heute auf dem morgenspaziergang zwei tote waschbären gesehen, einen lebenden braunen laub (?) frosch, zwei raufende habichte (oder so) und zwei mitglieder aus der rabenfamilie die offenbar immer noch in den rehbergen hausen. das wetter würde ich noch nicht herbstlich nennen, dafür war es zu schwül. aber immerhin war es romantisch diesig.
wäre ich ein schauspieler, wäre ich sicherlich ein miserabler schauspieler. mir fällt es wahnsinnig schwer mich gehen zu lassen, nicht ich zu sein. das macht mich auch zu einem miserablen drogenkonsumenten, weil alle drogen die auch nur im ansatz meine selbstwahrnehmung verändern mir unangenehm sind. ausnahmen sind drogen die ich gelernt habe zu dosieren, vor allem alkohol. die schwelle an der ich das heft aus der hand gebe kann ich, nach über 40 jahren dosierübung, gut kommen sehen und vermeiden.
andererseits, vielleicht bin ich ja doch ein ganz guter schauspieler, aber eben einer, der nur eine rolle drauf hat: den felix. den spiele ich mit all den charakterzügen die mir durch erziehung, erbgut, erfahrungen und reflektion ins drehbuch geschrieben wurden. die rolle die mir zugeschrieben wird und die ich mir selbst auf den leib geschneidert habe, in der fällt es mir leicht zu bleiben. die rolle zu wechseln eher nicht.
ich bin mir auch nicht ganz sicher, was ich von menschen halten soll, die in andere rollen schlüpfen können und das gegebenenfalls auch durchziehen. ich schwanke da zwischen bewunderung, irritation und unverständnis. mir fällt da immer der auftritt von joaquin phoenix 2009 bei david letterman ein. da spielte er eine durchgeknallte version von sich selbst, in der er seine schauspielkarriere aufgeben und hip-hopper werden wollte. er zog die rolle bis zum bitteren ende durch. 16 jahre später sagte joaquin phoenix bei stephen colbert immerhin, dass ihm dieser auftritt wahnsinnig schwer gefallen sei („it was horrible, it was so uncomfortable, i regret it“).
meine irritation und mein unverständnis kommen wahrscheinlich genau daher, dass ich mir einfach nicht vorstellen kann, wie man solche unangenehmen situationen als mensch überhaupt ertragen kann, bzw. sie trotz des „horrors“, der scham, die solche situationen potenziell erzeugen, durchzieht.
das gleiche frage ich mich bei leuten wie kim jong-un oder donald trump, die bei öffentlichen auftritten die rolle eines (vermeintlich) grossen staatsführers spielen. wie ertragen die das? reden sie nach feierabend oder am sterbebett ähnlich wie joaquin phoenix bei colbert darüber? wie unangenehm es ist eine solche aufgeblasene, karikaturhafte, aller menschlichkeit und empathie beraubter rolle „in character“ durchzuziehen? oder vollbringen sie das kunststück ihre rolle 24/7 durchzuziehen? selbst hitler legte seine rolle (offenbar) gelegentlich ab und sprach wie ein normaler mensch.
ich bin auf irgendeine art unfähig zu glauben, dass leute wie donald trump, kim jong-un die absurden rollen die sie spielen ernst meinen und warte immer darauf, dass sie vielleicht bei interviews oder auftritten plötzlich losprusten und sagen: „ha, ha, reingefallen!“ auf eine andere art, weiss ich natürlich, dass diese hoffnung quatsch ist.
während meines zivildiestes lernte ich einen erwachsenen behinderten kennen der nicht sprach und grosse teile des tages mit dem ausführen von zwangshandlungen verbrachte. eine dieser zwangshandlungen war lichtschalter mehrfach zu betägigen. ansonsten erschien er wie ein ganz normaler, freundlicher, mittelalter mann. er sprach zwar nicht, aber man konnte mit ihm reden und er verstand auch alles. man erzählte mir, dass er, wenn er zuhause bei seiner familie zu besuch sei, ganz normal reden würde und angeblich sogar ein bisschen redselig sei.
ich glaube diese geschichte tat mir nicht gut und pflanzte eine idee in mein hirn, dass man menschen, die sich konsequent abweichend von der norm verhalten, nur ein eine besondere situation bringen muss, damit sie wieder „normal“ werden. daran scheiterte david letterman 2009 allerdings in aller öffenlichkeit und donald trump wird seine rolle wahrscheinlich auch an seinem sterbebett durchziehen — in der hoffnung, vielleicht doch noch einen nobelpreis zu bekommen. oder erstazweise den stay-in-character-oscar.
wie ichs mir vor drei tagen vorgenommen hatte, habe ich mein gewicht jetzt erstmal um die 104 kilo gehalten. geholfen hat, dass das kind mit seiner freundin da ist und wir die guten sachen kochen. gestern gabs zum abendessen, vom kind zubereitet, reisnudel-salat auf vietnamesische art mit fleischklopsen, heute fufu mit erdnusssosse und huhn (von mir und der beifahrerin zubereitet). mein appetit hat gegebenenfalls auch einen ticken zugenommen, weil ich mir die spritze jetzt alle 8, statt alle 7 tage setze und ich jetzt mit der wochendosis auf tag 7 bin.
