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500 ta­ge täg­li­ches log­gen, 531 ta­ge kir­by

felix schwenzel in über wirres

vor 531 ta­gen schrieb ich „hal­lo kir­by“, nach­dem ich wir­res.net mit kir­by wie­der be­lebt hat­te. und seit 500 ta­gen habe ich je­den tag et­was ver­öf­fent­licht. nicht un­be­dingt je­den tag ei­nen text, aber min­des­tens ein bild oder ei­nen che­ckin.

wirres.net statistiken wie „anzahl beiträge im letzten jahr: 911“ als screenshot von der rückseite von wirres.net

ich bin ganz zu­frie­den mit dem, was ich mir hier in den letz­ten letz­ten an­dert­halb jah­ren zu­sam­men­ge­den­gelt habe. auf der vor­der­sei­te sieht’s aus wie das was ich mir als blog vor­stel­le, 1-2 täg­li­che bei­trä­ge in de­nen ich das ab­bil­de was ich ge­se­hen habe, was mich be­schäf­tigt, was ich emp­feh­le, was ich ge­ges­sen habe. da­hin­ter ein wei­te­rer fluss mit book­marks, li­kes oder re­posts von sa­chen die mir be­geg­net sind, aber oft noch un­sor­tiert, un­kom­men­tiert oder zu lieb­los für die vo­der­sei­te sind. die 84 bil­der vom baum den ich mir im letz­ten win­ter vor­ge­nom­men habe je­den tag wenn ich dran vor­bei­kom­me zu fo­to­gra­fie­ren muss nicht je­der se­hen. aber für mich ist es die wie­der­ent­de­ckung des logs in web­log. in die glei­che ker­be (log­gen) fällt mein me­di­en­me­nü oder me­di­en­log, in dem ich fil­me, se­ri­en und bü­cher log­ge, die ich ge­se­hen oder ge­le­sen habe. tat­säch­lich tau­chen dort seit ja­nu­ar nur fil­me und se­ri­en und you­tube-stun­den auf, die ich mit dem lap­top ge­se­hen habe. kei­ne bü­cher. ob­wohl ich im märz ein buch an­ge­fan­gen habe. und im sep­tem­ber gleich zwei. zu­en­de ge­le­sen hab ich seit jah­ren keins mehr (aber ich bin dran).

aber das ist ja der witz an der sa­che mit dem log­gen: mir selbst vi­sua­li­sie­ren wo­mit ich mei­ne zeit ver­bracht habe und wo­mit nicht und wo die­se zeit hin ist. ei­gent­lich war das von an­fang an eine mo­ti­va­ti­on für mich ins in­ter­net zu schrei­ben: wenn die zeit schon mit stei­gen­dem tem­po an mir vor­bei­rauscht, dann we­nigs­ten die eine oder an­de­re er­in­ne­rung fest­hal­ten.

wenn ich mir den ak­ti­vi­täts­gra­phen der letz­ten 12 mo­na­te an­se­he, er­ken­ne ich auch, dass ich seit dem früh­jahr auch mehr uns mehr auf den ge­schmack kom­me. die fel­der wer­den hel­ler, ich ver­öf­fent­li­che also auch mehr und mehr.

screenshot einer grafik auf der rückseite, die für jeden der vergangenen 365 tage einen punkt anziegt der für die anzahl postings auf der vordersete steht (je mehr, desto heller)

nut­ze ich KI? klar, vor al­lem im ma­schi­nen­raum. wäh­rend ich frü­her die­se web­sei­te mit hil­fe von ge­goo­gel­ten code­schnip­seln zu­sam­men­den­gelt habe, über­las­se ich den gross­teil des co­dings mitt­ler­wei­le di­ver­sen KI-mo­del­len. das prin­zip ist das glei­che wie frü­her: ich stel­le mich mit mei­nen ideen auf die schul­tern von an­de­ren, die das mit dem coden bes­ser kön­nen, um mei­ne ideen um­zu­set­zen. ich lese zwar wei­ter­hin, wie frü­her, lie­bend gern den quell­code von web­sei­ten und ver­su­che zu ver­ste­hen wie din­ge funk­tio­nie­ren, ich stau­ne, wenn ich CSS-, mi­cro­for­mat- oder json-ld-spe­zi­fi­ka­tio­nen lese, ich freue mich über denk­ar­beit, die an­de­re in plug­ins ste­cken und die ich dann ad­ap­tie­ren kann, aber ei­gent­lich ist das prin­zip, wie ich mei­ne web­sei­te baue, seit 30 jah­ren un­ver­än­dert: ich ko­pie­re und steh­le code um dar­aus was ei­ge­nes zu ma­chen. mit KI geht das gan­ze nur ei­nen ti­cken schnel­ler.

ob ich da­mit im jobs’schen/pi­cas­so’schen sin­ne ein good oder gre­at ar­tist oder gar kein ar­tist bin, weiss ich auch nicht.

Good ar­tists copy, gre­at ar­tists ste­al.

was zählt: ich hab mir mein haus selbst ge­baut, auch wenn mir da­bei sehr, sehr vie­le an­de­re ge­hol­fen ha­ben, de­ren code ent­we­der open-sourced ist, goo­g­le­bar war oder von LLMs zum ler­nen ge­nutzt wur­de. um­ge­kehrt hel­fe ich (hof­fent­lich) an­de­ren, auch was ei­ge­nes zu bau­en, in­dem ich mei­ne ideen hier frei ver­füg­bar hin­aus­po­sau­ne.

und für re­cher­che nut­ze ich KI na­tür­lich auch. oder wie nennt man das, wenn man et­was weiss, mal ge­hört hat, sich aber nicht mehr ge­nau er­in­nern kann? ge­nau da­für nut­ze ich auch im­mer wie­der LLMs.

wie hat das ste­ve jobs sagt, „xx ko­pie­ren, künsl­ter klaub­ne bei den bestenb?“

Du meinst sehr wahr­schein­lich das Zi­tat, das oft Ste­ve Jobs zu­ge­schrie­ben wird:

“Good ar­tists copy, gre­at ar­tists ste­al.”

Jobs ver­wen­de­te die­se For­mu­lie­rung 1996 in ei­nem In­ter­view und be­zog sie auf die Idee, sich von her­vor­ra­gen­den Ar­bei­ten an­de­rer in­spi­rie­ren zu las­sen und dar­aus et­was Ei­ge­nes zu schaf­fen. Der Satz stammt al­ler­dings nicht ur­sprüng­lich von Jobs; er wird häu­fig Pa­blo Pi­cas­so zu­ge­schrie­ben, wo­bei auch die­se Zu­schrei­bung nicht ein­deu­tig be­legt ist.

an­de­rer­seits ist die nut­zung von KI für sol­che fra­gen manch­mal auch quatsch. kagi und goog­le hät­ten mir mit dem glei­chen wort­laut der fra­ge auch hel­fen kön­nen. kagi prä­sen­tiert das er­geb­nis al­ler­dings in such­er­geb­nis­sen, goog­le als KI zu­sam­men­fas­sung.


ich ko­che üb­ri­gens ge­nau­so, wie ich blog­ge. ei­ner­seits su­che ich nie per­fek­ti­on, son­dern im­mer ef­fi­zi­enz, an­de­rer­seits nehm ich den gan­zen auf­wand in kauf, da­mits mir schmeckt und freue mich, wenns auch an­de­ren oder der bei­fah­re­rin schmeckt. auch was ich ko­che oder blog­ge hat oft den glei­chen ur­sprung: die bei­fah­re­rin sagt ge­le­gent­lich: „mach doch mal chi­li con car­ne“ oder sucht mir re­zep­te raus und ich guck dann was ich draus ma­che. ist beim blog­gen nicht an­ders: ir­gend­je­mand macht xy im in­ter­net und ich gu­cke was ich dar­aus ma­che.

ges­tern dach­te ich mir: war­um chi­li con car­ne a la ja­mie oli­ver ei­gent­lich über­haupt ko­chen? also gabs ges­tern zum abend­es­sen ex­tra fein ge­wür­fel­te rote zwie­bel mit ei­ner dose mut­ti-to­ma­ten, ei­ner klei­nen dose ki­cher­erb­sen, ei­ner dose schwar­zen boh­nen, et­was do­sen­mais (ab­wei­chend vom ori­gi­nal­re­zept), et­was bal­sa­mi­co, et­was so­ja­sauce, et­was kreuz­küm­mel, et­was zimt und wie er­war­tet er­gab das ein sehr le­cke­res, gaz­pachio-ar­ti­ges ge­richt. fri­sche, fein­ge­wür­fel­te pa­pri­ka hät­te dem gan­zen auch gut ge­tan, hat­ten wir aber nicht mehr. heu­te früh hab ich den rest von ges­tern abend mit sa­la­mi-wür­feln ver­län­gert. chi­li con sa­la­mi war auch gut.


ch­an­ge­log 03.09.2026

felix schwenzel in über wirres

ich habe schon lan­ge nicht mehr do­ku­men­tiert was ich hier im ma­schi­nen­raum ge­trie­ben habe.

was ich schon lan­ge mit mir rum­ge­tra­gen habe und jetzt, nach ei­ner in­spi­ra­ti­on von rast und rost, end­lich so um­ge­setzt habe, dass es mich er­freut: samm­lun­gen.

ei­gent­lich hab ich das jetzt schon ein paar wo­chen, aber die re­zi­pro­ki­tät hab ich erst in den letz­ten ta­gen um­ge­setzt. ein ar­ti­kel, der sich in ei­ner samm­lung be­fin­det, zeigt das un­ter der über­schrift mit ei­nem hin­weis und link auf die samm­lungs­sei­te an. das ist zwar schon re­zi­prok, aber auch sehr sub­til. we­ni­ger sub­til ist (jetzt neu) eine lis­te der gan­zen samm­lung un­ter al­len ar­ti­keln ei­ner samm­lung. so sieht das zum bei­spiel un­ter dem chi­li con car­ne re­zept aus:

das ist die re­zept­samm­lung und das die über­sicht mei­ner bis­he­ri­gen samm­lun­gen.


bei kott­ke.org hab ich den fi­xen „via“-link ge­klaut. ein via kann ich na­tür­lich auch wie in den letz­ten 30 jah­ren im fliess­text set­zen, aber so for­ma­li­si­ert, mit ei­nem feld im ba­ckend fin­de ich das auch sehr gut, ge­ra­de zum bei­spiel für kur­ze emp­feh­lun­gen, zu de­nen ich gar nicht viel schrei­be (bei­spiel).


ich kann jetzt aus dem ba­ckend fo­tos zu in­sta­gram und grain schi­cken. grain ist ei­ner der we­ni­gen AT­mo­sphe­re diens­te die nicht schnarch­lang­sam sind und mir im­mer noch sehr gut ge­fal­len. grain ist wie in­sta­gram frü­her war.


ne­ben fett, kur­siv oder durch­ge­stri­chen, kann ich jetzt auch text high­ligh­ten.


und na­tür­lich der aus mei­ner pri­mä­ren blogrol­le ge­ne­rier­ten rea­der. ich be­ob­ach­te mich da­bei, wie ich den rea­der ziem­lich oft nut­ze, ob­wohl die feeds auch alle in mei­nem re­gu­lä­ren feed­rea­der sind. aber es ist schön mal schnell nach­zu­se­hen, ob in den blogs, die ich ger­ne lese, was neu­es steht. und so zwin­ge ich mich auch, öf­ter mal die web­sei­ten zu be­su­chen, als nur im­mer al­les in mei­nem feed­rea­der zu le­sen.

was ich auch toll fin­de, dass die blogrol­len jetzt nach letz­ter ak­ti­vi­tät sor­tiert sind. al­pha­be­tisch oder nach prä­fe­renz sor­tie­ren ist so un­ge­recht. aber die sor­tie­rung ih­rer nach­bar­schaft nach be­zeich­nungs­län­ge von frau klug­sch­eis­ser ge­fällt mir auch sehr.



nied­rig­schwel­li­ge kom­men­ta­re

felix schwenzel in über wirres

via benedikt.io

clau­dia hat auf­ge­schrie­ben, was sie beim kom­men­tie­ren (in blogs) nervt. von mei­nen vor­he­ri­gen kom­men­tar­sys­tem war sie (zu recht) ge­nervt. mit der ein­bin­dung von isso ist sie zu­frie­den, aber ich selbst auch.

ob­wohl ich isso jetzt seit fast zwei mo­na­ten in be­trieb habe, ist hier noch kein spam-kom­men­tar ge­lan­det. das mag dar­an lie­gen, dass es (der­zeit noch) aus­schliess­lich über ja­va­script funk­tio­niert. das nervt clau­dia nicht, aber an­de­re — und ich möch­te das lang­fris­tig noch än­dern. an­sons­ten habe ich isso wirk­lich nied­rig­schwel­lig kon­fi­gu­riert: wer min­des­tens drei zei­chen kom­men­tar ein­gibt, kann das for­mu­lar und da­mit ei­nen kom­men­tar ab­schi­cken. die an­ga­be des na­mens, der email­ad­res­se oder der ei­ge­nen web­site ist op­tio­nal. so oder so gibts eine vor­schau und die op­ti­on den kom­men­tar 30 mi­nu­ten lang (nach der ver­öf­fent­li­chung) zu edi­tie­ren (über ei­nen coo­kie). mark­down ist un­ter­stützt, links wer­den klick­bar, le­dig­lich der hin­weis dar­auf, dass mark­down un­ter­stützt wird, fehlt noch. wo­bei ich glau­be, dass, aus­ser ein paar spe­zia­lis­ten, oh­ne­hin nie­mand weiss was mark­down ist.

