alles

LED uhr mit ho­mie und mqtt

felix schwenzel in artikel

vor kur­zem habe ich mir bei ama­zon die­sen LED-bild­schirm für 12 euro ge­kauft um mal zu schau­en, was man da­mit ma­chen kann.

nach ei­nem abend goo­geln und fri­ckeln, zeig­te sich: ich kann da­mit die uhr­zeit an­zei­gen und nach­rich­ten da­drauf schi­cken.





ich woll­te den bild­schirm un­be­dingt per mqtt an­steu­ern. mqtt des­halb, weil ich den bild­schirm da­mit ein­fach, ma­nu­ell oder au­to­ma­tisch vom ho­me­as­sistant aus be­schi­cken könn­te. vie­le bei­spiel­sket­che die den an­schluss des dis­plays an ei­nen ar­dui­no-kom­pa­ti­blen con­trol­ler de­mons­trie­ren sol­len, ma­chen das per http-ser­ver-in­ter­face oder eine ein­ga­be­mas­ke die auf dem ar­dui­no oder nodem­cu lau­fen. ei­nen funk­tio­nie­ren­den sketch der per mqtt steu­er­bar ist, habe ich dann hier ge­fun­den.

den zum lau­fen zu brin­gen war aus meh­re­ren grün­den nicht ganz ein­fach. ei­ner­seits hat der sketch sehr vie­le ab­hän­gig­kei­ten, also bi­blio­the­ken die er be­nutzt. ei­ner­seits eine bi­blio­thek um den dis­play an­zu­steu­ern, eine um die ani­ma­tio­nen zu steu­ern und schliess­lich eine soft­ware die sich im die mqtt-kom­mu­ni­ka­ti­on küm­mert. in die­sem fall hat sich der au­tor für ho­mie ent­schie­den, eine soft­ware um die ich bis­her ei­nen bo­gen ge­macht habe, weil die lern­kur­ve mir ein biss­chen zu hoch war.

grund­sätz­lich sind bi­blio­the­ken wie ho­mie eine su­per sa­che. statt in ei­nen ar­dui­no-sketch die mqtt-kom­mu­ni­ka­ti­on und den hard­wa­re­set­up selbst um­zu­set­zen, küm­mern sich sol­che bi­blio­the­ken um alle grund­ein­stel­lun­gen und die grund­kon­fi­gu­ra­ti­on. bis­her habe ich als grund­la­ge im­mer ger­ne esp easy be­nutzt. das ist wirk­lich idio­ten­si­cher und steu­ert mitt­ler­wei­le 80% mei­ner elek­tro­ni­schen hein­zel­männ­chen in der woh­nung (für alle selbst­ge­bau­ten sen­so­ren und ak­to­ren).

aber weil ich nur die­sen ei­nen sketch ge­fun­den hat­te, muss­te ich mich dann wohl mit ho­mie aus­ein­an­der­set­zen. nach­dem alle ab­hän­gig­kei­ten in­stal­liert wa­ren (man­che woll­te der ar­dui­no-IDE-ma­na­ger nicht in­stal­lie­ren und ich muss­te sie di­rekt aus git­hub ho­len), flutsch­te der sketch auf den esp8266. nach ei­nem neu­start wie üb­lich mit dem hot­spot des esp8266 ver­bin­den und oh schreck, an­ders als esp easy hat ho­mie gar kein idio­ten­si­che­res web­front­end zur kon­fi­gu­ra­ti­on. ho­mie möch­te eine json-kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei per curl ge­füt­tert be­kom­men. das ist zwar hier er­klärt, aber, naja, eben nicht tri­vi­al.

mit

curl -X PUT http://192.168.123.1/config --header "Content-Type: application/json" -d @config.json

hab ich die da­tei dann auf den esp be­kom­men.

das nächs­te pro­blem war dann: der dis­play zeig­te le­dig­lich hie­ro­gly­phen an. ich muss­te ei­ni­ge zeit goog­len, bis ich her­aus­fand, dass ich in der ein­ge­bun­de­nen MD_MAX72XX-bi­blio­thek, in der da­tei mein dis­play-mo­dul kon­fi­gu­rie­ren muss­te. das teil das ich ge­kauft habe ist ein FC16-mo­dul, also muss­te ich

#define	USE_FC16_HW	1

de­fi­nie­ren. da­mit konn­te das mo­dul dann or­dent­lich an­ge­steu­ert wer­den.


was mir an dem vor­la­ge-sketch fehl­te war aber noch fol­gen­des: ich woll­te nicht nur lauf­text an­zei­gen kön­nen, son­dern auch fest­ste­hen­de buch­sta­ben, auch wenn nicht viel mehr als 5 buch­sta­ben auf das dis­play pas­sen. aus­ser­dem woll­te ich das dis­play auch aus­schal­ten kön­nen und auf an­re­gung von tho­mas prauss auch die hel­lig­keit re­geln. den sketch der bei mei­nen be­mü­hun­gen raus­ge­kom­men ist, habe ich als gist hier hin­ge­stellt.

das dis­play lässt sich dann über den mqtt-pu­blish-ser­vice in home-as­sistant mit nach­rich­ten be­schi­cken, aus au­to­ma­tio­nen her­aus oder, zum bei­spiel, mit ei­nem te­le­gram-bot. aus­ser­dem lässt es sich als mqtt-switch oder mqtt-light ein­bin­den, die home-as­sistant-kon­fi­gu­ra­ti­on steht auch im gist.

mqtt-nach­rich­ten an das to­pic zei­gen den pay­load als lauf­schrift an, nach­rich­ten an , zei­gen den text für ein paar se­kun­den zen­triert auf dem dis­play an.


was der sketch in der jetz­ti­gen form nicht kann: um­lau­te oder son­der­zei­chen oder gar emo­jis dar­stel­len. wie das geht, ist ir­gend­wo in der MD-pa­ro­la-do­ku­men­ta­ti­on oder den bei­spie­len dort zu fin­den, aber das ist eine auf­ga­be für ei­nen an­de­ren tag.


mon­tiert habe ich das gan­ze hin­ter ein (frü­hes) bild vom kind. die LED schei­nen auch durch die lein­wand mit dunk­ler far­be durch — wenn sie voll auf­ge­dreht sind.



fried­hof schö­ne­berg

felix schwenzel in artikel

am sonn­tag wie­der mal spa­zie­ren ge­gan­gen. mit der u9 bis fast zur end­sta­ti­on und dann wie­der nach hau­se ge­lau­fen. ich bin kurz auf den fried­hof schö­ne­berg ge­lau­fen, weil ich fried­hö­fe ger­ne an­gu­cke. ich weiss nicht ob mir das pein­lich sein soll oder nicht, aber mir sind lan­ge nicht so vie­le wit­ze ein­ge­fal­len wie hier. ich mein, die­ser grab­stein er­for­dert doch zwin­gend ei­nen klei­nen ker­ning witz, vor al­lem we­gen des na­mens lück.

man denkt ja im­mer, im tod sind alle men­schen gleich. das darf man aber an­ge­sichts sol­cher protz­bau­ten mit ple­xi­glas­dach auf ei­nem fried­hof an­zei­feln.

die so­zia­len un­ter­schie­de die auch auf ei­nem freid­hof sicht­bar wer­den, sind na­tür­lich nicht das ende der welt. aber die ru­he­stät­te ende hebt den fried­hof an die­ser stel­le doch auf eine recht hohe me­ta­ebe­ne.

iro­nie funk­tio­niert ge­schrie­ben nicht und wit­ze über na­men soll man auch nicht ma­chen. ich glau­be das lernt man auf der jour­na­lis­ten­schu­le. da war ich nie, des­halb mach ich auch mal aus­nah­men von den gol­de­nen re­geln. aber fra­gen stel­le ich auch ger­ne. zum bei­spiel: was ist ein ren­tier?

