im­mer an die le­sen­den den­ken …

felix schwenzel in über wirres

trotz ver­schie­dens­ter me­tri­ken die ich hier er­fas­se habe ich we­nig ah­nung wo­her mein pu­bli­kum kommt, was es er­war­tet, was den men­schen ge­fällt oder miss­fällt. alle was ich habe sind ah­nun­gen. des­halb ge­stal­te ich den gan­zen scheiss hier fast aus­schliess­lich so, wie ich es mag wenn ich web­sei­ten be­su­che.

ich mag mi­ni­ma­lis­ti­sche web­sei­ten, bei de­nen die in­hal­te im vor­der­grund ste­hen und nicht das bei­werk, die mich nicht nach coo­kie- oder track­ing-zu­stim­mung fra­gen, die re­la­tiv schnell la­den, im desk­top brow­ser ge­nau so gut funk­tio­nie­ren wie auf dem te­le­fon oder ta­blet, die ich per RSS oder im rea­der-mo­dus le­sen kann, die dunk­len hin­ter­grund ha­ben (wenn ich das will). spon­tan fal­len mir als vor­bil­der dar­ing-fire­ball und das couch­blog ein. wenn ich et­was län­ger nach­den­ke fal­len mir auch nur das couch­blog und dar­ing-fire­ball ein. wenn ich dann auf mei­ne blogrol­le schaue, fal­len mir ein paar mehr ein kon­ne­xus.net, flo­ri­an.pho­to, eay.cc, vowe.net, knus­per­ma­gi­er.de oder an­mut­und­de­mut.de.

in der vor­he­ri­gen ver­si­on vom couch­blog hab ich erst­mals vom 512kb.club ge­hört. ich glau­be nico hat das 512kb.club-ban­ner in der ak­tu­el­len (wie­der) word­press-ver­si­on run­ter­ge­nom­men, weil er sich nicht mehr qua­li­fi­ziert. ich qua­li­fi­zier­te mich nicht mal an­satz­we­sie mit ei­ner start­sei­te, die in­iti­al 3-7mb da­ten lädt. aber jetzt doch, mit mei­ner mi­ni­mal­ver­si­on die wahr­schein­lich noch ganz gut op­ti­mier­bar ist und im prin­zip aus mark­down da­tei­en be­steht, die per ja­va­script zu html ge­zau­bert wer­den:

wir­res.net/in­dex.md.html ist ge­ra­de mal 190kb gross. und sie ent­hält trotz­dem links zu über 700 ar­ti­keln die dann auch je­weils nicht viel mehr als 70 bis 480kb la­den (je nach­dem ob und wie­vie­le fo­tos ein­ge­bet­tet sind).

ich habe so eine ah­nung dass mein an­ge­bot von mark­down-ver­sio­nen oder ei­ner mi­ni­ma­lis­ti­schen ver­si­on so gut wie nie­man­den in­ter­es­si­ert. aber ich denk ja nicht nur an mensch­li­che be­su­cher, son­dern auch an au­to­ma­ten. ich sehe täg­lich 400 bis 1500 ein­zel­ne ab­ru­fe von mark­down-ver­sio­nen mei­ner bei­trä­ge. ob sich das gan­ze ge­we­se um sol­che op­ti­mie­run­gen lohnt ist eine an­de­re fra­ge. aber die­se fra­ge stellt sich ja auch beim ver­fas­sen von tex­ten oder kom­men­ta­ren. man weiss nie ob’s ir­gend­wem ge­fällt und wenn ja wie­viel.

des­halb bleibt mir nicht viel an­de­res üb­rig als mich zu be­mü­hen und ge­le­gent­lich an die lsen­den zu den­ken. heu­te habe ich noch­mal an die le­sen­den ge­dacht. beim goog­le page speed test mei­ner mi­ni­mal-über­sicht­sei­te …

page speed insights für https://wirres.net/index.md.html (100% leistung, 96% barrierefreiheit, 100% best practices, 91% seo, 3/3 agentisches browsing)

… sah ich heu­te näm­lich et­was neu­es: „agen­ti­sches brow­sen“. ein punkt von drei­en gibts für:

Wenn dei­ne llms.txt-Da­tei nicht den Emp­feh­lun­gen ent­spricht, kön­nen Lar­ge Lan­guage Mo­dels mög­li­cher­wei­se nicht nach­voll­zie­hen, wie dei­ne Web­site ge­crawlt oder für das Trai­ning ver­wen­det wer­den soll. Die llms.txt-Da­tei muss eine Mark­down-Da­tei sein, die min­des­tens eine H1-Über­schrift ent­hält.

die hab ich den llms dann gleich mal ge­baut: wir­res.net/llms.txt
und wo ich ge­ra­de da­bei war auch noch eine hu­mans.txt: wir­res.net/hu­mans.txt

ich wei­ge­re mich ja mei­ne web­sei­te nach goog­le vor­ga­ben aus­zu­rich­ten, aber ge­le­gent­lich den emp­feh­lun­gen die die page speed in­sight aus­spre­chen zu fol­gen kann sich doch loh­nen (für die in­de­xier­bar­keit, aber auch le­sen­den-freund­lich­keit). für die auf­find­bar­keit von wir­res.net in der goog­le-su­che lohnt es sich mo­men­tan le­dig­lich für re­zep­te.

bing hat bis­her mei­ne re­zep­te (gröss­ten­teils) tap­fer igno­riert. in den web­mas­ter tools emp­fiehlt bing sehr ein­dring­lich in­dex now zu nut­zen. weil das von mir ein­ge­setz­te seo-plug­in das ei­gent­lich kann, habe ich das schon vor vie­len mo­na­ten ak­ti­viert.

das pro­blem war nur: hat nicht funk­tio­niert. die­se wo­che habe ich das mal de­bug­ged und re­pa­riert. und seit ich jetzt bei je­dem neu­en oder ge­än­der­ten ar­ti­kel bing und den bei in­dex-now an­ge­schlos­se­nen such­ma­schi­nen ei­nen ping sen­de, fin­det man bei ei­ner su­che nach „was­ser­mel­do­nen­sa­lat ot­to­lenghi“ auch wir­res.net ganz oben.


ich has­se es, wenn bei­trä­ge in blogs mit ei­nem call to ac­tion en­den. das riecht so llm-ig oder seo-ig. aber es wür­de mich wirk­lich sehr in­ter­es­sie­ren was dir, lie­ber le­ser, lie­be le­se­rin an wir­res.net fehlt oder dich nervt. die au­to­ma­ten ge­ben mir be­reit­wil­lig aus­kunft dar­über. aber die hu­mans eher we­nig. aber da mich jetzt alle hu­mans mit ak­ti­vier­tem ja­va­script mit leich­tig­keit in den kom­men­ta­ren er­hel­len oder be­schimp­fen kön­nen, wür­de ich mich über feed­back sehr freu­en.


das wich­ti­ge schwimmt

felix schwenzel in artikel

ein korbstuhl der kpfüber im berliner schifffahrtskanal schwimmt. man sieht in der reflektion des wassers den sehr blauen himmel.

ich wünsch­te ich könn­te das john ir­ving zi­tat „sor­row floats“ öf­ter be­nut­zen, aber es passt nie und nir­gend­wo.

das ge­nia­le an „sor­row floats“ ist das bild­haf­te, der nach sei­nem tod aus­ge­stopf­te fa­mi­li­en­la­bra­dor sor­row, der nach ei­nem flug­zeug­un­glück ir­gend­wo zwi­schen den trüm­mern treibt. und gleich­zei­tig ist „sor­row floats“ eine me­ta­pher da­für, dass trau­er nie ganz ver­schwin­det und im­mer wie­der zwi­schen trüm­mern auf­taucht.

aber es ist eben nicht nur die trau­er die schwimmt, ei­gent­lich ist es al­les wich­ti­ge. das mei­ne ich zu­min­dest im lau­fe der jah­re im­mer wie­der be­ob­ach­tet zu ha­ben. und wenn ich schon nicht mein le­ben nach die­ser er­kennt­nis aus­rich­te, so habe ich zu­min­dest mei­nen me­di­en­kon­sum da­nach aus­ge­rich­tet.

lei­der hört sich „im­portance floats“ nicht halb so gut an wie „sor­row floats“.

je­den­falls muss­te ich da heu­te wie­der dran den­ken, weil ich ge­ra­de hier und da lese, dass man­che leu­te von ih­rem RSS rea­der ge­stresst sind. klar, le­sen soll­te kein stress sein und RSS zu le­sen erst recht nicht.

die app cur­rent hat sich zur auf­ga­be ge­macht das le­sen von rss feeds wie­der schön zu ma­chen:

Every RSS rea­der tre­ats your feeds as a to-do list. Cur­rent does­n't.

The­re are no un­read counts. No badge of phan­tom ob­li­ga­ti­on. Just a ri­ver.

