die antipathie, die ich gelegentlich spüre, wenn ich KI-generierte bilder sehe, ist eine alte bekannte. ich kenne sie von stockfotos, übermässiger emoji-verwendung oder mehrfach-ausrufezeichen („!!!“). an sich ist ja nichts gegen fotos von freundlichen büromenschen oder die nutzung von emojis zu sagen (wohl aber gegen die verwendung von mehreren satzzeichen hintereinander).
schmerzhaft wird es immer genau dann, wenn der zusammenhang und die sorgfalt fehlen. oder anders gesagt: gedankenlosigkeit, die fehlende funktion, macht den slop, nicht die form oder die herkunft (egal ob aus einer KI, fotodatenbank oder emoji-bibliothek).
zum morgenspaziergang vom wedding zum s-bahnhof jungfernheide gefahren und dann wieder mal am westhafenkanal langgelaufen. dabei sind wir zwar nicht unter sieben, aber unter sechs brücken gelaufen. mindestens zwei brücken haben wir unterfahren. passt also. unterwegs hat es die ganze zeit leicht genieselt und es war um die 7° C warm.
zwei brücken
gestern die achte sendung mit der carol etwas verspätet geguckt, mehr dazu später. die sendung mit der maus habe ich drei wochen lang verpasst. ist mir erst heute aufgefallen. muss daran liegen, dass in der vorweihnachtszeit die zeit zu schnell vorbeigeht — und damit auch die sonntage. in einer der verpassten sendungen hab ich gesehen wie kontaktlinsen hergestellt werden, das war fast so wie my mechanics beim schraubendrehen und polieren zuzusehen.
gestern abend hab ich pommes im airfryer so hinbekommen, wie ich sie gerne mag. auch dazu späer mehr, vorab vielleicht schon so viel: vorher, wie im ultimativen pommes-rezept von heston blumenthal, gründlich wässern und waschen und 10-15 minuten vorkochen. was ich in einem fallows-video gelernt habe, die pommes nach dem vorkochen und leichtem abkühlen sanft misshandeln (siehe 6:11 minuten in „ultimate chef guide to cooking christmas diner“). so aufgeraut und vorgekocht dann mit reichlich olivenöl eingeschmiert bei 180° C 20-30 minuten in den airfryer und gelegentlich wenden. die grundidee hat funktioniert: rauhe, knusprige oberfläche, weicher, cremiger kern. meine ungeduld hat dafür gesorgt, dass sie nur hellgelb, statt goldbraun waren, aber so ist das auf jeden fall unaufwändiger als mit dem frittieren — und doch akzeptabel.
das ist ja auch ein grosser teil meiner motivation ins internet zu schreiben. das weiterzugeben was ich einfach so oder dank der giganten, auf deren schulter ich gelegentlich stehen darf, gelernt habe.
dazu wollte ich auch, nachdem ich im spiegel gesehen habe, dass sie dort auch regelmässig ihren heizungsthermostat-test wiederholen, ein update zu meinen tado-thermostaten schreiben. meine tado-steuerung habe ich vor zwei jahren auf komplett lokal umgestellt, hauptmotivation war in allen räumen raum-thermometer statt der in die thermostate eingebauten temperatursensoren zu nutzen. tado sieht vor, dass man sich für 99 € einen tado-funktemperatursensor kauft. das haben wir fürs wohnzimmer gemacht (und das klappt auch super), aber im bad, schlaf- und kinderzimmer übernehmen nun 9,99 € sensoren diese aufgabe. dafür muss man aber die steuerung auf lokal, bzw. homekit umstellen und die regelkreisläufe auch komplett lokal laufen lassen. funktioniert seit 2 jahren einwandfrei, artikel dazu folgt.
kürzlich im fernsehturm thees fnordberg kennengelernt. das sternensplitter-gedicht gefällt mir und die perspektiven von ausserirdischen sind ja ohnehin immer interessant. obwohl mich ja kürzlich auch der verdacht beschlich, dass die heiopeis im weissen haus vielleicht von so einer art ausserirdischen, inversen pluribus-virus befallen sind, der den teil ihres geistes deaktiviert, der für empathie und mitgefühl (ausser mit sich selbst) zuständig ist. paucis statt pluribus.
