Chefs Table: Noodles (S01E03) gesehen

wie von chefs table gewohnt leicht ver­pa­thost, aber trotzdem gerne gesehen. ich hab ge­le­gent­lich etwas vor­ge­spult, wenns zu pa­the­tisch wurde.

mir gefällt der mi­ni­ma­lis­mus von peppe guida, er behauptet nie mehr als vier zutaten für ein nu­del­ge­richt zu benutzen. die zählweise funk­tio­niert natürlich nur, wenn man wasser, basilikum, salz und pfeffer nicht mitzählt. aber ich muss auch sagen: die ein­fachs­ten gerichte die wir uns zuhause kochen sind die, die mich am meisten be­geis­tern.

mich haut es immer wieder um, wenn ich kar­tof­feln und zwiebeln leicht an­frit­tie­re und dann mit etwas ei und salz zu einer tortilla in der pfanne ausbacke. kar­tof­feln, zwiebeln, ei, salz und fett können so gut schmecken, dass es mich jedes mal erneut umhaut.

pell­kar­tof­feln mit quark, in den etwas knoblauch, gurke, salz und öl ein­ge­rührt wird — und was gerade an kräutern da ist (oder nicht). jedesmal ein fest.

pesto, also öl, nüsse, parmesan und entweder kräuter, rote bete oder was sonst im haus ist mit einer knalligen farbe mit ein paar nudeln und nu­del­was­ser — schmeckt jedesmal wie urlaub.

gemüse geröstet oder fritiert. TK obst mit quark kalt püriert. melone mit schinken. gurke mit knoblauch, salz und essig. spaghetti mit pas­sier­ten tomaten in der pfanne gebraten bis sie fast schwarz werden — mit etwas knoblauch und salz. spaghetti mit zi­tro­nenschha­le, -saft und parmesan.

da ist schon was dran: wenig ergibt oft mehr als viel.


al­lein weil vo­da­fone in ber­lin wie­der drü­cker­ko­lon­nen an die haus­tü­ren schickt, wür­de ich da nie­mals kun­de wer­den wol­len.

aber dass mir die­se hei­nis dann er­zäh­len, dass DSL „bald“ ab­ge­schal­tet wür­de und man auf „ka­bel“ wech­seln müs­se, ver­schiebt mei­nen oh­ne­hin nicht be­son­ders gu­ten ein­druck von vo­da­fone in eine sehr kloa­ki­ge rich­tung.

wie ver­zwei­felt muss ein un­ter­neh­men sein, um so zu agie­ren?


rosa klohäuschen mit der aufschrift: „Dein Lieblingsörtchen“. im hintergrund einfamilienhäuser, die gerade neue dachziegel bekommen haben.
„Dein Lieb­lings­ört­chen“

ich muss­te mir heu­te früh vor­stel­len, wie in dem „ört­chen“ ein ge­nies­ser sitzt.

vor­her hat er sich mög­li­cher­wei­se eine pfei­fe an­ge­zün­det um den mo­ment be­son­ders ge­nies­sen zu kön­nen. er sitzt ge­müt­lich und lässt sei­nen blick über die pink-far­be­nen plas­tik­wän­de schwei­fen. nach 20 mi­nu­ten kommt er bes­tens ge­launt zu­rück an die muf­fi­ge wed­din­ger aus­sen­luft. be­reit für ein pro­duk­ti­ves ta­ges­werk!


kunst log­gen (klog­gen?)

felix schwenzel in artikel

die­ses wo­chen­en­de wa­ren wir kurz in ham­burg um die ab­schluss­aus­stel­lung vom kind an­zu­se­hen. also ei­gent­lich war das die ab­schluss­aus­stel­lung der ba­che­lor und mas­ter ab­sol­vie­ren­den die­ses jah­res an der hfbk. die ar­bei­ten vom kind ha­ben mir sehr gut ge­fal­len und auch wenn ich das nicht so gut aus­drü­cken kann wie die bei­fah­re­rin, ha­ben die ar­bei­ten in mir re­so­niert. ich fand die­ses bild auf den ers­ten blick in­ter­es­sant, we­gen der tie­fe und weil es mög­li­cher­wei­se ein paar ar­chi­tek­ten-sai­ten in mir an­zupf­te. ich mag es, wenn man mit mi­ni­ma­len mit­teln et­was räum­li­ches schafft das of­fen ge­nug ist, um es mit ei­ge­nen as­so­zia­tio­nen zu fül­len.

bild von anton kelm in der jahresausstellung der hfnk. man sieht eine hüttenartige stangen-struktur mit konstruktiven  elementen aus croutons

der witz war, dass sich auf dem bild auch crou­tons be­fin­den. die hat­te ich aus der ent­fer­nung zwar ge­se­hen, aber als ge­mal­te, kon­struk­ti­ve ele­men­te an­ge­se­hen. sol­che mehr­schich­tig­kei­ten mag ich. auch zu den an­de­ren ar­bei­ten des kin­des fand ich zu­gang.

mein zu­gang zu kunst war und ist ei­gent­lich im­mer: re­so­niert da was in mir oder sehe ich et­was, das ich so toll fin­de, dass ich mir wün­sche da selbst drauf­ge­kom­men zu sein? man­che leu­te sa­gen ja beim be­trach­ten von eher mi­ni­ma­lis­ti­scher kunst: „das hät­te ich auch ma­chen kön­nen!“ das ist na­tür­lich aus meh­re­ren grün­den lahm: ers­tens ha­ben leu­te die so­was sa­gen es eben nicht ge­macht und zwei­tens über­sieht eine sol­che aus­sa­ge das wich­tigs­te: den kon­text.

ein werk, eine ar­beit, ein ob­jekt (und al­les an­de­re) hat im­mer kon­text. es gab ei­nen pro­zess (der sicht­bar oder ver­bor­gen sein kann) der zu eben die­sem er­geb­nis führt. der kon­text, wie ein ding prä­sen­tiert wird, ist auch ent­sch­ei­dend.

ich bin si­cher: das k in kunst kommt nicht von kön­nen, son­dern von kon­text.

das ist im pro­dukt­de­sign oder auch bei je­der an­de­ren krea­ti­ven ar­beit nicht an­ders. die idee ist we­ni­ger wich­tig als der pro­zess, als die um­set­zung, die um­stän­de, die fi­nan­zie­rung, der zeit­geist — eben der kon­text.


min­des­tens ge­nau­so in­ter­es­sant wie die re­zep­ti­on der ar­bei­ten auf ei­ner aus­stel­lung ist die re­zep­ti­on der aus­stel­lungs­be­su­cher. wir hat­ten sehr viel zeit zur aus­stel­lung an der hfbk mit­ge­bracht und ver­brach­ten dann auch nicht we­nig zeit im aus­stel­lungs­raum des kin­des. dort stan­den dan­kens­wer­ter wei­se ein paar so­fas auf de­nen wir sit­zen konn­ten um die be­su­cher der aus­stel­lung zu be­ob­ach­ten.

ganz wie zu­hau­se war das na­tür­lich nicht, so­wohl fri­da als auch ich sind auf dem sofa zu­hau­se sehr viel ent­spann­ter. aus­ser­dem schmeckt das bier zu­hau­se bes­ser.


da wir am sams­tag sehr früh los­fuh­ren und ich mei­nen lap­top erst nach 22 uhr in die hand be­kam, konn­te ich na­tür­lich nichts blog­gen. mei­ne „streak“ re­gel, also wie ich zäh­le ob ich an ei­nem tag ge­bloggt habe um dann (auf der rück­sei­te) zu be­haup­ten …

täg­li­che bei­trä­ge seit: 443 ta­gen

lau­tet so: book­marks, fa­vo­ri­ten, kom­men­ta­re oder ant­wor­ten oder din­ge die ich ge­se­hen habe zäh­len nicht (aus­ser ich hebe sie auf die vor­der­sei­te), wohl aber et­was das auf der vor­der­sei­te er­scheint oder eine kur­ze (oder lan­ge) no­tiz, ein ge­pos­te­tes bild oder ein che­ckin. sprich: mit ei­nem che­ckin habe ich mei­ne log­ging-pflicht für den tag im prin­zip er­füllt. check­ins pos­te ich aus­schliess­lich mit bil­dern, ohne bil­der wer­den sie auf wir­res.net gar nicht erst von swarm im­por­tiert.