New ar­tic­les flow in at the top. Old ones drift down­stream. Not­hing is owed.

ich hab cur­rent ge­kauft und aus­pro­biert aber mir war das zu stres­sig. cur­rent ver­such­te mich wie ein gut­mei­nen­der on­kel, der nichts von mir weiss, da­bei zu un­ter­stüt­zen „wert­vol­le“ feeds zu iden­ti­fi­zie­ren (von „aut­hors“) und aus mei­nen ver­meint­li­chen le­se­ge­wohn­hei­ten fil­ter zu bau­en.

ich habe ge­merkt: mei­ne ei­ge­nen, ein­ge­bau­ten fil­ter funk­tio­nie­ren ganz gut ohne app-hil­fe und dass mich eine on­ke­li­ge app nervt, die stän­dig in mei­ne ge­wohn­hei­ten grätscht.

ich habe auf ei­nem as­te­ro­iden (von uber­space) mi­ni­flux in­stal­liert und nut­ze ent­we­der das web­front­end von mi­ni­flux oder den ree­der clas­sic auf dem te­le­fon um mei­ne 435 feeds zu le­sen. das oben drü­ber „un­ge­le­sen 7238“ steht ist mir egal. ich lese das was oben steht zu­erst und sprin­ge wei­ter, wenn mich we­der die über­schrift, noch die ers­ten paar sät­ze in­ter­es­sie­ren.

das ist nicht an­ders als frü­her die ta­ges- oder wo­chen­zei­tung zu le­sen. da la­gen auch meh­re­re hun­dert ar­ti­kel vor mir und wenn mich we­der die über­schrift, noch die ers­ten paar sät­ze in­ter­es­sie­ren, sprang ich wei­ter in die nächs­te spal­te oder sei­te.

war­um soll­te mich das stres­sen wenn ich ein paar hun­dert un­ge­le­se­ne ar­ti­kel vor mir lie­gen habe? ge­le­gent­lich hab ich zei­tun­gen in der mit­te auf­ge­schla­gen oder am ende, weil ich wuss­te dass dort ka­te­go­rien the­men oder ko­lum­nen la­gen die mich in­ter­es­sier­ten.

so ma­che ich das auch mit RSS. ein paar blogs, ein paar au­toren habe ich ir­gend­wann in ei­nen ord­ner ge­legt, den ich, wenn mir da­nach ist, ge­zielt an­steu­ern und le­sen kann.

sonst gehe ich aus­schliess­lich um­ge­kehrt chro­no­lo­gisch vor. ich lese das un­ge­le­se­ne und sprin­ge mit der tas­ta­tur (j/k) oder wisch­ges­ten wei­ter.

man ver­gisst ja schnell, dass chro­no­lo­gie be­reits eine form von ku­ra­tie­rung ist. die zeit sorgt da­für, dass wich­ti­ges wie­der auf­taucht und das be­lang­lo­se vor­bei treibt.

apro­pos zeit. ich habe vor vie­len jah­ren, als nach­rich­ten noch mehr­heit­lich auf pa­pier ver­trie­ben wur­den, mal be­haup­tet, dass die welt bes­ser wäre wenn es nur wo­chen­zei­tun­gen gäbe (qua­si). wenn nach­rich­ten ein biss­chen ge­trock­net sind und ihre atem­lo­sig­keit nach­lässt, wenn der oder die eine oder an­de­re au­torin zeit hat­te nach­zu­den­ken, ge­win­nen nach­rich­ten an in­ter­ess­anz und das wich­ti­ge bleibt, schwimmt auf.

wenn zei­tun­gen das äqui­va­lent zum feed-rea­der sind, dann wä­ren ma­ga­zi­ne das äqui­va­lent zu in­sta­gram oder tik­tok. die ma­ga­zin-ma­cher ha­ben auch schon da­mals ver­sucht die le­sen­den emo­tio­nal zu pa­cken, zu skan­da­li­sie­ren und über­spit­zen. doom­scrol­ling nann­te man da­mals ein­fach blät­tern.

aber ich kom­me vom the­ma ab. was ich an mei­ner chro­no­lo­gi­schen samm­lung von über 400 quel­len so sehr mag ist ge­ra­de die an­zahl der un­ge­le­se­nen bei­trä­ge. be­un­ru­higt bin ich, wenn mein feed­rea­der leer wäre.

der un­ge­le­sen-zäh­ler ist kei­ne auf­for­de­rung, son­dern ent­span­nen­des weis­ses rau­schen.

wenn ich mal tie­fer mei­nen selbst „ku­ra­tie­ren“ nach­rich­ten­strom ein­stei­ge (und da­bei nicht ein­schla­fe oder mir was bes­se­res ein­fällt) und ein­fach im­mer wei­ter lese, be­stä­tigt sich ir­gend­wann die the­se von oben. das in­ter­es­san­te, das wich­ti­ge war oben, nach un­ten wird meis­tens lang­wei­li­ger und ich den­ke zu­neh­mend: „kenn ich schon.“ oder „schon an­ders­wo drü­ber ge­le­sen“

mög­li­cher­wei­se ist die sicht auf ei­nen strom auch ein­fach mit et­was di­stanz bes­ser, als wenn man mitt­drin steht. si­cher ist: wenn man die strö­me auch mal an sich vor­bei­zie­hen lässt, ver­passt man trotz­dem nix.


man­che din­ge schei­nen sich nicht zu än­dern. ich sehe im­mer wie­der el­tern mit ih­ren kin­dern, die vor müll­au­tos oder bau­stel­len ste­hen blei­ben, weil die kin­der die müll­wa­gen, bau­ma­schi­nen oder die müll­ar­bei­ter oder bau­ar­bei­ter fas­zi­niert be­ob­ach­ten (wol­len). geht mir auch oft noch so: ich fra­ge mich wie die müll­men­schen in ber­lin von den hun­der­ten haus­tür­schlüs­seln, die sie in ei­nem rie­si­gen bün­del mit sich her­um­tra­gen, den rich­ti­gen fin­den. bau­stel­len und gros­se ma­schi­nen sehe ich mir wei­ter­hin ger­ne an. bau­stel­len sind ja qua­si real-life-wim­mel­bil­der.

ge­nau­so fas­zi­niert, wie ich mir ge­le­gent­lich wim­mel­si­tua­tio­nen an­se­he, bin ich ir­ri­tiert dar­über, dass so we­ni­ge men­schen die ins in­ter­net schrei­ben selbst­ge­mach­te ani­mier­te bil­der be­nut­zen. ich mein: je­des ipho­ne hat live-bil­der stan­dard­mäs­sig ak­ti­viert. das heisst bei ei­nem foto, nimmt das ipho­ne vor­her und nach­her ein paar se­kun­den­bruch­tei­le vi­deo mit auf, die man, wenn man will zu ei­ner end­los­schlei­fe um­wan­deln kann, ider so ei­nem „ab­pral­ler“. man kann auch eine lang­zeit­be­lich­tung da­mit si­mu­lie­ren.

sehr, sehr vie­le men­schen ha­ben sol­che bil­der also auf ih­ren te­le­fo­nen, aber im in­ter­net sieht man die trotz­dem sel­ten bis nie. war­um?

ich pos­te sol­che bil­der re­gel­mäs­sig mit dem hash­tag #live fo­tos und vor ei­ner wei­le habe ich so­gar er­klärt wie ich das ma­che, bzw. dass ich ne­ben ei­ner mp4-end­los­schlei­fe auch fall­back-gifs baue um die end­los­schlei­fen auch im RSS feed an­zei­gen zu kön­nen. ich hab so­gar mal eine sei­te er­stellt, die alle bei­trä­ge auf­lis­tet die (ech­te) gifs ver­wen­den. das hat­te ich völ­lig ver­ges­sen, funk­tio­niert aber.

fra­gen an die hie rmit­le­sen­den:

  • habt ihr „live fo­tos“ auf eu­rem ipho­ne/eu­rer ka­me­ra ak­ti­viert?
  • er­stellt ihr in der fo­to­me­dia­thek ge­le­gent­lich auch end­los­schlei­fen oder ab­pral­ler?
  • wollt ihr die nicht der welt zei­gen?


da­ten­schutz, er­klä­rung, is­so und so

felix schwenzel in über wirres

we­gen des neu­en kom­men­tar­sys­tems habe ich ge­dacht, ich müs­se noch­mal mei­ne da­ten­schutz­er­klä­rung an­se­hen und ge­ge­be­nen­falls er­gän­zen. statt mir halb­wis­sen zu­sam­men­zu­goog­len habe ich die hil­fe von chatgpt und gem­ni­ni in an­spruch ge­nom­men um mit de­ren halb­wis­sen die an­mer­kun­gen zum da­ten­schutz ein biss­chen um­zu­for­mu­lie­ren, zu kür­zen und vor al­lem ver­ständ­li­cher zu ma­chen. ich fin­de das ist ganz gut ge­lun­gen. da­nach habe ich cur­sor die er­klä­rung noch­mal au­di­tie­ren las­sen und noch ein paar ganz gute hin­wei­se er­hal­ten.

isso setzt beim kom­men­tie­ren tat­säch­lich ei­nen coo­kie. der au­then­ti­fi­ziert die kom­men­tie­ren­den 15 mi­nu­ten lang ge­gen die isso-API, da­mit die ih­ren kom­men­tar edi­tie­ren oder lö­schen kön­nen. pfif­fig und für so­was — nicht zum tra­cken — sind die din­ger ja auch mal er­fun­den wor­den.

aus­ser­dem dar­an er­in­nert wor­den, dass ich tat­säch­lich an ei­ner stel­le die kom­plet­te IP-adres­se von be­su­chen­den ver­ar­bei­te: für den shit­vo­te nut­ze ich tat­säch­lich die un­ge­kürz­te IP adres­se der be­su­chen­den um ei­nen hash zu er­rech­nen und dop­pel-shit-vo­tes (in an­sät­zen) zu ver­hin­dern. sonst sind die IPv4 adres­sen über­all um zwei ok­tet­te ge­kürzt und die IPv6 adres­sen auf ein /48-prä­fix ge­kürzt.


aus den kom­men­ta­ren 30.06.2026

felix schwenzel in notiert

das funk­tio­niert tat­säch­lich rei­bungs­los, also völ­lig trans­pa­rent, zum bei­spiel auf die­sem €-ar­ti­kel auf sued­deut­sche.de, den ich vor­her nicht le­sen konn­te. 10 € bi­blio­theksge­bühr gut an­ge­legt.

nied­rig­schwel­li­ge­re kom­men­ta­re an­zu­bie­ten fängt an sich be­zahlt zu ma­chen.


da muss­te ich ges­tern doch ein biss­chen la­chen: co­lin fur­ze be­rich­tet, dass es in sei­nen tun­neln un­ter sei­nem gar­ten woh­li­ge 18°C hat. wenn er in sei­nem un­ter­ir­di­schen bun­ker sitzt und for­mel 1 schaut, muss er ge­le­gent­lich den heiz­lüf­ter an­ma­chen.