das ist zwar nicht weihnachtlich gemeint, wirkte aber heute früh weihnachtlich auf mich.
das hingegen ist weihnachtlich gemeint: unsere weihnachtseiche, in den rehbergen von der beifahrerin vom boden gehoben und bei uns im wohnzimmer wiederauferstanden. ganz nach dem jahreszeitlichen motto.
heute beim morgenspaziergang ein hässliches entlein gesehen und fotografiert. weil die beifahrerin, als ich ihr das bild eben zeigte, die anspielung nicht verstand, hab ich nochmal das märchen von hans christian andersen rausgesucht. das projekt gutenberg hat „das hässliche junge entlein“ veröffentlicht (märchen und übersetzung sind gemeinfrei) und ich habe es nochmal gelesen. mir gefällt schon der anfang:
»Ach, wie groß ist die Welt!« sagten alle Jungen. Jetzt hatten sie freilich ganz anders Platz, als da sie noch drinnen im Ei lagen. »Meint ihr, das sei die ganze Welt?« sagte die Mutter. »O nein, sie erstreckt sich noch weit über die andere Seite des Gartens hin, ja bis an den Zaun des Pfarrers; dort bin ich freilich noch nie gewesen!«
und später:
»Aber es ist herrlich, auf dem Wasser zu schwimmen!« sagte das Entlein, »herrlich, unterzutauchen und das Wasser über dem Kopf zusammenschlagen zu lassen.«
»Ja, das muß wirklich ein großes Vergnügen sein!« sagte die Henne spöttisch. »Bist du denn verrückt geworden? Frage einmal die Katze; sie ist die klügste, die ich kenne, ob es ihr so angenehm vorkommt, auf dem Wasser zu schwimmen oder unterzutauchen! Von mir selbst will ich gar nicht reden, oder frage unsere Herrschaft, die alte Frau, sie ist die klügste auf der ganzen Welt. Meinst du, sie hätte Lust, zu schwimmen oder sich das Wasser über dem Kopf zusammenschlagen zu lassen?«
»Ihr versteht mich nicht«, sagte das Entlein.
»Wenn wir dich nicht verstehen, wer soll dich dann verstehen? Du wirst doch nicht klüger sein wollen als die Katze und die Frau, von mir selbst gar nicht zu reden. Ziere dich nicht, mein Kind, sondern danke deinem Schöpfer für all das Gute, das man dir erwiesen hat. Hat man dich nicht in eine warme Stube und in einen Familienkreis aufgenommen, von dem du etwas lernen kannst? Aber du bist ein Faselhans, und es ist keine Freude, mit dir umzugehen. Du kannst mir glauben, denn ich meine es gut mit dir. Ich tadle dich offen, und daran erkennt man seine wirklichen Freunde. Gib dir nur recht Mühe, daß du Eier legen oder schnurren oder Funken sprühen lernst.«
»Ich denke, ich will in die weite Welt hinaus«, sagte das Entlein.
am ende, zum plottwist, wird das ganze sehr viel weniger subtil und driftet ins pathetisch-platte ab. aber die geschichte selbst gefällt mir weiterhin. sehr.
auf dem weg zum hässlichen entlein, beim morgenspaziergang, wurdem wir auch von drei erwachsenen schwänen überflogen. ich hätte das gar nicht gemerkt, weil sie so leise über uns hinweg segelten. frida sah sie allerdings und lenkte meinen blick nach oben. das war schon ein beeindruckendes bild. drei erwachsene schwäne, denen man ihr nicht unerhebliches gewicht von 11-13 kilo ansieht, gleiteten lautlos über uns hinweg. das fand ich fast so beeindruckend wie früher am kurt schumacher platz, wo man bis vor ein paar jahren riesige blechdosen — nicht ganz so lautlos — über sich hinwegsegeln sehen konnte.
die brutalität dieser blechdosen ist immer wieder faszinierend.
und ein ausgewachsenenes hässliches entlein haben wir auf dem weg, im wasser natürlich auch gesehen.
und wo ich gerade beim hässlichen bin, das eigentlich sehr schön ist, die goerdeler-steg-fussgängerbrücke gefällt mir konstruktiv und visuell sehr. abgesehen davon, dass sie auch sehr praktisch ist um den westhafenkanal zu überqueren.