weitere nebenwirkung des semaglutids (und/oder des gewichtsverlustes): mein blutdruck, der sonst immer leicht erhöht war ist plötzlich im sehr grünen bereich. früher konnte ich den blutdruck durch aktivität in den grünen bereich drücken. meine hausärtzin sagte das sei grundsätzlich in ordnung, den blutdruck nach aktivität zu messen und wenn er dann besser als sonst ist. jetzt isser auch vor dem spazieren gehen im grünen bereich.
fridas fuss ist nach dem dritten tierarztbesuch auch wieder im grünen bereich — und sie noch auf antibiotika und schmerzmitteln (gegen die entzündung). die arztbesuche waren in erster linie diagnistik, die dann allerdings auch keine eindeutigen befund gebracht haben. wahrscheinlich wars doch keine granne in fridas knöchel, sondern eben irgendwas, was ich entzündet hat. sie erträgt die behandlungen und die verbände am fuss heldenhaft, mittlerweile trägt sie aber auch nur noch einen kleinen verband.
wir haben zwar jahrelang daran gearbeitet und viel energie und geduld da rein gesteckt, dass frida uns zutraut probleme zu lösen und zu entscheiden was richtig ist, aber es ist immer wieder herzzerreissend, dass sie auch akzeptiert, dass dazu unangenehme dinge wie tierarztbesuche und verbände gehören. wenn sie schmerzen hat, wendet sie sich fragend an uns und sucht nähe. auch wenn sie angst hat, wie kürzlich noch zum jahreswechsel, als es wochenlang überall knallte, lief sie nicht in panik weg von der geräuschquelle, sondern suchte nähe zu uns.
heute beim morgenspaziergang sind wir einem border collie begegnet, an dem wir zunächst vorbeigehen konnten, der sich dann aber gegen den willen seines besitzers dazu entschied frida zu hüten oder zu treiben. der collie war sensibel genug auf mein abschirmen von frida zu reagieren, aber weil er es mehrfach versuchte an mir vorbei zu kommen, führten wir einen kleinen tanz an der catcherwiese in den rehbergen auf, während der besitzer den rhythmus dazu schrie: „nein! — nein — nein …“. das schöne an der unangenehmen situation: frida überliess mir den border collie und mischte sich nicht ein, sondern hielt sich hinter mir und ich hatte noch nicht mal puls, weil ich mir einbildete die situation richtig, als nicht allzu brenzlig, einzuschätzen. wäre der hund ein deutscher schäferhund gewesen, hätte ich wahrscheinlich ordentlich puls bekomen. als der besitzer nach unserem tanz sagte, dass es ihm leid täte, meinte ich es sogar ernst, als ich sagte: „keine problem“. obwohl ich dann auf dem weiteren weg mit frida dachte, dass er ja auch die verkackte schleppleine, die an seinem hund hing, hätte benutzen können.
weil das kind gerade zu besuch ist, musste ich heute im schlafzimmer arbeiten. während ich da so sass und mich sammelte und diese figur der beifahrerin (← instagram-link, stattdessen bild hier betrachten → klick) die dort steht, betrachtete, bemerkte ich zwei dinge: einerseits fiel mir auf wie grossartig die figur getöpfert ist und andererseits wie wichtig es ist es kunst, kreative arbeiten nicht nur aus verschiedenen perspektiven zu betrachten, sondern auch mit verschiedenen stimmungen und in verschiedenen situationen. mit kunst im haus zu leben, mit kunst quasi durchs leben zu gehen (statt sie nur einmalig in einer ausstellung zu betrachten), ist schon ein privileg — oder besser gesagt: das macht kunst auf so viel mehr ebenen erfahrbar. man entdeckt ständig neue deteils, neue aspekte, neue (be) deutungen. mit kunst zusammen zu leben erweckt sie quasi zum leben.
gefreut habe ich mich heute sehr über eine kleinigkeit hier im blog. gerade mal 30 minuten nachdem ich diesen artikel veröffentlicht habe, hatten schon zwei menschen auf den 💩 geklickt, obwohl ich den artikel, die bilder, noch nicht einmal aufmerksamkeitserweiternd auf mastodon oder bluesky syndiziert hatte.
erschütternd wie leicht es ist, mir eine freude zu machen.
ich habe keine ahnung ob ausser mir irgendwer die fotos des morgenhimmels, der kanäle und die subtilen bewegungen mancher „live“ fotos interessant findet. aber weil das hier mein blogdings ist, ist die frage ja ohnehin wenig relevant.
