te mit im­mer wei­cher wer­den­der kon­sis­tenz. sie kackt sich so­zu­sa­gen je­den mor­gen auf der bris­tol-stuhl­for­men­ska­la1 von typ 1 bis typ 4.

bristol stuhlformenskala in wissen macht ah!

auf das the­ma bin ich heu­te ge­kom­men, weil john gru­ber hims­elf heu­te (oder ges­tern) auch über ka­cke ge­schrie­ben hat:

My first thought upon re­a­ding this was, What a load of shit. Then I rea­li­zed, well, yes, li­te­ral­ly.

der load of shit sind äus­se­run­gen zu er­näh­rung und stuhl­gang von sean o’mara die in ei­nem NYT-ar­ti­kel zi­tiert wer­den.

At one point in our con­ver­sa­ti­on he pul­led up the Bris­tol Stool Chart, which ran­ges from Type 1 (“se­pa­ra­te, hard pel­lets”) to Type 7 (“wa­tery, no so­lid pie­ces”). O’Mara is con­sis­t­ent­ly de­li­ve­ring Type 4 (“smooth, soft, like a sna­ke”), with poin­ted ends, in­di­ca­ti­ve of he­alt­hy rec­tal func­tion, he told me. “When you start ea­ting he­alt­hy, you don’t need toi­let pa­per,” he clai­med. “Ani­mals in the wild have no re­si­du­al stool on their anus.

seit ich mei­ne er­näh­rung auf zu­cker­frei, viel ge­mü­se, TK-obst, sehr we­nig fleisch, viel öl, hül­sen­früch­te, röst­aro­men und um­a­mi um­ge­stellt habe, kann ich o'­ma­ras be­ob­ach­tung teil­wei­se be­stä­ti­gen, muss ihr aber zu­gleich hef­tig wi­der­spre­chen: die stuhl­gän­ge ei­ni­ger wild­tie­re in den reh­ber­gen ha­ben hun­dert­pro­zen­tig spu­ren an de­ren anus­sen hin­ter­las­sen!


glei­ches, aber an­de­res the­ma: ganz stimmt „kein zu­cker“ na­tür­lich nicht. seit dem se­maglut­id ist mein ap­pe­tit auf süs­ses meis­tens non­e­xis­tenz, bzw. lässt sich (ab­sur­der­wei­se) mit ein paar ge­sal­ze­nen nüs­sen wirk­sam stil­len, soll­te er mal kurz auf­flam­men. und der milch­zu­cker in mei­ner mor­gen­lat­te mei­nem mor­gen­kaf­fee mit milch ist na­tür­lich auch zu­cker, ganau­so wie der zu­cker in man­chen asia­ti­schen sau­cen die ich ge­le­gent­lich noch be­nut­ze. aber ich schei­ne mich vom zu­cker ex­trem ent­wöhnt zu ha­ben, wie ich kürz­lich merk­te als das kind, das ge­ra­de zu be­such war, uns und sei­ner freun­din ein paar mac­a­rons back­te. na­tür­lich muss­te ich ei­nen pro­bie­ren. er war sehr le­cker, aber da­nach habe ich zum ersten­mal seit mo­na­ten ma­gen­schmer­zen be­kom­men.


  1. den link auf die „wis­sen macht ah!“ pdf hab ich aus ei­nem ar­ti­kel von 2016 ge­prö­kelt. die way­back-ma­chi­ne-ver­si­on hält so­gar noch das ein­ge­bet­te­te mp4 der sen­dung über ex­kre­men­te ab­spiel­be­reit vor. ↩︎


jim­my carr

felix schwenzel in notiert

ich fin­de jim­my carr wahn­sin­nig un­sym­pa­thisch. aber auch wit­zig. sei­ne mo­de­ra­ti­on des bri­ti­schen lol (last one laug­hing) war gut und wit­zig. er lacht ko­misch. ob­wohl ich ihn un­sym­pa­thisch fin­de, mag ich ihn.

das ist ein phä­no­men, das ich im al­ter öf­ter er­le­be. ich muss leu­te nicht mö­gen um sie zu mö­gen. viel­leicht is­ses aber auch nicht das al­ter, son­dern die bri­ten. zum bei­spiel die bri­ten im bri­ti­schen lol: se­hen ko­misch aus, sind nicht wirk­lich sym­pa­thisch aber sind doch alle ir­gend­wie lie­bens­wert.