je­den­falls den­ke ich, clau­dia hat recht. ich fin­de es auch ex­trem ner­vig, wenn man ei­nen kom­men­tar schreibt und nach dem sen­den ent­we­der nix pas­siert oder ein hin­weis auf mo­de­ra­ti­on er­scheint. wenn schon mo­de­ra­ti­on, dass könn­te der kom­men­tar mir selbst doch we­nis­tens wei­ter an­ge­zeigt wer­den?

ich kom­men­tie­re schon län­ger so, dass ich kom­men­ta­re, die ich an­ders­wo hin­ter­las­se, auch hier ver­öf­fent­li­che. wie al­les was ich hier ma­che, ma­che ich das na­tür­lich in ers­ter li­nie für mich selbst. so kann ich spä­ter schau­en ob es ant­wor­ten gab, ob die mo­de­ra­ti­on er­folg­reich war oder ge­lösch­tes zu­min­dest bei mir selbst be­hal­ten. und für die eine oder an­de­re per­son mag es so­gar in­ter­es­sant sein zu se­hen, was ich an­ders­wo ins in­ter­net schrei­be.

aber am liebs­ten ist mir das kom­men­tie­ren per web­men­ti­on. das geht nicht über­all, aber zum bei­spiel bei eay.de oder dem kopf­zei­ler. ich schrei­be aber beim web­men­ti­on-kom­men­tie­ren nicht nur eine ant­wort un­ter ei­nen frem­den bei­trag, son­dern ich be­hal­te auch die fä­hig­keit den zu edi­tie­ren oder zu lö­schen. das fin­de ich ziem­lich sen­sa­tio­nell. mit word­press kann man das kom­men­tie­ren per web­men­ti­on mit (na­tür­lich) mat­thi­as pfef­fer­les in­die­web-plug­in kon­fi­gu­rie­ren, mit kir­by und ein biss­chen hand­ar­beit hilft ei­nem mau­rice renks in­die­con­nec­tor.


was mich im ge­gen­teil zu clau­dia nicht nervt: wenn man gar nicht kom­men­tie­ren kann.

Kom­men­tie­ren un­mög­lich: Blogg doch selbst, steht dann z.B. da. Ok, al­les klar, ich lese dann aber auch nicht mehr mit. Für mich sind Blogs die ein­zig ver­blie­be­nen Me­di­en, wo noch gute Ge­sprä­che mög­lich sind – kei­ne Wand­zei­tun­gen.

die ge­sprä­che sind ja im­mer noch mög­lich. die­sen ser­mon hier möch­te ich nicht un­ter clau­di­as ein­trag pos­ten, aber trotz­dem ist die­ser bei­trag auch ein kom­men­tar. clau­dia wird die­sen ar­ti­kel se­hen, ent­we­der in ih­ren re­fe­rern oder bei riv­va. oder weil sie hier zu­fäl­lig mal rein­ge­schaut hat. das ist ja das tol­le am in­ter­net, an links, an ei­enr wand­zei­tung. be­steht al­les ir­gend­wie aus ge­sprä­chen und kom­men­ta­ren.


samm­lun­gen

felix schwenzel in über wirres

nach­dem ich vor ein paar ta­gen im 2005er ar­chiv die­ser web­sei­te ge­wühlt habe und drü­ber ge­schrie­ben habe, konn­te ich in den letz­ten ta­gen ei­nen 20 jah­ren al­ten punkt von mei­ner to­fo­lis­te strei­chen: die bei­trä­ge die ich da­mals ins wahl­blog.de ge­schrie­ben habe auf wir­res.net ko­pie­ren.

weil das schnell un­über­sicht­lich wur­de habe ich eine samm­lungs­sei­te ver­fasst, die das al­les bün­delt: samm­lung #wahl05

samm­lun­gen sind eine idee die mir frank west­phal min­des­tens ein­mal ins ohr ge­legt hat. die samm­lungs­sei­te habe ich als ein­fa­chen blog­bei­trag an­ge­legt, aber alle in ihr er­wähn­ten oder re­le­van­ten bei­trä­ge lin­ken auf den ar­ti­kel­sei­ten wie­der zu­rück auf die samm­lung (bei­spiel). so eine art kon­text-klam­mer fin­de ich gut.

weil ich ge­ra­de da­bei war zu schau­en was ich sonst noch so über par­tei­ta­ge schrieb, fiel mir auf wie nö­tig sol­che über­sicht­sei­ten sind. ich er­in­ner­te mich, dass ich in den fol­ge­jah­ren noch ein paar mal auf par­tei­ta­gen war und dar­über schrieb. aber so rich­tig zu­recht­ge­fun­den habe ich mich in mei­nem ar­chiv nicht. also habe ich das mal et­was sor­tiert und für die an­de­ren par­tei­ta­ge eine ei­ge­ne samm­lung an­ge­legt: samm­lung par­tei­ta­ge

in der #wahl05 samm­lung schrieb ich, dass ich zwar das ar­chiv auf­ge­räumt und et­was struk­tu­riert habe, die wahl­blog­sei­ten aber wei­ter­hin für such­ma­schi­nen in­de­xie­rung sper­re:

das ar­chiv dient mei­nem pri­vat­ver­gnü­gen und ich emp­feh­le nie­man­dem den al­ten scheiss von mir zu le­sen (ob­wohl es teil­wei­se ganz amü­sant zu le­sen ist).

so wie ich vor 20 jah­ren schrieb, wür­de ich heu­te nicht mehr schrei­ben, aber in 20 jah­ren wer­de ich das si­cher noch­mal in­ter­es­si­ert le­sen. so wie ich es jetzt, 20 jah­re spä­ter auch noch­mal (fast) al­les ge­le­sen habe. aber sonst muss das wirk­lich kei­ne(r) le­sen, auch wenns geht.


wer be­sucht wir­res.net

felix schwenzel in über wirres

ich habe cur­sor mal mei­ne apa­che logs aus­wer­ten las­sen, wer in den letz­ten 14 ta­gen hier sei­ten auf­ge­ru­fen hat. wie man sieht, ma­chen of­fen­bar such­ma­schi­nen-in­dex­er und ech­te be­su­cher nur ei­nen sehr klei­nen teil aus. den gröss­ten bat­zen ma­chen hier täg­lich so um die 40-50 tau­send bots oder scrip­te aus. im prin­zip habe ich hier ein rie­si­ges cache-warm­ing bot­netz.

RSS feeds häu­fig und von über­all aus ab­zu­ru­fen ist durch­aus im sin­ne des er­fin­ders, aber wenn man das auf mi­nu­ten run­ter­rech­net, sind das im schnitt acht ab­ru­fe mei­ner RSS feeds pro mi­nu­te.

bots & scripts LLM in­dex­er hu­mans Σ
sei­ten 43.000 4.800 4.200 400 52.400
RSS 10.900 - - 1.000 11.900
.md 180 - 30 - 210
sum­me 54.080 4.800 4.230 1.400 64.510

ei­gent­lich woll­te ich se­hen, wie die mark­down-da­tei­en an­ge­nom­men wer­den. es zeigt sich: nicht schlecht, im schnitt 200 auf­ru­fe pro tag, aber nichts ge­gen den ab­ruf von 50 tau­send html-sei­ten durch bots, scra­per und in­dex­er. die „hu­mans“ zah­len sind auch eine op­ti­mis­ti­sche nä­he­rung. das ma­to­mo-pi­xel das ich in den RSS feed ge­packt habe tählt um die 400 RSS le­ser täg­lich, aber da mein ma­to­mo-host stats.wir­re.net auf ein­schlä­gi­gen ad- und tra­cker­blo­cker lis­ten steht, dürf­te 1000 le­ser un­ge­fähr und mit et­was op­ti­mis­mus pas­sen. die 400 mensch­li­chen sei­ten-le­ser sind der täg­li­che schnitt laut ma­to­mo ohne op­ti­mis­mus zu­schlag.

tl;dr: i’m blog­ging for the bots


in­ter­es­sant fin­de ich, dass re­zep­te mitt­ler­wei­le dank goog­le die meist­be­such­ten sei­ten hier sind (aus­ser der start­sei­te). die zah­len sind auch aus den letz­ten ta­gen auf die uni­que pa­ge­views pro tag run­ter­ge­rech­net.

Page Title Uni­que Pa­ge­views
wir­res.net — fach­blog für ir­rele­vanz 84
was­ser­me­lo­nen­sa­lat nach ot­to­lenghi 24
ge­rös­te­ter spitz­kohl aus der heiss­luft­frit­teu­se 22
schnel­le gur­ken­sticks mit knob­lauch 7
kraut­sa­lat aus spitz­kohl nach tim mäl­zer 6

tl;dr: goog­le schickt su­chen­de nur noch auf re­zep­te.


di­gi­ta­le un­ab­hän­gig­keit

felix schwenzel in artikel

ich hab in den letz­ten mo­na­ten im­mer wie­der über­legt wie ich ar­ti­kel von hier auf in­sta­gram brin­gen kann oder um­ge­kehrt. auf in­sta­gram habe ich im­mer noch vie­le men­schen die mir fol­gen, oder bes­ser ge­sagt, die auf pflan­zen­bil­der und sel­fies von mir re­agie­ren. in­sta­gram selbst nut­ze ich selbst so gut wie gar nicht mehr, weil ich mich im­mer är­ge­re wenn ich die app of­fen habe und ver­führt wer­de kur­ze vi­de­os in mich rein­zu­stop­fen. zack sind 30, 40 mi­nu­ten vor­bei und ich är­ge­re mich, dass ich mei­ne zeit nicht selbst­be­stimmt ver­schwen­det habe.

die schwie­rig­kei­ten die in­sta­gram ei­nem in den weg legt wenn es dar­um geht ei­ge­ne in­hal­te von in­sta­gram zu­rück­zu­ho­len sind er­staun­lich. in­sta­gramm gibt sich sehr viel mühe öf­fent­li­che bei­trä­ge nicht au­to­ma­tiert aus­les­abr zu ma­chen, aus­ser man heisst goo­gle­bot. je­den­falls hab ich mehr oder we­ni­ger auf­ge­hört auf in­sta­gram zu pos­ten, weil das ko­pie­ren der bei­trä­ge von in­sta­gram hier­her zu müh­sam wur­de und um­ge­kehrt nicht mög­lich ist.

aus­ser man wan­delt sein in­sta­gram­kon­to in ein pro­fes­sio­nel­le kon­to um, mel­det sich bei face­book als ent­wick­ler an, ver­knüpft sein face­book und in­sta­gram­kon­to und stellt an ei­ni­gen stell­sch­ra­ben rum. nach lan­gem zö­gern hab ich das jetzt ge­macht und kann bei­trä­ge von hier ein­fach auf in­sta­gram pos­ten — per knopf­druck im kir­by ba­ckend.

im in­die­web nennt man das pos­se: „Pu­blish (on your) Own Site, Syn­di­ca­te El­se­whe­re“

ich ver­öf­fent­li­che also hier ein foto und von hier dann zu mast­o­don, blues­ky, stan­dard.site — und jetzt auch zu in­sta­gram. und jetzt wo ich über meta/face­book auch ein­ge­schränk­ten zu­gang zur API habe, kann ich auch kom­men­trae von in­sta­gram hier­her­ho­len.

so nut­ze ich zwar meta/face­book/in­sta­gram, aber wenn die mich mor­gen sper­ren sol­ten oder ich sie oder meta ver­en­det oder nur noch span­ner-bril­len ver­kauft ist mir das egal — weil ich nix ver­lie­re.


ich bin kein freund da­von zu be­haup­ten sei ir­gend­was oder gar al­les bes­ser ge­we­sen. aber den zu­stand der isn­ta­gram-app, bzw. der in­sta­gram-time­line, wür­de ich schon ger­ne be­kla­gen. al­les ist un­über­sicht­lich ge­wor­den, stän­dig will mir je­mand was ver­kau­fen oder mich hyp­no­ti­sie­ren und mei­ne auf­merk­sam­keit ab­sau­gen.

wie wohl­tu­end ist da zum bei­spiel grain: ein ver­ti­ka­ler, scroll­ba­rer srei­fen mit fo­tos, nichts als fo­tos. und: dark mode, herz­chen zum drü­cken und … fo­tos. ich schlei­che zwar seit wo­chen durch die AT­mo­sphe­re, aber auf grain hat mich heu­te noch­mal pxlnv.com ge­stupst.

weil grain auf dem AT­pro­to­koll ba­siert und die fo­tos und me­ta­da­ten auf mei­nem, bzw. dem PDS von blues­ky spei­chert, kann ich kir­by auch ein­fach bei­trä­ge auf grain pos­ten las­sen (in­dem kir­by eing­ach im rich­ti­gen for­mat/sche­ma me­ta­da­ten und ei­nen blob spei­chert). auch das geht aus dem kir­by-ba­ckend per knopf­druck und sieht dann so aus.


