verbieten verboten
das hatte ich noch nicht mitbekommen, dass die CDU im letzten wahlkampf mit dem spruch „Auto verbieten verboten“ für sich warb. jetzt, wo ich es vor ein paar tagen gesehen habe, hätte ich noch ein paar weitere vorschläge, wie die CDU sich noch idiotischer darstellen könnte:
- veränderung verboten
- krisenmanagement auf dem tennisplatz verbieten verboten
- parken verbieten verboten
- schwache gegen stärkere schützen verboten
- lebensqualität verbessern verboten
- starke belasten verboten
- diesel und heizöl schlechtreden verboten
- penisvergrösserung verbieten verboten
(ist es nicht auch verboten wahlkampfplakate einfach hängen zu lassen? )
hundebegegnungen
frida geht dreimal pro tag raus. morgens, zwischen 7 und 9 uhr mit mir ein bis zwei stunden, nachmittags eine stunde mit der beifahrerin und gegen 20 uhr nochmal eine kontrollrunde ums haus, oder genauer, einmal die kameruner str. rechts von unseren haus lang, gegenüber unseres haus lang und dann links von unserem haus. diese runde hat sie sich selbst ausgesucht, mein angebot eine runde um den block, an der seestrasse vorbei, lehnt sie in der regel dankend ab und geht lieber die kurze runde.
manchmal fragt sie mich schon ab 19 uhr ob wir die kontrollrunde machen, aber ich lasse sie immer bis 20 uhr warten. die letzten beide abende ist sie pünktlich um 20 uhr zu mir gekommen, und dann sind wir auch gleich rausgegangen. an beiden abenden sind wir auch jedes mal einem grossen akita an exakt der gleichen stelle begegnet. das hört sich geschrieben weniger spektakulär an, als wenn man es selbst erlebt, aber wenn wir dem akita heute auch der gleichen stelle begegnen, fress ich einen besen.
gestern früh am magnus-hirschfeld-ufer sind frida und ich an einem alten husky und seinem frauchen vorbeigelaufen. als wir vorbei gingen, flog eine krähe im tiefflug auf die frau zu, landete knapp vor ihr und liess sich von der frau aus der hand füttern. dem alten husky war das egal. der alte blogger war tief beeindruckt.
auf strassen bzw. bürgersteigen ist frida sehr diszipliniert. auf grünflächen oder in parks funktioniert fridas impulskontrolle nur bis maximal zwei meter abstand zu mir. auf dem bürgersteig hingegen reicht ein kleiner fingerzeig von mir und sie wechselt ins „fuß“ an meiner linken oder rechten seite. wenn wir dann so an anderen hunden vorbeilaufen, versteht sie auch dass diese hunde an der leine sind. sie zuckt nicht mit der wimper, wenn sie knurrend, bellend und auf sie losstürmend in die leine steigen. ich bin sehr froh, dass frida und ich uns dieses vertrauen und verständnis erarbeitet haben und es war auch viel arbeit — auch wenn fridas desinteresse an anderen hunden uns diese arbeit erleichtert hat.
vorgestern dachte ein herrchen, er könnte seinen hund allein mit dem wort „stopp“ davon abhalten, auf frida loszustürmen. manche menschen schreien in diesen sitiationen ihren hund an: „ich hab dir doch gesagt …!“ manche wiederholen beim vorbeigehen das wort „nein“ in sekundentakt.
kürzlich fiel mir auf, dass hundeerziehung für viele das gleiche ist wie für mich als sechsjährigen das reiten. als kleiner junge war ich der meinung, ein guter reiter zu sein, weil ich wusste, dass man pferde ganz einfach an der trense mit links- und rechtszug steuern, mit zusammendrücken der beine beschleunigen und mit beiden zügeln stoppen kann. der sechsjährige, naseweise felix wurde jedoch unsanft vom pony geworfen, als sich herausstellte, dass reiten doch etwas komplexer ist. leute, die glauben, hundeerziehung sei eine intuitive angeborene menschliche fähigkeit, reden an ihrem hund vorbei und erziehen hunde im schlimmsten fall zur leinenaggresion.
ich will damit keinesfalls eigenlob ausdrücken, sondern meine dankbarkeit gegenüber all den hundetrainerinnen aussprechen, die ihr wissen und ihr verständnis in youtube-videos, büchern, online-trainings oder in der welpenschule mit uns geteilt haben. ich wünsche allen hunden, dass ihre menschen irgendwann auch in den genuss solcher trainings kommen.
bewegte und unbewegte bilder vom morgenspaziergang am 11.04.2026
wir haben einen ball aus stein gefunden, frida hat ihren ball wieder in die spree fallen lassen, ein gleichzeitig miss- und gelungener selfie und eine misslungene aufnahme von einem vorbeifahrenden schiff.
ball aus steim
einruhiger fluss und ein vorbeifahrendes schiff