früher war das internet ziemlich scheisse. ich weiss das, weil ich früher als boris becker drin war. eigentlich sogar vor netscape 1.0. das internet war damals enorm unpraktisch und fand nur am schreibtisch statt. man musste sich einen tcp/ip stack installieren, sich umständlich einwählen und die einwahl war teuer weil sie über die telefonleitung ging und telefon war früher teuer. das internet war langsam und und die leitung brach oft zusammen. man erreichte niemanden weil niemand im internet war und alle freunde die man fragte, ob sie nicht auch ins internet wollten, nur mit dem kopf schüttelten und fragten: „warum?“
das internet war um die mitte der neunziger noch nicht mal sowas wie ein exklusiver club, von dem man nur durch geheimtipps erfuhr. es war eher wie der feuchte keller einer abgelegene gartenlaube in hintertupfingen. was es im internet schon damals gab waren „admins“ die ihren gartenlaubenkeller als ihren regierungsbezirk sahen, in dem sie schalten und walten konnten wie sie wollten. ein falsches wort in einem irc-chat und man wurde rausgekickt („You have been kicked by xy (bye.)“). als ich auf meiner ersten webseite um 1995 oder 1996 das gedicht lichtung von ernst jandl zitierte und darüber reflektierte, wurde ich vom server gekickt, weil die admins dachten ich sei ein nazi. das gedicht von jandl geht so:
lechts und rinks kann man nicht velwechsern. werch ein illtum!
auch wenn das internet früher scheisse war, ich fand es natürlich toll. wie alles was potenzial hat, wie alles was man mitformen, mitgestalten kann, dem man beim wachsen zuschauen kann. wie alles, das freiräume bietet, offen, undefiniert, chaotisch, blinkend, bunt, schmutzig ist.
der kommerz kam auch schon in den 90ern ins internet, als hotwired 1994 die erste bannerwerbung schaltete, ging ein aufschrei durchs netz. pornoseiten waren genau so früh im internet (oder früher), wie die ersten browser. die erste suchmaschine, altavista war scheisse, aber immer noch besser als keine suchmaschine. das internet war von anfang an scheisse und ist es bis heute, genau wie die welt schon immer scheisse war.
viele menschen haben mit der welt die gleichen probleme wie andere menschen probleme mit dem internet haben. es gibt nicht wenige menschen, die glauben das früher „alles“ besser war oder sehnen sich nostalgisch verklärt und mit selektiver wahrnehmung längst vergangenes zurück. nostalgie ist schlimmer als eine sonnenbrille, sie verfärbt den blick in die vergangenheit ins rosa-spektrum und erschwert den blick in die gegenwart und die zukunft durch dunkle schleier. mit einer nostalgiebrille auf der nase sieht man gar nichts mehr klar.
meine erfahrung ist, dass das internet heute genauso scheisse und genauso toll und voller potenziale ist, wie es das früher war. genau wie in einer stadt oder in der welt lassen sich orte und gemeinschaften finden, in denen man sich wohlfühlt und genau so gibt es ecken die man lieber meidet. es gibt orte mit denen man nichts anfangen kann und sich wundert dass davor warteschlangen stehen und es gibt orte nach denen man sich sehnt.
ich schreib das alles auf, weil ich gerade ein paar leute mit nostalgiebrillen beobachtet habe.
der witz ist natürlich, dass diese nostalgie nach dem alten internet genau so alt ist wie das internet. auch um 1994, als „neueinsteiger“ in dieses internet, hörte ich leute die sich beklagten, dass das alte internet doch irgendwie viel besser gewesen sei. heute wie damals fällt mir dazu nur diese antwort ein: leute macht doch mal die augen auf — und geht auf entdeckungsreise. das internet heute ist das internet, nach dem sich in 30 jahren auch wieder alle möglichen nostalgiker sehnen, die es nicht schaffen ihre augen in das blendende und oft irritierende licht der gegenwart und zukunft zu richten.
Wenn man nur in Blankenese (Social Media) rumhängt, darf man sich halt nicht wundern, wenn man nur Pfeffersäcke trifft und keine netten Bürgerzenteren findet. Es ist alles noch da: Foren, crazy Homepages, Webseiten ohne Cookiebanner und Paywall. Man muss sich halt schon die Mühe machen und hingehen.
vorgestern hab ich mir wieder „one-pot“ nudeln gemacht, also (dosen) tomaten, zwiebel und knoblauch passiert und zusammen mit den nudeln gekocht, etwas grob geraspelte karotte, salz, pfeffer, thymian, insgesamt 10-15 minuten länger gekocht als auf der packungsangabe angegeben. ausserdem insgesamt die tomatendose andertalb mal mit wasser gefüllt hinzugefügt. das ergebnis ist wie letztes mal von perfekter konsistenz und bestem geschmack.
und ich frage mich, warum man nudeln sonst nur als all’assassina so (ähnlich) zubereitet. am besten sind die nudeln am folgetag, weil die sosse dann wegen der vielen ausgetretenen und in der sosse aufgefangenen stärke beinahe eine einheit mit den nudeln formt.
die beifahrerin war über zwei jahre noch nicht so weit einen geeigneten platz in ihren räumlichkeiten für die uhr zu finden. vor ein paar tagen war es so weit und die uhr zog zu ihr. weil ich auch eine kuckucksuhr haben wollte habe ich mir diese hier „uhr“, auch schon mindestens ein oder zwei jahre her, gebaut.
so lange die uhren bei mir hingen, liess ich home assistant per zufall auswählen welche uhr den kuckuck macht. jetzt wo sie in verschiedenen räumen hängen, hat mich der ehrgeiz gepackt sie auf die sekunde gleich losplärren zu lassen.
