pfle­ge­be­düf­ti­ges smar­thome

felix schwenzel in artikel

auch weil ich in den letz­ten ta­gen als re­ak­ti­on auf anje ge­le­gent­lich (eins, zwei) über die au­to­ma­ti­sche woh­nung ge­schrie­ben habe, habe ich ges­tern und heu­te ver­mehrt dar­über nach­ge­dacht was der be­trieb ei­ner au­to­ma­ti­schen woh­nung im all­tag be­deu­tet. auf­wand durch au­to­ma­ti­sie­rung zu spa­ren ist näm­lich eine men­ge auf­wand. ir­gend­was ist im­mer. vor al­lem bat­te­rien. aber auch schwä­cheln­de ge­rä­te, firm­ware- und soft­ware-up­dates und und und.

wenn ich die au­to­ma­ti­sche woh­nung von grund auf neu bau­en wür­de, hät­ten alle sen­so­ren, schal­ter und ak­to­ren ein ka­bel. das wäre auch für die zu­ver­läs­sig­keit ein vor­teil. aber es geht auch re­tro­fit­ted, non-in­va­siv, ka­bel­los, bzw. im misch­be­trieb. be­deu­tet halt oft fum­me­lei und er­höh­ten pfle­ge­be­darf.


in der letz­ten wo­che ging die funk-/atom­uhr in der kü­che nach. nor­ma­ler­wei­se freue ich mich fast täg­lich dar­über, dass die alte, schrit­ti­ge ikea uhr den se­kun­den­zei­ger an der glei­chen stel­le hat, wie mei­ne ap­ple watch. des­halb war ich tief­trau­rig, als sie 5 mi­nu­ten hin­ter­her­ging. aber nach kur­zem nach­den­ken war klar: es muss die bat­te­rie sein: bat­te­rie ge­tes­tet, war schwach, ge­tauscht, uhr stell­te sich wie­der se­kun­den­ge­naiu ein. puh.

eine an­de­re bat­te­rie be­rei­te­te mir mehr kopf­zer­bre­chen. un­ser mac mini von 2012, auf dem frü­her al­les lief (home as­sistant, plex, da­tei­ser­ver, fern­zu­gang) — bis ich nach und nach fast alle auf­ga­ben auf li­nux-ser­ver mi­grier­te — woll­te ges­tern nach ei­nem har­ten shut­down nicht mehr star­ten. er mach­te kei­nen mucks mehr, so dass ich schon dach­te, das netz­teil sei ka­putt. nach ein paar stun­den de­bug­ging stell­te sich aber raus, dass es die CMOS-bat­te­rie sein muss. nach­voll­zieh­bar, dass die nach 14 jah­ren schwä­chelt, aber für den tausch wer­de ich den gan­zen mac mini aus­ein­an­der­bau­en müs­sen. das habe ich schon zwei­mal ge­macht, weil die fest­plat­te auch schon zwei­mal ge­tauscht wer­den muss­te. die bat­te­rie hat also schon 2-3 fest­plat­ten über­lebt.

nach­dem der mac mini ges­tern auf­gab, ver­such­te ich nach­zu­den­ken was der mac mini ei­gent­lich noch macht. mir fiel nur noch ein, dass er eine ko­pie un­se­rer icloud fo­to­me­dia­the­ken zieht und die auf eine back­up-plat­te ko­piert. aus­ser­dem sind fest­plat­ten an den mac mini ge­stöp­selt mit al­tem scheiss und back­ups auf die wir sel­ten aber ge­le­gent­lich zu­grei­fen möch­ten. aus­ser­dem lau­fen über den mac ein paar mit syn­c­thing syn­chro­ni­sier­te ord­ner, die der mac mit time-ma­chi­ne si­chern soll.

er zeig­te auch ein ver­ein­fach­tes home as­sistant da­sh­board an, dass ich per VNC auf ein al­tes ipad bea­me, des­sen brow­ser zu alt ist um home as­sistant da­sh­boards über­haupt noch dar­stel­len zu kön­nen. das liess ich aber un­kom­pli­ziert in ei­nen chro­mi­um-do­cker-con­tai­ner aus­la­gern, den das ipad jetzt per VNC an­zeigt.

ein wei­te­res stück jahr­zehn­te-alte hard­ware hab ich eben­falls in den letz­ten ta­gen mehr­fach an­ge­fasst: ein fire ta­blet das so alt ist, dass es noch mit an­droid 4.4 lief (und sich auch nicht wei­ter up­graden lässt). die­ses fire ta­blet steht ne­ben dem bett mit ei­nem sehr stark ver­ein­fach­ten da­sh­board (mit ei­nem app dae­mon da­sh­board ge­baut).

das app dae­mon da­sh­board wird mit ful­ly ki­osk an­ge­zeigt, für das ich 2018 eine pro-li­zenz ge­kauft habe. die li­zenz konn­te ir­gend­wann nach ei­ner neu­in­stal­la­ti­on nicht mehr ge­la­den wer­den, wes­halb ful­ly ki­osk eine un­schö­ne li­zen­z­war­nung an­zeig­te.

die liess sich auch mit dem sup­port von ful­ly ki­osk nicht weg­be­kom­men („we ful­ly stop­ped sup­port for An­droid 4.4 about 5 ye­ars ago. You can't ac­ti­va­te a li­cen­se on An­droid 4.4 de­vice any­mo­re.“). auch der ver­such tls 1.2 nach­zu­rüs­ten sch­ei­ter­ete. zum glück ha­ben wir noch ein wei­te­res ur­altes, aber nicht ganz so al­tes fire-ta­blet, das be­reits mit an­droid 5.x läuft. das konn­te ich um­wid­men, das alte ta­blet darf sich da­mit zur ruhe set­zen.