links vom 11.04.2026
… und das führt mich dann zum beispiel zu posts wie diesem von vor genau 10 jahren:
If Donald Trump replaces Obama it only further proves Orange Is The New Black
riva am spreeufer
hand mit uhr
abendessen 10.04.2026
vom ganzen hahn (22 €) dessen schenkel gestern ins frikasee wanderten, waren noch zwei sehr grosse brüste übrig, die heute in den airfryer wanderten. 10 minuten bei 180°C waren etwas knapp für die sehr grossen brüste, wir mussten noch etwas nach-airfryen. aber die brüste waren saftig und weich, ungefägr 10 mal besser als die einzelnen hähnchenbrüste die man sonst paarweise einzeln kauft. dazu ruccula mit gemüse.

Es ist ja überhaupt keine Competition weil alles, wirklich alles an der Artemis II Mission so toll ist, und natürlich ist dieses Foto hier, dass gerade überall geteilt wird absolut beeindruckend, aber für mich... für mich ist es im Moment dieser Shot. Holy shit. Unbedingt in Originalgröße ansehen, die Kompression hier macht leider viele Details zunichte.
Noch viel mehr Fotos von der Mission gibt es bei Flickr.
sehr tolle bilder, sind gleich auf meinen desktophintergrund gelandet.

tatsächlich freue ich mich jetzt jedes mal, wenn ich den computer aufklappe und dieses bild sehe.
was man auf diesem bild eigentlich sieht, habe ich mir von hank green (auf youtube) erklären lassen: man sieht nicht nur sterne, sondern auch planeten — und man erkennt, dass sie sich alle auf einer umlaufebene befinden (sie sind auf dem bild quasi aufgereiht). der mond erscheint nicht wie sonst bei einer mondfinsternis wie eine schwarze scheibe, weil er von der erde am linken oberen rand beleuchtet wird. und die aufnahmen der mondfinsternis waren nur möglich, weil die artemis-mission verschoben wurde.
viele sagen ja (unter anderem hank green), dass das die besten fotos der welt sein könnten, aber gleichzeitig sind das wahrscheinlich auch mit die teuersten fotos der welt, was die produktionskosten angeht. und trotzdem gibt es eine einfache relativ einfache lizenz, mit der man die bilder nichtkommerziell nutzen kann.
abendessen heute
wieder hühnerfrikasse, diesmal aus dem ganzen huhn, bzw. den schenkeln. wir haben jetzt für morgen noch zwei brüste und die flügel.

the baum


wenn frida und ich hier am baum eine kurze #morgenspaziergangspause machen, kommt jetzt regelmässig diese krähe dazu und fragt nach käse. frida agitiert das immer ein wenig, weil sie der meinung ist, dass die krähe kein recht auf unsere reaourcen hat und sie es auch nicht mag, wenn ich meine aufmerksamkeit teile.
in der regel hält sich frida auch an meinen wunsch die krähe in ruhe zu lassen, aber als wir heute aufstanden um weiterzugehen, verjagte sie die krähe dann doch einmal kurz sehr vehement. die krähe ist uns dann noch ein bisschen gefolgt, bis es ihr zu doof wurde und sie abdrehte.

hierzu ↑ schrieb meta bene vor ein paar tagen:
wie man sieht, hat er natürlich recht.

aber dafür gibt’s auf dem e-paper-display jeden tag ein neues anderes meta-bene-motiv.
golda-meir-steg
paradise staffel 2

