david tran, ein vietnamese der eine thailändische chilisosse in los angeles herstellt und damit de-fakto die klassische sriracha-sosse (neu) erfand, unternimmt nichts gegen plagiateure. er hat sich weder seinen markennamen schützen lassen, noch spielt er mit dem gedanken nachahmer juristisch zu belangen. er sieht nachahmung als werbung für seine sosse -- und der erfolg seiner firma scheint ihm mehr als recht zu geben. im „sriracha-film“ (auf vimeo zu kaufen) oder in diesem blick in die fabrik kann man david tran in all seiner bescheidenheit sehen: „ein rezept? ach. es gibt kein rezept. das können sie selbst machen: frische chilis, essig, so sauer sie möchten, salz, zucker, knoblauch.“
theresa bäuerlein spricht mit „alex“, der zwanzig jahre lang eine bekannte figur in der rechtsextremen szene war. sehr langes, sehr erhellendes interview.
einerseits ist die big-bang-theorie wie ein sack reis in china (big-bag-theory): eher nicht von belang für unseren alltag. andererseits versucht sie zu erklären wo wir, wo die welt herkommt. das interessiert uns irgendwie ja alle. erklären kann sie das aber (mathematisch) nur bis zu einem moment kurz nach dem urknall. was davor war, eine singularität, ist genauso unverständlich und abstrakt wie alles andere, was das universum versucht zu beschreiben oder zu erklären. im prinzip könnten wir uns diese singularität auch als unendlich dichtes, punktförmiges spagettimonster vorstellen.
in diesem artikel wird jetzt ein neues mathematisches modell beschrieben, das singularitäten links liegen lässt und unter anderem schlussfolgert, dass das universum mit spagettisossenkondensat gefüllt ist, das, wenn ich es richtig verstanden habe, bereits einstein und bose postuliert haben.
Wieso auch immer, was zählt, ist dass beim Karneval jedes Jahr der Zusammenhalt der Menschen gefeiert wird, dass Neuankömmlinge herzlich aufgenommen werden und dass sich für eine paar Tage alle einig sind, am schönste Fleckcher zu sein.
ich verstehe den karneval ganz gut, hab ihn in und um meine pubertät auch ein paar mal mitgemacht, kann aber mit meiner ausgeprägten menschenauflauf-, pathos- und euphorieallergie persönlich wenig damit anfangen. aber: jede jeck ist anders.
Jimmy Fallon is the most versatile talk-show host since Steve Allen. There's just one thing this talk-show host is not very good at: talking.
Watching and listening to Fallon interview a guest is simply more painful and awkward than every conversation that ever took place between Kevin Arnold and Winnie Cooper. Everything a guest has ever done, including the film, TV show or album he or she is there to promote, is either “amazing" or “awesome." Usually, both. A Fallon interview is like watching a tennis match with all aces. There are no rallies, no service returns back across the net. There is no honest to goodness badinage.
stimmt natürlich nur zum teil, manche gespräche von jimmy fallon mit seinen gästen sind durchaus auch „amazing“ oder „awesome“.
aber spass beiseite. der artikel arbeitet die schwächen die fallon, neben all seinen unbestreitbaren stärken, hat ganz gut raus und kommt zu einem ziemlich guten schlusssatz, den man aber im kontext lesen sollte.
der telegraph über die (kurze) geschichte von youtube. sehr gründlich recherchiert und breit ausgewalzt. hier ist was harry wallop über werbung auf youtube sagt:
Bizarrely, considering our supposed shortening attention spans, adverts on YouTube are longer - the 30 second TV spot has morphed into a three minute online film, with some brands, such as John Lewis and Sainsbury's, hosting lavish dinners to celebrate its unveiling. The TV ad has, in effect, become a trailer for the longer online version. In some instances brands, such as Evian, make adverts exclusively for the internet.
“I don't have any specific plans," Mr. Stewart said, addressing the camera at the end of his show, at times seeming close to tears. “Got a lot of ideas. I got a lot of things in my head. I'm going to have dinner on a school night with my family, who I have heard from multiple sources are lovely people."
so sehr ich das sitzfleisch von david letterman bewundere, der seine show, glaube ich, nach 30 jahren verlässt, bewundere ich auch, dass jon stewart (oder auch craig ferguson) auf dem vermeintlichen höhepunkt ihrer karrieren nochmal etwas ganz neues probieren wollen.
robert glashüttner über den wiener geräuschmacher mario wienerroither und seine sehr witzigen musiklosen videos. mario wienerroithers youtubekanal findet sich hier.
in frankreich können behörden jetzt ohne lästige gerichtsbeschlüsse websites sperren:
That's the unfortunate irony of the Charlie Hebdo attack: an effort to silence a magazine which has since become an idol for free speech has led France and the United Kingdom to propose or introduce laws that limit speech through direct censorship and intimidation.
die meinungsfreiheit lässt sich nach meinung vieler regierungen offenbar nur durch einschränkungen der meinungsfreiheit verteidigen. und eins plus eins ist drei.
james robinson über t.j. miller, der in silicon valley erlich bachman spielt (sehr witzig) und kürzlich die crunchies awards moderiert hat (nicht witzig).
