wie von chefs table gewohnt leicht verpathost, aber trotzdem gerne gesehen. ich hab gelegentlich etwas vorgespult, wenns zu pathetisch wurde.
mir gefällt der minimalismus von peppe guida, er behauptet nie mehr als vier zutaten für ein nudelgericht zu benutzen. die zählweise funktioniert natürlich nur, wenn man wasser, basilikum, salz und pfeffer nicht mitzählt. aber ich muss auch sagen: die einfachsten gerichte die wir uns zuhause kochen sind die, die mich am meisten begeistern.
mich haut es immer wieder um, wenn ich kartoffeln und zwiebeln leicht anfrittiere und dann mit etwas ei und salz zu einer tortilla in der pfanne ausbacke. kartoffeln, zwiebeln, ei, salz und fett können so gut schmecken, dass es mich jedes mal erneut umhaut.
pellkartoffeln mit quark, in den etwas knoblauch, gurke, salz und öl eingerührt wird — und was gerade an kräutern da ist (oder nicht). jedesmal ein fest.
pesto, also öl, nüsse, parmesan und entweder kräuter, rote bete oder was sonst im haus ist mit einer knalligen farbe mit ein paar nudeln und nudelwasser — schmeckt jedesmal wie urlaub.
da ist schon was dran: wenig ergibt oft mehr als viel.
★★★★☆
allein weil vodafone in berlin wieder drückerkolonnen an die haustüren schickt, würde ich da niemals kunde werden wollen.
aber dass mir diese heinis dann erzählen, dass DSL „bald“ abgeschaltet würde und man auf „kabel“ wechseln müsse, verschiebt meinen ohnehin nicht besonders guten eindruck von vodafone in eine sehr kloakige richtung.
wie verzweifelt muss ein unternehmen sein, um so zu agieren?
„Dein Lieblingsörtchen“
ich musste mir heute früh vorstellen, wie in dem „örtchen“ ein geniesser sitzt.
vorher hat er sich möglicherweise eine pfeife angezündet um den moment besonders geniessen zu können. er sitzt gemütlich und lässt seinen blick über die pink-farbenen plastikwände schweifen. nach 20 minuten kommt er bestens gelaunt zurück an die muffige weddinger aussenluft. bereit für ein produktives tageswerk!
dieses wochenende waren wir kurz in hamburg um die abschlussausstellung vom kind anzusehen. also eigentlich war das die abschlussausstellung der bachelor und master absolvierenden dieses jahres an der hfbk. die arbeiten vom kind haben mir sehr gut gefallen und auch wenn ich das nicht so gut ausdrücken kann wie die beifahrerin, haben die arbeiten in mir resoniert. ich fand dieses bild auf den ersten blick interessant, wegen der tiefe und weil es möglicherweise ein paar architekten-saiten in mir anzupfte. ich mag es, wenn man mit minimalen mitteln etwas räumliches schafft das offen genug ist, um es mit eigenen assoziationen zu füllen.
der witz war, dass sich auf dem bild auch croutons befinden. die hatte ich aus der entfernung zwar gesehen, aber als gemalte, konstruktive elemente angesehen. solche mehrschichtigkeiten mag ich. auch zu den anderen arbeiten des kindes fand ich zugang.
mein zugang zu kunst war und ist eigentlich immer: resoniert da was in mir oder sehe ich etwas, das ich so toll finde, dass ich mir wünsche da selbst draufgekommen zu sein? manche leute sagen ja beim betrachten von eher minimalistischer kunst: „das hätte ich auch machen können!“ das ist natürlich aus mehreren gründen lahm: erstens haben leute die sowas sagen es eben nicht gemacht und zweitens übersieht eine solche aussage das wichtigste: den kontext.
ein werk, eine arbeit, ein objekt (und alles andere) hat immer kontext. es gab einen prozess (der sichtbar oder verborgen sein kann) der zu eben diesem ergebnis führt. der kontext, wie ein ding präsentiert wird, ist auch entscheidend.
ich bin sicher: das k in kunst kommt nicht von können, sondern von kontext.
das ist im produktdesign oder auch bei jeder anderen kreativen arbeit nicht anders. die idee ist weniger wichtig als der prozess, als die umsetzung, die umstände, die finanzierung, der zeitgeist — eben der kontext.
mindestens genauso interessant wie die rezeption der arbeiten auf einer ausstellung ist die rezeption der ausstellungsbesucher. wir hatten sehr viel zeit zur ausstellung an der hfbk mitgebracht und verbrachten dann auch nicht wenig zeit im ausstellungsraum des kindes. dort standen dankenswerter weise ein paar sofas auf denen wir sitzen konnten um die besucher der ausstellung zu beobachten.
ganz wie zuhause war das natürlich nicht, sowohl frida als auch ich sind auf dem sofa zuhause sehr viel entspannter. ausserdem schmeckt das bier zuhause besser.
