alles


Photo by felix schwenzel on January 12, 2024. Keine Fotobeschreibung verfügbar..

nach ein paar ta­gen rei­fe lässt sich das schwarz­brot auf­schnei­den. bin im­mer wie­der be­geis­tert wie aus ei­ner pam­pe aus rog­gen­kör­nern, -schrot und -mehl so was but­ter­wei­ches, le­cke­res ent­steht.



im­mer wie­der span­nend was bei der tar­te ta­tin am ende raus­kommt. bin sehr zu­frie­den mit der ka­ra­mel­li­sie­rung dies­mal.


ich mag es ger­ne wenn men­schen nicht zu laut spre­chen und ihre auf­re­gung im zaun hal­ten kön­nen. in­so­fern hut ab an den rad­fah­rer der uns heu­te früh in der gar­ten­sied­lung hin­term plöt­zen­see ent­ge­gen­kam. durch die gar­ten­sied­lung führt eine art be­fes­tig­ter feld­weg, re­la­tiv schmal, mit ei­nem mit­tel­strei­fen aus gras. der weg wird auch ger­ne von rad­fah­rern be­nutzt, in­sas­sen der JVA te­gel auf frei­gang fah­ren die­sen weg zum bei­spiel um „in die stadt“ zu kom­men.

fri­da und ich lau­fen ger­ne links, so dass wir dem ent­ge­gen­kom­men­den ver­kehr auf uns zu­kom­men se­hen und ich fri­das gren­ze zum ver­kehr bin. so hab ich das auch ge­lernt: auf stras­sen ohne ei­ge­nen fuss­weg links zu lau­fen, weils si­che­rer ist.

der fahr­rad­fah­rer der uns heu­te ent­ge­gen­kam sah das an­ders, bzw. sah sein nar­zis­tisch ak­ku­mu­lier­tes „cy­cle pri­vi­ledge“ von uns be­droht. wir wa­ren of­fen­bar stö­rer in sei­nem, ihm zu­ste­hen­den raum den er, sein rad und sein ego be­an­spru­chen.

mich liess er das sehr ent­spannt wis­sen, als er 4 zen­ti­me­ter an mei­ner sei­te und mei­nem ohr vor­bei­rausch­te und mir lei­se aber deut­lich zu raun­te: „du wich­ser ey“.
mich über­rasch­te sei­ne be­wer­tung mei­nes cha­rak­ters et­was, weil fri­da und ich so­gar platz mach­ten und auf den lin­ken grün­strei­fen aus­wi­chen und fri­da, ob­wohl sie nicht an­ge­leint war, wie eine eins „fuss“ lief. aber manch­mal kommt man mit freund­lich­keit nicht ge­gen auf­ge­plus­ter­te ego­ma­nen an.


Photo by felix schwenzel on December 31, 2023. Keine Fotobeschreibung verfügbar..

heu­te sal­zi­ge ber­li­ner/pfann­ku­chen, bzw. „PAM­PUSCH­KI“. dazu ober­al­ber­ne(r) dop­pel­we­cken. die PAM­PUSCH­KI wa­ren schon zur mit­tags­zeit fast weg.


Photo by felix schwenzel on December 29, 2023. Keine Fotobeschreibung verfügbar..

wie­der zu­hau­se und fri­da meint sie kann noch­mal die sau ein biss­chen raus­las­sen. am deich sind wir ger­ne vor und nach dem son­nen auf- und un­ter­gang spa­zie­ren ge­we­sen. war dank des mon­des aber auch fast im­mer tag­hell. so auch heu­te, herr­lich ru­hig, nur we­nig leu­ten be­geg­net.



Photo by felix schwenzel on December 19, 2023. Keine Fotobeschreibung verfügbar..

frisch schme­cken die selbst ge­mach­ten nu­deln nach 3 mi­nu­ten ko­chen per­fekt. wenn sie ein paar stun­den trock­nen, muss man sie er­staun­li­cher­wei­se 6-8 mi­nu­ten ko­chen. lear­ning by che­wing.


