ifttt gekündigt

ifttt.com habe benutzt seit es ifttt gibt. drüber geschrieben hab ich mal 2013 und 2014. ifttt.com war ein wahrgewordener traum für mich. unkomplizierter zugriff auf alle möglichen APIs und damit mal eben schnell was bauen oder ausprobieren. aber alles schöne hat ein ende und das erste ende hat ifttt um das jahr 2020 selbst einegführt als fast alle dienste und applets kostenpflichtig wurden oder ein kostenpflichtiges konto benötigten. ich habe das noch bis jetzt mitgespielt weil ich keinen anderen weg fand die daten von meiner selbstgebauten waage in die ios health app zu schaufeln.
diesen weg habe ich jetzt gefunden und mein ifttt-konto gekündigt, für das ich die letzten 6 jahre so um die 5 euro monatlich bezahlt habe.

in the end i used ifttt more or less only to get my weight from home assistant in ios health. that did not work reliably any more for a couple of month. i found a much better and relable DIY solution (home assistant notification that triggers a shortcut on my phone).
bevor ich den shortcut beschreibe, mit dem ich jetzt tatsächlich zuverlässig mein gewicht in ios health bekomme, nochmal ein paar worte dazu, was auch nicht zuverlässig funktioniert hat.
es gibt mehrere apps die exakt meinen usecase abbilden: daten aus home assistant aufs telefon oder umgekehrt schicken:
weil diese apps alle dazu gezwungen sind im hinttergrund des telefons zu arbeiten, hakelte es immer wieder beim eintragen meines gewichts in die ios health app. ausserdem: warum mit ner kanone auf spatzen schiessen, bzw. auf ein datum mit ner app schiessen?
meine lösung: home assistant sendet, sobald ich mich gewogen habe, ein benachrichtigung an mein telefon:
automation:
- id: gewicht_ix_apple_health_shortcut
alias: Gewicht ix → Apple Health
description: Notify mit Prefix HAWEIGHT → iOS prüft Message im Wenn-Block
mode: single
triggers:
- trigger: state
entity_id: sensor.gewicht_ix
not_to:
- unknown
- unavailable
conditions:
- condition: template
value_template: "{{ trigger.from_state.state != trigger.to_state.state }}"
actions:
- action: notify.mobile_app_ixr
data:
title: Gewicht
# Prefix für Shortcut-Wenn. Komma beibehalten (Punkt → 926 kg).
message: >-
HAWEIGHT:{{ states('sensor.gewicht_ix') | float(0) | round(1)
| string | replace('.', ',') }}
data:
tag: gewicht_ix_health
# Shortcut braucht etwas Zeit; clear via Companion-Tag (kein HA aus Shortcuts)
- delay:
seconds: 60
- action: notify.mobile_app_ixr
data:
message: clear_notification
data:
tag: gewicht_ix_health
auf ios seite triggert das einen shortcut. shortcuts können seit ios 27 (endlich) auch ohne mein zutun von benachrichtigungen getriggert werden. das ging vorher nur mit einem klick auf die benachrichtigung. so ist der shortcut aufgebaut:
TRIGGER:
Mitteilung von "Home Assistant"
Titel enthält "Gewicht"
# weil der Filter nach Titel nicht zuverlässig funktioniert
# werden die Home Assistant-Mitteilungen hier nochmal gefiltert.
WENN Mitteilung.Text "HAWEIGHT" enthält:
Ersetze "HAWEIGHT:" in Mitteilung.Text durch ""
SONST:
Kurzbefehl stoppen
ENDE WENN
Wenn-Ergenis in eine Zahl umwandeln
Protokolliere Health-Messung:
Typ: Gewicht
Wert: Zahl (kg)
Datum: Standardwert
ich hatte noch eine zweite automatisierung bei ifttt: sobald ich ein youtube video gefavt habe, führte ifttt einen webhook aus, der dann in kirby das anlegen eines favoriten für das youtube-video auslöste. statt die youtube-api abzufragen, prüft kirby jetzt den RSS-feed einer playlist und holt alle paar minuten neu hinzugefügte videos in kirby.