da wir am samstag sehr früh losfuhren und ich meinen laptop erst nach 22 uhr in die hand bekam, konnte ich natürlich nichts bloggen. meine „streak“ regel, also wie ich zähle ob ich an einem tag gebloggt habe um dann (auf der rückseite) zu behaupten …
jedenfalls fiel mir bei dieser reise wieder auf, wie glücklich ich mit meinem aktuellen „blog“-setup bin. ich kann klassisches bloggedöns machen, schreiben, bilder posten, kurze und lange notizen festhalten und für alle die es interessieren mag auf der vorderseite und im rss-feed vorhalten und zugänglich machen. aber ich kann auch loggen, logbuch führen, buch über alle youtube-videos führen, denen ich einen 👍 gegeben habe, bookmarks setzen und später verwenden (oder nicht), bookmarks kommentieren und wenn es sich lohnt oder ich lust habe in beiträgen aggregieren oder einzeln auf die vorderseite holen.
kurz, die aufteilung in eine vorderseite auf der alles auftaucht was ich gerne mit einem breiteren publikum zeigen möchte, eine rückseite die beim navigieren der vorderseite helfen kann und ein paar teile des hintergrundrauschens zeigt. und dann das hintergrundrauschen, das nicht unsichtbar, aber eben auch nicht im vordergrund passiert. alles ist in verschiedenen stufen abonnierbar und niemand muss von meinen manchmal manischen aktivitäten im hintergrund genervt sein.
nochmal zurück zur hfbk. ich habe oben ja davon gesprochen, dass ich beim betrachten von fremden arbeiten gelegentlich denke: „schade dass ich da nicht selbst drauf gekommen bin.“ gestern dachte ich zumindest einmal: so eine idee hatte ich schonmal. leider habe ich mir weder den raum noch den namen der künstlerin notiert, aber sie hat einen traurigen mechanischen vogel aus kabeln, motoren und mechanischen kuckuckspfeifen gebaut.
weit weniger elegant, durchdacht und wohlklingend, hab ich das vor drei jahren auch mal gemacht (am ende sah es so aus).
über pfingsten eine kuckucksuhr gebaut. fast fertig, bevor das zifferblatt der funkuhr dran kommt, muss die beifahrerin das ding noch bemalen (statt beschnitzen, wie im schwarzwald).
wir sagen ja gerne: „verarschein kann ich mich selbst“. ich bezweifle das schon länger und meine überzeugung, dass wir gar nicht mal so gut dadrin sind uns selbst gezielt was vorzumachen, wurde heute signifikant gestärkt. ausserdem bin ich jetzt der meinung, dass diese fähigkeit in der tat wünschenswert ist.
I don’t need time. What i need is a deadline. — Duke Ellington
im video spricht david epstein vor allem über einen kognitiven bias den psychologen „additive bias“ oder „subtractive neglect“ nennen. wir tendieren dazu probleme durch hinzufügen von etwas zu lösen und tun uns oft schwer damit problemlösungen in betracht zu ziehen, die etwas entfernen.
zum beispiel: besser fertig werden mit weniger zeit, statt mehr. die beispiele die er im video aufzählt und illustriert sind eingängig und überzeugend. und das was er erzählt und wie er es rüberbringt macht einen grossen bogen um die üblichen selbstoptimierungs tipps & tricks und geht eher in die richtung: guck mal wie andere sich effizient und erfolgreich selbst manipulieren („selbst verarschen“).
als ich dann weiter im kanal rumschaute und mir „I Studied Elite Performers For 20 Years So You Don't Have To“ ansah (was sich vom titel her schon ein bisschen „tschakka!“ anhört), merkte ich, dass ich viele der methoden die david epstein aufzählte und mit beispielen illustrierte, schon seit ewigkeiten praktiziere. ich bin zwar weit davon entfernt „elite performer“ in irgendwas zu sein, aber ich kann mittlerweile bequem auf kommando einschlafen, habe mein leben dutrchritulisiert und versuche mir durch rituale und gewohnheiten so viel mentale micro-lasten zu ersparen wie möglich.
ausserdem erzähle ich allen immer wieder, dass ich der festen überzeugung bin, dass man in der ausbildung oder besser auf dem weg zum beruf, den man irgendwann mal ausübt, keine zeit verschwenden kann. umwege, erfahrungen in möglichst vielen bereichen — auch zum beispiel gastronomie — kommen einem in jedem beruf zu gute. epstein bestärkt so viele meiner überzeugungen, dass ich schon fast fürchte hier opfer eines harten falls von confirmation bias zu sein.
seine schlussworte illustrieren ganz gut wie undogmatisch und frisch er an seine themen geht:
None of that really sounds like conventional productivity advice. Some of it sounds like quite the opposite. And that, I think, is the point. The people who perform at the highest level across all the fields that I've studied or been involved with have figured out something that the rest of us, I think, often resist, at least for a while. Peak performance doesn't come from grinding harder. It comes from understanding how you and your mind and your rhythms actually work and designing habits and environments that work with rather than against them. The weirdest sounding habit on this list, it may actually turn out to be the one that changes how you work.
oder anders gesagt: statt selbstdisziplin und schuffterei muss man nur gute wege finden sich geschickt selbst zu verarschen um kreativität und neugier und spass am tun aus sich heraus zu locken.
schön fand ich auch die kleinen details; in einem video spricht er von vincent van gogh (und seinen „long winding path“) zu dem beruf, der ihn berühmt machte, und illustriert das eben nicht mit einem der bekannten selbstportraits die wir sonst immer sehen, wenn von van gogh gesprochen wird.
