ch­an­ge­log 03.09.2026

felix schwenzel in über wirres

ich habe schon lan­ge nicht mehr do­ku­men­tiert was ich hier im ma­schi­nen­raum ge­trie­ben habe.

was ich schon lan­ge mit mir rum­ge­tra­gen habe und jetzt, nach ei­ner in­spi­ra­ti­on von rast und rost, end­lich so um­ge­setzt habe, dass es mich er­freut: samm­lun­gen.

ei­gent­lich hab ich das jetzt schon ein paar wo­chen, aber die re­zi­pro­ki­tät hab ich erst in den letz­ten ta­gen um­ge­setzt. ein ar­ti­kel, der sich in ei­ner samm­lung be­fin­det, zeigt das un­ter der über­schrift mit ei­nem hin­weis und link auf die samm­lungs­sei­te an. das ist zwar schon re­zi­prok, aber auch sehr sub­til. we­ni­ger sub­til ist (jetzt neu) eine lis­te der gan­zen samm­lung un­ter al­len ar­ti­keln ei­ner samm­lung. so sieht das zum bei­spiel un­ter dem chi­li con car­ne re­zept aus:

das ist die re­zept­samm­lung und das die über­sicht mei­ner bis­he­ri­gen samm­lun­gen.


bei kott­ke.org hab ich den fi­xen „via“-link ge­klaut. ein via kann ich na­tür­lich auch wie in den letz­ten 30 jah­ren im fliess­text set­zen, aber so for­ma­li­si­ert, mit ei­nem feld im ba­ckend fin­de ich das auch sehr gut, ge­ra­de zum bei­spiel für kur­ze emp­feh­lun­gen, zu de­nen ich gar nicht viel schrei­be (bei­spiel).


ich kann jetzt aus dem ba­ckend fo­tos zu in­sta­gram und grain schi­cken. grain ist ei­ner der we­ni­gen AT­mo­sphe­re diens­te die nicht schnarch­lang­sam sind und mir im­mer noch sehr gut ge­fal­len. grain ist wie in­sta­gram frü­her war.


ne­ben fett, kur­siv oder durch­ge­stri­chen, kann ich jetzt auch text high­ligh­ten.


und na­tür­lich der aus mei­ner pri­mä­ren blogrol­le ge­ne­rier­ten rea­der. ich be­ob­ach­te mich da­bei, wie ich den rea­der ziem­lich oft nut­ze, ob­wohl die feeds auch alle in mei­nem re­gu­lä­ren feed­rea­der sind. aber es ist schön mal schnell nach­zu­se­hen, ob in den blogs, die ich ger­ne lese, was neu­es steht. und so zwin­ge ich mich auch, öf­ter mal die web­sei­ten zu be­su­chen, als nur im­mer al­les in mei­nem feed­rea­der zu le­sen.

was ich auch toll fin­de, dass die blogrol­len jetzt nach letz­ter ak­ti­vi­tät sor­tiert sind. al­pha­be­tisch oder nach prä­fe­renz sor­tie­ren ist so un­ge­recht. aber die sor­tie­rung ih­rer nach­bar­schaft nach be­zeich­nungs­län­ge von frau klug­sch­eis­ser ge­fällt mir auch sehr.


selbst­or­ga­ni­sie­ren­de so­zia­le netz­wer­ke

felix schwenzel in artikel

OPML logo

tech­nisch ge­se­hen wa­ren es drei din­ge die an­fang der zwei­tau­sen­der­jah­re für das blog­dings ent­sch­ei­dend wich­tig wa­ren: der per­ma­links, RSS und blogrol­len. man konn­te, da­mals wie heu­te, ein­fach auf ei­ner hand­ge­klöp­pel­ten web­sei­te in in­ter­net schrei­ben, aber mit den an­fang der 2000er auf­kom­men­den con­tent ma­nag­ments­ste­men wie word­press (oder sei­nem vor­gän­ger b2), mit mo­va­ble type oder text­pat­tern, wur­de das gan­ze et­was ein­fa­cher und man konn­te bei­trä­ge ein­fach mit per­ma­nen­ten links ver­öf­fent­li­chen, die dann auch noch au­to­ma­tisch in ein ar­chiv ein­ge­ord­net wur­den oder sich ver­schlag­wor­ten lies­sen. man konn­te sich da­mit aufs schrei­ben kon­zen­trie­ren, der or­ga­ni­sa­to­ri­sche kram liess sich weit­ge­hend au­to­ma­ti­sie­ren.

anke grö­ners blog hat­te le­gen­dä­rer­wei­se bis ende 2004 kei­ne per­ma­links (so sah das aus). als sie das im no­vem­ber 2004 um­bau­te, freu­te ich mich, weil man dann end­lich ein­zel­ne bei­trä­ge von anke ver­lin­ken und sich dar­auf be­zie­hen konn­te. mit per­ma­links konn­te man ein­zel­ne bei­trä­ge emp­feh­len, kom­men­tie­ren oder er­gän­zen. als le­ser konn­te man sich so von bei­trag zu bei­trag und von blog zu blog han­geln. und wenn ei­nem ein bei­trag ge­fiel, abon­nier­te man das blog in sei­nem RSS-rea­der. se­ren­ti­pi­tät nann­te man das da­mals auch.

wei­te­ren stoff für den RSS-rea­der fand man in den sei­ten­leis­ten von blogs. lis­ten mit blogs, die der au­tor oder die au­torin des blogs emp­fahl oder selbst ger­ne las. die­se blogrol­len, die se­ren­ti­pi­tät, das von ei­ner emp­feh­lung zur nächs­ten hüp­fen und die abon­nier­bar­keit von blogs reich­ten aus, um aus web­sei­ten ein so­zia­les netz zu ma­chen. man las sich und lern­te an­de­re zu­erst durch das ge­schrie­be­ne wort und spä­ter auch durch durch tref­fen in der fleischwelt ken­nen, 2005 zum bei­spiel, auf der blog­mich-par­ty oder 2007 auf der ers­ten re­pu­bli­ca.

aber blogs wa­ren nicht der ein­zi­ge weg so­zia­le net­ze im web auf­zu­span­nen. fo­ren funk­tio­nier­ten un­ter um­stän­den ge­nau­so. le­gen­där ist da zum bei­spiel das höf­li­che pa­pa­raz­zi-fo­rum, bei dem es auch hier und da über­schnei­dun­gen zur blog-sphä­re gab. in der zeit zwi­schen un­ge­fähr 2001 und 2007 ka­men vie­le din­ge zu­sam­men, die das in­ter­net zu ei­nem ort der so­zia­len ver­net­zung mach­ten. die tech­nik, wie frei ver­füg­ba­re con­tent ma­nag­ment sys­te­me oder ge­hos­te­te blog­di­ens­te wie ant­ville, blog­ger.com und spä­ter blog­ger.de, die ins in­ter­net schrei­ben für vie­le ein­fach(er) mach­ten. per­ma­links und blogrol­len, die quer­ver­wei­se, ver­bin­dun­gen und emp­feh­lungs­pipe­li­nes zum ent­lang­sur­fen bil­de­ten und spä­ter von blog- und tag-such­di­ens­ten wie tech­no­ra­ti ver­stärkt wur­den, mit de­nen dann blogs mit da­mals ziem­lich off­nen platt­for­men wie del.icio.us ode flickr ver­zahnt wer­den konn­ten.

blog­ger­tref­fen wie die blog­mich-par­ty oder die fu­tu­ra-bold-ver­an­stal­tun­gen von spree­blick (und ab 2007 die re­pu­bli­ca), stärk­ten die­se bin­dun­gen zwi­schen leu­ten, die sa­chen im in­ter­net mach­ten (und in ber­lin wohn­ten), dann wei­ter.

