kategorie: über wirres ×

end­mar­ken, fuck­ing home­pod, bat­te­rien, the agen­cy und for­mel1

felix schwenzel in artikel

ich be­nutz­te mei­nen home­pod ei­gent­lich nur für zwei din­ge und al­lei­ne we­gen die­ser bei­den din­ge mag ich mei­nen home­pod sehr, sehr ger­ne. bis heu­te.

die eine sa­che für die ich die siri im home­pod ger­ne nut­ze ist zu fra­gen: „wie spät?“ die an­de­re sa­che gin­ge wahr­schein­lich auch mit je­dem an­de­ren der 5 ver­netz­ten laut­spre­cher bei mir im zim­mer, aber ich las­se es den home­pod ma­chen: bei ei­nem for­mel-eins-ren­nen, fünf mi­nu­ten vor start ein for­mel-eins-wrooooom-ge­räusch ab­spie­len.

seit heu­te fängt siri selb­stän­dig an mu­sik ab­zu­spie­len. lei­se, aber im­mer wie­der. da sich home­pods nicht wirk­lich de­bug­gen oder be­fra­gen las­sen was sie zur je­wei­li­gen ak­ti­on ge­bracht hat, steh eich völ­lig auf dem schlauch. ich habe zwi­schen­zeit­lich al­les ab­ge­schal­tet was ich in ver­dacht hat­te, mein ipho­ne, home as­sistant, mein lap­top blue­tooth, die kli­ma­an­la­ge — nichts hilft.

aber zum au­to­ma­ti­sie­ren habe ich ja home as­sistant. eine klei­ne au­to­ma­ti­on schal­tet die mu­sik jetzt aus, so­bald die mu­sik star­tet.

alias: fucking homepod aus
descrip­ti­on: ""
triggers:
  - trigger: media_player.started_playing
    target:
      entity_id: media_player.homepod
    options:
      behavior: each
      for: "00:00:00"
conditions:
  - condition: state
    entity_id: media_player.homepod
    state:
      - music
    attribute: media_content_type
actions:
  - action: media_player.media_stop
    metadata: {}
    target:
      entity_id: media_player.homepod
    data: {}
mode: single

das funk­tio­niert, auch wenns kei­ne lö­sung ist. wenn ich in den nächs­ten ta­gen nicht raus­be­kom­me was oder wer das ver­ur­sacht, muss der home­pod tem­po­rär ster­ben (strom­los wer­den). im­mer­hin habe ich aus­ge­schlos­sen, dass der home­pod das rau­schen der kli­ma­an­la­ge als sprach­be­feh­le in­ter­pre­tiert.


apro­pos for­mel 1, das guck ich ja ge­le­gent­lich ger­ne und fah­re da­für ger­ne mit ei­nem vir­tu­el­len pri­va­ten netz­werk nach ös­te­re­eich. das ren­nen heu­te in ös­te­reich konn­te zwar nicht viel mehr als dreis­sig pro­zent mei­ner auf­merk­sam­keit bin­den, war aber trotz­dem ganz span­nend. aber wirk­lich toll wa­ren die droh­nen­auf­nah­men, nicht mit der üb­li­chen droh­nen-vo­gel­per­spek­ti­ve, son­dern eine droh­ne, die den au­tos mit bis zu 300 km/h im tief­flug hin­ter­her­flog. kei­ne ah­nung was man ma­chen muss um für so­was bei ei­ner ver­an­stal­tung mit pu­bli­kum eine ge­neh­mi­gung zu be­kom­men, aber ös­te­reich hat­te ja noch kein ramm­stein. die bil­der wa­ren aber tat­säch­lich be­ein­dru­ckend.


beim spie­gel habe ich das schon öf­ter ge­se­hen: end­mar­ken. wenn ein spie­gel-ar­ti­kel zu­en­de ist, klascht der spie­gel ein logo-„S“ an den letz­ten ab­satz.

das kann ich auch, dach­te ich mir und klat­sche jetzt ei­nen hau­fen scheis­se, mei­nen shit-vote, bzw. „ich mag die­sen scheiss!“-but­ton an den letz­ten ab­satz — oder je nach­dem, wenn ein bei­trag nicht mit ei­nem ab­satz en­det, auch da­drun­ter.

aus­ser­dem habe ich den ar­ti­kel-fuss („foo­ter“), die kom­men­tar-sek­ti­on und die bei­la­ge ein biss­chen neu ge­ord­net, in der hoff­nung dass da­mit auch men­schen die nicht ich sind die funk­ti­on und den sinn (ein biss­chen) be­grei­fen. wenn nicht, ist auch nicht so schlimm, so­lan­ge mei­ne tex­te (ein biss­chen) ver­ständ­lich sind.


auch wit­zig (für mich) mei­ne mut­ter, die jetzt ja ein welt­ers­te und -ein­zi­ge wir­res.net-bei­trä­ge per email be­kommt, mein­te sie hät­te die letz­ten ar­ti­kel nicht ge­le­sen. dass habe ich ehr­lich­ge­sagt auch nicht an­ders er­war­tet, dass mein rei­gen an tech­ni­schen deep-di­ves ins AT­pro­to­koll, av­ti­vi­ty­pub, bubbles und mei­ne ma­schi­nen­raum-ge­schich­ten an ei­nem teil des pu­bli­kums vor­bei­ge­hen und dass die­ses pu­bli­kum ge­nau das tut, wei­ter­blät­tern („scrol­len“). das ist das schö­ne am in­ter­net: man kann den mas­sen­ge­schmack igno­rie­ren und ganz vie­le ni­schen­in­ter­es­sen („long tail“) be­die­nen und das ge­ziel­te igno­rie­ren funk­tio­niert.


apro­pos home as­sistant und au­to­ma­ti­sie­run­gen: pha­sen­wei­se habe ich mich da­mit ge­nau­so ma­nisch be­schäf­tigt, wie ich mich der­zeit ma­nisch mit die­ser web­site be­schäf­ti­ge. aber home as­sistant ist so freund­lich, dass es auch ohne mei­ne auf­merk­sam­keit mo­na­te­lang zu­ver­läs­sig funk­tio­niert. selbst ge­le­gent­lich leer­lau­fen­de bat­te­rien brin­gen das sys­tem und die sen­so­rik nicht zum er­lie­gen, auch weil ich vie­les red­un­dant auf­ge­setzt habe. trotz­dem habe ich der au­to­ma­ti­schen woh­nung heu­te noch­mal et­was auf­merk­sam­keit ge­schenkt, up­dates ein­ge­spielt, ka­put­tak­tua­li­sier­tes („brea­king ch­an­ges“) ge­fixt, bat­te­rien ge­tauscht und über-op­ti­mis­ti­sche-sen­sor-wert-va­li­die­run­gen, bzw. glät­tung. als ich die auf­ge­setzt habe, konn­te ich mir nicht vor­stel­len, dass am hof­fenster tem­pe­ra­tu­ren > 27°C auf­tre­ten (das ist im­mer im schat­ten). pus­te­ku­chen, in den letz­ten ta­genm gings öf­ter drü­ber. des­halb hat mei­ne sen­sor his­to­rie jetzt ab­ge­flach­te kur­ven und durch die fil­ter-an­pas­sung ein paar falsch­mes­sun­gen/aus­reis­ser nach un­ten.

home assistant screenshot von der temperaturaufzeichnung unseres thermometers im hoffenster

the agen­cy staf­fel 2 hat mich in den ers­ten paar fol­gen mit 4 par­al­le­len hand­lungs­strän­gen to­tal über­for­dert. aber mit je­der fol­ge ver­ste­he und fin­de ichs bes­ser. die ab­ge­fuckt­heit von ge­heim­dienst­ar­beit bringt die se­rie wirk­lich gut rü­ber, vor al­lem im ge­gen­teil zu den 2000 an­de­ren fil­men und se­ri­en die ge­heim­dienst­ar­beit ger­ne äs­the­ti­sie­ren, ri­di­küli­sie­ren oder glo­ri­fi­zie­ren. das macht the agen­cy zwar auch, sonst wäre es ja nicht eine fik­tio­na­le un­ter­hal­tungs­sen­dung, son­dern eine „true po­li­ti­cal crime“-se­rie auf net­flix.


das kli­ma­an­la­gen-/wär­me­pum­pen-rab­bit­ho­le, in das mar­kus kürz­lich ge­fal­len ist, habe ich ge­ra­de noch ver­mie­den. die bei­fah­re­rin hat vor ein paar jah­ren eine mo­bi­le, klei­ne kli­ma­an­la­ge für ihr ate­lier ge­kauft, die jetzt in mei­nem zim­mer steht und es auf er­träg­li­che 24,5°C kühlt. sie hat jetzt zwar auch in­ter­es­se an ei­nem wei­te­ren ge­rät an­ge­mel­det, weil die tem­pe­ra­tu­ren in ih­rem zim­mer jetzt auch auf über 25°C klet­tern. und mei­ne el­tern wol­len auch eine. und da soll ich dann so­wohl be­ra­ten als auch mon­tie­ren. aber das konn­te ich al­les gut in den win­ter schie­ben weil man jetzt oh­ne­hin nichts der­ar­ti­ges kau­fen kann.


kom­men­ta­re? is­so?

felix schwenzel in über wirres

ich stau­ne, wie vie­le men­schen bei goog­le nach „was­ser­me­lo­nen­sa­lat ot­to­lenghi“ su­chen. goog­le ver­rät mir, dass die­ser such­be­griff zwi­schen dem 18.06 und 24.06 fast 600 mal dazu ge­führt hat, dass mei­ne re­zept­sei­te dazu bei goog­le an­ge­zeigt wur­de. goog­le hat des­halb in den letz­ten ta­gen pro tag un­ge­fähr 60 men­schen hier­her ge­schickt. das fühlt sich bei­na­he an, wie frü­her, als goog­le der gröss­te fan von blogs war. jetzt liebt goog­le, die alte op­por­tu­nis­tin, of­fen­bar nur noch re­zep­te.

als ich die tage dar­über nach­dach­te ob und was mir die­se men­schen brin­gen, die von goog­le hier­her­ge­spült wer­den, stand ich auf dem schlauch. im­mer­hin pro­du­zie­ren sie eine me­trik und he­ben zwei mei­ner re­zep­te auf der rück­sei­te un­ter „meist­be­such­te sei­ten“ nach oben. ich habe über­legt ob ich eine ein­fach zu­gäng­li­che (re­zept) be­wer­tungs­funk­ti­on mit ⭐⭐⭐⭐⭐ an­bie­ten soll, weil ja nie­mand ver­steht, was das 💩 soll. dann dach­te ich, viel­leicht eine ein­fach zu­gäng­li­che kom­men­tar­funk­ti­on und habe mir noch­mal isso an­ge­schaut. das hat­te ich mir zu­letzt vor ei­nem jahr­zehnt an­ge­schaut als ha­l­os­can ein­ge­stellt wur­de. aus un­er­find­li­chen grün­den hat­te ich mich da­mals dann für dis­qus ent­schie­den, de­ren ja­va­script ich (op­tio­nal) un­ter mei­ne ar­ti­kel kleb­te.

je­den­falls war ich über­rascht wie un­kom­pli­ziert sich isso an­fühlt. kei­ne an­mel­dung und nach dem ab­sen­den des kom­men­tars bleibt der so­gar noch edi­tier­bar oder lösch­bar. kom­men­ta­re las­sen sich mit mark­down for­ma­tie­ren und das ganz lässt sich auch noch leicht mit do­cker in­stal­lie­ren. also erst­mal isso un­ter die zwei re­zep­te ge­klebt, die ge­ra­de so viel be­such be­kom­men.

dann habe ich ge­dacht, wenn selbst men­schen mit jahr­zenhn­ten in­ter­net­er­fah­rung von mei­nem jetz­ti­gen kom­men­tar­sys­tem über­for­dert sind und mich teil­wei­se per mail um be­die­nungs­tipps fra­gen, kann ich ja auch mal ei­nen re­gu­lä­ren bei­trag kom­men­tier­bar ma­chen und schau­en was pas­siert.

die­ser bei­trag ist also kom­men­tier­bar. name, email oder web­site sind op­tio­nal, le­dig­lich ja­va­script ist vor­aus­set­zung. moer­a­ti­on ist erst­mal de­ak­ti­viert. was hälst du von (isso-) kom­men­ta­ren un­ter bei­trä­gen auf wir­res.net?


nach­trag 20:00 uhr:
ich habe die kom­men­ta­re aus mau­rice komm­ents plug­in in isso im­por­tiert und erst­mal die kom­men­tar­f­un­ti­on kom­plett auf isso um­ge­schal­tet. isso-kom­men­ta­re wer­den jetzt über­all un­ter dem bei­trag an­ge­zeigt, aus­ser man klappt die kom­men­ta­re zu.

web­men­ti­ons, kom­men­ta­re auf mast­o­don oder blues­ky er­den erst­mal wei­ter­hin in der bei­lag an­ge­zeigt, aber ich hab plä­ne und idee das in zu­kunft zu ver­bes­sern und tech­nisch ele­gan­ter zu ma­chen.


mark­down-ge­döns — weils geht

felix schwenzel in über wirres

ge­le­gent­lich ma­che ich sa­chen nur weils geht. manch­mal er­ge­ben sich dann zu­fäl­lig an­de­re, gute sa­chen dar­aus.

vor zwei wo­chen hat­te ich die idee, dass ich bei­trä­ge ja auch als mark­down aus­lie­fern könn­te. seit­dem kann man im brow­ser ein­fach an eine bei­trags-adres­se ein .md hän­gen und der ar­ti­kel wird als text/mark­down ge­la­den:

dann las ich zu­fäl­lig über stan­dard.site und AT­pro­to und sah, dass ich den mark­down-text ein­fach mit ein paar me­ta­da­ten in mein PDS schrei­ben kann und das mark­down dann zu ei­nem or­dent­lich aus­se­hen­den html-bei­trag ge­r­en­dert wird, zum bei­spiel hier:

weil ich die mark­down-ver­si­on der bei­trä­ge auch im quell­text an­kün­di­ge, mit …

<link rel="alternate" type="text/markdown" title="markdown-gedöns — weils geht (Markdown)" href="https://wirres.net/articles/markdown-gedons-weils-geht.md">

… fin­den craw­ler und bots die mark­down-ver­si­on au­to­ma­tisch — wenn sie wol­len — und neh­men das an­ge­bot auch dan­kend an, wie ich in mei­nen logs sehe (der­zeit ca. 600 mark­down-da­tei­en-crawls pro tag).

von mir aus kön­nen sich craw­ler und bots hier aus­to­ben, so­lan­ge sie sich be­neh­men, höf­lich blei­ben und sich an die ro­bots.txt re­geln hal­ten. eine re­gel mit der ich mir ein­bil­de in den letz­ten jah­ren gut ge­fah­ren zu sein: in­hal­te die jün­ger als fünf jah­re sind dür­fen die craw­ler in­de­xie­ren, was äl­ter ist nur wenn ich es ex­pli­zit zur in­de­xie­rung frei­ge­ge­ben habe. ich weiss dass es nicht we­ni­ge arsch­loch-bots gibt, die sich nicht an die re­geln hal­ten, und das ich da­ge­gen (mo­men­tan) we­nig aus­rich­ten kann. was ich aber nicht ma­che: mark­down für bots ge­sperr­te in­hal­te aus­zu­spie­len.