(die ta­blets sind wie die (chi­ne­si­schen) ka­me­ras vom in­ter­net ge­trennt, sie kön­nen nur aufs lo­ka­le netz­werk zu­grei­fen. das macht sie nicht un­an­greif­bar, aber ein biss­chen.)

auf­po­lier­tes da­sh­board am bett

wo ich ge­ra­de da­bei war, habe ich das da­sh­board auch gleich ein biss­chen auf­ge­räumt und ei­nen wet­ter­an­sa­ge but­ton ein­ge­baut. der trig­gert ein ho­me­as­sistant script das die wet­ter­da­ten an chatgpt füt­tert und es an­weist dar­aus eine an­sa­ge zu bau­en:

action: conversation.process
data:
  agent_id: conversation.chatgpt
  text: >-
    set station = wetter_stündlich.values() | list | first %} {% set forecast =
    station.forecast[:24] %}

    Hier sind die Wetterdaten für die nächsten 24 Stunden: {{ forecast }}

    Frage: {{ frage | default('Wie wird das Wetter heute? Gib mir eine kurze,
    sehr schlecht gelaunte und pampige Zusammenfassung.') }}

    Anleitung: Nutze die Daten, um die Frage verständlich, schön kurz und in
    wenigen Sätzen zu beantworten. Antworte direkt als Sprecher für eine Ansage.
    Wenn es nach 20 Uhr ist, sage das Wetter vom nächsten Tag an. gebe keine
    Bewertung des Wetters ab (ein schöner Tag, denk an den Regenschirm oder
    Ähnliches).
  conversation_id: wetter_ansage
response_variable: chatgpt_response

ehr­lich­ge­sagt ist die an­sa­ge im­mer noch ziem­lich gut ge­launt, ich muss noch et­was am promt fei­len, da­mit das ent­we­der neu­tra­ler oder wirk­lich pam­pig raus­kommt.

zu­rück zu bat­te­rien: ei­ni­ge der bat­te­rien die sich ih­rem ende zu­nei­gen mel­den sich in ei­ner home as­sistant über­sicht. theo­re­tisch ist das sehr prak­tisch, im all­tag klappts nicht im­mer, auch weil sich man­che ge­rä­te bei der bat­te­rie­dia­gno­se ver­rech­nen oder ver­has­peln oder ih­ren bat­te­rie­stand nicht ver­ra­ten wol­len.

ich bin schwer be­ein­druckt von der lang­le­big­keit der bat­te­rie­ne in den ge­rä­ten ei­ni­ger her­stel­ler. die xiao­mi/aqua­ra-zig­bee-sen­so­ren (schal­ter, fens­ter oder be­we­gungs­sen­so­ren) hal­ten wirk­lich jah­re­lang. aber weil die jah­re heut­zu­ta­ge doch recht schnell ver­ge­hen, gibt’s fast je­den mo­nat was zu wech­seln.

theo­re­tisch hat­te ikea kürz­lich eine ziem­lich gute idee. de­ren bat­te­rie­sen­so­ren sind jetzt alle auf AAA bat­te­rien aus­ge­rich­tet und kom­men vor al­lem mit wie­der­auf­lad­ba­ren AAA ak­kus zu­recht. un­se­re tado-ther­mo­sta­te ver­bit­ten sich das ex­pli­zit, we­gen der ent­al­dungs­cha­rak­te­ris­tik und weil die span­nung der ak­kus für den mo­tor nicht sta­bil oder stark ge­nug ist. aber auch wie­der­auf­lad­ba­re bat­te­rien müs­sen re­gel­mäs­sig ge­wech­selt wer­den.


alle paar mo­na­te schaue ich mir mei­ne selbst­ge­bau­ten sen­so­ren an. die meis­ten sind auf esp8266 oder esp32 ba­sis mit es­phome ge­baut. das ist toll, ein­fach und theo­re­tisch auch sehr pfle­ge­leicht. weil sich es­phome sehr dy­na­misch und be­ein­dru­ckend wei­ter­ent­wi­ckelt, be­deu­tet das auch oft än­de­run­gen die nicht rück­wärts­kom­pa­ti­bekl sind. ich bin kein re­li­giö­ser firm­ware-up­da­ter, aber ich mag es ger­ne, wenn mei­ne kon­fi­gu­ra­ti­on re­la­tiv ak­tu­ell ist. schliess­lich ex­po­nie­ren die mi­cro­con­trol­ler ja eine theo­re­tisch an­greif­ba­ren wlan-ver­bin­dung. wich­tig ist na­tür­lich in ers­ter li­nie stat­bi­li­tät und ein ge­rät das zu­ver­läs­sig, schnell und gut funk­tio­niert, ak­tua­li­sie­re ich dann in der re­gel auch nicht stän­dig. aber so­bald ich mal an­pas­sun­gen ma­chen will, muss neu kom­pi­liert wer­den und dann ist es na­tür­lich schön, wenn ich da nicht erst an­pas­sun­gen we­gen ir­gend­wel­cher brea­king ch­an­ges ma­chen muss.

ich habe ge­mi­ni mal ge­be­ten mir ei­nen tem­p­la­te sen­sor zu ma­chen der eine lis­te alle es­phome ge­rä­te und ih­rer firm­ware ver­sio­nen aus­gibt. da war ich jetzt selbst kurz über­rascht wie vie­le das (vier blue­tooth pro­xies die ich an­ders­wo, zur lo­ka­li­sie­rung von ti­les nut­ze, feh­len so­gar noch) sind und wie breit ge­streut die es­phome-ver­sio­nen sind.

