Noch eine kleine Erkenntnis nebenbei: Man kann, wenn man an Krücken läuft, beim Gehen gar nicht aufs Handy sehen und dadurch erneut stürzen. Wie klug ist das denn eingerichtet? Und sollte man also einfach zur Prophylaxe an Krücken gehen?
kontraintuitiver morgenspaziergang

heute früh haben frida und ich den morgenspaziergang zum büro statt in den rehbergen gemacht. ich bin ja ein steter homeoffice-mensch und gehe nur äusserst selten ins büro. aber der spaziergang in richtung und die anschliessende fahrt ins büro waren gar nicht mal so ineffizient. um 07:15 uhr sind wir los (zu fuss vom wedding zur bornholmer strasse, danach s-bahn zum ostkreuz) und um 8:50 uhr waren wir im büro. das waren anderthalb stunden, inklusive einer 5 minütigen frühstückspause. sonst gehen wir eine bis anderthalb stunden morgenspazieren.
trotzdem: meine produktivität im büro lässt sehr zu wünschen übrig. ich weiss gar nicht warum manche arbeitgeber immer noch das gegenteil annehmen, dass die produktivität im homeoffice zu wünschen übrig liesse. na gut, ich vermute ich weiss es schon: mangelndes vertrauen in die arbeitnehmenden.
das mit dem vertrauen funktioniert ja bekanntlich kontraintuitiv: wer vertrauen schenkt, bekommt es nicht nur zurück, sondern säät pflichtgefühl. das ist zumindest meine erfahrung. funktioniert mit menschen, genauso wie mit hunden.
was ich erst in den letzten monaten realisiert habe: wie effizient beschwerden sein können, wenn sie sachlich, freundlich und ohne emotionen vorgetragen werden. ich habe diese erfahrung als beschwerden-empfänger gemacht und ich kann berichten: emotional oder gar aggressiv vorgetragene beschwerden kann man leicht abperlen lassen und wegrationalisieren. die sachlichen, stimmigen und freundlichen hingegen sind die, die wirklich an die substanz gehen.
es gibt so vieles wo man mit intuition daneben liegen kann. gestern hat mir zum beispiel mark manson erklärt, dass die jagd nach positiven gefühlen dazu führt, dass wir uns schlecht fühlen. wenn man hingegen loslässt und auch negative gefühle akzeptiert, desto mehr kann diese akzeptanz positive gefühle hervorrufen. mark manson hat ein buch mit dem hervorragenden titel „the subtle art of not giving a fuck — a counterintuitive approach to living a good life“ geschrieben. leider fand ich mark manson in dem video eher unsympathisch, so dass ich derzeit weder lust habe weitere videos von ihm zu sehen, noch sein buch zu lesen, was es eigenartiger (und unintuitiver) weise auch als frei zugängliches pdf gibt.
trotz alledem bin ich weiterhin ein grosser fan von intuition. ich erzähle immer wieder gerne von meinem vater, der als krankenhaus-arzt im notdienst oft zehn bis zwanzig minuten vor einem notfall-anruf wach wurde. meine erklärung dafür ist völlig unesoterisch: wer sich intensiv mit etwas beschäftigt, tut das nicht nur bewusst, sondern auch unbewusst. das passiert, wenn man sich wirklich für ein thema interessiert und tief darin abtaucht.
ich habe mir immer gewünscht, auch in meinem leben solche themen zu finden, in die ich so tief eintauchen kann, dass sich daraus eine solche intuition entwickelt. gelegentlich gelingt mir das auch.
→ weiterlesenivarduft
weil wir unsere abstellkammer um etwas regalplatz erweitern wollen, hat die beifahrerin heute ein paar ivar-regalbretter gekauft. als die da so im flur standen sonderten sie einen so angenehmen kiefernharzduft aus, dass ich nicht umhinkam das mehrfach gegenüber der beifahrerin zu erwähnen.
ich bin ja schon immer ein grosser ikea-fan, aber noch länger ein ivar fan. die kombination aus primitiven, aber effektivem design, extremer langlebigkeit und stabilität und dass es die serie mindestens so lange gibt, wie es mich gibt finde ich faszinierend. und wo gibt es das heutzutage noch? ein produkt das es seit > 50 jahren gibt und volle kompatibilität zu allen versionen behalten hat? ein produkt das auch tatsächlich länger als 50 jahren hält und das beliebig viele umzüge unbeschadet überlebt und trotzdem nicht altbacken aussieht?
und das dazu auch noch (fabrikneu) wahnsinnig gut riecht?