Hallo, mein Name ist Paul Bühre, und ich werde Sie heute durch den für Eltern und Außenstehende vollkommen unverständlichen Alltag eines Schülers der Klassenstufe neun auf einem herkömmlichen Gymnasium im Zeitalter des Internets führen. Dies ist das wahrscheinlich erste und letzte Mal, dass Ihnen ein derartiger Text vor die Augen kommt, also passen Sie gut auf.
das hat paul bühre vor ungefähr einem jahr in die zeit geschrieben und es liest sich ziemlich amüsant und auch ein bisschen erhellend, wenn man mal ein pubertierender junge war und vergesslich ist. mittlerweile hat paul bühre ein buch geschrieben das „Teenie Leaks: Was wir wirklich denken (wenn wir nichts sagen)“ heisst und den folgenden klappentext hat:
Konsumorientiert, pornoverdorben und jederzeit bereit, das Geschenk von Oma gegen Gras oder Wodka-Energy einzutauschen? Bisher kennen wir den Pubertätsalltag hauptsächlich aus der Sicht von verunsicherten Eltern, überlasteten Lehrern oder gar Familientherapeuten. Jetzt gewährt erstmals ein 15-Jähriger Einblick in das, was ihm und seiner Generation wichtig ist. Er erzählt von Computerspielen, Unterhosenmoden, Mädchenkleidung, Schüleraustausch, Verliebtsein in Zeiten des Internets und diesen Momenten, in denen alles zu viel wird. Und von Eltern, die ständig nur das Beste wollen, aber damit genau das Gegenteil erreichen.
Blog- und Twitter-Kollege Jürgen Geuter hat vor kurzem an der Universität Vechta den Vortrag »Edward Snowden starb für unsere Sünden« gehalten. In dem Vortrag gibt es einige spannende Gedanken, die ein Reinhören sehr empfehlenswert machen. Neben einer Problematisierung des religiös geprägten Hacker-Märtyrertums gibt es Hinweise auf strukturelle Probleme der Hacker-Szene wie zum Beispiel der stark ausgeprägten Meritokratie (Leistungsbezogenheit).
guter vortrag, mit ein bisschen zu viel sarkasmus und stellenweise überdosierter undifferenziertheit. aber, eine portion ccc-skepsis und distanzierte betrachtung was wir im netz so treiben und glauben, kann nicht schaden.
Ganz anders beim Spiegel: Überall Männer und dazu eine straffe Hierarchie. Ich kann mich an Montagskonferenzen in Hamburg erinnern, bei denen nicht eine einzige Frau zu Wort kam. Während ich bei der Taz für Innenpolitik zuständig gewesen war, landeten jetzt auf meinem Schreibtisch alle Themen, mit denen die Kollegen nichts anfangen konnten: Frauen, Kinder, Homosexualität, Minderheiten ...
Praktisch jede Woche also fußt Martensteins sonntägliche Tagesspiegel-Kolumne auf einer gerade zuvor ausführlich in den Medien widerlegten Falschmeldung. Was zwei Schlüsse zulässt: Entweder verfolgt er damit eine eigenwillige Strategie für irgendwas, was ich nicht durchschaue. Oder ihm geht es einfach besser als mir, weil er offenbar nicht dauernd das ganze Internet durchlesen muss. Wahrscheinlich liest er überhaupt keine Zeitung. Wahrscheinlich muss man sich Martenstein als glücklichen Mann vorstellen, der den ganzen Tag im Kreise seiner Lieben sinnvolle Dinge tut oder Sport treibt und sich gesund ernährt, was ja viel Zeit beim Kochen erfordert, und wenn er mal beim Einkaufen irgendwas aufschnappt, wie dass der Wurstverkäufer ihm sagt, er solle mal schön ein paar Schweinekoteletts kaufen, denn wer weiß, wie lange das noch geht, in England schließlich dürften die Banken jetzt ja nicht mal mehr Sparschweine verteilen wegen der Muslime, dann schreibt er zu Hause schnell eine Kolumne darüber und hat danach ganz viel Zeit, die Koteletts ordentlich zu marinieren, mit selbst herangezüchteten Kräutern, die er im Garten erntet, nachdem er die Pflänzchen noch einmal alle sanft gestreichelt hat, so viel Zeit hat er. Wie soll er denn da noch im Internet gucken, ob seine Thesen überhaupt stimmen?
leser von darm mit charme haben von den meisten hier angesprochenen dingen schonmal gehört. was aber wirklich erstaunlich ist: wie wenig wir wissen, wie vieles in der welt und unserem körper eben noch #neuland ist.