die acht folgen der zweiten staffel habe ich in 3 tagen weggebinged, statt 5 tage, die ich für die erste brauchte. fazit: sehr gute serie, die es schafft der post-apokalypse noch eine post-post-apokalypse dranzuhängen und gleichzeitig alle genre konventionen zu brechen. ich hab nach jeder folge meine gedanken notiert, immer etwas flach, aber ich glaube grösstenteils spoilerfrei. statt das selbst mühsam zusammenzufassen (oder einen assistenten das machen zu lassen), mach ich das einfach per copy & paste.
s02e01, graceland
nicht schlecht, die ganze erste folge mit einer neuen geschichte zu verbringen, die dann erst am ende ein paar fäden mit den ereignissen der ersten staffel verbindet. die ganze geschichte ist gegen die genre-erwartungen gebürstet, was mir sehr gut gefiel. scheint nach ner guten ersten staffel, ne gute zweite staffel zu werden.
s02e02, mayday
die geschichten „draussen“ sind signifikant spannender als die „drinnen“, aber die erzählweise gefällt mir weiterhin sehr gut. langsam webend, aber nie mit längen, wird das handlungsnetz gesponnen. freue mich jetzt schon, dass es eine dritte staffel geben soll.
s02e03, another day in paradise
schon erstaunlich wie furchterregend bösewichte gezeichnet werden können, wenn man aufs testosteron verzichtet. „sinatra“ hat das potenzial meine lieblingsbösewichtin jemals zu werden.
s02e04, a holy charge
leichte game of thrones vibes, lieblingscharaktere sterben wie die fliegen. die serie hat dadurch eine gewisse unberechenbarkeit, auch wenn mir der eine oder andere plot-twist schon 15 minuten vorher klar war. paradise wird leider immer besser und bleibt stets geerdet.
s02e05, the mailman
mir gefällt wirklich gut, dass die serie optimistisch bleibt und zeigt, dass auch nach einer apokalypse das gute im menschen, in gemeinschaften, überleben kann, dass man an das gute im menschen glauben kann, auch nach dem ende der zivilisation, wie wir sie kennen. dabei bleibt immer noch viel platz für abgründe und darum geht’s unter anderem in dieser folge.
s02e06, jane
eigentlich ist es nicht nur lobenswert, dass eine serie sich bemüht, die wirklich interessanten charaktere weiblich zu besetzen. es ist auch gleichzeitig etwas, das die qualität dieser serie und den unterhaltungswert steigert und die interessanz signifikant erhöht. „sinatra“ und „jane“ zeigen, welches potenzial bösewichte haben, wenn man sie nicht mit dem üblichen männlichen bösewichtgehabe zeichnen muss. es eröffnen sich so viele möglichkeiten, die die serie mit „sinatra“ gekonnt nutzt und — leider — mit „jane“ ein bisschen in klischees ersaufen lässt. das hätte man (noch) besser machen können, aber es war gut genug, um mich hinter dem ofen hervorzulocken.
je länger ich darüber nachdenke: alle wichtigen figuren in dieser serie — bis auf xavier — sind weiblich. und das ist nicht nur einfach mal eine abwechslung, sondern zeigt, welches potenzial andere serien und filme links liegen lassen. vielleicht hat das aber auch nur deshalb so gut geklappt, weil hier eine kombination aus einem gelungenen drehbuch und gutem schauspiel zusammenkam.
s02e07, the final countdown
na gut, es sterben doch nicht so viele lieblingsfiguren in paradise wie in game of thrones, da hab ich mich dramaturgisch in die irre leiten lassen („she was taken from me“). und die handlung wird vorhersehbarer, je mehr das drehbuch auf die action-tube drückt. ausserdem schleichen sich langsam hier und da mystery elemente in die serie, von denen ich noch nicht sicher bin ob sie mir gefallen werden. ansonsten manövriert die serie aber ganz gut durch spannungsbögen und erwartungshaltungen. trotzdem schade, dass auch hier das alte hollywood- oder james-bond-rezept durchscheint, dass es zum dramaturgischen höhepunkt immer um die rettung der welt gehen muss, statt einfach nur um ein paar komplizierte moralische konflikte. was schade ist, weil die erste staffel einfach geerdet blieb und die zwaite zum staffelende jetzt doch ein bisschen abhebt.
ach ja, the final countdown wird auch nicht besser, wenn er von amelia mclean statt europe gesungen wird.
s02e08, exodus
auf eine art ein happy end, aber leider mit einer dicken schicht mystery-mayonnaise. trotzdem mochte ich die tatsache, dass die ersten prototypen eines quantencomputers, die man im laufe dieser folge in einem rückblick sah, tatsächlich so aussahen wie einer der ersten prototypen eines quantencomputers von IBM, den man unter anderem in diesem video sieht oder hier.
auch wenn zum ende hin alles ein bisschen ins hanebüchene und pathetische abdriftete, habe ich das gerne gesehen. trotzdem kann ich mich mit ein bisschen abstand vielleicht sogar auf die hanebüchene idee, die die serie zum ende hin andeutet, einlassen. weil das bedeutet, dass die dritte staffel dann ganz anders als die erste und zweite wird. und das muss ja nicht unbedingt schlecht sein.
heinsberg - berlin 06.04.2026
am montag um 10:50 uhr losgefahren, 5 stunden später, gegen 15:48 uhr, haben wir die kinder am bahnhof in hannover abgegeben. um 20:47 uhr waren wir zuhause. damit waren wir, genau wie auf der hinreise, genau 10 stunden unterwegs.
wir sind im prinzip wieder mit zwei ladestopps durchgekommen, plus zwei 10 minuten stopps. diesmal noch mehr aufs hypermiling geachtet und 80% der strecke nicht schneller als 110 km/h gefahren. laut meiner eigenen, womöglich ungenauen verbrauchsrechnnung aus den live-daten waren es um die 15-16 kWh/100km, auf der hinfahrt um die 18-19 kWh/100km. ich rechne das nach der auswertung der tankstopps nochmal nach.
staus gab’s wie auf der hinfahrt nur auf der gegenseite, gelegentlich war der verkehr zähfliessend. die freundin des kinds sagte am ende der fahrt (in hannover) sie möge das reisen im elektroauto, das entschleunige das reisen auf eine angenehme art. meine worte. auch diesmal haben wir das laden entspannt mit snacks und getränken und einem kleinen schläfchen verbracht.
weil wir diesmal keine snacks dabei hatten, gans einen stopp bei mcdonalds. die beifahrerin und das kind waren sehr enttäuscht vom veggi-burger, den mcdonalds neuerdings (?) wohl in zusammenarbeit mit valess macht. das pattie ist aus milcheiweiss hergestellt und ist wohl einen kohlenhydrat-bombe und schmeckt ziemlich scheisse. ich erinnere mich, dass mcdonalds mal mit beyond burger zusammenarbeitete, die sind lecker. valess scheint mir keine gute wahl zu sein.
→ weiterlesenbürgerwiese
vorspeisenplatte.de: Journal Ostersonntag, 5. April 2026 – Sonne und Wärme, Raviolibasteln
Juna bloggt über die Entstehung einer neuen Biografie über den Fotografen Fred Stein (1909-1967), und ich blieb an den verlinkten Fotografien aus dem Paris der 1930er hängen – so großartig! Auch das New York Portfolio finde sehenswert, gerade weil es so viele Fotografien aus der Hand europäischer Exilant*innen in dieser Zeit gibt; Steins Blick ist ein ganz eigener.
die fotografien aus dem paris der 30er jahre sind in der tat sehr grandios.