chicorée mit caesar-dressing
diese variation ergibt einen interessanten, ganz leckeren, würzigen salat, aber ich schreibe es mehr für mich auf, weniger als empfehlung zum nachkochen.
dieses effilee rezept [€] für einen klassichen caesar salad habe ich heute etwas variert. chicorée statt römersalat, etwas fisch- und sojasauce statt sardellen, reisessig statt limette, tofu statt croutons.

zutaten
- 2 chcorée (statt 1 kopf römersalat)
- ¾ tasse olivenöl
- 1 TL worcestersauce
- ¼ EL dijon-senf
- 1 knoblauchzehe, zerdrückt
- 1 ei (2 minuten in kochendem wasser)
- ein paar spritzer reisessig statt saft von 1 limette
- frisch gemahlener schwarzer pfeffer
- ¼ tasse parmesan, gerieben
- 4 räuchertofu im airfryer crisp gebraten (statt croutons)
- 1 TL fisch- und sojasauce (statt 6 sardellenfilets)
zubereitung
-
den salat putzen und die einzelnen blätter in mundgerechte stücke zerzupfen
-
in einer schüssel senf, knoblauch, sardellen, worcestersauce, essig oder limettensaft und einen teil des parmesans zu einer paste verrühren
-
das leicht gekochte ei trennen, das eigelb unter die Paste rühren und gut vermischen.
-
nach und nach das olivenöl hinzufügen und kräftig verrühren, bis ein cremiges dressing entsteht
-
den salat dazugeben und vorsichtig mit dem dressing vermengen.
-
mit dem restlichen parmesan anrichten, mit tofu oder croutons belegen und gegebenenfalls mit frisch gemahlenem pfeffer bemahlen
ixlog 25.04.2026
nach dem morgenspaziergang gab’s erst mal salziges müsli auf nudelbasis, also eigentlich resteessen (spargelrest, ruccolarest, bärlauchpesto, spaghetti und etwas spitzpaprika).

nach dem anrichten, also vermengen zum verspeisen, sieht das leider nicht mehr so appetitlich aus. war aber extrem lecker.

apropos essen, zu meinem gewicht habe ich auch schon länger nichts geschrieben. das thema ist einerseits frustrierend, andererseits sehr erfreulich. denn im prinzip halte ich mein gewicht im schnitt seit dezember konstant auf 94 kilo. frustrierend ist, dass ich da ohne anstrengung oder weiteren verzicht nicht drunterkomme.
aber wie man gelegentlich auch hier sieht, verzichte ich auf nichts wenig und esse mehr oder weniger worauf wir lust haben. süssspeisen esse ich gelegentlich, wenn ich sie mir selbst bauen kann, die portionen halte ich klein und statt nachzuschlagen, freue ich mich lieber auf den nächsten morgen, um die reste dann zu verspeisen.
den muskelaufbau lasse ich (natürlich) auch etwas schleifen. was ich regelmässig mache: an der klimmzugstange rumziehen. ich würde gerne sagen, dass ich jetzt zwei klimmzüge am stück schaffe, aber das stimmt nur zu 80%. ich schaffe mit jedem der zwei griffe jeweils einen klimmzug zu 80%. heute habe ich zum ersten mal einen kompletten klimmzug aus dem hang geschafft, also komplett in dem sinn, dass das kinn über die stange kam. zufällig hab ich das auch aufgezeichnet. der technik-trick dahinter erfreut mich beinahe mehr, als der klimmzug selbst: ich hatte das schonmal aufgeschrieben: unsere kameras schauen weg, wenn wir da sind, und drehen sich erst auf die wohungs- und balkontür, wenn wir weg sind. ich kann die flurkamera aber natürlich auch so drehen wie ich will und da unsere kameras homekit secure video bespielen, kann ich den kameras auch sagen, dass sie scharfgeschaltet sind und personen und bewegungen aufzeichnen. so zeichnet die flur kamera dann automatisch das hier auf.
