was ist das gegenteil von slop?
ich kann nur mit dem finger drauf zeigen, das hier ist auf jeden fall das gegenteil von slop, also liebevoll, sorgfältig, fesselnd, fazsinierend, lecker:
was ist das gegenteil von slop?
ich kann nur mit dem finger drauf zeigen, das hier ist auf jeden fall das gegenteil von slop, also liebevoll, sorgfältig, fesselnd, fazsinierend, lecker:
gestern habe ich ein video gesehen, in dem gesagt wurde, das menschen und hunde bein gemeinsamen schlaf in einem bett ihre herzfrequenzvariabilität (HRV) synchronisieren. obwohl sich hunde und menschen im bett nachts ständig gegenseitig kurz wecken, steige trotzdem die subjektive schlafqualität.
frida lässt sich das natürlich nicht nehmen in unseren betten zu schlafen, egal ob wir im bett sind oder nicht. aber besonders gerne liegt sie natürlich im bett, wenn einer von uns auch drin liegt.
tagsüber liegt sie gerne bei der beifahrerin im wohnzimmer auf der couch, während ich im home office nebenan arbeite. ausser während meiner täglichen ca. 30 minuten mitagsschlaf. die möchte sie unbedingt bei mir verbringen. das ritual ist immer das gleiche. ich lege mich gegen 12 uhr in bett, sie kommt aus dem wohnzimmer gedackelt gepudelt, springt aufs bett, prüft wie ich aus dem mund rieche und legt sich dann, mit kontakt zu meinen beinen, ans fussende.
ich schlafe immer gut ein wenn ich mich ins bett lege, egal ob mittags oder abends oder spät nachts. aber wenn frida neben mir liegt, schlafe ich noch schneller ein. es ist in der tat erstaunlich, was für einen beruhigenden effekt ein hund am bein hat. und laut der studien, die das video zitiert, beruht das wohl auf gegenseitigkeit. es ist als würde man sich gegenseitig eine hand auflegen, mit dem unterschied, dass aufgelegte hände sich spätens nach 3 minuten unangenehm oder ungemütlich anfühlen. noch erstaunlicher, wenn frida das bett verlässt, zum beispiel weil die beifahrerin sich essen macht und sie prüfen möchte was es gibt und ob etwas für sie abfallen könnte, bleibt das gefühl, dass frida an meinem fussende liegt, wie ein abdruck bestehen.
ich frage mich in den letzten tagen: was ist es eigentlich, was mich in fernsehserien reinzieht? oder andersrum gefragt, warum langweilen mich die zweiten staffeln mancher serien so sehr? ich hab die tage mit der zweiten staffel the night manager angefangen und mäkelte innerlich die ganze zeit daran rum. zwei folgen hab ich geschafft, mehr geht glaube ich nicht.
die erste folge der zweiten staffel hijack spielt in berlin, was mich 2 minuten lang gefreut hat, bis es dann peinlich wurde, weil nichts was man dort sieht, mit dem übereinstimmt, was ich selbst so in berlin sehe oder erlebe.
die antwort auf die rhetorische frage, die ich mir selbst gestellt habe, scheint paradox, aber vielleicht ist was dran: wenn ich die erste folge einer serie ansehe und alles was ich sehe ein bisschen langweilig ist, weckt das unter umständen (vor allem wenn die serie nicht zu billig aussieht) mein interesse. ich glaube wenn eine serie zu ambitioniert und bemüht anfängt, entwickle ich sofort widerwillen. wenn ich hingegen normale leute sehe und das was sie machen und was ihnen passiert nachvollziebar ist, weckt das mein interesse (wenn die serie nicht zu billig aussieht). und tatsächlich ist das möglichweise die grundlage von gutem geschichtenerzählen. das funktioniert nur, wenn ich mich mit den protagonisten identifizieren kann und dafür braucht es erstmal normalität.
idris elba als sam nelson ist in der zweiten hijack-staffel von anfang an paranoid, sieht in jedem wimpernzucken der menschen in der ubahn etwas verdächtiges. in der ersten staffel ist er einfach in ein flugzeugt gestiegen und das hat als spannungsbogen ausgereicht.
tom hiddleston als jonathan pine hat in der zweiten staffel vom night manager durchgehend dramatische flashbacks im kopfkino, die der regisseur uns zuschauern dann brühwarm auf die augen bindet. wenn das alles etwas langweiliger oder subtiler inszeniert wäre, wie viel spannender hätte das werden können? überdramatisierung nimmt dem ganzen drama den schwung.