Ge­rät Firm­ware
Air Quai­li­ty 1 2026.1.2
Air Quai­li­ty 2 2026.1.2
Air Quai­li­ty 4 2026.1.2
Air Qua­li­ty Bad 2026.1.2
AI­Qea 2026.4.0
Kin­der­zim­mer­schrank 2024.7.0
Kü­chen­fens­ter 2024.7.3
Kin­der­zim­mer Bett 2025.11.0
BT Pro­xy Flur 2026.3.0
Yel­low TFT 1 2024.12.4
Elec­trod­ra­gon 2 2026.2.4
Elec­trod­ra­gon 1 2026.1.2
EP1 2023.12.9
esp32c3 1 2025.2.2
Bad De­cke 2025.11.0
ESP Ka­me­ra Was­ser­zäh­ler 2026.1.2
IR Blas­ter 2026.2.4
Kü­che Hän­ge­schrank 2024.7.3
Flur 2026.2.4
Glo­cke 2026.3.1
Gong 2024.7.0
LED Strei­fen Bad 2026.3.1
Flur Klo­licht 2026.4.0
Home As­sistant Voice 1 2026.4.0
Home As­sistant Voice 2 2026.4.0
Kam­mer­schrank 2026.3.1
Ker­ze 2023.12.9
Klo Sen­sor 2024.7.3
Ku­ckucks­uhr 2025.8.2
Kü­chen­tisch 2024.7.3
Spül- und Wasch­ma­schi­ne­lich­ter 2024.7.3
Lo­cal­bytes Plug 1 2024.7.3
Lo­cal­bytes Plug 2 2024.7.3
Ma­trix Clock 1 2024.7.3
Ma­trix Dis­play Kin­der­zim­mer 2024.7.3
Ma­trix Dis­play Kü­che 2024.7.3
Ma­trix Dis­play Schlaf­zim­mer 2023.12.9
Obi Steck­do­se 1 2024.7.3
Ofen 2025.11.0
Olim­ex BT Pro­xy 2026.1.2
Roo­de 1 2024.7.3
Hu­man Sen­sor F2 2026.4.0
Strom­zäh­ler 2026.2.4
Stu­be Mo­ti­on 2024.7.3
Peo­p­le Coun­ter Bad 2025.11.0
Kam­mer 2024.7.3
Waa­ge 2024.7.3
Was­ser­waa­ge 2025.2.2
Wiggling Wil­lie 2025.11.0

An­zahl ES­PHome Ge­rä­te: 49

  • 2026.4.0: 5 Ge­rä­te
  • 2026.3.1: 3 Ge­rä­te
  • 2026.3.0: 1 Ge­rät
  • 2026.2.4: 3 Ge­rä­te
  • 2026.1.2: 7 Ge­rä­te
  • 2025.8.2: 1 Ge­rät
  • 2025.2.2: 2 Ge­rä­te
  • 2025.11.0: 5 Ge­rä­te
  • 2024.7.3: 15 Ge­rä­te
  • 2024.7.0: 2 Ge­rä­te
  • 2024.12.4: 1 Ge­rät
  • 2023.12.9: 3 Ge­rä­te

wo ich ge­ra­de da­bei bin:

Ka­te­go­rie An­zahl
Au­to­ma­tio­nen 469
Scrip­te 255
Sen­so­ren 2953
Bi­nä­re Sen­so­ren 560
Lich­ter 102
Sze­nen 41

mor­gen­spiel beim mor­gen­spa­zier­gang

felix schwenzel in video

ge­le­gent­lich spielen frida und ich „auf die plätze - fertig - los“ und meistens muss ich frida gar nicht gewinnen lassen, weil sie immer schneller ist. mein einziger vorteil ist, dass ich mit 180 cm augenhöhe manchmal einen kleinen vorteil bei der übersicht habe. („auf die plätze-fertig-los“ hab ich hier versaut, weil ich aus­ver­se­hen zuerst „OK“ gesagt habe und frida damit frei­ge­ge­ben habe. sonst klappt das aber gut mit dem „los!“)


the baum

felix schwenzel in checkins

hui, ne­bel­son­ne.


Was Felix und den Tusch angeht frage ich mich, woran sein System erkennt, dass er auf dem Klo sitzt (Kamera? ernsthaft? oder doch Japan-Klo?) und ob der Tusch ein Gra­tu­la­ti­ons­tusch oder ein Warntusch ist.

das ist ein tof (time of flight) sensor an der decke über dem klo. im prinzip ist so ein tof-sensor ein la­ser­strahl der den abstand misst. wenn einer auf dem klo sitzt, wird ein ge­rin­ge­rer abstand gemessen als ohne. mit etwas ka­li­bra­ti­on und präzision könnte der auch messen, ob der deckel zu ist oder offen. aber das war mir bisher zu aufwendig.

nützlich ist der sensor auch zum ableiten anderer werte: wenn das klo länger als eine oder zwei minuten besetzt ist, wird ein acht­zehn­tel vom klo­pa­pier­vor­rat abgezogen. so haben wir quasi einen klo­pa­pier­zäh­ler der klopapier auch auf die ein­kaufs­lis­te schreiben kann, wenn es weniger als drei rollen sind. wenn klopapier von der ein­kaufs­lis­te ge­stri­chen wird, wird der zähler wieder um 10 erhöht.

der tusch ist natürlich ein gra­tu­la­ti­ons­tusch, den man aber, wenn man will, auch als warnung in­ter­pre­tie­ren kann.

die bei­fah­re­rin mag au­to­ma­tie­run­gen auch nicht, hat sich aber an den komfort einiger au­to­mat­gi­sie­run­gen gewöhnt. und natürlich schätzt sie auch die be­die­nungs­er­leich­te­run­gen die mit der au­to­ma­ti­sie­rung ein­her­ge­hen.

genau genommen, ist das schalten von mehreren leuchten in einem raum per schalter auch eine au­to­ma­ti­sie­rung, nur eben manuell ge­trig­gert. aber ich verstehe die aversion gegen au­to­ma­tis­men. nur dass ich per­sön­lich eben keinen kon­troll­ver­lust spüre, weil das ja alles von mir, nach meinen be­dürf­nis­sen und gut dünken au­to­ma­ti­siert ist und jederzeit zu ändern ist.

kameras haben wir natürlich auch im haus. die lassen sich beide schwenken, schauen also in der regel weg (an die wand oder decke) und richten sich auf die wohnungs- und balkontür wenn wir weg sind. natürlich au­to­ma­tisch. beide kameras sind weder aus dem internet er­reich­bar, noch haben sie in­ter­net­zu­gang. über scrypted habe ich sie al­ler­dings zu homekit secure video kameras gemacht, womit sie sich auch aus der ferne steuern lassen und bei bewegung au­to­ma­tisch in die apple cloud speichern. tat­säch­lich habe ich mir gerade gestern eine neue reolink kamera gekauft, weil die alte dafang sich nicht mehr or­dent­lich schwenken liess. und das (weg) schwenken können ist die einzige mir wirkliche wichtige funktion einer kamera, den rest kann man sich selbst zu­sam­men­ha­cken oder sperren.