werner kochs code steckt weltweit hinter vielen email-verschlüsselungsprogrammen. aber er wird schlecht von uns allen bezahlt und ihm droht die pleite. mitte dezember schrieb werner koch den ersten hilferuf (auf den ich damals auch linkte), der aber nicht mal die hälfte der benötigten spenden einbrachte.
dank dieses artikels von julia angwin auf propublica scheint das spendenziel nun seit gestern erreicht, aber das desinteresse an verschlüsselung allgemein und speziell an diesem wichtigen projekt irritiert mich doch sehr.
auf twitter habe ich gestern vermutet, dass diese kolumne mal wieder die beste kolumne von sascha lobo sein könnte. und nicht nur weil er popper zitiert:
Denn die Blüte der Pseudoskepsis ist keine digitale, sondern eine gesellschaftliche. „Unser Wissen ist ein kritisches Raten, ein Netz von Hypothesen, ein Gewebe von Vermutungen“, schrieb Karl Popper 1934 und verband so jedes Wissen mit dem Zweifel.
die kolumne ist deshalb besonders, weil sie etwas macht, was wenige kolumnisten machen: sauber und klug analysieren, gnadenlos differenzieren und danach nicht mit dem finger in eine bestimmte richtung zeigen, sondern in alle, auch die eigene richtung.
matthias stolz über die dorfbäckerei ritter im osten brandenburgs.
Wer durch Brandenburg fährt, der sieht nicht selten eine kleine Dorfbäckerei, und wer dort einkauft, stellt fest, dass das Brot dort sehr gut schmeckt. Meist sind diese Bäckereien kärglich eingerichtet, sodass sich der durchreisende Käufer fragt, ob sie wohl kurz vor dem Aus stehen. Einige Anrufe bei Brandenburgs Kleinbäckern ergaben, dass die meisten deshalb keinen Besuch von einem Reporter wollen, weil es ihrem Geschäft nicht gerade gut geht. In fünf von fünf Telefonaten fällt das Wort "aufgeben", nächstes Jahr, bald wahrscheinlich, in zehn Jahren, wenn man Mitte 50 sei. Auch Herr Ritter hatte erst gezögert.
wenn man sich kurz aufregen möchte: einfach den alten trick machen und die kommentare lesen. unter dem artikel vom novemer sind zwar nur drei kommentare, aber zwei davon sind total arschig.
bei mir ist die vorfreude auf aaron sorkin filme oder serien in den letzten jahren stets grösser gewesen als das vergnügen beim ansehen. newsroom war ein totaler reinfall und ne nullnummer. dieser film erzeugt wieder eine grosse vorfreude in mir, aber ich bin schon fast sicher, dass ich am ende enttäuscht sein werde.
die szene ist aus big hero 6 oder wie er in deutschland heisst: baymax - riesiges robowabohu (filmkritik von rochus wolf). ich fand den film super, und auch wenn er teilweise zu stark mit disney stereotypen gewürzt ist, enthält er alles, was ein guter film enthalten muss. humor, niedlichkeit, menschlichkeit und marvel.
wolf-dieter roth spielt geschmackspolizei und eskaliert jan böhmermanns urheberrechtsverletzung zur geschmacksverletzung:
Martin Langer ist kein Massenabmahner: Gegen Verwendung des Bilds in einem vernünftigen Zusammenhang geht er nicht vor, auch nicht auf Twitter und Facebook. Auch die TAZ-Titelseite wie oben zu sehen darf so gezeigt werden, wurde auch selbst von der TAZ in den sozialen Netzwerken verschickt.
Wenn er aber den Eindruck hat, jemand verharmlose, was damals geschehen sei, was er unter Lebensgefahr dokumentiert hat, mache sich darüber lustig, dann läßt er das ihm dafür zustehende Honorar eintreiben.
mir ist das ehrlichgesagt zu teuer, um auszuprobieren ob das stimmt was martin langer wolf-dieter roth da offenbar erzählt hat, dass er gegen urheberrechtsverletzungen nur vorgeht, wenn sie ihm respektlos erscheinen. und das mit dem geschmack ist auch so eine sache. martin langer fand meine zusammenfassung und bewertung zu seiner auseinandersetzung mit jan böhmermann offenbar so geschmack- und respektlos, dass er mich auf facebook auf die schwarze liste gesetzt hat und blockiert hat.
so wie es aussieht, könnte israels premier benjamin netanjahu bei den wahlen über pfandflschen stolpern. (offenlegung: ich bin auch schonmal über pfandflaschen gestolpert.)
ich sag ja gerne: „relevanz ist firlefanz“. das könnte man auch differenzieren, damit es präziser ist, zum beispiel: „relevanz die sich aus abrufzahlen speist ist firlefanz“ — aber das würde sich nicht mehr so schmissig anhören.
dieser artikel hat mich dazu inspiriert, mir endlich einen etwas besseren gemüsehobel zu kaufen, mit dem ich wirklich dünne scheiben schneiden kann. bald stell ich dann auch gemüsechips in der mikrowelle her.