wenn ich mich recht erinnere, waren die ersten 30 minuten der ersten folge breaking bad irre langweilig. ich sah: das ist nicht billig produziert und mein interesse war trotz (oder wegen?) der langeweile geweckt. die folgenden eskalationen wurzelten in solider langeweile und blieben deshalb auf eine art nachvollziehbar. bei better call saul war die ganze erste staffel langweilig, damit die späteren eskalationen in ruhe wurzeln schlagen konnten. auch bei a knight of the seven kingdoms blieb es drei oder vier folgen lang sehr langweilig, aber dafür sah alles sehr schön aus — und ich fand den rest der ersten staffel grandios.
auf der arbeit habe ich mich in den letzten tagen viel mit tabellenkalkulation beschäftigt. konkreter mit google sheets. in erster linie versuche ich mir und meinem team ein paar werkzeuge zu bauen um besser und schneller preisauskünfte geben zu können. dabei fiel mir auf, wie archaisch es eigentlich ist, preise oder preislisten auf webseiten oder pdfs als einfache listen zu veröffentlichen.
mir kam der gedanke, dass ja eigentlich jede oder jeder die vor einer kaufentscheidung stehen in irgendeiner form preise und optionen vergleichen wollen oder müssen. warum kann man das alles nicht interaktiv wie bei einer tabellenkalkulation machen? wenn ich einen computer kaufeh will, warum in der preisliste statt „16 GB RAM“ hinzuschreiben, ein auswahlmenü mit 16, 32, 64 oder 128 GB RAM anbieten, und die summe dann dynamisch berechnen? warum statische tabellen layouten, wenn man genauso gut dynamische tebellen veröffentlichen könnte und die kunden so lange an den optionen drehen können, bis es ihnen passt? das muss ja auch nicht exklusiv sein, man kann ja beides veröffentlichen.
der status quo ist ja derzeit, dass firmen ihre preislisten aufwändig in einer tabellenkalkulation entwickeln, daraus aufwändige preislisten ableiten und die kunden diese preislisten dann wieder für den eigengebrauch in eine interaktive tabellenkalkulation umwandeln? wenn friedrich merz jammern würde dass statische oder pdf-preislisten die produktivität unserer ökonomie lähmen würden, dann gäbe es auch mal was wo ich ihm ausnahmseweise zustimmen könnte.
gestern habe ich angefangen dieses buch zu lesen. liest sich gut, obwohl ich ständig eingeschlafen bin (nicht wegen des buchs, sondern weil ich so gerne schlafe). ich habe ich mehr als die hälfte an einem nachmittag gelesen. beim lesen dachte ich: „das sind doch alles blogbeiträge!“ weil christian hanne zwei kapitel in seinem blog / auf seiner webseite veröffentlich hat, stimmt der gedanke also mindestens ein bisschen („Fear and Loathing auf dem Elternsprechtag“, „Epilog“).
ich denk beim lesen von büchern trotzdem immer: warum eigentlich texte auf papier drucken oder in ein e-book-dateiformat pressen? hat das finanzielle gründe? oder haben bücher wirklich immer noch eine bessere reputation als texte im web? die gemeinfreien klassiker fühlen sich doch auch im projekt-gutenberg.org wohl?
oder ist es es die haptik? das gefühl etwas kaufen zu können, was man dann in der hand halten kann? ich für meinen teil könnte gut damit leben ein buch zu kaufen und dann statt es eines buches eine url geschickt zu bekommen auf der ich das am rechner oder dem telefon lesen kann. ich finde das haptisch ausreichend. oder man verschickt bücher als kleine papkarten die auf der einen seite das buch-cover aufgedruckt haben und auf der anderen seite einen qr code mit der url, wo man das buch dann im web lesen kann.
wer gerne zeigt was er gerade liest, kann die pappkarte hinten aufs telefon kleben. für besonders hochwertigen karton kann man das dopplete bezahlen (hardcover), die billige version (taschenbuch) ist auf dünnem karton gedruckt. hardcover könnten kreisförmige magnete eingearbeitet haben, die dann an magsafe oder qi2 magnetringe am handy anklipsen.