auch schön: im video von david epstein fielen zum teil die gleichen begriffe, wie in diesem video von ralph caspers (default mode network). das hatte ich kurz vorher gesehen und mich gefreut, wie das zusammenspiel von youtube-algorithmus, blogempfehlungen und zufall einen gelegentlich — mit wechslenden perspektiven — zu den gleichen themen führt.
die beifahrerin über das kind, kunst und sich selbst. epischer text, gern gelesen — auch beim vierten mal.
malerei erklärt sich nicht durch sprache, weder in die eine noch in die andere richtung. in die eine richtung kommen illustrationen heraus, in die andere werden äpfel zu birnen. was gemalte bilder sind und was sie zeigen kann sprache nur umkreisen. wer seine malerei tatsächlich vollständig in sprache übersetzen kann der braucht aus meiner sicht eigentlich nicht malen.
heute rief mich die beifahrerin während des morgenspaziergangs an: „weil du meine nachrichten ja nie liest.“ das stimmt, also während des spaziergangs normalerweise nicht. aber ich sehe dafür die raben in den rehbergen, jogger die von hinten kommen, andere hunde und manchmal auch eichhörnchen bevor frida sie sieht.
„da liegt ein riesengrosser haufen menschenscheisse vor der tür! frida darf da auf keinen fall dran schnüffeln!“
sie erzählte mir in den folgenden 20 minuten die origin-story des kackhaufens, dass sie sich kurz mit dem produzenten unterhalten hatte und dass sie auf dem weg zum fitnessstudio ein paar freundliche BSR-kehrfrauen darauf angesprochen habe. die meinten: „eigentlich sind für für menschliche exkremente nicht zuständig, aber aus kulanz können wir gegebenenfalls sand drüberstreuen.“
als frida und ich nachhause kamen lag der haufen noch jungfräulich da und gab einen überraschend stechenden geruch ab. als ich 10 minuten später vom balkon runterschaute war die kulanz bereits erledigt und die kacke unter sand begraben.
die hausinterne mieterinnen-whatsapp-gruppe, an der die beifahrerin teilnimmt, informierte uns darüber, dass gleiches vor ein paar tagen bereits im flur des hinterhauses passiert war. das foto lasse ich hier weg (kann man in der beilage sehen), was ich aber interessant fand: es wurde nicht einfach auf den boden gekackt, sondern an die wand. das kannte ich von den terrassen am wohnblock an der karl-liebknecht-strasse, wo ich vor 24 jahren mein büro hatte.
heute also gelernt:
die BSR entfernt keinen menschlichen kot. (es gibt aber eine telefonnummer die man anrufen könne)
man kann scheisse mit sand abdecken
wenn man ohne sitzschüssel kacken muss, scheint es empfehlenswert den hintern beim kacken an einer wand abzustützen
gestern machte mich der übellaunig ins internet schreibende, aber sehr freundlich in emails schreibende unstory.eu darauf aufmerksam, dass er gelegentlich seiten löscht und jetzt einer meiner links ins leere zeigen würde. das veranlasste mich dazu eine funktion hier nachzurüsten, die nach der veröffentlichung eines beitrags eine warteschlange mit allen links des beitrags füllt und bei archive.org anfragt ob die verlinkten seiten im archive.org gespeichert werden können.
vorher hatte ich mal überlegt ob ich das html von links oder bookmarks einfach bei mir sichern sollte, aber das erschien mir bei näherer betrachtung immer zu komplex und kompliziert.
VW hat die API bei der ich und viele andere ihre fahrzeugdaten abgeholt haben mehr oder weniger gekillt. die begründung ist wohl mehr sicherheit oder so, aber de facto kann ich jetzt weder den ladestand, das odometer, bzw. den status unseres autos nicht mehr in automationen verwenden. auch die navigations- und ladeplanungs app pump, die wir seit einem jahr nutzen, funktioniert damit für uns nicht mehr. sie zeigt den ladestand unseres autos jetzt konstant mit 27% an. die verkackte VW-app funktioniert natürlich weiterhin, was besser als gar nichts ist, aber das ist schon ziemlich arschig von VW so zu agieren.
ein bisschen recherche zeigte, dass es ein paar workarounds gibt, der workaround den ich am interessantesten fand war, dass der stromanbieter tibber offenbar als einer der wenigen „partner“ weiterhin (oder wieder) zugang zu VW-fahrzeugdaten hat. und tibber bietet wiederum einen API zugang zu seinen daten an. die zapfe ich jetzt ersatzweise an und habe jetzt zumindest wieder den ladezustand, die reichweite und die info ob das auto gerade lädt oder nicht im home assistant. damit kann ich wiederum die API von abrp bespielen und wieder mit abrp ladeplanung machen.
seit dem ich viele seiten als markdown anbiete und eine llms.txt anbiete, habe ich das gefühl, dass der druck den KI-crawler auf die website ausüben stark nachgelassen hat. davor kam es immer wieder vor, dass crawler sich durch die archiv-paginierung wühlten und damit den server quälten.