vor ein paar ta­gen habe ich die­sen schlim­men pod­cast mit jim­my carr und ka­the­ri­ne ryan ge­se­hen. das ge­spräch ist sehr in­spi­rie­rend für fremd­schäm-afi­ci­o­na­dos, aber weil bei­de es schaf­fen ihre pein­li­chen hal­tun­gen und an­sich­ten auf ver­schie­de­nen me­ta­ebe­nen zu re­flek­tie­ren habe ich bis mi­nu­te 40 durch­ge­hal­ten.

pein­li­cher­wei­se tei­le ich ei­ni­ge an­sich­ten von jim­my carr und eine idee ge­fiel mir be­son­ders gut. sinn­ge­mäss lau­tet sie:

What could you do to­day that you to­mor­row would be hap­py you did?

das ist in der tat ein wun­der­ba­res werk­zeug zur selbt­ma­ni­pu­la­ti­on. mei­ne, sehr viel pri­mi­ti­ve­re, ver­si­on die­ser idee re­sul­tier­te aus ei­ner be­ob­ach­tung: wenn man scho­ko­la­de oder süs­sig­kei­ten an ei­nem ab­sur­den ort la­gert, schafft man es manch­mal sie zu ver­ges­sen und sei­nem zu­künf­ti­gen ich eine gros­se freu­de zu ma­chen, wenn es die süs­sig­keit wie­der fin­det.

mir hilft die­se idee auch ge­le­gent­lich we­ni­ger zu es­sen. denn al­les was ich auf dem tel­ler oder der schüs­sel las­se, über das kann ich mich dann am nächs­ten tag beim res­tees­sen zum früh­stück freu­en.

die fra­ge, was man für sein mor­gi­ges ich heu­te tun könn­te, über das es sich mor­gen freu­en wür­de, scheint jim­my carr bei je­der ge­le­gen­heit zu wie­der­ho­len. zum bei­spiel bei die­sem auf­ttritt in frank­furt. dort zeigt sich jim­my carrs stär­ke, die viel­leicht auch sein schwä­che ist. er ist nicht nur vor­be­rei­tet wit­zig, son­dern auch spon­tan wit­zig und ernst. er schafft es nicht nur mit zwi­schen­ru­fern sou­ve­rän um­zu­ge­hen, er kul­ti­viert und or­ga­ni­si­ert in sei­nen shows of­fen­bar so­gar das zwi­schen­ru­fen. da­bei wan­delt er re­la­tiv ge­konnt zwi­schen wit­zig, ernst und be­lei­di­di­gend. aber ir­gend­wann er­schien mir carrs erns­te sei­te dann so pa­the­tisch, dass ich auch das vi­deo vom fran­fur­ter auf­tritt schlies­sen muss­te.

viel­leicht ist ge­plan­te am­bi­va­lenz heut­zu­ta­ge die ei­gent­li­che kunst?


pho­to­chro­me

felix schwenzel in notiert

über die­sen re-toot auf die­sen bei­trag …

… auf der web­site der pho­to­chrom-dru­cke-samm­lung der konhgress-bi­blio­thek ge­lan­det und in ein rab­bit hole ge­fal­len. ei­ner­seits kam mir das ir­gend­wie be­kannt vor und tat­säch­lich, vor 10 jah­ren war ich schon­mal in die­sem rab­bit hole.

da­mals hab ich die pho­to­chrom-dru­cke in der wi­ki­me­dia durch­stö­bert und ein paar paa bil­der raus­ge­an­gelt.

in der kon­gress bi­blio­thek kann man die pho­to­chrom-samm­lung durch­su­chen, zum bei­spiel nach aa­chen oder ber­lin. die samm­lung um­fasst so um die 6500 di­gi­ta­li­sier­te dru­cke.


un­ter den lin­den, zwi­chen ca. 1890 und 1900 (quel­le)

an dem bild oben fin­de ich fas­zi­nie­rend, dass un­ter den lin­den wie in ei­nem al­ten wes­tern aus­sieht. was ja auch nicht völ­lig ab­we­gig ist, weil es die glei­che epo­che ist, so um die vor­letz­te jahr­hun­dert­wen­de. und wenn man sich den goog­le street­view aus der glei­chen per­spek­ti­ve an­schaut, fällt ei­ner­seits auf, dass die ver­meint­lich his­to­ri­schen stras­sen­la­ter­nen zu­min­dest nicht die ver­si­on aus den 1890ern imi­tie­ren und dass heu­te deut­lich we­ni­ger pfer­de­ge­span­ne un­ter­wegs sind als da­mals.

vik­to­ria­park ber­lin zwi­schen ca. 1890 und 1900 (quel­le)

die­ses bild vom was­ser­fall im vik­to­ria­park set­ze ich mir hier als re­min­der ir­gend­wann ein foto aus der glei­chen per­spek­ti­ve zu ma­chen. ob­wohl die­ses bild schon ziem­lich nah dran kommt.


