das ist ein veritables rabbit hole in das ich mit dem standard.site-gedöne gestern gefallen bin.
ich habe gelernt, dass es neben dem fediverse auch eine ATmosphere gibt, hinter dem fediverse steckt das activity-pub protokoll und hinter der ATmosphere steckt das AT-protokoll. und nachdem ich mich gestern durch die spezifikationen und umsetzungsoptionen gewühlt habe, zeigt sich, dass die ATmosphere bereits gut mit inhalten aus wordpress-blogs gefüllt ist, weil der umtriebige matthias pfefferle nicht nur das activity-pub protokoll in form eines wordpress-plugins einem breiten blog-publikum zugänglich gemacht hat, sondern auch einen plugin namens wordpress-atmosphere baut. wer das nutzt und konfiguriert hat landet in der ATmosphere firehose.
ich habe mich mal imn der standard-reader.app angemeldet und ein paar abos gesetzt. dort findet man alle blogs die ihre beiträge im standard.site-format im AT-protokoll veröffentlichen oder anteasern.
ich bin ein viel zu grosser fan von RSS um RSS in naher zukunft abzuschreiben, aber dieses neue format auf basis des AT-protokolls ist schon „RSS done right“, wie ich gestern irgendwo gelesen habe. neue beiträge müssen nicht abgerufen werden, sondern werden gepusht, die nutzung mit einem client hat das potenzial kindereinfach zu sein und die inhalte in die ATmosphere zu blasen ist dank matthias pfefferle (für wordpress-nutzende) auch kinderleicht. ich hab weiter RSS, aber jetzt auch was im AT-protokoll. nächster schritt: auch mit volltext. dann steige ich aber für ein paar wochen aus dem rabbit hole aus und schau mir die entwicklung dann später nochmal an.
das ist ein sehr dankbarer und einfacher salat aus ottolenghis nopi. man kann einfach alle zutaten zusamenschmeissen und verrühren oder die melone auf einem teller oder einer schale drappieren und mit dem dressing dressen und dem feta bestreuen. genauso kann man beliebige zutaten weglassen. mehr geht auch immer, ich glaube wir nehmen immer mindestens 250 g feta.
schmeckt immer.
wir haben heute den basilikum weggelassen und statt einer chili, sambal olek genommen. kräuter hatten wir heute nur minze, getrockneten thymian und rosmarin. auf die eingelegten zitronen aus dem arabischen supermarkt (oder mit etwas vorlauf selbstgemacht), möchten wir allerdings ungern verzichten.
zutaten
1 kleine wassermelone
50 ml olivenöl
1 mittelgroße rote chilischote (in dünne ringe geschnitten) oder 1 el sambal olek
1 kleine knoblauchzehe (oder mehr)
3 thymianzweige (oder getrockneter thymian)
1 rosmarinzweig (oder getrocknet)
25 g eingelegte zitronen
25 schwarze Kalamaza-Oliven (100g)
grobes meersalz und schwarzer pfeffer
100 g feta
10 g basilikumblätter
10 g minzblätter
ergibt: 2 portionen
zubereitung
wassermelone schälen und in würfel schneiden und in schalen oder teller verteilen.
aus den restlichen zutaten, ausser dem feta, ein dressing rühren. knoblauch quetschen, eingelegte zitronen in feine streifen oder würfelchen schneiden, oliven auch kleinschneiden, frische kräuter sehr fein schneiden, getrocknete kräuter ein bisschen verreiben.
dressing auf den melonenstücken verteilen, feta darüber krümeln oder vorher in würfel schneiden und dann über der melone verteilen.
hier und hier hatte ich den salat schonmal gepostet. aber ehrlichgesagt tun die alten fotos dem salat etwas unrecht.
bei maurice habe ich vor ein paar stunden diesen artikel gelesen: IndieConnector und standard.site. standard.site? nie gehört, also hab ich angefangen mich einzulesen und LLMs meines vertrauens um erklärungshilfe gebeten.
bevor ich die frage was das eigentlich genau ist beantwortet, bzw. verstanden hatte, fragte ich chatGPT wie ich das nutzen könnte. ich verstehe technisches gedöns am besten während des machens. also habe ich mich an der doku entlanggehangelt und erstmal in einem „PDS“ einen site.standard.publication eintrag (record) angelegt.
