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rss club

felix schwenzel in notiert

über den rss-club soll man nicht re­den.

  1. st rule of RSS Club is “Don’t Talk About RSS Club”.
  2. nd rule of RSS Club is “Don’t Share on So­cial Me­dia”.
  3. rd rule of RSS Club is “Pro­vi­de Va­lue”.

Don’t talk about it. Let peo­p­le find it. Make it wort­hwhile.

aber weil re­geln na­tür­lich dazu da sind sie zu bre­chen, vor al­lem selbst auf­er­leg­te, ma­che ich es doch. ei­ner­seits weil das ex­klu­si­ve ver­öf­fent­li­chen im RSS tat­säch­lich spass macht und an­de­rer­seits weil ich mir in die­sem rah­men eine wei­te­re, neue re­gel auf­er­le­gen kann. oder bes­ser, eine neue ge­wohn­heit an­ge­wöh­nen kann: re­gel­mäs­sig oder (un­ge­fähr) jede wo­che ei­nen text zu ver­öf­fent­li­chen, der nicht in ein paar stun­den hin­ge­rotzt ist, son­dern über ein paar tage hin­weg.

und es hat in­ter­es­san­te ef­fek­te die­se tex­te halb­öf­fent­lich zu ver­öf­fent­li­chen, von such­ma­schi­nen und so­cial me­dia sei­ten aus­zu­schlies­sen. ob­wohl ich mir mühe ge­ge­ben habe die rss-club tex­te gut zu ver­ste­cken — oder zu­min­dest auf alle in­ter­nen links und auf­lis­tun­gen zu ver­zich­ten, le­cken die tex­te trotz­dem ein biss­chen in die welt aus­ser­halb mei­ner feeds. so bläst der bubbles bot die tex­te in mast­o­don, es gibt zwei, drei lecks auf der rück­sei­te und web-rea­der, wie der von kon­stan­tin, zei­gen die tex­te auch. aber such­ma­schi­nen se­hen die tex­te nicht, riv­va und bots, die sich an die re­geln hal­ten, auch nicht.

die span­nen­de fra­ge (an mich selbst) ist, wie lan­ge ich das durch­hal­te (un­ge­fähr) alle sie­ben tage was zu schrei­ben, das „wort­hwhile“ ist.

die an­de­re span­nen­de fra­ge ist, hilft das rss-rea­der wie­der at­trak­ti­ver zu ma­chen? ich fin­de ja ei­gent­lich, dass ex­klu­si­vi­tät, ge­nau wie re­le­vanz, fir­le­fanz ist, aber hier passt die ex­klu­si­vi­tät, die ein­schrän­kung auf ei­nen aus­ga­be­ka­nal, weil ich mich da­mit zu et­was mehr sorg­falt und mühe nud­gen kann und mich alle (un­ge­fähr) sie­ben tage an et­was bson­de­rem ver­su­chen kann. rss-ex­klu­si­ve tex­te sind ein biss­chen wie os­ter­ei­er, über­ra­schungs­ei­er oder eas­ter eggs.


für den mac kann ich net­news­wire emp­feh­len. net­news­wire run­ter­aladen, ein paar opml-feeds run­ter­la­den (hier oder hier), in net­news­wire im­por­tie­ren, wir­res.net/feed abon­nie­ren, le­sen.

feed­ly habe ich frü­her auch mal län­ger be­nutzt (jetzt nut­ze ich mi­ni­flux), bis zu 100 feeds und opml las­sen sich auch in feed­ly mit ei­nem kos­ten­lo­sen kon­to nut­zen. oder wer riv­va un­ter­stützt, kann mit riv­va 5 auch den riv­va feed­rea­der nut­zen. 


goe­the’s ta­ke zu „blog li­ke no­bo­dy’s re­a­ding“

felix schwenzel in notiert

kürz­lich hab ich ja drü­ber nach­ge­dacht was „blog­gen, als ob nie­mand mit­liest“ für ein­zel­ne ins in­ter­net schrei­ben­de be­deu­ten könn­te. goe­the woll­te da auch was zu sa­gen:

Wer aber nicht eine Mil­li­on Le­ser er­war­tet, soll­te kei­ne Zei­le schrei­ben.

quel­le: Ge­sprä­che mit Goe­the in den letz­ten Jah­ren sei­nes Le­bens (pdf)

der kon­text ist, dass goe­the für sei­nen wert­her viel kri­tik von zeit­ge­nos­sen ein­ste­cken muss­te, er die­se kri­tik aber weg­steck­te, weil er ahn­te dass vie­le an­de­re sei­nen text schät­zen wür­den. auch wenn sich der satz gross­ko­tig und nach SEO-op­ti­mie­rung an­hört, könn­te er da­mit durch­aus so­was ähn­li­ches ge­meint ha­ben wie „blog­gen, als ob nie­mand mit­liest“: man soll­te durch­aus mit dem an­spruch schrei­ben vie­le men­schen er­rei­chen zu kön­nen, aber auf den drang ver­zich­ten kön­nen, je­dem ein­zel­nen ge­fal­len zu wol­len. 


mein kom­men­tar zu ti­ny­litt­ler­of­fice.com dort statt hier:

https://ti­ny­litt­le­of­fice.com/#/v1/wri­te/ydZY9btwwEIX7PQWDNDFgC3aMND5Hqi­AN­ta­JW9EqUIFL­ZeNP4IEG­q­PUM­qd7qJT5LvUf­J­fA­Be2aY­qceTPz3gz189b21eXF1fXXz5c311~~5c8fTY­mibl0n8VUeBU­GiA3RK5hn5pp­JSPVn9RK~_a31ie4SZVL~At2eIMhm­HAh­BO­or23tFUXMRd2he­TOWg1AzXYxw1H6_L7qD~FMk2N0vnTnqM01qHri­nO­TES­dAUz7AYChp9yFKA­qn6fx8s5U86U9GFky1rjj0bf0VL1tdhsYt8Cx3Q~eGO­HIZ5ngx6n2El0qpf+7mlHrOlR8ef­LIk­q­wy­Y­gan0Ea~~JKQo2Gyt­SCHY1x~SpP­SEfpt09lWaeF28jShoP­tHL­pA9Q88GU­so­GaE6O5qKt2I~72rYJ16WdBF8a_lWM­jF­Y­qYdsljXL1g8anpA9WI0kj0xynLte­ApXxH2xCs3TaokFs3FDZQ­pI­gX1UP­GxhgvY­I­iC282n0n34DrM­ry7H9_DeE5WIO­A­pAYxiu2Ga­quG~q~oRF­qX­jLk­wJVTnys1oCkwK­CBtPd7_IfGP97_NYX4YK~UdB_oSnHSZJ7tP43zaM­QXo4bmEYb­Vrw9F5oi­uWaPWg4R0+zvoYe~~OknhoIV_knSBBT1r7fi2iZF9rKj­DIt2X4JUCjtPk2qy_84OGbDzlE­MAn0LKBV­KlSA­tIN5xzb­zEy­Q­j­JW1ubZj61MFaa80140p14sN5ae­Wi­nOouQ~rfO5~qsh­Mul­gIG­qRXLb­J­ni9vNQsMlFvMs­Vx­SpKVRD23akV­BrW95BMbt6IeUY371L8Os­NoFKZxw1jMnh16Pr­lIKDKyN5YbUIJmsh8TJyp­um­hABK1NZUF_nxC­veyvS­KnX2P~8W3IDKP5AUc8ADt­WhV5hr4HpY­cmRF280PU­QF­mAk16xAiGCLMAy­Px+Zzso38c6nLGe2lzA610CLbJT2E2lD­WaES­fuV4jzC­qV26jGY­YLL­MyS­webOqSN­JkX­qj8LvY_AM


sie­he auch:


auch snel­le.tools funk­tio­nie­ren wie ti­ny­lit­tel­of­fice gröss­ten­teils im brow­ser (beim text diff zum bei­spiel: „al­les bleibt in dei­nem Brow­ser, nichts wird ver­schickt“). der leck­test (den ich ich hier schon kurz er­wähn­te) hat na­tür­lich eine ser­ver­kom­po­nen­te, aber vie­les funk­tio­niert ein­fach und da­ten­spar­sam im brow­ser, mit ja­va­script zau­be­rei. fas­zi­nie­rend! 


