ich bin ein grosser fan vom in­ver­tie­ren, es macht manchmal dinge sichtbar, die vorher schwer zu erkennen waren. „Ladies First“ auf netflix macht genau das, aus männ­li­chem chau­vi­nis­mus und arsch­lochig­keit werden weib­li­cher chau­vi­nis­mus und arsch­lochig­keit. das macht einige dinge sichtbar und ist gut für ein paar lacher und kreative details. alexandra zykunov findet das nach­voll­zieh­bar gut:

Dabei passieren diese Szenen so beiläufig, die Dialoge werden so all­täg­lich in die Ge­schich­te ein­ge­wo­ben, dass man als Zu­schaue­rin aus dem heftigen Nicken nicht mehr her­aus­kommt. Weil das alles für Millionen von Frauen total all­täg­lich ist. Was den Film allein schon aufgrund dieser De­tail­ver­liebt­heit zu einem Meis­te­rin­nen­werk macht.

mein gedanke, als ich nach 40 oder 50 minuten auf die stop taste drückte, war: ist mir ein bisschen zu platt um das zuende zu schauen. aber of­fen­sicht­lich ist plattheit und un­sub­ti­li­tät manchmal das mittel der wahl und erfüllt seinen zweck.

ich hätte mir einen etwas anderen film gewünscht, einer der ge­dan­ken­spie­le durch­spielt, wie es besser geht oder einer der zeigt, dass frauen es besser machen würden und dominanz anders als mit arsch­lochig­keit ausüben. der bar­bie­film 2023 hat nach meiner wahr­neh­mung seine fühler in diese richtung aus­ge­streckt.

ich finde es besser mit gutem oder besserem beispiel vor­an­zu­ge­hen, als das schlechte zur kennt­lich­ma­chung zu imitieren. über­tra­gen, aber nicht begrenzt auf bei­spiels­wei­se hun­de­er­zie­hung wäre das: statt zu­rück­zu­bel­len entspannt und prag­ma­tisch zu bleiben, einfühlen statt do­mi­nie­ren, sou­ve­rä­ni­tät statt chau­vi­nis­mus, sog statt druck.


„Ei­ne Crowd, die nicht nur kon­su­miert“

felix schwenzel in notiert

ich ego-goog­le nicht nur, ich ego-aler­te auch. über ei­nen goog­le alert, habe ich eben die­sen re­pu­bli­ca re­cap von da­vid rei­ter ge­fun­den. das schmei­chelt mir ei­ner­seits, weil er mich in eine il­lus­tre rei­he stellt:

[E]in paar Talks von der dies­jäh­ri­gen #rp ha­ben mich wirk­lich er­wischt. Zum zwölf­ten Mal war ich da­bei und die Büh­ne war stark be­setzt: Ob Alma Spri­bil­le, Ma­ri­na Scha­ka­ri­an, Fe­lix Schwen­zel, Bob Blu­me, Jes­si­ca Bur­bank, Flo­ri­an Grisch­kat oder Arne Sems­rott – es lohnt sich den ei­nen oder die an­de­re in der nächs­ten Mit­tags­pau­se noch als Tisch­ge­spräch mit­lau­fen zu las­sen.

und an­de­rer­seits hat er ei­nen ge­dan­ken for­mu­liert, dem ich zu­stim­men möch­te; ein gu­tes event macht für ihn un­ter an­de­rem aus:

Eine Crowd, die nicht nur kon­su­miert. Die bes­ten Ge­sprä­che habe ich mit Men­schen ge­führt, die ei­ge­ne Ideen mit­ge­bracht ha­ben.

da ist was dran. auf der re­pu­bli­ca sind sehr vie­le schrei­ben­de, fil­men­de und ma­chen­de. aber auch die kon­su­mie­ren­den sind mei­nem ein­druck nach sehr en­gan­giert, viel­leicht so­gar et­was en­ga­gier­ter als auf an­de­ren events.


frida und ich machen eine pause um veregnete. goethepark
frida und ich machen eine pause um veregnete. goethepark

ziem­lich feucht heu­te #no­um­brel­la


KI ta­ge­buch 03.06.2026

felix schwenzel in artikel

hei­ko er­zählt hier wie er KI nutzt, un­ter an­de­rem um sein blog zu bau­en.

Ich habe in den letz­ten Wo­chen sehr viel KI ge­nutzt. Ich glau­be, das wird auch nicht mehr so schnell auf­hö­ren. Es wird ein Werk­zeug wer­den und ich wer­de gleich­zei­tig als Nut­zer, Kon­su­ment, Bür­ger oder An­ge­stell­ter im­mer öf­ter mit KI kon­fron­tiert sein.
[…]
Ich ver­su­che ab jetzt hier im Blog im­mer mal wie­der auf­zu­schrei­ben, was mir mit KI pas­siert ist, was ich da­mit ge­macht habe, wo es fürch­ter­lich war. Höchst­wahr­schein­lich wer­den vie­le Sa­chen sehr schnell, sehr schlecht al­tern.

ich fin­de das eine her­vor­ra­gen­de idee fest­zu­hal­ten wie ich KI nut­ze und wie sich das über die zeit ge­ge­be­nen­falls än­dert. vor al­lem wenn ich be­den­ke, was sich in den 14 mo­na­ten seit mei­nem ers­ten mit kir­by ver­öf­fent­lich­ten ar­ti­kel ge­tan hat. wenn ich mich recht er­in­ne­re, habe ich da­mals, also vor et­was über ei­nem jahr zwar ge­le­gent­lich schon chatGPT be­nutzt, aber zum bei­spiel das mi­gra­ti­ons­script noch klas­sisch ge­baut: selbst goog­len, ge­fun­de­ne scrip­te um­bau­en, tes­ten, mehr goog­len, mehr tes­ten, wei­ter um­schrei­ben, de­bug­gen und op­ti­mie­ren. sehr ge­hol­fen ha­ben mir bei der pla­nung und um­set­zung der neu­en wir­res.net-ver­si­on zu­erst auch bas­ti­an all­gei­ers kir­by tu­to­ri­als. ich habe von bas­ti­an viel über kir­by ge­lernt und vor al­lem über struk­tu­rier­te und sau­be­re php-pro­gram­mie­rung. und ich habe da­mals sehr, sehr viel selbst am code ge­macht.

ge­le­gent­lich habe ich dann auch chatGPT im chat-mo­dus um code-snip­pets ge­be­ten, aber das copy&pas­ten und die kor­rek­tur­schlei­fen wur­den dann sehr schnell läs­tig und ich habe mir von chatGPT er­klä­ren las­sen wie ich VS-code als pro­gram­mier­um­ge­bung, in­klu­si­ve chatGPT un­ter­stüt­zung ein­rich­ten und nut­zen kann.