das indieweb macht keine vorschriften
aaronparecki.com: Why I'm rebuilding my IndieWeb projects with Claude
I recently came across Brennan's post noticing that Claude Code has been showing up in the commit history of a bunch of my IndieWeb projects lately. That's true! I was wondering when someone would notice. I haven't been hiding it, but I also haven't written anything about why I'm doing it, so this seemed like a good time to finally get my thoughts down.
ich nutze einige der indiewebtools die aaron parecki zur nutzung im web bereitstellt: meine checkins über die swarm ios app landen über ownyourswarm bei mir auf der webseite. wenn es ownyourswarm nicht gäbe, würde ich swarm nicht nutzen. früher, als man instagram noch scrapen konnte, habe ich das mit instagram und ownyourgram gemacht. ownyourgram funktioniert seit einer weile nicht mehr, dehalb nutze ich instagram jetzt andersrum. ich poste bilder zuerst hier und wenn ich sie für geeignet für instagram halte, lasse ich sie automatisch aus kirby per script auf instagram posten.
ich nutze quill von aaron um anderer leute beiträge im web zu liken oder zu bookmarken und um fotos von unterwegs zu posten. in der neuen, komplett neu geschriebenen version ist es nochmal nützlicher geworden. ich kann ein oder mehrere bilder von unterwegs posten, inklusive tags, alt texten, titel, einem text und syndizierungs-targets. konkret: per knopfdruck wird ein bild das ich mit quill auf wirres.net veröffentliche auch gleich auf bluesky, mastodon, grain oder instagram crossgepostet.
jedenfalls: aaron hat seine tools mit hilfe von claude „rebuildet“. die tools sind teilweise bereits 15 jahre alt und einen solchen zoo an öffentlich zugänglichen web-diensten zu verwalten ist sicher kein vergnügen. deshalb freue ich mich sehr, dass aaron diese tools jetzt renoviert hat, statt sie abzuschalten. denn das wäre die alternative zur überarbeitung mit hilfe von coding-assistenz gewesen.
ich bin schon lange ein grosser fan des indiewebs. es bedeutet ja auch in erster linie auch nichts anderes als das, was brennan kenneth brown hier sagte:
the main idea being to empower individuals to own their own identity, data, and web presence rather than relying on centralized social media silos
das ist der zentrale gedanke: die mir wichtigen dinge verwalte ich selbst. das schliesst nicht aus, dass ich zentrale oder dezentrale externe dienste oder silos benutze. der unabhängigkeitsgedanke des indiewebs schreibt nicht vor welche werkzeuge ich zum erreichen dieses ziels benutze, noch nicht mal die protokolle die ich nutze. wenn mir danach wäre, könnte ich eine 1a indiewebseite bauen, die ausschliesslich über das gopher-protokoll zugänglich wäre. ich muss keine webmentions oder microformate nutzen um indieweb zu machen. ich kann auch mit json-ld und mention-scrapern völlig unabhängig das netz weben. oder indem ich einfache txt, md oder html dateien veröffentliche. aber ein paar dieser indiewebtools haben sich als enorm praktisch und effizient erwiesen. deshalb nutze ich sie auch soweit ich sie begreife.
diese tools, standards und protokolle die man allgemein mit dem indieweb verbindet, habe ich in der zeit vor KI-coding assistenten immer nur so halb verstanden und deshalb halbgar umgesetzt. mit coding assistenz und viel experimentierfreude verstehe ich das alles nicht nur besser, sondern kann es auch so betreiben, dass es für mich reibungsfrei und nutzbringend funktioniert.
das indieweb verstehe ich dehalb nicht als sammlung von regeln oder vorschriften, sondern als ständige erinnerung daran, wie wichtig es ist hier und da kontrolle über die eigenen dinge zurückzuholen und zu behalten, aber vor allem als ständige inspirationsquelle und neugierbefriedigungsmaschine.
ein ♥ für …
meine mutter hat es sich stets verbeten ihr zum „muttertag“ zu gratulieren. warum sollte man nur an einem bestimmten tag seine mutter wertschätzen? wir haben uns deshalb bemüht immer nett und anerkennend zu sein, nicht nur am muttertag.
zu weihnachten schenken die beifahrerin und ich uns schon lange nichts mehr. erstens haben wir alles und zweitens, wenn uns etwas fehlt, kaufen wir es uns unter dem jahr oder überraschen uns einfach mal so mit etwas schönem. wenn die beifahrerin einkaufen geht frag ich immer halb im scherz: bringste mir ne überraschung mit? wozu braucht man da noch weihnachten?