ef­fek­tiv ste­hen hier also ca. 953 bei­trä­ge zur in­de­xie­rung be­reit. das stimmt na­tür­lich nicht ganz, in echt sind es 3483 bei­trä­ge die laut

zur in­de­xie­rung frei­ge­ge­ben sind. aber das sind vor al­lem „so­fort­bil­der“ (mein in­sta­gram ar­chiv, 2376 bei­trä­ge), check­ins (151) und sta­ti­sche sei­ten. eine lis­te die­ser 953 bei­trä­ge, die auch in­de­xiert wer­den dür­fen und kei­ne check­ins oder so­fort­bil­der sind, ste­hen jetzt auch in ei­ner über­sicht­li­chen lis­te zur ver­fü­gung:

lei­der kön­nen brow­ser heut­zu­ta­ge noch nicht na­tiv mark­down ren­dern, wes­halb der mark­down-text eben als plain­text an­ge­zeigt wird (aus­ser man in­stal­liert sich zum bei­spiel die­se chro­me-ex­ten­si­on).

zu die­sem the­ma hat sven ka­noldt kürz­lich nach­ge­dacht: What If Your Brow­ser Could Just Ask for Mark­down?

wäre es nicht toll, wenn brow­ser statt nur nach ei­nem html-do­ku­ment zu fra­gen, auch — falls brow­sen­de das wün­schen — auch nach ei­nem mark­down-do­kum­net fra­gen könn­ten? das wäre dann wie die sa­fa­ri rea­der funk­ti­on, die aus un­les­ba­ren sei­ten eine ver­ein­fach­te, gut les­ba­re ver­si­on ren­dert. zum le­sen von on­line-koch-re­zep­ten kann man mitt­ler­wei­le kaum noch html be­nut­zen, weil die rezpte fast im­mer in slop-tex­te ein­ge­bet­tet sind. ich lese re­zep­te on­line fast nur noch in mela. mark­down re­zep­te hin­ge­gen sind gut les­bar:

je­den­falls, für alle die sich fra­gen was das al­les soll: es än­dert sich nichts, aus­ser dass es jetzt eine schlan­ke, schnel­le über­sicht­sei­te al­ler ar­ti­kel gibt, die man­che viel­leicht über­sicht­li­cher oder schö­ner fin­den als die klas­si­sche start­sei­te mit 21 ar­ti­keln im voll­text:

und eben ne men­ge mark­down-ge­döns, das man ge­trost igno­rie­ren kann, was ich aber mal aus­pro­bie­ren woll­te, ob es geht. es zeigt sich: ja, es funk­tio­niert eine mark­down in­dex­sei­te mit ei­nem dün­nen ja­va­script-wrap­per auch jetzt schon ohne brow­ser ex­ten­si­on zu ren­dern. und ja, bots fres­sen ger­ne mark­down. und ja ich fin­de das fazz­i­nie­rend.

und ab­ge­se­hen da­von, spa­re ich jetzt mit do it yours­elf ei­nen hau­fen geld, weil cloud­fla­re das al­les was ich mir hier selbst ge­baut habe kun­den für viel geld ver­kauft:

Mark­down for Agents is available to Pro, Busi­ness and En­ter­pri­se plans, and SSL for SaaS cus­to­mers at no cost.

(pro plä­ne ver­kauft cloud­fla­re ab ca. 20 €/mo­nat, busi­ness geht bei 180 €/mo­nat los und en­ter­pri­se ab 2000 €/mo­nat. und ja, „con­tent nego­tia­ti­on hea­ders“ für mark­down hab ich auch ein­ge­baut.)


nach­trag: ich habe ge­mi­ni ge­be­ten ei­nen blick in den ma­sch­ei­nen­raum zu wer­fen („wenn du dir die hea­der von wir­res.net/ar­tic­les/mark­down-ge­dons… an­siehst, was siehst du, was fehlt, was ist un­ge­wöhn­lich?“). die ant­wort ver­ste­he ich als kom­pli­ment und habe sie in die bei­la­ge ko­piert.


ich will kei­ne APPs, ich will APIs (meis­tens)

felix schwenzel in artikel

ich muss lei­der noch­mal an ei­nem teil mei­nes pu­bli­kums vor­bei­schrei­ben. das AT­mo­sphe­re-rab­bit­ho­le, in dem ich ge­ra­de ste­cke fas­zi­niert mich ge­ra­de zu sehr, um das nicht auf­zu­schrei­ben.

man sagt ja: wenn man ei­nen ham­mer in der hand hat, sieht man über­all nä­gel. ich sehe im mo­ment über­all das AT-pro­to­koll und die for­ma­te, bzw. le­xi­ka die da­hin­ter­ste­cken. mich fra­gen leu­te was der vor­teil des stan­dard.site-for­mats ge­gen­über RSS sei. der ver­gleich geht ein biss­chen an der sa­che vor­bei. die fra­ge ist ein­fach: was sind die sa­chen die man mit ei­nem pro­to­koll ma­chen kann, was sind die po­ten­zia­le?

be­reits 2002/2003, noch be­vor es word­press gab, hat­te ich auf wir­res.net be­reits RSS (mit voll­tex­ten) ein­ge­baut. weil ich po­ten­zi­al, an­wen­dungs­fäl­le da­für sah — und weil es an­wen­dungs­fäl­le gab. ich weiss nicht ob ich es da­mals schon nutz­te, aber net­news­wire, also ei­nen tol­len RSS-rea­der, gabs seit 2002. 99,99% al­ler men­schen in­ter­es­sier­ten sich da­mals nicht für RSS (und blogs), aber die die es nutz­ten fan­den es gross­ar­tig, weil es gross­ar­tig und prak­tisch war.

mike mas­nik er­in­nert sich an das in­ter­net von da­mals, dass es an­geb­lich nicht mehr gibt und von platt­for­men und apps zer­fres­sen und zer­fa­sert wur­de. al­ler­dings mit dem twist, dass das ei­ner­seits nicht stimmt, das alte in­ter­net ist noch da, und es keimt un­ter dem platt­form-be­ton ge­ra­de wie­der auf.

mike masnick:

But, as Godier’s piece notes, protocols are… boring. They change slowly (for a good reason, because you need stability to build on). They tend to change by consensus, which is messy. And rather than having billion dollar companies throwing a whole massive en­gi­nee­ring team at making ever­y­thing work, in the protocol world, we rely on constant ex­pe­ri­men­ta­ti­on by anyone who wants to ex­pe­ri­ment.

tim trautmann:

The open web of the nineties didn’t win because the tools were better. It won because a critical mass of people decided that the al­ter­na­ti­ve, a handful of AOL-style walled gardens choosing what everyone saw, was not the future they wanted. Then they built their way out of it. Slowly, un­g­lamo­rous­ly, in rooms that looked a lot like this one.

Whether atproto ends up being the thing, or a stepping stone to the thing, I don’t know. Nobody in the room claimed to know. But the work is real, the apps are shipping, and the people building them are taking it seriously without taking them­sel­ves seriously. That com­bi­na­ti­on is rare, and his­to­ri­cal­ly, it’s the one that wins.

das ent­sch­ei­den­de und span­nen­de, da­mals wie heu­te, sind nicht die gros­sen vi­sio­nen, die mas­sen­wirk­sa­men apps und platt­for­men, son­dern die greif­ba­re­ren, jetzt nutz­ba­ren werk­zeu­ge die ge­nutzt, ernst­haft wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den und funk­tio­nie­ren. die ar­beit im ma­schi­nen­raum ist real. nicht mei­ne, son­dern die von tau­sen­den fri­ckeln­den men­schen, auf de­ren schul­tern man sich stel­len kann und ihre werk­zeu­ge mit­be­nut­zen kann.

ges­tern habe ich eine lis­te von ein paar apps die auf dem AT-pro­to­koll auf­set­zen ver­öf­fent­licht die funk­tio­nie­ren und mit de­nen man span­nen­e­de sa­chen ma­chen kann.

  • bei sill mel­det man sich mit sei­nen blues­ky- (oder be­lie­bi­gen an­de­ren AT­pro­to-) log­in an und be­kommt ohne wei­te­res zu­tun eine von sei­nen blues­ky- (oder mast­o­don-) kon­tak­ten ku­ra­tier­te und ge­wich­te­te link­lis­te.
  • bei mar­gin mel­det man sich mit sei­nen blues­ky-log­in an und sieht book­marks, an­mer­kun­gen oder her­vor­he­bun­gen von text­ba­sier­tem zeug aus dem in­ter­net von al­len men­schen in der AT­mo­sphe­re — und si­cher auch ir­gend­wann eine fil­ter­mög­lich­lich­keit auf men­schen de­nen man folgt.
  • mein sifa-pro­fil zeigt ohne wei­te­res zu­tun von mir auch mei­ne bei pop­feed als ge­se­hen mar­kier­ten se­ri­en und fil­me an.

das tol­le am AT-pro­to­koll ist, dass sich diens­te und men­schen auf ba­sis die­ses pro­to­kolls — und sei­ner (be­lie­big) er­wei­ter­ba­ren, struk­tu­rier­ten le­xi­ka — ver­bin­den kön­nen. eine ge­mein­sa­me, of­fe­ne, ge­s­tal­ba­re spra­che ist die ba­sis von ge­mein­schaft.

man muss mei­ne (ak­tu­el­le) be­geis­te­rung für pro­to­kol­le nicht tei­len. ich in­ter­es­sie­re mich zum bei­spiel sehr we­nig für den CAN bus oder das OBD-II pro­to­koll. aber ich weiss, dass man mit ih­nen span­nen­de sa­chen mit au­tos ma­chen kann. vor al­lem weiss ich, dass stan­dard­ti­sier­te, of­fe­ne pro­to­kol­le jede tech­no­lo­gie so­weit vor­an­brin­gen kön­nen, dass sie für je­der­mann und je­der­frau nut­zen brin­gen. kaum je­mand in­ter­es­si­ert sich für TCP/IP, http oder SSL, aber mitt­ler­wei­le nutz­ten sie fast alle und freu­en sich dar­über, ohne zu wis­sen wor­über sie sich freu­en.


für mich ist wir­res.net die quel­le der wahr­heit. nicht in dem sinn, dass al­les was hier ge­schrie­ben steht stimmt, son­dern das al­les was ich ins in­ter­net schrei­be und pos­te sei­ne hei­mat hier hat. ich ver­öf­fent­li­che hier und ver­tei­le an­ders­wo­hin. in aus­nah­men ver­öf­fent­li­che ich auch an­ders­wo, aber dann hole ich es auch wie­der hier­her. da­für gibts die bei­den in­die­web-be­grif­fe POS­SE und PE­SOS, aber das ist egal, weil das grund­prin­zip wich­ti­ger ist, als wie man es nennt. der ent­sch­ei­den­de punkt ist, dass ich ei­ner­seits hier al­les an ei­ner stel­le bei­sa­men und per­sis­tiert ha­ben möch­te und an­de­rer­seits aber auch die men­schen dort er­rei­chen möch­te wo sie ge­ra­de sind.

  • mei­ner mut­ter schi­cke ich au­to­ma­ti­si­ert je­den ar­ti­kel per mail. tech­nik­ar­ti­kel wie die­sen igno­riert sie ein­fach, zu lan­gen, pseu­do­phi­lo­so­phi­schen tex­ten schreibt sie mir fast im­mer zu­rück.
  • ich weiss dass (re­la­tiv) we­nig men­schen lust ha­ben wir­res.net in ih­rem brow­ser auf­ru­fen, es aber ger­ne im RSS-rea­der ih­rer wahl le­sen. des­halb stel­le ich RSS-feeds zur ver­fü­gung und gebe mir gros­se mühe dass sie gut funk­tio­nie­ren und kei­ne (oder we­nig) ein­schrän­kun­gen zum ori­gi­nal ha­ben.
  • sel­fies pos­te ich wei­ter­hin in ko­pie auf in­sta­gram, weil die men­schen auf in­sta­gram aus mir un­be­kann­ten grün­den ger­ne sel­fies und blu­men se­hen.
  • fo­tos und links zu man­chen län­ge­ren ar­ti­keln pos­te ich auf blues­ky und maston­don, weil es dort men­schen gibt, die ger­ne auf die­se art dar­an er­in­nert wer­den, dass ich ins in­ter­net schrei­be und fo­tos pos­te.
  • fil­me und re­zen­sio­nen zu fil­men ko­pie­re ich ge­le­gent­lich auch auf let­ter­bo­xed, weil es dort (viel­leicht) leu­te gibt die sie auf wir­res.net nicht ge­fun­den hät­ten und sich (viel­leicht) über mei­ne re­zen­si­on freu­en.
  • ich ma­che wie­der check­ins mit swarm, weils geht und es für mich der ein­fachs­te weg ist fo­tos mit text auf wir­res.net zu pos­ten (mit own­y­ours­warm). ge­le­gent­lich favt auch je­mand check­ins von mir auf swarm.

die lis­te kann ich fast be­lie­big wei­ter­füh­ren, der ent­sch­ei­den­de punkt ist, dass die ge­ziel­te ver­tei­lung mei­ner in­hal­te im in­ter­net ei­ner­seits an­de­ren ent­ge­gegn­kommt und an­de­rer­seits für mich die be­schäf­ti­gung mit in­ter­es­san­tem tech­nik-ge­döns be­deu­tet.


ar­ti­kel im voll­text mit dem stan­dard.site pro­to­koll in die AT­mo­sphe­re zu bla­sen er­setzt RSS nicht. aber es er­öff­net neue po­ten­zia­le der ent­deck­bar­keit, von emp­feh­lungs- und in­ter­ak­ti­ons­mög­lich­kei­ten. wenn ich ei­nem RSS feed fol­ge weiss das nie­mand. wenn ich ei­ner stan­dard.site pu­bli­ka­ti­on fol­ge, wie zum bei­spiel ni­cos couch­blog, sieht man das hier oder auch hier.

wenn ich ein book­mark in mei­nen ri­ver wer­fe sieht das kaum je­mand. man kann die book­marks zwar per RSS abon­nie­ren (oder al­les, wirk­lich alle abon­nie­ren), aber viel­leicht ist es ja bes­ser die­ses book­mark auch in ei­ner de­zi­dier­ten book­mar­k­an­wen­dung fin­den zu kön­nen. hier zum bei­spiel. oder hier. wenn man sich mit sei­nem blues­ky-log­in dort an­ge­mel­det, kann man mein book­mark kom­men­tie­ren, wei­ter­ver­tei­len, fa­ven oder selbst si­chern.

das ver­tei­len mei­ner ar­ti­kel oder book­marks ist und war nicht kom­pli­ziert. aus­ser schreib­zu­griff auf mein (blues­ky) PDS (per app-pass­wort) brau­che ich nichts wei­ter. kir­by schickt dann ziem­lich leicht­ge­wich­ti­ge json-blobs an den PDS und fer­tig. ob­wohl mar­gin.at kei­ne aus­ge­wach­se­ne API hat, kann ich dort book­marks, an­mer­kun­gen oder mar­kie­run­gen ein­fach (per knopf­druck) aus mei­nen oh­ne­hin vor­han­de­nen book­marks auf wir­res.net sen­den. ich brau­che kei­ne mar­gin.at-app, das AT-pro­to­koll reicht. wo­bei eine mar­gin-app (fürs han­dy) gibts eh nicht, wohl aber eine chro­me ex­ten­si­on. die brau­che ich dank des pro­to­kolls nicht zum an­le­gen von book­marks, aber sie ist trot­dem toll, weil zi­ta­te die ich ins book­mark ko­pie­re, dann mit der ex­ten­si­on in chro­me auch auf der sei­te mar­kiert wer­den.

die­se mar­kie­rung wäre dann auch sicht­bar für je­man­den der bei mar­gin.at an­ge­mel­det ist und die chro­me ex­ten­si­on in­stal­liert hat.