VS-code war dann für mich ein game ch­an­ger. ich habe im­mer schon di­rekt al­les auf dem live-ser­ver „ent­wi­ckelt“, per SFTP cli­ent und BBE­dit. da VS-Code auch di­rekt auf dem ser­ver lau­fen kann (per SSH), habe ich dann mit VS-code zu zweit, also mit un­ter­stüt­zung von chatGPT di­rekt auf dem live-ser­ver am code ge­ar­bei­tet. mit VS code ist das wirk­lich an­ge­nehm, trans­pa­rent und aus mei­ner sicht auch si­che­rer als mein gef­ri­ckel vor­her: alle code­än­de­run­gen wer­den im edi­tor mar­kiert und sind re­ver­si­bel. zu­sätz­lich habe ich an­ge­fan­gen än­de­run­gen mit git (auf dem ser­ver) lo­kal zu ver­sio­nie­ren.

so habe ich mo­na­te­lang an wir­res.net rum­ge­schraubt bis mir ir­gend­wann cur­sor über den weg lief. cur­sor nutzt im prin­zip auch VS-code, aber da­hin­ter sind sehr vie­le mög­li­che LLMs. ich be­zah­le cur­sor eine mo­nat­li­che ge­bühr und kann da­für eine gros­se aus­wahl an agents nut­zen, näm­lich die, die der cur­sor agent ge­ra­de für ge­eig­net für die auf­ga­be hält.

Ich bin kein ein­zel­nes Mo­dell, son­dern der Agent-Rou­ter in Cur­sor. Ich lese euer Set­up, füh­re Be­feh­le aus, än­de­re Da­tei­en und den­ke mit.

in der re­gel las­se ich die agen­ten­aus­wahl auf auto. aber ge­le­gent­lich, wenn die au­to­ma­tisch aus­ge­wähl­ten agents nicht so ar­bei­ten wie ich das wün­sche, stel­le ich eine wei­le auf teu­re­re und bes­ser mit­den­ken­de agents um, de­ren nut­zung bei mei­nem abo-mo­dell al­ler­dings be­grenzt ist.

seit der um­stel­lung auf ei­nen hetz­ner ser­ver, sind hier und da per­for­mance pro­ble­me sicht­bar ge­wor­den die vor­her nicht ins ge­wicht fie­len. die stan­dard (auto) agents ha­ben da teil­wei­se kei­ne be­frie­di­gen­den lö­sun­gen oder an­sät­ze ge­fun­den. eine ex­pli­zi­te um­stel­lung auf (clau­de) opus-4.8 hat dann sehr viel klü­ge­re und struk­tu­rier­te­re vor­schlä­ge ge­a­m­acht, die so ef­fek­tiv wa­ren, dass die grund­last des ser­vers von ei­nem lau­ten rau­schen zu ei­nem lei­sen plät­schern ge­wor­den ist.

das scheint mir das wirk­lich gute an cur­sor zu sein: ich muss nicht bei meh­re­ren KI-fir­men kon­ten an­le­gen und geld zah­len — und kann sie trotz­dem alle nut­zen.

hei­ko deu­tet das auch an: es ist wich­tig zu wis­sen was man will und wie das al­les grund­sätz­lich funk­tio­nie­ren soll. dann kann man KI-agen­ten als spar­rings­part­ner mit­den­ken las­sen und ideen um­set­zen las­sen. die KI denkt manch­mal in ab­sur­de oder viel zu kom­pli­zier­te rich­tun­gen. aber wenn ich die ar­beit wie ein ar­chi­tekt an­ge­hen, also ei­nen plan und das gros­se und gan­ze im kopf habe, dann kann man die KI wie ei­nen hand­wer­ker oder fach­in­ge­nieur nut­zen.


seit ein paar wo­chen nut­ze ich co­ty­pist, das ist eine KI die lo­ka­le mo­del­le nutzt um beim tip­pen wort- oder satz­ver­voll­stän­di­gun­gen zu ma­chen. das hilft mir vor al­lem da­bei mit we­ni­ger buch­sta­ben­dre­hern zu schrei­ben und ge­le­gent­lich ei­nen ti­cken schnel­ler zu schrei­ben. das ist ein biss­chen so wie das tip­pen auf dem ipho­ne, nur et­was bes­ser und kon­text-sen­si­bler als das was ap­ple in iOS bie­tet. kein game ch­an­ger, aber sehr prak­tisch.


was mei­ne tex­te hier auf wir­res.net an­geht oder mei­nen vor­trag: ich schrei­be al­les selbst. aber ich habe ge­merkt, dass ich LLMs als re­so­nanz­raum, ein­schät­zer, zu­sam­men­fas­ser und plau­si­bi­li­täts­che­cker sehr ger­ne nut­ze. für län­ge­re tex­te oder mei­ne re­pu­bli­ca ses­si­ons nei­ge ich dazu mir wahn­sin­nig vie­le no­ti­zen zu ma­chen und dann ge­le­gent­lich den über­blick über mei­ne no­ti­zen und quel­len zu ver­lie­ren. da sind LLMs, oder cur­sor, teil­wei­se sehr hilf­reich um mich in mei­ner ge­dan­ken­welt zu ori­en­tie­ren und mir mei­ne ei­ge­nen no­ti­zen kurz und knapp zu er­klä­ren.

ge­le­gent­lich habe ich LLMs ge­be­ten mei­nen schreib­stil zu imi­tie­ren, aber das hat bis­her noch nie ein be­frie­di­gen­des er­geb­nis ge­bracht. vor ein paar jah­ren habe ich üb­ri­gens et­was ähn­li­ches ge­macht, nur dass da nicht ein LLM mei­nen schreib­stil imi­tie­ren soll­te, son­dern eine ghost­wri­te­rin. auch das hat da­mals nur so mit­tel­präch­tig funk­tio­niert.


beim schrei­ben die­ses ar­ti­kels fiel mir ein zi­tat ein das ich in den letz­ten ta­gen auf­ge­schnappt hat­te. nach et­was nach­den­ken fiel mir ein, dass das wohl in ei­nem vi­deo ge­we­sen sein muss­te. zu­erst frag­te ich chatGPT, der war zu doof, aber ge­mi­ni ver­stand mich:

promt

in die­sem vi­deo spricht ei­ner der de­si­gner von nost­al­gie und dass nost­al­gie sich ei­gent­lich auf et­was be­zieht, was in der ver­gan­gen­heit der neue heis­se scheiss war. fin­dest du das zi­tat so, oder soll ich mal das tran­script hier­rein copy & pas­ten?

ant­wort

Ja, ich habe die Stel­le ge­fun­den! Das ist ein zen­tra­ler Punkt des Ge­sprächs zwi­schen Fla­vio Man­zo­ni (Fer­ra­ri Chief De­si­gner) und Jony Ive.

Das Zi­tat bzw. der Ge­dan­ken­gang fin­det sich vor al­lem im Ka­pi­tel "The Fu­ture of Fer­ra­ri" (ab ca. 17:23). Fla­vio Man­zo­ni zi­tiert dort den Kom­po­nis­ten Gus­tav Mahler, um Fer­ra­ris Phi­lo­so­phie zu er­klä­ren:

"Tra­di­ti­on is not the wor­ship of as­hes. Tra­di­ti­on is the pre­ser­va­ti­on of fire."
(Tra­di­ti­on ist nicht das An­be­ten der Asche, son­dern die Wei­ter­ga­be des Feu­ers.)

