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foto eines baums im volkspark rehberge, der ein bisschen wie ein alien ausieht

Ali·en
/ˈeɪ­li̯ən/
Sub­stan­tiv, mas­ku­lin oder Sub­stan­tiv, Neu­trum [der]


wenn man sich bäu­me ge­nau an­guckt, kommt man ei­gent­lich aus dem stau­nen nicht mehr her­aus. sie zie­hen koh­len­stoff aus der luft um dar­aus mit hil­fe des son­nen­lichts zel­lu­lo­se zu ma­chen. bäu­me be­stehen aus fest­ge­wor­de­ner luft.

bäu­me sind ei­gent­lich eine le­ben­de haut über ei­nem to­ten ske­lett aus ver­holz­ter luft. das in­ne­re eine baums be­steht aus to­ten zel­len und dient le­dig­lich der sta­bi­li­tät. die bor­ke be­steht auch aus ab­ge­stor­be­nen zel­len. das le­ben ei­nes baums fin­det sich zwi­schen holz und rin­de, in ei­ner hauch­dün­nen schicht, dem kam­bi­um. ein ur­alter baum ist ei­gent­lich ein jun­ger or­ga­nis­mus, der auf sei­nen to­ten vor­fah­ren wächst.

bäu­me ha­ben kein herz, kei­ne pum­pen und schaf­fen es doch was­ser in bis zu 115 me­ter höhe zu trans­por­tie­ren.

in den ka­pil­la­ren von bäu­men herr­schen bis zu -15 bar un­ter­druck (au­to­rei­fen pum­pen wir in der re­gel auf +2,5 bar auf).

bäu­me le­ben in sym­bio­se mit pil­zen und tau­schen mit ih­nen nähr­stof­fe.

bäu­me pum­pen zu­cker­lö­sung in den bo­den (un­ter an­de­rem) um ihre nach­kom­men im schat­ten zu ver­sor­gen und sie kom­mu­ni­zie­ren mit an­de­ren bäu­men über bio­che­mi­sche si­gna­le.

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„denkt doch mal an die kin­der“

felix schwenzel in artikel

als ich ein kind war, stu­dier­te mei­ne mut­ter son­der­päd­a­gi­gik. zwei din­ge sind mir aus die­ser zeit in er­in­ne­rung. zum ei­nen hat­te sie sich für eine prü­fung ei­nen drei me­ter lan­gen „pfusch­zet­tel“ ge­a­baut, auf dem der text ih­rer schrift­li­chen prü­fung zum ab­schrei­ben stand. der „zet­tel“ war win­zig und auf zwei rol­len ge­rollt. der text war schreib­ma­schi­nen­ge­schrie­ben und mehr­fach klein­ko­piert. ich habe die­se idee na­tür­lich auch in mei­ner schul­lauf­bahn ger­ne an­ge­wandt und mir für mei­ne ab­itur­kau­su­ren auch ela­bo­rier­te „pfusch­zet­tel“ er­stellt. al­ler­dings zeig­te sich, dass ich die gar nicht nut­zen muss­te, denn al­lein die er­stel­lung der zet­tel ver­an­ker­te das lern­gut so gut in mei­nem kurz­zeit­ge­däch­nis, dass ich die zet­tel wäh­rend der prü­fun­gen gar nicht brauch­te. es zeigt sich auch heu­te nütz­lich wis­sen oder lern­stoff zu struk­tu­rie­ren, zu kom­pri­mie­ren und ir­gend­wo auf­zu­schrei­ben, so dass man im not­fall drauf zu­grei­fen kann (aber nicht muss).

man­che nen­nen die­sen vor­gang auch blog­gen.

das an­de­re was mir in er­in­ne­rung blieb, war eine sta­tis­tik, die sie für ihre ab­schluss­ar­beit re­cher­chi­ert hat­te. näm­lich dass sich in deutsch­land si­gni­fi­kant mehr leu­te für tier­schutz ein­set­zen, als für kin­der­schutz. zu­min­dest ge­mes­sen an den mit­glie­der­zah­len der zwei wich­tigs­ten ver­ei­ne; dem deut­schen kin­der­schutz­bund und dem deut­schen tier­schutz­bund. laut ei­gen­an­ga­ben des kin­der­schutz­bun­des und des wi­ki­pe­dia­ein­trags des tier­schutz­bun­des, gibt es ca. 50.000 un­er­stüt­zer des kin­der­schutz­bun­des und ca. 800.000 un­ter­stüt­zer des deut­schen tier­schutz­bun­des.

ich habe da im­mer wie­der drü­ber nach­ge­dacht, was das für grün­de ha­ben kann, und ei­ner da­von ist si­cher­lich, dass der ein­satz für tie­re sich we­ni­ger po­li­tisch an­fühlt, zu­min­dest, wenn die po­li­ti­sche­ren ver­ei­ne wie peta aus­klam­mert. ein an­de­rer grund könn­te sein, dass „die po­li­tik“ zwar im­mer wie­der ger­ne vor­gibt, et­was für kin­der zu tun und da ak­ti­vis­tisch tä­tig ist, sich aber ge­fühlt eher sel­ten für das tier­wohl ein­setzt. mög­li­che­ri­wei­se lässt das ei­ni­ge men­schen glau­ben, dass man des­halb mehr für tie­re tun müss­te.

tat­sa­che ist je­den­falls, dass vie­le po­li­ti­ker sehr gut wis­sen, dass man po­li­ti­sche vor­ha­ben viel leich­ter durch­set­zen kann, wenn man sie mit (ver­meint­li­chen) kin­des­wohl ver­knüpft.

  • denkt doch mal an die kin­der! wir brau­chen zu­gangs­sper­ren im in­ter­net um kin­der zu schüt­zen! (zu­gangs­er­schwe­rungs­ge­setzt, „zen­sur­su­la“)
  • wir müs­sen kom­mu­ni­ka­ti­ons­da­ten al­ler men­schen um­fas­send spei­chern um kin­des­miss­brauch (und ter­ror) bes­ser auf­kä­ren zu kön­nen. (vor­rats­da­ten­spei­che­rung)
  • wir müs­sen zum schutz der kin­der ver­schlüs­sel­te kom­mu­ni­ka­ti­on ver­bie­ten (chat­kon­trol­le, CSAM dis­kus­si­on)
  • wir müs­sen „kil­ler­spie­le“ zum schutz der kin­der ver­bie­ten

Kla­re Mehr­heit für So­cial-Me­dia-Ver­bot für un­ter 16-Jäh­ri­ge

(„bild“)

und jetzt ganz neu, nicht nur in aus­tra­li­en, son­dern auch hier ger­ne dis­ku­tert, kin­der und ju­gend­li­che aus öf­fent­li­chen räu­men ver­ban­nen, zu ih­rem ei­ge­nen schutz. eine um­fra­ge der bild sug­ge­riert zu­min­dest, dass nicht we­ni­ge men­schen für solch eine idee zu be­geis­tern sind (tho­mas hat ein fak­si­mi­le der „bild“-um­fra­ge, die ich nicht nur mit ei­nem „grain of salt“ ge­nies­sen wür­de, son­dern eher mit ein zwei tee­löf­feln salz).

ganz sel­ten hört man aus re­gie­rungs­krei­sen auf­ru­fe wie:

  • wir müs­sen an un­se­re kin­der den­ken und mög­lichst schnell und kon­se­quent ver­bren­ner-mo­to­ren durch elek­tro­an­trie­be er­set­zen.
  • wir brau­chen stren­ge­re und nied­ri­ge­re tem­po­li­mits um kin­der- und men­schen­le­ben zu schüt­zen
  • wir sind es un­se­ren kin­dern und de­ren zu­kunft schul­dig al­les men­schen­mög­li­che für den kli­ma­schutz zu tun und auch vor mass­neh­men wie der re­duk­ti­on un­se­res land­ver­brauchs und der tier­hal­tung nicht zu­rück­schre­cken.

kin­des­wohl in po­li­ti­ker­re­den wird ger­ne als ar­gu­ment ge­nutzt, wenn es kei­nem er­wach­se­nen oder lob­by­is­ten weh­tut. das ist das prak­ti­sche an die­ser ar­gu­men­ta­ti­ons­wei­se. die kin­der muss man nicht fra­gen, kin­der ha­ben kei­ne oder nur schwa­che lob­bys und die wün­sche von kin­dern kann man ein­fach über­ge­hen, weil man ja ein­fach un­wi­der­spro­chen vor­ge­ben kann, es bes­ser zu wis­sen.

was ei­ni­gen er­wach­se­nen weh­tun wür­de und den ei­nen oder an­de­ren lob­by-ver­band zu hef­ti­gem wi­der­stand brin­gen wür­de, wä­ren mass­nah­men wie die, die tho­mas gi­gold in die­sem ar­ti­kel vor­schlug:

Wie wäre es, wenn wir statt Kin­der vor­zu­schie­ben uns mal als Ge­sell­schaft fra­gen: Wol­len wir all die Ge­walt, Ma­ni­pu­la­ti­on und Hass-Rede wirk­lich? Braucht es die wirk­lich im de­mo­kra­ti­schen Dis­kurs? Oder wäre es nicht viel­leicht bes­ser, an den gro­ßen Tech-Platt­for­men die glei­chen Maß­stä­be an­zu­le­gen, wie an TV, Ra­dio, DVD und Com­pu­ter-Spie­le – und die "harm­lo­se" Ver­si­on zum Stan­dard zu ma­chen?

oder an­ders ge­fragt, wie wäre es die vor­han­de­nen ge­setz­te ge­gen ge­walt­dar­stel­lung, miss­brauch und het­ze mal durch­zu­set­zen?

weil show- oder schau­fens­ter­po­li­tik so viel leich­ter ist, hat man of­fen­sicht­lich in aus­tra­li­en auf die re­gu­lie­rung von wer­bung für wet­ten ver­zich­tet und lie­ber kin­der und ju­gend­li­che aus öf­fent­li­chen räu­men („so­cial me­dia“) im in­ter­net ver­bannt:

Turns out the cam­paign pushing har­dest for the ban was run by an ad agen­cy that makes gambling ads. The same gambling ads that were fa­cing their own po­ten­ti­al ban—un­til the Aus­tra­li­an go­vern­ment de­ci­ded that, hey, with all the kids ki­cked off so­cial me­dia, gambling ads can stay.

po­li­ti­ker und po­li­ti­ke­rin­nen die ihre po­li­tik mit mass­nah­men zum kin­der­schutz be­grün­den soll­te man in den meis­ten fäl­len wie drü­cker­ko­lon­nen an haus­tü­ren und fuss­gän­ger­zo­nen be­han­deln. igno­rie­ren, nach hau­se ge­hen und sich ge­dan­ken über fleisch­lo­se­re er­näh­rung ma­chen und wie man sich po­li­tisch en­ga­gie­ren könn­te.

po­li­ti­ker die drü­cker­ko­lon­nen-tak­ti­ken nut­zen, sich erst beim wahl­volk ein­zu­schlei­men ver­su­chen, dann emo­tio­nen auf­rüh­ren und zum spen­den oder wäh­len brin­gen wol­len, soll­te man mit häme und bes­se­ren ar­gu­men­ten über­gies­sen.

bootleggers and baptists

po­li­ti­kern und lob­by­is­ten ist es ge­le­gent­lich egal wie sie un­ter­stüt­zung für ihre vor­ha­ben er­rei­chen. ein klas­si­ches kon­zept scheint ein bünd­nis aus mo­ra­lisch mo­ti­vier­ten ak­teu­ren und wirt­schaft­li­chen pro­fi­teu­ren zu sein, das mike mas­nick hier be­schreibt:

The­re’s a fa­mous con­cept around re­gu­la­ti­ons known as “boot­leg­gers and Bap­tists,” as a short­hand way of de­not­ing some of the more cy­ni­cal “stran­ge bed­fel­lows” that team up to get cer­tain re­gu­la­ti­ons in place. The ca­no­ni­cal ex­am­p­le, of cour­se, be­ing the tem­pe­rance mo­ve­ment that sought to ban al­co­hol. Boot­leg­gers (il­le­gal, un­der­ground al­co­hol pro­du­cers) loved the idea of pro­hi­bi­ti­on, be­cau­se it would great­ly in­crease de­mand for their pro­duct, for which they could cash in.

But, no one wants to pu­blicly ad­vo­ca­te for pro­hi­bi­ti­on on be­half of the boot­leg­gers. So, you find a group to be the pu­blic face to pre­sent the coo­ked up mo­ral pa­nic, mo­ra­li­zing ar­gu­ment for the ban: the Bap­tists. They run around and talk about how da­ma­ging al­co­hol is and how it must be ban­ned for the good of so­cie­ty. It’s just be­hind the sce­nes that the boot­leg­gers loo­king to pro­fit are hel­ping move along the le­gis­la­ti­on that will do exact­ly that.

gute po­li­tik ist müh­sam. nicht nur für po­li­ti­ker, auch für die wäh­len­den. die ei­nen soll­ten wege su­chen die welt, das in­ter­net für alle bes­ser zu ma­chen, die an­de­ren auch. der witz ist: wir kön­nen die po­li­tik nicht nur den po­li­ti­kern über­las­sen. wir müs­sen ih­nen auf die fin­ger schau­en und ihre ta­schen­spie­ler­tricks er­ken­nen und de­mas­kie­ren. wir soll­ten die ta­schen­spie­ler­tricks aber nicht nur de­mas­kie­ren, son­dern ih­nen bes­se­re al­ter­na­ti­ven ent­ge­gen­stel­len (das hat schon ein­mal funk­tio­niert, da­mals zu zen­sur­su­la-zei­ten: lö­schen statt sper­ren).

das pro­blem ist viel­leicht auch, dass wir alle ver­lernt ha­ben un­se­re ei­ge­nen pfusch­zet­tel zu er­stel­len (uns mit den pro­ble­men der welt aus­ein­an­der­set­zen) und statt­des­sen mehr und mehr vor­for­mu­lier­te, re­a­dy-made pfusch­zet­tel nut­zen und uns so durch feh­len­de, ech­te aus­ein­an­der­set­zung leicht in­stru­men­ta­li­sie­ren las­sen. und das scheint mir für alle zu gel­ten, nicht nur po­li­ti­ker und po­li­ti­ke­rin­nen.


nach­trag: die taz 2014 über „Denkt doch an die Kin­der!“:

[Die] Ber­li­ner Rechts­me­di­zi­ne­rin Saskia Et­zold, die tag­täg­lich miss­han­del­te Kin­der un­ter­sucht: „Ich habe das Ge­fühl, in ei­nem Land zu le­ben, in dem El­tern­rech­te wich­ti­ger sind als Kin­der­rech­te“, sagt Et­zold. Kin­des­miss­hand­lun­gen wür­den kol­lek­tiv ver­leug­net, der Staat ver­sa­ge als obers­ter Wäch­ter des Kin­des­wohls. 200.000 Kin­der wür­den nach kon­ser­va­ti­ven Schät­zun­gen jähr­lich in Deutsch­land miss­han­delt, mit gro­ßer Wahr­schein­lich­keit mehr.

nach­trag 18.12.2025:

da­nah boyd (2024) via mi­cha­el tsai:

Sin­ce the “so­cial me­dia is bad for teens” myth will not die, I keep ha­ving in­ten­se con­ver­sa­ti­ons with col­le­agues, jour­na­lists, and fri­ends over what the re­se­arch says and what it doesn’t. (Ali­ce Mar­wick et. al put tog­e­ther a gre­at litt­le pri­mer in light of the le­gis­la­ti­ve mo­ves.)