Der neu entstehende Bund zwischen Kuratoren und Autoren (unter Ausschaltung des Mittelbaus Redaktion) sorgt zunächst für einen überaus positiven Effekt: Er führt zu einer Auflockerung der Inhalte, zu mutigen Experimenten, steilen Autorenkarrieren und einer überfälligen Kaltstellung bremsender Redaktionsbeamter. Allerdings führt er auch zu einer die Leser verwirrenden Konzeptionslosigkeit und einer redaktionellen Verwaschenheit, die Autoren-Plattformen und ihre entkernten Redaktionen oft so beliebig, gesichtslos und überfordert erscheinen lassen (ein Problem, das möglicherweise auch die Krautreporter haben).
arno frank über seine jugend und seinen vater, der von interpol gesucht wurde und mit seiner familie quer durch europa flüchtete.
Ich weiß noch, wie meine Eltern in mein Zimmer kamen, aufgeregt kichernd wie Kinder. Ich hatte schon geschlafen, sie weckten mich: Hey, Großer. Wir ziehen um. Gleich morgen! Na? - Morgen? - Ja, morgen früh um vier Uhr. Pack ein, was du mitnehmen willst. - Umziehen? Wohin? - Eigentlich wandern wir eher aus ...
tex rubinowitz hat sich ohne quellenangabe bei den umblätterern im archiv für einen sz-magazin-artikel bedient. in den kommentaren meldet er sich dann auch gleich zu wort und wenn man die kommentare gelesen hat, muss man tex rubinowitz doch gleich wieder ins herz schliessen.
We should pity their separation from the 99 per cent. But not too much - when the next crash happens, let's not use quantitative easing and the bail-out to super-charge inequality further. Pity democracy, pity people, but don't pity those with too much money.
Vor Frank alias „Krank“ war nichts sicher. In den Achtzigerjahren zog der Hüne mit seinem Schulfreund Marko Schubert durch abgelegene Ost-Berliner Klubs. Als ihnen einmal das Geld ausging, riss er kurzerhand einen Fahrkartenautomaten aus der Verankerung.
witzig: vor manchen superbowl-werbespots, zeigt youtube werbung. die witzigen superbowl-werbespots sind übrigens witzig und die pathetischen eher pathetisch.
der buchumschlag allein ist ja schon witzig und ich habe für einen moment nicht glauben wollen, dass es tatsächlich ein buch ist. isses aber, wenn auch nur 102 (geschätzte kindle-) seiten lang ist. ich habs gleich mal gekauft und werde vermutlich am 7. mai erzählen wie es war.
[…] 1 Granatapfel entkernen. Ich verwende die Klopfmethode statt der Unter-Wasser-Methode. Das geht in der Spüle fast ohne Flecken und macht schöne Geräusche. […]
beinahe 20 jahre alte geo-reportage von alexander smoltczyk über mutter teresa. sehr lang, sehr gut und streift auch gelegentlich die kontroverseren themen rund um mutter teresa. vor allem sieht man, wie gut sich texte halten, liest sich sehr frisch.
jens weinreich legt zu seinem text bei den krautreportern nochmal nach und zitiert ein bisschen aus seinem buch und erzählt von sport, politik und katar. lang aber lesenswert.
klar, so ne VR-brille auf dem kopf sieht sehr doof aus. aber wir haben uns ja auch an polarexpeditionsdaunenjacken in grossstädten, armbanduhren, uggs und dreiviertelhosen gewöhnt. kürzlich habe ich sogar jemanden mit einem orthopädischen exoskelett an der tram-haltestelle gesehen. an dieses neue technikgedöns gewöhnen wir uns schon noch - wie an alles andere.
daniel gebhart de koekkoek hat hinter den kulissen einer body-building-veranstaltung fotografiert. die fotos sind in der tat ein bisschen witzig:
For those not regularly exposed to the everyday routines of the bodybuilding world, his photos may seem comic, even garish. But Gebhart de Koekkoek hopes people see the moments of camaraderie and friendship. Though they are competitors, the bodybuilding culture is akin to a family that supports each other--even if that means helping someone apply tanning product with a paint roller.
tobias schwarz über die zulassung von bloggern im bundestag, ungefähr ein jahr nachdem ihm ein tagesausweis für den bundestag verweigert wurde:
“Zu viele Blogger haben versucht sich zu akkreditieren“, mit dieser wirklich dreisten Lüge lehnte die Pressestelle des Bundestags am 29.01.2014 meinen Antrag auf Akkreditierung, wie ich ihn bis dahin einige Dutzend Male erfolgreich gestellt hatte, überraschend ab.
