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The only se­cret of ma­gic is that I'm wil­ling to work har­der on it than you think it's worth.
-- Penn Jil­let­te

die­ses zi­tat flog mir eben in den kopf und ich muss­te erst­mal eine quel­le fin­den, um den wort­laut wie­der zu­sam­men­zu­be­kom­men. das zi­tat er­klärt gut wie zau­be­rei, il­lu­sio­nen, aber auch ganz all­ge­mein, jede krea­ti­ve ar­beit funk­tio­niert. ge­nau ge­nom­men gilt das für jede ar­beit und al­les was wir gut kön­nen. wenn je­mand et­was gut kann, dann hat die­se per­son ir­gend­wann mal da­für ge­übt — und mit ziem­li­cher wahr­schein­lich­keit mehr, als man als aus­sen­ste­hen­der für nö­tig oder mög­lich hält.

mir fällt in dem zu­sam­men­hang auch im­mer die (wahr­schein­lich aus­ge­dach­te) an­ek­do­te ein, die pa­blo pi­cas­so zu­ge­schrie­ben wird. der sass in ei­nem café und zeich­ne­te auf ei­ner ser­vi­et­te. als eine frau ihn frag­te ob er sie auf der ser­vi­et­te por­trä­tie­ren wür­de, war er in zwei mi­nu­ten fer­tig und ver­lang­te eine as­tro­no­mi­sche sum­me für das por­trät. auf den ein­wand, dass er doch nur ein paar mi­nu­ten da­für ge­braucht habe, sag­te er: „es hat mich mein gan­zes le­ben ge­kos­tet, das in zwei mi­nu­ten zu zeich­nen.“

ich fin­de bei al­lem was ich tue per­fek­ti­on über­flüs­sig. ich will nicht sa­gen, dass ich per­fek­ti­on has­se, im ge­gen­teil, per­fek­ti­on fas­zi­niert mich. aber mir ist das zu viel ar­beit. das hält mich aber nicht da­von ab, re­gel­mäs­sig sehr viel ar­beit in „gut ge­nug“ zu ste­cken. oft wahr­schein­lich deut­lich mehr, als an­de­re für ver­nünf­tig hal­ten wür­den.


neu an mei­ner wand

felix schwenzel in notiert

das pos­ter habe ich vor 20 jah­ren bei eboy ge­kauft (ar­chi­ve-link). seit­dem, also die letz­ten 20 jah­re, lag es zu­sam­men­ge­rollt in ei­ner un­se­rer kam­mern. bei der letz­ten auf­räum­ak­ti­on hat die bei­fah­re­rin das pos­ter ge­fun­den und wir ha­ben es auf­ge­hängt.

das pos­ter in in vier­fa­cher hin­sicht su­per: ich mag wim­mel­bil­der, iso­me­tri­sche dar­stel­lung und pi­xel-äs­the­tik. und dazu ist es noch eine art hi­os­to­ri­sches do­ku­ment und zeigt al­ler­hand ge­döns, das es nicht mehr gibt (sky­pe, tech­no­ra­ti, del.ici.us, feedb­ur­ner). das pos­ter ist so alt, dass da­mals face­book und twit­ter noch kein ding wa­ren.


nach­trag 13.05.2026:
frank west­phal hat das pos­ter 2006 ver­bloggt und sich die mühe ge­macht ein paar der web2.0-diens­te zu ver­lin­ken. den html-block ko­pie­re ich mal, weil er vor­treff­lich il­lus­triert, wie viel web2.0 den exit ge­macht hat.

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war­um heißt es ei­gent­lich ma­ni­kü­re und pe­di­kü­re, aber nicht ka­pil­li­kü­re?


morgenspaziergang mit just out of bed haaren

#mor­gen­spa­zier­gang mit just out of bed haa­ren


#rp26 app

felix schwenzel in notiert

screenshot der #rp26-app mit einer suche nach „felix schwenzel“

die re­pu­bli­ca-app für die­ses jahr ist draus­sen. das freut mich, weil ich dann jetzt mein #rp26-pro­gram mit der ♥️ funk­ti­on zu­sam­men­kli­cken kann (und die tage hier ver­öf­fent­li­chen kann).

noch mehr wür­de ich mich na­tür­lich freu­en, wenn ganz vie­le mei­nen vor­trag im pro­gramm der app su­chen („fe­lix schwen­zel“) und fin­den und mit ei­nem ♥️ mar­kie­ren wür­den. ich glau­be, in al­ler be­sch­ei­den­heit, dass mein vor­trag die­ses jahr ganz gut sein könn­te. und die­ses jahr is­ser auch nicht am letz­ten re­pu­bli­ca-tag, weil er schon fast fer­tig ist und ich die drei re­pu­bli­ca-tage nicht zum fer­tig­schrei­ben brau­che.