frank’s restarant in bur­bank

felix schwenzel in notiert

su­gar s02e07 (läuft auf app­letv) ge­se­hen. das di­ner in ei­ner sze­ne kam mir be­kannt vor.

also kurz in mei­nem ex­ter­nen ge­däch­nis ge­sucht und dar­an er­in­nert wor­den, dass frank’s re­stau­rant schon vor 11 jah­ren in sons of an­ar­chy und the bridge mit­ge­spielt hat. das in­ter­net sagt, in gone girl und parks and re­crea­ti­on hat es auch mit­ge­spielt.

screenshot aus sugar s02e07
screen­shot aus su­gar s02e07


grain

felix schwenzel in notiert

ich nut­ze ja ei­ni­ge diens­te in der AT­mo­sphe­re. die „AT­mo­sphe­re“ sind an­wed­nun­gen oder web­sei­ten die man (ver­kürzt ge­sagt) mit sei­nem blues­ky kon­to nut­zen kann, die aber nix mit blues­ky zu tun ha­ben (müs­sen). leaf­let er­klärt das hier ganz gut für nicht-so-tech­nisch-ver­sier­te:

grain ist das was in­sta­gram mal war: foto pos­ten und ver­schlag­wor­ten und fo­tos an­gu­cken. die­ser mi­ni­ma­lis­mus, bzw. die kon­zen­tra­ti­on auf das un­kom­ple­xe vi­su­el­le hat ei­nen ganz ei­ge­nen reiz. ich be­ob­ach­te mich wild da­bei al­les zu li­ken was mir ge­fällt und men­schen de­ren fo­tos mir ge­fal­len un­be­se­hen zu fol­gen. bei text­ba­sier­ten in­hal­ten bin ich da meis­tens zu­rück­hal­ten­der oder be­dach­ter. fo­tos sind so wun­der­bar nied­rig­schwel­lig und oft eben auch ein­fach schön.

das scheint in bei­de rich­tun­gen zu funk­tio­nie­ren. grain ist bis­her der re­ak­ti­ons­stärks­te AT-dienst den ich (test­wei­se) nut­ze. auch das fühlt sich ein biss­chen wie das frü­he in­sta­gram an. pos­ten, gu­cken, li­ken. nicht gross nach­den­ken. kei­ne vi­de­os die ei­nen fes­seln und wei­ters­wi­pen las­sen. ein ru­hi­ger fluss, kein jahr­markt mit markt­schrei­ern.

es ist wirk­lich ein­fach: wer ein blues­ky (oder eu­ro­s­ky) kon­to hat, kann sich da­mit ein­fach bei grain an­mel­den. dein pro­fil wird über­nom­men, lässt sich aber auch an­pas­sen. al­les sehr un­kom­pli­ziert, kei­ne po­pups, kein ge­döns. grain steckt noch in der ent­wick­lung, so gibts zum edi­tie­ren von ei­ge­nen posts auf der web­site oder der app (ja, app gibts auch) kei­nen but­ton, aber auf der web­site kann man ein­fach ein /edit an die url hän­gen und man ist im edit mo­dus. pos­ting per api ist auch mög­lich in­dem man auf den PDS schreibt.

bei sol­chen pri­vat ge­stemm­ten pro­jek­ten kann man sich na­tür­lich — ge­nau wie bei pro­jek­ten der gros­sen platt­for­men — nie 100% si­cher sein wie lang­le­big sie sind oder ob sie ver­küm­mern, ver­sch­eis­sen oder ka­putt­ge­hen. des­halb ma­che ich es wie bei al­len an­de­ren diens­ten: fo­tos, bei­trä­ge erst bei mir ver­öf­fent­li­chen und dann syn­di­zie­ren, also an­ders­wo, zum bei­spiel zu grain, ko­pie­ren.

screenshot von grain


fal­sche vie­rer

felix schwenzel in notiert

ich su­che wei­ter nach vier­blätt­ri­gen klee­blät­tern. seit ta­gen er­folg­los. mitt­ler­wei­le glau­be ich, dass ich die bei­den ein­zi­gen vier­blätt­ri­gen klee­blät­ter im wed­ding ge­fun­den habe. which is na­tür­lich quatsch. aber es fühlt sich so an. denn mei­ne wahr­neh­mung funk­tio­niert im prin­zip. ich sehe im­mer wie­der vier­blkätt­ri­ge klee­blät­ter, die sich dann aber lei­der im­mer als op­ti­sche täu­schung, über­la­ge­rung her­aus­stel­len.

