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“you can see everything”

der spiegel ist hellauf begeistert vom trailer der doku „you can see everything“:
Nicht jeder Film, ob Doku oder Fiktion, gibt eine solche Ankündigung her. Und oft genug hält das eigentliche Werk nicht, was die Vorschau verspricht. Der Trailer zu »You Can See Everything« aber setzt neue Maßstäbe. Gäbe es einen Oscar für den besten Trailer, wäre er diesem verstörenden Psychothriller im Miniaturformat nicht mehr zu nehmen.
der artikel ist hinter der paywall (hier ein geschenklink der aber nur 10 klicks lange hält), aber besteht neben begeisterung ohnhin nur aus der nacherzählung des trailers. den trailer kann man sich auch so anschauen.
als ich den trailer gesehen habe, wusste ich nicht um was es geht. nachdem ich den trailer gesehen hatte, wusste ich es immer noch nicht. ich wunderte mich aber, dass der film als documentary angekündigt wird, obwohl er doch so nach einem spielfilm aussieht. und ich habe mich gewundert, wo man eine schauspielerin gefunden hat, die elisabeth holmes so ähnlich sieht.
stellt sich raus, das ist tatsächlich eine doku.
Drei Jahre sollen Fielder und Oppenheim unter strengster Geheimhaltung an dieser Dokumentation gearbeitet haben. 34 Tage, bevor sie ihre Haft antreten sollte, hatte Holmes die Filmemacher eingeladen, ihr Leben zu begleiten: »Ihr könnt alles sehen!«
auf metacritic gibts bis jetzt nur 6 kritiken, aber alle positiv, was zu einer punktzahl von 94/100 führt. RogerEbert.com wird dort wie folgt zitiert:
A triumphant, riveting, and continually shape-shifting piece of creative non-fiction with curiosity and a playful sense of uncomfortable humor that will be no surprise to anyone familiar with Fielder’s work, it’s the kind of documentary that is persistently inquisitive and skeptical: both about its alarmingly wide-eyed subject who often refuses to blink, and the process of documentary filmmaking itself.
allein wegen des trailers überlege ich ernsthaft zum ersten mal seit ein paar jahren mal wieder in ein kino zu gehen. laut wikipedia startet der film am 16. oktober.
sternbrücke
in hamburg haben wir in der nähe der sternbrücke übernachtet. die wurde ja gerade abgerissen und deren neubau wurde ein stück durch die stadt gerollt. mittlerweile ist die wieder für den bahnverkehr (oben) geöffnet, aber weiterhin für den auto- und fussgängerverkehr (unten) gesperrt. das erfordert auch für fussgänger signifikante umwege.
jahresurlaub
wir waren am wochenende kurz in hamburg und haben immer gescherzt, das sei unser jahresurlaub. auch sonst waren wir nicht so irre witzig, aber wir haben uns erinnert, dass wir ganz froh sind nach berlin gezogen zu sein. und wer denkt in berlin gäbe es viele baustellen, der sollte mal nach hamburg fahren.
frida war ein bisschen zickig und anstrengend, was wiederrum die beifahrerin schlecht gelaunt machte. da gibt es wohl noch baustellen, die wir wohl mal angehen müssen. meine vermutung ist, dass das reisen frida übermässig anstrengt, auch weil sie die ganze zeit damit beschäftigt ist, das rudel zusammen zu halten und gegen vermeintliche bedrohungen zu verteidigen. vernutlich ist unsere pudeldame nicht nur eine passionierte jägerin und schwimmerin, sondern auch eine selbst ernannte hüte- und herdenschutzhündin. immerhin: bei der abendrunde zurück im wedding war sie so entspannt, dass sie eine ratte die neben uns aus dem gebüsch sprang und weglief nicht mal im ansatz aufgeregt oder zum hinterherlaufen angeregt hat.
zum wiederholten mal gelernt: ich kann auch im höheren alter noch hervorragend und erholsam auf sofas schlafen. überhaupt kann ich nach wie vor überall einschlafen, wenns sein soll. beim laden im auto oder am strand (im schatten). meinen regulären mittgaspausen-mittagsschlaf im home office habe ich allerdings von 45 auf 20 minuten reduziert, weil ich gemerkt habe, dass ich es auch erholsam finde, zur mittagspause das internet leer zu lesen.
in hamburg kann man frei-bier kaufen. ich hab pro flasche 3 euro bezahlt. das „frei“ beudeutet allerdings weder, dass einen das bier von zwängen befreit, noch dass es kostenlos ist — sondern dass es alkoholfrei ist. demnach könnte man hackfleisch aus erbsenproteinen auch freifleisch nennen und zuckerfreie cola frei-cola. so gesehen könnte man wasser auch als freibier verkaufen (obwohl die EU bei sowas wahrscheinlich auf „bierfrei“ bestehen würde).
nachdem ich am sonntag formel 1 geguckt habe, hab ich in floppy ausversehen die ganze saison 2026 als gesehen markiert. pflichtgemäss hat mein sync-script dann alle noch folgenden rennen, qualis und trainings hier auch als gesehen markiert. das syncen funktioniert also und erinnert mich damit daran, dass es vielleicht nicht schlecht wäre, ein paar plausibilitätsprüfungen einzubauen.
abgesehen davon hat das rennen am sonntag gezeigt, dass mercedes in diesem rennen und eigentlich schon das ganze jahr über alles richtig gemacht hat. vor allem die entscheidung einen 41 jährigen, mehrfachen weltmeister, mit einem 19 jährigen potenziellen weltmeister zu ersetzen, scheint ein glücksgriff gewesen zu sein. ich bin immer wieder erstaunt darüber was die menschen in der formel 1 leisten, welche reaktionszeiten die fahrer haben und wie unterhaltsam im kreis zu fahren sein kann. aber seit ein paar jahren bin ich unfähig sympathien für ein team oder einzelne fahrer zu empfinden oder gar sowas wie fan einzelner fahrer oder teams zu sein. das kann auch an netflix’ drive to survive liegen, das jahr um jahr zeigt, dass vom ehrgeiz zerfressene multimillionäre mit adäquaten medientraining durchaus sympathien wecken können, aber eben auch, dass die eigentlich alle auf dem gleichen niveau unterwegs sind, die einen mal einen ticken besser als die anderen und die einen mal ein bisschen sympathischer als die anderen. aber es zeigt auch dass der weg vom sieger zum underdog und vom sympathischen typen zum unsympathen in der formel 1 sehr kurz ist.
mein ältester blogartikel
es wurde die frage gestellt:
Meine ältesten Blogartikel – Was würde ich heute anders machen?
ich habe schon vor diesem artikel ins internet geschrieben, aber das hier war der erste den ich vor 24 jahren mit einem content management system veröffentlichte und der eine permanente url hatte. im archive.org ist der artikel in seiner damaligen pracht zu sehen. hier ist er eingebettet:
wurstsalat und ein würschtle für 3,33 euro. erschütternde worte und zahlen.
am 15.04.2002 bei wallisch-binder gekauft, dem metzger der nie offen hat...