Zu­vor (ab ca. 09:00 und spä­ter ab 18:15) führt er die­sen Ge­dan­ken wei­ter aus: Er er­klärt, dass wir heu­te in ei­ner Ära mit ei­nem sehr star­ken "nost­al­gic ap­proach" le­ben, in der die Leu­te oft nur zu­rück­bli­cken. Er be­tont aber, dass Iko­nen wie der Fer­ra­ri F40 (der heu­te In­be­griff der Fer­ra­ri-Nost­al­gie ist) zum Zeit­punkt ih­res Er­sch­ei­nens ex­trem kon­tro­vers und ra­di­kal neu wa­ren.

das hät­te ich auch mit leich­tig­keit in 20 mi­nu­ten selbst raus­fin­den kön­nen, in­dem ich in dem vi­deo rum­sprin­ge oder das trans­script copy & pas­te und mir pas­sen­de such­be­grif­fe aus­den­ke. aber so­was eine KI ma­chen zu las­sen ist schon eine ech­te er­leich­te­rung.

wo­bei es mir bei der nut­zung von KI we­ni­ger ums zeit­spa­ren geht, mit KI kann ich din­ge um­set­zen, die ich vor­her nicht hät­te um­set­zen kön­nen. zeit spart das meis­tens nicht, weil al­les was ich KI ma­chen lässt im­mer noch­mal 2-3 (und manch­mal sehr viel mehr) kor­rek­tur­läu­fe und neu­an­sät­ze braucht. aber das ist das we­sen von werk­zeu­gen: man kann mit ih­nen tol­le sa­chen bau­en, wenn man weiss was man will und was man tut.

oder um­ge­kehrt: werk­zeu­ge er­wei­tern die fä­hig­kei­ten ih­rer nut­zer, aber auch de­ren feh­ler und irr­tü­mer. sie er­set­zen we­der ge­schmack noch ur­teils­ver­mö­gen. um aus ei­ner span­plat­te et­was schö­nes zu ma­chen, braucht man mehr als eine kreis­sä­ge. und die letz­ten jahr­zehn­te ha­ben ge­zeigt, dass bes­se­re werk­zeu­ge nicht au­to­ma­tisch zu bes­se­ren er­geb­nis­sen füh­ren. dank kreis­sä­gen und mo­der­nen plat­ten­bau­ma­te­ria­li­en hat sich die welt mit bil­li­gen, aus­tausch­ba­ren mö­bel­schrott ge­füllt — oder wie man heu­te sa­gen wür­de: span­plat­ten-slop.

mit mühe und sorg­falt — und im bes­ten fall et­was ge­schmack und er­fah­rung — kann man werk­zeu­ge aber auch nut­zen um zu bes­se­ren er­geb­nis­sen zu kom­men. slop ist nicht die fol­ge von werk­zeu­gen, son­dern ih­rer un­in­spi­rier­ten nut­zung.


pflasterstein mit der aufschrift, einem graffiti „je ferme mon frout noir“
pflasterstein mit der aufschrift, einem graffiti „je ferme mon frout noir“

wenn das „trout“ ohne „t“ ge­schrieb­ne wäre, hies­se es in et­was: „ich schlies­se mein schwar­zes loch.“ aber „trout“?

alle KIs die ich ge­fragt habe mei­nen trout sei kein fran­zö­si­sches wort und wäre im eng­li­schen die fo­rel­le.

trotz­dem: sehr rück­sichts­vol­les graf­fi­to.


ges­tern die drei ers­ten fol­gen sta­ti­on ele­ven ge­se­hen. gute, aber sehr ei­gen­ar­ti­ge se­rie von 2021. als die jun­ge kirs­ten jee­van fragt wel­chen job er hat, habe ich laut ge­lacht:

I’m a re­por­ter. Like a re­por­ter, or uh, a cul­tu­ral cri­tic. I had a web­site. I crea­te con­tent … I don't have a job.


die über­schrift habe ich mir bei der eule ge­borgt, bzw. beim riv­va ver­weis auf eben­die­sen ar­ti­kel. weil das was ich hier jetzt ma­che, links auf in­ter­es­san­te web­sei­ten set­zen, die ich zum le­sen emp­feh­le, ist ja in der tat nichts an­de­res als trai­nings­da­ten fürs mensch­li­che ge­hirn an­zu­bie­ten.

bei riv­va habe ich heu­te ei­nen link auf die flie­gen­den bret­ter ge­fun­den, wo über eine mög­li­che zu­cker­steu­er phi­lo­so­phiert wird: Zu­cker steu­ern?

das habe ich ger­ne ge­le­sen und dann noch ein biss­chen dort wei­ter­ge­klickt und mich dann in den links (trai­nings­da­ten fürs ge­hirn der le­sen­den) die dort an­ge­bo­ten wur­den ver­lo­ren. hän­gen­ge­blie­ben sind un­ter an­de­rem die­se bei­den:

ich kann mit theater nicht viel anfangen, das ist mir oft zu prä­ten­ti­ös und wich­tig­tue­risch. aber das was die thea­ter­re­gis­seu­rin angela richter hier über das thea­ter­pu­bli­kum resümiert, trifft ein paar relevante nägel auf den kopf.

Viel­leicht erklärt das auch, warum das Thea­ter­pu­bli­kum sich so verändert hat. Das alte Publikum war gebildet genug, sich be­lei­di­gen zu lassen. Das neue Publikum ist moralisch genug, sich bestätigt fühlen zu wollen. Das ist ein Un­ter­schied.

Die alten Sil­ber­rü­cken in den roten Samt­ses­seln hatten etwas, das heute selten geworden ist: Ge­las­sen­heit gegenüber Kunst. Sie wussten, dass Theater ein Ort der Rollen ist – nicht der mo­ra­li­schen Be­kennt­nis­se. Dass Figuren Dinge sagen dürfen, die Menschen nicht sagen würden. Dass Pro­vo­ka­ti­on kein mo­ra­li­scher Unfall ist, sondern ein äs­the­ti­sches Mittel.

(via)

aktuell für mich nicht son­der­lich nützlich, aber enthält ein paar gite bahn­fahr­tipps.

(via)

kei­ne ah­nung war­um das noch nicht der fall war, aber die flie­gen­den bret­ter sind dann gleich in mei­nem feed­rea­der (trai­nings­da­ten fürs mein ge­hirn) ge­lan­det.

ich habe das glau­be ich schon öf­ter mal hier er­zählt, dass mein feed­rea­der seit vie­len jah­ren, ei­gent­lich seit schon im­mer, mei­ne haupt­säch­li­che in­for­ma­ti­ons­quel­le ist. vie­le der feeds die ich abon­niert habe rau­schen sehr stark (z.b. cas­hys blog), aber ei­ner­seits be­kom­me ich dort stets das das mit was ich mit­be­kom­men will und zwei­tens las­sen sich ein­zel­ne ein­trä­ge in ei­ner gu­ten feed-lese-soft­ware auch ein­fach und schnell über­sprin­gen. ich habe über 400 feeds abon­niert und meis­tens eine drei­stel­li­ge zahl an un­ge­le­se­nen ein­trä­gen. aber seit jah­ren funk­tio­niert es gut, nur das oben auf­schwim­men­de zu be­ach­ten. bei mei­ner ar­beits-email-in­box ist das ge­nau­so: das wich­tigs­te schwimmt im­mer oben­auf, emails wei­ter un­ten sind meis­tens schon er­le­digt oder we­ni­ger wich­tig.

aber viel wich­ti­ger ist die­ser aspekt, der für al­les, aber eben vor al­lem für das auch im in­ter­net le­sen gilt:

As usual turns out the best re­com­men­da­ti­on algorithm is another human being with great taste!

im tech­nik­ta­ge­buch noch­mal das the­ma bahn. mir ist das ge­le­gent­lich auch auf­ge­fal­len, dass sich die sa­chen die aus zug­laut­spre­chern kom­men manch­mal falsch an­hö­ren …

Diese fehlende Prä­po­si­ti­on — die fehlt doch schon seit min­des­tens 20 Jahren in den Bahn­an­sa­gen?