ich weiss, al­les tech­ni­sche, kom­pli­zier­te spie­le­rei­en de­ren nut­zen zwei­fel­haft oder zu­min­dest nicht son­der­lich weit ver­brei­tet ist. null re­le­vanz. aber so viel po­ten­zi­al.

um noch­mal das zi­tat von tim traut­mann von oben zu wie­der­ho­len:

Whe­ther at­pro­to ends up be­ing the thing, or a step­ping stone to the thing, I don't know.

weiss nie­mand, ob das zu was führt oder je­mals von nor­ma­len men­schen ad­ap­tiert wird. aber in­ter­es­sant ohne ende is­ses schon — und es funk­tio­niert.


die über­schrift („ich will kei­ne APPs, ich will APIs“) habe ich ein biss­chen im text ver­nach­läs­sigt. das hole ich jetzt nach.

mir ist das schon seit vie­len jah­ren auf­ge­fal­len, dass vie­le her­stel­ler von sa­chen glau­ben, dass ihre sa­chen eine app brau­chen. in der pra­xis geht das oft völ­lig am be­darf vor­bei. bei der heim­au­to­ma­ti­sie­rung setzt sich (j sei dank) lang­sam die er­kennt­nis durch, dass es kei­nen sinn macht wenn der kühl­schrank, die spül­ma­schi­ne, der air­fry­er, der staub­sau­ger­ro­bo­ter und die lich­ter je­weils eine ei­ge­ne app ha­ben. lang­sam setzt sich (dank mat­ter) die er­kennt­nis durch, dass off­ne­ne pro­to­kol­le der weg sind, mit de­nen tech­nisch kom­ple­xe sa­chen ir­gend­wann mal ak­zep­tanz fin­den kön­nen.

mit pro­to­kol­len kann ich mit den sa­chen ent­we­der ma­chen was ich will oder eta­blier­te, sta­bi­le sys­te­me ei­nes her­stel­lers mei­ner wahl nut­zen. im fall von heim­au­to­ma­ti­sie­rung zum bei­spiel home as­sistant, ho­me­kit, goog­le home oder die­ses ale­xa-ge­döns.

we­di­um hat den schuss of­fen­bar nicht ge­hört. we­di­um, das ich seit der re­pu­bli­ca „tes­ten“ darf, er­scheint mir als das lang­wei­ligs­te, ver­schlos­sens­te und nutz­lo­ses­te „so­zia­le Netz­werk“ der welt.

im web ist we­di­um nicht zu­gäng­lich, bei­trä­ge sind auch nicht aus­ser­halb der app teil­bar. der share-but­ton in der app ko­piert le­dig­lich eine url des bei­trags­bil­des. ich kann auf ios noch nicht mal aus der pho­tos-app ein bild per share-but­ton zu we­di­um sha­ren. nicht eine schnitt­stel­le habe ich in der beta-ver­si­on der app ge­se­hen.

aber das ist ne­ben dem „so­zia­len“ der gan­ze witz an ei­ner netz­werk app: dass man sie ver­net­zen kann, dass man mit APIs spie­len kann, po­ten­zia­le aus­lo­ten kann, dass man als nut­zer die app bes­ser ma­chen kann, in­dem man mit auf dem netz­werk rum­hackt. völ­lig un­ver­ständ­lich, dass man bei we­di­um glaubt nicht nur das rad netz­werk neu er­fin­den kann, son­dern dass man es auch von null auf bes­ser ma­chen kön­ne.

so über­wäl­tigt ich in den letz­ten paar ta­gen vom AT-pro­to­koll war, da­vor ganz ähn­lich vom fe­di­ver­se und ac­ti­vi­ty­Pub fas­zi­niert war, so un­ter­wäl­tigt bin ich von we­di­um.

wenn we­di­um schon das mar­ke­ting ver­kackt, wie soll das dann erst mit der ei­gent­li­chen ma­schi­ne klap­pen? bei der kon­ku­renz? also kon­kret den gros­sen (über-) mäch­ti­gen platt­for­men und den vie­len klei­nen, span­nen­den, leb­haf­ten und dy­na­mi­schen pro­jek­ten, die auf of­fe­nen pro­to­kol­len auf­set­zen.

span­nen­de zei­ten, aber höchst­wahr­schein­lich nicht für we­di­um.


AT­mo­sphe­re apps

felix schwenzel in über wirres

mit sei­nem AT­mo­sphe­re log­in (zum bei­spiel dem von blues­ky) kann man sich bei sehr vie­len diens­ten an­mel­den. die da­ten die­ser diens­te wer­den teil­wei­se bei die­sen diens­ten ge­spei­chert, aber haupt­säch­lich auf dem zum AT-log­in ge­hö­ren­den PDS (per­so­nal data ser­ver). auf ei­nem blues­ky-PDS wer­den zum bei­spiel alle mei­ne blues­ky-bei­trä­ge ge­spei­chert: pdsls.dev

weil ich mich zum tes­ten in den letz­ten ta­gen bei sehr vie­len die­ser AT­mo­sphe­re-diens­ten an­ge­mel­det habe, lis­te ich die hier mal auf, da­mit ich auch selbst den über­blick be­hal­te.


kurz­urls, blues­ky2wir­re­s­urls, gts2wir­re­s­urls

felix schwenzel in über wirres

ges­tern bin ich über eine idee von aa­ron pare­cki im in­di­web-wiki ge­stol­pert:

Sin­ce 2023-05-01, re­mo­ving the staging.bsky.app/profile part of Blues­ky URLs to his posts will re­di­rect to the ca­no­ni­cal post on aa­ron­pare­cki.com. For ex­am­p­le

ich „syn­di­zie­re“ (mit dem in­die­con­nec­tor) nicht alle, aber vie­le mei­ner bei­trä­ge von wir­res.net zu mast­o­don und blues­ky. zum bei­spiel ist der bei­trag „cur­ry­wurstauch auf bklues­ky.

https://wirres.net/articles/heute-cur­ry­wurst
https://bsky.app/profile/wirres.net/post/3mn3kzvtns72d

weil mein blues­ky-hand­le @wir­res.net ist, taucht wir­res.net auch in der blues­ky-url auf. wenn man die url im brow­ser ein­fach kürzt …

https://bsky.app/profile/wirres.net/post/3mn3kzvtns72d
                         wirres.net/post/3mn3kzvtns72d
               → https://wirres.net/articles/heute-cur­ry­wurst

… lan­det man auf der ka­no­ni­schen url auf wir­res.net.

das glei­che geht für mast­o­don links:

https://mstdn.wirres.net/@ix/statuses/01KSWYPT075VEG8SEYF91ABR7X
              wirres.net/@ix/statuses/01KSWYPT075VEG8SEYF91ABR7X
    → https://wirres.net/articles/heute-cur­ry­wurst

lei­der sind die je­wei­li­gen IDs 3mn3kzvtns72d (blues­ky) oder 01KSWYPT075VEG8SEYF91ABR7X (mast­o­don/GTS) nicht viel kür­zer als die ar­ti­kel ID die kir­by an­ge­legt hat: mqmwcyaybdffzd­ty.

mei­ne bis­he­ri­gen „kurz“-urls sind kir­by-IDs:

aber so rich­tig kurz wa­ren die nicht ge­ra­de, des­halb bin ich zu mei­nen al­ten kurz-url-mus­ter zu­rück­ge­kehrt: mein vor­he­ri­ges CMS ez­pu­blish hat die ar­ti­kel-id ein­fach hoch­ge­zählt. bei al­ten ar­ti­keln habe ich das bei­be­hal­ten und das funk­tio­niert wie eh und je, auch das alte ar­tic­le­view-url-mus­ter:

das funk­tio­niert jetzt auch mit neu­en ar­ti­keln wie die­sem:

die­se kurz-urls sind zwar nicht so kurz wie die von eay.cc, aber mir reichts:


AT­mo­sphe­re

felix schwenzel in über wirres

das ist ein ve­ri­ta­bles rab­bit hole in das ich mit dem stan­dard.site-ge­dö­ne ges­tern ge­fal­len bin.

ich habe ge­lernt, dass es ne­ben dem fe­di­ver­se auch eine AT­mo­sphe­re gibt, hin­ter dem fe­di­ver­se steckt das ac­ti­vi­ty-pub pro­to­koll und hin­ter der AT­mo­sphe­re steckt das AT-pro­to­koll. und nach­dem ich mich ges­tern durch die spe­zi­fi­ka­tio­nen und um­set­zungs­op­tio­nen ge­wühlt habe, zeigt sich, dass die AT­mo­sphe­re be­reits gut mit in­hal­ten aus word­press-blogs ge­füllt ist, weil der um­trie­bi­ge mat­thi­as pfef­fer­le nicht nur das ac­ti­vi­ty-pub pro­to­koll in form ei­nes word­press-plug­ins ei­nem brei­ten blog-pu­bli­kum zu­gäng­lich ge­macht hat, son­dern auch ei­nen plug­in na­mens word­press-at­mo­sphe­re baut. wer das nutzt und kon­fi­gu­riert hat lan­det in der AT­mo­sphe­re fire­hose.

ich habe mich mal imn der stan­dard-rea­der.app an­ge­mel­det und ein paar abos ge­setzt. dort fin­det man alle blogs die ihre bei­trä­ge im stan­dard.site-for­mat im AT-pro­to­koll ver­öf­fent­li­chen oder an­teasern.

ich bin ein viel zu gros­ser fan von RSS um RSS in na­her zu­kunft ab­zu­schrei­ben, aber die­ses neue for­mat auf ba­sis des AT-pro­to­kolls ist schon „RSS done right“, wie ich ges­tern ir­gend­wo ge­le­sen habe. neue bei­trä­ge müs­sen nicht ab­ge­ru­fen wer­den, son­dern wer­den ge­pusht, die nut­zung mit ei­nem cli­ent hat das po­ten­zi­al kin­der­ein­fach zu sein und die in­hal­te in die AT­mo­sphe­re zu bla­sen ist dank mat­thi­as pfef­fer­le (für word­press-nut­zen­de) auch kin­der­leicht. ich hab wei­ter RSS, aber jetzt auch was im AT-pro­to­koll. nächs­ter schritt: auch mit voll­text. dann stei­ge ich aber für ein paar wo­chen aus dem rab­bit hole aus und schau mir die ent­wick­lung dann spä­ter noch­mal an.


stan­dard.site

felix schwenzel in über wirres

bei mau­rice habe ich vor ein paar stun­den die­sen ar­ti­kel ge­le­sen: In­die­Con­nec­tor und stan­dard.site. stan­dard.site? nie ge­hört, also hab ich an­ge­fan­gen mich ein­zu­le­sen und LLMs mei­nes ver­trau­ens um er­klä­rungs­hil­fe ge­be­ten.

be­vor ich die fra­ge was das ei­gent­lich ge­nau ist be­ant­wor­tet, bzw. ver­stan­den hat­te, frag­te ich chatGPT wie ich das nut­zen könn­te. ich ver­ste­he tech­ni­sches ge­döns am bes­ten wäh­rend des ma­chens. also habe ich mich an der doku ent­lang­ge­han­gelt und erst­mal in ei­nem „PDS“ ei­nen site.standard.publication ein­trag (re­cord) an­ge­legt.

PDS ist ein per­so­nal data ser­ver, also ein ser­ver auf dem mei­ne da­ten für das AT-pro­to­koll lie­gen. in mei­nem fall ist der blues­ky-ser­ver der ein­zi­ge AT-pro­to­koll ser­ver den ich der­zeit nut­ze. da ich mit der web-app von blues­ky nicht auf die site.stan­dard oder ir­gend­wel­ceh an­de­ren ein­trä­ge schrei­bend zu­grei­fen kann, nut­ze ich pdsls.dev. dort kann ich mich mit mei­nen blues­ky-kon­to au­then­ti­fi­zie­ren und dann ein­trä­ge an­le­gen und edi­tie­ren.

spä­ter habe ich dann ge­se­hen, dass mat mar­quis den pro­zess hier ge­nau er­klärt hat: Im­ple­men­ting Stan­dard.Site

aber ich habe mich da mit LLM-hil­fe erst­mal selbst durch­ge­han­gelt. so se­hen mei­ne ein­trä­ge bei pdsls.dev aus.

pdsls.dev record list
pdsls.dev ein­tragsls­te

un­ter­wegs habe ich dann lang­sam ver­stan­den was das gan­ze soll.

  • site.stan­dards.pu­bli­ca­ti­on ver­knüpft wir­res.net mit mei­ner blues­ky iden­ti­tät (@wir­res.net)
  • ich kann blog­ein­trä­ge im AT-pro­to­koll re­gis­trie­ren und da­mit mit mei­ner blues­ky iden­ti­tät ver­knüp­fen

hört sich er­sta­mal un­spek­ta­ku­lär an und ist es auch. der di­rekt sicht­ba­re nut­zen ist eine ex­tra zei­le bei der link-vor­schau.

link-vor­schau mit ex­tra icon und „wir­res.net von @wir­res.net“ zu­satz

im prin­zip kann ich mei­ne blog­bei­trä­ge jetzt ins AT-pro­to­koll auf den blues­ky-ser­ver ko­pie­ren. prak­tisch über­mitt­le ich mo­men­tan nur ein paar me­ta­da­ten von neu­en ar­ti­keln, aber mit dem ver­öf­fent­li­chen ei­nes neu­en ar­ti­kels kann ich ge­nau­so gut den voll­text mit­schi­cken. ob und wer das dann kon­su­miert ist eine an­de­re fra­ge, aber die ar­ti­kel sind dann, wie RSS, mit den ent­spre­chen­den cli­ents kon­su­mier­bar.

war­um das re­le­vant ist, oder war­um mich das in­ter­es­si­ert, er­klärt ste­ve dy­lan:

Thank­ful­ly, at­pro­to is pa­ving a dif­fe­rent path. In­s­tead of using the old plat­forms ow­ned by the 1%, peo­p­le are buil­ding so­lu­ti­ons that are ow­ned by ever­yo­ne. One com­mu­ni­ty built so­lu­ti­on is Stan­dard.site, a set of JSON sche­mas known as le­xi­cons that fi­nal­ly give hope to sol­ving the con­tent dis­tri­bu­ti­on pro­blem. When a blog, or any app for that mat­ter, uses the Stan­dard.site le­xi­cons, the pu­blished con­tent can be in­de­xed by just about an­yo­ne. That in­dex can be used to build so many me­cha­nisms for dis­tri­bu­ti­on, and none of it is con­trol­led by one in­di­vi­du­al or or­ga­niza­ti­on. You can con­trol how you ex­plo­re and con­su­me that con­tent.

ich bin ja der über­zeu­gung dass je­der mei­ne in­hal­te so le­sen soll wie er oder sie es will — und vor al­lem wo er oder sie das will. um mei­ne bei­trä­ge zu le­sen muss nie­mand im brow­ser auf wir­res.net vor­bei­kom­men. rss reicht. als man bei face­book (vor vie­len jah­ren) in­stant ar­tic­les ver­öf­fent­li­chen konn­te, hab ich das ge­macht und man konn­te wir­res.net in der face­book-app oder web­site le­sen. wür­de es ein­fa­cher ge­hen oder wür­de noch ir­gend­wer me­di­um.com nut­zen, wür­de ich alle mei­ne ar­ti­kel dort­hin syn­di­zie­ren — aber da ist ja, so­weit ich sehe, nei­mand mehr. die quel­le ist im­mer hier auf wir­res.net, kor­rek­tu­ren, edits oder er­gön­zun­gen wer­den au­to­ma­tisch per RSS wei­ter­ge­ge­ben und so ver­spricht auch das stan­dard.site-pro­to­koll zu funk­tio­nie­ren. fin­de ich also gut und spie­le da ab jetzt mit rum.

