pommes aus dem airfryer
nach ein paar versuchen1 sind mir die pommes aus dem airfryer heute so gelungen, wie ich es mir vorgestellt habe.
das rezept ist eine mischung aus dem „ultimativen pommes-rezept“ von heston blumenthal und chris youngs TK pommes aus dem airfryer. die pommes werden herrlich knusprig, sind innen aber eher weich. die kleinen knsuprigen stückchen aus den randstückchen und der bruch beim aufrauhen sind fast das beste.

zutaten
- 2 grosse kartoffeln
- öl, salz
ergibt: 1 portion
zubereitung
- zuschneiden:
kartoffeln schälen und in pommes schneiden. ich hab mich für ca. 11 × 11 mm entschieden, aber freihand geschnitten. danach in klarem, kalten wasser die stärke abspülen.
- blachieren:
ungefähr 15 minuten in kochendem wasser blanchieren. dem wasser kein salz oder essig zugeben. je nach dicke der pommes kann es auch schneller gehen. wenn man mit einem spitzen messer ohne allzuviel widerstand in eine pommes stechen kann, sind sie gut. sie sollten beinahe auseinanderfallen.
- aufrauhen:
aus dem wasser in ein sieb geben. die kartoffeln sollen jetzt ein wenig aufgerauht werden. ich habe dafür einen deckel aufs sieb gelegt und die pommes ein paar mal durchgeschüttelt. ich habe auch vorher eine handvoll grobkörniges salz dazugegeben und danach abgespült. das hat gut geklappt, aber ich weiss nicht ob es eine wirklich gute idee ist, die pommes oberfläche sollen eigentlich so trocken wie möglich werden.
beim aufrauhen gab es ein bisschen bruch, aber auch kleine stückchen ergeben, nachdem sie getrocknet sind, herrlichen crunch im airfryer.
- trocknen:
danach müssen die vorblachierten pommes trocknen. am einfachsten geht das wenn man sie 20-30 minuten offen in den kühlschrank legt. mit etwas geduld können sie auch bei zimmertemperatur auskühlen und trocknen.
![blanchierte und aufgerauhte pommes auf einem weissen teller.]()
blanchierte und aufgerauhte pommes vor dem gang in den kühlschrank (zum trocknen).
- airfryen:
die pommes sollen jetzt ohne fett in den airfryer, ca. 15 minuten bei 200°C. darauf achten dass nicht zu viele pommes im korb landen. die zwei dicken lartoffeln haben meinen korb ganz gut gefüllt.
auch kleine bruchstücke vom aufrauhen kommen mit in den korb.
alle 5 minuten die pommes wenden/schütteln.
- servieren:
die pommes aus dem airfryer in eine schale geben und mit einem schuss öl begiessen, gut salzen und im öl und salz wenden.
-
letztes mal sind sie zu glatt, einmal sind sie gut geworden, aber ich hab keine fotos gemacht ↩︎
tagebuch aus dem maschinenraum, 17.08.2026
dieses format, das johannes hier nutzt, gefällt mir. ein newsticker über den tag eines webreisenden. das wäre eine möglichkeit einzelne beiträge, zum beispiel aus meinem fluss von bookmarks und likes zu bündeln und weiter zu kommentieren. aus mikrobloggen wird makrobloggen.
dann fiel mir auf, dass ich johannes kopfzeiler.org zwar schon seit ewigkeiten in meinem feedreader habe, aber nicht auf meiner blogrolle. jetzt habe ich ja mehrere blogrollen, auf mehrere beiträge verteilt und als OPML oder in /blogrolle als übersicht gebündelt, was die sache maschinenlesbar, aber nicht unbedingt übersichtlicher und verständlicher macht.
aber so könnte ich jetzt follow-tage machen, nach dem motte des alten twitter-follow-friday, zu dem man konten empfahl, die man zum folgen empfahl. alle paar wochen eine blockroll-blogrolle hinzufügen.
→ weiterlesen
englischsprachige blogs
nachdem ich hier um die 20 deutschsprachige blogs maschinen- (und menschen-) lesbar veröffentlich habe, folgen hier um die 20 englischsprachige blogs. in der blockrolle kann man auch beziehunge nach XFN definieren kann, konnte ich hier auch mehrfach beziehungen als muse („Someone who brings you inspiration“) definieren. das ist zwar grundsätzlich bei allen blogs die ich lese so, aber hier ist das noch ein bisschen stärker. ich glaube meine grossen vorbilder waren zwischenzeitlich immer wieder john gruber, jason kottke und aaron parecki.
ansonsten ist die blogrolle gespickt mit einigen apple spezifischen blogs, aber so bin ich nun mal.
→ blogrolle ansehen …
morgenspaziergang 16.08.2026
sehr früh wachgeworden wegen sehr lautem regen und gewitter. frida und ich haben uns dann mit dem regenradar abgestimmt und sind erst nach acht losgegangen um weiteren (stark) regen zu vermeiden (was gut geklappt hat).
auffällig war wie energiegeladen wir beide waren. während es gestern zum morgenspaziergang schon fast 25°C waren, war es heute angenehme 17°C. damit konnten wir beide beherzt auf die tube drücken, mein pace beim gehen war zum ersten mal seit langem wieder über 10'18"/km (5,8 km/h im ø).
so energiegeladen frida auch war, einen anfliegenden cricket-ball überliess frida mir in den rehbergen ohne sich aufzuregen und die drei amseln die wir unterwegs sahen zeigte sie mir an, statt ihnen hinterher zu jagen. das grün war durchgehend saftig.
zum frühstück resteessen.