… aber mitt­ler­wei­le glau­be ich mehr und mehr, dass es rich­tig oder ori­gi­nal oh­ne­hin nicht gibt. war­um soll man nur als mut­ter­sprach­le­rin die spra­che nach gut­dün­ken mo­di­fi­zie­ren dür­fen? ich den­ke mir stän­dig neue wor­te aus oder nut­ze wor­te die sich an­de­re aus­ge­dacht ha­ben und mir ge­fal­len und da­bei ist es mir egal ob das rich­tig oder kor­rekt ist. ich mag nicht „der blog“ sa­gen, aber war­um soll­te das falsch sein, nur weil ich et­was an­de­res prä­fe­rie­re oder weil man sich vor 30 jah­ren mal ei­nig war, dass es „das blog“ sei? wenn man et­was 20 jah­re lang auf eine be­stimm­te art sagt und die leu­te es ver­ste­hen und sich dar­an ge­wöhnt ha­ben, ist es viel­leicht nicht wirk­lich, wirk­lich rich­tig, aber eben auch nicht falsch.

ich bin nicht nur froh, dass spra­che sich stän­dig än­dert, ich glau­be das ist auch un­auf­halt­sam und wahr­schein­lich auch ein durch und durch un­re­gu­lier­ter de­mo­kra­ti­scher pro­zess. was vie­len ge­fällt, leicht von der zun­ge oder der fe­der geht, bleibt. was nie­mand mehr sa­gen will geht.

oder das ewi­ge ge­we­se um ori­gi­nal ita­lie­ni­sche piz­za, ech­te pas­ta bo­lo­gne­se, ori­gi­nal thai, ech­tes su­shi. al­les quark, weil alle kü­chen­sti­le der welt sich stän­dig kreuz­be­stäu­ben und fu­sio­nie­ren. was sprach­li­che oder ku­li­na­ri­sche nost­al­gi­ker ger­ne ver­ges­sen: das wah­re, das da­mals schö­ne war ir­gend­wann auch mal was ra­di­kal neu­es oder gar „falsch“ und völ­lig un­tra­di­tio­nell. et­was pa­the­ti­scher drück­te es gus­tav mahler (laut fla­vio man­zo­ni) aus:

Tra­di­ti­on ist nicht das An­be­ten der Asche, son­dern die Wei­ter­ga­be des Feu­ers.


wenn die­se ge­dan­ken­gän­ge zu kom­pli­ziert, kon­tro­vers wa­ren, die­ses vi­deo strömt eine gros­se ruhe aus. al­les fügt sich, al­les passt, al­les ist schön.


cur­ry­wurst

felix schwenzel in gekocht

eine wurst auf rotem curry auf einem weissen teller. auf der wurst ist noch etwas siracha zu sehen
eine wurst auf rotem curry auf einem weissen teller. auf der wurst ist noch etwas siracha zu sehen

die idee mir heu­te abend eine cur­ry­wurst zu ma­chen kam mir heu­te beim mor­gen­spa­zier­gang. weiss gar nicht war­um ich da nicht schon viel frü­her drauf ge­kom­men bin.

das cur­ry be­steht aus zwie­bel­strei­fen, fein ge­wür­fel­tem, fri­schem ing­wer, ka­rot­ten­strei­fen, chi­na­kohl und ro­ter pa­pri­ka. dazu rote cur­ry-pas­te, et­was sam­bal olek und ko­kos­milch.


Burn Notice (S01E01) gesehen

fast 20 jahre alte serie die sich allein schon deshalb lohnt, weil es keine iphones gibt und das alles wie aus einer anderen, ver­gan­ge­nen welt wirkt (te­le­fon­zel­len, klapp­han­dies mit aus­zieh­ba­rer antenne)

an­de­rer­seits ist die schnitt­tech­nik zum grossen teil ner­ven­auf­rei­bend. damals war es wohl schick, das bild ge­le­gent­lich ein­zu­frie­ren, und dann in die nächste szene zu schneiden. grässlich. zeitlupe und wie­der­ho­lun­gen gibts auch.

in­halt­lich isses ne mischung aus mcgyver und magnum — ausser dass das mcgyvern wohl etwas rea­lis­ti­scher ist als sonst im fernsehen, zumindest wenn man dem ex CIA agenten und whist­le­b­lower john kiriakou glaubt, der mir in diesem youtube-video the burn notice sehr empfohlen hat.


27.05.2026

felix schwenzel in notiert

ich be­ob­ach­te mich da­bei, dass ich wie­der ein be­dürf­nis ent­wick­le an­de­re leu­te im in­ter­net zu kor­ri­gie­ren wenn sie et­was falsch ver­stan­den ha­ben. ich dach­te ei­gent­lich, dass mich die­ser car­toon da­mals ge­heilt hat­te.


die ge­räu­sche ih­rer fort­be­we­gungs­mit­tel schei­nen den men­schen sehr wich­tig zu sein. ge­ra­de hier in der ver­kehrs­be­ru­hig­ten fahr­rad­stras­se an der wir woh­nen, de­mons­trie­ren sehr vie­le men­schen sehr ger­ne die ge­räu­sche die die ver­bren­nungs­mo­to­ren ih­rer fort­be­we­gungs­mit­tel er­zeu­gen.

ge­räu­sche von ver­bren­nungs­mo­to­ren kann ich in der re­gel kei­ner mar­ke zu­ord­nen, aber mit elek­tro­mo­to­ren ge­lingt mir das mitt­ler­wei­le ganz gut. re­naults sin­gen eine me­lo­die, tes­las und to­yo­tas hö­ren sich gräss­lich an, sind aber gut er­kenn­bar. au­dis und por­sches ver­su­chen sich an akus­ti­schem skeu­omor­phis­mus und ver­su­chen mit zu­viel bass mo­to­ren­ge­räu­sche zu si­mu­lie­ren. VWs er­ken­ne ich auch, aber ich kann nicht be­nen­nen wo­nach sie sich an­hö­ren, fin­de ihre ge­räu­sche aber an­ge­nehm. wie elek­tri­sche mer­ce­de­se klin­gen kann ich nicht sa­gen und wür­de sie wahr­schein­lich auch nicht er­ken­nen, aber das liegt wohl vor al­lem dar­an, dass es die so sel­ten gibt.

wie der neue fer­ra­ri luce klingt in­ter­es­si­ert mich hin­ge­gegn sehr. so­weit ich ver­stan­den habe wer­den dreh­zahl und vi­bra­ti­on der hin­ter­ach­se mit sen­so­ren ab­ge­grif­fen und dann zu sound syn­the­ti­si­ert.


fri­da ist ge­ra­de läu­fig. lei­der fin­de ich das grüss­ten­teils sehr wit­zig, ob­wohl es für sie ver­mut­lich recht an­stren­gend ist. so­bald man sie be­rührt, klappt ihr schwanz zur sei­te. so­bald sie spu­ren ei­nes rü­den riecht, fängt sie an zu jam­mern — oder eher: sehr ge­räusch­voll zu seuf­zen. wenn tat­säch­lich ein rüde in der nähe ist, bleibt sie wie an­ge­wur­zelt ste­hen, klappt den schwanz zur sei­te und war­tet. wenn der rüde da­von ab­ge­hal­ten wird zu ihr zu kom­men, hakt sie den rü­den ab und geht wei­ter.