nach­trag: of­fen­bar kann man in die­sem jahr ein­zel­ne ses­si­ons oder ein zu­sam­men­ge­stell­tes #rp26 pro­gramm in die app im­por­tie­ren.

mit die­sem link oder QR code soll­te mei­ne ses­si­on zum mar­kie­ren in die app im­por­tiert wer­den kön­nen.
https://re-pu­bli­ca.com/app-im­port?s=10417


re­pu­bli­ca vor­trä­ge schrei­ben

felix schwenzel in notiert

mmen vor­trä­ge für die re­pu­bli­ca schrei­ben ist nicht das al­ler­gröss­te ver­gnü­gen. aber alle paar jah­re ent­sch­ei­de ich mich dazu, mich in die lage zu brin­gen 30 mi­nu­ten ei­ni­ger­mas­sen nach­voll­zieh­ba­ren text zu ver­spre­chen und dann auch tat­säch­lich im mai ab­zu­lie­fern.

die idee da­hin­ter ist im­mer die glei­che. ich for­mu­lie­re eine stei­le the­se zu ei­nem the­ma das mich fas­zi­niert, in­ter­es­si­ert oder be­schäf­tigt und ver­su­che dann ei­nen text zu er­ar­bei­ten, der die er­war­tun­gen er­füllt. die­ses jahr war die the­se be­son­ders steil (die welt ist scheis­se — und das ist auch gut so) und auch wenn ich bei der ein­rei­chung eine idee hat­te, in wel­che rich­tung das gan­ze ge­hen soll­te, er­for­dert das schrei­ben dann doch noch ziem­lich viel denk-akro­ba­tik.

mir fällt das schrei­ben und öf­fent­li­che re­den gar nicht mal so leicht. hier im blog kann ich tex­te hem­mungs­los ver­öf­fent­li­chen, auch wenn sie nicht wirk­lich zu­en­de ge­dacht sind oder noch sehr un­ge­schlif­fen sind. „hin­ge­rotzt“ nen­nen an­de­re das ge­le­gent­lich und so sind die tex­te hier auch meis­tens eher frag­men­te, ein­zel­tei­le für wei­te­re denk­pro­ze­se und zum wei­ter­den­ken, die ich spä­ter nbo­chmal auf­grei­fe oder auch nicht.

so ein vor­trag, eine prä­sen­ta­ti­on vor pu­bli­kum auf der re­pu­bli­ca soll­te aber, zu­min­dest im an­satz, in sich ge­schlos­sen sein. das rot­zi­ge, teils un­ge­schlif­fe­ne ist oft wei­ter ein be­stand­teil, aber es muss auch et­was sub­stanz rein, da­mit er be­stehen kann.

an­de­rer­seits bil­de ich mir ein, re­la­tiv git ein­schät­zen zu kön­nen, was ich pu­bli­kum der re­pu­bli­ca zu­mu­ten kann und was nicht. und na­tür­lich ist das re­pu­bli­ca pu­bli­kum sehr of­fen und po­si­tiv. ich habe je­den­falls im­mer das ge­fühl, dass ich mit dem pu­bli­kum eine ge­mein­sa­me wel­len­län­ge fin­den kann und mir wit­ze und an­deu­tun­gen er­lau­ben kann, die mir je­des an­de­re pu­bli­kum um die oh­ren schla­gen wür­de.

trotz­dem: es steckt viel ar­beit in die­sen prö­sen­ta­tio­nen und der grund war­um ich die mir alle paar jah­re zu­mu­te ist der glei­che war­um ich ins in­ter­net schrei­be: selbst­ge­stell­te auf­ga­ben zu lö­sen, den mund et­was voll neh­men und dann trotz­dem was lie­fern kön­nen, ei­nen auf den ers­ten blick un­über­wind­ba­ren berg zu er­stei­gen ist be­frie­di­gend. ein­fa­che auf­ga­ben (spül­ma­schi­ne re­pa­rie­ren, brot ba­cken) zu er­le­di­gen ist be­frie­di­gend, aber an schwie­ri­ge auf­ga­ben (hund er­zie­hen, öf­fent­lich spre­chen) nicht zu schei­tern ist be­frie­di­gen­der.