anders machen würde ich heute nicht viel. eigentlich würde ich das heute genau so veröffentlichen. allerdings würde ich nicht 5 tage warten bis ich einen lustigen kassenzettel poste und ich würde auch keinen wurstsalat mehr kaufen, sondern den selber machen.
floppy

florian schreibt über trakt und dass er jetzt floppy zum medientracking nutzt.
mit trakt habe ich auch ein paar jahre meinen medienkosum getrackt, aber vor einer ganzen weile damit aufgehört, weil mir das einerseits zu doof wurde einer firma so ein datengeschenk zu machen auf eine art auch suspekt wurde.
vor ein paar monaten entschied ich mich jedenfalls für mindestens ein jahr hier im blog festzuhalten, was ich an serien und filmen sehe. da wo es geht oder sinn ergibt, ziehe ich es vor, meine daten selbst zu verwalten und zu meinen bedingungen zu veröffentlichen. es zeigt sich soweit, dass das ganz gut geht und auch semiautomatisch. wenn es nicht semiautomatisch gehen würde, verliesse mich schnell die lust soetwas zu tun. mein workflow war hauptsächlich dass alles was ich auf plex sehe automatisch einen eintrag im blog erzeugt. dinge die ich auf netflix, amazon prime oder in mediatheken sehe, musste ich noch gelegentlich manuell anlegen. ein bisschen half mir dabei popfeed, das eine gute metadatenquelle ist und das ich im rahmen meines ATmosphere-wahns gerne ausprobieren wollte (zum paralellen tracken).
jedenfalls habe ich mir dann auf anregung von florian eben jenes floppy angesehen. floppy ist wie trakt oder popfeed ein medientracker, nur dass man ihn selbst betreiben kann. floppy hat mir auf den ersten blick gefallen. ich konnte alle daten, vor allem die gesamte dort gespeicherte histiorie, von trakt und plex importieren und gleichzeitig metadaten-dienste nutzen, die auch von trakt, plex, popfeed und allen anderen genutzt werden. floppy weiss aus der plexhistorie, dass ich gerade silo sehe, weiss was die nächste folge kommt und sobald ich die neueste folge gesehen habe, markiert floppy die, dank einer verbindung zu meinem plex, automatisch als gesehen. wenn ich eine folge reacher auf amazon prime sehe, kann ich die gesehene folge mit drei klicks als gesehen markieren und der eingebaute kalender in floppy zeigt mir, wann die nächsten folgen kommen.
aber das beste ist: sobald floppy eine folge oder einen film als gesehen markiert, legt es, mit einem kleinen selbstgeschriebenen script, auch einen eintrack im medientracker auf wirres.net an.
serien wie die sendung mit der maus oder die formel 1 zu tracken, war mit trakt und popfeed entweer mühsam, unmöglich oder buggy. das tracken der sendung mit der maus mit floppy war auch buggy, aber weil floppy auf meinem heimserver läuft, konnte ich es patchen, so dass ich jetzt sowohl die formel 1, als auch die sendung mit der maus fehlerfrei und mühelos tracken kann.
was ich sagen will: floppy ist toll, seine eigenen metadaten zu verwalten ist noch toller und mein trakt-konto zu löschen fühlte sich gut an.
letterboxd finde ich nach wie vor sympathisch und werde meine gesehenen filme und kurzkritiken dort weiterhin veröffentlichen.
popfeed finde ich toll, aber es scheint einerseits nicht weiterentwickelt zu werden und ist andererseits irre langsam. die nutzung von popfeed pausiere ich erstmal.
heiko hat sich, wie florian, auch einen medientracker gebastelt.
niedrigschwellige kommentare