14 jah­re bre­via @wir­res.net

felix schwenzel in notiert

zu­fäl­lig auf den 14 jah­re al­ten ar­ti­kel ge­stos­sen, in dem ich schrei­be, dass ich ab jetzt die bre­via nut­ze: wir­res.net/ar­tic­les/6145

wit­zi­ger­wei­se dach­te ich da­mals, dass ich der bre­via ir­gend­wann über­t­drüs­sig wür­de. das ge­gen­teil ist der fall. ich mag die schrift nach wie vor sehr, sehr ger­ne und fin­de sie wei­ter­hin sehr frisch. die kom­men­ta­to­ren von da­mals (ja, nur män­ner) wa­ren nicht soo be­geis­tert1. aber da­mals gabs auch noch anti-ali­a­sing um schrif­ten zu glät­ten und ich habe die ab­sät­ze da­mals mit 14,4px ge­r­en­dert, also eher klein.

weil ich jetzt re­la­tiv nied­rig­schwel­lig zu­gäng­li­che kom­men­ta­re habe, bin ich mal ge­spannt ob hier le­sen­de die bre­via im­mer noch so scheis­se fin­den wie da­mals und ob ich der ein­zi­ge bin bei dem ex­tre­me bre­via-ge­wöh­nungs­ef­fek­te ein­tre­ten.


beim kom­men­tie­ren die email op­tio­nal zu ma­chen scheint gut zu funk­tio­nie­ren, zu­min­dest in dem sinn, dass es die schwel­le hier zu kom­men­tie­ren stark zu sen­ken scheint. so­gar un­ter mei­nem was­ser­me­lo­nen­sa­lat-re­zept, das am sonn­tag fast ein­hun­dert be­su­cher von goog­le rü­ber­ge­schickt be­kam, ist ein kom­men­tar auf­ge­schla­gen.


auch 14 jah­re her: das ers­te mal, dass ich von „darm mit charme“ hör­te: wir­res.net/ar­tic­les/6218 (mit ei­nem in mei­nem hu­mor­ver­ständ­nis wit­zi­gen kom­men­tar drun­ter.)

giu­lia en­ders hab ich zu­letzt bei ho­tel mat­ze ge­se­hen und war fas­zi­niert, dass sie im­mer noch so mit­reis­send über den mensch­li­chen kör­per und geist re­det, dass ihre eu­pho­rie un­wei­ger­lich über­schwappt und an­steckt.


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  1. ja, ich habe die al­ten dis­qus kom­men­ta­re in isso im­por­tiert (6732 kom­men­ta­re un­ter 1511 bei­trä­gen) ↑︎


end­mar­ken, fuck­ing home­pod, bat­te­rien, the agen­cy und for­mel1

felix schwenzel in artikel

ich be­nutz­te mei­nen home­pod ei­gent­lich nur für zwei din­ge und al­lei­ne we­gen die­ser bei­den din­ge mag ich mei­nen home­pod sehr, sehr ger­ne. bis heu­te.

die eine sa­che für die ich die siri im home­pod ger­ne nut­ze ist zu fra­gen: „wie spät?“ die an­de­re sa­che gin­ge wahr­schein­lich auch mit je­dem an­de­ren der 5 ver­netz­ten laut­spre­cher bei mir im zim­mer, aber ich las­se es den home­pod ma­chen: bei ei­nem for­mel-eins-ren­nen, fünf mi­nu­ten vor start ein for­mel-eins-wrooooom-ge­räusch ab­spie­len.

seit heu­te fängt siri selb­stän­dig an mu­sik ab­zu­spie­len. lei­se, aber im­mer wie­der. da sich home­pods nicht wirk­lich de­bug­gen oder be­fra­gen las­sen was sie zur je­wei­li­gen ak­ti­on ge­bracht hat, steh eich völ­lig auf dem schlauch. ich habe zwi­schen­zeit­lich al­les ab­ge­schal­tet was ich in ver­dacht hat­te, mein ipho­ne, home as­sistant, mein lap­top blue­tooth, die kli­ma­an­la­ge — nichts hilft.

aber zum au­to­ma­ti­sie­ren habe ich ja home as­sistant. eine klei­ne au­to­ma­ti­on schal­tet die mu­sik jetzt aus, so­bald die mu­sik star­tet.

alias: fucking homepod aus
descrip­ti­on: ""
triggers:
  - trigger: media_player.started_playing
    target:
      entity_id: media_player.homepod
    options:
      behavior: each
      for: "00:00:00"
conditions:
  - condition: state
    entity_id: media_player.homepod
    state:
      - music
    attribute: media_content_type
actions:
  - action: media_player.media_stop
    metadata: {}
    target:
      entity_id: media_player.homepod
    data: {}
mode: single

das funk­tio­niert, auch wenns kei­ne lö­sung ist. wenn ich in den nächs­ten ta­gen nicht raus­be­kom­me was oder wer das ver­ur­sacht, muss der home­pod tem­po­rär ster­ben (strom­los wer­den). im­mer­hin habe ich aus­ge­schlos­sen, dass der home­pod das rau­schen der kli­ma­an­la­ge als sprach­be­feh­le in­ter­pre­tiert.


apro­pos for­mel 1, das guck ich ja ge­le­gent­lich ger­ne und fah­re da­für ger­ne mit ei­nem vir­tu­el­len pri­va­ten netz­werk nach ös­te­re­eich. das ren­nen heu­te in ös­te­reich konn­te zwar nicht viel mehr als dreis­sig pro­zent mei­ner auf­merk­sam­keit bin­den, war aber trotz­dem ganz span­nend. aber wirk­lich toll wa­ren die droh­nen­auf­nah­men, nicht mit der üb­li­chen droh­nen-vo­gel­per­spek­ti­ve, son­dern eine droh­ne, die den au­tos mit bis zu 300 km/h im tief­flug hin­ter­her­flog. kei­ne ah­nung was man ma­chen muss um für so­was bei ei­ner ver­an­stal­tung mit pu­bli­kum eine ge­neh­mi­gung zu be­kom­men, aber ös­te­reich hat­te ja noch kein ramm­stein. die bil­der wa­ren aber tat­säch­lich be­ein­dru­ckend.


beim spie­gel habe ich das schon öf­ter ge­se­hen: end­mar­ken. wenn ein spie­gel-ar­ti­kel zu­en­de ist, klascht der spie­gel ein logo-„S“ an den letz­ten ab­satz.

das kann ich auch, dach­te ich mir und klat­sche jetzt ei­nen hau­fen scheis­se, mei­nen shit-vote, bzw. „ich mag die­sen scheiss!“-but­ton an den letz­ten ab­satz — oder je nach­dem, wenn ein bei­trag nicht mit ei­nem ab­satz en­det, auch da­drun­ter.

aus­ser­dem habe ich den ar­ti­kel-fuss („foo­ter“), die kom­men­tar-sek­ti­on und die bei­la­ge ein biss­chen neu ge­ord­net, in der hoff­nung dass da­mit auch men­schen die nicht ich sind die funk­ti­on und den sinn (ein biss­chen) be­grei­fen. wenn nicht, ist auch nicht so schlimm, so­lan­ge mei­ne tex­te (ein biss­chen) ver­ständ­lich sind.


auch wit­zig (für mich) mei­ne mut­ter, die jetzt ja ein welt­ers­te und -ein­zi­ge wir­res.net-bei­trä­ge per email be­kommt, mein­te sie hät­te die letz­ten ar­ti­kel nicht ge­le­sen. dass habe ich ehr­lich­ge­sagt auch nicht an­ders er­war­tet, dass mein rei­gen an tech­ni­schen deep-di­ves ins AT­pro­to­koll, av­ti­vi­ty­pub, bubbles und mei­ne ma­schi­nen­raum-ge­schich­ten an ei­nem teil des pu­bli­kums vor­bei­ge­hen und dass die­ses pu­bli­kum ge­nau das tut, wei­ter­blät­tern („scrol­len“). das ist das schö­ne am in­ter­net: man kann den mas­sen­ge­schmack igno­rie­ren und ganz vie­le ni­schen­in­ter­es­sen („long tail“) be­die­nen und das ge­ziel­te igno­rie­ren funk­tio­niert.


apro­pos home as­sistant und au­to­ma­ti­sie­run­gen: pha­sen­wei­se habe ich mich da­mit ge­nau­so ma­nisch be­schäf­tigt, wie ich mich der­zeit ma­nisch mit die­ser web­site be­schäf­ti­ge. aber home as­sistant ist so freund­lich, dass es auch ohne mei­ne auf­merk­sam­keit mo­na­te­lang zu­ver­läs­sig funk­tio­niert. selbst ge­le­gent­lich leer­lau­fen­de bat­te­rien brin­gen das sys­tem und die sen­so­rik nicht zum er­lie­gen, auch weil ich vie­les red­un­dant auf­ge­setzt habe. trotz­dem habe ich der au­to­ma­ti­schen woh­nung heu­te noch­mal et­was auf­merk­sam­keit ge­schenkt, up­dates ein­ge­spielt, ka­put­tak­tua­li­sier­tes („brea­king ch­an­ges“) ge­fixt, bat­te­rien ge­tauscht und über-op­ti­mis­ti­sche-sen­sor-wert-va­li­die­run­gen, bzw. glät­tung. als ich die auf­ge­setzt habe, konn­te ich mir nicht vor­stel­len, dass am hof­fens­ter tem­pe­ra­tu­ren > 27°C auf­tre­ten (das ist im­mer im schat­ten). pus­te­ku­chen, in den letz­ten ta­genm gings öf­ter drü­ber. des­halb hat mei­ne sen­sor his­to­rie jetzt ab­ge­flach­te kur­ven und durch die fil­ter-an­pas­sung ein paar falsch­mes­sun­gen/aus­reis­ser nach un­ten.

