Der Elek­tri­ker riet uns ein­dring­lich zum knx-System und weil uns das als das System mit den meisten Mög­lich­kei­ten erschien, haben wir das auch so be­auf­tragt. […]

Die Grund­la­gen der Technik sind also maximal vor­be­rei­tet, jetzt muss nur noch ich begreifen, wie ich das System am op­ti­mals­ten einrichte und benutze. Meine Traum­vor­stel­lung wäre, ich finde jemanden, der sich nicht nur richtig viel Zeit nimmt, alle meine Fragen zu be­ant­wor­ten, sondern mir vor allem auch prak­ti­sche Tipps gibt, wie ich das System am prag­ma­tischs­ten auf meine Ansprüche und auf meine Be­dürf­nis­se einrichte.
Aktuell habe ich nur sehr wenig Vor­stel­lun­gen, wie man das alles am besten machen könnte

KNX ist bestimmt erstmal keine schlechte wahl, obwohl ich glaube, dass es alles andere als günstig ist. ich habe vor 10 jahren mit ho­me­as­sistant an­ge­fan­genm nicht weil ich das fummeln an technik so toll finde, sondern weil das schlicht und er­grei­fend der einzige weg war meine vor­stel­lun­gen von au­to­ma­ti­sie­rung um­zu­set­zen. zuerst fand ich es toll, alles mit der apple home app verwalten zu können, aber au­to­ma­ti­sie­run­gen waren mit „home“ erst nicht möglich und später dann eine qual. mit der hue bridge und app liess sich damals auch nichts au­to­ma­ti­sie­ren.

die idee von KNX ist, soweit ich das verstehe, dass man damit alle aktoren und sensoren verwaltet und dann eben auch au­to­ma­ti­siert. ich vermute mal, fremd­sys­te­me, zigbee oder tado oder hue sind da eher schwer bis gar nicht zu in­te­grie­ren. ho­me­as­sistant ist system-agnos­tisch. knx, zigbee, hue, tado — alles lässt sich damit verbinden und über die sys­tem­gren­zen hinweg au­to­ma­ti­sie­ren.

vor langer zeit habe ich mal gesagt, dass man für gute heimaut­ma­ti­sie­rung vor allem sensoren, viele sensoren, braucht. ohne sensoren, keine or­dent­li­chen au­to­ma­ti­sie­run­gen. kürzlich fiel mir dann auf wie die biologie das macht: nicht 10, 20 oder hundert sensoren, sondern aber­mil­lio­nen. damit lassen sich dann sehr komplexe au­to­ma­ti­sie­run­gen umsetzen, wie zum beispiel einen ball zu werfen. einen ball zu werfen ist ein hoch­kom­ple­xer vorgang, einer der so komplex ist, dass (humanoide) roboter es nach wie vor nicht können. hunderte von mus­kel­be­we­gun­gen müssen ko­or­di­niert und syn­chro­ni­siert werden. irgendwer sagte mal: wenn roboter das konnen, müssen wir anfangen uns sorgen vor den maschinen zu machen.

heim­au­to­ma­ti­sie­rung muss aber keine bälle werfen können. das was für be­frie­di­gen­de au­to­ma­ti­sie­rung nötig ist, ist wenig an­spruchs­voll. aber der automat muss augen, aktoren und ein flexibles gehirn haben.

ich zähle mal die wich­tigs­ten grund­prin­zi­pi­en für gute au­to­ma­ti­sie­rung auf, die ich meine, im laufe der jahre iden­ti­fi­ziert zu haben.

an­we­sen­heit, licht­stim­mun­gen, schalter, sta­tus­an­zei­gen, sensorik.

an­we­sen­heits­er­ken­nung ist das a und o. wenn das system weiss ob die wohnung, ein raum oder eine sitz­ge­le­gen­heit besetzt oder leer ist, kann es daraus bereits die wich­tigs­ten in­for­ma­tio­nen und aktionen ableiten: heizung, kameras und licht ein oder aus­schal­ten. wenn das system auch noch weiss wer da ist oder ob gäste anwesend sind, lassen sich weitere aktionen ableiten.