claudia hat aufgeschrieben, was sie beim kommentieren (in blogs) nervt. von meinen vorherigen kommentarsystem war sie (zu recht) genervt. mit der einbindung von isso ist sie zufrieden, aber ich selbst auch.
obwohl ich isso jetzt seit fast zwei monaten in betrieb habe, ist hier noch kein spam-kommentar gelandet. das mag daran liegen, dass es (derzeit noch) ausschliesslich über javascript funktioniert. das nervt claudia nicht, aber andere — und ich möchte das langfristig noch ändern. ansonsten habe ich isso wirklich niedrigschwellig konfiguriert: wer mindestens drei zeichen kommentar eingibt, kann das formular und damit einen kommentar abschicken. die angabe des namens, der emailadresse oder der eigenen website ist optional. so oder so gibts eine vorschau und die option den kommentar 30 minuten lang (nach der veröffentlichung) zu editieren (über einen cookie). markdown ist unterstützt, links werden klickbar, lediglich der hinweis darauf, dass markdown unterstützt wird, fehlt noch. wobei ich glaube, dass, ausser ein paar spezialisten, ohnehin niemand weiss was markdown ist.
jedenfalls denke ich, claudia hat recht. ich finde es auch extrem nervig, wenn man einen kommentar schreibt und nach dem senden entweder nix passiert oder ein hinweis auf moderation erscheint. wenn schon moderation, dass könnte der kommentar mir selbst doch wenistens weiter angezeigt werden?
ich kommentiere schon länger so, dass ich kommentare, die ich anderswo hinterlasse, auch hier veröffentliche. wie alles was ich hier mache, mache ich das natürlich in erster linie für mich selbst. so kann ich später schauen ob es antworten gab, ob die moderation erfolgreich war oder gelöschtes zumindest bei mir selbst behalten. und für die eine oder andere person mag es sogar interessant sein zu sehen, was ich anderswo ins internet schreibe.
aber am liebsten ist mir das kommentieren per webmention. das geht nicht überall, aber zum beispiel bei eay.de oder dem kopfzeiler. ich schreibe aber beim webmention-kommentieren nicht nur eine antwort unter einen fremden beitrag, sondern ich behalte auch die fähigkeit den zu editieren oder zu löschen. das finde ich ziemlich sensationell. mit wordpress kann man das kommentieren per webmention mit (natürlich) matthias pfefferles indieweb-plugin konfigurieren, mit kirby und ein bisschen handarbeit hilft einem maurice renks indieconnector.
was mich im gegenteil zu claudia nicht nervt: wenn man gar nicht kommentieren kann.
Kommentieren unmöglich: Blogg doch selbst, steht dann z.B. da. Ok, alles klar, ich lese dann aber auch nicht mehr mit. Für mich sind Blogs die einzig verbliebenen Medien, wo noch gute Gespräche möglich sind – keine Wandzeitungen.
die gespräche sind ja immer noch möglich. diesen sermon hier möchte ich nicht unter claudias eintrag posten, aber trotzdem ist dieser beitrag auch ein kommentar. claudia wird diesen artikel sehen, entweder in ihren referern oder bei rivva. oder weil sie hier zufällig mal reingeschaut hat. das ist ja das tolle am internet, an links, an eienr wandzeitung. besteht alles irgendwie aus gesprächen und kommentaren.
„art directed“ bilder für arme
mittlerweile hat sich der dark mode als option (j sei dank) fast überall durchgesetzt. wenn ich nachts aufwache und mich mal kurz an den rechner setze, hasse ich es, wenn webseiten mich dann viduell anschreien. aber auch tagsüber finde ich hell leuchtende webseiten unangenehm.
deshalb hat wirres.net seit etwas mehr als einem jahr auch einen dark mode.