ein ♥ für …

felix schwenzel in notiert

mei­ne mut­ter hat es sich stets ver­be­ten ihr zum „mut­ter­tag“ zu gra­tu­lie­ren. war­um soll­te man nur an ei­nem be­stimm­ten tag sei­ne mut­ter wert­schät­zen? wir ha­ben uns des­halb be­müht im­mer nett und an­er­ken­nend zu sein, nicht nur am mut­ter­tag.

zu weih­nach­ten schen­ken die bei­fah­re­rin und ich uns schon lan­ge nichts mehr. ers­tens ha­ben wir al­les und zwei­tens, wenn uns et­was fehlt, kau­fen wir es uns un­ter dem jahr oder über­ra­schen uns ein­fach mal so mit et­was schö­nem. wenn die bei­fah­re­rin ein­kau­fen geht frag ich im­mer halb im scherz: brings­te mir ne über­ra­schung mit? wozu braucht man da noch weih­nach­ten?

als frank kürz­lich zu „Ein ♥ für Blogs“ auf­rief, hat­te ich ei­nen ähn­li­chen ge­dan­ken: war­um am 6.12. ei­nen bei­trag ver­öf­fent­li­chen, in dem ich „le­sens­wer­te, deutsch­spra­chi­ge Blogs“ vor­stel­le? das ma­che ich doch oh­ne­hin schon so gut wie je­den tag?

ich wür­de schon be­haup­ten wol­len, dass ich ger­ne auch mal aus mei­nen bla­sen in an­de­re bla­sen krie­che und lin­ke — oder das zu­min­dest ver­su­che. und in den letz­ten mo­na­ten hat nach mei­nem emp­fin­den die qua­li­tät und quan­ti­tät in mei­nem feed­rea­der si­gni­fi­kant zu­ge­nom­men, auch weil es so vie­le neue werk­zeu­ge oder neu­er­dings top-ge­pfleg­te blogrol­len gibt. ich hab vie­le neue blogs ent­deckt und tei­le das auch re­gel­mäs­sig hier mit.

für mich ist je­der tag ist ein ♥ für blogs. des­halb mach ich am 6.12 bei franks lo­bens­wer­ter ak­ti­on nicht mit.

aus­ser … ihr macht mir hier in den kom­men­ta­ren oder per mail vor­schlä­ge1 die mich in­ter­es­sie­ren und die ich noch nicht kann­te oder un­ter­re­prä­sen­tiert habe. dann ver­öf­fent­li­che ich die kom­men­tiert in ei­mem bei­trag am 6.12. 


  1. selbst­no­mi­nie­run­gen sind nicht aus­ge­schlos­sen. ↑︎


sig­gi

felix schwenzel in notiert

Ex­ege­se­tip falls das zu kom­pri­miert aus­ge­fal­len ist: in den Blech­kol­le­gen der Wahl wer­fen und Er­klä­rung bit­ten.

sig­gi be­cker war frü­her ein in­te­gra­ler be­stand­teil des ele­tri­schen re­por­ters. so­weit ich weiss, ar­bei­te­te er dort re­dak­tio­nell mit und trat am ende auch öf­ter auf („sig­gis letz­te wor­te“). ge­le­sen hab ich ihn auch schon im­mer1.

nur ver­stan­den habe ich ihn nie.

dank sig­gis klu­gem tipp am ende des oben ver­link­ten ar­ti­kels habe ich jetzt erst­mals et­was von dem ver­stan­den was er schreibt oder sagt. das ist fort­schritt. 