warum ein buch nicht einfach wie eine webseite mit bezahlschranke veröffentlichen? übermedien veröffentlicht jeden tag (?) einen artikel und packt sie für eine weile exklusiv hinter eine steady bezahlschranke. warum sollte man das nicht auch mit einem buch machen? wenn das buch neu ist zahle ich 12 euro und jede woche — oder jeden tag — kommt ein neues kapitel. sind alle kapitel erschienen kaufen 12 euro den zugang zum ganzen buch. zahle ich ein paar euro mehr bekomme ich einen bedruckten karton den ich mir ans telefon heften kann, an die wand hängen oder ins regal stellen oder stapeln kann.
für menschen die ohne strom lesen wollen kann man natürlich immer noch eine kleine auflage auf papier ausdrucken oder den text in ein e-book-format statt html pressen. ich mag es mittlerweile wirklich am liebsten, wenn mich buchstaben von einer webseite anleuchten.
buchstaben mit sonnen-, kerzen- oder lampenlicht selbst zu beleuchten regt keine gefühle in mir an. oder hab ich was übersehen, was ausgedruckte buchstaben zwischen pappdeckeln oder e-book-datei-formate so speziell macht, dass niemand ein „buch“ als webseite veröffentlichen mag?
als ich dieses video sah, wollte ich es gleich nachkochen. hat ein paar tage gedauert, hat sich aber gelohnt. die beifahrerin fand es auch lecker, obwohl es sehr würzig ist. die zubereitung im airfryer, in einer backpapierschale, hat funktioniert, aber wir müssen glaube ich mal eine passende backform für den airfryer kaufen …
das ist eine sehr, sehr leckere salzige süssspeise nach fallow im airfryer gebacken. aufwand ist überschaubar, das essvergnügen ist sehr, sehr gross.
die datteln grob hacken, zwei drittel der datteln in eine schale geben. ein drittel zur seite stellen.
kaffee, wasser und vanille in einen topf geben und zum kochen bringen. sobald die flüssigkeit kocht über die datteln geben und 30 minuten ziehen lassen.
während die datteln ziehen das gehackte fett, das zuckerrübensitup und die eier in einen mixer geben und etwas mixen. ich habe die eingeweichten datteln nach 15 minuten samt flüssigkeit dazugegeben und nochmal kurz mit dem mixer gepulst.
die flüssige dattelmasse in eine rührschüssel geben und das mehl, natron, salz und das letzte drittel der Datteln vorsichtig unterheben. nicht zu kräftig rühren, nicht mixen; im video wird darauf hingewiesen, dass wir hier keine glutenbildung haben wollen.
die gefaltete masse in eine backschale umfüllen und 55 minuten bei 170°C im ofen backen, oder wie ich, in ein behältnis, das in den airfryer passt umfüllen. im airfryer roch es nach 10 minuten bei 170° leicht angebrannt, deshalb hab ich auf 130°C und später auf 120°C runtergestellt. also 10 minuten bei 170°, 30 minuten bei 130° und die restlichen 15 minuten bei 120°C.
während der pudding backt, alle zutaten für die sauce (ausser der sojasauce) in einen topf geben und bei mittlerer hitze rühren, bis die butter geschmolzen ist und der zucker sich aufgelöst hat. weiter rühren bis die sauce leicht eindickt und etwas dunkler wird.
sobald die konsistenz passt (eine schicht auf der rückseite eines löffeln bleibt) kommt die „geheimzutat“, die sojasauce dazu. ich hatte für die sauce bereits salzige butter benutzt, weshalb ich mich mit der sojasauce etwas zurückgehalten habe und sie pipetiert habe: drei pipetten haben meiner meinung nach gereicht.
wenn der teig zum pudding geworden ist, den teig noch warm und in der backform mit reichlich löchern versehen und mit einem drittel bis der hälfte der sauce begiessen. das habe ich andertalb stunden so stehen gelassen
ich habe ein paar esslöffel der sauce der aufgewärmten sauce auf einem teller verteilt, ein grosszügiges stück des teigs in die sosse gestellt und 20 sekunden in der mikrowelle aufgewärmt. dann oben ein loch mit clotted cream füllen, noch mehr sosse drüber und essen.
seitdem ich dieses video von mikeg gesehen habe, wollte ich die reispapier-dinger die er nach einem tiktok-rezept im airfryer gebacken hatte nachbauen (ab 3:37 minuten).
heute hab ich mir reispapier gekauft und die dinger mal, leicht modifiziert nachgemacht.