als frank kürzlich zu „Ein ♥ für Blogs“ aufrief, hatte ich einen ähnlichen gedanken: warum am 6.12. einen beitrag veröffentlichen, in dem ich „lesenswerte, deutschsprachige Blogs“ vorstelle? das mache ich doch ohnehin schon so gut wie jeden tag?
ich würde schon behaupten wollen, dass ich gerne auch mal aus meinen blasen in andere blasen krieche und linke — oder das zumindest versuche. und in den letzten monaten hat nach meinem empfinden die qualität und quantität in meinem feedreader signifikant zugenommen, auch weil es so viele neue werkzeuge oder neuerdings top-gepflegte blogrollen gibt. ich hab viele neue blogs entdeckt und teile das auch regelmässig hier mit.
für mich ist jeder tag ist ein ♥ für blogs. deshalb mach ich am 6.12 bei franks lobenswerter aktion nicht mit.
ausser … ihr macht mir hier in den kommentaren oder per mail vorschläge1 die mich interessieren und die ich noch nicht kannte oder unterrepräsentiert habe. dann veröffentliche ich die kommentiert in eimem beitrag am 6.12.
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selbstnominierungen sind nicht ausgeschlossen. ↑︎
siggi
Exegesetip falls das zu komprimiert ausgefallen ist: in den Blechkollegen der Wahl werfen und Erklärung bitten.
siggi becker war früher ein integraler bestandteil des eletrischen reporters. soweit ich weiss, arbeitete er dort redaktionell mit und trat am ende auch öfter auf („siggis letzte worte“). gelesen hab ich ihn auch schon immer1.
nur verstanden habe ich ihn nie.
dank siggis klugem tipp am ende des oben verlinkten artikels habe ich jetzt erstmals etwas von dem verstanden was er schreibt oder sagt. das ist fortschritt.
-
auch wenn siggis NOW!-archiv nur bis 2010 zurückreicht, hab ich ihn schon zu mehrzweckbeutel-zeiten gelesen. davon sind noch fragmente auf siggibecker.de zu finden. dort reicht das archiv zurück bis 2003. das archiv des elektrischen reporters selbst reicht leider nur bis 2012 (auf youtube). ↑︎
„ehrenamtliches Publizieren“ — wolfwitte.de
„ewige unklarheit“
von mir völlig aus dem zusammenhang gerissen:
Ich bin leider für ewige Unklarheit.
[N]icht richtig scheiße sein zu wollen, bleibt eine wichtige Aufgabe.
weil ich’s aus dem zusammenhang gerissen habe, empfehle ich natürlich auch das selbst zu lesen: Inventur.
oder besser, gleich das ganze „Lasst uns gemeinsam einen besseren Weltuntergang bauen!“ zu lesen oder zu abonnieren.
followdonnerstag
Lasst uns gemeinsam einen besseren Weltuntergang bauen!
Schaffen wir es, in einer Gegenwart zu leben, die gerade über uns zusammenbricht? Verzweiflung, Hoffnung, Promiklatsch und Buchtipps.
lecktest
dank an blogsequenz.de für den hinweis auf den lecktest (heisst wirklich so). der lecktest testet webseiten auf datenlecks. also cookies, aufruf von google analytics, youtube-einbettungen. wirres.net schneidet gut ab, weil ich mich sehr bemühe hier kein drittanbieter-gedöns einzubauen und alles lokal und cookielos auszuliefern.

aber als ich ein paar blogs in meiner blogrolle mal dem lecktest unterzogen habe, hab ich alles gesehen, von A, B, C bis E. also teilweise fette lecks. da ich auch die technische verantwortung für die webseiten der beifahrerin habe und lecktest da auch lecks festgestellt hat, hab ich da eben ein bisschen rumgefummelt bis katiakelm.de und katiakelm.de/blog ihre A-wertung bekommen haben. ich kann das allen ins internet schreibenden empfehlen da mal ihre webseiten zu testen und das dann gerade zu biegen (lassen) bis ein A rauskommt.
beim morgenspaziergang roch die ganze strecke nach kaffee-röstung und angenehm fermentierem laub. der himmel sah dramatisch aus und auf der kanal dampfte an den stellen auf den die sonne bereits schien.