[…]

Can so­cial me­dia be ris­ky for youth? Of cour­se. So can school. So can fri­end­ship. So can the kit­chen. So can na­vi­ga­ting par­ents. Can so­cial me­dia be de­si­gned bet­ter? Ab­so­lut­e­ly. So can school. So can the kit­chen. (So can par­ents?) Do we al­ways know the best de­sign in­ter­ven­ti­ons? No. Might tho­se de­sign in­ter­ven­ti­ons back­fi­re? Yes.

Does that mean that we should give up try­ing to im­pro­ve so­cial me­dia or other di­gi­tal en­vi­ron­ments? Ab­so­lut­e­ly not. But we must also re­co­gni­ze that try­ing to ce­ment de­sign into law might back­fi­re. And that, more ge­ne­ral­ly, tech­no­lo­gies’ risks can­not be ma­na­ged by de­sign alo­ne.

[…]

Do some peo­p­le ex­pe­ri­ence harms th­rough so­cial me­dia? Ab­so­lut­e­ly. But it’s im­portant to ack­now­ledge that most of the­se harms in­vol­ve peo­p­le using so­cial me­dia to harm others. It’s re­asonable that they should be held ac­coun­ta­ble. It’s not re­asonable to pre­su­me that you can de­sign a sys­tem that al­lows peo­p­le to in­ter­act in a man­ner whe­re harms will never hap­pen. As every school prin­ci­pal knows, you can’t sol­ve bul­ly­ing th­rough the de­sign of the phy­si­cal buil­ding.

 


un­er­müd­lich

felix schwenzel in notiert

eben bin ich über die „an die­sem tag“ funk­ti­on in der bei­la­ge zu die­sem ar­ti­kel auf mein er­stau­nen von vor sie­ben jah­ren über pe­ter gross­mann ge­stos­sen. der mo­de­rier­te da­mals be­reits seit 22 jah­ren im ard-mor­gen­ma­ga­zin den sport.

ich mein, wo gibt’s so­was heut­zu­ta­ge noch, dass je­mand 22 jah­re lang gut­ge­launt ei­ner ex­trem lang­wei­li­gen tä­tig­keit nach­geht?

weil pe­ter gross­mann im­mer noch im ard-mor­gen­ma­ga­zin den sport mo­de­riert, sind das mitt­ler­wei­le 28 oder 29 jah­re. das ist schon eine be­ein­dru­cken­de be­stän­dig­keit.

um mich selbst ein biss­chen zu be­ein­dru­cken, hab ich ge­ra­de mal mei­nen hoch­zeits­ring ab­ge­staubt und mit dem te­le­fon fo­to­gra­fiert, da­mit ich mich er­in­ne­re, dass ich am hei­lig­abend 17 jah­re mit der bei­fah­re­rin ver­hei­ra­tet bin. 

makroaufnahme von der innenseits meines hochzeitsrings. dort steht 24.12.2008


mit ma­schi­nen über ma­schi­nen­les­bar­keit re­den

felix schwenzel in über wirres

in den letz­ten ta­gen habe ich oft mit ge­mi­ni über ma­schi­nen­les­ba­ren code und mei­ne im­ple­men­tie­rung da­von hier auf wir­res.net ge­re­det. die im­ple­men­tie­rung ma­che ich mir cur­sor, was wie­der­um im hin­ter­grund ver­schie­de­ne agen­ten für das co­ding selbst nutzt. von da­her ist es wahr­schein­lich nicht schlecht, die ar­beit von cur­sor nicht nur selbst zu re­view­en, son­dern auch noch wei­te­re mei­nun­gen, dia­gno­sen und ein­schät­zun­gen ein­zu­ho­len.

es zeigt sich, nicht al­les was va­li­diert ist auch un­be­dingt rich­tig. ein paar sa­chen funk­tio­nie­ren be­reits rich­tig gut und goog­le (der such­bot, der in­dex­er, wha­te­ver) ver­steht hier und da mei­ne in­hal­te, oder bes­ser, mei­ne in­ten­ti­on. an an­de­ren stel­len klemmt es noch. so er­kennt goog­le ein paar mei­ner bil­der als cc li­zen­si­ert, aber nicht alle.

ich fin­de das al­les irre span­nend, weil ich goog­le bei der ar­beit zu­gu­cken kann, er­ken­ne wo noch ver­ständ­nis­pro­ble­me ste­cken und was ge­ge­be­nen­falls op­ti­miert oder an­ge­passt wer­den muss.

eben habe ich ge­mi­ni ge­fragt, wie es die re­le­vanz von ma­schi­nen­les­ba­rer aus­zeich­nunng von web­in­hal­ten ins­ge­samt be­wer­tet. der gröss­te fak­tor dürf­te wei­ter­hin goog­le sein, das mit der rich-re­sult-an­zei­ge eine di­cke, fet­te ka­rot­te in der hand hält, die es vor die na­sen von web­site-be­trei­ben­den hal­ten kann.

aber die­ses ar­gu­ment, dass sich gem­ni­ni aus­ge­dacht hat fin­de ich fas­zi­nie­rend. näm­lich das ma­schi­nen­les­ba­rer code auch eine an­ti­dot ge­gen iro­nie sein kann, ein fak­ten­bett, mit dem iro­nie bes­ser kon­tex­tua­li­si­ert wer­den könn­te.

[Ma­schi­nen­les­ba­re Aus­zeich­nun­gen sor­gen da­für], dass auch die dümms­te KI ka­piert, dass dein Ver­riss ei­gent­lich eine 5-Ster­ne-Emp­feh­lung ist. JSON-LD ist der ein­zi­ge Ort im In­ter­net, wo Iro­nie ver­bo­ten ist – und ge­nau das brau­chen Ma­schi­nen.

das ist die de­tail­ier­te her­lei­tung:

Fak­ten vs. Nu­an­ce: Dein Blog ist iro­nisch ("fach­blog für ir­rele­vanz", "wer­bung ohne wer­bung"). Ein Mensch ver­steht die Iro­nie. Eine KI könn­te ver­wirrt sein.

  • Text: "Die Müh­le ist häss­lich, aber mahlt su­per."
  • JSON-LD: re­view­Ra­ting: 5.
  • Das JSON lie­fert der KI die "Ground Truth" (die fak­ti­sche Wahr­heit). Es re­du­ziert das Ri­si­ko, dass die KI dei­ne Iro­nie miss­ver­steht und sagt: "Der Au­tor hasst die Müh­le."

in­sta­gram nutzt wohl auch json-ld, wer hät­te das ge­dacht? ei­gent­lich ist in­sta­gram da­für be­kannt sehr ag­gres­siv ge­gen scra­ping vor­zu­ge­hen. von der in­sta­gram-web­sei­te kann man mit bord­mit­teln kei­ne bil­der si­chern oder ko­pie­ren und selbst um an die ei­ge­nen in­hal­te zu kom­men muss, man tech­nisch sehr tief ge­hen und be­kommt dann stän­dig auf die nase.

in­sta­gram nutzt json-ld, al­ler­dings sperrt es of­fen­bar alle user-agents aus­ser de­nen von goog­le aus.