der witz war da­mals, dass das al­les selbst­or­ga­ni­sie­rend war. mit ein paar, auf den ers­ten blick ob­sku­ren und un­ver­ständ­li­chen tech­no­lo­gien wie per­ma­links, RSS/XML, link­lis­ten/blogrolls, tags/schlag­wor­ten und ge­le­gent­li­chen ver­an­stal­tun­gen, bil­de­ten sich ech­te, dau­er­haf­te so­zia­le be­zie­hun­gen. auf­kom­men­de platt­for­men un­ter­stütz­ten das und ver­stärk­ten die­se netz­werk­ef­fek­te. ich glau­be ein wei­te­rer mei­len­stein war 2005 der goog­le rea­der. er mach­te es noch­mal ein­fa­cher blogs, über die man stol­per­te oder die man moch­te, zu ver­fol­gen. tech­no­ra­ti half bei­trä­ge und blogs über the­men zu fin­den.

aber der kern des gan­zen wa­ren emp­feh­lun­gen. wenn ich A mag und A mir B emp­fiehlt, kann ich da­von aus­ge­hen, das ich B auch mag. und weil links zu an­de­ren blogs oft in text­wüs­ten ver­bor­gen blie­ben, wa­ren blogrol­len so­zu­sa­gen der schnell­zu­gang zu die­sen emp­feh­lun­gen.

aus ei­ner for­schungs­ar­beit zu den „prak­ti­ken des blog­gens“ von jan schmidt von 2005:

Die „Blogroll“ ent­hält Ver­wei­se auf an­de­re Web­logs, meist als Le­se­emp­feh­lun­gen oder Lis­ten be­freun­de­ter oder re­gel­mä­ßig ge­le­se­ner Au­toren. Da die Blogroll in der Re­gel per­ma­nent auf der Start­sei­te ei­nes Web­logs sicht­bar ist, be­sit­zen die­se Re­la­tio­nen ei­nen stär­ke­ren Stel­len­wert ge­gen­über den ver­gleichs­wei­se flüch­ti­gen Ver­wei­sen in Ein­zel­bei­trä­gen, die nach ei­ner ge­wis­sen Zeit von der Start­sei­te ver­schwin­den und nur noch im Ar­chiv auf­zu­fin­den sind

dar­über schrieb 2024 auch ro­bert alex­an­der:

Sin­ce the ear­liest blogs were pu­blished, blogrolls hel­ped rea­ders dis­co­ver new blogs. Each blog­ger could pro­mo­te the blogs they fol­low by lis­ting them so­me­whe­re on their site (their blogroll). Rea­ders could dis­co­ver the­se sug­ges­ti­ons as they brow­sed, hel­ping them ex­plo­re the blogos­phe­re. A blogroll could be as simp­le as a list of hy­per­links, alt­hough re­cent too­ling has be­co­me more ad­van­ced.

und die­ses „more ad­van­ced re­cent too­ling“ ist ge­nau das, was ich ge­ra­de sehr span­nend fin­de. so wie es da­mals, an­fang der 2000er eine gros­se er­leich­te­rung war, dass con­tent ma­nag­ment sys­te­me die tex­te, die ich ins in­ter­net schrei­ben woll­te, au­to­ma­tisch in ar­chi­vier­ba­re, per­ma­nent­ver­link­te ein­zel­bei­trä­ge ar­ran­gie­ren konn­ten und ich bei ei­ner ak­tua­li­sie­rung nicht al­les neu in html stri­cken muss­te, gibt es jetzt tools die mir die pfle­ge, das an­zei­gen und die por­ta­bi­li­tät mei­ner le­se­emp­feh­lun­gen er­leich­tern.

frank west­pfahl von riv­va stiess uns/mich vor ein paar wo­chen auf die neu­en mög­lich­kei­ten für so­was, als er auf das (word­press) blogroll-plug­in von mat­thi­as pfef­fer­le hin­wies.

A blogroll is a list of the sites you read, put on your own site so other peo­p­le can find them. This plug­in adds one block for that. You coll­ect the links, the block ren­ders them on your page, and vi­si­tors can take the who­le list with them into their feed rea­der.

also mit an­de­ren wor­ten: so wie bis­her ein­fach eine lis­te mit emp­feh­lun­gen an­le­gen, nur dass die lis­te zu­sätz­lich noch et­was an­ge­rei­chert wird mit ei­nem icon, links zum feed und das gan­ze von an­de­ren (mit ein biss­chen RSS/OPML/XML-ma­gie) ein­fach in ih­ren RSS-rea­der mit­ge­nom­men wer­den kann. ich hab das schnell nach­ge­baut für mein kir­by und spie­le seit­dem be­geis­tert da­mit rum.

durch den ar­ti­kel von ro­bert alex­an­der hab ich dann ge­se­hen, dass die grund­idee vom glei­chen men­schen, wie die grund­idee von RSS (und pod­casts) kam: dave wi­ner hat das vor­ge­schla­gen und sein dienst feed­land macht das schon ei­nen gan­ze wei­le so: man kann sich dort an­mel­den und ent­we­der eine ei­ge­ne lis­te von blogs an­le­gen die man ger­ne liest, die lis­te aus sei­nem feed­rea­der im­por­tie­ren oder aus den blogrolls von an­de­ren ko­pie­ren.

ich hab das ges­tern mal aus­pro­biert: mei­ne star­ter­pack blogrol­le im­por­tiert er­gibt das glei­che in grün auf feed­land: eine lis­te von blogs die ich emp­feh­le oder eine lis­te der bei­trä­ge der blogs die ich selbst sehr ger­ne lese (feed­land / wir­res.net).

der vor­teil von die­ser for­ma­li­sier­ten, struk­tu­rier­ten oder eben ma­schi­nen­les­ba­ren lis­te ist, dass leich­ter zu pfle­gen ist und ich selbst und an­de­re auch gleich se­hen kön­nen, was aus den abos raus­kommt. ich sehe also, wenn ich will, nicht nur eine emp­feh­lungs­lis­te, son­dern auch gleich was drin­steckt, um­ge­kehrt chro­no­lo­gisch ge­ord­net.

seit kur­zem geht das auch mit fol­low.riv­va.de (wenn man riv­va un­ter­stützt).

die qua­li­tät oder der nut­zen eine blogrol­le hängt na­tür­lich nicht an der ma­schi­nen­les­bar­keit, aber die­se ma­schi­nen­les­bar­keit und por­ta­bi­li­tät öff­net vie­le neue, wie ich fin­de, span­nen­de mög­lich­kei­ten.

man könn­te vi­sua­li­sie­ren, wie blogs zu­sam­men­hän­gen, man könn­te feeds abon­nie­ren, die ei­nem nicht nur neue bei­trä­ge in den feed­rea­der spü­len, son­dern auch neue blog­emp­feh­lun­gen. oder man könn­te the­ma­ti­sche blogrol­len-pa­ke­te schnü­ren. oder sei­nen feed­rea­der zum bers­ten fül­len.

aber das ent­sch­ei­dens­te ist, blogrol­len könn­ten ge­nau­so wie gute blogs funk­tio­nie­ren die man ger­ne liest: sie kön­nen über­ra­schen, er­freu­en, nach­denk­lich ma­chen, ei­nem frem­de wel­ten er­schlies­sen und wei­ter­emp­foh­len wer­den.


auch le­sens­wert:


chi­li con ja­mie

felix schwenzel in rezepte, teil der sammlung: meine besten rezepte

die­ses chi­li con car­ne re­zept habe ich ur­sprüng­lich von ja­mie oli­vers web­sei­te, hier mei­ne va­ri­an­te. das re­zept ge­hört seit min­des­tens 11 jah­ren zu un­se­ren all­tags­spei­sen. es funk­tio­niert mit „ech­tem“ hack­fleisch ge­nau­so gut, wie mit hack­fleisch-er­satz (fake-hack).

das gute alte chili con carne

das chili lässt sich wirklich einfach und schnell zu­be­rei­ten. hack anbraten, etwas gemüse schnip­peln und anbraten und ein paar dosen öffnen, alles zusammen ne stunde (oder kürzer) schmoren fertig. den zimt bemerkt man, aber das ganze hat nix weih­nacht­li­ches.

das gute alte chili con carne

zutaten

  • 2 zwiebeln
  • 2 knoblauchzehen
  • 2 möhren
  • 2 stangen sellerie
  • 2 rote paprika
  • olivenöl
  • 1 tl gemahlene chilischoten (oder 1 el sambal olek)
  • 1 tl gemahlener kreuzkümmel
  • 1 tl gemahlener zimt
  • salz und frisch gemahlener schwarzer pfeffer
  • 1 dose (400 g) kichererbsen
  • 1 dose (400 g) kidneybohnen
  • 2 dosen (je 400 g) gehackte tomaten
  • 500 g hackfleisch
  • 1 bund koriandergrün
  • 2 el balsamico-essig
  • 500 g naturjoghurt

ergibt: 6 portionen

zubereitung

  1. ab­wei­chend zum ori­gi­nal­re­zept brate ich das hack­fleisch erst krümelig an. im ori­gi­nal­re­zept steht, dass man das fleisch erst hin­zu­fü­gen soll, wenn das ganze gemüse und die do­sen­to­ma­ten schon im topf sind. mit fleisch geht das, mit hack­flei­scher­satz schmeckts scheuss­lich. also: hack erst kräftig in öl anbraten und zur seite stellen.