auf dem westhafen gelände entluden zwei bagger kies von eisenbahnwaggons auf LKW. gelegentlich schob ein kleiner, ferngesteuerter android die waggons ein paar meter nach vorne.

ich frage mich ja immer, warum die menschen und gastronomen zu halloween spinnenweben an und in häusern anbringen, wenn es doch viel einfacher wäre in vorbereitung auf halloween einfach nie zu putzen und nichts zu reparieren. dann wäre man zu halloween immer perfekt vorbereitet.
bloggen, als ob …
ins internet schreibende lieben es über das ins-internet-schreiben ins internet schreibend nachzudenken und sich dabei die köpfe einzuschlagen. dabei haben tatsächlich immer alle recht.
→ weiterlesen …rss2email — wirres.net per mail, wenns sein muss
roman jasiek hat es mehrfach auf seiner seite erwähnt und schreibt es auch gerne in kommentarspalten:
[Ich denke], dass eine große Chance für Blogger darin besteht, die Inhalte per Newsletter an die eigene Leserschaft auszuspielen.
als ich vor acht monaten mal testweise einen newsletter mit mailchimp gebaut habe, meldete sich exakt eine person an: meine mutter. kurz danach schoss mailchimp den newsletter dann ab, angeblich wegen verstössen gegen mailchimps „Richtlinie zur zulässigen Nutzung“.
ich habe meiner mutter dann auf meinem heimischen linux server ein script installiert (rss2mail), dass den /feed einliest und für jeden neuen beitrag eine mail an meine mutter (und mich) schickt. das funktioniert jetzt seit 8 monaten sehr zuverlässig und fehlerfrei. meine mutter freut sich, meint sie würde alles lesen, auch das was sie nicht versteht oder was sie nicht interessiert.
RSS ist für meine mutter keine option: dafür brauchts eine eigene app, die konfiguriert werden müsste und dann auch noch auf telefon, ipad1 und ipad2 installiert werden müsste. dann müsste sie die auch noch öffnen, was sie mit ihrer email-app ohnehin jeden tag (oder mehrfach am tag) macht.
für mich ist die kopie praktisch, weil ich so gelegentlich fehler sehe, die ich sonst nicht sehe und eine art backup isses auch.
jedenfalls dachte ich: auch wenn sich niemand für einen wirres.net newsletter interessiert, könnte ich den mailversand ja trotzdem anbieten auf meiner /folgen seite.
wer also wirres.net per email bekommen möchte kann ich auf meiner zuhause betriebene rss2mail-instanz hinzufügen. diese versendet für jeden auf der startseite veröffentlichten artikel eine email mit dem vollen inhalt. die email wird über mein privates google-mail-konto (im bcc) als html-mails versendet. email an ix ät wirres punkt net reicht, dann trage ich die adresse manuell ein.
die emails sehen so aus:
hier die mails als .eml zur voransicht:
reparieren, restaurieren und machen
in den letzten monaten erwische ich mich immer wieder dabei wie ich mir stundenlang reparatur- und restaurierungsvideos ansehe. vor allem beobachte ich, wie sehr mich das befriedigt. das ist nicht neu, vor zehn monaten hab ich das schonmal angemerkt.
aber heute frage ich mich, ob diese befriedigung nicht auch einen politischen aspekt hat. in einer welt der entropie, in der nicht immer alles zusammenpasst oder so funktioniert, wie man sich es vorstellt oder wünscht, kann reparatur, heilung, auf hochglanz bringen eine kathartische wirkung haben.
zu sehen, dass man kaputtes, zerstörtes, hoffnungslos verschmutztes auch wieder schön und funktionsfähig machen kann zeigt, dass verfall nicht zwangsläufig ist, dass es besser werden kann, dass wir etwas ausrichten können, dass veränderung möglich ist.
vielleicht ist schreiben, ins internet schreiben, kreative werke schaffen und reparieren auch genau deshalb so ein tiefes bedürfnis von uns allen. ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, dass malen in meienr kindergartenzeit eine beinahe magische und tief befriedigende wirkung hatte. etwas einfangen und festhalten und gleichzeitig gestalten. an diesem blog rumschrauben und da rein zu schreiben und zu posten ist auch ein aufstand gegen die entropie, den verfall, das vergessen.