war­um nicht pi­xel­fed? ich wür­de sa­gen weil es mei­nem ver­ständ­nis von di­gi­ta­ler un­ab­hän­gig­keit wi­der­spricht mir ein wei­te­res so­cial me­dia kon­to an­zu­le­gen nur um ei­nen wei­te­ren aus­ga­be­ka­nal für das zu ha­ben was ich hier auf wir­res.net und mei­ner ei­ge­nen fe­di­ver­se go­to­so­cial in­stanz schon habe. bei grain hin­ge­gegn mel­de ich mich mit mei­nem vor­han­de­nen blues­ky-kon­to an und dort, auf dem blues­ky PDS wird das auch al­les ge­spei­chert und ich kann mit den da­ten ma­chen was ich will. kei­ne rei­bung, kein zu­sätz­li­cher log­in, kein zu­sätz­li­cher API key, ein­fach ein wei­te­rer ka­nal.


weil es so ein­fach ist bei diens­ten mit­zu­ma­chen, die auf dem AT­pro­to­koll auf­set­zen, hab ich mir ge­dacht mal alle pro­fi­le die ich im lauf der zeit an­ge­legt habe auf­zu­lis­ten. das ist auch ganz ein­fach, in­dem ich in mei­nen PDS gu­cke.


ich weiss nicht ob mein ver­ständ­nis von un­ab­hän­gig­keit rich­tig ist oder der rei­nen leh­re ent­spricht, aber die­ses pos­sen fühlt sich gut an. al­les zu­hau­se an ei­nem ort zu ha­ben und da wo es geht, da wo es viel­leicht wen in­ter­es­si­ert, auch mei­nen quark hin­schie­ben zu kön­nen. oder eben auch nicht. wie­die­wied es mir ge­fällt.


aus den ma­schi­nen­räu­men

felix schwenzel in über wirres

ges­tern mach­te mich der übel­lau­nig ins in­ter­net schrei­ben­de, aber sehr freund­lich in emails schrei­ben­de un­sto­ry.eu dar­auf auf­merk­sam, dass er ge­le­gent­lich sei­ten löscht und jetzt ei­ner mei­ner links ins lee­re zei­gen wür­de. das ver­an­lass­te mich dazu eine funk­ti­on hier nach­zu­rüs­ten, die nach der ver­öf­fent­li­chung ei­nes bei­trags eine war­te­schlan­ge mit al­len links des bei­trags füllt und bei ar­chi­ve.org an­fragt ob die ver­link­ten sei­ten im ar­chi­ve.org ge­spei­chert wer­den kön­nen.

vor­her hat­te ich mal über­legt ob ich das html von links oder book­marks ein­fach bei mir si­chern soll­te, aber das er­schien mir bei nä­he­rer be­trach­tung im­mer zu kom­plex und kom­pli­ziert.


VW hat die API bei der ich und vie­le an­de­re ihre fahr­zeug­da­ten ab­ge­holt ha­ben mehr oder we­ni­ger ge­killt. die be­grün­dung ist wohl mehr si­cher­heit oder so, aber de fac­to kann ich jetzt we­der den la­de­stand, das odo­me­ter, bzw. den sta­tus un­se­res au­tos nicht mehr in au­to­ma­tio­nen ver­wen­den. auch die na­vi­ga­ti­ons- und la­de­pla­nungs app pump, die wir seit ei­nem jahr nut­zen, funk­tio­niert da­mit für uns nicht mehr. sie zeigt den la­de­stand un­se­res au­tos jetzt kon­stant mit 27% an. die ver­kack­te VW-app funk­tio­niert na­tür­lich wei­ter­hin, was bes­ser als gar nichts ist, aber das ist schon ziem­lich arschig von VW so zu agie­ren.

ein biss­chen re­cher­che zeig­te, dass es ein paar work­arounds gibt, der work­around den ich am in­ter­es­san­tes­ten fand war, dass der strom­an­bie­ter tib­ber of­fen­bar als ei­ner der we­ni­gen „part­ner“ wei­ter­hin (oder wie­der) zu­gang zu VW-fahr­zeug­da­ten hat. und tib­ber bie­tet wie­der­um ei­nen API zu­gang zu sei­nen da­ten an. die zap­fe ich jetzt er­satz­wei­se an und habe jetzt zu­min­dest wie­der den la­de­zu­stand, die reich­wei­te und die info ob das auto ge­ra­de lädt oder nicht im home as­sistant. da­mit kann ich wie­der­um die API von abrp be­spie­len und wie­der mit abrp la­de­pla­nung ma­chen.


seit dem ich vie­le sei­ten als mark­down an­bie­te und eine llms.txt an­bie­te, habe ich das ge­fühl, dass der druck den KI-craw­ler auf die web­site aus­üben stark nach­ge­las­sen hat. da­vor kam es im­mer wie­der vor, dass craw­ler sich durch die ar­chiv-pa­gi­nie­rung wühl­ten und da­mit den ser­ver quäl­ten.


shel­lies sind wirk­lich klein. ich habe eine alte ikea-lam­pe, die ei­gent­lich mit ha­lo­gen-leucht­mit­teln be­trie­ben wer­den soll auf LEDs um­ge­stellt. da­für muss­te ein neu­er tra­fo her und da­mit man die lam­pe dim­men und schal­ten kann, habe ich ne­ben dem neu­en tra­fo auch noch ei­nen shel­ly ins lam­pen­ge­höu­se ein­ge­baut be­kom­men.



im­mer an die le­sen­den den­ken …

felix schwenzel in über wirres

trotz ver­schie­dens­ter me­tri­ken die ich hier er­fas­se habe ich we­nig ah­nung wo­her mein pu­bli­kum kommt, was es er­war­tet, was den men­schen ge­fällt oder miss­fällt. alle was ich habe sind ah­nun­gen. des­halb ge­stal­te ich den gan­zen scheiss hier fast aus­schliess­lich so, wie ich es mag wenn ich web­sei­ten be­su­che.

ich mag mi­ni­ma­lis­ti­sche web­sei­ten, bei de­nen die in­hal­te im vor­der­grund ste­hen und nicht das bei­werk, die mich nicht nach coo­kie- oder track­ing-zu­stim­mung fra­gen, die re­la­tiv schnell la­den, im desk­top brow­ser ge­nau so gut funk­tio­nie­ren wie auf dem te­le­fon oder ta­blet, die ich per RSS oder im rea­der-mo­dus le­sen kann, die dunk­len hin­ter­grund ha­ben (wenn ich das will). spon­tan fal­len mir als vor­bil­der dar­ing-fire­ball und das couch­blog ein. wenn ich et­was län­ger nach­den­ke fal­len mir auch nur das couch­blog und dar­ing-fire­ball ein. wenn ich dann auf mei­ne blogrol­le schaue, fal­len mir ein paar mehr ein kon­ne­xus.net, flo­ri­an.pho­to, eay.cc, vowe.net, knus­per­ma­gi­er.de oder an­mut­und­de­mut.de.

in der vor­he­ri­gen ver­si­on vom couch­blog hab ich erst­mals vom 512kb.club ge­hört. ich glau­be nico hat das 512kb.club-ban­ner in der ak­tu­el­len (wie­der) word­press-ver­si­on run­ter­ge­nom­men, weil er sich nicht mehr qua­li­fi­ziert. ich qua­li­fi­zier­te mich nicht mal an­satz­we­sie mit ei­ner start­sei­te, die in­iti­al 3-7mb da­ten lädt. aber jetzt doch, mit mei­ner mi­ni­mal­ver­si­on die wahr­schein­lich noch ganz gut op­ti­mier­bar ist und im prin­zip aus mark­down da­tei­en be­steht, die per ja­va­script zu html ge­zau­bert wer­den:

wir­res.net/in­dex.md.html ist ge­ra­de mal 190kb gross. und sie ent­hält trotz­dem links zu über 700 ar­ti­keln die dann auch je­weils nicht viel mehr als 70 bis 480kb la­den (je nach­dem ob und wie­vie­le fo­tos ein­ge­bet­tet sind).

ich habe so eine ah­nung dass mein an­ge­bot von mark­down-ver­sio­nen oder ei­ner mi­ni­ma­lis­ti­schen ver­si­on so gut wie nie­man­den in­ter­es­si­ert. aber ich denk ja nicht nur an mensch­li­che be­su­cher, son­dern auch an au­to­ma­ten. ich sehe täg­lich 400 bis 1500 ein­zel­ne ab­ru­fe von mark­down-ver­sio­nen mei­ner bei­trä­ge. ob sich das gan­ze ge­we­se um sol­che op­ti­mie­run­gen lohnt ist eine an­de­re fra­ge. aber die­se fra­ge stellt sich ja auch beim ver­fas­sen von tex­ten oder kom­men­ta­ren. man weiss nie ob’s ir­gend­wem ge­fällt und wenn ja wie­viel.

des­halb bleibt mir nicht viel an­de­res üb­rig als mich zu be­mü­hen und ge­le­gent­lich an die lsen­den zu den­ken. heu­te habe ich noch­mal an die le­sen­den ge­dacht. beim goog­le page speed test mei­ner mi­ni­mal-über­sicht­sei­te …

page speed insights für https://wirres.net/index.md.html (100% leistung, 96% barrierefreiheit, 100% best practices, 91% seo, 3/3 agentisches browsing)

… sah ich heu­te näm­lich et­was neu­es: „agen­ti­sches brow­sen“. ein punkt von drei­en gibts für:

Wenn dei­ne llms.txt-Da­tei nicht den Emp­feh­lun­gen ent­spricht, kön­nen Lar­ge Lan­guage Mo­dels mög­li­cher­wei­se nicht nach­voll­zie­hen, wie dei­ne Web­site ge­crawlt oder für das Trai­ning ver­wen­det wer­den soll. Die llms.txt-Da­tei muss eine Mark­down-Da­tei sein, die min­des­tens eine H1-Über­schrift ent­hält.

die hab ich den llms dann gleich mal ge­baut: wir­res.net/llms.txt
und wo ich ge­ra­de da­bei war auch noch eine hu­mans.txt: wir­res.net/hu­mans.txt

ich wei­ge­re mich ja mei­ne web­sei­te nach goog­le vor­ga­ben aus­zu­rich­ten, aber ge­le­gent­lich den emp­feh­lun­gen die die page speed in­sight aus­spre­chen zu fol­gen kann sich doch loh­nen (für die in­de­xier­bar­keit, aber auch le­sen­den-freund­lich­keit). für die auf­find­bar­keit von wir­res.net in der goog­le-su­che lohnt es sich mo­men­tan le­dig­lich für re­zep­te.

bing hat bis­her mei­ne re­zep­te (gröss­ten­teils) tap­fer igno­riert. in den web­mas­ter tools emp­fiehlt bing sehr ein­dring­lich in­dex now zu nut­zen. weil das von mir ein­ge­setz­te seo-plug­in das ei­gent­lich kann, habe ich das schon vor vie­len mo­na­ten ak­ti­viert.

das pro­blem war nur: hat nicht funk­tio­niert. die­se wo­che habe ich das mal de­bug­ged und re­pa­riert. und seit ich jetzt bei je­dem neu­en oder ge­än­der­ten ar­ti­kel bing und den bei in­dex-now an­ge­schlos­se­nen such­ma­schi­nen ei­nen ping sen­de, fin­det man bei ei­ner su­che nach „was­ser­mel­do­nen­sa­lat ot­to­lenghi“ auch wir­res.net ganz oben.


ich has­se es, wenn bei­trä­ge in blogs mit ei­nem call to ac­tion en­den. das riecht so llm-ig oder seo-ig. aber es wür­de mich wirk­lich sehr in­ter­es­sie­ren was dir, lie­ber le­ser, lie­be le­se­rin an wir­res.net fehlt oder dich nervt. die au­to­ma­ten ge­ben mir be­reit­wil­lig aus­kunft dar­über. aber die hu­mans eher we­nig. aber da mich jetzt alle hu­mans mit ak­ti­vier­tem ja­va­script mit leich­tig­keit in den kom­men­ta­ren er­hel­len oder be­schimp­fen kön­nen, wür­de ich mich über feed­back sehr freu­en.


da­ten­schutz, er­klä­rung, is­so und so

felix schwenzel in über wirres

we­gen des neu­en kom­men­tar­sys­tems habe ich ge­dacht, ich müs­se noch­mal mei­ne da­ten­schutz­er­klä­rung an­se­hen und ge­ge­be­nen­falls er­gän­zen. statt mir halb­wis­sen zu­sam­men­zu­goog­len habe ich die hil­fe von chatgpt und gem­ni­ni in an­spruch ge­nom­men um mit de­ren halb­wis­sen die an­mer­kun­gen zum da­ten­schutz ein biss­chen um­zu­for­mu­lie­ren, zu kür­zen und vor al­lem ver­ständ­li­cher zu ma­chen. ich fin­de das ist ganz gut ge­lun­gen. da­nach habe ich cur­sor die er­klä­rung noch­mal au­di­tie­ren las­sen und noch ein paar ganz gute hin­wei­se er­hal­ten.

isso setzt beim kom­men­tie­ren tat­säch­lich ei­nen coo­kie. der au­then­ti­fi­ziert die kom­men­tie­ren­den 15 mi­nu­ten lang ge­gen die isso-API, da­mit die ih­ren kom­men­tar edi­tie­ren oder lö­schen kön­nen. pfif­fig und für so­was — nicht zum tra­cken — sind die din­ger ja auch mal er­fun­den wor­den.