da­für ken­ne ich mitl­ler­wei­le die kle­e­in­seln in und um den volks­park reh­ber­ge ganz gut, weiss wo das zeug wächst und er­ken­ne mitt­ler­wei­le auch die ver­schie­de­nen sor­ten. aus­ser­dem hat das vi­deo von rab­bit­ho­le (mein kom­men­tar dazu) in der zwi­schen­zeit et­was mehr ver­brei­tung ge­fun­den. bin mal ge­spannt wann ich die ers­ten 🍀-fun­de im netz sehe. weil grund­sätz­lich funk­tio­nie­ren die tricks aus dem vi­deo beim fin­den gut. grund­sätz­lich.

wiese im volkspark rehberge, man sieht frida wie sie auf mich wartet auf einer üppig beachsenen grün-gelben wiese

fri­da war­tet wäh­ren dich auf den bo­den star­re.


john­ny ist im­mer noch auf sub­stack (statt auf spree­blick), war auf der CSD trau­er­ver­an­stal­tung, hat ein bild-fern­seh­team ge­se­hen, still ge­gen die bild pro­tes­tiert und ist vi­ral ge­gan­gen.



zwei tage in fol­ge beim mor­gen­spa­zier­gang kein vier­blätt­ri­ges klee­blatt ge­fun­den, da­für heu­te eine gur­ke.

ein dünne gurke liegt am rand eines gehwegs unter beikräutern

nach­trag:

ich hat­te mir ja vor ein paar ta­gen in den kopf ge­setzt mor­gens, beim spa­zier­gang, im­mer ein vier­blätt­ri­ges klee­blatt zu fin­den. zwei mal hat das ge­klappt. dann, am frei­tag, habe ich in­ten­siv ge­sucht und auch ei­ni­ge gros­se, saf­ti­ge klee-in­seln ge­fun­den. aber eben kei­ne vier­blätt­ri­ge klee­pflan­ze. das hat mich er­staun­lich stark frus­triert und na­tür­lich ist die­se an­ge­spann­te, ver­krampf­te hal­tung beim klee­blatt­su­chen wohl eher kon­tra­pro­duk­tiv. oder ganz all­ge­mein im le­ben.

auch heu­te woll­te ich ger­ne ein vier­blätt­ri­ges klee­blatt fin­den, aber mir war es viel ega­ler als am frei­tag. ich hab mich wie­der or­dent­lich dem hund zu­ge­wandt und in ers­ter li­nie auf fri­da kon­zen­triert — was dann auch für gute lau­ne bei mir sorg­te. oder ge­nau­er, ich hab mich von fri­das gu­ter lau­ne an­ste­cken las­sen und mich von mei­nem ko­mi­sche, selbst­ge­stell­ten auf­ga­ben nicht run­ter­zie­hen las­sen. trotz­dem kein 🍀 ge­fun­den, aber wie­der viel dar­über ge­lernt, wei man sich ge­konnt selbst ver­ar­schen kann.


streaks sind sträh­nen

felix schwenzel in notiert

nach­dem ich zwei tage in fol­ge je­den tag ein 🍀 ge­fun­den habe, fiel mir en­f­lich das deut­sche wort für streak ein: sträh­ne. weil man ja auch glücks­sträh­ne sagt.

vier­blätt­ri­ge klee­blät­ter zu fin­den hat na­tür­lich nichts mit glück zu tun. we­der das fin­den, noch das was ei­nem da­nach pas­siert.

ich habe die 🍀 nicht we­gen glück oder tüch­tig­keit ge­fun­den, son­dern weil ich nach ih­nen ge­guckt habe. so wie ga­bri­el­la ger­hardt in die­sem vi­deo ge­sagt hat, man fin­det sie nicht, son­dern man sieht sie. das klappt tat­säch­lich im (lang­sa­men) vor­bei­ge­hen.

ob­wohl glück lö­sen 🍀 dann doch auch aus, aber eher glück im sin­ne von zu­frie­den­heit. es be­frie­digt mich durch­aus so ein 🍀 zu fin­den und mich dann wie­der auf den mor­gen­spa­zier­gang kon­zen­trie­ren zu kön­nen.

und ich wür­de da ger­ne eine ge­wohn­heit draus ma­chen. ein paar mi­nu­ten pro tag in so et­was sinn­lo­ses zu in­ves­tie­ren, das so be­frie­di­gend ist, hört sich für mich in­ter­es­sant ge­nug an, um mei­nen ehr­geiz zu we­cken. des­halb fol­gen hier in den nächs­ten wo­chen nicht nur un­zäh­li­ge baum­bil­der, son­dern (hof­fent­lich) auch un­zäh­li­ge klee­bil­der.