die app mediathekview kenne ich schon sehr lange, allerdings hab ich nie verstanden, warum ich die benutzen sollte. vor allem: ich will ja keine mediendateien auf meinem rechner speichern. die gehören auf den server. entweder den server bei uns in der kammer oder auf irgendeinen server in der cloud. medienverwaltung sollte gesichtslos sein, immer laufen und am besten vollautomatisiert sein. wie heimprofis das machen, hat die ct kürzlich beschrieben (abo). angucken will man das dann mit schnellen, schlanken clients.
schnell oder schlank ist dieses mediathekview-java-dings aber irgendwie nicht. x
aber mediathekviewweb.de schon. da gehe ich zum beispiel jeden sonntag hin und suche „sendung mit der maus“ und voilà. ein, zwei klicks weiter und die sendung läuft. das ist einfacher als über die wdrmaus.de, bei der ich immer mindesten 23 klicks bis zur sendung brauche.
theoretisch finden mediathekview ohne und mit web die sendung mit der maus auch schon freitags oder samstags. witzigerweise hat das meine mutter vor mir entdeckt, dass man schon ein paar tage vorher „sendung mit der maus, vom 30.03.2025“ googlen kann und dann in einer der ARD mediatheken fündig wird.
und weil die mediathekviews, app und web-version, eigentlich nichts anderes sind, als das schaufenster auf einen verschlagworteten index auf die mediendateien der öffentlich rechtlichen mediatheken, kann man das natürlich auch benutzen, um die aktuelle sendung mit der maus einzubetten.
(12.05.2025: eingebettetes video entfernt, weil der ursprüngliche link depubliziert wurde.)
es zeigte sich natürlich, dass der embed oben mit kirby doch nicht so einfach ist, ich musste dann doch nochmal 30 bis 60 minuten investieren um hier und da ein bisschen code zu modifizieren, damit der localvideo-plugin nicht nur dateien frisst, sondern auch medien-urls. aber das ist warum kirby so toll ist. durch und durch hackable, bzw. genau dafür gebaut.
das template, bzw. der template-ordner auf dem diese website bis vor ungefähr einem jahr lief hiess wirres3. nach diese logik ist der kirby-relaunch wohl wirres version 4.
version 2 dürfte das hier gewesen sein, 2010 war ich stolz darauf von einem tabellen-basierten layout auf ein CSS basiertes layout umgestellt zu haben.
version3, bei der ich auf „responsive design“ umstellte, lief dann 12 jahre lang.
und eben, zufällig im archiv gefunden, 2015 schrieb ich über die version 0 von 1996. die lief zwar noch nicht unter wirres.net oder irgendeinem content managmente system, sondern auf blanken html-metal. in dem artikel von 2015 behaupte und belege ich, dass ich eiegentlich schon seit 30 jahren (1995) ins internet schreibe, bzw. linke.
und ich erkläre anhand eines kottke zitats, warum ich so lange auf diesem obskuren CMS geblieben bin: läuft halt, funktioniert, ist berechenbar und kenn ich.
einer der technischen gründe warum ich mit einer software aus den 90er jahren so lange gut zurecht kam, waren die html-vorlagen, also die art wie ezpublisch html aus den inhalten produzierte. jedes formatierung, bilder, links, zitate hatten ihre eignen vorlagen. statt <a href="https://example.com>example.com</a> schrieb ich <link https://example.com example.com>> bilder lagen in einer bilddatenbank und nach der verknüpfung mit einem artikel refernzierte ich sie mit <image 1 left large> was sich kompliziert und mühsam anhört ist technisch ein segen. so wurden bilder in den neunziger jahren vorzugsweise über tabellen-konstrukte gelayoutet. <figure> oder <figcaption> waren damals noch nicht erfunden, adaptive bilder erst recht nicht. aber mit dem template system liess sich die ausgabe von bildern jeweils an den stand der technik anpassen. so konnte ich aus einem einfachen <image 1 left large> schnell komlexes, adaptives bild-markup bauen, das optimierte bilder für alle möglichen bildschirmauflösungen ausgab.
in den neunzigern durfte man noch <b> zum fetten von text verwenden. im ezpublish backend musste ich immer <bold> verwenden, aber konnte die html-ausgabe dann eben später an das modernere <strong> anpassen.