blogroll
über das denkfabrik-blog und frank westphals blog auf matthias pfefferles wordpress-plugin wordpress-blockroll gestossen. mit wordpress-blockroll kann man (mit wordpress) maschinenlesbare blogrolls veröffentlichen. frank erklärt warum das gut ist:
[Wir haben] hier die Möglichkeit, ein richtig tolles Ökosystem zum Folgen, Entdecken und Vernetzen von Blogs aufzubauen. Wir müssen dafür nicht einmal ein neues Netzwerk starten. Das Netzwerk existiert bereits. Und darauf könnten so viele unterschiedliche Dienste aufsatteln.
[…] Ich baue als Nächstes ein Plätzchen, an dem Blogrolls als Ganzes oder in Teilen abonniert werden können. Wo man sehen kann, wer wen gerne liest. Wer von wem gerne gelesen wird. Und wo man sich von Blogroll zu Blogroll weiterhangeln kann.
also hab ich meinen programmierassistenten gefragt, ob wir das zusammen bauen können. die ausgabe des ersten prototyp ist hier zu sehen, der prototyp des kirby plugins den ich dafür nutze ist auf github.
die alte blogrolle auf der rückseite ist noch etwas umfangreicher, ich ergänze hier im laufe der zeit die einträge und bewege noch das eine oder andere teil falls nötig oder sinnvoll.
[nachtrag 18.08.2026]
die blockrolle auf github habe ich umbenannt zu kirby blogroll block. den titel dieses beitrags habe ich auch umbenannt, von blockroll zu blogroll. das wortspiel war super, aber missverständlich. hier soll niemand geblockt werden, lediglich die technische basis sind (CMS) blöcke.
[nachtrag 19.08.2026]
die aktuellen beiträge aus dieser blogrolle kann man in meinem „reader“ lesen.
junggesellenfrühstück mit honig-knoblauch-sauce
wir haben frida nie wirklich trainiert allein zu bleiben. weil frida und ich jetzt seit einer woche alleine zuhause sind, weil die beifahrerin noch eine weitere woche in hamburg arbeitet, kann ich auch nicht einfach einkaufen gehen.
heute früh deshalb morgeneinkauf auf dem genter-strasse-wochenmarkt, statt morgenspaziergang. wir waren gegen halb neu da, aber es wurde immer noch aufgebaut. aber glücklicherweise können die freundlichen verkäufer multitasken und damit aufbauen und verkaufen. damit sollte ich die nächsten sieben tage über die runden kommen.