licht­stim­mun­gen lassen sich aus vorlieben, vom son­nen­stand und der tages- oder nachtzeit ableiten. op­ti­ma­ler­wei­se wird das licht mit der richtigen stimmung beim betreten eines raums ein­ge­schal­tet und nach dem verlassen des raums wieder aus. an­pas­sun­gen der licht­stim­mung lassen sich am ein­fachs­ten klassisch mit schaltern umsetzen oder ge­ge­be­nen­falls aus sen­sor­da­ten ableiten. wenn ich mich nach 17 uhr auf sofa setze, möchte ich gerne etwas ge­dimm­te­res licht haben als am schreib­tisch. wenn ich mich nach 21 uhr ins bett lege, soll das licht ausgehen — ausser es sitzt noch jemand auf dem sofa oder es sind mehr als eine person im raum. dann ist es wahr­schein­lich, dass das bett als sitz­ge­le­gen­heit genutzt wird und noch nicht zum schlafen.

folgende licht­stim­mun­gen habe ich für jeden raum definiert: flutlicht (ar­beits­licht, volle be­leuch­tung, meist kaltweiss), gedimmt (stan­dard­licht, nicht zu hell, nicht zu düster, geeignet für den alltag), ge­müt­licht (warmweiss, eher für die abend­stun­den oder nach dem aufstehen), nacht­licht (wenn man nachts aufstehen muss und auf dem weg zum klo nicht geblendet werden will, aber auch nirgendwo anstossen will), schlaf­licht (aus, viel­leicht mit einem subtilen grund­leuch­ten).

ich mag es, wenn die au­to­ma­ti­sche wohnung mir hinweise zum status gibt. nicht per no­ti­fi­ca­ti­on, die nerven nur, sondern durch subtile signale: zur vollen stunde ein leiser gong, ab sechs uhr leises vo­gel­ge­zwit­scher, ein tusch wenn die wasch- oder spül­ma­schi­ne fertig ist, rotes licht an fridas was­ser­napf, wenn er fast alle ist, kerzen die zum son­nen­un­ter­gang an gehen, wenn das zimmer besetzt ist. ein rotes hin­weis­licht, wenn der CO₂-gehalt zu hoch ist und gelüftet werden sollte, ein kurzes blinken der bad­be­leuch­tungm wenn man länger als 5 minuten geduscht hat (oder 10, 15 oder 20 minuten). ein tusch, wenn ich länger als 5 minuten auf dem klo sitze. eine strenge ermahnung, wenn die kühl­schrank- oder woh­nungs­tür zu lange offen sind.

ich mag adaptives licht sehr. die bei­fah­re­rin hasst es, zumindest in ihrem zimmerm wenn die licht­far­be sich dem son­nen­stand anpasst. so bleibt es im wohn­zim­mer (das zimmer der bei­fa­he­rin) und im schlaf­zim­mer bei festen licht­stim­mun­gen, in der küche ist es zwischen 8 und 22 uhr immer hell, aber in alle anderen zimmerm passt sich die licht­far­be dem son­nen­stand an. wenn jemand von draussen nach hause kommt, schaltet das flurlicht sich immer ganz hell ein. sonst tut die flurbleuch­tung so, als hätte der flur ein fenster.

auch gelernt: vorhänge oder rollos sollten sich bei an­we­sen­heit nicht au­to­ma­tisch öffnen oder schließen. das wirkt pa­ter­na­lis­tisch. auf wunsch, am besten per schalter oder sprach­be­fehl, ist das au­to­ma­ti­sche öffnen oder schließen OK.

es ist irre be­frie­di­gend, wenn sich das licht bei der bewegung durch die wohnung au­to­ma­tisch, zum genau richtigen zeitpunkt und in der richtigen stimmung ein­schal­tet und später wieder aus­schal­tet. aber genauso wichtig ist es sowohl das ein- als auch das aus­schal­ten per schalter voll­zie­hen zu können. das ist wichtig für gäste, aber auch wichtig für die ur­ein­woh­ner der wohnung. ich beobachte mich ständig selbst dabei, wie ich das kü­chen­licht beim verlassen der küche re­gel­mäs­sig aus­schal­te, obwohl es ein paar sekunden später zu­ver­läs­sig au­to­ma­tisch aus geht.

weil sich ge­wohn­hei­ten und be­dürf­nis­se ständig ämdern, ist es meiner meinung nach wichtig, dass man an­pas­sun­gen an den au­to­ma­ti­sie­runen schnell und flexibel umsetzen kann. ich habe die grund­sätz­li­chen au­to­ma­ti­ons­re­geln zwar seit über 2 jahren nicht mehr angefasst, aber gerade für die bei­fah­re­rin muss ich immer wieder fine­tu­ning machen.