aus­ser­dem dar­an er­in­nert wor­den, dass ich tat­säch­lich an ei­ner stel­le die kom­plet­te IP-adres­se von be­su­chen­den ver­ar­bei­te: für den shit­vo­te nut­ze ich tat­säch­lich die un­ge­kürz­te IP adres­se der be­su­chen­den um ei­nen hash zu er­rech­nen und dop­pel-shit-vo­tes (in an­sät­zen) zu ver­hin­dern. sonst sind die IPv4 adres­sen über­all um zwei ok­tet­te ge­kürzt und die IPv6 adres­sen auf ein /48-prä­fix ge­kürzt.


end­mar­ken, fuck­ing home­pod, bat­te­rien, the agen­cy und for­mel1

felix schwenzel in artikel

ich be­nutz­te mei­nen home­pod ei­gent­lich nur für zwei din­ge und al­lei­ne we­gen die­ser bei­den din­ge mag ich mei­nen home­pod sehr, sehr ger­ne. bis heu­te.

die eine sa­che für die ich die siri im home­pod ger­ne nut­ze ist zu fra­gen: „wie spät?“ die an­de­re sa­che gin­ge wahr­schein­lich auch mit je­dem an­de­ren der 5 ver­netz­ten laut­spre­cher bei mir im zim­mer, aber ich las­se es den home­pod ma­chen: bei ei­nem for­mel-eins-ren­nen, fünf mi­nu­ten vor start ein for­mel-eins-wrooooom-ge­räusch ab­spie­len.

seit heu­te fängt siri selb­stän­dig an mu­sik ab­zu­spie­len. lei­se, aber im­mer wie­der. da sich home­pods nicht wirk­lich de­bug­gen oder be­fra­gen las­sen was sie zur je­wei­li­gen ak­ti­on ge­bracht hat, steh eich völ­lig auf dem schlauch. ich habe zwi­schen­zeit­lich al­les ab­ge­schal­tet was ich in ver­dacht hat­te, mein ipho­ne, home as­sistant, mein lap­top blue­tooth, die kli­ma­an­la­ge — nichts hilft.

aber zum au­to­ma­ti­sie­ren habe ich ja home as­sistant. eine klei­ne au­to­ma­ti­on schal­tet die mu­sik jetzt aus, so­bald die mu­sik star­tet.

alias: fucking homepod aus
descrip­ti­on: ""
triggers:
  - trigger: media_player.started_playing
    target:
      entity_id: media_player.homepod
    options:
      behavior: each
      for: "00:00:00"
conditions:
  - condition: state
    entity_id: media_player.homepod
    state:
      - music
    attribute: media_content_type
actions:
  - action: media_player.media_stop
    metadata: {}
    target:
      entity_id: media_player.homepod
    data: {}
mode: single

das funk­tio­niert, auch wenns kei­ne lö­sung ist. wenn ich in den nächs­ten ta­gen nicht raus­be­kom­me was oder wer das ver­ur­sacht, muss der home­pod tem­po­rär ster­ben (strom­los wer­den). im­mer­hin habe ich aus­ge­schlos­sen, dass der home­pod das rau­schen der kli­ma­an­la­ge als sprach­be­feh­le in­ter­pre­tiert.


apro­pos for­mel 1, das guck ich ja ge­le­gent­lich ger­ne und fah­re da­für ger­ne mit ei­nem vir­tu­el­len pri­va­ten netz­werk nach ös­te­re­eich. das ren­nen heu­te in ös­te­reich konn­te zwar nicht viel mehr als dreis­sig pro­zent mei­ner auf­merk­sam­keit bin­den, war aber trotz­dem ganz span­nend. aber wirk­lich toll wa­ren die droh­nen­auf­nah­men, nicht mit der üb­li­chen droh­nen-vo­gel­per­spek­ti­ve, son­dern eine droh­ne, die den au­tos mit bis zu 300 km/h im tief­flug hin­ter­her­flog. kei­ne ah­nung was man ma­chen muss um für so­was bei ei­ner ver­an­stal­tung mit pu­bli­kum eine ge­neh­mi­gung zu be­kom­men, aber ös­te­reich hat­te ja noch kein ramm­stein. die bil­der wa­ren aber tat­säch­lich be­ein­dru­ckend.


beim spie­gel habe ich das schon öf­ter ge­se­hen: end­mar­ken. wenn ein spie­gel-ar­ti­kel zu­en­de ist, klascht der spie­gel ein logo-„S“ an den letz­ten ab­satz.

das kann ich auch, dach­te ich mir und klat­sche jetzt ei­nen hau­fen scheis­se, mei­nen shit-vote, bzw. „ich mag die­sen scheiss!“-but­ton an den letz­ten ab­satz — oder je nach­dem, wenn ein bei­trag nicht mit ei­nem ab­satz en­det, auch da­drun­ter.

aus­ser­dem habe ich den ar­ti­kel-fuss („foo­ter“), die kom­men­tar-sek­ti­on und die bei­la­ge ein biss­chen neu ge­ord­net, in der hoff­nung dass da­mit auch men­schen die nicht ich sind die funk­ti­on und den sinn (ein biss­chen) be­grei­fen. wenn nicht, ist auch nicht so schlimm, so­lan­ge mei­ne tex­te (ein biss­chen) ver­ständ­lich sind.


auch wit­zig (für mich) mei­ne mut­ter, die jetzt ja ein welt­ers­te und -ein­zi­ge wir­res.net-bei­trä­ge per email be­kommt, mein­te sie hät­te die letz­ten ar­ti­kel nicht ge­le­sen. dass habe ich ehr­lich­ge­sagt auch nicht an­ders er­war­tet, dass mein rei­gen an tech­ni­schen deep-di­ves ins AT­pro­to­koll, av­ti­vi­ty­pub, bubbles und mei­ne ma­schi­nen­raum-ge­schich­ten an ei­nem teil des pu­bli­kums vor­bei­ge­hen und dass die­ses pu­bli­kum ge­nau das tut, wei­ter­blät­tern („scrol­len“). das ist das schö­ne am in­ter­net: man kann den mas­sen­ge­schmack igno­rie­ren und ganz vie­le ni­schen­in­ter­es­sen („long tail“) be­die­nen und das ge­ziel­te igno­rie­ren funk­tio­niert.


apro­pos home as­sistant und au­to­ma­ti­sie­run­gen: pha­sen­wei­se habe ich mich da­mit ge­nau­so ma­nisch be­schäf­tigt, wie ich mich der­zeit ma­nisch mit die­ser web­site be­schäf­ti­ge. aber home as­sistant ist so freund­lich, dass es auch ohne mei­ne auf­merk­sam­keit mo­na­te­lang zu­ver­läs­sig funk­tio­niert. selbst ge­le­gent­lich leer­lau­fen­de bat­te­rien brin­gen das sys­tem und die sen­so­rik nicht zum er­lie­gen, auch weil ich vie­les red­un­dant auf­ge­setzt habe. trotz­dem habe ich der au­to­ma­ti­schen woh­nung heu­te noch­mal et­was auf­merk­sam­keit ge­schenkt, up­dates ein­ge­spielt, ka­put­tak­tua­li­sier­tes („brea­king ch­an­ges“) ge­fixt, bat­te­rien ge­tauscht und über-op­ti­mis­ti­sche-sen­sor-wert-va­li­die­run­gen, bzw. glät­tung. als ich die auf­ge­setzt habe, konn­te ich mir nicht vor­stel­len, dass am hof­fens­ter tem­pe­ra­tu­ren > 27°C auf­tre­ten (das ist im­mer im schat­ten). pus­te­ku­chen, in den letz­ten ta­genm gings öf­ter drü­ber. des­halb hat mei­ne sen­sor his­to­rie jetzt ab­ge­flach­te kur­ven und durch die fil­ter-an­pas­sung ein paar falsch­mes­sun­gen/aus­reis­ser nach un­ten.

home assistant screenshot von der temperaturaufzeichnung unseres thermometers im hoffenster

the agen­cy staf­fel 2 hat mich in den ers­ten paar fol­gen mit 4 par­al­le­len hand­lungs­strän­gen to­tal über­for­dert. aber mit je­der fol­ge ver­ste­he und fin­de ichs bes­ser. die ab­ge­fuckt­heit von ge­heim­dienst­ar­beit bringt die se­rie wirk­lich gut rü­ber, vor al­lem im ge­gen­teil zu den 2000 an­de­ren fil­men und se­ri­en die ge­heim­dienst­ar­beit ger­ne äs­the­ti­sie­ren, ri­di­küli­sie­ren oder glo­ri­fi­zie­ren. das macht the agen­cy zwar auch, sonst wäre es ja nicht eine fik­tio­na­le un­ter­hal­tungs­sen­dung, son­dern eine „true po­li­ti­cal crime“-se­rie auf net­flix.


das kli­ma­an­la­gen-/wär­me­pum­pen-rab­bit­ho­le, in das mar­kus kürz­lich ge­fal­len ist, habe ich ge­ra­de noch ver­mie­den. die bei­fah­re­rin hat vor ein paar jah­ren eine mo­bi­le, klei­ne kli­ma­an­la­ge für ihr ate­lier ge­kauft, die jetzt in mei­nem zim­mer steht und es auf er­träg­li­che 24,5°C kühlt. sie hat jetzt zwar auch in­ter­es­se an ei­nem wei­te­ren ge­rät an­ge­mel­det, weil die tem­pe­ra­tu­ren in ih­rem zim­mer jetzt auch auf über 25°C klet­tern. und mei­ne el­tern wol­len auch eine. und da soll ich dann so­wohl be­ra­ten als auch mon­tie­ren. aber das konn­te ich al­les gut in den win­ter schie­ben weil man jetzt oh­ne­hin nichts der­ar­ti­ges kau­fen kann.


kom­men­ta­re? is­so?

felix schwenzel in über wirres

ich stau­ne, wie vie­le men­schen bei goog­le nach „was­ser­me­lo­nen­sa­lat ot­to­lenghi“ su­chen. goog­le ver­rät mir, dass die­ser such­be­griff zwi­schen dem 18.06 und 24.06 fast 600 mal dazu ge­führt hat, dass mei­ne re­zept­sei­te dazu bei goog­le an­ge­zeigt wur­de. goog­le hat des­halb in den letz­ten ta­gen pro tag un­ge­fähr 60 men­schen hier­her ge­schickt. das fühlt sich bei­na­he an, wie frü­her, als goog­le der gröss­te fan von blogs war. jetzt liebt goog­le, die alte op­por­tu­nis­tin, of­fen­bar nur noch re­zep­te.

als ich die tage dar­über nach­dach­te ob und was mir die­se men­schen brin­gen, die von goog­le hier­her­ge­spült wer­den, stand ich auf dem schlauch. im­mer­hin pro­du­zie­ren sie eine me­trik und he­ben zwei mei­ner re­zep­te auf der rück­sei­te un­ter „meist­be­such­te sei­ten“ nach oben. ich habe über­legt ob ich eine ein­fach zu­gäng­li­che (re­zept) be­wer­tungs­funk­ti­on mit ⭐⭐⭐⭐⭐ an­bie­ten soll, weil ja nie­mand ver­steht, was das 💩 soll. dann dach­te ich, viel­leicht eine ein­fach zu­gäng­li­che kom­men­tar­funk­ti­on und habe mir noch­mal isso an­ge­schaut. das hat­te ich mir zu­letzt vor ei­nem jahr­zehnt an­ge­schaut als ha­l­os­can ein­ge­stellt wur­de. aus un­er­find­li­chen grün­den hat­te ich mich da­mals dann für dis­qus ent­schie­den, de­ren ja­va­script ich (op­tio­nal) un­ter mei­ne ar­ti­kel kleb­te.

je­den­falls war ich über­rascht wie un­kom­pli­ziert sich isso an­fühlt. kei­ne an­mel­dung und nach dem ab­sen­den des kom­men­tars bleibt der so­gar noch edi­tier­bar oder lösch­bar. kom­men­ta­re las­sen sich mit mark­down for­ma­tie­ren und das ganz lässt sich auch noch leicht mit do­cker in­stal­lie­ren. also erst­mal isso un­ter die zwei re­zep­te ge­klebt, die ge­ra­de so viel be­such be­kom­men.

dann habe ich ge­dacht, wenn selbst men­schen mit jahr­zenhn­ten in­ter­net­er­fah­rung von mei­nem jetz­ti­gen kom­men­tar­sys­tem über­for­dert sind und mich teil­wei­se per mail um be­die­nungs­tipps fra­gen, kann ich ja auch mal ei­nen re­gu­lä­ren bei­trag kom­men­tier­bar ma­chen und schau­en was pas­siert.

die­ser bei­trag ist also kom­men­tier­bar. name, email oder web­site sind op­tio­nal, le­dig­lich ja­va­script ist vor­aus­set­zung. moer­a­ti­on ist erst­mal de­ak­ti­viert. was hälst du von (isso-) kom­men­ta­ren un­ter bei­trä­gen auf wir­res.net?


nach­trag 20:00 uhr:
ich habe die kom­men­ta­re aus mau­rice komm­ents plug­in in isso im­por­tiert und erst­mal die kom­men­tar­f­un­ti­on kom­plett auf isso um­ge­schal­tet. isso-kom­men­ta­re wer­den jetzt über­all un­ter dem bei­trag an­ge­zeigt, aus­ser man klappt die kom­men­ta­re zu.