das original enthält kein gemüse und sehr viel mehr käse, aber auch mit gar nicht mal so viel käse und etwas chinakohl waren die ganz lecker. durch den crunch der kruste auch etwas leckerer als pures rührei mit kohl, schinken und käse. mit viel mehr käse dürfte das ganze noch sehr viel leckerer werden.
den schinken in etwas fett anbraten, die eier schaumig schlagen und zusammen mit dem kohl zum schinken geben. nicht zu doll anbraten, das zeug kommt noch in den ofen.
zwei weitere eier aufschlagen (eins hat nicht gereicht) und schaumig rühren und auf einen teller geben. 4 reispapiere von beiden seiten im ei einweichen und überlappend auf einer saubere fläche auslegen
eiermasse und käse auf dem reispapier verteilen.
das zusammenrollen ist schwieriger als ich dachtem, weil das reispapier an der arbeitsfläche klebte. aber auch eingeweicht ist das reispapier ziemlich stabil und ich habe es mit nur einem kleinen loch geschafft eine rolle zu formen und die dann zu eienr schnecke gedreht.
morgenspaziergang war kühl, aber sonnig. frida und ich und alle denen wir begegnet sind waren gut gelaunt. heute mal auf meinen pace geachtet und versucht unter 9'50"/km zu bleiben. nur am baum ne kurze pause gemacht.
→ mit gpx-trackich finde es ganz schlimm, wenn leute äusserungen mit der floskel: „unpopuläre meinung“ und einem doppelpunkt eröffnen. ich finde es schon schlimm, wenn leute ihre meinung überhaupt mit „meine meinung“ labeln, als prefix, suffix oder als „meine 2 cent“. einerseits sind meinungen ja auch ohne expliziten hinweis gut als solche erkennbar, andererseits habe ich immer den verdacht, dass diese floskeln eigentlich nur ankündigen sollen, dass kritik oder widerspruch an einem abperlen werden und man die eigene position nicht begründen möchte.
jedenfalls scheine ich nun selbst eine unpopuläre meinung zu haben, zumindest nach all dem, was ich in den letzten monaten alles über apples neues liquid glass design gelesen und gehört habe. ich habe lange gewartet auf tahö tahoe zu aktualisieren, weil ich so viel schlimmes darüber gehört habe. wie schrecklich das transparenz-gedöns sei, die icons überall in den menüs, die zu stark abgerundeten ecken, verwurschtelte icons. aber komischerweise fühle ich mich nach ein, zwei wochen gewöhnung ganz wohl im flüssigen glas, sowohl auf dem mac, als auch auf dem telefon.
so, da haben wirs: jetzt hab ich ein gefühl geäussert, ohne es weiter begründen zu wollen. fertig ist meine unpopuläre meinung, die eigentlich nur so ein gefühl ist.
vor ein paar wochen habe ich einen newsletter gebaut, der nichts anderes macht als inhalte meines rss-feeds morgens um 6 uhr zu versenden. die idee war, dass e-mail zugänglicher ist als rss und so zum beispiel meine mutter sich den newsletter abonnieren könnte. den artikel las sie dann auch, aboonnierte sich den newsletter und kämpfte sich sogar durch den double opt-in. sie war und blieb die einzige abonnentin.
am 20. februar hörte der newsletter auf zu senden. heute habe ich das bemerkt. der grund:
Unser automatisiertes System zur Missbrauchsprävention Omnivore, hat deinen Account mit dem Benutzernamen wirres.net (Benutzer-ID:248██████) überprüft. Es hat Inhalte oder Aktionen festgestellt, die im Widerspruch zu Abschnitt 18 unserer Standard-Nutzungsbedingungen und unserer Richtlinie zur zulässigen Nutzung (mailchimp.com/legal/acceptable_use) stehen.