der ab­lauf so ei­nen vor­trag zu schrei­ben ist meis­ten auch ziem­lich ähn­lich. ich pum­pe mich wo­chen­lang mit in­for­ma­tio­nen zum the­ma voll, bzw. su­che und fin­de an al­len mög­li­chen ecken des in­ter­net und in bü­chern (die ja auch in­ter­net sind) be­zü­ge zu mei­nem the­ma die ich mich in sei­ten­lan­gen klad­den no­tie­re. da­nach ver­su­che ich das al­les zu ei­nem ei­ni­ger­mas­sen ko­hä­ren­ten text zu­sam­men­zu­fas­sen, den ich im prin­zip auch so ins in­ter­net stel­len könn­te. wäh­rend des gan­zen pro­zes­ses baue ich be­reits fo­li­en die mir un­ter­wegs ein­fie­len, von de­nen ich danch min­des­tens die hälf­te weg­schm­eis­se. die prä­se­nen­ta­ti­on baue ich dann in key­note, den text auf­ge­teilt in den mo­de­ra­to­ren no­ti­zen und dazu dann hiunder­te fo­li­en.

den text habe ich seit ges­tern fer­tig. er muss noch ge­schlif­fen und an vie­len stel­len ge­kit­tet und er­gänzt oder ge­stutzt wer­den, aber in ein zwei ta­gen könn­te ich den im prin­zip hier ver­öf­fent­li­chen.

und ich fra­ge mich ge­ra­de ob das ein gute idee ist. so wirk­lich da­ge­gen spricht ei­gent­lich mei­ne vor­trags­lek­to­rin, der ich den vor­trag immr min­des­tens ein­mal vor der re­pu­bli­ca vor­spie­le, schaut sich auch meist noch ger­ne den vor­trag noch­mal live an. den text vor­her zu ver­öf­fent­li­chen, soll­te also nie­man­den da­von ab­hal­ten den vor­trag trotz­dem noch zu se­hen. an­de­rer­seits habe ich die­ses mal ja eine eher ab­sei­ti­ge büh­ne mit of­fi­zi­ell 20 plät­zen zu­ge­wie­sen be­kom­men.

trotz­dem weiss ich nicht ob es eine gute idee ist den text vor­her zu ver­öf­fent­li­chen. viel­leicht tut le­ser­feed­back dem text ja noch gut? oder spoilt das die gan­ze ge­schich­te?


nach­trag 08.05.2026:
ich habe eine um­fra­ge auf mast­o­don ge­macht, bei der ich nach ein paar stun­den aus­ver­se­hen 15 stim­men ge­löscht habe, die stim­men da­nach ten­dier­ten am ende eher zu ei­ner vor­ab-ver­öf­fent­li­chung („würd ich le­sen“). hei­ko hin­ge­gen hat mir zwei web­men­ti­ons kom­men­ta­re ge­sen­det (ei­nen hab ich mitt­ler­wei­el ge­löscht), die sich schon fast fle­hend an­hör­ten: „Nicht vor­her ver­öf­fent­li­chen“

ich war­te jetzt erst­mal ab, was mei­ne lek­to­rin sagt, wenn ich ihr das am wo­chen­en­de vor­spie­le.


nach­trag 11.05.2026:
fa­zit nach ei­ner kur­zen ses­si­on mit der lek­to­rin (@das­nuf): text ist noch nicht fer­tig.
und sie hät­te mir ger­ne 5 mi­nu­ten län­ger zu­ge­hört. ich brau­che noch ein paar tage bis ich mei­ne haus­auf­ga­ben er­le­digt habe.


schein­glück

felix schwenzel in notiert

je­der kennt schein­rie­sen: ein rie­se, der im­mer klei­ner wird, je nä­her man ihm kommt.

für mei­ne #rp26-prä­sen­ta­ti­on habe ich mir eine va­ria­ti­on von mi­cha­el en­des wun­der­ba­rem bild aus­ge­dacht: schein­glück

wenn man dem glück hin­ter­her­rennt, des­to grös­ser wird der frust, den man ei­gent­lich zu­rück­las­sen möch­te. gilt auch für alle an­de­ren pro­ble­me, vor de­nen man weg­lau­fen möch­te.

mei­ne prä­sen­ta­ti­on, mein plä­doy­er für op­ti­mis­mus („die welt ist scheis­se — und das ist auch gut so“), fin­det am zwei­ten #rp26-tag statt, am 19.05.2026 von 13:00 bis 13:30 uhr. mei­ne „büh­ne“ ist das so­ge­nann­te en­er­gie­mo­bil, 55" screen und mi­kro­fon und platz für 20 zu­schau­er ist laut spea­k­er-brie­fing vor­han­den.