jo­han­nes kuhn (via):

Kurz: Das öf­fent­li­che, text­ba­sier­te So­cial Me­dia ist wei­ter auf dem ab­stei­gen­den Ast. Für Freaks gibt es die Mög­lich­keit, zu blog­gen, aber ins­ge­samt ver­schiebt sich das Gan­ze dann doch eher in die pri­va­ten Ka­nä­le.

je län­ger ich über das ins-in­ter­net-schrei­ben, neue kom­mu­ni­ka­ti­ons­for­men oder öf­fent­li­che und pri­va­te ka­nä­le so­zia­ler kom­mu­ni­ka­ti­on nach­den­ke, des­to mehr fra­ge ich mich ob wir das mit den „pri­va­ten ka­nä­len“ nicht ekla­tant falsch ein­schät­zen, bzw. das po­ten­zi­al die­ses öf­fent­lich nicht be­son­ders gut sicht­ba­ren kom­mu­ni­ka­ti­ons­ka­nals un­ter­schät­zen.

ich wür­de zum bei­spiel be­haup­ten, dass sich die reich­wei­te öf­fent­li­cher „leit­me­di­en“ wie faz, spie­gel, zeit oder bild über die letz­ten 30 jah­re gar nicht mal so krass ver­än­dert hat. ja, die wer­be­ein­nah­men sind ins in­ter­net dif­fun­diert, aber wenn man sich abo-zah­len aus den 90er jah­ren an­sieht, dann mö­gen me­di­en wie der spie­gel oder die bild zwar die eine oder an­de­re de­bat­te ge­prägt ha­ben, aber das — wie auch jetzt — mit ei­ner re­la­tiv ge­rin­gen reich­wei­te im ver­gleich zu be­wegt­bild, au­dio oder „pri­va­ten“ ka­nä­len.

oder an­ders ge­sagt: text war schon im­mer ein ni­schen­phä­no­men. und die­se pri­va­ten ka­nä­le wur­den wahr­schein­lich auch schon im­mer ein biss­chen un­ter­schätzt. um mei­ne stei­le the­se wei­ter aus­zu­bau­en: wäh­rend sich die reich­wei­ten der „öf­fent­li­chen“ ka­nä­le in den letz­ten 30 jah­ren nicht wirk­lich si­gni­fi­kant ver­än­dert ha­ben, ha­ben die pri­va­ten ka­nä­le in den letz­ten jah­ren ei­ner­seits viel an sicht­bar­keit, aber auch an ef­fi­zi­enz ge­won­nen.

ich er­in­ne­re mich an die jam­ba-ge­schich­te von spree­blick vor > 20 jah­ren (wie die zeit ver­geht!). john­ny haeus­ler schrieb da­mals we­nig schmei­chel­haf­tes über das ge­schäfts­mo­del des klin­gel­ton-an­bie­ters jam­ba und die ge­schich­te ging vi­ral. ich er­in­ne­re mich aber auch dar­an, dass eine der trei­ben­den kräf­te hin­ter der vi­ra­li­tät des spree­blick-ar­ti­kels da­mals im dun­keln lag, also be­su­cher nicht haupt­säch­lich von an­de­ren blogs oder web­sei­ten ka­men, son­dern aus dem „nichts“. die ge­schich­te wur­de ganz of­fen­bar vor al­lem über „pri­va­te kan­nä­le“ ver­brei­tet, also via email oder mes­sen­ger (icq, aim).

die­se „dunk­le“ (also nicht ohne wei­te­res track­ba­re) ver­net­zung durch „pri­va­te ka­nä­le“ soll­te man ge­ra­de in der heu­ti­gen (so­zi­al-) me­di­en­land­schaft nicht un­ter­schät­zen. ob wir freaks, also ins in­ter­net­schrei­ben­de, da eine si­gni­fi­kan­te rol­le spie­len ist eine ganz an­de­re fra­ge (höchts­wahr­schein­lich nicht).



ich kann meine emp­feh­lung für ole reiss­manns THEFUTURE nicht oft genug wie­der­ho­len. einer meiner favoriten in meinem feed­rea­der.

hier zitiert er martin schori:

A worn but often-quoted line about AI goes: “AI won’t take your job, but someone who knows how to use AI might.”

Swedish re­se­ar­cher Emma Frans has come up with a better version: “AI won’t take your job, but someone who’s more fun to hang out with will.”


offenbar hat müller-milch einen rechten bei­geschmack und steckt in viel mehr produkten als man so denkt. „a weng kalle“ hat eine nützliche ver­brau­cher­info zu­sam­men­ge­stellt. (via)

als dienst­leis­tung am ver­brau­cher zeige ich euch hier eine liste von müller-un­ter­neh­men, müller-produkten und produkten, die incognito von müller her­ge­stellt werden:

  • Müller Milch
  • Landliebe
  • Molkerei Wei­hen­ste­phan
  • Käserei Loose
  • Käserei Rusack
  • Homann Feinkost
  • Nadler Feinkost
  • T.M.A.
  • Sach­sen­milch

für Aldi Nord

  • Grazil (Joghurt-Drink)
  • Hofburger (Gouda- und Maasdamer-Käse)
  • Milsa+ / Biac (Joghurt)
  • Milsani (H-Milch, Joghurt)
  • Sontner / Sontner Grazil (Joghurt)
  • Ursi (Sahne-Milchreis, Pudding)

für Aldi Süd

  • Biac (Pro­bio­ti­scher Fitness-Drink)
  • Desira (Joghurt, Milch-Reis, But­ter­milch-Dessert, Kefir)
  • Milfina (Butter)

für Edeka

  • Gut & Günstig (But­ter­milch)

für Kaufland

  • K Classic (Sahne-Milchreis)

für Lidl

  • Milbona (Butter und Gouda-Käse)

für Netto

  • Gutes Land (Frisch­kä­se­zu­be­rei­tun­gen, Kefir, Milch­drink)

für Norma

  • Landfein (But­ter­milch-Dessert)

für Rewe

  • ja! (But­ter­milch)

für ganz genaue gibt es bei mol­ke­rei­pro­duk­ten auch den blick auf die ovale kenn­zeich­nung auf dem produkt:

  • DE BY 718 EG = Müller
  • DE BY 103 EG = Wei­hen­ste­phan
  • DE SN 016 EG = Sach­sen­milch

ei­ner der haupt­grün­de, dass ich mei­ne ap­ple watch sehr ger­ne mag, ist dass sie mir er­laubt mein te­le­fon im­mer auf laut­los zu stel­len. kei­ne no­ti­fi­ca­ti­on-ge­räu­sche, kei­ne te­le­fon­klin­geln, kein mucks, nur ein stil­les vi­brie­ren am hand­ge­lenk.

zum bun­des­wei­ten warn­tag macht das te­le­fon zwar noch ge­räu­sche oder wenn ich ein vi­deo ab­spie­le, aber sonst: ruhe. des­halb wuss­te ich bis vor kur­zem auch nicht, dass das te­le­fon beim um­stel­len auf den nacht- oder schlaf-fo­kus ein sehr an­ge­neh­mes ge­räusch macht.

das habe ich erst be­merkt, als die bei­fah­re­rin mal ihr te­le­fon im flur ver­ges­sen hat­te und es dan um 23 uhr die­ses ge­räusch ge­macht hat. zu­erst konn­te ich das gar nicht zu­ord­nen, bzw. ver­stand nicht dass es aus ei­nem te­le­fon kam. jetzt wo ich es ver­stan­den habe, hab ich mir die sound­da­tei run­ter­ge­la­den und habe home as­sistant an­ge­wie­sen das je­den abend um 23 uhr ab­zu­spie­len. ich fin­de das sehr be­frie­di­gend und in­spi­rie­rend und gehe des­halb jetzt ins bett, statt ei­nen län­ge­ren text zu schrei­ben. schliess­lich wur­de das ge­räusch ja ge­ra­de ab­ge­spielt.


In dem im März ver­öf­fent­lich­ten Statement der La­ger­ar­beits­ge­mein­schaft Bu­chen­wald-Dora und der La­ger­ge­mein­schaft Bu­chen­wald-Dora/Freun­des­kreis hieß es dazu: »Wir sind überzeugt davon, unsere An­ge­hö­ri­gen hätten auch zum Kun­den­kreis der drei Buchläden gehören können. Bei Ver­haf­tun­gen durch die Gestapo wurde bei ihnen nach­weis­lich linke Literatur be­schlag­nahmt.«

neben der kritik an wolfram weimer, berichtet der spiegel auch, dass hape kerkeling „durch­ge­hend richtige und wichtige Worte“ in seiner ge­denk­re­de in bu­chen­wald fand. die rede, den volltext, mag der spiegel aber nicht verlinken, obwohl die stiftung-ge­denk­staet­ten.de den volltext be­reit­hält. das finde ich völlig un­ver­ständ­lich. wenn man etwas richtig und wichtig findet, warum dann nicht auch ent­spre­chend handeln?


Der Elek­tri­ker riet uns ein­dring­lich zum knx-System und weil uns das als das System mit den meisten Mög­lich­kei­ten erschien, haben wir das auch so be­auf­tragt. […]

Die Grund­la­gen der Technik sind also maximal vor­be­rei­tet, jetzt muss nur noch ich begreifen, wie ich das System am op­ti­mals­ten einrichte und benutze. Meine Traum­vor­stel­lung wäre, ich finde jemanden, der sich nicht nur richtig viel Zeit nimmt, alle meine Fragen zu be­ant­wor­ten, sondern mir vor allem auch prak­ti­sche Tipps gibt, wie ich das System am prag­ma­tischs­ten auf meine Ansprüche und auf meine Be­dürf­nis­se einrichte.
Aktuell habe ich nur sehr wenig Vor­stel­lun­gen, wie man das alles am besten machen könnte

KNX ist bestimmt erstmal keine schlechte wahl, obwohl ich glaube, dass es alles andere als günstig ist. ich habe vor 10 jahren mit ho­me­as­sistant an­ge­fan­genm nicht weil ich das fummeln an technik so toll finde, sondern weil das schlicht und er­grei­fend der einzige weg war meine vor­stel­lun­gen von au­to­ma­ti­sie­rung um­zu­set­zen. zuerst fand ich es toll, alles mit der apple home app verwalten zu können, aber au­to­ma­ti­sie­run­gen waren mit „home“ erst nicht möglich und später dann eine qual. mit der hue bridge und app liess sich damals auch nichts au­to­ma­ti­sie­ren.

die idee von KNX ist, soweit ich das verstehe, dass man damit alle aktoren und sensoren verwaltet und dann eben auch au­to­ma­ti­siert. ich vermute mal, fremd­sys­te­me, zigbee oder tado oder hue sind da eher schwer bis gar nicht zu in­te­grie­ren. ho­me­as­sistant ist system-agnos­tisch. knx, zigbee, hue, tado — alles lässt sich damit verbinden und über die sys­tem­gren­zen hinweg au­to­ma­ti­sie­ren.

vor langer zeit habe ich mal gesagt, dass man für gute heimaut­ma­ti­sie­rung vor allem sensoren, viele sensoren, braucht. ohne sensoren, keine or­dent­li­chen au­to­ma­ti­sie­run­gen. kürzlich fiel mir dann auf wie die biologie das macht: nicht 10, 20 oder hundert sensoren, sondern aber­mil­lio­nen. damit lassen sich dann sehr komplexe au­to­ma­ti­sie­run­gen umsetzen, wie zum beispiel einen ball zu werfen. einen ball zu werfen ist ein hoch­kom­ple­xer vorgang, einer der so komplex ist, dass (humanoide) roboter es nach wie vor nicht können. hunderte von mus­kel­be­we­gun­gen müssen ko­or­di­niert und syn­chro­ni­siert werden. irgendwer sagte mal: wenn roboter das konnen, müssen wir anfangen uns sorgen vor den maschinen zu machen.