oder wie be­kommt man sol­che buch­sta­ben auf stein ge­meis­selt? mit la­sern?

oder: ist US ARMY / VIET­NAM eine be­rufs­be­zeich­nung?

ich hof­fe das wirkt jetzt nicht pietats­los, aber ist man, wenn man ge­stor­ben ist, nicht oh­ne­hin ein fest für wür­mer und in­sek­ten? war­um dann noch ei­nen drauf­set­zen, in­dem man ein in­sek­ten­ho­tel auf sei­nen grab­stein setzt?

bei die­sem ar­ran­ge­ment ten­diert mein ar­chi­tek­ten­herz zu leich­ter eu­pho­rie, lei­der wur­de die ku­bis­ti­sche strin­genz durch eine recht­ecki­ge, statt qua­dra­ti­sche, ein­fas­sung zer­stört. trotz­dem toll, auf eine art.

letz­te fra­ge: war­um ist die urne von gi­se­la so viel grös­ser und pro­mi­nen­ter als die ih­res man­nes?


spä­ter habe ich noch ge­lernt, war­um mir auf nem fried­hof wit­ze ein­fal­len:

was wir in uns tra­gen, er­schafft die um­stän­de aus­ser­halb von uns.
sri au­ro­bin­do



habe mir eine uhr für knapp 16 euro ge­baut. (esp8266 4€, dis­play 12€, usbka­bel war noch da)

zeigt die uhr­zeit, aber auch be­lie­bi­ge nach­rich­ten. und lässt sich ein und aus­stel­len.

wenn sich ein paar leu­te da­für in­ter­es­sie­ren, schreib ichs auf.

(spoi­ler: das hier war die grund­la­ge)


147

felix schwenzel in notiert

ich mag es, wenn ich zu bus­hal­te­stel­len kom­me und kurz da­nach der bus an­fährt. ich ge­nies­se dann lei­se den klang der gauß­schen nor­mal­ver­tei­lungs­glo­cke.

vor­letz­te wo­che frei­tag dau­er­te es wie­der mal nur 2 mi­nu­ten. vor mir klet­tert eine äl­te­re dame vor­ne in den bus. der bus­fah­rer, mit ner sil­ber­ket­te über dem t-shirt, an der ein blau­er kuli hängt, guckt den hips­ter auf dem schwer­be­hin­der­ten-sitz böse an, der nimmt aber we­der die alte dame noch den bus­fah­rer wahr und tippt wei­ter auf sei­nem han­dy. die alte dame läuft sehr lang­sam durch den bus, bis zum hin­te­ren aus­stieg. sie igno­riert auf­ste­hen­de men­schen, die ihr ih­ren platz an­bie­ten wol­len und bleibt an der hin­te­ren tür ste­hen.

das mäd­chen am aus­gang bie­tet ihr eben­falls ih­ren platz an, die dame be­steht aber dar­auf ste­hen zu blei­ben: „it’s only one stop.“

sie krallt sich an den stan­gen am aus­gang fest, ihre krü­cken hat sie un­ter die arme ge­klemmt.

plötz­lich steht der bus­fah­rer im gang und fängt an zu schrei­en. war­um den nie­mand der dame ei­nen platz an­bie­te­te! er guckt das mäd­chen am aus­steig an: „ja du da, steh mal auf und lass die dame sit­zen!“

das mäd­chen ist ver­stört: „aber ich habe ihr doch mei­nen platz an­ge­bo­ten!“

die an­de­ren fahr­gäs­te ni­cken. leicht be­dröp­pelt und lei­ser geht der fah­rer zu­rück zu sei­nem platz, be­sinnt sich aber co­lum­bo­mäs­sig und fängt an die oma freund­lich an­zu­schrei­en: „sie kön­nen da nicht ste­hen­blei­ben!“

„hm? what?“

„das geht nicht! das ist nicht si­cher! setz­ten sie sich da mal hin!°

ein an­de­res mäd­chen über­setzt. die dame in­sis­tiert: „but it's only one stop!“ der bus­fah­rer in­sis­tiert auch, die dame gibt nach und lässt sich sehr lang­sam auf den sitz her­ab. der sitz wirkt viel zu tief. so­bald die dame sitzt, fah­ren wir los.

als ob er jetzt die ge­fähr­lich­keit des bus­fah­rens noch­mal kurz il­lus­trie­ren wol­le, fährt der bus­fah­rer wie ein ber­ser­ker los. ich fal­le fast um. aber im­mer­hin: nie­mand schreit mehr.

noch drei schnel­len kur­ven, also un­ge­fähr 20 se­kun­den fängt der fah­rer wie­der an zu schrei­en: „ja jun­ge frau! ent­schul­di­gen sie!“ er schaut im rück­spie­gel das im­mer noch leicht ver­stör­te mäd­chen an, das er eben an­schrie. „das hat­te ich nicht mit­be­kom­men, wa! tut mir leid das ich da et­was grob war!“

ein fahr­gast möch­te auch was sa­gen: „me­ckern ja im­mer alle über die BVG. aber wenn dann mal was pas­siert, dann gu­cken se!“

der bus­fah­rer stimmt ein: „ein om­ni­bus ist kei­ne stras­sen­bahn!“

500 me­ter vor der nächs­ten hal­te­stel­le macht sich pa­nik in den au­gen der al­ten dame breit: hält der fah­rer jetzt auch wirk­lich? kom­me ich über­haupt wie­der aus dem sitz? fährt der wie­der los, be­vor ich aus­ge­stie­gen bin?

ihre sor­gen sind un­be­grün­det: an der hal­te­stel­le zer­ren drei fahr­gäs­te an ihr rum, um ihr auf­zu­hel­fen, der bus­fah­rer leis­tet per­sön­lich, am hin­te­ren aus­gang, aus­stiegs­hil­fe. so­bald die dame wie­der si­cher auf fes­tem bo­den steht schaut er sie freund­lich an und klopft ihr mehr­fach auf die schul­ter.

da­nach war wie­der alle so wie sonst in ber­li­ner bus­sen.


bil­li­ger-miet­wa­gen.de: Kei­ne über­sicht­li­che und trans­pa­ren­te Preis­über­sicht

felix schwenzel in notiert

Bil­li­ger-miet­wa­gen.de bie­tet kei­ne über­sicht­li­che und trans­pa­ren­te Preis­über­sicht, auch wenn sie das von sich be­haup­ten. Lo­ka­le Miet­be­din­gun­gen und de­ren teil­wei­se ver­steck­ten Zu­satz­ge­büh­ren blei­ben in der Ver­ant­wor­tung des Kun­den. Dar­auf weist bil­li­ger-miet­wa­gen.de un­er­müd­lich hin — aber lei­der erst, wenn et­was schief­läuft oder sich der ver­mit­tel­te Ver­mie­ter oder Ver­mitt­ler als un­se­ri­ös her­aus­stellt.

Nach­dem wir in Glas­gow bei der Au­to­ver­mie­tung Green­mo­ti­on so­wohl von der krea­ti­ven In­ter­pre­ta­ti­on ih­rer AGB über­rascht wur­den, als auch von den völ­lig über­zo­ge­nen Prei­sen, gab sich bil­li­ger-miet­wa­gen.de auf Twit­ter gros­se Mühe, uns (nach­träg­lich) die AGB des Ver­mie­ters zu er­klä­ren und zu recht­fer­ti­gen. Hät­te sich bil­li­ger-miet­wa­gen.de vor der Bu­chung so viel Mühe ge­ge­ben auf die AGB des „lo­ka­len An­bie­ters“, de­ren Aus­le­gung und de­ren Wu­cher­prei­se hin­zu­wei­sen, wür­de ich hier mehr Ster­ne ge­ben.

