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satu­da­rah – ein­bli­cke hin­ter die ku­lis­sen des ro­cker­clubs (wdr)

felix schwenzel in gesehen

auf me­dia­steak ge­fun­den, eine doku über den nie­der­län­di­schen ro­cker-club satu­da­rah, der sei­nen prot­ago­nis­ten er­staun­lich nahe auf die pel­le rückt und sie bei ein paar ih­rer tref­fen, selbst­in­sze­nie­run­gen und in­itia­li­sie­rungs­ri­ten be­ob­ach­tet.

die doku zu se­hen, steht dem kon­sum von sons of an­ar­chy in fast nichts nach. das, was ich an sons of an­ar­chy so schreck­lich fand, das pim­melfech­ten, der al­ber­ne männ­lich­keits­kult, über­haupt das kul­ti­sche und die völ­li­ge ab­we­sen­heit von ak­zep­ta­blen hu­mor, kann man eins zu eins in der doku be­ob­ach­ten. in­so­fern muss man sons of an­ar­chy wohl eins zu gute hal­ten, dass es tei­le der ro­cker-rea­li­tät wohl sehr ak­ku­rat ab­ge­bil­det hat. nur dass die rea­li­tät die die doku zeigt, noch ein biss­chen al­ber­ner wirkt.

ein wei­te­rer er­staun­li­cher par­al­lel­ef­fekt: wie bei sons of an­ar­chy er­wisch­te ich mich stel­len­wei­se, wie ich anst­zwei­se, im­mer nur ganz kurz, sym­pa­thien für die hei­opeis ent­wi­ckel­te und sie gleich­zei­tig für enorm schlech­te schau­spie­ler hielt. trotz ih­res ma­ni­schen männ­lich­keits­wahns und sei­ner teil­wei­se sehr schlech­ten dar­stel­lung, liess es sich nicht ver­mei­den, dass stel­len­wei­se mensch­lich­keit durch­schim­mer­te.

wie ge­sagt, die doku ist er­staun­lich nah und an­ge­nehm zu­rück­hal­tend, wes­halb ich 4 punk­te gebe und gu­ten ge­wis­sens emp­feh­len kann, sich das auch an­zu­gu­cken, zum bei­spiel in der ARD-me­dia­thek


Photo by felix schwenzel in ESMT Berlin. Keine Fotobeschreibung verfügbar..

die uhr am ro­ten filz­haus funk­tio­niert wie­der.



Ein lang­ge­heg­ter Wunsch­traum ist in Er­fül­lung ge­gan­gen: Pär­chen­funk­ti­ons­klei­dung! #lie­be #be­zie­hungs­rat­ge­ber #cou­ple #re­la­ti­onship­goals

(@mon­oxyd31.03.2016 8:48


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  spie­gel.de: Sa­scha Lobo über IS-Ter­ror: Über­wa­chung ist die fal­sche Ant­wort

die über­schrift der ak­tu­el­len ko­lum­ne von sa­scha lobo hört sich an, wie die über­schrift ei­ni­ger äl­te­rer ko­lum­nen von ihm, aber in der ko­lum­ne selbst, kon­zen­triert er sich auf ei­nen neu­en aspekt: bei­na­he alle der is­la­mis­ti­schen at­ten­tä­ter der letz­ten zwei jah­re wa­ren po­li­zei­be­kannt.

Alle 15 iden­ti­fi­zier­ten At­ten­tä­ter stan­den auf Ter­ror­warn­lis­ten oder „Is­la­mis­ti­sche Ge­fähr­der“-Lis­ten in min­des­tens ei­nem eu­ro­päi­schen Land. Die meis­ten stan­den zu­sätz­lich auf wei­te­ren Lis­ten wie der No-Fly-List oder der TIDE der Ver­ei­nig­ten Staa­ten. Alle 15 konn­ten als ge­walt­a­ffin ein­ge­stuft wer­den. 14 hat­ten be­kann­ten Kon­takt mit an­de­ren ra­di­ka­len Is­la­mis­ten (ei­ner ra­di­ka­li­sier­te sich of­fen­bar nur über das Netz). Zwölf hat­ten Rei­sen zum „Is­la­mi­schen Staat“ nach Sy­ri­en, in den Irak oder nach Je­men zu al-Qai­da un­ter­nom­men. Zehn hat­ten Vor­stra­fen, die meis­ten we­gen Ge­walt­ver­bre­chen. Acht schließ­lich wa­ren zum Teil seit Jah­ren zur Fahn­dung aus­ge­schrie­ben

sa­scha lobo at­tes­tiert den eu­ro­päi­schen be­hör­den und staa­ten to­ta­les struk­tu­rel­les ver­sa­gen:

Das also ist die grau­si­ge Rea­li­tät in Deutsch­land und Eu­ro­pa - ein über­las­te­tes, weil ka­putt­ge­spar­tes Jus­tiz­sys­tem ver­ur­teilt Ver­bre­cher, die dann von der über­las­te­ten, weil ka­putt­ge­spar­ten Po­li­zei nicht ins Ge­fäng­nis ge­bracht wer­den kön­nen.
Ab­sur­di­tä­ten des Über­wa­chungs­zeit­al­ters: Nie war Un­ter­tau­chen leich­ter, dank struk­tu­rel­len Staats­ver­sa­gens.

ich fin­de den ar­ti­kel von sa­scha lobo drin­gend nö­tig, bzw. fra­ge mich, war­um die­ser aspekt in der ter­ror-be­richt­erstat­tung bis­her so kurz ge­kom­men ist. drin­gend not­wen­dig fand ich vor­ges­tern auch die re­la­ti­vie­rung des is­la­mis­ti­schen ter­rors durch con­stan­tin seibt. ich kann mich ir­ren, aber ich habe das ge­fühl, dass sa­scha lobo, beim zwei­ten punkt der ge­fähr­li­chen re­ak­tio­nen auf den ter­ror, in­di­rekt con­stan­tin seibts re­ak­ti­on kri­ti­siert:

Ja. Es gibt ei­nen mör­de­ri­schen, is­la­mis­ti­schen Fa­schis­mus in Eu­ro­pa. Die ge­fähr­lichs­te Ant­wort dar­auf ist ein eu­ro­päi­scher Ge­gen­fa­schis­mus. Die zweit­ge­fähr­lichs­te Ant­wort ist die Ver­harm­lo­sung oder gar Leug­nung des is­la­mis­ti­schen Fa­schis­mus. Hier soll die Rede sein von der dritt­ge­fähr­lichs­ten Ant­wort dar­auf, denn es ist die­je­ni­ge, die sei­tens Po­li­tik und Be­hör­den ak­tu­ell vor­ge­tra­gen wird.

ich fin­de zwar nicht, dass seibt in sei­ner ko­lum­ne den is­la­mis­ti­schen ter­ror ver­harm­lost, son­dern ihn re­la­ti­viert, ihn ins ver­hält­nis setzt und ein­ord­net. und re­la­ti­vie­rung, also ein­ord­nung, ist im­mer wich­tig, auch wenn jede re­la­ti­vie­rung an­griffs­flä­chen für den vor­wurf der ver­harm­lo­sung öff­net. con­stan­tin seibts fisch­grä­ten-ver­gleich ist hef­tig kri­ti­siert wor­den und mitt­ler­wei­le auch (lei­der still­schwei­gend, sie­he auch den nach­trag un­ten) ge­än­dert wor­den, aber er zeigt mei­ner mei­nung nach gut, dass angst und kopf­lo­ser ak­tio­nis­mus nie die op­ti­ma­le re­ak­ti­on auf rea­le ge­fah­ren und ri­si­ken sind. auch wenn je­der ein­zel­ne ver­kehrs­teil­neh­mer von den tau­sen­den ver­kehrs­to­ten pro jahr weiss, set­zen sich die meis­ten eben nicht mit angst ans steu­er. in­ter­es­san­ter­wei­se re­agiert der staat beim ver­such die zahl der ver­kehr­to­ten zu re­du­zie­ren, ganz an­ders als beim ter­ror: er ach­tet akri­bisch dar­auf frei­heits­rech­te nicht zu stark ein­zu­schrän­ken: statt ei­nes ge­ne­rel­len tem­po­li­mits, stellt das ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um schil­der mit ap­pel­len auf („run­ter vom gas“).

ein­ord­nung, auch der ver­gleich von äp­feln mit bir­nen, ist und bleibt wich­tig, wie un­ter an­de­rem auch ge­ra­de bernd hoe­cker mit sei­ner re­la­ti­vie­rung der „flücht­lings­wel­le“ ge­zeigt hat. aber auch sa­scha lobo re­la­ti­viert in sei­ner ko­lum­ne. er re­la­ti­viert die stolz vor­ge­tra­ge­nen er­mitt­lungs­er­fol­ge der be­hör­den und setzt sie (im­pli­zit) ins ver­hält­nis, zu ih­rem schei­tern.


