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aus­ge­dach­te aka­de­mie, selbst­ge­stell­te pro­ble­me, uz­lar le­sen, vor­bil­der selbst ma­len

felix schwenzel in notiert

mir ist auf­ge­fal­len, dass ich das was man heu­te ger­ne vibe co­ding nennt schon seit jahr­zehn­ten ma­che. näm­lich an pro­ble­me mit we­nig ah­nung, aber ei­nem aus­ge­präg­ten ge­fühl für ei­nen lö­sungs­an­satz ran­ge­hen und so­lan­ge an der lö­sung den­geln, bis das pro­blem ge­löst ist oder es so funk­tio­niertm wie ich mir das vor­her vor­ge­stellt habe.

schon die ers­ten ver­sio­nen die­ser web­site habe ich aus­chliess­lich mit frem­der hil­fe ge­baut. weil es da­mals kei­ne LLMs gab, die ihr wis­sen mit mir zei­len, nuss­te ich da­mals auf das wis­sen an­de­rer men­schen zu­rück­grei­fen. de­ren wis­sen muss­te man frü­her müh­sam zu­sam­men­su­chen, meis­ten in­dem man fra­gen in stich­wor­te auf­teil­te und sich dann schritt für schritt ei­ner lö­sung ent­ge­gen­han­gel­te.

an der ers­ten in­kar­na­ti­on die­ser web­site habe ich so um die 15 oder 20 jah­re lanf ge­schraubt bis sie den funk­ti­ons­um­fang hat­te, den ich mir vor­ge­stellt habe. mitt­ler­wei­le hat der funk­ti­ons­um­gang nach dem neu­start die­ser web­site, mei­ner ein­schät­zung nach, wie­der das ni­veau des vor­gän­gers er­reicht — in we­ni­ger als ei­nem jahr. die­ses mal ging es zwar schnel­ler, aber ehr­lich­ge­sagt schät­ze ichm dass die qua­li­tät des­sen was hin­ten raus­ge­kom­men ist um ein viel­fa­ches bes­ser ist als die vor­gän­ger-ver­sio­nen.

ich höre schon die rufe: das ist dann aber kein war­tungs­freund­li­cher code und wür­de dann ant­wor­ten: stimmt. aber dar­um geht’s gar nicht. wie lang­wei­lig wäre das denn, wenn ich mich nicht mehr in die lö­sung selbst­ge­stell­ter und selbst­ge­mach­ter pro­ble­me knien könn­te? mög­li­cher­wei­se kann man das mit dem berg­stei­gen ver­glei­chen: es geht nicht dar­um die ber­ge fla­cher oder steig­freund­lich zu ma­chen, son­dern mög­lichst im­mer stei­le­re ber­ge zu fin­den. es geht we­ni­ger dar­um pro­ble­me zu lö­sen, als im­mer wie­der neue pro­ble­me zu fin­den und die ar­beit an ih­rer lö­sung zu ge­nies­sen. ich rol­le den stein im­mer wie­der berg­auf, nicht weil mich die göt­ter dazu ver­ur­teilt ha­ben, son­dern weil ich den stein ger­ne berg­auf­wärts rol­le und berg­ab­rol­len lang­wei­lig wäre.


jo­han­nes weist dar­auf hin, dass mo­ritz von us­lar re­gel­mäs­sig ins in­ter­net schteibt. liest sich gut:

(12.03.2026) Eri­ka Tho­m­al­la hat­te ei­nen al­ten Text von Chris­ti­an Kracht vor­ge­le­sen, 1994 in der Zeit­schrift Tem­po er­schie­nen, The­ma: ein Por­trät des da­ma­li­gen SPD-Kanz­ler­kan­di­da­ten Ru­dolf Schar­ping (das ist der, der zu­rück­tre­ten muss­te, weil er für Bun­te mit ei­ner Grä­fin in ei­nem Pool plan­schen war). Der Text, ganz nor­mal vor­ge­le­sen, lös­te so­fort Be­klem­mung, Rat­lo­sig­keit, dann auch: Ent­set­zen aus, im Pu­bli­kum wie bei uns auf der Büh­ne. Es war Pop­jour­na­lis­mus pur, die da­mals ab­so­lut als toll emp­fun­de­ne Mi­schung aus Ul­tra-Sno­bis­mus, ja, auch Men­schen­ver­ach­tung, klar, (hier eher: Schar­ping-Ver­ach­tung), ir­rem Rum­ge­la­ber auf Sei­ten­we­gen (in die­sem Kracht-Text: das Deut­sche an sich, schwe­re Ar­beit, schwer Bö­den, Bäue­rin­nen mit gro­ßen Brüs­ten, hä?) und ein paar sehr di­rek­ten, gut sit­zen­den Kil­ler­sät­zen.