Die Sendung mit der Maus (2026) gesehen

na­tur­kau­tschuk aus löwenzahn. davon hatte ich schonmal gehört, aber siham erklärt über die zucht, den anbau bis zur ernte des lö­wen­zahn­kau­tschuks und die pro­duk­ti­on jeden schritt sehr an­schau­lich.

mir fiel mal wieder auf was das tolle an der sendung mit der maus ist: teilweise ist das ein enormer pro­duk­ti­ons­auf­wand über ein, zwei jahre hinweg, aber die prä­sen­ta­ti­on ist un­auf­ge­regt, nach­voll­zieh­bar und wer­tungs­frei. da muss nichts auf­ge­pimpt werden, es ist als wäre man dabei. im besten sinne nach rudolf augstein: „zeigen was ist“.

bis zum 24.06.2026 in der ARD mediathek.


was ist ei­gent­lich aus tim mäl­zers ni­vea-koch­buch ge­wor­den?

Photo by felix schwenzel on May 19, 2017. Keine Fotobeschreibung verfügbar..

tim mäl­zer hat ein ni­vea-creme-koch­buch ge­schrie­ben. sieht be­stimmt gut aus, aber ob das schmeckt?

ursprünglich veröffentlicht am 19.05.2017


neu an mei­ner wand: der mond

felix schwenzel in notiert

nach­dem ich mein trmnl eine wei­le mit me­t­abe­ne zeich­nun­gen be­spielt habe, fiel mir auf, dass sich ein vir­tu­el­le live-bild des mond da­drauf ja auch ganz gut ma­chen könn­te. das bild er­zeu­ge ich mir oh­ne­hin schon mit code aus die­sem repo und mond-bil­dern von der nasa (hin­ter­grund dazu).

also zeigt mein trmnl jetzt auch ein bild des monds an, wie er in ber­lin aus­sä­he, wenn man ihn sähe.

auf dem trmnl ist das we­gen der ge­rin­gen auf­lö­sung nicht so deut­lich sicht­bar, aber je­des­mal wenn ich mir die voll­auf­lö­sung des ak­tu­el­len mond­bilds an­se­he, freu ich mich über den de­tail­grad der nasa-bil­der vom mond.

der mond wie er am 23.05.2026 gegen 14:30 uhr aussähe, erzeugt mit github.com/dorjeduck/lunardelight

Ich erinnere mich noch gern an meine erste Reboot Konferenz in Ko­pen­ha­gen. Jede*r im Publikum hatte drei Tabs offen: Suche #reboot via tech­no­ra­ti.com, flickr.com, del.icio.us.

meine erste reaktion als ich franks text über den status der „blog­super­such­ma­schi­ne“ las war: „das waren noch zeiten“. die rich­ti­ge­re reaktion wäre: „das wären zeiten relevante texte aus dem reis­sen­den strom des freien netzes fischen könnten — ohne auf­merk­sam­keits­len­ken­de al­go­rith­men“. aber der witz ist: eine erste iteration kann realität werden, wenn wir frank westphal weiter und mehr un­ter­stüt­zen.


um­zug zu hetz­ner

felix schwenzel in über wirres

ich mal wie­der aus dem ma­schi­nen­raum. ich habe heu­te früh die DNS-ein­trä­ge für wir­res.net auf eine hetz­ner IP um­ge­stellt, nach­dem ich in­ner­halb von we­ni­gen stun­den die gan­ze site auf eine neue hetz­ner VM mi­griert habe. die mi­gra­ti­on war wirk­lich ein­fach:

  • bei hetz­ner eine VM ein­rich­ten, et­was an der ssh-kon­fig dre­hen und do­cker in­stal­lie­ren
  • rsync von 10 GB da­ten
  • do­cker con­tai­ner hoch­fah­ren
  • fer­tig

na­tür­lich gabs da­nach noch ein paar klei­nig­kei­ten ge­ra­de­zu­zie­hen, aber das schö­ne ist, wir­res.net ist da­mit ei­ner­seits pri­ma und kom­lett mit ei­nem rsync zu back­up­pen oder zu mi­grie­ren und die ge­sam­te ser­ver­lo­gik (apa­che, php, op­cache, etc.) steht (jetzt) in ei­ner do­cker-kon­fi­gu­ra­ti­on, die sich theo­re­tisch über­all de­ploy­en lässt.

so­weit scheint mir, dass al­les funk­tio­niert. die per­for­mance schien am an­fang ein paar mal kurz am an­schlag, auch wenn die an­zahl der CPU ker­ne und RAM auf dem pa­pier die glei­chen sind, scheint es mir, als sei die hetz­ner-VM et­was schwach­brüs­ti­ger. ich be­ob­ach­te das wei­ter und falls euch et­was auf­fällt was nicht funk­tio­niert oder klemmt, lasst es mich wis­sen. aber ich sehe auch hier mal wie­der war­um kir­by so ♥️ ist.


mor­gen­spa­zier­gang 22.05.2026

felix schwenzel in notiert


#rp26, tag 3 und fa­zit

felix schwenzel in artikel

mein high­light des drit­ten und letz­ten re­pu­bli­ca tag war arne sems­rott, der über die kraft der zi­vil­ge­sell­schaft sprach. das war hoff­nung­s­tif­tend und an­schau­lich. das war zwar auch der auf­ruf et­was zu tun, sich in die­ser omi­nö­sen zi­vil­ge­sell­schaft zu en­ga­gie­ren, aber es war vor al­lem die aus­sa­ge: schaut mal, wie gut die zi­vil­ge­sell­schaft hier, hier und hier funk­tio­niert.

arne sems­rott mach­te das an­schau­lich, wozu ich theo­re­tisch in mei­ner ses­si­on ver­sucht habe her­zu­lei­ten: die kri­sen un­se­rer zeit (die scheis­se) ist eine hand­lungs­auf­for­de­rung. nur das arne sems­rott ganz kon­kret auf vor­han­de­ne in­itia­ti­ven zeig­te, die gut funk­tio­nie­ren.

Wir hat­ten äh die größ­te Pro­test­wel­le über­haupt 2024. Die Leu­te, die sind alle da. Und es wird dann viel­leicht über die­se Pro­test­wel­le ge­sagt, die hat ja ir­gend­wie nichts be­wegt und das ist kom­plett falsch. Die hat so vie­le Netz­wer­ke über­all in Deutsch­land ge­schaf­fen. Die sind alle noch da. Es gibt die Omas ge­gen rechts in­zwi­schen, über­all.
Ja, und auch die Omas ge­gen rechts, […] die sa­gen, wir sind da und wir ge­hen hier auch nicht weg. Und das än­dert auch wirk­lich eine Demo, wenn eine Oma sagt, ja, trag mich doch weg, Po­li­zist. Das es macht wirk­lich ei­nen Un­ter­schied. […] Wir sind alle da und wir sind vie­le. Wir sind die Ge­gen­macht, wenn wir uns auf un­se­re Kraft be­sin­nen, wenn wir so­li­da­risch sind, wenn wir Un­ter­stüt­zungs­struk­tu­ren ma­chen, wenn wir Trans­pa­renz ein­for­dern, wenn wir neue Räu­me schaf­fen, wenn wir da­bei Freu­de ha­ben.

ich fin­de es lohnt sich, die­se knap­pe stun­de zu in­ves­tie­ren und zu hö­ren, was arne sems­rott ge­sagt hat.