[nach­trag]

con­stan­tin seibt hat et­was län­ger über die kri­tik an sei­nem fisch­grä­ten-ver­gleich und die kor­rek­tur auf face­book ge­schrie­ben

Und als Jour­na­list hat man fast kei­ne Chan­ce, nicht den Job der Ter­ro­ris­ten zu tun, aus­ser man tut sei­nen Job nicht.
Also was tun? Ich glau­be, dass Küh­le im Zwei­fel die bes­se­re Hal­tung ist als ge­heu­chel­ter Schre­cken oder ge­heu­chel­tes Mit­ge­fühl: Ge­heu­chelt, weil man das Los ei­nes Ver­stüm­mel­ten oder von je­man­den, der je­man­den ver­lo­ren hat, nur als Echo nach­emp­fin­det. Und Ter­ror hat ja im­mer eine po­li­ti­sche Ab­sicht: Die Ter­ro­ris­ten wol­len ei­nen zu et­was brin­gen. Und die Leu­te, die das Bom­ben- und Ge­wehr­feu­er dazu be­nut­zen, ihre küh­len Hän­de zu wär­men, auch.

 



the good wi­fe s07e18 (un­man­ned)

felix schwenzel in gesehen

the good wife düm­pelt auf ho­hem ni­veau wei­ter vor sich hin, für pe­ter wird es of­fen­bar zum staf­fel- und se­ri­en­en­de hin eng, viel­leicht lan­det er wie­der, wie am an­fang der se­rie, im knast. auch die alte kunst, ak­tu­el­le the­men für die sen­dung zu ver­wurs­ten und da­mit auf un­ter­halt­sa­me art und wei­se auf ju­ris­tis­he lü­cken hin­zu­wei­sen, wur­de in die­ser fol­ge wie­der auf­ge­wärmt. die­ses­mal ging es um droh­nen und dass de­ren be­trieb oder de­ren zer­stö­rung über frem­den grund­stü­cken zu gros­sen tei­len ju­ris­tisch un­ge­klärt ist. hört sich tro­cken an — und war es auch.

aus­ser­dem fiel mir auf, dass pe­ter wirk­lich alt ge­wor­den ist, ali­cia er­scheint von staf­fel zu staf­fel und fol­ge zu fol­ge jün­ger. auch der cliff­han­ger am ende der fol­ge war un­ge­wöhn­lich: pe­ter bit­tet ali­cia um ei­nen ge­fal­len und der schluss­schnitt kommt ge­nau in dem mo­ment, in dem sie atem holt für ihre ant­wort. ich wet­te ihre ant­wort lau­tet: ja.


the night ma­na­ger s01e05 und e06

felix schwenzel in gesehen

am ende wur­de mir the night ma­na­ger ein biss­chen zu ja­mes bon­dig. pine trank wod­ka mar­ti­ni, fing an wahl­los bö­ser­wich­ter zu tö­ten und das fi­na­le ori­en­tier­te sich ge­nau­so an ja­mes bond fi­na­len: alle be­sitz­tü­mer, das hal­be im­pe­ri­um des bö­se­wichts geht in flam­men auf und der bö­se­wicht über den jor­dan. das ende sug­ge­riert, dass die welt jetzt nach den gan­zen ex­plo­sio­nen und der to­des­stra­fe für den bö­se­wicht ein biss­chen bes­ser ge­wor­den ist, die mu­sik wird schmu­sig und ner­ven­scho­nend. in der re­gel ist das al­les ganz un­ter­halt­sam, im sin­ne von span­nend — und im fall von the night ma­na­ger nicht ganz so aus­ge­lutscht und ste­reo­typ wie, zum bei­spiel beim letz­ten ja­mes bond — aber eben auch un­in­spi­riert und un­raf­fi­niert.