gestern abend erinnerte mich dr. sten ekberg daran, wie nützlich es sein kann liegestützen zu machen. seit ich mich dazu zwinge die liegestützen auf meinen fääusten zu machen, sinkt meine liegestütz-motivation. auf den fäusten tun liegestützen nicht nur etwas weh, die fäuste zwingen mich auch in eine position in der ich lediglich 10 bis 15 liegestützen schaffe. jetzt hab ich mir gedacht dass ich jetzt regelmässig, zwei mal täglich 25 liegestützen versuche und wenn ich auf den fäusten eben nur 10 oder 15 schaffe, den rest in der normalen liegestützhaltung mache.
heute früh beim morgenspauiergang haben frida und ich einen hilferuf ignoriert.

mein streakzähler auf der rückseite meldet heute 365 tage an denen ich täglich etwas veröffentlicht habe. wenn ich darüber nachdenke wie ich im letzten jahr, also in den letzten 365 tagen gebloggt habe, dann würde ich sagen, dass ich vor allem geloggt habe. und zwar im ursprünglichen sinn von loggen. festhalten was ich im internet und meinen screens gesehen und gelesen habe, was mir gefallen hat und was ich mir so denke und fotogarfiert habe. was ich gegessen habe, wie sich der baum auf der bürgerwiese verändert.
möglicherweise ist das ein phase, vielleicht was langfristiges, aber ich merke, dass ich mein leben mit gewohnheiten und routine zu strukturieren versuche. momentan gefällt mir das in meinem selbstgewählten rhythmus und takt zu leben und im prinzip jeden tag das gleiche zu machen. die interessanz kommt durch die kleinen unterschiede, subtilen veränderungen. seit vier wochen gehen frida und ich mehr oder weniger die gleiche route. früher habe ich versucht für etwas mehr abwechslung zu sorgen. aber ich merke dass es mir uns frida gefällt jeden tag das gleiche zu tun und nur details, kleinigkeiten zu variieren. wir gehen jeden tag am möwensee vorbei, aber manchmal schlägt frida vor links zu gehen, mal findet sie rechts am see vorbei auch gut. trotzdem entdecken wir jeden tag etwas neues.
das ist wirklich witzig. da haben leute in die ikea smarthome app geschaut und haben neue, noch nicht veröffentlichte (smarthome) produkte entdeckt:
- LILJEBAGGE (thermostat)
- DUBBELKISEL (led treiber)
- SOLSTOL (schrank-schloss)
- UNDERSEGEL (deckenleuchte)
- SPEGELBLANKT (leuchte)
aber auch:
- BRANDHAKE
- SOMMARPLÅGA
- LÄNGDMÅTT
- LYKASTE
- MELLANGYLLEN
und von denen weiss keiner was das für produkte sein sollen. da hätte man stattdessen auch einfach den ikea-name-generator.surge.sh anwerfen können:
- LIARMÖM
- ÖRCOHUBE
- FESLÖUKCI
- PÅTJÖ
- LËZNEWHCS
interessantes zeug, was sich adam savage hier auf der cirque du soleil-bühne zeigen lässt. aber noch interessanter finde ich die frage, warum ich adam savage so gerne bei den sachen die er macht zusehe. ich glaube es ist seine übersprudelnde neugier und beigeisterungsfähigkeit. er ist der prototypische dilettant, im sinne des italienischen dilettare, also sich erfreuen. alles was ihn interessiert, erfreut ihn und erfüllt ihn mit freude. und dabei schaue ich gerne zu. aber im fall der technologien die diese schow einsetzt, ist die begeisterung wohlbegründet.