zuhause erstmal frühstück machen. bevor wir losgegangen sind, hab ich ein paar kleine rote beete in den dampfgarer geworfen um daraus späer rote-bete-salat zu machen. die hähnchenbeine hab ich zuerst entbeint [scnr!], in bröckchen geschnitten, in stärke gewälzt und 12 minuten im airfryer bei 200°C gebacken (einmal nach 6 minuten gewendet). dazu gabs ne honig-knoblauch-sauce.
honig-knoblauch-sauce für gebackene oder frittierte hähnchenbeine
zutaten
- 4 el olivenöl
- 4 knoblauchzehen gequetscht (oder mehr)
- 4 el honig
- 4 el sojasauce
- 1 tl schwarzer pfeffer (frisch gemachlen)
- 1 el sambal olek
ergibt: 4 portionen
zubereitung
-
olivenöl erhitzen, den gequetscheten knoblauch darin andünsten, nicht braun werden lassen und die übrigen zutaten hinzufügen. 10 minuten köcheln lassen.
die entbeinten knochen habe ich ausgekocht, das gibt brühe für die nächsten tage. die hähnchenbein stückchen waren zart, knusprig und sehr umami dank der hervorragenden sauce.
nicht klug

dieses CDU wahlplakat ist auf so vielen ebenen falsch, aus der zeit gefallen und tone deaf, dass ich beinahe lust verspüre vor ärger auf den tennisplatz zu gehen.
Berlin wird klüger
Lesen, Schreiben, Rechnen statt Gendern.
- wer liest, zumindest wenn die werke nach 1955 sind, lernt automatisch gendern. wobei ich davon ausgehe, dass junge menschen das auch ohne lesen lernen, zum beispiel von politikern die seit vielen, vielen jahren in ihren grussformeln damen und herren, freunde und freundinnen, faschisten und faschistinnen inkludieren, sich also bemühen, alle mitzumeinen.
- rechnen? lernt man das nicht mehr wegen gendern? oder wegen taschenrechnern? (wäre taschenrechner nicht ein wunderbares, viel passenderes wort für smartphone?)
- wie wärs mit medienkompetenz? kommunikationskompetenz? lebenskompetenz, stärkung des selbstwertgefühls und der resilienz? oder gar neugier?
- schreiben zu fordern und fördern find ich gut. und zwar so wie man will, mit spass und ohne unkluge, gestrige vorgaben aus der politik.
auch witzig, noch kürzlich plakatierte die CDU: „verbieten verboten“. aber falsch sprechen (gendern) wird man ja wohl noch verbieten dürfen?
hier mein vorschlag wie das plakat besser ankommen könnte:
berlin wird sportlicher
regieren statt tennis spielen und lügen.
sauberer wedding, doo!
sowohl jean-marie ayikpe, als auch alexandra bendzko gehen davon aus, dass ihren wählerinnen ein sauberer wedding wichtig ist. ich kann nur sagen: hier steht gelegentlich müll rum und vom gehweg würde ich — im gegenteil zu frida — nicht essen, aber insgesamt kann ich mich hier nicht beklagen. die BSR ist hier sehr aktiv. worüber ich mich freuen würde wäre verkehrsberuhigung, mehr poller und drempel, mehr absperrungen weniger autoparkplätze.
grosse schriftarten
gestern fiel mir beim besuch bei meq auf, wie schön die schriftart ist die er sich ausgesucht hat — zumindest im logo, bzw. dem motto („es regnet“).

alles schön, das hochgezogene e, das breitbeinige n, das geschwungene g. gross gesetzt sind schöne schriftarten besonders schön.
dann fiel mir auf, was mich schon lange auf mequito.org stört: die kleine schrift. und die zu fetten und zu dicht anliegenden unterstriche für links.
dann fiel mir ein, dass ich seit dem christophboecken.de für mich im dark mode nicht mehr lesbar war — weil christoph offensichtklich den dark mode nicht getestet hat und nirgendwo eine kontaktmnöglichkeitz hinterlassen hat — dass ich jedenfalls seitdem ich das gemerkt habe die chrome extension stylus instaliert habe, um websiten css-stile nach gutdünken umdefinieren zu können (und bei christoph wieder lesen kann).
also hab ich ein bisschen an meqs stylesheet rumgedreht und finde das jetzt noch schöner.