  2. die zwiebeln, knoblauch und möhren schälen und fein würfeln, pa­pri­ka­scho­ten und sellerie (lasse ich in der regel weg) auch würfeln. das gemüse in öl anbraten, später mit dem ca­yenne­pfef­fer, dem kreuz­küm­mel, dem zimt, salz und pfeffer würzen.

    statt der ge­mah­le­nen chi­li­scho­ten („ca­yenne­pfef­fer“), nehm ich immer nen löffel sambal olek.

  3. das gemüse ca. 7 minuten braten, re­gel­mäs­sig umrühren, bis es weich ist und etwas farbe an­ge­nom­men hat. ki­cher­erb­sen, kid­ney­boh­nen vom schlei­mi­gen dosensaft unter flies­sen­dem wasser befreien und mit den do­sen­to­ma­ten zum an­ge­bra­te­nen gemüse geben. das hack­fleisch dazugeben. eine der leeren to­ma­ten­do­sen mit wasser füllen und das wasser auch dazugeben.

  4. die ko­ri­an­der­blät­ter abzupfen und zur seite legen. die stiele waschen und fein hacken und unter das chili rühren. mit dem balsamico-essig und einer kräftige prise salz und pfeffer würzen.

    alles aufkochen, die tem­pe­ra­tur run­ter­schal­ten und mit schräg auf­ge­leg­tem deckel 1 stunde köcheln lassen. ge­le­gent­lich umrühren.

  5. wer will kann dazu reis servieren, aber pur, mit etwas joghurt, schmeckts auch.


wtf ist in­tel­li­genz?

felix schwenzel in artikel

nico:

Mir geht es um die Lüge von der In­tel­li­genz. Gut ra­ten, wel­ches Wort als nächs­tes in ei­nen Satz ge­hört scheint zu rei­chen, um das aus­zu­üben, was ich mir mehr oder we­ni­ger au­to­di­dak­tisch als Be­ruf bei­ge­bracht habe, das über­rascht mich jetzt nicht mal wirk­lich. Aber das ist kei­ne In­tel­li­genz.

Das wäre kein Pro­blem, wenn die­ser Irr­glau­be, wir hät­ten es hier mit In­tel­li­genz zu tun, nicht ge­ra­de dazu füh­ren wür­de, das al­les wa[s] wirk­li­che In­tel­li­genz aus­macht, ab­ge­wer­tet wird.

nico re­det hier — na­tür­lich — über so­ge­nann­te künst­li­che In­tel­li­genz, KIs, LLMs.

das lese ich seit vie­len jah­ren im­mer wie­der, all­über­all, die be­to­nung, dass das was LLMs, oder die lar­ge lan­guage mo­dels, die wir in der all­tags­spra­che meist als künst­li­che in­tel­li­gen­zen be­zeich­nen, eben kei­ne in­tel­li­genz sind, son­dern nur din­ger die wor­te an­ein­an­der rei­hen die ir­gend­wel­che wahr­schein­lich­kei­ten er­fül­len, also im prin­zip nur au­to­ver­voll­stän­di­ger sind.

cory doc­to­row:

AI isn’t “ar­ti­fi­ci­al” and it’s not “in­tel­li­gent.” “Ma­chi­ne lear­ning” does­n't learn. On this week’s Trash­fu­ture pod­cast, they made an ex­cel­lent (and pro­fa­ne and hi­la­rious) case that ChatGPT is best un­ders­tood as a so­phis­ti­ca­ted form of au­to­com­ple­te – not our new ro­bot over­lord.

ich bin kein phi­lo­soph und nicht be­son­ders gut im tie­fen nach­den­ken, wes­halb ich mich hüte sol­chen be­haup­tun­gen zu wi­der­spre­chen. was mir aber fehlt, ist eine de­fi­ni­ti­on was in­tel­li­genz denn nun ei­gent­lich ist. was macht „wirk­li­che In­tel­li­genz“ aus?

die bes­te ar­beits­hy­po­the­se dazu hat mir ho­imar von dit­furth von 40 jah­ren in den kopf ge­setzt. re­leativ weit vor­ne in sei­nem buch „im an­fang war der was­ser­stoff“ schreibt er:

[…] Geist und Ver­stand [sind] of­fen­sicht­lich nicht erst mit uns Men­schen in die­se Welt hin­ein­ge­kom­men […]. Die­se Ein­sicht ist, wie mir scheint, eine der wich­tigs­ten Leh­ren, die wir aus den Er­geb­nis­sen der mo­der­nen Na­tur­wis­sen­schaft zie­hen kön­nen. Ziel­stre­big­keit und An­pas­sung, Ler­nen und Pro­bie­ren, den schöp­fe­ri­schen Ein­fall eben­so wie Ge­dächt­nis und Phan­ta­sie, das al­les gab es, wie ich in die­sem Buch im ein­zel­nen zu zei­gen ver­su­chen wer­de, schon lan­ge, be­vor es Ge­hir­ne gab. Wir müs­sen um­ler­nen: In­tel­li­genz gibt es nicht des­halb, weil die Na­tur es fer­tig­brach­te, Ge­hir­ne zu ent­wi­ckeln, die das Phä­no­men »In­tel­li­genz« am Ende ei­ner lan­gen Ent­wick­lungs­rei­he schließ­lich er­mög­licht hät­ten.
[…]
Die Na­tur hat nur des­halb nicht bloß Le­ben, son­dern schließ­lich auch Ge­hir­ne und zu­letzt un­ser mensch­li­ches Be­wußt­sein her­vor­brin­gen kön­nen, weil es Geist, Phan­ta­sie und Ziel­stre­big­keit in die­ser Welt schon im­mer ge­ge­ben hat, vom ers­ten Au­gen­blick ih­res Be­stehens an.

sein ar­gu­ment ist, grob ver­kürzt, dass die evo­lu­ti­on, die na­tur, leis­tun­gen pro­du­ziert, die im prin­zip wie in­tel­li­gen­tes pro­blem­lö­sen aus­se­hen — ohne ein pla­nen­des sub­jekt. bei­spie­le die er nennt sind tar­nung, evo­lu­tio­nä­re an­pas­sungs­fä­hig­keit oder an­ti­bio­ti­ka­re­si­tenz. ein­fa­che re­geln in kom­ple­xen sys­te­men, wie bei bie­nen- oder amei­sen­völ­kern, mu­ta­ti­on und se­lek­ti­on er­we­cken „den Ein­druck von Lern­fä­hig­keit und in­tel­li­gen­tem Ver­hal­ten“.

