das ist wirklich witzig. da haben leute in die ikea smarthome app geschaut und haben neue, noch nicht veröffentlichte (smarthome) produkte entdeckt:
das video ist 86 minuten lang (und drei jahre alt), aber wie fast alle alt shift x-videos habe ich es sehr gerne gesehen. alt shift x benutzt eine eigentümliche art der sprache, so eine mischung aus einfacher sprache mit extremer strukturiertheit und ständig mitschwingenden metaebenen. damit lassen sich komplexe zusammenhänge gut einzuhegen und vermitteln. frank herberts dune-bücher sind sehr komplex und vielschichtig und mindestens genauso komplex und verwoben ist jaquess villeneuve verfilmung der vorlage. alt shift x schafft es trotzdem den stoff aufzutrennen und die komplexität nachvollziehbar und verständlich zu machen.
andererseits ist es dann auch wieder eine zumutung einen spielfilm und seine literarische vorlage in spielfilmlänge zu erklären. ich fands aber lohnenswert. gerne gesehen.
interessantes zeug, was sich adam savage hier auf der cirque du soleil-bühne zeigen lässt. aber noch interessanter finde ich die frage, warum ich adam savage so gerne bei den sachen die er macht zusehe. ich glaube es ist seine übersprudelnde neugier und beigeisterungsfähigkeit. er ist der prototypische dilettant, im sinne des italienischen dilettare, also sich erfreuen. alles was ihn interessiert, erfreut ihn und erfüllt ihn mit freude. und dabei schaue ich gerne zu. aber im fall der technologien die diese schow einsetzt, ist die begeisterung wohlbegründet.
(dieses tested-video, in dem adam savage nähnt, hab ich mir gestern auch gerne angesehen)
hier schreibt felix schwenzel seit 24 jahren gerne ins internet (eigentlich seit 30 jahren).
von 23 auf 24, bzw. 29 auf 30 umgesprungen, weil der erste artikel den ich hier veröffentlicht habe vom 20.04.2002 ist. mir sind diese jahrestage eigentlich nicht wichtig, aber statistiken mag ich gerne. deshalb betätige ich mich mal eben als statistik-chronist.
wahrscheinlich wäre es mittlerweile besser, unten hinzuschreiben, dass ich jetzt schon „sehr lange“ ins internet schreibe. bei solchen zeiträumen ist der genaue tag dann auch irgendwann egal, so wie mir die kalendarischen koordinaten meiner geburtstage nach fast 60 jahren mittlerweile auch egal sind.
kirby nutze ich jetzt auch bereits seit über einem jahr („hallo kirby“). ich bereue den umstieg nicht, im gegenteil, kirby ist mir jeden tag erneut eine grosse freude.
was ich jetzt auch seit fast einem jahr mache: jeden tag etwas veröffentlichen. der streak ist mittlerweile 359 tage lang. die anzahl-der-posts-übersichtgrafik auf der rückseite ist mittlerweile ohne schwarze punkte.
bemerkenswert an der grafik ist eigentlich nichts, ausser dass man kaum muster erkennen kann wie und wann ich wie viel veröffentliche. man erkennt allerdings ein cluster zwischen mai und juni: republica. so erkennt man: noch vier wochen bis zu #rp26. das minimalistische design dieses jahr gefällt mir sehr gut, hier meine „speaker-seite“ für dieses jahr. ende der durchsage.