Since the “social media is bad for teens” myth will not die, I keep having intense conversations with colleagues, journalists, and friends over what the research says and what it doesn’t. (Alice Marwick et. al put together a great little primer in light of the legislative moves.)
[…]
Can social media be risky for youth? Of course. So can school. So can friendship. So can the kitchen. So can navigating parents. Can social media be designed better? Absolutely. So can school. So can the kitchen. (So can parents?) Do we always know the best design interventions? No. Might those design interventions backfire? Yes.
Does that mean that we should give up trying to improve social media or other digital environments? Absolutely not. But we must also recognize that trying to cement design into law might backfire. And that, more generally, technologies’ risks cannot be managed by design alone.
[…]
Do some people experience harms through social media? Absolutely. But it’s important to acknowledge that most of these harms involve people using social media to harm others. It’s reasonable that they should be held accountable. It’s not reasonable to presume that you can design a system that allows people to interact in a manner where harms will never happen. As every school principal knows, you can’t solve bullying through the design of the physical building.
ich habe google gemnini gefragt, ob es anhand des videos und des transscripts meinen vortrag von 2018 auf der #rp18 zusammenfassen kann.
Basierend auf dem Transkript handelt der Vortrag von Felix Schwenzel (gehalten auf der re:publica 18) im Kern von der Suche nach dem Selbst, der Bedeutung von Autonomie und unserer verzerrten Wahrnehmung der Welt.
Hier ist eine detaillierte Zusammenfassung der wichtigsten Punkte:
1. Die richtigen Fragen stellen statt nur Antworten suchen Der Vortrag beginnt mit der These, dass wir zwar wissen, was wir kurzfristig wollen (Pizza, Likes, Urlaub), aber nicht wissen, was wir vom Leben wirklich erwarten. In Anlehnung an Douglas Adams ("42") argumentiert Schwenzel, dass Antworten nutzlos sind, wenn wir nicht die richtigen Fragen stellen. Die zentralen Fragen seien: Wer bin ich? Was will ich? Wo gehöre ich hin?
2. Geschichten, Archetypen und Selbstfindung Um Antworten zu finden, wenden wir uns Geschichten (Filmen, Mythen) zu. Diese basieren oft auf Archetypen (C.G. Jung) und folgen immer gleichen Mustern der "Heldenreise". Schwenzel kritisiert die moderne Popkultur: Sie verkaufe uns Geschichten der Selbstfindung oft nur als narzisstische Selbstvergewisserung.
3. Der Vergleich: Kafka vs. Hans im Glück Schwenzel kontrastiert zwei literarische Figuren, um unterschiedliche Lebenswege zu skizzieren: Josef K. (aus Kafkas "Der Prozess"): Er steht für ein leeres, angepasstes Leben ohne Liebe und Entwicklung. Seine "Verhaftung" interpretiert Schwenzel (nach Erich Fromm) als inneren Stillstand. Er scheitert, weil er das Problem im Außen sucht statt in sich selbst. Hans im Glück: Er tauscht Gold gegen Pferd, gegen Kuh, bis er nichts mehr hat. Die gängige Interpretation sieht ihn als Dummkopf. Schwenzel interpretiert ihn jedoch als autonom. Hans kümmert sich nicht um gesellschaftliche Wertevorstellungen oder materiellen Besitz. Er befreit sich von Last und findet seinen inneren Frieden. Dies sei wahre Autonomie.
4. Konformität vs. Egalness Wir leiden unter einem enormen Konformitätsdruck (z.B. Schönheitsideale, Karriere). Schwenzel plädiert für mehr "Egalness" – die Fähigkeit, sich von diesen Konstrukten abzukoppeln, ähnlich wie Hans im Glück. Die ständige Suche nach Optimierung und Anpassung mache uns unglücklich.