Klam­mert man sich nicht mehr dar­an, daß eine in­tel­li­gen­te Re­ak­ti­on nur dann in­tel­li­gent ge­nannt wer­den darf, wenn es die Re­ak­ti­on ei­nes In­di­vi­du­ums ist, nicht da­ge­gen, wenn es sich um die Re­ak­ti­on ei­ner Art han­delt, dann be­stehen kei­ne Schwie­rig­kei­ten, sich die iso­lier­te Ent­ste­hung ein­zel­ner Leis­tun­gen vor­zu­stel­len, die in ih­rer Ge­samt­heit dann an ei­nem sehr viel spä­te­ren Punkt der Ent­wick­lung, durch in­di­vi­du­el­le Ge­hir­ne zu­sam­men­ge­faßt, den Be­ginn der »psy­chi­schen« Ent­wick­lungs­stu­fe mar­kie­ren.

Hier zeich­net sich folg­lich die Mög­lich­keit ab, das Ge­hirn zu be­grei­fen als ein Or­gan, des­sen ei­gent­li­che Leis­tung un­ter ei­nem evo­lu­tio­nis­ti­schen Aspekt dar­in zu se­hen sein könn­te, daß es be­stimm­te Re­ak­ti­ons­mög­lich­kei­ten, die un­ab­hän­gig von­ein­an­der ent­stan­den sind und fer­tig vor­lie­gen, zu ei­nem ge­schlos­se­nen, in­di­vi­du­el­len Ver­hal­tens­re­per­toire in­te­griert.

platt ge­sagt, habe ich ho­imar von dit­furth da­mals wie heu­te so ver­stan­den, dass der geist, die fä­hig­keit zur in­tel­li­gen­ten re­ak­tio­nen auf die welt, ein­fach da ist, im uni­ver­sum oder den na­tur­ge­set­zen steckt und sich im Lau­fe der evo­lu­ti­on in im­mer kom­ple­xe­ren for­men und ir­gend­wie, ir­gend­wann auch in un­se­ren ge­hir­nen ma­ni­fes­tie­ren konn­te.

ho­imar von dit­furth kann man zum glück nicht nach­sa­gen, er sei dem hype auf­ge­ses­sen oder an­thro­mor­phi­sie­re das uni­ver­sum. im ge­gen­teil, er er­mahn­te uns be­reits 1972 dazu, in­tel­li­genz nicht zu ei­ner ex­klu­siv mensch­li­chen fä­hig­keit zu ma­chen und ihre exis­tenz nicht an ge­hir­ne oder ein in­di­vi­du­el­les be­wusst­sein zu knüp­fen.

oder kurz ge­sagt: sät­ze wie

das ist kei­ne In­tel­li­genz

oder

AI is […] not “in­tel­li­gent.”

schei­nen mir ei­nen er­staun­lich ge­rin­gen er­kennt­nis­wert zu ha­ben, so­lan­ge un­ge­klärt ist, wtf in­tel­li­genz ei­gent­lich sein soll.


ein teller chili con carne nach jamie oliver.

heu­te wie­der mal chi­li con car­ne mit fake-hack ge­kocht. das ist sehr gut ge­wor­den und ich woll­te das re­zept auf­schrei­ben. vor­her die­se site ab­ge­sucht, ob ich das re­zept viel­leicht schon mal ge­pos­tet habe. so wie es aus­sieht hab ich das nicht. vor 11 jah­ren hab ich mal ein foto und ei­nen link zum ori­gi­nal­re­zept ge­pos­tet. das ori­gi­nal­re­zept ist mitt­ler­wei­le 404. das­nuf hat das re­zept ein paar mo­na­te spä­ter nach­ge­kocht). dass ich chi­li con ja­mie jetzt seit min­des­tens 11 jah­ren ko­che, über­rasch­te mich.

weil es auf der blog­ger-par­ty „blog­mich 2005“ auch chi­li con car­ne gab, hab ich aus­ser­dem die­sen bei­trag ge­fun­den, in dem ich bil­der der #blog­mich auf flickr ver­linkt habe — und die sind tat­säch­lich noch alle da (aus­ser mei­nen, weil ich spä­ter ir­gend­wann mein flickr-kon­to ge­löscht habe).

das re­zept schrei­be ich die tage mal auf weil es wirk­lich le­cker und un­fass­bar ein­fach her­zu­stel­len ist.

nach­trag: re­zept für chi­li con car­ne a la ja­mie oli­ver, funk­tio­niert mit hack­fleisch, aber auch ve­ga­nem hack.


mein äl­tes­ter blog­ar­ti­kel

felix schwenzel in notiert

via gigold.me

es wur­de die fra­ge ge­stellt:

Mei­ne äl­tes­ten Blog­ar­ti­kel – Was wür­de ich heu­te an­ders ma­chen?

ich habe schon vor die­sem ar­ti­kel ins in­ter­net ge­schrie­ben, aber das hier war der ers­te den ich vor 24 jah­ren mit ei­nem con­tent ma­nage­ment sys­tem ver­öf­fent­lich­te und der eine per­ma­nen­te url hat­te. im ar­chi­ve.org ist der ar­ti­kel in sei­ner da­ma­li­gen pracht zu se­hen. hier ist er ein­ge­bet­tet:

wurst­sa­lat und ein würscht­le für 3,33 euro. er­schüt­tern­de wor­te und zah­len.

am 15.04.2002 bei wal­lisch-bin­der ge­kauft, dem metz­ger der nie of­fen hat...

3,33 euro

ursprünglich veröffentlicht am 20.04.2002

an­ders ma­chen wür­de ich heu­te nicht viel. ei­gent­lich wür­de ich das heu­te ge­nau so ver­öf­fent­li­chen. al­ler­dings wür­de ich nicht 5 tage war­ten bis ich ei­nen lus­ti­gen kas­sen­zet­tel pos­te und ich wür­de auch kei­nen wurst­sa­lat mehr kau­fen, son­dern den sel­ber ma­chen.


samm­lung: schott­land­ur­laub som­mer 2015

felix schwenzel in sammlungen

im juli und au­gust 2015 wa­ren wir zum ers­ten mal in schott­land (2017 zum zwei­ten mal). da­mals habe ich sehr vie­le bil­der von der rei­se gein­sta­gr­amt. schon da­mals habe ich die in­sta­gram-bil­der per own­y­our­gram (RIP) auf wir­res.net ko­piert. al­ler­dings habe ich nie eine samm­lung der rei­se an­ge­fer­tigt, mit der man eine über­sicht über die rei­se be­kommt. das ist hier­mit nach­ge­holt. aus­ser­dem habe ich 2015 noch zwei ar­ti­kel über die rei­se ge­schrie­ben, ei­nen über schot­ti­schen whis­ky und ei­nen über das fal­kirk wheel.

eine kar­te, mit den or­ten der fo­tos gibts auch.

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ziemlich ge­schick­ter spin von cleo abram, um den hand­lungs­be­darf an­ge­sichts des kli­ma­wan­dels als möglich dar­zu­stel­len. der kontext in den sie das stellt sind zwei er­eig­nis­se:

  1. der ant­ark­tis­ver­trag (antarctic treaty) von 1959, der die fried­li­che nutzung der antarktis regelte
  2. das mont­rea­ler protokoll (Montreal Protocol) von 1987, das den welt­wei­ten verzicht aufs stoffe regelte, die zu einem abbau der ozon­schicht führen

in beiden fällen gab es eine globale einigkeit und zu­sam­men­ar­beit. warum sollten wir das nicht auch beim kli­ma­wan­del schaffen?


der soft­ware­ent­wick­ler ni­ki­ta pro­ko­pov war (2024) frus­triert von web­sei­ten mit ki­no­pro­gram­men und pro­gram­mier­te sich und al­len men­schen in deut­schen städ­ten schnell eine schlan­ke web­sei­te mit al­len ki­nos in deutsch­land und al­len fi­lem und al­len spiel­zei­ten. kei­ne wer­bung, kei­ne coo­kies, kein logo, kein fir­le­fanz, nur das pro­gramm in fil­ter­ba­ren ta­bel­len. hier das pro­gramm des city-ki­nos im wed­ding, für das ich noch ei­nen gut­schein habe, hier das pro­gramm des ci­ne­ma­xx am pots­da­mer platz.

ob­wohl sol­che spon­ta­nen ex­pe­ri­men­te ja oft bei schwin­den­dem in­ter­es­se der ent­wick­ler ver­wai­sen, al­le­ki­nos.de läuft auch nach 2 jah­ren noch.

ni­ki­ta pro­ko­pov:

In the be­gin­ning, I wan­ted a simp­le web­site that sol­ved my pro­blem. I wan­ted a web­site that I’d en­joy using.