ben_ zählt män­ner­vor­bil­der auf. muss ich glau­be ich noch­mal drü­ber nach­den­ken, aber spon­tan wür­de ich sa­gen: vor­bil­der hatt eich nie. es gab im­mer ei­ni­ge men­schen die ich gut oder in­ter­es­sant fand, de­ren ver­hal­ten oder de­ren art ich in be­stimm­ten si­tua­tio­nen auch mal nach­ah­men wür­de. prä­gen­der wa­ren men­schen die mich dazu brach­ten be­stimm­te din­ge nicht zu tun, de­ren ver­hal­ten oder de­ren art ich un­ter kei­nen um­stän­den re­pli­zie­ren wol­len wür­de. ich woll­te auch nie zu ei­ner grup­pe ge­hö­ren, aber da­für habe ich im­mer wie­der in­ter­es­se an grup­pen ent­wi­ckeltm die ich ger­ne mal ken­nen­ler­nen wür­de oder ger­ne aus der nähe be­ob­ach­ten wür­de.

viel mehr als vor­bil­der hat mich fra­gen be­schäf­tigt: wie will ich sein, wie will ich mich ver­hal­ten, was will ich kön­nen, was brau­che ich nicht, wie löse ich das nächs­te pro­blem?

ich er­in­ner dar­an ir­gend­wan in den acht­zi­ger jah­ren im fern­se­hen ein sehr al­ten mann ge­se­hen zu ha­ben, der ganz an­ders war als alle an­de­ren al­ten men­schen, die ich bis da­hin kann­te. der alte mann, der viel­leicht gar nicht mal so alt war, aber auf mein 14 oder 15 jäh­ri­ges ich sehr alt wirk­te, stach des­halb her­vor, weil er be­sch­ei­den, klug, neu­gie­rig, po­si­tiv, wach, in­ter­es­siew­rt, eu­pho­risch und der zu­kunft zu­ge­wandt schien. die al­ten men­schen die ich bis da­gin kann­te leb­ten ge­öss­ten­teils in der ver­gan­gen­heit (oder er­zähl­ten gröss­ten­teils ge­schich­ten aus ih­rer ver­gan­gen­heit), fan­den die mo­der­ne welt nicht be­son­ders gutm zeig­ten kaum neu­gier, wa­ren grun­py und sta­chen nicht ge­ra­de durch klug­heit her­vor. selbt ein al­ter mensch zu wer­den schien mir an­ge­sichts der al­ten men­schen die ich kann­te nicht be­son­ders er­stre­bens­wert. bis ich die­sem ei­gen­ar­ti­gen al­ten mann im fern­se­hen sah. ich weiss bis heu­te nicht wer der alte mann war und ob ich mir heu­te mehr dazu zu­recht­rei­me als da­mals, aber die­sen men­schen wür­de ich durch­aus als vor­bild be­zeich­nen, auch wenn ich mir auch die­ses vor­bild, wie die meis­ten an­de­ren vor­bil­der, wohl vor al­lem selbst ge­zeich­net (oder bes­ser: ge­malt) habe.


eben hab ich das staf­fel­en­de von star­fleet aca­de­my ge­guckt. das war wie­der fast un­er­träg­lich. im­mer­hin ha­ben sie ein zi­tat ge­bracht, das mich zum mit­schrei­ben in­spi­rier­te. man kann das zi­tat aqus nahla akes schluss­plä­doy­er und das gan­ze fi­na­le auch als kom­men­tar zur po­li­ti­schen lage in den USA le­sen:

you never grew up. and it got us right here. so the ques­ti­ons i’d ask all the­se peo­p­le wat­ching: is this the per­son you want to fol­low into the fu­ture? an an­gry child with his fin­ger on the trig­ger, who­se en­ti­re world­view ist ba­sed on a lie?

ste­ven col­bert, der den elek­tri­schen KI-de­kan aus der PA ge­spro­chen hat, wird sich viel­leicht auch drü­ber ge­freut ha­ben.