das css, das ich verwende, packe ich in die beilage.
nachtrag 16.08.2026:
christoph hat den dark mode repariert und markus sein css nach meinen vorschlägen angepasst.
google’s gunst
momentan wird allüberall dieser artikel von katie baker empfohlen, in dem es um die tiefgreifenden veränderungen der google-suche in richtung KI-antworten geht und wie sehr websites die sich auf suchmaschinentraffic verlassen haben und dafür optimiert haben, darunter leiden.
Last month, Bouliane was one of the guests on an NPR segment about the changes to Google; he told the hosts that his traffic was down 75 percent since AI Overviews was launched in 2024. Another guest, Amanda Natividad of SparkToro, offered a sobering stat (well, unless you’re a product manager at Google) about “zero-click” rates these days. “Sixty-eight percent of all U.S. Google searches end without a click,” she said—meaning that users get what they need directly in the search page (or just get distracted, I guess) without having to visit any outside sites. That’s an increase from 45 percent a decade ago. Another grim figure, per The Telegraph: While appearing first in Google search results used to mean getting a click 27 percent of the time, that number drops to 11 percent when there’s an AI Overview up top.
ich habe mir mal meine matomo zahlen angesehen. matomo nutze ich seit 2010 (damals noch als piwik). google hatte mindestens ein jahrzehnt den ruf sehr blogaffin zu sein. google mochte damals seiten die regelmässig aktiualisiert wurden und lebendig erschienen. ich kann mich an zeiten erinnern, zu denen beiträge von mir 2 minuten nach der veröffentlichung bereits in sucherergebnisseiten auftauchten.
mit dem einzug von frida bei uns vor sechs jahren und technischen problemen mit meinem uralt-CMS liess meine postingfrequenz stark nach und ich verlor google’s gunst.

seit ich im april 2025 diese website neugestartet habe, habe ich mich in der gunst von google langsam wieder hochgearbeitet. im juni 2025 schickte mir google um die zwei besucher pro tag vorbei. mittlerweile sind es so um die 60 besucher täglich. aktuell zeigt matomo 7000 besucher die mir google dieses jahr bereits geschickt hat. hochgerechnet dürften das mindestens 12.000 besucher dieses jahr werden. damit bin ich fast wieder auf dem niveau der jahre 2013 bis 2018.

ein grosser anteil der referer kommen über rezeptsuchen. obwohl auch rezeptseiten-betreiber laut katie baker über rückgängige zahlen klagen, scheint google rezeptsuchende weiterhin sehr gerne zu rezepten im web zu schicken, bzw. rezeptseiten nach wie vor mit sehr vielen besuchern zu „belohnen“. ich bin da nicht allein.
die frage die im raum steht, ob google das „offene netz“ zerstöre, wird jetzt oft gestellt. ich bin mir da nicht so sicher. früher™ war keinesfalls alles besser. aggressive suchmaschinenoptimierung hat bei mir regelmässig sehr viel mehr negative emotionen ausgelöst, als das was google da gerade veranstaltet. und: mir ist es ehrlichgesagt egal ob google besucher für ein rezept hierher schickt oder das rezept (mit ordentlicher quellenangabe) auf der suchergebnisseite anzeigt.
ich gebe mir grosse mühe rezepte die ich hier veröffentliche gut zugänglich, lesbar oder zum beispiel in rezept-apps exportierbar zu machen. wenig macht mich so aggressiv wie rezeptseiten im web, auf denen man erstmal drei banner wegklicken muss und dann sechs kilometer scrollen muss, um ans rezept zu kommen. rezepte sind zum kopieren, sammeln, weitergeben, empfehlen und vor allem wiederfinden da. das wiederfinden ist der grund, warum ich rezepte anfangs überhaupt ins internet schrob: um die guten sachen schnell wiederzufinden. mittlerweile finde ich alles in mela1, weil ich da alles reinspeichere und mela gleichzeitig auch als reader-app nutzen kann um das ganze brimborium auf rezeptseiten auszublenden.
ganz am ende von katie bakers artikel schreibt sie:
Back in 2000, four years before Google’s IPO, cofounder Larry Page mused in an interview that “artificial intelligence would be the ultimate version of Google.” In his vision, “It would understand everything on the web. It would understand exactly what you wanted, and it would give you the right thing.” Google Search as we thought we knew it feels broken, now that they’ve gone and changed the formula. But maybe all this time it’s been rounding into its final form, just as the elders foresaw.
ich erinner mich noch wie ich in den frühen 2000ern mal mit mario sixtus über marissa mayer plauderte, googles angestellte nummer 20. die hatte sich im studium unter anderem auf künstliche intelligenz spezialisiert. das heisst auch, dass google im prinzip seit 20, 25 jahren das web mit KI aufbereitet hat. vor dem aufkommen von large language models waren das noch andere KI-geschmacksrichtungen, aber überraschend ist die entwicklung von google zur heutigen KI-lastigen ausprägung nicht wirklich.