der vorteil einer heimautomatisierungssoftware wie home assistant oder esphome (die beide „uhren“ antreiben) ist ja die hundertstel-sekunden genaue uhrzeit. eine präzision, die eine mechanische uhr niemals hinbekommen würde. man muss halt nur einmal kalibrieren, dann passt es. ein weiterer vorteil: um 23 uhr hören die uhren auf zu plärren. bei mir im zimmer bis sechs uhr, bei der beifahrerin im zimmer bis neun uhr.
die mechanik der „echten“ uhr ist übrigens sehr filigran und leicht schrottig. hier hab ich die mal gezeigt. der fisch plärrt ganz klassisch per lautsprecher. eine weitere erkenntnis: eine kuckucksuhr die so oft plärrt wie die stunde geschlagen hat ist quatsch. es reicht vollkommen einmal zu schreien. mehr als einmal nervt extrem. ich hoffe das spricht sich alles auch irgendwann im schwarzwald rum.
fridas verdauung hat sich schnell wieder erholt nach dem kurzen sodbrenn-intermezzo, aber wir waren gestern trotzdem wieder beim tierarzt. seit dienstag schnüffelte sie immer wieder an ihrer linken hand, an einer bestimmten stelle und deutete dort schmerzen an. weil sie nicht lahmte, sondern nur etwas vorsichtiger agierten, gingen wir weiterhin von muskelkater, verstauchung am handgelenk oder einer zerrung aus.
gestern beim mittagsschlaf wachte sie auf und wunderte sich darüber, dass ihre linke hand blutete. ich auch. bei näherer untersuchung sah mal eine kleine blase/entzündung die aufgeplatz war. wahrscheinlichste diagnose: eine granne, also ein samen der sich in den fuss gebiohrt hat. das kommt bei hunden leider relativ oft vor, wir mussten frida schon zweimal grannen aus dem ohr holen lassen. am samstag liess sich die granne nicht ohne weiteres aus fridas fleisch holen, die tierärztin empfahl uns am montag nochmal zu kommen, dann könne man mit ultraschall versuchen den fremdkörper näher zu lokalisieren.
die prozedur liess frida bravörös über sich ergehen, abwohl die tierärztin nur mit spray-anästhesie im fleisch rumprökelte. auch an den verband gewöhnte sie sich relativ schnell und läuft wie eine eins darauf, obwohl sie es hasst, gedöns am fuss zu haben.
sie muss auch keinen schamkegel tragen, weil sie den verband in ruhe lässt, bzw. weil sie unser verbot daran rumzunagen respektiert.
der versuch eines klimmzugs war heute ein paar zentimeter besser als beim ersten versuch vor ein paar tagen und auch mit liegestützen komm ich in einem rutsch nicht über 10 stück. bei den liegestützen spüre ich jeden muskel im körper. aber insgesamt habe ich das gefühl, dass mein körper dankbar ist für den gewichtsverlust. hinhocken konnte ich mich auch mit 10 kilo mehr, aber ich merke eindeutig, dass der stress auf den bändern mit weniger gewicht deutlich nachlässt. es ist fast bequem zu hocken.
ich denke jetzt drüber nach den gewichtsverlust ein bisschen zu bremsen. gestern auf dem rückweg vom tierarzt haben wir kuchen gekauft und je ein halbes stück pina-colada- und blaubeer-käsekuchen gegessen. abends hab ich meinem appetit nachgegeben und cashew nüsse zu fernsehen geknabbert. trotzdem heute wieder weniger gewogen als am vortag: 103,5. hier die ungeglättete kurve meiner wäägungen.
ungeglättetetes home-assistant diagram meine wäägungen, man sieht seit anfang juli eine stetige abwärtsbewegung, allerdings nehme ich semaglutin erst seit anfang august. der vorherige gewichtsverlust lag daran, dass ich die alkoholaufnahme etwas reduziert habe.
mein eindruck der letzten tage ist, dass ich gelegentlich, trotz semaglutid kleine appetitattacken habe, die ich aber relativ leicht unterdrücken kann, oder schnell mit winzigen portionen umami-haltger lebensmittel befriedigen kann. hunger kommt auch gelegentlich auf, der sich allerdings auch leicht nach hinten schieben lässt und dann schnell, mit kleinen portionen, befriedigen lässt. meine vorstellung ist, wenn ich diesen bedürfnisse weniger unterdrücke, aber bei kleinen portionen bleibe, dass sich das gewicht dann auf einem niveau halten lässt. das will ich zumindest in der kommenden woche ausprobieren.
gelesen habe ich thomas schmid (stoff zum nachdenken) und stefan niggemeier (empörung über die bild ist schon länger von erstaunen darüber abgelöst worden, wie schmerzbefreit und schamlos der springerladen mittlerweile ist), gesehen habe ich steve mould (wie immer toll, wie er einen in seinen videos auf seine entdeckungsreise, mit allen irrungen und wirrungen mitnimmt), rusty shades (hands tv), polymatt (laptop-gehäuse neubau) und veritasium (über gummi und warum uns potenziell eine weitere globale katastrophe ins haus steht).