kir­by­b­log­ger

felix schwenzel in notiert

mir fiel auf, dass mitl­ler­wei­le doch ein paar leu­te mit kir­by blog­gen, also dach­te ich: mach mal ne lis­te.

schon seit ewig­kei­ten schei­nen mir chris­toph und phil­ipp mit kir­by un­ter­wegs zu sein. phil­ipps knus­per­ma­gi­er.de hat mir je­den­falls da­mals bei mei­ner ent­sch­ei­dung auf kir­by zu wech­seln ge­hol­fen. chris­toph und phil­ipp blog­gen un­re­gel­mäs­sig, aber ich freue mich im­mer wenn bei ih­nen et­was neu­es auf­taucht.

hei­ko hat vor ein paar wo­chen rü­ber­ge­macht, zu kir­by, von word­press. des­halb lese ich ihn jetzt noch lie­ber, na­tür­lich auch per rss, auch weil er sei­ne rss-le­sen­den gut be­han­delt.

wenn ich mich recht er­in­ne­re hat wolf­gang auch mal kurz ver­sucht zu kir­by zu wech­seln, ist aber doch erst­mal auf word­press ge­blie­ben. des­halb ho­no­rable men­ti­on.

mau­rice hat mir auch sehr ge­hol­fen auf kir­by um­zu­stei­gen, nicht zu­letzt we­gen sei­ner gross­ar­ti­gen plug­ins. viel ge­lernt habe ich auch beim me­di­en­bä­cker tho­mas, auch wenn er nicht klas­sisch bloggt, aber doch re­gel­mäs­sig ar­ti­kel ver­öf­fent­licht (auch per RSS) die ich sehr ger­ne lese. das reicht um sich bei mir als blog­ger zu qua­li­fi­zie­ren.

bas­ti­an, der im haupt­be­ruf kir­by baut, qua­li­fi­ziert sich per RSS auch als blog­ger, auch wenn der letz­te ar­ti­kel von vor zwei jah­ren ist.

ich habe mei­ne bloggrol­le auf der rück­sei­te um die kir­by-blogs er­wei­tert und falls ich le­sens­wer­te kir­by-blog­gen­de über­se­hen habe, sags mir.


was ist das ge­gen­teil von slop?

ich kann nur mit dem fin­ger drauf zei­gen, das hier ist auf je­den fall das ge­gen­teil von slop, also lie­be­voll, sorg­fäl­tig, fes­selnd, faz­si­nie­rend, le­cker:

eine webseite mit alten filmen als aus­ge­dach­te alte (vintage) buchcover. gibt’s auch als e-book oder kartenset. (via)


kürz­lich auf riv­va

felix schwenzel in notiert

was kürz­lich auf riv­va stand

zwei überschriften die auf rivva standen: „Honor hat das dunnste Tablet der Welt vorgestellt“ und „OpenClaw und die Dummheit der Menschen“

und was ich aus­ver­se­hen ge­le­sen habe.

zwei überschriften die ich ausversehen auf rivva gelesen habe: „Honor hat das dümmste Tablet der Welt vorgestellt“ und „OpenClaw und die Dünnheit der Menschen“

un­po­pu­lä­re mei­nung

felix schwenzel in notiert

ich fin­de es ganz schlimm, wenn leu­te äus­se­run­gen mit der flos­kel: „un­po­pu­lä­re mei­nung“ und ei­nem dop­pel­punkt er­öff­nen. ich fin­de es schon schlimm, wenn leu­te ihre mei­nung über­haupt mit „mei­ne mei­nung“ la­beln, als pre­fix, suf­fix oder als „mei­ne 2 cent“. ei­ner­seits sind mei­nun­gen ja auch ohne ex­pli­zi­ten hin­weis gut als sol­che er­kenn­bar, an­de­rer­seits habe ich im­mer den ver­dacht, dass die­se flos­keln ei­gent­lich nur an­kün­di­gen sol­len, dass kri­tik oder wi­der­spruch an ei­nem ab­per­len wer­den und man die ei­ge­ne po­si­ti­on nicht be­grün­den möch­te.