heim­au­to­ma­ti­sie­rung muss aber keine bälle werfen können. das was für be­frie­di­gen­de au­to­ma­ti­sie­rung nötig ist, ist wenig an­spruchs­voll. aber der automat muss augen, aktoren und ein flexibles gehirn haben.

ich zähle mal die wich­tigs­ten grund­prin­zi­pi­en für gute au­to­ma­ti­sie­rung auf, die ich meine, im laufe der jahre iden­ti­fi­ziert zu haben.

an­we­sen­heit, licht­stim­mun­gen, schalter, sta­tus­an­zei­gen, sensorik.

an­we­sen­heits­er­ken­nung ist das a und o. wenn das system weiss ob die wohnung, ein raum oder eine sitz­ge­le­gen­heit besetzt oder leer ist, kann es daraus bereits die wich­tigs­ten in­for­ma­tio­nen und aktionen ableiten: heizung, kameras und licht ein oder aus­schal­ten. wenn das system auch noch weiss wer da ist oder ob gäste anwesend sind, lassen sich weitere aktionen ableiten.

licht­stim­mun­gen lassen sich aus vorlieben, vom son­nen­stand und der tages- oder nachtzeit ableiten. op­ti­ma­ler­wei­se wird das licht mit der richtigen stimmung beim betreten eines raums ein­ge­schal­tet und nach dem verlassen des raums wieder aus. an­pas­sun­gen der licht­stim­mung lassen sich am ein­fachs­ten klassisch mit schaltern umsetzen oder ge­ge­be­nen­falls aus sen­sor­da­ten ableiten. wenn ich mich nach 17 uhr auf sofa setze, möchte ich gerne etwas ge­dimm­te­res licht haben als am schreib­tisch. wenn ich mich nach 21 uhr ins bett lege, soll das licht ausgehen — ausser es sitzt noch jemand auf dem sofa oder es sind mehr als eine personem im raum. dann ist es wahr­schein­lich, dass das bett als sitz­ge­le­gen­heit genutzt wird und noch nicht zum schlafen.

folgende licht­stim­mun­gen habe ich für jeden raum definiert: flutlicht (ar­beits­licht, volle be­leuch­tung, meist kaltweiss), gedimmt (stan­dard­licht, nicht zu hell, nicht zu düster, geeignet für den alltag), ge­müt­licht (warmweiss, eher für die abend­stun­den oder nach dem aufstehen), nacht­licht (wenn man nachts aufstehen muss und auf dem weg zum klo nicht geblendet werden will, aber auch nirgendwo anstossen will), schlaf­licht (aus, viel­leicht mit einem subtilen grund­leuch­ten).

ich mag es, wenn die au­to­ma­ti­sche wohnung mir hinweise zum status gibt. nicht per no­ti­fi­ca­ti­on, die nerven nur, sondern durch subtile signale: zur vollen stunde ein leiser gong, ab sechs uhr leises vo­gel­ge­zwit­scher, ein tusch wenn die wasch- oder spül­ma­schi­ne fertig ist, rotes licht an fridas was­ser­napf, wenn er fast alle ist, kerzen die zum son­nen­un­ter­gang an gehen, wenn das zimmer besetzt ist. ein rotes hin­weis­licht, wenn der CO₂-gehalt zu hoch ist und gelüftet werden sollte, ein kurzes blinken der bad­be­leuch­tungm wenn man länger als 5 minuten geduscht hat (oder 10, 15 oder 20 minuten). ein tusch, wenn ich länger als 5 minuten auf dem klo sitze. eine strenge ermahnung, wenn die kühl­schrank- oder woh­nungs­tür zu lange offen sind.

ich mag adaptives licht sehr. die bei­fah­re­rin hasst es, zumindest in ihrem zimmerm wenn die licht­far­be sich dem son­nen­stand anpasst. so bleibt es im wohn­zim­mer (das zimmer der bei­fa­he­rin) und im schlaf­zim­mer bei festen licht­stim­mun­gen, in der küche ist es zwischen 8 und 22 uhr immer hell, aber in alle anderen zimmerm passt sich die licht­far­be dem son­nen­stand an. wenn jemand von draussen nach hause kommt, schaltet das flurlicht sich immer ganz hell ein. sonst tut die flurbleuch­tung so, als hätte der flur ein fenster.

auch gelernt: vorhänge oder rollos sollten sich bei an­we­sen­heit nicht au­to­ma­tisch öffnen oder schließen. das wirkt pa­ter­na­lis­tisch. auf wunsch, am besten per schalter oder sprach­be­fehl, ist das au­to­ma­ti­sche öffnen oder schließen OK.

es ist irre be­frie­di­gend, wenn sich das licht bei der bewegung durch die wohnung au­to­ma­tisch, zum genau richtigen zeitpunkt und in der richtigen stimmung ein­schal­tet und später wieder aus­schal­tet. aber genauso wichtig ist es sowohl das ein- als auch das aus­schal­ten per schalter voll­zie­hen zu können. das ist wichtig für gäste, aber auch wichtig für die ur­ein­woh­ner der wohnung. ich beobachte mich ständig selbst dabei, wie ich das kü­chen­licht beim verlassen der küche re­gel­mäs­sig aus­schal­te, obwohl es ein paar sekunden später zu­ver­läs­sig au­to­ma­tisch aus geht.

weil sich ge­wohn­hei­ten und be­dürf­nis­se ständig ämdern, ist es meiner meinung nach wichtig, dass man an­pas­sun­gen an den au­to­ma­ti­sie­runen schnell und flexibel umsetzen kann. ich habe die grund­sätz­li­chen au­to­ma­ti­ons­re­geln zwar seit über 2 jahren nicht mehr angefasst, aber gerade für die bei­fah­re­rin muss ich immer wieder fine­tu­ning machen.

mög­li­cher­wei­se sieht man auch an dem was ich hier schreibe, wie wichtig die sensorik ist. gerade für prä­senz­er­ken­nung gab es mit mmwave-sensoren in den letzten jahren grosse fort­schrit­te. es­sen­ti­ell finde ich auch unsere bett-sensoren. wenn beide betten besetzt sind soll dun­kel­heit und ruhe herrschen. wenn wir ein ver­netz­tes tür­schloss hätten, sollte das spä­tes­tens dann zugehen. aber genauso sollte ein schumm­ri­ger lichtpfad angehen, sobald einer von uns beiden aufsteht.

ich könnte dazu stun­den­lang re­fe­rie­ren, aber das soll erstmal reichen.


war­nun­gen des ro­bert-koch-in­sti­tut am nord­ufer

felix schwenzel in bilder

foto vom gesperrten eingang des robert-koch-instituts am nordufer mit diversen warnungen und hinweisen

ACH­TUNG!