hach. jens weinreich über die handball WM in katar, für die katar „rund 700 Journalisten die Reisekosten bezahlen“ will:
All jenen, die die Offerte erhielten, war eigentlich ein feines journalistisches Thema geliefert worden. Sie hätten öffentlich die Frage erörtern können, wie sich Katar, das wegen der WM 2022 und seines sklavenhalterähnlichen Kafala-Systems weltweit in der Kritik steht, eine gute Presse organisieren will. Derlei Betrachtungen aber sucht man in Archiven und im Internet vergeblich. Darin liegt vielleicht eine gewisse Logik.
normalerweise nennt jens weinreich das worüber er schreibt sports and politics, was auf den ersten blick ähnlich langweilig klingt wie „handball-WM“. aber wenn man zum beispiel diesen text liest, ist erstaunt, wie tiefgreifend kaputt und zynisch das gute alte system rund um „brot und spiele“ ist.
neal gabler über den langwierigen und schwierigen prozess der namens(er)findung für produkte oder firmen. sehr lang, sehr detailiert, sehr einleuchtend (damit meine ich den text, aber es passt auch auf den namensfindungsprozess) /per mail
Das heißt auch: Egal wie groß ein Plan der Regierung inszeniert wird, irgendetwas tun zu wollen - im Zweifel ist er nichts wert. Null. Das ist nicht nur eine unterskandalisierte Kehrtwende, das ist die Aufkündigung jeder politischen Verlässlichkeit. Es handelt sich um die Gewissheit, dass die Regierung Merkel alles Anvisierte, Versprochene, Herbeivisionierte in der Sekunde ins Gegenteil verkehren wird, in der es opportun erscheint.
auch wenn die bundesregierung natürlich beteuert, nichts gegen verschlüsselung zu haben, solange eine hintertüre für die behörden existiert, ist sie mit dieser dieser forderung natürlich de-fakto gegen sichere verschlüsselung, denn verschlüsselung wird unwirksam und unbrauchbar, wenn sie mit geringem aufwand -- egal von wem und ob mit richterlicher genehmigung oder nicht -- geknackt werden kann.
Er schreibt für eine Lokalzeitung, mit 18 Jahren wird er Reporter bei Radio Bremen, dann geht er nach Köln, beginnt ein Studium, bricht es ab, arbeitet für den Hörfunksender 1Live. 2005, Böhmermann ist 24, erfindet er die Radiorubrik Lukas' Tagebuch, in der er den Fußballer Lukas Podolski parodiert. Daraus stammt der Satz: „Fußball ist wie Schach, nur ohne Würfel“, von dem einige bis heute glauben, dass er tatsächlich von Podolski stammt. Der verklagt den WDR und verweigert der ARD während der Weltmeisterschaft 2006 Interviews. „Das war das erste Mal“, sagt Böhmermann, „dass ich ahnte, was ich anrichten kann.“
Ab Mittwoch, dem 11. Februar um 0.01 Uhr werden in Deutschland, Österreich und der Schweiz die ersten beiden Episoden von „Better Call Saul“ in der Originalversion und der Synchronfassung bei Netflix verfügbar gemacht.
faszinierend, es scheint möglich zu sein verkochte, „denaturierte“ proteine wieder herzustellen, also beispielsweise ein gekochtes ei wieder flüssig zu machen:
Der entscheidende Kick dafür kommt von einer Art Mini-Zentrifuge. Das Eiweiß mit den denaturierten Proteinen wird verflüssigt, etwas Harnsäure dazu gegeben, und das Ganze in einem Glaszylinder so heftig „geschleudert“, dass sich die Flüssigkeit als dünner Film an der Außenwand des Glasbehälters heftet und mitdreht. Am Ende sind es die Scherkräfte in diesem Schleudertopf, der dafür sorgt, dass sich die Aminosäureketten auflösen, entwirren und anschließend in einem faszinierenden Prozess der Selbstorganisation zu dem intakten Protein neu zusammen fügen.
konstanze kurz erklärt schlüssig, warum de maizière antiverschlüsselungsbegehren hinkt:
Bundesinnenminister Thomas de Maizière versucht das Ansinnen der Kryptoregulierung zu erklären, indem er einen Vergleich mit Alarmanlagen und anderen Sicherungen an Häusern heranzieht. Natürlich halte der Staat die Bürger dazu an, das eigene Haus zu verschließen und vielleicht eine Alarmanlage anzuschaffen, trotzdem habe die Polizei „selbstverständlich das Recht, unter bestimmten rechtsstaatlichen Voraussetzungen in ein Haus einzudringen“. Was de Maizière unerwähnt lässt: Der Staat verschafft sich dabei den Zweitschlüssel zu allen Häusern, um heimlich und verdeckt eindringen zu können. Bisher müssen auch noch keine patriotischen Hintertüren eingebaut werden, um im Fall der Fälle den Behörden Zugang zu verschaffen. Auch verbietet keine staatliche Stelle, Titan-Gitter an den Fenstern anzubringen und dicke Stahltüren einzubauen, um Eindringlinge abzuwehren. Doch genau das ermöglicht in der virtuellen Welt die Kryptographie.