Bei OpenCulture, wo man sich ohnehin pausenlos komplett und lange verlieren kann, fand ich ein animiertes Video (8 Minuten), in dem die Thesen und das Leben von Foucault erläutert werden. Und nach kurzer Zeit kamen mir diese Animationen immer anziehender vor. Es macht Spaß, die Effekte beim Text mitzudenken, und es würde sicher auch Spaß machen, an so etwas mitzuarbeiten. Zum Inhalt des Videos aber bitte auch die kundigen Kommentare darunter beachten, es gibt eine Falschaussage.
ich fand das video, trotz der der ungenauigkeiten, sehr lehrreich. mich erinnert das unter anderem an meine frühe jugend, in der ich ein stern-sonderheft über verschiedene philosophen las. wie immer mit sekundär oder terziär-quellen schleichen sich beim zusammenfassen und runterkochen von komplexen sachverhalten fehler oder ungenauigkeiten ein. das ist nicht erst seit LLMs so. trotzdem helfen solche gekürzten und vereinfachten zusammenfassungen sehr dabei einen überblick über, zum beispiel, einige bereiche der philosophie zu gewinnen.
ausserdem hat der youtube algorithmus sich gemerkt, dass ich dieses video gut fand und mir heute abend ein weiteres video aus dieser reihe vorgeschlagen.
das fand ich fast noch hilf- und lehrreicher als das video über faucault. denn es fasst einen der kernpunkte von derridas philosophie wie folgt zusammen:
Being confused and uncertain around such concepts isn't a sign of weakness or stupidity. It is for Derrida the central mark of maturity. Derrida's tactic was to glamorize this condition and to give it a positive ring, which is why he brought back into use a beautiful Greek word: Aporia.
Aporia, meaning impasse or puzzlement. He was proposing Aporia as a state we should feel proud to know and to visit on a regular basis. Confusion and doubt and not embarrassing dead ends in a Derridean world view. They're simply evidence of the adulthood of the mind.
schöner kann man es kaum ausdrücken, warum ich diese webseite wirres.net nenne. und wenn ich das richtig verstehe liefert derrida auch den philosophischen unterbau des hier von mir konsequent praktizierten dilettantismus: als dilettant nähert man sich themen nicht professionell, sondern aus neugier und im besten fall aus leidenschaft (vom italienischen dilettare = sich erfreuen).
ich bin jetzt nur unsicher wem ich grössere dankbarkeit schulde: maximilian oder dem youtube-algorithmus?
auch weil ich in den letzten tagen als reaktion auf anje gelegentlich (eins, zwei) über die automatische wohnung geschrieben habe, habe ich gestern und heute vermehrt darüber nachgedacht was der betrieb einer automatischen wohnung im alltag bedeutet. aufwand durch automatisierung zu sparen ist nämlich eine menge aufwand. irgendwas ist immer. vor allem batterien. aber auch schwächelnde geräte, firmware- und software-updates und und und.
wenn ich die automatische wohnung von grund auf neu bauen würde, hätten alle sensoren, schalter und aktoren ein kabel. das wäre auch für die zuverlässigkeit ein vorteil. aber es geht auch retrofitted, non-invasiv, kabellos, bzw. im mischbetrieb. bedeutet halt oft fummelei und erhöhten pflegebedarf.
in der letzten woche ging die funk-/atomuhr in der küche nach. normalerweise freue ich mich fast täglich darüber, dass die alte, schrittige ikea uhr den sekundenzeiger an der gleichen stelle hat, wie meine apple watch. deshalb war ich tieftraurig, als sie 5 minuten hinterherging. aber nach kurzem nachdenken war klar: es muss die batterie sein: batterie getestet, war schwach, getauscht, uhr stellte sich wieder sekundengenaiu ein. puh.
eine andere batterie bereitete mir mehr kopfzerbrechen. unser mac mini von 2012, auf dem früher alles lief (home assistant, plex, dateiserver, fernzugang) — bis ich nach und nach fast alle aufgaben auf linux-server migrierte — wollte gestern nach einem harten shutdown nicht mehr starten. er machte keinen mucks mehr, so dass ich schon dachte, das netzteil sei kaputt. nach ein paar stunden debugging stellte sich aber raus, dass es die CMOS-batterie sein muss. nachvollziehbar, dass die nach 14 jahren schwächelt, aber für den tausch werde ich den ganzen mac mini auseinanderbauen müssen. das habe ich schon zweimal gemacht, weil die festplatte auch schon zweimal getauscht werden musste. die batterie hat also schon 2-3 festplatten überlebt.