Ma­gic things hap­pen when you trust your users and just show them ever­y­thing you’ve got.

screenshot von allekinos.de mit einer klickbaren liste von städtenamen und links auf „demnächst im kino“ und „alle filme“
screen­shot von al­le­ki­nos.de mit ei­ner klick­ba­ren lis­te von städ­te­na­men und links auf „dem­nächst im kino“ und „alle fil­me“


auf oh no hab ich schon mal vor ei­nem jahr hin­ge­wie­sen. heu­te beim durch­kli­cken mei­ner blogroll ge­se­hen, dass die sei­te wohl aus mei­nem RSS-rea­der ge­fal­len ist und wie­der hin­zu­ge­fügt. ich fin­de das sehr, sehr wit­zig.


man­che der wahl­pla­ka­te die mo­men­tan über­all in ber­lin rum­ste­hen oder hän­gen tref­fen ge­le­gent­lich ei­nen nerv bei mir. also in dem sinn, dass ich sie gut oder nicht dumm fin­de. die von der CDU sind meis­tens strunz­dumm und schei­nen von bil­li­gem po­pu­lis­mus ge­trie­ben. die von volt wir­ken nicht dumm, aber trotz­dem sehr un­sym­pa­thisch und selbst­ver­liebt.

an­de­rer­seits habe ich ein paar CDU-pla­ka­te ge­se­hen, die ich nicht dumm fand. wenn man ei­nen spit­zen­kan­di­da­ten hat, der aus­sieht wie ein 20-jäh­ri­ger stre­ber, ist es nicht dumm aus die­ser ver­meint­li­chen schwä­che, zu ver­su­chen eine stär­ke zu ma­chen: „ei­ner muss ver­nünf­tig sein

das hier von der SPD hat mir ge­fal­len, auch wenn zet­tel mit sol­chen fra­gen frü­her™ zwei käst­chen zum an­kreu­zen hat­ten: ja und nein.

zwei wahlplakate auf der grünen mittelinsel am ende der seestrasse.
SPD wahl­pla­kat von ste­fan krach mit dem slo­gan: „wollt ihr mit mir ge­hen?“

aber ich sehe nicht, wie mich wahl­pla­ka­te, egal ob sie mir ge­fal­len oder nicht, in mei­ner wahl be­ein­flus­sen sol­len. aus­ser, dass ihre prä­senz si­gnal­si­ert, dass bald eine wahl an­steht, ent­hal­ten sie kei­ne für mich ver­wert­ba­re in­for­ma­ti­on.


fdp wahlplakta zur abgeordnetenhauswahl in berlin 2026 mit einem bild von batuhan temiz und dem slogan: „aufstieg durch leistung“
FDP wahl­pla­kat von batu­han te­miz mit dem slo­gan: „auf­stieg durch leis­tung?“

ich ver­mu­te, wenn man sich als po­li­ti­ker zum mär­chen „der hase und der igel“ äus­sern müss­te1, dann wäre batu­han te­miz be­stimmt im fan-la­ger des ha­sen.


  1. ab­ge­se­hen da­von, schreck­li­ches mär­chen, miso­gyn und an­satz­wei­se xe­no­phob. oder an­ders ge­sagt: ich er­in­ne­re mich gar nicht dar­an, dass der igel so ein arsch­loch war und der an­ge­ber-stre­ber-hase im mär­chen bei­na­he sym­pa­thi­scher wirkt als der igel. ↑︎


bit­cam

felix schwenzel in bilder

1bit schwarzweiss-bild einer bierflache vor eine weissen wand.

schon ein biss­chen al­bern mit der ta­schen­rech­ner­ka­me­ra bil­der mit ei­nem bit und 252 × 189 pi­xeln auf­zu­neh­men. aber mit bit­cam geht das und ich fin­de das gut.


“no ai” is re­al­ly just in­vi­si­ble ai

felix schwenzel in artikel

jo­nas us­sing hat in den letz­ten zwei jah­ren sechs vi­de­os ver­öf­fent­licht, in de­nen er ge­gen den mar­ke­ting-my­thos der mo­der­nen film in­dus­trie ar­gu­men­tiert, dass fil­me ohne com­pu­ter ge­ne­rier­te ef­fek­te (CGI) et­was gu­tes sei­en. sein haupt­ar­gu­ment ist auch der ti­tel sei­ner rei­he:

“NO CGI” is re­al­ly just IN­VI­SI­BLE CGI
(play­list al­ler 6 vi­de­os)

fast im­mer wenn beim mar­ke­ting ei­nes film be­haup­tet wird, al­les sei echt, alle stunts und ef­fek­te sei­nen „prak­tisch“ (prac­ti­cal) ge­filmt und nicht am com­pu­ter ge­ne­riert, stimmt das im­mer nur so halb. stun­den­lang se­ziert jo­nas us­sing in sei­nen vi­de­os sol­che be­haup­tun­gen von prac­ti­cal ef­fects. ich habe die fil­me von jo­nas us­sing imemr wie­der hier emp­foh­len und tue das nach wie vor.

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ich habe mir den ti­tel von jo­nas us­sings vi­deo-rei­he mal ge­borgt, weil ich glau­be, dass bei „CGI“ und „AI“ oder „KI“ die glei­chen ef­fek­te wir­ken.

zum ei­nen wirkt mar­ke­ting nur, wenn es auf frucht­ba­ren bo­den fal­len kann. die be­haup­tung: „kein CGI in die­sem film“ wird ja nur des­halb ge­macht, weil sie ein qua­li­täts­ver­spre­chen ist, das ei­nen wunsch des pu­bli­kums ab­bil­det. dass sich das ver­spre­chen dann bei ge­naue­rer be­trach­tung als klei­ne lüge her­aus­stellt ist nicht schlimm, so­lan­ge das CGI-ge­döns un­sicht­bar, un­merk­lich bleibt.

auch die här­tes­ten kri­ti­ker von KI ha­ben kei­ne oder kaum pro­ble­me mit dem, was un­se­re­re ta­schen­rech­ner­ka­me­ras (smart­pho­ne­ka­me­ras) seit vie­len jah­ren pro­du­zie­ren: bil­der die nicht mehr ein­fach das ab­bil­den was lin­sen und sen­so­ren ein­ge­fan­gen ha­ben, son­dern bil­der die eine al­go­rith­misch re­kon­stru­ier­te in­ter­pre­ta­ti­on der fo­to­gra­fier­ten sze­ne sind. mo­der­ne ta­schen­rech­ner­ka­me­ras re­kon­stru­ie­ren aus mess­da­ten ein bild, das dar­auf op­ti­miert wird un­se­re­re er­war­tung zu ent­spre­chen, wie die welt aus­sieht.

be­reits 2018, mit dem ipho­ne XR, sprach ap­ple da­von, dass die bild­ver­ar­bei­tungs­pipe­line auch die hil­fe ei­ner neu­ral en­gi­ne in an­spruch näh­me.

in un­se­ren ta­schen­rech­nern wer­kelt also seit fast 10 jah­ren KI (ma­chi­ne lear­ning) an un­se­rern bil­dern rum. aber das stört uns nicht, weil das was raus­kommt, ge­nau un­se­ren er­war­tun­gen ent­spricht und da­mit qua­si un­sicht­bar ist.


auf wired.com er­schien die­ser tage ein ar­ti­kel von max­well zeff mit dem ti­tel „Si­li­con Val­ley Does­n't Get Why You Hate AI

The AI back­lash was not cau­sed by sca­ry war­nings about the fu­ture from tech CEOs, or the fact that Ope­nAI and An­thro­pic have not yet cu­red can­cer. It’s about the ways AI is al­re­a­dy start­ing to ch­an­ge so­cie­ty, which many Ame­ri­cans fear is for the worse.