An easy micropayment system for digital content could help save journalism.
ein traum der jetzt seit mindestens 10 jahren geträumt wird und für das bisher keine lösung gefunden wurde. das hat natürlich auch mit den zwei kleinen unscheinbaren adjektiven einfach und micro zu tun. aber selbst wenn es das gäbe (ansätze von flattr, easy-pay, etc. gibt es ja), den tipping-point zur akzeptierten massenakzeptanz zu erreichen, ist fast noch schwerer. so gesehen gibt es wohl keine rettung für den journalismus.
Zum Abschluss seiner Rede nahm Müller von Blumencron die anwesende Online-Werbenbranche in die Pflicht: „Sie, liebe Agenturgründer, müssen lernen, mobile Werbung zu verkaufen. Wenn Sie das nicht lernen, dann werden wir alle untergehen, und zwar Sie zuerst.“
naja. das mag schon stimmen. die agenturen müssen aber möglicherweise vorher noch was ganz anderes lernen: gute mobile werbung, bzw. werbekonzepte zu machen.
der telekom ist der schutz des eigenen image offenbar wichtiger, als der schutz der privatshäre ihrer kunden. könnte man meinen wenn man diesen artikel bei netzpolitik.org liest oder in den kommentaren zu diesem telekom-blogartikel.
sind mitte januar wirklich 1.700 privatflugzeuge auf dem weg nach davos gewesen, wie cnn und andere medien berichteten? natürlich nicht. das haben allerdings auch schon andere medien geradegerückt.
app-entwickler john saddington hat zweimal werbung bei daring-fireball geschaltet (jeweils für 8.000 bis 10.000 dollar) und schreibt hier auf wie und warum das funktioniert hat.
vor ein paar tagen hab ich ein video mit dem bogenschützen lars anderson verlinkt. jim macquarrie hat dadrüber was zu sagen:
There's this video, which at least a dozen people have forwarded to me, is circulating the Internet at the moment purporting to “demolish every Hollywood myth" about archery and “prove that Hollywood archery is not historical." Since apparently hundreds of sites have uncritically repeated its many preposterous and unsupportable claims, with the result that many people have asked me about it, I thought I should offer a detailed analysis.
The question really comes down to three separate categories; (1) the claims made in the narration; (2) the trick shots shown, and (3) Andersen's actual archery ability.
We'll start with the third. Andersen's quick-shooting technique is obviously effective (if speed is the goal), in that he is able to fire a lot of arrows at a very rapid pace. It's worth noting that the narrator goes to great pains to explain why shooting at close-up distances is so important and denigrates “warrior archers only shooting at long distances," (just one of many totally false claims) in order to paper over the fact that the man obviously can't hit anything that's more than about 20 feet away. No doubt there are literally hundreds of failed attempts that were cut out of the carefully-edited video. His gimmick is speed, not accuracy, and it's obvious to anyone who actually knows anything about archery that his complete lack of any kind of consistent form is going to require camera tricks and a lot of luck, which is exactly what's on display here. He may in fact be the fastest archer in the world; he just shouldn't pretend to be accurate.
elke spanner über das sechs monate alte ikea altona:
Ikea Altona ist zum öffentlichen Raum geworden. Zum Jugendtreff. Zur Stadtteilmensa.
Sarahs Eltern waren entschieden dagegen, dass der Möbelriese in die Nachbarschaft zieht. Sie haben sich geschworen, dort niemals hinzugehen. Aber die Aversion gegen den schwedischen Besatzer hat sich mit der Zeit etwas gelegt. Denn hier, sagt Sarah, "kriege ich mittags zumindest immer was Warmes".
öffentlicher raum ist das natürlich nicht, weil ikea in seinen räumen natürlich das sagen hat und nicht die öffentlichkeit. ich finds trotzdem faszinierend, dass die bürger initiativen die das innenstadt-ikea verhindern wollten, eigentlich gegen sich selbst, ihren eigenen lebensstil protestiert haben, den sie jetzt bei 1 euro-kaffee in vollen zügen geniessen.
hank green über die legitimität und relevanz von medien (und sich selbst). das ist erstaunlich klug geschrieben und fein beobachtet, bezieht sich aber vornehmlich auf die katastrophale medienlandschaft in amerika. trotzdem gibt es parallelen, auch zur mittlerweile jahrzehntelangen alten deutschen diskussion um relevanz und legitimität von bloggern und journalisten.
A good blog exists independently of people reading it.