was auch klar ist: google kommt den vorlieben der menschen, die google benutzen, entgegen. so richtig verabscheuen scheinen die nutzenden die KI-vorschauen in der google suche nicht. sollten google messen, dass die anzahl der nutzenden abnimmt, würden sie wahrscheinlich sehr schnell gegensteuern.
trotzdem habe ich mir vorgenommen jetzt für eine weile mal eine andere standard-suchmaschine zu nutzen. kagi.com ist ja vielgelobt und auch wenn mein erster eindruck nicht berauschend2 ist, will ich das mal ausprobieren.
rocky die lesung

retro find ich (in diesem fall) gut. die location hört sich sensationell an. im box-ring lesen. und vorlesen find ich auch gut und wo heutzutage ja angeblich neimand mehr selbst liest passt das ja auch wie die faust aufs auge. ich würde gerne hin, wenn münchen nicht so weit weg wäre.

schöner sonnenuntergang
nachtrag 20:45: frida und ich sind heute um 19:30 uhr nochmal in die rehberge gegangen. wir waren nicht die einzigen, die diese idee hatten. ausser uns wollten offenbar noch einige andere die parzielle sonnenfinsternis heute abend sehen.
sehen konnte man nicht viel, ausser dass sich das licht merklich veränderte, es wurde anders dunkel als sonst, gedimmter. alles sehr friedlich und schön.
nachtrag 13.08.2026: koltack weist darauf hin, dass man die verdeckte sonne in den kamerareflexionen sieht (ein winziges, leicht grünliches bild)


spaghetti mit rote bete pesto
ich habe irgenwann gemerkt, dass man pesto aus fast allem herstellen kann. kräuter oder gekochtes gemüse mit nüssen, parmesan und öl schmecken immer. das hier schmeckt besonders lecker.
wenns schneller gehen soll, kann man die „grundlage“ auch weglassen und einfach das pesto mit nudeln vermengen.