Bil­li­ger-miet­wa­gen.de hat es beim Preis­ver­gleich, beim Bu­chungs­pro­zess und bei der Ab­wick­lung kon­se­quent ver­mie­den auf mög­li­che Pro­ble­me mit dem Ver­mie­ter Green­mo­ti­on hin­zu­wei­sen. Es gab kei­ne Hin­wei­se dar­auf, dass Kun­den seit vie­len Jah­ren von ex­trem ne­ga­ti­ven Er­fah­run­gen be­rich­ten (der Ver­mie­ter Green­mo­ti­on ge­hört laut guar­di­an.com auf Trust­pi­lot zu den am schlech­tes­ten be­wer­te­ten Au­to­ver­mie­tern), kei­ne Hin­wei­se auf Zu­satz­ge­büh­ren für Fähr­fahr­ten auf die schot­ti­schen In­seln, die ein viel­fa­ches des Bran­chen­durch­schnitts be­tra­gen, kei­ne Hin­wei­se dar­auf, dass sich Green­mo­ti­on in Glas­gow eine „Be­ar­bei­tungs­ge­bühr“ von knapp 100 Euro, für die Wei­ter­ga­be von Straf­zet­tel oder Park­ver­stös­sen gönnt (un­ge­fähr fünf bis sechs­mal so hoch wie im Bran­chen­schnitt).

Bil­li­ger-miet­wa­gen.de er­klärt, dass sie ver­pflich­tet sei­en die An­ge­bo­te der Ver­mitt­ler/Ver­an­stal­ter so an­zu­zei­gen, wie sie vom de­nen kom­men. Wenn der Ver­an­stal­ter, trotz jah­re­lan­ger Be­schwer­den, wei­ter­hin un­se­riö­se An­bie­ter ver­mit­telt, frag­wür­di­ge AGB oder ver­steck­te Wu­cher­prei­se un­er­wähnt lässt, dann macht bil­li­ger-miet­wa­gen.de das auch. Der Grund da­für (wahr­schein­lich): ver­trag­li­che Ver­ein­ba­run­gen mit den Ver­an­stal­tern, bzw. Ver­mitt­lern.

Weil bil­li­ger-miet­wa­gen.de vor der Bu­chung aber ei­nen ge­gen­tei­li­gen Ein­druck er­weckt und man auf die Un­voll­stän­dig­keit der Ver­gleichs­da­ten erst deut­lich hin­ge­wie­sen wird, wenn et­was schief­ge­gan­gen ist, be­wer­te ich das Por­tal hier als frag­wür­dig und über ei­nen gro­ben Preis­ver­gleich hin­aus als un­nütz.

Be­son­ders är­ger­lich: ob­wohl sich bil­li­ger-miet­wa­gen.de ve­he­ment dar­auf be­ruft, dass Kun­den sich vor­ab ein Bild vom Ver­mie­ter ma­chen könn­ten, in­dem sie an­de­re Kun­den­be­wer­tun­gen le­sen, habe ich kei­ne Mög­lich­keit ge­fun­den un­se­ren Ver­mie­ter Green­mo­ti­on auf bil­li­ger-miet­wa­gen.de zu be­wer­ten. Ich wür­de auch dort ger­ne an­de­re auf die schlech­ten Er­fah­run­gen die wir mit die­sem An­bie­ter ge­macht ha­ben Hin­wei­sen. Eine Nach­fra­ge an bil­li­ger-miet­wa­gen.de dazu blieb un­be­ant­wor­tet.

Dazu kommt, dass bil­li­ger-miet­wa­gen.de die Kun­den­be­wer­tun­gen, die ja an­geb­lich ein zen­tra­ler Dreh- und An­gel­punkt beim Ver­gleich von An­ge­bo­ten sein sol­len, un­les­bar dar­stellt. Ir­gend­ein de­fek­ter Al­go­rith­mus ent­stellt Kun­den­be­wer­tun­gen mit Platz­hal­ter­na­men, dazu sind sind Um­lau­te oft falsch dar­ge­stellt. So liest sich der Teaser ei­ner ty­pi­sche Kun­den­be­wer­tung:

Der Ver­mie­ter hat die Ver­mie­tung auch nur [Ver­mie­ter vor Ort]¼ber ei­nen Drit­ten wei­ter­ver­mit­telt be­kom­men und kann da­her nichts [Ver­mie­ter vor Ort][Ver­mie­ter vor Ort][Ver­mie­ter vor Ort][Ver­mie­ter vor Ort] sei­ne Feh­ler. ...

Ich habe (frü­her) auch po­si­ti­ve Er­fah­run­gen mit bil­li­ger-miet­wa­gen.de bei In­lands­ver­mitt­lun­gen ge­macht. Das liegt aber mög­li­cher­wei­se dar­an, dass es un­ter deut­schen Au­to­ver­mie­tern we­ni­ger schwar­ze Scha­fe gibt, oder die Ver­brau­cher­rech­te we­ni­ger Spiel­raum für die Ver­mie­ter las­sen, sich in grau­en Rechts­be­rei­chen zu be­we­gen. Au­to­ver­mie­ter die ex­trem güns­ti­ge Prei­se an­bie­ten, die­se aber durch un­fai­re oder recht­lich frag­wür­di­ge Me­tho­den wie­der aus­glei­chen, wer­den von bil­li­ger-miet­wa­gen.de we­der aus­ge­lis­tet, noch wird vor den mög­li­chen Fol­ge­kos­ten ge­warnt. Es wer­den auch nicht un­be­dingt die (voll­stän­di­gen) AGB oder „lo­ka­len Miet­be­din­gun­gen“ des Ver­mie­ters über­mit­telt. Auf mei­ne Nach­fra­ge war­um das so sei, ant­wor­te­te bil­li­ger-miet­wa­gen.de (sinn­ge­mäss): „Gute Idee, das ge­ben wir an den Ver­an­stal­ter wei­ter!“

Das heisst aber eben auch, dass der Preis­ver­gleich bei bil­li­ger-miet­wa­gen.de eben nicht trans­pa­rent ist. Wenn man als Kun­de doch al­les selbst re­cher­chie­ren muss (und soll), sich die AGB und Miet­be­din­gun­gen der An­bie­ter selbst raus­su­chen muss, im Zwei­fel so­gar in der Spra­che des Ur­laubs­lan­des, wenn die In­for­ma­tio­nen, die ei­nem das Por­tal zur Ver­fü­gung stellt, un­voll­stän­dig sind und so­gar der Ver­mitt­ler selbst sagt, man sol­le die In­for­ma­tio­nen mit Skep­sis be­han­deln, dann soll­te man viel­leicht wirk­lich bes­ser gleich al­les selbst ma­chen und di­rekt bu­chen.

Vor­schlag zur Güte: statt auf der Start­sei­te und der Wer­bung von ei­ner über­sicht­li­chen und trans­pa­ren­ten Preis­über­sicht zu spre­chen, schla­ge ich als neue bil­li­ger-miet­wa­gen.de-Claims die­se bei­den Kan­di­da­ten vor:

  • Böse Über­ra­schung? Steht doch in den AGB!
  • Gro­be Preis­über­sucht über uns! Wich­ti­ge De­tails und Ein­zel­hei­ten über Goog­le!

Beim Ein­satz die­ser oder ähn­li­cher Wer­be­sprü­che oder mehr Ehr­lich­keit in der Ei­gen­dar­stel­lung, bin ich ger­ne be­reit mei­ne Be­wer­tung nach oben an­zu­pas­sen.





*

  ueber­me­di­en.de: Der "Spie­gel" und sei­ne Angst vor der Wahr­heit   #

ste­fan nig­ge­mei­er regt sich (zu recht) über den spie­gel auf, der da­mit wirbt, kei­ne angst vor der wahr­heit zu ha­ben, die­se in ei­ge­ner sa­che aber of­fen­sicht­lich durch­aus hat.