We must all suffer one of two things: the pain of discipline or the pain of regret. Discipline weighs ounces, but regret weighs tons. Every day, you are choosing which one you will carry.
nach dem nachtspaziergang heute früh war ich etwas grumpy weil ich zuerst nicht wieder einschlafen konnte. ich hätte schon einschlafen können, aber frida litt ganz offensichtlich sehr unter ihrem sodbrennen und bat mich verzweifelt doch nochmal mit ihr rauszugehen. nicht weil sie musste, sondern wahrscheinlich weil sie hoffte, dass rausgehen ihr helfen würde. ich bin eigentlich ganz gut darin keine schlechte laune in mir aufkommen zu lassen und auch in konfliktfällen gut gelaunt zu reagieren und gut gelaunt zu bleiben. aber bei (zu viel) schlafentzug (oder wenn ich kränkel) gelingt mir das nicht immer und ich reagiere auch mal unwirsch. das gute daran: es erinnert mich daran, dass eine kurze zündschnur, wut oder auch nur unfreundlichkeit — zumindest bei mir selbst — eigentlich überforderung und ein zeichen von schwäche ist. das kann man vielleicht auch verallgemeinern, aber das mach ich (jetzt) nicht.
nach dem frühstück, zu dem ich nicht nur schlechtgelaunt war, sondern mir das auch noch anmerken liess („bist du genervt?“), konnte ich dann zum glück nochmal schlafen, weil die beifahrerin den leidenden hund übernahm. nach etwas weniger als andertalb stunden schlaf war ich dann wieder bei mir und robust genug für gute laune.
am abend war ich sehr erfreut über den weiteren verlauf der dritten staffel foundation. den rest des abends mit einem krautsalat und lesen verbracht.
Jupiter, the Roman god, was often up to no good. According to myth, he obscured his mischief with a blanket of clouds so that nobody could see what he was up to. His wife, though, had the power to see through these clouds and monitor his shenanigans. Her name was Juno.
witzig wie die griechische und römische mythologie uns bis heute material gibt, das wir uns aneignen und für unsere modernen zwecke gebrauchen können, zum illustrieren oder kristallisieren unserer gedanken. das ist das tolle an mythen und märchen. wir können sie in jede richtung interpretieren, die uns gerade in den sinn kommt. albert camus nahm den mythos des sisyphos, um daran seine existentialistischen gedanken kristallisieren zu lassen, neil gaiman dürfte so über ein dutzend bücher geschrieben haben, die alte mythen neu interpretieren und erzählen, die nasa findet symbolisch passende namen für ihre instrumente in der alten römischen mythologie. wir sind eben auch grosse sprachmodelle die unentwegt alte geschichten scrapen und neue herbei halluzinieren.
auch gelernt, allerdings in der wikipedia: jupiter stabilisiert durch seine enorme masse den asteroidengürtel.
Ohne Jupiter würde statistisch gesehen alle 100.000 Jahre ein Asteroid aus dem Asteroidengürtel die Erde treffen und Leben dadurch vermutlich unmöglich machen.
ich hatte ja schon mal beschrieben, wie faszinierend ich es finde andere leuten beim „sandstrahlen, feilen, abfasen von scharfen kanten oder neu drehen von gewinden zu beobachten.“ daran hat sich bis heute nichts geändert und auch polymatt feilt und fast und dreht und ich habe ihm dabei sehr gerne zugeschaut.
das video habe ich geliked und den kanal abonniert, einerseits in der hoffnung den youtube algorithmus weiter in meinem sinne zu trainieren, andererseits weil ich es mag wenn die kreatoren von videos sagen, warum sie sich über ein like und abo freuen würden: weil es die sichtbarkeit des videos oder des kanals erhöht.
frank chimero hat (für sich) den begriff „hands tv“ geprägt. seine definition passt zwar nur zu 30% auf das floppy-video, aber es hilft das genre besser zu fassen und zu beschreiben.
The rules of the genre are straight-forward:
Only restore items that fit on a workbench
The first and last shot must always be your hands placing the object on the workbench
Heidi ist natürlich „geflasht“ und komplimentiert das Publikum in jetzt wirklich perfekter Popstar-Aneignung: „Sowohl die Sonne als auch Ihr blendet!“ Vor ihr auf dem Platz zwinkert ein Plakat der Linken für die Kommunalwahl der Gen‑Z freundschaftlich zu: „Geht Wählen, ihr Mäuse“. Ich bin ein bisschen verunsichert (und habe eh eine irrationale Angst, dass Susanne Daubner an jedem noch so abgelegenen Ort plötzlich auftauchen und „Cringe, Digger!“ sagen könnte), möchte mich aber vehement nicht wie Thomas Gottschalk fühlen und wähne mich daher mitgemeint.
coverbild: der grosse rote fleck vom jupiter. NASA/JPL-Caltech/SwRI/MSSS/Gerald Eichstadt/Sean Doran CC NC SA
kaum spreche ich darüber, dass ich es gut finde gelegentlich nachts raus zu gehen, meldete frida heute früh um vier an, dass sie mal raus müsse. bei ihr meldeten sich bereits gestern abend schon magen-darm probleme, als sie das abendessen in einem grossen fleischball auf meinem bett auswürgte. heute früh hatte sie ganz offensichtlich reflux, also sodbrennen.
also um vier uhr raus und sie hatte nicht nur das bedürfnis gras zu fressen, sondern auch das bedürfnis eine grössere runde zu gehen. es zog sie in die rehberge.