shellies sind wirklich klein. ich habe eine alte ikea-lampe, die eigentlich mit halogen-leuchtmitteln betrieben werden soll auf LEDs umgestellt. dafür musste ein neuer trafo her und damit man die lampe dimmen und schalten kann, habe ich neben dem neuen trafo auch noch einen shelly ins lampengehöuse eingebaut bekommen.
wenn man durch akzeptanz von dringlichkeit ebendiese vermehrt, kann man sie dann durch ablehnung oder ignoranz reduzieren?
ich bilde mir ja ein regen ignorieren zu können. das funktioniert draussen, im regen, ganz gut, aber wenn ich dann wieder zuhause bin und merke dass ich tropfe, werde ich dann doch unsicher ob sich regen wirklich ihnorieren lässt.
kann man dringlichkeit ignorieren? ich glaube schon, allein deshalb, weil sich die hälfte aller anliegen von alleine erledigt. egal ob das anliegen dringend oder nicht war. für die anderem anliegen die mir begegnen ist ignoranz eigentlich gar nicht nötig, weil ich ohnehin immer eine weile benötige um die natur oder den hintergrund und kontext des anliegens zu verstehen. oder anders gesagt auf dringliches sofort zu reagieren ist ohnehin nichts anderes als aktionismus. eine lösung braucht zeit, koordinierung, reflexion.
dringlichkeit ist auch selten eine eigenschaft des problems, sondern eher resultat unserer wahrnehmung oder der erwartung anderer. deshalb ist es vielleicht am besten dringlichkeizt mit sorgfalt zu begegnen, dann vermehrt sich dringlichkeit auch nicht.
dass es foursquare und swarm noch gibt ist ein kleines wunder. ich habe nie verstanden, warum man sich an orten einchecken sollte und versuchen sollte mayor zu werden. trotzdem habe ich das spiel vor vielen jahren, als foursquare neu war, exessiv mitgespielt.
in urlauben war das tatsächlich ganz praktisch eine spur zum späteren nachverfolgen zu hinterlassen und foursquare hat uns in urlauben eigentlich auch ganz gute empfehlungen für orte, restaurants, cafés oder bars gegeben.
warum man in swarm irgendwann auch „coins“ für checkins bekommen konnte verstehe ich auch nicht — und trotzdem nutze ich swarm seit märz wieder intensiv. vor allem deshalb, weil es eine der schnellsten und zuverlässigsten methoden ist, bilder mit text hier im blog zu posten (mit ownyourswarm, landet alles in /checkins). seit märz checke ich mich jeden morgen an einem baum, den ich photogen finde, ein und poste ein bild: the baum
mittlerweile sind das um die 60 fotos.
heute dachte ich, mal gucken ob man daraus einen einigermassen ansehnlichen stop-motion film draus machen kann. geht so.
mittlerweile gibts in der ATmosphere einen swarm-klon. der heisst beaconbits.app. den baum hab ich da auch mal gepostet, aber eigentlich nur um zu testen wie das geht. theoretisch kann ich die daten einfach in den PDS schreiben und der checkin das beacon ist gesetzt. um noch ein foto dazu zu posten, muss man das foto auf bluesky posten. theoretisch kann ich also automatisch einen ownyourswarm-checkin zu beaconbits syndizieren. aber da meine checkins schon auf swarm niemanden interessieren, interessieren sie auf beconbits wahrscheinlich noch weniger leute.
frank bohrt seit ner weile rivva.de auf. seit einer kurzen weile treffen sich im hintergrund ein paar (auf steady) unterstützende und diskutieren feature-wünsche und ideen mit frank.
einer meiner vorschläge in unserem kleinen wiki-garten/forum war eine „primitiv-blogsuchmaschine“ à la rivva.de/tag/spinat — also eine seite die alle blogbeiträge listet die mit spinat verschöagwortet sind. heute nach dem mittagsschlaf dachte ich kurz dass man dafür eine firehose, also strom in dem alle blogbeiträge schwimmen benötigt. rivva hat das (vermute ich mal) in form einer umfangreichen datenbank. dann fiel mir ein, auch in dewr ATmosphere gibts das: alle beiträge die auch mit mit standard.site protokoll veröffentlicht wurden sind teil der AT-protokoll firehose.
so kann zum besipiel standard-reader.app alle standard.site blogbeiträge durchsuchen (andere auf dem AT-protokoll aufbauende aps können das auch). aber offenbar geht auch das hier:
normalerweise bin ich kein fan von schlechtgelaunten blogs. bei unstory bin ich irgendwie hängengeblieben. diese seite hatte ich jetzt ein paar tage als offenen browser-tab:
Few months ago Cloudflare introduced Markdown for machines:
You get HTML, trackers, cookie banners, popups, and JavaScript. This needs a browser built by thousands of engineers just to show you a paragraph.
Machines get the clean version.
fair point, auch weil es meinem confirmation bias dient. heute hab ich mal ein bisschen weiter auf unstory gelesen. das ist alles sehr schlecht gelaunt aber auch nicht falsch.
Web browsers are not document viewers. They are customer acquisition channels for massive tech ecosystems. They don't serve users, but corporations. AI features, VPNs, crypto wallets, and countless of other nonsense.