  1. auch wenn sig­gis NOW!-ar­chiv nur bis 2010 zu­rück­reicht, hab ich ihn schon zu mehr­zweck­beu­tel-zei­ten ge­le­sen. da­von sind noch frag­men­te auf sig­gi­be­cker.de zu fin­den. dort reicht das ar­chiv zu­rück bis 2003. das ar­chiv des elek­tri­schen re­por­ters selbst reicht lei­der nur bis 2012 (auf you­tube). ↑︎





leck­test

felix schwenzel in notiert

dank an blog­se­quenz.de für den hin­weis auf den leck­test (heisst wirk­lich so). der leck­test tes­tet web­sei­ten auf da­ten­lecks. also coo­kies, auf­ruf von goog­le ana­ly­tics, you­tube-ein­bet­tun­gen. wir­res.net schnei­det gut ab, weil ich mich sehr be­mü­he hier kein dritt­an­bie­ter-ge­döns ein­zu­bau­en und al­les lo­kal und coo­kiel­os aus­zu­lie­fern.

wertung vom „lecktest“: A 100/100

aber als ich ein paar blogs in mei­ner blogrol­le mal dem leck­test un­ter­zo­gen habe, hab ich al­les ge­se­hen, von A, B, C bis E. also teil­wei­se fet­te lecks. da ich auch die tech­ni­sche ver­ant­wor­tung für die web­sei­ten der bei­fah­re­rin habe und leck­test da auch lecks fest­ge­stellt hat, hab ich da eben ein biss­chen rum­ge­fum­melt bis ka­tia­kelm.de und ka­tia­kelm.de/blog ihre A-wer­tung be­kom­men ha­ben. ich kann das al­len ins in­ter­net schrei­ben­den emp­feh­len da mal ihre web­sei­ten zu tes­ten und das dann ge­ra­de zu bie­gen (las­sen) bis ein A raus­kommt. 



beim mor­gen­spa­zier­gang roch die gan­ze stre­cke nach kaf­fee-rös­tung und an­ge­nehm fer­men­tie­rem laub. der him­mel sah dra­ma­tisch aus und auf der ka­nal dampf­te an den stel­len auf den die son­ne be­reits schien.

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auf dem west­ha­fen ge­län­de ent­lu­den zwei bag­ger kies von ei­sen­bahn­wag­gons auf LKW. ge­le­gent­lich schob ein klei­ner, fern­ge­steu­er­ter an­droid die wag­gons ein paar me­ter nach vor­ne.

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ich fra­ge mich ja im­mer, war­um die men­schen und gas­tro­no­men zu hal­lo­ween spin­nen­we­ben an und in häu­sern an­brin­gen, wenn es doch viel ein­fa­cher wäre in vor­be­rei­tung auf hal­lo­ween ein­fach nie zu put­zen und nichts zu re­pa­rie­ren. dann wäre man zu hal­lo­ween im­mer per­fekt vor­be­rei­tet. 




re­pa­rie­ren, re­stau­rie­ren und ma­chen

felix schwenzel in notiert

in den letz­ten mo­na­ten er­wi­sche ich mich im­mer wie­der da­bei wie ich mir stun­den­lang re­pa­ra­tur- und re­stau­rie­rungs­vi­de­os an­se­he. vor al­lem be­ob­ach­te ich, wie sehr mich das be­frie­digt. das ist nicht neu, vor zehn mo­na­ten hab ich das schon­mal an­ge­merkt.

aber heu­te fra­ge ich mich, ob die­se be­frie­di­gung nicht auch ei­nen po­li­ti­schen aspekt hat. in ei­ner welt der en­tro­pie, in der nicht im­mer al­les zu­sam­men­passt oder so funk­tio­niert, wie man sich es vor­stellt oder wünscht, kann re­pa­ra­tur, hei­lung, auf hoch­glanz brin­gen eine ka­thar­ti­sche wir­kung ha­ben.

zu se­hen, dass man ka­put­tes, zer­stör­tes, hoff­nungs­los ver­schmutz­tes auch wie­der schön und funk­ti­ons­fä­hig ma­chen kann zeigt, dass ver­fall nicht zwangs­läu­fig ist, dass es bes­ser wer­den kann, dass wir et­was aus­rich­ten kön­nen, dass ver­än­de­rung mög­lich ist.