oder mit an­de­ren wor­ten, der ge­gen­wind, den KI nicht nur in den USA, son­dern auch hier er­fährt, liegt nicht nur dar­an dass KI-slop die me­di­en ver­stopft oder KI-fir­men die tol­le zu­kunft, die uns KI brin­gen soll, nicht gut ge­nug kom­mu­ni­zie­ren, son­dern auch dar­an das wir jetzt schon be­ob­ach­ten kön­nen, wie die­se tech­no­lo­gie ver­trau­en ero­diert, ge­sell­schaft­li­che kon­flik­te schürt und un­si­cher­heit säät — so wie jede neue tech­no­lo­gie die ge­sell­schaft, ge­schäfts­mo­del­le, le­bens­wei­sen ver­än­dert.

al­ler­dings er­sch­ei­nen die ver­än­de­run­gen die KI ver­ur­sacht im un­ter­schied zu vor­he­ri­gen dis­rup­tio­nen durch tech­no­lo­gie­wan­del, of­fen­bar selbst hart­ge­sot­te­nen tech­no­lo­giefans und nerds un­heim­lich und un­be­re­chen­bar. mir auch.

wäh­rend das in­ter­net auch auf hef­ti­gen wi­der­stand bei der ge­sell­schaft­li­chen ad­op­ti­on traf, schie­nen im­mer ir­gend­wie die vor­tei­le zu über­wie­gen, auch wenn das in­ter­net die ge­sell­schaft und die wirt­schaft an vie­len stel­len auf den kopf stell­te.

bei KI sum­mie­ren sich die vor- und nach­tei­le of­fen­bar mehr und mehr zu ei­ner ne­ga­ti­ven sum­me. und da­ge­gen schei­nen KI-fir­men we­der mit PR-kam­pa­gnen, noch mit im­mer blu­mi­ge­ren ver­spre­chen an­zu­kom­men.


das un­be­ha­gen, was vie­le men­schen ge­gen­über KI ha­ben, gleicht dem un­be­ha­genm das vie­le men­schen ge­gen­über do­nald trump ha­ben. plötz­lich ist da et­was, das an wich­ti­gen schalt­stel­len der welt sitzt, das enor­me macht und wirk­mäch­tig­keit hat, aber gleich­zei­tug auch schlam­pig, ver­lo­gen, ge­schichts­ver­ges­sen ar­bei­tet — und kei­nen ge­schmack und an­stand hat. trump und KI ma­chen uns auch des­halb angst, weil es so vie­le men­schen gibt, die ih­nen ver­trau­en oder sich vor­tei­le von ih­nen er­hof­fen und sie in macht­vol­le oder po­ten­zi­ell all­mäch­ti­ge po­si­tio­nen he­ben. wir be­ob­ach­ten trump und KI beim di­let­tie­ren und dass sie sich kaum ein­he­gen oder kon­trol­lie­ren las­sen.


kon­stan­tin nutzt KI.

Jep. Ich set­ze KI ein. […] KI als Lek­tor. […] KI zum Aus­lo­ten von Op­tio­nen. Ja, ich liess manch­mal KI Ent­wuer­fe auf Ba­sis mei­ner Ideen schrei­ben, um Rich­tun­gen aus­zu­lo­ten. Na­tuer­lich habe ich da­nach die­se Roh­mas­se re­di­giert, neu­ge­schrie­ben, oder ver­wor­fen. Manch­mal kam ich auch mit ei­nem Pro­blem zum LLM, und wir ha­ben be­spro­chen, wel­che Loe­sun­gen es ge­ben kann.

aus mei­ner sicht ist eine sol­che nut­zung von KI ge­nau­so le­gi­tim, wie eine bild­ver­ar­bei­tungs­pipe­line in ei­nem ta­schen­rech­ner, so wie CGI kein CGI ist, so lan­ge es un­sicht­bar bleibt. oder bes­ser, so­lan­ge das an­thro­po­mor­phe, das mensch­li­che, das hand­ge­dach­te sicht­bar und klar er­kenn­bar bleibt.

an­de­rer­seits ist es ge­nau­so le­gi­tim über so eine ar­beits­wei­se zu den­ken: „Das ist mir zu viel KI.“

ben_ be­ob­ach­tet, dass KI dazu bei­trägt text zu ent­wer­ten.

Text ist und war schon im­mer ein Ge­we­be ei­ge­ner und frem­der Ge­dan­ken und Wor­te, ge­formt durch nicht-sim­pli­zis­ti­sche Pro­zes­se und Werk­zeu­ge. Im Wein­berg des Tex­tes und so …

… aber … [mit KI] sinkt der Wert al­ler Tex­te, au­to­ma­tisch. Egal, wie viel oder we­nig. Text fällt im Wert und Text ge­rät un­ter Ge­ne­ral­ver­dacht und wird es fort­an blei­ben.

im prin­zip gehts wie­der um die wurst. ei­ner­seits in dem sinn, dass wir als ge­sell­schaft wie­der wege fin­den müs­sen die ver­wer­fun­gen der tech­no­lo­gie so zu na­vi­gie­ren, dass wir un­se­re ge­sell­schaf­ten zu­sam­men­hal­ten kön­nen und vor dem aus­ein­an­der­bre­chen be­wah­ren kön­nen. ge­sell­schaft­li­che kri­sen die durch tech­no­lo­gie­wan­del aus­ge­löst wur­den, ha­ben wir in der jün­ge­ren ge­schich­te ja schon öf­ter — mehr oder we­ni­ger er­folg­reich — na­vi­giert.

aber an­de­rer­seits gehts auch um die her­stel­lung der wurst. ich zi­tie­re alle paar mo­na­te die­ses zi­tat von tel­ler:

So­me­ti­mes, ma­gic is just so­meone spen­ding more time on so­me­thing than an­yo­ne else might re­ason­ab­ly ex­pect.

wenn wir wie­der „hand­den­ken“ (wort­schöp­fung: dvg), mehr ar­beit in tex­te ste­cken als sich ir­gend­wer vor­stel­len kann, ha­ben wir viel­leicht die chan­ce den wert von text wie­der zu stei­gern — auch wenn der ge­ne­ral­ver­dacht blei­ben wird.

text und an­de­re krea­ti­ve ge­wer­ke ha­ben noch chan­cen, wenn der her­stel­lungs­pro­zess ge­nau so sicht­bar ge­macht wird, wie es film­stu­di­os ge­le­gent­lich in ih­rem mar­ke­ting ver­su­chen, wenn sie be­haup­ten ein film ent­hal­te (an­geb­lich) „no cgi“.

wer wurst her­stellt und da­für kon­su­men­ten fin­den will, wird künf­tig mög­li­cher­wei­se nicht mehr um­hin kom­men, den her­stel­lungs­pro­zess so trans­pa­rent wie nur mög­lich dar­zu­stel­len. das heisst aber auch, ein ein­fa­ches la­bel „no AI“ / „kei­ne KI“ wird nicht rei­chen, da muss auch ganz viel dif­fe­ren­ziert wer­den. ein­fa­che la­bel wer­den nicht rei­chen. har­te und viel krea­ti­ve hand- und denk-ar­beit al­lein auch nicht.


so wie jo­nas us­sing mit viel mühe über 6 vi­de­os hin­weg die be­haup­tung „no CGI“ als klei­ne oder gros­se lüge ent­larvt hat, wer­den auch la­bel wie „no AI“ oder „kei­ne KI“ nie die gan­ze wahr­heit über die her­stel­lung krea­ti­ver ar­beit ehr­lich ab­bil­den. es ist im­mer kom­pli­zier­ter als man denkt. so wie „made in ger­ma­ny“, „selbst­ge­ba­cke­nes brot“ oder „ohne kon­ser­vie­rungs­stof­fe“ auch im­mer nur ei­nen teil der ge­schich­te er­zäh­len.