… zum besipiel anders beantworten: weil es noch keinen bedarf dafür gab und „wir“ erst jetzt drauf gekommen sind beim nachdenken darüber wie wir es maschinen leichter machen können. das sagt der mensch hinter unstoryan anderer stelle auch (irgendwie):
The people building the human web chose the machine format. The machines moved to the human format.
das eigentliche problem scheint zu sein, dass wir komplexen probleme gerne mit komplexen lösungen begegnen und den blick fürs einfache verlieren. manchmal ist ein perspektivwechsel hilfreich um einfache lösungen zu erkennen. die perspektive von menschen oder maschinen einzunehmen, die bestimmte komplexe dinge nicht können, ist auf jeden fall immer hilfreich.
jedenfalls nehme ich den rat von unstory.eu an und folge ihm nicht, hoffe aber alle paar wochen daran zu denken mal dort vorbei zu schauen.
heute beim morgenspaziergang hatte ich intensives kopfkino. die filmausschnitte bestanden aus erinnerungen, die von einströmenden umweltreizen ausgelöst wurden. auf dem footballfeld der berlin adler plärrte depeche mode aus den lautsprechern. lautsprecher die unter freien himmel spielen haben einen ganz charakteristischen klang. die musik verweht ein bisschen, wabbert und sammelt sich gelegentlich zu echos. vor meinem inneren ohr und auge liefen erinnerungen, die mich an den historischen jahrmarkt in kornelimünster1 denken liessen. auf diesem jahrmarkt habe ich einen teil meiner kindheit verbracht. vor meiner inneren nase zog grill- und ponygeruch auf.
das open-air-geschrei der eher jüngeren menschen auf dem weitläufigen football-platz in kombination mit ein paar harten sonnenstrahlen auf meinemn gesicht spülte dann auch noch erinnerungen an die sommer-zeltlager2 hoch.
ich staunte während des spaziergangs was da alles in mir aus der vergangenheit aufschwamm. das passiert mir nicht immer, aber heute fanden die sensorische inputs wohl einen weg sich in meinem kopf auszubreiten. ich spielte irgendwann sogar ausschnitte eines youtube-videos, das ich am vorabend gesehen hatte, vor meinen inneren augen ab.
während ich frida beobachtete, mich gerüche, geräusche, der wind im gesicht und in der nase reizten, ein paar sonnenstrahlen, eine kühle brise, wassergeruch, kindergeschrei, openair lautsprecher meine sinne stimulierten dachte ich: schon erstaunlich, was ich alles abgespeichert habe. ich staunte auch, dass nur schöne erinnerungen aufschwammen. die erinnerungen waren farbenfroh, positiv, ein bisschen nostalgisch.
gestern schrieb mir meine mutter, der gerade plötzlich zwei gute freunde weggestorben waren, wie schön sie es fand, dass sie mit volker, der gerade gestorben ist, noch vor zwei wochen beim „portugiesen“ essen waren und volker, wie immer, gutgelaunt trank und ass und erzählte. das müsse wohl dieses carpe diem („oder so“) sein, von dem alle sprechen. ich antwortete ihr dass vermeintlich langweilige oder ereignislose tage meiner meinung nach und in diesem sinne auch ok seien, müsse ja nicht alles eine wilde vergnügungsfahrt sein.
heute fällt mir auf, dieses carpe diem kann man auch im kopfkino machen. so kann auch ein langweiliger morgenspaziergang zu einer wilden vergnügungsfahrt werden. ich bin mir auch sicher dass ich mit dieser erfahrung nicht allein war und es frida ganz ähnlich ging. ihre sensorik gegenüber umweltreizen und gerüchen dürfte um einiges bunter und differenzierter sein und ich will nicht wissen was für ein kopfkino in ihrem kopf abgeht, wenn sie sich durch die umwelt schnüffelt.
zuhause musste ich natürlich gleich in meiner alten, analogen fotokiste kramen. dabei fiel mir auf, die bilder die ich vorher im kopf hatte waren bunter, lebendiger, mehrdimensionaler als die auf dem fotopapier. zumal mir dabei auch auffiel, wie zurückhaltend wir damals mit der anzahl fotos waren. 36 bilder hatten die filme damals, da knippst man nicht wie wild rum.
beim blättermn in der fotokiste fielen ir dann aber noch zwei fotos aus meinem studentenzimmer in die hand. strassenlärm, vor allem höllisch laut klappernde LKW, wecken normalerweise erinnerungen an dieses zimmer das direkt an einer der haupteinfallstrassen des stuttgarter kessels lag (heilbronner strasse). auch der geruch des zimmer-ölofens hat sich bei mir eingebrannt, wird aber selten ausgelöst weil man öl heutzutage ja fast nur noch völlständig und russfrei verbrennt und in seinem unverbranntem aggregatzustand kaum noch begegnet.