  1. wenn ich die­sen in­sta­gram-bei­trag von mir im brow­ser auf­ru­fe ent­hält der quell­text kei­ne json-ld (kei­ne ma­schi­nen­les­ba­ren in­fos)
  2. wenn ich den glei­chen bei­trag in goo­gles rich-re­sults-test auf­ru­fe, spru­deln plötz­lich ma­schi­nen­les­ba­re in­fos aus in­sta­gram
  3. wenn ich den glei­chen bei­trag im sche­ma.org-va­li­da­tor auf­ru­fe, ver­wei­gert in­sta­gram den zu­griff

be­mer­kens­wert: die im json-ld aus­ge­ge­be­nen bild­urls schei­nen per­ma­nent zu funk­tio­nie­ren, ein pri­vi­leg, das in­sta­gram of­fen­bar le­dig­lich goog­le gönnt: test­link. bild­urls die man in­sta­gram aus der ent­wick­ler­kon­so­le ent­lockt, ver­lie­ren ihre gül­tig­keit nach ein paar stun­den (test­link) (noch hal­ten bei­de links).

das ist so ähn­lich wie das was der spie­gel mit sei­nen vi­de­os ver­an­stal­tet. otto-nor­mal-be­su­cher be­kommt die vi­de­os nur mit wer­bung ver­se­hen zu ge­sicht, goog­le darf die wer­be­freie quell­da­tei aus den ma­schi­nen­les­ba­ren me­ta­da­ten zie­hen. die ka­rot­ten die goog­le web­site­be­trei­ben­den oder hier in­sta­gram und dem spie­gel ver­spricht, ver­lei­te­ten bei­de zur dis­kri­mi­nie­rung von men­schen und ma­schi­nen, wo­bei in­sta­gram zu­sätz­lich auch noch nach her­kunft dis­kri­mi­niert (goog­le only).

was in­sta­gram goog­le zum frass vor­wirft habe ich mir we­gen die­sem ar­ti­kel auf cachys blog an­ge­se­hen:

Die Platt­form er­stellt(e) of­fen­sicht­lich au­to­ma­tisch Über­schrif­ten und Be­schrei­bun­gen für Nut­zer-Posts, da­mit die­se bes­ser bei Goog­le ran­ken.
[…]
Vie­le Nut­zer füh­len sich da­durch falsch dar­ge­stellt und ha­ben kei­ne Kon­trol­le dar­über, wie ihre In­hal­te im Netz prä­sen­tiert wer­den. Ge­ra­de bei sen­si­blen The­men oder krea­ti­ven In­hal­ten kann das schnell pro­ble­ma­tisch wer­den.

als ich das ge­le­sen habe, dach­te ich na­tür­lich wie schön es wäre, wen man bil­der und fil­me ein­fach bei sich auf ei­ner ei­ge­nen web­sei­te hos­ten könn­te, auf ei­ner web­sei­te die man un­ter kon­trol­le hat und selbst be­stim­men kann, was die ma­schi­nen zu se­hen be­kom­men und was nicht.


ich pos­te mitt­ler­wei­le nur noch spo­ra­disch auf in­sta­gram. die in­sights, die in­sta­gram mitt­ler­wei­le je­dem zu­gäng­lich macht, zei­gen auch, dass mei­ne bil­der dort oh­ne­hin nur an we­ni­ge mei­ner fol­lower aus­ge­spielt wer­den. möch­te ich dass mehr mei­ner fol­lower die bei­trä­ge se­hen, muss in­sta­gram schon sehr gut ge­launt sein oder will wer­be­geld von mir.

ich mag mei­nen work­flow hier im blog mitt­ler­wei­le lie­ber, als das mal-eben-schnell-pos­ten auf in­sta­gram:

  • ich kann li­zenz­in­fos an­hän­gen und die li­zenz und zu­gäng­lich­keit mei­ner bil­der selbst steu­ern
  • ich kann schlag­wor­te, links, text, vi­deo, geo­da­ten frei schnau­ze be­nut­zen
  • ich kann ein­mal für alle bil­der alt-tex­te set­zen und bei­trä­ge und bil­der dann in­klu­si­ve der alt-tex­te zu mast­o­don und blues­ky „syn­di­zie­ren“
  • ich kann meta-be­schrei­bun­gen, ti­tel nach­träg­lich än­dern und die prä­sen­ta­ti­on, an­ord­nung, grös­se der bil­der auch kom­plett selbst be­stim­men

der preis da­für (al­les selbst be­stim­men zu kön­nen) ist et­was we­ni­ger reich­wei­te und ge­fühlt eine et­was ge­rin­ge­re „in­ter­ak­ti­on“.

für mich das stärks­te ar­gu­ment bil­der und film­chen selbst zu hos­ten, un­ter ei­ge­ner kon­trol­le, ist die ge­stal­tungs­macht über al­les, zum bei­spiel mein ar­chiv zu ha­ben. die halb­werts­zeit ei­nes post hier im blog dürf­te sich nicht gross von der halb­werts­zeit ei­nes bei­trags auf in­sta­gram, mast­o­don oder blues­ky un­ter­sch­ei­den. mit an­de­ren wor­ten: kaum je­mand schaut sich bei­trä­ge an, die äl­ter als 24 stun­den oder eine wo­che sind. aber wenn ich will, kann ich (und je­der an­de­re) schau­en, was ich im de­zem­ber 2012 so ge­trie­ben habe. ich kann alte bei­trä­ge von mir ein­fach ein­bet­ten, ohne mir ei­nen hau­fen tra­cker von ei­nem drit­ten ins haus zu ho­len.

wo war ich? ach ja. mir fiel heu­te auf, des­halb die über­schrift „mit ei­ner ma­schi­ne über ma­schi­nen­les­bar­keit re­den“, wie viel ver­gnü­gen es mir be­rei­tet mit ge­mi­ni oder cur­sor über sol­che tech­ni­schen de­tails zu plau­dern. ich bil­de mir ein, die ma­schi­nen ha­ben in­ter­es­se an sol­chen de­tail-dis­kus­sio­nen und ich muss kei­nen men­schen mit sol­chen ge­sprä­chen lang­wei­len. wo­bei ich mich na­tür­lich schon fra­ge, wer die­sen text, aus­ser ein paar ma­schi­nen, bis hier über­haupt ge­le­sen hat? 




18 ki­lo

felix schwenzel in semaglutid

transpatrentes diagrams meines monatlichen durchschnitts gewichts in 2025.man erkennt, es fällt auch ohne ozempic, allerdinsg etwas weniger steil
ø-ge­wicht/mo­nat 2025

ich hab laut mei­nen mes­sun­gen in den ver­gan­ge­nen 7 mo­na­ten 18 kilo ab­ge­nom­men. vom 29.07 bis zum 03.10.2025 habe ich se­maglut­id (oz­em­pic) ge­spritzt. im schnitt hab ich 2 ½ kilo pro mo­nat ab­ge­nom­men. heu­te hab ich zum ers­ten mal un­ter 94 kilo ge­wo­gen. aus mei­nem kör­per ra­gen kno­chen, an die ich mich gar nicht mehr er­in­ne­re.