viel­leicht ist schrei­ben, ins in­ter­net schrei­ben, krea­ti­ve wer­ke schaf­fen und re­pa­rie­ren auch ge­nau des­halb so ein tie­fes be­dürf­nis von uns al­len. ich kann mich noch sehr gut dar­an er­in­nern, dass ma­len in mei­enr kin­der­gar­ten­zeit eine bei­na­he ma­gi­sche und tief be­frie­di­gen­de wir­kung hat­te. et­was ein­fan­gen und fest­hal­ten und gleich­zei­tig ge­stal­ten. an die­sem blog rum­schrau­ben und da rein zu schrei­ben und zu pos­ten ist auch ein auf­stand ge­gen die en­tro­pie, den ver­fall, das ver­ges­sen.

und auch hier fällt mir wie­der si­sy­phos ein. re­pa­rie­ren, fest­hal­ten, kre­ieren ist der fels­bro­ken von si­sy­phos. jede re­pa­ra­tur geht ir­gend­wann wie­der ka­putt, nach der spül­ma­schi­nen-re­pa­ra­tur ist vor der spül­ma­schi­nen-re­pa­ra­tur. aber, man muss sich den re­pa­rie­ren­den als glück­li­chen men­schen vor­stel­len. das wah­re schla­raf­fen­land ist nicht der ort wo ei­nem die ge­bra­te­nen tau­ben in den mund oder die hand flie­gen, son­dern der ort und die zeit an dem man sich tau­ben bra­ten kann — und es dann auch tut — für sich oder an­de­re.

in ge­nau die­sem zu­sam­men­hang fiel mir heu­te auf, dass bil­der von fein säu­ber­lich ge­ord­ne­ten sa­chen (things neat­ly or­ga­ni­zed) die glei­che wir­kung ha­ben kön­nen wie re­pa­ra­tu­ren. aber vor al­lem fiel mir auf, dass things­or­ga­ni­zed­neat­ly.tumb­lr.com ir­gend­wann aus mei­nem RSS-rea­der ge­fal­len sein müs­sen. war es aber gar nicht, es gibt nur of­fen­sicht­lich nicht mehr so vie­le fein säu­ber­lich ge­ord­ne­ten sa­chen. 

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die­se fi­shing mail hat zu­min­dest für ein paar se­kun­den mei­ne auf­merk­sam­keit ein­ge­fan­gen. lay­out, wort­wahl und vor al­lem ti­ming sind fast per­fekt. mich freut das ja ei­ner­seits, wenn sich men­schen mühe ge­ben oder ihre KI zur sorg­falt an­hal­ten, aber an­de­rer­seits wür­de ich mir mehr sorg­falt mei­nes spam­fil­ters wün­schen. 


heu­te früh an ei­ner bau­stel­le vor­bei­ge­gan­ge­nen und ei­nen bau­ar­bei­ter mit baye­ri­schem r am te­le­fon sa­gen ge­hört: „wenn da noch die dreh­zahl re­gel­bar wäre, dann wär das rich­tig geil für mich.“

je­dem nach sei­ner fa­çon. 


home­pod „ghost touch sym­ptom“ ge­löst

felix schwenzel in notiert

mein weisser homepod auf meinem schreibtisch.

wei­ter gehts mit dem the­ma au­to­ma­ti­sche woh­nung und sprach­as­sis­ten­ten.

vor drei mo­na­ten fing mein home­pod da­mit an stän­dig mu­sik ab­zu­spie­len. eine kur­ze re­cher­che zeig­te, dass das ein ziem­lich weit ver­brei­te­tes phä­no­men ist und mit ei­nem de­fek­ten touch sen­sor an der ober­sei­te des home­pods zu­sam­men­hängt. ein mög­li­cher fix ist das ka­bel des touch­sen­sors ein­fach aus­zu­stöp­seln. da­für muss man den home­pod aber aus­ein­an­der­bau­en. in die­sem vi­deo sieht das re­la­tiv kom­pli­ziert aus. weil der home­pod sich heu­te nacht aber über­legt hat­te, die si­gna­le des de­fek­ten touch­sen­sors als auf­for­de­rung zu ei­nem fac­to­ry-re­set zu in­ter­pre­tie­ren und das laut her­aus­zu­plär­ren, wach­te ich heu­te nacht auf. der home­pod be­fand sich qua­si in ei­nem werks­ein­stel­lungs-re­set-loop und schrie: „keep pres­sing un­til you hear th­ree beeps to re­set your home­pod“. nach dem re­set gings wie­der los.