die zeltlager waren sehr liberal und wurden damals vom liberalen jugendwerk aachen und heiner jüttner organisisert. die zeltlager gabs wohl noch länger oder gibts gegebenenfalls immer noch. ich hab, wenn ich mich recht erinnere, an mehreren zeltlagern zwischen 1981 und 1986 teilgenommen und sehr viel über den verantwortungsvollen umgang mit tabak und alkohol gelernt. ↩
gruppenbild mit zeltlager teilnehmern ca. anno 1981. ich bin ziemlich mittig mit einem mickey mouse t-shirt
meine schreibtischsituation in stuttgart, ca. anno 1996
meine schlaf- und schreibtichsituation ca. anno 1995
trotz verschiedenster metriken die ich hier erfasse habe ich wenig ahnung woher mein publikum kommt, was es erwartet, was den menschen gefällt oder missfällt. alle was ich habe sind ahnungen. deshalb gestalte ich den ganzen scheiss hier fast ausschliesslich so, wie ich es mag wenn ich webseiten besuche.
ich mag minimalistische webseiten, bei denen die inhalte im vordergrund stehen und nicht das beiwerk, die mich nicht nach cookie- oder tracking-zustimmung fragen, die relativ schnell laden, im desktop browser genau so gut funktionieren wie auf dem telefon oder tablet, die ich per RSS oder im reader-modus lesen kann, die dunklen hintergrund haben (wenn ich das will). spontan fallen mir als vorbilder daring-fireball und das couchblog ein. wenn ich etwas länger nachdenke fallen mir auch nur das couchblog und daring-fireball ein. wenn ich dann auf meine blogrolle schaue, fallen mir ein paar mehr ein konnexus.net, florian.photo, eay.cc, vowe.net, knuspermagier.de oder anmutunddemut.de.
in der vorherigen version vom couchblog hab ich erstmals vom 512kb.club gehört. ich glaube nico hat das 512kb.club-banner in der aktuellen (wieder) wordpress-version runtergenommen, weil er sich nicht mehr qualifiziert. ich qualifizierte mich nicht mal ansatzwesie mit einer startseite, die initial 3-7mb daten lädt. aber jetzt doch, mit meiner minimalversion die wahrscheinlich noch ganz gut optimierbar ist und im prinzip aus markdown dateien besteht, die per javascript zu html gezaubert werden:
wirres.net/index.md.html ist gerade mal 190kb gross. und sie enthält trotzdem links zu über 700 artikeln die dann auch jeweils nicht viel mehr als 70 bis 480kb laden (je nachdem ob und wieviele fotos eingebettet sind).
ich habe so eine ahnung dass mein angebot von markdown-versionen oder einer minimalistischen version so gut wie niemanden interessiert. aber ich denk ja nicht nur an menschliche besucher, sondern auch an automaten. ich sehe täglich 400 bis 1500 einzelne abrufe von markdown-versionen meiner beiträge. ob sich das ganze gewese um solche optimierungen lohnt ist eine andere frage. aber diese frage stellt sich ja auch beim verfassen von texten oder kommentaren. man weiss nie ob’s irgendwem gefällt und wenn ja wieviel.
deshalb bleibt mir nicht viel anderes übrig als mich zu bemühen und gelegentlich an die lsenden zu denken. heute habe ich nochmal an die lesenden gedacht. beim google page speed test meiner minimal-übersichtseite …
… sah ich heute nämlich etwas neues: „agentisches browsen“. ein punkt von dreien gibts für:
Wenn deine llms.txt-Datei nicht den Empfehlungen entspricht, können Large Language Models möglicherweise nicht nachvollziehen, wie deine Website gecrawlt oder für das Training verwendet werden soll. Die llms.txt-Datei muss eine Markdown-Datei sein, die mindestens eine H1-Überschrift enthält.
ich weigere mich ja meine webseite nach google vorgaben auszurichten, aber gelegentlich den empfehlungen die die page speed insight aussprechen zu folgen kann sich doch lohnen (für die indexierbarkeit, aber auch lesenden-freundlichkeit). für die auffindbarkeit von wirres.net in der google-suche lohnt es sich momentan lediglich für rezepte.
bing hat bisher meine rezepte (grösstenteils) tapfer ignoriert. in den webmaster tools empfiehlt bing sehr eindringlich index now zu nutzen. weil das von mir eingesetzte seo-plugin das eigentlich kann, habe ich das schon vor vielen monaten aktiviert.
das problem war nur: hat nicht funktioniert. diese woche habe ich das mal debugged und repariert. und seit ich jetzt bei jedem neuen oder geänderten artikel bing und den bei index-now angeschlossenen suchmaschinen einen ping sende, findet man bei einer suche nach „wassermeldonensalat ottolenghi“ auch wirres.net ganz oben.
ich hasse es, wenn beiträge in blogs mit einem call to action enden. das riecht so llm-ig oder seo-ig. aber es würde mich wirklich sehr interessieren was dir, lieber leser, liebe leserin an wirres.net fehlt oder dich nervt. die automaten geben mir bereitwillig auskunft darüber. aber die humans eher wenig. aber da mich jetzt alle humans mit aktiviertem javascript mit leichtigkeit in den kommentaren erhellen oder beschimpfen können, würde ich mich über feedback sehr freuen.
ich wünschte ich könnte das john irving zitat „sorrow floats“ öfter benutzen, aber es passt nie und nirgendwo.
das geniale an „sorrow floats“ ist das bildhafte, der nach seinem tod ausgestopfte familienlabrador sorrow, der nach einem flugzeugunglück irgendwo zwischen den trümmern treibt. und gleichzeitig ist „sorrow floats“ eine metapher dafür, dass trauer nie ganz verschwindet und immer wieder zwischen trümmern auftaucht.