ich neh­me kaum noch zu­cker oder süs­ses zu mir, ob­wohl ich das nou­gat aus dem ad­vents­ka­len­der, das die bei­fah­re­rin nicht moch­te, ge­ges­sen habe, was mir aber nur halb so gut ge­schmeckt hat wie die 250 gramm quark, die ich je­den mit­tag mit ei­nem hau­fen TK-obst (kalt pas­sier­te man­go, him- oder blau­bee­re) mit süss­stoff und et­was sah­ne, milch oder ko­kos­milch zu mir neh­me. ich esse ca. 500 gramm sam­bal olek pro mo­nat und ver­zich­te ei­gent­lich auf nichts. mor­gens esse ich nach ei­ner stun­de spa­zier­gang nach wie vor def­tig, ent­we­der res­te vom vor­abend, kä­se­brot, rühr­ei oder sal­zi­ges müs­li (ge­mü­se­sa­lat). abends viel (sai­so­na­les) ge­mü­se, aber ger­ne auch über­ba­cken mit käse, nu­deln, pom­mes oder ge­rös­te­ter spitz­kohl mit hu­mus.

ich esse al­ler­dings mehr oder we­ni­ger nur halb so gros­se por­tio­nen, bzw. eine por­ti­on statt zwei, ein kä­se­brot statt zwei. bier habe ich gröss­ten­teils auf al­ko­hol­frei um­ge­stellt, sonst, wie mein le­ben lang, was­ser aus der lei­tung und es­pres­so mit kuh­milch, jetzt al­ler­dings ohne zu­sätz­li­chen zu­cker ne­ben dem milch­zu­cker.

die 300,00 € die ich für eine pa­kung oz­em­pic aus­ge­ge­ben habe, wa­ren eine gute in­ves­ti­ti­on und hät­ten sich al­lein durch den we­ni­ger ge­kauf­ten käse be­zahlt ge­macht, wenn ich nicht so viel mehr TK-obst es­sen wür­de, was auch nicht ge­ra­de bil­lig ist.

bei­de sät­ze sind wahr: ich ver­zich­te auf nichts. we­ni­ger es­sen und den zu­cker weg­las­sen fühlt sich nicht wie ver­zicht an.

ich sehe kei­nen grund war­um ich das nicht die nächs­ten 20 oder 30 jah­re so wei­ter ma­chen soll­te.


aus dem ma­schi­nen­raum

ich habe vor sechs jah­ren eine un­se­rer waa­gen um­ge­baut, da­mit sie wifi spricht und die wää­gun­gen an home as­sistant wei­ter­gibt. um die da­ten an die ap­ple he­alth app wei­ter zu ge­ben, nut­ze ich ifttt (home as­sistant trig­gert ei­nen ifttt web-hook). das ist ziem­lich prak­tisch. ich wie­ge mich mor­gens nach dem auf­ste­hen, nach dem spa­zier­gang und ge­le­gent­lich auch tags­über. ap­ple he­alth macht ei­nen gu­ten job aus den wer­ten glat­te kur­ven zu ma­chen und al­les in durch­schnitts­wer­te zu ver­rech­nen. aber ho­me­as­sistant spei­chert lang­fris­te sta­tis­ti­ken auch be­reits nor­ma­li­si­ert und um an die mo­nats­wer­te zu kom­men, habe ich die­se SQL-ab­fra­ge ge­macht (2008 ist die me­ta­da­ta_id des ge­wichts­sen­sors).

SELECT
  DATE_FORMAT(FROM_UNIXTIME(s.start_ts), '%Y-%m') AS monat,
  AVG(COALESCE(s.mean, s.state)) AS durch­schnitt
FROM sta­tis­tics s
WHERE s.metadata_id = 2008
  AND COALESCE(s.mean, s.state) IS NOT NULL
  AND s.start_ts >= UNIX_TIMESTAMP('2025-01-01 00:00:00')
  AND s.start_ts <  UNIX_TIMESTAMP('2026-01-01 00:00:00')
GROUP BY monat
ORDER BY monat;

das dia­gram hab ich dann aus den 12 wer­ten in ap­ple num­bers ge­baut. um die gra­fik aus num­bers mit trans­pa­ren­tem hin­ter­grund raus­zu­be­kom­men, hab ich die gra­fik ein­fach per copy 6 pas­te in pi­xel­ma­tor ko­piert. man kann die num­bers da­tei auch als pdf ex­por­tie­ren und mit pdf2svg (brew install pdf2svg) in ein SVG um­wan­deln.

svg variante des diagrams
svg ver­si­on des ge­wichts­dia­grams

wich­tig war mir nur, dass das dia­gram so­wohl im dark, als auch im light mode gut aus­sieht. das klappt so­wohl beim svg, als auch dem png. auch wenn die SVG-da­tei 70 kb klei­ner ist, hab ich kei­ne ah­nung wie das mit der pho­tos­wi­pe-ver­grös­se­rung und im RSS funk­tio­niert, wes­halb ich oben das png ver­wen­de. (nach­trag: rss-rea­der schei­nen kein pro­blem mit der SVG-dar­stel­lung zu ha­ben.)

wenn ich nicht so be­quem wäre, hät­te ich schon lan­ge eine funk­ti­on in kir­by im­ple­men­tiert, mit der man bil­der „art­di­rec­ted“ aus­ge­ben kann, je nach dark oder light mode. im prin­zip geht das so:

<picture>
  <source srcset="western.webp" media="(prefers-color-scheme: dark)" />
  <source srcset="eastern.webp" media="(prefers-color-scheme: light)" />
  <img src="eastern.webp" />
</picture>

die­ser ar­ti­kel ist ein pro­to­ty­pi­sches bei­spiel für mei­ne mo­ti­via­ti­on ins in­ter­net zu schrei­ben. ges­tern in der du­sche habe ich dar­über nach­ge­dacht, wie man wohl trans­pa­ren­te dia­gram­me er­stel­len könn­te. ge­schrie­ben hab ich den ar­ti­kel also gar nicht in ers­ter li­nie um mei­nen ge­wichts­ver­lauf in 2025 dar­zu­stel­len, son­dern um zu tes­ten wie man dia­gram­me am bes­ten im web dar­stellt, bzw. wel­che op­tio­nen am bes­ten funk­tio­nie­ren. na­tür­lich vi­sua­li­sie­re ich auch ger­ne mei­ne da­ten, aber im fall mei­nes ge­wichts vi­sua­li­si­ert ap­ple he­alth ja be­reits per­fekt.

screenshot aus apple health meines gewichtsverlaufs in 2025. die grafik ist einfach undübersichtlich.
jah­res­ver­lauf mei­nes ge­wichts in ap­ple he­alth

al­ler­dings sieht der screen­shot aus ap­ple he­alth eben nur im dark mode gut aus. und es fehlt der se­maglut­id-bal­ken, den ich mir ges­tern un­ter der du­sche als in­ter­es­san­te vi­sua­lie­rung vor­stell­te.

am ende sieht die ap­ple gra­fik dann aber doch bes­ser aus, als mein selbst­ge­bas­tel­tes dia­gram. aber im­mer­hin hab ich un­ter­wegs et­was ge­lernt und was zum blog­gen. 


aus dem ma­schi­nen­raum des spie­gel

felix schwenzel in artikel

ge­le­gent­lich kli­cke ich auf spie­gel-on­line auf ei­nen vi­deo-bei­trag (heu­te auf die­sen). in der re­gel spielt das vi­deo 3 se­kun­den, dann wird eine wer­bung ein­ge­blen­det. das funk­tio­niert manch­mal, manch­mal nicht, was ge­ge­be­nen­falls an mei­nen ad-blo­cker (pi­ho­le) lie­gen könn­te. (ich habe spie­gel-on­line seit > 3 jah­ren als abo.)