mal schau­en wo das hin­führt, auf je­den fall sind sol­che tech­no­lo­gien für das of­fe­ne web gut und span­nend.


nach­trag 08.06.2026:

wenn ich mei­ne blog­posts ins AT-pro­to­koll ko­pie­re, was ich bis jetzt nur mit den me­ta­da­ten ma­che, sind sie öf­fent­lich zu­gäng­lich und mit ent­spre­chen­den cli­ents auf­find­bar. das hab ich oben ja schon ge­schrie­ben. und so sieht das dann für die bei­den bei­trä­ge, mit de­nen ich das bis­her ge­macht habe, aus, hier auf pckt.blog, docs.surf und stan­dard-search

stan­dard-rea­der.app ist wie ein RSS-rea­der für pu­bli­ka­tio­nen die per stan­dard.site ver­öf­fent­li­chen. man mel­det sich mit sei­nem blues­ky-kon­to an (bzw. dem AT-pro­to­koll hand­le) und kann dann ein­zel­nen pu­bli­ka­tio­nen fol­gen oder su­chen.


aus dem ma­schi­nen­raum 06.06.2026

felix schwenzel in über wirres

ich habe ein paar klei­nig­kei­ten am lay­out und an den funk­tio­nen von wir­res.net an­ge­passt. ich fand den fuss mei­ner ar­ti­kel­sei­ten zwar im­mer ganz ok und er ori­en­tier­te sich auch an mei­nen vor­he­ri­gen de­signs, aber links und but­tons wa­ren ins­bes­od­ne­re auf dem han­dy im­mer sehr fu­se­lig zu tref­fen. des­halb hab ich dort al­les erst­mal et­was ent­zerrt.

im fuss sind aus­ser­dem zwei but­tons da­zu­ge­kom­menm; ei­ner zum ko­pie­ren der ar­ti­kel-url (die man sich auch aus der adress­leis­te oder dem da­tums­link ho­len kann) und ein­mal ein „.md ko­pie­ren“ but­ton. wenn man den klickt, be­kommt man den quell­text der sei­te im mark­down for­mat. ich habe ge­le­sen LLMs mö­gen das und von mir aus kön­nen sie ger­ne mei­ne ar­ti­kel in mark­down, statt html le­sen. aber ich glau­be der but­ton kann auch für men­schen nütz­lich sein. wenn ich an­de­re zi­tie­re ist copy und pas­te des text kein pro­blem. wenn der zi­tier­te text aber links ent­hält, muss ich die im­mer hän­disch räu­ber­ko­pie­ren. mit ei­nem wy­si­wyg-edi­tor ist das kein pro­blem, aber ich mag kein wy­si­wyg. ich mag und schrei­be in mark­down. naja, je­den­falls kann man sich das mit dem but­ton in die zwi­schen­ab­la­ge ko­pie­ren oder auch ein­fach an die ar­ti­kel-adres­se ein „.md“ hän­gen:

wir­res.net/ar­tic­les/aus-dem-ma­schi­nen­raum-06-06-2026.md

das geht für fast alle ar­ti­kel und meis­tens klappt ganz gut. theo­re­tisch kann ich mir jetzt ein klei­nes script schrie­ben (las­sen), dass alle be­lieb­ten ar­ti­kel als .md-da­tei­en in ein ver­zeich­nis ko­piert und dar­aus eine pdf oder ein epub er­zeu­gen. oder die bots, die hier oh­ne­hin im­mer vor­bei­kom­men, freu­en sich.

aus­ser­dem habe ich ei­nen „kom­men­tie­ren“ but­ton hin­zu­ge­fügt, der auf die kom­me­n­atr-sek­ti­on in der bei­la­ge ver­linkt. auch das ein­ga­be-for­mu­lar habe ich et­was ent­zerrt, weil es mo­bil eine zu­mu­tung war. aus­ser­dem sind die sys­tem-tex­te die das kom­me­n­a­trmo­dul (dan­ke mau­rice) ver­sen­det jetzt deutsch.

in der bei­la­ge sind noch mehr but­tons.

die „kurz­url“ ist nicht son­der­lich kurz, aber ein­deu­tig und in kir­by schon bei je­dem ar­ti­kel da­bei: es ist die ar­ti­kel-ID. funk­tio­niert, aber ich bin un­si­cher ob ich das je­mals nut­zen wer­de.

die „ask chatgpt“ und „ask clau­de“ but­tons habe ich von hacks/ha­cker (via). wenn man die klickt und in ei­nem der bei­den chat­bots ein­ge­loggt ist, kann man sich das selbst-le­sen mei­ner ar­ti­kel spa­ren und chatGPT oder clau­de le­sen las­sen. ich weiss auch nicht ob das prak­tisch ist, aber auch das funk­tio­niert und das al­lein reicht mir erst­mal. kost ja nix.

ob­wohl, kos­tet schon was. zeit und auch geld. mei­ne hos­ting-kos­ten sind im letz­ten mo­nat von 0 auf ca. 40 euro hoch­ge­gan­gen. ob­wohl ich auch noch den an­droid auf uber­space wo wir­res.net frü­her lief nicht ge­löscht habe und der auich noch­was kos­tet. mein pro­gram­mier­hel­fer und de­bug­ger cur­sor kos­tet auch so um die 30 euro pro mo­nat. wer­bung will ich hier nicht mehr ma­chen und le­ser nach geld fra­gen auch nicht. ob­wohl das theo­re­tisch und prak­tisch be­reits mög­lich ist. aber wenn ich mir an­se­he wie we­nig un­ter­stüt­zung ein tol­les pro­jekt wie riv­va bei ste­ady be­kommt, glau­be ich nicht das ein pro­jekt wie die­ses hier ir­gend­wen zur geld­bör­se grei­fen las­sen wür­de.

ach ja. ei­ni­ge be­rei­che die hier in der ver­gan­gen­heit et­was zäh lie­fen, sind jetzt durch stra­te­gi­sches caching merk­lich flot­ter ge­wor­den, ins­be­son­de­re mei­ne bil­der-über­sicht, oder die baum-bil­der.

kir­by und alle plug­ins sind jetzt auch auf dem neu­es­ten stand. das up­da­ten fin­de ich im­mer et­was ner­ven­auf­rei­bend, aber wie (bis­her) im­mer, hat das rei­bungs­los und un­fall­frei ge­klappt. kir­by ist toll ♥️


KI ta­ge­buch 03.06.2026

felix schwenzel in artikel

hei­ko er­zählt hier wie er KI nutzt, un­ter an­de­rem um sein blog zu bau­en.

Ich habe in den letz­ten Wo­chen sehr viel KI ge­nutzt. Ich glau­be, das wird auch nicht mehr so schnell auf­hö­ren. Es wird ein Werk­zeug wer­den und ich wer­de gleich­zei­tig als Nut­zer, Kon­su­ment, Bür­ger oder An­ge­stell­ter im­mer öf­ter mit KI kon­fron­tiert sein.
[…]
Ich ver­su­che ab jetzt hier im Blog im­mer mal wie­der auf­zu­schrei­ben, was mir mit KI pas­siert ist, was ich da­mit ge­macht habe, wo es fürch­ter­lich war. Höchst­wahr­schein­lich wer­den vie­le Sa­chen sehr schnell, sehr schlecht al­tern.

ich fin­de das eine her­vor­ra­gen­de idee fest­zu­hal­ten wie ich KI nut­ze und wie sich das über die zeit ge­ge­be­nen­falls än­dert. vor al­lem wenn ich be­den­ke, was sich in den 14 mo­na­ten seit mei­nem ers­ten mit kir­by ver­öf­fent­lich­ten ar­ti­kel ge­tan hat. wenn ich mich recht er­in­ne­re, habe ich da­mals, also vor et­was über ei­nem jahr zwar ge­le­gent­lich schon chatGPT be­nutzt, aber zum bei­spiel das mi­gra­ti­ons­script noch klas­sisch ge­baut: selbst goog­len, ge­fun­de­ne scrip­te um­bau­en, tes­ten, mehr goog­len, mehr tes­ten, wei­ter um­schrei­ben, de­bug­gen und op­ti­mie­ren. sehr ge­hol­fen ha­ben mir bei der pla­nung und um­set­zung der neu­en wir­res.net-ver­si­on zu­erst auch bas­ti­an all­gei­ers kir­by tu­to­ri­als. ich habe von bas­ti­an viel über kir­by ge­lernt und vor al­lem über struk­tu­rier­te und sau­be­re php-pro­gram­mie­rung. und ich habe da­mals sehr, sehr viel selbst am code ge­macht.

ge­le­gent­lich habe ich dann auch chatGPT im chat-mo­dus um code-snip­pets ge­be­ten, aber das copy&pas­ten und die kor­rek­tur­schlei­fen wur­den dann sehr schnell läs­tig und ich habe mir von chatGPT er­klä­ren las­sen wie ich VS-code als pro­gram­mier­um­ge­bung, in­klu­si­ve chatGPT un­ter­stüt­zung ein­rich­ten und nut­zen kann.

VS-code war dann für mich ein game ch­an­ger. ich habe im­mer schon di­rekt al­les auf dem live-ser­ver „ent­wi­ckelt“, per SFTP cli­ent und BBE­dit. da VS-Code auch di­rekt auf dem ser­ver lau­fen kann (per SSH), habe ich dann mit VS-code zu zweit, also mit un­ter­stüt­zung von chatGPT di­rekt auf dem live-ser­ver am code ge­ar­bei­tet. mit VS code ist das wirk­lich an­ge­nehm, trans­pa­rent und aus mei­ner sicht auch si­che­rer als mein gef­ri­ckel vor­her: alle code­än­de­run­gen wer­den im edi­tor mar­kiert und sind re­ver­si­bel. zu­sätz­lich habe ich an­ge­fan­gen än­de­run­gen mit git (auf dem ser­ver) lo­kal zu ver­sio­nie­ren.

so habe ich mo­na­te­lang an wir­res.net rum­ge­schraubt bis mir ir­gend­wann cur­sor über den weg lief. cur­sor nutzt im prin­zip auch VS-code, aber da­hin­ter sind sehr vie­le mög­li­che LLMs. ich be­zah­le cur­sor eine mo­nat­li­che ge­bühr und kann da­für eine gros­se aus­wahl an agents nut­zen, näm­lich die, die der cur­sor agent ge­ra­de für ge­eig­net für die auf­ga­be hält.

Ich bin kein ein­zel­nes Mo­dell, son­dern der Agent-Rou­ter in Cur­sor. Ich lese euer Set­up, füh­re Be­feh­le aus, än­de­re Da­tei­en und den­ke mit.

in der re­gel las­se ich die agen­ten­aus­wahl auf auto. aber ge­le­gent­lich, wenn die au­to­ma­tisch aus­ge­wähl­ten agents nicht so ar­bei­ten wie ich das wün­sche, stel­le ich eine wei­le auf teu­re­re und bes­ser mit­den­ken­de agents um, de­ren nut­zung bei mei­nem abo-mo­dell al­ler­dings be­grenzt ist.

seit der um­stel­lung auf ei­nen hetz­ner ser­ver, sind hier und da per­for­mance pro­ble­me sicht­bar ge­wor­den die vor­her nicht ins ge­wicht fie­len. die stan­dard (auto) agents ha­ben da teil­wei­se kei­ne be­frie­di­gen­den lö­sun­gen oder an­sät­ze ge­fun­den. eine ex­pli­zi­te um­stel­lung auf (clau­de) opus-4.8 hat dann sehr viel klü­ge­re und struk­tu­rier­te­re vor­schlä­ge ge­a­m­acht, die so ef­fek­tiv wa­ren, dass die grund­last des ser­vers von ei­nem lau­ten rau­schen zu ei­nem lei­sen plät­schern ge­wor­den ist.

das scheint mir das wirk­lich gute an cur­sor zu sein: ich muss nicht bei meh­re­ren KI-fir­men kon­ten an­le­gen und geld zah­len — und kann sie trotz­dem alle nut­zen.

hei­ko deu­tet das auch an: es ist wich­tig zu wis­sen was man will und wie das al­les grund­sätz­lich funk­tio­nie­ren soll. dann kann man KI-agen­ten als spar­rings­part­ner mit­den­ken las­sen und ideen um­set­zen las­sen. die KI denkt manch­mal in ab­sur­de oder viel zu kom­pli­zier­te rich­tun­gen. aber wenn ich die ar­beit wie ein ar­chi­tekt an­ge­hen, also ei­nen plan und das gros­se und gan­ze im kopf habe, dann kann man die KI wie ei­nen hand­wer­ker oder fach­in­ge­nieur nut­zen.


seit ein paar wo­chen nut­ze ich co­ty­pist, das ist eine KI die lo­ka­le mo­del­le nutzt um beim tip­pen wort- oder satz­ver­voll­stän­di­gun­gen zu ma­chen. das hilft mir vor al­lem da­bei mit we­ni­ger buch­sta­ben­dre­hern zu schrei­ben und ge­le­gent­lich ei­nen ti­cken schnel­ler zu schrei­ben. das ist ein biss­chen so wie das tip­pen auf dem ipho­ne, nur et­was bes­ser und kon­text-sen­si­bler als das was ap­ple in iOS bie­tet. kein game ch­an­ger, aber sehr prak­tisch.


was mei­ne tex­te hier auf wir­res.net an­geht oder mei­nen vor­trag: ich schrei­be al­les selbst. aber ich habe ge­merkt, dass ich LLMs als re­so­nanz­raum, ein­schät­zer, zu­sam­men­fas­ser und plau­si­bi­li­täts­che­cker sehr ger­ne nut­ze. für län­ge­re tex­te oder mei­ne re­pu­bli­ca ses­si­ons nei­ge ich dazu mir wahn­sin­nig vie­le no­ti­zen zu ma­chen und dann ge­le­gent­lich den über­blick über mei­ne no­ti­zen und quel­len zu ver­lie­ren. da sind LLMs, oder cur­sor, teil­wei­se sehr hilf­reich um mich in mei­ner ge­dan­ken­welt zu ori­en­tie­ren und mir mei­ne ei­ge­nen no­ti­zen kurz und knapp zu er­klä­ren.

ge­le­gent­lich habe ich LLMs ge­be­ten mei­nen schreib­stil zu imi­tie­ren, aber das hat bis­her noch nie ein be­frie­di­gen­des er­geb­nis ge­bracht. vor ein paar jah­ren habe ich üb­ri­gens et­was ähn­li­ches ge­macht, nur dass da nicht ein LLM mei­nen schreib­stil imi­tie­ren soll­te, son­dern eine ghost­wri­te­rin. auch das hat da­mals nur so mit­tel­präch­tig funk­tio­niert.


beim schrei­ben die­ses ar­ti­kels fiel mir ein zi­tat ein das ich in den letz­ten ta­gen auf­ge­schnappt hat­te. nach et­was nach­den­ken fiel mir ein, dass das wohl in ei­nem vi­deo ge­we­sen sein muss­te. zu­erst frag­te ich chatGPT, der war zu doof, aber ge­mi­ni ver­stand mich:

promt

in die­sem vi­deo spricht ei­ner der de­si­gner von nost­al­gie und dass nost­al­gie sich ei­gent­lich auf et­was be­zieht, was in der ver­gan­gen­heit der neue heis­se scheiss war. fin­dest du das zi­tat so, oder soll ich mal das tran­script hier­rein copy & pas­ten?

ant­wort

Ja, ich habe die Stel­le ge­fun­den! Das ist ein zen­tra­ler Punkt des Ge­sprächs zwi­schen Fla­vio Man­zo­ni (Fer­ra­ri Chief De­si­gner) und Jony Ive.