aber es ist eben nicht nur die trauer die schwimmt, eigentlich ist es alles wichtige. das meine ich zumindest im laufe der jahre immer wieder beobachtet zu haben. und wenn ich schon nicht mein leben nach dieser erkenntnis ausrichte, so habe ich zumindest meinen medienkonsum danach ausgerichtet.
leider hört sich „importance floats“ nicht halb so gut an wie „sorrow floats“.
jedenfalls musste ich da heute wieder dran denken, weil ich gerade hier und da lese, dass manche leute von ihrem RSS reader gestresst sind. klar, lesen sollte kein stress sein und RSS zu lesen erst recht nicht.
die app current hat sich zur aufgabe gemacht das lesen von rss feeds wieder schön zu machen:
Every RSS reader treats your feeds as a to-do list. Current doesn't.
There are no unread counts. No badge of phantom obligation. Just a river.
New articles flow in at the top. Old ones drift downstream. Nothing is owed.
ich hab current gekauft und ausprobiert aber mir war das zu stressig. current versuchte mich wie ein gutmeinender onkel, der nichts von mir weiss, dabei zu unterstützen „wertvolle“ feeds zu identifizieren (von „authors“) und aus meinen vermeintlichen lesegewohnheiten filter zu bauen.
ich habe gemerkt: meine eigenen, eingebauten filter funktionieren ganz gut ohne app-hilfe und dass mich eine onkelige app nervt, die ständig in meine gewohnheiten grätscht.
ich habe auf einem asteroiden (von uberspace) miniflux installiert und nutze entweder das webfrontend von miniflux oder den reeder classic auf dem telefon um meine 435 feeds zu lesen. das oben drüber „ungelesen 7238“ steht ist mir egal. ich lese das was oben steht zuerst und springe weiter, wenn mich weder die überschrift, noch die ersten paar sätze interessieren.
das ist nicht anders als früher die tages- oder wochenzeitung zu lesen. da lagen auch mehrere hundert artikel vor mir und wenn mich weder die überschrift, noch die ersten paar sätze interessieren, sprang ich weiter in die nächste spalte oder seite.
warum sollte mich das stressen wenn ich ein paar hundert ungelesene artikel vor mir liegen habe? gelegentlich hab ich zeitungen in der mitte aufgeschlagen oder am ende, weil ich wusste dass dort kategorien themen oder kolumnen lagen die mich interessierten.
so mache ich das auch mit RSS. ein paar blogs, ein paar autoren habe ich irgendwann in einen ordner gelegt, den ich, wenn mir danach ist, gezielt ansteuern und lesen kann.
sonst gehe ich ausschliesslich umgekehrt chronologisch vor. ich lese das ungelesene und springe mit der tastatur (j/k) oder wischgesten weiter.
man vergisst ja schnell, dass chronologie bereits eine form von kuratierung ist. die zeit sorgt dafür, dass wichtiges wieder auftaucht und das belanglose vorbei treibt.
apropos zeit. ich habe vor vielen jahren, als nachrichten noch mehrheitlich auf papier vertrieben wurden, mal behauptet, dass die welt besser wäre wenn es nur wochenzeitungen gäbe (quasi). wenn nachrichten ein bisschen getrocknet sind und ihre atemlosigkeit nachlässt, wenn der oder die eine oder andere autorin zeit hatte nachzudenken, gewinnen nachrichten an interessanz und das wichtige bleibt, schwimmt auf.
wenn zeitungen das äquivalent zum feed-reader sind, dann wären magazine das äquivalent zu instagram oder tiktok. die magazin-macher haben auch schon damals versucht die lesenden emotional zu packen, zu skandalisieren und überspitzen. doomscrolling nannte man damals einfach blättern.
aber ich komme vom thema ab. was ich an meiner chronologischen sammlung von über 400 quellen so sehr mag ist gerade die anzahl der ungelesenen beiträge. beunruhigt bin ich, wenn mein feedreader leer wäre.
der ungelesen-zähler ist keine aufforderung, sondern entspannendes weisses rauschen.
wenn ich mal tiefer meinen selbst „kuratieren“ nachrichtenstrom einsteige (und dabei nicht einschlafe oder mir was besseres einfällt) und einfach immer weiter lese, bestätigt sich irgendwann die these von oben. das interessante, das wichtige war oben, nach unten wird meistens langweiliger und ich denke zunehmend: „kenn ich schon.“ oder „schon anderswo drüber gelesen“
möglicherweise ist die sicht auf einen strom auch einfach mit etwas distanz besser, als wenn man mittdrin steht. sicher ist: wenn man die ströme auch mal an sich vorbeiziehen lässt, verpasst man trotzdem nix.
manche dinge scheinen sich nicht zu ändern. ich sehe immer wieder eltern mit ihren kindern, die vor müllautos oder baustellen stehen bleiben, weil die kinder die müllwagen, baumaschinen oder die müllarbeiter oder bauarbeiter fasziniert beobachten (wollen). geht mir auch oft noch so: ich frage mich wie die müllmenschen in berlin von den hunderten haustürschlüsseln, die sie in einem riesigen bündel mit sich herumtragen, den richtigen finden. baustellen und grosse maschinen sehe ich mir weiterhin gerne an. baustellen sind ja quasi real-life-wimmelbilder.
