wir sollten nicht mehr von sozialen medien reden, …
den artikel kann man bei christoph-koch.net und brandeins.de nicht zuende lesen ohne zu bezahlen, aber das interview zeigt, dass es sich lohnen könnte nochmal geld für die brandeins auszugeben.
23.03.2026
morgens war die sonne schön. sie hat schönes gegenlicht und schöne schatten gemacht.

abends „mercy“ zuende geguckt und, naja … das war nicht schlecht, aber auch nicht gut.
was ich gut fand war ein gedanke, den ich beim frühstück hatte. mein geschmack, bzw. das was ich als lecker empfinde ist definitiv eine mischung aus anlage und erfahrung. würzig/salzig machte ich schon als kind sehr, sehr gerne. gelegentlich steckte ich als kind meinen finger in den salztopf und leckte ihn ab. das was das salz in meinem mund machte mochte ich gerne. andere geschmäcker habe ich mir angeeignet. für viele geschmäcker brauchte ich jahre, bevor ich sie zu schätzen wusste. bier, whisky, rosenkohl. manche geschmäcker mag ich nicht wegen des geschmacks, sondern wegen der erinnerungen. süssstoff zum beispiel. eigentlich ein ekliger geschmack, aber ich liebe süssstoff-geschmack mit quark. eigentlich nur deshalb, weil ich als jugendlicher gelegentlich süssstoff mit quark essen musste.
jedenfalls fiel mir heute auf, als ich mal wieder kaffee mit sojamilch trank, dass ich den geschmack nicht mag. dann fragte ich mich, warum? und die antwort lautet wahrscheinlich: weil er mich an nichts erinnert, was ich früher mal trank und vor allem, weil ich den geschmack von kaffee mit sojamilch immer mit dem geschmack von kaffee mit kuhmilch vergleiche.
die idee die ich hatte war, dass ich mir öfter mal erinnerungen selbst injizieren müsste. als jüngerer mensch macht man das ja ständig ausversehen, warum nicht jetzt im etwas höheren alter mit absicht?
mit anderen worten: ab jetzt versuche ich kaffee mit sojamilch als einen ganz eigenen geschmack zu sehen, der mich daran erinnert wie ich im märz 2026 über geschmacks- und erinnerungs-selbst-manipulation nachdachte.
videos in den mathematische grundkonzepte erklärt werden sehe ich unheimlich gerne. vor allem veritasium schüttet einen ja geren mit mathematik zu. heute habe ich dieses video gesehen und dabei fiel mir auf, dass meine mathematische aufmerksamkeitsspanne ungefähr 10 minuten beträgt. dann schaltet mein gehirn ab. das ist ca. 9,5 minuten lämger als bei juristischen texten. und zwei stunden und 50 minuten kürzer als bei technikthemen. wenn mir jemand technik erklärt, kann ich mindestens drei stunden aufmerksamkeit auf höchstem niveau halten.
trotz meiner minderwertigen mathe-aufmerksamkeitspsanne hab ich dieses video bis minute 36 geguckt. morgen schau ich es gegebenenfalls zuende.
10 jahre zigbee (bei uns zuhause)