Das Zi­tat bzw. der Ge­dan­ken­gang fin­det sich vor al­lem im Ka­pi­tel "The Fu­ture of Fer­ra­ri" (ab ca. 17:23). Fla­vio Man­zo­ni zi­tiert dort den Kom­po­nis­ten Gus­tav Mahler, um Fer­ra­ris Phi­lo­so­phie zu er­klä­ren:

"Tra­di­ti­on is not the wor­ship of as­hes. Tra­di­ti­on is the pre­ser­va­ti­on of fire."
(Tra­di­ti­on ist nicht das An­be­ten der Asche, son­dern die Wei­ter­ga­be des Feu­ers.)

Zu­vor (ab ca. 09:00 und spä­ter ab 18:15) führt er die­sen Ge­dan­ken wei­ter aus: Er er­klärt, dass wir heu­te in ei­ner Ära mit ei­nem sehr star­ken "nost­al­gic ap­proach" le­ben, in der die Leu­te oft nur zu­rück­bli­cken. Er be­tont aber, dass Iko­nen wie der Fer­ra­ri F40 (der heu­te In­be­griff der Fer­ra­ri-Nost­al­gie ist) zum Zeit­punkt ih­res Er­sch­ei­nens ex­trem kon­tro­vers und ra­di­kal neu wa­ren.

das hät­te ich auch mit leich­tig­keit in 20 mi­nu­ten selbst raus­fin­den kön­nen, in­dem ich in dem vi­deo rum­sprin­ge oder das trans­script copy & pas­te und mir pas­sen­de such­be­grif­fe aus­den­ke. aber so­was eine KI ma­chen zu las­sen ist schon eine ech­te er­leich­te­rung.

wo­bei es mir bei der nut­zung von KI we­ni­ger ums zeit­spa­ren geht, mit KI kann ich din­ge um­set­zen, die ich vor­her nicht hät­te um­set­zen kön­nen. zeit spart das meis­tens nicht, weil al­les was ich KI ma­chen lässt im­mer noch­mal 2-3 (und manch­mal sehr viel mehr) kor­rek­tur­läu­fe und neu­an­sät­ze braucht. aber das ist das we­sen von werk­zeu­gen: man kann mit ih­nen tol­le sa­chen bau­en, wenn man weiss was man will und was man tut.

oder um­ge­kehrt: werk­zeu­ge er­wei­tern die fä­hig­kei­ten ih­rer nut­zer, aber auch de­ren feh­ler und irr­tü­mer. sie er­set­zen we­der ge­schmack noch ur­teils­ver­mö­gen. um aus ei­ner span­plat­te et­was schö­nes zu ma­chen, braucht man mehr als eine kreis­sä­ge. und die letz­ten jahr­zehn­te ha­ben ge­zeigt, dass bes­se­re werk­zeu­ge nicht au­to­ma­tisch zu bes­se­ren er­geb­nis­sen füh­ren. dank kreis­sä­gen und mo­der­nen plat­ten­bau­ma­te­ria­li­en hat sich die welt mit bil­li­gen, aus­tausch­ba­ren mö­bel­schrott ge­füllt — oder wie man heu­te sa­gen wür­de: span­plat­ten-slop.

mit mühe und sorg­falt — und im bes­ten fall et­was ge­schmack und er­fah­rung — kann man werk­zeu­ge aber auch nut­zen um zu bes­se­ren er­geb­nis­sen zu kom­men. slop ist nicht die fol­ge von werk­zeu­gen, son­dern ih­rer un­in­spi­rier­ten nut­zung.


um­zug zu hetz­ner

felix schwenzel in über wirres

ich mal wie­der aus dem ma­schi­nen­raum. ich habe heu­te früh die DNS-ein­trä­ge für wir­res.net auf eine hetz­ner IP um­ge­stellt, nach­dem ich in­ner­halb von we­ni­gen stun­den die gan­ze site auf eine neue hetz­ner VM mi­griert habe. die mi­gra­ti­on war wirk­lich ein­fach:

  • bei hetz­ner eine VM ein­rich­ten, et­was an der ssh-kon­fig dre­hen und do­cker in­stal­lie­ren
  • rsync von 10 GB da­ten
  • do­cker con­tai­ner hoch­fah­ren
  • fer­tig

na­tür­lich gabs da­nach noch ein paar klei­nig­kei­ten ge­ra­de­zu­zie­hen, aber das schö­ne ist, wir­res.net ist da­mit ei­ner­seits pri­ma und kom­lett mit ei­nem rsync zu back­up­pen oder zu mi­grie­ren und die ge­sam­te ser­ver­lo­gik (apa­che, php, op­cache, etc.) steht (jetzt) in ei­ner do­cker-kon­fi­gu­ra­ti­on, die sich theo­re­tisch über­all de­ploy­en lässt.

so­weit scheint mir, dass al­les funk­tio­niert. die per­for­mance schien am an­fang ein paar mal kurz am an­schlag, auch wenn die an­zahl der CPU ker­ne und RAM auf dem pa­pier die glei­chen sind, scheint es mir, als sei die hetz­ner-VM et­was schwach­brüs­ti­ger. ich be­ob­ach­te das wei­ter und falls euch et­was auf­fällt was nicht funk­tio­niert oder klemmt, lasst es mich wis­sen. aber ich sehe auch hier mal wie­der war­um kir­by so ♥️ ist.


vi­deo em­beds

felix schwenzel in über wirres

ich lie­be you­tube. also nicht you­tube an sich, aber vi­de­os auf you­tube zu se­hen. im mo­nat zäh­le ich un­ge­fähr 50 stun­den, die ich vor der tube sit­ze. ich habe auch gros­sen re­spekt vor dem al­go­rith­mus der mir die vi­de­os zu­sam­men­stellt. die mi­schung der vi­de­os ist in­ter­es­sant ge­nug um mich bei der stan­ge oder tube zu hal­ten, aber ich be­kom­me trotz­dem kei­ne schwurb­ler-vi­de­os vor­ge­setzt oder vi­de­os in die time­line ge­spült, nur weil sie ge­ra­de „tren­den“ oder so. you­tube ist mei­ne guil­ty plea­su­re, mein gar nicht mal so heim­li­ches las­ter1.

wer den vi­de­os die ich mag fol­gen will, alle vi­de­os, un­ter die ich ei­nen po­si­ti­ven dau­men set­ze, lan­den im fa­vo­ri­ten stream (RSS).

als ich ges­tern ein vi­deo von der 2MR Kon­fe­renz sah, habe ich zu­nächst gar nicht ge­merkt, dass es kein you­tube-vi­deo war, saon­dern auf peer­tu­be lag. um es so auf wir­res.net ein­zu­bet­ten wie ich es mag (ohne ex­pli­zi­te frei­ga­be kein fremd­code oder if­rame oder ja­va­script von dritt­ser­vern), muss­te also ein neu­er em­bed block her. cur­sor und clau­de konn­ten das schnell um­set­zen und das funk­tio­niert auch, wenn ich ein peer­tu­be-vi­deo fave (bei­spiel).

so­weit das neue aus dem ma­schi­nen­raum.

was mir dann aber noch auf­fiel: ich muss mich bei je­der peer­tu­be-in­stanz se­pa­rat an­mel­den, wenn ich dort übeer den brow­ser ei­nen ech­ten fav hin­ter­las­sen will. das ist ja ei­gent­lich bei al­len fe­di­ver­se in­stan­zen so, egal ob mast­o­don oder go­to­so­cial oder pi­xel­fed. im brow­ser ste­he ich im­mer dumm un­an­ge­mel­det da. ich weiss, ich kann die url der peer­tu­be sei­te in mei­nem mast­o­don cli­ent im such­feld ein­ge­ben und dann in­ter­agie­ren (fa­ven, kom­men­tie­ren), aber war­um die­ser um­weg? im in­die­web gibts in­die­auth was wirk­lich ein­fach zu nut­zen ist und mit dem man sich über die ei­ge­ne web­sei­te an­mel­den kann. das ist so de­zen­tral wie es nur sein kann und ich fra­ge mich, war­um kön­nen fe­di­ver­se in­stan­zen nicht auch iden­ti­ty-pro­vi­der sein? wenn ich mich an be­lie­bi­gen fe­di­ver­se in­stan­zen, die ich im brow­ser be­su­che, ein­fach so an­mel­den könn­te um dort zu in­ter­agie­ren, wäre das aus mei­ner sicht ein ech­ter fort­schritt in sa­chen be­dien­freund­lich­keit und kon­sis­tenz. oder über­se­he ich et­was? gibts das schon? oder ist das kom­pli­zier­ter als ich ge­ra­de den­ke?


  1. ich gu­cke you­tube wer­be­frei in sa­fa­ri, ohne you­tube da­für geld in den ra­chen zu wer­fen. der trick ist eine sa­fa­ri er­wei­te­rung na­mens vi­n­egar. vi­n­egar tauscht ein­fach den you­tube-play­er mit dem na­ti­ven brow­ser-play­er aus und um­geht da­mit die wer­bung. das funk­tio­niert so gut, dass you­tube in mei­ner an­seh-his­to­rie so­gar wer­be­clips an­zeigt, die ich an­geb­lich ge­se­hen hät­te, aber nie ge­se­hen habe. das heisst im um­kehr­schluss, den you­tube-krea­to­ren ent­ge­hen da­durch kei­ne wer­be­ein­nah­men und ich muss den scheiss nicht se­hen. ↩︎


24, 30, 1, 359

felix schwenzel in über wirres

heu­te ist im fuss die­ser web­sei­te der satz

hier schreibt fe­lix schwen­zel seit 24 jah­ren ger­ne ins in­ter­net (ei­gent­lich seit 30 jah­ren).

von 23 auf 24, bzw. 29 auf 30 um­ge­sprun­gen, weil der ers­te ar­ti­kel den ich hier ver­öf­fent­licht habe vom 20.04.2002 ist. mir sind die­se jah­res­ta­ge ei­gent­lich nicht wich­tig, aber sta­tis­ti­ken mag ich ger­ne. des­halb be­tä­ti­ge ich mich mal eben als sta­tis­tik-chro­nist.

wahr­schein­lich wäre es mitt­ler­wei­le bes­ser, un­ten hin­zu­schrei­ben, dass ich jetzt schon „sehr lan­ge“ ins in­ter­net schrei­be. bei sol­chen zeit­räu­men ist der ge­naue tag dann auch ir­gend­wann egal, so wie mir die ka­len­da­ri­schen ko­or­di­na­ten mei­ner ge­burts­ta­ge nach fast 60 jah­ren mitt­ler­wei­le auch egal sind.

kir­by nut­ze ich jetzt auch be­reits seit über ei­nem jahr („hal­lo kir­by“). ich be­reue den um­stieg nicht, im ge­gen­teil, kir­by ist mir je­den tag er­neut eine gros­se freu­de.

was ich jetzt auch seit fast ei­nem jahr ma­che: je­den tag et­was ver­öf­fent­li­chen. der streak ist mitt­ler­wei­le 359 tage lang. die an­zahl-der-posts-über­sicht­gra­fik auf der rück­sei­te ist mitt­ler­wei­le ohne schwar­ze punk­te.

anzahl-der-posts-übersichtgrafik von der rückseite

be­mer­kens­wert an der gra­fik ist ei­gent­lich nichts, aus­ser dass man kaum mus­ter er­ken­nen kann wie und wann ich wie viel ver­öf­fent­li­che. man er­kennt al­ler­dings ein clus­ter zwi­schen mai und juni: re­pu­bli­ca. so er­kennt man: noch vier wo­chen bis zu #rp26. das mi­ni­ma­lis­ti­sche de­sign die­ses jahr ge­fällt mir sehr gut, hier mei­ne „spea­k­er-sei­te“ für die­ses jahr. ende der durch­sa­ge.


ab­mah­nung, aus dem ma­schi­nen­raum

felix schwenzel in über wirres

als ich vor 23 jah­ren an­fing mit ei­nem con­tent ma­nag­ment sys­tem ins in­ter­net zu schrei­ben, war ich in vie­ler­lei hin­sicht ein biss­chen naiv. auch was die nut­zung von bil­dern an­geht. wenn schlech­te wit­ze (ar­nold schwar­zeg­ger hat schrank­far­be­ne haa­re) die nut­zung ei­nes bil­des er­for­der­ten, such­te ich mir ein bild und be­nutz­te es. 2002 wur­den ur­he­ber­rechts­ver­stös­se eher sel­ten ge­ahn­det und goog­le war ge­ra­de mal 4 jah­re alt.

spä­tes­tens zu zei­ten von ma­ri­ons koch­buch (die äl­te­ren wer­den sich er­in­nern) fing ich an mein ar­chiv für such­ma­schi­nen zu ver­ram­meln. bei ar­ti­keln die äl­ter wa­ren als 5 jah­re ver­bot ich die such­ma­schi­nen in­de­xie­rung. das hat so­weit gut ge­klapt. in den > 20 jah­ren in de­nen ich ins in­ter­net schrieb habe ich zwar die eine oder an­de­re ab­mah­nung be­kom­men, aber nie we­gen ur­he­ber­recht­ver­stös­sen. bis heu­te. ein foto von ar­nold schwar­zen­eg­ger das seit 20 jah­ren im web rum­lag, aus­ge­schlos­sen von such­ma­schi­nen-in­de­xie­rung und un­ge­se­hen von je­der men­schen­see­le, wur­de doch von ir­gend­ei­nem rech­te­inha­ber ge­fun­den. die sei­te, auf der das bild laut an­walts­schrei­ben zu se­hen ge­we­sen sei, war von der such­ma­schi­nen­in­de­xie­rung aus­ge­schlos­sen und da­mit im prin­zip un­sicht­bar. ich weiss zwar, dass ethisch frag­wür­di­ge craw­ler sich nicht an ro­bots.txt an­wei­sun­gen hal­ten, aber dass mög­li­cher­wei­se für die durch­set­zung von ur­he­ber­rech­ten auch sol­che an­wei­sun­gen igno­riert wer­den, scheint neu zu sein.

die 250 € habe ich über­wie­sen, das bild ge­löscht und den ar­ti­kel ent­fernt und gleich­zei­tig habe ich alle bil­der von ar­ti­keln die äl­ter als 2010 sind mit th­umb­hash bil­dern er­setzt. th­um­hashs sind „very com­pact re­pre­sen­ta­ti­ons of an image“, die ge­ra­de mal ein paar byte gross sind. die nut­ze ich schon län­ger fürs la­zy­loa­ding, man be­kommt die also zu se­hen wenn man wir­res.net mit ei­ner sehr lang­sa­men in­ter­net­ver­bin­dung be­sucht. an­sons­ten sieht man die nur sel­ten. hier eine bei­spiel­sei­te aus mei­nem ar­chiv.

screenshot aus meinem archiv, die bilder sind weiter bunt, aber gethumbhashed, also sehr, sehr unscharf.

die rie­sen­ma­schi­ne macht das schon lan­ge so mit bil­dern, de­ren rech­te­la­ge un­ge­klärt ist: ein­fach weg­las­sen.

screenshot von der riesenmaschine.de, bilder mit ungeklärten urheberrechten (also fast alle) werden einfach weggelassen.

aber nur we­gen ei­nes an­walt­schrei­bens soll mein ar­chiv nicht we­ni­ger bunt sein. des­halb fin­de ich mei­ne lö­sung, bil­der erst­mal pau­schal auf we­ni­ge bun­te byte zu re­du­zie­ren sehr schön. und ar­ti­kel mit bil­dern, über de­ren rech­te ich mir im kla­ren bin (zum bei­spiel weil ich die bil­der selbst auf­ge­nom­men habe), kann ich von der th­umb­hash­i­sie­rung aus­neh­men, aber das ist ein ma­nu­el­ler vor­gang.