Ge­fahr durch an­grei­fen­de Krä­hen

  • Krä­hen bit­te nicht füt­tern
  • Be­reich wenn mög­lich weit­räu­mig um­ge­hen
  • Ra­sche Be­we­gun­gen ver­mei­den
  • Ver­hal­ten Sie sich acht­sam und um­sich­tig
  • Hal­ten Sie Ab­stand zu Jung­vö­geln am Bo­den

ver­bie­ten ver­bo­ten

felix schwenzel in notiert

das hat­te ich noch nicht mit­be­kom­men, dass die CDU im letz­ten wahl­kampf mit dem spruch „Auto ver­bie­ten ver­bo­ten“ für sich warb. jetzt, wo ich es vor ein paar ta­gen ge­se­hen habe, hät­te ich noch ein paar wei­te­re vor­schlä­ge, wie die CDU sich noch idio­ti­scher dar­stel­len könn­te:

  • ver­än­de­rung ver­bo­ten
  • kri­sen­ma­nage­ment auf dem ten­nis­platz ver­bie­ten ver­bo­ten
  • par­ken ver­bie­ten ver­bo­ten
  • schwa­che ge­gen stär­ke­re schüt­zen ver­bo­ten
  • le­bens­qua­li­tät ver­bes­sern ver­bo­ten
  • star­ke be­las­ten ver­bo­ten
  • die­sel und heiz­öl schlecht­re­den ver­bo­ten
  • pe­nis­ver­grös­se­rung ver­bie­ten ver­bo­ten

(ist es nicht auch ver­bo­ten wahl­kampf­pla­ka­te ein­fach hän­gen zu las­sen?)


hun­de­be­geg­nun­gen

felix schwenzel in notiert

fri­da geht drei­mal pro tag raus. mor­gens, zwi­schen 7 und 9 uhr mit mir ein bis zwei stun­den, nach­mit­tags eine stun­de mit der bei­fah­re­rin und ge­gen 20 uhr noch­mal eine kon­troll­run­de ums haus, oder ge­nau­er, ein­mal die ka­me­ru­ner str. rechts von un­se­ren haus lang, ge­gen­über un­se­res haus lang und dann links von un­se­rem haus. die­se run­de hat sie sich selbst aus­ge­sucht, mein an­ge­bot eine run­de um den block, an der see­stras­se vor­bei, lehnt sie in der re­gel dan­kend ab und geht lie­ber die kur­ze run­de.

manch­mal fragt sie mich schon ab 19 uhr ob wir die kon­troll­run­de ma­chen, aber ich las­se sie im­mer bis 20 uhr war­ten. die letz­ten bei­de aben­de ist sie pünkt­lich um 20 uhr zu mir ge­kom­men, und dann sind wir auch gleich raus­ge­gan­gen. an bei­den aben­den sind wir auch je­des mal ei­nem gros­sen aki­ta an ex­akt der glei­chen stel­le be­geg­net. das hört sich ge­schrie­ben we­ni­ger spek­ta­ku­lär an, als wenn man es selbst er­lebt, aber wenn wir dem aki­ta heu­te auch der glei­chen stel­le be­geg­nen, fress ich ei­nen be­sen.


ges­tern früh am ma­gnus-hirsch­feld-ufer sind fri­da und ich an ei­nem al­ten hus­ky und sei­nem frau­chen vor­bei­ge­lau­fen. als wir vor­bei gin­gen, flog eine krä­he im tief­flug auf die frau zu, lan­de­te knapp vor ihr und liess sich von der frau aus der hand füt­tern. dem al­ten hus­ky war das egal. der alte blog­ger war tief be­ein­druckt.


auf stras­sen bzw. bür­ger­stei­gen ist fri­da sehr dis­zi­pli­niert. auf grün­flä­chen oder in parks funk­tio­niert fri­das im­puls­kon­trol­le nur bis ma­xi­mal zwei me­ter ab­stand zu mir. auf dem bür­ger­steig hin­ge­gen reicht ein klei­ner fin­ger­zeig von mir und sie wech­selt ins „fuß“ an mei­ner lin­ken oder rech­ten sei­te. wenn wir dann so an an­de­ren hun­den vor­bei­lau­fen, ver­steht sie auch dass die­se hun­de an der lei­ne sind. sie zuckt nicht mit der wim­per, wenn sie knur­rend, bel­lend und auf sie los­stür­mend in die lei­ne stei­gen. ich bin sehr froh, dass fri­da und ich uns die­ses ver­trau­en und ver­ständ­nis er­ar­bei­tet ha­ben und es war auch viel ar­beit — auch wenn fri­das des­in­ter­es­se an an­de­ren hun­den uns die­se ar­beit er­leich­tert hat.

vor­ges­tern dach­te ein herr­chen, er könn­te sei­nen hund al­lein mit dem wort „stopp“ da­von ab­hal­ten, auf fri­da los­zu­stür­men. man­che men­schen schrei­en in die­sen sitia­tio­nen ih­ren hund an: „ich hab dir doch ge­sagt …!“ man­che wie­der­ho­len beim vor­bei­ge­hen das wort „nein“ in se­kun­den­takt.