[…] Die For­mu­lie­rung [ist] grob ir­re­füh­rend. Es gibt seit ein paar Ta­gen mas­si­ve Kri­tik am „Spie­gel“. Die­se Kri­tik ist der Grund da­für, war­um der „Spie­gel“ sich jetzt (end­lich) „in ei­ge­ner Sa­che“ äu­ßert.

Der „Spie­gel“ ver­linkt die­se Kri­tik nicht, er nennt die Kri­ti­ker nicht, er er­wähnt nicht ein­mal, dass es die­se Kri­tik gibt. — Be­haup­tet aber, kei­ne Angst vor der Wahr­heit zu ha­ben.

(text ist nur für über­me­di­en-abon­nen­ten les­bar.)

*

  kit­ty­ko­ma.de: Nimm! Mich! Wahr!   #

ei­ni­ge in mei­nem und kit­ty­ko­mas um­feld ha­ben sich mit ei­nem text be­schäf­tigt, der in der zeit er­schien (jour­nel­le, die kalt­mam­sell und das nuf). hab ich al­les ger­ne ge­le­sen. aber am al­ler­liebs­ten den text dazu von kit­ty­ko­ma.

*

  digg.com: Is An­tho­ny Sca­ramuc­ci Mi­mi­cking All Of Trump's Hand Mo­ti­ons? This Su­per­cut Says... Yes   #

ich habe da sehr drü­ber la­chen müs­sen.

*

  pro­fil.at: Ha­rald Schmidt: Der lus­tigs­te Deut­sche im pro­fil-In­ter­view   #

ich freue mich, dass es ha­rald schmidt gut geht. aber wit­zig fin­de ich sei­ne pu­bli­kums be­schimp­fung-ge­ring­schät­zung nicht. ach was sage ich: sei­ne ge­ring­schät­zung von al­lem, was nicht ha­rald schmidt ist, fin­de ich we­nig un­ter­halt­sam.

*

  the­ver­ge.com: Room­bas Have Been Map­ping Our Ho­mes, And Now That Data Could Be Up For Sale   #

mit haus­au­to­ma­ti­sie­rung gibt es vie­le pro­ble­me. ei­ner­seits sind prei­se noch im­mer irre hoch, die be­dien­bar­keit, die usa­bi­li­ty mi­se­ra­bel und in­trans­pa­rent und vie­le si­cher­heits­fra­gen un­ge­klärt oder schlam­pig kon­zi­piert.

ich fin­de es grund­sätz­lich un­an­ge­nehm da­ten aus mei­ner, un­se­rer woh­nung in cloud-diens­te von her­stel­lern zu über­tra­gen. ich weiss, wel­che schluss­fol­ge­run­gen man durch ge­naue aus­wer­tung oder kor­re­la­ti­on selbst aus harm­lo­ses­ten da­ten zie­hen kann und ver­su­che des­halb den ab­fluss der da­ten aus der woh­nung so ge­ring wie mög­lich zu hal­ten.

bis­her lau­tet das be­lieb­tes­te ar­gu­ment der her­stel­lern für cloud-ba­sier­te lö­sun­gen: mit der cloud sind un­se­re ge­rä­te leich­ter ein­zu­rich­ten und zu be­die­nen, ein­fach zu ak­tua­li­sie­ren und zu kon­trol­lie­ren.

es gibt nur we­ni­ge her­stel­ler, de­nen ich ver­traue mei­ne (un­se­re) da­ten in der cloud auf­zu­be­wah­ren — und das meist nach ei­nem lan­gen ab­wä­gungs­pro­zess. in die­sem pro­zess spielt ver­trau­en eine zen­tra­le rol­le.

wenn dann aber der chef ei­ner fir­ma laut über künf­ti­ge ein­nah­me­quel­len sei­ner fir­ma nach­denkt, of­fen­sicht­lich um sei­nen der­zei­ti­gen und künf­ti­gen in­ves­to­ren ein plai­sir zu be­rei­ten, kann die­ses ver­trau­en schnell auf null sin­ken. als wäre es nicht schon schwer ge­nug zu er­tra­gen dass die da­ten aus der ei­ge­nen woh­nung ir­gend­wo un­ter frem­der kon­trol­le ge­spei­chert wer­den, spe­ku­liert der mann dar­über, dass man ir­gend­wan mal die­se da­ten ver­kau­fen könn­te.

es bleibt zu hof­fen dass künf­tig im­mer mehr fir­men in die­se lü­cke sprin­gen und ge­rä­te und dienst­leis­tun­gen an­bie­ten, die aut­ark in den ei­ge­nen vierwän­den funk­tio­nie­ren, ohne (zwangs-) clou­dan­bin­dung. das ist dann mög­li­cher­wei­se teu­rer, aber nicht zwangs­läu­fig. ikea zeigt, dass es so­wohl güns­tig, als auch aut­ark geht. die ver­netz­ten trad­fri-lam­pen von ikea und der von ikea an­ge­bo­te­te trad­fri-hub spre­chen le­dig­lich für (firm­ware) up­dates mit der cloud.

*

  in­die­wire.com: Chris­to­pher No­lan Says He Would Never Work With Net­flix   #

ei­ner­seits kann ich ver­ste­hen was chris­to­pher no­lan hier sagt, an­de­rer­seits in­ter­es­siert mich bom­bast-kino, dass nur in imax-büch­sen rich­tig funk­tio­niert, im­mer we­ni­ger. das ist ein biss­chen wie ein ro­man­au­tor, der glaubt sei­ne ro­ma­ne wür­den nur funk­tio­nie­ren, wenn sie mit gross­for­ma­ti­gen, ge­druck­ten hoch­glanz­bil­dern il­lus­triert sind.

ein gu­ter ro­man soll­te mich auch ohne il­lus­tra­tio­nen um­hau­en. ein gu­ter ro­man soll­te als ta­schen­buch ge­nau­so gut funk­tio­nie­ren, wie ge­bun­den oder als ebuch. eine gute ge­schich­te soll­te auch auf ei­nem klei­nen bild­schirm über­zeu­gen. wenn sie mit zu­neh­men­der bild­schirm­gös­se bes­ser wird, ok, aber wenn der gros­se bild­schirm zur grund­vor­aus­set­zung wird um emo­tio­nen zu we­cken, dann lang­wei­le ich mich mit ho­her wahr­schein­lich­keit.

(in alex matz­keits face­book ge­fun­den)

*

  bo­ing­bo­ing.net: Penn and Tel­ler wo­wed by blind card shark Ri­chard Tur­ner   #

sehr be­ein­dru­cken­der auf­tritt. über­haupt ist das, was man in die­ser sen­dung zu se­hen be­kommt fast im­mer be­ein­dru­ckend. eine wirk­lich tol­le sen­dung mit enorm hoch­klas­si­gen auf­trit­ten, könnt ich mir je­den abend an­gu­cken.

*

  seth­go­din.ty­pe­pad.com: Toward dum­ber   #

das ist das klügs­te (und kom­pak­tes­te) was ich bis­her über die me­di­en­kri­se ge­le­sen habe. das bes­te: es ent­hält kei­ne hand­lungs­an­wei­sung, son­dern eine auf­for­de­rung eine ent­sdchei­dung zu tref­fen.

*

  spie­gel.de: USA: Zwei Jah­re als Kor­re­spon­dent in Wa­shing­ton, D.C.   #

ein biss­chen flach und kon­tur­los, wie al­les was veit me­dick schreibt, aber trotz­dem ger­ne und zu­stim­mend ge­le­sen. die er­fah­rung, dass an­ders­wo le­ben, dass das zu­sam­men­le­ben mit frem­den, an­ders­den­ken­den, an­ders­ar­ti­gen men­schen ei­nem hilft über sich selbst zu ler­nen, die­se er­fah­rung habe ich auch (im­mer wie­der) ge­macht.