je­den­falls fiel mir bei die­ser rei­se wie­der auf, wie glück­lich ich mit mei­nem ak­tu­el­len „blog“-set­up bin. ich kann klas­si­sches blog­ge­döns ma­chen, schrei­ben, bil­der pos­ten, kur­ze und lan­ge no­ti­zen fest­hal­ten und für alle die es in­ter­es­sie­ren mag auf der vor­der­sei­te und im rss-feed vor­hal­ten und zu­gäng­lich ma­chen. aber ich kann auch log­gen, log­buch füh­ren, buch über alle you­tube-vi­de­os füh­ren, de­nen ich ei­nen 👍 ge­ge­ben habe, book­marks set­zen und spä­ter ver­wen­den (oder nicht), book­marks kom­men­tie­ren und wenn es sich lohnt oder ich lust habe in bei­trä­gen agg­re­gie­ren oder ein­zeln auf die vor­der­sei­te ho­len.

kurz, die auf­tei­lung in eine vor­der­sei­te auf der al­les auf­taucht was ich ger­ne mit ei­nem brei­te­ren pu­bli­kum zei­gen möch­te, eine rück­sei­te die beim na­vi­gie­ren der vor­der­sei­te hel­fen kann und ein paar tei­le des hin­ter­grund­rau­schens zeigt. und dann das hin­ter­grund­rau­schen, das nicht un­sicht­bar, aber eben auch nicht im vor­der­grund pas­siert. al­les ist in ver­schie­de­nen stu­fen abon­nier­bar und nie­mand muss von mei­nen manch­mal ma­ni­schen ak­ti­vi­tä­ten im hin­ter­grund ge­nervt sein.


noch­mal zu­rück zur hfbk. ich habe oben ja da­von ge­spro­chen, dass ich beim be­trach­ten von frem­den ar­bei­ten ge­le­gent­lich den­ke: „scha­de dass ich da nicht selbst drauf ge­kom­men bin.“ ges­tern dach­te ich zu­min­dest ein­mal: so eine idee hat­te ich schon­mal. lei­der habe ich mir we­der den raum noch den na­men der künst­le­rin no­tiert, aber sie hat ei­nen trau­ri­gen me­cha­ni­schen vo­gel aus ka­beln, mo­to­ren und me­cha­ni­schen ku­ckucks­pfei­fen ge­baut.

weit we­ni­ger ele­gant, durch­dacht und wohl­klin­gend, hab ich das vor drei jah­ren auch mal ge­macht (am ende sah es so aus).

über pfings­ten eine ku­ckucks­uhr ge­baut. fast fer­tig, be­vor das zif­fer­blatt der funk­uhr dran kommt, muss die bei­fah­re­rin das ding noch be­ma­len (statt be­schnit­zen, wie im schwarz­wald).

ursprünglich veröffentlicht am 30.05.2023

zu die­ser po­ten­zi­ell kon­tro­ver­sen ku­ckucks­uhr von mi­cha­el sans hab ich vor 19 jah­ren mal was ge­schrie­ben.


wir sa­gen ja ger­ne: „ver­ar­schein kann ich mich selbst“. ich be­zweif­le das schon län­ger und mei­ne über­zeu­gung, dass wir gar nicht mal so gut da­drin sind uns selbst ge­zielt was vor­zu­ma­chen, wur­de heu­te si­gni­fi­kant ge­stärkt. aus­ser­dem bin ich jetzt der mei­nung, dass die­se fä­hig­keit in der tat wün­schens­wert ist.

be­reits ges­tern bin ich we­gen ja­son kott­ke über ein se­hens­wer­tes vi­deo von da­vid epstein ge­stol­pert. kott­ke schrieb:

BTW, Epstein just star­ted his You­Tube chan­nel a few months ago, but it’s al­re­a­dy fil­led with gre­at stuff like Why The Fas­test Way To Im­pro­ve Is To Sub­tract, Why The Smar­test Peo­p­le I Know Set Cons­traints, Not Goals, and Why The Best Kids Are Ra­re­ly The Best Adults. I’ve got some cat­ching up to do.

ich habe heu­te auch „some cat­ching up“ ge­tan und bin sehr an­ge­tan von epsteins vi­de­os. „Why The Fas­test Way To Im­pro­ve Is To Sub­tract“ an­zu­se­hen hat sich al­lein schon we­gen die­ses zi­tats gel­lohnt:

I don’t need time.
What i need is a dead­line.
Duke El­ling­ton

im vi­deo spricht da­vid epstein vor al­lem über ei­nen ko­gni­ti­ven bias den psy­cho­lo­gen „ad­di­ti­ve bias“ oder „sub­trac­ti­ve ne­gle­ct“ nen­nen. wir ten­die­ren dazu pro­ble­me durch hin­zu­fü­gen von et­was zu lö­sen und tun uns oft schwer da­mit pro­blem­lö­sun­gen in be­tracht zu zie­hen, die et­was ent­fer­nen.

zum bei­spiel: bes­ser fer­tig wer­den mit we­ni­ger zeit, statt mehr. die bei­spie­le die er im vi­deo auf­zählt und il­lus­triert sind ein­gän­gig und über­zeu­gend. und das was er er­zählt und wie er es rü­ber­bringt macht ei­nen gros­sen bo­gen um die üb­li­chen selbst­op­ti­mie­rungs tipps & tricks und geht eher in die rich­tung: guck mal wie an­de­re sich ef­fi­zi­ent und er­folg­reich selbst ma­ni­pu­lie­ren („selbst ver­ar­schen“).

als ich dann wei­ter im ka­nal rum­schau­te und mir „I Stu­di­ed Eli­te Per­for­mers For 20 Ye­ars So You Don't Have To“ an­sah (was sich vom ti­tel her schon ein biss­chen „tsch­ak­ka!“ an­hört), merk­te ich, dass ich vie­le der me­tho­den die da­vid epstein auf­zähl­te und mit bei­spie­len il­lus­trier­te, schon seit ewig­kei­ten prak­ti­zie­re. ich bin zwar weit da­von ent­fernt „eli­te per­for­mer“ in ir­gend­was zu sein, aber ich kann mitt­ler­wei­le be­quem auf kom­man­do ein­schla­fen, habe mein le­ben du­trchri­tu­li­siert und ver­su­che mir durch ri­tua­le und ge­wohn­hei­ten so viel men­ta­le mi­cro-las­ten zu er­spa­ren wie mög­lich.

aus­ser­dem er­zäh­le ich al­len im­mer wie­der, dass ich der fes­ten über­zeu­gung bin, dass man in der aus­bil­dung oder bes­ser auf dem weg zum be­ruf, den man ir­gend­wann mal aus­übt, kei­ne zeit ver­schwen­den kann. um­we­ge, er­fah­run­gen in mög­lichst vie­len be­rei­chen — auch zum bei­spiel gas­tro­no­mie — kom­men ei­nem in je­dem be­ruf zu gute. epstein be­stärkt so vie­le mei­ner über­zeu­gun­gen, dass ich schon fast fürch­te hier op­fer ei­nes har­ten falls von con­fir­ma­ti­on bias zu sein.

sei­ne schluss­wor­te il­lus­trie­ren ganz gut wie un­dog­ma­tisch und frisch er an sei­ne the­men geht:

None of that re­al­ly sounds like con­ven­tio­nal pro­duc­ti­vi­ty ad­vice. Some of it sounds like quite the op­po­si­te. And that, I think, is the point. The peo­p­le who per­form at the hig­hest le­vel across all the fields that I've stu­di­ed or been in­vol­ved with have fi­gu­red out so­me­thing that the rest of us, I think, of­ten re­sist, at least for a while. Peak per­for­mance does­n't come from grin­ding har­der. It co­mes from un­der­stan­ding how you and your mind and your rhyth­ms ac­tual­ly work and de­sig­ning ha­bits and en­vi­ron­ments that work with ra­ther than against them. The weir­dest sound­ing ha­bit on this list, it may ac­tual­ly turn out to be the one that ch­an­ges how you work.

oder an­ders ge­sagt: statt selbst­dis­zi­plin und schuff­te­rei muss man nur gute wege fin­den sich ge­schickt selbst zu ver­ar­schen um krea­ti­vi­tät und neu­gier und spass am tun aus sich her­aus zu lo­cken.


schön fand ich auch die klei­nen de­tails; in ei­nem vi­deo spricht er von vin­cent van gogh (und sei­nen „long win­ding path“) zu dem be­ruf, der ihn be­rühmt mach­te, und il­lus­triert das eben nicht mit ei­nem der be­kann­ten selbst­por­traits die wir sonst im­mer se­hen, wenn von van gogh ge­spro­chen wird.

auch schön: im vi­deo von da­vid epstein fie­len zum teil die glei­chen be­grif­fe, wie in die­sem vi­deo von ralph cas­pers (de­fault mode net­work). das hat­te ich kurz vor­her ge­se­hen und mich ge­freut, wie das zu­sam­men­spiel von you­tube-al­go­rith­mus, blog­emp­feh­lun­gen und zu­fall ei­nen ge­le­gent­lich — mit wechs­len­den per­spek­ti­ven — zu den glei­chen the­men führt.


die bei­fah­re­rin über das kind, kunst und sich selbst. epischer text, gern gelesen — auch beim vierten mal.

malerei erklärt sich nicht durch sprache, weder in die eine noch in die andere richtung. in die eine richtung kommen il­lus­tra­tio­nen heraus, in die andere werden äpfel zu birnen. was gemalte bilder sind und was sie zeigen kann sprache nur umkreisen. wer seine malerei tat­säch­lich voll­stän­dig in sprache über­set­zen kann der braucht aus meiner sicht ei­gent­lich nicht malen.


scheis­se vor der tür

felix schwenzel in notiert

heu­te rief mich die bei­fah­re­rin wäh­rend des mor­gen­spa­zier­gangs an: „weil du mei­ne nach­rich­ten ja nie liest.“ das stimmt, also wäh­rend des spa­zier­gangs nor­ma­ler­wei­se nicht. aber ich sehe da­für die ra­ben in den reh­ber­gen, jog­ger die von hin­ten kom­men, an­de­re hun­de und manch­mal auch eich­hörn­chen be­vor fri­da sie sieht.

„da liegt ein rie­sen­gros­ser hau­fen men­schen­scheis­se vor der tür! fri­da darf da auf kei­nen fall dran schnüf­feln!“

sie er­zähl­te mir in den fol­gen­den 20 mi­nu­ten die ori­gin-sto­ry des kack­hau­fens, dass sie sich kurz mit dem pro­du­zen­ten un­ter­hal­ten hat­te und dass sie auf dem weg zum fit­ness­stu­dio ein paar freund­li­che BSR-kehr­frau­en dar­auf an­ge­spro­chen habe. die mein­ten: „ei­gent­lich sind für für mensch­li­che ex­kre­men­te nicht zu­stän­dig, aber aus ku­lanz kön­nen wir ge­ge­be­nen­falls sand drü­ber­streu­en.“

als fri­da und ich nach­hau­se ka­men lag der hau­fen noch jung­fräu­lich da und gab ei­nen über­ra­schend ste­chen­den ge­ruch ab. als ich 10 mi­nu­ten spä­ter vom bal­kon run­ter­schau­te war die ku­lanz be­reits er­le­digt und die ka­cke un­ter sand be­gra­ben.

die haus­in­ter­ne mie­te­rin­nen-whats­app-grup­pe, an der die bei­fah­re­rin teil­nimmt, in­for­mier­te uns dar­über, dass glei­ches vor ein paar ta­gen be­reits im flur des hin­ter­hau­ses pas­siert war. das foto las­se ich hier weg (kann man in der bei­la­ge se­hen), was ich aber in­ter­es­sant fand: es wur­de nicht ein­fach auf den bo­den ge­kackt, son­dern an die wand. das kann­te ich von den ter­ras­sen am wohn­block an der karl-lieb­knecht-stras­se, wo ich vor 24 jah­ren mein büro hat­te.

heu­te also ge­lernt:

  • die BSR ent­fernt kei­nen mensch­li­chen kot. (es gibt aber eine te­le­fon­num­mer die man an­ru­fen kön­ne)
  • man kann scheis­se mit sand ab­de­cken
  • wenn man ohne sitz­schüs­sel ka­cken muss, scheint es emp­feh­lens­wert den hin­tern beim ka­cken an ei­ner wand ab­zu­stüt­zen
  • wir brau­chen mehr öf­fent­li­che toi­let­ten


aus den ma­schi­nen­räu­men

felix schwenzel in über wirres

ges­tern mach­te mich der übel­lau­nig ins in­ter­net schrei­ben­de, aber sehr freund­lich in emails schrei­ben­de un­sto­ry.eu dar­auf auf­merk­sam, dass er ge­le­gent­lich sei­ten löscht und jetzt ei­ner mei­ner links ins lee­re zei­gen wür­de. das ver­an­lass­te mich dazu eine funk­ti­on hier nach­zu­rüs­ten, die nach der ver­öf­fent­li­chung ei­nes bei­trags eine war­te­schlan­ge mit al­len links des bei­trags füllt und bei ar­chi­ve.org an­fragt ob die ver­link­ten sei­ten im ar­chi­ve.org ge­spei­chert wer­den kön­nen.

vor­her hat­te ich mal über­legt ob ich das html von links oder book­marks ein­fach bei mir si­chern soll­te, aber das er­schien mir bei nä­he­rer be­trach­tung im­mer zu kom­plex und kom­pli­ziert.


VW hat die API bei der ich und vie­le an­de­re ihre fahr­zeug­da­ten ab­ge­holt ha­ben mehr oder we­ni­ger ge­killt. die be­grün­dung ist wohl mehr si­cher­heit oder so, aber de fac­to kann ich jetzt we­der den la­de­stand, das odo­me­ter, bzw. den sta­tus un­se­res au­tos nicht mehr in au­to­ma­tio­nen ver­wen­den. auch die na­vi­ga­ti­ons- und la­de­pla­nungs app pump, die wir seit ei­nem jahr nut­zen, funk­tio­niert da­mit für uns nicht mehr. sie zeigt den la­de­stand un­se­res au­tos jetzt kon­stant mit 27% an. die ver­kack­te VW-app funk­tio­niert na­tür­lich wei­ter­hin, was bes­ser als gar nichts ist, aber das ist schon ziem­lich arschig von VW so zu agie­ren.

ein biss­chen re­cher­che zeig­te, dass es ein paar work­arounds gibt, der work­around den ich am in­ter­es­san­tes­ten fand war, dass der strom­an­bie­ter tib­ber of­fen­bar als ei­ner der we­ni­gen „part­ner“ wei­ter­hin (oder wie­der) zu­gang zu VW-fahr­zeug­da­ten hat. und tib­ber bie­tet wie­der­um ei­nen API zu­gang zu sei­nen da­ten an. die zap­fe ich jetzt er­satz­wei­se an und habe jetzt zu­min­dest wie­der den la­de­zu­stand, die reich­wei­te und die info ob das auto ge­ra­de lädt oder nicht im home as­sistant. da­mit kann ich wie­der­um die API von abrp be­spie­len und wie­der mit abrp la­de­pla­nung ma­chen.


seit dem ich vie­le sei­ten als mark­down an­bie­te und eine llms.txt an­bie­te, habe ich das ge­fühl, dass der druck den KI-craw­ler auf die web­site aus­üben stark nach­ge­las­sen hat. da­vor kam es im­mer wie­der vor, dass craw­ler sich durch die ar­chiv-pa­gi­nie­rung wühl­ten und da­mit den ser­ver quäl­ten.