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in die glei­che ker­be schlug fa­bi­an grisch­kat. er zeig­te was er tat um rech­te zu är­gern. wie man ge­gen­halk­ten kann und da­bei freu­de ha­ben kann, trotz al­ler düs­ter­nis. ich war ein biss­chen er­schüt­tert da­von, wie pro­fes­sio­nell, elo­quent und te­le­gen die­se jun­gen men­schen heut­zu­ta­ge sind. ich weiss wirk­lich nicht, wie sich ir­gend­wer üb­ver die ju­gend von heu­te oder gen y, z oder al­pha be­kla­gen kann. aus­ser na­tür­lich: neid.

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um die mit­tags­zeit habe ich mir dann noch zwei ses­si­ons am en­er­gie­mo­bild an­ge­se­hen. so schön aus­sern­büh­nen auch sind, wenns reg­net wird dann halt feucht.

mat­thi­as quent hat alte er­in­ne­run­gen an uni-vor­le­sun­gen ge­weckt. duk­tus, in­halt, fo­li­en und das sie­zen der stu­die­ren­den des pu­bli­kums, al­les wie da­mals. nicht schlecht, al­les sehr prag­ma­tisch, gut struk­tu­riert und auf­be­rei­tet, aber selbst phil­ip arm­t­hor konn­te sich bes­ser ins pu­bli­kum ein­füh­len als mat­thi­as quent.

matthias quent: Keine Macht der Ohnmacht! Wie wir Krisen  bewältigen und uns  gegen Faschismus  wehren

wäh­rend ma­ren ur­ner mich vor zwei jah­ren mit ih­rem vor­trag vom ho­cker ge­hau­en hat­te, fand ich den vor­trag die­ses jahr nur sehr gut. ich kann mich kei­ne 20 stun­den spä­ter auch nicht mehr er­in­nern über was sie im de­tail ge­spro­chen hat, aus­ser dass es auch bei ihr dar­um ging, dass hoff­nung gut ist, ein werk­zeug (oder ko­gni­ti­ve stra­te­gie) und dass prak­ti­zier­te hoff­nung ge­sell­schaft­li­che stra­te­gien ver­än­dern kann. auch sie be­ton­te, wie cory doc­to­row, dass hoff­nung ak­tiv und op­ti­mis­mus pas­siv sei. da­mit war ich wahr­schein­lich der ein­zi­ge spre­cher auf der re­pu­bli­ca, der ein gu­tes haar am op­ti­mis­mus ge­las­sen hat, bzw. ihn ein­fach um­de­fi­niert habe zu et­was ak­ti­vem.

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die ent­krem­pe­lung der welt von ga­bri­el yoran war an­ge­nehm off­topic, un­auf­ge­regt, un­ter­halt­sam und auch ein biss­chen lehr­reich. par­al­lel zu ga­bri­el sprach auf stage 1 tilo jung über po­li­ti­sche rhe­to­rik und tat so, als sei es über­ra­schend, dass po­li­tik und re­gie­run­gen ihre ei­ge­nen ak­tio­nen und krie­ge rhto­risch po­si­tiv dar­stel­len und die ak­tio­nen und krie­ge ih­rer geg­ner ne­ga­tiv. nächs­tes jahr spricht tilo jung dann über sei­ne er­kennt­nis, dass man­che po­li­ti­ker oder par­tei­en im wahl­kampf manch­mal mehr ver­spre­chen als sie dann in der re­gie­rung um­set­zen. 2028 folgt dann ein deep dive dazu, war­um pres­se­spre­cher nicht im­mer al­les sa­gen, was sie wis­sen.


von al­brecht von lu­ckes ses­si­on habe ich nur das ende mit­be­kom­men. aber da sag­te er et­was (mit­tel) be­mer­kens­wer­tes:

Und in­so­fern wäre es, und das wäre mein Vor­schlag zum Schluss, es wäre doch zu über­le­gen, ob nicht die re­pu­bli­ca ei­nen An­fang ma­chen könn­te, der­ge­stalt, dass man, nach­dem man hier so un­ge­mein span­nen­de Vor­trä­ge ge­hört hat, dass man sie an­schlie­ßend auch wie­der zu Pa­pier bringt, dass man ge­wis­ser­ma­ßen, wie es frü­he­re Kir­chen­ta­ge üb­ri­gens [auch] ge­macht ha­ben, ei­nen Re­chen­schafts­be­richt über die re­le­van­tes­ten The­men, The­sen und auch Pa­pie­re zum Tra­gen bringt, die ge­nau die­ser Be­lie­big­keit des ge­spro­che­nen Wor­tes, das so flüch­tig ist, et­was ent­ge­gen­setzt.

ich bin ja sehr dank­bar, dass ein gross­teil der re­pu­bli­ca vor­trä­ge und ses­si­ons so­fort oder nach ei­ner kur­zen ver­zö­ge­rung auf you­tube lan­den. zu die meis­ten vi­de­os er­stellt you­tube auch au­to­ma­tisch eine ab­schrift (ko­mi­scher­wei­se ist das bei mar­kus be­cke­dah­ls vor­trag de­ak­ti­viert), ver­schrift­licht sie also. aber wenn die vor­trä­ge nicht nur in der ame­ri­ka­ni­schen you­tube-cloud wei­ter­le­ben wür­de, son­dern auch als ein­fa­che text/html da­tei, dann wür­de das nicht nur craw­ler, son­dern auch men­schen hel­fen. man könn­te ein­fa­cher aus ih­nen zi­tie­ren, deeplin­ken und sie bes­ser wie­der­fin­den. ich habe das mit mei­nen re­pu­bli­ca-vor­trä­gen ge­le­gent­lich ver­sucht (rp12, rp14, rp17, rp18, rp26), aber of­fen­sicht­lich war mir das in den meis­ten jah­ren dann doch zu viel ar­beit. die­ses jahr hat­te ich den vor­trag, an­ge­sichts der klei­nen büh­ne und feh­len­den auf­zeich­nung, von an­fang an so ge­schrie­ben, dass er ohne fo­li­en funk­tio­niert, wes­halb er sich auch recht ein­fach ver­schrift­li­chen liess.