(dieses tested-video, in dem adam savage nähnt, hab ich mir gestern auch gerne angesehen)
the baum
the baum
the baum
bürgerwiese
24, 30, 1, 359
heute ist im fuss dieser webseite der satz
hier schreibt felix schwenzel seit 24 jahren gerne ins internet (eigentlich seit 30 jahren).
von 23 auf 24, bzw. 29 auf 30 umgesprungen, weil der erste artikel den ich hier veröffentlicht habe vom 20.04.2002 ist. mir sind diese jahrestage eigentlich nicht wichtig, aber statistiken mag ich gerne. deshalb betätige ich mich mal eben als statistik-chronist.
wahrscheinlich wäre es mittlerweile besser, unten hinzuschreiben, dass ich jetzt schon „sehr lange“ ins internet schreibe. bei solchen zeiträumen ist der genaue tag dann auch irgendwann egal, so wie mir die kalendarischen koordinaten meiner geburtstage nach fast 60 jahren mittlerweile auch egal sind.
kirby nutze ich jetzt auch bereits seit über einem jahr („hallo kirby“). ich bereue den umstieg nicht, im gegenteil, kirby ist mir jeden tag erneut eine grosse freude.
was ich jetzt auch seit fast einem jahr mache: jeden tag etwas veröffentlichen. der streak ist mittlerweile 359 tage lang. die anzahl-der-posts-übersichtgrafik auf der rückseite ist mittlerweile ohne schwarze punkte.

bemerkenswert an der grafik ist eigentlich nichts, ausser dass man kaum muster erkennen kann wie und wann ich wie viel veröffentliche. man erkennt allerdings ein cluster zwischen mai und juni: republica. so erkennt man: noch vier wochen bis zu #rp26. das minimalistische design dieses jahr gefällt mir sehr gut, hier meine „speaker-seite“ für dieses jahr. ende der durchsage.
verwirrung, unsicherheit, dilettantismus
maximilian buddenbohm hat heute (unter anderem linkwerk) dieses video empfohlen.
Bei OpenCulture, wo man sich ohnehin pausenlos komplett und lange verlieren kann, fand ich ein animiertes Video (8 Minuten), in dem die Thesen und das Leben von Foucault erläutert werden. Und nach kurzer Zeit kamen mir diese Animationen immer anziehender vor. Es macht Spaß, die Effekte beim Text mitzudenken, und es würde sicher auch Spaß machen, an so etwas mitzuarbeiten. Zum Inhalt des Videos aber bitte auch die kundigen Kommentare darunter beachten, es gibt eine Falschaussage.
ich fand das video, trotz der der ungenauigkeiten, sehr lehrreich. mich erinnert das unter anderem an meine frühe jugend, in der ich ein stern-sonderheft über verschiedene philosophen las. wie immer mit sekundär oder terziär-quellen schleichen sich beim zusammenfassen und runterkochen von komplexen sachverhalten fehler oder ungenauigkeiten ein. das ist nicht erst seit LLMs so. trotzdem helfen solche gekürzten und vereinfachten zusammenfassungen sehr dabei einen überblick über, zum beispiel, einige bereiche der philosophie zu gewinnen.
ausserdem hat der youtube algorithmus sich gemerkt, dass ich dieses video gut fand und mir heute abend ein weiteres video aus dieser reihe vorgeschlagen.
das fand ich fast noch hilf- und lehrreicher als das video über faucault. denn es fasst einen der kernpunkte von derridas philosophie wie folgt zusammen:
Being confused and uncertain around such concepts isn't a sign of weakness or stupidity. It is for Derrida the central mark of maturity. Derrida's tactic was to glamorize this condition and to give it a positive ring, which is why he brought back into use a beautiful Greek word: Aporia.
Aporia, meaning impasse or puzzlement. He was proposing Aporia as a state we should feel proud to know and to visit on a regular basis. Confusion and doubt and not embarrassing dead ends in a Derridean world view. They're simply evidence of the adulthood of the mind.
schöner kann man es kaum ausdrücken, warum ich diese webseite wirres.net nenne. und wenn ich das richtig verstehe liefert derrida auch den philosophischen unterbau des hier von mir konsequent praktizierten dilettantismus: als dilettant nähert man sich themen nicht professionell, sondern aus neugier und im besten fall aus leidenschaft (vom italienischen dilettare = sich erfreuen).
ich bin jetzt nur unsicher wem ich grössere dankbarkeit schulde: maximilian oder dem youtube-algorithmus?
warum nicht karlsson vom dach?
pflegebedüftiges smarthome
auch weil ich in den letzten tagen als reaktion auf anje gelegentlich (eins, zwei) über die automatische wohnung geschrieben habe, habe ich gestern und heute vermehrt darüber nachgedacht was der betrieb einer automatischen wohnung im alltag bedeutet. aufwand durch automatisierung zu sparen ist nämlich eine menge aufwand. irgendwas ist immer. vor allem batterien. aber auch schwächelnde geräte, firmware- und software-updates und und und.