und natürlich liess sich das auch alles erweitern. für eingebettete youtube videos hab ich mir eine ezpublish vorlage <tube hGhrJru-PQ8&t> gebaut, die dann anfangs einfach den normalen youtube embed-code ausgab und später eine datenschutzfreundlichere variante, die nur das video-poster mit einem play-button zeigte und das video und das google-tracking erst nach einem klick lud. weil kirby mit seinen block-editor ein ähnliches konzept verfolgt, liess ich das für alle meine importierten inhalte und natürlich auch neuen inhalte ruck-zuck neu bauen. im block editor gebe ich nur die video-url an, die ausgabe des blocks passe ich per template an und heraus kommt das:
diese datenschutz-freundlicheren video-embeds sind das, womit ich gestern meinen tag verbracht habe. funktioniert für youtube und vimeo.
ich weiss zwar gar nicht ob das noch irgendwer verwendet, bzw. ob ich noch jemals ein vimeo-video hier neu einbetten werde, aber weil ich in meinem archiv noch das eine oder andere vimeo-video liegen habe, soll das natürlich auch weiter so funktionieren.
ausserdem habe ich gestern noch am rss-feed geschraubt. wenn ich im kirby editor einen relativen link eingab, kam der auch im rss-feed relativ raus. which is doof. aber vielleicht isses auch doof relative links zu verwenden, wenn ich mich recht erinnere hab ich in ezpublish auch immer volle urls verwendet um auf wirres.net zu linken. ausserdem hab ich mir überlegt im feed den normalen youtube-embed code auszugeben, so dann man sich das video in seinem rss-reader eingebettet ansehen kann. ganauso gebe ich die bilder im feed nicht mehr adaptiv aus, sondern einfach, ohne gedöns auf 900px breite skaliert.
jedenfalls sehe ich jetzt wieder was mich über die letzten 30 jahre dazu gebracht hat ins internet zu schreiben: mein drang neue dinge auszuprobieren, zu schauen, mit welchen technischen tools man was erreichen kann um das älteste gewerbe der welt auszuüben: mit anderen kommunizieren.
in den letzten 5 jahren lag mein fokus eher auf der interspezifischen kommunikation: wie kann ich verstehen was frida will und intendiert, wie stelle ich sicher, dass frida mich versteht? das hat ganz gut geklappt und unterwegs habe ich das eine oder andere gelernt und leider eher wenig mit meiner spezi geteilt. ausser einmal letztes jahr auf der republica.
in der web-technik hat sich in den letzten jahren, so wie bei den hunde-erziehungsmethoden viel getan. lazyloading geht mittlerweile ohne jedes javascript, css kann variablen und rechnen (!), fast alle browser sind auf dem gleichen technischen stand. uberspace, wo diese seiten gehostet sind, kann http/2 und ich bin sicher an den caching-policies, cache-control headers lässt sich noch so einiges optimieren und lernen.
apropos caching und performance. nach der installation von kirby auf uberspace (piece of cake, einfach den 2,5 GB grossen kirby ordner rüberkopieren, eine kleine anpassung an der .htaccess, läuft) …
# In some environments it's necessary to# set the RewriteBase to:RewriteBase /
… habe ich massive performance probleme beobachtet und musste in der php.ini php mehr RAM gönnen. der grund, so erkläre ich es mir nachträglich, war cache-warming. kirby erzeugte hunderte, tausende bildvarianten für die adaptive auslieferung von bild-dateien, und das kostet RAM und CPU (sorry uberspace!). gestern habe ich die parameter der adaptiven bildauslieferung nochmal angepasst, was erneut zu merklichen performance-engpässen führte. ein blick in den media ordner, wo kirby die bildvarianten cached/ablegt, zeigt derzeit 5.8 GB. vor drei tagen waren das nur 2.4 GB, gestern 4 GB. der kirby content ordner ist 2,4 GB gross.
nach ein paar stunden bild-generierung schien die performance der seite wieder OK zu sein. wenn ihr, liebe leser, einen anderen eindruck habt, lasst es mich gerne wissen.
tl;dr: ins internet schreiben und eine eigene website zu betrieben ist immer noch furchtbar viel arbeit, aber allein um den stand der technik zu verfolgen, (be-)lohnt sich das. und es gibt noch viel zu tun und lernen.