shel­lies sind wirk­lich klein. ich habe eine alte ikea-lam­pe, die ei­gent­lich mit ha­lo­gen-leucht­mit­teln be­trie­ben wer­den soll auf LEDs um­ge­stellt. da­für muss­te ein neu­er tra­fo her und da­mit man die lam­pe dim­men und schal­ten kann, habe ich ne­ben dem neu­en tra­fo auch noch ei­nen shel­ly ins lam­pen­ge­höu­se ein­ge­baut be­kom­men.


sch­ein­dring­lich­keit

felix schwenzel in notiert

The more of­ten we suc­cumb to the ur­gen­cy of the mo­ment, the more ur­gen­cy we crea­te.

seth go­din

wenn man durch ak­zep­tanz von dring­lich­keit eben­die­se ver­mehrt, kann man sie dann durch ab­leh­nung oder igno­ranz re­du­zie­ren?

ich bil­de mir ja ein re­gen igno­rie­ren zu kön­nen. das funk­tio­niert draus­sen, im re­gen, ganz gut, aber wenn ich dann wie­der zu­hau­se bin und mer­ke dass ich trop­fe, wer­de ich dann doch un­si­cher ob sich re­gen wirk­lich ihno­rie­ren lässt.

kann man dring­lich­keit igno­rie­ren? ich glau­be schon, al­lein des­halb, weil sich die hälf­te al­ler an­lie­gen von al­lei­ne er­le­digt. egal ob das an­lie­gen drin­gend oder nicht war. für die an­de­rem an­lie­gen die mir be­geg­nen ist igno­ranz ei­gent­lich gar nicht nö­tig, weil ich oh­ne­hin im­mer eine wei­le be­nö­ti­ge um die na­tur oder den hin­ter­grund und kon­text des an­lie­gens zu ver­ste­hen. oder an­ders ge­sagt auf dring­li­ches so­fort zu re­agie­ren ist oh­ne­hin nichts an­de­res als ak­tio­nis­mus. eine lö­sung braucht zeit, ko­or­di­nie­rung, re­fle­xi­on.

dring­lich­keit ist auch sel­ten eine ei­gen­schaft des pro­blems, son­dern eher re­sul­tat un­se­rer wahr­neh­mung oder der er­war­tung an­de­rer. des­halb ist es viel­leicht am bes­ten dring­lich­keizt mit sorg­falt zu be­geg­nen, dann ver­mehrt sich dring­lich­keit auch nicht.


check­ins

felix schwenzel in notiert

dass es fours­qua­re und swarm noch gibt ist ein klei­nes wun­der. ich habe nie ver­stan­den, war­um man sich an or­ten ein­che­cken soll­te und ver­su­chen soll­te ma­yor zu wer­den. trotz­dem habe ich das spiel vor vie­len jah­ren, als fours­qua­re neu war, exes­siv mit­ge­spielt.

in ur­lau­ben war das tat­säch­lich ganz prak­tisch eine spur zum spä­te­ren nach­ver­fol­gen zu hin­ter­las­sen und fours­qua­re hat uns in ur­lau­ben ei­gent­lich auch ganz gute emp­feh­lun­gen für orte, re­stau­rants, ca­fés oder bars ge­ge­ben.

war­um man in swarm ir­gend­wann auch „co­ins“ für check­ins be­kom­men konn­te ver­ste­he ich auch nicht — und trotz­dem nut­ze ich swarm seit märz wie­der in­ten­siv. vor al­lem des­halb, weil es eine der schnells­ten und zu­ver­läs­sigs­ten me­tho­den ist, bil­der mit text hier im blog zu pos­ten (mit own­y­ours­warm, lan­det al­les in /check­ins). seit märz che­cke ich mich je­den mor­gen an ei­nem baum, den ich pho­to­gen fin­de, ein und pos­te ein bild: the baum

mitt­ler­wei­le sind das um die 60 fo­tos.

heu­te dach­te ich, mal gu­cken ob man dar­aus ei­nen ei­ni­ger­mas­sen an­sehn­li­chen stop-mo­ti­on film draus ma­chen kann. geht so.

mitt­ler­wei­le gibts in der AT­mo­sphe­re ei­nen swarm-klon. der heisst be­a­con­bits.app. den baum hab ich da auch mal ge­pos­tet, aber ei­gent­lich nur um zu tes­ten wie das geht. theo­re­tisch kann ich die da­ten ein­fach in den PDS schrei­ben und der che­ckin das be­a­con ist ge­setzt. um noch ein foto dazu zu pos­ten, muss man das foto auf blues­ky pos­ten. theo­re­tisch kann ich also au­to­ma­tisch ei­nen own­y­ours­warm-che­ckin zu be­a­con­bits syn­di­zie­ren. aber da mei­ne check­ins schon auf swarm nie­man­den in­ter­es­sie­ren, in­ter­es­sie­ren sie auf be­con­bits wahr­schein­lich noch we­ni­ger leu­te.


tech­no­ra­ti 2.0

felix schwenzel in notiert

frank bohrt seit ner wei­le riv­va.de auf. seit ei­ner kur­zen wei­le tref­fen sich im hin­ter­grund ein paar (auf ste­ady) un­ter­stüt­zen­de und dis­ku­tie­ren fea­ture-wün­sche und ideen mit frank.

ei­ner mei­ner vor­schlä­ge in un­se­rem klei­nen wiki-gar­ten/fo­rum war eine „pri­mi­tiv-blog­such­ma­schi­ne“ à la riv­va.de/tag/spi­nat — also eine sei­te die alle blog­bei­trä­ge lis­tet die mit spi­nat ver­schöag­wor­tet sind. heu­te nach dem mit­tags­schlaf dach­te ich kurz dass man da­für eine fire­hose, also strom in dem alle blog­bei­trä­ge schwim­men be­nö­tigt. riv­va hat das (ver­mu­te ich mal) in form ei­ner um­fang­rei­chen da­ten­bank. dann fiel mir ein, auch in dewr AT­mo­sphe­re gibts das: alle bei­trä­ge die auch mit mit stan­dard.site pro­to­koll ver­öf­fent­licht wur­den sind teil der AT-pro­to­koll fire­hose.

so kann zum be­si­pi­el stan­dard-rea­der.app alle stan­dard.site blog­bei­trä­ge durch­su­chen (an­de­re auf dem AT-pro­to­koll auf­bau­en­de aps kön­nen das auch). aber of­fen­bar geht auch das hier:

→ stan­dard-rea­der.app/tag/mark­down

um­lau­te funk­tio­nie­ren auch

→ stan­dard-rea­der.app/tag/ge­räu­sche

tags mit leer­zei­chen ge­hen auch

→ stan­dard-rea­der.app/tag/es geht vor­an

das ist noch al­les ziem­lich leer und pri­mi­tiv, aber ein an­fang, ein po­ten­zi­el­les tech­no­ra­ti 2.0.


p.s.: am stan­dard.site-for­mat kann man als word­press-blog­ger ein­fach mit dem at­mo­sphe­re-plug­in teil­neh­men, so wie das jo­han­nes, mar­kus, nico oder die zi­tro­ne ge­macht ha­ben.


p.p.s.: über die tag-su­che nach „tech­no­ra­ti“ die­sen ar­ti­kel von 2022 ge­fun­den, der die ge­schich­te von tech­no­ra­ti et­was aus­leuch­tet: The Tech­no­ra­ti Ge­ne­ra­ti­on


nor­ma­ler­wei­se bin ich kein fan von schlecht­ge­laun­ten blogs. bei un­sto­ry bin ich ir­gend­wie hän­gen­ge­blie­ben. die­se sei­te hat­te ich jetzt ein paar tage als of­fe­nen brow­ser-tab:

Few months ago Cloud­fla­re in­tro­du­ced Mark­down for ma­chi­nes:

You get HTML, tra­ckers, coo­kie ban­ners, po­pups, and Ja­va­Script. This needs a brow­ser built by thou­sands of en­gi­neers just to show you a pa­ra­graph.