mög­li­cher­wei­se sieht man auch an dem was ich hier schreibe, wie wichtig die sensorik ist. gerade für prä­senz­er­ken­nung gab es mit mmwave-sensoren in den letzten jahren grosse fort­schrit­te. es­sen­ti­ell finde ich auch unsere bett-sensoren. wenn beide betten besetzt sind soll dun­kel­heit und ruhe herrschen. wenn wir ein ver­netz­tes tür­schloss hätten, sollte das spä­tes­tens dann zugehen. aber genauso sollte ein schumm­ri­ger lichtpfad angehen, sobald einer von uns beiden aufsteht.

ich könnte dazu stun­den­lang re­fe­rie­ren, aber das soll erstmal reichen.


war­nun­gen des ro­bert-koch-in­sti­tut am nord­ufer

felix schwenzel in bilder

foto vom gesperrten eingang des robert-koch-instituts am nordufer mit diversen warnungen und hinweisen

ACH­TUNG!

Ge­fahr durch an­grei­fen­de Krä­hen

  • Krä­hen bit­te nicht füt­tern
  • Be­reich wenn mög­lich weit­räu­mig um­ge­hen
  • Ra­sche Be­we­gun­gen ver­mei­den
  • Ver­hal­ten Sie sich acht­sam und um­sich­tig
  • Hal­ten Sie Ab­stand zu Jung­vö­geln am Bo­den

ver­bie­ten ver­bo­ten

felix schwenzel in notiert

das hat­te ich noch nicht mit­be­kom­men, dass die CDU im letz­ten wahl­kampf mit dem spruch „Auto ver­bie­ten ver­bo­ten“ für sich warb. jetzt, wo ich es vor ein paar ta­gen ge­se­hen habe, hät­te ich noch ein paar wei­te­re vor­schlä­ge, wie die CDU sich noch idio­ti­scher dar­stel­len könn­te:

  • ver­än­de­rung ver­bo­ten
  • kri­sen­ma­nage­ment auf dem ten­nis­platz ver­bie­ten ver­bo­ten
  • par­ken ver­bie­ten ver­bo­ten
  • schwa­che ge­gen stär­ke­re schüt­zen ver­bo­ten
  • le­bens­qua­li­tät ver­bes­sern ver­bo­ten
  • star­ke be­las­ten ver­bo­ten
  • die­sel und heiz­öl schlecht­re­den ver­bo­ten
  • pe­nis­ver­grös­se­rung ver­bie­ten ver­bo­ten

(ist es nicht auch ver­bo­ten wahl­kampf­pla­ka­te ein­fach hän­gen zu las­sen?)


hun­de­be­geg­nun­gen

felix schwenzel in notiert

fri­da geht drei­mal pro tag raus. mor­gens, zwi­schen 7 und 9 uhr mit mir ein bis zwei stun­den, nach­mit­tags eine stun­de mit der bei­fah­re­rin und ge­gen 20 uhr noch­mal eine kon­troll­run­de ums haus, oder ge­nau­er, ein­mal die ka­me­ru­ner str. rechts von un­se­ren haus lang, ge­gen­über un­se­res haus lang und dann links von un­se­rem haus. die­se run­de hat sie sich selbst aus­ge­sucht, mein an­ge­bot eine run­de um den block, an der see­stras­se vor­bei, lehnt sie in der re­gel dan­kend ab und geht lie­ber die kur­ze run­de.

manch­mal fragt sie mich schon ab 19 uhr ob wir die kon­troll­run­de ma­chen, aber ich las­se sie im­mer bis 20 uhr war­ten. die letz­ten bei­de aben­de ist sie pünkt­lich um 20 uhr zu mir ge­kom­men, und dann sind wir auch gleich raus­ge­gan­gen. an bei­den aben­den sind wir auch je­des mal ei­nem gros­sen aki­ta an ex­akt der glei­chen stel­le be­geg­net. das hört sich ge­schrie­ben we­ni­ger spek­ta­ku­lär an, als wenn man es selbst er­lebt, aber wenn wir dem aki­ta heu­te auch der glei­chen stel­le be­geg­nen, fress ich ei­nen be­sen.


ges­tern früh am ma­gnus-hirsch­feld-ufer sind fri­da und ich an ei­nem al­ten hus­ky und sei­nem frau­chen vor­bei­ge­lau­fen. als wir vor­bei gin­gen, flog eine krä­he im tief­flug auf die frau zu, lan­de­te knapp vor ihr und liess sich von der frau aus der hand füt­tern. dem al­ten hus­ky war das egal. der alte blog­ger war tief be­ein­druckt.