web­men­ti­ons, kom­men­ta­re auf mast­o­don oder blues­ky er­den erst­mal wei­ter­hin in der bei­lag an­ge­zeigt, aber ich hab plä­ne und idee das in zu­kunft zu ver­bes­sern und tech­nisch ele­gan­ter zu ma­chen.


mark­down-ge­döns — weils geht

felix schwenzel in über wirres

ge­le­gent­lich ma­che ich sa­chen nur weils geht. manch­mal er­ge­ben sich dann zu­fäl­lig an­de­re, gute sa­chen dar­aus.

vor zwei wo­chen hat­te ich die idee, dass ich bei­trä­ge ja auch als mark­down aus­lie­fern könn­te. seit­dem kann man im brow­ser ein­fach an eine bei­trags-adres­se ein .md hän­gen und der ar­ti­kel wird als text/mark­down ge­la­den:

dann las ich zu­fäl­lig über stan­dard.site und AT­pro­to und sah, dass ich den mark­down-text ein­fach mit ein paar me­ta­da­ten in mein PDS schrei­ben kann und das mark­down dann zu ei­nem or­dent­lich aus­se­hen­den html-bei­trag ge­r­en­dert wird, zum bei­spiel hier:

weil ich die mark­down-ver­si­on der bei­trä­ge auch im quell­text an­kün­di­ge, mit …

<link rel="alternate" type="text/markdown" title="markdown-gedöns — weils geht (Markdown)" href="https://wirres.net/articles/markdown-gedons-weils-geht.md">

… fin­den craw­ler und bots die mark­down-ver­si­on au­to­ma­tisch — wenn sie wol­len — und neh­men das an­ge­bot auch dan­kend an, wie ich in mei­nen logs sehe (der­zeit ca. 600 mark­down-da­tei­en-crawls pro tag).

von mir aus kön­nen sich craw­ler und bots hier aus­to­ben, so­lan­ge sie sich be­neh­men, höf­lich blei­ben und sich an die ro­bots.txt re­geln hal­ten. eine re­gel mit der ich mir ein­bil­de in den letz­ten jah­ren gut ge­fah­ren zu sein: in­hal­te die jün­ger als fünf jah­re sind dür­fen die craw­ler in­de­xie­ren, was äl­ter ist nur wenn ich es ex­pli­zit zur in­de­xie­rung frei­ge­ge­ben habe. ich weiss dass es nicht we­ni­ge arsch­loch-bots gibt, die sich nicht an die re­geln hal­ten, und das ich da­ge­gen (mo­men­tan) we­nig aus­rich­ten kann. was ich aber nicht ma­che: mark­down für bots ge­sperr­te in­hal­te aus­zu­spie­len.

ef­fek­tiv ste­hen hier also ca. 953 bei­trä­ge zur in­de­xie­rung be­reit. das stimmt na­tür­lich nicht ganz, in echt sind es 3483 bei­trä­ge die laut

zur in­de­xie­rung frei­ge­ge­ben sind. aber das sind vor al­lem „so­fort­bil­der“ (mein in­sta­gram ar­chiv, 2376 bei­trä­ge), check­ins (151) und sta­ti­sche sei­ten. eine lis­te die­ser 953 bei­trä­ge, die auch in­de­xiert wer­den dür­fen und kei­ne check­ins oder so­fort­bil­der sind, ste­hen jetzt auch in ei­ner über­sicht­li­chen lis­te zur ver­fü­gung:

lei­der kön­nen brow­ser heut­zu­ta­ge noch nicht na­tiv mark­down ren­dern, wes­halb der mark­down-text eben als plain­text an­ge­zeigt wird (aus­ser man in­stal­liert sich zum bei­spiel die­se chro­me-ex­ten­si­on).

zu die­sem the­ma hat sven ka­noldt kürz­lich nach­ge­dacht: What If Your Brow­ser Could Just Ask for Mark­down?

wäre es nicht toll, wenn brow­ser statt nur nach ei­nem html-do­ku­ment zu fra­gen, auch — falls brow­sen­de das wün­schen — auch nach ei­nem mark­down-do­kum­net fra­gen könn­ten? das wäre dann wie die sa­fa­ri rea­der funk­ti­on, die aus un­les­ba­ren sei­ten eine ver­ein­fach­te, gut les­ba­re ver­si­on ren­dert. zum le­sen von on­line-koch-re­zep­ten kann man mitt­ler­wei­le kaum noch html be­nut­zen, weil die rezpte fast im­mer in slop-tex­te ein­ge­bet­tet sind. ich lese re­zep­te on­line fast nur noch in mela. mark­down re­zep­te hin­ge­gen sind gut les­bar:

je­den­falls, für alle die sich fra­gen was das al­les soll: es än­dert sich nichts, aus­ser dass es jetzt eine schlan­ke, schnel­le über­sicht­sei­te al­ler ar­ti­kel gibt, die man­che viel­leicht über­sicht­li­cher oder schö­ner fin­den als die klas­si­sche start­sei­te mit 21 ar­ti­keln im voll­text:

und eben ne men­ge mark­down-ge­döns, das man ge­trost igno­rie­ren kann, was ich aber mal aus­pro­bie­ren woll­te, ob es geht. es zeigt sich: ja, es funk­tio­niert eine mark­down in­dex­sei­te mit ei­nem dün­nen ja­va­script-wrap­per auch jetzt schon ohne brow­ser ex­ten­si­on zu ren­dern. und ja, bots fres­sen ger­ne mark­down. und ja ich fin­de das fazz­i­nie­rend.

und ab­ge­se­hen da­von, spa­re ich jetzt mit do it yours­elf ei­nen hau­fen geld, weil cloud­fla­re das al­les was ich mir hier selbst ge­baut habe kun­den für viel geld ver­kauft:

Mark­down for Agents is available to Pro, Busi­ness and En­ter­pri­se plans, and SSL for SaaS cus­to­mers at no cost.

(pro plä­ne ver­kauft cloud­fla­re ab ca. 20 €/mo­nat, busi­ness geht bei 180 €/mo­nat los und en­ter­pri­se ab 2000 €/mo­nat. und ja, „con­tent nego­tia­ti­on hea­ders“ für mark­down hab ich auch ein­ge­baut.)


nach­trag: ich habe ge­mi­ni ge­be­ten ei­nen blick in den ma­sch­ei­nen­raum zu wer­fen („wenn du dir die hea­der von wir­res.net/ar­tic­les/mark­down-ge­dons… an­siehst, was siehst du, was fehlt, was ist un­ge­wöhn­lich?“). die ant­wort ver­ste­he ich als kom­pli­ment und habe sie in die bei­la­ge ko­piert.


ich will kei­ne APPs, ich will APIs (meis­tens)

felix schwenzel in artikel

ich muss lei­der noch­mal an ei­nem teil mei­nes pu­bli­kums vor­bei­schrei­ben. das AT­mo­sphe­re-rab­bit­ho­le, in dem ich ge­ra­de ste­cke fas­zi­niert mich ge­ra­de zu sehr, um das nicht auf­zu­schrei­ben.

man sagt ja: wenn man ei­nen ham­mer in der hand hat, sieht man über­all nä­gel. ich sehe im mo­ment über­all das AT-pro­to­koll und die for­ma­te, bzw. le­xi­ka die da­hin­ter­ste­cken. mich fra­gen leu­te was der vor­teil des stan­dard.site-for­mats ge­gen­über RSS sei. der ver­gleich geht ein biss­chen an der sa­che vor­bei. die fra­ge ist ein­fach: was sind die sa­chen die man mit ei­nem pro­to­koll ma­chen kann, was sind die po­ten­zia­le?

be­reits 2002/2003, noch be­vor es word­press gab, hat­te ich auf wir­res.net be­reits RSS (mit voll­tex­ten) ein­ge­baut. weil ich po­ten­zi­al, an­wen­dungs­fäl­le da­für sah — und weil es an­wen­dungs­fäl­le gab. ich weiss nicht ob ich es da­mals schon nutz­te, aber net­news­wire, also ei­nen tol­len RSS-rea­der, gabs seit 2002. 99,99% al­ler men­schen in­ter­es­sier­ten sich da­mals nicht für RSS (und blogs), aber die die es nutz­ten fan­den es gross­ar­tig, weil es gross­ar­tig und prak­tisch war.

mike mas­nik er­in­nert sich an das in­ter­net von da­mals, dass es an­geb­lich nicht mehr gibt und von platt­for­men und apps zer­fres­sen und zer­fa­sert wur­de. al­ler­dings mit dem twist, dass das ei­ner­seits nicht stimmt, das alte in­ter­net ist noch da, und es keimt un­ter dem platt­form-be­ton ge­ra­de wie­der auf.

mike masnick:

But, as Godier’s piece notes, protocols are… boring. They change slowly (for a good reason, because you need stability to build on). They tend to change by consensus, which is messy. And rather than having billion dollar companies throwing a whole massive en­gi­nee­ring team at making ever­y­thing work, in the protocol world, we rely on constant ex­pe­ri­men­ta­ti­on by anyone who wants to ex­pe­ri­ment.

tim trautmann:

The open web of the nineties didn’t win because the tools were better. It won because a critical mass of people decided that the al­ter­na­ti­ve, a handful of AOL-style walled gardens choosing what everyone saw, was not the future they wanted. Then they built their way out of it. Slowly, un­g­lamo­rous­ly, in rooms that looked a lot like this one.

Whether atproto ends up being the thing, or a stepping stone to the thing, I don’t know. Nobody in the room claimed to know. But the work is real, the apps are shipping, and the people building them are taking it seriously without taking them­sel­ves seriously. That com­bi­na­ti­on is rare, and his­to­ri­cal­ly, it’s the one that wins.

das ent­sch­ei­den­de und span­nen­de, da­mals wie heu­te, sind nicht die gros­sen vi­sio­nen, die mas­sen­wirk­sa­men apps und platt­for­men, son­dern die greif­ba­re­ren, jetzt nutz­ba­ren werk­zeu­ge die ge­nutzt, ernst­haft wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den und funk­tio­nie­ren. die ar­beit im ma­schi­nen­raum ist real. nicht mei­ne, son­dern die von tau­sen­den fri­ckeln­den men­schen, auf de­ren schul­tern man sich stel­len kann und ihre werk­zeu­ge mit­be­nut­zen kann.

ges­tern habe ich eine lis­te von ein paar apps die auf dem AT-pro­to­koll auf­set­zen ver­öf­fent­licht die funk­tio­nie­ren und mit de­nen man span­nen­e­de sa­chen ma­chen kann.

  • bei sill mel­det man sich mit sei­nen blues­ky- (oder be­lie­bi­gen an­de­ren AT­pro­to-) log­in an und be­kommt ohne wei­te­res zu­tun eine von sei­nen blues­ky- (oder mast­o­don-) kon­tak­ten ku­ra­tier­te und ge­wich­te­te link­lis­te.
  • bei mar­gin mel­det man sich mit sei­nen blues­ky-log­in an und sieht book­marks, an­mer­kun­gen oder her­vor­he­bun­gen von text­ba­sier­tem zeug aus dem in­ter­net von al­len men­schen in der AT­mo­sphe­re — und si­cher auch ir­gend­wann eine fil­ter­mög­lich­lich­keit auf men­schen de­nen man folgt.
  • mein sifa-pro­fil zeigt ohne wei­te­res zu­tun von mir auch mei­ne bei pop­feed als ge­se­hen mar­kier­ten se­ri­en und fil­me an.

das tol­le am AT-pro­to­koll ist, dass sich diens­te und men­schen auf ba­sis die­ses pro­to­kolls — und sei­ner (be­lie­big) er­wei­ter­ba­ren, struk­tu­rier­ten le­xi­ka — ver­bin­den kön­nen. eine ge­mein­sa­me, of­fe­ne, ge­s­tal­ba­re spra­che ist die ba­sis von ge­mein­schaft.

man muss mei­ne (ak­tu­el­le) be­geis­te­rung für pro­to­kol­le nicht tei­len. ich in­ter­es­sie­re mich zum bei­spiel sehr we­nig für den CAN bus oder das OBD-II pro­to­koll. aber ich weiss, dass man mit ih­nen span­nen­de sa­chen mit au­tos ma­chen kann. vor al­lem weiss ich, dass stan­dard­ti­sier­te, of­fe­ne pro­to­kol­le jede tech­no­lo­gie so­weit vor­an­brin­gen kön­nen, dass sie für je­der­mann und je­der­frau nut­zen brin­gen. kaum je­mand in­ter­es­si­ert sich für TCP/IP, http oder SSL, aber mitt­ler­wei­le nutz­ten sie fast alle und freu­en sich dar­über, ohne zu wis­sen wor­über sie sich freu­en.


für mich ist wir­res.net die quel­le der wahr­heit. nicht in dem sinn, dass al­les was hier ge­schrie­ben steht stimmt, son­dern das al­les was ich ins in­ter­net schrei­be und pos­te sei­ne hei­mat hier hat. ich ver­öf­fent­li­che hier und ver­tei­le an­ders­wo­hin. in aus­nah­men ver­öf­fent­li­che ich auch an­ders­wo, aber dann hole ich es auch wie­der hier­her. da­für gibts die bei­den in­die­web-be­grif­fe POS­SE und PE­SOS, aber das ist egal, weil das grund­prin­zip wich­ti­ger ist, als wie man es nennt. der ent­sch­ei­den­de punkt ist, dass ich ei­ner­seits hier al­les an ei­ner stel­le bei­sa­men und per­sis­tiert ha­ben möch­te und an­de­rer­seits aber auch die men­schen dort er­rei­chen möch­te wo sie ge­ra­de sind.