ich freue mich über je­den der kommt und noch mehr dar­über, dass ich schon 35% des texts fer­tig habe. der rest ist auch fer­tig, den muss ich nur noch auf­schrei­ben.

noch 14 tage bis zur #rp26.


mond

felix schwenzel in notiert

home-assistant-dashboard mit daten zu den gestirnen

in mei­nem home as­sistant da­sh­board las­se ich mir den son­nen- und mond­stand an­zei­gen. der son­nen­stand ist prak­tisch, weil ich dann weiss, ob wann mor­gens die son­ne auf­geht. weil es mich er­freut, hat­te ich dort auch im­mer ein sche­ma­ti­sches bild des mond, wie er im mo­ment in ber­lin aus­sieht. ti­meand­da­te.com ge­ne­riert die­ses bild für je­den ort der erde.

das bild hat sich home as­sistanz dort im­mer ge­scraped. seit ei­ner wei­le ver­hin­dert cloud­fla­re für ti­meand­da­te.com jetzt das scra­ping. fair en­ough. also frag­te ich cur­sor, ob es mir das bild mit ei­nem script be­rech­nen kön­ne. es mein­te zwar, dass es das kön­ne, aber wie so oft, konn­te es das nicht, auch nach sechs schril­lio­nen to­kens und meh­re­ren ite­ra­tio­nen kam nicht mehr als ein hit­ler­bild raus.

j sei dank hat­te sich schon je­mand an­ders die mühe ge­macht: mit den tools in die­sem repo las­sen sich aus nasa-bil­dern und ein paar py­thon-scrip­ten aku­ra­te bil­der des mond ge­ne­rie­ren, je nach ort und zeit.

das bringt so gut wie gar nichts, aus­ser dass es mir gros­se freu­de be­rei­tet.

akurates bild des mondes, wie er in berlin am 04.05.2026 um 05:00 uhr aussehen würde. generiert aus nasa fotos und mit github.com/dorjeduck/lunardelight
der mond wie er in ber­lin am 04.05.2026 um 05:00 uhr aus­se­hen wür­de

sonnenbadende?

son­nen­ba­den­de oder je­sus?


#pas­t­puz­zle 292
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2/4 🥈
pas­t­puz­zle.de


craw­ling, le­sen, frü­her

felix schwenzel in notiert

ges­tern abend, kurz be­vor ich ins bett ge­hen woll­te, sah ich hohe CPU last auf dem ser­ver auf dem wir­res.net läuft. nor­ma­ler­wei­se (re-) ak­ti­ve­re ich dann kurz cloud­fla­re (was ich nor­ma­ler­wei­se de­ak­ti­viert habe) und die un­höf­li­chen AI-craw­ler, die mei­ne mei­ne sei­te mit an­fra­gen be­schies­sen, ver­schwin­den dann re­la­tiv schnell. ges­tern schien das ak­ti­vier­te cloud­fla­re nicht viel aus­zu­rich­ten. die last blieb hoch. erst als ich das caching und die AI-craw­ler-ab­wehr auf sehr ag­gres­siv um­stell­te, ging die last run­ter.

das heisst wohl zwei­er­lei: die craw­ler schei­nen et­was ge­schick­ter dar­in zu wer­den, sich als le­gi­ti­me be­su­cher aus­zu­ge­ben, sind aber wei­ter­hin viel zu ag­gres­siv oder nach­läs­sig pro­gram­miert. ich hab ja nichts da­ge­gen, wenn die mei­ne sei­ten in­de­xiert wer­den. von such­ma­schi­nen, AI-craw­lern oder me­cha­ni­schen tür­ken. aber ich wür­de mir schon wün­schen, dass sie sich an die re­geln hal­ten oder zu­min­dest höf­lich blei­ben. ich habe vor al­lem kei­ne lust, die gan­ze zeit die cloud­fla­re schutz­wäl­le hoch­ge­zo­gen zu las­sen oder AI-la­by­rin­the auf­zu­stel­len.

je­den­falls stol­per­te ich ges­tern abend bei mei­nem kon­troll­gän­gen über mei­ne web­site über die­sen fast 20 jah­re al­ten bei­trag: ich nen­ne es le­sen

der bei­trag er­in­ner­te mich dar­an, dass „wir nen­nen es ar­beit“ jetzt schon 20 jah­re alt ist, dass ich seit 2006 ei­nen you­tube-ka­nal mit 63 abon­nen­ten habe und ein­mal ein vi­deo ver­öf­fent­licht habe, das > 100k views ein­ge­sam­melt hat.