nachdem der mac mini gestern aufgab, versuchte ich nachzudenken was der mac mini eigentlich noch macht. mir fiel nur noch ein, dass er eine kopie unserer icloud fotomediatheken zieht und die auf eine backup-platte kopiert. ausserdem sind festplatten an den mac mini gestöpselt mit altem scheiss und backups auf die wir selten aber gelegentlich zugreifen möchten. ausserdem laufen über den mac ein paar mit syncthing synchronisierte ordner, die der mac mit time-machine sichern soll.
er zeigte auch ein vereinfachtes home assistant dashboard an, dass ich per VNC auf ein altes ipad beame, dessen browser zu alt ist um home assistant dashboards überhaupt noch darstellen zu können. das liess ich aber unkompliziert in einen chromium-docker-container auslagern, den das ipad jetzt per VNC anzeigt.
ein weiteres stück jahrzehnte-alte hardware hab ich ebenfalls in den letzten tagen mehrfach angefasst: ein fire tablet das so alt ist, dass es noch mit android 4.4 lief (und sich auch nicht weiter upgraden lässt). dieses fire tablet steht neben dem bett mit einem sehr stark vereinfachten dashboard (mit einem app daemon dashboard gebaut).
das app daemon dashboard wird mit fully kiosk angezeigt, für das ich 2018 eine pro-lizenz gekauft habe. die lizenz konnte irgendwann nach einer neuinstallation nicht mehr geladen werden, weshalb fully kiosk eine unschöne lizenzwarnung anzeigte.
die liess sich auch mit dem support von fully kiosk nicht wegbekommen („we fully stopped support for Android 4.4 about 5 years ago. You can't activate a license on Android 4.4 device anymore.“). auch der versuch tls 1.2 nachzurüsten scheiterete. zum glück haben wir noch ein weiteres uraltes, aber nicht ganz so altes fire-tablet, das bereits mit android 5.x läuft. das konnte ich umwidmen, das alte tablet darf sich damit zur ruhe setzen.
(die tablets sind wie die (chinesischen) kameras vom internet getrennt, sie können nur aufs lokale netzwerk zugreifen. das macht sie nicht unangreifbar, aber ein bisschen.)
aufpoliertes dashboard am bett
wo ich gerade dabei war, habe ich das dashboard auch gleich ein bisschen aufgeräumt und einen wetteransage button eingebaut. der triggert ein homeassistant script das die wetterdaten an chatgpt füttert und es anweist daraus eine ansage zu bauen:
action:conversation.processdata:agent_id:conversation.chatgpttext:>-set station = wetter_stündlich.values() | list | first %} {% set forecast =station.forecast[:24] %}Hier sind die Wetterdaten für die nächsten 24 Stunden:{{forecast}}Frage:{{frage | default('Wie wird das Wetter heute? Gib mir eine kurze,sehr schlecht gelaunte und pampige Zusammenfassung.')}}Anleitung:Nutze die Daten, um die Frage verständlich, schön kurz und inwenigen Sätzen zu beantworten. Antworte direkt als Sprecher für eine Ansage.Wenn es nach 20 Uhr ist, sage das Wetter vom nächsten Tag an. gebe keineBewertung des Wetters ab (ein schöner Tag, denk an den Regenschirm oderÄhnliches).conversation_id:wetter_ansageresponse_variable:chatgpt_response
ehrlichgesagt ist die ansage immer noch ziemlich gut gelaunt, ich muss noch etwas am promt feilen, damit das entweder neutraler oder wirklich pampig rauskommt.
zurück zu batterien: einige der batterien die sich ihrem ende zuneigen melden sich in einer home assistant übersicht. theoretisch ist das sehr praktisch, im alltag klappts nicht immer, auch weil sich manche geräte bei der batteriediagnose verrechnen oder verhaspeln oder ihren batteriestand nicht verraten wollen.