  • mei­ner mut­ter schi­cke ich au­to­ma­ti­si­ert je­den ar­ti­kel per mail. tech­nik­ar­ti­kel wie die­sen igno­riert sie ein­fach, zu lan­gen, pseu­do­phi­lo­so­phi­schen tex­ten schreibt sie mir fast im­mer zu­rück.
  • ich weiss dass (re­la­tiv) we­nig men­schen lust ha­ben wir­res.net in ih­rem brow­ser auf­ru­fen, es aber ger­ne im RSS-rea­der ih­rer wahl le­sen. des­halb stel­le ich RSS-feeds zur ver­fü­gung und gebe mir gros­se mühe dass sie gut funk­tio­nie­ren und kei­ne (oder we­nig) ein­schrän­kun­gen zum ori­gi­nal ha­ben.
  • sel­fies pos­te ich wei­ter­hin in ko­pie auf in­sta­gram, weil die men­schen auf in­sta­gram aus mir un­be­kann­ten grün­den ger­ne sel­fies und blu­men se­hen.
  • fo­tos und links zu man­chen län­ge­ren ar­ti­keln pos­te ich auf blues­ky und maston­don, weil es dort men­schen gibt, die ger­ne auf die­se art dar­an er­in­nert wer­den, dass ich ins in­ter­net schrei­be und fo­tos pos­te.
  • fil­me und re­zen­sio­nen zu fil­men ko­pie­re ich ge­le­gent­lich auch auf let­ter­bo­xed, weil es dort (viel­leicht) leu­te gibt die sie auf wir­res.net nicht ge­fun­den hät­ten und sich (viel­leicht) über mei­ne re­zen­si­on freu­en.
  • ich ma­che wie­der check­ins mit swarm, weils geht und es für mich der ein­fachs­te weg ist fo­tos mit text auf wir­res.net zu pos­ten (mit own­y­ours­warm). ge­le­gent­lich favt auch je­mand check­ins von mir auf swarm.

die lis­te kann ich fast be­lie­big wei­ter­füh­ren, der ent­sch­ei­den­de punkt ist, dass die ge­ziel­te ver­tei­lung mei­ner in­hal­te im in­ter­net ei­ner­seits an­de­ren ent­ge­gegn­kommt und an­de­rer­seits für mich die be­schäf­ti­gung mit in­ter­es­san­tem tech­nik-ge­döns be­deu­tet.


ar­ti­kel im voll­text mit dem stan­dard.site pro­to­koll in die AT­mo­sphe­re zu bla­sen er­setzt RSS nicht. aber es er­öff­net neue po­ten­zia­le der ent­deck­bar­keit, von emp­feh­lungs- und in­ter­ak­ti­ons­mög­lich­kei­ten. wenn ich ei­nem RSS feed fol­ge weiss das nie­mand. wenn ich ei­ner stan­dard.site pu­bli­ka­ti­on fol­ge, wie zum bei­spiel ni­cos couch­blog, sieht man das hier oder auch hier.

wenn ich ein book­mark in mei­nen ri­ver wer­fe sieht das kaum je­mand. man kann die book­marks zwar per RSS abon­nie­ren (oder al­les, wirk­lich alle abon­nie­ren), aber viel­leicht ist es ja bes­ser die­ses book­mark auch in ei­ner de­zi­dier­ten book­mar­k­an­wen­dung fin­den zu kön­nen. hier zum bei­spiel. oder hier. wenn man sich mit sei­nem blues­ky-log­in dort an­ge­mel­det, kann man mein book­mark kom­men­tie­ren, wei­ter­ver­tei­len, fa­ven oder selbst si­chern.

das ver­tei­len mei­ner ar­ti­kel oder book­marks ist und war nicht kom­pli­ziert. aus­ser schreib­zu­griff auf mein (blues­ky) PDS (per app-pass­wort) brau­che ich nichts wei­ter. kir­by schickt dann ziem­lich leicht­ge­wich­ti­ge json-blobs an den PDS und fer­tig. ob­wohl mar­gin.at kei­ne aus­ge­wach­se­ne API hat, kann ich dort book­marks, an­mer­kun­gen oder mar­kie­run­gen ein­fach (per knopf­druck) aus mei­nen oh­ne­hin vor­han­de­nen book­marks auf wir­res.net sen­den. ich brau­che kei­ne mar­gin.at-app, das AT-pro­to­koll reicht. wo­bei eine mar­gin-app (fürs han­dy) gibts eh nicht, wohl aber eine chro­me ex­ten­si­on. die brau­che ich dank des pro­to­kolls nicht zum an­le­gen von book­marks, aber sie ist trot­dem toll, weil zi­ta­te die ich ins book­mark ko­pie­re, dann mit der ex­ten­si­on in chro­me auch auf der sei­te mar­kiert wer­den.

die­se mar­kie­rung wäre dann auch sicht­bar für je­man­den der bei mar­gin.at an­ge­mel­det ist und die chro­me ex­ten­si­on in­stal­liert hat.


ich weiss, al­les tech­ni­sche, kom­pli­zier­te spie­le­rei­en de­ren nut­zen zwei­fel­haft oder zu­min­dest nicht son­der­lich weit ver­brei­tet ist. null re­le­vanz. aber so viel po­ten­zi­al.

um noch­mal das zi­tat von tim traut­mann von oben zu wie­der­ho­len:

Whe­ther at­pro­to ends up be­ing the thing, or a step­ping stone to the thing, I don't know.

weiss nie­mand, ob das zu was führt oder je­mals von nor­ma­len men­schen ad­ap­tiert wird. aber in­ter­es­sant ohne ende is­ses schon — und es funk­tio­niert.


die über­schrift („ich will kei­ne APPs, ich will APIs“) habe ich ein biss­chen im text ver­nach­läs­sigt. das hole ich jetzt nach.

mir ist das schon seit vie­len jah­ren auf­ge­fal­len, dass vie­le her­stel­ler von sa­chen glau­ben, dass ihre sa­chen eine app brau­chen. in der pra­xis geht das oft völ­lig am be­darf vor­bei. bei der heim­au­to­ma­ti­sie­rung setzt sich (j sei dank) lang­sam die er­kennt­nis durch, dass es kei­nen sinn macht wenn der kühl­schrank, die spül­ma­schi­ne, der air­fry­er, der staub­sau­ger­ro­bo­ter und die lich­ter je­weils eine ei­ge­ne app ha­ben. lang­sam setzt sich (dank mat­ter) die er­kennt­nis durch, dass off­ne­ne pro­to­kol­le der weg sind, mit de­nen tech­nisch kom­ple­xe sa­chen ir­gend­wann mal ak­zep­tanz fin­den kön­nen.

mit pro­to­kol­len kann ich mit den sa­chen ent­we­der ma­chen was ich will oder eta­blier­te, sta­bi­le sys­te­me ei­nes her­stel­lers mei­ner wahl nut­zen. im fall von heim­au­to­ma­ti­sie­rung zum bei­spiel home as­sistant, ho­me­kit, goog­le home oder die­ses ale­xa-ge­döns.

we­di­um hat den schuss of­fen­bar nicht ge­hört. we­di­um, das ich seit der re­pu­bli­ca „tes­ten“ darf, er­scheint mir als das lang­wei­ligs­te, ver­schlos­sens­te und nutz­lo­ses­te „so­zia­le Netz­werk“ der welt.

im web ist we­di­um nicht zu­gäng­lich, bei­trä­ge sind auch nicht aus­ser­halb der app teil­bar. der share-but­ton in der app ko­piert le­dig­lich eine url des bei­trags­bil­des. ich kann auf ios noch nicht mal aus der pho­tos-app ein bild per share-but­ton zu we­di­um sha­ren. nicht eine schnitt­stel­le habe ich in der beta-ver­si­on der app ge­se­hen.

aber das ist ne­ben dem „so­zia­len“ der gan­ze witz an ei­ner netz­werk app: dass man sie ver­net­zen kann, dass man mit APIs spie­len kann, po­ten­zia­le aus­lo­ten kann, dass man als nut­zer die app bes­ser ma­chen kann, in­dem man mit auf dem netz­werk rum­hackt. völ­lig un­ver­ständ­lich, dass man bei we­di­um glaubt nicht nur das rad netz­werk neu er­fin­den kann, son­dern dass man es auch von null auf bes­ser ma­chen kön­ne.

so über­wäl­tigt ich in den letz­ten paar ta­gen vom AT-pro­to­koll war, da­vor ganz ähn­lich vom fe­di­ver­se und ac­ti­vi­ty­Pub fas­zi­niert war, so un­ter­wäl­tigt bin ich von we­di­um.

wenn we­di­um schon das mar­ke­ting ver­kackt, wie soll das dann erst mit der ei­gent­li­chen ma­schi­ne klap­pen? bei der kon­ku­renz? also kon­kret den gros­sen (über-) mäch­ti­gen platt­for­men und den vie­len klei­nen, span­nen­den, leb­haf­ten und dy­na­mi­schen pro­jek­ten, die auf of­fe­nen pro­to­kol­len auf­set­zen.

span­nen­de zei­ten, aber höchst­wahr­schein­lich nicht für we­di­um.


AT­mo­sphe­re apps

felix schwenzel in über wirres

mit sei­nem AT­mo­sphe­re log­in (zum bei­spiel dem von blues­ky) kann man sich bei sehr vie­len diens­ten an­mel­den. die da­ten die­ser diens­te wer­den teil­wei­se bei die­sen diens­ten ge­spei­chert, aber haupt­säch­lich auf dem zum AT-log­in ge­hö­ren­den PDS (per­so­nal data ser­ver). auf ei­nem blues­ky-PDS wer­den zum bei­spiel alle mei­ne blues­ky-bei­trä­ge ge­spei­chert: pdsls.dev

weil ich mich zum tes­ten in den letz­ten ta­gen bei sehr vie­len die­ser AT­mo­sphe­re-diens­ten an­ge­mel­det habe, lis­te ich die hier mal auf, da­mit ich auch selbst den über­blick be­hal­te.


kurz­urls, blues­ky2wir­re­s­urls, gts2wir­re­s­urls

felix schwenzel in über wirres

ges­tern bin ich über eine idee von aa­ron pare­cki im in­di­web-wiki ge­stol­pert:

Sin­ce 2023-05-01, re­mo­ving the staging.bsky.app/profile part of Blues­ky URLs to his posts will re­di­rect to the ca­no­ni­cal post on aa­ron­pare­cki.com. For ex­am­p­le

ich „syn­di­zie­re“ (mit dem in­die­con­nec­tor) nicht alle, aber vie­le mei­ner bei­trä­ge von wir­res.net zu mast­o­don und blues­ky. zum bei­spiel ist der bei­trag „cur­ry­wurstauch auf bklues­ky.

https://wirres.net/articles/heute-cur­ry­wurst
https://bsky.app/profile/wirres.net/post/3mn3kzvtns72d

weil mein blues­ky-hand­le @wir­res.net ist, taucht wir­res.net auch in der blues­ky-url auf. wenn man die url im brow­ser ein­fach kürzt …

https://bsky.app/profile/wirres.net/post/3mn3kzvtns72d
                         wirres.net/post/3mn3kzvtns72d
               → https://wirres.net/articles/heute-cur­ry­wurst

… lan­det man auf der ka­no­ni­schen url auf wir­res.net.

das glei­che geht für mast­o­don links:

https://mstdn.wirres.net/@ix/statuses/01KSWYPT075VEG8SEYF91ABR7X
              wirres.net/@ix/statuses/01KSWYPT075VEG8SEYF91ABR7X
    → https://wirres.net/articles/heute-cur­ry­wurst

lei­der sind die je­wei­li­gen IDs 3mn3kzvtns72d (blues­ky) oder 01KSWYPT075VEG8SEYF91ABR7X (mast­o­don/GTS) nicht viel kür­zer als die ar­ti­kel ID die kir­by an­ge­legt hat: mqmwcyaybdffzd­ty.

mei­ne bis­he­ri­gen „kurz“-urls sind kir­by-IDs:

aber so rich­tig kurz wa­ren die nicht ge­ra­de, des­halb bin ich zu mei­nen al­ten kurz-url-mus­ter zu­rück­ge­kehrt: mein vor­he­ri­ges CMS ez­pu­blish hat die ar­ti­kel-id ein­fach hoch­ge­zählt. bei al­ten ar­ti­keln habe ich das bei­be­hal­ten und das funk­tio­niert wie eh und je, auch das alte ar­tic­le­view-url-mus­ter:

das funk­tio­niert jetzt auch mit neu­en ar­ti­keln wie die­sem:

die­se kurz-urls sind zwar nicht so kurz wie die von eay.cc, aber mir reichts:


AT­mo­sphe­re

felix schwenzel in über wirres

das ist ein ve­ri­ta­bles rab­bit hole in das ich mit dem stan­dard.site-ge­dö­ne ges­tern ge­fal­len bin.