zwi­schen­durch, wäh­rend der re­pu­bli­ca fand ich auf der fe­di­wall eine dis­kus­si­on dar­über, war­um die re­pu­bli­ca-vi­de­os nicht auf ei­ner peer­tu­be in­stanz lan­den. ohne die be­weg­grün­de der re­pu­bli­ca zu ken­nen, ver­mu­te ich aber mal, dass — wie so oft bei ame­ri­ka­ni­schen platt­for­men — be­quem­lich­keit, zu­ver­läs­sig­keit, zu­gäng­lich­keit und reich­wei­te eine rol­le spie­len. der deal ist ja im prin­zip nicht schlecht: man lädt ter­ra­byte­wei­se vi­deo-da­tei hoch und you­tube hos­tet die jahr­zehn­te­lang kos­ten­los und gut zu­gäng­lich. auf der an­de­ren sei­te könn­te je­der der ge­nü­gend spei­cher­platz und eine peer­tu­be-in­stanz zur hand hat, die vi­de­os von you­tube down­loa­den und auf peer­tu­be zur ver­fü­gung stel­len. alle re­pu­bli­ca-vi­de­os sind mit ei­ner CC BY-SA 4.0 li­zenz ver­se­hen.

ich freu mich je­den­falls wie je­des jahr dar­über, auch nach der drei­tä­gi­gen druck­be­tan­kung mit ideen, im­pul­sen und bil­dern noch mehr da­von auf you­tube asyn­chron nach­zu­kon­su­mie­ren.

fa­zit

ich wie­der­ho­le mich, aber es war schon er­staun­lich wie sich die­ses jahr — zu­min­dest in den ses­si­ons de­ren zeu­ge ich wur­de — das the­ma hoff­nung als meta-mot­to ab­zeich­ne­te. viel­leicht ist arne sems­rotts flap­si­ge zu­sam­men­fas­sung des stim­mungs­bilds, das er am an­fang sei­nes vor­trags ein­zu­fan­gen ver­such­te, so­gar die ei­gent­li­che es­senz der dies­jäh­ri­gen re­pu­bli­ca:

Okay, ihr fühlt euch von der AfD be­droht, aber es geht euch gut da­bei. Das ist doch schön.

um das po­si­tiv zu dre­hen: nicht nur die spea­k­er wa­ren über­wie­gend hoff­nungs­voll, son­dern auch die be­su­cher der re­pu­bli­ca. das heisst die scheis­se der welt, die poly-kri­se, lähmt uns nicht, son­dern weist auf ei­nen auf­bruch hin, auf eine ver­schie­bung der prio­ri­tä­ten, funk­tio­niert als hand­lungs­auf­for­de­rung.

was ich auch po­si­tiv sehe: blogs sind die­ses jahr viel sicht­ba­rer. das kann dar­an lie­gen, das riv­va die­ses jahr ei­nen ei­ge­nen #rp26 stream hat­te, in­klu­si­ve RSS, aber viel­leicht auch dar­an, dass es tat­säch­lich eine klei­ne blog-re­nais­sance in den letz­ten 12 mo­na­ten gab. letz­tes jahr war ich bei­na­he scho­ckiert dar­über, wie we­nig re­so­nanz die re­pu­bli­ca in mei­nem RSS rea­der her­vor­rief. wei­ter un­ten ver­öf­fent­li­che ich ein paar der blog­bei­trä­ge, die ich ger­ne ge­le­sen habe.


das es­sen war die­ses jahr bes­ser als letz­tes jahr. ich habe je­den tag ein ge­richt ei­nes an­de­ren food-last­wa­gens aus­pro­biert und auch wenn das letz­te das bes­te war, war al­les ok.


wedium-screenshot: „clicking hashtags is coming soon“

am mon­tag habe ich eine ein­la­dung für we­di­um be­kom­men („Wel­co­me on board! You´re one of the first be­lie­vers and tes­ters of we­di­um!“). zu­erst dach­te ich: „wow, gu­tes ti­ming zur re­pu­bli­ca“. wäh­rend der re­pu­bli­ca habe ich aber we­der dran ge­dacht, noch eine ver­an­las­sung ge­se­hen et­was auf we­di­um zu pos­ten. wenn man ei­nen we­di­um-bei­trag „teilt“, be­kommt man die url des bilds, sonst nix (bei­spiel). hash­tags ge­hen noch nicht, scheint al­les noch sehr, sehr früh und un­fer­tig zu sein. ich kann je­den­falls noch kei­nen grund er­ken­nen, war­um ich das nut­zen soll­te.



folie mit zivilgesellschftluchen initiativen aus arne semsrotts republica vortrag
folie mit zivilgesellschftluchen initiativen aus arne semsrotts republica vortrag

ich ver­las­se die #rp26 sehr gut ge­launt nach arne sems­rotts fan­tas­ti­schen, hoff­nungs­froh stim­men­den vor­trag. das war der dop­pel­punkt auf das ei­gent­li­che re­pu­bli­ca-mot­to die­ses jahr: re:hoff­nung

arne sems­rott ist auch schon auf you­tube …

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beim mor­gen­spa­zier­gang vom bus­sard über­flo­gen wor­den und ihm dann kurz nach­ge­stie­gen.


mastodon screenshot vom 19.05.2026 mit dem inhalt: „Aus meiner Sicht war die re:publica schon immer eine relativ nutzlose Laberveranstaltung für die Selbstbeweihräucherung deutscher Blogger ohne große Konsequenzen für die wirkliche Welt.“

fas­zi­nie­rend, die­sen tweet hat lord ca­ra­mac the clue­l­ess am 19.05.2011 ge­schrie­ben und jetzt wur­de er aus­ver­se­hen auf mast­o­don ver­öf­fent­licht.


#rp26, tag 2

felix schwenzel

die folie zeigt „DOPAMINE“: Data, Objectives, Problems, Abstinence and Asceticism, Mindfullness, Insight, Next Steps, Experiment

et­was müde, aber re­la­tiv früh wie­der auf dem re­pu­bli­ca-ge­län­de auf­ge­schla­gen und ei­nen (hal­ben) bur­ri­to mit „soja hack­bäll­chen“ ge­früh­stückt. das war sät­ti­gend und le­cker. den füll­reis im bur­ri­to hät­ten sie aber weg­las­sen kön­nen. als ers­te ak­ti­on des ta­ges habe ich mir eine ses­si­on am en­er­gie­mo­bil an­ge­se­hen um zu gu­cken, wie die büh­ne funk­tio­niert. se­bas­ti­an jü­ne­mann und ru­ben neu­ge­bau­er hat­ten et­was pro­ble­me ihre prä­sen­ta­ti­on zum lau­fen zu brin­gen und als sie dann lief, set­ze der ton ge­le­gent­lich aus. man konn­te auch nicht be­son­ders viel von der prä­sen­ta­ti­on er­ken­nen, was am hel­len son­nen­licht und der et­was klein­tei­li­gen prä­sen­ta­ti­on lag. aber ich sah, dass ich mit dem set­up wohl zu­recht kom­men wür­de, dass wohl so um die 60 bis 70 leu­te zu­schau­en kön­nen und dass die son­ne ei­nem or­dent­lich auf die bir­ne knall­te.