(entschuldigung für die clickbait-überschrift, korrekt müsste es natürlich heissen: „30 jahre ins internet schreiben“)
eben beim durchböättern meiner eigenen ergüsse auf diese alte t3n-kolumne von mir gestossen. und was macht man, wenn man nach zwei wochen arbeit ein archiv von > 10.000 artikeln ex- und importiert hat. wie bekloppt auf dieses archiv hinweisen.
aber weil die kolumne (vom mai 2019) auch noch ganz gut in die heutige politische weltlage passt, poste ich sie hier nochmal im (unredigierten) volltext.(klick)
vor 22 jahren hab ich auf wirres.net den ersten „artikel“ veröffentlicht. auf einem CMS namens ezpublish, damals in der version 2.2.x. später hab ich ezpublish mal auf 2.3.0 aktualisiert, danach im prinzip nicht mehr.
vor ziemlich genau vier jahren hatte ich ezpublish noch einmal geflickt, damit es es mit php 7.4 läuft. vor einem jahr war dann bei uberspace schluss mit php 7.4. wie ein alter weisser mann, kam mein CMS mit den erfordernissen der modernen zeiten (php 8.x) nicht mehr zurecht. deshalb hab ich im letzten jahr kurzfristig erstmal auf tumblr ersatz geschaffen.
ezpublish hat mir zwei jahrzehnte treu gedient. es liess sich anpassen und offensichtlich auch von jemandem mit lückenhaften programmierwissen patchen und am laufen halten, sogar mit okayer performance.
jetzt, ein jahr später wollte ich es noch einmal wissen, ob ich mit etwas geduld und vielleicht hilfe von chatgpt, dem alten CMS nochmal die moderne welt erklären kann. es zeigte sich, dass das eher schwer und uberkomplex ist. seit der php version 4.x hat sich dann doch einiges getan.
was relativ einfach ging war wirres.net lokal, bei mir zuhause, auf meinem heimserver in einem php7.4 container zum laufen zu bringen (und so im prinzip für die ewigkeit zu konservieren). mit einem eintrag in die /etc/hosts lässt sich auf meinem rechner wirres.net aufrufen, als wäre nie etwas gewesen.
beim googlen nach alternativen gefiel mir kirby von anfang an. ich mochte das konzept, dass artikel in ordnern organisiert sind und alle zugehörigen dateien mit in diesem ordner liegen. die doku gefiel mir auch und das starter kit, hatte, wie damals ezpublish, sinnvolle beispiele wie man das ding zum laufen bringt und was man damit anstellen kann. mir kamen auch schnell ideen, wie ich die inhalte aus ezpublish in kirby importieren könnte. nachdem ich mir in meiner lokalen wirres.net instanz ein export script zusammengebastelt hatte, war ich erstaunt wie schmerzfrei der import ging und wie gut kirby meine inhalte verstand. immerhin handelte es sich um über 10.000 artikel (im ø habe ich offensichtlich über die 22 jahre jeden tag etwas mehr als einen artikel geschrieben).
jedenfalls sind jetzt die artikel wieder da. auch die meisten alten urls sollten wieder funktionieren. der letzte auf der alten seite veröffentlichte artikel hätte in alter notation die url /article/articleview/11437/1/6/ und das funktioniert. die alte haupt-rss-feed-adresse sollte noch gehen, aber es dürfte auch einiges kaputt sein — also noch viel zu reparieren sein.
mal schauen wie es hier weitergeht. kirby ist toll, flexibel und auf eine angenehme weise unterkomplex, aber eben doch hochflexibel.
der import der inhalte hat natürlich auch dazu geführt, dass ich nochmal alte sachen die ich im laufe der zeit veröffentlicht habe gelesen oder angesehen habe. mich hat das daran erinnert, warum ich jahrelang ins internet schrieb: um sachen festzuhalten, die sonst im schaum der zeit verpuffen. es ist zwar schön im eigenen instagramm-konto ganz runter zu scrollen, aber #instagram auf der eigenen webseite ist noch schöner. und zum teil auch ein bisschen strukturierter. #schottland zum beispiel. oder die urlaubsvertretung damals (2005).
irgendwann im letzten jahr wollte ich jemandem ein bild vom pöhler zeigen, aber wirres.net war offline, auf meinem telefon finde ich eh nix und ausdrucke hab ich schon seit 40 jahren nicht mehr dabei. in der eignen unordnung lässt sich sowas ganz schnell finden.
jedenfalls bin ich froh wieder online zu sein.