auf stras­sen bzw. bür­ger­stei­gen ist fri­da sehr dis­zi­pli­niert. auf grün­flä­chen oder in parks funk­tio­niert fri­das im­puls­kon­trol­le nur bis ma­xi­mal zwei me­ter ab­stand zu mir. auf dem bür­ger­steig hin­ge­gen reicht ein klei­ner fin­ger­zeig von mir und sie wech­selt ins „fuß“ an mei­ner lin­ken oder rech­ten sei­te. wenn wir dann so an an­de­ren hun­den vor­bei­lau­fen, ver­steht sie auch dass die­se hun­de an der lei­ne sind. sie zuckt nicht mit der wim­per, wenn sie knur­rend, bel­lend und auf sie los­stür­mend in die lei­ne stei­gen. ich bin sehr froh, dass fri­da und ich uns die­ses ver­trau­en und ver­ständ­nis er­ar­bei­tet ha­ben und es war auch viel ar­beit — auch wenn fri­das des­in­ter­es­se an an­de­ren hun­den uns die­se ar­beit er­leich­tert hat.

vor­ges­tern dach­te ein herr­chen, er könn­te sei­nen hund al­lein mit dem wort „stopp“ da­von ab­hal­ten, auf fri­da los­zu­stür­men. man­che men­schen schrei­en in die­sen sitia­tio­nen ih­ren hund an: „ich hab dir doch ge­sagt …!“ man­che wie­der­ho­len beim vor­bei­ge­hen das wort „nein“ in se­kun­den­takt.

kürz­lich fiel mir auf, dass hun­de­er­zie­hung für vie­le das glei­che ist wie für mich als sechs­jäh­ri­gen das rei­ten. als klei­ner jun­ge war ich der mei­nung, ein gu­ter rei­ter zu sein, weil ich wuss­te, dass man pfer­de ganz ein­fach an der tren­se mit links- und rechts­zug steu­ern, mit zu­sam­men­drü­cken der bei­ne be­schleu­ni­gen und mit bei­den zü­geln stop­pen kann. der sechs­jäh­ri­ge, na­se­wei­se fe­lix wur­de je­doch un­sanft vom pony ge­wor­fen, als sich her­aus­stell­te, dass rei­ten doch et­was kom­ple­xer ist. leu­te, die glau­ben, hun­de­er­zie­hung sei eine in­tui­ti­ve an­ge­bo­re­ne mensch­li­che fä­hig­keit, re­den an ih­rem hund vor­bei und er­zie­hen hun­de im schlimms­ten fall zur lei­nen­ag­gre­si­on.

ich will da­mit kei­nes­falls ei­gen­lob aus­drü­cken, son­dern mei­ne dank­bar­keit ge­gen­über all den hun­de­trai­ne­rin­nen aus­spre­chen, die ihr wis­sen und ihr ver­ständ­nis in you­tube-vi­de­os, bü­chern, on­line-trai­nings oder in der wel­pen­schu­le mit uns ge­teilt ha­ben. ich wün­sche al­len hun­den, dass ihre men­schen ir­gend­wann auch in den ge­nuss sol­cher trai­nings kom­men.


be­weg­te und un­be­weg­te bil­der vom mor­gen­spa­zier­gang am 11.04.2026

felix schwenzel in bilder

wir ha­ben ei­nen ball aus stein ge­fun­den, fri­da hat ih­ren ball wie­der in die spree fal­len las­sen, ein gleich­zei­tig miss- und ge­lun­ge­ner sel­fie und eine miss­lun­ge­ne auf­nah­me von ei­nem vor­bei­fah­ren­den schiff.

ball aus steim

ein­ru­hi­ger fluss und ein vor­bei­fah­ren­des schiff

frida blickt am rand der spree auf ihren ball, der in der spree davonschwimmt
der ball ist schon wie­der weg

Die Welt: „Der Artikel be­schreibt, wie günstige Drohnen die klas­si­sche mi­li­tä­ri­sche Über­le­gen­heit in der Luft verändern. Während teure Ab­wehr­sys­te­me wie die MIM-104 Patriot Millionen kosten, sind einfache Drohnen extrem billig – wodurch Angriffe wirt­schaft­lich im Vorteil sind.

ich bin ja ein großer freund der be­haup­tung, dass viele ent­wick­lun­gen und phänomene unserer zeit ei­gent­lich gar nicht neu sind, sondern alt­be­kann­te vorgänge in neuem anstrich oder mit anderem tech­no­lo­gi­schem unterbau. ohne hier eine besondere expertise vor­täu­schen zu wollen: kriege sind, soweit ich es mit­be­kom­men habe, noch nie alleine mit tech­no­lo­gi­scher oder öko­no­mi­scher übermacht zu gewinnen gewesen. das haben die ame­ri­ka­ner in vietnam erfahren, nur dass der vietkong dort statt drohnen menschen ein­ge­setzt hat, um das öko­no­mi­sche gleich­ge­wicht des krieges zu seinen gunsten zu kippen.