*

  welt.de: „Star Wars“-Vor­la­ge: Ge­or­ge Lu­cas hät­te mal „Mer­ci“ sa­gen kön­nen   #

die­ses in­ter­view mit Pierre Chris­tin, ei­nem der er­fin­der der va­le­ri­an-co­mics, habe ich der ziem­lich eu­pho­ri­schen va­le­ri­an-kri­tik auf hei­se.de ge­fun­den. ich fands le­sens­wert und fin­de auch, dass ge­or­ge lu­cas mal dan­ke hät­te sa­gen kön­nen. vor al­lem aber: wir ste­hen alle auf den schul­tern von gi­gan­ten.

*

  blog.pe­ne­lo­pe­trunk.com: I am so sick of my ad­vice   #

nicht ge­le­sen, aber ich mag die über­schirft sehr!


Gold

felix schwenzel in gesehen

lang­at­mig, zäh und vor­her­seh­bar, aber vofr al­lem an­stren­gend matthew mc­co­n­aug­hey bei sei­nem über­zo­ge­nen spiel zu­zu­se­hen. ich brauch­te drei aben­de, um den film bis zum ende durch­zu­ste­hen. gräss­lich!


[wer­bung] ghost­wri­ting auf ACAD WRI­TE

felix schwenzel in artikel

wer be­auf­tragt ei­gent­lich ghost­wri­ter? das ist so eine fra­ge, die man sich mal stel­len kann (oder auch nicht, fällt un­ge­fähr in die ka­te­go­rie „ist eine avo­ca­do eine frucht oder ein obst?“ oder „war­um krie­ge ich eine gän­se­haut, wenn ich nie­sen muss?“), also stell­te ich sie mir und such­te nach ant­wor­ten.

ei­nes der ers­ten such­ergeb­nis­se bei goog­le ist die agen­tur ACAD WRI­TE. der in­ter­net­auf­tritt wirkt se­ri­ös, kann man mit ar­bei­ten, die in­for­ma­tio­nen sind über­sicht­lich dar­ge­stellt und der po­ten­zi­el­le in­ter­es­sent sieht so­fort, wo er an­ru­fen muss, um sich be­ra­ten zu las­sen. lus­tig fand ich, dass die sei­te eine mö­bi­us-schlei­fe ist – ich hör­te nach ei­ner stun­de auf, aber wäh­rend die­ser stun­de fand ich pro mi­nu­te zwei neue un­ter­sei­ten. span­nend auch: ACAD WRI­TE stellt sei­ne qua­li­täts­ma­na­ger vor, so­dass er­kenn­bar ist, wer sich hin­ter den fach­be­rei­chen ver­birgt. in­wie­weit das tat­sa­chen ent­spricht, ließ sich für mich nicht nach­voll­zie­hen, aber alle samt lie­ßen sich wie­der­um goo­geln und schie­nen, grob ge­prüft, rea­le per­so­nen zu sein.

aber wie läuft das gan­ze ab? am ein­fachs­ten scheint es zu sein, das an­fra­ge­for­mu­lar aus­zu­fül­len. dar­an führt auch kein weg vor­bei, so schlicht die sei­te ist, so sehr schreit sie an al­len ecken und en­den „komm jetzt, geh zum for­mu­lar, füll’s end­lich aus!“. im for­mu­lar wer­den die wich­tigs­ten fra­gen ge­stellt: um wel­che art von ar­beit han­delt es sich (haus-, ba­che­lor-, mas­ter­ar­beit, ganz was an­de­res?), wie vie­le sei­ten sol­len es sein, wird es eine li­te­ra­tur­ar­beit oder wer­den da­ten er­ho­ben und wann ist der ab­ga­be­ter­min? da­nach noch die ei­gent­li­chen in­fos zur ar­beit: wie lau­tet das the­ma, wel­che schwer­punk­te sol­len be­han­delt wer­den und gibt es sonst noch et­was, was der geis­ter­schrei­ber wis­sen muss?

etwa an­dert­halb stun­den nach aus­fül­len des for­mu­lars klin­gelt auch schon das te­le­fon: ein mit­ar­bei­ter von ACAD WRI­TE ruft an und – sie­he da – hin­ter der agen­tur sit­zen tat­säch­lich ech­te men­schen – sach­sen wie es scheint –, die sich mit dem an­ge­frag­ten pro­jekt aus­ein­an­der­set­zen, fra­gen stel­len und her­aus­fin­den wol­len, wie sie am bes­ten un­ter­stüt­zen (geld ver­die­nen) kön­nen. der ab­lauf wird auch er­klärt: nach der auf­trags­be­stä­ti­gung wird eine an­zah­lung ge­leis­tet, da­nach fin­det die te­le­fon­kon­fe­renz mit dem au­tor statt und schon geht es los. der text wird, je nach um­fang, in meh­re­re teil­lie­fe­run­gen ge­split­tet, nach de­nen die mög­lich­keit be­steht, än­de­rungs­wün­sche zu äu­ßern. erst wenn die ers­te teil­lie­fe­rung zu­frie­den­stellt, wird die nächs­te zah­lung fäl­lig.

ich fra­ge mich, ob eine ghost­wri­ting-agen­tur auch blog­tex­te ver­fas­sen wür­de …?

[hin­ter­grund zu die­sem ar­ti­kel]


blog­fos­ter, wer­bung und ghost­wri­ting

felix schwenzel in artikel

ur­sprüng­lich habe ich mich vor et­was über an­der­t­alb jah­ren bei blog­fos­ter aus nie­de­ren mo­ti­ven re­gis­triert. blog­fos­ter ver­mit­telt be­zahl­te ar­ti­kel an blog­ger, die die­se dann selbst schrei­ben und in den fluss ih­res blogs ein­spei­sen. auf deng­lisch wer­den die­se ar­ti­kel ger­ne spon­so­red posts ge­nannt und oft auch so ge­kenn­zeich­net, als spon­so­ring, statt klar und deut­lich als an­zei­ge oder wer­bung. mein nie­de­res mo­tiv war ur­sprüng­lich zu gu­cken, wel­che kam­pa­gnen lau­fen und dann im netz zu gu­cken, wer ge­ra­de über ein pro­dukt oder eine dienst­leis­tung schreibt, die ge­ra­de bei blog­fos­ter läuft und ver­gisst den ar­ti­kel als be­zahlt zu kenn­zeich­nen.

an­de­ren blog­gern auf die fin­ger zu schau­en hat mich dann aber be­reits nach 20 mi­nu­ten ge­lang­weilt und sich als müs­sig her­aus­ge­stellt. das goo­geln nach blog­fos­ter-kam­pa­gnen spül­te irre viel öden, un­in­spi­rier­ten blog-müll vor mei­ne au­gen, dass ich es nicht lan­ge er­trug. ins­be­son­de­re die jo­via­len, di­rek­ten le­ser­an­spra­chen vie­ler spon­so­red-post-blog­ger („hey leu­te, wisst ihr was ich ge­ra­de ma­che?“) zeig­ten mir: in müll zu wüh­len ist nichts was ich län­ger als 20 mi­nu­ten ma­chen will.

ich war aber auch schnell ab­ge­lenkt, weil ich bei blog­fos­ter im­mer wie­der kam­pa­gnen ent­deck­te, die mich tat­säch­lich in­ter­es­sier­ten. dar­aus wur­den dann be­zahl­te wer­be­ar­ti­kel wie die­ser oder die­ser. man­che kun­den lehn­ten mei­ne be­wer­bun­gen ab und zwi­schen­durch ver­mit­tel­te ich mir im­mer wie­der selbst be­zahl­te wer­be­ar­ti­kel wie die­sen oder die­sen oder die­sen.