home assistant screenshot von der temperaturaufzeichnung unseres thermometers im hoffenster

the agen­cy staf­fel 2 hat mich in den ers­ten paar fol­gen mit 4 par­al­le­len hand­lungs­strän­gen to­tal über­for­dert. aber mit je­der fol­ge ver­ste­he und fin­de ichs bes­ser. die ab­ge­fuckt­heit von ge­heim­dienst­ar­beit bringt die se­rie wirk­lich gut rü­ber, vor al­lem im ge­gen­teil zu den 2000 an­de­ren fil­men und se­ri­en die ge­heim­dienst­ar­beit ger­ne äs­the­ti­sie­ren, ri­di­küli­sie­ren oder glo­ri­fi­zie­ren. das macht the agen­cy zwar auch, sonst wäre es ja nicht eine fik­tio­na­le un­ter­hal­tungs­sen­dung, son­dern eine „true po­li­ti­cal crime“-se­rie auf net­flix.


das kli­ma­an­la­gen-/wär­me­pum­pen-rab­bit­ho­le, in das mar­kus kürz­lich ge­fal­len ist, habe ich ge­ra­de noch ver­mie­den. die bei­fah­re­rin hat vor ein paar jah­ren eine mo­bi­le, klei­ne kli­ma­an­la­ge für ihr ate­lier ge­kauft, die jetzt in mei­nem zim­mer steht und es auf er­träg­li­che 24,5°C kühlt. sie hat jetzt zwar auch in­ter­es­se an ei­nem wei­te­ren ge­rät an­ge­mel­det, weil die tem­pe­ra­tu­ren in ih­rem zim­mer jetzt auch auf über 25°C klet­tern. und mei­ne el­tern wol­len auch eine. und da soll ich dann so­wohl be­ra­ten als auch mon­tie­ren. aber das konn­te ich al­les gut in den win­ter schie­ben weil man jetzt oh­ne­hin nichts der­ar­ti­ges kau­fen kann.



kom­men­ta­re? is­so?

felix schwenzel in über wirres

ich stau­ne, wie vie­le men­schen bei goog­le nach „was­ser­me­lo­nen­sa­lat ot­to­lenghi“ su­chen. goog­le ver­rät mir, dass die­ser such­be­griff zwi­schen dem 18.06 und 24.06 fast 600 mal dazu ge­führt hat, dass mei­ne re­zept­sei­te dazu bei goog­le an­ge­zeigt wur­de. goog­le hat des­halb in den letz­ten ta­gen pro tag un­ge­fähr 60 men­schen hier­her ge­schickt. das fühlt sich bei­na­he an, wie frü­her, als goog­le der gröss­te fan von blogs war. jetzt liebt goog­le, die alte op­por­tu­nis­tin, of­fen­bar nur noch re­zep­te.

als ich die tage dar­über nach­dach­te ob und was mir die­se men­schen brin­gen, die von goog­le hier­her­ge­spült wer­den, stand ich auf dem schlauch. im­mer­hin pro­du­zie­ren sie eine me­trik und he­ben zwei mei­ner re­zep­te auf der rück­sei­te un­ter „meist­be­such­te sei­ten“ nach oben. ich habe über­legt ob ich eine ein­fach zu­gäng­li­che (re­zept) be­wer­tungs­funk­ti­on mit ⭐⭐⭐⭐⭐ an­bie­ten soll, weil ja nie­mand ver­steht, was das 💩 soll. dann dach­te ich, viel­leicht eine ein­fach zu­gäng­li­che kom­men­tar­funk­ti­on und habe mir noch­mal isso an­ge­schaut. das hat­te ich mir zu­letzt vor ei­nem jahr­zehnt an­ge­schaut als ha­l­os­can ein­ge­stellt wur­de. aus un­er­find­li­chen grün­den hat­te ich mich da­mals dann für dis­qus ent­schie­den, de­ren ja­va­script ich (op­tio­nal) un­ter mei­ne ar­ti­kel kleb­te.

je­den­falls war ich über­rascht wie un­kom­pli­ziert sich isso an­fühlt. kei­ne an­mel­dung und nach dem ab­sen­den des kom­men­tars bleibt der so­gar noch edi­tier­bar oder lösch­bar. kom­men­ta­re las­sen sich mit mark­down for­ma­tie­ren und das ganz lässt sich auch noch leicht mit do­cker in­stal­lie­ren. also erst­mal isso un­ter die zwei re­zep­te ge­klebt, die ge­ra­de so viel be­such be­kom­men.

dann habe ich ge­dacht, wenn selbst men­schen mit jahr­zenhn­ten in­ter­net­er­fah­rung von mei­nem jetz­ti­gen kom­men­tar­sys­tem über­for­dert sind und mich teil­wei­se per mail um be­die­nungs­tipps fra­gen, kann ich ja auch mal ei­nen re­gu­lä­ren bei­trag kom­men­tier­bar ma­chen und schau­en was pas­siert.

die­ser bei­trag ist also kom­men­tier­bar. name, email oder web­site sind op­tio­nal, le­dig­lich ja­va­script ist vor­aus­set­zung. moer­a­ti­on ist erst­mal de­ak­ti­viert. was hälst du von (isso-) kom­men­ta­ren un­ter bei­trä­gen auf wir­res.net?


nach­trag 20:00 uhr:
ich habe die kom­men­ta­re aus mau­rice komm­ents plug­in in isso im­por­tiert und erst­mal die kom­men­tar­f­un­ti­on kom­plett auf isso um­ge­schal­tet. isso-kom­men­ta­re wer­den jetzt über­all un­ter dem bei­trag an­ge­zeigt, aus­ser man klappt die kom­men­ta­re zu.

web­men­ti­ons, kom­men­ta­re auf mast­o­don oder blues­ky er­den erst­mal wei­ter­hin in der bei­lag an­ge­zeigt, aber ich hab plä­ne und idee das in zu­kunft zu ver­bes­sern und tech­nisch ele­gan­ter zu ma­chen.


mark­down-ge­döns — weils geht

felix schwenzel in über wirres

ge­le­gent­lich ma­che ich sa­chen nur weils geht. manch­mal er­ge­ben sich dann zu­fäl­lig an­de­re, gute sa­chen dar­aus.

vor zwei wo­chen hat­te ich die idee, dass ich bei­trä­ge ja auch als mark­down aus­lie­fern könn­te. seit­dem kann man im brow­ser ein­fach an eine bei­trags-adres­se ein .md hän­gen und der ar­ti­kel wird als text/mark­down ge­la­den:

dann las ich zu­fäl­lig über stan­dard.site und AT­pro­to und sah, dass ich den mark­down-text ein­fach mit ein paar me­ta­da­ten in mein PDS schrei­ben kann und das mark­down dann zu ei­nem or­dent­lich aus­se­hen­den html-bei­trag ge­r­en­dert wird, zum bei­spiel hier:

weil ich die mark­down-ver­si­on der bei­trä­ge auch im quell­text an­kün­di­ge, mit …

<link rel="alternate" type="text/markdown" title="markdown-gedöns — weils geht (Markdown)" href="https://wirres.net/articles/markdown-gedons-weils-geht.md">

… fin­den craw­ler und bots die mark­down-ver­si­on au­to­ma­tisch — wenn sie wol­len — und neh­men das an­ge­bot auch dan­kend an, wie ich in mei­nen logs sehe (der­zeit ca. 600 mark­down-da­tei­en-crawls pro tag).

von mir aus kön­nen sich craw­ler und bots hier aus­to­ben, so­lan­ge sie sich be­neh­men, höf­lich blei­ben und sich an die ro­bots.txt re­geln hal­ten. eine re­gel mit der ich mir ein­bil­de in den letz­ten jah­ren gut ge­fah­ren zu sein: in­hal­te die jün­ger als fünf jah­re sind dür­fen die craw­ler in­de­xie­ren, was äl­ter ist nur wenn ich es ex­pli­zit zur in­de­xie­rung frei­ge­ge­ben habe. ich weiss dass es nicht we­ni­ge arsch­loch-bots gibt, die sich nicht an die re­geln hal­ten, und das ich da­ge­gen (mo­men­tan) we­nig aus­rich­ten kann. was ich aber nicht ma­che: mark­down für bots ge­sperr­te in­hal­te aus­zu­spie­len.

ef­fek­tiv ste­hen hier also ca. 953 bei­trä­ge zur in­de­xie­rung be­reit. das stimmt na­tür­lich nicht ganz, in echt sind es 3483 bei­trä­ge die laut

zur in­de­xie­rung frei­ge­ge­ben sind. aber das sind vor al­lem „so­fort­bil­der“ (mein in­sta­gram ar­chiv, 2376 bei­trä­ge), check­ins (151) und sta­ti­sche sei­ten. eine lis­te die­ser 953 bei­trä­ge, die auch in­de­xiert wer­den dür­fen und kei­ne check­ins oder so­fort­bil­der sind, ste­hen jetzt auch in ei­ner über­sicht­li­chen lis­te zur ver­fü­gung:

lei­der kön­nen brow­ser heut­zu­ta­ge noch nicht na­tiv mark­down ren­dern, wes­halb der mark­down-text eben als plain­text an­ge­zeigt wird (aus­ser man in­stal­liert sich zum bei­spiel die­se chro­me-ex­ten­si­on).