und weil alex matz­keit mir, der kalt­mam­sel und fran­zi auf der re­pu­bli­ca die fra­ge „wie war es da­mals wirk­lich?“ stel­len wird, fiel mir die of­fen­sicht­li­che ant­wort wie­der ein: da­mals war es ge­nau­so wie heu­te. aus­ser dass wir et­was jün­ger wa­ren. es gab et­was we­ni­ger craw­ler und das hos­ting war eine spur ein­fa­cher, aber es gab und gibt ge­nau so viel oder we­nig in­ter­es­se von ech­ten men­schen an in text-, au­dio- oder vi­deo­form ge­logg­ten in­hal­ten wie heu­te.

goog­le fand blogs da­mals to­tal gut und schick­te ge­le­gent­lich be­su­cher vor­bei, die dann ir­ri­tiert wie­der ab­zo­gen. heu­te schickt goog­le nur noch leu­te vor­bei, die sich für re­zep­te in­ter­es­sie­ren.

was ge­blie­ben ist: blog­gen ist wei­ter­hin ein rand­phä­no­men. und das ist auch nicht wei­ter schlimm. im ge­gen­teil.


schwanenhals

wie­se mit ix-schat­ten und schwa­nen­hals


ivar­duft

felix schwenzel in notiert

weil wir un­se­re ab­stell­kam­mer um et­was re­gal­platz er­wei­tern wol­len, hat die bei­fah­re­rin heu­te ein paar ivar-re­gal­bret­ter ge­kauft. als die da so im flur stan­den son­der­ten sie ei­nen so an­ge­neh­men kie­fern­harz­duft aus, dass ich nicht um­hin­kam das mehr­fach ge­gen­über der bei­fah­re­rin zu er­wäh­nen.

ich bin ja schon im­mer ein gros­ser ikea-fan, aber noch län­ger ein ivar fan. die kom­bi­na­ti­on aus pri­mi­ti­ven, aber ef­fek­ti­vem de­sign, ex­tre­mer lang­le­big­keit und sta­bi­li­tät und dass es die se­rie min­des­tens so lan­ge gibt, wie es mich gibt, fin­de ich fas­zi­nie­rend. und wo gibt es das heut­zu­ta­ge noch? ein pro­dukt das es seit > 50 jah­ren gibt und vol­le kom­pa­ti­bi­li­tät zu al­len ver­sio­nen be­hal­ten hat? ein pro­dukt das auch tat­säch­lich län­ger als 50 jah­ren hält und das be­lie­big vie­le um­zü­ge un­be­scha­det über­lebt und trotz­dem nicht alt­ba­cken aus­sieht?

und das dazu auch noch (fa­brik­neu) wahn­sin­nig gut riecht?

blick in unsere rumoelkammer im  flur, deren einen ecke wir entrümpelt haben um regalplatz mit einem neuen ivar zu schaffen.
et­was un­kon­ven­tio­nel­le eck­kon­struk­ti­on, funk­tio­niert aber

#pas­t­puz­zle 289
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3/4 🥉
pas­t­puz­zle.de


das grün/rot-mus­ter ist min­des­tens so schön wie die jah­res­zahl.

#pas­t­puz­zle 469
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4/4 🟩
pas­t­puz­zle.de


ix­log 25.04.2026

felix schwenzel in notiert

nach dem mor­gen­spa­zier­gang gab’s erst mal sal­zi­ges müs­li auf nu­del­ba­sis, also ei­gent­lich res­tees­sen (spar­gel­rest, ruc­co­la­rest, bär­lauch­pes­to, spa­ghet­ti und et­was spitz­pa­pri­ka).

nach dem an­rich­ten, also ver­men­gen zum ver­spei­sen, sieht das lei­der nicht mehr so ap­pe­tit­lich aus. war aber ex­trem le­cker.

apro­pos es­sen, zu mei­nem ge­wicht habe ich auch schon län­ger nichts ge­schrie­ben. das the­ma ist ei­ner­seits frus­trie­rend, an­de­rer­seits sehr er­freu­lich. denn im prin­zip hal­te ich mein ge­wicht im schnitt seit de­zem­ber kon­stant auf 94 kilo. frus­trie­rend ist, dass ich da ohne an­stren­gung oder wei­te­ren ver­zicht nicht drun­ter­kom­me.

aber wie man ge­le­gent­lich auch hier sieht, ver­zich­te ich auf nichts we­nig und esse mehr oder we­ni­ger wor­auf wir lust ha­ben. süss­spei­sen esse ich ge­le­gent­lich, wenn ich sie mir selbst bau­en kann, die por­tio­nen hal­te ich klein und statt nach­zu­schla­gen, freue ich mich lie­ber auf den nächs­ten mor­gen, um die res­te dann zu ver­spei­sen.