und auch hier fällt mir wieder sisyphos ein. reparieren, festhalten, kreieren ist der felsbroken von sisyphos. jede reparatur geht irgendwann wieder kaputt, nach der spülmaschinen-reparatur ist vor der spülmaschinen-reparatur. aber, man muss sich den reparierenden als glücklichen menschen vorstellen. das wahre schlaraffenland ist nicht der ort wo einem die gebratenen tauben in den mund oder die hand fliegen, sondern der ort und die zeit an dem man sich tauben braten kann — und es dann auch tut — für sich oder andere.
in genau diesem zusammenhang fiel mir heute auf, dass bilder von fein säuberlich geordneten sachen (things neatly organized) die gleiche wirkung haben können wie reparaturen. aber vor allem fiel mir auf, dass thingsorganizedneatly.tumblr.com irgendwann aus meinem RSS-reader gefallen sein müssen. war es aber gar nicht, es gibt nur offensichtlich nicht mehr so viele fein säuberlich geordneten sachen.
morgenspaziergang 10.10.2026
LLMs und das internet killed my heise abo
ich war über ein jahrzehnt, vielleicht sogar zwei jahrzehnte abonnement der c’t. 2013 hatte ich keine lust mehr auf das altpapier, das mit den c’t-artikeln mitgeliefert wurde und kündigte mein c’t abo. damals gab es, soweit ich mich erinnere, kein reines online c’t abo. zwischenzeitlich las ich c’t weiter bei meinem arbeitgeber und kaufte gelegentlich einzelartikel. seit september 2021 bin ich heise+ abonent. damit konnte ich alles auf heise.de lesen, inklusive des make magazine und der c’t.
heute hab ich mein heise+ abonnement gekündigt. warum erzähl ich gleich, aber erst muss ich nochmal zwei schlenker machen.
im januar 2024 haben wir einen neuen gaszähler bekommen. nachdem ich mir die spezifikationen des bei uns eingebauten models angesehen hatte, kam ich auf die idee, dass ich den impulsgebner des gaszählers mit einem aqara-türsensor abgreifen könnte. wahrscheinlich war das nicht meine original-idee, wahrscheinlich las ich in einem home-assistant-forum oder anderswo von leuten die sowas ähnliches machen. das klappte auf anhieb, weil der türsenor ohne plastik-hülle genau in eine aussparung des gaszählers passte und der impulsgeber den reed-kontakt des aqara-sensors zuverlässig mit jeder umdrehung auslöste. das einzig unzuverlässige war meine befestigung mit klebeband, weshalb ich irgendwann nach einem 3d-druck für einen halter suchte, einen fand und mir den drucken liess.
seitdem zählt der türsensor zuverlässig impulse und home assistant wandelt das in einen verbrauchssensor.
nachdem uberspace anfang 2023 php 7.4 auf altenteil schob, lief mein auf ezpublish gehostetes blog zwar noch, aber ich konnte keine beiträge mehr veröffentlichen, weil ezpublish zu viele php fehler produzierte. eine reparatur wäre damals ohne die hilfe von programmierhelfern sehr zeitaufwändig geworden, weshalb ich zwei jahre lang mehr oder weniger nur auf instgram ins internet schrieb. eigentlich hatte ich schon 2020 faktisch aufgehört auf wirres.net ins inernet zu schreiben, ich glaube vor allem weil ich mich lieber um unseren hund kümmern musste und wollte und die erziehung und das lernen über den umgang mit hunden, ein neuer job, corona und überhaupt alles andere meine aufmerksamkeit über gebühr in beschlag nahmen.
als ich mich anfang 2025 entschloss wirres.net auf kirby zu migrieren, bastelte ich mir einen docker container mit php 7.4 und mysql zusammen und brachte ezpublish und das alte wirres.net auf unserem heimserver wieder zum laufen. mit und in diesem container baute ich mir export-skripte um die alten inhalte ins neue kirby zu migrieren. da meine programmierfähigkeiten und vor allem die meiner coding-helfer damals noch nicht so ausgeprägt waren und ich noch weniger ahnung als heute hatte, war diese docker konstruktion ein bisschen wackelig.