PDS ist ein personal data server, also ein server auf dem meine daten für das AT-protokoll liegen. in meinem fall ist der bluesky-server der einzige AT-protokoll server den ich derzeit nutze. da ich mit der web-app von bluesky nicht auf die site.standard oder irgendwelceh anderen einträge schreibend zugreifen kann, nutze ich pdsls.dev. dort kann ich mich mit meinen bluesky-konto authentifizieren und dann einträge anlegen und editieren.
später habe ich dann gesehen, dass mat marquis den prozess hier genau erklärt hat: Implementing Standard.Site
aber ich habe mich da mit LLM-hilfe erstmal selbst durchgehangelt. so sehen meine einträge bei pdsls.dev aus.
pdsls.dev eintragslste
unterwegs habe ich dann langsam verstanden was das ganze soll.
site.standards.publication verknüpft wirres.net mit meiner bluesky identität (@wirres.net)
ich kann blogeinträge im AT-protokoll registrieren und damit mit meiner bluesky identität verknüpfen
hört sich erstamal unspektakulär an und ist es auch. der direkt sichtbare nutzen ist eine extra zeile bei der link-vorschau.
link-vorschau mit extra icon und „wirres.net von @wirres.net“ zusatz
im prinzip kann ich meine blogbeiträge jetzt ins AT-protokoll auf den bluesky-server kopieren. praktisch übermittle ich momentan nur ein paar metadaten von neuen artikeln, aber mit dem veröffentlichen eines neuen artikels kann ich genauso gut den volltext mitschicken. ob und wer das dann konsumiert ist eine andere frage, aber die artikel sind dann, wie RSS, mit den entsprechenden clients konsumierbar.
warum das relevant ist, oder warum mich das interessiert, erklärt steve dylan:
Thankfully, atproto is paving a different path. Instead of using the old platforms owned by the 1%, people are building solutions that are owned by everyone. One community built solution is Standard.site, a set of JSON schemas known as lexicons that finally give hope to solving the content distribution problem. When a blog, or any app for that matter, uses the Standard.site lexicons, the published content can be indexed by just about anyone. That index can be used to build so many mechanisms for distribution, and none of it is controlled by one individual or organization. You can control how you explore and consume that content.
ich bin ja der überzeugung dass jeder meine inhalte so lesen soll wie er oder sie es will — und vor allem wo er oder sie das will. um meine beiträge zu lesen muss niemand im browser auf wirres.net vorbeikommen. rss reicht. als man bei facebook (vor vielen jahren) instant articles veröffentlichen konnte, hab ich das gemacht und man konnte wirres.net in der facebook-app oder website lesen. würde es einfacher gehen oder würde noch irgendwer medium.com nutzen, würde ich alle meine artikel dorthin syndizieren — aber da ist ja, soweit ich sehe, neimand mehr. die quelle ist immer hier auf wirres.net, korrekturen, edits oder ergönzungen werden automatisch per RSS weitergegeben und so verspricht auch das standard.site-protokoll zu funktionieren. finde ich also gut und spiele da ab jetzt mit rum.
mal schauen wo das hinführt, auf jeden fall sind solche technologien für das offene web gut und spannend.
nachtrag 08.06.2026:
wenn ich meine blogposts ins AT-protokoll kopiere, was ich bis jetzt nur mit den metadaten mache, sind sie öffentlich zugänglich und mit entsprechenden clients auffindbar. das hab ich oben ja schon geschrieben. und so sieht das dann für die beiden beiträge, mit denen ich das bisher gemacht habe, aus, hier auf pckt.blog, docs.surf und standard-search
standard-reader.app ist wie ein RSS-reader für publikationen die per standard.site veröffentlichen. man meldet sich mit seinem bluesky-konto an (bzw. dem AT-protokoll handle) und kann dann einzelnen publikationen folgen oder suchen.