Ma­chi­nes get the clean ver­si­on.

fair point, auch weil es mei­nem con­fir­ma­ti­on bias dient. heu­te hab ich mal ein biss­chen wei­ter auf un­sto­ry ge­le­sen. das ist al­les sehr schlecht ge­launt aber auch nicht falsch.

ich wür­de die fra­ge war­um web­brow­ser mark­down nicht na­tiv un­ter­stüt­zen (bzw. ren­dern)  …

Web brow­sers are not do­cu­ment view­ers. They are cus­to­mer ac­qui­si­ti­on chan­nels for mas­si­ve tech eco­sys­tems. They don't ser­ve users, but cor­po­ra­ti­ons. AI fea­tures, VPNs, cryp­to wal­lets, and count­less of other non­sen­se.

… zum be­si­pi­el an­ders be­ant­wor­ten: weil es noch kei­nen be­darf da­für gab und „wir“ erst jetzt drauf ge­kom­men sind beim nach­den­ken dar­über wie wir es ma­schi­nen leich­ter ma­chen kön­nen. das sagt der mensch hin­ter un­sto­ry an an­de­rer stel­le auch (ir­gend­wie):

The peo­p­le buil­ding the hu­man web cho­se the ma­chi­ne for­mat. The ma­chi­nes mo­ved to the hu­man for­mat.

das ei­gent­li­che pro­blem scheint zu sein, dass wir kom­ple­xen pro­ble­me ger­ne mit kom­ple­xen lö­sun­gen be­geg­nen und den blick fürs ein­fa­che ver­lie­ren. manch­mal ist ein per­spek­tiv­wech­sel hilf­reich um ein­fa­che lö­sun­gen zu er­ken­nen. die per­spek­ti­ve von men­schen oder ma­schi­nen ein­zu­neh­men, die be­stimm­te kom­ple­xe din­ge nicht kön­nen, ist auf je­den fall im­mer hilf­reich.

je­den­falls neh­me ich den rat von un­sto­ry.eu an und fol­ge ihm nicht, hof­fe aber alle paar wo­chen dar­an zu den­ken mal dort vor­bei zu schau­en.

(ge­fun­den auf bubbles)

nach­trag:

Posts ap­pear and di­s­ap­pear. ASCII text, Eng­lish. No ar­chi­ve, no nost­al­gia. I don't pre­ser­ve things out of cour­te­sy.

tat­säch­lich ver­schwin­den die sei­ten dort ge­le­gent­lich …


ein polohemd mit einer brosche am kragen. die brosche sieht aus wie eine ausgedrückte zigarettenkippe

die bei­fah­re­rin hat mir eine kra­gen­bro­sche ge­macht. ich fin­de sie sehr schön und un­auf­fäl­lig.


kopf­ki­no

felix schwenzel in artikel

heu­te beim mor­gen­spa­zier­gang hat­te ich in­ten­si­ves kopf­ki­no. die film­aus­schnit­te be­stan­den aus er­in­ne­run­gen, die von ein­strö­men­den um­welt­rei­zen aus­ge­löst wur­den. auf dem foot­ball­feld der ber­lin ad­ler plärr­te de­pe­che mode aus den laut­spre­chern. laut­spre­cher die un­ter frei­en him­mel spie­len ha­ben ei­nen ganz cha­rak­te­ris­ti­schen klang. die mu­sik ver­weht ein biss­chen, wab­bert und sam­melt sich ge­le­gent­lich zu echos. vor mei­nem in­ne­ren ohr und auge lie­fen er­in­ne­run­gen, die mich an den his­to­ri­schen jahr­markt in kor­neli­müns­ter1 den­ken lies­sen. auf die­sem jahr­markt habe ich ei­nen teil mei­ner kind­heit ver­bracht. vor mei­ner in­ne­ren nase zog grill- und pony­ge­ruch auf.

das open-air-ge­schrei der eher jün­ge­ren men­schen auf dem weit­läu­fi­gen foot­ball-platz in kom­bi­na­ti­on mit ein paar har­ten son­nen­strah­len auf mei­nemn ge­sicht spül­te dann auch noch er­in­ne­run­gen an die som­mer-zelt­la­ger2 hoch.

ich staun­te wäh­rend des spa­zier­gangs was da al­les in mir aus der ver­gan­gen­heit auf­schwamm. das pas­siert mir nicht im­mer, aber heu­te fan­den die sen­so­ri­sche in­puts wohl ei­nen weg sich in mei­nem kopf aus­zu­brei­ten. ich spiel­te ir­gend­wann so­gar aus­schnit­te ei­nes you­tube-vi­de­os, das ich am vor­abend ge­se­hen hat­te, vor mei­nen in­ne­ren au­gen ab.

wäh­rend ich fri­da be­ob­ach­te­te, mich ge­rü­che, ge­räu­sche, der wind im ge­sicht und in der nase reiz­ten, ein paar son­nen­strah­len, eine küh­le bri­se, was­ser­ge­ruch, kin­der­ge­schrei, open­air laut­spre­cher mei­ne sin­ne sti­mu­lier­ten dach­te ich: schon er­staun­lich, was ich al­les ab­ge­spei­chert habe. ich staun­te auch, dass nur schö­ne er­in­ne­run­gen auf­schwam­men. die er­in­ne­run­gen wa­ren far­ben­froh, po­si­tiv, ein biss­chen nost­al­gisch.

ges­tern schrieb mir mei­ne mut­ter, der ge­ra­de plötz­lich zwei gute freun­de weg­ge­stor­ben wa­ren, wie schön sie es fand, dass sie mit vol­ker, der ge­ra­de ge­stor­ben ist, noch vor zwei wo­chen beim „por­tu­gie­sen“ es­sen wa­ren und vol­ker, wie im­mer, gut­ge­launt trank und ass und er­zähl­te. das müs­se wohl die­ses car­pe diem („oder so“) sein, von dem alle spre­chen. ich ant­wor­te­te ihr dass ver­meint­lich lang­wei­li­ge oder er­eig­nis­lo­se tage mei­ner mei­nung nach und in die­sem sin­ne auch ok sei­en, müs­se ja nicht al­les eine wil­de ver­gnü­gungs­fahrt sein.

heu­te fällt mir auf, die­ses car­pe diem kann man auch im kopf­ki­no ma­chen. so kann auch ein lang­wei­li­ger mor­gen­spa­zier­gang zu ei­ner wil­den ver­gnü­gungs­fahrt wer­den. ich bin mir auch si­cher dass ich mit die­ser er­fah­rung nicht al­lein war und es fri­da ganz ähn­lich ging. ihre sen­so­rik ge­gen­über um­welt­rei­zen und ge­rü­chen dürf­te um ei­ni­ges bun­ter und dif­fe­ren­zier­ter sein und ich will nicht wis­sen was für ein kopf­ki­no in ih­rem kopf ab­geht, wenn sie sich durch die um­welt schnüf­felt.

zu­hau­se muss­te ich na­tür­lich gleich in mei­ner al­ten, ana­lo­gen fo­to­kis­te kra­men. da­bei fiel mir auf, die bil­der die ich vor­her im kopf hat­te wa­ren bun­ter, le­ben­di­ger, mehr­di­men­sio­na­ler als die auf dem fo­to­pa­pier. zu­mal mir da­bei auch auf­fiel, wie zu­rück­hal­tend wir da­mals mit der an­zahl fo­tos wa­ren. 36 bil­der hat­ten die fil­me da­mals, da knippst man nicht wie wild rum.

beim blät­termn in der fo­to­kis­te fie­len ir dann aber noch zwei fo­tos aus mei­nem stu­den­ten­zim­mer in die hand. stras­sen­lärm, vor al­lem höl­lisch laut klap­pern­de LKW, we­cken nor­ma­ler­wei­se er­in­ne­run­gen an die­ses zim­mer das di­rekt an ei­ner der haupt­ein­fall­stras­sen des stutt­gar­ter kes­sels lag (heil­bron­ner stras­se). auch der ge­ruch des zim­mer-öl­ofens hat sich bei mir ein­ge­brannt, wird aber sel­ten aus­ge­löst weil man öl heut­zu­ta­ge ja fast nur noch völl­stän­dig und russ­frei ver­brennt und in sei­nem un­ver­brann­tem ag­gre­gat­zu­stand kaum noch be­geg­net.