vor ziemlich genau 10 jahren habe ich die ersten beiden hue LED-birnen gekauft. von den zwei birnen die damals im hue-starterset waren lebt eine noch und ist noch im einsatz. die erwartungen an LED-leuchten lauten damals: 15 bis 20 jahre lebensdauer. in der praxis freue ich mich darüber, dass eine von denen tatsächlich 10 jahre hält. es zeigt sich leider, dass LED-birnen teilweise genau so schnell kaputtgehen (oder lange halten) wie die alten glühbirnen. entweder gibt das netzteil, die eletronik und manchmal auch das gehäuse auf.
trotzdem bereue ich nicht, die ganze wohnung nicht nur auf LED umgestellt zu haben, sondern zum grössten teil auch auf zigbee. seit dem ich vor sechs jahren die proprietären hubs von ikea und hue weggeschmissen habe und einen eigenen hub mit zigbee2mqtt betreibe, lässt sich das potenzial von zigbee auch voll ausschhöpfen. fummelig und teilweise buggy war es trotzdem gelegentlich, vor allem fielen immer wieder die tollen, kleinen und günstigen xiaomi und aquara gerätchen aus dem zigbee netz und wollten neu gepaart werden. aber auch die firmware meines zigbee-koordinators, also meines DIY-hubs (ein CC26x2R LaunchPad) zickte immer wieder mal und hatte bugs.
aber insgesamt war zigbee über die jahre stabil, schnell, gut zu erweitern und zufriedenstellend. insgesamt sind hier 88 geräte, davon 39 batteriebetriebene (sensoren und schalter). aber als home assistant vor ein paar monaten einen neuen, selbstenmtwickelten, offenen zigbee-router (zbt-2) vorstellte, schlug ich zu. das versprechen von zukunftsfähigkeit, einer optimierten antenne, modernster chipsätze und guter performance gefiel mir und bisher hab ich gute erfahrungen mit der hardware (der software sowieso) die home assistant baut gemacht.
die migration vom alten „hub“ zum neuen hub war leider sehr fummelig, unter anderem, weil ich meine 80 geräte nicht alle neu anlernen wollte. am ende lief alles, auch merklich stabiler, aber ein paar eigenartige probleme blieben. so konnte ich bestimmte geräte einfach nicht ins netzwerk hinzufügen. der workaround war, dass ich diese geräte dann in mein zweit zigbee-netz hinzufügte, das ich seit ein paar jahren mit dem vorgänger des zbt-2, dem sky-connect betrieb. dorthin hatte ich damals alle xiaomi und aquara sensoren ausgelagert, die im hauptnetz immer rausfielen, und im kleinen sondernetz keine mucken mehr machten. insgesamt fand ich das unbefreidigend und weil ich dieses wochenende sturmfreie bude hatte und lichtausfälle nicht beschimpft werden würden, entschied ich mich mein haupt-zigbee-netz neu aufzuspannen.
den ersten test führte ich mit einer jungfräulichen, frisch geonboardeten zigbee2mqtt-installation durch, ich wählte einen weniger belegten zigbee-kanal und schaute ob die geräte die sich vorher nicht joinen liessen jetzt dem netzwerk beitraten. dass sie es taten war gleichzeitig eine gute und eine schlechte nachricht. jetzt konnte ich um die 80 geräte manuell hinzufügen und neu konfigurieren und hätte dann am ende ein fehlerloses zigbee-netz.
die ganze prozedur war dann wirklich sehr mühsam, auch weil ich im home assistant viele der entity-ids und namen neu setzen musste, aber andererseits konnte ich auch ein bisschen aufräumen. tatsächlich, nach zwei tagen arbeit, läuft das zigbee-netz laut zigbee2mqtt fehlerfrei, die einzige leuchte die gelegentlich fehlermeldung im log verursacht ist die 10 jahre alte hue-birne, die zu ihrer verteidigung aber auch in einem metallenen lampengehäuse steckt. ansonsten keine fehlermeldungem, timeouts oder unerreichbare geräte.
auch die beiden neuen kajplats weissspektrum birnen mit 1500 lumen, die ich kürzlich gekauft habe, sind jetzt im zigbee-netz. die werden eigentlich mit matter ausgeliefert, sprechen aber auch zigbee. weil mein zbt-2 die aber nicht ins zigbeenetz aufnehmen wollte, habe ich die auch 2-4 wochen mit matter betrieben. das lief eigentlich auch sehr gut, matter reagiert mindenstens so schnell wie zigbee, subjektiv vielleicht sogar einen ticken schneller. was matter aber noch fehlt ist eine brauchbare gruppierung auf netzwerk-ebene. bei zigbee kann man beliebig viele leuchten in eine zigbee-gruppe stecken und dann mit einem einzigen broadcast-befehl alle leuchten schalten, statt jede einzelne zu schalten. bei zwei, drei birnen ist das eigentlich egal, aber es fühlt sich einfach besser an, alle drei lampen im flur mit einem einzigen befehl zu schalten und den weisswert zu setzen, statt mit dreien.
zwischen matter und zigbee kann man übrigens so umschalten: erst matter zurücksetzen, indem man die birne 6 mal aus- und anschaltet, danach zigbee zurücksetzen, bzw. in den verbindungsmodus versetzen mit 12 mal aus- und anschalten.
nervig ist, dass von den 10 verschiedenen herstellern von denen ich zigbee-birnen besitze, jeder eine eigene art hat die birnen zu resetten, bzw. in den verbindungsmodus zu versetzen: mal, wie bei ikea, sechsmal aus und an, manchmal 5 mal je 5 sekunden aus und 5 sekunden an und manche muten ihren nutzern sogar kombinationen aus 5 sekunden und 2 sekunden schaltsequenzen zu. zum glück gibt’s touchlink, zum beispiel mit der 10 jahre alten hue fernbedienung: wenn man die fernbedienung an eine lampe hält und an- und aus-taster 10 sekunden lang hält, resetten die meisten lampen sich und verbinden sich neu.
ausserdem gelernt, die bindings mit denen man zum beispiel zigbee-fernbedienungen direkt mit einer leuchte verbinden kann, so dass man die auch mit der fernbedienung steuern kann, wenn das zigbee-netz ausgefallen ist, diese bindungen werden nicht in zigbee2mqtt gespeichert, sondern in den geräten selbst. man sieht diese bindings zwar im zigbee2mqtt-frontend, aber zigbee2mqtt holt sich die info jedes mal aus dem gerätespeicher. das ist ein bisschen schade, weil ich immer die vorstellung hatte, dass zigbee2mqtt diese info sichert und wenn sie im gerät verloren gehen sollte, wieder neu setzen kann beim „rekonfigurieren“. is aber nicht so.
mein fazit lautet also: ich liebe und hasse mein zigbee-netz gleichzeitig. einerseits ist es (bisher) zu 95% zuverlässig gewesen, aber die 5% probleme kosten immer noch zu viel zu viel zeit. ich hoffe mit dem zbt-2 jetzt auf 99,9% zuverlässigkeit. matter ist bereits sehr gut, aber noch nicht ganz so weit um damit grosse netze zu verwalten. der teufel und die arbeiten stecken da noch in vielen kleinen details. beide, zigbee und matter sind deshalb toll, weil man sich damit zu 100% herstellerunabhängig machen kann. und allein deshalb überwiegt meine liebe zu zigbee — und in ein paar jahren sicher auch zu matter.
the baum