bei der zu­sam­men­ar­beit mit blog­fos­ter wur­de auch schnell klar, dass blog­fos­ter selbst zu­min­dest gros­sen wert auf or­dent­li­che kenn­zeich­nung der be­zahl­ten wer­be­ar­ti­kel legt. teil­neh­mern wird deut­lich ge­sagt:

Schrei­be „An­zei­ge“ noch vor dem Ti­tel Dei­nes Ar­ti­kels

aus­ser­dem wur­de mir klar, dass ich wer­bung zwar doof fin­de, ins­be­son­de­re be­zahl­te wer­be­ar­ti­kel in blogs, ich aber bei be­stimm­ten pro­duk­ten im­mer wie­der das ge­fühl hat­te eine ge­schich­te er­zäh­len zu kön­nen, die den ei­nen oder an­de­ren in­ter­es­sie­ren könn­te. ge­nau­so oft war ich neu­gie­rig was das pro­dukt oder die dienst­leis­tung taug­te und nahm mir vor eine emp­feh­lung nur dann aus­zu­spre­chen, wenn es mir auch wirk­lich ge­fiel. das hat­te dann min­des­tens ein­mal zur fol­ge, dass hier im blog ein be­zahl­ter ver­riss er­schien.


im fe­bru­ar fand ich bei blog­fos­ter die­se kam­pa­gne zur be­wer­bung:

der pitch-text dazu lau­te­te:

Auf­trag
██████ ██ ██████ ███████ ███ █████████████ ████████████████ ███ ███████ ███. ████ ████ █████ ██████ ███████ ████ ████████████████ ██ ███ ███ ████████████. ██████ ███████████████ ████ ██████████████: ████████, █████ ███ ██████████████████, ████████, █████████████ ███ ████████████████, ████████ ████ ███ █████████ ███ ████ ██████ ████!

█████ ███ ██████ ███████ ████ ██████████████ ███, ███ ██ ██████ ████ █████. █████ ██ ██████ ███████ ████ ██████ ████████████ █████ ███ █████ ███████/███ ███. ███ ████ ██████████████ ████ █████ ███████████ ███ ████████████ ████████ ███ ███ █████ ███████████ ████████ ████. ██████████ █████████ ███ ████ █████ ███ ███████ █████████ ██████ ██████.

██████ ██████ ██████ ████ ████ █████ ███████ ██ ██████ █████████ █████.


der pitch [ent­fernt auf bit­ten von blog­fos­ter, sie­he un­ten] zeigt po­ten­zi­ell die grund­sätz­li­che blöd­sin­nig­keit der idee von be­zahl­ten wer­be­ar­ti­keln. wenn man die au­gen zu­sam­men­kneift lau­tet der auf­trag hier: zie­he dir ir­gend­was zum the­ma ghost­wri­ting aus der nase, schrei­be es auf, nen­ne ei­nen fir­men­na­men, stel­le dei­nen le­sern eine fra­ge und kas­sie­re ███ euro. (███ euro habe ich von blog­fos­ter an­ge­bo­ten be­kom­men, blog­ger mit mehr be­su­chern be­kom­men wahr­schein­lich mehr.)

die irr­sin­ni­ge quat­schig­keit, die im­pli­zi­te wi­der­sprüch­lich­keit und der kon­junk­tiv die­ses schreib­auf­trags in­spi­rier­te mich aber auch auf ge­wis­se wei­se. denn so ei­nen text, wie ge­for­dert, zu schrei­ben („per­sön­li­cher Be­zug zum The­ma Bil­dung“!) wür­de bei mir so­fort zu mas­si­ven schreib­blo­cka­den füh­ren und wenn ACAD WRI­TE da­bei an­geb­lich hel­fen kann, war­um nicht die ghost­wri­ter be­auf­tra­gen den wer­be­ar­ti­kel über sich selbst zu schrei­ben?

also habe ich mir bei ACAD WRI­TE ein un­ver­bind­li­ches an­ge­bot ein­ge­holt, mit der bit­te den preis un­ter ███ euro an­zu­set­zen und mit ei­nem leicht an­ge­pass­ten auf­trags­text, den ich von blog­fos­ter ko­piert habe.

Stel­le in Dei­nem Bei­trag die ver­schie­de­nen Dienst­leis­tun­gen der Agen­tur Acad Wri­te vor. Acad Wri­te bie­tet weit­aus mehr Dienst­leis­tun­gen an als nur Ghost­wri­ting. Sol­che Dienst­lei­tun­gen sind bei­spiels­wei­se: Coa­ching, Hil­fe bei For­schungs­an­trä­gen, Lek­to­rat, Un­ter­stüt­zung bei Schreib­blo­cka­den, Zi­tie­ren oder bei Re­fe­ra­ten und noch vie­les mehr!
Für die­sen Bei­trag soll es um die re­kur­si­ve Krea­tiv­leis­tung der Agen­tur ge­hen, für sich selbst als Dienst­leis­tung zu wer­ben. Da in die­sem Bei­trag auch ein per­sön­li­chen Be­zug zum Blog wir­res.net her­ge­stellt wer­den soll, wäre es gut im Text nicht all­zu vie­le Ad­jek­ti­ve zu be­nut­zen und auf Gross­buch­sta­ben zu ver­zich­ten. Wich­tig ist, dass der Bei­trag im Ton­fall leicht rot­zig und kri­tisch ist, und trotz­dem Eu­pho­rie und eine po­si­ti­ve Grund­hal­tung aus­strahlt. Wich­tig ist, dass in dem Text klar wird, das Acad Wri­te auch su­per für sich selbst Ghost­wri­ten kann, also auch vor schwie­ri­gen Auf­ga­ben nicht ka­pi­tu­liert.
Im Text sol­len die Le­ser zu Feed­back an­ge­regt wer­den: wie gut hat die Agen­tur Acad Wri­te ihre Auf­ga­be ge­löst, passt der Text zum Blog, etc.

Ganz wich­tig ist ne­ben der Her­aus­stel­lung der Qua­li­tä­ten der Agen­tur Acad Wri­te, der Ton­fall des Tex­tes. Er soll­te sich har­mo­nisch ins Blog ein­fü­gen, auch das Wort ich darf mal vor­kom­men, sub­jek­ti­ve Ein­fär­bung ist OK. Tabu ist über­schwäng­li­ches Lob, Ei­gen­lob muss ele­gant in Selbst­kri­tik ver­packt wer­den.

Mei­ne Preis­vor­stel­lung geht so un­ge­fähr in die Rich­tung von un­ter ███ Euro.

kei­ne zwei stun­den spä­ter klin­gel­te mein te­le­fon. ob ich das wirk­lich ge­we­sen sei und ob ich das ernst mei­nen wür­de. na­tür­lich mei­ne ich das ernst, wo­bei von mei­ner sei­te aus na­tür­lich der an­ge­bots­preis ent­schei­dend sei. ver­lust woll­te ich mit der ak­ti­on nicht un­be­dingt ma­chen, auch wenn fi­nan­zi­el­ler ver­lust bei be­zahl­ter wer­bung ein ganz be­son­de­rer gag wäre. zwi­schen den zei­len hör­te ich noch ein biss­chen skep­sis her­aus, ich wur­de noch ge­fragt ob der ar­ti­kel dann auch eine of­fe­ne kom­men­tar­funk­ti­on hät­te und ob die agen­tur sich auch selbst in den kom­men­ta­ren mel­den kön­ne und even­tu­ell stel­lung be­zie­hen kön­ne. klar sag­te ich und auch wenn all­ge­mein nicht so viel bei mir rum­kom­men­tiert wür­de, wür­de ich durch­aus mei­ne kom­men­tar­strän­ge mo­de­rie­ren und wenns sein muss auch ein­grei­fen. die dame am te­le­fon woll­te das dann noch­mal mit ih­ren kol­le­gen und ih­rem chef durch­spre­chen, der wohl nicht so irre on­line-af­fin sei, sich aber am nächs­ten tag noch­mal bei mir mel­den wer­de.