so hat die ab­mah­nung auch was gu­tes: ein schö­nes neu­es fea­ture, von dem ich aus dem ma­schi­nen­raum be­rich­ten kann.


es gibt auch sonst ei­ni­ges neu­es aus dem ma­schi­nen­raum. zum bei­spiel neue feeds für den ri­ver, die fa­vo­ri­ten, book­marks oder was ich ge­se­hen habe (alle feeds sind au­to­dis­co­vera­ble oder hier auf­ge­lis­tet). un­ter /al­les sieht man jetzt auch wie­der wirk­lich al­les, eben­so im al­les-feed. auch im ar­chiv sieht man bei­trä­ge, favs, book­marks und ge­se­he­nes jetzt ein­zeln auf­ge­schlüs­selt — oder eben als al­les.

bei­spiel für ges­tern: al­les, bei­trä­ge, favs, book­marks, ge­se­hen.

das log­buch mei­nes me­di­en­kon­sums, das ich die­ses jahr füh­ren möch­te habe ich um die you­tube seh­zei­ten er­wei­tert. der­zeit steht mein me­di­en­kon­sum bei ca. 70 stun­den pro mo­nat die ich vor der glot­ze ver­brin­ge. ich bin mal ge­spannt wie sich das oder ob sich das über das jahr ver­än­dert.

und apro­pos ge­wohn­hei­ten, die man of­fen­bar mit zu­neh­mens­dem al­ter lieb­ge­winnt, mal schau­en ob mir ent­wick­lung der ge­wohn­heit ge­lingt, die­sen baum ein jahr lang je­den tag zu fo­to­gra­fie­ren.


me­di­en­im­port

felix schwenzel in über wirres

screenshot der trakt app mit den diensten in die sich younify.tv einloggen kann, um dort daten abzugreifen

na­tür­lich ist es eine schnaps­idee, fil­me oder se­ri­en hier tra­cken zu wol­len. wenn ich woll­te, könn­te ich das al­les bei trakt ma­chen. trakt ar­bei­tet mit ei­nem leicht ob­sku­ren dritt-dienst zu­sam­men (yo­uni­fy.tv) um die his­to­rie des ge­se­he­nen von net­flix aus­zu­le­sen. tat­säch­lich kann man da­mit die his­to­rie al­ler gros­sen strea­ming-an­ge­bo­te ab­grei­fen — wenn man yo­uni­fy.tv ge­nug ver­trau­en ent­ge­gen­bringt und (vol­len) zu­griff auf die­se diens­te ge­währt. mein ver­trau­en hat vor ein paar jah­ren nur da­für ge­reicht, yo­uni­fy.tv zu­griff auf mein net­flix-konn­to zu ge­wäh­ren, wes­halb ich jetzt ei­nen teil mei­ner net­flix-his­to­rie auch in trakt habe.

der vor­teil ist, dass ich die von yo­uni­fy.tv ab­ge­grif­fe­nen da­ten, jetzt auch wie­der über die trakt-api selbst ab­grei­fen kann, zum bei­spiel mit die­sem script. mit ein zwei wei­te­ren phy­ton scrip­ten kann ich des­halb jetzt auch au­to­ma­tisch auf net­flix ge­se­he­nes hier log­gen.

schnaps­idee hin oder her, so­wohl trakt als auch ich wis­sen, dass die schnaps­idee al­les ge­se­he­ne zu log­gen, nur funk­tio­niert, wenn es vor­wie­gend au­to­ma­tisch geht. wenn da nicht die ver­trau­ens­fra­ge wäre. ein da­ten­leck bei trakt von 2014, das trakt erst 2019 of­fen­leg­te, zeigt, dass es nicht an­ge­bracht ist, trakt 100% ver­trau­en zu schen­ken. wenn ich mich recht er­in­ne­re hab ich die ver­bin­dung zwi­schen trakt und plex schon vor 2019 ge­kappt, weil mir das ei­nen ti­cken zu un­heim­lich war, mei­ne plex-his­to­rie un­ge­fil­tert in trakt zu lei­ten. bei net­flix hiel­ten sich mei­ne be­den­ken in gren­zen.

mit mei­nem selbst­ge­bau­ten plex/tau­tul­li-zu-kir­by-ex­port­er be­hal­te ich die kon­trol­le und der im­port in die öf­fent­li­che lis­te klappt auch ohne dritt­an­bie­ter ganz gut, fast voll­au­to­ma­tisch. ich muss nur noch eine wer­tung nach­tra­gen.

und auch wenn ich bei der net­flix → yo­uni­fy.tv → trakt.tv → wir­res.net kon­struk­ti­on we­ni­ger bis kei­ne kon­trol­le habe, woll­te ich die­se au­to­ma­ti­sie­rungs-pipe­line jetzt tes­ten. da­für muss­te ich mir na­tür­lich ir­gend­ei­nen scheiss auf net­flix an­se­hen.

also hab ich mir die ers­te fol­ge be­ing gor­don ramsay an­ge­se­hen. ich ver­mu­te das wird we­der so er­folg­reich wie net­flix chefs ta­ble noch so ein hit wie dri­ve to sur­vi­ve — auch wenn das strick­mus­ter ähn­lich ist. beim über­flie­gen der kri­ti­ken ist eine über­schrift hän­gen­ge­blie­ben, der ich di­rekt zu­stim­men möch­te: gor­don ramsay should not be so bor­ing.

je­den­falls funk­tio­niert der sync zwi­schen net­flix, yo­uni­fy.tv, trakt.tv und wir­res.net/kir­by, wenn auch mit leich­ter ver­zö­ge­rung.


zum the­ma ex- und im­por­te: ich habe auch ein script ge­fun­den, mit dem sich die da­ten aus tau­tul­li, also plex, mit let­ter­boxd syn­cen las­sen. da­mit habe ich jetzt lü­cken mei­ner film-time­line auf let­ter­boxd ge­schlos­sen, auch wenn die time­line der fil­me die ich je­mals sah auf let­ter­boxd im­mer noch lü­cken in den letz­ten 10 jah­ren hat. schliess­lich schau ich fil­me ja nicht nur auf plex, son­dern auch auf ama­zon prime, im kino (ge­le­gent­lich) oder net­flix. aber weils geht, weil ich da­ten jetzt aus plex und net­flix raus­be­kom­me, er­scheint es mir lo­gisch mei­ne film-his­to­rie erst­mal auf let­ter­boxd zu ver­voll­stän­di­gen. dann kann ich sie auch wie­der hier­her ho­len. aber be­vor ich das ma­che sam­mel ich hier, bis auf ein paar aus­nah­men — zu test­zwe­cken — erst­mal vor­nehm­lich in 2026 ge­se­he­nes und ge­le­se­nes.

mit so ei­ner „da­ten­bank“ für ge­se­hen­e­n­es und ge­le­se­nes set­ze ich mich üb­ri­gens auch ge­schickt selbst un­ter zug­zwang. jetzt muss ich auch mal wie­der ein buch le­sen, da­mit ich es log­gen kann. und da­mit schliesst sich der zir­kel: aus­ge­hen um drü­ber schrei­ben zu kön­nen, scheis­se auf net­flix schau­en, ums zu prü­fen ob es au­to­ma­tisch ge­loggt wird. mor­gens spa­zie­ren ge­hen um das wet­ter zu fo­to­gra­fie­ren und fo­tos und .gpx-tracks zu pos­ten, ko­chen um re­zep­te ma­schi­nen­les­bar zu ver­öf­fent­li­chen, schla­fen, um zu se­hen, wie gut der schlaf­tra­cker funk­tio­niert. (b)log­gen weil’s geht.


2026 bis jetzt 52:33 vor der glotze verbracht so far


me­di­en­tra­cker

felix schwenzel in über wirres

eben habe ich die gra­ham nor­ton show ge­se­hen, um zu gu­cken ob sie da­nach au­to­ma­tisch hier im blog auf­taucht. tat sie.

die idee hat­te ich ges­tern: war­um nicht alle sen­dun­gen die ich gu­cke hier mit ei­nem kur­zen ein­trag fest­hal­ten? am bes­ten au­to­ma­tisch. also mach ich das jetzt.

ich mag die idee von mi­cro-ein­trä­gen. das er­zeugt zwar eine men­ge rau­schen, aber das lässt sich auch gut aus­blen­den. bei be­darf las­sen sich die­se ein­trä­ge aber auch aus­wer­ten oder für was auch im­mer mir ein­fällt ver­wen­den. vor al­lem aber mag ich die idee, dass al­les hier pas­sie­ren zu las­sen, hier also so­zu­sa­gen life-log­ging zu be­trei­ben. das ist ja auch was web­log ur­sprüng­lich be­deu­te­te: sa­chen öf­fent­lich, im web log­gen. jetzt wo ich li­kes und le­se­zei­chen hier log­ge, kann ich doch auch log­gen was ich (fern-) sehe.

die idee moch­te ich schon lan­ge, nur stand mir die tech­nik nicht zur ver­fü­gung. des­halb habe ich jah­re­lang wat­ched.li von phil­ipp be­nutzt. ich fand es in ers­ter li­nie span­nend zu se­hen, wie viel zeit ich vor der glot­ze ver­schwen­de, aber wat­ched.li half auch da­bei zu vor­r­aus­zu­se­hen, wo­mit ich in zu­kunft mei­ne zeit ver­schwen­den konn­te, wel­che se­ri­en und fol­gen be­vor stan­den.

seit 10 jah­ren nut­ze ich ne­ben plex auch noch tau­tul­li, eine freund­li­che plex-be­gleit-app. im prin­zip macht tau­tul­li nichts an­de­res als plex zu be­ob­ach­ten und al­les zu log­gen: wer schaut wann was, was macht der ser­ver, was gibt’s neu­es? wenn ich zu­rück zu 2017 gehe, sehe ich, dass ich am 14. au­gust 2017 game of thro­nes s07e05 ge­se­hen habe. um 22:43 war ich fer­tig mit der fol­ge (ist game of thro­nes echt schon so lan­ge her?).

mit tau­tul­li hab ich als ei­gent­lich al­les was ich brau­che: sta­tis­ti­ken, de­tails zu dem was ich (mit plex) ge­se­hen habe.

an­de­rer­seits nut­ze ich ja nicht nur plex. ich schau ge­le­gent­lich fil­me im kino, auf ama­zon prime, net­flix oder RTL+. ich bin auch nicht der ein­zi­ge, der den wunsch hat das al­les zu tra­cken. hei­ko hat vor ner wei­le be­schrie­ben, wie er sei­nen me­di­en­kon­sum trackt: Me­di­en-Track­ing mit Git­hub und YAML. tho­mas hat sich ei­nen re­cor­der ge­baut, mit dem er al­les was er sieht und liest fest­hält und be­wer­tet. und jetzt hab ich mir in den letz­ten 24 stun­den ein me­di­en­me­nü zu­sam­men­ge­hackt. ich hab mir vor­ge­nom­men das mal ein jahr lang aus­zu­pro­bie­ren, also wirk­lich al­les was ich sehe oder in buch­form lese fest­zu­hal­ten. was ich im netz lese hal­te ich ich ja be­reits mit le­se­zei­chen fest.

die tech­nik da­hin­ter fin­de ich be­tö­rend ein­fach: für jede se­ri­en­fol­ge, film oder buch, lege ich ei­nen bei­trag mit den wich­tigs­ten da­ten an: (von) wann, was, wie lan­ge und wie wars? die bei­trä­ge kann ich ganz nor­mal in kir­by als con­tent an­le­gen, aber auch per per web­hook oder per mi­cro­pub.

den web­hook sen­det tau­tul­li so­bald ich ei­nen film oder se­ri­en­fol­ge zu­en­de ge­se­hen habe und sieht so aus:

// header
{
  "X-Webhook-Secret": "GEHEIMER SCHLÜSSEL"
}

// daten

{
  "title": "{title}",
  "show_title": "{show_name}",
  "parent_title": "{season_name}",
  "episode_title": "{episode_name}",
  "year": "{year}",
  "type": "{media_type}",
  "season": "{season_num}",
  "episode": "{episode_num}",
  "duration": "{duration}",
  "imdb_id": "{imdb_id}",
  "tvdb_id": "{thetvdb_id}",
  "thumb": "{thumb}",
  "datum_watched": "{stopped_unixtime}"
}

mit dem mi­cro­pub-cli­ent spar­kles kann ich ge­se­he­ne fil­me an­le­gen.

screenshot des micropub-client sparkles beim anlegen eines eintrags zu french conection. weil ich den noch nicht zuende gesehen habe, drücke ich den „post“ knopf noch nicht

die über­sicht habe ich heu­te mit al­lem was ich 2026 ge­se­hen habe ge­füllt. die we­ni­gen fil­me, die ich ge­se­hen habe, mit spar­kles, die se­ri­en ma­nu­ell mit ei­nem curl.

curl -X POST https://wirres.net/WEBHOOK-PFAD \
-H "Content-Type: ap­pli­ca­ti­on/json" \
-H "X-Webhook-Secret: GEHEIMER SCHLÜSSEL" \
-d '{
  "title": "Fallout Season 2: The Strip",
  "show_title": "Fallout",
  "parent_title": "",
  "episode_title": "The Strip",
  "year": "2025",
  "type": "show",
  "season": "2",
  "episode": "8",
  "duration": "56",
  "imdb_id": "tt36758871",
  "tvdb_id": "",
  "thumb": "https://images.squa­re­space-cdn.com/content/v1/51b3dc8ee4b051b96ceb10de/1755267368038-D0OLYJK9669RQ8CO6UI1/GyU3dkDasAAJ6rB.jpg?format=500w",
  "datum_watched": "1770235200"
}'

mit dem curl ging das ziem­lich ef­fi­zi­ent, künf­tig soll­te der gross­teil der ein­trä­ge dann au­to­ma­tisch aus plex/tau­tul­li kom­men, den rest pfle­ge ich dann eben ma­nu­ell nach, bis ich da­für auch eine au­to­ma­ti­sie­rung fin­de.

im prin­zip ist die über­sicht ein (h-) feed, den man theo­re­tisch auch abon­nie­ren könn­te, aber da muss ich mir noch was über­le­gen, wie man das in ei­nen sinn­voll rau­schen­den rss- oder atom-fluss um­wan­delt.

ben­ji, der spar­kles ge­schrie­ben hat, sam­melt so auch fil­me die er ge­se­hen hat.

als nächs­tes wer­de ich ver­su­chen ein paar ta­ges­ak­tu­el­le sta­tis­ti­ken zu er­zeu­gen. ich fin­de man kann in der über­sicht auch schon so ei­ni­ges ab­le­sen:

  • ge­le­gent­lich bin­ge ich se­ri­en weg
  • star­fleet aca­de­my hab ich nach fol­ge 6 nicht mehr er­tra­gen und auf­ge­hört wei­ter zu se­hen
  • ich fin­de A Knight of the Se­ven King­doms rich­tig gut
  • ob­wohl The North Wa­ter ziem­lich gut ist, bin ich in fol­ge 2 hän­gen ge­blie­ben
  • ich gu­cke sehr viel in die glot­ze


bau­stel­len oh­ne en­de

felix schwenzel in über wirres

nachem ich mir ges­tern eine mög­lich­keit ge­schaf­fen spa­zier­gän­ge als .gpx-da­tei­en hoch­zu­la­den und dar­zu­stel­len, habe ich mal ge­schaut, ob ich so­was schon frü­her ver­sucht habe. da­bei habe ich die­sen al­ten ar­ti­kel von 2015 ge­fun­den, der zwar eine gpx-da­tei er­wähnt, aber nicht be­inhal­tet. statt­des­sen fiel mir auf das der ar­ti­kel ein paar feh­ler ent­hielt. die vi­de­os funk­tio­nie­ren nicht, asi­des wer­den mit­tig, statt am rand an­ge­zeigt und die fo­tos hat­ten noch kei­ne ex­pli­zi­ten li­zenz-in­for­ma­tio­nen. mei­ne im­ports vom al­ten blog in kir­by funk­tio­nier­ten ei­gent­lich ganz gut, aber bei ein­zel­en de­tails klemm­te es dann doch im­mer wie­der, auch weil ich zum zeit­punkt des ex- und im­ports in kir­by noch nicht alle fea­tures ab­ge­bil­det hat­te.