Photo by felix schwenzel on December 07, 2023. Keine Fotobeschreibung verfügbar..

war mir echt zu blöd je­den mor­gen nach den klei­nen zah­len zu su­chen. über­haupt; war­um nich ein­fach nu­me­risch sor­tie­ren den scheiss?



Photo by felix schwenzel on November 20, 2023. Keine Fotobeschreibung verfügbar..

ges­tern wie­der nu­deln aus hart­wei­zen­mehl und we­nig was­ser ge­macht. er­schüt­ternd wie le­cker das ist.



ges­tern in oel­de: vo­gel­wol­ken vor wol­ken-wol­ken
vor­ges­tern: fri­da und ix in gan­gelt





Ist doch schön hier! (t3n 74)

felix schwenzel in t3n

Mei­ne ge­hei­me Su­per­kraft ist das Schön­re­den. Wenn man ver­sucht, die Din­ge dif­fe­ren­ziert zu be­trach­ten, fin­det man auch an den schlimms­ten Ent­wick­lun­gen po­si­ti­ve Aspek­te – oder kann zu­min­dest de­ren Hin­ter­grün­de nach­voll­zie­hen und Ver­ständ­nis ent­wi­ckeln. Ich fin­de zum Bei­spiel deut­sche Städ­te nicht häss­lich.

Die hie­si­ge Nach­kriegs­ar­chi­tek­tur hat­te ja nach­voll­zieh­ba­re Grün­de. Gro­ße Tei­le deut­scher Städ­te la­gen in Trüm­mern, und es muss­ten schnell Wohn­raum und Wirt­schafts­flä­chen ge­schaf­fen wer­den. Vie­ler­orts ent­schied man sich ge­gen Re­kon­struk­ti­on und für sach­li­chen, zweck­ori­en­tier­ten und schnör­kel­lo­sen Neu­auf­bau. Auch das Kon­zept der au­to­ge­rech­ten Stadt war da­mals nicht die schlech­tes­te Idee. War­um soll­te man den Neu­auf­bau nicht nach mo­der­nen Maß­stä­ben und nach dem aus­rich­ten, was man sich für die Zu­kunft wünsch­te?

So­wohl der arg bru­ta­lis­ti­sche Bau­stil als auch die au­to­ge­rech­te Stadt er­füll­ten da­mals ih­ren Zweck.
Deutsch­land stieg wirt­schaft­lich zu un­ge­ahn­ten Hö­hen auf, die Au­to­in­dus­trie boom­te und Städ­te funk­tio­nier­ten als Wirt­schafts­räu­me.

Was man al­ler­dings nicht schön­re­den kann: Die An­for­de­run­gen an Städ­te, an de­ren Le­bens­qua­li­tät, ha­ben sich in den letz­ten Jahr­zehn­ten ra­di­kal ge­än­dert. Städ­te ken­nen das. Die An­for­de­run­gen an sie än­dern sich ste­tig, sie wer­den stän­dig um­ge­baut. Die sicht­ba­ren Über­res­te, die Nar­ben die­ser stän­di­gen Trans­for­ma­tio­nen sind auch das, was das In­ter­es­san­te, die Viel­falt und da­mit auch Schön­heit von Städ­ten aus­macht – auch wenn ihre Er­sch­ei­nung nicht im­mer den ro­man­ti­sier­ten Er­war­tun­gen ent­spricht.

Wenn stän­di­ge Trans­for­ma­ti­on die Qua­li­tät und Schön­heit von Städ­ten aus­macht, ist die Su­per­kraft von Städ­ten ihr Po­ten­zi­al zu Ef­fi­zi­enz. Dicht auf ei­nem Hau­fen zu le­ben, lohnt sich nicht nur für Amei­sen, son­dern auch für Men­schen. Städ­te sind wie Amei­sen­hau­fen so­zia­le Or­ga­nis­men.