wenn ich die automatische wohnung von grund auf neu bauen würde, hätten alle sensoren, schalter und aktoren ein kabel. das wäre auch für die zuverlässigkeit ein vorteil. aber es geht auch retrofitted, non-invasiv, kabellos, bzw. im mischbetrieb. bedeutet halt oft fummelei und erhöhten pflegebedarf.
in der letzten woche ging die funk-/atomuhr in der küche nach. normalerweise freue ich mich fast täglich darüber, dass die alte, schrittige ikea uhr den sekundenzeiger an der gleichen stelle hat, wie meine apple watch. deshalb war ich tieftraurig, als sie 5 minuten hinterherging. aber nach kurzem nachdenken war klar: es muss die batterie sein: batterie getestet, war schwach, getauscht, uhr stellte sich wieder sekundengenaiu ein. puh.
eine andere batterie bereitete mir mehr kopfzerbrechen. unser mac mini von 2012, auf dem früher alles lief (home assistant, plex, dateiserver, fernzugang) — bis ich nach und nach fast alle aufgaben auf linux-server migrierte — wollte gestern nach einem harten shutdown nicht mehr starten. er machte keinen mucks mehr, so dass ich schon dachte, das netzteil sei kaputt. nach ein paar stunden debugging stellte sich aber raus, dass es die CMOS-batterie sein muss. nachvollziehbar, dass die nach 14 jahren schwächelt, aber für den tausch werde ich den ganzen mac mini auseinanderbauen müssen. das habe ich schon zweimal gemacht, weil die festplatte auch schon zweimal getauscht werden musste. die batterie hat also schon 2-3 festplatten überlebt.

nachdem der mac mini gestern aufgab, versuchte ich nachzudenken was der mac mini eigentlich noch macht. mir fiel nur noch ein, dass er eine kopie unserer icloud fotomediatheken zieht und die auf eine backup-platte kopiert. ausserdem sind festplatten an den mac mini gestöpselt mit altem scheiss und backups auf die wir selten aber gelegentlich zugreifen möchten. ausserdem laufen über den mac ein paar mit syncthing synchronisierte ordner, die der mac mit time-machine sichern soll.
er zeigte auch ein vereinfachtes home assistant dashboard an, dass ich per VNC auf ein altes ipad beame, dessen browser zu alt ist um home assistant dashboards überhaupt noch darstellen zu können. das liess ich aber unkompliziert in einen chromium-docker-container auslagern, den das ipad jetzt per VNC anzeigt.

ein weiteres stück jahrzehnte-alte hardware hab ich ebenfalls in den letzten tagen mehrfach angefasst: ein fire tablet das so alt ist, dass es noch mit android 4.4 lief (und sich auch nicht weiter upgraden lässt). dieses fire tablet steht neben dem bett mit einem sehr stark vereinfachten dashboard (mit einem app daemon dashboard gebaut).
das app daemon dashboard wird mit fully kiosk angezeigt, für das ich 2018 eine pro-lizenz gekauft habe. die lizenz konnte irgendwann nach einer neuinstallation nicht mehr geladen werden, weshalb fully kiosk eine unschöne lizenzwarnung anzeigte.
die liess sich auch mit dem support von fully kiosk nicht wegbekommen („we fully stopped support for Android 4.4 about 5 years ago. You can't activate a license on Android 4.4 device anymore.“). auch der versuch tls 1.2 nachzurüsten scheiterete. zum glück haben wir noch ein weiteres uraltes, aber nicht ganz so altes fire-tablet, das bereits mit android 5.x läuft. das konnte ich umwidmen, das alte tablet darf sich damit zur ruhe setzen.
(die tablets sind wie die (chinesischen) kameras vom internet getrennt, sie können nur aufs lokale netzwerk zugreifen. das macht sie nicht unangreifbar, aber ein bisschen.)