frida ist nach ihrer läufigkeit extrem entspannt, hat mich bis fast 8 uhr schlafen lassen, danach geduldig eine stunde gewartet während ich zwei kaffee trank und dann nochmal 30 minuten im auto gesessen vor der ersten blasenentleerung.
weil das auto leer war, sind wir ausnahmsweise und seit monaten erstmals wieder mit dem auto spazieren gefahren, zum laden zum lidl an der rummelsburger bucht und dort die halbinsel umrundet. fridas entspanntheit setze sich den ganzen spaziergang fort. weil sie nach ihrer läufigkeit für rüden noch interessant riecht, sie aber kein interesse mehr an rüden hat, erklärte sie das auch allen interessierten rüden — geduldig und angemessen, auch mehrfach. den ganzen vormittag über freute ich mich darüber, was für einen tollen hund wir haben. auf dem weg zur bucht rief mich meine mutter an und liess mich wissen, dass sie die ganze nacht nicht schlafen konnte, weil sie sich so darüber freute, was für eine tolle 16-jährige enkelin sie hat. vorher hatte ihr die enkelin geschrieben, dass sie sich sehr darüber freue, was für eine tolle oma sie habe. man könnte meinen es sei wonnerstag, dabei ist es nur sonntag.
in der spree, bzw. um die insel der jugend schwanmmen heute hunderte menschen. zuhause recherchiert: berlin triatlon
ich habe mich sehr gefreut spazieren gehen zu können und nicht schwimmen oder rennen zu müssen …
an der renate wird eine typisch berliner sitation beschrieben.
DEAR FUTURE NEIGHBORS. PLEASE KEEP IN MIND: THIS CORNER HAS BEEN DEDICATED TO CULTURE, MUSIC AND ARTS FOR MANY YEARS. THE SOUND BELONGS TO THIS AREA AND SHOULD BE TAKEN INTO ACCOUNT BEFORE BUYING OR RENTING SPACES HERE.
menschen ziehen in eine gegend weil sie irgendwie hip und in ist und merken dann, dass es ihnen zu laut ist und wünschen sich dann, dass es dort dann mit ihrer ankunft weniger hip und in wird.
ich kann mich an ein berlin erinnern, das voller verlassener orte war, die sich dann irgendwelche leute zu eigen gemacht haben und dort sachen veranstaltet haben. so war es auch in stuttgart. der kleine schlossplatz war ein trauriger, verlasseneer ort der nach urin roch und von menschen nach möglichkeit gemieden wurde. bis pauls boutique und später das switzerland dort öffneten. damit war der kleine schlossplatz plötzlich tag und nacht ein angesagter und gut besuchter ort der ein bisschen nach urin roch.
die verlassenen und reclaimten orte in berlin sind alle aus meinem blickfeld verschwunden, mit ein paar ausnahmen die sich institutionalisiert haben. aber ich bin sicher, dass es diese orte weiterhin noch gibt und dass sie, so wie es sein muss, immer weiterziehen.
apropos ruhe: auf eine art bin ich übrigens froh, dass bei uns vor der tür die benzin-assis ihre motoren in der (theoretischen) fahrradstrasse aufheulen lassen um (sehr) laute fehlzündungen zu provozieren. den ganzen tag über, aber am liebsten nach mitternacht. solange diese assis hier noch wohnen und fahren, stemmt der wedding sich noch gegen die gentrifizierung. und das ist irgendwie auch gut so.
der wolkenberg neben dem treptower park tower erinnerte mich eben an den mount rainier in washington state, den man in tacoma und in seattle vonfast überall aus sehen kann.