blick aus den rehbergen auf den dunklen himmel über den rehbergen
blick vom goethepark auf die gelb erleuchtete ugandastrasse.
blick vom park rehberge auf die transvaalstrasse
blick entlang der transvaalstrasse
blick auf die ecke transvaalstrasse/senegalstrasse
fridas wunsch in die rehberge zu gehen bin ich nachgekommen, weil es dort frische gras gab. frida ignorierte das gras aber wegen reizüberflutung, bzw. weil sie lieber nach tieren ausschau hielt. im goethepark haben wir uns kurz hingesetzt, was ein bisschen unheimlich war, weil es die ganze zeit im gebüsch hinter uns und vor uns raschelte. frida fand das nicht so aufregend und ihr fiel wieder ein, dass sie sodbrennen hatte und frass dann doch goethepark-gras. an der tangastrasse fand sie auch noch ein paar grasbüschel, die ihr zusagten.
obwohl fridas fuss immer noch nicht 100% in ordnung ist, entschied sie sich an der afrikanischen strasse einem tier das ich nicht sah, sie aber wohl, hinterherzujagem. beim treppensteigen und vom bett und sofa hüpfen schont sie ihren fuss merklich, hier vergass sie ihren offensichtlich noch leicht vorhandenen schmerz und ratse los. weil ich das antizipiert hatte, war sie eigentlich auch an der kurzen leine, aber leider war ich nicht reaktionsschnell genug und sie riss sich los und die dumme nuss jagte, was auch immer es war, nach. zum glück stoppte sie kurz danach (zwei häuser weiter) wieder und lahmte ein bisschen.
zurück zuhause brauchte sie eine weile bis sie wieder einschlief, während ich das nächtebuch füllte.
die waage sagte nach dem spaziergang 104,7 kg, zum frühstück gibt’s nachher einen guten rest curry mit bohnen, zwiebeln, spitzkohl und huhn. jetzt lege ich mich auch erst nochmal hin.
verschlafen und erst um 7 uhr aufgewacht, obwohl ich schon um 23 uhr ins bett gegangen bin. allerdings sass ich auch zwischen vier und halb vier am schreibtisch. ich mach das seit ungefähr 10 jahren so, dass ich, wenn ich nachts aufwache, am computer prüfe ob in der welt alles in ordnung ist, was aufschreibe, optimiere, repariere. so wie tagsüber der mittagsschlaf ein luxus ist, den ich seit homeoffice-zeiten sehr zu schätzen weiss, ist das nachts-wach-sein ein luxus. beides sind phasen in denen ich ganz für mich bin und das rauschen der welt ausblenden kann.
in zeiten wenn frida kränkelt und nachts öfter raus muss freue ich mich beinahe einen grund zu haben auch mal nachts raus zu gehen. die nacht ist deshalb besonders und magisch, weil alle anderen nicht da sind. wären nachts alle wach, wäre das einzig besondere an der nacht, dass es dunkel ist.
vorgestern hab ich mich bei morgenspaziergang an klimzügen versucht. die knapp 10 kilo weniger auf den rippen haben nicht geholfen, ich habe gerade mal einen 16tel klimzug geschafft. ungefähr 6,2 cm. ich vermute ich muss noch 90 kilo abnehmen, bis ich einen klimmzug schaffe. den witz (mit den 90 kilo) hab ich mir auf demselben morgenspaziergang ausgedacht, als mein geist ins blog abshwiff. insgesamt nimmt mich dieses blogdings sehr in beschlag, aber das ist auch gut so. weil ich hier machen kann was ich will und ohne hochtrabend klingen zu wollen und obwohl ich mit jazz nichts anfangen kann, ist das schreiben ins internet für mich wohl tatsächlich genau das: jazz.
ich sag das natürlich auch, weil ich die helge schneider doku heute abend zuende geschaut habe. in der doku trifft helge schneider unter anderem viele alte weggefährten vor der kamera, aber fast jede dieser begegnungen endet im absurden oder wurde kurz und klein geschnitten. was teilweise sehr lustig und sehr irritierend ist. als helge schneider schneider alexander kluge trifft, „einer der letzten philosophen … äh … mit denen … äh … ich noch spreche …“, ist das folgende das gesamte gespräch:
schneider: du hast dir die fragen vorher ja eigentlich gar nicht ausgedacht?
kluge: nein, das geht auch bei dir gar nicht. fragen die man sozusagen absichtlich stellt, das merkst du und dann antworteste nicht.