also home­pod aus­ge­stöp­selt und wie­der ins bett ge­gan­gen. mit dem aus­ge­stöp­sel­ten home­pod merk­te ich, dass ich den home­pod kei­nes­wegs nur zur ge­le­gent­li­chen zeit­an­sa­ge nut­ze, son­dern vor al­lem als ho­me­kit zen­tra­le und th­read-bor­der-rou­ter. da hän­gen also ein paar ge­rä­te dran und un­se­re ho­me­kit-se­cu­re-vi­deo-ka­me­ras.

heu­te früh nach dem mor­gen­spa­zier­gang hab ich dann aufs früh­stück ver­zich­tet und das ding aus­ein­an­der­ge­baut. das ging er­staun­lich ein­fach und viel un­kom­pli­zier­ter als im vi­deo. nach 20 mi­nu­ten war die ope­ra­ti­on ab­ge­schlos­sen.

nach dem lö­sen des ka­bels für den touch se­nor sah ich ich, dass man den gan­zen sen­sor ent­fer­nen kann. das hat den vor­teil dass das ka­bel kei­nen un­fug auf der pla­ti­ne an­rich­ten kann.

zu­erst hat­te ich über­legt den home­pod ohne den stoff-über­zug wei­ter zu be­nut­zen. aber am obe­ren ende der scha­le war der stoff ein­ge­klebt, also sieht der home­pod nach der ope­ra­ti­on wie­der ge­nau­so wie vor­her aus.

jetzt wo ich ge­ra­de den home­pod und ama­zon echo dot ne­ben­ein­an­der ste­hen habe zeigt sich auch, wie viel bes­ser töne klin­gen die der home­pod ab­spielt. auch wenn das en­gi­nee­ring des touch­sen­sors of­fen­bar schrott ist, das ak­ku­s­tik­de­sign des home­pods ist über­ra­gend.

nach­trag:
da sich der home­pod ja in der nacht auf den aus­lie­fe­rungs­zu­stand zu­rück­ge­setzt hat, war ich ge­spannt was nach der neu­ein­rich­tung pas­sie­ren wür­de. tat­säch­lich war ich po­si­tiv über­rascht, weil er sich selbst wie­der ex­akt so ein­rich­te­te wie er vor­her war. mei­ne mat­ter over th­read ge­rä­te ak­zep­tie­ren den neu­en home­pod und ho­me­kit se­cu­re vi­deo und al­les in ho­me­kit funk­tio­nier­te ex­akt wie vor­her. 



 


will­kom­men zu­hau­se, echo dot

felix schwenzel in notiert

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tl;dr: ein ama­zon echo dot der zwei­ten ge­ne­ra­ti­on lässt sich auch als es­phome-voice sa­tel­lit nut­zen. ganz ohne in­ter­net, cloud oder ama­zon.

vor fast 10 jah­ren hab ich mir bei ama­zon ei­nen echo dot ge­kauft. für ein paar jah­re hat­te ich spass da­mit, vor acht jah­ren zog dann ivan­ka bei uns ein. lei­der konn­ten wir ivan­ka nicht ivan­ka nen­nen, weil die wake-word-er­ken­nung mit ivan­ka nie rich­tig funk­tio­nier­te. des­halb nann­ten wir sie am an­fang wei­ter ale­xa und spä­ter dann snips. snips war ein (qua­si) open source pro­jekt mit dem man sich ei­nen lo­ka­len, also nicht in der cloud lau­fen­den, sprach­as­sis­ten­ten selbst bau­en konn­te. der lo­ka­le teil war vor­teil­haft, weil wir ivan­ka ein­fach wei­ter­ver­wen­den konn­ten, als so­nos vor sie­ben jah­ren snips auf­kauf­te und dann im fol­gen­den jahr ab­wi­ckel­te. snips funk­tio­nier­te mo­na­te­lang wei­ter, das blö­de war, ohne die snips-in­fra­struk­tur könn­te man nichts mehr am set­up und den sprach­ein­stel­lun­gen än­dern.