  1. eine fo­to­ga­le­rie des his­to­ri­schen jahr­markts in kor­neli­müns­ter auf com­mons.wi­ki­me­dia.org, die­ses und die­ses und die­ses un die­ses foto tref­fen mei­ne 80er-jah­rer-er­in­ne­run­gen ganz gut. 

  2. die zelt­la­ger wa­ren sehr li­be­ral und wur­den da­mals vom li­be­ra­len ju­gend­werk aa­chen und hei­ner jütt­ner or­ga­ni­sis­ert. die zelt­la­ger gabs wohl noch län­ger oder gibts ge­ge­be­nen­falls im­mer noch. ich hab, wenn ich mich recht er­in­ne­re, an meh­re­ren zelt­la­gern zwi­schen 1981 und 1986 teil­ge­nom­men und sehr viel über den ver­ant­wor­tungs­vol­len um­gang mit ta­bak und al­ko­hol ge­lernt. 

mit route …

im­mer an die le­sen­den den­ken …

felix schwenzel in über wirres

trotz ver­schie­dens­ter me­tri­ken die ich hier er­fas­se habe ich we­nig ah­nung wo­her mein pu­bli­kum kommt, was es er­war­tet, was den men­schen ge­fällt oder miss­fällt. alle was ich habe sind ah­nun­gen. des­halb ge­stal­te ich den gan­zen scheiss hier fast aus­schliess­lich so, wie ich es mag wenn ich web­sei­ten be­su­che.

ich mag mi­ni­ma­lis­ti­sche web­sei­ten, bei de­nen die in­hal­te im vor­der­grund ste­hen und nicht das bei­werk, die mich nicht nach coo­kie- oder track­ing-zu­stim­mung fra­gen, die re­la­tiv schnell la­den, im desk­top brow­ser ge­nau so gut funk­tio­nie­ren wie auf dem te­le­fon oder ta­blet, die ich per RSS oder im rea­der-mo­dus le­sen kann, die dunk­len hin­ter­grund ha­ben (wenn ich das will). spon­tan fal­len mir als vor­bil­der dar­ing-fire­ball und das couch­blog ein. wenn ich et­was län­ger nach­den­ke fal­len mir auch nur das couch­blog und dar­ing-fire­ball ein. wenn ich dann auf mei­ne blogrol­le schaue, fal­len mir ein paar mehr ein kon­ne­xus.net, flo­ri­an.pho­to, eay.cc, vowe.net, knus­per­ma­gi­er.de oder an­mut­und­de­mut.de.

in der vor­he­ri­gen ver­si­on vom couch­blog hab ich erst­mals vom 512kb.club ge­hört. ich glau­be nico hat das 512kb.club-ban­ner in der ak­tu­el­len (wie­der) word­press-ver­si­on run­ter­ge­nom­men, weil er sich nicht mehr qua­li­fi­ziert. ich qua­li­fi­zier­te mich nicht mal an­satz­we­sie mit ei­ner start­sei­te, die in­iti­al 3-7mb da­ten lädt. aber jetzt doch, mit mei­ner mi­ni­mal­ver­si­on die wahr­schein­lich noch ganz gut op­ti­mier­bar ist und im prin­zip aus mark­down da­tei­en be­steht, die per ja­va­script zu html ge­zau­bert wer­den:

wir­res.net/in­dex.md.html ist ge­ra­de mal 190kb gross. und sie ent­hält trotz­dem links zu über 700 ar­ti­keln die dann auch je­weils nicht viel mehr als 70 bis 480kb la­den (je nach­dem ob und wie­vie­le fo­tos ein­ge­bet­tet sind).

ich habe so eine ah­nung dass mein an­ge­bot von mark­down-ver­sio­nen oder ei­ner mi­ni­ma­lis­ti­schen ver­si­on so gut wie nie­man­den in­ter­es­siert. aber ich denk ja nicht nur an mensch­li­che be­su­cher, son­dern auch an au­to­ma­ten. ich sehe täg­lich 400 bis 1500 ein­zel­ne ab­ru­fe von mark­down-ver­sio­nen mei­ner bei­trä­ge. ob sich das gan­ze ge­we­se um sol­che op­ti­mie­run­gen lohnt ist eine an­de­re fra­ge. aber die­se fra­ge stellt sich ja auch beim ver­fas­sen von tex­ten oder kom­men­ta­ren. man weiss nie ob’s ir­gend­wem ge­fällt und wenn ja wie­viel.

des­halb bleibt mir nicht viel an­de­res üb­rig als mich zu be­mü­hen und ge­le­gent­lich an die lsen­den zu den­ken. heu­te habe ich noch­mal an die le­sen­den ge­dacht. beim goog­le page speed test mei­ner mi­ni­mal-über­sicht­sei­te …

page speed insights für https://wirres.net/index.md.html (100% leistung, 96% barrierefreiheit, 100% best practices, 91% seo, 3/3 agentisches browsing)

… sah ich heu­te näm­lich et­was neu­es: „agen­ti­sches brow­sen“. ein punkt von drei­en gibts für:

Wenn dei­ne llms.txt-Da­tei nicht den Emp­feh­lun­gen ent­spricht, kön­nen Lar­ge Lan­guage Mo­dels mög­li­cher­wei­se nicht nach­voll­zie­hen, wie dei­ne Web­site ge­crawlt oder für das Trai­ning ver­wen­det wer­den soll. Die llms.txt-Da­tei muss eine Mark­down-Da­tei sein, die min­des­tens eine H1-Über­schrift ent­hält.

die hab ich den llms dann gleich mal ge­baut: wir­res.net/llms.txt
und wo ich ge­ra­de da­bei war auch noch eine hu­mans.txt: wir­res.net/hu­mans.txt

ich wei­ge­re mich ja mei­ne web­sei­te nach goog­le vor­ga­ben aus­zu­rich­ten, aber ge­le­gent­lich den emp­feh­lun­gen die die page speed in­sight aus­spre­chen zu fol­gen kann sich doch loh­nen (für die in­de­xier­bar­keit, aber auch le­sen­den-freund­lich­keit). für die auf­find­bar­keit von wir­res.net in der goog­le-su­che lohnt es sich mo­men­tan le­dig­lich für re­zep­te.

bing hat bis­her mei­ne re­zep­te (gröss­ten­teils) tap­fer igno­riert. in den web­mas­ter tools emp­fiehlt bing sehr ein­dring­lich in­dex now zu nut­zen. weil das von mir ein­ge­setz­te seo-plug­in das ei­gent­lich kann, habe ich das schon vor vie­len mo­na­ten ak­ti­viert.

das pro­blem war nur: hat nicht funk­tio­niert. die­se wo­che habe ich das mal de­bug­ged und re­pa­riert. und seit ich jetzt bei je­dem neu­en oder ge­än­der­ten ar­ti­kel bing und den bei in­dex-now an­ge­schlos­se­nen such­ma­schi­nen ei­nen ping sen­de, fin­det man bei ei­ner su­che nach „was­ser­mel­do­nen­sa­lat ot­to­lenghi“ auch wir­res.net ganz oben.


ich has­se es, wenn bei­trä­ge in blogs mit ei­nem call to ac­tion en­den. das riecht so llm-ig oder seo-ig. aber es wür­de mich wirk­lich sehr in­ter­es­sie­ren was dir, lie­ber le­ser, lie­be le­se­rin an wir­res.net fehlt oder dich nervt. die au­to­ma­ten ge­ben mir be­reit­wil­lig aus­kunft dar­über. aber die hu­mans eher we­nig. aber da mich jetzt alle hu­mans mit ak­ti­vier­tem ja­va­script mit leich­tig­keit in den kom­men­ta­ren er­hel­len oder be­schimp­fen kön­nen, wür­de ich mich über feed­back sehr freu­en.