wo kriegs­her­ren (das wort braucht man derzeit wahr­schein­lich nicht zu gendern) oder der wi­der­stand gegen invasoren heute drohnen einsetzen, wurden früher men­schen­schwär­me oder sa­bo­ta­ge­ak­te genutzt. in af­gha­ni­stan und im irak waren im­pro­vi­sier­te spreng­fal­len der wi­der­stands­grup­pen die drohnen der 2000er; die ka­mi­ka­ze­f­lie­ger der japaner im zweiten weltkrieg sind die kon­zep­tio­nel­len ur­groß­vä­ter der heutigen drohnen. drohnen sind in diesem sinne die kon­se­quen­te fort­füh­rung von guerilla-taktiken mit digitalen mitteln.

es bleibt — mehr oder weniger — auch beim krieg alles beim alten: krieg ist scheisse und im prinzip auch nicht zu gewinnen. öko­no­misch lohnt sich der scheiss kaum noch und zi­vi­li­sa­to­risch oder moralisch sowieso nicht. egal wie über­mäch­tig man sich fühlt, egal wie „günstig“ drohnen oder wi­der­stand auch sind oder werden: am ende ist der preis von krieg immer um ein viel­fa­ches höher als der wert des friedens vorher. nur leider erinnern sich die ent­schei­den­den deppen da nie dran.

sehr gute app enmp­feh­lung von eay.cc: On This Day Rewind
die app macht nicht viel anderes als fotos an­zu­zei­gen die in den vorjahren dieses tages auf­ge­nom­men wurden (und in der iphone bild­me­dia­thek sind). 365 × x tage sind zwar ein her zu­fäl­li­ger, will­kür­li­cher parameter, aber immer gut um eine er­in­ne­rung zu wecken. hier auf wirres.net habe ich diese funktion auch in jeder artikel-beilage.

… und das führt mich dann zum bei­spiel zu posts wie die­sem von vor ge­nau 10 jah­ren:

If Do­nald Trump re­places Oba­ma it only fur­ther pro­ves Oran­ge Is The New Black

Ab­di­noor² (@ab­di­noorx231.03.2016 23:11

ursprünglich veröffentlicht am 11.04.2016



hand mit uhr

felix schwenzel in checkins

find ich gut, die fin­ger­nä­gel


abend­essen 10.04.2026

felix schwenzel in gekocht

vom gan­zen hahn (22 €) des­sen schen­kel ges­tern ins fri­ka­see wan­der­ten, wa­ren noch zwei sehr gros­se brüs­te üb­rig, die heu­te in den air­fry­er wan­der­ten. 10 mi­nu­ten bei 180°C wa­ren et­was knapp für die sehr gros­sen brüs­te, wir muss­ten noch et­was nach-air­fry­en. aber die brüs­te wa­ren saf­tig und weich, un­ge­fägr 10 mal bes­ser als die ein­zel­nen hähn­chen­brüs­te die man sonst paar­wei­se ein­zeln kauft. dazu ruc­cu­la mit ge­mü­se.

ruccola mit gemüse und hähnchenbrust

Es ist ja überhaupt keine Com­pe­ti­ti­on weil alles, wirklich alles an der Artemis II Mission so toll ist, und natürlich ist dieses Foto hier, dass gerade überall geteilt wird absolut be­ein­dru­ckend, aber für mich... für mich ist es im Moment dieser Shot. Holy shit. Unbedingt in Ori­gi­nal­grö­ße ansehen, die Kom­pres­si­on hier macht leider viele Details zunichte.

Noch viel mehr Fotos von der Mission gibt es bei Flickr.

sehr tolle bilder, sind gleich auf meinen desk­top­hin­ter­grund gelandet.