na­tür­lich sind sol­che — jetzt hätt ich bei­na­he fil­men­den ge­sagt — se­ri­en­fi­na­le auf eine be­stimm­te art raf­fi­niert und über­ra­schend, näm­lich in dem sin­ne, dass man ge­spannt ist, wie die gu­ten dass jetzt doch noch hin­be­kom­men wer­den, den bö­sen zur stre­cke zu brin­gen. aber weil das mus­ter im­mer das glei­che ist, wirk­lich im­mer, ist es eben auch ul­ti­ma­tiv öde. die dra­ma­tur­gi­schen mit­tel sol­che fi­na­le auf­zu­bau­en ner­ven mich zu­neh­mend. es wer­den si­tua­tio­nen an­ti­zi­piert, vor­be­rei­tun­gen und ab­spra­chen ge­trof­fen, von de­nen man im­mer nur ei­nen teil sieht, die sich aber naht­los und per­fekt im fi­na­le an­ein­an­der rei­hen. wie durch zau­ber­hand ha­ben die gu­ten im­mer ein ass mehr, als die bö­sen, in der hin­ter­hand, die gu­ten sind den bö­sen im­mer ei­nen klei­nen schritt vor­aus und nie­mals er­lei­den sie tech­ni­sche de­fek­te. das fi­na­le ist ein fes­ti­val der auf­ge­hen­den plä­ne, des per­fek­ten ti­mings und der tech­ni­schen per­fek­ti­on.

da­bei fing es so gut an. ich fand es gran­di­os, dass die agen­tin an­ge­la birch am an­fang der se­rie in ei­nem büro ge­zeigt wur­de, in dem die hei­zung nicht funk­tio­nier­te und ei­ner ei­ner der ana­lys­ten wut­ent­brant und frus­triert auf die hei­zung ein­schlug. den rest der se­rie funk­tio­nier­te die staat­li­che tech­nik dann stets feh­ler­los und per­fekt.

die­ser ma­ni­sche zwang am ende sol­cher agen­ten­fil­me und -se­ri­en ein drei­fa­ches hap­py end zu prä­sen­tie­ren ist wahn­sin­nig ent­täu­schend und der tag, an dem der held ei­nes agen­ten­films nicht sei­nen love-in­te­rest knut­schend und lieb­ko­send in die arme schliesst, der held den bö­se­wicht nicht in den si­che­ren tod schickt und das im­pe­ri­um des bö­se­wichts nicht in ei­nem sym­bol­feue­rer auf­geht und mit sym­bol­ex­plo­sio­nen in die luft fliegt, die­sen tag wer­de ich mir rot im blog an­strei­chen.

für die bei­den letz­ten fol­gen, aber auch die gan­ze se­rie gebe ich drei punk­te. die se­rie hat­te, wie ich fand, ei­nen star­ken an­fang, schwä­chel­te in der mit­te ex­trem und ent­schied sich dann am ende, sich mi­nu­ti­ös an die gen­re­re­geln zu hal­ten, was un­ter­halt­sam und span­nend war, aber eben auch ent­täu­schend.


zu­rück in ber­lin.
#yel­low #con­cre­te #mi­ni­mal­ber­lin
[stel­le ge­ra­de fest, dass die hoch­häu­ser an der an­ger­bur­ger al­lee auch nach den plä­nen von wer­ner dütt­mann ge­baut wur­den]

gre­gor klar (@gre­gor­klar29.03.2016 9:02



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  ta­ges­an­zei­ger.ch: Fürch­te dich nicht

wun­der­ba­re, drin­gend not­wen­di­ge re­la­ti­vie­rung und ein­ord­nung des is­la­mis­ti­schen ter­rors durch con­stan­tin seibt:

Si­cher. Nur ist die Wahr­schein­lich­keit ver­schwin­dend klein. Seit dem World-Trade-Cen­ter-At­ten­tat 2001 er­mor­de­ten is­la­mis­ti­sche At­ten­tä­ter in West­eu­ro­pa und den USA etwa 450 Men­schen. So grau­sam je­der die­ser Mor­de ist, es gibt Ge­fähr­li­che­res. Al­lein in Deutsch­land ster­ben pro Jahr über 500 Leu­te an ei­ner Fisch­grä­te er­sti­cken pro Jahr über 1000 Leu­te an ver­schluck­ten Fremd­kör­pern.