zu die­sem the­ma hat sven ka­noldt kürz­lich nach­ge­dacht: What If Your Brow­ser Could Just Ask for Mark­down?

wäre es nicht toll, wenn brow­ser statt nur nach ei­nem html-do­ku­ment zu fra­gen, auch — falls brow­sen­de das wün­schen — auch nach ei­nem mark­down-do­kum­net fra­gen könn­ten? das wäre dann wie die sa­fa­ri rea­der funk­ti­on, die aus un­les­ba­ren sei­ten eine ver­ein­fach­te, gut les­ba­re ver­si­on ren­dert. zum le­sen von on­line-koch-re­zep­ten kann man mitt­ler­wei­le kaum noch html be­nut­zen, weil die rezpte fast im­mer in slop-tex­te ein­ge­bet­tet sind. ich lese re­zep­te on­line fast nur noch in mela. mark­down re­zep­te hin­ge­gen sind gut les­bar:

je­den­falls, für alle die sich fra­gen was das al­les soll: es än­dert sich nichts, aus­ser dass es jetzt eine schlan­ke, schnel­le über­sicht­sei­te al­ler ar­ti­kel gibt, die man­che viel­leicht über­sicht­li­cher oder schö­ner fin­den als die klas­si­sche start­sei­te mit 21 ar­ti­keln im voll­text:

und eben ne men­ge mark­down-ge­döns, das man ge­trost igno­rie­ren kann, was ich aber mal aus­pro­bie­ren woll­te, ob es geht. es zeigt sich: ja, es funk­tio­niert eine mark­down in­dex­sei­te mit ei­nem dün­nen ja­va­script-wrap­per auch jetzt schon ohne brow­ser ex­ten­si­on zu ren­dern. und ja, bots fres­sen ger­ne mark­down. und ja ich fin­de das fazz­i­nie­rend.

und ab­ge­se­hen da­von, spa­re ich jetzt mit do it yours­elf ei­nen hau­fen geld, weil cloud­fla­re das al­les was ich mir hier selbst ge­baut habe kun­den für viel geld ver­kauft:

Mark­down for Agents is available to Pro, Busi­ness and En­ter­pri­se plans, and SSL for SaaS cus­to­mers at no cost.

(pro plä­ne ver­kauft cloud­fla­re ab ca. 20 €/mo­nat, busi­ness geht bei 180 €/mo­nat los und en­ter­pri­se ab 2000 €/mo­nat. und ja, „con­tent nego­tia­ti­on hea­ders“ für mark­down hab ich auch ein­ge­baut.)


nach­trag: ich habe ge­mi­ni ge­be­ten ei­nen blick in den ma­sch­ei­nen­raum zu wer­fen („wenn du dir die hea­der von wir­res.net/ar­tic­les/mark­down-ge­dons… an­siehst, was siehst du, was fehlt, was ist un­ge­wöhn­lich?“). die ant­wort ver­ste­he ich als kom­pli­ment und habe sie in die bei­la­ge ko­piert.


ich mag pop­feed, dass ist ei­ner der we­ni­gen me­di­en­tra­cker, der auch „ab­sei­ti­ge“ sen­dun­gen wie die mit der maus oder die mit le­wis ham­mil­ton or­dent­lich tra­cken kann. po­ten­zi­al für in­ter­es­san­te ver­net­zun­gen ist da und al­les sieht le­cker aus.

was ich ver­mis­se ist eine or­dent­li­che API.

theo­re­tisch ist die mit dem AT­pro­to­koll, auf dem pop­feed ba­siert, ge­ge­ben, aber pop­feed hat sich ent­schie­den den PDS nur zum spei­chern zu nut­zen. das wird tech­ni­sche grün­de ha­ben, ist aber sehr scha­de. ich hät­te ger­ne mei­nen ei­ge­nen me­di­en­tra­cker mit pop­feed au­to­ma­tisch syn­chro­ni­sie­ren las­sen.

aber egal, dan ma­che ich das ma­nu­ell. al­les was ich sehe oder lese er­fas­se ich wei­ter­hin bei mir und tra­ge das dann mit ein paar klicks in pop­feed nach. die ios und web-apps sind an­stän­dig zu be­die­nen (wenn auch noch hier und da ein biss­chen bug­gy) und wie man am an­fang des strangs sieht, pro­du­ziert auch der „cross­post“ but­ton or­dent­li­che posts.

tl;dr: schau dir doch mal pop­feed an. mit dei­nem blues­ky-kon­to kannst ud dich dort ein­fach ein­log­gen und mir dann sa­chen emp­feh­len oder ei­ge­nes ge­guck­tes, ge­le­se­nes, ge­hör­tes oder ge­spiel­tes tra­cken.

https://pop­feed.so­cial/



durch rené zum ers­ten mal von in­the­weights.com ge­hört und auch aus­pro­biert.

in­the­weights.com fragt den ein­ge­ge­be­nen na­men bei meh­re­ren LLMs ab und ex­tra­hiert ir­gend­ei­ne me­trik und lis­tet auf, was die mo­del­le zum na­men zu sa­gen ha­ben. sieht aus sei­en GPT-5.5, GPT-5.4-mini und clau­de opus 4.8 nah dran, wäh­rend clau­de hai­ku 4.5 mich schon zum jour­na­lis­ten hal­lu­zi­niert und gem­ni 3.1 lite zum „lang­jäh­ri­gen“ co-au­toren von nerd­core macht. Deep­Seek V4 sieht mich gar als mit­grün­der von netz­po­li­tik.

GPT-5.5 says
Ger­man blog­ger, web de­ve­lo­per, and in­ter­net per­so­na­li­ty as­so­cia­ted with the blog wir­res.net.

GPT-5.4 Mini says
Ger­man blog­ger and web de­ve­lo­per, known for wri­ting on tech­no­lo­gy, start­ups, and in­ter­net cul­tu­re.

Clau­de Opus 4.8 says
Ger­man blog­ger and wri­ter known for his blog 'wir­res.net', ac­ti­ve in the Ger­man-lan­guage blogos­phe­re and in­ter­net cul­tu­re sce­ne.

Clau­de Hai­ku 4.5 says
Ger­man jour­na­list and me­dia pro­fes­sio­nal, though li­mi­t­ed pu­blic re­co­gni­ti­on wi­t­hout ad­di­tio­nal con­text.

Ge­mi­ni 3.1 Lite says
A Ger­man blog­ger, aut­hor, and long-time con­tri­bu­tor to the tech and cul­tu­re blog Nerd­core.

Kimi K2 0905 says
Ger­man blog­ger and co-foun­der of the me­dia blog 'wir­res.net', known for tech and in­ter­net cul­tu­re com­men­ta­ry.

Deep­Seek V4 says
Ger­man jour­na­list and aut­hor, known for tech and me­dia com­men­ta­ry, co-foun­der of netz­po­li­tik.org.

of­fen­sicht­lich und ab­ge­se­hen da­von mag ich die spiel­au­to­ma­ten-schrift von in­the­weights.com sehr. und ei­gent­lich mag ich pi­xel-bil­der von „TO­DAY’S HEA­VY­WEIGHTS“ auf der start­sei­te auch, ich bin ja schliess­lich mit nem C64 auf­ge­wach­sen.

pixeliertes bild von felix schwenzel (ki generiert)

aber das was GPT auf mei­ne auf­for­de­rung hin aus die­sem bild ge­macht hat, ist selbst für mich et­was dick auf­ge­tra­gen. fas­zi­nie­rend ist ein­zig, dass für das bild 256×256 pi­xel rei­chen.


den bes­ten ar­ti­kel zu künst­li­cher in­tel­li­genz hab ich heu­te von chris­ti­an stö­cker ge­le­sen.

Micah Nathan bringt am Mas­sa­chu­setts Institute of Tech­no­lo­gy Leuten das kreative Schreiben bei [und berichtet]: Alle in seinem Workshop hatten KI zum kreativen Schreiben benutzt, was er an ihren Texten merkte. Manche gestanden es trä­nen­reich und sogar voller Selbst­ekel. Seine Schluss­fol­ge­rung: »Die Gefahr besteht nicht darin, dass die KI Autoren ersetzen oder meinen Workshop über­flüs­sig machen wird. Die Gefahr ist, dass die Stu­die­ren­den sich daran gewöhnen, die Reibung zu über­sprin­gen, die vorher ihren Schreib­pro­zess sichtbar machte.«

chris­ti­an stö­cker bringt das pro­blem mit der künst­li­chen in­tel­li­genz auf ei­nen pas­sen­den nen­ner aus der ko­gni­ti­ven psy­cho­lo­gie:

den »ko­gni­ti­ven Geiz­kra­gen«. In Kurz­form: Wir stren­gen un­ser Ge­hirn un­gern an. Wenn wir nicht müs­sen, las­sen wir es lie­ber.

die­se denk und lern­faul­heit zu über­win­den loh­ne sich, weil ler­nen, üben oder die „Rei­bung“ der denk­pro­zes­se zu über­win­den eben be­frie­di­gung ver­schaf­fen und tü­ren öff­nen. chris­ti­an stö­cker und wahr­schein­lich auch die ko­gni­ti­ve psy­cho­lo­gie plä­die­ren da­für sich mehr an­zu­stren­gen, bzw. we­ni­ger be­quem zu sein:

Dem ko­gni­ti­ven Geiz­kra­gen nach­zu­ge­ben und in­tel­lek­tu­el­les Out­sour­cing zu be­trei­ben, mag zwar be­quem sein, es macht aber we­der klug noch zu­frie­den.