5. Verzerrte Wahrnehmung der Welt (Hans Rosling) Im letzten Teil geht es um unsere Angst und Pessismus. Unter Bezugnahme auf den Statistiker Hans Rosling zeigt Schwenzel, dass wir den Zustand der Welt oft viel schlechter einschätzen, als er ist (Beispiel: Rückgang der Todesopfer durch Naturkatastrophen). Das Paradox: Obwohl wir in der sichersten und gesündesten Zeit aller Zeiten leben, haben wir irrationale Ängste (vor Terror, vergiftetem Essen etc.) und ärgern uns über Kleinigkeiten (Sicherheitskontrollen am Flughafen), statt unsere Privilegien und den Fortschritt zu erkennen.
Fazit: Der Vortrag ist ein Plädoyer für Autonomie und Gelassenheit. Wir sollten aufhören, uns von irrationale Ängsten und gesellschaftlichem Konformitätsdruck leiten zu lassen. Stattdessen sollten wir – wie Hans im Glück – den Mut haben, unseren eigenen Weg zu gehen und die Welt unverzerrt und vielleicht etwas wohlwollender zu betrachten.
ich habe google gemnini gefragt, ob es anhand des videos und des transscripts meinen vortrag von 2017 auf der #rp17 zusammenfassen kann.
Hier ist eine Zusammenfassung des Vortrags "Update: Die Kunst des Liebens", den Felix Schwenzel auf der re:publica 17 gehalten hat.
Im Kern ist dieser Vortrag ein humanistisches Plädoyer, basierend auf den Werken des Psychoanalytikers Erich Fromm, insbesondere dessen Buch „Die Kunst des Liebens“.
Hier sind die wesentlichen Punkte:
1. Liebe als aktive Tätigkeit, nicht als passives Gefühl Schwenzel greift Fromms These auf, dass Liebe kein Gefühl ist, das einen einfach „überkommt“, sondern eine Kunst, die erlernt und praktiziert werden muss. Sie erfordert Disziplin, Konzentration und Geduld. Liebe ist eine Aktivität, keine Ruhepause. Sie umfasst Fürsorge, Verantwortung, Respekt und Erkenntnis.
2. Das existentielle Grundproblem des Menschen Anhand der biblischen Geschichte von Adam und Evas Vertreibung aus dem Paradies beschreibt Schwenzel den menschlichen Zustand: Wir haben uns durch unser Bewusstsein von der Natur getrennt. Diese Trennung erzeugt Angst und Einsamkeit. Wir suchen unser Leben lang nach Wegen, diese Trennung zu überwinden und wieder „Einheit“ zu erfahren.
3. Selbstliebe vs. Selbstsucht (und Hass) Ein zentraler Punkt ist die Unterscheidung zwischen Selbstliebe und Egoismus. Nach Fromm liebt sich der Selbstsüchtige nicht zu viel, sondern zu wenig – er hasst sich eigentlich selbst. Hass in der Gesellschaft ist demnach oft ein Symptom für einen Mangel an Selbstliebe. Wahre Nächstenliebe und Solidarität sind nur möglich, wenn man fähig ist, sich selbst zu lieben und anzunehmen.
4. Konsumgesellschaft: Haben vs. Sein Schwenzel kritisiert (mit Fromm), dass unsere Gesellschaft das „Haben“ über das „Sein“ stellt. Wir versuchen, unsere innere Leere durch Konsum und Ablenkung (Fernsehen, Social Media) zu füllen, anstatt an unserer Persönlichkeit zu arbeiten. Wir vermeiden die Auseinandersetzung mit uns selbst.
5. Hans im Glück als Vorbild für Autonomie Ähnlich wie im späteren Vortrag (rp18) nutzt er das Märchen „Hans im Glück“ als positives Beispiel. Hans, der Gold gegen Pferd, gegen Kuh usw. tauscht, bis er nichts mehr hat, wird oft als dumm gesehen. Schwenzel (gestützt auf Interpretationen) sieht in ihm jedoch jemanden, der sich von Ballast befreit, materielle Werte ignoriert und im „Sein“ glücklich ist – im Gegensatz zum modernen Menschen, der oft im „Haben“ gefangen ist.