[schnitt]
kluge: die vögel waren ja mal saurier. die vögel sind saurier.
schneider: ja, jaja.
kluge: und vielleicht haben die schon töne von sich gegeben.
schneider: ja, natürlich
kluge: … schwingung, ja, nich. und insofernn ist sozusagen …
[schnitt]
kluge: haferflocke mit saxofon. ja, und man … wer mal rollen
[schnitt]
kluge: also komm, so …
schneider: sehr schöne grüsse!
kluge: machs gut!
eins der wenigen zitate, das helge schneider nicht ridikülisiert, zerfleddert oder zerschneidet kommt kurz vor dem ende aus dem off und lautet so:
Jazz verkörpert für Helge Schneider nicht nur ein Stück unverzichtbarer Freiheit, die gelebt wird, sondern verkörpert zugleich Dissidenz, Abweichung, Außenseitertum. Aber man darf nicht den Fehler machen Jazz und Pop gegeneinander auszuspielen, denn Jazz ist für ihn eigentlich die Methode, permanente Überraschungen zu erzeugen, die dann natürlich auch populär sein können. Von daher ist Jazz und Pop und Popularität bei Helge Schneider kein Gegensatz.
das zitat stammt von peter kemper, aber das erfährt man im film nicht, das muss man sich schon zusammengooglen.
und das ist das ins internet schreiben für mich eben auch, ein stück unverzichtbarer freiheit, das zu schreiben und zu machen was ich möchte, was ich interessant finde, dinge ausprobieren, dinge obsessiv zu verfolgen bis sie mich langweilen, gelegentlich den geschmack anderer zu trefffen und gelegentlich das gegenteil. alles in der öffentlichkeit, aber eigentlich nicht für die öffentlichkeit.
gestern sagte jemand zu mir ich sähe müde aus. als sie das sagte, bemerkte ich, dass ich tatsächlich kurz abgedriftet war, mein geist auf wanderung war, ohne ziel, aber auch ohne anfang. das ist tatsächlich der zustand in dem ich normalerweise einschlafe. das ist ein sehr angenehmer zustand, zwischen verschiedenen welten und voller leere. ich bin dann jedenfalls aufgewacht (obwohl ich gar nicht schlief) und auch den rest des tages wach gewesen, ausser zu einem kurzen mittagsschlaf. so wie heute.
abends bin ich selten müde. es gibt so viel zu tun. ins internet schreiben, etwas hier schrauben, etwas dort drehen, fernsehen gucken, essen. im fernsehen liess ich heute abend mission impossible — the final reckoning laufen. nach 16 minuten und zwei sekunden schlug ich auf die pause taste weil ich es nicht mehr aushielt. man sieht dort einen alten mann der jugendliche, schrankfarbene haare trägt und die ersten 10 minuten vor seinem inneren auge szenen aus seinen alten filmen ablaufen lässt. alle die er trifft oder die zu ihm sprechen, sagen ihm er sei „the one“, der auserwählte um die welt zu retten. er sagt es auch irgendwann selbst in diesen ersten 16 minuten und zwei sekunden, er glaubt es also auch selbst. ich nicht.
also schalte ich um zu einer empfehlung von turi (zwei), eine helge schneider doku. die kann man in der ard mediathek sehen, ich schau sie in mediathekwebview. 40 minuten schaffe ich, dann isses doch n bisschen langweilig. wie alles von helge schneider pendelt auch diese „dokumentation“ zwischen brilliant, langweilig, peinlich und strunztlustig. grandiose kleine ideen, eingebettet in einen strom aus überdosierten absurditäten und normalitäten. und auch wie alles im zusammenhang mit helge schneider, eine frage der stimmung. ich glaube ich bin heute nicht in helge-schneider-stimmung und auch nicht in tom-cruise-stimmung.
bei konstantin lese ich (wieder) ein sehr schönes zitat:
I asked AI what we do with time, and it came back with words that were commercial and violent. We spend time, save time, take time, and make it; manage, track, and save it; we kill time, we pass it, we waste it, borrow, and steal it. We abuse time and it beats us back up, either in retribution or self-defense. It’s a zero-sum perspective of the material of our lives; it makes us prisoners to our own utility.
The AI said nothing about love, loyalty, or enthusiasm. When you wrap those up, it becomes clear that the best thing to do with time is to devote it. That is how you get time on your side. When you are working with time instead of against it, every bit matters, it all counts, even the fallow times, the empty times, the time off the path.
als ich zur zitatquelle durchklickte fand ich einen sehr schönen blogartikel. ich mag es wenn leute sich kritisch hinterfragen, leicht grumpy sind, aber nicht zynisch. wenn die balance der schlechten laune stimmt, wenn licht am ende der worte ist und kleine weisheiten aus der deprimierten stimmung fallen. das beste was man mit zeit tun kann, ist sie etwas zu widmen, nicht sie zu zählen oder zu sparen oder zu vertreiben. wunderbar.
aber fast noch schöner ist die seite auf der das steht. auf den ersten blick sieht die seite wie eine normale blog-beitragsseite aus.
dann scrollt man weiter …
… und weiter …
… und weiter …
… und es geht immer weiter …
… unter dem blog-beitrag öffnet sich die komplette weitere website …
… und hört gar nicht auf …
… bis man dann doch irgendwann am ende ankommt. wunderbar. toll.
aber auch auf einer miserabel gestalteten webseite und in grässlich zusammengehacktem beitrags-html können schöne texte ein zuhause finden, wie dieser hier von cory doctorow: Pluralistic: Zuckermuskian solipsism (via vowe.net).
ich finde doctorows sprache ein bisschen zu gefeilt und hochgestochen, aber eigentlich stört mich das nur wenn er seine texte vorliest. wenn man sie selbst im eigenen tempo und mit der gewohnten inneren stimme liest, lesen sie sich erstaunlich gut und klug.