heu­te for­der­te der spie­gel mich auf: „wäh­le dei­ne wer­bung“

screenshot einer video-seite von spiegel.de, auf der im video-player dazu aufgefordert wird eine werbung von dreien zu „wählen“

ich wür­de na­tür­lich vor­zie­hen kei­ne wer­bung zu se­hen und wäh­rend ich vor dem vi­deo-play­er sit­ze und über­le­ge was ich wäh­len soll und was ich von wer­bung auf web­sei­ten hal­te, für die ich mo­nat­lich eine abo­ge­bühr zah­le, ent­sch­ei­det der spie­gel, bzw. sein vi­deo­dienst­leis­ter jwp­con­na­tix.com, selbst wel­che wer­bung ich se­hen möch­te, über­springt die wer­bung dann aber und zeigt mir den ei­gent­li­chen clip.

weil ich auch ge­ra­de mit such­ma­schi­nen ex­pe­ri­men­tie­re, schau ich mir an, was der spie­gel such­ma­schi­nen zu sei­nem vi­deo er­zählt. das sieht man zum bei­spiel hier, im sche­ma.org va­li­da­tor. als me­di­en­ob­jekt gibt der spie­gel in sei­nem ma­schi­nen­les­ba­ren json-ld-schnip­sel an:

https://cdn.jw­play­er.com/ma­ni­fests/jyV­cLnFm.m3u8

zu­fäl­li­ger­wei­se lässt sich mit die­ser play­list das vi­deo dann wer­be­frei an­se­hen. das ist schon ein biss­chen ge­mein, dass der spie­gel vor­bei­kom­men­den ma­schi­nen und bots sagt: hier schau mal die­se vi­deo ohne wer­bung an und abo­nenn­ten und nicht­zah­lern sagt: war­te mal kurz ein paar mi­nu­ten mit die­ser wer­bung, be­vor du dir un­ser 2 mi­nu­ten vi­deo an­guckst.

spie­gel le­ser wis­sen mehr, bots die spie­gel on­line be­su­chen wis­sen noch mehr.


der spie­gel bie­tet für 2,00 €/mo­nat auch eine „Wer­be­frei-le­sen-Op­ti­on“ an. aus neu­gier hab ich die mal da­zu­ge­bucht. da­mit ver­schwin­det tat­säch­lich die wer­be­ver­un­rei­ni­gung auch aus den vi­de­os. 

screenshot meiner spiegel abos (spiegel+ seit 30.07.2022 iund werbefrei-lesen-option seit 30.11.2025)

mor­gen­spa­zier­gang 30.11.2025

felix schwenzel in bilder

heu­te kam die son­ne beim mor­gen­spa­zier­gang ge­le­gent­lich raus, es war mild und et­was spä­ter als sonst. ob­wohl ich früh im bett war, bin ich erst um halb acht auf­ge­wacht. aus­ge­schla­fen seh ich trotz­dem nicht aus, aber ich war bei der bild­haue­rin. acht ki­lo­me­ter ge­lau­fen.

selfie vom 30.11.2025 mit weniger gewuschel auf meinem kopf.
sel­fie mit we­ni­ger ge­wu­schel auf dem kopf.
screenshot des „trinings“ heute früh (8 kilometer)
ap­ple watch auf­zeich­nung un­se­res spa­zier­gangs heu­te

die bld­haue­rin wies mich dar­auf hin, dass ich ei­gent­lich ein rich­ti­ges vor­her nach­her pos­ten müss­te. sie hat, wie im­mer, recht. 

selfie 30.11.2025
selfie 29.11.2025



ge­rös­te­ter spitz­kohl aus der heiss­luft­frit­teu­se

felix schwenzel in rezepte, teil der sammlung: meine besten rezepte

das ha­ben wir jetzt in den letz­ten zwei wo­chen be­stimmt drei oder vier­mal ge­ges­sen und es war je­des mal sehr, sehr le­cker und be­frie­di­gend. wir freu­en uns je­des mal beim es­sen dar­über, dass es kohl gibt. wo­bei wir schon lan­ge vom nor­ma­len weiss­kohl weg sind und im­mer spitz­kohl kau­fen, auch für kraut­sa­lat, geht ein­fach schnel­ler und ist zar­ter.

im nor­ma­len ofen soll­te die zu­be­rei­tung auch ge­hen, in der heiss­luft­frit­teu­se geht’s aber wahr­schein­lich et­was schnel­ler.

für den humus kann man die ki­cher­erb­sen auch mit linsen ersetzen, wenn man, wie wir heute, alle ki­cher­erb­sen auf­ge­ges­sen hat. ori­gi­nal­re­zept von hier.

mit einem kleinen spitzkohl reicht das rezept für 2 personen und man kann ihn einfach halbieren, grössere köhle dann am besten vierteln, wobei bei uns nicht mehr als drei viertel in den airfryer passen.

foto vom frisch im airfryer gerösteten spitzkohl

zutaten

    kohl

    • 1 kleiner spitzkohl
    • 0,5 liter wasser
    • 1 el tomatenmark
    • 2 tl paprikapulver (geröstet)
    • 5 el sojasauce
    • 1 el ahorn- oder zuckerrübensirup
    • 10 el olivenöl
    • 2 knoblauchzehen
    • 0,5 biozitronen
    • pfeffer und salz

    humus

    • 1 doese kichererbsen (oder linsen oder weisse bohnen)
    • 1 knoblauchzehe
    • 0,5 biozitrone
    • 2 el sesammus
    • salz und pfeffer

    ergibt: 2 portionen

    zubereitung

      kohl

      1. den spitzkohl halbieren (wenn er klein ist) oder vierteln, den strunk entfernen. die kohl­vier­tel oder -hälften im kochenden wasser, bei ge­schlos­se­nem deckel 4 minuten dünsten (ich nehm meistens wasser statt „ge­mü­se­brü­he“).

        theo­re­tisch einmal nach 2 minuten die kohl­stü­cke drehen, mach ich praktisch aber nie. nach dem andünsten auf einer platte leicht auskühlen lassen.

      2. aus olivenöl, to­ma­ten­mark, sojasauce, zi­tro­nen­sa­fr, zi­tro­nen­scha­le, sirup und den gewürzen eine marinade mixen. den knoblauch rein­pres­sen oder fein gewürfelt zugeben. mit der marinade die schnitt­flä­chen des kohls gross­zü­gig ein­strei­chen.

        die kohl­stü­cke in den korb der heiss­luft­fri­teu­se geben und für ca. 12 minuten bei 190° C gra­ti­nie­ren.

      humus

      1. wäh­rend­des­sen das (den?) humus vor­be­rei­ten. die ki­cher­erb­sen-flüs­sig­keit kann man auffangen um später das humus etwas dünn­flüs­si­ger zu bekommen, ich nehm kaltes wasser.
        ki­cher­erb­sen, ge­press­ten knoblauch, zi­tro­nen­saft und -schale, sesammus und gewürze in einen hohen becher füllen und mit einem stabmixer fein pürieren.

      anrichten

      1. zum anrichten den humus auf den tellern ver­strei­chen und die kohl­vier­tel oder -hälften drauf­le­gen. wer mag isst fla­den­brot dazu, das ganze sättigt aber auch ohne brot.

      nährwerte

      • portionsgröße: 1 portion
      • kalorien: 1033 kcal

       