6. Optimismus trotz Krisen (Hans Rosling) Trotz aktueller politischer Krisen (im Vortrag werden Trump und Rechtspopulismus erwähnt) argumentiert Schwenzel für einen rationalen Optimismus. Er zitiert den Statistiker Hans Rosling, um zu zeigen, dass sich die Welt langfristig zum Besseren entwickelt (weniger Gewalt, mehr Gesundheit, mehr Toleranz), auch wenn unsere verzerrte Wahrnehmung und die Nachrichtenlage uns das Gegenteil glauben lassen.
7. Fazit: Veränderung beginnt im Inneren Der Vortrag endet mit dem Appell, dass gesellschaftlicher Wandel bei jedem Einzelnen beginnt. Wir müssen an unserer eigenen Fähigkeit zur Liebe, Vernunft und Autonomie arbeiten. Zitat James Baldwin: „The place in which I'll fit will not exist until I make it.“ (Der Ort, an den ich passe, wird nicht existieren, bis ich ihn erschaffe.) Die Botschaft: Statt nur gegen etwas zu sein oder passiv zu konsumieren, sollten wir aktiv werden und durch unsere eigene Haltung die Welt „millimeterweise“ zum Guten verschieben.
Ali·en /ˈeɪli̯ən/ Substantiv, maskulin oder Substantiv, Neutrum [der]
wenn man sich bäume genau anguckt, kommt man eigentlich aus dem staunen nicht mehr heraus. sie ziehen kohlenstoff aus der luft um daraus mit hilfe des sonnenlichts zellulose zu machen. bäume bestehen aus festgewordener luft.
bäume sind eigentlich eine lebende haut über einem toten skelett aus verholzter luft. das innere eine baums besteht aus toten zellen und dient lediglich der stabilität. die borke besteht auch aus abgestorbenen zellen. das leben eines baums findet sich zwischen holz und rinde, in einer hauchdünnen schicht, dem kambium. ein uralter baum ist eigentlich ein junger organismus, der auf seinen toten vorfahren wächst.
bäume haben kein herz, keine pumpen und schaffen es doch wasser in bis zu 115 meter höhe zu transportieren.
in den kapillaren von bäumen herrschen bis zu -15 bar unterdruck (autoreifen pumpen wir in der regel auf +2,5 bar auf).
bäume leben in symbiose mit pilzen und tauschen mit ihnen nährstoffe.
bäume pumpen zuckerlösung in den boden (unter anderem) um ihre nachkommen im schatten zu versorgen und sie kommunizieren mit anderen bäumen über biochemische signale.
ai is the new vfx. everybody denies using it, while still using it everywhere. same mechanics as in: “NO CGI” is really just INVISIBLE CGI.
eben bin ich über die „an diesem tag“ funktion in der beilage zu diesem artikel auf mein erstaunen von vor sieben jahren über peter grossmann gestossen. der moderierte damals bereits seit 22 jahren im ard-morgenmagazin den sport.
ich mein, wo gibt’s sowas heutzutage noch, dass jemand 22 jahre lang gutgelaunt einer extrem langweiligen tätigkeit nachgeht?
weil peter grossmann immer noch im ard-morgenmagazin den sport moderiert, sind das mittlerweile 28 oder 29 jahre. das ist schon eine beeindruckende beständigkeit.
um mich selbst ein bisschen zu beeindrucken, hab ich gerade mal meinen hochzeitsring abgestaubt und mit dem telefon fotografiert, damit ich mich erinnere, dass ich am heiligabend 17 jahre mit der beifahrerin verheiratet bin.
im frischen wasser scheint sich so ein brita filter sehr wohl zu fühlen, im müll wirkt er traurig.
Gerne wird die Publizistin Hannah Arendt mit dem Satz zitiert, niemand habe das Recht zu gehorchen. Doch bei dieser Aussage fehlen nicht nur zwei Wörter, sondern es fehlt auch der Kontext.
immerhin hat mich der aushang dieses zitats dazu gebracht ein wenig zu „recherchieren“ und dabei diese schöne differenzierung von patrick gensing gefunden zu haben.
und schön zu sehen, dass leute nicht nur auf social media ihre quellen und gelegentlich jeder differenzierung weglassen, sondern auch auf papier oder hinter glas.
das, was mir swarm hier als hinweis schickte, ist zwar an trivialität kaum zu überbieten, aber lässt meine philosophischen saiten schwingen. ich bin ja sicher nicht der einzige, der sich fragt:
war ich irgendwo, wenn ich es nicht festgehalten habe?