ich wür­de ger­ne „neu­gier“ er­gän­zen. ich ma­che din­ge nicht selbst um selbst­dis­zi­plin zu üben, son­dern meist um mei­ne neu­gier zu be­frie­di­gen. raus­zu­fin­den wie et­was ge­nau funk­tio­niert kann ich am bes­ten in­dem ich es selbst ma­che. und selbst ma­chen er­for­dert ler­nen, üben und wie­der­ho­lung.

ich habe auch ir­gend­wann er­kannt, dass ich ge­se­he­nes oder ge­le­se­nes bes­ser ver­ste­he und mehr da­von habe, wenn ich drü­ber schrei­be. ei­gent­lich wür­de ich jetzt auch lie­ber auf dem sofa sit­zen und die neue fol­ge house of the dra­gon gu­cken als auf dem sofa zu sit­zen und über chris­ti­an stö­ckers ko­lum­ne nach­zu­den­ken. aber die neu­gier, der mit­tei­lungs­drang und das be­dürf­nis nach (ein biss­chen) in­tel­lek­tu­el­ler an­er­ken­nung treibt mich zum be­dürf­nis­auf­schub. das ist auch der wah­re grund, war­um ich ein­mal pro jahr ei­nen re­pu­bli­ca vor­trag schrei­ben möch­te: um mir selbst zu be­wei­sen, dass ich in eine ma­te­rie tief ge­nug ein­stei­gen kann, ohne mich völ­lig lä­cher­lich zu ma­chen. vorraus­set­zung ist na­tür­lich, dass das the­ma, in das ich tie­fer ein­stei­gen möch­te mich auch in­ter­es­si­ert, mei­ne neu­gier weckt.

auch hier ist ein wich­ti­ger aspekt: wenn ich et­was ler­nen oder et­was sel­ber ma­chen oder selbst zu ma­chen ler­nen will, ste­cke ich oft deut­lich mehr ar­beit rein, als an­de­re für ver­nünf­tig hal­ten wür­den.


ich glau­be ste­fan nig­ge­mei­er hat auch ei­nen sehr gu­ten text über ki ge­schrie­ben. nur lei­der kann ich ihn nicht le­sen, weil ich kein SZ-abo habe.

er­satz­wei­se bie­tet er an die­sen text von am­bros waibel in der taz zu le­sen. das the­ma schöp­fung­hö­he oder tie­fe im jour­na­lis­mus geht mir schon lan­ge im kopf rum. con­stan­tin seibt hat mal ge­schrie­ben:

Das Kon­zept von kom­pri­mier­ter Zeit ist auch das der Grund, war­um Leu­te gern le­sen: Sie ma­chen ein blen­den­des Ge­schäft. In ei­ner Mi­nu­te ha­ben sie eine Stun­de frem­de Denk­ar­beit oder mehr ge­won­nen.

das ge­fühl „kom­pri­mier­te Zeit“ zu kon­su­mie­ren habe ich bei klas­si­chen jour­na­lis­ti­schen pro­duk­ten im­mer we­ni­ger. oft spü­re ich die­ses phä­no­men aber in be­stimm­ten you­tube-ka­nä­len, wo nicht nur mit neu­en ar­ten der in­for­ma­ti­ons-dar­rei­chung ex­pe­ri­men­tiert wird, son­dern eben auch merk­lich viel denk­ar­beit in­ves­tiert wird. das kann auch da­mit zu tun ha­ben, dass er­folg­rei­che you­tube-ka­nä­le das pro­blem der fi­nan­zie­rung ge­löst ha­ben (wenn auch auf eine sehr pre­kä­re oder un­nach­hal­ti­ge art) und des­halb kräf­tig in re­cher­che und krea­ti­on in­ves­tie­ren kön­nen.

das ge­gen­teil, der man­gel an spür­ba­rer denk­ar­beit ist das, was men­schen dazu bringt sich von be­stimm­ten dar­rei­chungs­for­men ab­wen­den oder KI-ge­döns als schlam­pe­rei (slop) be­zeich­nen.

und viel­leicht …

… fragt jan­nis scha­ka­ri­an. aus­ser­dem pas­send:

Alles muss man selber machen lassen!


hun­de­strand lub­min 2026

felix schwenzel in bilder

je­des jahr im juni oder juli ist es der bei­fah­re­rin da­nach mal an den strand zu fah­ren. also fah­ren wir drei stun­den lang zur ost­see, nach lub­min, an den hun­de­strand. wir sind je­des­mal da­von über­rascht wie ru­hig und kühl es dort ist. in ber­lin gin­gen die tem­pe­ra­tu­ren, trotz ei­nes un­wet­ters, bis auf 30°C hoch, in lub­min blieb es un­ter 22°C. vom park­platz aus ge­hen wir ge­ra­de mal 10 mi­nu­ten nach wes­ten und sind dann prak­tisch al­lei­ne am strand.

fri­da ist am was­ser all­ge­mein et­was ge­stresst und be­kommt ihre auf­re­gung nicht gut in den griff. aber wenn sie mit der bei­fah­re­rin ins was­ser geht, schwimmt sie wie ein schnell­boot und schwimmt stän­dig krei­se um die bei­fah­re­rin. ganz all­ge­mein habe ich im­mer wie­der den ein­druck, dass sie zwi­schen fort­be­we­gung an land und im was­ser nicht gross­ar­tig un­ter­sch­ei­det, so na­tür­lich geht ihr bei­des aus der hand. ich bin mir auch nicht si­cher was sie mehr in auf­re­gung ver­setzt, der sand oder das was­ser.

beim am strand lang lau­fen ent­spannt sie dann auch ein biss­chen. lau­fen ent­spannt, ganz all­ge­mein, al­les und im­mer.

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blog­dings 2004 und jetzt

felix schwenzel in artikel

vier netnewswire icons von 2006 bis heu­te

face­book gibts seit 2004, aber es dau­er­te noch min­des­tens vier jah­re, bis man es in deutsch­land be­nut­zen konn­te. so­zia­le netz­wer­ke ent­stan­den in die­ser zeit ge­ra­de, in die­sem bei­trag von 2004 er­wäh­ne ich ei­nen dienst der „fri­enster“ hiess und an den ich mich nicht mal mehr er­in­nern kann. über das blog­gen schrieb ich da­mals das hier:

die per­son hin­ter ei­nem web­log, ihre glaub­wür­dig­keit und das ver­trau­en das sie sich er­schrie­ben hat, steht am an­fang. je­des blog ist durch links, link-hubs und link-zäh­ler, ag­gre­ga­to­ren, blogrolls und kom­men­tar­funk­tio­nen in eine art so­zia­les netz von ver­trau­en, emp­feh­lun­gen und be­wer­tun­gen ein­ge­bet­tet. die­ses so­zia­le netz geht jetzt schon über sys­te­me wie „fri­enster“ hin­aus. es funk­tio­niert vor al­lem jetzt schon.

blogs funk­tio­nier­ten da­mals „in sich“, sie ver­netz­ten sich im wort­sinn durch ge­gen­sei­ti­ge ver­lin­kun­gen, in­ter­ak­tio­nen (kom­men­ta­re), blogrol­len (link­lis­ten) und durch die hil­fe von ag­gre­ga­to­ren und teil­wei­se auch such­ma­schi­nen. aus­ser­dem wa­ren blogs im­mer schon abon­nier­bar mit RSS. das war tech­nisch et­was an­spruchs­vol­ler als eine web­sei­te/ein blog im brow­ser auf­zu­ru­fen, aber gute RSS-rea­der oder -cli­ents gabs auch schon da­mals. der reiz, da­mals wie heu­te, von RSS ist na­tür­lich die ag­gre­ga­ti­on: neue ar­ti­kel wer­den oben an­ge­zeigt, wie in ei­nem blog, nur dass man sich in sei­nem rea­der dut­zen­de oder hun­der­te blogs zu­sam­men­stel­len konn­te und so den über­blick über neue bei­trä­ge be­hal­ten konn­te.

nicht zu un­ter­schät­zen, un­ge­fähr 2005 kam goog­le mit dem goog­le rea­der. der goog­le rea­der mach­te RSS-feeds ein­fach zu­gäng­lich. ich weiss nicht mehr wie das ge­nau funk­tio­nier­te, aber die ein­gangs­schwel­le zum goog­le rea­der war nied­rig und ein­mal drin war es ein­fach blogs zu fol­gen. et­was spä­ter ka­men emp­feh­lungs­funk­tio­nen für ein­zel­ne bei­trä­ge dazu, mit dem man ge­le­se­ne bei­trä­ge wei­ter­emp­feh­len und (wenn ich mich recht er­in­ne­re) auch mit ei­nem kom­men­tar ver­se­hen konn­te.