ich habe ein paar kleinigkeiten am layout und an den funktionen von wirres.net angepasst. ich fand den fuss meiner artikelseiten zwar immer ganz ok und er orientierte sich auch an meinen vorherigen designs, aber links und buttons waren insbesodnere auf dem handy immer sehr fuselig zu treffen. deshalb hab ich dort alles erstmal etwas entzerrt.
artikel-fuss vorher und nachher
im fuss sind ausserdem zwei buttons dazugekommenm; einer zum kopieren der artikel-url (die man sich auch aus der adressleiste oder dem datumslink holen kann) und einmal ein „.md kopieren“ button. wenn man den klickt, bekommt man den quelltext der seite im markdown format. ich habe gelesen LLMs mögen das und von mir aus können sie gerne meine artikel in markdown, statt html lesen. aber ich glaube der button kann auch für menschen nützlich sein. wenn ich andere zitiere ist copy und paste des text kein problem. wenn der zitierte text aber links enthält, muss ich die immer händisch räuberkopieren. mit einem wysiwyg-editor ist das kein problem, aber ich mag kein wysiwyg. ich mag und schreibe in markdown. naja, jedenfalls kann man sich das mit dem button in die zwischenablage kopieren oder auch einfach an die artikel-adresse ein „.md“ hängen:
das geht für fast alle artikel und meistens klappt ganz gut. theoretisch kann ich mir jetzt ein kleines script schrieben (lassen), dass alle beliebten artikel als .md-dateien in ein verzeichnis kopiert und daraus eine pdf oder ein epub erzeugen. oder die bots, die hier ohnehin immer vorbeikommen, freuen sich.
ausserdem habe ich einen „kommentieren“ button hinzugefügt, der auf die kommenatr-sektion in der beilage verlinkt. auch das eingabe-formular habe ich etwas entzerrt, weil es mobil eine zumutung war. ausserdem sind die system-texte die das kommenatrmodul (danke maurice) versendet jetzt deutsch.
die „kurzurl“ ist nicht sonderlich kurz, aber eindeutig und in kirby schon bei jedem artikel dabei: es ist die artikel-ID. funktioniert, aber ich bin unsicher ob ich das jemals nutzen werde.
die „ask chatgpt“ und „ask claude“ buttons habe ich von hacks/hacker (via). wenn man die klickt und in einem der beiden chatbots eingeloggt ist, kann man sich das selbst-lesen meiner artikel sparen und chatGPT oder claude lesen lassen. ich weiss auch nicht ob das praktisch ist, aber auch das funktioniert und das allein reicht mir erstmal. kost ja nix.
obwohl, kostet schon was. zeit und auch geld. meine hosting-kosten sind im letzten monat von 0 auf ca. 40 euro hochgegangen. obwohl ich auch noch den android auf uberspace wo wirres.net früher lief nicht gelöscht habe und der auich nochwas kostet. mein programmierhelfer und debugger cursor kostet auch so um die 30 euro pro monat. werbung will ich hier nicht mehr machen und leser nach geld fragen auch nicht. obwohl das theoretisch und praktisch bereits möglich ist. aber wenn ich mir ansehe wie wenig unterstützung ein tolles projekt wie rivva bei steady bekommt, glaube ich nicht das ein projekt wie dieses hier irgendwen zur geldbörse greifen lassen würde.
ach ja. einige bereiche die hier in der vergangenheit etwas zäh liefen, sind jetzt durch strategisches caching merklich flotter geworden, insbesondere meine bilder-übersicht, oder die baum-bilder.
kirby und alle plugins sind jetzt auch auf dem neuesten stand. das updaten finde ich immer etwas nervenaufreibend, aber wie (bisher) immer, hat das reibungslos und unfallfrei geklappt.kirby ist toll ♥️
Be willing to say no in the face of abundance. Be afraid to say yes and proud to say no. Be as proud of what you didn’t do to the codebase, as what you did do to it.
es ist kopmpliziert. aber faszinierend.