was mich dabei oft genervt hat: manche bilder sehen im dark mode elegant aus, aber im light mode nicht. oder umgekehrt. häufigster workaround dafür bisher: mit transparenzen arbeiten, also möglichst auf hintergründe verzichten. bei strichzeichnungen mit schwarzem oder weissen strichen klappt das dann aber nur in 50% der fälle. man kann dann einen grauton für die striche wählen, der sowohl im dark- als auch lightmode sichtbar bleibt.
die saubere lösung ist eine media-query und damit was man (glaube ich) art directed images nennt:
<picture>
<source srcset="…-dark.png" media="(prefers-color-scheme: dark)">
<img src="…-light.png" alt="…">
</picture>
dafür muss man dem CMS beibringen, pro bild auf wunsch auch zwei quellen (oder mehr, je nach dem wie art-directy man werden will) zu verwalten. in meinem fall würde das aber im html-code, der für bilder ohnehin schon irre komplex ist, noch mehr komplexität bedeuten.
deshalb habe ich mich sehr über diesen workaround gefreut, den mir cursor heute vorgeschlagen hat, auch eine media query:
@media (prefers-color-scheme: dark) {
.cover--invert-on-dark { filter: invert(1); }
}
umgesetzt habe ich das jetzt so, dass bilder die auf *-invertable* enden passend konvertiert werden. beispiel aus diesem artikel:

das bild hat weissen hintergrund mit schwarzen linien, wird aber bei aktiviertem dark mode invertiert dargestellt, also mit schwarzem hintergrund und weissen linien. das sollte auch mit schwarzen linien auf weissem hintergrund klappen. (allerdings klappt das nicht im RSS, weil kein CSS.)
und es sollte auch mit transparentem hintergrund klappen. das ist ein kubus aus schwarzen linien auf transparentem hintergrund:

das ist der code den mir cursor geschrieben hat:
/*
* S/W-PNGs mit Dateiname *-inÂverÂtaÂble.png: Ablage = Light-Variante.
* Dark Mode: per CSS inÂverÂtieÂren (TransÂpaÂrenz bleibt erhalten).
* Selektor bewusst "-inÂverÂtaÂble" (nicht nur ".png"): Kirby-Thumbs heißen
* z.B. name-inÂverÂtaÂble-320x.png / name-inÂverÂtaÂble-320x-q75.webp.
*/
@media (prefers-color-scheme: dark) {
img[src*="-inÂverÂtaÂble"],
img[data-src*="-inÂverÂtaÂble"],
img[srcset*="-inÂverÂtaÂble"],
img[data-srcset*="-inÂverÂtaÂble"],
picture:has([srcset*="-inÂverÂtaÂble"]) img,
picture:has([data-srcset*="-inÂverÂtaÂble"]) img {
filter: invert(1);
}
}
/* Lightbox hat dunklen HinÂterÂgrund → immer die Dark-DarÂstelÂlung */
.pswp img[src*="-inÂverÂtaÂble"],
.pswp__img[src*="-inÂverÂtaÂble"] {
filter: invert(1);
}
interessant (zumindest für mich) ist was mit der lightbox im light-mode passiert (also wenn man auf das bild klickt, um es zu vergrössern): weil der hintergrund der light box immer schwarz ist, wird dann auch die dark-mode-variante in der lightbox angezeigt. alles mit ein bisschen CSS. faszinierend.
ix und chen’s beef noodle house
vor ein paar tagen sah ich in der müllerstrasse einen neuen laden in dem jemand nudeln mit der hand zog: chen’s beef noodle house. der laden ist so neu, dass noch nicht mal die homepage von chen’s beef noodle house die adresse gelistet hat (google hat den eintrag schon).
als frida und ich gestern wieder dran vorbeiliefen und ich wieder den koch nudeln ziehen sah schaute ich mir die speisekarte von der strasse aus an. ich entschied mich spontan eine der bowls zum mitnehmen zu kaufen:
- 招牌蘭州清湯牛肉麵 14,90 €
Hausgemachte Lanzhou-Rindfleischnudeln in klarer Brühe
Signature Lanzhou Clear Broth Beef Noodles
auf google maps beklagt sich jemand:
13,90€ pro Suppe finde ich teuer, da kaum Fleisch enthalten ist.
ich fand 14,00 € OK, aber mir fiel auf, dass enorm viele nudeln enthalten waren. so kam das bei mir an.
nach der hälfte der nudeln war ich befriedigt und satt. das fleisch war wenig aber zart und dünn geschnitten, der frische koriander war toll, die brühe klar und die nudel fluffig.
heute zum frühstück dann resteessen mit mehr gemüse und mehr brühe. so mit ein paar kühlschrankresten für 14 euro zwei sehr befriedigende mahlzeiten mit sehr guten, handgetogenen nudeln gehabt.
der laden selbst ist angenehm eingerichtet, die bedienung sprechen kaum deutsch, sind aber sehr, sehr freundlich, es werden ununterbrochen nudeln gezogen und man kann nur bar bezahlen.
opml2feed
jetzt hab ich eine maschinenlesbare /blogrolle die automatisch auch /opml ausgibt und würde das eigentlich auch gerne selbst nutzen. oder wenigstens ausprobieren wie man sowas nutzen kann, also mein eigenes dog food essen, wie man so schon sagt. mittlerweile weiss ich, dass man die einzelnen opml feeds in freshRSS so abonnieren kann, dass sie sich dynamisch aktualisieren, wenn ich sie hier, hier, hier oder hier ändere oder erweitere. aber ich nutze miniflux und das kann keine dynamischen opml-feeds abonnieren.
freshRSS hat eine demoinstanz auf der man sich anmelden kann und die features von freshRSS testen kann. klappt gut, also man kann einzelnen opml-urls hinzufügen oder in ordner verteilen und hat dann alle enthaltenen feeds abonniert und kann auch einzelne feeds muten oder selbst weitere hinzufügen. aber ich wollte jetzt nicht meinen ganzen setup auf den kopf stellen oder mir freshRSS installieren.
also hab ich mir ein kleines script schreiben lassen das ein wenig vom rivva #rp26 feed inspiriert ist. wenn man den abonnierte fütterte der alle beiträge die im mai die republica erwähnten oder den tag #rp26 nutzten in einen einzigen feed. das war sehr praktisch, weil ich dann in meinem feed-reader die beiträge gleich lesen konnte. aber es war möglicherweise auch ein bisschen heikel, weil der rivva-rp26-feed fremde inhalte aggregierte.
das script das ich mir gebaut habe macht das gleiche wie der rivva-rp26-feed: aus bestimmten feeds einen neuen feed bauen. allerdings ohne den inhalt (nur die überschriften) und nicht mit #rp26-inhalten, sondern eben mit den quellen aus meinem OPML. wenn man /opml2feed aufruft sieht man (im zweiten schritt) das:

man sieht alle OPML-feeds die ich anbiete vorausgewählt, kann die auswahl aber auch reduzieren. wenn man weiter scrollt sieht man alle in den OPMLs enthaltenen einzelnen feeds.