ich bin schwer beeindruckt von der langlebigkeit der batteriene in den geräten einiger hersteller. die xiaomi/aquara-zigbee-sensoren (schalter, fenster oder bewegungssensoren) halten wirklich jahrelang. aber weil die jahre heutzutage doch recht schnell vergehen, gibt’s fast jeden monat was zu wechseln.
theoretisch hatte ikea kürzlich eine ziemlich gute idee. deren batteriesensoren sind jetzt alle auf AAA batterien ausgerichtet und kommen vor allem mit wiederaufladbaren AAA akkus zurecht. unsere tado-thermostate verbitten sich das explizit, wegen der entaldungscharakteristik und weil die spannung der akkus für den motor nicht stabil oder stark genug ist. aber auch wiederaufladbare batterien müssen regelmässig gewechselt werden.
alle paar monate schaue ich mir meine selbstgebauten sensoren an. die meisten sind auf esp8266 oder esp32 basis mit esphome gebaut. das ist toll, einfach und theoretisch auch sehr pflegeleicht. weil sich esphome sehr dynamisch und beeindruckend weiterentwickelt, bedeutet das auch oft änderungen die nicht rückwärtskompatibekl sind. ich bin kein religiöser firmware-updater, aber ich mag es gerne, wenn meine konfiguration relativ aktuell ist. schliesslich exponieren die microcontroller ja eine theoretisch angreifbaren wlan-verbindung. wichtig ist natürlich in erster linie statbilität und ein gerät das zuverlässig, schnell und gut funktioniert, aktualisiere ich dann in der regel auch nicht ständig. aber sobald ich mal anpassungen machen will, muss neu kompiliert werden und dann ist es natürlich schön, wenn ich da nicht erst anpassungen wegen irgendwelcher breaking changes machen muss.
ich habe gemini mal gebeten mir einen template sensor zu machen der eine liste alle esphome geräte und ihrer firmware versionen ausgibt. da war ich jetzt selbst kurz überrascht wie viele das (vier bluetooth proxies die ich anderswo, zur lokalisierung von tiles nutze, fehlen sogar noch) sind und wie breit gestreut die esphome-versionen sind.
gelegentlich spielen frida und ich „auf die plätze - fertig - los“ und meistens muss ich frida gar nicht gewinnen lassen, weil sie immer schneller ist. mein einziger vorteil ist, dass ich mit 180 cm augenhöhe manchmal einen kleinen vorteil bei der übersicht habe. („auf die plätze-fertig-los“ hab ich hier versaut, weil ich ausversehen zuerst „OK“ gesagt habe und frida damit freigegeben habe. sonst klappt das aber gut mit dem „los!“)
Was Felix und den Tusch angeht frage ich mich, woran sein System erkennt, dass er auf dem Klo sitzt (Kamera? ernsthaft? oder doch Japan-Klo?) und ob der Tusch ein Gratulationstusch oder ein Warntusch ist.
das ist ein tof (time of flight) sensor an der decke über dem klo. im prinzip ist so ein tof-sensor ein laserstrahl der den abstand misst. wenn einer auf dem klo sitzt, wird ein geringerer abstand gemessen als ohne. mit etwas kalibration und präzision könnte der auch messen, ob der deckel zu ist oder offen. aber das war mir bisher zu aufwendig.
nützlich ist der sensor auch zum ableiten anderer werte: wenn das klo länger als eine oder zwei minuten besetzt ist, wird ein achtzehntel vom klopapiervorrat abgezogen. so haben wir quasi einen klopapierzähler der klopapier auch auf die einkaufsliste schreiben kann, wenn es weniger als drei rollen sind. wenn klopapier von der einkaufsliste gestrichen wird, wird der zähler wieder um 10 erhöht.
der tusch ist natürlich ein gratulationstusch, den man aber, wenn man will, auch als warnung interpretieren kann.