      200 ta­ge blog­gen

      felix schwenzel in über wirres

      ich habs vor 50 ta­gen schon ge­schrie­ben, die über­schrift ist quatsch und es ist auch das letz­te mal, dass ich drauf hin­wei­se. je­den tag was ins in­ter­net zu schrei­ben oder zu ver­öf­fent­li­chen ist ja ganz of­fen­bar nicht schwer, sonst hät­te ich es nicht ge­schafft. ich mach das jetzt (wei­ter) je­den tag, ohne drauf hin­zu­wei­sen. so macht freerk das schliess­lich auch auf sei­nem elch­ge­weih.de:

      je­den Tag et­was auf­schrei­ben

      ich lese im elch­ge­weih ger­ne und ich fin­de es wit­zig wie das mit der dis­co­vera­bi­li­ty heut­zu­ta­ge (im­mer noch) funk­tio­niert. je­mand er­wähnt ei­nen, man sieht sich oder sieht sich nicht, guckt kurz, freut sich, mag was der oder die an­de­re schreibt und rein in den feed-rea­der oder an­ders­wo ge­folgt.

      aber viel­leicht mach ich es doch, dass ich alle 100 tage oder so ei­nen sta­tus­be­richt in ei­ge­ner sa­che ab­ge­be. ob­wohl ins in­ter­net schrei­ben ja ei­gent­lich eh nichts an­de­res ist als ei­nen sta­tus-be­richt in ei­ge­ner sa­che ab­zu­ge­ben.

      aber ich könn­te die be­su­cher­zah­len nen­nen. die sind eher auf dem ab­stei­gen­den ast.

      matomo (besucherstatistik) screenshot mit monatlichen besucherzahlen. von märz bis august steigend (august 6500 besucher), seitdem eher sinkend: im oktober ca. 5700

      oder aus dem ma­schi­nen­raum schrei­ben was ich in den letz­ten ta­gen und wo­chen an­ge­passt oder ver­bes­sert oder um­ge­setzt habe. da­von ist mein lieb­lings­fea­ture, dass ich für ein­zel­ne ele­men­te in ar­ti­keln aus­wäh­len kann ob sie im RSS feed ge­zeigt wer­den — oder um­ge­kehrt, im web auf­tau­chen oder nicht. so kann ich qua­si ge­hei­me bot­schaf­ten, oder fra­gen an mei­ne rss-le­ser im ar­ti­kel-RSS ver­öf­fent­li­chen. zu­letzt hat­te ich mich ge­fragt, ob html-ta­bel­len über­all so scheis­se aus­se­hen wie bei mir im in der ree­der clas­sic app. es sieht so aus, als hät­ten die meis­ten RSS rea­der et­was css an bord, um ta­bel­len ein biss­chen zu sty­len. gut.

      auf das „sty­ling“ oder bes­ser die funk­ti­ons­fä­hig­keit des RSS-feeds ver­su­chen ich sehr zu ach­ten. ich has­se es wenn mir word­press-blogs statt em­beds oder film­chen im feed sa­gen, ich sol­le ja­va­script ak­ti­vie­ren oder mei­nen „con­sent“ ab­ge­ben, um be­stimm­te in­hal­te zu se­hen. des­halb bet­te ich you­tube fil­me im RSS mit dem da­ten­schutz­frei­en you­tube em­bed-code ein, was mei­ner er­fah­rung nach meis­tens funk­tio­niert, bet­te lo­ka­le vi­de­os auch so ein, dass sie funk­tio­nie­ren müss­ten und gebe mir mühe bei spie­le­rei­en wie dem jux­ta­po­se play­er im RSS pas­sen­den er­satz be­reit­zu­stel­len (de­gra­de graceful­ly).

      wenn mir das mal nicht ge­lingt, freu ich mich über freund­li­che hin­wei­se, aber auch über wüs­te be­schimp­fun­gen.

      an­sons­ten habe ich in den letz­ten ta­gen an mei­ner such­ma­schi­nen-de­op­ti­mie­rung ge­ar­bei­tet. schon seit ge­rau­mer zeit schlies­se ich such­ma­schi­nen­in­de­xie­rung bei ar­ti­keln die äl­ter als 5 jah­re sind aus. das ist gar nicht mal so ein­fach. wenn man über­sichts­sei­ten kom­plett aus­schliesst wird goog­le sehr kie­big, des­halb las­se ich die ers­ten 5 über­sichts­sei­ten in­de­xie­ren, den rest ver­bie­te ich. re­zep­te und be­stimm­te ar­ti­kel las­se ich nach 5 jah­ren in­de­xier­bar, aber die mar­kie­re ich ma­nu­ell. das habe ich frü­her mit ei­ge­nem code ge­macht, jetzt hilft mir der kir­by seo plug­in da­bei. der hilft auch bei der er­stel­lung ei­ner site­map.xml da­tei, die den glei­chen re­geln folgt. mit dem plug­in habe ich auch ein biss­chen dar­an ge­ar­bei­tet die sei­ten­ti­tel, sei­ten­be­schrei­bun­gen und open graph vor­la­gen aus­sa­ge­kräf­ti­ger zu ma­chen und das al­les vor al­lem et­was zen­tra­ler, fein­gra­nu­la­rer und über­sicht­li­cher zu steu­ern.

      der (das?) plug­in ge­fällt mir so gut, dass ich schon jetzt eine li­zenz für die 2.0er ver­si­on ge­kauft habe, ob­wohl die noch gar nicht re­leased ist.

      aus­ser­dem schreib ich jetzt ver­mehrt in mark­down. dan­ke an fa­bi­an mi­cha­els kir­by-mark­down-field-plug­in. das er­mög­licht mir sehr ef­fi­zi­en­tes schrei­ben, al­ler­dings muss­te ich ein biss­chen im plug­in quell­code rum­patchen, be­vor das ales so funk­tio­nier­te, wie ich mir das vor­stel­le.

      zu den view tran­si­ti­ons habe ich ja schon ge­schrie­ben, zu mei­nem er­stau­nen hat sich noch nie­mad dar­über be­klagt. ich fin­de es (noch) ganz toll, mal schau­en wie lan­ge mei­ne be­geis­te­rung hält.

      und sonst so? ich habe mich über die all­ge­mei­ne er­mun­te­rung von tho­mas gi­gold recht­schrieb­feh­ler zu ma­chen sehr ge­freut. ei­gent­lich soll­te das ein rant ge­gen KI nut­zung in blogs sein, aber ich lese auch aus rants lie­ber das po­si­ti­ve raus und ver­gess den wü­ten­den rest.

      Ich sag nicht, dass du "ver­zich­ten" sollst. Lass die KI dein Lek­tor sein. Aber ein Lek­tor ist ein Rat­ge­ber. Dazu ge­hört, dass du den auch igno­rie­ren kannst. Sind Recht­schreib- und Gram­ma­tik­feh­ler wirk­lich der­ma­ßen schlimm? Für mich be­ginnt der Ein­griff tat­säch­lich schon beim Satz­bau, denn schon der zeigt Per­sön­lich­keit. Lasst uns die Un­per­fek­ti­on viel mehr wie­der raus­keh­ren und ge­nie­ßen.

      der (face­book) like but­ton wird zum zom­bie, auch gut: pi­xel envy:

      As far as I can tell, the Face­book SDK will con­ti­nue to run in the back­ground do­ing all sorts pri­va­cy-ho­sti­le things. The best time to re­mo­ve that Ja­va­Script packa­ge from your web­site or app was, like, at least ten ye­ars ago; the next best time is right now.

      und sonst? no­tiz an mich selbst: wei­ter­ma­chen — aber vor­her noch ein laub­tep­pich-foto vom #mor­gen­spa­zier­gang. 

      foto vom morgenspauiergang: es sieht sehr herbstlich aus und das laub bildet orangene laubteppiche unter den bäumen.

      mor­gen­spa­zier­gang 08.11.2025

      felix schwenzel in bilder

      klei­ne run­de (4 km) um den summ­ter see. fri­da hat sich über die ab­wechs­lung ge­freut. 