viel­leicht soll­ten wir uns statt auf la­be­l­ing, eher dar­auf kon­zen­trie­ren un­se­rer KI-nut­zung in bes­se­re wor­te zu fas­sen? eine spra­che da­für fin­den, um zu be­schrei­ben wie wir ar­bei­ten. viel­leicht lohnt es sich dar­über zu re­flek­tie­ren, was wir von kunst, text und kul­tur ei­gent­lich ge­nau er­war­ten, was uns ei­gent­lich wich­tig ist? was wir ei­gent­lich wol­len? wo die gren­zen ver­lau­fen, wo wir die pflö­cke ein­schla­gen?

schön und le­sens­wert in die­sem zu­sam­men­hang:


quel­len


aus­ser­dem


del­ta-up­date (20,84 kg)

felix schwenzel in semaglutid

ei­gent­lich woll­te ich ja bis april 2027 nicht mehr über mein ge­wicht schrei­ben. aber ich freue mich, dass die durch­schnitts­wer­te die­sen mo­nat ein biss­chen nach un­ten zei­gen. im­mer­hin habe ich im au­gust mei­ne pom­mes-ex­pe­ri­men­te wie­der auf­ge­nom­men und rös­ti in but­ter ge­tränkt. und das freut mich: dass ich auch ohne wirk­li­chen ver­zicht mein ge­wicht hal­ten und im rend so­gar noch ein biss­chen run­ter­be­kom­men kann. kann na­tür­lich auch dar­an lie­gen, dass ich in sa­chen mus­kel­auf­bau in den letz­ten wo­chen et­was faul war.

und an­de­rer­seits ist es jetzt fast ein jahr her, dass ich zum letz­ten mal se­maglut­id/oz­em­pic ge­nom­men habe und sehe, dass das ge­wicht da bleibt wo ich es gut fin­de.

mein monatliches durchschnittsgewicht vom januar 2025 (ca. 113 kg) bis zum august 2026 (ca. 92,6 kg)
mein mo­nat­li­ches durch­schnitts­ge­wicht vom ja­nu­ar 2025 bis zum au­gust 2026 (stand vom juni 2026)

mir ist auf­ge­fal­len, dass noch ei­ni­ge blogs die ich ger­ne lese in mei­nen blogrol­len feh­len. mei­ne blogrol­len auf­fül­len oder um­sor­tie­ren wer­de ich jetzt re­gl­mäs­sig ma­chen weil ich sie mitt­ler­wei­le selbst mit gros­sem ver­gnü­gen selbst nut­ze, der­zeit vor al­lem in mei­nem rea­der, aber auch mit­tels ei­nes neu­en riv­va-fea­ture, dass ge­ge­be­nen­falls bald öf­fent­lich zu­gäng­lich ist.

was mir im rea­der auf­fiel. ich mag netz­po­li­tik, aber die ver­öf­fent­li­chungs­fre­quenz von ar­ti­keln die ich nicht un­be­dingt so­fort le­sen möch­te ist mir ein biss­chen zu hoch. des­halb wan­dert netz­po­li­tik von mein­ner „start­pack-blogrol­le“ in „auch in mei­nem feed­rea­der“ — und da­mit aus dem rea­der.

ich füh­re künf­tig also drei blogrol­len, eine (das „star­ter­pack“) mit deutsch­spra­chi­gen blogs die ich so ger­ne lese, dass ich sie ger­ne vor al­lem an­de­ren in mei­nem feed­rea­der le­sen wür­de. dann eben jene blogs die ich auch in mei­nem feed rea­der habe und von de­nen ich fast al­les lese, aber eben auch ge­le­gent­lich was über­sprin­ge oder auch spä­ter le­sen kann. und dann die eng­lisch­spra­chi­gen blogs. da wer­de ich in zu­kunft viel­leicht noch eine vier­te blogrol­le draus ex­tra­hie­ren, mit eng­lisch­spra­chi­gen blogs die ich für es­sen­zi­ell hal­te, wie dar­ing fire­ball oder waxy.org oder this is­n't hap­pi­ness.

Blogroll

  • Ole Reissmann

    ole reissmann lese ich auch furchtbar gerne, auch wenn er sich the­ma­tisch derzeit fast aus­schliess­lich auf KI und jour­na­lis­mus kon­zen­triert. ich finde dort ge­le­gent­lich echte perlen. → eng­lisch­spra­chi­ge blogs

  • REAL VIRTUALITY

    alexander matzkeit über film und medien und dies und das. er schreibt selten, aber immer mit substanz und lei­den­schaft. → star­ter­pack

  • horax schreibt hier

    in der un­ter­zei­le steht unter anderem: „ab­sichts­lo­ses her­um­lie­gen“. das gefällt mir, aber auch das, was horax ge­le­gent­lich schreibt. → star­ter­pack

  • Stefan Niggemeier

    das war lange zeit mein lieb­lings­blog von meinem lieb­lings­jour­na­lis­ten. dann kam über­me­di­en und stefan-nig­ge­mei­er.de schlief ein. jetzt (2026) ver­öf­fent­lich stefan dort wieder artikel, die er anderswo ver­öf­fent­licht hat. ich bin sicher, dasss stefan-nig­ge­mei­er.de ir­gend­wann wieder mein lieb­lings­blog wird. → auch in meinem feed­rea­der

beim letz­ten fol­low-mon­tag lan­de­te jo­han­nes kuhn noch in ei­ner ei­ge­nen blogrol­le und OPML-da­tei. die habe ich jetzt ent­fernt und jo­han­nes ins star­ter­pack auf­ge­nom­men.


flop­py

felix schwenzel in notiert

das logo des medientrackers „floppy“

flo­ri­an schreibt über trakt und dass er jetzt flop­py zum me­di­en­track­ing nutzt.

mit trakt habe ich auch ein paar jah­re mei­nen me­di­en­ko­sum ge­trackt, aber vor ei­ner gan­zen wei­le da­mit auf­ge­hört, weil mir das ei­ner­seits zu doof wur­de ei­ner fir­ma so ein da­ten­ge­schenk zu ma­chen auf eine art auch su­spekt wur­de.

vor ein paar mo­na­ten ent­schied ich mich je­den­falls für min­des­tens ein jahr hier im blog fest­zu­hal­ten, was ich an se­ri­en und fil­men sehe. da wo es geht oder sinn er­gibt, zie­he ich es vor, mei­ne da­ten selbst zu ver­wal­ten und zu mei­nen be­din­gun­gen zu ver­öf­fent­li­chen. es zeigt sich so­weit, dass das ganz gut geht und auch se­mi­au­to­ma­tisch. wenn es nicht se­mi­au­to­ma­tisch ge­hen wür­de, ver­lies­se mich schnell die lust so­et­was zu tun. mein work­flow war haupt­säch­lich dass al­les was ich auf plex sehe au­to­ma­tisch ei­nen ein­trag im blog er­zeugt. din­ge die ich auf net­flix, ama­zon prime oder in me­dia­the­ken sehe, muss­te ich noch ge­le­gent­lich ma­nu­ell an­le­gen. ein biss­chen half mir da­bei pop­feed, das eine gute me­ta­da­ten­quel­le ist und das ich im rah­men mei­nes AT­mo­sphe­re-wahns ger­ne aus­pro­bie­ren woll­te (zum pa­ralel­len tra­cken).

je­den­falls habe ich mir dann auf an­re­gung von flo­ri­an eben je­nes flop­py an­ge­se­hen. flop­py ist wie trakt oder pop­feed ein me­di­en­tra­cker, nur dass man ihn selbst be­trei­ben kann. flop­py hat mir auf den ers­ten blick ge­fal­len. ich konn­te alle da­ten, vor al­lem die ge­sam­te dort ge­spei­cher­te his­tio­rie, von trakt und plex im­por­tie­ren und gleich­zei­tig me­ta­da­ten-diens­te nut­zen, die auch von trakt, plex, pop­feed und al­len an­de­ren ge­nutzt wer­den. flop­py weiss aus der plexhis­to­rie, dass ich ge­ra­de silo sehe, weiss was die nächs­te fol­ge kommt und so­bald ich die neu­es­te fol­ge ge­se­hen habe, mar­kiert flop­py die, dank ei­ner ver­bin­dung zu mei­nem plex, au­to­ma­tisch als ge­se­hen. wenn ich eine fol­ge re­a­cher auf ama­zon prime sehe, kann ich die ge­se­he­ne fol­ge mit drei klicks als ge­se­hen mar­kie­ren und der ein­ge­bau­te ka­len­der in flop­py zeigt mir, wann die nächs­ten fol­gen kom­men.