das wich­ti­ge schwimmt

felix schwenzel in artikel

ein korbstuhl der kpfüber im berliner schifffahrtskanal schwimmt. man sieht in der reflektion des wassers den sehr blauen himmel.

ich wünsch­te ich könn­te das john ir­ving zi­tat „sor­row floats“ öf­ter be­nut­zen, aber es passt nie und nir­gend­wo.

das ge­nia­le an „sor­row floats“ ist das bild­haf­te, der nach sei­nem tod aus­ge­stopf­te fa­mi­li­en­la­bra­dor sor­row, der nach ei­nem flug­zeug­un­glück ir­gend­wo zwi­schen den trüm­mern treibt. und gleich­zei­tig ist „sor­row floats“ eine me­ta­pher da­für, dass trau­er nie ganz ver­schwin­det und im­mer wie­der zwi­schen trüm­mern auf­taucht.

aber es ist eben nicht nur die trau­er die schwimmt, ei­gent­lich ist es al­les wich­ti­ge. das mei­ne ich zu­min­dest im lau­fe der jah­re im­mer wie­der be­ob­ach­tet zu ha­ben. und wenn ich schon nicht mein le­ben nach die­ser er­kennt­nis aus­rich­te, so habe ich zu­min­dest mei­nen me­di­en­kon­sum da­nach aus­ge­rich­tet.

lei­der hört sich „im­portance floats“ nicht halb so gut an wie „sor­row floats“.

je­den­falls muss­te ich da heu­te wie­der dran den­ken, weil ich ge­ra­de hier und da lese, dass man­che leu­te von ih­rem RSS rea­der ge­stresst sind. klar, le­sen soll­te kein stress sein und RSS zu le­sen erst recht nicht.

die app cur­rent hat sich zur auf­ga­be ge­macht das le­sen von rss feeds wie­der schön zu ma­chen:

Every RSS rea­der tre­ats your feeds as a to-do list. Cur­rent does­n't.

The­re are no un­read counts. No badge of phan­tom ob­li­ga­ti­on. Just a ri­ver.

New ar­tic­les flow in at the top. Old ones drift down­stream. Not­hing is owed.

ich hab cur­rent ge­kauft und aus­pro­biert aber mir war das zu stres­sig. cur­rent ver­such­te mich wie ein gut­mei­nen­der on­kel, der nichts von mir weiss, da­bei zu un­ter­stüt­zen „wert­vol­le“ feeds zu iden­ti­fi­zie­ren (von „aut­hors“) und aus mei­nen ver­meint­li­chen le­se­ge­wohn­hei­ten fil­ter zu bau­en.

ich habe ge­merkt: mei­ne ei­ge­nen, ein­ge­bau­ten fil­ter funk­tio­nie­ren ganz gut ohne app-hil­fe und dass mich eine on­ke­li­ge app nervt, die stän­dig in mei­ne ge­wohn­hei­ten grätscht.

ich habe auf ei­nem as­te­ro­iden (von uber­space) mi­ni­flux in­stal­liert und nut­ze ent­we­der das web­front­end von mi­ni­flux oder den ree­der clas­sic auf dem te­le­fon um mei­ne 435 feeds zu le­sen. das oben drü­ber „un­ge­le­sen 7238“ steht ist mir egal. ich lese das was oben steht zu­erst und sprin­ge wei­ter, wenn mich we­der die über­schrift, noch die ers­ten paar sät­ze in­ter­es­sie­ren.

das ist nicht an­ders als frü­her die ta­ges- oder wo­chen­zei­tung zu le­sen. da la­gen auch meh­re­re hun­dert ar­ti­kel vor mir und wenn mich we­der die über­schrift, noch die ers­ten paar sät­ze in­ter­es­sie­ren, sprang ich wei­ter in die nächs­te spal­te oder sei­te.

war­um soll­te mich das stres­sen wenn ich ein paar hun­dert un­ge­le­se­ne ar­ti­kel vor mir lie­gen habe? ge­le­gent­lich hab ich zei­tun­gen in der mit­te auf­ge­schla­gen oder am ende, weil ich wuss­te dass dort ka­te­go­rien the­men oder ko­lum­nen la­gen die mich in­ter­es­sier­ten.

so ma­che ich das auch mit RSS. ein paar blogs, ein paar au­toren habe ich ir­gend­wann in ei­nen ord­ner ge­legt, den ich, wenn mir da­nach ist, ge­zielt an­steu­ern und le­sen kann.

sonst gehe ich aus­schliess­lich um­ge­kehrt chro­no­lo­gisch vor. ich lese das un­ge­le­se­ne und sprin­ge mit der tas­ta­tur (j/k) oder wisch­ges­ten wei­ter.

man ver­gisst ja schnell, dass chro­no­lo­gie be­reits eine form von ku­ra­tie­rung ist. die zeit sorgt da­für, dass wich­ti­ges wie­der auf­taucht und das be­lang­lo­se vor­bei treibt.

apro­pos zeit. ich habe vor vie­len jah­ren, als nach­rich­ten noch mehr­heit­lich auf pa­pier ver­trie­ben wur­den, mal be­haup­tet, dass die welt bes­ser wäre wenn es nur wo­chen­zei­tun­gen gäbe (qua­si). wenn nach­rich­ten ein biss­chen ge­trock­net sind und ihre atem­lo­sig­keit nach­lässt, wenn der oder die eine oder an­de­re au­torin zeit hat­te nach­zu­den­ken, ge­win­nen nach­rich­ten an in­ter­essanz und das wich­ti­ge bleibt, schwimmt auf.

wenn zei­tun­gen das äqui­va­lent zum feed-rea­der sind, dann wä­ren ma­ga­zi­ne das äqui­va­lent zu in­sta­gram oder tik­tok. die ma­ga­zin-ma­cher ha­ben auch schon da­mals ver­sucht die le­sen­den emo­tio­nal zu pa­cken, zu skan­da­li­sie­ren und über­spit­zen. doom­scrol­ling nann­te man da­mals ein­fach blät­tern.

aber ich kom­me vom the­ma ab. was ich an mei­ner chro­no­lo­gi­schen samm­lung von über 400 quel­len so sehr mag ist ge­ra­de die an­zahl der un­ge­le­se­nen bei­trä­ge. be­un­ru­higt bin ich, wenn mein feed­rea­der leer wäre.

der un­ge­le­sen-zäh­ler ist kei­ne auf­for­de­rung, son­dern ent­span­nen­des weis­ses rau­schen.

wenn ich mal tie­fer mei­nen selbst „ku­ra­tie­ren“ nach­rich­ten­strom ein­stei­ge (und da­bei nicht ein­schla­fe oder mir was bes­se­res ein­fällt) und ein­fach im­mer wei­ter lese, be­stä­tigt sich ir­gend­wann die the­se von oben. das in­ter­es­san­te, das wich­ti­ge war oben, nach un­ten wird meis­tens lang­wei­li­ger und ich den­ke zu­neh­mend: „kenn ich schon.“ oder „schon an­ders­wo drü­ber ge­le­sen“

mög­li­cher­wei­se ist die sicht auf ei­nen strom auch ein­fach mit et­was di­stanz bes­ser, als wenn man mitt­drin steht. si­cher ist: wenn man die strö­me auch mal an sich vor­bei­zie­hen lässt, ver­passt man trotz­dem nix.