den mus­kel­auf­bau las­se ich (na­tür­lich) auch et­was schlei­fen. was ich re­gel­mäs­sig ma­che: an der klimm­zug­stan­ge rum­zie­hen. ich wür­de ger­ne sa­gen, dass ich jetzt zwei klimm­zü­ge am stück schaf­fe, aber das stimmt nur zu 80%. ich schaf­fe mit je­dem der zwei grif­fe je­weils ei­nen klimm­zug zu 80%. heu­te habe ich zum ers­ten mal ei­nen kom­plet­ten klimm­zug aus dem hang ge­schafft, also kom­plett in dem sinn, dass das kinn über die stan­ge kam. zu­fäl­lig hab ich das auch auf­ge­zeich­net. der tech­nik-trick da­hin­ter er­freut mich bei­na­he mehr, als der klimm­zug selbst: ich hat­te das schon­mal auf­ge­schrie­ben: un­se­re ka­me­ras schau­en weg, wenn wir da sind, und dre­hen sich erst auf die wo­hungs- und bal­kon­tür, wenn wir weg sind. ich kann die flur­ka­me­ra aber na­tür­lich auch so dre­hen wie ich will und da un­se­re ka­me­ras ho­me­kit se­cu­re vi­deo be­spie­len, kann ich den ka­me­ras auch sa­gen, dass sie scharf­ge­schal­tet sind und per­so­nen und be­we­gun­gen auf­zeich­nen. so zeich­net die flur ka­me­ra dann au­to­ma­tisch das hier auf.

ges­tern abend er­in­ner­te mich dr. sten ek­berg dar­an, wie nütz­lich es sein kann lie­ge­stüt­zen zu ma­chen. seit ich mich dazu zwin­ge die lie­ge­stüt­zen auf mei­nen fääus­ten zu ma­chen, sinkt mei­ne lie­ge­stütz-mo­ti­va­ti­on. auf den fäus­ten tun lie­ge­stüt­zen nicht nur et­was weh, die fäus­te zwin­gen mich auch in eine po­si­ti­on in der ich le­dig­lich 10 bis 15 lie­ge­stüt­zen schaf­fe. jetzt hab ich mir ge­dacht dass ich jetzt re­gel­mäs­sig, zwei mal täg­lich 25 lie­ge­stüt­zen ver­su­che und wenn ich auf den fäus­ten eben nur 10 oder 15 schaf­fe, den rest in der nor­ma­len lie­ge­stütz­hal­tung ma­che.


heu­te früh beim mor­gen­spau­ier­gang ha­ben fri­da und ich ei­nen hil­fe­ruf igno­riert.

umgekippter eletroroller der auf dem boden die aufschrift „help!“ hat.
„help!“

mein stre­ak­zäh­ler auf der rück­sei­te mel­det heu­te 365 tage an de­nen ich täg­lich et­was ver­öf­fent­licht habe. wenn ich dar­über nach­den­ke wie ich im letz­ten jahr, also in den letz­ten 365 ta­gen ge­bloggt habe, dann wür­de ich sa­gen, dass ich vor al­lem ge­loggt habe. und zwar im ur­sprüng­li­chen sinn von log­gen. fest­hal­ten was ich im in­ter­net und mei­nen screens ge­se­hen und ge­le­sen habe, was mir ge­fal­len hat und was ich mir so den­ke und fo­to­gar­fiert habe. was ich ge­ges­sen habe, wie sich der baum auf der bür­ger­wie­se ver­än­dert.

mög­li­cher­wei­se ist das ein pha­se, viel­leicht was lang­fris­ti­ges, aber ich mer­ke, dass ich mein le­ben mit ge­wohn­hei­ten und rou­ti­ne zu struk­tu­rie­ren ver­su­che. mo­men­tan ge­fällt mir das in mei­nem selbst­ge­wähl­ten rhyth­mus und takt zu le­ben und im prin­zip je­den tag das glei­che zu ma­chen. die in­ter­ess­anz kommt durch die klei­nen un­ter­schie­de, sub­ti­len ver­än­de­run­gen. seit vier wo­chen ge­hen fri­da und ich mehr oder we­ni­ger die glei­che rou­te. frü­her habe ich ver­sucht für et­was mehr ab­wechs­lung zu sor­gen. aber ich mer­ke dass es mir uns fri­da ge­fällt je­den tag das glei­che zu tun und nur de­tails, klei­nig­kei­ten zu va­ri­ie­ren. wir ge­hen je­den tag am mö­wen­see vor­bei, aber manch­mal schlägt fri­da vor links zu ge­hen, mal fin­det sie rechts am see vor­bei auch gut. trotz­dem ent­de­cken wir je­den tag et­was neu­es.