je­den­falls schei­ne ich nun selbst eine un­po­pu­lä­re mei­nung zu ha­ben, zu­min­dest nach all dem, was ich in den letz­ten mo­na­ten al­les über app­les neu­es li­quid glass de­sign ge­le­sen und ge­hört habe. ich habe lan­ge ge­war­tet auf tahö tahoe zu ak­tua­li­sie­ren, weil ich so viel schlim­mes dar­über ge­hört habe. wie schreck­lich das trans­pa­renz-ge­döns sei, die icons über­all in den me­nüs, die zu stark ab­ge­run­de­ten ecken, ver­wursch­tel­te icons. aber ko­mi­scher­wei­se füh­le ich mich nach ein, zwei wo­chen ge­wöh­nung ganz wohl im flüs­si­gen glas, so­wohl auf dem mac, als auch auf dem te­le­fon.

so, da ha­ben wirs: jetzt hab ich ein ge­fühl ge­äus­sert, ohne es wei­ter be­grün­den zu wol­len. fer­tig ist mei­ne un­po­pu­lä­re mei­nung, die ei­gent­lich nur so ein ge­fühl ist.


af­fi­ger news­let­ter­an­bie­ter

felix schwenzel in notiert

screenshot einer mail, die ich von mailchimp erhalten habe. betreff: „Verstoß gegen die zulässige Nutzung festgestellt“

vor ein paar wo­chen habe ich ei­nen news­let­ter ge­baut, der nichts an­de­res macht als in­hal­te mei­nes rss-feeds mor­gens um 6 uhr zu ver­sen­den. die idee war, dass e-mail zu­gäng­li­cher ist als rss und so zum bei­spiel mei­ne mut­ter sich den news­let­ter abon­nie­ren könn­te. den ar­ti­kel las sie dann auch, aboon­nier­te sich den news­let­ter und kämpf­te sich so­gar durch den dou­ble opt-in. sie war und blieb die ein­zi­ge abon­nen­tin.

am 20. fe­bru­ar hör­te der news­let­ter auf zu sen­den. heu­te habe ich das be­merkt. der grund:

Un­ser au­to­ma­ti­sier­tes Sys­tem zur Miss­brauchs­prä­ven­ti­on Om­ni­vo­re, hat dei­nen Ac­count mit dem Be­nut­zer­na­men wir­res.net (Be­nut­zer-ID:248██████) über­prüft. Es hat In­hal­te oder Ak­tio­nen fest­ge­stellt, die im Wi­der­spruch zu Ab­schnitt 18 un­se­rer Stan­dard-Nut­zungs­be­din­gun­gen und un­se­rer Richt­li­nie zur zu­läs­si­gen Nut­zung (mailchimp.com/le­gal/ac­cep­ta­ble_use) ste­hen.

Der Ac­count wur­de de­ak­ti­viert. Du kannst dich je­der­zeit an­mel­den, um dei­ne Ac­count-Da­ten zu ex­por­tie­ren und zu si­chern (https://mailchimp.com/help/ex­port-back-up-data/), Be­rich­te her­un­ter­zu­la­den oder dei­nen Ac­count dau­er­haft zu schlie­ßen (https://mailchimp .com/help/clo­se-an-ac­count/).

mailchimp fin­det es aus un­er­find­li­chen grün­den also ver­däch­tig, dass ich mei­ner mut­ter die in­hal­te mei­ner web­sei­te schi­cke. ich fin­de das nur in­so­fern be­dau­er­lich, weil ich ei­ni­ges an ar­beit ins sty­ling des news­let­ters ge­steckt hat­te. an­de­rer­seits ist mir das ziem­lich schnup­pe, dass mailchimp of­fen­bar schlecht trai­nier­te au­to­ma­ti­sier­te ki-sys­te­me für ord­nung sor­gen lässt. men­schen oder fir­men, die mit sol­chen mar­ke­ting tools ihr geld ver­die­nen, soll­te das zu be­den­ken ge­ben. wenn bei mailchimp be­reits harm­lo­se ta­ge­buch-tex­te zur ac­count sper­rung füh­ren kön­nen — ohne dass da noch­mal je­mand ei­nen prü­fen­den blick drauf wirft. die be­grün­ding und ein­spruchs­mög­lich­kei­ten er­sch­ei­nen mir auch min­des­tens un­durch­sich­tig.