tagsüber sieht’s hier ganz anders aus

wer berlin „jenseits der natur“ geniessen möchte, ist an der strassenbahnhaltestelle osloer straße ecke prinzenallee gut aufgehoben.
nachmittagsspaziergang 20.03.2026




epaper restanzeige
beim anschauen dieses videos habe ich folgendes widget gesehen.

sowas wollte ich auch haben. zunächst habe ich mir von cursor ein markdown-widget für home assistant bauen lassen. das sah dann so aus.

die zeile mit dem leben nehm ich möglicherweise wieder raus weil sie zu frustruierend ist. ich habe cursor mein geburtsdatum verraten und gehe für die statistik davon aus, dass ich 90 jahre alt werde. davon sind bald zwei drittel rum.
der code ist relativ überschaubar:
{% set dots = 28 %}
{% set mins_now = now().hour * 60 + now().minute %} {% set day_p = (mins_now / 1440 * 100) %} {% set week_p = (((now().weekday() * 1440) + mins_now) / (7 * 1440) * 100) %}
{% set next_month = (now().replace(day=28) + timedelta(days=4)).replace(day=1) %} {% set month_total = (next_month - timedelta(days=1)).day %} {% set month_p = (((now().day - 1) * 1440 + mins_now) / (month_total * 1440) * 100) %}
{% set year_total = 366 if now().year % 4 == 0 and (now().year % 100 != 0 or now().year % 400 == 0) else 365 %} {% set year_p = (((now().timetuple().tm_yday - 1) * 1440 + mins_now) / (year_total * 1440) * 100) %}
{% set life_start = as_timestamp('1969-03-16 00:00:00') %} {% set life_end = as_timestamp('2059-03-16 00:00:00') %} {% set life_now = as_timestamp(now()) %} {% set life_p_raw = ((life_now - life_start) / (life_end - life_start) * 100) %} {% set life_p = [0, [life_p_raw, 100] | min] | max %}
{% set weekdays = ['MONTAG','DIENSTAG','MITTWOCH','DONNERSTAG','FREITAG','SAMSTAG','SONNTAG'] %} {% set months = ['JANUAR','FEBRUAR','MÄRZ','APRIL','MAI','JUNI','JULI','AUGUST','SEPTEMBER','OKTOBER','NOVEMBER','DEZEMBER'] %}
{% set day_label = weekdays[now().weekday()] %} {% set week_label = 'WOCHE ' ~ now().isocalendar().week %} {% set month_label = months[now().month - 1] %}
{%- macro bar(p, dots) -%} {%- set f = ((p / 100) * dots) | round(0, 'floor') | int -%} {{- ('●' * f) ~ ('·' * (dots - f)) -}} {%- endmacro -%}
<pre class="ntg">{{ '%-10s'|format(day_label) }} {{ bar(day_p, dots) }} {{ '%3d'|format(day_p|round(0)|int) }}%
{{ '%-10s'|format(week_label) }} {{ bar(week_p, dots) }} {{ '%3d'|format(week_p|round(0)|int) }}%
{{ '%-10s'|format(month_label) }} {{ bar(month_p, dots) }} {{ '%3d'|format(month_p|round(0)|int) }}%
{{ '%-10s'|format(now().year|string) }} {{ bar(year_p, dots) }} {{ '%3d'|format(year_p|round(0)|int) }}%
{{ '%-10s'|format('LEBEN') }} {{ bar(life_p, dots) }} {{ '%3d'|format(life_p|round(0)|int) }}%</pre>
aber dann fiel mir ein, dass ich noch einen epaper tag übrig habe, für den ich keine besonders gute verwendung habe. im flur und kinderzimmer hängen tags die nützlich sind und das datum und das wetter anzeigen. der im flur hängt über einem ipad, das bereits das wetter und datum anzeigt. jetzt zeigt es die restzeiten des tages, der woche, des monats und des jahres an. find ich gut.