das semaglutid-tagebuch lasse ich heute ausfallen. ich habe keine neuen erkenntnisse gewonnen, ungefähr das gleiche gegessen wie in den letzten tagen und wieder 200 gramm verloren. einzig erwähnenswert ist vielleicht, wie lecker der himbeer-quark heute nachmittag war, nämlich sehr.
gestern habe ich hier einen „Post Graph“ gesehen, der eigentlich ein plugin für eleventy ist. ich wollte das auch haben und habe chatGPT gefragt ob wir das gemeinsam bauen könnten. es kam mit einer ganz guten lösung um die ecke, die ganz anders als das eleventy-plugin aussieht und funktioniert, nämlich mit täglichen feldern, farbverläufen, bzw. heatmap-funktionalität und verlinkung auf den jeweiigen tag. im original ist die äuflösung nur nach wochen, der graph einfarbig und die wochen nicht verlinkt. aber chatGPTs vorschlag gefiel mir, auch wenn wir noch ein bisschen dran feilen mussten, ging das ultra-schnell.
weil der post graph tage verlinkt, musste ich mein archiv noch ein bisschen aufbohren. dort ging bisher sowas:
den post graph habe ich auf der rückseite eingebaut. weil er nicht adaptiv ist (das original offenbar auch nicht), blende ich ihn für bildschirmgrössen > 1200 px aus.
weil die beifahrerin heute unbedingt mit frida schwimmen wollte, fuhr sie heute ganz früh los um noch einen parkplatz am bernsteinsee zu bekommen. dort angekommen, war sie froh so früh losgefahren zu sein.
leerer parkplatz am bernsteinsee
das baden war wohl sehr schön, allerdings war es ausserhalb des wassers wegen der hungrigen mücken kaum auszuhalten. die beiden waren trotz je einer stunde hin- und rückfahrt ziemlich früh zurück.
ich ging statt des morgenspaziergangs morgeneinkaufen und altglas wegbringen. so wie ich morgens nüchtern spazierengehe, ging ich auch ohne frühstück einkaufen. wenn ich sonst einkaufen gehe, egal ob hungrig oder satt, tendiere ich beim einkauf meinem appetit zu erliegen und zu viel zu kaufen. und vielleicht noch einen kleinen snack. heute hatte ich nicht das bedürfnis irgendwas zur appetitbefriedigung zu kaufen. semaglutid / ozempic hat das potenzial, durch das wegfallen von impulskäufen, den handel zu ruinieren.
weil ich aber ein bisschen muskelaufbau machen wollte, kaufte ich eine kiste alkoholfreies bier. zum frühstück gabs einen kleinen rest von abendessen, später, gegen 11 noch ein laugenbrötchen mit käse und schinken. bis zum abendessen gegen 19 uhr hielt das vor, zum abendessen gabs einen salat aus paprika, ein paar linsen, einer zwiebel und etwas feta.
frida schien sich beim oder nach dem ausflug den fuss verknackst zu haben. so richtig klar was sie hat ist es nicht, weil sie nicht humpelt, aber eindeutig schmerzen im rechten vorderfuss hat. das ist leider sehr heizzerreissend, weil sie einen, wenn sie schmerzen hat, immer sehr hilfesuchend anschaut. sie guckt nicht vorwurfsvoll, aber sagt eindeutig: „ihr helft mir doch sonst auch bei jedem scheiss, warum könnt ihr mir jetzt nicht mit diesen schmerzen helfen?“
trotzdem wollte sie am abend nochmal raus. sie bestand auch darauf, dass wir nicht einfach nur um den block gehen, sondern wollte eindeutig in den goethepark. sie lief auch flüssig dort hin, merkte aber immer wieder an, dass sie schmerzen hatte. zurück gehen wollte sie aber auch nicht. den goethepark hatte sich frida dann aber anders vorgestellt. sonst ist dort immer spiel, spass und abenteuer angesagt — oder mindestens schmerzfreiheit. heute tats auch im goethepark weh. sie wollte dann noch richtung rehberge gehen, liess ich aber auf meinen vorschlag ein, mit einem kleinen bogen nach hause zu gehen. irgendwann wollte sie dann nicht mehr weitergehen und liess mich weiter an meinem ziel „muskelaufbau“ weiter arbeiten. sie liess sich anstandslos hochheben und tragen. denk man ja nicht, aber 8 kilo hund sind bei über 20°C ganz schön anstrengend zu tragen. nach ca. 500 metern musste ich eine pause einlegen und fragte frida ob sie vielleicht weiterlaufen wolle: „nein!“
nach der dritten pause konnte und wollte ich dann wirklich nicht mehr und ich wartete ab, bis sie die situation durchdacht hatte (3-4 minuten) und sich zum weiterlaufen entschloss. sie lief bis nach hause, ohne zu humpeln. zuhause frass sie ordentlich und entspannte sich auch schnell.
wenns morgen nicht besser ist gehen wir zum tierarzt, ich bin aber vorsichtig optimistisch dass sie das aua wegschlafen kann.
nachtrag 20.08.2025: frida geht’s heute früh wieder gut. weil die beifahrerin in der nacht wadenkrämpfe hatte, vermuten wir das frida auch sowas wie muskelkater oder wadenkrämpfe hatte.