aber das bes­te ist: so­bald flop­py eine fol­ge oder ei­nen film als ge­se­hen mar­kiert, legt es, mit ei­nem klei­nen selbst­ge­schrie­be­nen script, auch ei­nen ein­track im me­di­en­tra­cker auf wir­res.net an.

se­ri­en wie die sen­dung mit der maus oder die for­mel 1 zu tra­cken, war mit trakt und pop­feed ent­weer müh­sam, un­mög­lich oder bug­gy. das tra­cken der sen­dung mit der maus mit flop­py war auch bug­gy, aber weil flop­py auf mei­nem heim­ser­ver läuft, konn­te ich es patchen, so dass ich jetzt so­wohl die for­mel 1, als auch die sen­dung mit der maus feh­ler­frei und mü­he­los tra­cken kann.

was ich sa­gen will: flop­py ist toll, sei­ne ei­ge­nen me­ta­da­ten zu ver­wal­ten ist noch tol­ler und mein trakt-kon­to zu lö­schen fühl­te sich gut an.


let­ter­boxd fin­de ich nach wie vor sym­pa­thisch und wer­de mei­ne ge­se­he­nen fil­me und kurz­kri­ti­ken dort wei­ter­hin ver­öf­fent­li­chen.


pop­feed fin­de ich toll, aber es scheint ei­ner­seits nicht wei­ter­ent­wi­ckelt zu wer­den und ist an­de­rer­seits irre lang­sam. die nut­zung von pop­feed pau­sie­re ich erst­mal.


hei­ko hat sich, wie flo­ri­an, auch ei­nen me­di­en­tra­cker ge­bas­telt.


wäh­rend fri­da und ich zwei wo­chen al­lei­ne zu­hau­se wa­ren, war die bei­fah­re­rin in ham­burg und hat bei der pen­ti­ment som­mer­aka­de­mie ei­nen ma­le­rei-kurs ge­lei­tet. die do­zen­ten der som­mer­aka­de­mie hal­ten auch im­mer ei­nen vor­trag. das ist ihr vor­trag, den sie noch­mal ein­ge­spro­chen hat.

er han­delt von mei­nen vier letz­ten ar­beits­grup­pen und wie sie ent­stan­den sind.

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nied­rig­schwel­li­ge kom­men­ta­re

felix schwenzel in über wirres

via benedikt.io

clau­dia hat auf­ge­schrie­ben, was sie beim kom­men­tie­ren (in blogs) nervt. von mei­nen vor­he­ri­gen kom­men­tar­sys­tem war sie (zu recht) ge­nervt. mit der ein­bin­dung von isso ist sie zu­frie­den, aber ich selbst auch.

ob­wohl ich isso jetzt seit fast zwei mo­na­ten in be­trieb habe, ist hier noch kein spam-kom­men­tar ge­lan­det. das mag dar­an lie­gen, dass es (der­zeit noch) aus­schliess­lich über ja­va­script funk­tio­niert. das nervt clau­dia nicht, aber an­de­re — und ich möch­te das lang­fris­tig noch än­dern. an­sons­ten habe ich isso wirk­lich nied­rig­schwel­lig kon­fi­gu­riert: wer min­des­tens drei zei­chen kom­men­tar ein­gibt, kann das for­mu­lar und da­mit ei­nen kom­men­tar ab­schi­cken. die an­ga­be des na­mens, der email­ad­res­se oder der ei­ge­nen web­site ist op­tio­nal. so oder so gibts eine vor­schau und die op­ti­on den kom­men­tar 30 mi­nu­ten lang (nach der ver­öf­fent­li­chung) zu edi­tie­ren (über ei­nen coo­kie). mark­down ist un­ter­stützt, links wer­den klick­bar, le­dig­lich der hin­weis dar­auf, dass mark­down un­ter­stützt wird, fehlt noch. wo­bei ich glau­be, dass, aus­ser ein paar spe­zia­lis­ten, oh­ne­hin nie­mand weiss was mark­down ist.

je­den­falls den­ke ich, clau­dia hat recht. ich fin­de es auch ex­trem ner­vig, wenn man ei­nen kom­men­tar schreibt und nach dem sen­den ent­we­der nix pas­siert oder ein hin­weis auf mo­de­ra­ti­on er­scheint. wenn schon mo­de­ra­ti­on, dass könn­te der kom­men­tar mir selbst doch we­nis­tens wei­ter an­ge­zeigt wer­den?

ich kom­men­tie­re schon län­ger so, dass ich kom­men­ta­re, die ich an­ders­wo hin­ter­las­se, auch hier ver­öf­fent­li­che. wie al­les was ich hier ma­che, ma­che ich das na­tür­lich in ers­ter li­nie für mich selbst. so kann ich spä­ter schau­en ob es ant­wor­ten gab, ob die mo­de­ra­ti­on er­folg­reich war oder ge­lösch­tes zu­min­dest bei mir selbst be­hal­ten. und für die eine oder an­de­re per­son mag es so­gar in­ter­es­sant sein zu se­hen, was ich an­ders­wo ins in­ter­net schrei­be.

aber am liebs­ten ist mir das kom­men­tie­ren per web­men­ti­on. das geht nicht über­all, aber zum bei­spiel bei eay.de oder dem kopf­zei­ler. ich schrei­be aber beim web­men­ti­on-kom­men­tie­ren nicht nur eine ant­wort un­ter ei­nen frem­den bei­trag, son­dern ich be­hal­te auch die fä­hig­keit den zu edi­tie­ren oder zu lö­schen. das fin­de ich ziem­lich sen­sa­tio­nell. mit word­press kann man das kom­men­tie­ren per web­men­ti­on mit (na­tür­lich) mat­thi­as pfef­fer­les in­die­web-plug­in kon­fi­gu­rie­ren, mit kir­by und ein biss­chen hand­ar­beit hilft ei­nem mau­rice renks in­die­con­nec­tor.


was mich im ge­gen­teil zu clau­dia nicht nervt: wenn man gar nicht kom­men­tie­ren kann.

Kom­men­tie­ren un­mög­lich: Blogg doch selbst, steht dann z.B. da. Ok, al­les klar, ich lese dann aber auch nicht mehr mit. Für mich sind Blogs die ein­zig ver­blie­be­nen Me­di­en, wo noch gute Ge­sprä­che mög­lich sind – kei­ne Wand­zei­tun­gen.

die ge­sprä­che sind ja im­mer noch mög­lich. die­sen ser­mon hier möch­te ich nicht un­ter clau­di­as ein­trag pos­ten, aber trotz­dem ist die­ser bei­trag auch ein kom­men­tar. clau­dia wird die­sen ar­ti­kel se­hen, ent­we­der in ih­ren re­fe­rern oder bei riv­va. oder weil sie hier zu­fäl­lig mal rein­ge­schaut hat. das ist ja das tol­le am in­ter­net, an links, an ei­enr wand­zei­tung. be­steht al­les ir­gend­wie aus ge­sprä­chen und kom­men­ta­ren.


abend­spa­zier­gang 22.08.2026 und 23.08.2026

felix schwenzel in bilder

wähh­rend die bei­fah­re­rin auf dienst­rei­se war, durf­te ich mit fri­da 2-4 mal täg­lich raus ge­hen. sonst bin ich nach­mit­tags nicht so oft in den reh­ber­gen, in den letz­ten bei­den ta­gen war nach­mit­tags im­mer ir­gend­wo live mu­sik. nicht mein ding, aber mu­sik, men­schen die fei­ern und in die bü­sche ka­cken find ich auf ne art ganz schön. und der him­mel hat sich auch je­des­mal für un­se­re spa­zier­gön­ge raus­ge­putzt.