Artemis II in Eclipse
Bild: NASA / NASA2Explore · CC BY-NC-ND 4.0 · via Flickr

tat­säch­lich freue ich mich jetzt jedes mal, wenn ich den computer aufklappe und dieses bild sehe.

was man auf diesem bild ei­gent­lich sieht, habe ich mir von hank green (auf youtube) erklären lassen: man sieht nicht nur sterne, sondern auch planeten — und man erkennt, dass sie sich alle auf einer um­lau­febe­ne befinden (sie sind auf dem bild quasi auf­ge­reiht). der mond erscheint nicht wie sonst bei einer mond­fins­ter­nis wie eine schwarze scheibe, weil er von der erde am linken oberen rand be­leuch­tet wird. und die aufnahmen der mond­fins­ter­nis waren nur möglich, weil die artemis-mission ver­scho­ben wurde.

viele sagen ja (unter anderem hank green), dass das die besten fotos der welt sein könnten, aber gleich­zei­tig sind das wahr­schein­lich auch mit die teuersten fotos der welt, was die pro­duk­ti­ons­kos­ten angeht. und trotzdem gibt es eine einfache relativ einfache lizenz, mit der man die bilder nicht­kom­mer­zi­ell nutzen kann.


abend­essen heu­te

felix schwenzel in gekocht

wie­der hüh­ner­fri­ka­sse, dies­mal aus dem gan­zen huhn, bzw. den schen­keln. wir ha­ben jetzt für mor­gen noch zwei brüs­te und die flü­gel.

foto vom hühnerfrikasse das es heute abend gab
hüh­ner­fri­ka­sse nach tim mäl­zer, et­was zu flüs­sig viel­leicht, aber weil die sau­ce aus frisch ge­mach­ter hüh­ner­brü­he be­stand, umso le­cke­rer

the baum

felix schwenzel in checkins

wenn fri­da und ich hier am baum eine kur­ze #mor­gen­spa­zier­gangspau­se ma­chen, kommt jetzt re­gel­mäs­sig die­se krä­he dazu und fragt nach käse. fri­da agi­tiert das im­mer ein we­nig, weil sie der mei­nung ist, dass die krä­he kein recht auf un­se­re reaour­cen hat und sie es auch nicht mag, wenn ich mei­ne auf­merk­sam­keit tei­le.

in der re­gel hält sich fri­da auch an mei­nen wunsch die krä­he in ruhe zu las­sen, aber als wir heu­te auf­stan­den um wei­ter­zu­ge­hen, ver­jag­te sie die krä­he dann doch ein­mal kurz sehr ve­he­ment. die krä­he ist uns dann noch ein biss­chen ge­folgt, bis es ihr zu doof wur­de und sie ab­dreh­te.


eine zeichnung von metabene auf meinem neuen trmnl e-paper-display. diese sagt: „immer streiten wir über dasselbe.“ „das gleiche.“
meta bene auf trmnl-epa­per

hier­zu ↑ schrieb meta bene vor ein paar ta­gen:

wie man sieht, hat er na­tür­lich recht.

foto von drei bilderrahmen, einer ist vor switchbot mit einem farbigen e-paper-display, einer ist mit einer original tusche-zeichnung auf papier von meta bene geladen und einer ist ein trmnl-e-paper display mit einer meta bene zeichnung
meta bene auf pa­pier-pa­per und e-pa­per (oben ir­gend­was auf farb-e-pa­per)

aber da­für gibt’s auf dem e-pa­per-dis­play je­den tag ein neu­es an­de­res meta-bene-mo­tiv.



pa­ra­di­se staf­fel 2

felix schwenzel in gesehen

die acht fol­gen der zwei­ten staf­fel habe ich in 3 ta­gen weg­ge­bin­ged, statt 5 tage, die ich für die ers­te brauch­te. fa­zit: sehr gute se­rie, die es schafft der post-apo­ka­lyp­se noch eine post-post-apo­ka­lyp­se dran­zu­hän­gen und gleich­zei­tig alle gen­re kon­ven­tio­nen zu bre­chen. ich hab nach je­der fol­ge mei­ne ge­dan­ken no­tiert, im­mer et­was flach, aber ich glau­be gröss­ten­teils spoi­ler­frei. statt das selbst müh­sam zu­sam­men­zu­fas­sen (oder ei­nen as­sis­ten­ten das ma­chen zu las­sen), mach ich das ein­fach per copy & pas­te.


s02e01, grace­land
nicht schlecht, die gan­ze ers­te fol­ge mit ei­ner neu­en ge­schich­te zu ver­brin­gen, die dann erst am ende ein paar fä­den mit den er­eig­nis­sen der ers­ten staf­fel ver­bin­det. die gan­ze ge­schich­te ist ge­gen die gen­re-er­war­tun­gen ge­bürs­tet, was mir sehr gut ge­fiel. scheint nach ner gu­ten ers­ten staf­fel, ne gute zwei­te staf­fel zu wer­den.