mein ziel war eigentlich das ganze archiv in einem einzigen ordner, mit einer docker-compose-datei in unserem heimnetzwerk zu hosten und diesen ordner, falls nötig, auch auf einen anderen server migrieren zu können. das habe ich mir dann mit einem codinghelfer der neueren generation vor ein paar monaten gebaut. seitdem kann ich im heimnetz einfach archiv.wirres.net aufrufen und bekomme wirres.net, inklusive SSL exakt so angezeigt wie ich es 2023 verlassen habe.
wie man sieht funktioniert die archiv-webseite noch so gut, dass sogar das goodreads-widget, dass ich vor vielen jahren mal eingerichtet habe, noch funktioniert und die bücher anzeigt, die ich bei goodreads als „currently reading“ angegeben habe.
aber auch die likes, reposts und shares von damals werden noch einwandfrei angezeigt.

das erinnert mich daran — mit ein bisschen wehmut — welche resonanz-maschinen twitter und facebook noch vor 10 jahren waren und das meine mutter schon vor > 10 jahren mein gedöns beständig likte, damals auf facebook.
jedenfalls steckt hinter dem docker container auf dem das wirres.net-archiv steckt ein php74-7.4.2 und ein mariadb-10.6.21 image, sowie ein selbstsigniertes zertifikat und auf meinem laptop ein /etc/hosts eintrag. das ist nur so mittel-elegant, aber funktioniert für meine ansprüche, weil mein anspruch eigentlich lediglich ist, archiv.wirres.net jederzeit auf meinem laptop aufrufen zu können um gegebenenfalls irgenwas zu vergleichen oder zu prüfen, was bei der kirby-migration vielleicht nicht geklappt hat.
wobei wir bei meinem heise-abo angekommen sind. gestern habe ich seit langem mal wieder heise.de aufgerufen. mir fiel zuerst auf, dass ich das schon seit wochen oder gar monaten nicht mehr gemacht hatte. und die beiden einzigen artikel die mich ein bisschen interessieren waren: „HTTPS im Heimnetz: So sichern Sie lokale Dienste ab“ und „So machen Sie den Gaszähler smart: Home Assistant und ein 17-Euro-Sensor genügen“.
mir fiel also auf, dass ich auf heise.de entweder gar nicht mehr lese oder dort nur sachen finde, auf die ich schon vor ein paar jahren oder monaten selbst gekommen bin oder gemacht habe. zugegeben, der artikel über https im heimnetz erinnerte mich daran, dass meine lösung alles andere als elegant ist und das ich das mit caddy, pihole und lets encrypt zwei bis drei ticken besser machen könnte. aber diese inspiration wäre mir in den nächsten wochen wohl auch auf die eine oder andere art über den weg gelaufen. vor allem fiel mir auf: wenn ich mein wirres.net-archiv auf caddy und lets encrypt umstellen würde, dann würde ich es nicht mit hilfe des heise.de-artikels machen, sondern mit einem meiner codinghelfer auf basis eines LLMs oder mit in netz zusammengesuchten tutorials oder youtube-anleitungen.
der heise verlag und ich haben seit 20 oder 30 jahren ein verhältnis, das zumindest auf meiner seite meistens von respekt und einer gewissen bewunderung geprägt war. aber jetzt stehe sitze ich hier und bilde mir ein, dieser beziehung entwachsen zu sein. ich glaube, dass heise mir nichts oder wenig bieten kann, dass ich nicht auch anderswo im internet finde oder zum teil sogar selbst besser kann oder weiss.
deshalb habe ich das heise+ abo heute zumindest mit einem leicht weinenden auge gekündigt.
bloglog
manchmal, ganz selten, bin ich beeindruckt davon was man mit wordpress nativ alles zaubern kann. stefan grund und michael haben einen schönen trick gefunden, mit dem man einen eigenen beitrag schreiben kann, der sich dann durch eine verknüpfung automatisch als nachtrag unter einen älteren beitrag klemmt. vor ein paar jahren hab ich das zum ersten mal bei kottke gesehen. allerdings hab ich das bei kottke schon länger nicht mehr gesehen und ich glaube, dass er meistens updates inline postet, also einfach den beitrag mit einem update-absatz ergänzt.