zutaten
pesto
- 3 rote beten (oder eine grosse)
- 3 knoblauchzehen
- 75 g mandeln
- 1 zitrone (saft und abgeriebene schale) oder eine halbe eingelegte zitrone
- 40 g parmesan (oder mehr)
- 80 ml olivenöl
nudeln
- 250 g spaghetti
grundlage
- 1 grosse scharlotte
- 2 knoblauchzehen in scheiben geschnitten
- olivenöl
ergibt: 2 portionen
zubereitung
pesto
-
rote beete kochen, dämpfen oder im ofen rösten (ich dämpfe sie mit der schale 40-60 minuten im dampfgarer). danach schälen und in grobe würfel schneiden.
-
rote bete stücken mit 3 knobklauchzehen, 75 g mandeln, dem zitronensaft und der schale der zitrone, 40 g parmesan und 60 ml olivenöl pürieren. wie immer bei pesto: mehr parmesan und öl nach gefühl.
nudeln
-
spaghetti in salzwasser kochen, ein, zwei tassen vom kochwasser aufheben.
-
in einer pfanne die in ringe oder scheiben geschnittene scharlotte und knoblauch in öl andünsten, danach mit nudelwasser und pesto zu einer sosse rühren und mit den nudeln vermischen. nach dem transfer auf teller kann man das noch mit petersilie oder zitronenzesten und zusätzlichem parmesan dekorieren.
(rezept 2017 bei anke gröner gefunden, archive.org-link)
plötzlich ist das original wichtig
beim bildblog wies lorenz meyer heute auf dieses 40 minuten lange video hin. das video ist über synchronsprecher und wie sie sich von KI bedroht fühlen.
ich habe mich durch das ganze video gequält und kann es nicht empfehlen. aber wenn ich über das video schreibe, dachte ich, muss ich da durch.
ich bin kein fan von synchronisation, im gegenteil. ich vermeide so gut ich kann. in den letzten 20 jahren ist mir das dank des technischen fortschritts auch ganz gut gelungen. die ersten 30 jahre meines lebens war ich der synchronisation von filmen und fernsehserien hilflos und alternativlos ausgeliefert. jeder film, jede fernsehserie wurde konsequent mit deutschen stimmen überbügelt.

mit dem aufkommen der DVD wurden originalversionen leichter zugänglich. wenn ich mich recht erinnere, wandelten sich videotheken so um 2003 bis 2005 langsam aber sicher zu DVDtheken und mit DVDs hatte ich endlich eine wahl mir filme und serien auch endlich im original anzuschauen.
auf eine art bin ich den 30 jahren zwangssynchronisation dankbar. alles was ich in den ersten 30 jahren an medien konsumiert habe, kann ich jetzt nochmal völlig neu im original entdecken. vor einem jahr hab ich mir alle folgen der muppet show angesehen, davor magnum PI. vor 15 jahren war ich erstaunt darüber was für eine weiche, ernste, sympathische stimme eddie murphy hat und dass er eben kein affiger schreihals ist.
im video oben machen einige deutsche synchronsprecher darauf aufmerksam, dass das was sie tun kunst sei. dem möchte ich nicht widersprechen, aber diese kunst ist eine kunst mit der ich nichts zu tun haben will. so wie ich nicht auf ein auf ein death metal konzert gehen möchte oder in die oper. ich habe nichts dagegen wenn synchronsprecher ihrer kunst nachgehen, solange sie mich mit ihrer kunst in ruhe lassen. da sie mich 30 jahre meines lebens nicht in ruhe damit gelassen haben, habe ich in dieser zeit — und danach — allerdings ein emotionales meinungsbild über diese kunst entwickelt. kurz gesagt: ich ertrage diese stimmen nicht, weil sie so glatt und gleichzeitig überzeichnet, gestelzt und aufgetragen sind. kein mensch auf der welt redet so, wie synchronsprecher reden. ich denke im kunstkontext ist das auch OK, niemand singt so wie opernsingende singen, niemand malt so wie malerinnen malen, niemand tanzt so wie ballettänzerinnen tanzen.
der witz ist: als ich vor einer weile mal testweise die stimme der chatgpt-app aktiviert habe, dachte ich sofort an synchronsprecher: viel zu viel pathos, emotion, mühe. alles etwas zu doll aufgedreht und eine durchgängige nuschel-phobie.
im video sagt peter flechtner, der unter anderem ben affleck synchronisiert, an einer stelle:
ich glaube die leute werden irgendwann auch genervt sein wieder von den ki stimmen.
das glaube ich auch, aber ich glaube auch das viele leute von den synchronstimmen genervt sind. bestimmt nicht alle, im gegenteil, ganz offensichtlich mögen die viele auch, aber ich fand es frappierend wie in dem video die ganze zeit darauf hingewiesen wird wie scheisse und parasitär KI ist, aber kaum darüber geredet wird, dass synchronisierung das original verzerrt und uminterpretiert. ich vermute, dass viele filmemacher synchronisation ihrer werke nur wegen knebelvertriebsverträgen zulassen. ich kann mir zumindest nicht vorstellen, dass jemand der jahrelang für einen directors cut kämpft es toll findet, wenn das werk dann nochmal von synchronstudios neu interpretiert wird.
hollywoodschauspieler sind offenbar zu professionell um sich on the record negativ über synchronisation auszulassen. jodie foster hat in einem interview mal darauf hingewiesen, dass sie sich selbst in französisch synchronisiert. das sei ein schwieriger, anstrengender job.
So, I wish more actors could do it, but I got to tell you it's really hard. It's really hard.
aber sie weist auch darauf hin, dass die filme eben uminterpretiert werden:
I was […] supervising the Italian and the German and the Spanish and all of that. It was so interesting to see how all the different romance languages would interpret and how the character changes in some ways in all those languages.
jodie foster findet das auf eine art aufregend, ich find es eher schade. viele leute finden es auch aufregend ihre autos tiefer zu legen oder spoiler dranzukleben oder kaffee mit sprühsahne zu trinken. ich finde meistens das original aufregend genug.
wenn es tatsächlich so ist, dass die menschen ihre synchronstimmen lieben, darauf weisen die synchronsprecher und sprecherinnen mehrfach im video hin, dann gibt es ja eigentlich keinen grund zur sorge für die branche. dann lehnt die mehrheit artifizielle stimmen ab und die grossen streaminganbieter, filmstudios, vermarkter müssen nachziehen und weiter schauspieler fürs synchroniseren zahlen.
meine vermutung ist allerdings dass es den meisten menschen egal ist. zumindest den menschen die jetzt schon synchronisierte filme und serien akzeptieren oder dem original (mit untertiteln) vorziehen. die von den synchronsprechern vielbeschworene „deutsche synchronsprecher-kultur“ hat über viele jahrzehnte im wörtlichen sinne das original marginalisiert und entwertet. warum sollte sich diese mehrheit — der das original egal ist — jetzt plötzlich dafür interessieren, ob die stimmen original, kunst oder KI sind?
rote bete salat mit essig und öl
ich mag rezepte mit wenig zutaten — oder besser gesagt: rezepte mit wenigen zutaten schmecken oft am besten. erstaunlichstes beispiel: die gurkensticks mit knoblauch und essig und salz. dieses rezept ist auch sehr zutatenarm und trotzdem äusserst lecker und variabel.