ich be­wun­de­re die kon­sis­tenz mit der @Bud­den­bohm@fnor­d­on.de und @kalt­mam­sell@fnor­d­on.de re­gel­mäs­sig mor­gens zwi­schen 6 und 7 uhr pos­ten. und ge­le­gent­lich schaf­fe ich es mit ih­nen eine art tri­ni­tät zu bil­den, je­den­falls laut mei­ner mast­o­don start­sei­te.

screenshot meiner mastodon-startseite, der zeigt, dass maximilian buddenbohm, die kaltmamsel und ich heute ungefähr zur gleichen zeit unsere morgenposts veröffentlicht haben

24, 30, 1, 359

felix schwenzel in über wirres

heu­te ist im fuss die­ser web­sei­te der satz

hier schreibt fe­lix schwen­zel seit 24 jah­ren ger­ne ins in­ter­net (ei­gent­lich seit 30 jah­ren).

von 23 auf 24, bzw. 29 auf 30 um­ge­sprun­gen, weil der ers­te ar­ti­kel den ich hier ver­öf­fent­licht habe vom 20.04.2002 ist. mir sind die­se jah­res­ta­ge ei­gent­lich nicht wich­tig, aber sta­tis­ti­ken mag ich ger­ne. des­halb be­tä­ti­ge ich mich mal eben als sta­tis­tik-chro­nist.

wahr­schein­lich wäre es mitt­ler­wei­le bes­ser, un­ten hin­zu­schrei­ben, dass ich jetzt schon „sehr lan­ge“ ins in­ter­net schrei­be. bei sol­chen zeit­räu­men ist der ge­naue tag dann auch ir­gend­wann egal, so wie mir die ka­len­da­ri­schen ko­or­di­na­ten mei­ner ge­burts­ta­ge nach fast 60 jah­ren mitt­ler­wei­le auch egal sind.

kir­by nut­ze ich jetzt auch be­reits seit über ei­nem jahr („hal­lo kir­by“). ich be­reue den um­stieg nicht, im ge­gen­teil, kir­by ist mir je­den tag er­neut eine gros­se freu­de.

was ich jetzt auch seit fast ei­nem jahr ma­che: je­den tag et­was ver­öf­fent­li­chen. der streak ist mitt­ler­wei­le 359 tage lang. die an­zahl-der-posts-über­sicht­gra­fik auf der rück­sei­te ist mitt­ler­wei­le ohne schwar­ze punk­te.

anzahl-der-posts-übersichtgrafik von der rückseite

be­mer­kens­wert an der gra­fik ist ei­gent­lich nichts, aus­ser dass man kaum mus­ter er­ken­nen kann wie und wann ich wie viel ver­öf­fent­li­che. man er­kennt al­ler­dings ein clus­ter zwi­schen mai und juni: re­pu­bli­ca. so er­kennt man: noch vier wo­chen bis zu #rp26. das mi­ni­ma­lis­ti­sche de­sign die­ses jahr ge­fällt mir sehr gut, hier mei­ne „spea­k­er-sei­te“ für die­ses jahr. ende der durch­sa­ge.


ver­wir­rung, un­si­cher­heit, di­let­tan­tis­mus

felix schwenzel in notiert

ma­xi­mi­li­an bud­den­bohm hat heu­te (un­ter an­de­rem link­werk) die­ses vi­deo emp­foh­len.

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Bei Open­Cul­tu­re, wo man sich oh­ne­hin pau­sen­los kom­plett und lan­ge ver­lie­ren kann, fand ich ein ani­mier­tes Vi­deo (8 Mi­nu­ten), in dem die The­sen und das Le­ben von Fou­cault er­läu­tert wer­den. Und nach kur­zer Zeit ka­men mir die­se Ani­ma­tio­nen im­mer an­zie­hen­der vor. Es macht Spaß, die Ef­fek­te beim Text mit­zu­den­ken, und es wür­de si­cher auch Spaß ma­chen, an so et­was mit­zu­ar­bei­ten. Zum In­halt des Vi­de­os aber bit­te auch die kun­di­gen Kom­men­ta­re dar­un­ter be­ach­ten, es gibt eine Falsch­aus­sa­ge.