s02e02, may­day
die ge­schich­ten „draus­sen“ sind si­gni­fi­kant span­nen­der als die „drin­nen“, aber die er­zähl­wei­se ge­fällt mir wei­ter­hin sehr gut. lang­sam we­bend, aber nie mit län­gen, wird das hand­lungs­netz ge­spon­nen. freue mich jetzt schon, dass es eine drit­te staf­fel ge­ben soll.

s02e03, an­o­ther day in pa­ra­di­se
schon er­staun­lich wie furcht­erre­gend bö­se­wich­te ge­zeich­net wer­den kön­nen, wenn man aufs tes­to­ste­ron ver­zich­tet. „si­na­tra“ hat das po­ten­zi­al mei­ne lieb­lings­bö­se­wicht­in je­mals zu wer­den.

s02e04, a holy char­ge
leich­te game of thro­nes vi­bes, lieb­lings­cha­rak­te­re ster­ben wie die flie­gen. die se­rie hat da­durch eine ge­wis­se un­be­re­chen­bar­keit, auch wenn mir der eine oder an­de­re plot-twist schon 15 mi­nu­ten vor­her klar war. pa­ra­di­se wird lei­der im­mer bes­ser und bleibt stets ge­er­det.

s02e05, the mail­man
mir ge­fällt wirk­lich gut, dass die se­rie op­ti­mis­tisch bleibt und zeigt, dass auch nach ei­ner apo­ka­lyp­se das gute im men­schen, in ge­mein­schaf­ten, über­le­ben kann, dass man an das gute im men­schen glau­ben kann, auch nach dem ende der zi­vi­li­sa­ti­on, wie wir sie ken­nen. da­bei bleibt im­mer noch viel platz für ab­grün­de und dar­um geht’s un­ter an­de­rem in die­ser fol­ge.

s02e06, jane
ei­gent­lich ist es nicht nur lo­bens­wert, dass eine se­rie sich be­müht, die wirk­lich in­ter­es­san­ten cha­rak­te­re weib­lich zu be­set­zen. es ist auch gleich­zei­tig et­was, das die qua­li­tät die­ser se­rie und den un­ter­hal­tungs­wert stei­gert und die in­ter­ess­anz si­gni­fi­kant er­höht. „si­na­tra“ und „jane“ zei­gen, wel­ches po­ten­zi­al bö­se­wich­te ha­ben, wenn man sie nicht mit dem üb­li­chen männ­li­chen bö­se­wicht­ge­ha­be zeich­nen muss. es er­öff­nen sich so vie­le mög­lich­kei­ten, die die se­rie mit „si­na­tra“ ge­konnt nutzt und — lei­der — mit „jane“ ein biss­chen in kli­schees er­sau­fen lässt. das hät­te man (noch) bes­ser ma­chen kön­nen, aber es war gut ge­nug, um mich hin­ter dem ofen her­vor­zu­lo­cken.

je län­ger ich dar­über nach­den­ke: alle wich­ti­gen fi­gu­ren in die­ser se­rie — bis auf xa­vier — sind weib­lich. und das ist nicht nur ein­fach mal eine ab­wechs­lung, son­dern zeigt, wel­ches po­ten­zi­al an­de­re se­ri­en und fil­me links lie­gen las­sen. viel­leicht hat das aber auch nur des­halb so gut ge­klappt, weil hier eine kom­bi­na­ti­on aus ei­nem ge­lun­ge­nen dreh­buch und gu­tem schau­spiel zu­sam­men­kam.

s02e07, the fi­nal count­down
na gut, es ster­ben doch nicht so vie­le lieb­lings­fi­gu­ren in pa­ra­di­se wie in game of thro­nes, da hab ich mich dra­ma­tur­gisch in die irre lei­ten las­sen („she was ta­ken from me“). und die hand­lung wird vor­her­seh­ba­rer, je mehr das dreh­buch auf die ac­tion-tube drückt. aus­ser­dem schlei­chen sich lang­sam hier und da mys­tery ele­men­te in die se­rie, von de­nen ich noch nicht si­cher bin ob sie mir ge­fal­len wer­den. an­sons­ten ma­nö­vriert die se­rie aber ganz gut durch span­nungs­bö­gen und er­war­tungs­hal­tun­gen. trotz­dem scha­de, dass auch hier das alte hol­ly­wood- oder ja­mes-bond-re­zept durch­scheint, dass es zum dra­ma­tur­gi­schen hö­he­punkt im­mer um die ret­tung der welt ge­hen muss, statt ein­fach nur um ein paar kom­pli­zier­te mo­ra­li­sche kon­flik­te. was scha­de ist, weil die ers­te staf­fel ein­fach ge­er­det blieb und die zwai­te zum staf­fel­en­de jetzt doch ein biss­chen ab­hebt.