Im Wes­ten ist, wie For­scher sa­gen, der is­la­mis­ti­sche Ter­ror vor al­lem eine Ju­gend­kul­tur. Ji­ha­dis­mus in Eu­ro­pa ist nicht die Ra­di­ka­li­sie­rung des Is­lam, son­dern die Is­la­mi­sie­rung Ra­di­ka­ler. Meist sind es gan­ze Freun­des­cli­quen, die sich re­kru­tie­ren las­sen: in Deutsch­land, Bel­gi­en, Frank­reich meist Klein­kri­mi­nel­le, in Eng­land öf­ter Stu­den­ten. Der Is­la­mi­sche Staat ver­spricht ih­nen ein Aben­teu­er, ei­nen Feind, ei­nen Neu­start und ei­nen Kick: Mit nichts lässt sich bes­ser scho­ckie­ren als mit der Kon­ver­si­on zum ra­di­ka­len Is­lam.

[nach­trag 31.03.2016]
con­stan­tin seibt hat sei­nen text mitt­ler­wei­le ge­än­dert, statt 500 to­ten durch fisch­grä­ten, spricht er jetzt von über 1000 leu­ten, die an ver­schluck­ten ge­gen­stän­den ster­ben.

[nach­trag 31.03.2016, 12:00]

con­stan­tin seibt hat et­was län­ger über die kri­tik an sei­nem fisch­grä­ten-ver­gleich und die kor­rek­tur auf face­book ge­schrie­ben (der face­book-ar­ti­kel ist lei­der nicht beim ta­ges­an­zei­ger ver­linkt). ich habe das the­ma auch noch­mal in ei­nem se­pa­ra­ten ar­ti­kel auf­ge­grif­fen.


mo­dern fa­mi­ly s07e17 (ex­press yours­elf)

felix schwenzel in gesehen

ziem­lich wit­zig und ei­gen­ar­ti­ger­wei­se, hat kei­ner der hand­lungs­strän­ge ein rich­ti­ges ende. phil und clai­re wol­len auf ei­nen wo­chen­end­trip nach pa­ris und be­rei­ten sich dar­auf vor, in­dem sie den jet­lag vor­her durch­zu­ste­hen ver­su­chen. am ende der fol­ge ver­las­sen sie zwar das haus in rich­tung fliug­ha­fen, aber das ist ja kein ende, son­dern ein an­fang. jay baut das bad um und ist am ende der fol­ge nicht ei­nen schritt wei­ter und cam und mit­e­chell ha­ben cam’s schwes­ter zu be­such und am ende ist sie im­mer noch nicht weg, wenn auch ein biss­chen ge­trös­tet.

trotz­dem sehr ge­lacht, ganz be­son­ders der auf­tritt von cams schwes­ter ist durch­ge­hend wit­zig.



bir­gel­e­n­er pütz­chen

felix schwenzel in fortbewegt

ich hab un­ge­fähr 10 jah­re im kreis heins­berg ge­lebt, ab­itur und ne schrei­ner­leh­re dort ge­macht, bin aber nie im wald zwi­schen der was­sen­ber­ger ober­stadt und bir­ge­len ge­we­sen. nicht dass das ein gros­ser ver­lust ge­we­sen wäre, aber heu­te hat mich eine plan­lo­se goog­le kurz­re­cher­che dort­hin ver­schla­gen, für eine ul­tra­kurz­wan­de­rung zu ei­ner ka­pel­le, die bir­gel­e­n­er pütz­chen heisst. zu­erst dach­te ich dass wir von der was­sen­ber­ger ober­stadt dort hoch­lau­fen, aber wir ha­ben uns dann spon­tan für den kür­ze­ren weg ent­schie­den, aus rich­tung bir­ge­len. das wa­ren dann nicht mal 2 ki­lo­me­ter fuss­weg, aber da­für ganz hübsch.