Even if no one read my blog, I'd still write it. Not exactly sure why. Maybe it's something like this -- I would still cook even if I was the only person eating.
schöne metapher. ich koch auch meistens nur das, was mir schmeckt. andererseits freue ich mich natürlich, wenns dem rest der familie schmeckt. und natürlich würde ich auch für mich alleine kochen, aber wenn ich für andere mitkoche, gebe ich mir sehr viel mehr mühe, als wenn ich für mich alleine koche. das kind mag keinen koriander, deshalb verzichte ich beim kochen manchmal auf koriander, manchmal mach ich dem kind ne extraportion, aber manchmal arbeite ich den korander so ein, dass das kind gar nicht merkt, dass im essen koriander ist.
ich finde das auch erstaunlich, was die privatsender da veranstalten. für ein paar euro pro monat kann ich tausende von serien und filmen über netflix, amazon prime instant video und manchmal auch über den itunes-store bekommen, in bester qualität, jederzeit stoppbar, abrufbar zu den zeiten zu denen es mir passt. und die privatsender wollen ihr programm in bester qualität an die bedingung knüpfen, dass ich es nur zu vorgegebenen zeiten ansehen kann, nicht pausieren kann und eine chipkarte muss ich auch bei irgendwem beantragen? ich habe mir die zukunft anders vorgestellt. aber mir solls recht sein.
ben fand vikings etwas blutleer, ich nicht. auch wenn das alles historisch nicht 100% akkurat ist, finde ich fiktionale wikinger-geschichten anzuschauen mindestens so spannend wie die geo-epoche über die wikinger zu lesen. aber abgesehen davon fand ich sowohl die erste, wie auch die zweite staffel jeweils ganz spannend und unterhaltsam -- und vor allem relativ wenig stereotyp.
apropos stereotypen; ganz allgemein ist mir in den letzten jahren aufgefallen, dass ich mittelgute fernsehserien ganz gut sehen kann, solange sie sich nicht allzu vieler stereotypen bedienen oder, wenn sie doch vorkommen, sie von einer metaebene aus betrachten oder sie mehr oder weniger geschickt dekonstruieren. oder nochmal anders gesagt: wenn das strickmuster der serie nicht nur eingeschliffene sehgewohnheiten bedient, die serie sich mit dem produktionsdesign ein bisschen mühe gibt und die schauspieler wenigstens ansatzweise überzeugen, dann schau ich mir das fast immer an.
friedemann karig kompetent und metaphernreich über staatliche überwachung als virus, der uns befallen hat, aber seine zerstörerische wirkung noch nicht entfaltet hat. das essay ist ziemlich lang und erscheint im rahmen der reihe essays und diskus in einer fünfteiligen reihe im deutschlandradio. (ich habe auch ein essay beigesteuert das am 1. februar dort erscheint).
als ich friedemann karigs text las, kam mir auch eine metapher für die anlasslose erfassung von metadaten in den sinn: der staat beobachtet uns zwar nicht beim kacken, weiss aber genau wann wir kacken, wie lange und wo. ich habe meine eigenen feldstudien dazu ausgeführt und frage seit einer weile ausgewählte kollegen, wenn sie austreten, was sie zu machen gedenken, gross oder klein. diese metadatenabfrage stösst auf keine grosse gegenliebe. daraus kann man schliessen, dass viele dem staat mehr vertrauen entgegenbringen als mir oder dass überwachung solange ok ist, wie nicht darüber geredet wird.
jill lepore, unter anderem, über das internet archiv von brewster kahle und darüber, dass die behauptung „das internet vergisst nie“ totaler quatsch ist:
The Internet as most people now know it--Web-based and commercial--began in the mid-nineties. Just as soon as it began, it started disappearing.
sehr langes stück, mit sehr vielen hintergründen. /via
faszinierend was lars andersen mit einem bogen und pfeilen veranstaltet. und faszinierend, wie ahnungslos und geschichtsvergessen wir offenbar in die vergangenheit zurückblicken.
“He uses forgotten historical methods…” No, they were not forgotten. They just weren’t European. Archery is one of the oldest human activities, found in virtually every culture on Earth, and dating back tens of thousands of years. There are wide variations in equipment and shooting techniques around the world, and Andersen’s “discoveries” are well-known to anyone who has ever studied Asian and Eastern European archery, such as Mongolian, Tibetan or Hungarian styles. The famous Native American archer Ishi was known for shooting in a style very similar to Andersen’s, putting the arrow on the outside of the bow in the style of the Yahi People of the Pacific Northwest.