tat­säch­lich rief mich der chef der agen­tur dann am nächs­ten tag an und ich konn­te er­neut deut­li­che skep­sis ge­gen­über die­sem on­line-ge­döns spü­ren. im grun­de hät­te die agen­tur gar nicht so gros­ses in­ter­es­se an öf­fent­lich­keit. war­um man denn dann bei blog­fos­ter die kam­pa­gne an­ge­scho­ben habe, frag­te ich. ach ja, die­se so­cial-me­dia sa­chen ma­che ein jün­ge­rer kol­le­ge, der sei da ziem­lich ak­tiv. wir plau­der­ten noch ein biss­chen und am ende ver­sprach er mir, dass er sich spä­ter noch­mal mel­den wür­de. sie müss­ten das noch­mal in­tern be­spre­chen.

tat­säch­lich schien man sich dann aber bei ACAD WRI­TE ziem­lich schnell ei­nen gros­sen, mu­ti­gen ruck ge­ge­ben zu ha­ben und kurz da­nach hat­te ich ein an­ge­bot über ███ euro in mei­ner mail­box (30 euro we­ni­ger als blog­fos­ter mir zah­len wür­de), kurz da­nach eine auf­trags­be­stä­ti­gung und dann eine vor­raus­kas­se-rech­nung über ███ euro.

ein paar tage spä­ter, al­les über das on­line por­tal der agen­tur or­ga­ni­siert, hat­te ich ein te­le­fo­nat mit mei­ner de­si­gnier­ten au­torin, mit­samt ei­nem mo­de­ra­tor in der kon­fe­renz­schal­tung und eine wo­che spä­ter, lag mir ein ers­ter text­ent­wurf vor. an dem ent­wurf hat­te ich nur den schluss­satz zu be­män­geln (jo­via­li­tät, eine deng­li­sche pas­sa­ge) und da­mit war die sa­che dann er­le­digt. hier ist der be­zahl­te, ghost­ge­writ­te­ne wer­be­ar­ti­kel, an dem ich jetzt 30 euro, ab­züg­lich steu­ern ver­dient habe:

[wer­bung] ghost­wri­ting auf ACAD WRI­TE


[nach­trag 24.07.2017]
blog­fos­ter hat sich bei mir ge­mel­det und mich ge­be­ten „ge­schütz­ten In­for­ma­tio­nen“ aus mei­nem ar­ti­kel „zu ent­fer­nen“. des­halb sind jetzt der preis, den blog­fos­ter mir ge­bo­ten hat, so­wie der wort­laut des brie­fings im ar­ti­kel un­le­ser­lich.
ich habe blog­fos­ter ge­be­ten mich aus ih­rer blog­ger­da­ten­bank zu ent­fer­nen.


so­weit ich das ver­stan­den habe: por­ta­le wie bil­li­ger-miet­wa­gen.de lo­cken per flä­chen­de­cken­dem mar­ke­ting gros­se kun­den­zah­len, ver­mit­teln ver­an­stal­ter, die wie­der­rum eine durch­füh­ren­de fir­ma ver­mit­teln. durch die hohe zahl der ver­mitt­lun­gen kön­nen die ver­an­stal­ter son­der­kon­di­tio­nen aus­han­deln, zu­sam­men­ge­hal­ten und fi­nan­ziert wird das gan­ze wohl von pro­vi­sio­nen un­ter den ver­schie­de­nen part­nern.

bei die­ser kon­struk­ti­on kann durch­aus nut­zen für kun­den ent­ste­hen, aber der steht wohl nicht im vor­der­grund — auch wenn das mar­ke­ting na­tür­lich ei­nen an­de­ren an­schein er­we­cken möch­te. im fo­kus steht die mas­se und da­mit wohl auch or­dent­li­che pro­vi­sio­nen. und die mas­se be­kommt man, wenn man den ein­druck er­weckt, su­per güns­ti­ge prei­se an­zu­bie­ten und die­se mes­sa­ge per mar­ke­ting in den markt drückt.

ver­steck­te zu­satz­ge­büh­ren, un­klar for­mu­lier­te miet­be­din­gun­gen, sys­te­ma­ti­sches kun­den­mel­ken in ju­ris­ti­schen grau­be­rei­chen ist dann ein kol­la­te­ral­scha­den, auf den dann mit drei stra­te­gien ge­ant­wor­tet wird, falls sich kun­den er­dreis­ten, sich beim ver­mitt­ler zu be­kla­gen:

  • steht doch so in den AGB
  • be­ach­ten sie vor der bu­chung das feed­back an­de­rer kun­den (über­setzt: wir wol­len sie aus stra­te­gi­schen und ver­trag­li­chen grün­den nicht selbst vor schwar­zen scha­fen war­nen)
  • vie­len dank für ihr kon­struk­ti­ves feed­back, wir ha­ben das an den ver­an­stal­ter wei­ter­ge­ge­ben und der ge­lobt bes­se­rung


ich so im blog: „ich war dumm und naiv bei @bil­li­ger­miet­wag zu bu­chen.“
wie­der­keh­ren­de ant­wort in den re­ak­tio­nen: „selbst schuld!“

kann man das ei­gent­lich auch mans­plai­ning nen­nen?


auch: ja eh. aber BM wirbt ag­gres­siv (u.a. per re­tar­ge­ting) mit „tran­sa­pren­ten prei­sen“ und „über­sicht“ — die sie so eben nicht lie­fern.

(screen­shots von bil­li­ger-miet­wa­gen.de)


AGB-pro­ble­me bei der miet­wa­gen­ver­mitt­lung

felix schwenzel in notiert

ich bin nicht der bes­te AGB-le­ser der welt, mir könn­te es auch pas­sie­ren, dass ich AGB mit zwei­fel­haf­ten be­din­gun­gen zu­stim­me.

seit ich aber nach ei­ner miet­wa­gen­ver­mitt­lung über bil­li­ger-miet­wa­gen.de bei ei­nem au­to­ver­mie­ter mit saf­ti­gen, sorg­fäl­tig in den AGB ver­steck­ten zu­satz­prei­sen kon­fron­tiert war (die gan­ze ge­schich­te hier), fra­ge ich mich, wie die zu­stän­dig­kei­ten hier ei­gent­lich ver­teilt sind.

nach dem ab­schluss der miet­wa­gen­ver­mitt­lung bei bil­li­ger-miet­wa­gen.de habe ich die AGB von bil­li­ger-miet­wa­gen.de und car­del­mar zu­ge­schickt be­kom­men. bil­li­ger-miet­wa­gen.de ist der ver­mitt­ler, in den AGB des „ver­an­stal­ters“ steht un­ter an­de­rem:

Ih­ren Miet­ver­trag schlie­ßen Sie vor Ort mit dem durch Car­Del­Mar ver­mit­tel­ten lo­ka­len Au­to­ver­mie­ter zu des­sen Kon­di­tio­nen und Miet­be­din­gun­gen ab (vgl. Zif­fer 11). Bit­te be­ach­ten Sie die In­for­ma­tio­nen in un­se­rem Vou­ch­er und des­sen An­la­gen.