Eins der Ef­fi­zi­enz­re­zep­te von Städ­ten sind ge­teil­te In­fra­struk­tu­ren. Ein von al­len ge­nutz­tes Ab­was­ser­sys­tem ist ef­fi­zi­en­ter als in­di­vi­du­el­le Gru­ben oder Ein­fa­mi­li­en­haus­klär­wer­ke. Die­se Ska­len­ef­fek­te wir­ken für die Was­ser- und En­er­gie­ver­sor­gung – aber auch für die Ver­kehrs­in­fra­struk­tur. In­di­vi­du­al­ver­kehr ist teu­er, in­ef­fi­zi­ent und ver­braucht über­mä­ßig viel Raum und En­er­gie – und funk­tio­niert in Stadt­zen­tren und auf Haupt­ver­kehrs­adern oh­ne­hin kaum noch.

Wir alle ken­nen mitt­ler­wei­le den Preis der au­to­freund­li­chen Stadt. Der ist so hoch, dass selbst ich ihn nicht mehr schön­re­den kann. Der Stra­ßen­ver­kehr kos­tet eben nicht nur Le­bens­qua­li­tät, son­dern auch Men­schen­le­ben. Durch die flä­chen­de­cken­de Ver­sie­ge­lung und Asphal­tie­rung sinkt der Grund­was­ser­spie­gel, plötz­lich wird so­gar in Ber­lin das Was­ser knapp, star­ke Re­gen­fäl­le über­las­ten die Ka­na­li­sa­ti­on – und al­les wird durch den Kli­ma­wan­del ste­tig schlim­mer.

Der Un­wil­le oder die Un­fä­hig­keit der Po­li­tik und der Ge­sell­schaft, am Sta­tus quo der au­to­freund­li­chen und ver­sie­gel­ten Stadt et­was Sub­stan­zi­el­les zu än­dern, frus­triert. Und doch sehe ich ge­le­gent­lich Licht­bli­cke.

So ha­ben Po­li­tik und Ver­wal­tung in ei­ni­gen Städ­ten wäh­rend der Co­ro­na­pan­de­mie die Ge­le­gen­heit er­grif­fen und den Au­tos mit „Po­pup“-Rad­we­gen Raum und Fahr­spu­ren ge­nom­men. Vie­le der Po­pups be­stehen auch jetzt wei­ter.
Und tat­säch­lich wur­den auch noch vie­le wei­te­re Fahr­spu­ren zu Rad­we­gen um­ge­wid­met. Eben­so wur­de mit dem 9-Euro-Ti­cket die Dis­kus­si­on um eine Ver­kehrs­wen­de kon­struk­tiv in Rich­tung ÖPNV auf­ge­frischt.

Vor ein paar Ta­gen habe ich in un­se­rem Kiez ein sub­ver­si­ves Klein­od mit Be­hör­den­se­gen ge­se­hen, das mich in sei­ner Ein­fach­heit und Smart­ness tief be­ein­druckt hat: Auf meh­re­ren Stra­ßen­park­plät­zen ste­hen statt Au­tos Müll­ton­nen­ram­pen. Die­se Ram­pen hin­dern Au­tos am Par­ken und er­mög­li­chen der Müll­ab­fuhr, Müll­ton­nen un­ge­hin­dert auf die Stra­ße zu schie­ben.

Wenn wir als Ge­sell­schaft noch ein paar Hun­dert sol­cher Ideen pro­du­zie­ren, um Au­tos lang­sam und ste­tig aus ur­ba­nen Räu­men zu­rück­zu­drän­gen, ha­ben wir schon fast eine klei­ne Ver­kehrs­wen­de und Smart Ci­tys. Das wird noch nicht rei­chen, um un­se­re Städ­te für die Zu­kunft fit zu ma­chen, aber im­mer­hin geht es schon in die Rich­tung „we­ni­ger Au­tos wa­gen“. Und so lässt sich der po­li­ti­sche Kriech­gang auch ein biss­chen schön­re­den.