ich habe ge­lernt, dass es ne­ben dem fe­di­ver­se auch eine AT­mo­sphe­re gibt, hin­ter dem fe­di­ver­se steckt das ac­ti­vi­ty-pub pro­to­koll und hin­ter der AT­mo­sphe­re steckt das AT-pro­to­koll. und nach­dem ich mich ges­tern durch die spe­zi­fi­ka­tio­nen und um­set­zungs­op­tio­nen ge­wühlt habe, zeigt sich, dass die AT­mo­sphe­re be­reits gut mit in­hal­ten aus word­press-blogs ge­füllt ist, weil der um­trie­bi­ge mat­thi­as pfef­fer­le nicht nur das ac­ti­vi­ty-pub pro­to­koll in form ei­nes word­press-plug­ins ei­nem brei­ten blog-pu­bli­kum zu­gäng­lich ge­macht hat, son­dern auch ei­nen plug­in na­mens word­press-at­mo­sphe­re baut. wer das nutzt und kon­fi­gu­riert hat lan­det in der AT­mo­sphe­re fire­hose.

ich habe mich mal imn der stan­dard-rea­der.app an­ge­mel­det und ein paar abos ge­setzt. dort fin­det man alle blogs die ihre bei­trä­ge im stan­dard.site-for­mat im AT-pro­to­koll ver­öf­fent­li­chen oder an­teasern.

ich bin ein viel zu gros­ser fan von RSS um RSS in na­her zu­kunft ab­zu­schrei­ben, aber die­ses neue for­mat auf ba­sis des AT-pro­to­kolls ist schon „RSS done right“, wie ich ges­tern ir­gend­wo ge­le­sen habe. neue bei­trä­ge müs­sen nicht ab­ge­ru­fen wer­den, son­dern wer­den ge­pusht, die nut­zung mit ei­nem cli­ent hat das po­ten­zi­al kin­der­ein­fach zu sein und die in­hal­te in die AT­mo­sphe­re zu bla­sen ist dank mat­thi­as pfef­fer­le (für word­press-nut­zen­de) auch kin­der­leicht. ich hab wei­ter RSS, aber jetzt auch was im AT-pro­to­koll. nächs­ter schritt: auch mit voll­text. dann stei­ge ich aber für ein paar wo­chen aus dem rab­bit hole aus und schau mir die ent­wick­lung dann spä­ter noch­mal an.


stan­dard.site

felix schwenzel in über wirres

bei mau­rice habe ich vor ein paar stun­den die­sen ar­ti­kel ge­le­sen: In­die­Con­nec­tor und stan­dard.site. stan­dard.site? nie ge­hört, also hab ich an­ge­fan­gen mich ein­zu­le­sen und LLMs mei­nes ver­trau­ens um er­klä­rungs­hil­fe ge­be­ten.

be­vor ich die fra­ge was das ei­gent­lich ge­nau ist be­ant­wor­tet, bzw. ver­stan­den hat­te, frag­te ich chatGPT wie ich das nut­zen könn­te. ich ver­ste­he tech­ni­sches ge­döns am bes­ten wäh­rend des ma­chens. also habe ich mich an der doku ent­lang­ge­han­gelt und erst­mal in ei­nem „PDS“ ei­nen site.standard.publication ein­trag (re­cord) an­ge­legt.

PDS ist ein per­so­nal data ser­ver, also ein ser­ver auf dem mei­ne da­ten für das AT-pro­to­koll lie­gen. in mei­nem fall ist der blues­ky-ser­ver der ein­zi­ge AT-pro­to­koll ser­ver den ich der­zeit nut­ze. da ich mit der web-app von blues­ky nicht auf die site.stan­dard oder ir­gend­wel­ceh an­de­ren ein­trä­ge schrei­bend zu­grei­fen kann, nut­ze ich pdsls.dev. dort kann ich mich mit mei­nen blues­ky-kon­to au­then­ti­fi­zie­ren und dann ein­trä­ge an­le­gen und edi­tie­ren.

spä­ter habe ich dann ge­se­hen, dass mat mar­quis den pro­zess hier ge­nau er­klärt hat: Im­ple­men­ting Stan­dard.Site

aber ich habe mich da mit LLM-hil­fe erst­mal selbst durch­ge­han­gelt. so se­hen mei­ne ein­trä­ge bei pdsls.dev aus.

pdsls.dev record list
pdsls.dev ein­trag­sls­te

un­ter­wegs habe ich dann lang­sam ver­stan­den was das gan­ze soll.

  • site.stan­dards.pu­bli­ca­ti­on ver­knüpft wir­res.net mit mei­ner blues­ky iden­ti­tät (@wir­res.net)
  • ich kann blog­ein­trä­ge im AT-pro­to­koll re­gis­trie­ren und da­mit mit mei­ner blues­ky iden­ti­tät ver­knüp­fen

hört sich er­sta­mal un­spek­ta­ku­lär an und ist es auch. der di­rekt sicht­ba­re nut­zen ist eine ex­tra zei­le bei der link-vor­schau.

link-vor­schau mit ex­tra icon und „wir­res.net von @wir­res.net“ zu­satz

im prin­zip kann ich mei­ne blog­bei­trä­ge jetzt ins AT-pro­to­koll auf den blues­ky-ser­ver ko­pie­ren. prak­tisch über­mitt­le ich mo­men­tan nur ein paar me­ta­da­ten von neu­en ar­ti­keln, aber mit dem ver­öf­fent­li­chen ei­nes neu­en ar­ti­kels kann ich ge­nau­so gut den voll­text mit­schi­cken. ob und wer das dann kon­su­miert ist eine an­de­re fra­ge, aber die ar­ti­kel sind dann, wie RSS, mit den ent­spre­chen­den cli­ents kon­su­mier­bar.

war­um das re­le­vant ist, oder war­um mich das in­ter­es­si­ert, er­klärt ste­ve dy­lan:

Thank­ful­ly, at­pro­to is pa­ving a dif­fe­rent path. In­s­tead of using the old plat­forms ow­ned by the 1%, peo­p­le are buil­ding so­lu­ti­ons that are ow­ned by ever­yo­ne. One com­mu­ni­ty built so­lu­ti­on is Stan­dard.site, a set of JSON sche­mas known as le­xi­cons that fi­nal­ly give hope to sol­ving the con­tent dis­tri­bu­ti­on pro­blem. When a blog, or any app for that mat­ter, uses the Stan­dard.site le­xi­cons, the pu­blished con­tent can be in­de­xed by just about an­yo­ne. That in­dex can be used to build so many me­cha­nisms for dis­tri­bu­ti­on, and none of it is con­trol­led by one in­di­vi­du­al or or­ga­niza­ti­on. You can con­trol how you ex­plo­re and con­su­me that con­tent.

ich bin ja der über­zeu­gung dass je­der mei­ne in­hal­te so le­sen soll wie er oder sie es will — und vor al­lem wo er oder sie das will. um mei­ne bei­trä­ge zu le­sen muss nie­mand im brow­ser auf wir­res.net vor­bei­kom­men. rss reicht. als man bei face­book (vor vie­len jah­ren) in­stant ar­tic­les ver­öf­fent­li­chen konn­te, hab ich das ge­macht und man konn­te wir­res.net in der face­book-app oder web­site le­sen. wür­de es ein­fa­cher ge­hen oder wür­de noch ir­gend­wer me­di­um.com nut­zen, wür­de ich alle mei­ne ar­ti­kel dort­hin syn­di­zie­ren — aber da ist ja, so­weit ich sehe, nei­mand mehr. die quel­le ist im­mer hier auf wir­res.net, kor­rek­tu­ren, edits oder er­gön­zun­gen wer­den au­to­ma­tisch per RSS wei­ter­ge­ge­ben und so ver­spricht auch das stan­dard.site-pro­to­koll zu funk­tio­nie­ren. fin­de ich also gut und spie­le da ab jetzt mit rum.

mal schau­en wo das hin­führt, auf je­den fall sind sol­che tech­no­lo­gien für das of­fe­ne web gut und span­nend.


nach­trag 08.06.2026:

wenn ich mei­ne blog­posts ins AT-pro­to­koll ko­pie­re, was ich bis jetzt nur mit den me­ta­da­ten ma­che, sind sie öf­fent­lich zu­gäng­lich und mit ent­spre­chen­den cli­ents auf­find­bar. das hab ich oben ja schon ge­schrie­ben. und so sieht das dann für die bei­den bei­trä­ge, mit de­nen ich das bis­her ge­macht habe, aus, hier auf pckt.blog, docs.surf und stan­dard-search

stan­dard-rea­der.app ist wie ein RSS-rea­der für pu­bli­ka­tio­nen die per stan­dard.site ver­öf­fent­li­chen. man mel­det sich mit sei­nem blues­ky-kon­to an (bzw. dem AT-pro­to­koll hand­le) und kann dann ein­zel­nen pu­bli­ka­tio­nen fol­gen oder su­chen.


aus dem ma­schi­nen­raum 06.06.2026

felix schwenzel in über wirres

ich habe ein paar klei­nig­kei­ten am lay­out und an den funk­tio­nen von wir­res.net an­ge­passt. ich fand den fuss mei­ner ar­ti­kel­sei­ten zwar im­mer ganz ok und er ori­en­tier­te sich auch an mei­nen vor­he­ri­gen de­signs, aber links und but­tons wa­ren ins­bes­od­ne­re auf dem han­dy im­mer sehr fu­se­lig zu tref­fen. des­halb hab ich dort al­les erst­mal et­was ent­zerrt.

im fuss sind aus­ser­dem zwei but­tons da­zu­ge­kom­menm; ei­ner zum ko­pie­ren der ar­ti­kel-url (die man sich auch aus der adress­leis­te oder dem da­tums­link ho­len kann) und ein­mal ein „.md ko­pie­ren“ but­ton. wenn man den klickt, be­kommt man den quell­text der sei­te im mark­down for­mat. ich habe ge­le­sen LLMs mö­gen das und von mir aus kön­nen sie ger­ne mei­ne ar­ti­kel in mark­down, statt html le­sen. aber ich glau­be der but­ton kann auch für men­schen nütz­lich sein. wenn ich an­de­re zi­tie­re ist copy und pas­te des text kein pro­blem. wenn der zi­tier­te text aber links ent­hält, muss ich die im­mer hän­disch räu­ber­ko­pie­ren. mit ei­nem wy­si­wyg-edi­tor ist das kein pro­blem, aber ich mag kein wy­si­wyg. ich mag und schrei­be in mark­down. naja, je­den­falls kann man sich das mit dem but­ton in die zwi­schen­ab­la­ge ko­pie­ren oder auch ein­fach an die ar­ti­kel-adres­se ein „.md“ hän­gen:

wir­res.net/ar­tic­les/aus-dem-ma­schi­nen­raum-06-06-2026.md

das geht für fast alle ar­ti­kel und meis­tens klappt ganz gut. theo­re­tisch kann ich mir jetzt ein klei­nes script schrie­ben (las­sen), dass alle be­lieb­ten ar­ti­kel als .md-da­tei­en in ein ver­zeich­nis ko­piert und dar­aus eine pdf oder ein epub er­zeu­gen. oder die bots, die hier oh­ne­hin im­mer vor­bei­kom­men, freu­en sich.

aus­ser­dem habe ich ei­nen „kom­men­tie­ren“ but­ton hin­zu­ge­fügt, der auf die kom­me­n­atr-sek­ti­on in der bei­la­ge ver­linkt. auch das ein­ga­be-for­mu­lar habe ich et­was ent­zerrt, weil es mo­bil eine zu­mu­tung war. aus­ser­dem sind die sys­tem-tex­te die das kom­me­n­a­trmo­dul (dan­ke mau­rice) ver­sen­det jetzt deutsch.

in der bei­la­ge sind noch mehr but­tons.

die „kurz­url“ ist nicht son­der­lich kurz, aber ein­deu­tig und in kir­by schon bei je­dem ar­ti­kel da­bei: es ist die ar­ti­kel-ID. funk­tio­niert, aber ich bin un­si­cher ob ich das je­mals nut­zen wer­de.

die „ask chatgpt“ und „ask clau­de“ but­tons habe ich von hacks/ha­cker (via). wenn man die klickt und in ei­nem der bei­den chat­bots ein­ge­loggt ist, kann man sich das selbst-le­sen mei­ner ar­ti­kel spa­ren und chatGPT oder clau­de le­sen las­sen. ich weiss auch nicht ob das prak­tisch ist, aber auch das funk­tio­niert und das al­lein reicht mir erst­mal. kost ja nix.

ob­wohl, kos­tet schon was. zeit und auch geld. mei­ne hos­ting-kos­ten sind im letz­ten mo­nat von 0 auf ca. 40 euro hoch­ge­gan­gen. ob­wohl ich auch noch den an­droid auf uber­space wo wir­res.net frü­her lief nicht ge­löscht habe und der auich noch­was kos­tet. mein pro­gram­mier­hel­fer und de­bug­ger cur­sor kos­tet auch so um die 30 euro pro mo­nat. wer­bung will ich hier nicht mehr ma­chen und le­ser nach geld fra­gen auch nicht. ob­wohl das theo­re­tisch und prak­tisch be­reits mög­lich ist. aber wenn ich mir an­se­he wie we­nig un­ter­stüt­zung ein tol­les pro­jekt wie riv­va bei ste­ady be­kommt, glau­be ich nicht das ein pro­jekt wie die­ses hier ir­gend­wen zur geld­bör­se grei­fen las­sen wür­de.

ach ja. ei­ni­ge be­rei­che die hier in der ver­gan­gen­heit et­was zäh lie­fen, sind jetzt durch stra­te­gi­sches caching merk­lich flot­ter ge­wor­den, ins­be­son­de­re mei­ne bil­der-über­sicht, oder die baum-bil­der.

kir­by und alle plug­ins sind jetzt auch auf dem neu­es­ten stand. das up­da­ten fin­de ich im­mer et­was ner­ven­auf­rei­bend, aber wie (bis­her) im­mer, hat das rei­bungs­los und un­fall­frei ge­klappt. kir­by ist toll ♥️


KI ta­ge­buch 03.06.2026

felix schwenzel in artikel

hei­ko er­zählt hier wie er KI nutzt, un­ter an­de­rem um sein blog zu bau­en.