in den fol­gen­den jah­ren hab ich ivan­ka dann trotz­dem mit ver­schie­de­nen un­ter­bau­ten zu­hau­se wei­ter­be­trei­ben kön­nen. für ein paar jah­re mit rhass­py und seit ein paar jah­ren geht das al­les auch mit ho­me­as­sistant al­lei­ne, auch weil der main­tai­ner von rhass­py, mi­cha­el han­sen ins team home as­sistant wech­sel­te.

je­den­falls hab ich den ama­zon echo dot nach der de­kom­mi­sio­nie­rung nicht weg­ge­schmis­sen, weil: man weiss ja nie. letz­te wo­che hab ich mit­be­kom­men, dass es ein pro­jekt gibt, mit dem man echo dots der drit­ten und zwei­ten ge­ne­ra­ti­on roo­ten und mit neu­er firm­ware be­spie­len kann. den echo dot der zwei­ten ge­ne­ra­ti­on, den wir ha­ben, so­gar ohne lö­ten, nur mit ei­nem mi­cro-usb ka­bel an ei­ner li­nux kis­te.

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das hab ich jetzt ge­macht und da­mit ist ein traum in er­fül­lung ge­gan­gen: die ziem­lich gu­ten mi­kro­fo­ne, der okaye laut­spre­cher und das über­ra­gen­de gut trai­nier­te wake-word „ale­xa“ kann ich jetzt ohne ama­zon kom­plett in home as­sistant be­nut­zen. da­mit reiht er sich in die rei­he mei­ner frü­her be­nutz­ten raspber­ry pis und jetzt ge­nutz­ten home as­sistant voice pe voice sa­tel­li­tes ein und lässt sich al­les sa­gen, was ich mir in den letz­ten jah­ren aus­ge­dacht habe. zum bei­spiel: „air­fry­er für 20 mi­nu­ten ein­schal­ten.“ er funk­tio­niert als me­dia­play­er, also home-as­sistant laut­spre­cher und auch wei­ter­hin als blue­tooth-lau­spre­cher, wenn mans braucht.

das gan­ze funk­tio­niert mit ei­ner firm­ware die sich als es­phome aus­gibt, bzw. mit der es­phome-api mit home as­sistant ver­bin­det. mit den home as­sistant voice pe funk­tio­niert das er­fah­rungs­ge­mäss sehr sta­bil, mal sx­hau­en wie sta­bil die firm­ware auf dem echo dot läuft, ich gehe aber da­von aus, dass das min­des­tens so gut funk­tio­niert wie mit dem ha voice pe (der im­mer­hin um die 60 € kos­tet).

das ein­spie­len der firm­ware von echo-dot-as­sist soll­te theo­re­tisch ganz ein­fach ge­hen: repo clo­nen und scripts/setup.sh aus­füh­ren. nach dem roo­ten und dem ver­meint­li­chen ein­spie­len der neu­en firm­ware oder firm­ware-er­gän­zung blieb die aber hän­gen und ich muss­te mich von chatGPT durch ein de­bug­ging und ei­nen fix füh­ren las­sen. im prin­zip war das aber re­ason­ab­ly ein­fach — und vor al­lem ohne lö­ten oder ad­ap­ter.

nach sol­chen er­leb­nis­sen wird es mir künf­tig noch schwe­rer fal­len alte ge­rä­te weg­zu­schm­eis­sen. 


ich has­se smar­thome apps

felix schwenzel in notiert

screenshot meines home assistant dashboards für die homeID integration unseres airfryers. man sieht steuerelemnete für start/stop, garzeit und gartemperatur. im prinzip das gleiche wie in der homeID app, nur das ich hier alles selbst automatisieren kann.