ich war kurz versucht das feature nachzubauen, hielt dann aber inne. denn ein paar tage vorher hatte ich die idee ein log fürs blog zu bauen. die idee kam mir, weil ich, seit das drücken der poo-endmarke in artikeln nicht nur herzen versprüht, sondern auch ein geräusch in meinem zimmer macht, nie wusste wo denn nun jemand die kacke gedrückt hat. von home assistant kenne ich das aktivitätslog, mit dem man die letzten ereignisse und zustände von geräten und sensoren nachverfolgen kann. warum nicht auch ein logbuch für ein weblog?
technisch ist das unkompliziert: so wie ein drücken des kackicons unter beiträgen einen webhook auslöst um den tusch bei mir im zimmer abzuspielen, kann es auch einen eintrag in einer json-datei anlegen. auch alle anderen ereignisse in kirby haben hooks die — wenn man das will — in ein separates log schreiben können.
ich erfasse erstmal nur die shitvotes, neue beiträge, änderungen an bestehenden beiträgen (leicht dedupliziert) und isso-kommentare.

so sieht das globale bloglog dann aus: /bloglog
auf der rückseite steht eine verkürzte version des bloglogs. einzelne artikel-logs hab ich noch nicht umgesetzt, aber die kommen dann in die beilage, in der man dann die änderungshistorie und ereignisse rund um einzelne beiträge ablesen kann. damit bleibe ich erstmal bei inline-nachträgen in beiträgen.
nachtrag 10.10.2026:
beitrags-logs werden jetzt auch in der beilage angezeigt.
diese fishing mail hat zumindest für ein paar sekunden meine aufmerksamkeit eingefangen. layout, wortwahl und vor allem timing sind fast perfekt. mich freut das ja einerseits, wenn sich menschen mühe geben oder ihre KI zur sorgfalt anhalten, aber andererseits würde ich mir mehr sorgfalt meines spamfilters wünschen.
homepod „ghost touch symptom“ gelöst

weiter gehts mit dem thema automatische wohnung und sprachassistenten.
vor drei monaten fing mein homepod damit an ständig musik abzuspielen. eine kurze recherche zeigte, dass das ein ziemlich weit verbreitetes phänomen ist und mit einem defekten touch sensor an der oberseite des homepods zusammenhängt. ein möglicher fix ist das kabel des touchsensors einfach auszustöpseln. dafür muss man den homepod aber auseinanderbauen. in diesem video sieht das relativ kompliziert aus. weil der homepod sich heute nacht aber überlegt hatte, die signale des defekten touchsensors als aufforderung zu einem factory-reset zu interpretieren und das laut herauszuplärren, wachte ich heute nacht auf. der homepod befand sich quasi in einem werkseinstellungs-reset-loop und schrie: „keep pressing until you hear three beeps to reset your homepod“. nach dem reset gings wieder los.
also homepod ausgestöpselt und wieder ins bett gegangen. mit dem ausgestöpselten homepod merkte ich, dass ich den homepod keineswegs nur zur gelegentlichen zeitansage nutze, sondern vor allem als homekit zentrale und thread-border-router. da hängen also ein paar geräte dran und unsere homekit-secure-video-kameras.
heute früh nach dem morgenspaziergang hab ich dann aufs frühstück verzichtet und das ding auseinandergebaut. das ging erstaunlich einfach und viel unkomplizierter als im video. nach 20 minuten war die operation abgeschlossen.
nach dem lösen des kabels für den touch senor sah ich ich, dass man den ganzen sensor entfernen kann. das hat den vorteil dass das kabel keinen unfug auf der platine anrichten kann.
zuerst hatte ich überlegt den homepod ohne den stoff-überzug weiter zu benutzen. aber am oberen ende der schale war der stoff eingeklebt, also sieht der homepod nach der operation wieder genauso wie vorher aus.
jetzt wo ich gerade den homepod und amazon echo dot nebeneinander stehen habe zeigt sich auch, wie viel besser töne klingen die der homepod abspielt. auch wenn das engineering des touchsensors offenbar schrott ist, das akkustikdesign des homepods ist überragend.