im vou­ch­er, dass uns et­was spä­ter zu­ge­schickt wur­de, wur­den „lo­ka­le miet­be­din­gun­gen“ ein­mal auf deutsch und ein­mal auf eng­lisch auf­ge­führt. dort sind ein paar zu­satz­ge­büh­ren auf­ge­lis­tet, aber kein hin­weis auf zu­sätz­li­che ge­büh­ren und ver­si­che­run­gen für über­see­fahr­ten mit fäh­ren oder was es kos­tet, wenn man wäh­rend der miet­zeit ein ver­kehrs­de­likt be­geht und der straf­zet­tel an den ver­mie­ter geht. am ende, auf eng­lisch und deutsch, steht der hin­weis:

sie­he lo­ka­le Miet­be­din­gun­gen von un­se­rem Part­ner

die lo­ka­len miet­be­din­gun­gen die bil­li­ger-miet­wa­gen.de uns über­mit­telt hat, lau­ten also un­ter an­de­rem: sie­he lo­ka­le miet­be­din­gun­gen, also: „sucht euch das mal selbst raus!“

um die AGB des lo­ka­len au­to­ver­mie­ters zu se­hen, muss man den also di­rekt kon­tak­tie­ren oder des­sen web­sei­te le­sen. in un­se­rem fall war das die fir­ma green mo­ti­on und de­ren AGB be­fin­den sich hier, le­dig­lich auf eng­lisch. die­ser pas­sa­ge in den green mo­ti­on AGB ver­dan­ken wir ei­nen auf­preis auf die knapp 200 euro miet­preis von 400 euro für die be­nut­zung von fäh­ren um auf schot­ti­sche in­seln zu ge­lan­gen:

Over­se­as Use
Green Mo­ti­on ve­hic­les can only be used on the UK main­land. Per­mis­si­on for use in Ire­land* or France will at­tract the fol­lo­wing char­ges

The cost will be cal­cu­la­ted as the Stan­dard ren­tal + £125 surchar­ge + £20 per part ca­len­dar day.

Per­mis­si­on is not assu­red and must be sought from the Green Mo­ti­on sup­p­ly­ing lo­ca­ti­on 7 days pri­or to any over­se­as use. It is the re­spon­si­bi­li­ty of the dri­ver to en­su­re all that all Eu­ro­pean dri­ving re­gu­la­ti­ons are fol­lo­wed in­clu­ding GB sti­ckers plus any man­da­to­ry equip­ment re­qui­red. If pri­or no­ti­ce is not gi­ven then per­mis­si­on at the ren­tal coun­ter may be re­fu­sed.

When a ve­hic­le is ta­ken over­se­as a dai­ly mi­leage li­mit of 90 mi­les will be ap­pli­ed to the EN­TI­RE ren­tal. Mi­leage over the agreed amount with be char­ged at 50 pence per mile.

Green Mo­ti­on are unable to pro­vi­de 'F­rench Air Qua­li­ty Cer­ti­fi­ca­tes' to cus­to­mers wis­hing to dri­ve in Pa­ris, Gre­no­ble or Lyon the­r­e­fo­re fi­nes and po­ten­ti­al char­ges may ap­p­ly. We would re­com­mend you do not dri­ve our ve­hic­les in the­se ci­ties. If you take our ve­hic­le to the­se ci­ties and in­cur a fine then all cos­ts re­la­ting to this fine will need to be co­ver­ed by the hi­rer.

*Ve­hic­les hi­red in Nor­t­hern Ire­land will not at­tract a fee for tra­vel into the Re­pu­blic of Ire­land.

mit die­sen AGB gab es zwei pro­ble­me. das eine: ich habe sie vor­ab nicht ge­le­sen. das an­de­re: hät­te ich sie ge­le­sen, ich hät­te trotz­dem nicht ver­stan­den, dass un­se­re rei­se auch auf die schot­ti­schen in­seln 400 euro ge­kos­tet hät­te (£125 plus 11 × £20).

was das „main­land UK“ ist nicht auf den ers­ten blick er­sicht­lich, auch men­schen die eng­lisch als ers­te spra­che spre­chen dis­ku­tie­ren die­se fra­ge kon­tro­vers im netz.

die de­fi­ni­ti­on von coll­ins sagt:

Eng­land, Wales, and Scot­land ex­clu­ding tho­se ad­ja­cent is­lands go­ver­ned from the main­land

auch wenn die se­ma­tik des coll­ins-le­xi­kons ver­wir­rend ist, of­fen­bar ist es üb­lich das main­land main­land UK im sprach­ge­brauch wie folgt zu nut­zen: main­land uk ist al­les, was man mit dem auto er­rei­chen kann, ohne eine fäh­re zu be­nut­zen.

so oder so er­war­te ich vom ver­mitt­ler oder „ver­an­stal­ter“ ei­nes miet­wa­gens, dass er mich auf sol­che fein­hei­ten hin­weist, denn ganz un­üb­lich dürf­te es nicht sein, dass man als schott­land­ur­lau­ber auch is­lay oder die he­bri­den mit dem miet­wa­gen be­su­chen möch­te.

ent­täusch­te ser­vice­ver­spre­chen sind das eine. ich fra­ge mich aber auch, ob das über­haupt rech­tens ist, dass man sich bei ei­ner miet­wa­gen­ver­mitt­lung die AGB des ei­gent­li­chen ver­mie­ters selbst raus­su­chen muss, im zwei­fel in der lan­des­spra­che des ur­laubs­lan­des?

die car­del­mar AGB sa­gen:

10. Miet­ver­trag
Ih­ren Miet­ver­trag schlie­ßen Sie di­rekt vor Ort mit der lo­ka­len Au­to­ver­mie­tung zu de­ren Kon­di­tio­nen und Miet­be­din­gun­gen ab. Bit­te le­sen Sie den Miet­ver­trag samt Miet­be­din­gun­gen ge­nau durch und be­wah­ren Sie eine Ko­pie auf. Die lo­ka­le Au­to­ver­mie­tung ist Ver­mie­ter des Miet­wa­gens und da­her Ihr An­sprech­part­ner für Leis­tun­gen aus dem Miet­ver­trag, ins­be­son­de­re bei Män­geln am Miet­wa­gen.

den miet­ver­trag der „lo­ka­len Au­to­ver­mie­tung“ ha­ben wir erst vor ort zu ge­sicht be­kom­men, pas­sen ei­nem die kon­di­tio­nen nicht ist es in der re­gel zu spät für eine kos­ten­lo­se oder pro­blem­lo­se stor­nie­rung, zu­mid­nest wenn man ei­nen ver­mitt­ler wie bil­li­ger-miet­wa­gen.de nutzt. der er­laubt eine kos­ten­lo­se stor­nie­rung le­dig­lich bis 24 stun­den vor miet­be­ginn, oder laut aus­sa­ge der hot­line 24 stun­den vor dem ter­min des miet­be­ginns.

die tat­sa­che, dass green­mo­ti­on sich eine völ­lig über­zo­ge­ne „be­ar­bei­tungs­ge­bühr“ von gut 100 euro (84 bri­ti­sche pfund) gönnt ist bei­spiels­wei­se nicht vor­ab zu er­fah­ren. in den AGB von green mo­ti­on AGB steht:

Fi­nes, Pe­n­al­ties and Ad­mi­nis­tra­ti­on Char­ges
It is the re­spon­si­bi­li­ty of each hi­rer to co­ver the cost of any par­king fi­nes and traf­fic vio­la­ti­ons in­clu­ding but not li­mi­t­ed to un­paid tolls and Con­ges­ti­on Char­ges. When fi­nes or traf­fic vio­la­ti­ons oc­cur and a Green Mo­ti­on lo­ca­ti­on is in­vol­ved in ad­mi­nis­te­ring the vio­la­ti­on a ma­nage­ment fee will be char­ged. The char­ge is lo­ca­ti­on spe­ci­fic, plea­se check with the ren­ting branch for de­tails. This is a non wai­vera­ble fee.

die ei­gent­li­chen kos­ten wa­ren erst vor ort zu er­fah­ren. deut­sche miet­wa­gen­an­bie­ter neh­men für die be­ar­bei­tung/wei­ter­lei­tung von straf­zet­teln eben­falls hap­pi­ge ge­büh­ren von um die 20 euro, sixt zum bei­spiel €18,50. aber da kann man den be­trag we­nigs­ten vor­ab le­sen.