Der Account wurde deaktiviert. Du kannst dich jederzeit anmelden, um deine Account-Daten zu exportieren und zu sichern (https://mailchimp.com/help/export-back-up-data/), Berichte herunterzuladen oder deinen Account dauerhaft zu schließen (https://mailchimp .com/help/close-an-account/).
mailchimp findet es aus unerfindlichen gründen also verdächtig, dass ich meiner mutter die inhalte meiner webseite schicke. ich finde das nur insofern bedauerlich, weil ich einiges an arbeit ins styling des newsletters gesteckt hatte. andererseits ist mir das ziemlich schnuppe, dass mailchimp offenbar schlecht trainierte automatisierte ki-systeme für ordnung sorgen lässt. menschen oder firmen, die mit solchen marketing tools ihr geld verdienen, sollte das zu bedenken geben. wenn bei mailchimp bereits harmlose tagebuch-texte zur account sperrung führen können — ohne dass da nochmal jemand einen prüfenden blick drauf wirft. die begründing und einspruchsmöglichkeiten erscheinen mir auch mindestens undurchsichtig.
selber machen ist dann wohl auch hier einfach besser. da sich ganz offensichtlich ohnehin niemand ausser meiner mutter für einen RSS-newsletter interessiert, hab ich mir eben rss2email angeschaut. das kann ich nach einem einfachen sudo apt install rss2mail auf meinem home-server laufen lassen und auf den ersten blick funktioniert das ziemlich gut. mails versendet es über eins meiner vorhandenen smtp-konten und die aus dem rss generierten mails sehen schon standardmssig ganz gut aus. mehr als eine handvoll empfänger werde ich damit nicht bedienen können, aber das will ja offensichtlich ohnehin niemand.
noch ein bisschen CSS-zauberei und dann werde ich den rss-push-bedarf meiner mutter mit rss2email befriedigen können und mailchimp kann mich mal. für den fall, dass sich jemand rss2mail selbst installieren möchte, die CSS vorlage die ich benutze kopiere ich in die beilage.
ein highlight aus marty supreme hab ich fast vergessen: penn jillette von penn & teller spielt dort mit und auch wenn der auftritt nur kurz war, fand ich ihn brilliant besetzt. davon möchte ich mehr sehen.
als ich vor 23 jahren anfing mit einem content managment system ins internet zu schreiben, war ich in vielerlei hinsicht ein bisschen naiv. auch was die nutzung von bildern angeht. wenn schlechte witze (arnold schwarzegger hat schrankfarbene haare) die nutzung eines bildes erforderten, suchte ich mir ein bild und benutzte es. 2002 wurden urheberrechtsverstösse eher selten geahndet und google war gerade mal 4 jahre alt.
spätestens zu zeiten von marions kochbuch (die älteren werden sich erinnern) fing ich an mein archiv für suchmaschinen zu verrammeln. bei artikeln die älter waren als 5 jahre verbot ich die suchmaschinen indexierung. das hat soweit gut geklapt. in den > 20 jahren in denen ich ins internet schrieb habe ich zwar die eine oder andere abmahnung bekommen, aber nie wegen urheberrechtverstössen. bis heute. ein foto von arnold schwarzenegger das seit 20 jahren im web rumlag, ausgeschlossen von suchmaschinen-indexierung und ungesehen von jeder menschenseele, wurde doch von irgendeinem rechteinhaber gefunden. die seite, auf der das bild laut anwaltsschreiben zu sehen gewesen sei, war von der suchmaschinenindexierung ausgeschlossen und damit im prinzip unsichtbar. ich weiss zwar, dass ethisch fragwürdige crawler sich nicht an robots.txt anweisungen halten, aber dass möglicherweise für die durchsetzung von urheberrechten auch solche anweisungen ignoriert werden, scheint neu zu sein.
die 250 € habe ich überwiesen, das bild gelöscht und den artikel entfernt und gleichzeitig habe ich alle bilder von artikeln die älter als 2010 sind mit thumbhash bildern ersetzt. thumhashs sind „very compact representations of an image“, die gerade mal ein paar byte gross sind. die nutze ich schon länger fürs lazyloading, man bekommt die also zu sehen wenn man wirres.net mit einer sehr langsamen internetverbindung besucht. ansonsten sieht man die nur selten. hier eine beispielseite aus meinem archiv.
die riesenmaschine macht das schon lange so mit bildern, deren rechtelage ungeklärt ist: einfach weglassen.
aber nur wegen eines anwaltschreibens soll mein archiv nicht weniger bunt sein. deshalb finde ich meine lösung, bilder erstmal pauschal auf wenige bunte byte zu reduzieren sehr schön. und artikel mit bildern, über deren rechte ich mir im klaren bin (zum beispiel weil ich die bilder selbst aufgenommen habe), kann ich von der thumbhashisierung ausnehmen, aber das ist ein manueller vorgang.
so hat die abmahnung auch was gutes: ein schönes neues feature, von dem ich aus dem maschinenraum berichten kann.