wei­ter zu anna lembke, die über Do­pa­mi­ne Na­ti­on: Fin­ding Ba­lan­ce in the Age of In­dul­gence. den ers­ten teil fand ich fas­zi­nie­rend und ich glau­be auch et­was ge­lernt zu ha­ben, wie do­pa­min un­gleich­ge­wich­te und to­le­ran­zen/de­sen­si­bi­li­sie­rung ent­ste­hen. anna lembke er­klär­te das ty­pisch ame­ri­ka­nisch: nach­voll­zieh­bar, in ein­fa­cher spra­che, aber prä­zi­se. sie schaff­te es mich da­von zu über­zeu­gen, dass es tat­säch­lich nach­weis­ba­re ab­hän­gig­kei­ten gibt, bei al­lem was do­pa­min aus­schüt­tet. ich for­mu­lier­te be­reits in­ner­lich wäh­rend des vor­trags wi­der­spruch um der ab­seh­ba­ren schluss­fol­ge­rung so­zia­le me­di­en ma­chen süch­tig zu wi­der­spre­chen: dann müss­ten bü­cher und le­sen ja auch ab­hän­gig ma­chen. als hät­te sie mei­ne ge­dan­ken ge­le­sen, er­zähl­te sie von ih­rer ei­ge­nen ab­hän­gig­keit von schund­ro­ma­nen. das war zwar et­was läng­lich, aber ge­nau­so gut nach­voll­zieh­bar wie ihre wis­sen­schaft­li­chen her­lei­tun­gen vor­her. trotz­dem fand ich dann ihre schluss­fol­ge­run­gen ei­nen ti­cken zu un­dif­fe­ren­ziert, bzw. mir schien, als wür­de der vor­trag un­se­re an­fäl­lig­keit ge­gen­über süch­tig ma­chen­den mus­tern sehr über­zeu­gend er­klä­ren, die fä­hig­keit vie­ler men­schen zur selbst­re­gu­la­ti­on aber et­was un­ter­be­to­nen.

als ich zum bei­spiel vor ei­ner wei­le merk­te, dass ich eine si­gni­fi­kan­te zeit mit dem durch­scrol­len von in­sta­gram re­els ver­brach­te, wur­de mir das schlag­ar­tig zu doof und spa­re mir in­sta­gram seit­dem gröss­ten­teils.

so­bald ich das ge­fühl habe bei ir­gend­was die kon­trol­le zu ver­lie­ren, fah­re ich die aus­übung die­ser tä­tig­keit so­fort zu­rück. wo­bei ich sa­gen muss, beim kon­sum von zu­cker ist mir das in den letz­ten 30 jah­ren nicht gut ge­lun­gen, da muss­te ich erst­mal ein paar wo­chen oz­em­pic neh­men um den kon­sum von zu­cker zu­rück­zu­fah­ren. so ge­se­hen ist es wohl tat­säch­lich so wie anna lembke sagt dass do­pa­min-sucht uns alle er­wi­schen kann. aber so wie mir die dark pat­tern der so­cial me­dia fir­men zu doof sind um sie mit­zu­spie­len, hat mein teen­ager-nef­fe sich vor ein paar jah­ren dazu ent­schlos­sen, dass ihm das rein­schau­feln von zu­cker zu doof ist und da­mit ein­fach auf­ge­hört, ohne ozemnpic, the­ra­pie oder el­ter­li­che ver­bo­te.

mit an­de­ren wor­ten, die vor­han­de­nen re­si­li­enz-po­ten­zia­le und sucht-ge­gen­stra­te­gien, die es ja of­fen­sicht­lich gibt, schie­nen mir in anna lembke’s vor­trag zu kurz zu kom­men. trotz­dem ger­ne ge­se­hen.

das pa­nel mit ri­car­da lang und phil­ipp amt­hor (und vin­cent g und wulf schmie­se) führ­te auf stage 2 wie­der zu „saal ist voll, wir schlies­sen die tü­ren“. ich bin völ­lig un­fä­hig mir eine mei­nung zum auf der büh­ne ge­sag­ten zu bil­den weil ir­gend­wie alle recht hat­ten. was ich auch nicht in mei­nen kopf krie­ge ist die selbst­ver­ständ­lich­keit und pro­fes­sio­an­li­tät, mit der phil­ipp amt­hor den ha­bi­tus und die rhe­to­rik ei­nes po­li­ti­kers spielt und man ihm das dann auch noch ab­nimmt. ir­gend­wie er­in­nert mich phil­ipp amt­hor an mil­li va­nil­li. nicht we­gen der pu­bli­kums­täu­schung, son­dern we­gen die­ses ge­fühls, ei­ner sehr sorg­fäl­tig kom­po­nier­ten fi­gur zu­zu­se­hen: ta­lent, pro­fes­sio­na­li­tät, kal­ku­la­ti­on und ein er­staun­lich plat­ter re­mix aus ver­trau­ten po­li­ti­ker­ges­ten.

bei quinn slo­bo­di­an und sei­nem vor­trag God­win’s En­gi­ne: Mus­kism and the Au­to­ma­ti­on of Con­sent hab ich auch ei­ni­ges da­zu­ge­lernt. ich wür­de ger­ne sa­gen, das war ein gu­ter vor­trag, aber dass ich wäh­ren­de des vor­trags mehr­fach se­kun­den­schläf­chen ge­macht habe, un­ter­gräbt mei­ne glaub­wür­dig­keit. die se­kun­den­schläf­chen ha­ben aber wahr­schein­lich nichts mit quinn slo­bo­di­an zu ge­habt, son­dern weil ich et­was viel son­ne ab­be­kom­men habe. nach­dem ich spä­ter für eine wei­le an der fri­schen luft sass, im licht­durch­flu­te­ten, aber schat­ti­gen vor­de­ren in­nen­hof der sta­ti­on, war ich wie­der re:boo­tet.

nach­dem alex sich ges­tern vor­bild­lich selbst kri­ti­si­ert hat, kann ich mei­nen vor­trag, bzw. die vor­trags­wei­se, hier auch kurz selbst kri­ti­sie­ren. ich war et­was über­for­dert vom hand­mi­kro­fon und der mund-hand-ko­or­di­na­ti­on, die so ein ding er­for­dert. auch mit der un­ge­wohn­ten tisch- statt pult­si­tua­ti­on kam ich schlech­ter zu­recht als von mir selbst er­war­tet. und ich konn­te mich we­ni­ger von mei­nen no­ti­zen (ei­gent­lich: voll­text) lö­sen, als ich es mir er­hofft und ein­ge­übt hat­te. dan­kens­wer­ter­wei­se wur­de mir aber mehr­fach zu­rück­ge­spie­gelt, dass mei­ne un­si­cher­heit und leich­te über­for­de­rung of­fen­bar we­ni­ger ins ge­wicht fie­len als in mei­ner ei­ge­nen wahr­neh­mung.

alex matz­keits selbst­kri­tik tei­le ich üb­ri­gens nicht. ich fand sei­ne mo­de­ra­ti­on sehr gut: struk­tu­riert, vor­be­rei­tet und vor al­lem neu­gie­rig. sei­ne fra­gen ha­ben ei­ni­ges frei­ge­legt, was un­ter dem staub der zeit lag. da­durch wur­de das pa­nel nicht nur an­ge­nehm flau­schig, son­dern auch er­kennt­nis­reich. alle gin­gen gut un­ter­hal­ten und ein biss­chen klü­ger wie­der raus. und dar­aus lei­te ich vor­sich­tig die hoff­nung ab, dass mei­ne ei­ge­ne un­zu­frie­den­heit mit mei­nem auf­tritt in der fremd­wahr­neh­mung viel­leicht eben­falls we­ni­ger gross aus­fiel.

kurz ge­sagt: an­stren­gen­der, aber wie­der ein sehr schö­ner tag.

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