genauso fasziniert, wie ich mir gelegentlich wimmelsituationen ansehe, bin ich irritiert darüber, dass so wenige menschen die ins internet schreiben selbstgemachte animierte bilder benutzen. ich mein: jedes iphone hat live-bilder standardmässig aktiviert. das heisst bei einem foto, nimmt das iphone vorher und nachher ein paar sekundenbruchteile video mit auf, die man, wenn man will zu einer endlosschleife umwandeln kann, ider so einem „abpraller“. man kann auch eine langzeitbelichtung damit simulieren.
sehr, sehr viele menschen haben solche bilder also auf ihren telefonen, aber im internet sieht man die trotzdem selten bis nie. warum?
ich poste solche bilder regelmässig mit dem hashtag #live fotos und vor einer weile habe ich sogar erklärt wie ich das mache, bzw. dass ich neben einer mp4-endlosschleife auch fallback-gifs baue um die endlosschleifen auch im RSS feed anzeigen zu können. ich hab sogar mal eine seite erstellt, die alle beiträge auflistet die (echte) gifs verwenden. das hatte ich völlig vergessen, funktioniert aber.
fragen an die hie rmitlesenden:
habt ihr „live fotos“ auf eurem iphone/eurer kamera aktiviert?
erstellt ihr in der fotomediathek gelegentlich auch endlosschleifen oder abpraller?
wegen des neuen kommentarsystems habe ich gedacht, ich müsse nochmal meine datenschutzerklärung ansehen und gegebenenfalls ergänzen. statt mir halbwissen zusammenzugooglen habe ich die hilfe von chatgpt und gemnini in anspruch genommen um mit deren halbwissen die anmerkungen zum datenschutz ein bisschen umzuformulieren, zu kürzen und vor allem verständlicher zu machen. ich finde das ist ganz gut gelungen. danach habe ich cursor die erklärung nochmal auditieren lassen und noch ein paar ganz gute hinweise erhalten.
isso setzt beim kommentieren tatsächlich einen cookie. der authentifiziert die kommentierenden 15 minuten lang gegen die isso-API, damit die ihren kommentar editieren oder löschen können. pfiffig und für sowas — nicht zum tracken — sind die dinger ja auch mal erfunden worden.
ausserdem daran erinnert worden, dass ich tatsächlich an einer stelle die komplette IP-adresse von besuchenden verarbeite: für den shitvote nutze ich tatsächlich die ungekürzte IP adresse der besuchenden um einen hash zu errechnen und doppel-shit-votes (in ansätzen) zu verhindern. sonst sind die IPv4 adressen überall um zwei oktette gekürzt und die IPv6 adressen auf ein /48-präfix gekürzt.
das funktioniert tatsächlich reibungslos, also völlig transparent, zum beispiel auf diesem €-artikel auf sueddeutsche.de, den ich vorher nicht lesen konnte. 10 € bibliotheksgebühr gut angelegt.
niedrigschwelligere kommentare anzubieten fängt an sich bezahlt zu machen.
da musste ich gestern doch ein bisschen lachen: colin furze berichtet, dass es in seinen tunneln unter seinem garten wohlige 18°C hat. wenn er in seinem unterirdischen bunker sitzt und formel 1 schaut, muss er gelegentlich den heizlüfter anmachen.
zufällig auf den 14 jahre alten artikel gestossen, in dem ich schreibe, dass ich ab jetzt die brevia nutze: wirres.net/articles/6145
witzigerweise dachte ich damals, dass ich der brevia irgendwann übertdrüssig würde. das gegenteil ist der fall. ich mag die schrift nach wie vor sehr, sehr gerne und finde sie weiterhin sehr frisch. die kommentatoren von damals (ja, nur männer) waren nicht soo begeistert1. aber damals gabs auch noch anti-aliasing um schriften zu glätten und ich habe die absätze damals mit 14,4px gerendert, also eher klein.
weil ich jetzt relativ niedrigschwellig zugängliche kommentare habe, bin ich mal gespannt ob hier lesende die brevia immer noch so scheisse finden wie damals und ob ich der einzige bin bei dem extreme brevia-gewöhnungseffekte eintreten.
beim kommentieren die email optional zu machen scheint gut zu funktionieren, zumindest in dem sinn, dass es die schwelle hier zu kommentieren stark zu senken scheint. sogar unter meinem wassermelonensalat-rezept, das am sonntag fast einhundert besucher von google rübergeschickt bekam, ist ein kommentar aufgeschlagen.
auch 14 jahre her: das erste mal, dass ich von „darm mit charme“ hörte: wirres.net/articles/6218 (mit einem in meinem humorverständnis witzigen kommentar drunter.)
giulia enders hab ich zuletzt bei hotel matze gesehen und war fasziniert, dass sie immer noch so mitreissend über den menschlichen körper und geist redet, dass ihre euphorie unweigerlich überschwappt und ansteckt.
ja, ich habe die alten disqus kommentare in isso importiert (6732 kommentare unter 1511 beiträgen) ↩︎