sel­ber ma­chen ist dann wohl auch hier ein­fach bes­ser. da sich ganz of­fen­sicht­lich oh­ne­hin nie­mand aus­ser mei­ner mut­ter für ei­nen RSS-news­let­ter in­ter­es­si­ert, hab ich mir eben rss2email an­ge­schaut. das kann ich nach ei­nem ein­fa­chen sudo apt install rss2mail auf mei­nem home-ser­ver lau­fen las­sen und auf den ers­ten blick funk­tio­niert das ziem­lich gut. mails ver­sen­det es über eins mei­ner vor­han­de­nen smtp-kon­ten und die aus dem rss ge­ne­rier­ten mails se­hen schon stan­dardms­sig ganz gut aus. mehr als eine hand­voll emp­fän­ger wer­de ich da­mit nicht be­die­nen kön­nen, aber das will ja of­fen­sicht­lich oh­ne­hin nie­mand.

noch ein biss­chen CSS-zau­be­rei und dann wer­de ich den rss-push-be­darf mei­ner mut­ter mit rss2email be­frie­di­gen kön­nen und mailchimp kann mich mal. für den fall, dass sich je­mand rss2mail selbst in­stal­lie­ren möch­te, die CSS vor­la­ge die ich be­nut­ze ko­pie­re ich in die bei­la­ge.


ein high­light aus mar­ty su­pre­me hab ich fast ver­ges­sen: penn jil­let­te von penn & tel­ler spielt dort mit und auch wenn der auf­tritt nur kurz war, fand ich ihn bril­li­ant be­setzt. da­von möch­te ich mehr se­hen.


manch­mal wünscht man sich dann doch, dass jour­na­lis­ten hier und da KI nut­zen, wenn sie aus eng­lisch­spra­chi­gen quel­len ab­schrei­ben.

der pu­bli­cist ei­nes schau­pie­lers ist näm­lich kei­nes­falls ein „Pu­bli­zist“, son­dern ein PR-agent oder pres­se­agent. me­di­en­be­ra­ter oder spre­cher kann man auch sa­gen. im­mer­hin hat man im ar­ti­kel kei­nen dis­clai­mer un­ter­ge­bracht.


nahaufmahme von ein paar aus dem gelben boden spriessenden blumenkeimen. im hintergrund, leicht unscharf, sieht man kahle bäume.

der früh­ling ist me­ter­eo­lo­gisch und phy­to­lo­gisch da!


foto eines baum an der bürgerwiese in den rehbergen. der boden ist braun, am horizont wabbert nebel, der himmerl ist klar und der baum kahl

bür­ger­wie­se


ist de­pu­bi­zie­ren bil­dungs­feind­lich?

felix schwenzel in notiert

beim me­di­en­log­gen und beim tra­cken der sen­dung mit der maus von ges­tern, ist mir auf­ge­fal­len, wie ab­surd die pra­xis des de­pu­bli­zie­rens bei un­se­ren öf­fent­lich recht­li­chen sen­dern und de­ren me­dia­the­ken ist.

die sen­dung mit der maus ist mit klas­si­schen track­ing web­sites trakt, imdb oder thetvdb.com kaum sinn­voll zu ver­fol­gen. ein­zig fern­seh­se­ri­en.de hat eine ak­zep­ta­ble über­sicht über die sen­dun­gen mit der maus. wo­bei die ein­zel­nen ein­trä­ge dort auch nur aus ein paar me­ta­da­ten (im­mer­hin gut ge­pflegt) und pres­se­mit­tei­lun­gen der ARD be­stehen.

wie schön wäre es, wenn die per­ma­link­sei­ten ein­zel­ner sen­dun­gen, wie die vom 22.02.2026 tat­säch­lich per­ma­nent wä­ren? statt­des­sen wird die sei­te, zu­sam­men mit dem vi­deo, am 30.03.2026 wie­der ver­schwin­den.

wenn ich es rich­tig ver­ste­he, ha­ben wir in deutsch­land kein öf­fent­li­ches, bzw. im web zu­gäng­li­ches ar­chiv des deut­schen fern­se­hens (und der sen­dung mit der maus), weil ver­le­ger und kom­mer­zie­le un­ter­hal­tungs und in­for­ma­ti­ons­an­bie­ter der mei­nung sind, dass so­was schlecht für ihr ge­schäfts­mo­dell sei. der po­li­ti­sche kom­pro­miss, der hier be­steht, be­deu­tet, dass ein dau­er­haf­tes ar­chiv ge­setz­lich aus­drück­lich un­ter­sagt ist, weil die öf­fent­lich recht­li­chen sonst den markt un­an­ge­mes­sen be­ein­trächt­gen wür­den. na gut, es gibt auch noch rech­te­fra­gen, da eine sen­dung mit der maus in den acht­zi­gern wahr­schein­lich nur die rech­te mit den au­toren, mo­de­ra­to­ren oder kom­po­nis­ten der mu­sik für die tv-aus­strah­lung ge­klärt hat.