beim re­pa­rie­ren des ar­ti­kels, fiel mir dann noch auf, dass die im­por­tier­ten fo­tos tat­säch­lich noch ihre exif-da­ten in sich tru­gen, also lud ich die auch nach. mit den exif-in­fos war es kir­by dann mög­lich au­to­ma­tisch eine kar­te der foto-orte zu ge­ne­rie­ren, die sich dann er­freu­li­cher­wei­se fast so aus­sah wie die kar­te, die ich vor 10 jah­ren aus ei­ner .gpx-da­tei ge­ne­riert hat­te, da­mals boch bei ei­nem ex­ter­nen dienst, der längst das zeit­li­che ge­seg­net hat.

das freu­te mich sehr, denn so war der alte ar­ti­kel nach der re­pa­ra­tur bes­ser als vor­her.

das din­ge im netz ka­putt­ge­hen ist un­um­gäng­lich. auch die ar­chi­ve.org-ver­si­on des al­ten ar­ti­kels ist nicht mehr (oder war es nie) in ord­nung. des­halb, les­son lear­ned, ist es wirk­lich sinn­voll alle da­ten, ori­gi­na­le bei sich zu be­hal­ten, man weiss ja nie wozu sie gut sein wer­den. und es ist im­mer sinn­voll din­ge ohne har­te ex­ter­ne ab­hän­gig­kei­ten zu bau­en. das heisst nicht, dass man nicht auch mal ex­ter­ne diens­te nut­zen soll oder in­hal­te dort­hin agg­re­gie­ren oder syn­di­zie­ren soll­te, son­dern eben, dass man es im ernst­fall eben auch selbst ma­chen kann, ohne ab­hän­gig von ei­nem drit­ten zu sein.

des­halb freue ich mich auch so ei­nen weg ge­fun­den zu ha­ben eine gpx-da­tei hier lo­kal dar­zu­stel­len. mit ko­moot könn­te ich so­was per if­rame ein­bet­ten, aber dann habe ich ei­ner­seits eine ab­hän­gig­keit und an­de­rer­seits track­ing-codes ei­nes drit­ten auf mei­nen sei­ten.

an­de­rer­seits spricht nichts da­ge­ge­gen tou­ren, wie die wan­de­rung um den „de mein­weg wei­ter­hin mit ko­moot auf­zu­zeich­nen und dort zu tei­len, so lan­ge ich sie auch als gpx ex­por­tie­ren kann. ge­nau die­sen ex­port hab ich jetzt im al­ten ar­ti­kel über die wan­de­rung nach­ge­pflegt. wenn dann in 30 jah­ren ko­moot nicht mehr ist, hab ich im­mer noch alle we­sent­li­chen da­ten bei mir.


seit ich an­ge­fan­gen habe book­marks (und li­kes) bei mir zu sam­meln (book­marks, li­kes, re­pli­es, al­les zu­sam­men, wirk­lich al­les), statt in pin­board, sen­de ich mit die­sen lese- oder like-no­ti­zen auch web­men­ti­ons an die be­tref­fen­den sei­ten. die meis­ten igno­rie­ren das aus tech­ni­schen grün­den (weil sie kei­ne web­men­ti­ons un­ter­stüt­zen), aber man­che neh­men die be­nach­rich­ti­gung ent­ge­gen. eay.cc zum bei­spiel, da wur­den mei­ne book­mark-web­men­ti­ons dann aber ko­misch dar­ge­stellt, also hat er das re­pa­riert und spass da­bei ge­habt.

oder ges­tern habe ich crow­der­soup.com ei­nen kom­men­tar ge­schickt. der wur­de an­ge­nom­men aber jetzt muss das lay­out of­fen­bar re­pa­riert wer­den. bei bei­den war ich of­fen­bar der ers­te, der so­was ge­schickt hat und ehr­lich­ge­sagt bin ich hier auch nicht auf alle web­men­ti­on-ar­ten vor­be­rei­tet, die mir po­ten­zi­ell ge­schickt wer­den kön­nen.

aber das ist eben teil des spass: build & re­pair as you go, pro­ble­me dann lö­sen, wenn sie da­her­kom­men. oder an­ders ge­sagt: eine web­sei­te ist eine bau­stel­le die wirk­lich kein ende hat — und das ist auch gut so.


ich weiss gar nicht mehr wie ich crow­der­soup.com ent­deckt habe, aber ich ver­mu­te über in­die­web­news. den bei­trä­gen dort fol­ge ich seit kur­zem wie­der in­ten­si­ver und kom­me da­durch ver­mehrt auf web­sei­ten die sich mit den tech­no­lo­gien des in­die­webs aus­ein­an­der­set­zen — oder ge­nau­er: da­mit rin­gen. der gleich­zei­ti­ge vor- und nach­teil der in­die­web-idee ist, dass es kaum fer­ti­ge lö­sun­gen gibt und man sich ei­gent­lich al­les selbst zu­sam­men­baut. das ist ein se­gen und ein fluch und ich ver­flu­che die kom­ple­xi­tät die­ses in­diw­web-ge­döns auch re­gel­mäs­sig, um dann doch im­mer wie­der ei­nen neu­en ver­such zu star­ten.

die­se de­fi­ni­ti­on von mar­ty mc­gui­re um­schreibt die idee des in­die­web ganz gut, vor al­lem was es ist und eben nicht ist:

in­die­web.org is not a pre­scip­ti­on or a cook­book or an exer­cise plan. It doesn’t tell you how to “be In­die­Web”. It’s a coll­ec­ti­ve me­mo­ry of ex­pe­ri­ments, some suc­cessful and some not, from a group of ex­pe­ri­ment­ers that has ch­an­ged great­ly over time.

was mir aber, ab­ge­se­hen von den phi­lo­so­phi­schen fra­gen, heu­te auf­fiel: die idee des in­die­web­news-ag­gre­ga­tors kann man ei­gent­lich wei­ter­spin­nen. in­die­web­news ist ein ag­gre­ga­tor in dem man sich selbst ein­trägt, ein­fach in­dem man in­die­web­news ver­linkt und dann ein web­men­ti­on an in­die­web­news sen­det (an­lei­tung auf deutsch bei news.in­die­web.org/de). die­ses vor­ge­hen macht die sei­te nicht 100% spam-re­sis­tent, aber mit ein biss­chen mo­de­ra­ti­on könn­te man dar­aus ei­gent­lich sehr schö­ne ag­gre­ga­to­ren zu al­len mög­li­chen the­men bau­en. wie ge­sagt, seit ich den eng­li­schen ka­nal der in­die­web­news nä­her ver­fol­ge, habe ich vie­le neue, in­ter­es­san­te web­sei­ten/blogs ge­fun­den die in­ter­es­san­te sa­chen schrei­ben oder bau­en oder zei­gen. viel­leicht könn­te man so blog-the­men-hubs bau­en. mir fehlt lei­der die struk­tu­rier­te phan­ta­sie um so ein kon­zept zu ver­fei­nern, aber die dis­co­vera­bi­li­ty und sicht­bar­keit von blogs und web­sei­ten zu ver­bes­sern ist ja ein er­stre­bens­wer­tes ziel.


RSS ist mein news­let­ter, aber …

felix schwenzel in über wirres

ich bin kein gros­ser fan von news­let­tern. mein news­let­ter ist RSS. ich habe so­gar mal ei­nen dienst be­nutzt, mit dem ich den ta­ges­spie­gel-check­point in ei­nen RSS feed wan­deln konn­te. funk­tio­nier­te dann al­ler­dings ir­gend­wann nicht mehr, wie fast al­les um das man sich nicht selbst küm­mert. um mei­ne abon­nier­ten RSS-feeds küm­me­re ich mich sehr in­ten­siv. der­zeit zählt mein mi­ni­flux 424 abon­nier­te feeds und 5298 un­ge­le­se­ne bei­trä­ge. un­ge­le­se­ne feed-items stres­sen mich nicht im ge­rings­ten. alle paar mo­na­te setz ich die ein­fach alle auf ge­le­sen. RSS lese ich im­mer um­ge­kehrt chro­no­lo­gisch. wich­ti­ges schwimmt im­mer ir­gend­wie nach oben oder er­reicht mich auf an­de­ren we­gen.

an­de­rer­seits glau­be ich, dass nicht alle wie ich ti­cken. vie­le mö­gen pod­casts, man­che mö­gen news­let­ter. des­halb habe ich vor ein paar ta­gen an­ge­fan­gen mich nach diens­ten um­zu­schau­en die RSS in e-mails um­wan­deln kön­nen. da gibt’s ir­gend­wie nicht vie­le. ich dach­te viel­leicht kann ste­ady so­was, aber lei­der pus­te­ku­chen. was selbst­ge­hos­te­tes wäre ei­ner­seits schön, an­de­rer­seits ist email-ver­sand et­was um das man sich doch sehr küm­mern kön­nen muss und ein biss­chen ex­per­ti­se mit­brin­gen soll­te. ent­ge­gen al­ler di­gi­ta­ler-un­ab­häng9gkeits-trends habe ich mich ent­schie­den ei­nen ein­fa­chen, au­to­ma­tisch ge­ne­rier­ten RSS-feed-news­let­ter mit hil­fe des ame­ri­ka­ni­schen an­bie­ters mailchimp zu bau­en.

der werk­zeug­kas­ten von mailchimp er­scheint mir auch in der kos­ten­lo­sen ver­si­on ziem­lich gut. da­mit war es mir in­ner­halb von we­ni­gen stun­den mög­lich, eine ganz ok aus­sehn­de ver­si­on mei­nes RSS feeds ins email-for­mat um­wan­deln zu las­sen. et­was bes­se­res habe ich nicht ge­fun­den, wem ver­gleich­ba­re diens­te be­kannt sind: ich freue mich da­von zu hö­ren. jetzt geht erst­mal mit mailchimp los.

zum abo-for­mu­lar gehts hier lang: ee­purl.com/jyHDZA

täg­lich um 6 uhr mor­gens wer­den die, im ver­gleich zum vor­tag, neu­en bei­trä­ge aus dem RSS feed dann per mail ver­sen­det. das track­ing habe ich, so­weit wie es in den ein­stel­lun­gen mög­lich war, de­ak­ti­viert, aber in den test-emails wur­den wei­ter­hin die links mit klick-tra­ckern via us8.mailchimp.com ver­un­stal­tet.


ei­gent­lich hat­te ich als ziel­grup­pe je­man­den wie mei­ne mut­ter für so ei­nen news­let­ter im sinn. die liest seit ei­ner wei­le wie­der hier mit und ei­gent­lich ist das auch die wur­zel die­ser sei­te. ei­ner­seits dient wir­res.net mir dazu, dass ich mich an mein le­ben er­in­ne­re, an­de­rer­seits habe ich da­mit an­ge­fan­gen ins in­ter­net zu schrei­ben, da­mit men­schen die mir na­he­ste­hen die mög­lich­keit ha­ben nach­se­hen zu kön­nen, was ich ge­ra­de so trei­be oder den­ke.

ir­gend­wann um die jahr­tau­send­wen­de habe ich an­ge­fan­gen mit ya­hoo-groups re­gel­mäs­sig mails an freun­de und be­kann­te zu ver­sen­den. da­drin stand schon da­mals eine wir­re mi­schung aus blö­den wit­zen, links und din­gen die mir durch den kopf gin­gen. ein paar die­ser mails habe ich ar­chi­viert. bit­te nicht le­sen!

ir­gend­wann habe ich dann von push auf pull um­ge­stellt. news­let­ter sind ja ein bi­schen pushy, wenn sie sich in die in­box drän­gen. RSS ist pull, man zieht sich das selbst in den le­se­ap­pa­rat und kann das dann auch gut we­gi­g­no­rie­ren. aber wem’s ge­fällt, kann sich jetzt wie­der ei­ner push me­cha­nik be­die­nen um wir­res zu le­sen: ee­purl.com/jyHDZA


haha, sehe ge­ra­de: ei­gent­lich sind nur 16 plät­ze frei. 500 emails darf ich mit dem kos­ten­lo­sen mailchimp-ta­rif ver­sen­den. das sind ca. 16 × 31 mails. viel­leicht mach ich nenn wö­chent­li­chen news­let­ter draus? drei­tä­gig? oder ich mach ne ste­ady-sei­te auf um die 30 euro zu re­fi­nan­zie­ren, die das nächst grö­se­re pa­ket bei mailchimp jos­tet? oder es in­ter­es­si­ert sich aus­ser mei­ner mut­ter eh nie­mand für den news­let­ter?


un­ge­tes­te­te al­ter­na­ti­ven zu mailchimp:

  • auch aus ame­ri­ka: but­ton­down.com, bie­tet auch ein rss-to-email-fea­ture, al­ler­dings für +$9.
  • bre­vo.com ist aus eu­ro­pa und sieht gut aus, bes­se­re kos­ten­lo­se kon­di­tio­nen und auch rss to email (via)


MEO statt SEO (ma­nic en­gi­ne op­ti­mi­sa­ti­on)

felix schwenzel in über wirres

ich op­ti­mie­re ja ger­ne an mei­nem kir­by rum.

ich weiss gar nicht ge­nau war­um, weil ei­gent­lich ist es mir egal sa­chen rich­tig zu ma­chen und wich­ti­ger din­ge so zu ma­chen, wie sie mir ge­fal­len. an­de­rer­seits gibt es oft über­schnei­dun­gen zwi­schen rich­tig und ge­fällt mir.

so ge­fällt es mir, wenn mei­ne web­sei­te in al­len brow­sern und rea­dern, die ich selbst ger­ne be­nutz­te, gut aus­sieht. re­spon­si­ve de­sign, also dass sich die web­sei­te an die bild­schirm­grös­se an­passt, ist ja mitt­ler­wei­le fast ein no-brai­ner. ge­le­gent­lich schaue ich mir mei­ne web­site auch mit lynx an, ei­nem text­ba­sier­ten kom­man­do­zei­len-brow­ser. da­mit sieht man din­ge, die nor­ma­le brow­ser nicht zei­gen, die aber trotz­dem von man­chen men­schen oder ma­schi­nen, die die web­site be­su­chen, so ge­se­hen wer­den kann. ge­nau­so ger­ne rufe ich mei­ne web­sei­te ge­le­gent­lich mit de­ak­ti­vier­tem css auf. bei­de, lynx und kein-css zei­gen po­ten­zi­el­le pro­ble­me, die ich weg­op­ti­mie­ren oder auf­schie­ben kann.