die beifahrerin mag automatierungen auch nicht, hat sich aber an den komfort einiger automatgisierungen gewöhnt. und natürlich schätzt sie auch die bedienungserleichterungen die mit der automatisierung einhergehen.
genau genommen, ist das schalten von mehreren leuchten in einem raum per schalter auch eine automatisierung, nur eben manuell getriggert. aber ich verstehe die aversion gegen automatismen. nur dass ich persönlich eben keinen kontrollverlust spüre, weil das ja alles von mir, nach meinen bedürfnissen und gut dünken automatisiert ist und jederzeit zu ändern ist.
kameras haben wir natürlich auch im haus. die lassen sich beide schwenken, schauen also in der regel weg (an die wand oder decke) und richten sich auf die wohnungs- und balkontür wenn wir weg sind. natürlich automatisch. beide kameras sind weder aus dem internet erreichbar, noch haben sie internetzugang. über scrypted habe ich sie allerdings zu homekit secure video kameras gemacht, womit sie sich auch aus der ferne steuern lassen und bei bewegung automatisch in die apple cloud speichern. tatsächlich habe ich mir gerade gestern eine neue reolink kamera gekauft, weil die alte dafang sich nicht mehr ordentlich schwenken liess. und das (weg) schwenken können ist die einzige mir wirkliche wichtige funktion einer kamera, den rest kann man sich selbst zusammenhacken oder sperren.
Kurz: Das öffentliche, textbasierte Social Media ist weiter auf dem absteigenden Ast. Für Freaks gibt es die Möglichkeit, zu bloggen, aber insgesamt verschiebt sich das Ganze dann doch eher in die privaten Kanäle.
je länger ich über das ins-internet-schreiben, neue kommunikationsformen oder öffentliche und private kanäle sozialer kommunikation nachdenke, desto mehr frage ich mich ob wir das mit den „privaten kanälen“ nicht eklatant falsch einschätzen, bzw. das potenzial dieses öffentlich nicht besonders gut sichtbaren kommunikationskanals unterschätzen.
ich würde zum beispiel behaupten, dass sich die reichweite öffentlicher „leitmedien“ wie faz, spiegel, zeit oder bild über die letzten 30 jahre gar nicht mal so krass verändert hat. ja, die werbeeinnahmen sind ins internet diffundiert, aber wenn man sich abo-zahlen aus den 90er jahren ansieht, dann mögen medien wie der spiegel oder die bild zwar die eine oder andere debatte geprägt haben, aber das — wie auch jetzt — mit einer relativ geringen reichweite im vergleich zu bewegtbild, audio oder „privaten“ kanälen.
oder anders gesagt: text war schon immer ein nischenphänomen. und diese privaten kanäle wurden wahrscheinlich auch schon immer ein bisschen unterschätzt. um meine steile these weiter auszubauen: während sich die reichweiten der „öffentlichen“ kanäle in den letzten 30 jahren nicht wirklich signifikant verändert haben, haben die privaten kanäle in den letzten jahren einerseits viel an sichtbarkeit, aber auch an effizienz gewonnen.
ich erinnere mich an die jamba-geschichte von spreeblick vor > 20 jahren (wie die zeit vergeht!). johnny haeusler schrieb damals wenig schmeichelhaftes über das geschäftsmodel des klingelton-anbieters jamba und die geschichte ging viral. ich erinnere mich aber auch daran, dass eine der treibenden kräfte hinter der viralität des spreeblick-artikels damals im dunkeln lag, also besucher nicht hauptsächlich von anderen blogs oder webseiten kamen, sondern aus dem „nichts“. die geschichte wurde ganz offenbar vor allem über „private kannäle“ verbreitet, also via email oder messenger (icq, aim).
diese „dunkle“ (also nicht ohne weiteres trackbare) vernetzung durch „private kanäle“ sollte man gerade in der heutigen (sozial-) medienlandschaft nicht unterschätzen. ob wir freaks, also ins internetschreibende, da eine signifikante rolle spielen ist eine ganz andere frage (höchtswahrscheinlich nicht).