ich bin 33 mi­nu­ten lang, von 16:49 bis 17:21 uhr, un­ge­fähr 1,67 ki­lo­me­ter weit ge­lau­fen (durch­schnitts­ge­schwin­dig­keit: 3 km/h).


das er­staun­lichs­te heu­te, war mal wie­der das rhei­ni­sche wet­ter. hier herrscht ein er­staun­lich mil­des kli­ma, mei­ne el­tern ern­ten von ih­rem fei­gen­baum im gar­ten ki­lo­wei­se, teil­wei­se bir­nen­gros­se fei­gen und wenn in ber­lin noch schnee liegt, ist es in heins­berg oft schon früh­lings­haft.

heu­te hat sich das wet­ter be­reits auf den april vor­be­rei­tet. eine stun­de vor un­se­rer ab­fahrt, goss es wie aus kü­beln, da­nach strahl­te die son­ne stun­den­lang, als wäre der him­mel wol­ken­los klar. war er zwar nicht, aber das er­geb­nis zählt ja.

der weg zum pütz­chen ist (na­tür­lich) ein wall­fahrts­weg, das heisst am we­ges­rand sind klei­ne schau­käs­ten auf­ge­stellt, auf de­nen das lei­den ei­nes jun­gen ju­den vor ein paar tau­send jah­ren nach­ge­töp­fert wur­de. im rhein­land sind die wäl­der voll mit sol­chen kon­zept­wan­der­we­gen und weil die rhein­län­der ger­ne im­mer wie­der die glei­chen ge­schich­ten er­zäh­len (und hö­ren), macht es ih­nen auch nichst aus, dass über­all das glei­che er­zählt und ge­zeigt wird. aber mit kon­zept­kunst steh ich eh ein biss­chen auf kriegs­fuss.

was zählt, ist na­tür­lich der weg. und der war wun­der­schön. wahr­schein­lich ist es dem mil­den kli­ma ge­schul­det, dass hier auch die pi­ni­en ziem­lich gut wach­sen.

der wald ist aber ganz gut ge­mischt, ei­chen hab ich auch ge­se­hen und ne bir­ke mit nem koa­la-bär-tu­mor.

die ka­pel­le lei­det laut der wi­ki­pe­dia ziem­lich stark an van­da­lis­mus, wes­halb sie seit 2010 mit schmie­de­ei­ser­nen tür­git­tern ver­se­hen ist. in et­was ab­stand, mit blick auf die ein­gangs­tür der ka­pel­le, steht ein gros­ser mast, mit ei­ner vi­deo-ka­me­ra. ob das künf­tig vor van­da­lis­mus hilft?

in­nen ist die ka­pel­le ziem­lich sti­ckig, riecht aber in­ter­es­sant nach weih­rauch und bren­nen­den ker­zen, was we­nig ver­wun­dert, weil dort drin­nen sehr vie­le ker­zen bren­nen.

die wald- und wan­der­we­ge im kreis heins­berg sind wirk­lich schön. lei­der fällt mir das viel zu sel­ten auf, wenn ich mal ein wo­chen­en­de hier bin (um mei­ne el­tern zu be­su­chen) und wenn ich nicht irre, ist ein gross­teil der wäl­der hier auch un­ter na­tur­schutz ge­stellt, bzw. teil des schwalm-net­te-na­tur­parks. dem­nächst wer­de ich das im vorraus et­was bes­ser or­ga­ni­sie­ren und wie­der auf so ein kai­ser­wet­ter hof­fen.




Photo by felix schwenzel in Il Gelato. Keine Fotobeschreibung verfügbar..

hier auf der ba­lus­tra­de zu sit­zen und mit die­sem blick ein spa­get­ti­eis zu es­sen, war vor 30 jah­ren das tolls­te. jetzt ge­ra­de aber auch.



ich bin 06:10 stun­den lang, von 10:05 bis 16:27 uhr, un­ge­fähr 607,34 ki­lo­me­ter weit au­to­ge­fah­ren (durch­schnitts­ge­schwin­dig­keit: 98 km/h).



Photo by felix schwenzel in Mc Donalds Alleringersleben. Keine Fotobeschreibung verfügbar..

ge­schmack­li­cher hoch­adel