kürz­lich fiel mir auf, dass hun­de­er­zie­hung für vie­le das glei­che ist wie für mich als sechs­jäh­ri­gen das rei­ten. als klei­ner jun­ge war ich der mei­nung, ein gu­ter rei­ter zu sein, weil ich wuss­te, dass man pfer­de ganz ein­fach an der tren­se mit links- und rechts­zug steu­ern, mit zu­sam­men­drü­cken der bei­ne be­schleu­ni­gen und mit bei­den zü­geln stop­pen kann. der sechs­jäh­ri­ge, na­se­wei­se fe­lix wur­de je­doch un­sanft vom pony ge­wor­fen, als sich her­aus­stell­te, dass rei­ten doch et­was kom­ple­xer ist. leu­te, die glau­ben, hun­de­er­zie­hung sei eine in­tui­ti­ve an­ge­bo­re­ne mensch­li­che fä­hig­keit, re­den an ih­rem hund vor­bei und er­zie­hen hun­de im schlimms­ten fall zur lei­nen­ag­gre­si­on.

ich will da­mit kei­nes­falls ei­gen­lob aus­drü­cken, son­dern mei­ne dank­bar­keit ge­gen­über all den hun­de­trai­ne­rin­nen aus­spre­chen, die ihr wis­sen und ihr ver­ständ­nis in you­tube-vi­de­os, bü­chern, on­line-trai­nings oder in der wel­pen­schu­le mit uns ge­teilt ha­ben. ich wün­sche al­len hun­den, dass ihre men­schen ir­gend­wann auch in den ge­nuss sol­cher trai­nings kom­men.


be­weg­te und un­be­weg­te bil­der vom mor­gen­spa­zier­gang am 11.04.2026

felix schwenzel in bilder

wir ha­ben ei­nen ball aus stein ge­fun­den, fri­da hat ih­ren ball wie­der in die spree fal­len las­sen, ein gleich­zei­tig miss- und ge­lun­ge­ner sel­fie und eine miss­lun­ge­ne auf­nah­me von ei­nem vor­bei­fah­ren­den schiff.

ball aus steim

ein­ru­hi­ger fluss und ein vor­bei­fah­ren­des schiff

frida blickt am rand der spree auf ihren ball, der in der spree davonschwimmt
der ball ist schon wie­der weg

Die Welt: „Der Artikel be­schreibt, wie günstige Drohnen die klas­si­sche mi­li­tä­ri­sche Über­le­gen­heit in der Luft verändern. Während teure Ab­wehr­sys­te­me wie die MIM-104 Patriot Millionen kosten, sind einfache Drohnen extrem billig – wodurch Angriffe wirt­schaft­lich im Vorteil sind.

ich bin ja ein großer freund der be­haup­tung, dass viele ent­wick­lun­gen und phänomene unserer zeit ei­gent­lich gar nicht neu sind, sondern alt­be­kann­te vorgänge in neuem anstrich oder mit anderem tech­no­lo­gi­schem unterbau. ohne hier eine besondere expertise vor­täu­schen zu wollen: kriege sind, soweit ich es mit­be­kom­men habe, noch nie alleine mit tech­no­lo­gi­scher oder öko­no­mi­scher übermacht zu gewinnen gewesen. das haben die ame­ri­ka­ner in vietnam erfahren, nur dass der vietkong dort statt drohnen menschen ein­ge­setzt hat, um das öko­no­mi­sche gleich­ge­wicht des krieges zu seinen gunsten zu kippen.

wo kriegs­her­ren (das wort braucht man derzeit wahr­schein­lich nicht zu gendern) oder der wi­der­stand gegen invasoren heute drohnen einsetzen, wurden früher men­schen­schwär­me oder sa­bo­ta­ge­ak­te genutzt. in af­gha­ni­stan und im irak waren im­pro­vi­sier­te spreng­fal­len der wi­der­stands­grup­pen die drohnen der 2000er; die ka­mi­ka­ze­f­lie­ger der japaner im zweiten weltkrieg sind die kon­zep­tio­nel­len ur­groß­vä­ter der heutigen drohnen. drohnen sind in diesem sinne die kon­se­quen­te fort­füh­rung von guerilla-taktiken mit digitalen mitteln.

es bleibt — mehr oder weniger — auch beim krieg alles beim alten: krieg ist scheisse und im prinzip auch nicht zu gewinnen. öko­no­misch lohnt sich der scheiss kaum noch und zi­vi­li­sa­to­risch oder moralisch sowieso nicht. egal wie über­mäch­tig man sich fühlt, egal wie „günstig“ drohnen oder wi­der­stand auch sind oder werden: am ende ist der preis von krieg immer um ein viel­fa­ches höher als der wert des friedens vorher. nur leider erinnern sich die ent­schei­den­den deppen da nie dran.

sehr gute app enmp­feh­lung von eay.cc: On This Day Rewind
die app macht nicht viel anderes als fotos an­zu­zei­gen die in den vorjahren dieses tages auf­ge­nom­men wurden (und in der iphone bild­me­dia­thek sind). 365 × x tage sind zwar ein her zu­fäl­li­ger, will­kür­li­cher parameter, aber immer gut um eine er­in­ne­rung zu wecken. hier auf wirres.net habe ich diese funktion auch in jeder artikel-beilage.

… und das führt mich dann zum bei­spiel zu posts wie die­sem von vor ge­nau 10 jah­ren:

If Do­nald Trump re­places Oba­ma it only fur­ther pro­ves Oran­ge Is The New Black

Ab­di­noor² (@ab­di­noorx231.03.2016 23:11

ursprünglich veröffentlicht am 11.04.2016



hand mit uhr

felix schwenzel in checkins

find ich gut, die fin­ger­nä­gel


abend­essen 10.04.2026

felix schwenzel in gekocht

vom gan­zen hahn (22 €) des­sen schen­kel ges­tern ins fri­ka­see wan­der­ten, wa­ren noch zwei sehr gros­se brüs­te üb­rig, die heu­te in den air­fry­er wan­der­ten. 10 mi­nu­ten bei 180°C wa­ren et­was knapp für die sehr gros­sen brüs­te, wir muss­ten noch et­was nach-air­fry­en. aber die brüs­te wa­ren saf­tig und weich, un­ge­fägr 10 mal bes­ser als die ein­zel­nen hähn­chen­brüs­te die man sonst paar­wei­se ein­zeln kauft. dazu ruc­cu­la mit ge­mü­se.

ruccola mit gemüse und hähnchenbrust