wo ich gerade dabei war, habe ich das dashboard auch gleich ein bisschen aufgeräumt und einen wetteransage button eingebaut. der triggert ein homeassistant script das die wetterdaten an chatgpt füttert und es anweist daraus eine ansage zu bauen:
action: conversation.process
data:
agent_id: conversation.chatgpt
text: >-
set station = wetter_stündlich.values() | list | first %} {% set forecast =
station.forecast[:24] %}
Hier sind die Wetterdaten für die nächsten 24 Stunden: {{ forecast }}
Frage: {{ frage | default('Wie wird das Wetter heute? Gib mir eine kurze,
sehr schlecht gelaunte und pampige Zusammenfassung.') }}
Anleitung: Nutze die Daten, um die Frage verständlich, schön kurz und in
wenigen Sätzen zu beantworten. Antworte direkt als Sprecher für eine Ansage.
Wenn es nach 20 Uhr ist, sage das Wetter vom nächsten Tag an. gebe keine
Bewertung des Wetters ab (ein schöner Tag, denk an den Regenschirm oder
Ähnliches).
conversation_id: wetter_ansage
response_variable: chatgpt_response
ehrlichgesagt ist die ansage immer noch ziemlich gut gelaunt, ich muss noch etwas am promt feilen, damit das entweder neutraler oder wirklich pampig rauskommt.

zurück zu batterien: einige der batterien die sich ihrem ende zuneigen melden sich in einer home assistant übersicht. theoretisch ist das sehr praktisch, im alltag klappts nicht immer, auch weil sich manche geräte bei der batteriediagnose verrechnen oder verhaspeln oder ihren batteriestand nicht verraten wollen.
ich bin schwer beeindruckt von der langlebigkeit der batteriene in den geräten einiger hersteller. die xiaomi/aquara-zigbee-sensoren (schalter, fenster oder bewegungssensoren) halten wirklich jahrelang. aber weil die jahre heutzutage doch recht schnell vergehen, gibt’s fast jeden monat was zu wechseln.
theoretisch hatte ikea kürzlich eine ziemlich gute idee. deren batteriesensoren sind jetzt alle auf AAA batterien ausgerichtet und kommen vor allem mit wiederaufladbaren AAA akkus zurecht. unsere tado-thermostate verbitten sich das explizit, wegen der entaldungscharakteristik und weil die spannung der akkus für den motor nicht stabil oder stark genug ist. aber auch wiederaufladbare batterien müssen regelmässig gewechselt werden.
alle paar monate schaue ich mir meine selbstgebauten sensoren an. die meisten sind auf esp8266 oder esp32 basis mit esphome gebaut. das ist toll, einfach und theoretisch auch sehr pflegeleicht. weil sich esphome sehr dynamisch und beeindruckend weiterentwickelt, bedeutet das auch oft änderungen die nicht rückwärtskompatibekl sind. ich bin kein religiöser firmware-updater, aber ich mag es gerne, wenn meine konfiguration relativ aktuell ist. schliesslich exponieren die microcontroller ja eine theoretisch angreifbaren wlan-verbindung. wichtig ist natürlich in erster linie statbilität und ein gerät das zuverlässig, schnell und gut funktioniert, aktualisiere ich dann in der regel auch nicht ständig. aber sobald ich mal anpassungen machen will, muss neu kompiliert werden und dann ist es natürlich schön, wenn ich da nicht erst anpassungen wegen irgendwelcher breaking changes machen muss.
ich habe gemini mal gebeten mir einen template sensor zu machen der eine liste alle esphome geräte und ihrer firmware versionen ausgibt. da war ich jetzt selbst kurz überrascht wie viele das (vier bluetooth proxies die ich anderswo, zur lokalisierung von tiles nutze, fehlen sogar noch) sind und wie breit gestreut die esphome-versionen sind.