nachtrag:
da sich der homepod ja in der nacht auf den auslieferungszustand zurückgesetzt hat, war ich gespannt was nach der neueinrichtung passieren würde. tatsächlich war ich positiv überrascht, weil er sich selbst wieder exakt so einrichtete wie er vorher war. meine matter over thread geräte akzeptieren den neuen homepod und homekit secure video und alles in homekit funktionierte exakt wie vorher.
willkommen zuhause, echo dot

tl;dr: ein amazon echo dot der zweiten generation lässt sich auch als esphome-voice satellit nutzen. ganz ohne internet, cloud oder amazon.
vor fast 10 jahren hab ich mir bei amazon einen echo dot gekauft. für ein paar jahre hatte ich spass damit, vor acht jahren zog dann ivanka bei uns ein. leider konnten wir ivanka nicht ivanka nennen, weil die wake-word-erkennung mit ivanka nie richtig funktionierte. deshalb nannten wir sie am anfang weiter alexa und später dann snips. snips war ein (quasi) open source projekt mit dem man sich einen lokalen, also nicht in der cloud laufenden, sprachassistenten selbst bauen konnte. der lokale teil war vorteilhaft, weil wir ivanka einfach weiterverwenden konnten, als sonos vor sieben jahren snips aufkaufte und dann im folgenden jahr abwickelte. snips funktionierte monatelang weiter, das blöde war, ohne die snips-infrastruktur könnte man nichts mehr am setup und den spracheinstellungen ändern.
in den folgenden jahren hab ich ivanka dann trotzdem mit verschiedenen unterbauten zuhause weiterbetreiben können. für ein paar jahre mit rhasspy und seit ein paar jahren geht das alles auch mit homeassistant alleine, auch weil der maintainer von rhasspy, michael hansen ins team home assistant wechselte.
jedenfalls hab ich den amazon echo dot nach der dekommisionierung nicht weggeschmissen, weil: man weiss ja nie. letzte woche hab ich mitbekommen, dass es ein projekt gibt, mit dem man echo dots der dritten und zweiten generation rooten und mit neuer firmware bespielen kann. den echo dot der zweiten generation, den wir haben, sogar ohne löten, nur mit einem micro-usb kabel an einer linux kiste.

das hab ich jetzt gemacht und damit ist ein traum in erfüllung gegangen: die ziemlich guten mikrofone, der okaye lautsprecher und das überragende gut trainierte wake-word „alexa“ kann ich jetzt ohne amazon komplett in home assistant benutzen. damit reiht er sich in die reihe meiner früher benutzten raspberry pis und jetzt genutzten home assistant voice pe voice satellites ein und lässt sich alles sagen, was ich mir in den letzten jahren ausgedacht habe. zum beispiel: „airfryer für 20 minuten einschalten.“ er funktioniert als mediaplayer, also home-assistant lautsprecher und auch weiterhin als bluetooth-lausprecher, wenn mans braucht.
das ganze funktioniert mit einer firmware die sich als esphome ausgibt, bzw. mit der esphome-api mit home assistant verbindet. mit den home assistant voice pe funktioniert das erfahrungsgemäss sehr stabil, mal sxhauen wie stabil die firmware auf dem echo dot läuft, ich gehe aber davon aus, dass das mindestens so gut funktioniert wie mit dem ha voice pe (der immerhin um die 60 € kostet).
das einspielen der firmware von echo-dot-assist sollte theoretisch ganz einfach gehen: repo clonen und scripts/setup.sh ausführen. nach dem rooten und dem vermeintlichen einspielen der neuen firmware oder firmware-ergänzung blieb die aber hängen und ich musste mich von chatGPT durch ein debugging und einen fix führen lassen. im prinzip war das aber reasonably einfach — und vor allem ohne löten oder adapter.
nach solchen erlebnissen wird es mir künftig noch schwerer fallen alte geräte wegzuschmeissen.
Turn Amazon Echos (Echo Dot 3, Echo Dot 2, Echo 2) into local Home Assistant voice satellites. Keeps Amazon's mic processing and wake word engine, replaces Alexa with a small C daemon speaking ESPHome or Wyoming. Multiroom music via Music Assistant, Bluetooth speaker and proxy, no cloud.


