auch die kann man einzeln abwählen. der resultierende feed hat dann eine einmalige, schwer zu erratende, also geheime ID wie /opml2feed/0a460f0400115382859d.xml.
mit der ID kann man auch immer zurück auf die konfigurationsseite und die einstellungen des ergebnisfeeds anpassen. den feed mit der ID 0a460f0400115382859d würde ich niemandem empfehlen zu nutzen, weil der jetzt veröffentlicht ist, nicht mehr geheim ist und den jetzt jede modifizieren kann.
der witz ist: wenn ich eine neue blogrolle hinzufüge oder zu einer bestehenden blogrolle einen feed hinzufüge, aktualisiert sich auch der „geheime“ feed.
wirres.net/opml2feed/ steht derzeit allen interessierten offen, ist aber explizit erstmal ein test und bietet nur meine OPMLs zur auswahl an. wer das testen möchte: gerne. aber das kann sich alles noch ändern, das ganze ist das frühe stadium eines praktischen gedankenexperiments.
natürlich habe ich mir für meine private nutzung eine versteckte option eingerichtet, um die feeds auch im volltext oder originalzusatnd weiter zu geben, also nicht nur die überschrift. aber grundsäzlich können die meisten feed-reader die ich kenne auf knopfdruck den volltext von gekürzten oder leeren RSS items von der jeweiligen website ziehen. oder man klickt halt wie früher zur originalseite durch. ein feed der nur überschriften enthält, ist also grundsätzlich gut nutzbar.
so oder so würde ich mich über tester und feedback freuen. bei interesse veröffentlche ich auch gerne den vibe-gecodeten quellcode.
tagebuch aus dem maschinenraum, 17.08.2026
dieses format, das johannes hier nutzt, gefällt mir. ein newsticker über den tag eines webreisenden. das wäre eine möglichkeit einzelne beiträge, zum beispiel aus meinem fluss von bookmarks und likes zu bündeln und weiter zu kommentieren. aus mikrobloggen wird makrobloggen.
dann fiel mir auf, dass ich johannes kopfzeiler.org zwar schon seit ewigkeiten in meinem feedreader habe, aber nicht auf meiner blogrolle. jetzt habe ich ja mehrere blogrollen, auf mehrere beiträge verteilt und als OPML oder in /blogrolle als übersicht gebündelt, was die sache maschinenlesbar, aber nicht unbedingt übersichtlicher und verständlicher macht.
aber so könnte ich jetzt follow-tage machen, nach dem motte des alten twitter-follow-friday, zu dem man konten empfahl, die man zum folgen empfahl. alle paar wochen eine blockroll-blogrolle hinzufügen.
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frühstück 16.08.2026
morgenspaziergang 16.08.2026
sehr früh wachgeworden wegen sehr lautem regen und gewitter. frida und ich haben uns dann mit dem regenradar abgestimmt und sind erst nach acht losgegangen um weiteren (stark) regen zu vermeiden (was gut geklappt hat).
auffällig war wie energiegeladen wir beide waren. während es gestern zum morgenspaziergang schon fast 25°C waren, war es heute angenehme 17°C. damit konnten wir beide beherzt auf die tube drücken, mein pace beim gehen war zum ersten mal seit langem wieder über 10'18"/km (5,8 km/h im ø).
so energiegeladen frida auch war, einen anfliegenden cricket-ball überliess frida mir in den rehbergen ohne sich aufzuregen und die drei amseln die wir unterwegs sahen zeigte sie mir an, statt ihnen hinterher zu jagen. das grün war durchgehend saftig.
zum frühstück resteessen.

junggesellenfrühstück mit honig-knoblauch-sauce
wir haben frida nie wirklich trainiert allein zu bleiben. weil frida und ich jetzt seit einer woche alleine zuhause sind, weil die beifahrerin noch eine weitere woche in hamburg arbeitet, kann ich auch nicht einfach einkaufen gehen.
heute früh deshalb morgeneinkauf auf dem genter-strasse-wochenmarkt, statt morgenspaziergang. wir waren gegen halb neu da, aber es wurde immer noch aufgebaut. aber glücklicherweise können die freundlichen verkäufer multitasken und damit aufbauen und verkaufen. damit sollte ich die nächsten sieben tage über die runden kommen.