(siehe auch: gleicher raum, gleiche personen, vor einem jahr)
morgenspaziergang 05.04.2026
paradise staffel 1

die serie war eine empfehlung vom nuf und ich habe die erste staffel sehr gerne gesehen. das thema ist auf den ersten blick ein bisschen ausgelutscht, weil sich aktuell fallout und silo um ganz ähnliche geschichten drehen. dazu kommt ein bisschen the truman show, a house of dynamite und wayward pines — und trotzdem schafft es die serie originell und fesselnd zu sein, weil sie auf eine art eine true detective geschichte ist.
ich mochte es sehr, wie differenziert, vielschichtig und nachvollziehbar die „bösewichtin“ gezeichnet war. der good guy war eine spur zu eindimensional, aber das passte schon.
ich habe ich mehrere nächte in folge über die moralischen konflikte die in der serie diskutiert werden geträumt. das ist immer ein gutes zeichen dafür, dass mich eine serie und ihr inhalt gepackt hat.
theoretisch hätte ich die erste staffel schneller als in fünf tagen weggebingen können, weil sie zu keinem zeitpunkt langweilig oder anstrengend war oder gar abhob. und ich wollte auch ein bisschen, dass es nicht zu schnell vorbei ist, so wie ich da mittlerweile oft mit dem abendessen mache: wenn ich abends nicht alles aufesse, habe ich ein tolles, ready-made frühstück am nächsten tag.
nach der ersten staffel habe ich mich gefreut herauszufinden dass die zweite staffel auch schon streamt. damit habe ich nochmal mindestens 5 tage gute abendunterhaltung.
(nachtrag: kritik und rezension der zweiten staffel)













gilt auch fürs blogging.