| Gerät | Firmware |
|---|---|
| Air Quaility 1 | 2026.1.2 |
| Air Quaility 2 | 2026.1.2 |
| Air Quaility 4 | 2026.1.2 |
| Air Quality Bad | 2026.1.2 |
| AIQea | 2026.4.0 |
| Kinderzimmerschrank | 2024.7.0 |
| Küchenfenster | 2024.7.3 |
| Kinderzimmer Bett | 2025.11.0 |
| BT Proxy Flur | 2026.3.0 |
| Yellow TFT 1 | 2024.12.4 |
| Electrodragon 2 | 2026.2.4 |
| Electrodragon 1 | 2026.1.2 |
| EP1 | 2023.12.9 |
| esp32c3 1 | 2025.2.2 |
| Bad Decke | 2025.11.0 |
| ESP Kamera Wasserzähler | 2026.1.2 |
| IR Blaster | 2026.2.4 |
| Küche Hängeschrank | 2024.7.3 |
| Flur | 2026.2.4 |
| Glocke | 2026.3.1 |
| Gong | 2024.7.0 |
| LED Streifen Bad | 2026.3.1 |
| Flur Klolicht | 2026.4.0 |
| Home Assistant Voice 1 | 2026.4.0 |
| Home Assistant Voice 2 | 2026.4.0 |
| Kammerschrank | 2026.3.1 |
| Kerze | 2023.12.9 |
| Klo Sensor | 2024.7.3 |
| Kuckucksuhr | 2025.8.2 |
| Küchentisch | 2024.7.3 |
| Spül- und Waschmaschinelichter | 2024.7.3 |
| Localbytes Plug 1 | 2024.7.3 |
| Localbytes Plug 2 | 2024.7.3 |
| Matrix Clock 1 | 2024.7.3 |
| Matrix Display Kinderzimmer | 2024.7.3 |
| Matrix Display Küche | 2024.7.3 |
| Matrix Display Schlafzimmer | 2023.12.9 |
| Obi Steckdose 1 | 2024.7.3 |
| Ofen | 2025.11.0 |
| Olimex BT Proxy | 2026.1.2 |
| Roode 1 | 2024.7.3 |
| Human Sensor F2 | 2026.4.0 |
| Stromzähler | 2026.2.4 |
| Stube Motion | 2024.7.3 |
| People Counter Bad | 2025.11.0 |
| Kammer | 2024.7.3 |
| Waage | 2024.7.3 |
| Wasserwaage | 2025.2.2 |
| Wiggling Willie | 2025.11.0 |
Anzahl ESPHome Geräte: 49
- 2026.4.0: 5 Geräte
- 2026.3.1: 3 Geräte
- 2026.3.0: 1 Gerät
- 2026.2.4: 3 Geräte
- 2026.1.2: 7 Geräte
- 2025.8.2: 1 Gerät
- 2025.2.2: 2 Geräte
- 2025.11.0: 5 Geräte
- 2024.7.3: 15 Geräte
- 2024.7.0: 2 Geräte
- 2024.12.4: 1 Gerät
- 2023.12.9: 3 Geräte
wo ich gerade dabei bin:
| Kategorie | Anzahl |
|---|---|
| Automationen | 469 |
| Scripte | 255 |
| Sensoren | 2953 |
| Binäre Sensoren | 560 |
| Lichter | 102 |
| Szenen | 41 |
morgenspiel beim morgenspaziergang
gelegentlich spielen frida und ich „auf die plätze - fertig - los“ und meistens muss ich frida gar nicht gewinnen lassen, weil sie immer schneller ist. mein einziger vorteil ist, dass ich mit 180 cm augenhöhe manchmal einen kleinen vorteil bei der übersicht habe. („auf die plätze-fertig-los“ hab ich hier versaut, weil ich ausversehen zuerst „OK“ gesagt habe und frida damit freigegeben habe. sonst klappt das aber gut mit dem „los!“)



















das video ist 86 minuten lang (und drei jahre alt), aber wie fast alle alt shift x-videos habe ich es sehr gerne gesehen. alt shift x benutzt eine eigentümliche art der sprache, so eine mischung aus einfacher sprache mit extremer strukturiertheit und ständig mitschwingenden metaebenen. damit lassen sich komplexe zusammenhänge gut einzuhegen und vermitteln. frank herberts dune-bücher sind sehr komplex und vielschichtig und mindestens genauso komplex und verwoben ist jaquess villeneuve verfilmung der vorlage. alt shift x schafft es trotzdem den stoff aufzutrennen und die komplexität nachvollziehbar und verständlich zu machen.
andererseits ist es dann auch wieder eine zumutung einen spielfilm und seine literarische vorlage in spielfilmlänge zu erklären. ich fands aber lohnenswert. gerne gesehen.