ach ja, the fi­nal count­down wird auch nicht bes­ser, wenn er von ame­lia mclean statt eu­ro­pe ge­sun­gen wird.

s02e08, ex­odus
auf eine art ein hap­py end, aber lei­der mit ei­ner di­cken schicht mys­tery-ma­yon­nai­se. trotz­dem moch­te ich die tat­sa­che, dass die ers­ten pro­to­ty­pen ei­nes quan­ten­com­pu­ters, die man im lau­fe die­ser fol­ge in ei­nem rück­blick sah, tat­säch­lich so aus­sa­hen wie ei­ner der ers­ten pro­to­ty­pen ei­nes quan­ten­com­pu­ters von IBM, den man un­ter an­de­rem in die­sem vi­deo sieht oder hier.

auch wenn zum ende hin al­les ein biss­chen ins ha­ne­bü­che­ne und pa­the­ti­sche ab­drif­te­te, habe ich das ger­ne ge­se­hen. trotz­dem kann ich mich mit ein biss­chen ab­stand viel­leicht so­gar auf die ha­ne­bü­che­ne idee, die die se­rie zum ende hin an­deu­tet, ein­las­sen. weil das be­deu­tet, dass die drit­te staf­fel dann ganz an­ders als die ers­te und zwei­te wird. und das muss ja nicht un­be­dingt schlecht sein.


heins­berg - ber­lin 06.04.2026

felix schwenzel in notiert

am mon­tag um 10:50 uhr los­ge­fah­ren, 5 stun­den spä­ter, ge­gen 15:48 uhr, ha­ben wir die kin­der am bahn­hof in han­no­ver ab­ge­ge­ben. um 20:47 uhr wa­ren wir zu­hau­se. da­mit wa­ren wir, ge­nau wie auf der hin­rei­se, ge­nau 10 stun­den un­ter­wegs.

wir sind im prin­zip wie­der mit zwei la­de­stopps durch­ge­kom­men, plus zwei 10 mi­nu­ten stopps. dies­mal noch mehr aufs hy­per­mi­ling ge­ach­tet und 80% der stre­cke nicht schnel­ler als 110 km/h ge­fah­ren. laut mei­ner ei­ge­nen, wo­mög­lich un­ge­nau­en ver­brauchs­rech­n­nung aus den live-da­ten wa­ren es um die 15-16 kWh/100km, auf der hin­fahrt um die 18-19 kWh/100km. ich rech­ne das nach der aus­wer­tung der tank­stopps noch­mal nach.

staus gab’s wie auf der hin­fahrt nur auf der ge­gen­sei­te, ge­le­gent­lich war der ver­kehr zäh­flies­send. die freun­din des kinds sag­te am ende der fahrt (in han­no­ver) sie möge das rei­sen im elek­tro­au­to, das ent­schleu­ni­ge das rei­sen auf eine an­ge­neh­me art. mei­ne wor­te. auch dies­mal ha­ben wir das la­den ent­spannt mit snacks und ge­trän­ken und ei­nem klei­nen schläf­chen ver­bracht.

weil wir dies­mal kei­ne snacks da­bei hat­ten, gans ei­nen stopp bei mc­do­nalds. die bei­fah­re­rin und das kind wa­ren sehr ent­täuscht vom veggi-bur­ger, den mc­do­nalds neu­er­dings (?) wohl in zu­sam­men­ar­beit mit valess macht. das pat­tie ist aus milch­ei­weiss her­ge­stellt und ist wohl ei­nen koh­len­hy­drat-bom­be und schmeckt ziem­lich scheis­se. ich er­in­ne­re mich, dass mc­do­nalds mal mit bey­ond bur­ger zu­sam­men­ar­bei­te­te, die sind le­cker. valess scheint mir kei­ne gute wahl zu sein.

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bür­ger­wie­se

felix schwenzel in checkins

kur­ze pau­se und krä­he füt­tern (was auch gleich­zei­tig eine im­puls­kon­trol­le-übung für mich und fri­da ist).





mor­gen­spa­zier­gang 05.04.2026

felix schwenzel in bilder

klei­ne run­de durch das „ju­den­bruch“ wäld­chen in was­sen­berg. die aus holz ge­schnitz­ten ses­sel die über­all rum­stan­den, konn­ten wir uns na­tür­lich nicht als sel­fie-ge­le­gen­hei­ten ent­ge­hen las­sen.