aber trotz­dem, wie ab­surd: ein kul­tur­gut wie „die sen­dung mit der maus“, das von der ge­sell­schaft mit fern­seh­ge­büh­ren fi­nan­ziert wur­de, ist für die ge­sell­schaft di­gi­tal nicht als ar­chiv ver­füg­bar. was für eine bil­dungs­lü­cke, bzw. was für ein schatz das wäre, stün­de uns eine ge­pfleg­te bi­blio­thek der fern­seh­ge­schich­te zur ver­fü­gung, statt ge­le­gent­lich pri­vat auf you­tube hoch­ge­la­de­ner schnip­sel aus der öf­fent­lich recht­li­chen his­to­rie.

das ist na­tür­lich auch be­son­ders ab­surd, wenn es jetzt po­li­ti­sche am­bi­tio­nen gibt so­cial me­dia für jun­ge men­schen zu ver­bie­ten, aber gleich­zei­tig edu­ca­tio­nal me­dia für jun­ge men­schen auch nicht so rich­tig zu er­lau­ben. ich weiss dass ein ar­chiv des öf­fent­lich recht­li­chen fern­se­hen kei­ne al­ter­na­ti­ve zu so­cial me­dia ist, aber es wäre ein zei­chen: bil­dung ist uns als ge­sell­schaft so wich­tig, dass kom­mer­zi­el­le in­ter­es­sen die­sem ziel nicht im weg ste­hen dür­fen. statt­des­sen lau­tet das si­gnal: bil­dung gibt’s nur hin­ter be­zahl­schran­ken, als abo, als in-app-kauf. wir wol­len die wirt­schaft nicht mit öf­fent­lich-recht­li­chen-in­hal­ten schwä­chen und neh­men da­für in kauf, das bil­dungs­ni­v­au der ge­sell­schaft zu schwä­chen.


glücks­lauch

felix schwenzel in notiert

heu­te in der sen­dung mit der maus eine fol­ge von tru­des tier, die ich schon­mal ge­se­hen hat­te. die­ses mal muss­te ich aber mehr­fach la­chen. viel­leicht habe ich auch schon beim letz­ten mal ge­lacht, aber ich er­in­ne­re mich nicht.

die fol­ge setzt sich ziem­lich klug mit aber­glau­ben aus­ein­an­der, bei­na­he phi­lo­so­phisch. am ende ist wie im­mer das tier das klü­ge­re, weil es be­merkt, dass die wir­kung des „glücks­lauch“ ei­gent­lich nur eine pro­jek­ti­on war, die aber über­gangs­wei­se half in­ne­re kraft zu ent­wi­ckeln.

die fol­ge scheint dau­er­haft (frei von de­pu­bli­ka­ti­on) auf kika.de zu lie­gen, aber der ein­fach­heit hal­ber bet­te ich sie hier mit you­tube (vom @die­maus ka­nal) ein.

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mor­gen­spa­zier­gang vom 19.02.2026

felix schwenzel in notiert

es war -6°C als wir ge­gen 7:30 uhr das haus ver­lies­sen, aber da­für fing die son­ne wie­der an rum zu schei­nen. das war sehr fo­to­gen, der schnee, der him­mel und fri­da strahl­ten. lei­der hat­te ich die ka­me­ra zu­hau­se ver­ges­sen, des­halb kei­ne fo­tos.

ich woll­te auch ei­nen ex­tra lan­gen spa­zier­gang ma­chen, um ei­nen be­son­ders schö­nen gpx-track auf­zeich­nen zu kön­nen. lei­der war es so kalt, dass ich dann doch kei­ne lust auf eine ex­tra gros­se run­de hat­te. da­für wur­de die auf­zeich­nung trotz­dem schön, ich bin bein­druckt, dass die uhr auch ein zwei schlan­gen­li­ni­en die wir am ende des spa­zier­gangs im schil­ler­park ge­lau­fen sind ein­wand­frei auf­ge­zeich­net hat.