es gibt auch sonst einiges neues aus dem maschinenraum. zum beispiel neue feeds für den river, die favoriten, bookmarks oder was ich gesehen habe (alle feeds sind autodiscoverable oder hier aufgelistet). unter /alles sieht man jetzt auch wieder wirklich alles, ebenso im alles-feed. auch im archiv sieht man beiträge, favs, bookmarks und gesehenes jetzt einzeln aufgeschlüsselt — oder eben als alles.
beispiel für gestern: alles, beiträge, favs, bookmarks, gesehen.
das logbuch meines medienkonsums, das ich dieses jahr führen möchte habe ich um die youtube sehzeiten erweitert. derzeit steht mein medienkonsum bei ca. 70 stunden pro monat die ich vor der glotze verbringe. ich bin mal gespannt wie sich das oder ob sich das über das jahr verändert.
und apropos gewohnheiten, die man offenbar mit zunehmensdem alter liebgewinnt, mal schauen ob mir entwicklung der gewohnheit gelingt, diesen baum ein jahr lang jeden tag zu fotografieren.
scheint sich nix verändert zu haben seit gestern.
Carrey sei »mit seiner Partnerin, seiner Tochter, seinem Enkel und zwölf engen Freunden und Familienmitgliedern« nach Paris gekommen, schreibt Caulier. Auch der langjährige Publizist des Schauspielers sei dabei gewesen. »Ich erinnere mich nur an seine Großzügigkeit, seine Freundlichkeit, seine Güte und seine Eleganz.«
manchmal wünscht man sich dann doch, dass journalisten hier und da KI nutzen, wenn sie aus englischsprachigen quellen abschreiben.
der publicist eines schaupielers ist nämlich keinesfalls ein „Publizist“, sondern ein PR-agent oder presseagent. medienberater oder sprecher kann man auch sagen. immerhin hat man im artikel keinen disclaimer untergebracht.
neues vorhaben, nachdem ich mit diesem checkin auf swarm zum „mayor“ der bürgerwiese geworden bin: jeden tag (an dem ich an der bürgerwiese vorbeikomme) ein bild und einen checkin an diesem baum. das ist langweilig, aber ergibt bestimmt ne schöne serie.
morgenspaziergang von der jungfernheide, an der spree entlang, zum spandauer damm.
bis jetzt war die gaststätte „tunnel eck“, wenn wir an ihr vorbeiliefen, immer geschlossen. jetzt ist sie auch leergeräumt.
gotham
möglicherweise war ich im dezember etwas neben der kappe, in weihnachtsstimmung oder betrunken. jedenfalls scheine ich um den 18. dezember bei switchbot einen „AI Art Frame“ für 120 € (inklusive lieferkosten) bestellt zu haben. ich hatte das komplett vergessen, bis gestern eine email auftauchte, die ich zuerst für phishing hielt: „A shipment from order #EU61371 is on the way“
heute kam das teil an und es ist ein bilderrahmen mit einem bunten, nicht besonders hoch auflösenden e-ink-display. der bildschirm misst 18,5 cm in der diagonale, der ganze rahmen misst ca. 33 cm (7,3") in der diagonale. das kann man zwar schon auf der produktseite erahnen, aber als ich es in echt sah, war es schon ein bisschen enttäuschend einen rahmen gekauft zu haben, bei dem das passpartout mehr als doppelt so gross ist wie die bildfläche.
ähnlich wie beim light mode auf webseiten, fand ich den weissen passpartout etwas aggressiv. aus unerfindlichen gründen wurden gleich vier identische, weisse passpartouts mitgelifert. ich hab das passpartout einfach rausgenommen und damit sieht das erträglich aus.
der rahmen kann mit der switchbot-app bespielt werden und wie alle apps ist sie etwas, naja, speziell. aber nachdem ich mich ihrem willen gebeugt habe und mich bei switchbot registriert hatte, verhielt sie sich kooperativ und liess mich blder aus meiner mediathek auf den rahmen hochladen. der erste eindruck der bilder auf dem e-ink-display: ein bisschen blass. auf den zweiten blick auch etwas grob auflösend.
aber, um das positive hervorzuheben, mit etwas abstand fällt das grobpixelige nicht mehr auf, nur noch die blässe. ich finde das teil auch deshalb gut, weil es einen akku hat der angeblich sogar 2 jahre halten soll. ist der akku leer, nimmt man das bild ab und lädt den akku mit usb-c. auch home assistant hat den rahmen gleich per bluetooth gefunden und bietet neben dem akku-stand, die funktionen „nächstes bild“ und „vorheriges bild“ an.