ich fand das vi­deo, trotz der der un­ge­nau­ig­kei­ten, sehr lehr­reich. mich er­in­nert das un­ter an­de­rem an mei­ne frü­he ju­gend, in der ich ein stern-son­der­heft über ver­schie­de­ne phi­lo­so­phen las. wie im­mer mit se­kun­där oder ter­zi­är-quel­len schlei­chen sich beim zu­sam­menfas­sen und run­ter­ko­chen von kom­ple­xen sach­ver­hal­ten feh­ler oder un­ge­nau­ig­kei­ten ein. das ist nicht erst seit LLMs so. trotz­dem hel­fen sol­che ge­kürz­ten und ver­ein­fach­ten zu­sam­men­fas­sun­gen sehr da­bei ei­nen über­blick über, zum bei­spiel, ei­ni­ge be­rei­che der phi­lo­so­phie zu ge­win­nen.

aus­ser­dem hat der you­tube al­go­rith­mus sich ge­merkt, dass ich die­ses vi­deo gut fand und mir heu­te abend ein wei­te­res vi­deo aus die­ser rei­he vor­ge­schla­gen.

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das fand ich fast noch hilf- und lehr­rei­cher als das vi­deo über fau­cault. denn es fasst ei­nen der kern­punk­te von der­ri­das phi­lo­so­phie wie folgt zu­sam­men:

Be­ing con­fu­sed and un­cer­tain around such con­cepts is­n't a sign of we­ak­ne­ss or stu­pi­di­ty. It is for Der­ri­da the cen­tral mark of ma­tu­ri­ty. Der­ri­da's ta­c­tic was to glamo­ri­ze this con­di­ti­on and to give it a po­si­ti­ve ring, which is why he brought back into use a beau­tiful Greek word: Apo­ria.

Apo­ria, mea­ning im­pas­se or puz­zle­ment. He was pro­po­sing Apo­ria as a sta­te we should feel proud to know and to vi­sit on a re­gu­lar ba­sis. Con­fu­si­on and doubt and not em­bar­ras­sing dead ends in a Der­ride­an world view. They'­re sim­ply evi­dence of the adult­hood of the mind.

schö­ner kann man es kaum aus­drü­cken, war­um ich die­se web­sei­te wir­res.net nen­ne. und wenn ich das rich­tig ver­ste­he lie­fert der­ri­da auch den phi­lo­so­phi­schen un­ter­bau des hier von mir kon­se­quent prak­ti­zier­ten di­let­tan­tis­mus: als di­let­tant nä­hert man sich the­men nicht pro­fes­sio­nell, son­dern aus neu­gier und im bes­ten fall aus lei­den­schaft (vom ita­lie­ni­schen di­let­ta­re = sich er­freu­en).

ich bin jetzt nur un­si­cher wem ich grös­se­re dank­bar­keit schul­de: ma­xi­mi­li­an oder dem you­tube-al­go­rith­mus?


ei­ner der haupt­grün­de, dass ich mei­ne ap­ple watch sehr ger­ne mag, ist dass sie mir er­laubt mein te­le­fon im­mer auf laut­los zu stel­len. kei­ne no­ti­fi­ca­ti­on-ge­räu­sche, kei­ne te­le­fon­klin­geln, kein mucks, nur ein stil­les vi­brie­ren am hand­ge­lenk.

zum bun­des­wei­ten warn­tag macht das te­le­fon zwar noch ge­räu­sche oder wenn ich ein vi­deo ab­spie­le, aber sonst: ruhe. des­halb wuss­te ich bis vor kur­zem auch nicht, dass das te­le­fon beim um­stel­len auf den nacht- oder schlaf-fo­kus ein sehr an­ge­neh­mes ge­räusch macht.

das habe ich erst be­merkt, als die bei­fah­re­rin mal ihr te­le­fon im flur ver­ges­sen hat­te und es dan um 23 uhr die­ses ge­räusch ge­macht hat. zu­erst konn­te ich das gar nicht zu­ord­nen, bzw. ver­stand nicht dass es aus ei­nem te­le­fon kam. jetzt wo ich es ver­stan­den habe, hab ich mir die sound­da­tei run­ter­ge­la­den und habe home as­sistant an­ge­wie­sen das je­den abend um 23 uhr ab­zu­spie­len. ich fin­de das sehr be­frie­di­gend und in­spi­rie­rend und gehe des­halb jetzt ins bett, statt ei­nen län­ge­ren text zu schrei­ben. schliess­lich wur­de das ge­räusch ja ge­ra­de ab­ge­spielt.


sit­ze im park und be­ob­ach­te den staub­sauger beim rei­ni­gen der kü­che, wäh­rend die bei­fah­re­rin noch im bett liegt.