weil ich selbst ger­ne und vie­le web­sei­ten per RSS lese, prü­fe ich auch re­gel­mäs­sig wie mei­ne sei­te in RSS aus­sieht — und wenn mir was auf­fällt oder mich stört, op­ti­mie­re ich es weg. ne­ben di­ver­sen RSS-feeds, bie­te ich die­se web­sei­te auch so­zu­sa­gen als html-feed an. das geht, weil ich das HTML mit mi­cro­for­ma­ten (mf2) aus­zeich­ne. da­mit lässt sich die­se sei­te als json par­sen (bei­spiel) und so­gar als html-feed abon­nie­ren (vor­schau)

all die­se an­sich­ten, in lynx, ohne css, als gepars­te oder ge­r­en­der­te mf2-mi­cro­for­ma­te oder als RSS-feed, sind an­sich­ten die­ser web­site, wie sie auch ma­schi­nen se­hen, such­ma­schi­nen- oder KI-craw­ler, der riv­va-bot oder an­de­re ag­gre­ga­to­ren. auch screen­rea­der se­hen die web­site eher in die­sen mi­ni­mal­ver­sio­nen, wes­halb ich auch ein in­ter­es­se dar­an habe, dass wir­res.net in die­sen an­sich­ten ganz okay aus­sieht, bzw. mir ge­fällt.

das schö­ne an den ein­ge­bau­ten mf2-mi­cro­for­ma­ten ist auch, dass man mit ge­eig­ne­ten rea­dern auch mei­nen fa­vo­ri­ten- oder book­marks-strom abon­nie­ren könn­te, ob­wohl ich da­für noch kein RSS ge­baut habe.

ich be­mü­he mich na­tür­lich auch um gute ma­schi­nen­les­bar­keit da­mit sich mei­ne web­sei­te gut mit goog­le ver­steht. nach mei­ner blog­pau­se und ein paar mo­na­ten off­line-zeit we­gen tech­ni­scher pro­ble­me, ver­lor ich alle sym­pa­thien die mir goog­le vor­mals ge­währt hat­te. noch nicht mal eine su­che nach mei­nem na­men zeig­te mei­ne heim­stät­te im netz (wir­res.net) mehr auf den ers­ten 10 such­er­geb­nis­sei­ten an. nach­dem ich es hier wie­der schön für goog­le und an­de­re ma­schi­nen ge­macht habe, schickt mir goog­le auch ge­le­gent­lich wie­der be­su­cher vor­bei. der­zeit zwar nur für eine sei­te (er­freu­lich und er­schüt­ternd), aber da­für im ja­nu­ar so um die 1000.

ir­gend­wann vor ein paar mo­na­ten ge­fiel mir die idee, dass ich bil­der hier so un­ter ei­ner cc li­zenz ver­öf­fent­li­chen könn­te, so dass such­ma­schi­nen sie auch mit die­ser li­zenz er­ken­nen. bei flickr klappt das su­per, wenn man dort für sei­ne fo­tos eine cc-li­zenz ge­wählt hat. weil ich das auch woll­te, aber na­tür­lich auch weil ich die idee der rei­bungs­lo­sen ma­schi­nen­les­bar­keit gut fin­de, habe ich an­ge­fan­gen für alle ar­ti­kel json-ld mit aus­zu­lie­fern. da­mit lie­fe­re ich zwar auch nicht viel mehr me­ta­da­ten als mit den mi­cro­for­ma­ten aus, aber un­ter an­de­rem kann man eben auch bil­der ex­pli­zit mit li­zen­zen ver­se­hen.

das klappt ei­ner­seit auch ganz gut, an­de­rer­seits ver­gisst goog­le ein­mal in­de­xier­ten und er­kann­ten li­zen­zen aber auch im­mer wie­der. ir­gend­wie schaf­fe ich es nicht, mit mehr als 50 bil­der von die­ser web­site mit cc li­zenz in den such­er­geb­nis­sei­ten un­ter­zu­brin­gen.

was mit json-ld al­ler­dings su­per klappt ist die ma­schi­nen­les­bat­re aus­zeich­nung von re­zep­ten. so aus­ge­zeich­ne­te re­zep­te nimmt goog­le mit kuss­hand und re­zep­te die im ka­rus­sel oben in den such­er­geb­nis­sen an­ge­zeigt wer­den sind auch der grund, war­um goog­le mir im mo­ment so vie­le be­su­cher schickt. zum ers­ten mal mit ma­schi­nen­les­ba­ren re­zept­da­ten ex­pe­ri­men­tiert hab ich vor 14 jah­ren. mitt­ler­wei­le klappt das wirk­lich gut.

was ich aber ei­gent­lich sa­gen will: die­se gan­zen op­ti­mie­run­gen, die ich auch ger­ne als ex­pe­ri­men­te an­se­he um such­ma­schi­nen- und tech­nik-ge­döns bes­ser zu ver­ste­hen, ha­ben vor al­lem den ef­fekt, dass ich klei­ne, sub­ti­le, aber auch gro­be feh­ler aud wir­res.net fin­de, die ich sonst nie ge­fun­den hät­te oder die mir egal ge­we­sen wä­ren.

vor ein paar mo­na­ten habe ich sehr viel en­er­gie dar­ein ge­steckt in den Pa­ge­Speed In­sights gute punkt­zah­len zu be­kom­men. da­bei habe ich vie­le an­pas­sun­gen am ser­ver vor­ge­nom­men, die html-struk­tur, lazy und eager-loa­ding und die bild­grös­sen op­ti­miert. mit der start­sei­te ist goog­le nicht im­mer 100% zu­frie­den, aber die ein­zel­sei­ten schram­men in der re­gel an den 100%.

gleich­zei­tig habe die speed-op­ti­mie­run­gen wie­der zu feh­lern an an­de­ren ecken ge­führt, die ich dann nach und nach wie­der weg­op­ti­mie­re. so er­gibt sich im prin­zip ein ma­ni­scher kreis­lauf von im­mer neu­en op­ti­mie­run­gen. mach ich aber ger­ne, vor al­lem weil: ist ja al­les meins hier.


tools die ich ger­ne zum rum­op­ti­mie­ren nut­ze:


ix ❤️ RSS

felix schwenzel in über wirres

ich lebe seit ewig­kei­ten so­zu­sa­gen in mei­nem RSS-rea­der. neu­ig­kei­ten je­der art er­fah­re ich aus mei­nen > 419 abon­nier­ten feeds. der ein­zi­ge al­go­rith­mus dem ich in mei­nem RSS-rea­der be­geg­ne ist der, der nach da­tum sor­tiert.

es gibt we­ni­ge aus­nah­men zu die­ser re­gel: eine ist spie­gel.de, des­sen start­sei­te ich täg­lich ein­mal auf­ru­fe und „durch­ar­bei­te“ und eine an­de­re ist you­tube.com, des­sen al­go­rith­mus mir mei­ner mei­nung nach eine gute und pas­sen­de aus­wahl prä­sen­tiert. alle paar tage rufe ich hei­se.de auf. und neu­er­dings gehe ich ein- bis drei-täg­lich auf kon­stan­tins rea­der.kon­ne­xus.net. die feeds die dort an­ge­zeigt wer­den habe ich zwar auch zum gröss­ten­teil abon­niert, aber so kom­me ich dann bei der ei­nen oder an­de­ren quel­le auch mal auf der web­sei­te vor­bei, statt nur die fee­dan­sicht zu se­hen.

kon­stan­tins rea­der hilft mir auch kurz­fris­tig even­tu­el­le pro­ble­me mit mei­nem feed zu er­ken­nen. wenn man die gan­ze zeit an sei­nem kir­by rum­spielt, geht ja auch mal was ka­putt. na­tür­lich habe ich mei­ne feeds auch selbst abon­niert um ge­ge­be­nen­falls feh­ler oder pro­ble­me zu er­ken­nen. ich hab jetzt auch mein feed­ly-kon­to re­ak­ti­viert (in der kos­ten­lo­sen va­ri­an­te), um auch dort zu prü­fen, ob al­les in ord­nung mit mei­nen feeds ist.

und da fiel mir ges­tern und heu­te lei­der auf, dass die neu­en tem­pla­tes, die ich rund um mein neu­es fa­vo­ri­ten und book­mark sys­tem ge­baut habe, noch nicht für die RSS aus­ga­be op­ti­miert wa­ren.

ka­put­ter you­tube em­bed in feed­ly.com

ei­gent­lich gebe ich you­tube-em­beds, bil­der, vi­de­os, mast­o­don- und blues­ky-em­beds im RSS-feed mit ver­ein­fach­ten tem­pla­tes aus. im screen­shot sieht man, dass hier ein you­tube-em­bed mit dem front­end-code aus­ge­lie­fert wur­de. im front­end gibt’s den em­bed-code erst nach ei­nem (ja­va­script-) klick auf ein lo­ka­les vor­schau­bild. per RSS lie­fe­re ich den (you­tube) na­ti­ven em­bed-code aus, weil ja­va­script-ge­döns im RSS-feed nicht zu­ver­läs­sig funk­tio­niert und von ver­ant­wor­tungs­vol­len feed-rea­dern aus­ge­fil­tert wird.

je­den­falls soll­te das jetzt wie­der so funk­tio­nie­ren wie ge­dacht. die neu­en tem­pla­tes be­ach­ten jetzt alle die vor­ga­be im RSS ver­ein­fach­ten code aus­zu­ge­ben. ent­schul­di­gung für die sub­op­ti­ma­len RSS-lie­fe­run­gen in den letz­ten ta­gen.


wäh­rend ich da so bei feed­ly rum­klick­te, fiel mir auf, dass mei­ne alte feed-adres­se (wirres.net/index.xml), die wei­ter­hin funk­tio­niert, bzw. auf die neue feed-adres­se (wirres.net/feed/) wei­ter­lei­tet, laut feed­ly die­se ei­gen­schaf­ten hat:

2K fol­lo­wers / 13 ar­tic­les per week / #kul­tur #me­di­en #news

2K fol­lo­wers? das woll­te ich ei­ner­seits nicht glau­ben und dach­te an­de­rer­seits, dass feed­ly dann ja wohl eine ziem­lich gros­se an­zahl schlum­mern­der, also un­ge­nut­zer kon­ten ha­ben muss. ich hat­te mein feed­ly kon­to auch 3 bis 4 jah­re nicht ge­nutzt, bzw. ei­gent­lich oh­ne­hin nur für test­zwe­cke an­ge­legt. aber mei­ne neu­gier war ge­weckt und weil ge­mi­ni mir sag­te, dass feed­ly die ge­naue an­zahl der sub­scri­ber beim ab­ho­len des feeds nennt, ak­ti­vier­te ich heu­te nacht mei­ne apa­che ac­cess logs (die sind nor­ma­ler­wei­se de­ak­ti­viert) — und sie­he da:

- - - [18/Jan/2026:05:58:46 +0100] "GET /feed/ HTTP/1.1" 200 92596 "-" "Feedly/1.0 (+https://feedly.com/poller.html; 2483 subscriber>

die­se zahl wi­der­spricht al­ler­dings mei­nen ei­ge­nen mes­sung. seit ca. 30 ta­gen habe ich mei­nen feeds ei­nen ma­to­mo-image-tra­cker hin­zu­ge­fügt (ma­to­mo an­ony­mi­si­ert die letz­ten zwei bytes der IP-adres­se) und ma­to­mo zählt eher so um die 300 RSS-feed le­sen­de (uni­que vi­si­tors pro tag).

da mei­ne ma­to­mo-in­stanz (stats.wirres.net) auf ein­schlä­gi­gen wer­be­blo­cker-lis­ten steht, gehe ich da­von aus, dass min­des­tens ein drit­tel der auf­ru­fe un­ge­trackt sind. das wä­ren dann so um die 400 ak­ti­ve rss-abos — und wür­de be­deu­ten dass feed­ly min­des­tens 2000 schla­fen­de/un­ge­nutz­te wir­res.net abos hat. (feed­ly reicht den image tra­cker durch, fil­tert den nicht aus.)

auf­fäl­lig beim RSS-feed track­ing war üb­ri­gens, dass der ar­ti­kel darm­spie­ge­lung per RSS über­durch­schnitt­lich oft ge­le­sen wur­de. oder um­ge­kehrt dürf­te das ein zei­chen da­für sein, dass vie­le le­sen­de die ar­ti­kel­vor­schau mei­ner ar­ti­kel gar nicht an­kli­cken, aus­ser es in­ter­es­si­ert sie. und darm­spie­ge­lung scheint ein gu­ter in­ter­es­se-trig­ger zu sein.

tl;dr: ich gebe mir mühe mei­ne rss-feeds zu op­ti­mie­ren, das ge­lingt mir nicht im­mer. pro tag zäh­le ich der­zeit laut ma­to­mo bis zu 250 ein­zel­ne be­su­cher auf der web­sei­te und 300-400 ein­zel­ne le­ser per RSS.


sie­he auch:


ma­king of fa­vo­ri­ten

felix schwenzel in über wirres

ich hab mich ge­fragt, war­um soll ich die samm­lun­gen von maston- und blues­ky-bei­trä­gen ei­gent­lich lieb­lings­trööts nen­nen? blues­ky-bei­trä­ge sind ja ge­nau­so we­nig trööts wie sie tweets sind. viel­leicht soll­te man alle kurz­bei­trä­ge im in­ter­net tweets nen­nen? oder bei sam­lun­gen nicht das bei­trags­platt­form be­nen­nen, son­dern die samm­lung. also hab ich mir über­legt, dass ich

  1. re­gel­mäs­sig fa­vo­ri­ten­samm­lun­gen ver­öf­fent­li­che, statt lieb­lings­trööts.
  2. die fa­vo­ri­ten jetzt et­was an­ders samm­le, näm­lich fort­lau­fend und hier: fa­vo­ri­ten

die fa­vo­ri­ten er­sch­ei­nen erst auf den haupt­sei­ten (und im RSS feed), wenn ich sie in samm­lun­gen bünd­le, vor­her schwim­men sie im fa­vo­ri­ten­strom im hin­ter­grund. ge­nau­so ma­che ich das jetzt auch mit book­marks, die ich dann re­gel­mäs­sig zu (kom­men­tier­ten) link­samm­lun­gen bünd­le.

bis­her habe ich links oder book­marks fast aus­schliess­lich auf pin­board ge­spei­chert, ent­we­der per book­mar­klet aus dem brow­ser oder aus mei­nem RSS-rea­der mi­ni­flux, der sie per per API dort si­chert oder auf dem te­le­fon mit ei­ner sha­ring-ex­ten­si­on. das mach ich ge­ge­be­nen­falls auch wei­ter so, aber haupt­säch­lich samm­le ich fa­vo­ri­ten und book­marks ab jetzt di­rekt auf wir­res.net per book­mar­klet und quill. quill rufe ich per book­mar­klet auf, dann lässt quill mich bei book­marks noch den in­halt be­ar­bei­ten und si­chert den fa­vo­ri­ten oder das book­mark dann per mi­cro­pub hier auf wir­res.net. für ei­nen fa­vo­ri­ten sieht der vor­gang in etwa so aus:

mir ge­fällt die­ser work­flow. für die samm­lun­gen ver­lin­ke ich die so ge­si­cher­ten fa­vo­ri­ten oder book­marks und kir­by bet­tet sie ent­spre­chend ein. auch die­ses vor­ge­hen ge­fällt mir gut, weil ein­zel­ne favs und book­marks dann qua­si eine per­ma­link url ha­ben (per # un­ter dem em­bed ver­linkt).

ich fin­de das kon­zept des im hin­ter­grund leicht rau­schen­den fa­vo­ri­ten- und book­mark­stroms sehr an­spre­chend. es stört nie­man­den, er­freut mich aber und wer das rau­schen hö­ren will, kann je­der­zeit auf wir­res.net/fa­vo­ri­ten oder wires.net/book­marks ge­hen. noch gibt’s dazu kei­nen RSS feed, so­bald mich auch nur eine per­son fragt, setz ich das aber be­stimmt gleich um.