ohne von vor-weihnachtsstimmung beseelt zu sein finde ich die 120 euro ein bisschen heftig, aber selbst bauen mit dieser verarbeitungsqualität und einem akku traue ich mir auch nicht wirklich zu. oder umgekehrt; wenn ich das selbst gebaut hätte, würde ich es genau so bauen — wenn ich’s könnte. nur mit einem kleinerem passpartout-bereich. von daher bin ich ganz zufrieden. weitere pluspunkte:
völlig überflüssig ist (natürlich) das ai im namen „SwitchBot AI Art Frame“. man kann zwar irgendwelche filter über die hochgeladenen bilder laufen lassen und „everyday photo“ so angeblich in „classic artwork“ verwandeln, aber das kann man sich genau so gut in den hintern stecken. ich habe den titel dieses artikels deshalb zu „switchbot bilderrahmen“ normalisiert.
gestern habe ich vier folgen drive to survive weggebinged. einerseits erstaunlich, wie schnell dieses formel-1-gedöns langweilig wird, andererseits fasziniert mich die serie immer wieder. was sind das für verträge, die netflix diese stalking-artige nähe zu den fahrern erlaubt? george russel bei der morgentoilette zuzusehen ist weniger spannend als die tatsache, dass george russel eine filmcrew in sein badezimmer lässt. oder die unbarmherzigkeit die sich netflix erlauben kann: du hast gerade nach zwei rennen deinen sitz bei red bull verloren? dann setz dich erstmal mal bei uns vor die kamera und zeig der welt wie elendig du dich fühlst, aber wechsel vorher noch dein hemd.
als ich flavio briatore sah, musste ich googeln: „did flavio briatore have a stroke?“ (hatte er nicht)
die greisenhaftigkeit des 75-jährigen briatore, gepaart mit seiner machtfülle bei alpine und seiner demonstrativen rücksichtslosigkeit, ergeben eine irritierende mischung, die für mich keinen sinn ergibt. das wirkt fast so absurd, wie in einem formel-1-film einen fahrer von einem 62 jährigen schauspieler spielen zu lassen.
interessant ist auch, wer sich der inszenierung verweigert. helmut marko von red bull spricht in der regel mit jedem, aber in den ersten viereinhalb folgen musste sich netflix mit aufgeschnappten soundbites von marko zufriedengeben. christian horner hingegen spricht gefühlt alle 10 minuten zu jeden thema in die netflix-kamera.
in sachen rhetorik ist drive to survive ein lehrstück. die unwahrheit zu sagen kann sich in der modernen formel 1 niemand mehr leisten. kameras der formel 1, von netflix, fernsehteams aus aller welt und von privateuten erfassen im wahrsten sinne des wortes jeden furz. spin, eigenlob und gekonntes verschweigen sind die rhetorischen werkzeuge, mit denen man vor den kameras von netflix zu bestehen versucht.
am faszinierensten für mich ist, schon seit ein paar jahren, wie gut trainiert und ausgebildet die unfassbar jungen fahrer sind. natürlich können sie alle gut fahren, aber sie sind offenbar auch im umgang mit den medien und netflix perfekt trainiert. sie sprechen alle fliessend englisch, wenn auch gelegentlich mit schwerem akzent, sie sind analytisch, offenbar überducrhschnittlich intelligent und verlieren niemals ihre contenance — als hätten sie alle genetisches material von niki lauda in ihr genom transplantiert.
was man bei drive to survive kaum sieht: bescheidenheit. mit einer bermerkenswerten ausnahme: jonathan wheatley, in der aktuellen staffel noch teamchef von sauber, jetzt teamchef von audi. wheatley ist so bescheiden und freundlich, dass ich in der 2026er saison mindestens einen halben daumen für audi drücken werde, in der hoffnung, dass wheatly erneut zeigt, dass man auch ohne arschlochigkeit erfolgreich sein kann.


















heiko ist auf dem richtigen weg: man muss seinem RSS sehr viel aufmerksamkeit und liebe schenken um damit die aufmerksamkeit der RSS lesenden (ein bisschen) zu belohnen. denn RSS leser und leserinnen sind die besten und treuesten begleiter aller die ins internet schreiben.