offenbar hat müller-milch einen rechten beigeschmack und steckt in viel mehr produkten als man so denkt. „a weng kalle“ hat eine nützliche verbraucherinfo zusammengestellt. (via)
als dienstleistung am verbraucher zeige ich euch hier eine liste von müller-unternehmen, müller-produkten und produkten, die incognito von müller hergestellt werden:
Gutes Land (Frischkäsezubereitungen, Kefir, Milchdrink)
für Norma
Landfein (Buttermilch-Dessert)
für Rewe
ja! (Buttermilch)
für ganz genaue gibt es bei molkereiprodukten auch den blick auf die ovale kennzeichnung auf dem produkt:
DE BY 718 EG = Müller
DE BY 103 EG = Weihenstephan
DE SN 016 EG = Sachsenmilch
einer der hauptgründe, dass ich meine apple watch sehr gerne mag, ist dass sie mir erlaubt mein telefon immer auf lautlos zu stellen. keine notification-geräusche, keine telefonklingeln, kein mucks, nur ein stilles vibrieren am handgelenk.
zum bundesweiten warntag macht das telefon zwar noch geräusche oder wenn ich ein video abspiele, aber sonst: ruhe. deshalb wusste ich bis vor kurzem auch nicht, dass das telefon beim umstellen auf den nacht- oder schlaf-fokus ein sehr angenehmes geräusch macht.
das habe ich erst bemerkt, als die beifahrerin mal ihr telefon im flur vergessen hatte und es dan um 23 uhr dieses geräusch gemacht hat. zuerst konnte ich das gar nicht zuordnen, bzw. verstand nicht dass es aus einem telefon kam. jetzt wo ich es verstanden habe, hab ich mir die sounddatei runtergeladen und habe home assistant angewiesen das jeden abend um 23 uhr abzuspielen. ich finde das sehr befriedigend und inspirierend und gehe deshalb jetzt ins bett, statt einen längeren text zu schreiben. schliesslich wurde das geräusch ja gerade abgespielt.
In dem im März veröffentlichten Statement der Lagerarbeitsgemeinschaft Buchenwald-Dora und der Lagergemeinschaft Buchenwald-Dora/Freundeskreis hieß es dazu: »Wir sind überzeugt davon, unsere Angehörigen hätten auch zum Kundenkreis der drei Buchläden gehören können. Bei Verhaftungen durch die Gestapo wurde bei ihnen nachweislich linke Literatur beschlagnahmt.«
neben der kritik an wolfram weimer, berichtet der spiegel auch, dass hape kerkeling „durchgehend richtige und wichtige Worte“ in seiner gedenkrede in buchenwald fand. die rede, den volltext, mag der spiegel aber nicht verlinken, obwohl die stiftung-gedenkstaetten.de den volltext bereithält. das finde ich völlig unverständlich. wenn man etwas richtig und wichtig findet, warum dann nicht auch entsprechend handeln?
das video ist 86 minuten lang (und drei jahre alt), aber wie fast alle alt shift x-videos habe ich es sehr gerne gesehen. alt shift x benutzt eine eigentümliche art der sprache, so eine mischung aus einfacher sprache mit extremer strukturiertheit und ständig mitschwingenden metaebenen. damit lassen sich komplexe zusammenhänge gut einzuhegen und vermitteln. frank herberts dune-bücher sind sehr komplex und vielschichtig und mindestens genauso komplex und verwoben ist jaquess villeneuve verfilmung der vorlage. alt shift x schafft es trotzdem den stoff aufzutrennen und die komplexität nachvollziehbar und verständlich zu machen.
andererseits ist es dann auch wieder eine zumutung einen spielfilm und seine literarische vorlage in spielfilmlänge zu erklären. ich fands aber lohnenswert. gerne gesehen.