vielleicht fasziniert mich die nachricht auch so sehr, weil man sich solche trivialitäten („check in where you go so you can look back on where you've been“) gar nicht oft genug vor augen halten kann:
merk dir was, um dich dran zu erinnern.
ich nehme bis zum wochenende schreibaufträge an. was würdest du gerne (mal oder wieder) auf wirres.net lesen?
kommentierte links, kommentare zur weltlage, schmähkritik, aus dem maschinenraum, seo-gedöns, essays (wodrüber?), familienleben, netzpolitik, schwanks von früher, oder einfach weiter so? oder was ganz anderes?
antworten gerne auf bluesky, in den kommentaren oder per mail.
auf der republica hab ich dieses jahr 12 euro für eine scheibe frittiertes pflanzenprotein mit sosse und kalten, durchweichtem brötchen drum rum bezahlt. wirres.net/articles/rp25-burger
seltsamer weise funktionieren manche dinge bei google halbe ewigkeiten. andere dienste wiederum schaltet google lange vor der halbenewigkeit einfach ab.
ich habe vor 10 oder 20 jahren ein paar google alerts aufgesetzt — hauptsächlich aus ego-google-gründen — die nach wie vor funktionieren. heute habe ich mal auf den link „Mehr Ergebnisse sehen“ in der email geklickt und habe gesehen …
… dass ich vor einer langen weile mal einen alert für „condoleezza rice fällt in china um“ konfiguriert habe. für diesen satz gibt es derzeit laut google keine ergebnisse. das dürfte sich heute ändern und danach wahrscheinlich nie wieder von irgendwem aufgeschrieben werden.
heute zum ersten mal einen guten rutsch ins neue jahr gewünscht bekommen. und am sonntag ist erster advent, #wiediezeitvergeht
jetzt wird es schon so früh dunkel, dass die kerzen schon während der arbeitszeit angehen.
ich glaube man kann relativ gefahrlos gehaupten, dass die klene restaurant-hütte in den regbergen den geist der populären kulinarik in deutschand auf den punkt gebracht hat.
pizza
pasta
schnitzel
… und genauso so ein typisch deutsches be- und erleuchtungsverhalten dürfte dieses bild zeigen: licht dahin zu bringen wo es schon hell ist und kein licht dahin scheinen, wo es dunkel ist.
obwohl — oder gerade weil — in sao paulo aussenwerbung verboten ist, war die formel1 strecke dieses wochenende extrem vollgestopft mit werbung.
(auf den bildern ich hab zuerst die autos mit „apple intelligence“ entfernt, danach die werbung, nur so als proof of concept, dass autos und werbung gar nicht mal so leicht zu entfernen sind.)
als wir heute früh zum summter see gefahren sind, hat mir google eine strecke vorgeschlagen, die „bis zu 67 % Energie“ sparen würde. die strecke ist auch die direkteste verbindung und führt über 21 km quasi ständig durch wohngebiete. die hinfahrt ging zügig, mit viel grüner welle, weil um kurz vor acht noch sehr wenig verkehr herrschte. ich glaube die ETA habe ich am ende um 6 minuten unterboten.
auf der rückfahrt war mir mehr nach entspannterer fahrt, ohne stop & go, weshalb ich kurz nach summt auf die autobahn abgebogen bin. diese strecke ist um die 37 km lang. die fahrtzeiten waren jeweils um die 30 minuten.
zuhause angekommen wollte ich mal nachrechnen.
strecke
verbrauch
verbrauch
hin
21 km
4,5 kWh
21,4 kWh/100 km
zurück
37 km
7,2 kWh
19,5 kWh/100 km
58 km
11,7 kWh
20,2 kWh/100 km
das macht die hinfahrt 38 % sparsamer (aber auch 43 % kürzer). ich bin auf der autobahn zwar maximal 110 km/h gefahren, aber die längere strecke machts dann. und landstrasse und stadt-/dorf-verkehr ist halt im elektroauto einfach sparsamer als autobahn.
schön: am summter see ist eine (langsame) ladesäule, dort hab ich während des spaziergangs 5,4 kWh nachgetankt.