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what?

felix schwenzel in notiert


Once men tur­ned their thin­king over to ma­chi­nes in the hope that this would set them free. But that only per­mit­ted other men with ma­chi­nes to ens­lave them.
― Frank Her­bert, Dune, ca. 1965

in dune war des­halb kopf­rech­nen ein gros­ses ding.
bald kommt wahr­schein­lich die CSU um die ecke und for­dert: kopf­rech­nen statt KI. (via)


urban krankenhaus fotografiert über den landwehrkanal
ur­ban kran­ken­haus fo­to­gra­fiert über den ge­fro­re­nen land­wehr­ka­nal
flughafen tempelhof von der schwiebusser str. aus fotografiert
flug­ha­fen tem­pel­hof, fo­to­gra­fiert von der schwie­bus­ser str.

ges­tern abend in kreuz­berg ver­bracht, weils so schön war heu­te früh gleich noch­mal, mit nem klei­nen spa­zier­gang am land­wehr­ka­nal und um die mar­hei­ne­ke markt­hal­le.



ich mein in ber­lin muss es ja nicht aus­se­hen wie in ba­den würt­tem­berg nach der kehr­wo­che, aber das ist schon ein biss­chen lieb­los.

foto vom gehweg der cornelius-fredericks-str. man sihe dass mit einer kehrmaschine gekehrt wurde, allerdinsg sieht es auch so aus, als sei der kehrmaschinenfahrer besoffen gewesen, weil er oder sie schlangenlinien gefahren ist.

ds9

felix schwenzel in notiert

jetzt is­ses auch schon wie­der neun jah­re her, dass ich ds9 neu ge­guckt habe. und die­ses selbst­zi­at er­klärt ganz gut, war­um ich star­fleet aca­de­my, trotz al­lem, er­tra­ge.

die se­rie er­in­ner­te mich wie­der dar­an, war­um ich die star-trek-welt und ihre se­ri­en so sehr schät­ze. sie ver­fol­gen kon­se­quent ein po­si­ti­ves men­schen­bild und las­sen uns un­se­re welt, un­se­re ge­sell­schaft­li­chen pro­ble­me mit ei­nem ge­wis­sen abs­trak­ti­ons­grad re­flek­tie­ren. die par­al­le­len sind of­fen­sicht­lich, aber nicht platt. die card­as­sia­ner zei­gen par­al­len mit den deut­schen oder den ja­pa­nern, der wi­der­stand der ba­jo­ra­ner zeigt par­al­le­len zu wi­der­stands­be­we­gun­gen im na­hen os­ten oder dem be­setz­ten frank­reich, der re­li­giö­se fa­na­tis­mus ei­ni­ger ba­jo­ra­ner zeigt par­al­le­len zu anti-se­ku­lä­ren be­we­gun­gen in der gan­zen welt. ras­sis­mus, frei­heit und gren­zen der wis­sen­schaft, di­ver­si­tät, ge­rech­tig­keit, all das wird von fol­ge zu fol­ge de­ba­tiert. hört sich lang­wei­lig an: eine fern­seh­se­rie in der de­bat­ten zu se­hen sind, aber ich fin­de der ver­gleich passt. in den er­zäh­lun­gen der ein­zel­nen fol­gen wer­den im­mer min­des­tens zwei sei­ten ei­nes pro­blems ge­zeigt und im­mer der müh­sa­me pro­zess, zu ge­rech­ten und prak­ti­ka­blen lö­sun­gen zu kom­men. teil­wei­se, wie in der fol­ge pro­gress, wird auch kei­ne wirk­lich be­frie­di­gen­de lö­sung er­reicht, son­dern es wer­den die schwie­rig­kei­ten durch­ge­spielt, zwi­schen pflicht und mensch­lich­keit, ge­mein­wohl und ein­zel­in­ter­es­sen, ge­hor­sam und em­pa­thie ab­zu­wä­gen.


manch­mal über­ra­sche ich mich selbst mit eas­ter­eggs, die ich in home as­sistant ver­steckt habe (und of­fen­sicht­lich wie­der ver­ges­sen habe).

ich: hey snips, wie spät?
home as­sistant: hey siri, wie spät?
siri: es ist elf uhr sechs­und­fünf­zig.


nur mal eben so am ran­de: ich freue mich wie ein klei­nes kind dar­über, dass ich von zu­hau­se aus in an­de­ren blogs kom­men­tie­ren kann. al­les dank #in­die­web-ge­döns.