zuhause erstmal frühstück machen. bevor wir losgegangen sind, hab ich ein paar kleine rote beete in den dampfgarer geworfen um daraus späer rote-bete-salat zu machen. die hähnchenbeine hab ich zuerst entbeint [scnr!], in bröckchen geschnitten, in stärke gewälzt und 12 minuten im airfryer bei 200°C gebacken (einmal nach 6 minuten gewendet). dazu gabs ne honig-knoblauch-sauce.
honig-knoblauch-sauce für gebackene oder frittierte hähnchenbeine
zutaten
- 4 el olivenöl
- 4 knoblauchzehen gequetscht (oder mehr)
- 4 el honig
- 4 el sojasauce
- 1 tl schwarzer pfeffer (frisch gemachlen)
- 1 el sambal olek
ergibt: 4 portionen
zubereitung
-
olivenöl erhitzen, den gequetscheten knoblauch darin andünsten, nicht braun werden lassen und die übrigen zutaten hinzufügen. 10 minuten köcheln lassen.
die entbeinten knochen habe ich ausgekocht, das gibt brühe für die nächsten tage. die hähnchenbein stückchen waren zart, knusprig und sehr umami dank der hervorragenden sauce.
nicht klug

dieses CDU wahlplakat ist auf so vielen ebenen falsch, aus der zeit gefallen und tone deaf, dass ich beinahe lust verspüre vor ärger auf den tennisplatz zu gehen.
Berlin wird klüger
Lesen, Schreiben, Rechnen statt Gendern.
- wer liest, zumindest wenn die werke nach 1955 sind, lernt automatisch gendern. wobei ich davon ausgehe, dass junge menschen das auch ohne lesen lernen, zum beispiel von politikern die seit vielen, vielen jahren in ihren grussformeln damen und herren, freunde und freundinnen, faschisten und faschistinnen inkludieren, sich also bemühen, alle mitzumeinen.
- rechnen? lernt man das nicht mehr wegen gendern? oder wegen taschenrechnern? (wäre taschenrechner nicht ein wunderbares, viel passenderes wort für smartphone?)
- wie wärs mit medienkompetenz? kommunikationskompetenz? lebenskompetenz, stärkung des selbstwertgefühls und der resilienz? oder gar neugier?
- schreiben zu fordern und fördern find ich gut. und zwar so wie man will, mit spass und ohne unkluge, gestrige vorgaben aus der politik.
auch witzig, noch kürzlich plakatierte die CDU: „verbieten verboten“. aber falsch sprechen (gendern) wird man ja wohl noch verbieten dürfen?
hier mein vorschlag wie das plakat besser ankommen könnte:
berlin wird sportlicher
regieren statt tennis spielen und lügen.
sauberer wedding, doo!
sowohl jean-marie ayikpe, als auch alexandra bendzko gehen davon aus, dass ihren wählerinnen ein sauberer wedding wichtig ist. ich kann nur sagen: hier steht gelegentlich müll rum und vom gehweg würde ich — im gegenteil zu frida — nicht essen, aber insgesamt kann ich mich hier nicht beklagen. die BSR ist hier sehr aktiv. worüber ich mich freuen würde wäre verkehrsberuhigung, mehr poller und drempel, mehr absperrungen weniger autoparkplätze.
grosse schriftarten
gestern fiel mir beim besuch bei meq auf, wie schön die schriftart ist die er sich ausgesucht hat — zumindest im logo, bzw. dem motto („es regnet“).

alles schön, das hochgezogene e, das breitbeinige n, das geschwungene g. gross gesetzt sind schöne schriftarten besonders schön.
dann fiel mir auf, was mich schon lange auf mequito.org stört: die kleine schrift. und die zu fetten und zu dicht anliegenden unterstriche für links.
dann fiel mir ein, dass ich seit dem christophboecken.de für mich im dark mode nicht mehr lesbar war — weil christoph offensichtklich den dark mode nicht getestet hat und nirgendwo eine kontaktmnöglichkeitz hinterlassen hat — dass ich jedenfalls seitdem ich das gemerkt habe die chrome extension stylus instaliert habe, um websiten css-stile nach gutdünken umdefinieren zu können (und bei christoph wieder lesen kann).
also hab ich ein bisschen an meqs stylesheet rumgedreht und finde das jetzt noch schöner.

das css, das ich verwende, packe ich in die beilage.
nachtrag 16.08.2026:
christoph hat den dark mode repariert und markus sein css nach meinen vorschlägen angepasst.
gestern während der sonnenfinsternis einfach die sonne fotografiert und gedacht, „naja, sieht man halt nix von der abdeckung“. bis mich koltack drauf aufmerksam machte, dass sie doch zu sehen ist, in einer reflexion in der kamera.




