2013 en­de­te der goog­le rea­der, weil goog­le eine be­klopp­te idee na­mens goog­le plus hat­te. wozu das gut sein soll­te ver­stand da­mals aus­ser­halb von goog­le nie­mand und ir­gend­wann ver­stand das bei goog­le auch nie­mand mehr und goog­le plus wur­de auch ein­ge­stellt. vie­le sa­hen das als eine art to­des­stoss für blogs, aber we­der das ende des goog­le rea­ders, noch face­book oder twit­ter wa­ren das ende von blogs. blogs ver­schwan­den le­dig­lich wie­der in ihre ni­schen, in de­nen sie auch vor­her schon wa­ren, et­was aus­ser­halb der wahr­neh­mung des main­streams.


jetzt habe ich weit aus­ge­holt, ob­wohl ich ei­gent­lich nur sa­gen woll­te, dass ich, als ich mein zi­tat oben las, dach­te: das wür­de ich heu­te ge­nau so schrei­ben. blogs funk­tio­nie­ren, blogs sind wei­ter­hin da. man­che ver­schwin­den, vie­le neue tau­chen auf, und stän­dig fin­det man per­len, in­spi­ra­ti­on, un­ter­hal­tung, kon­tro­ver­sen oder se­ren­di­pi­tät — wenn man im strom ein biss­chen mit­schwimmt.

und was mich in den letz­ten ta­gen im­mer wie­der fas­zi­niert hat ist das auf­pop­pen (in mei­nem sicht­feld) von span­nend­ne „neu­en“ tech­no­lo­gien (#at­pro­to, #ac­ti­vi­ty­pub), apps und ag­gre­ga­to­ren die das po­ten­zi­al ha­ben dem gan­zen (im­mer) wie­der neu­en schwung zu ver­lei­hen.

bubbles, ein re­la­tiv neu­er, tol­ler ag­gre­ga­tor mit vo­ting emp­feh­lungs- und kom­men­tar­funk­ti­on, lahmt im deutsch­spra­chi­gen be­reich noch ein biss­chen, aber im eng­lisch­spra­chi­gen brummts. mau­rice schrieb in ei­nem kom­men­tar:

in­zwi­schen ist [bubbles] bei mir der haupt-re­fer­rer über den le­se­rin­nen auf mei­ne sei­te kom­men. Au­ßer­dem stö­be­re ich dort auch echt ger­ne.

das er vie­le be­su­cher von dort be­kommt liegt wahr­schein­lich auch dar­an, dass er (auch) eng­lisch schreibt (sei­ne pro­fil­sei­te bei bubbles zeigt auf die eng­li­sche ver­si­on sei­ner web­site), bei mir schau­felt riv­va der­zeit noch mehr be­su­cher als fast jede an­de­re web­site rü­ber. top re­fer­rer in den letz­ten 12 mo­na­ten:

tat­sa­che ist aber, auch jetzt funk­tio­nie­ren blogs min­des­tens so gut, wenn nicht so­gar bes­ser als 2004. ei­ner­seits na­tür­lich weil si­gni­fi­kant mehr leu­te ins in­ter­net schrei­ben, weil es RSS, riv­va, blogrol­len, web­rin­ge gibt, weil ins in­ter­net schrei­ben­de sich wei­ter ge­ge­sei­tig ver­lin­ken und weil sich wei­ter vie­le men­schen ge­dan­ken dar­über ma­chen, wie man tech­no­lo­gien, platt­for­men, pro­to­kol­le wei­ter­ent­wi­ckeln kann um dem gan­zen noch­mal mehr schwung zu ge­ben.

ein an­de­rer grund war­um das gan­ze blog­dings wei­ter brummt fällt mir mor­gens oft beim ers­ten kaf­fee auf, wenn sich mir (in etwa) die­ses bild prä­sen­tiert:

screenshot aus meinem mastodon-client phappy mit drei zeitlich eng beieinanderliegenden posts von markus pfeifer (7:39), kaltmamsell (6:29) und buddenbohm (6:01)
meq 7:39, kalt­mam­sell 6:29, bud­den­bohm 6:01

die kon­stanz man­cher ins in­ter­net­schrei­ben­den ist be­ein­dru­ckend. je­den tag zwi­schen 6 und 7 uhr tau­chen ma­xi­mi­li­an bud­den­bohm und die kalt­mam­sell bei mir in den feeds auf. oft ganz nah dran: mar­kus. es scheint (wei­ter­hin) sehr vie­le men­schen zu ge­ben, für die die lek­tü­re be­stimm­ter blogs zur mor­gen- oder ta­ges­rou­ti­ne ge­hört. ich hab we­nig ah­nung für wie vie­le men­schen mei­ne tex­te zur rou­ti­ne ge­hö­ren, aber ich freue mich na­tür­lich im­mer sehr, wenn ich an­de­re mit in mei­ne rab­bit­ho­les reis­sen kann oder zu­min­dest dazu in­spi­rie­ren kann, mal kurz ei­nen blick auf din­ge zu wer­fen über die ich mich ge­ra­de freue.

tl;dr: be­rich­te über den tod des of­fe­nen webs sind stark über­trie­ben.


das ar­ti­kel­bild zeigt net­news­wire icons von 2006 bis heu­te.

sie­he auch:


gu­ter, aus­führ­li­cher er­klär-ar­ti­kel von jan mon­tag über die „gute Idee“ AT­pro­to, also das pro­to­koll das hin­ter blue-, black- oder eu­ro­s­ky steckt.

[Da­mit wird] theo­re­tisch mög­lich […], dass du dei­ne Iden­ti­tät end­lich mit­neh­men kannst. Über­leg dir die Lö­schung dei­nes In­sta­gram oder Face­book oder X Ac­counts. Das wars. nicht so jetzt. Hier kann du die App wech­seln und trotz­dem al­les mit­neh­men.

auf ei­nem PDS, dem „per­so­nal data ser­ver“, sind beim AT­pro­to­koll alle da­ten ge­si­chert, in ver­schie­de­nen schich­ten, die iden­ti­tät, der so­zia­le graph, bei­trä­ge, app-da­ten. der PDS wird von je­man­dem zen­tral be­trie­ben, lässt sich aber um­zie­hen, mit al­len da­ten und (im prin­zip) auch mit dem be­nut­zer­na­men. APPs sind im prin­zip das schau­fens­ter auf die­se da­ten.

mein PDS liegt der­zeit noch bei blues­ky, in den USA. weils geht und aus prin­zip wer­de ich den in nächs­ter zeit zu eu­ro­s­ky mi­grie­ren. da­mit soll­te sich we­der et­was an mei­nem blues­ky-kon­to än­dern, noch auf ir­gend­ei­nem an­de­ren kon­to das ich mit mei­nem AT­mo­sphe­re-kon­to nut­ze (zum bei­spiel stan­dard-rea­der, blen­to, sill oder pop­feed).

so ei­nen PDS kann je­der be­trei­ben, al­ler­dings ist das ge­nau­so un­dank­bar und viel ar­beit, wie ei­nen ei­ge­nen mail- oder mast­o­don-ser­ver zu be­trei­ben:

Fö­de­ra­ti­on ist nicht schwer, weil Pro­to­kol­le schwer sind. Fö­de­ra­ti­on ist schwer, weil Be­trieb schwer ist. Up­dates, Ab­u­se, Spam, DDoS, Mo­de­ra­ti­on, recht­li­che Ge­schich­ten, Kos­ten, Back­ups – das ist nicht ro­man­tisch, das ist All­tag. Und die­ser All­tag führt fast au­to­ma­tisch dazu, dass sich wie­der zen­tra­le An­lauf­stel­len bil­den.

jans fa­zit, trotz­dem und mit ei­nem auf­ruf zur wach­sam­keit:

AT­Pro­to ist eine wirk­lich ele­gan­te Idee: Schich­ten tren­nen, Iden­ti­tät por­ta­bel ma­chen, Apps aus­tausch­bar ma­chen. Blues­ky hat da­mit ein Fens­ter ge­öff­net.

Aber Fens­ter sind nur Fens­ter. Wenn du nicht durch­gehst, wird es wie­der zu­ge­mau­ert.

und sei­ne kurz­fas­sung um den un­ter­schied zwi­schen AT­pro­to (at­mo­sphe­re) und Ac­ti­ty­Pub (fe­di­ver­se) zu er­klä­ren:

Fe­di­ver­se = „vie­le Dör­fer, Post wird zwi­schen Rat­häu­sern aus­ge­tauscht“;
AT­Pro­to = „du hast dein ei­ge­nes Haus (PDS), aber die gro­ßen Stra­ßen­kar­ten (In­dex/App­View) ent­sch­ei­den, wer dich fin­det.“

ich wür­de er­gän­zen:

fe­di­ver­se: vie­le au­to­no­me dör­fer, die sich auf ein aus­tausch­for­mat ge­ei­nigt ha­ben, die da­ten aber im dorf spei­chern.
at­mo­sphe­re: gros­se da­ten­la­ger­häu­ser die mit glas­fa­ser ver­netzt sind, an die sich dör­fer, bast­ler, werk­stät­ten oder kon­zer­ne an­do­cken kön­nen und ge­re­gel­ten zu­griff auf die la­ger­be­stän­de be­kom­men und auch selbst la­ger­flä­che an­mie­ten kön­nen. die in­hal­te (fast) al­ler la­ger­be­stän­de sind — nach be­stimm­ten re­geln — auch wie­der für alle an­de­ren zu­gäng­lich.

bei­de pro­to­kol­le ha­ben ihre vor und nach­tei­le. wir brau­chen kei­ne mo­no­kul­tu­ren, im ge­gen­teil, RSS ist nicht durch ac­ti­vi­ti­Pub über­flüs­sig ge­wor­den, stan­dard.site wird RSS auch nicht ver­drän­gen. pro­to­kol­le kön­nen ne­ben­ein­an­der exis­tie­ren, man kann brü­cken bau­en, pro­to­kol­le könn­nen zu­sam­men­wach­sen oder sich spe­zia­li­sie­ren. in bei­den ge­nann­ten pro­to­kllen ste­cken un­ge­ho­be­ne po­ten­zia­le — und das ist das ei­gent­lich span­nen­de.

ich für mei­nen teil spre­che ger­ne mit al­len. ich mag es, wenns ein biss­chen kom­pli­ziert ist.

p.s.: hier kann man jan mon­tags ar­ti­kel (wie ich) hoch­vo­ten: https://bubbles.town/ent­ry/38217373
(man muss sich nur mit sei­nem fe­di­ver­se hand­le an­mel­den)



durch die nacht fah­ren

felix schwenzel in notiert

ich habe 40 mi­nu­ten die­ses acht­stün­di­gen vi­de­os ge­se­hen und ge­hört, das vol­ker we­ber bei sich ein­ge­bet­tet hat. nach zwei mi­nu­ten habe ich aus un­er­klär­li­chen grün­den da­mit ge­rech­net, dass sich der bal­kon, auf dem le­wis ha­mil­ton sitzt, als der bal­kon ei­nes kreuz­fahrt­schiffs her­aus­stellt und lang­sam aus dem ha­fen von mo­na­co her­aus­glei­tet.