There a small irony in the fact that Larson, a woman, was hired to be the chauffeur for these Saudi women, when women are banned from driving in Saudi Arabia. However, Larson says that many of the parents of the teenage princesses that she drove around were fairly Westernized.
enno lenze hat unter anderem bilder und ein video mit dem FDP-politiker tobias huch angefertigt und veröffentlicht, die ein für ein bisschen aufregung sorgten und „gerade durch die deutschen Nachrichten“ gehen. auch spiegel online zeigte das video:
Ich fragte jeweils (unter meinem echten Namen) an, ob ich die Szenen, die Tobias Huch zeigen, von ihnen kaufen kann. Das sind Szenen, die nun mal von mir stammen und an denen sie keine Rechte haben können. Bei Spiegel Online sagte mir, dass ich das Material für einen vierstelligen Betrag kaufen kann. Von den anderen steht eine Antwort noch aus.
das ist genial. wenn das stimmt, hat spiegel online das problem mit den lousy pennys, die man angeblich online verdienen kann, gelöst!
[nachtrag 24.01.2015] in den kommentaren zum oben verlinkten artikel hat sich sven christian von spiegel online gemeldet und sagt sinngemäss, dass die antwort auf die kaufanfrage für die bewegtbilder eine allgemeine, ungeprüfte preisauskunft gewesen sei. zu einem verkauf wäre es, seiner aussage nach, nie gekommen, weder an lenze, noch an dritte.
So läuft das hierzulande immer bei Olympiabewerbungen. Da wächst nichts organisch von unten, da sind keine Visionäre am Werk, die Risiken eingehen und in derlei Großprojekte investieren (Geist, Arbeit, Geld), da toben sich Sportbürokraten aus.
das projekt ist eigentlich das ideale beispiel für das, was an crowdfunding-kampagnen für kreative arbeit ganz grossartig sein kann. für 6 euro bekommt man ein poster, ab $500 kann man sich ins poster reinzeichnen lassen. /via
Zwei Jungen mit Down-Syndrom: Benjamin lebt, Luca ist tot. Entschieden haben das ihre Eltern. Ein Dilemma, in das Tests vor der Geburt immer mehr Paare stürzen.
beeindruckendes, langes und differenziertes lesestück.
Bitte nennt also in Zukunft Nazis, Arschlöcher und Bekloppte einfach Nazis, Arschlöcher und Bekloppte und hört auf, dick, alt oder beliebiges Aussehen, das nicht euren Schönheitsidealen entspricht, zum Schimpfwort zu machen und zum Anlass, sich über andere Menschen lustig zu machen.
Die Bezeichnung «Uhr» für das Gerät, das beiläufig auch die Zeit anzeigen kann und am Handgelenk getragen wird, ist übrigens eher irreführend, so wie ein iPhone - und mit ihm die ganze Gattung der Smartphones - kein Telefon ist, wie man ursprünglich angenommen hatte, sondern eine Art Universalfernbedienung für unser Leben.
langes lesestück mit relativ viel hintergrund: john biggs über armbanduhren, schweizer uhren, die quarzkrise, die swatch und natürlich auch ein bisschen über die apple-uhr und strategie.
warum vögel mit dem kopf wackeln, wenn sie laufen. (eigentlich wackeln sie gar nicht mit dem kopf, sondern ziehen ihren kopf vor, halten ihn an einer stelle und ziehen den körper drunter weg — bis sie den kopf wieder vorziehen)
da ist was dran: die zugänglichkeit (im weitesten sinne) der krautreporter ist verbesserungswürdig. die website ist zum finden von (potenziell) interessanten artikeln (die es gibt) nahezu ungeeignet. der navigationspunkt „übersicht“ öffnet eine chronologische liste der letzten artikelüberschriften — und das ist es. keine auswahl nach reportagen, meistgelesenem oder themen. das rss immer noch ohne autorennamen. meta-inhalte wie die morgenpost sind nicht ausblendbar und bilder werden bei mir auf diversen browsern immer noch verzerrt oder gar nicht angezeigt.
Die neoliberale Tendenz, die Crary in der Stigmatisierung des Schlafs sieht, findet sich in unseren Bewältigungsstrategien wieder. Statt effizient schlafen zu wollen, sollten wir dem Schlaf vielleicht einfach mit mehr Wohlwollen begegnen und aufhören, immer sofort eine Pathologie zu vermuten. Manchmal sind Vielschläfer nämlich auch völlig gesund - nach meinem Besuch im Schlaflabor habe ich das jetzt sogar schriftlich.
den artikel fand ich gut: aus einer persönlichen erfahrung heraus berichten, mit expertengesprächen und -meinungen anreichern, alles einfach, übersichtlich und ein bisschen subjektiv halten: so sollten gute blogs funktionieren.
ich sehe krautreporter.de jetzt einfach als ein gemeinschaftsblog (nicht mehr als magazin) mit gehobenem anspruch und gewöhnungsbedürftigem CMS. ein blog mit der mission eine neue finanzierungsform für blogs zu finden. (aber vielleicht kann man das ganze dann langfristig doch auch auf wordpress umstellen?)