man­che din­ge schei­nen sich nicht zu än­dern. ich sehe im­mer wie­der el­tern mit ih­ren kin­dern, die vor müll­au­tos oder bau­stel­len ste­hen blei­ben, weil die kin­der die müll­wa­gen, bau­ma­schi­nen oder die müll­ar­bei­ter oder bau­ar­bei­ter fas­zi­niert be­ob­ach­ten (wol­len). geht mir auch oft noch so: ich fra­ge mich wie die müll­men­schen in ber­lin von den hun­der­ten haus­tür­schlüs­seln, die sie in ei­nem rie­si­gen bün­del mit sich her­um­tra­gen, den rich­ti­gen fin­den. bau­stel­len und gros­se ma­schi­nen sehe ich mir wei­ter­hin ger­ne an. bau­stel­len sind ja qua­si real-life-wim­mel­bil­der.

ge­nau­so fas­zi­niert, wie ich mir ge­le­gent­lich wim­mel­si­tua­tio­nen an­se­he, bin ich ir­ri­tiert dar­über, dass so we­ni­ge men­schen die ins in­ter­net schrei­ben selbst­ge­mach­te ani­mier­te bil­der be­nut­zen. ich mein: je­des ipho­ne hat live-bil­der stan­dard­mäs­sig ak­ti­viert. das heisst bei ei­nem foto, nimmt das ipho­ne vor­her und nach­her ein paar se­kun­den­bruch­tei­le vi­deo mit auf, die man, wenn man will zu ei­ner end­los­schlei­fe um­wan­deln kann, ider so ei­nem „ab­pral­ler“. man kann auch eine lang­zeit­be­lich­tung da­mit si­mu­lie­ren.

sehr, sehr vie­le men­schen ha­ben sol­che bil­der also auf ih­ren te­le­fo­nen, aber im in­ter­net sieht man die trotz­dem sel­ten bis nie. war­um?

ich pos­te sol­che bil­der re­gel­mäs­sig mit dem hash­tag #live fo­tos und vor ei­ner wei­le habe ich so­gar er­klärt wie ich das ma­che, bzw. dass ich ne­ben ei­ner mp4-end­los­schlei­fe auch fall­back-gifs baue um die end­los­schlei­fen auch im RSS feed an­zei­gen zu kön­nen. ich hab so­gar mal eine sei­te er­stellt, die alle bei­trä­ge auf­lis­tet die (ech­te) gifs ver­wen­den. das hat­te ich völ­lig ver­ges­sen, funk­tio­niert aber.

fra­gen an die hie rmit­le­sen­den:

  • habt ihr „live fo­tos“ auf eu­rem ipho­ne/eu­rer ka­me­ra ak­ti­viert?
  • er­stellt ihr in der fo­to­me­dia­thek ge­le­gent­lich auch end­los­schlei­fen oder ab­pral­ler?
  • wollt ihr die nicht der welt zei­gen?


da­ten­schutz, er­klä­rung, is­so und so

felix schwenzel in über wirres

we­gen des neu­en kom­men­tar­sys­tems habe ich ge­dacht, ich müs­se noch­mal mei­ne da­ten­schutz­er­klä­rung an­se­hen und ge­ge­be­nen­falls er­gän­zen. statt mir halb­wis­sen zu­sam­men­zu­goog­len habe ich die hil­fe von chatgpt und gem­ni­ni in an­spruch ge­nom­men um mit de­ren halb­wis­sen die an­mer­kun­gen zum da­ten­schutz ein biss­chen um­zu­for­mu­lie­ren, zu kür­zen und vor al­lem ver­ständ­li­cher zu ma­chen. ich fin­de das ist ganz gut ge­lun­gen. da­nach habe ich cur­sor die er­klä­rung noch­mal au­di­tie­ren las­sen und noch ein paar ganz gute hin­wei­se er­hal­ten.

isso setzt beim kom­men­tie­ren tat­säch­lich ei­nen coo­kie. der au­then­ti­fi­ziert die kom­men­tie­ren­den 15 mi­nu­ten lang ge­gen die isso-API, da­mit die ih­ren kom­men­tar edi­tie­ren oder lö­schen kön­nen. pfif­fig und für so­was — nicht zum tra­cken — sind die din­ger ja auch mal er­fun­den wor­den.

aus­ser­dem dar­an er­in­nert wor­den, dass ich tat­säch­lich an ei­ner stel­le die kom­plet­te IP-adres­se von be­su­chen­den ver­ar­bei­te: für den shit­vo­te nut­ze ich tat­säch­lich die un­ge­kürz­te IP adres­se der be­su­chen­den um ei­nen hash zu er­rech­nen und dop­pel-shit-vo­tes (in an­sät­zen) zu ver­hin­dern. sonst sind die IPv4 adres­sen über­all um zwei ok­tet­te ge­kürzt und die IPv6 adres­sen auf ein /48-prä­fix ge­kürzt.


aus den kom­men­ta­ren 30.06.2026

felix schwenzel in notiert

das funk­tio­niert tat­säch­lich rei­bungs­los, also völ­lig trans­pa­rent, zum bei­spiel auf die­sem €-ar­ti­kel auf sued­deut­sche.de, den ich vor­her nicht le­sen konn­te. 10 € bi­blio­theksge­bühr gut an­ge­legt.

nied­rig­schwel­li­ge­re kom­men­ta­re an­zu­bie­ten fängt an sich be­zahlt zu ma­chen.


da muss­te ich ges­tern doch ein biss­chen la­chen: co­lin fur­ze be­rich­tet, dass es in sei­nen tun­neln un­ter sei­nem gar­ten woh­li­ge 18°C hat. wenn er in sei­nem un­ter­ir­di­schen bun­ker sitzt und for­mel 1 schaut, muss er ge­le­gent­lich den heiz­lüf­ter an­ma­chen.


14 jah­re bre­via @wir­res.net

felix schwenzel in notiert

zu­fäl­lig auf den 14 jah­re al­ten ar­ti­kel ge­stos­sen, in dem ich schrei­be, dass ich ab jetzt die bre­via nut­ze: wir­res.net/ar­tic­les/6145

wit­zi­ger­wei­se dach­te ich da­mals, dass ich der bre­via ir­gend­wann über­t­drüs­sig wür­de. das ge­gen­teil ist der fall. ich mag die schrift nach wie vor sehr, sehr ger­ne und fin­de sie wei­ter­hin sehr frisch. die kom­men­ta­to­ren von da­mals (ja, nur män­ner) wa­ren nicht soo be­geis­tert1. aber da­mals gabs auch noch anti-ali­a­sing um schrif­ten zu glät­ten und ich habe die ab­sät­ze da­mals mit 14,4px ge­r­en­dert, also eher klein.

weil ich jetzt re­la­tiv nied­rig­schwel­lig zu­gäng­li­che kom­men­ta­re habe, bin ich mal ge­spannt ob hier le­sen­de die bre­via im­mer noch so scheis­se fin­den wie da­mals und ob ich der ein­zi­ge bin bei dem ex­tre­me bre­via-ge­wöh­nungs­ef­fek­te ein­tre­ten.


beim kom­men­tie­ren die email op­tio­nal zu ma­chen scheint gut zu funk­tio­nie­ren, zu­min­dest in dem sinn, dass es die schwel­le hier zu kom­men­tie­ren stark zu sen­ken scheint. so­gar un­ter mei­nem was­ser­me­lo­nen­sa­lat-re­zept, das am sonn­tag fast ein­hun­dert be­su­cher von goog­le rü­ber­ge­schickt be­kam, ist ein kom­men­tar auf­ge­schla­gen.


auch 14 jah­re her: das ers­te mal, dass ich von „darm mit charme“ hör­te: wir­res.net/ar­tic­les/6218 (mit ei­nem in mei­nem hu­mor­ver­ständ­nis wit­zi­gen kom­men­tar drun­ter.)

giu­lia en­ders hab ich zu­letzt bei ho­tel mat­ze ge­se­hen und war fas­zi­niert, dass sie im­mer noch so mit­reis­send über den mensch­li­chen kör­per und geist re­det, dass ihre eu­pho­rie un­wei­ger­lich über­schwappt und an­steckt.


  1. ja, ich habe die al­ten dis­qus kom­men­ta­re in isso im­por­tiert (6732 kom­men­ta­re un­ter 1511 bei­trä­gen) ↩︎


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