vor ein paar monaten habe ich glabe ich alle videos im my mechanics kanal weggebinged. das sind sehr lange videos, in denen ein schweizer (?) schlosser alte sachen restauriert. und das mit einem gewissen anspruch an perfektion. wenn die schrauben eines werkstücks nicht mehr schön genug sind, dreht er sich neue und vernickelt sie, falls nötig.
hätte ich nie gedacht, aber es ist sehr befriedigend jemanden beim sandstrahlen, feilen, abfasen von scharfen kanten oder neu drehen von gewinden zu beobachten.
gesprochen wir in den videos nicht, musik gibt’s auch keine, aber das ist ehrlichgesagt auch gut so.
eben habe ich mich sehr gefreut, als in meiner youtube-timeline eine neues my mechanics video auftauchte. ich empfehler das jetzt, ohne es vorher gesehen zu haben.
vor einer weile hab ich ein paar dieser epaper tags gekauft, die in supermärkten auch als preisschiilder benutzt werden. ich finde es nützlich vor der wohnungtür nochmal über das aktuielle datum und die wetterlage informiert zu sein. weniger nützlich, aber ich fands witzig: ich habe einen tag zum kalenderspruch anzeiger erkoren. den ganzen dezember hab ich mir für jeden tag einen spruch oder witz ausgedacht oder über chuck norris geschrieben. im januar fiel mir nichts mehr ein, der tag blieb leer.
dann auf die idee gekommen, dass chatgpt das ja auch automatisch in der Nacht machen kann. hat einerseits noch luft nach oben, aber andererseits: nicht schlecht.
das ist der promt:
Du sollst einen Kalenderspruch oder Hinweis für einen E-Paper Display entwerfen. Der Display ist so konfiguriert, dass er oben eine etwas grössere, rote Überschrift hat, die bis zu 12 Zeichen Länge haben kann. Darunter hat kurzer Fliesstext Platz, der bis zu 60 Zeichen lang sein kann. Es gibt auch Platz für ein optionales Icon. Du sollst nun Kalendersprüche, Witze, Anmerkungen, Frechheiten, Graffiti oder Klosprüche entwerfen, die mit diesen Restriktionen auf den begrenzten Platz passen. Die Sprüche können ruhig derb oder sarkastisch sein, müssen es aber nicht. Gegen Fäkalhumor haben wir auch nichts. Vermeide Überschriften die den Text zusammenfassen oder kategorisieren, die Überschrift und der Text sollten harmonisch zusammenspielen. Antworte ausschliesslich mit strukturiertem plain json im fomat {“title”: “Meine Überschrift”,“text”: “Dies ist ein Beispiel für einen Fließtext. Hier können beliebige Inhalte eingefügt werden.”,“icon”:“MDI icon ohne den String mdi:”}
biber haben gute zähne und sind gute baumeister. sagt man ja so. aber wenn man das sieht, liegt es nahe zu sagen, dass biber nicht die hellsten leuchten am fluss sind. oder aber einfach ambitionierte konzeptkünstler. auch verwunderlich, das biber sich mitten in der stadt, im wohngebiet mit hoher hundegassi frequenz und schiffsverkehr blicken lassen.
ansonsten etwas längerer spaziergang heute, weil ich das streikgeschehen übersehen hatte und wir deshalb zu fuß statt per bahn zurück nach hause mussten.
schön draußen um 7:44 h.
schmettern am schloss bellevue — gestern um kurz vor acht wurde im lockeren trab am gleichschritt vorbeigelaufen.
big city lights
rehberge heute früh um 5:45 uhr. es war taghell durch den beinahe vollen mond. zumindest wenn sich die augen an die dunkelheit gewöhnten und dann der mond plötzlich hinter den bäumen hervorschaute, blendete es kurz.
morgens früh raus, alles schön.
früh raus, himmel schön.
stieg zu besuch bei mir und frida letztes wochenende.
mjamjamjam.
früh raus, alles schön.
resteessen statt dönerbude: leicht gekeimte kartoffeln nach „fallow“ fritiert (toll knusprig), seit 3 jahren abgelaufener spargel aus dem glas, selbstgemachte mayo und sriracha.
morgenspaziergang vom wedding zum hbf und naturkundemuseum. am humboldhafen stand jemand mit nem technoblaster und genoss die synthetischen trommelschläge.