zutaten
- 2 rote bete (ca. 450 g)
- 1 zwiebel
- 35 ml essig
- 20 ml rotwein
- 10 ml rapsöl
- salz
gewürze (optional)
- 4 el brühe
- 5 pfefferkörner
- 4 ganze nelken
- 0,5 tl tl gemahlende koriandersamen
ergibt: 2 portionen
zubereitung
-
rote bete gar kochen (ich lege sie ungeschält 40-60 minuten in den dampfgarer). danach abkühlen lassen und schälen und in feine scheiben schneiden oder hobeln.
-
zwiebel sehr fein würfeln und zusammen mit dem rotwein und dem essig vermengen. salzen und pfeffern nach geschmack und wer lust auf eine weihnachtkliche oder glühwein-note hat fügt noch nelken oder koriandr hinzu. statt brühe gehen auch auch wasser und salz oder etwas wasser und instantbrühenpulver.
-
mindestens eine stunde oder über nacht im kühlschrank durchziehen lassen. das öl soll laut originalrezept erst zum schluss hinzugefügt werden. ist aber nicht schlimm wenns vorher drin ist.
-
optional: mit zerkrümelten oder gewürfelten feta bestreuen.

abendessen gestern
gestern nachmittag, vor dem spazierengehen, hatte ich den impuls mit frida zu einem mcdonald’s zu spazieren um dort pommes zu essen. ich wandelte meinen appetit auf pommes dann aber schnell in den plan um, nochmal am pommes aus dem airfryer-rezept zu feilen.
leider habe ich die rauhigkeit der oberfläche auch dieses mal nicht so hinbekommen wie ich es wollte, die pommes waren knusprig und luftig, aber trotzdem nicht so wie ich wollte. der kritische punkt ist das blanchieren. ich glaube ich war hier immer noch zu ungeduldig.
war trotzdem lecker.





