hunde können sich am po lecken, aber nicht an der brust kratzen.
mail von IFTTT mit der grussformel: „TTThanks, Jaskirat from IFTTT“
döner rollen
ostern lohnt sich
heute früh beim morgenspaziergang gabs viel sonne, gegenlicht, raureif und ein bisschen nebel.
geschenke

zusage
ich habe heute mehrere geschenke bekommen, über die ich mich sehr gefreut habe.
eine email
Am 16.03.2026 um 15:27 schrieb programme@re-publica.com:
Liebe*r Felix Schwenzel,
Vielen Dank für deine Einreichung für die re:publica 2026.
Wir freuen uns sehr, dir mitzuteilen, dass deine Session "Die Welt ist scheisse — und das ist auch gut so" für das Programm der #rp26 angenommen wurde!
hier hab ich vor zwei monaten meinen vortragsvorschlag veröffentlich. neben der freude überwiegt die furcht vor der arbeit. ich fürchte das bedeutet in den nächsten zwei monaten weniger fernsehen und mehr lesen und schreiben.
neue firmware für unseren staubsauger
gefühlte 10 jahre nach der ankündigung hat dreame unserem x50 das matter-update geschickt. das heisst unter anderem, dass der staubsauger jetzt auch nativ in der apple home.app zu sehen und zu steuern ist. das ging zwar auch schon vorher mit der grossartigen dreame-vacuum custom component, aber jetzt nen ticken einfacher und eben nativ.
eigentlich ist der plan — wie bei aller gut gemachten heimautomatisierung — dass man von dem gerät gar nichts mitbekommt. wenn ich morgens auf den morgenspaziergang gehe und die beifahrerin noch im bett bleibt, fährt der roboter los und putzt zuerst die küche. wenn dann noch zeit ist, probiert er es im bad und wenn da die tür zu ist, den flur. sobald ich nach hause komme oder die beifahrerin aufsteht, fährt er zurück in seine station und macht sich sauber. das klappt soweit auch ganz gut, aber manchmal steht die beifahrerin tagelang früher auf und die küche verdreckt dann. wenn die beifahrerin reinigungen dann mal manuell anstossen wollte, klappte das oft nur holprig, weil meine arbeitsanweisungen (scripte) nicht immer aktuell waren oder der dreame und seine KI einen schlechten tag hatten.
mit dem neuesten firmwareupdate (4.3.9_2199) sieht das nach ersten tests ganz gut aus. er scheint sich ein bisschen selbstsicherer in der wohnung zu bewegen und scheint sich nicht so schnell von störungen aus dem konzept bringen zu lassen. vor allem kann man aber jetzt auch eine reinigung direkt aus der home.app anstossen.
und home assistant beherrscht mittlerweile bei matter-fähigen saugern auch die raumzuordnung und sogar die reinigung einzelner räume lässt sich mit aktionen mit matter starten.
ein eher sisyphosesques geschenk, schenkte mir gestern nacht die matter-integration von home assistant. die matter integration funktioniert im prinzip sehr zuverlässig: docker container hochfahren, integration hinzufügen fertig. aber die teufel stecken wie immer im detail — oder genauer im netzwerk. wenn schon in der doku steht, dass es kompliziert ist, wird’s kompliziert:
Matter is based on IPv6 link-local multicast protocols and thus running the Matter Server (or developing it) is not as straightforward as any other application, mostly due to the bad shape of IPv6 support in various Linux distributions, let alone the IPv6 Neighbor Discovery Protocol, which is required for Thread.
nachdem meine (wenigen) matter geräte jetzt monatelang stabil liefen, verschwanden sie gestern nacht alle. die fehlermeldungen waren kryptisch aber meine coding assistenz schlug irgendwann vor folgendes auf dem docker-host zu machen:
sudo sysctl -w net.ipv6.conf.eno1.accept_ra=1
sudo sysctl -w net.ipv6.conf.eno1.accept_ra_rt_info_max_plen=64
damit ging es dann wieder.
und wenn’s funktioniert, dann ist dieses matter schon toll!
ein buch
die beifahrerin hat mir ein selbstgeschriebenes buch geschenkt. oder genauer, einen ausdruck einer längeren unterhaltung mit chatgpt um (vergeblich) ein geschenk für mich zu finden. das ist sehr lustig, auch weil chatgpt im laufe der unterhaltung alle möglichen sachen vorschlägt, die ich schon lange habe, ein cheap yellow display für wetteranzeige, e-paper displays für status-anzeigen, esp-32 bastelkits, mmw sensoren, hardware buttons für home assistant — oder „Matter-fähige Geräte (neuer Smart-Home-Standard)“.
obwohl, ein stream-deck mini hab ich noch nicht.
unfamiliar