ich sit­ze sehr ger­ne auf bal­ko­nen, aber noch lie­ber hin­ter ge­öff­ne­ten bal­kon­tü­ren. hin­ter bal­kon­tü­ren kommt mir die mö­blie­rung meis­tens mehr ent­ge­gen als auf dem bal­kon. ich sit­ze ger­ne am schreib­tisch, auf ei­nem sofa oder lie­ge ger­ne im bett. auf dem bal­kon selbst ist das meis­tens nicht mög­lich. der stuhl auf dem le­wis ha­mil­ton im vi­deo sitzt, sieht auch nicht be­son­ders ge­müt­lich aus. ich ver­mu­te hin­ter der bal­kon­tü­re könn­te er ge­müt­li­cher sit­zen.

im win­ter seh­ne ich die zeit her­bei, in der ich zu­hau­se die bal­kon­tür wie­der öff­nen kann. ich mag es, wenn vor dem bal­kon die welt vor­bei­zieht. die ge­räu­sche die von draus­sen nach in­nen drin­gen sind nicht im­mer an­ge­nehm oder ent­span­nend, aber das sind sie in ca­fés auch nicht im­mer — und trotz­dem fin­den fast alle men­schen café-ge­räusch­ku­lis­sen an­ge­nehm. so wie fast alle men­schen kaf­fee­haus-ge­räusch­ku­lis­sen an­ge­nehm fin­den, fin­de ich stras­sen­lärm an­ge­nehm. viel­leicht auch, weil die­se ge­räusch­ku­lis­se den kon­trast zur re­la­ti­ven ruhe der nacht deut­lich macht. ruhe ist ja im­mer re­la­tiv. oder an­ders ge­sagt ab­so­lu­te ruhe ist un­an­ge­nehm. ruhe bei der es plät­schert, zwit­schert, glo­cken klin­gen oder men­schen lei­se re­den ist die bes­te.

nachts ge­müt­lich, bei (re­la­ti­ver) ruhe hin­ter ei­ner ge­öff­ne­ten bal­kon­tür zu sit­zen ist toll, aber noch bes­ser ist es, wenn der bal­kon lei­se durch was­ser glei­tet. ge­nau das ist die ein­drück­lichs­te er­in­ne­rung die ich an mei­ne letz­te, ers­te und ein­zi­ge kreuz­fahrt habe. da sass ich nachts, bei (re­la­tiv) ab­so­lu­ter rühe hin­ter der ge­öff­ne­ten bal­kon­tür mei­ner ka­bi­ne, draus­sen plät­scher­te das was­ser lei­se und am ho­ri­zont sah ich lich­ter von sied­lun­gen an land vor­bei­zie­hen. das war toll und ich den­ke da oft dran.

mit dem zug durch die nacht zu fah­ren ist auch toll. aber züge sind zu schnell, als das man län­ger als fünf mi­nu­ten ge­müt­lich hin­ter ei­nem ge­öff­ne­ten zug­fens­ter sit­zen könn­te.

blick auf die nächtliche ostsee von einem schiff aus, am horizont sieht man lichter, der himmel ist leicht erleuchtet

bubbles und ri­vers, blog­dings und auf­find­bar­keit

felix schwenzel in notiert

ich habe mich jetzt ta­ge­lang über neue „dis­co­very“ mög­lich­kei­ten in der AT­mo­sphe­re für blogs ge­freut. die bei­trä­ge al­ler blogs der welt, die ihre bei­trä­ge im stan­dard.site-do­ku­men­ten-for­mat ver­öf­fent­li­chen, sehe ich zum bei­spiel hier auf­ge­lis­tet: stan­dard-rea­der.app/dis­co­ver oder pckt.blog/read oder leaf­let.pub/rea­der.

stan­dard.rea­der.app lis­tet ge­ra­de 5.600 blogs auf die es kennt. als ich heu­te früh ge­guckt und ei­nen screen­shot ge­macht habe, wa­ren es noch 5.500. in 15 stun­den kom­men of­fen­bar um die 100 blogs dazu. zum gros­sen teil liegt das wohl an mat­thi­as pfef­fer­le und sei­nem AT­mo­sphe­re word­press plug­in.

das mit der auf­find­bar­keit funk­tio­niert auch, eben wur­de mir auf stan­dard-rea­der.app das blog mit der zi­tro­ne vor­ge­schla­gen (riv­va auch). seit kur­zem gibts auf der dis­co­very-sei­te von stan­dard-rea­der.app auch fil­ter und such­op­tio­nen. ich fin­de stän­dig neu­en le­se­stoff, mo­men­tan, na­tur­ge­mäss, oft tech­ni­klas­tig, hier und hier ger­ne ge­le­sen.

was dem gan­zen noch fehlt ist — na­tür­lich — RSS, aber das kann man sich viel­leicht ganz schnell bau­en mit der (auch neu­en) stan­dard-rea­der-api.


in mei­nem RSS-rea­der, der im­mer noch mei­ne pri­mä­re le­se­stel­le ist, habe ich heu­te bei waxy.org bubbles.town ent­deckt. ei­gen­be­schrei­bung für die deutsch­spra­chi­ge va­ri­an­te:

300 un­ab­hän­gi­ge Blogs. Eine Start­sei­te. Sor­tiert nach Ak­tua­li­tät und durch dei­ne Vo­tes.

und für die eng­lisch­spra­chi­ge va­ri­an­te:

5034 in­de­pen­dent, per­so­nal blogs. One front page. Ran­ked by vo­tes and fresh­ness, shaped by you.

ich fin­de an bubbles al­les gut. mi­ni­ma­les de­sign, dark­mo­de (au­to­ma­tisch, op­tio­nal), knap­pe, aber in­for­ma­ti­ve blog­pro­fi­le mit „fol­gen“ op­ti­on, zum fol­gen und vo­ten an­mel­dung über ein vor­han­de­ne­nes mast­o­don, bzw. fe­di­ver­se kon­to und klu­ge RSS-feed-op­tio­nen.

wirk­lich toll, be­son­ders hat mich ge­freut, dass ich mich mit mei­nem goto-so­cial-kon­to an­mel­den kon­to, das funk­tio­niert sonst an­ders­wo oft nicht, we­gen der kon­zen­tra­ti­on auf mast­o­don. kein wun­der, weil der ma­cher, „Ben aus Mül­heim an der Ruhr“, auch goto-so­cial für bubbles nutzt. so er­klärt er es:

Bubbles ver­öf­fent­licht je­den neu­en deutsch­spra­chi­gen Ar­ti­kel auch im Fe­di­ver­se über @bubbles_de@so­cial.bubbles.town. Ant­wor­ten auf die­se Posts er­sch­ei­nen als Kom­men­ta­re auf Bubbles.

auf der deut­schen front­pa­ge ist die be­tei­li­gung am vo­ten oder kom­men­tie­ren noch et­was maum aber auf der eng­li­schen ist ei­ni­ges los. und das führt auch zu tol­len auf­fin­dun­gen: „I wan­ted Bear Blog, but for my pho­tos


ich stel­le fest, die blog­re­nais­sance die ich vor ein paar wo­chen lei­se und noch ein biss­chen zwei­felnd zu be­ob­ach­ten glaub­te ist ziem­lich real. riv­va lebt und wächst, die öko­sy­te­me um ac­ti­vi­ty­Pub und AT­pro­to sind irre frucht­bar und las­sen lau­ter span­nen­de sa­chen wach­sen, blog­platt­for­men spries­sen und die leu­te schrei­ben und schrei­ben ins in­ter­net.

je­re­my her­ve schreibt …

stan­dard.site is built to be ex­ten­ded; its own docs say the exis­ting pro­per­ties “should not be seen as cons­traints, but ra­ther as start­ing points.” So go­ing off and buil­ding your own thing is the in­ten­ded move, not a hack. That’s the same en­er­gy that makes the who­le at­mo­sphe­re feel vi­brant and fast right now. Ever­yo­ne is ship­ping new things every day, is fin­ding new crea­ti­ve things to store on PDS. The down­si­de is so­lu­ti­ons that don’t talk to each other.

… und das ist ge­nau wie ich es ge­ra­de emp­fin­de, die AT­mo­sphe­re, das fe­di­ver­se, füh­len sich ge­ra­de un­ge­heu­er le­ben­dig und dy­na­misch an, über­all pop­pen in­ter­es­san­te din­ge auf, mög­li­cher­wei­se auch durchs vibe-coden be­schleu­nigt.

find ich gut, wei­ter so, dem­nächst mehr.


ich habe ge­mi­ni um eine ein­schät­zung mei­nes tex­tes ge­be­ten. es hat eine gute be­ob­ach­tung ge­macht, die ich ger­ne zi­tie­ren möch­te, weil ich den ge­dan­ken auch hat­te, aber nicht „web 4.0“ schrei­ben woll­te:

Dein Text be­schreibt ei­nen „Som­mer der Pro­to­ty­pen“. Es fühlt sich an wie das Web von 2004, aber mit den tech­ni­schen Mus­keln von 2026.


nach­trag 18.06.2026:
hier ist bens bubbles blog, mit neu­ig­kei­ten und war­um er bubbles ge­baut hat. aus­ser­dem sehe ich dort, dass es eine bubbles API gibt, mit der man die vote-an­zahl und bubbles id ho­len kann. sie­he auch „Nai­ve Ben Meets Nai­ve Bayes“.