ich bin sehr froh, dass es end­lich1 eine home-as­sistant-kom­po­nen­te für un­se­ren air­fry­er gibt. die app, mit der man den air­fry­er fern­be­die­nen und „pro­gram­mie­ren“ könn­te ist eine ka­ta­stro­phe und ei­gent­lich, wie alle her­stel­ler-spe­zi­fi­schen smar­thome-apps, eine mit wer­bung und track­ing voll­ge­pack­te frech­heit. ich är­ger­te mich also, seit dem der air­fry­er bei uns steht, mit dem be­rüh­rungs­emp­find­li­chen plas­tik des air­fry­ers rum und tipp­te für 20 mi­nu­ten gar­zeit eben 20 mal auf die rech­te ▲-„tas­te“.

nicht dass ich den air­fry­er, jetzt wo ich ihn end­lich über home as­sistant steu­ern kann, gross­ar­tig au­to­ma­ti­sie­ren wol­len wür­de. aber ich kann jetzt in der kü­che ste­hen und ein­fach sa­gen: „heiss­luft­fri­teu­se 20 mi­nu­ten“ und das ding geht für 20 mi­nu­ten an. soll­te ich es es heis­ser als die stan­dard­mäs­si­gen 180° ha­ben wol­len, kann ich (na­tür­lich) auch: „heiss­luft­fri­teu­se für 20 mi­nu­ten auf 200 grad“ sa­gen.

- trigger: con­ver­sa­ti­on
  command:
     # zeit + tem­pe­ra­tur (für/auf … minuten, bei/auf/mit … grad)
     - "[stell[e] ][den ]air[-]fryer [für |auf ]{1..60:minuten} [minuten] (bei|auf|mit) {40..200:tem­pe­ra­tur} [grad]"
     - "[stell[e] ][die ](heiß­luft­frit­teu­se|heiss­luft­frit­teu­se|heiß­luft­fri­teu­se|heiss­luft­fri­teu­se|fritteuse|friteuse) [für |auf ]{1..60:minuten} [minuten] (bei|auf|mit) {40..200:tem­pe­ra­tur} [grad]"
     - "air[-]fryer [für |auf ]{1..60:minuten} [minuten] (bei|auf|mit) {40..200:tem­pe­ra­tur} [grad]"
     - "(heiß­luft­frit­teu­se|heiss­luft­frit­teu­se|heiß­luft­fri­teu­se|heiss­luft­fri­teu­se|fritteuse|friteuse) [für |auf ]{1..60:minuten} [minuten] (bei|auf|mit) {40..200:tem­pe­ra­tur} [grad]"
     # nur Zeit → 180 °C
     - "[stell[e] ][den ]air[-]fryer [für |auf ]{1..60:minuten} [minuten]"
     - "[stell[e] ][die ](heiß­luft­frit­teu­se|heiss­luft­frit­teu­se|heiß­luft­fri­teu­se|heiss­luft­fri­teu­se|fritteuse|friteuse) [für |auf ]{1..60:minuten} [minuten]"
     - "air[-]fryer [für |auf ]{1..60:minuten} [minuten]"
     - "(heiß­luft­frit­teu­se|heiss­luft­frit­teu­se|heiß­luft­fri­teu­se|heiss­luft­fri­teu­se|fritteuse|friteuse) [für |auf ]{1..60:minuten} [minuten]"

der air­fry­er macht mich schon eine gan­ze wei­le sehr froh. das hat­te ich vor der an­schaf­fung nicht für mög­lich ge­hal­ten. seit wir den ha­ben, läuft die kis­te fast je­den tag. aber das ding jetzt end­lich pro­gra­ma­tisch steu­ern zu kön­nen macht mich noch fro­her. 


  1. das re­ver­se en­gi­nee­ring der ho­meID-in­fra­struk­tur hat un­ge­wöhn­lich lan­ge ge­dau­ert. mitt­ler­wei­le kau­fe ich netz­werk­fä­hi­ge ge­rä­te ohne vor­her goss­ar­tig zu prü­fen ob sie mit home as­sistant funk­tio­nie­ren — ein­fach weil ich die er­fah­rung ge­macht habe, dass sich al­les in­te­grie­ren lässt. beim phil­ips-ge­döns war das über ein jahr lang nicht der fall. ↑︎