      bild vom sonnenaufgang durch ein paar bäume und baumstümpfe am summter see
      so­nen­auf­gang und ne­bel am summ­ter see.
      bild vom sonnenaufgang am summter see. in der bildmitte steht ein dünner baum und eine krumme bank.
      dop­pel­son­ne im see
      screenshot der appel watch „training“ aufzeichnung, der unseren weg um den summter see zeigt.
      un­ser weg um den see heu­te früh, mit ei­nem klei­nen um­weg. trotz­dem ha­ben wir die stun­de nicht voll­be­kom­men.

      plur1bus s01e01 und e02

      felix schwenzel in gesehen

      bild in großansicht öffnen

      welt­frie­den, gleich­heit für alle, glo­ba­le ko­ope­ra­ti­on, alle ar­bei­ten hand in hand, kein pu­su­it of hap­pi­ness mehr, son­dern ein dau­er­haf­ter zu­stand von glück für alle. per­fek­te li­ber­té, éga­li­té, fra­ter­ni­té.

      was kann da schon schief­ge­hen?

      mit die­ser fra­ge be­schäf­tigt sich Plur1bus auf ap­ple tv ge­ra­de. ap­ple hat ges­tern zwei fol­gen von vin­ce gil­ligans neu­er se­rie ver­öf­fent­licht und ich hab mir die ohne ei­nen fun­ken lan­ge­wei­le am stück rein­ge­zo­gen — und kann nicht kla­gen. im ge­gen­teil, das war wit­zig, ab­surd und wun­der­schön ge­filmt. für die in­sze­nie­rung, auch der kleins­ten gags, wur­de kein auf­wand ge­scheut und die wit­ze wa­ren wohl­plat­ziert und zahl­reich - ohne dass die dra­ma­tik litt.

      nach die­sen zwei fol­gen kann man Plur1bus wohl am bes­ten als ge­sell­schafts­dra­ma mit wei­chen sci­ence-fic­tion und har­ten phi­lo­so­phi­schen ele­men­ten be­zeich­nen. beim zu­schau­en wer­den as­so­zia­tio­nen an so ziem­lich je­des film- und se­ri­en­gen­re ge­weckt, aber im­mer auf den kopf ge­stellt oder nach links oder rechts ge­dreht. zom­bies die klug und freund­lich sind und kei­ner flie­ge et­was zu­lei­de tun, or­dent­lich-sau­be­re, wohn­lich-at­trak­ti­ve post-apo­ka­lyp­se, Body Snat­cher die den kol­la­te­ral­scha­den auf­rich­tig be­dau­ern. ein wil­der ritt, der aber im­mer nach­voll­zieh­bar und ge­er­det bleibt. und zi­ta­te die qua­si über nacht zu klas­si­kern wer­den könn­ten:

      Pou­let Yas­sa!
      Ho­we­ver, and I’m not com­plai­ning mind you …
      I did or­der lobs­ter.

      We sear­ched a wide ra­di­us, but the only lobs­ter curr­ent­ly available is live.

      Davis Taffler

      This par­ti­cu­lar in­di­vi­du­al, this is Da­vis Taff­ler, Un­der Se­cre­ta­ry of Agri­cul­tu­re for Farm Pro­duc­tion and Con­ser­va­ti­on. But you are curr­ent­ly tal­king to every per­son on earth, in­clu­ding Da­vis Taff­ler. […] Da­vis Taff­ler hap­pend to be ne­ar­by and int­act. And he was wea­ring a suit.

      die se­rie kam so­fort zur sa­che. bei Bet­ter Call Saul hat die ex­po­si­ti­on und der auf­bau der ge­schich­te noch ewig, min­des­tens drei, vier oder fünf fol­gen ge­dau­ert. um so ge­spann­ter bin ich, was Plur1bus jetzt aus der lie­be­voll de- und re­kon­stru­ier­ten welt macht, ob die se­rie auf meh­re­re staf­feln an­ge­legt ist, sich schon nach der ers­ten staf­fel zur ruhe legt, das ende ab­schliesst oder of­fen lässt. an­de­rer­seits möch­te ich gar nicht wis­sen, ob es noch wei­te­re staf­feln gibt. als ich mir vor 16 jah­ren die ers­te staf­fel Brea­king Bad in der DVD­thek lieh, hat­te mei­ne ah­nungs­lo­sig­keit zur lauf­zeit der se­rie ei­nen gros­sen ein­fluss dar­auf, dass ich die se­rie vor span­nung kaum aus­hielt und im­mer wie­der pau­sie­ren muss­te. in Brea­king Bad, er­kann­te ich schnell, konn­te al­les pas­sie­ren.

      dass in Plur1bus al­les pas­sie­ren kann, ist jetzt auch mei­ne er­war­tungs­hal­tung für den rest der se­rie. und des­halb bin ich ge­spannt wie ein flit­ze­bo­gen. 


      (gif via de­ci­der.com, Plur1bus läuft auf ap­ple tv, je­den frei­tag eine neue fol­ge.)

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      bild in großansicht öffnen

      nach­dem es jetzt durch und durch herbst­lich ge­wor­den ist, wird es auch lang­sam weih­nacht­lich. der na­del­baum­händ­ler hat schon sein ver­spre­chen ver­kün­det, dass man dem­nächst weih­nachts­nä­u­me selbst ver­prü­geln kann. 



      view tran­si­ti­ons

      felix schwenzel in über wirres

      beim me­di­en­bä­cker kürz­lich ge­se­hen, dass sei­ne über­schrif­ten an­ge­nehm ani­miert sind.

      das woll­te ich auch ha­ben, also an­ge­fan­gen im quell­text zu gra­ben. es zeigt sich, das sind nur ein paar zei­len code, um die­sen ef­fekt zu er­zie­len. im css:

      @media (prefers-reduced-motion: no-pre­fe­rence){
        @view-tran­si­ti­on { na­vi­ga­ti­on: auto; }
      }
      

      da­mit wer­den die view tran­si­ti­ons ak­ti­viert, al­ler­dings nur, wenn der be­nut­zer in sei­nen sys­tem­ein­stel­lun­gen nicht „re­du­zier­te be­we­gung“ ein­ge­stellt hat.

      ele­men­te die man ani­mie­ren möch­te müs­sen über die sei­ten hin­weg ein­fach den glei­chen view-tran­si­ti­on-name be­kom­men. in mei­nen kir­by tem­pla­tes und snip­pets habe ich da­für ge­sorgt, dass alle <article> und <img> ele­men­te den glei­chen view-tran­si­ti­on-name be­kom­men.

      <article data-template="templates/note.php" class="note id-<?= $page->uuid()->id() 
          ?> category-<?= $page->category() 
          ?> category-x<?= $category 
          ?> h-entry" id="<?= $page->uuid()->id() 
          ?>" style="view-tran­si­ti­on-name: vt-<?= $page->slug() ?>-article">
      

      und das is­ses schon. funk­tio­niert fas­zi­nie­ren­der­wei­se über sei­ten hin­weg, chro­me(ium) und sa­fa­ri kön­nen es, fire­fox noch nicht (über sei­ten hin­weg) .

      ins­ge­samt la­den alle sei­ten et­was wei­cher, weil ich meis­tens kei­ne ge­kürz­ten ar­ti­kel an­zei­ge, ist die ani­ma­ti­on, fin­de ich, ziem­lich sub­til. le­dig­lich im ar­chiv, in such­er­geb­nis­sen oder im bil­der-grid auf der rück­sei­te ist es et­was auf­fäl­li­ger.