das ich das noch erleben darf: eine deutsche serie die ich ertrage. ich glaube das letzte mal war das bei how to sell drugs online (fast). jetzt hat das unfamiliar (wieder) auf netflix geschafft. nach der ersten folge war ich noch ein bisschen skeptisch, auch wenn die geschichte und schauspielerei sich unprätentiös entwickelten und zum beispiel in den ersten 10 minuten gar nicht geredet wurde. nachdem ich das aufgehübschte und gestelzte berlin nach einer folge hijack schon nicht mehr ertragen habe, gefällt mir wie unfamiliar berlin darstellt sehr gut. die serie taucht berlin zwar aus ästhetischen gründen grösstenteils in dunkelheit, aber trotzdem lassen sich die spielorte gut erkennen. teilweise erkenne ich die orte am sound. das wirkt alles sehr gut in der realität verwachsen, auch wenn BND- und krankenakten gelegentlich auf englisch verfasst sind. auch der realismus der (dankenswerterweise eher seltenen) prügelszenen ist gut, also unangenehm. während ich bei prügelszenen in amerikanischen blockbustern nur noch mit den schultern zucke oder vorspule, empathisierte ich in der grossen prügelszene in folge eins sehr stark mit.
endgültig hat mich die serie in folge zwei eingefangen, in einer szene aus dem zug, mit einem original: „sänk you for träveling wiz deutsche baahn“
hier schaue ich gerne weiter.


auf dem gelände der ehemaligen steinmetzerei am friedhof an der barfussstrasse sitzt eine miniaturskelett mit einer freundlichen putte auf dem schoss.
hansis brot
hansis brot in der kiautschoustrasse im sprengelkiez hat immer zu, wenn frida und ich beim morgenspaziergang dort vorbeikommen. gestern musste ich die beifahrerin beim nachmittagsspaziergang vertreten und als wir am Nachmittag bei hansis brot vorbeikamen hatte die bäckerei noch offen.
leider gab es kein roggenvollkornbrot mehr, nach reiflicher überlegung habe ich mir dann ein dinkel-hafer brot mitgenommen. das hat 8 euro gekostet und ich musste schon ein bisschen schlucken. die bioläden in der umgebung haben die brote seit dem ukraine krieg einfach kleiner gemacht um bei der preisnennung die kunden nicht zum schlucken zu bringen. aber hansis brote sehen weiterhin ziemlich gross aus und das dinkel-hafer brot waren eigentlich zwei kleien brote.
mit der erwartung, dass die beifahrerin mir angesichts des preises den kopf wäscht kam ich nachhause, aber sie fand das brot genauso lecker wie ich. die krume war fluffig und feucht, die kruste knusprig, aber nicht hart. die beifahrerin meinte: „die acht euro haben sich gelohnt.“
- weddingweiser.de: hansis brot kriegt’s gut gebacken
- ceecee.cc: die gläserne bäckerei im sprengelkiez
- hansisbrot.berlin, @hansisbrot

hafer dinkel brot von hansis brot
morgenspaziergang 14.03.2026
heute vom wedding auf umwegen zur turmstrasse gelaufen. nach einer kurzen spielrunde im goethepark …
… über die putlitzbrücke durch den unionpark zur turmstrasse.
auf dem weg nachhause dann dieses arragement gesehen …
der karton sah aus als sei er direkt aus den neunziger jahren auf den bordstein gefallen. das buch, obwohl es von 2022 ist, sieht aus als sei es ein klassiker aus den späten siebzigern der es in eine neunziger WG-bibliothek geschafft hat.
und mal im ernst, wer verpestet denn heute noch seine wohnung mit feinstaub und russ aus pyro-kerzen?
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