Ich habe in den letz­ten Wo­chen sehr viel KI ge­nutzt. Ich glau­be, das wird auch nicht mehr so schnell auf­hö­ren. Es wird ein Werk­zeug wer­den und ich wer­de gleich­zei­tig als Nut­zer, Kon­su­ment, Bür­ger oder An­ge­stell­ter im­mer öf­ter mit KI kon­fron­tiert sein.
[…]
Ich ver­su­che ab jetzt hier im Blog im­mer mal wie­der auf­zu­schrei­ben, was mir mit KI pas­siert ist, was ich da­mit ge­macht habe, wo es fürch­ter­lich war. Höchst­wahr­schein­lich wer­den vie­le Sa­chen sehr schnell, sehr schlecht al­tern.

ich fin­de das eine her­vor­ra­gen­de idee fest­zu­hal­ten wie ich KI nut­ze und wie sich das über die zeit ge­ge­be­nen­falls än­dert. vor al­lem wenn ich be­den­ke, was sich in den 14 mo­na­ten seit mei­nem ers­ten mit kir­by ver­öf­fent­lich­ten ar­ti­kel ge­tan hat. wenn ich mich recht er­in­ne­re, habe ich da­mals, also vor et­was über ei­nem jahr zwar ge­le­gent­lich schon chatGPT be­nutzt, aber zum bei­spiel das mi­gra­ti­ons­script noch klas­sisch ge­baut: selbst goog­len, ge­fun­de­ne scrip­te um­bau­en, tes­ten, mehr goog­len, mehr tes­ten, wei­ter um­schrei­ben, de­bug­gen und op­ti­mie­ren. sehr ge­hol­fen ha­ben mir bei der pla­nung und um­set­zung der neu­en wir­res.net-ver­si­on zu­erst auch bas­ti­an all­gei­ers kir­by tu­to­ri­als. ich habe von bas­ti­an viel über kir­by ge­lernt und vor al­lem über struk­tu­rier­te und sau­be­re php-pro­gram­mie­rung. und ich habe da­mals sehr, sehr viel selbst am code ge­macht.

ge­le­gent­lich habe ich dann auch chatGPT im chat-mo­dus um code-snip­pets ge­be­ten, aber das copy&pas­ten und die kor­rek­tur­schlei­fen wur­den dann sehr schnell läs­tig und ich habe mir von chatGPT er­klä­ren las­sen wie ich VS-code als pro­gram­mier­um­ge­bung, in­klu­si­ve chatGPT un­ter­stüt­zung ein­rich­ten und nut­zen kann.

VS-code war dann für mich ein game ch­an­ger. ich habe im­mer schon di­rekt al­les auf dem live-ser­ver „ent­wi­ckelt“, per SFTP cli­ent und BBE­dit. da VS-Code auch di­rekt auf dem ser­ver lau­fen kann (per SSH), habe ich dann mit VS-code zu zweit, also mit un­ter­stüt­zung von chatGPT di­rekt auf dem live-ser­ver am code ge­ar­bei­tet. mit VS code ist das wirk­lich an­ge­nehm, trans­pa­rent und aus mei­ner sicht auch si­che­rer als mein gef­ri­ckel vor­her: alle code­än­de­run­gen wer­den im edi­tor mar­kiert und sind re­ver­si­bel. zu­sätz­lich habe ich an­ge­fan­gen än­de­run­gen mit git (auf dem ser­ver) lo­kal zu ver­sio­nie­ren.

so habe ich mo­na­te­lang an wir­res.net rum­ge­schraubt bis mir ir­gend­wann cur­sor über den weg lief. cur­sor nutzt im prin­zip auch VS-code, aber da­hin­ter sind sehr vie­le mög­li­che LLMs. ich be­zah­le cur­sor eine mo­nat­li­che ge­bühr und kann da­für eine gros­se aus­wahl an agents nut­zen, näm­lich die, die der cur­sor agent ge­ra­de für ge­eig­net für die auf­ga­be hält.

Ich bin kein ein­zel­nes Mo­dell, son­dern der Agent-Rou­ter in Cur­sor. Ich lese euer Set­up, füh­re Be­feh­le aus, än­de­re Da­tei­en und den­ke mit.

in der re­gel las­se ich die agen­ten­aus­wahl auf auto. aber ge­le­gent­lich, wenn die au­to­ma­tisch aus­ge­wähl­ten agents nicht so ar­bei­ten wie ich das wün­sche, stel­le ich eine wei­le auf teu­re­re und bes­ser mit­den­ken­de agents um, de­ren nut­zung bei mei­nem abo-mo­dell al­ler­dings be­grenzt ist.

seit der um­stel­lung auf ei­nen hetz­ner ser­ver, sind hier und da per­for­mance pro­ble­me sicht­bar ge­wor­den die vor­her nicht ins ge­wicht fie­len. die stan­dard (auto) agents ha­ben da teil­wei­se kei­ne be­frie­di­gen­den lö­sun­gen oder an­sät­ze ge­fun­den. eine ex­pli­zi­te um­stel­lung auf (clau­de) opus-4.8 hat dann sehr viel klü­ge­re und struk­tu­rier­te­re vor­schlä­ge ge­a­m­acht, die so ef­fek­tiv wa­ren, dass die grund­last des ser­vers von ei­nem lau­ten rau­schen zu ei­nem lei­sen plät­schern ge­wor­den ist.

das scheint mir das wirk­lich gute an cur­sor zu sein: ich muss nicht bei meh­re­ren KI-fir­men kon­ten an­le­gen und geld zah­len — und kann sie trotz­dem alle nut­zen.

hei­ko deu­tet das auch an: es ist wich­tig zu wis­sen was man will und wie das al­les grund­sätz­lich funk­tio­nie­ren soll. dann kann man KI-agen­ten als spar­rings­part­ner mit­den­ken las­sen und ideen um­set­zen las­sen. die KI denkt manch­mal in ab­sur­de oder viel zu kom­pli­zier­te rich­tun­gen. aber wenn ich die ar­beit wie ein ar­chi­tekt an­ge­hen, also ei­nen plan und das gros­se und gan­ze im kopf habe, dann kann man die KI wie ei­nen hand­wer­ker oder fach­in­ge­nieur nut­zen.


seit ein paar wo­chen nut­ze ich co­ty­pist, das ist eine KI die lo­ka­le mo­del­le nutzt um beim tip­pen wort- oder satz­ver­voll­stän­di­gun­gen zu ma­chen. das hilft mir vor al­lem da­bei mit we­ni­ger buch­sta­ben­dre­hern zu schrei­ben und ge­le­gent­lich ei­nen ti­cken schnel­ler zu schrei­ben. das ist ein biss­chen so wie das tip­pen auf dem ipho­ne, nur et­was bes­ser und kon­text-sen­si­bler als das was ap­ple in iOS bie­tet. kein game ch­an­ger, aber sehr prak­tisch.


was mei­ne tex­te hier auf wir­res.net an­geht oder mei­nen vor­trag: ich schrei­be al­les selbst. aber ich habe ge­merkt, dass ich LLMs als re­so­nanz­raum, ein­schät­zer, zu­sam­men­fas­ser und plau­si­bi­li­täts­che­cker sehr ger­ne nut­ze. für län­ge­re tex­te oder mei­ne re­pu­bli­ca ses­si­ons nei­ge ich dazu mir wahn­sin­nig vie­le no­ti­zen zu ma­chen und dann ge­le­gent­lich den über­blick über mei­ne no­ti­zen und quel­len zu ver­lie­ren. da sind LLMs, oder cur­sor, teil­wei­se sehr hilf­reich um mich in mei­ner ge­dan­ken­welt zu ori­en­tie­ren und mir mei­ne ei­ge­nen no­ti­zen kurz und knapp zu er­klä­ren.

ge­le­gent­lich habe ich LLMs ge­be­ten mei­nen schreib­stil zu imi­tie­ren, aber das hat bis­her noch nie ein be­frie­di­gen­des er­geb­nis ge­bracht. vor ein paar jah­ren habe ich üb­ri­gens et­was ähn­li­ches ge­macht, nur dass da nicht ein LLM mei­nen schreib­stil imi­tie­ren soll­te, son­dern eine ghost­wri­te­rin. auch das hat da­mals nur so mit­tel­präch­tig funk­tio­niert.


beim schrei­ben die­ses ar­ti­kels fiel mir ein zi­tat ein das ich in den letz­ten ta­gen auf­ge­schnappt hat­te. nach et­was nach­den­ken fiel mir ein, dass das wohl in ei­nem vi­deo ge­we­sen sein muss­te. zu­erst frag­te ich chatGPT, der war zu doof, aber ge­mi­ni ver­stand mich:

promt

in die­sem vi­deo spricht ei­ner der de­si­gner von nost­al­gie und dass nost­al­gie sich ei­gent­lich auf et­was be­zieht, was in der ver­gan­gen­heit der neue heis­se scheiss war. fin­dest du das zi­tat so, oder soll ich mal das tran­script hier­rein copy & pas­ten?

ant­wort

Ja, ich habe die Stel­le ge­fun­den! Das ist ein zen­tra­ler Punkt des Ge­sprächs zwi­schen Fla­vio Man­zo­ni (Fer­ra­ri Chief De­si­gner) und Jony Ive.

Das Zi­tat bzw. der Ge­dan­ken­gang fin­det sich vor al­lem im Ka­pi­tel "The Fu­ture of Fer­ra­ri" (ab ca. 17:23). Fla­vio Man­zo­ni zi­tiert dort den Kom­po­nis­ten Gus­tav Mahler, um Fer­ra­ris Phi­lo­so­phie zu er­klä­ren:

"Tra­di­ti­on is not the wor­ship of as­hes. Tra­di­ti­on is the pre­ser­va­ti­on of fire."
(Tra­di­ti­on ist nicht das An­be­ten der Asche, son­dern die Wei­ter­ga­be des Feu­ers.)

Zu­vor (ab ca. 09:00 und spä­ter ab 18:15) führt er die­sen Ge­dan­ken wei­ter aus: Er er­klärt, dass wir heu­te in ei­ner Ära mit ei­nem sehr star­ken "nost­al­gic ap­proach" le­ben, in der die Leu­te oft nur zu­rück­bli­cken. Er be­tont aber, dass Iko­nen wie der Fer­ra­ri F40 (der heu­te In­be­griff der Fer­ra­ri-Nost­al­gie ist) zum Zeit­punkt ih­res Er­sch­ei­nens ex­trem kon­tro­vers und ra­di­kal neu wa­ren.

das hät­te ich auch mit leich­tig­keit in 20 mi­nu­ten selbst raus­fin­den kön­nen, in­dem ich in dem vi­deo rum­sprin­ge oder das trans­script copy & pas­te und mir pas­sen­de such­be­grif­fe aus­den­ke. aber so­was eine KI ma­chen zu las­sen ist schon eine ech­te er­leich­te­rung.

wo­bei es mir bei der nut­zung von KI we­ni­ger ums zeit­spa­ren geht, mit KI kann ich din­ge um­set­zen, die ich vor­her nicht hät­te um­set­zen kön­nen. zeit spart das meis­tens nicht, weil al­les was ich KI ma­chen lässt im­mer noch­mal 2-3 (und manch­mal sehr viel mehr) kor­rek­tur­läu­fe und neu­an­sät­ze braucht. aber das ist das we­sen von werk­zeu­gen: man kann mit ih­nen tol­le sa­chen bau­en, wenn man weiss was man will und was man tut.

oder um­ge­kehrt: werk­zeu­ge er­wei­tern die fä­hig­kei­ten ih­rer nut­zer, aber auch de­ren feh­ler und irr­tü­mer. sie er­set­zen we­der ge­schmack noch ur­teils­ver­mö­gen. um aus ei­ner span­plat­te et­was schö­nes zu ma­chen, braucht man mehr als eine kreis­sä­ge. und die letz­ten jahr­zehn­te ha­ben ge­zeigt, dass bes­se­re werk­zeu­ge nicht au­to­ma­tisch zu bes­se­ren er­geb­nis­sen füh­ren. dank kreis­sä­gen und mo­der­nen plat­ten­bau­ma­te­ria­li­en hat sich die welt mit bil­li­gen, aus­tausch­ba­ren mö­bel­schrott ge­füllt — oder wie man heu­te sa­gen wür­de: span­plat­ten-slop.

mit mühe und sorg­falt — und im bes­ten fall et­was ge­schmack und er­fah­rung — kann man werk­zeu­ge aber auch nut­zen um zu bes­se­ren er­geb­nis­sen zu kom­men. slop ist nicht die fol­ge von werk­zeu­gen, son­dern ih­rer un­in­spi­rier­ten nut­zung.